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Sondersendung zum Nazi-Aufmarsch am 16.09.06 Widerspruch gegen Studiengebühren Hertz-87,9-Korrespondenten verhaftet: die Chronologie Offener Brief Das neue Studierendenparlament 2006/07 Der neue Senat 2006/07 Wer zur Wahl stand im Juni 2006
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Wer zur Wahl stand
Knapp 17.500 Studierende waren im Juni 2006 aufgefordert, ein neues Studierendenparlament der Bielefelder Universität zu wählen.
Das Studierendenparlament ist das oberste beschlussfassende Organ der Studierendenschaft.
Damit entscheidet es über die Verwendung von mehreren 100.000 Euro jährlich. Zudem legt es den Rahmen für die Arbeit des AstA fest und wählt dessen Referenten.
Zur Wahl stehen diesmal neun verscheiden politische Gruppierungen – die so genannten Listen – mit ihren Kandidaten.
Jeder Studierende hat eine Stimme. Diese kann er dem Kandidaten einer Liste geben, der er ins Studierendenparlament verhelfen will.
Hier die einzelnen Listen in der Kurzvorstellung:
Liste 1:
Kompass Hochschulgruppe
Diese Liste will die sozialen Interessen der Studierenden wahrnehmen, die soziale Selektion verhindern und das Studium studierbar wie möglich gestalten.
Liste 2:
United- Bildung für alle!
Diese Liste stellt zu Zeit die zweitstärkste Fraktion im Studierendenparlament.
Die Liste will ein gebührenfreies Studium, eine studentische Internationalisierung des Hochschulsystems, einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen und ist gegen Rassismus, Sexismus und Diskriminierung.
Liste 3:
Liste Rauchfreie Uni
Diese Liste hat sich neu gegründet.
Sie will ein generelles Rauchverbot bzw. speziell baulich getrennte Raucherräume an der Universität. Außerdem fordert sie mehr Engagement seitens der gewählten studentischen Vertreter für den Schutz der Studierenden.
Liste 4:
Für die Mitte, bitte!
Diese Liste will die Kräfte des AstA bündeln und ist dagegen, dass sich AstA und Studierendenparlament in Feldern außerhalb der Bildungspolitik einsetzen.
Außerdem möchte die Liste verbesserte Aufenthaltsmöglichkeiten in der Uni durch bauliche Maßnahmen schaffen, das Unisport-Angebot ausweiten und Studierende bei Studienproblemen unterstützen.
Liste 5:
Chronisch Schwule Union
Diese Liste setzt sich für die Belange von Homosexuellen ein.
Dabei unterstützt sie die Arbeit des Autonomen Schwulenreferates und organisiert die Schwulen Filmtage und die Schwulen Hochschultage.
Die Liste fordert für diskriminierte Gruppen an der Uni eigene Vollversammlungen und begrenzte finanzielle Selbstständigkeit.
Liste 6:
Grüne Hochschulgruppe*offene Liste
Diese Liste stellt zurzeit die AstA-Vorsitzenden.
Sie will den Austausch zwischen dem AstA und den Fachschaften und den AGen fördern.
Außerdem setzt sich die Liste für regenerative Energien, Essen ohne genmanipulierten Zutaten und gegen jede Form der Diskriminierung ein.
Liste 7:
Ring Christlich-Demokratischer Studenten
Diese Liste will offene und effiziente Diskussionen sowie eine kosten- und leistungsbewusste Denkweise in den Gremien.
Zudem möchte sie eine Bilanzpflicht für die Autonomen Referate und eine einheitliche Service-Karte für Mensa, Kopien, Bibliothek und Semesterticket.
Liste 8:
Juso-Hochschulgruppe
Diese Liste will sich weiterhin gegen Studiengebühren einsetzen.
Außerdem fordert sie eine gleichberechtigte Mitbestimmung der Studierenden in allen universitären Gremien, eine Anerkennung des allgemein-politischen Mandats der verfassten Studierendenschaft und ein Ende von konservativer Rollenverteilung.
Liste 9:
Uni Links
Diese Liste will kontinuierliche politische Arbeit in den Autonomen Referaten, den Agen und den Fachschaften. Deswegen möchte die Liste verhindern, dass die Möglichkeit politischen Engagements im Kern-AstA zentralisiert wird.
Die Liste versteht sich zudem als Zusammenschluss von Leuten aus linken und autonomen Strukturen innerhalb und außerhalb der Universität.
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