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InFakt-Archiv
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InFakt - Die Hochschulnachrichten mit Meldungen aus Hochschulpolitik, Wissenschaft und Lehre.
Täglich von 9 bis 17 Uhr.
Infakt am Freitag, den 29.06.2007
Hoch dotierter Krupp-Förderpreis geht an Ulmer Biochemikerin
Die Ulmer Biochemikerin Birgit Liss erhält den Alfried Krupp-Förderpreis für junge Hochschullehrer. Die 36-Jährige wurde vom Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung einstimmig gewählt. Sie setzte sich gegen 38 Kandidaten durch, wie die Stiftung gestern in Essen mitteilte. Liss habe sich «bereits in jungen Jahren einen hervorragenden Ruf» unter anderem auf dem Gebiet der Parkinson-Forschung erworben, hieß es in der Laudatio. Der Preis ist mit einer Million Euro die am höchsten dotierte Auszeichnung für Nachwuchsforscher in den Natur- und Ingenieurwissenschaften an deutschen Universitäten.
Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns kommt nach Nordrhein-Westfalen
Das neue Max-Planck-Institut für Biologie des Alterns kommt nach Köln. Dies hat die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) heute während ihrer Jahresversammlung in Kiel entschieden. Diese Entscheidung sei ein Grund zum Jubeln für Nordrhein-Westfalen. Es bringe das Land als Standort für Biowissenschaften und Medizinforschung europaweit an die Spitze, so der hoch erfreute Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW Prof. Andreas Pinkwart. An Bau und Einrichtung des neuen Instituts beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen mit 30 Millionen Euro. Die Mitarbeiter des Instituts sollen 2008 seine Arbeit aufnehmen.
Bielefelder Gesundheitsökonomen erforschen „Gesundheit im Alter“
Ein interdisziplinärer Forschungsverbund hat bei einer Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Thema Gesundheit im Alter den Zuschlag erhalten. An dem Forschungsverbund beteiligt sich auch die Universität Bielefeld. Sie wird durch die Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement vertreten. Die Arbeitsgruppe wird von Prof. Dr. Wolfgang Greiner von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften geleitet. Die Wissenschaftler aus Bielefeld werden sich bei dem Forschungsprojekt mit den finanziellen Folgewirkungen von Krankheiten im Alter beschäftigen.
Studiengebühren zahlen sich für Studierende nicht aus
Einer Umfrage zufolge bringen die Studiengebühren für Studierende keine Verbesserungen an den Universitäten.
Demnach gehen 71,2 Prozent der zahlenden Studierenden davon aus, dass es trotz der Gebühren zu keiner Verbesserung kommt. Nur 14,8 Prozent stellten spürbare Verbesserungen. Außerdem ging aus der Umfrage hervor, dass 1/3 der Befragten nicht über die Verwendung ihrer Beiträge durch die Universität informiert wurden. Die Studie wurde im Auftrag des Lehrstuhls für Marketing der Universität Hohenheim in Stuttgart durchgeführt. Die Ergebnisse basieren auf 4950 Interviews an allen 48 Universitäten mit Studiengebühren.
An der Hamburger Kunsthochschule boykottieren 350 Studierende die Studiengebühren
Aus Protest gegen die Studiengebühren haben an der Hamburger Kunsthochschule knapp 80 Prozent der Studierenden keine Studienbeiträge bezahlt. Die Hochschule droht jetzt mit der Exmatrikulation der Studierenden, wenn sie die Gebühren nicht innerhalb von 2 Wochen bezahlen. Die Studierenden müssten mit den Konsequenzen rechnen, so der Hochschulpräsident Martin Köttering. Sollten die Studierenden die Zahlung weiterhin verweigern und die Kunsthochschule die Drohung wahrmachen, würde die Universität 350 seiner 560 Studierenden verlieren. Die Hamburger Hochschule für Bildende Künste ist eine der renommiertesten Kunsthochschulen bundesweit. An der Universität werden seit dem Sommersemester 2007 500 € Studiengebühren pro Semester verlangt.
InFakt am Donnerstag, den 28.06.2007
Senatswahl 2007 geht zu Ende
Heute haben Studierende der Universität Bielefeld die letzte Möglichkeit ihre Stimme bei der zur zeit stattfindenden Senatswahl abzugeben. Seit Montag sind die Urnen in der zentralen Unihalle aufgestellt und werden noch bis heute 16.00 Uhr geöffnet sein. Mit der Wahl entscheiden sich Studierende der Universität Bielefeld für Vertreter im Senat, in der jeweiligen Fakultätskonferenz und im Studierendenparlament. Die Wahl des Studierendenparlaments findet noch bis morgen statt.
Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Uni Bielefeld werden gefördert
Die VolkswagenStiftung und die Fritz Thyssen Stiftung fördern im Rahmen der Initiative "Pro Geisteswissenschaften" zwei Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin der Universität Bielefeld.
Jeweils ein "Opus Magnum" erhalten der Literaturwissenschaftler Professor Klaus-Michael Bogdal und der Volkswirt Professor Peter Flaschel.
Die Linguistin Dr. Eva Belke wird mit einem "Dilthey-Fellowship" unterstützt.
Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erhalten durch die Förderungen den notwendigen Freiraum, ein größeres wissenschaftliches Werk zu verfassen
Sie werden jährlich in einer Höhe von 80.000 bis 100.000 Euro gefördert.
Insgesamt wurden in diesem Jahr bundesweit acht „Opera Magna“ und zehn „Dilthey- Fellowships“ vergeben.
Förderung eines Bielefelder Graduiertenkollegs verlängert
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung eines Bielefelder Graduiertenkollegs verlängert. Der Forschungsverband "Weltgesellschaft - die Herstellung und Repräsentation von Globalität" erhält in den kommenden viereinhalb Jahren über 1,3 Millionen Euro für die Doktorandenausbildung. Diese Fördergelder finanzieren 18 Stipendien. Der internationale Forschungsverbund besteht aus jungen Soziologen, Politologen, Historikern, Sozialanthropologen und Theologen. Sie gehen der Frage nach, unter welchen Voraussetzungen Globalität entsteht.
Das Graduiertenkolleg "Weltgesellschaft" wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft seit 2003 gefördert.
Immer mehr Menschen leben in Städten
Im kommenden Jahr wird mehr als die Hälfte der Menschheit in Städten wohnen.
Das prognostiziert die UNO in ihrem neuen Weltbevölkerungsbericht.
Im Jahr 2008 werde die Stadtbevölkerung die Marke von 3,3 Milliarden Menschen erreichen.
Das rasante Wachstum der Städte stellt vor allem die Entwicklungsländer in Afrika und Asien vor große Herausforderungen.
Dort werden voraussichtlich im Jahr 2030 70 Prozent der Weltbevölkerung leben.
Zur Zeit lebt etwa jeder zweite Mensch in einer Stadt.
Studierende zeitlich stark gefordert
Ein Viertel aller Studierenden in Deutschland studiert faktisch in Teilzeit.
Dass ergab die neuste Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW).
In diesem wird das durchschnittliche Zeitbudget der Studierenden ermittelt.
Demnach investieren Studierende im Erststudium durchschnittlich 34 Stunden pro Woche für das Studium. Daneben werden sieben Stunden in der Woche für den Nebenjob aufgewendet.
Der DSW- Vizepräsident Prof. Hans Lilie befürchtet, dass viele Studierende Zeitkonflikte haben, um Studium und Nebenjob zu vereinbaren. Ebenfalls könnte durch die zeitliche Belastung der Studierenden die Bereitschaft zu gesellschaftlichen Engagement oder der kulturellen Betätigung leiden.
InFakt am Mittwoch, den 27.06.2007
Schavan weist Kritik zurück
Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat Kritik an ihrem Vorstoß für einen erleichterten Zuzug ausländischer Arbeitnehmer zurückgewiesen. Es gehe nicht um ungesteuerte Zuwanderung, sondern um eine größere Attraktivität Deutschlands für hoch qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland. Das sagte Schavan im ARD-"Morgenmagazin".
Vor allem die SPD hatte Schavan die Vernachlässigung der inländischen Arbeitnehmer vorgeworfen. Deren Qualifizierung und Wiederbildung sollte vorerst in den Vordergrund gestellt werden.
Schavan hatte unter anderem vorgeschlagen, die festgesetzte Verdienstgrenze für Zuwanderer zu senken.
Auslöser der Überlegungen ist eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), nach der eine höhere Zuwanderung allein nicht ausreicht, um die drohende Lücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu schließen.
wat kostet die Welt
Laut des Statistischen Bundesamtes haben deutsche Hochschulen im Jahr 2005 insgesamt 31 Milliarden Euro ausgegeben. Das ist 1,4% mehr als noch im Jahr 2004. Allerdings ist gleichzeitig auch die Zahl der Studierenden um 1,2% gestiegen.
Der größte Teil des Geldes wurde auf Personal verwendet. Der Rest wurde für laufende Ausgaben und verschiedene Investitionen ausgegeben.
Fast die Hälfte der Gesamtausgaben aller Hochschulen belaufen sich auf die Medizinischen Einrichtungen. Mit deutlichem Abstand folgen die Fakultäten für Mathematik und Naturwissenschaften, mit ähnlich hohen Kosten die Fach- und Verwaltungsfachhochschulen und dann die Ingenieurwissenschaften. Günstigste Fächergruppe sind die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Allerdings haben die Hochschulen auch Einnahmen gemacht. Hauptsächlich die medizinischen Einrichtungen erzielten Gewinne durch Krankenbehandlungen.
DAAD hat neuen Präsidenten
Die Mitgliederversammlung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) hat in Bonn einen neuen Präsidenten gewählt. Der Gießener Professor Stefan Hormuth wird ab Januar 2008 sein Amt antreten.
Damit löst er den bisherigen Präsidenten Professor Theodor Berchem ab. Dieser steht seit 20 Jahren an der Spitze des DAAD.
Stefan Hormuth ist Professor für Sozialpsychologie und Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen.Von 2001 bis 2007 war er außerdem Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten der Hochschulrektorenkonferenz.
Der DAAD ist eine Selbstverwaltungseinrichtung der deutschen Hochschulen für den weltweiten akademischen Austausch und die internationale Wissenschaftskooperation. Mit über 260 Mio. Euro, vorrangig aus Bundesmitteln, hat er im Jahr 2006 über 55.000 deutsche und ausländische Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler gefördert.
wenige Frauen mit Hochschulabschluss
Nur ein Fünftel der deutschen Frauen hat einen Hochschulabschluss. Dies geht aus einem aktuellen Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor, das die Qualifikation von Frauen zwischen 25 und 64 Jahren ermittelt hatte. 80 Prozent belassen es bei einer Berufsausbildung oder dem Abitur und verzichten auf eine höhere Qualifikation. Damit rangiert die Bundesrepublik im internationalen Vergleich auf einem der hinteren Plätze.In Kanada zählt immerhin jede zweite Frau zur Gruppe der Hochqualifizierten. Die Spitze in Europa belegen die Skandinavierinnen. Im Schlusslicht finden sich die Spanierinnen und Italienerinnen; jeder zweite von ihnen hat höchstens einen Haupt- oder Realschulabschluss erworben.
InFakt am Dienstag, den 26.06.2007
Über 285 Millionen Euro für Berliner Wissenschaft
Berlin soll in den kommenden vier Jahren zu einer
der führenden internationalen Wissenschaftsregionen ausgebaut werden. Dazu will der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von dieser Woche an bis 2011 im Rahmen eines Masterplans 185 Millionen Euro in die Wissenschaft investieren. Hinzu kommen mehr als 100 Millionen Euro Bundesmittel. Sie stammen aus der Exzellenzinitiative zur Forschung und aus dem Hochschulpakt. Für die Berliner Hochschulen und Forschungsstätten bedeutet der «Masterplan Wissenschaft» nach Jahren einer rigiden Sparpolitik und des Abbaus von Studienplätzen eine Trendwende. Genauere Informationen werden diese Woche vom Berliner Bürgermeiste Klaus Wowereit, Bildungssenator Jürgen Zöllner und Akedemiepräsident bekannt gegeben.
Mit einem neuen Supercomputer will das
Forschungszentrum Jülich an die Weltspitze der schnellsten Rechner vordringen.
Der Computer des Herstellers IBM aus der Serie Blue Gene/P werde mit 220 Billionen Operationen pro Sekunde Europas schnellster Rechner sein und im weltweiten Ranking voraussichtlich Platz drei belegen, nachdem sie mit bisher noch auf Rang 13 lagen. «Mit diesem Schritt legen wir die Basis, um auch in Zukunft der Wissenschaft ausreichende Rechenkapazitäten für Computersimulationen bereitzustellen», sagte der Vorstandsvorsitzende des
Forschungszentrums, Professor Achim Bachem. Mit dem neuen Hochleistungsrechner will sich die Einrichtung auch als
Standort für einen der vier europäischen Petaflop-Rechner empfehlen, die 2009 vergeben werden sollen. Der Rechner soll bis zum Herbst installiert werden, teilte das Forschungszentrum am Montag mit.
Die ältesten Söhne sind offenbar schlauer als ihre jüngeren Brüder, zumindest haben norwegische Ärzte das als statistisches Ergebnis einer groß angelegten Untersuchung herausgefunden.
Sie werteten die Unterlagen der norwegischen Streitkräfte aus, in denen neben dem IQ auch verzeichnet ist, ob die Rekruten ältere oder jüngere Brüder haben. Über eine Viertel Millionen norwegische Männer im Alter von 18 bis 19 Jahren sind für diese Studie zum IQ-Test angetreten
Der Leiter der Forschungsgruppe Petter Kristensen meinte, dass aus medizinischer Sicht eher die jüngeren Geschwister im Vorteil sind. Ob die Unterschiede im IQ der Brüder durch biologische Faktoren oder durch das soziale Umfeld entstehen, will der norwegische Arzt unbedingt noch klären. Erhöhte Aufmerksamkeit und Zeit von Seiten der Eltern für die Erstgeborenen seien eine Möglichkeit. Inwieweit das Ergebnis auch auf Geschwister unterschiedlichen Geschlechts übertragbar ist, können die Forscher allerdings nicht sagen.
Große deutsche Universitäten fordern mehr Freiraum bei der Verwendung von Studiengebühren.
Anders als bislang sollten die Hochschulen die Möglichkeit erhalten, mit den Geldern auch neue Professoren einzustellen. "Es liegt doch auf der Hand, dass Studenten von nichts mehr profitieren als von zusätzlichen Hochschullehrern", sagt Bernhard Stöckhert, Prorektor der Ruhr-Universität Bochum. Bis jetzt haben sich die meisten Hochschulen zur Sicherheit darauf verlegt, die Studiengebühren für zusätzliche Tutorien, Mentorenprogramme, längere Bibliotheksöffnungszeiten und eine bessere technische Ausstattung auszugeben. Zuletzt hatte der Deutsche Hochschulverband (DHV), die Vertretung der Professoren, das schlechte Betreuungsverhältnis an deutschen Hochschulen kritisiert und gefordert, aus Studiengebühren neue Professuren zu finanzieren. Auf einen Professor kommen laut DHV derzeit 60 Studenten.
Die private Fachhochschule des Mittelstandes bietet ab dem kommenden Wintersemester die Studiengänge Marketingmanagement sowie Kommunikatiosndesign und Werbung an.
Es besteht die Möglichkeit eines Vollzeit- sowie eines berufsbegleitenden Studiums. Die Akkreditierungsphase für die beiden Bachelor-Studiumgänge hat bereits begonnen. Weitere Informationen sowie Bewerbungsunterlagen sind bei der Studienberatung der FHM erhältlich.
InFakt am Montag, den 25.06.2007
Mehr Studierende mit Migrationshintergrund
Bundesbildungsministerin Schavan sagte in Berlin, dass siedie Zahl der Studierenden mit Migrationshintergrund in den nächsten 5 Jahren verdoppeln wolle. Schavan sieht in der Bildung den Schlüssel für erfolgreiche Integration in die Gesellschaft. Es wäre für Migranten jetzt schon einfacher BaföG zu erhalten und das Bildungsministerium unterstütze die Sprachförderung von Migranten auch weiterhin. Obwohl in Deutschland mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben, liegt ihr Anteil an den Studierenden nur bei etwa 8 Prozent
Erfolgreichste Fachhochschule in NRW
Wissenschaftler der Fachhochschule Lippe und Höxter erhielten 750.000 Euro Fördergelder im Rahmen des Programms "Ingenieur Nachwuchs 2007 Maschinenbau". Mit diesen Geldern sollen Forschungsprojekte am Lemgoer Fachbereich Elektro-und Informationstechnik unterstützt werden. Mit jeweils rund 250.000 Euro werden jetzt Prof.Dr.Ing. Borcherding, Lohweg und Maas ihre Forschungsaktivitäten in den kommenden drei Jahren intensivieren. Bundesweit lagen dem Ministerium für Bildung und Forschung 101 Anträge vor, 40 davon wurden letztendlich für förderungswürdig gehalten. Aus NRW kamen fünf Anträge zum Zuge, drei davon aus Lippe.
Hessen sagen Nein zu Studiengebühren
In Hessen haben am Freitag über 75.000 Bürgerinnen und Bürger ein "Verfassungsklage-Formular" unterschrieben.
Damit haben sie klar und deutlich "Nein" zu der geplanten Einführung von Studiengebühren gesagt. Die Formulare wurden dem Staatsgerichtshof in Wiesbaden übergeben. Das höchste hessische Gericht muss nun entscheiden, ob die Studiengebühren gegen die Hessische Verfassung verstoßen. Deren Artikel 59 verbietet Studiengebühren an öffentlichen Hochschulen und lässt Ausnahmen nur in engen Grenzen zu. Mit einer Entscheidung des Gerichts wird erst im kommenden Jahr gerechnet.
Internationales Team aus Rotterdam gewinnt städtebaulichen Wettbewerb
Vergangenen Freitag fand der städtebauliche Wettbewerb um die Zusammenlegung des Campus der Universität Bielefeld und dem Erweiterungsgelände "Lange Lage" einen Sieger. Das Architekten Atelier Döll voor Bouwkunst b.v. aus Rotterdam und die GTL Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten aus Kassel überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf. Dieser zeichnet sich besonders durch die Verknüpfung des Universitäts-Stammgeländes mit dem Erweiterungsgelände "Lange Lage", sowie einem sehr guten inneren öffentlichen Raum im neuen Campus aus. Oberbürgermeister Eberhard David sieht nun alle Voraussetzungen, um in das Bebauungsverfahren einzusteigen und die Realisierungsvorbereitungen einzuleiten. Die Fachhochschule kann dann mit ihren über die Stadt verteilten Fachbereichen vollständig im Entwicklungsgebiet zusammenziehen. Darüber hinaus stehen auf dem Gelände Flächen für Forschungsinstitute, sowie Forschungs-und Entwicklungszentren zur Verfügung.
InFakt am Freitag, den 15.06.2007
Lange Diskussionen wegen Studienbeiträgen
Im Senat der Universität Bielefeld gab es am Mittwoch sehr lange Diskussionen über die Studiengebühren.
Nachdem das Verwaltungsgericht Minden die gestafelten Studienbeiträge abgelehnt hatte, wird jetzt nach einer neuen Lösung gesucht. Ab dem kommenden Wintersemester plant das Rektorat einen Einheitsbetrag, dieser könnte zwischen 350 und 400 Euro pro Semester liegen.
Die entsprechenden Beschlüsse werden von dem Gremium erst am 4. Juli gefasst.
Die eingenommenen Studienbeiträge seien eigefroren und sind nicht verwandt worden, sagte der Pressesprecher der Universität Ingo Lohuis.
Wissenschaftsverbund "Wandel und Zukunft des Alterns"
Die Forscher der Universitäten Bochum und Dortmund wollen das Ruhrgebiet zu einem „demografischen Laboratorium“ erklähren.
Viele qualifizierte Familien verlassen das Ruhrgebiet, wobei die Alten, Armen und Ausländer zurückbleiben. Dieser gesellschaftliche Wandel wird dem ganzen Bundesgebiet vorhergesagt. Im Ruhrgebiet vollzieht sich der Wandel schneller und eher, meinen die Forscher der beiden Universitäten. Wenn es gelinge, den Wandel produktiv zu bewältigen, könne das Ruhrgebiet zu einem Modell der Generationensolidarität werden, das auch für andere Regionen wegweisend sei, sagte Prof. Dr. Rolf G. Heinze.
Um dem Wandel produktiv entgegenzuwirken, haben sich die Wissenschaftler der Universitäten Bochum und Dortmund zu einem Wissenschaftsverbund "Wandel und Zukunft des Alterns“ zusammengeschlossen.
Bielefelder Nachwuchshistoriker auf der Spur der NS- Vernichtungspolitik
Die Bielefelder Nachwuchshistoriker Dr. Freia Anders, Katrin Stoll und Karsten Wilke sind seit langem auf der Spur der NS- Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg.
Unter anderem beschäftigen sie sich mit dem so genannten Bielefelder Bialystok- Prozess. Der Bialystok- Prozess fand zwischen 1965 und 1967 am Landgericht Bielefeld statt. Nur anhand einiger historischer Dokumente gelang es die Beteiligung der Angeklagten an der Deportation der jüdischen Bevölkerung aus den nordostpolnischen Ghettos nachzuweisen.
Die drei Historiker veranstalten vom 26. bis 28. Juni 2007 einen Workshop zum Thema „Quellen der Jüdenräte im besetzten Polen“
InFakt am Donnerstag, den 14.06.2007
Neuer Hochschulpakt beschlossen
Heute werden die Ministerpräsidenten der Bundesländer den Beschluss zu Vereinbarung des Hochschulpakts unterzeichnen. Ziel der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern ist es, bis 2010 bundesweit 90.000 neue Studienplätze zu schaffen. Die Kosten von 450 Millionen Euro teilen sich Bund und Land. Für jeden zusätzlichen Studienplatz erhalten die Hochschulen bis zu 20 000 Euro.
Durch den neuen Hochschulpakt sollen 26.000 Studienplätze in Nordrhein Westfalen geschaffen werden. Bereits am Dienstag hatte sich das Landeskabinett in Nordrhein Westfalen auf die Umsetzung des Hochschulpakts in NRW geeinigt.
HRK gegen neue Bezeichnungen im Bachelorstudiengang
Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich am Dienstag gegen die Einführung eines "Bachelor professional" bzw. "Master professional" gewandt. Bachelor und Master müssten als akademische Abschlüsse geschützt werden.
Die Wirtschaftsministerkonferenz hatte bei Ihrem Treffen in Eisenach am 4. und 5. Juni 2007 beschlossen, die Einführung der Abschlussbezeichnungen "Bachelor professional" und "Master professional" für berufliche Weiterbildungsangebote zu befürworten.
Dies sei in der derzeitigen Phase der Einführung von Bachelor und Master an den Hochschulen besonders schädlich, so HRK-Präsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel gestern in Berlin. Die Erweiterung der Bezeichnungen stifte nach Ansicht der Hochschulrektorenkonzerenz lediglich Verwirrung.
“Weiterbildungssparen“ verabschiedet
Die Weiterbildung soll in Deutschland einen höheren Stellenwert bekommen. Das ist das Ziel der Konzeption „Weiterbildungssparen“, der das Bundeskabinett gestern zugestimmt hat. In der Anlaufphase des Konzeptes werden vom Bund 45 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bundesbildungsministerin Anette Schavan zeigte sich erfreut über den Beschluss des Bundeskabinetts. Die Investition in die eigene Qualifikation sei die beste Anlage, so die Ministerin. Die Eckpunkte zum „Weiterbildungssparen“ sind drei Instrumente, mit deren Hilfe vor allem Personen mit niedrigem und mittlerem Einkommen Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren können.
Zum einen die staatliche Weiterbildungsprämie in Höhe von bis zu 154 Euro, sofern der gleiche Betrag der Teilnahmegebühr bezahlt wird. Als weitere Instrumente sind Darlehen für die Weiterbildung und die vorzeitige Entnahmemöglichkeit aus dem Ansparguthaben der vermögenswirksamen Leistungen vorgesehen. Das Angebot wird ab Sommer 2008 erhältlich sein.
InFakt am Mittwoch den 13.6.2007
Infoveranstaltung der Soziologie Fakultät der Uni Bielefeld
Die Fakultät für Soziologie der Uni Bielefeld veranstaltet vom 25. bis zum 29. Juni Infotage für die verschiedenen Bachelor- und Masterstudiengänge dieses Fachbereichs. Dabei haben Studien-Interessierte die Möglichkeit die Lehrenden näher kennen zu lernen, sich genau über die Fächer zu informieren und mit Studierenden zu sprechen.
Die Universität Bielefeld belegt mit allen Fächern der soziologischen Fakultät Spitzenplätze in renomierten Hochschulrankings.
Cannabis im wissenschaftlichen Aufwind
Cannabis und cannabinoide Wirkstoffe sollen schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken, das fanden Forscher der Universität Heidelberg heraus.
Die Wissenschaftler konnten diese Erkenntnis anhand von Versuchen mit Labormäusen nachweisen.
In Zukunft sollen Medikamente aus Cannabis entwickelt werden, die unter anderem gegen allergische Ekzeme helfen.
Mentoren erleichtern den Start ins Studierendenleben
Mentoren erleichtern um ein vielfaches den Start ins Studium, so das Ergebnis eines Versuchs an der TU Darmstadt.
Dort wurde den Erstsemestern eine Begleitperson zur Seite gestellt, die die Studienanfänger in den ersten Monaten begleitete. 80 Prozent aller Befragten bewerteten diesen Service positiv.
Besonders in Deutschland fällt vielen der Einstieg ins Studentenleben schwer. Daran ist die Umstellung vom durchorgansierten Schulstundenplan zum relativ freien Lehrplan der Universitäten schuld.
Infakt am Dienstag, den 12.06.2007
Uni-Bielefeld
Bei der gestrigen vom AstA organisierten Versammlung zum Thema Studiengebühren wurden die Studierenden über das weitere Vorgehen des AstA´s informiert. In der Versammlung ließ der AstA das Plenum darüber abstimmen, ob man weiterhin gegen Studiengebühren vorgehen sollte. Alle Studierenden stimmten dem Vorschlag der AstA zu, weiterhin gegen Studiengebühren vorzugehen.
FH Bielefeld
Aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden, welche die Staffelung der Studiengebühren für rechtswidrig erklärt, erhebt die Fachhochschule Bielefeld im kommenden Wintersemester keine Studiengebühren. Die Fachhochschule will damit mögliche Nachteile des laufenden Verfahrens abwenden. Ab dem Sommersemester 2008 sollen weiterhin Studiengebühren erhoben werden.
Neuer Studiengang Populärmusik
Der neue Studiengang „Popurlärmusik“ wird ab kommendem Wintersemester an der FH Osnabrück angeboten. Der Musik-Pädagogische Studiengang bietet die Schwerpunkte „vocal“ und „instrumental“. Auf dem Lehrplan steht unter anderem Musiktechnologie, Bühnenperformance, und Musikmanagement. Die Ausbildung soll durch Workshops mit bekannten Künstlern aus dem Bereich der Pop-Musik ergänzt werden. Am 15. Juli dieses Jahres ist der Anmeldeschluss für die Eignungsprüfung.
Uni Duisburg-Essen
An der Universität Duisburg-Essen wird ab dem nächsten Wintersemester ein neuer Studiengang „Erwachsenenbildung/Adult Education“ eingeführt. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften mit einem Bachelor-abschluss. Studierende können Erwachsenenbildung und Weiterbildung dabei wahlweise im nationalen oder im europäischen Kontext studieren.
>Infakt am Dienstag, den 12.06.2007
Bei der gestrigen vom AstA organisierten Versammlung zum Thema Studiengebühren wurden die Studierenden über das weitere Vorgehen des AstA´s informiert. In der Versammlung ließ der AstA das Plenum darüber abstimmen, ob man weiterhin gegen Studiengebühren vorgehen sollte. Alle Studierenden stimmten dem Vorschlag der AstA zu, weiterhin gegen Studiengebühren vorzugehen.
Aufgrund der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Minden, welche die Staffelung der Studiengebühren für rechtswidrig erklärt, erhebt die Fachhochschule Bielefeld im kommenden Wintersemester keine Studiengebühren. Die Fachhochschule will damit mögliche Nachteile des laufenden Verfahrens abwenden. Ab dem Sommersemester 2008 sollen weiterhin Studiengebühren erhoben werden.
Der neue Studiengang „Popurlärmusik“ wird ab kommendem Wintersemester an der FH Osnabrück angeboten. Der Musik-Pädagogische Studiengang bietet die Schwerpunkte „vocal“ und „instrumental“. Auf dem Lehrplan steht unter anderem Musiktechnologie, Bühnenperformance, und Musikmanagement. Die Ausbildung soll durch Workshops mit bekannten Künstlern aus dem Bereich der Pop-Musik ergänzt werden. Am 15. Juli dieses Jahres ist der Anmeldeschluss für die Eignungsprüfung.
An der Universität Duisburg-Essen wird ab dem nächsten Wintersemester ein neuer Studiengang „Erwachsenenbildung/Adult Education“ eingeführt. Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende der Erziehungswissenschaften mit einem Bachelor-abschluss. Studierende können Erwachsenenbildung und Weiterbildung dabei wahlweise im nationalen oder im europäischen Kontext studieren.
>Infakt am Freitag, den 08.06.2007
AStA sieht Verantwortung bei der Uni
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Bielefeld kritisiert das Rektorat.
Der Hauptkritikpunkt ist die Ausgabe der schon eingenommenen Studiengebühren. Es sei vom Rektorat unverantwortlich, die Studiengebührengelder trotz des laufenden Verfahrens auszugeben, so der AStA Vorsitzende Jan Binder.
Damit trage das Rektorat die Hauptverantwortung für die momentane Situatuion an der Uni, erklärte Binder weiter.
In einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Minden vom vergangenen Freitag war die Gebührensatzung der Universität Bielefeld für nichtig erklärt worden.
Deutsche Hochschulabsolventen sind spitze Deutsche Hochschulabsolventen sind weltweit überragend. Laut einer Umfrage der Amerikanischen Handelskammer und der Boston Consulting Group (BCG) unter 86 US-Unternehmen erhalten deutsche Studierende Bestnoten. Insbesondere deutsche Ingenieure seien weltweit spitze und werden deshalb sehr geschätzt, so BCG-Geschäftsführer Martin Koehler. Bestechende Eigenschaften seien dabei vor allem Zuverlässigkeit und Genauigkeit. Minuspunkte machen deutsche Hochschulabsolventen jedoch in den Bereichen Teamgeist, Verantwortungsbereitschaft und Eigeninitiative. Es werde deutsche Sorgfalt gebraucht, aber insgesamt sollten deutsche Führungskräfte lernen, sich noch besser zu verkaufen, so der Ratschlag von Koehler.
Erster Hochschulrat Nordrhein-Westfalens in Paderborn
In Paderborn hat der erste Hochschulrat Nordrhein-Westfalens seine Arbeit aufgenommen. Das achtköpfige Gremium ist zuständig für die Strategie der Hochschule, berät die Leitung und beaufsichtigt die Geschäftsführung. Nach Angaben der Universität werde künftig ein Präsidium mit Präsident statt eines Rektors die Universität leiten.
Die Hochschulen seien gut beraten, im Hochschulrat Kompetenz und
Führungserfahrung aus möglichst vielen Bereichen zusammenzuführen,
so der NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technik Andreas Pinkwart. Bis Ende des Jahres hätten alle öffentlich-rechtlichen Universitäten Zeit, einen Rat einzurichten. Mindestens die Hälfte der Mitglieder müssten dabei jedoch von außerhalb der Hochschule kommen.
Überleben von Frühgeburten hängt von Kliniken ab
Überleben und Gesundheit von Frühgeburten hängen entscheidend vom behandelnden Krankenhaus ab. Dies haben mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen erwiesen. Es sei unbestreitbar, dass Säuglinge von der Qualität und Größe einer Klinik entweder profitieren oder dort ihr Leben riskieren, so Prof. Klaus Vetter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin.
Seit Jahrzehnten fordern Spezialisten aus der Geburtenmedizin, Risikoschwangere in Häusern zu behandeln, die neben einer ausreichenden Qualifikation auch über umfassende Erfahrung verfügen.
Doch zu diesen sogenannten „Mindestmengen“ konnte sich der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bisher nicht durchringen.
Lebenswissenschaftler-Verband "VBIO" gegründet
Ein gemeinsamer Dachverband VBIO (Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.) soll künftig Biologen und Biomediziner in ganz Deutschland vertreten. Erster Präsident des Verbandes ist der Braunschweiger Wissenschaftler Prof. Rudi Balling.
Die Vorbilder seien die sehr erfolgreichen Verbände der Chemiker und der Physiker, erklärt Balling. Es sei höchste Zeit, dass die Lebenswissenschaften ebenfalls mit einer Stimme sprächen.
Im VIBO sind bis jetzt 30.000 Mitglieder aus mehr als 80 Firmen organisiert. Wichtige Themen sind laut Balling die Werbung fähiger ausländischer Wissenschaftler, die Stammzellenforschung und Biotechnologie in der Landwirtschaft.
Infakt am Mittwoch, den 06.06.2007
Universität Bielefeld legt Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Minden ein
Die Universität Bielefeld hat gestern Nachmittag mitgeteilt, dass sie gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Minden vom 1. Juni Berufung einlegen wird.
Am ersten Juni hatte das Mindener Gericht der Klage einer Studentin der Universität Bielefeld gegen den Beitragsbescheid zur Zahlung der Studienbeiträge stattgegeben. Das Gericht hatte das Urteil auf die in der Satzung vorgesehene Staffelung der Studienbeiträge begründet.
Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig und beziehe sich nur auf einen Einzelfall. Somit ist die Universität nicht verpflichtet die bereits eingenommenen Studienbeiträge an Studierende zurückzuzahlen. Trotzdem hat das Rektorat beschlossen, die bisher zurückgehaltenen Gelder zunächst nicht auszugeben.
Das Rektorat hält die Staffelung der Beiträge für sinnvoll und strebe keinen einheitlichen Studienbeitrag von 500 Euro an.
Appell an die Regierungschefs der G8-Staaten
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Ulrich Thöne hat gestern in Heiligendamm an die Regierungschefs der G8-Staaten appelliert.
Die G8- Staaten hatten zur Erreichung des sogenannten Bildungsmillenium- Ziels ihre Zusagen erteilt.
Dies beinhaltet, dass es bis 2015 allen Kinder der Welt möglich ist mindestens eine Grundausbildung zu bekommen.
Thöne sagte, wenn wir dieses Ziel tatsächlich erreichen wollen, müssen gerade die reichen Industrieländer ihre Anstrengungen verstärken und ihre materiellen Zusagen endlich einhalten.
Studie zeigt: Kind und Karriere lassen sich für Frauen in Deutschland schlecht vereinbaren
Eine vergleichende Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung hat gezeigt,
dass sich Beruf und Familie für Frauen in Deutschland schlecht vereinbaren lassen.
Im Vergleich zu Müttern in Schweden, Frankreich und Italien verringern die Frauen in Deutschland nach der Geburt ihres Kindes ihre Arbeitszeit wesentlich stärker und langfristiger.
Hierfür gebe es drei verschiedene Ursachen:
Zum einen sei das Betreuungsangebot für Säuglinge weniger ausgebaut als in Schweden oder Frankreich.
Zum anderen kümmern sich in Deutschland nur etwa 3 Prozent der Großeltern um den Nachwuchs, so dass diese keine wirkliche Betreuungsalternative darstellen.
Eine weitere Ursache sehen die Forscher darin,
dass viele der Mütter in den alten Bundesländern sich bewusst gegen ihre Berufstätigkeit entscheiden,
vor allem wenn der Partner über höhere Bildung und besseres Einkommen verfügt.
Bundesforschungsministerin Schavan will bestmögliche Forschungbedingungen schaffen
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat gestern gemeinsam mit EU-Forschungskommissar Janez Potocnik in Hamburg die 4. Europäische Konferenz zu Forschungsinfrastrukturen eröffnet.
Rund 450 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Industrie haben über die Planung und Weiterentwicklung der Forschungsinfrastrukturen in Europa diskutiert.
Ziel sei es, die bestmöglichen Bedingungen für exzellente Forschung in Europa zu schaffen, so Ministerin Schavan.
Infakt am Dienstag, den 05.06.2007
Gestern hat das Rektorat der Universität Bielefeld entschieden, das der Fachbereich Kunst und Musik erhalten bleibt.
Nach dem Beschluss des Rektorats wird die Stelle der Musikprofessur genau wie andere Stellen neu besetzt. Damit ist gesichert, dass der Fachbereich weiter funktionieren kann.
Der Schwimmunterricht an Grundschulen soll verbessert werden.
Dies berichtet die Neue Westfälische in ihrer heutige Ausgabe.Nach Schätzungen kann jedes vierte Kind am Ende der Grundschulzeit nicht schwimmen. NRW Schulministerin Barbara Sommer fordert zusätzliche Schwimmkurse in den Ferien, da die vorgesehen 35 bis 40 Schwimmstunden in der Grundschulzeit oft nicht ausreichen.
Bis Mitte 2009 soll der Schwimmunterricht intensiviert werden.
Die Hochschulrektorenkonferenz kurz HRK und die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände kritisieren den „Bachelor Professional“.
Der „Bachelor Professional“ ist eine Initiative der Wirtschaftsministerien der Länder um einen neuen Abschluss in der beruflichen Weiterbildung einzuführen.
Mit dem Abschlussgrad Bachelor/Master Professional würden die Ziele der Stärkung beruflicher Aus- und Weiterbildung nicht erreicht. Der Titel verwirrt und führt zu mangelnder Akzeptanz des Bachelor Grades insgesamt erklärten HRK-Präsidentin Margret Wintermantel und Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt anlässlich der Sitzung der Wirtschaftsministerkonferenz.
Die Zahl der Studierenden an den Universitäten und Fachhochschulen in OWL ist zurück gegangen.
Landesweit sank die Zahl der Studienanfänger um 6,5 Prozent auf 63.000. Dieser Rückgang stehe jedoch nicht in Zusammenhang mit der Einführung der Studiengebühren, sagt der Pressesprecher der Universität Bielefeld Ingo Lohuis. Vielmehr sei die Einführung eines „nahezu flächendeckenden Numerus Clausus“ Grund für den Rückgang von neu eingeschriebenen Studierenden.
Den deutlichsten Rückgang hat die Paderborner Hochschule zu verzeichnen.
Infakt am Montag, den 04.06.2007
Verwaltungsgericht hält Studienbeitragssatzung der Uni Bielefeld für rechtswidrig
Das Verwaltungsgericht Minden hält die Studienbeitragssatzung der Universität Bielefeld für rechtswidrig. Die Kriterien, aus denen sich die Höhe der Gebühren ergebe, verstießen gegen den verfassungsrechtlichen Gleichheitssatz. Dies teilte das Gericht am Freitag mit. Dem Urteil zufolge sei für die Höhe der Studiengebühren vor allem entscheidend, wie stark Studierende die Einrichtungen der Hochschule nutzen. Die Hochschule dürfe die Gebührenhöhe nicht davon abhängig machen, in welchem Hochschulsemester sich die Studierenden befinden. Das Gericht gab damit der Klage einer Germanistikstudentin statt. Diese war zu Studiengebühren von 300 Euro herangezogen worden. Das weitere Vorgehen der Universität wird in dieser Woche entschieden, so Pressesprecher Ingo Lohuis.
Pinkwart fodert mehr Engagement der Wirtschaft
Das Projekt „Erlebnis Maschinenbau“ ist am Freitag von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. Bei dem Projekt konnten Schülerinnen und Schüler bei mehr als 120 Maschinenbau-Unternehmen in ganz NRW einen Einblick in die Berufswelt bekommen. Ziel war es, für Nachwuchs in technischen Berufen und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen zu werben. Bei der Preisverleihung forderte NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, mehr Engagement der Wirtschaft. Es müssten mehr junge Leute für Technik begeistert werden, um alle vorhandenen Ingenieur-Stellen in NRW besetzen zu können.
Wer die Studienbeiträge nicht zahlt, wird nicht immatrikuliert
Studierende, die die Zahlung von Studienbeiträgen verweigern, werden nicht immatrikuliert bzw. exmatrikuliert. Dies bekräftigte der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts. Entscheidend für die Immatrikulation sei allein der Eingang der Beiträge auf dem Konto der jeweiligen Hochschule. Die Studienbeiträge in Höhe von 500 Euro sollen zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre eingesetzt werden.
Neuer Masterstudiengang „Kommunikationssysteme und Netze“
Im Wintersemester 2007 startet der neue Masterstudiengang „Kommunikationssysteme und Netze“. Dies ist ein landesweit einzigartiger Studiengang. Der Studiengang wird gemeinsam von den Fachhochschulen Köln und Bonn-Rhein-Sieg angeboten. Das interdisziplinäre Studium richtet sich an Absolventen der Informatik und der Elektrotechnik. Ziel des Studiengangs ist es, die Absolventen zu Spezialisten für Kommunikationssysteme und –dienstleistungen auszubilden.
Studierendenparlament gegen Kohlekraftwerk
Die Studierenden der Universität Bielefeld lehnen den geplanten Neubau eines Kohlekraftwerks in der von den Stadtwerken geplanten Form ab. Der entsprechende Antrag der Grünen-Hochschulgruppe wurde vom Studierendenparlament angenommen. Es sei unverantwortlich Bielefelds Stromsicherheit von stetig knapper und teurer werdenden fossilen Energieträgern abhängig zu machen.
Infakt am Donnerstag, den 31.05.2007
FH Bielefeld startet neuen Studiengang
Die Fachhochschule Bielefeld bietet zum kommenden Wintersemester den neuen Studiengang Regenerative Energien an. Der Ingenieurstudiengang beinhaltet unter anderem die Erzeugung, Verteilung und effiziente Nutzung elektrischer Energie aus erneuerbaren Energien. Das Studium baut auf mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundlagen auf. Zusätzlich beinhaltet es ingenieurwissenschaftliche Elemente. "Das Ziel des Studienganges sei die exzellente Ausbildung von Ingenieuren, die sich mit dem Problem der Energieversorgung befassen", so der Dekan der Fachhochschule, Professor Dr. Bernd-Josef Schumacher. Anmeldeschluss ist der 15. Juli.
Urteil gegen Studiengebühren
Dass Verwaltungsgericht Arnsberg hat die Erhebung von Studiengebühren an der Universität Siegen vorläufig als unzulässig erklärt. Damit gaben die Richter der Klage einiger Studierender statt. Die Klage bezog sich auf Formfehler während der Verordnung für die Einführung von Studiengebühren. Die entscheidende Senatssitzung fand damals unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und sei somit rechtswidrig gewesen. Auch das Verwaltungsgericht Köln liegt eine Sammelklage gegen Studiengebühren vor. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Wird der Klage auch hier stattgegeben, ist eine weitere Klagewelle zu erwarten.
Neuer Sonderforschungsbereich an der BTU
Wissenschaftler der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus erforschen die Entstehung eines Ökosystems. Sie gehen damit der Frage nach, wie sich Lebensräume und Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen in einer neu entstandenen Landschaft entwickeln. Damit wird die BTU ein weltweit einmaliges Grundlagenforschungsprojekt beginnen. Besonderes Interesse an dem Forschungsprojekt ist die Verbindung zwischen Grundlagenforschung im Bereich der Ökosystementwicklung sowie dem Potential späterer Anwendungen für Brandenburger Regionen.
Generalversammlung der Santander Gruppe
Die Justus-Liebig-Universität Gießen ist Gastgeber für die Generalversammlung der Santander Gruppe. Die Santander Gruppe ist ein europäisches Hochschulnetzwerk, bestehend aus 40 Universitäten. Thema der Veranstaltung vom 31. Mai bis 2. Juni 2007 ist die Europäische Hochschulbildung im Umbruch. Das Ziel der Gruppe ist, besondere akademische, kulturelle und sozioökonomische Bindungen zu fördern sowie gezielt Kommunikationsstrukturen zu etablieren. Im Vordergrund steht der internationale Austausch und die Zusammenarbeit.
Ostdeutsche Wirtschaft wächst
Die ostdeutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr voraussichtlich um drei Prozent wachsen. Das teilte das Institut für Wirtschaftsforschung (IWH) mit. Zu den Konjunkturmotoren in den neuen Ländern gehören unter anderem die Nahrungsmittelbranche, sowie die Automobilindustrie. Auf dem Arbeitsmarkt dürfte dieser Aufschwung dennoch weiterhin für eine positive Entwicklung sorgen. Trotzdem sind die neuen Länder noch vom Niveau der alten Länder entfernt. Die Arbeitslosenquote in den neuen Ländern war im April 2007 mit 15,8 Prozent immer noch doppelt so hoch wie im Westen.
Universität Magdeburg verleiht Ehrendoktorwürde an Warren
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg verleiht heute dem Nobelpreisträger John Robin Warren die Ehrendoktorwürde. Der australische Pathologe erhalte diese Anerkennung für seine Verdienste bei der Entdeckung eines Magenbakteriums, sagte ein Hochschulsprecher. Warren werde bei der morgen beginnenden 91. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie auch zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt.
Infakt am Freitag, 25.05.2007
Rassenforschung an der Uni-Münster
An der Universität Münster wurde Rassenforschung betrieben.
In den 30er Jahren sollen dort medizinische Forschungen zu Rassenhygiene der Nationalsozialisten stattgefunden haben.
Dies hat ein Student der Universität in seiner Examensarbeit vor sechs Jahren herausgefunden.
In seiner Arbeit schreibt er unter anderem über Professor Karl Wilhelm Jötten, der von 1924 bis 1958 Direktor des Instituts für Hygiene war.
Zusammen mit einem Kollegen habe Jötten erbhygienische Untersuchungen an über 4.300 Hilfsschulkindern durchgeführt.
Nach dem Ende des Krieges durfte Jötten weiterforschen.
Für seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Gewerbehygiene erhielt er damals sogar das Bundesverdienstkreuz.
Saarbrücker Informatikstudent erhält Forschungspreis
Auf einer internationalen Software- Engineering Konferenz in Minneapolis (USA) erhält der Saarbrücker Informatikstudent Thomas Zimmermann den so genannten SIGSOFT Distinguished Paper Award.
Der Informatiker hat sich am Lehrstuhl für Softwaretechnik auf die automatische Analyse von Fehler- und Entwicklungsgeschichten großer Software- Systeme spezialisiert.
Durch den von ihm entwickelten Ansatz können Fehler in Computerprogrammen in bisher unbekannter Präzision vorhergesagt werden.
Zum zweiten Mal erhält damit das Team von Prof. Andreas Zeller den Sigsoft Award. Dies ist bisher nur ganz wenigen Forschern gelungen.
Die Technische Universität Darmstadt (TUD) hat bis auf weiteres keinen Präsidenten
An der Technischen Universität Darmstadt gibt es bis auf weiteres keinen Präsidenten. Dem letzten Kandidaten, dem Elektrotechniker Thomas Weiland, wurde die Zustimmung auf Präsidentschaft verweigert.
Das Votum ist nicht nur gegen den Kandidaten, sondern auch als Protest gegen den Hochschulrat zu verstehen.
Die Versammlung hatte bereits im April den Rat aufgefordert, mehr als nur zwei Kandidaten zu nominieren. Der Vize- Rektor der TU Graz, Wolfgang von der Linden zog in den vergangenen Wochen seine Bewerbung zurück.
Deutsche Stammzellenforschung wird behindert
Nach Auffassung des Präsidenten der Max- Planck- Gesellschaft, Prof. Peter Gruss, werde die Deutsche Stammzellenforschung vom Gesetzgeber in ihrer Arbeit behindert. Die Stammzellenforschung werde so stark eingeschränkt, dass Deutschland international nicht mithalten könne, kritisierte Peter Gruss.
Gruss fordert eine Stichtagsregelung bei embryonalen Stammzellen. Laut dieser sollen die Forscher sechs bzw. zwölf Monate nach der Entwicklung neuer Stammzelllinien mit diesen arbeiten können.
Man solle die Chance, die die Stammzellenforschung für Schwerkranke bietet, nutzen können, so Gruss.
Infakt am Donnerstag, 24.05.2007
Universität Bielefeld im Zentrum der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“
Die Universität Bielefeld ist ausgewählter Ort der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Anlass dafür ist die zukunftsweisende Forschung im Bereich „Mensch-Maschine-Kommunikation“. Am 2. November 2007 werden Bielefelder Wissenschaftler vorführen, wie man durch interdisziplinäre Forschung die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine entschieden verbessern kann. Geplant sind kurze Vorträge, eine Podiumsdiskussion mit Wissenschaftlern, Vertretern aus Wirtschaft und Politik, sowie Präsentationen verschiedener Roboter und Experimente.
Rektor der Universität Bielefeld relativiert Gutachten
Der Rektor der Universität Bielefeld, Dieter Timmermann sagt, dass sinkende Studierendenzahlen den Ausbau des Hochschulcampus nur noch dringlicher machen würden. Damit nahm er Bezug auf ein Gutachten der Bürgerinitiative „Lange Lage“. Die Bürgerinitiative hatte am 18. Mai 2007 ein Gutachten zur „demographischen Entwicklung und zu den Studentenprognosen in OWL“ vorgelegt. Daraus ging hervor, dass die demographische Entwicklung in OWL einen neuen Hochschulcampus überflüssig mache. Timmermann argumentierte jedoch, dass ein attraktiver Campus entscheidend dazu beitragen könne, dass der Anteil der Studierenden, die sich für Bielefeld entscheiden, größer werde.
Im Rahmen eines dritten öffentlichen Forums werden am 24. Mai die konkreten Ideen zum städtebaulichen Wettbewerb präsentiert und zur Diskussion gestellt.
Schavan ändert ihre Meinung zum BaFög
Bundesbildungsministerin Annette Schavan beugt sich den Forderungen der Experten zur Erhöhung des Bafög. Damit hat die Ministerin ihre bisherige Ablehnung jeglicher Bafög-Erhöhungen aufgegeben. Das Deutsche Studentenwerk und die Gewerkschaften hatten während der Anhörung im Bildungsausschuss des Bundestages eine Erhöhung der Bafögsätze noch in diesem Jahr gefordert.
Paderborner Informatiker wird Mitglied der „Leopoldina“
Der Paderborner Informatiker Prof. Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide ist neues Mitglied der Akademie „Leopoldina“. Meyer auf der Heide ist im Bereich der Theoretischen Informatik einer der herausragenden Wissenschaftler Deutschlands und genießt auch international großes Ansehen. Bis heute hat er 25 Doktoranden erfolgreich zur Promotion geführt. „Leopoldina“ ist die Deutsche Akademie der Naturforscher. Von den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 34 Mitglied der „Leopoldina“.
Infakt am Mittwoch, 23.05.2007
Einigung über Eckpunkte des Aufbaus des Europäischen Instituts für Technologie
Bei der gestrigen EU-Wettbewerbsratssitzung in Brüssel haben sich die EU-Mitgliedstaaten über die Eckpunkte des Konzepts für das Europäische Institut für Technologie geeinigt.
Bundesministerin für Bildung und Forschung
Dr. Annette Schavan erklärte hierzu,
dass das Europäische Institut für Technologie aus Netzwerken zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen bestehen soll.
Die EU-Mitgliedstaaten sind sich über den Aufbau des Instituts in 2 Phasen einig geworden.
Zunächst soll das Augenmerk auf ein oder zwei Innovationsgemeinschaften gelegt werden.
Diesen sollen später weitere folgen.
Schavan rechnet im Juni mit einer politischen Grundsatzentscheidung für die Einrichtung des Instituts.
Rückgang des Säugetierbestands in Europa
Die EU-Kommission hat in Brüssel mitgeteilt, dass bei fast einem Drittel aller Säugetierarten Europas der Bestand zurückgehe. Jede sechste Art sei vor dem Aussterben bedroht.
Dies haben Zoologen im Rahmen der Europäischen Säugetier-Untersuchung herausgefunden.
Die Untersuchung der biologischen Vielfalt in den europäischen Staaten hat ergeben, dass Bulgarien das Land mit der größten Anzahl bedrohter Säugetier-Arten ist.
Ursachen hierfür seien vorwiegend menschliche Einflüsse wie Abholzung, Trockenlegung von Sumpfgebieten und Umweltverschmutzung.
Insgesamt 35 der 231 Säugetierarten in Europa sind vor dem Aussterben bedroht.
Die größte Artenvielfalt hingegen ist in Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und Griechenland zu finden.
Stärkung der deutsch-italienischen Zusammenarbeit
Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat sich in Rom mit dem italienischen Minister für Universitäten und Forschung, Fabio Mussi getroffen.
Hierbei haben sie sich auf eine Stärkung der
deutsch- italienischen Zusammenarbeit im Bereich Hochschulen und Forschung geeinigt.
Das im Jahr 2003 gegründete Deutsch- Italienische Hochschulzentrum soll ab 2008 für weitere fünf Jahre unterstützt werden.
Es sollen weitere gemeinsame Programme für das Hochschulzentrum begonnen werden.
So beispielsweise Individualstipendien für Doktoranden in gemeinsam betreuten Promotionsvorhaben und ein Programm für gemeinsame deutsch- italienische Abschlüsse mit Stipendien.
Für diese Vorhaben sind sowohl von der deutschen als auch von der italienischen Seite 250.000 Euro in Aussicht gestellt worden.
Absichtserklärung für den Bau einer deutschen Universität in Vietnam unterzeichnet
Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, und der vietnamesische Minister für Erziehung und Ausbildung, Professor Thien Nhan,haben gestern eine Absichtserklärung für den Bau einer deutschen Universität in Vietnam unterzeichnet.
Mit der German- Vietnamese University sollen die bereits bestehenden Kooperationen von hessischen Hochschulen und vietnamesischen Partner gestärkt werden. Gemeinsame Studien- und Forschungsangebote sollen eingeführt und gefestigt werden.
Die Universität soll außerdem der Förderung der deutschen Sprache und Kultur in Vietnam dienen.
Die Abschlüsse der German- Vietnamese University sollen sowohl in Vietnam als auch in Deutschland anerkannt werden.
Dies werde zukünftig durch das, nach dem Vorbild der hessischen Studienprogramme gestaltet Studienangebot, möglich.
Infakt am Freitag, 18.05.2007
Kinder und Jugendliche sollen zu gesellschaftlichem Engagement ermutigt werden
Die Bertelsmannstiftung in Gütersloh startet im nächsten Monat eine Kampagne zum Thema "Vorbilder Bilden". Kinder und Jugendliche sollen nach Auffassung der Stiftung gezielter und früher an gemeinnützige Aufgaben herangeführt werden. Im Rahmen der Kampagne wird auch der mit 150.000 Euro dotierte Carl-Bertelsmann-Preis verliehen.
In einer internationelen Recherche sucht die Stiftung derzeit nach politischen Strategien und Konzepten, mit denen man junge Menschen dazu motivieren kann, sich für die Gemeinschft einzusetzen.
Eine wichtige Rolle bei der Ermutigung dazu spielten auch Vorbilder in der Familie, im Freundeskreis oder in Vereinen, so Vorstandsmitglied Brigitte Mohn.
Hunderte neue Arten im Südpolarmeer entdeckt
Hamburger Forscher haben im Südpolarmeer mehr als 700 neue Arten entdeckt. Teilweise leben die Tiere in Tiefen bis zu 6300 Metern.
Das Team um die Hamburger Zoologin Angelika Brandt entdeckte fast 600 verschiedene Asselarten sowie bislang unbekannte fleischfressende Schwämme, Meerborstenwürmer und diverse Weichtiere. Ein Grund für die Artenvielfalt liege darin, dass die Nahrungsversorgung in der antarktischen Tiefsee besser sei als in anderen Tiefengewässern, so Angelika Brandt. Desweiteren glaubt die Wissenschaftlerin, dass viele Arten ihre Ursprünge im Südpolarmeer haben. Die Tiergruppen wären mit dem polaren antarktischen Tiefwasser über den Atlantik in nordpolare Gewässer getrieben, so Brandt.
Doktorandin der Universität Bielefeld erhält "Paul-Gerhardt-Preis" Die Bielefelder Doktorandin Maria Gebel hat den „Paul-Gerhardt-Preis“ der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands gewonnen. Die 29-Jährige bekam den Preis in der Kategorie "Wissenschaftliche Arbeiten zu Leben und Werk Paul Gerhardts".
Grund für die Ausschreibung war der 400. Geburtstag des Liederdichters Paul Gerhardt. Insgesamt wurden über 800 Arbeiten eingereicht.
Der Preis wird am 27. September in Berlin verliehen und ist mit 4.000 Euro dotiert.
Ingenieurmangel weiterhin beträchtlich Der Ingenieurmangel in Deutschland ist weiterhin erheblich. Laut einer aktuellen Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft konnten vergangenen Jahr fast 11.000 freie Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Es würden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um mehr junge Leute für den Ingenieursberuf zu interessieren, so NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart auf dem Kongress „Zukunft durch Innovation“ in Düsseldorf. Wichtig sei es dazu, die Abbrecherquote zu senken und den Frauenanteil zu erhöhen, so Pinkwart weiter. Der Minister zeichnet deshalb während der Kongresses fünf Projekte aus, die den naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs in ihrer Region fördern. Mit insgesamt rund 150.000 Euro Preisgeld ist der Wettbewerb der höchstdotierte Wettbewerb seiner Art in Deutschland.
Uni Regensburg bietet Einserabiturienten ein Kostenloses Chemie-Studium
Die Universität Regensburg wird zukünftig Einser-Abiturienten die Gebühren für ein Chemie-Studium erlassen. Das betrifft alle, die einen Abschluss mit einem Durchschnitt von mindestens 1,4 haben.
Die Höhe der damit entfallenen Studiengebühren beträgt in Regensburg 500 Euro.
Falls auch der Bachelor-Abschluss sehr gut gemacht werde, könne die Befreiung für ein nachfolgendes Master- Studium fortgesetzt werden. Die Fakultät für Chemie mache damit von einer Regelung Gebrauch, die in Bayern eine Freistellung von Studienbeiträgen auf Grund besonderer Leistungen ermöglicht, heißt es.
Studentenoskar für deutschen Nachwuchsregisseur
Der deutsche Nachwuchsregisseur Toke Constantin Hebbeln den Studenten- Oscar gewonnen. Der 28-jährige Student der Filmakademie Baden-Württemberg gewann den Preis für seinen Film "Nimmermeer". in der Kategorie „Bester ausländischer Film“.
Das teilte gestern die Oscar-Akademie in Beverly Hills mit.
Hebbeln sagte nach der Bekanntgabe, er sei vollkommen überwältigt.
Die begehrteste Auszeichnung für Nachwuchsfilmer wird am 9. Juni in Los Angeles verliehen.
Infakt am Mittwoch, 16.05.2007
Kabinett hat dem Referentenentwurf des Hochschulmedizingesetzes zugestimmt
Das Kabinett hat dem Referentenentwurf des Ministeriums für das Hochschulmedizingesetz zugestimmt. Das hat das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technik gestern mitgeteilt.
NRW-Minister für Wissenschaft, Technik und Forschung Andreas Pinkwart sagt, dass die nordrhein-westfälischen Universitätskliniken bundesweit spitze werden sollen.
Das Hochschulmedizingesetz soll jeder der sechs Universitätskliniken ermöglichen, die Medizinforschung weiterzuentwickeln, Leistungen zu stärken und Bauvorhaben zu beschleunigen. Außerdem soll es den Universitäten möglich werden sich standortübergreifend zu gemeinsamen Fakultäten zusammenzuschließen.
In sogenannten Soft Holdings sollen die einzelnen Kliniken bei Verwaltungsaufgaben zusammenarbeiten, um wirtschaftlicher zu werden. Der Gesetzentwurf soll nach dem Anhörungsverfahren in den Landtag eingebracht werden, 2008 soll das Hochschulmedizingesetz in Kraft treten. Bielefefelder Studentin gewinnt Deutschen Studienpreis
Die Master-Studentin an der Uni Bielefeld, Yvonne Kupske, hat mit einer Gruppenarbeit den 3. Preis beim Wettbewerb des Deutschen Studienpreises gewonnen.
Unter dem Titel „Wo steht die Arbeit? Wo steht der Mensch? -Interdisziplinäre Anmerkungen zu den Herausforderungen der postmodernen Arbeitswelt“ fertigte Yvonne Kupske mit zwei Studierenden aus Mannheim und Bamberg sowie einem Doktoranden aus Paris die Arbeit für den Wettbewerb an.
Die Körberstiftung vergibt zum siebten Mal den Deutschen Studienpreis für herausragende Beiträge junger Nachwuchsforscherinnen und forscher.
Die Jury hat aus 400 eingereichten Arbeiten zu dem Thema „Mittelpunkt Mensch? Ideen, Modelle und Leitbilder für die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben“ 50 Arbeiten mit Preisen dotiert.
Forschung für Computerchips soll in der Eu vorangebracht werden
Wie Medien-Komissarin Viviane Reding und Forschungs-Komissar Janez Potocnik gestern in Brüssel mitgeteilt haben, will die EU-Komission zusammen mit Firmen die Forschung für sogenannte „unsichtbare“ Computerchips und neue Arzneimittel voranbringen. Dafür sollen in den kommenden sieben Jahren rund 400 Millionen Euro von der EU-Komission und 800 Millionen Euro von den Mitgliedsländern in das Computer-Forschungsprogramm „Artemis“ fließen. Das Pharma-Programm „IM und Iraquo“ soll eine Millionen Euro bekommen.
Wenn wir Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand sichern wollen, müssten wir Europa in bestimmten vielversprechenden Branchen mit einem neuen Forschungskonzept ausstatten, sagte Potocnik.
Das Computer-Forschungsprogramm soll dafür sorgen, Europas Spitzenposition in dem zukunftsweisenden Markt Mini-Chips zu halten, mit denen heutzutage viele Maschinen betrieben werden.
Das Programm „Innovative Arzneimittel“ soll verstärkt mit Universitäten und kleinen Betrieben zusammenarbeiten. Bessere und sichere Medikamente sollen schneller auf den Markt gebracht werden.
Die Vorschläge der Kommission müssen noch von den Mitgliedsländern beschlossen werden.
Forscher sichte Dunkle Materie
Gestern haben Forscher mit dem Weltraumteleskop „Hubble“ in einem fünf Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxienhaufen einen Ring aus rätselhafter Dunklen Materie entdeckt.
Dies teilte das europäische „Hubble-Zentrum“ gestern in Garching bei München mit.
Die Zusammensetzung von Dunkler Materie ist unbekannt. Sie lässt dich im Universum fünf mal häufiger finden als gewöhnliche Materie, aus der Sterne und Planeten bestehen.
Bei der Beobachtung eines Galaxienhaufens im Sternbild Fische haben James Jee und seine Forscher von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore eine seltsame Verzerrung entdeckt.
Nach der genauen Analyse hat sich ergeben, dass die Verzerrung von der Schwerkraft eines riesigen Rings Dunkler Materie verursacht worden war.
Die Forscher hoffen aus der jetzigen Beobachtung mehr über das Schwerkraftverhalten der eigenartigen Dunklen Materie zu erfahren.
Infakt am Dienstag, 15.05.2007
Neuer Masterstudiengang an der Uni Bielefeld
Zum kommenden Wintersemester startet an der Universität Bielefeld ein neuer Masterstudiengang. Der viersemestrige Studiengang trägt den Titel „Gender Studies – Interdisziplinäre Forschung und Anwendung“.
Die Schwerpunkte des neuen Studiengangs liegen in den Themenfeldern „Sozialisation, Bildung und Interkulturalität“, „Arbeit und Organisation“, „Körper und Gesundheit“ sowie „Transnationalisierung und Demokratisierung“.
Die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Geschlechterforschung werden im neuen Masterstudiengang vernetzt.
Anmeldeschluss für den neuen Studiengang ist der 15. Juli.
Jurastudium als Bachelor?
Die nordrhein-westfälische Justizministern Roswitha Müller-Piepenkötter hat sich für die
Abschlüsse Bachelor und Master beim Jura-Studium ausgesprochen. Nach Meinung der CDU-Politikerin würde ein Bachelorabschluss dafür sorgen, dass Studierende nicht mehr erst mit 30 Jahren „erkennen müssen, dass ihre lange Ausbildung ... in eine Sackgasse“führe.
Ein auf drei Jahre angelegtes Bachelor-Studium werde einen
vielseitig einsetzbaren Juristen hervorbringen, dem ein breites
Betätigungsfeld offen stehe, so Müller-Piepenkötter.
Wer Richter, Staatsanwalt oder
Rechtsanwalt werden wolle, müsse die Ausbildung allerdings mit einem
zweijährigen Master-Studium und einem anschließenden
Vorbereitungsdienst fortsetzen.
Studentenwerk begrüßt Präventionsstrategie der Bundesregierung
Das Deutsche Studentenwerk (DSW), begrüßt die Präventionsstrategie der Bundesregierung gegen Fehlernährung.
Der DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde betont, dass die Studentenwerke großen Wert auf ausgewogene Ernährung legen.
Allerdings könne der finanzielle Druck unter dem viele Studierende angesichts von Studiengebühren stehen, dazu führen, dass beim Essen gespart werde.
Die Bundesregierung will an Schulen und Hochschulen ein Programm gegen Fehlernährung und Übergewicht starten.
Im Bundesdurchschnitt geben Studierende 159 Euro im Monat für Ernährung aus.
Anbaustopp für Genmais gefordert
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert den Anbaustopp der Genmaissorte MON 810.
Dass ist die Konsequenz einer eigenen Greenpeacestudie über die möglichen Risiken von Genmais.
Demnach ergab eine Untersuchung von 600 Proben, dass einige Pflanzen unvermutet hohe Mengen des Giftes BT enthalten.
Das Gift gilt zwar für Menschen als ungefährlich.
Es wurden allerdings nicht zu erklärende Schwankungen des Giftgehaltes festgestellt.
Auch die Bundestagsfraktionen der Grünen und der Linkspartei verlangen einen Anbaustopp der Genmaissorte MON 810.
Kopfschmerztabletten werden häufig falsch eingenommen
Jeder zweite Migräne-Kranke in Deutschland nimmt seine Kopfschmerzmedikamente falsch ein. Hiervon geht der Leiter der Schmerzklinik Kiel, Hartmut Göbel, aus.
In Deutschland halte sich der Glaube, dass Migränemittel kaum helfen. Allerdings wirken Medikamente mittlerweile sehr gut, aber eben spezifisch, so Göbel.
Problematisch bei der Behandlung von Migräne sei unter anderem der Mix von frei verkäuflichen Schmerzmitteln. Hierdurch werde die Gefahr der schädlichen Nebenwirkungen erhöht. Allerdings wird auch von einem Verzicht von Medikamenten abgeraten. Durch einen vollständigen Verzicht könnte der Kopfschmerz chronisch werden.
In Deutschland wird die Zahl der Migränepatienten bundesweit auf 8 bis 9 Millionen geschätzt.
Infakt am Montag, 14.05.2007
Mehr Geld für Unis und andere Lehrmethoden an Schulen
Mehr Geld für Unis und andere Lehrmethoden an Schulen forderte Bundespräsident Horst Köhler auf der Jahresversammlung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Die deutschen Ausgaben für Studierende lägen im Vergleich der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seit langem nur im Mittelfeld, so Köhler. Er appelierte an die Länder. Ebenso kritisiert Köhler die Lehrmethoden in den Schulen. Es müsse mehr Wert auf kreatives, selbstständiges und entdeckendes Lernen gelegt werden. Kreative Potenziale entwickeln sich vor allem, wenn es beim Lernen um Erfahrung und Entdecken geht, so der Bundespräsident.
Ausbildungsplatzprogramm Ost 2007 verabschiedet
Am Freitag haben Bund und Länder das Ausbildungsplatzprogramm Ost 2007 vereinbart. Es sollen 10.000 zusätzliche Ausbildungsplätze in den neuen Bundesländern und Berlin gefördert werden. Das Programm soll von September 2007 bis Dezember 2010 laufen. Gefördert wird die Berufsausbildung in anerkannten Berufen nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung ebenso wie eine schulische Berufsausbildung, die zu einem Abschluss nach Landes- oder Bundesrecht führt.
Professor aus Berlin, des Plagiats beschuldigt, bleibt vorerst unbestraft
Rechtsprofessor Hans-Peter Schwintowski aus Berlin wurde des Plagiats beschuldigt, bekommt aber vorerst keine Sanktion bis auf einen Tadel. Das berichtet Spiegel- online.
Bei einer Buchbesprechung im Februar kam heraus, dass der Professor in seinem Buch Sätze verwendet hat, die von einem Kollegen abgeschrieben waren, aber nicht als Zitat gekennzeichnet waren. Jetzt nach dem Abschluss des internen Prüfverfahrens gibt es für Schwintoskwi lediglich einen Tadel des Präsidenten der Berliner Humboldt Universität Christoph Markschies. Es liege "wissenschaftliches Fehlverhalten" vor, wenn "wörtliche Zitate nicht ausgewiesen sind", so Markschies. Weiterhin werde geprüft, ob rechtliche Schritte aufgenommen werden. Vorerst hatte sich der Beschuldigte verpflichtet in seinen herausgebrachtem Buch die Zitate kenntlich zu machen. Denis Sasse für Hertz 87.9.
Einen ähnlichen Falls gibt es in Darmstadt, der sich seit einem Jahr hinzieht. Beide Professoren können in der Zeit lehren und haben keine finanziellen Einschränkungen. Werden bei Schülern und Studierende Plagiate nachgewiesen, gelten die Prüfungen oder Arbeiten als nicht bestanden.
Kongress sucht nach besten Weg zur Förderung des naturwissenschaftlich-technischen Nachwuchs
Jugendliche sollen verstärkt für technische Ausbildungen und Studiengänge begeistert werden. Dazu gibt es am Mittwoch einen Kongress der Landesinitiative „Zukunft durch Innovation“. Auf der ganztägigen Veranstaltung werden Experten, Studierende und Schüler ihre Erfahrungen aus der Ingieneurausbildung und Talentförderung austauschen.
Bundesregierung plant Programm gegen Übergewicht und Fehlernährung an Schulen und Hochschulen
Die Bundesregierung will an Schulen und Hochschulen ein Programm gegen Fehlernährung und Übergewicht starten.
Sie hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 das Ernährungs- und Bewegungsverhalten nachhaltig zu verbessern und die Verbreitung von Übergewicht zu verringern.
Das deutsche Studentenwerk, kurz DSW begrüßt das Projekt. Es werde jedoch immer schwieriger ein hochwertiges Ernährungsangebot auszubauen, wenn die Zuschüsse der Bundesländer weiterhin sinken. So der Generalsekretär des DSW Achim Meyer auf der Heyde.
Infakt am Freitag, 11.05.2007
Zuwanderung für ausländische Arbeitskräfte soll erleichtert werden
Nordrhein-Westfalen will die Zuwanderung für hoch qualifizierte ausländische Arbeitskräfte erleichtern.
NRW-Innenminister, Ingo Wolf, kündigte am Donnerstag eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes an.
Damit soll erreicht werden, dass mehr ausländische Fachkräfte nach Deutschland kommen können. Nach Angaben des Innenministeriums erhalten derzeit pro Jahr bundesweit nur 700 bis 900 ausländische Experten eine Niederlassungserlaubnis.
Dies liege vor allem an den finanziellen Bedingungen, kritisierte Wolf.
Auch für ausländische Selbstständige will Wolf den Zugang nach Deutschland erleichtern. Bislang müssen sie eine Million Euro investieren, um sich hier niederlassen zu dürfen. Wolf will diese Grenze auf 250 000 Euro senken.
Campusradios beschließen engere Zusammenarbeit
Bei einer Tagung in Leipzig vom 5. bis zum 8. Mai haben die deutschen Hochschul- und Campusradios eine engere Zusammenarbeit beschlossen. Zu dem Medientreffpunkt waren studentische Radiomacher aus ganz Deutschland eingeladen.
Es wurde beschlossen, Beträge, Originaltöne und Hörspiele auszutauschen. Durch diese Aktion soll ein deutschlandweites Korrespondentennetz aufgebaut und das Hochschulradio- Netzwerk enger verknüpft werden.
Wittener Musiktherapeut erhält einen Preis für seine Forschungsarbeit
Der Wittener Musiktherapeut Dr. Wolfgang Schmid wird von der Berliner Stiftung „Lebensnerv“ für seine Studie zur Musiktherapie mit MS- Patienten ausgezeichnet. Die Multiple Sklerose- Patienten haben mit vielen Einschränkungen, wie etwa Gang- und Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen zu kämpfen. Diese gehen mit zunehmender Verunsicherung, Angstzuständen und Depressionen einher.
Dr. Wolfgang Schmid soll in seiner Forschungsarbeit herausgefunden haben, dass eine längerfristige musiktherapeutische Betreuung zur Verringerung der Depressionen und Angstzustände führt.
In einer Preisverleihung am 23. Juni in Münster wird der Wittener Musiktherapeut seinen Preis entgegennehmen. Der Preis wird jährlich an herausragende wissenschaftliche Arbeiten verliehen, und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 4500 Euro verbunden.
Hoffnung für die Kunst- und Musikfachschaft
Für die Musik- und Kunstfachschaft der Universität Bielefeld besteht wieder Hoffnung. Nachdem es Anfang des Jahres einige Überlegungen gegeben hatte, die Fachschaft zu schließen, waren viele Proteste entstanden. Unter anderem wurde eine Unterschriftensammlung gestartet. Diese Aktion scheint ziemlich erfolgreich gewesen zu sein.
Die Fachschafts- Vertreter übergaben gestern die Unterschriften dem Senat. Allerdings liegt die Entscheidung nicht beim Senat sondern beim Rektorat. Und dieser wird den Bericht einer Experten- Kommission in die Bewertung einfließen lassen.
Anbau von Energiepflanzen ist bedenklich
Der Anbau von so genannten Energiepflanzen wie Mais und Raps ist bedenklicher als bisher behauptet.
Seit bekannt ist, dass sich aus diesen Pflanzen nahezu klimaneutral Biokraftstoffe und Biogas gewinnen lassen, boomt das Geschäft. Natur- und Landschaftsschützer kritisieren jetzt, dass durch das Bebauen von brach liegendem Gelände die Artenvielfalt stark gefährdet würde.
Des weiteren könnten die Monokulturen den Boden auslaugen, starkes Düngen erfordern und so den Lebensmittelpreis erhöhen.
Durch eine gesetzlich garantierte Prämie für den Anbau nachwachsender Rohstoffe sei es außerdem wesentlich lukrativer, Energiepflanzen anzubauen als Ökogetreide oder die Haltung von Milchvieh.
Allein im Jahr 2006 wurden in Deutschland rund 1000 Anlagen gebaut, die Pflanzenmasse zu Gas vergären und in Strom verwandeln.
Der Bund will den Hochschulen noch mehr Freiheiten gewähren
Die Bundesregierung will das Hochschulrahmengesetz abschaffen. Damit sei ein klares Signal für die Freiheit und Autonomie der Hochschulen gesetzt, so die Bundesbildungministerin Annette Schavan.
Das gesetzliche Mitspracherecht des Bundes bezieht sich nur noch auf die Zulassungsbestimmungen zum Studium und die Abschlüsse. Nun soll auch dieses an die Länder übergeben werden.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich gegen die Abschaffung des Hochschulrahmengesetzes ausgesprochen. Es sei nicht zeitgemäß, wenn Deutschland nicht einmal mehr über nationale Regelungen für Hochschulabschlüsse und deren gegenseitige Anerkennung verfüge, kritisierte GEW- Vorstandmitglied Andreas Keller.
Bielefelder Sozialwissenschaftler erhält einen Wissenschaftpreis
Der Bielefelder Sozialwissenschaftler Franz- Xavier Kaufmann erhielt gestern von der Schader Stiftung in Darmstadt einen Wissenschaftspreis.
Kaufmann beschäftigt sich mit der demografischen Entwicklung und deren Folgen für die Familien und den Wohlfahrtsstaat. Seit 2005 gehört der Sozialwissenschaftler dem Beraterkreis „Forum Demografischer Wandel“ des Bundespräsidenten an.
Der Wissenschaftspreis wurde gestern verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert.
Infakt am Donnerstag, 10.05.2007
Fettes Essen ohne Reue
Amerikanische Forscher könnten eine Möglichkeit gefunden haben, das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei einer fettreichen Ernährung niedrig zu halten.
Die Mediziner schafften es bei Mäusen Arteriosklerose durch Ausschalten eines Enzyms zu stoppen. Wird die Produktion eines Enzyms namens ACAT2 gestoppt, bilden sich selbst bei viel Fett in der Nahrung keine Fettablagerungen in den Arterien. Negative Folgen für die Tiere hat das Ausschalten von ACAT2 nach Angaben der Forscher nicht. Ob das Prinzip auch beim Menschen funktioniert, bei dem ebenfalls eine Variante des Enzyms vorkommt, wissen die Mediziner allerdings noch nicht.
Digitale Arche Noah
Eine neue Internet-Datenbank soll alle Tier- und Pflanzenarten der Erde beschreiben. Das Projekt mit dem Namen „Encyclopedia Of Life“ (kurz: EOL) soll 100 Millionen US-Dollar kosten. Schon heute sind rund 1,8 Millionen Spezies bekannt. Die Zahl aller Tier- und Pflanzenarten auf der Erde beläuft sich allerdings laut Schätzungen auf 10 bis 100 Millionen. Zahlreiche Forschungsinstitute haben nach Angaben des geschäftsführenden EOL-Direktors James Edwards ihre Unterstützung zugesichert. Zwei US-Stiftungen werden die ersten 12,5 Millionen Dollar beisteuern.
Das Projekt soll zehn Jahre dauern.
BAföG-Erhöhung zum Wintersemester 2008/2009
Die SPD möchte durchsetzen, dass für das BAföG 290 Millionen Euro mehr zur Verfügung gestellt werden.
Die Bedarfsätze des BAföG sollen zum Wintersemester 2008/2009 um 10% angehoben werden. Die Freibeträge um fast 9%. Nach Angaben des Referenten für Bildung der SPD-Bundestagsfraktion, soll die Erhöhung schon in die aktuelle BAföG-Novelle geschrieben werden. Auf Seiten der CDU möchte man sich zu konkreten Zahlen noch nicht äußern, man sei sich aber grundsätzlich mit der SPD einig, dass es eine spürbare BAföG-Erhöhung geben solle. Mehr wird man möglicherweise nach der Anhörung zur geplanten BAföG-Novelle am 21. Mai wissen.
Infakt am Mittwoch, 09.05.2007
CHE-Hochschulranking veröffentlicht
Das Centrum für Hochschulentwicklung, kurz CHE, in Gütersloh hat das im Drei-Jahres-Zyklus erscheinende Hochschulranking veröffentlicht. Dort wurden auch verschiedenste Fachbereiche der Universitäten und Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe beurteilt. Die Universität Bielefeld konnte sich wiederum über gute Ergebnisse freuen. Vor allem die Erziehungswissenschaften seien laut CHE-Ranking in der Forschung führend. Im Fachbereich Anglistik konnte sich die größte Universität in OWL ebenfalls verbessern. Die Fachhochschule in Bielefeld schneidet im Hochschulranking eher schlecht ab. Gerade die Fachbereiche Elektrotechnik und Maschinenbau liegen in der Schlußgruppe. Ebenfalls schlechte Bewertungen bekam die Universität Paderborn. Nur der Fachbereich Elektro- und Informationstechnik konnte sich im Mittelfeld halten. Das CHE-Hochschulranking berücksichtigt wesentlich die Angaben von Studierenden, die die Betreuung und Ausstattung ihres Studiengangs benoten. Außerdem werden Professoren befragt, welche Hochschule führend in der Forschung ist.
Studienanfänger der Germanistik haben desaströse Grammatikkenntnisse
Das Grundlagenwissen in der deutschen Schulgrammatik bei Studienanfängern im Fach Germanistik an bayerischen Universitäten ist auf dem Stand von Fünft- und Sechstkläßlern. Zu diesem Ergebnis kamen die Prüfer für die Staatsexamina an den bayerischen Universitäten im Fach „Deutsche Sprachwissenschaft“. Bei einem Test der mit über 1000 Studierenden durchgeführt wurde, wurden die desaströsen Grammatikkenntnisse an allen bayerischen Universitäten nachgewiesen. Damit fehle die Basis für ein erfolgreiches Studium der Germanistik. Die Prüfer für die Staatsexamina im Fach „Deutsche Sprachwissenschaft“ forderte das bayerische Wissenschaftsministerium auf, den Anteil des Grammatikunterrichts in der Schule zu erhöhen. Ebenfalls soll die Grammatikausbildung für die Lehramtsstudierenden ausgeweitet und in den Prüfungsanteilen verankert werden.
Sommerkinder schlechter in der Schule?
Unterschiedliche Pestizidbelastungen in den Zeugungsmonaten sollen schulische Leistungen prägen. Dies vermuten Forscher der Paul Winchester University in Indianapolis aufgrund der Auswertung von 1.7 Millionen Testergebnissen von Schülern im US-Bundestaat Indiana. Somit sollen im Sommer gezeugte Kinder in Mathematik und Sprachen weniger erfolgreich sein, als Kinder die in anderen Jahreszeiten gezeugt worden sind. Die US-amerikanischen Forscher geben als möglichen Grund den schwankenden Einsatz von Pestiziden und Düngern in der Landwirtschaft an. Durch das Trinkwasser könnten die Schadstoffe in den Hormonhaushalt der Mutter gelangen und die Gehirnentwicklung beeinflussen. Außerdem könnte es auch einen Zusammenhang zwischen der Konzentration von Pestiziden und Nitraten im Trinkwasserhaushalt und der hohen Rate von Frühgeburten zwischen Mai und Juni geben.
US-Schulen wollen Computer aus dem Unterricht ausschließen
US-Schulen wollen Computer wieder aus dem Unterricht abschaffen. Der Vorsitzende der Schulbehörde in Liverpool im US-Bundestaat New York meinte, dass sich nach sieben Jahre intensivem Einsatz von Computern die Leistung der Schüler nicht auch nur ansatzweise verbessert hätte. Als Gründe nennt er, dass Schüler zum Beispiel anstatt die Lernprogramme zu nutzen, auf pornografischen Internetseiten surfen oder Spiele im Internet spielen. Die neu eingerichteten Sicherheitssperren und Firewalls würden die Schüler schnell umgehen und so würde der Unterricht nicht effektiver sondern schwieriger werden. Viele US-amerikanische Schulbehörden halten deshalb die weitere Aufrüstung der Schulcomputer für einen Fehler, der jährlich bis zu 1.5 Millionen Dollar kosten wird. Derzeit besitzt jeder vierte Schüler in den USA einen Schulcomputer, im Jahr 2011 soll es jeder zweite sein.
Infakt am Dienstag, 08.05.2007
Mitgliederversammlung der HRK wählt neuen Vizepräsidenten
Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz hat am vergangenen Freitag in Gießen einen neue Vizepräsidenten gewählt.Neuer HRK-Vizepräsident für Lehre, Studium und Studentische Angelegenheiten wird der Rektor der Universität Bremen, Professor Dr. Wilfried Müller.
Die Hochschulrektorenkonferenz ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland. Sie hat gegenwärtig 257 Mitgliedshochschulen. In ihnen sind etwa 98 Prozent aller Studierenden in Deutschland immatrikuliert.
Zahl der Erstabsolventen an Hochschulen steigt auf 207.900
Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen, die ein Erststudium erfolgreich abgeschlossen haben, hat sich erhöht. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, stieg die Zahl der Erstabsolventinnen und -absolventen auf 207.900. Ein Jahr zuvor waren es noch 191.800 gewesen. Auch der Anteil der Absolventinnen und Absolventen eines Erststudiums an der altersspezifischen Bevölkerung erreichte mit 21% einen neuen Höchststand. In den letzten Jahren ist die Erstabsolventenquote kontinuierlich gestiegen, was vor allem auf die wachsende Zahl der Frauen, die einen ersten Studienabschluss erreichen, zurückzuführen ist.Auch schrieben sich an den Hochschulen im Westen Deutschlands deutlich mehr Studierende aus dem Osten ein als umgekehrt.
Studienbewerber ist Advokats Liebling
Studieninteressenten können nun mehrere Hochschulen bei der Vergabe um Studienplätze verklagen, wobei die Rechtsschutz-Versicherung die Kosten tragen muss. Zu dem Urteil kam es, weil ein Kläger bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) trotz Wartezeit leer ausgegangen war. Der Studienbewerber verklagte gleich 14 Universitäten auf einmal mit der Hoffnung das die Gerichte Ausbildungs-Kapazitäten entdecken, die der ZVS von den Hochschulen nicht gemeldet wurden.
Infakt am Montag, 07.05.2007
7500 Unterschriften für den Fachbereich Kunst und Musik an der Uni Bielefeld
Die Fachschaft des Fachbereichs Kunst und Musik an der Universität Bielefeld hat 7 500 Unterschriften für den Erhalt ihres Fachbereiches gesammelt. Bei der nächsten Senatssitzung am Mittwoch soll dem Rektorat der Universität die Sammlung überreicht werden. Die Unterschriftensammlung ist eine Reaktion auf die geplante Abschaffung des Fachbereichs Kunst und Musik.
HRK-Mitgliederversammlung spricht sich für früheren Semesteranfang aus
Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat sich für eine Vorverlegung der Vorlesungszeit ausgesprochen. Vorteile wären die Erleichterung von Auslandsaufenthalten, die Koordination zwischen Universitäten und Fachhochschulen sowie hochschulübergreifende Studienangebote. Die Umstellung der Vorlesungszeiten soll zum September 2010 geschehen, sofern bis dahin zufrieden stellende Lösungen der Rechts- und Verfahrensfragen sichergestellt sind.
Schnelleres Chemiestudium für Spitzenabiturienten
Spitzenabiturienten können ab dem nächsten Wintersemester ein verkürztes Chemiestudium absolvieren. Dies soll im Rahmen des einmaligen Modellversuchs „Sommerschule Chemie“ der Universität Paderborn geschehen. Dabei sollen den künftigen Chemiestudierenden schon vor Studienbeginn die nötigen Grundlagen vermittelt werden. Zum eigentlichen Studienbeginn im Wintersemester 2007/2008 können sich die Abiturienten dann direkt in das zweite Fachsemester einstufen lassen. Außerdem solle die „Sommerschule Chemie“ auch als Berufsorientierung dienen.
Hochschulen halten Hochschulpaket 2020 für unterfinanziert
Die Hochschulrektorenkonferenz kurz HRK kritisierte am Freitag den Hochschulpakt 2020. Durch den Hochschulpakt sollen bis 2010 rund 90.000 zusätzliche Studienplätze in den alten Bundesländern geschaffen werden. Die Kosten dafür seien jedoch viel zu niedrig angesetzt, so die Kritik der HRK. Zusätzlich führe das Konzept des Paktes zu unkalkulierbaren Finanzrisiken für die Hochschulen. Die Hochschulrektorenkonferenz hält es für unbedingt notwendig den Hochschulen in allen Ländern Planungssicherheit zu geben. Im Juni soll über eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern bestimmt werden.
Geldbuße für Germanistikprofessor
Der Sprachwissenschaftler Matthias Hartig muss 9 000 Euro Bußgeld wegen Nötigung bezahlen. Der Porfessor hatte vor zwei Jahren Studentinnen in seinem Dienstzimmer an der Universität Paderborn vor einer Videokamera posieren lassen. Eine Studentin erstattete daraufhin Strafanzeige. Hartig ist schon mehrmals negativ aufgefallen, unter anderem indem er seine Lehr- und Anwesenheitspflichten nicht wahrnahm. Ein großer Teil des Bußgeldes soll nun dem Paderborner Frauenhaus zu gute kommen.
Infakt am Freitag, 04.05.2007
Studierende erhalten Nachwuchsforscherpreis
Sechs Studierende aus Deutschland, Greichenland und den USA erhielten gestern den "NRW Undergraduate Science Award".
Der internationale Nachwuchs-Forscherpreis wird von den sieben nordrhein-westfälischen Graduate Schools verliehen.
Zugleich wirbt der Preis für die Attraktivität Nordrhein-Westfalens als Standort für internationale Spitzenforschung.
Innovationsminister Andeas Pinkwart zeigte sich beeindruckt von der Leistung der Studierenden. Man wolle die besten Köpfe nach NRW holen und auch hier halten, so der Minister.
Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von jeweils 1.500 Euro verbunden.
Deutsche Meisterschaften im Stromsparen
Das Deutsche Studentenwerk veranstaltet diesen Monat die ersten Stromsparmeisterschaften. Zusammen mit der Deutschen Energie Agentur wird dabei in Wohnheimen der Studentenwerke der Stromverbrauch gemessen. Die drei Wohnheime, die im Vergleich zum Mai 2006 am meisten Strom gespart haben, erhalten Geldpreise in Höhe von 1.500€.
DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde begrüßt die Aktion. Es profitierten schließlich alle davon, wenn weniger Strom verbraucht würde.
Rund 10.000 Studierende in 55 Studentenwerks-Wohnheimen werden am dem Wettbewerb teilnehmen.
Schavan legt im Herbst Highech – Strategie für Klimaschutz vor Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veanstaltet seit gestern in Hamburg einen Forschungsgipfel zum Thema Klimaschutz. Daran nehmen etwa 200 führende Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft teil. Das Hauptaugenmerk der Veranstaltung liegt bei der Entwicklung und Erforschung klimaschonender Verfahren und Technologien. Bis zum Herbst soll so eine Strategie für den Klimaschutz entstehen. Laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan liege ein wesentlicher Schlüssel zur Lösung des Problems bei der Wissenschaft, Wirtschaft und der Forschung. In den nächsten drei Jahren sollen 255 Millionen Euro für die Forschung zum Klimawandel zur Verfügung gestellt werden.
Rolf Sethe erhält „Ars Legendi Preis“ Gestern wurde auf der Jahresversammlung der Hochschulrektorenkonferenz der „Ars legendi Preis für exzellente Hochschullehre“ verliehen. Den Preis erhielt der Zivilrechtler Professor Dr. Rolf Sethe von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Der Wettbewerb richtet seinen Blick auf Qualität und Lehre an den Hochschulen. Laut dem Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Dr. Andreas Schlüter, soll der Wettberweb auch überregional exzellente Lehre sichtbar machen. Der Wettbewerb solle somit auch Vorbilder für den wissenschaftlichen Nachwuchs schaffen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.
InFakt am Donnerstag, 03.05.2007
Das Eis am Nordpol schmilzt schneller als vorhergesagt
Nach einer neuen Analyse des National Snow and Ice Data Center ist der sommerliche Schmelzprozess seiner vorhergesagten Zeit um etwa 30 Jahre voraus.
Diesen Erkenntnissen zufolge schritt der Schwund der Eismassen im arktischen Meer in den vergangenen 50 Jahren etwa drei Mal schneller voran als von Computermodellen errechnet. Auf diese Computerdaten hatte sich bisher auch der internationale Klimarat IPCC in den UN-Klimaberichten gestützt. Das Team um Julienne Stroeve verglich aktuelle Messdaten von Satelliten mit denen der Computersimulation und kam so zu diesem alarmierenden Ergebnis.
Der Nordpol wird also weitaus früher als bisher angenommen im Sommer eisfrei sein.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts haben bei Kohlmeisen ein Neugier-Gen nachgewiesen
Das Gen mit der Bezeichnung Drd4 enthalte die Bauanleitung für einen bestimmten Rezeptor, der im Gehirn Andockstelle für den Botenstoff Dopamin ist. Dieser Rezeptor bewirkt in einer bestimmten Variante ein deutlich ausgeprägteres Erkundungsverhalten als bei Vögeln mit anderen Formen des Gens. Eine Verbindung zwischen dem gefundenen Gen und der Neugier galt bereits seit zehn Jahren als wahrscheinlich.
Die Forscher des Max- Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen konnten jetzt den Beweis dafür erbringen.
In Niedersachsen können Jugendliche ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (kurz: FÖJ) an Ganztagsschulen ableisten
Es ist geplant, regelmäßige Arbeitsgruppen im Nachmittagsangebot der Schulen zu etablieren.
Dort sollen Themen des Umwelt- und Naturschutzes behandelt werden. Das Modellvorhaben richtet sich vorrangig an Jugendliche mit Abitur, die einen pädagogischen Beruf ergreifen möchten. So können die FÖJ-Absolventen noch vor Aufnahme eines Studiums oder einer Ausbildung prüfen, ob Ihnen die pädagogische Arbeit wirklich liegt.
Ziel sei es, „bei Schülerinnen und Schülern Interesse am Naturschutz zu wecken", erklärte Umweltminister Hans-Heinrich Sander zu dem Projekt. Das Modellvorhaben beginnt am 1. August.
An der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften ist ein Protest gegen Studiengebühren gescheitert
Wie an den anderen Hamburger Hochschulen wurde ein Boykott organisiert. Bis zum Ende der Frist machten über ein Viertel der Studierenden mit. Allerdings wurde an der HAW eine Mindestbeteiligung von 33% festgelegt.
An anderen Hochschulen, die z.B. im Januar oder Februar diesen Jahres einen Boykott anstrebten, hätte es damit schon gereicht. Damit der Boykott dort zustande kommt, hätten bis Ende April die Gebühren statt auf das Konto der Hochschule auf ein Treuhandkonto eingezahlt werden müssen.
An den anderen Hamburger Hochschulen läuft die Frist für den Boykott bis 12. Juni. In Hamburg müssen für das Sommersemester 2007 erstmals Studiengebühren bezahlt werden.
Welttag der Pressefreiheit
Anlässlich des Welttags für Pressefreiheit verleiht die UNESCO heute der russischen Journalistin Anna Politkovskaya posthum den Guillermo-Cano Preis für Pressefreiheit. Anna Politkovskaya wurde durch ihre zahlreichen Artikel über den Konflikt in Tschetschenien und durch ihren Kampf für die Menschenrechte weltweit bekannt. Im Oktober 2006 wurde Anna Politkovskaya in ihrem Hauseingang in Moskau erschossen. Sie habe „mit ihrer Berichterstattung aus Tschetschenien unvorstellbaren Mut bewiesen und höchste journalistische Standards gesetzt. Nicht nur in Russland, sondern weltweit.“, So begründete der Präsident der Jury die Entscheidung. Der diesjährige Festakt findet in Kolumbien statt.
InFakt am Mittwoch, 02.05.2007
Empfehlungen bezüglich der neuen Lehrerausbildung vorgelegt
Die vom Land NRW beauftragte Expertenkommission hat vorgestern dem Landes-Minister für Wissenschaft, Forschung und Technik Andreas Pinkwart und der Schulministerin Barbara Sommer ihre Empfehlungen bezüglich der zukünftigen Lehrerausbildung vorgelegt.
Die Empfehlung der Expertenkommission stelle eine hervorragende Ausgangsbasis dar, um ein neues Konzept zu entwickeln, so Schulministerin Sommer. Ziel des Konzeptes ist es, die Lehrerausbildung qualitativer und berufsbezogener zu organisieren. Die Reform soll zum Wintersemester 2008/2009 an den Universitäten in NRW umgesetzt werden.
Bereits im Jahr 2002 wurde die konsekutive Lehrerausbildung als Modellversuch an den Universitäten Bielefeld und Bochum später auch Münster, Dortmund und Wuppertal eingeführt. Die Erfahrungen dieses Versuchs hat die Expertenkommission bei der Erstellung ihrer Empfehlung mit einbezogen.
Fachhochschulen und Wirtschaftsunternehmen arbeiten zusammmen
Im Rahmen des Förderprogramms „FhprofUnd“ 2007 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Innovationen aus der Zusammenarbeit von Fachhochschulen und regionalen Unternehmen. Das Ministerium für Bildung und Forschung finanziert mit rund 23 Millionen Euro über 100 Projekte mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren in der Förderrunde 2007.
Durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft kann das Wissen beider Seiten in Innovationen und auch die Produkte der Unternehmen einfließen. Darum will das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Fördermittel für die Forschung an Fachhochschulen bis 2008 auf jährlich 30 Millionen Euro erhöhen.
Studiengang "Kultur und Wirtschaft" eingeführt
Ab dem Wintersemester 2007/2008 bietet die Universität Mannheim erstmals den Bachelor-Studiengang „Kultur und Wirtschaft“ mit dem Kernfach Philosophie an. Dieser neue Studiengang verbindet Ökonomie und Philosophie. Die Studierenden erhalten vielfältige Kenntnisse der Philosophie sowie aus den Bereichen BWL und VWL. Außerdem bietet die Universität Schlüsselqualifikationskurse wie Präsentationstechniken, Wirtschaftsenglisch und International Cultural Studies an. Somit erhalten die Studierenden eine interdisziplinäre Doppelqualifikation. Laut der Absolventenstudie der Universität Mannheim ermöglicht diese Qualifikation sehr gute Berufschancen.
Mit dem Angebot des Kombinationsstudiums ist die Universität Mannheim eine der ersten Hochschulen in Deutschland. Für die Absolventen dieses Studienganges eröffnen sich Arbeitsmöglichkeiten im Bereich Management, Unternehmens- und Politikberatung oder Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.
Studierende beurteilen Dozenten nach dem Aussehen
Studierende beurteilen ihre Dozenten nach dem Aussehen. Das ergab eine Untersuchung des Kölner Sozialwissenschaftlers Ulrich Rosar.
Rosar hat hierzu 207 Studierende Fotos von ihnen unbekannten Dozenten gezeigt und sie von ihnen vorurteilsfrei bewerten lassen. Anschließend hat der Sozialwissenschaftler das „Schönheitsranking“ mit den Evaluationen verglichen. Hier hat sich gezeigt, dass sich die Studierenden bei ihren Urteilen von den Äußerlichkeiten der Professoren haben beeinflussen lassen. Das Aussehen hat in der Bewertung bis zu 0,6 Notenpunkten ausgemacht.
Infakt am Montag, 30.April 2007
"Erneuerbare Energien" als neuer Studiengang an der FH Lippe und Höxter.
Die Fachhochschule Lippe und Höxter, sowie das Berufskolleg Lüttefeld und die Stadtwerke Lemgo planen zusammen den neuen Studiengang "Erneuerbare Energien", der vorallem auf Praxisbezug setzen soll. Für die Forschung sollen richtungsweisende Technologien eingesetzt werden, wie z.B. Biogasanlagen oder Rapskraftwerke. Nach diversen Diskussionen zur Klima-und Umweltschonenden Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen, werden ausgebildete Fachkräfte sehr gefragt sein, so Professor Tilmann Fischer, Rektor der FH Lippe und Höxter. Der Studiengang soll frühestens zum Wintersemester 2008 eingeführt werden.
Erweiterung des Hochschulcampus Bielefeld
Ab dem 2.Mai beginnt der städtebauliche Wettbewerb zum Neubau des Hochschulcampus Bielefeld. Dann werden im Plenum die ersten Eindrücke des Entwurfteams präsentiert. Am 3.Mai werden dann die Projekte aus Aachen und Lübeck als Vergleiche vorgestellt. Interessierte Bürger können den Planungsteams bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und Anregungen geben. Diese beiden Tage sind entscheidend für den endgültigen Entwurf. Alle Bürger und Bürgerinnen können sich in den Planungsprozeß einbringen.
Erstmals eine Frau an der Spitze der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Dorothee Dzwonnek wurde zur Generalsekräterien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, gewählt. Somit steht erstmals eine Frau an der Spitze des DFGs. Die 49-jährige löst damit Reinhard Grunwald ab. Die ausgebildete Juristin war schon als Kanzlerin an der Uni Dortmund und im Bildungsministerium in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen tätig. Sie wird ihr Amt im September 2007 antreten.
Erster Hochschulrat Nordrein-Westfalens in Paderborn gewählt
In Paderborn wurde der erste Hochschulrat Nordrhein Westfalens gewählt. Dieser wird ab Juni das höchste Organ an der Hochschule sein. Der Rat soll aus acht Stellen bestehen, fünf externen, sowie drei internen Professoren. Professor Nikolaus Risch, Rektor an der Uni-Paderborn, meint hierzu, dass der Hochschulrat durch seine schnellere und effizientere Arbeitsweise der Uni auf dem Weg zu einer Profiluniversität helfen werde.
Infakt am Freitag, 27. April 2007
Neues Hochschulzulassungsrecht in Bayern
Am Mittwoch wurde im bayerischen Landtag ein neuer Entwurf zum Hochschulzulassungsgesetz behandelt.
Es soll laut dem bayerischen Wissenschaftsminister Goppel dafür sorgen, dass die Eigenverantwortung sowie die Flexibilität der Hochschulen gestärkt werden. Laut des Entwurfes können zukünftig 65% der Studienplätze über ein hochschulinternes Verfahren wie z.B. Auswahltests und Auswahlgespräche verteilt werden. Jedoch soll der Stellenwert des Abiturs durch den neuen Entwurf nicht geschwächt werden.
Die restlichen 10 % der freien Stellen werden laut Entwurf über die Wartezeit vergeben.
Startschuss für den Ausbau für Hochschulprogramm in Baden Württemberg
In einer Sitzung des Ministerrates in Baden Württemberg wurden die Ausbaupläne für das Hochschulprogramm "Hochschule 2012“ konkretisiert.
Laut Minister Günter Oettinger könne Baden Württemberg nun für den Ausbau der Hochschulen neue Planstellen ausschreiben und besetzen.
Für das laufende Jahr sollen 200 neue Planstellen für wissenschaftliches Personal entstehen.
Im nächsten Jahr sollen weitere 400 Stellen geschaffen werden. Desweiteren sollen 2007 in Baden Württemberg durch das Programm 300 zusätzliche Studienanfängerplätze eingerichtet werden. Bis zum Jahr 2012 will Baden Württemberg diese Zahl bis auf 16.000 aufstocken.
Umsetzung von EU Richtlinie in Sachsen Anhalt
Die Ingenieurskammer Sachsen Anhalt hat die Aufgabe übernommen, zu klären wer dazu berechtigt ist, den Titel Ingenieur zu tragen.
Grund dafür ist eine EU Richtlinie zur Anerkenung von beruflichen Befähigungsnachweisen, welche nicht in Deutschland erworben wurden.
Die Ingenieurskammer entscheidet hierbei im Auftrag des Kultusministeriums.
Sachsen Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff sieht Handlungsbedarf. Es sei zu klären, ob ein ausländischer Abschluss einem deutschen entspräche.
In Deutschland gibt es zur Zeit ca. 1 Million Ingenieure. Somit stellen die Ingenieure die größte Akademische Berufsgruppe dar.
Mecklenburg - Vorpommerns Bildungsministerium verstärkt mit Hochschulen das Marketing
Aufgrund unterschiedlicher Demographischer Verhältnisse werden sich in den kommenden Jahren die Zahl der Studienanfänger in den alten und neuen Bundesländern unterschiedlich entwickeln.
Die Wissenschaftsminister der jeweiligen Länder haben sich im Hochschulpakt darauf geinigt, dieser Entwicklung zwischen 2007 und 2020 gerecht zu werden. Der Pakt soll im Juni unterzeichnet werden. So soll nach 2010 ein Teil der Studierenden der alten Länder in den neuen Ländern aufgenommen werden.
Mecklenburg Vorpommerns Beitrag zu diesen Programm soll darin liegen, in den nächsten drei Jahren das Niveau des Jahres 2005 zu halten. In dieser Zeit gab es 6134 neu Immatrikulierte.
Das Land erhält 11 Million Euro, um die Studienkapazität zu erhalten.
Infakt am Donnerstag, 26.April 2007
Rüge für Uni Bielefeld
Der Bund der Steuerzahler hat die Universität Bielefeld gerügt.
Grund hierfür ist ist die Aufstellung von zwei Olivenbäumen in der Halle der Universität.
Die zwei Bäume wurden im vergangenen Wintersemester aufgestellt und kosteten insgesamt 19.000 Euro.
Der Steuerzahlerbund bezeichnet die Aufstellung der Bäume als „reine Verschwendung“.
Die Pflanzung der Bäume ging auf eine studentische Initiative zurück und wurde nicht von Studiengebühren finanziert.
Gedächnissymposium für Professor Dr. Schwerdter
Um 15.30 Uhr findet heute ein Gedächnissymposium für Professor Dr. Peter Schwerdter statt.
Die Fakultät für Rechtswissenschaft veranstaltet das Symposium im Hörsaal 14 der Universität Bielefeld.
Schwerdter ist am 15. August 2006 im Alter von 67 Jahren verstorben.
Er war emeritierter Professor der Rechtswissenschaft für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handelsrecht und Rechtstheorie.
Er lehrte insgesamt 30 Jahre an der Universität Bielefeld.
Auf dem Symposium wird unter anderem Bundesverfassungsrichter Professor Dr. Udo Steiner sprechen.
Biologiestudierende zweifeln an Evolution
Jeder achte Lehramtsstudierender zweifelt an der Evolutionstheorie.
Das ergab eine Studie an der Universität Dortmund.
Nach dieser Studie sind 12,5 Prozent der Lehramtsstudierenden skeptisch, ob überhaupt eine Evolution stattgefunden habe.
Unter den künftigen Biologielehrern bestreiten immerhin 5,5 Prozent die vor rund 150 Jahren erstmals von Charles Darwin vertretene Theorie.
Der Studienleiter Dittmar Graf zeigte sich überrascht von den Ergebnissen.
Schließlich hätten die Studienanfänger alle die moderne Biologie im Schulunterricht gelernt.
Als Gründe für das Ergebnis sieht Graf unter Anderem Einflüsse aus den USA.
Klimawandel macht sich in Großstädten bemerkbar
Der Klimawandel wird in den nächsten Jahrzehnten vor allem das Leben in den Großstädten verändern.
Hiervon geht der Deutsche Wetterdienst (kurz DWD) aus.
Die Wetterbehörde geht davon aus, dass vor allem die Stadtbewohner besonders unter der zunehmenden Hitze im Sommer leiden werden.
Durch die „erwartete Zunahme der Häufigkeit und Intensität von Hitzewellen, kann es zu einer großen Anzahl von Todesfällen kommen“, so DWD-Präsident Wolfgang Kusch.
In Deutschland ist es nach amtlichen Erkenntnissen deutlich wärmer geworden und es häufen sich die so genannten Extremjahre.
So war das Jahrzehnt zwischen 1990 und 1999 das wärmste des vergangenen Jahrhunderts
Cannabiswirkstoff wirksam gegen Lungenkrebs
Der Cannabiswirkstoff Tetrahydrocannabinol (kurz THC) bremst das Wachstum und die Metastasenbildung von Lungentumoren.
Das ergaben Experimente amerikanischer Forscher mit Mäusen, denen menschliche Lungenkrebszellen übertragen wurden.
Die tägliche Injektionen des Wirkstoffes THC in Reinsubstanz verringerte die Größe und Zahl der Tumoren um 50 bis 60 Prozent.
Allerdings sei der Einsatz von THC zur Krebstherapie bei Menschen mit einigen Risiken verbunden.
Ziel sei es daher, Medikamente zu entwickeln, die die Wirkung der Cannabisdroge imitieren.
Infakt am Mittwoch, 25. April 2007
Fachhochschulen nehmen in der Gunst der Studierenden zu
Fachhochschulen werden bei Studierenden immer beliebter. Das hat das Magazin „Spiegel Special – Was studieren?“ berichtet. Die Zahl der Studierenden an den Universitäten ist in den letzten 5 Jahren ungefähr gleich geblieben, die Zahl der FH-Studierenden hat allerdings stetig zugenommen. Mittlerweile studieren ca. 500.000 Menschen an Fachhochschulen. Damit ist fast jeder vierte Student in Deutschland an einer Fachhochschule eingeschrieben. Argumente für die Fachhochschulen seien schnellere Studiengänge, praxisnähere Dozenten, die die typischen Provinzstandorte aufwiegen. Außerdem finden, nach Angaben des Spiegel, FH-Absolventen schneller in den Beruf. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass FH-Absolventen im Durchschnitt weniger verdienen als Universitäts-Absolventen.
Iranische Studierende protestieren gegen neue Sittlichkeitskampagne
Rund 2000 Studierende der Universität von Schiras, haben in Teheran gegen eine neue Sittlichkeitskampagne protestiert. Nach Berichten einiger iranischer Zeitungen sollen sich die Studierenden am Wochenende auf dem Campus der Universität versammelt haben. Die neue Sittlichkeitskampagne soll das Tragen von T-Shirts und kurzen Hosen außerhalb des eigenen Zimmers verbieten. Die Studierenden haben den Rücktritt des Rektors gefordert, dem sie außerdem den Zutritt zum Campus verweigert haben. Die iranische Zeitung „Etemad“ hat berichtet, dass mehrere Scheiben bei den Protesten zerstört worden sein sollen.
Axel-Springer-Konzern übernimmt Studentenportal
Der Axel-Springer-Konzern übernimmt ein Schweizer Studentenportal. Die zu Springer gehörende Schweizer „Verlagsgruppe Handelszeitung“ kauft nach einer Mitteilung des deutschen Medienkonzerns den Betreiber des größten Onlineportals für Studierende in den Schweiz. Springer besitzt demnach die Amiado AG in Zürich zu 100%, die neben Students.ch, auch das führende Schweizer Schüler-Portal friendZ.ch betreibt. Durch die Übernahme fallen Springer auch einige internationale Ableger des Online-Portals in die Hände. Eine Übernahmesumme wurde nicht genannt.
Infakt am Dienstag, 24. April 2007
Der Hochschulpakt ist auf dem Weg
Regierungschefs entscheiden im Juni
Die BLK hat heute den Entwurf einer "Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern über den Hochschulpakt 2020" gebilligt.
Mit dem Hochschulpakt senden wir ein deutliches Signal an die Hochschulen und die künftigen Studierenden, deren Potenzial wir für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes nutzen wollen." sagt Michael Thielen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Ziel des Hochschulpaktes ist es, einer wachsenden Zahl von Studienberechtigten (bedingt durch demographische Entwicklung und doppelte Abiturjahrgänge) die Aufnahme eines Studiums zu ermöglichen.
Weiterentwicklung der Akademienlandschaft
Die Bund Länder Kommission hat der Aufnahme der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) in die gemeinsame Bund-Länder-Förderung zugestimmt .
„acatech“ ist eine Arbeitsakademie mit rund. 250 Mitgliedern aus Wissenschaft und Wirtschaft und hat sich inzwischen zu einer in Wissenschaft und Wirtschaft anerkannten Institution entwickelt.
"Die Akademie kann einen Beitrag zur wünschenswerten Aufwertung der Technikwissenschaften leisten", sagte der BLK-Vorsitzende, Prof. Dr. Jürgen Zöllner. Der Zusammenschluss zur Akademie könne ihm zudem die Kommunikation mit ähnlichen Organisationen im Ausland erleichtern.
Bildungsstreik - Deutscher Unterstützer in Griechenland seit zwei Monaten in Haft
Auch in Berlin Protest geplant
Nach einem studentisch organisierten Konzert am 20. Februar 2007 wurde der Berliner Timo B. an der seit Monaten besetzten Aristoteles Universität in Thessaloniki (Griechenland) verhaftet und sitzt seit dem in Untersuchungshaft.
Ihm wird vorgeworfen sich an Auseinandersetzungen mit der Polizei beteiligt zu haben.
– es droht eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren.
Die Studierendenproteste in Griechenland, an denen sich Timo B. als Urlauber angeblich beteiligt hat, halten seit dem Sommer 2006 unvermindert an.
Hintergrund ist die Aufhebung des Artikel 16 der griechischen Verfassung am 8. März 2007. Er garantierte das Recht auf freie, öffentliche Bildung für alle griechischen Bürger/Innen.
Infakt am Montag, 23. April 2007
Semesterticket wird ab dem Wintersemester teurer
Das Semesterticket der Bielefelder Studierenden wird ab dem Wintersemester leicht erhöht. Das Semesterticket erhöht sich von 78,90 auf 81,30, also 2,40 mehr das sind 3%, so Ingo Bowitz, Vorsitzender des Studierendenparlaments der Universität Bielefeld.
Für ein Jahr ist der Preis wieder festgelegt. Diskussionen und Verhandlungen für die Erweiterung des Semestertickets werden weitergeführt, bislang gibt es aber noch keine konkreten Ergebnisse.
Weitere Informationen zum Semesterticket gibt es unter www.asta-bielefeld.de
Studienfonds OWL e.V. vergibt Stipendien
Der Studienfonds OWL e.V. hat an 31 Studierende Stidpendien vergeben. Die Stipendien gingen an besonders begabte oder bedürftige Studierende der Universitäten Bielefeld, Paderborn, der Fachhochschulen Bielefeld und Lippe/Höxter sowie der Hochschule für Musik in Detmold.
Die Stipendiaten werden mit 1.000 Euro unterstützt. Ebenso betont die Geschäftsführerin des Studienfonds OWL Katja Urhahne, dass den Stipendiaten ebenso eine berufliche Perspektive geboten werden soll. Der Studienfonds OWL e.v. arbeitet mit verschiedenen Unternehmen zusammen und will ein umfangreiches Unternehmer-Stipdendiaten-Netzwerk aufbauen.
Studentinnen für Engagement mit internationalen Studierenden ausgezeichnet
Für ihr Engagement mit internationalen Studierenden und der interkulturellen Verständigung wurden die Studentinnen Hana Shaikholeslami Kordestan und Marina Strygina ausgezeichnet. Die Studentinnen der Fh-Bielefeld und der Universität Bielefeld haben internationalen Studierenden geholfen sich in die Fachbereiche einzufinden und die auf sie zukommendenden Anforderungen zu erleichtern. Die Beiden Studentinnen nahmen den mit 750 Euro dotierten Preis im WDR Landesstudio in Bielefeld entgegen.
Letzte Hand anlegen an den Hochschulpakt 2010
Heute wird in Berlin letzte Hand an den Hochschulpakt 2010 angelegt. Es sollen damit mehr als 90 000 zusätzliche Studienplätze geschaffen werden. Bund und Länder stellen mehrere Hunderttausend Euro zur Verfügung um zusätzliches Personal einzustellen und um die Hochschulforschung zu stärken. Da jedoch einige Bundesländer Sonderwünsche haben, gilt die Verabschiedung des Hochschulpaktes durch die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung noch nicht gesichert. Die Eckpunkte des Hochschulpaktes waren bereits Mitte Dezember von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder unterzeichnet worden.
Gestiegene Studienanfänger an der Fernuni Hagen
An der Fernuniversität Hagen fingen dieses Sommersemester rund 67% mehr Studierende als im Vorjahr an. Das sind 5560 neue Studierende. Die staatliche Fernuni erhebt nach eigenen Angaben bis 2009 keine Studiengebühren.
Die Studierenden, die zu hause studieren, durch die Uni aber betreut werden, zahlen lediglich Material- bezugsgebühren.
Alle Studiengänge sind bereits auf Bachelor und Master umgestellt.
Bologna Reader 2 der HRK soll Hochschulen unterstützten
Der Bologna Reader 2 soll Hochschulen bei der Umsetzung der Ziele der Bologna-Erklärung bis zum Jahre 2010 unterstützen. Herausgegeben wurde der Reader von der Hochschulrektorenkonferenz, er umfasst Informations- und Beratungsmaterial. Durch die Bologna-Erklärung soll aktiv an einen Aufbau eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraums gearbeitet werden. Diese Studienreform umfasst damit eine Umstrukturierung der Organisation der Hochschulen sowie Studienstruktur und -inhalte. Die Publikation kann unter www.hrk-bologna.de herunter geladen werden.
Infakt am Freitag, 20. April 2007
Höhere Gebühren für ausländische Studierende
An der Universität Bonn sollen ausländische Studierende höhere Studiengebühren bezahlen, als ihre deutsche Kommilitonen. Durch das zusätzliche Geld sollen vielfältige Betreuungsmöglichkeiten, wie Sprachkurse und Betreuungsgespräche, finanziert werden. Von der zusätzlichen Gebühr sind alle Studierenden betroffen, die nicht aus den EU- Ländern kommen. Im Schnitt haben die ausländischen Studierenden 140 Euro im Monat weniger zur Verfügung, als ihre deutsche Kommilitonen.
Berufsakademieabsolventen sollen Universitätsabsolventen gleichgestellt werden
Die Abschlüsse der Absolventen von Berufsakademien sollen zukünftig mit Absolventen der Hochschulen vergleichbar sein. Dies soll durch den Deutschen sowie den Europäischen Qualifikationsrahmen ermöglicht werden.
Die Bundesregierung betont hierbei das schon 2004 vereinbart wurde die Absolventen von akkreditierten Bachelorstudiengängen mit Absolventen von gleichwertigen Hochschulen gleichzusetzen.
Die Berufsakademien sind bis jetzt in den meisten Ländern der Welt nicht mit den Hochschulen gleichgestellt.
Studienstiftungen sollen gefördert werden
Die Studienstiftungen sollen durch die Bundesregierung im Jahr 2007 stärker gefördert werden. Im Vergleich zum Jahr 2005 will die Bundesregierung die Ausgaben für die Studienstiftung um 19 Millionen Euro erhöhen.
Die Stiftungen förderten 2006 ungefähr 14.000 Studenten. Von diesen erhielten ungefähr 3500 ein Vollstipendium.
Da die Zahlungshöhe sich am BaföG- Satz orientiert, lässt sich darauf schließen, dass die Stipendiaten aus ärmeren Familien stammen.
Lehrerausbildung in Deutschland soll verbessert werden
Die Bildungsgewerkschaft GEW unterstützt die Vorschläge für die Reform der Lehrerausbildung. Laut dem Landesvorsitzenden der GEW für Baden Württemberg, Rainer Dahlem, sei die Ausbildung der zukünftigen Pädagogen eine der größten Schwachstellen in Deutschland. Das Studium orientiere sich zu wenig an den Tätigkeiten von Lehrern.
Der Sprecher der Landeskonferenz der Pädagogischen Hochschulen Wolfgang Schwark schlägt desweiteren vor, ein eigenes Lehramt für die Grundschulen und die Pädagogik der frühen Kindheit zu schaffen. Desweiteren sollten in Zukunft besonders Hauptschullehrer bezahlt werden.
Infakt am Donnerstag, 19. April 2007
Studiengebühren sorgen für schlechtere Studienbedingungen
Die Einführung der Studiengebühren hat in Nordrhein Westfalen zu einer Verschlechterung der Studienbedingungen geführt. Das hat das Landesastentreffen NRW gestern mitgeteilt. Seit der Einführung der Studiengebühren seien die Studierendenzahlen rückläufig. Gebührenfreie Hochschulen hätten weitgehend konstante Studierendenzahlen.Weil die Studiengebühren Kürzungen von öffentlichen Zahlungen kompensierten würden sie Zweckentfremdet, so die Studierendenvertretungen in einer Pressemitteilung. Das Landesastentreffen hätte diese Entwicklung schon vor Monaten vorrausgesagt. Deshalb fordert Isabel Falagan, Landesastenkoordinatorin, den Rücktritt von NRW-Minister Andreas Pinkwart.
Landesregierung streitet über Studierendenzahlen
Das NRW-Ministerium für für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie wirft der Opposition im Landtag bewusste Fehlinformationen zur Entwicklung der Studierendenzahlen vor. So lägen entgegen der Informationen den Hochschulen selbst noch keine endgültigen Zahlen über die Einschreibungen vor. Außerdem könne man wegen der unterschiedlichen Anzahl an Studiengängen die Zahlen im Sommersemester mit denen im letzten Wintersemester nicht vergleichen. Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Ministeriums, dass die Studierendenzahl kein Gradmesser für die Qualität der Hochschulbildung sei.
Tagung zu Gleichberechtigung in der Forschung
Gestern hat Bundesbildungsministerin Anette Schavan in Berlin die Tagung „Gender in der Forschung – Innovation durch Chancengleichheit“ eröffnet. Bei der Eröffnung forderte Schavan eine stärkere Einbindung von hochqualifizierten Frauen in die Wissenschaft. Es bedürfe eines Mentalitätswechsels, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können. Wenn wir die eingefahrenen Wege nicht verlassen, vergeuden wir ein enormes innovatives Potenzial, so die Ministerin. Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und im Europäischen Jahr der Chancengleichheit 2007 diskutieren auf der Tagung hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Politik am 18. und 19. April wichtige Aspekte von Gender und Forschung. Während am ersten Konferenztag Gleichstellungsstrukturen in Forschung und Lehre besprochen wurden, liegt der Fokus am heutigen Donnerstag auf Innovation durch Genderaspekte in der Forschung.
Neue Studiengänge an der FH Bielefeld
Im Fachbereich Sozialwesen an der Fachhochschule Bielefeld werden verschiedene Studiengänge zum Wintersemester 2007 2008 auf das Bachelor/Master-System umgestellt. Das teilte Prorektor Dr. Friedrich Biegler-König zusammen mit dem Dekan des Fachbereichs Professor Kurt Johnen gestern mit. Es werden die Bachelorstudiengänge „Soziale Arbeit“ und „Pädagogik in der Kindheit“ angeboten. Diese Studiengänge werden erstmalig in Nordrhein-Westfalen angeboten. Der Studiengang Angewandte Sozialwissenschaften wird in Zukunft als Master angeboten werden. Dieser Studiengang qualifiziert die Studierenden für Tätigkeiten im höheren Dienst und berechtigt zur Promotion.
Infakt am Dienstag, 17. April 2007
Amoklauf in den USA
Ein bislang noch nicht identifizierter Amokläufer hatte am Montag in der Universität von Virginia (in Blacksburg) 32 Studenten und Lehrkräfte erschossen sowie 15 Menschen verletzt.
Beim Eintreffen der Polizei habe sich der Täter das Leben genommen, sagte der Polizeichef der Universität, Wendell Flinchum, am Montagabend (Ortszeit). Es gebe noch keine Hinweise auf das Motiv für die Bluttat. Unter den Opfern sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin keine Deutschen.
Die Polizei benötigte Stunden, um die Identität des Täters festzustellen. Nach Berichten von Augenzeugen hatte sich der Amokläufer mit einem Kopfschuss schwer entstellt. Seine Identität solle vorerst nicht bekannt gegeben werden.
Mindestens sechs Austauschstudenten der Technischen Universität Darmstadt (TUD) haben das Massaker an der Technischen Universität in Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia unversehrt überlebt. "So viel wir wissen, geht es allen gut. Die Studenten haben sich teilweise per E-Mail bei uns gemeldet", sagte TUD-Sprecher Jörg Feuck am Dienstag. Die TUD unterhält seit 2004 ein Austauschprogramm mit der amerikanischen Universität.
Drei Millionen Euro für geisteswissenschaftliche Zentren
In diesem Jahr fördert Das Wissenschaftsministerium mit rund drei Millionen Euro die geisteswissenschaftlichen Zentren in Deutschland. Darunter das Einstein Forum, das Moses Mendelssohn Zentrum, das Forschungszentrum für Europäische Aufklärung und das Zentrum für Zeithistorische Forschung. Damit halten wir die finanzielle Unterstützung dieser wichtigen geisteswissenschaftlichen Zentren auf dem Niveau des Vorjahres", gab Ministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bekannt. Die institutionelle Förderung der vier Forschungseinrichtungen beträgt im Jahr 2007 zwischen 750.- 900 Tausend Euro.
Niedersächsische Technische Hochschule: Gemeinsame Erklärung unterzeichnet
Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, hat am Montag mit den Präsidenten der Technischen Universität Braunschweig, der Technischen Universität Clausthal und der Leibniz Universität Hannover eine gemeinsame Erklärung zur Bildung einer "trilokal arbeitsteiligen" Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) unterzeichnet.
Die NTH werde die Kompetenzen bündeln und vernetzen, um so national und international wettbewerbsfähige Ausbildung und Forschung auf höchstem Niveau anzubieten meinte Wissenschaftsminister Stratmann.
In die Planungen sollen die Fächergruppen Ingenieurwissenschaften, einschließlich Architektur, Informatik und Naturwissenschaften einbezogen werden. Der Ausbau zur NTH soll schrittweise erfolgen und bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein. Als erster Schritt ist die Einrichtung gemeinsamer Fakultäten geplant.
Uni Bochum: BILD-Infostand wird gelb
An der Universität Bochum kam es während der „Bochum Action Week für Solidarität und Freie Bildung" zu einer Provokation: Ein Promotion- Team der "BILD"-Zeitung war unterwegs, um tausende von Springer-Blättern zu verteilen. Aktive Studierende hatten zur Gegenwehr gegriffen und den Stand mit Farbeimern bearbeitet.
Wie inzwischen auf Nachfragen durch den AStA an die Öffentlichkeit gekommen ist, hat sich die BILD auf dem Campus der Ruhr-Uni eingekauft: Insgesamt 1000 Euro hat die Springer-Gruppe für die Erlaubnis der Uni-Leitung bezahlt, die Blätter auf dem Campus verteilen zu dürfen.
Die Studierenden protestieren gegen diesen weiteren Vorstoß zur Privatisierung des Campus-Geländes und fordern das Rektorat auf, dem Springer-Konzernen und ähnlichen Unternehmen den Auftritt auf dem Campus zu verbieten.
Infakt am Montag, 16. April 2007
FH Bielefeld auf der Hannovermesse
Die FH Bielefeld ist dieses Jahr wieder auf der Hannover Messe vertreten. Die FH stellt an zwei Ständen auf: zum einen an dem Innovationsstand Nordrheinwestfalen mit der technischen Neuentwicklung zur Förderung von Granulat, zum anderen in der OWL Arena mit der Kompetenzplattform Vernetzte Simulation und mit einer Kooperation mit dem Unternehmen Ceres Vision GmbH, einer Ausgründung aus dem Labor für Bildverarbeitung der FH Bielefeld.
Preisverleihung für ausländische Studierende
Am kommenden Mittwoch zeichnet der „Verein zur Förderung ausländischer Studierender in Bielefeld e.V.“ zwei ausländische Studierende der Universität und der Fachhochschule Bielefeld aus. Preisträger sind eine Studierende aus der Russischen Föderation und eine Iranerin. Ausgezeichnet werden beide für ihr besonderes Engagement in der Verständigung zwischen deutschen und ausländischen Studierenden. Der Preis ist mit 750 Euro dotiert. Der Verein bemüht sich schon seit mehr als 20 Jahren um eine gute Integration von ausländischen Studierenden.
neuer Bachelor Studiengang International Studies in Management an der FH Bielefeld
An der FH Bielefeld wird zum nächsten Wintersemester ein neuer Bachelor-Studiengang eingeführt.
Dieser heißt International Studies in Management (ISM) und soll den bisherigen auf Europa begrenzten Diplomstudiengang European Studies in Management (ESM) ablösen.
Der Bachelor dauert 6 Semester. Im ersten Studienjahr sollen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre sowie zwei Fremdsprachen vermittelt werden. Danach wird an Partnerhochschulen in den USA, Kanada und Europa ein Programm von Wahlmodulen studiert, das in Bielefeld angerechnet wird. Der Studiengang schließt mit einem internationalen Praxisprojekt und der Bachelorarbeit ab. Pro Jahr werden bis zu 30 Bewerber aufgenommen.
zusätzlicher Einstellungstermin für Lehramtsstudierende mit Erster Staatsprüfung
Zum Schuljahresbeginn 2007/2008 bietet das Land Nordrhein-Westfalen wieder einen zweiten allgemeinen Einstellungstermin für den Vorbereitungsdienst für Lehrämter an Schulen an. Der Vorbereitungsdienst dauert in der Regel 24 Monate und schließt die Lehrerausbildung mit der Zweiten Staatsprüfung ab. Der zusätzliche Einstellungstermin soll den Einstieg in den Lehrerberuf um ein halbes Schuljahr verkürzen. Er ist an alle Lehramtsstudierende gerichtet, die bereits ihre Erste Staatsprüfung abgelegt haben. Außerdem können sich auch Quereinsteiger ihren Hochschulabschluss als Erste Staatsprüfung anerkennen lassen. Damit wären sie zum Vorbereitungsdienst zugelassen.
erhöhtes Gesundheitsrisiko für Depressive
Depressive Patienten sind besonders anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - und zwar ähnlich stark wie Raucher. Das wurde am Freitag bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim berichtet. Bei Herzkranken sollte daher gezielt untersucht werden, ob sie an einer Depression leiden. Bisher hatten Forscher vermutet, dass das erhöhte Risiko von Depressiven für Herz-Kreislauf-Krankheiten auch eine Nebenwirkung bestimmter Antidepressiva sein könnte. Oftmals stehen Depressionen aber vor allem mit gesundheitsschädlichen Verhaltensweisen in Zusammenhang. Dazu gehören zum Beispiel Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen. Wahrscheinlich gibt es noch weitere biologische Faktoren bei Depressiven, die starken Einfluss auf Herz-Kreislauferkrankungen haben. Dazu gibt es aber bisher noch wenige aussagekräftige Forschungsergebnisse.
Infakt am Freitag, 13. April 2007
Münsteraner Chemie-Professor erhält hoch dotierten Forscherpreis
Der Münsteraner Chemie-Professor Armido Studer hat den Nachwuchsforscherpreis des Schweizer Pharmaunternehmens Novartis erhalten. Grund für die Auszeichnung seien seine Erfolge in der Grundlagenforschung der Radikalchemie, so teilte es gestern die Universität Münster mit.
Studer lehrt seit 2004 an der Universität Münster. Vorher forschte er unter anderem in der Schweiz und in den USA.
Der so genannte «Novartis Young Investigator Award» wird seit 2002 jährlich an herausragende Wissenschaftler vergeben, die jünger als 40 Jahre sind.
Der Preis ist mit 150 000 US-Dollar (112 000 Euro) dotiert.
Mehr richtige Professoren an deutschen Universitäten
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) fordert mehr Professuren an deutschen Universitäten. Dabei sei zu beachten, dass es sich nicht um reine Lehrprofessuren handele, sondern gleichzeitig um Forscherstellen. „Universitätsprofessoren, die überwiegend oder ausschließlich mit Lehraufgaben betraut seien, verdienten diesen Titel nicht, weil sie dem hohen Anspruch des Amtes (das sich gleichermaßen über Forschung und Lehre definiert,) nicht gerecht würden“, so DHV- Präsident Bernhard Kempen.
Die seit 1995 eingesparten 1500 Professuren müssten den Universitäten zurückgegeben werden. Das derzeitige Verhältnis von Studierenden und Professuren läge bei 60:1. Damit sei Deutschland international nicht konkurrenzfähig.
Zweifel an der Generation Praktikum
Laut einer Studie der HIS Hochschul-Informations-System GmbH hat die
so genannte Generation Praktikum bessere Jobchancen als bisher vermutet. Demnach arbeiten nur ein Prozent aller Hochschulabsolventen ein Jahr nach dem Examen noch als Hilfskraft.
Jedoch gäbe es auffällige Unterschiede zwischen den Fachrichtungen. So starteten 34 Prozent der Geisteswissenschaftler und 21 Prozent der Architekten ihre Berufskarriere als unterbezahlte Hilfskraft.
Bei den Elektro- und Lebensmitteltechnikern seien es lediglich 2 Prozent.
NRW will internationale Forscher anlocken
Nordrhein Westfalen will ausländische Spitzen-Nachwuchsforscher an seine Hochschulen locken. Dort sollen sie eigene Forschungsgruppen aufbauen.
Die Jungforscher würden dafür mit 1,25 Millionen Euro vom Land gefördert, so teilte es das Wissenschaftsministerium am Mittwoch mit.
Die aktuelle Ausschreibung richte sich an Lebenswissenschaftler, die seit mindestens zwei Jahren erfolgreich im Ausland forschen. Die ersten Forschergruppen sollen im kommenden Wintersemester starten.
Dreiköpfige Delegation aus Delmenhorst ist gegen „Nazischule“
Anläßlich des bevorstehenden Naziaufmarsches am 28. April führt der Bund der Deutschen Pfadfinderinnen morgen in Paderborn eine Aufklärungsveranstaltung durch. In dieser berichten die Mitglieder des BDP über ihre Erfolge im Kampf gegen die Gründung einer „Nazischule“ in Delmenhorst. Der Hamburger Anwalt Jürgen Rieger hatte dort ein 100- Betten- Hotel gekauft. Dieses wollte er in ein Nazi- Schulungszentrum umwandeln.
Linksgerichtete Aktivisten hatten bereits einige Versuche unternommen, dagegen anzukämpfen. Unter anderem starteten sie eine Unterschriftenaktion, an der sich etwa 20. 000 Menschen beteiligten.
InFakt am Donnerstag, 12.April 2007
Gründerzentrum der FH Gelsenkirchen wird geschlossen
Das Gründerzentrum an der Fachhochschule Gelsenkirchen wird als Reaktion auf einen Unterschlagungsskandal mit Millionenschaden geschlossen. Das bestätigte FH-Sprecherin Barbara Laaser am Mittwoch. Die Einrichtung werde nach Angaben des kommissarischen FH- Leiters Heiner Kleffner in den nächsten Monaten geschlossen. Zwei FH- Professoren und zwei Unternehmer säßen weiter in Untersuchungshaft, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Ermittler vermuten hinter dem Unterschlagungsskandal „gewerbs- und bandenmäßigen Subventionsbetrug“. In dem mit gut 12 Millionen Euro geförderten Zentrum sollen Gelder über Scheinfirmen unter anderem an Professoren geflossen sein.
Indisch-Bayerische Kooperation in Hof
In der oberfränkischen Stadt Hof soll ein indisch-bayerisches Hochschulzentrum entstehen. Mit der Kooperation soll besonders der Wissenstransfer in die Wirtschaft gefördert werden, so der Präsident der Fachhochschule Hof, Prof. Jürgen Lehmann.Derzeit werde die Finanzierung für das Projekt aufgestellt. Im nächsten Jahr könne das Zentrum dann den Betrieb aufnehmen, so Lehmann weiter. Die Fachhochschule Hof pflegt seit längerem Kontakte zu indischen Hochschulen. Inzwischen studieren 20 indische Studenten Informatik in der oberfränkischen Stadt. Voraussichtlich in diesem Jahr würden auch die ersten Studenten aus Hof zu einem Austausch an die Partnerhochschule in Bangalore gehen, hieß es.
Neuer Studiengang an der FH Dortmund
Ab kommendem Wintersemester bietet die Fachhochschule Dortmund den Bachelorstudiengang "International Business" im Fachbereich Wirtschaft an. Der Studiengang wurde jetzt akkreditiert. Das Studium soll auf Managementpositionen in international tätigen Unternehmen vorbereiten.
Mit dem Studiengang werden die bisherigen Diplomstudiengänge, die seit Anfang der 90-er Jahre in enger Kooperation mit Partnerhochschulen unter anderem in Australien, Frankreich und Großbritannien angeboten wurden ersetzt. Es wird zwei Arten des Studiengangs angeboten. Der Unterschied liegt in der Länge des Auslandsstudiums und den akademischen Graden. Der kurze Studiengang beinhaltet ein Auslandssemester und schließt mit dem Bachelor ab. Der längere Studiengang zeichnet sich durch drei Auslandssemester aus. Die Absolventen erhalten dafür einen Doppelabschluss: Es wird der Bachelor der FH Dortmund sowie der Grad der ausländischen Hochschule verliehen.
Umfrage zur richtigen Verwendung von Studiengebühren
Gestern wurden in Berlin die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zur richtigen Verwendung von Studiengebühren vorgestellt. Die Umfrage wurde von der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Campusmagazin UNICUM und der Financial Times Deutschland durchgeführt. Elke Michauk, Vorstandsmitglied des freien Zusmmenschluss von Studentinnenschaften, kritisierte die Debatte um die Verwendung von Studiengebühren als Ablenkungsmanöver. Studiengebühren seien und blieben unsozial, so Michauk weiter.
InFakt am Mittwoch, 11.April 2007
FHM richtet zwei neue Masterstudiengänge ein
An der privaten Fachhochschule des Mittelstandes (kurz FHM) in Bielefeld werden zum nächsten Sommersemester zwei neue Masterstudiengänge eingerichtet. Sie heißen „Wirtschaftsförderung“ und „Mittelstandsmanagement“. Ziel des Studiums ist, Führungskräfte in verschiedenen Bereichen gleichzeitig auszubilden. Auf dem Curriculum stehen zum Beispiel Werbung, Auftragsbeschaffung, Management, und Personalführung. Damit orientieren die Studiengänge sich speziell am Anspruch mittelständischer Unternehmen. Einen Abschluss gibt es nach 13 bzw. berufsbegleitend nach 20 Monaten. Der Master auf der FHM kostet 7 000 Euro.
Außerdem sind noch drei weitere neue Bachelorstudiengänge geplant. Deren Namen sind „Kommunikationsdesign und Werbung“, „Marketingmanagement“ und „Krankenversicherungsmanagement“.
BMBF vergibt Leistungspunkte an Schüler und Auszubildende
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet eine Pilotinitiative, in der in der beruflichen Bildung Leistungspunkte vergeben werden. Ähnlich wie beim Bachelor und Mastersystem werden Schule, Berufsausbildung, Fortbildung und auch Berufsvorbereitungsmaßnahmen in ein Punktesystem zusammengefasst. Damit sollen Lernleistungen einheitlich beschrieben, verglichen und angerechnet werden können. Ein Wechsel von einem Ausbildungsberuf in einen anderen oder die Anerkennung eines ausländischen Abschlusses soll so erleichtert werden.
2008 ist Wissenschaftsjahr der Mathematik
Das nächste Jahr steht ganz im Zeichen der Mathematik. Das BMBF ruft zum 9ten Mal ein Wissenschaftsjahr aus. Während dieses Jahr noch Jahr der Geisteswissenschaft ist, thematisiert das Bildungsministerium im Jahr 2008 alle möglichen Gebiete der Mathematik. Vor allem soll den Deutschen die Mathematik im Alltag näher gebracht werden. Mit Unterstützung der „Deutschen Telekom Stiftung“ , „Wissenschaft im Dialog“ und der „Deutschen Mathematiker-Vereinigung“ richtet das BMBF verschiedene Veranstaltungen zum Thema aus, darunter z.B. Ausstellungen, Lehrerkongresse und den Wissenschaftssommer.
Hoffnung für Multiple Sklerose Patienten
Die Folgen der Nerven-Krankheit Multiple Sklerose könnten in Zukunft geheilt werden. Bonner Forscher haben Knochenmarkzellen gentechnisch so verändert, dass sie ein bestimmtes Eiweiß produzieren. Dieses Eiweiß hemmt die Nervenentzündung. Die neuartigen Zellen wurden erfolgreich an Mäusen getestet. Ob die Methode auch bei Menschen hilft, ist noch unklar. In Deutschland leiden 120.000 Frauen und Männer an Multiple Sklerose.
InFakt am Dienstag, 10.April 2007
Studienbeiträge an der Universität Bielefeld
Millioneninvestitionen für ein besseres Studium
Im Sommersemester 2007 werden an der Universität Bielefeld voraussichtlich rund 3,6 Millionen Euro eingenommen, die nun in Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre investiert werden. Bisher ist bekannt das 50 Prozent der Einnahmen aus den Studienbeiträgen direkt zur Verwendung an die Fakultäten gehen. 20 Prozent werden nach einem Antragsverfahren für weitere Maßnahmen in den Fakultäten verteilt und 30 Prozent werden für zentrale Maßnahmen verwendet. Ab Mai soll es ein Internetangebot mit umfangreichen Informationen zu den Einnahmen, der Verteilung und der Verwendung der Studienbeiträge geben.
Anerkennung von Lehramtsstudiengängen
Die Bundesländer haben beschlossen, die Abschlüsse der akkreditierten Lehramtsstudiengänge für Grund-, Haupt- und Realschullehrer gegenseitig anzuerkennen, die mit 210 European Credit Transfer System Punkten ordnungsgemäß abgeschlossen wurden. Dadurch wird der Wechsel der Lehramtsabsolventen in andere Bundesländer vereinfacht.
Diese Regelung hat allerdings nach Erkenntnissen des Berliner Tagesspiegels zur Folge, dass ein Masterabschluss nicht zwingend für Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrer vorgeschrieben ist.
So müssten dann auch Länder wie Berlin, in denen für Grundschulpädagogen nach einem Bachelorstudiengang ein zweisemestriges Masterstudium notwendig ist, einen Bachelor-Abschluss mit der entsprechenden European Credit Transfer System ECTS-Punktzahl anerkennen.
In der Debatte um die Befreiung von Studiengebühren wird der Druck auf den Fachschaftsrat der Theaterwissenschaft von der Universitätsverwaltung in Bochum massiv erhöht
An der Universitätsverwaltung der Ruhr-Uni Bochum weigert man sich, die gewählten Vertreter der Fachschaft der Theaterwissenschaft von den Studiengebühren zu befreien.
Dem Fachschaftsrat der Theaterwissenschaft wird aufgrund seiner großen Anzahl an Mitgliedern, die nach der „Studienbeitragssatzung“ Anrecht auf Befreiung von der Gebührenpflicht hätten, Betrug vorgeworfen.
Zudem heißt es, dass von der Dekanatsebene der Philologie die Drohung ausgesprochen wurde, dem Institut für Theaterwissenschaft die Zuweisung von Geldern zu verweigern.
Diese sind zur Deckung des Grundhaushaltes notwendig und werden unabhängig von den Studiengebühren gezahlt.
Der Fachschaftsrat der Theaterwissenschaft hatte nach eigenen Angaben bereits Anfang des Jahres eine vollständige Auflistung aller gewählten Fachschaftsratsmitglieder an die zuständigen Stellen eingereicht.
Den Mitglieder des Fachschaftsrats Theaterwissenschaft wurden jetzt kollektiv trotz des überwiesenen Sozialbeitrags ihre Rückmeldungen für ungültig erklärt.
Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss der Universität Bielefeld glaubt, dass die Studiengebühren die Uni bereits deutlich unattraktiver gemacht haben
Nach ASTA- Angaben ist die Zahl der Erstsemester um 35 % und die der Hochschulwechsler zur Universität Bielefeld um 43% zurückgegangen.Die Ursachen seien unter anderem die Studiengebühren und unstudierbare Studiengänge.
Der Asta forderte die Universitätsleitung in einer Pressemitteilung dazu auf die Studiengebühren zurückzunehmen und sich wieder der Verantwortung gegenüber der Studierendenschaft zu besinnen. Gute Lehre anzubieten, anstatt ambitionierten Eliteplänen zu Lasten der Studierendenschaft nachzujagen.
InFakt am Donnerstag, 5.April 2007
Ostdeutsche Hochschulen bei Studis beliebt
Hochschulen aus den neuen Bundesländern sind bei den Studierenden sehr beliebt. Dass ergibt eine Sonderauswertung des Hochschulrankings des Zentrums für Hochschulentwicklung. In der Sonderauswertung wurden die Urteile der Studierenden zu den Ausstattungsmerkmalen der deutschen Universitäten verglichen. Die Universitäten der Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen belegen hierbei die vordersten Plätze. In die Auswertung sind die Urteile von knapp 75.000 Studierenden eingeflossen.
Verschlechterungen und Verbesserungen für ausländische Studierende erwartet
Die geplanten Änderungen beim Zuwanderungsgesetz der Bundesregierung bringen für ausländischen Studierenden sowohl Verschlechterungen wie auch Verbesserungen. Davon geht das Deutsche Studentenwerk (kurz DSW) aus. Nach Angaben des DSW wird der Hochschulwechsel sowie die Arbeitsmöglichkeiten ausländischer Studierender erleichtert. Für Kritik sorgt jedoch die geplante Verkürzung der Aufenthaltserlaubnis von bisher zwei auf ein Jahr. Die mögliche Aufenthaltsverkürzung begründet die Bundesregierung mit einer „neuen sicherheitspolitischen Lage“.
145 Milliarden für Bildung ausgegeben
Im Jahr 2005 wurden in Deutschland knapp 145 Milliarden Euro für Bildung ausgegeben. Dass sind knapp 6.5 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Dies ergeben die vorläufigen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes zum Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft. Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen wie etwa Kindergärten oder Hochschulen wurden demnach im Jahr 2005 leicht erhöht. Demgegenüber ging der Anteil der öffentlichen Ausgaben für die Förderung der Weiterbildung zurück.
Schulabrecher sind häufiger männlich
Schüler beenden ihre Schulzeit in Nordrhein Westfalen häufiger ohne Schulabschluss als Schülerinnen. Hiervon geht das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik aus. Demnach verließ im vergangenen Schuljahr fast jede zwanzigste Schülerin, und somit cirka 5 Prozent, die Schule ohne Schulabschluss. Demgegenüber ist der Anteil der männlichen Schulabrecher höher. Fast jeder zwölfte Schüler, und somit cirka 8 Prozent, beendeten ihre Schullaufbahn ohne Schulabschluss. Insgesamt ist der Anteil der der Schulabgänger ohne Schulabschluss im Vergleich zum Jahr 2005 gesunken.
Nachhilfelehrer vermitteln längerfristig Kompetenzen
Kommerzielle Nachhilfelehrer schöpfen Lern- und Entwicklungspotentiale von Schülern besser aus als Fachlehrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bielefelder Studie der Fakultät für Pädagogik. Demnach werden Nachhilfeschüler vielseitige Lernkompetenzen vermittelt, von denen sie längerfristig und fächerübergreifend profitieren. Für die Studie wurden Eltern und Schüler verteilt auf insgesamt 43 Standorte befragt.
Die Befragten schreiben den Nachhilfelehrern zum Teil mehr Kompetenzen zu als den Fachlehrern in der Schule.
InFakt am Mittwoch, 4.April 2007
Die Leuphana Universität in Lüneburg bietet ab dem Wintersemester 2007/2008 den Masterabschluss im Umweltrecht an.
Damit ist die Universität Lüneburg seit 10 Jahren die einzige Hochschule in Deutschland, die diesen Abschluss anbietet.
Der Studiengang ist praxisnah und auf die späteren beruflichen Anforderungen im Umweltbereich ausgelegt.
In den Lehrveranstaltungen werden unter anderem Inhalte zum nationalen und europäischen Umweltrecht und Energiewirtschaftsrecht vermittelt.
Nationale und internationale Juristinnen und Juristen mit erstem oder zweitem Staatsexamen und Absolventen anderer juristischer oder umweltwissenschaftlicher Studiengänge können sich auf diesen Masterstudiengang bewerben.
An der Ruhr- Universität Bochum hat der Aufbau der campusweiten „Ruhr- University Research School“ begonnen.
Die Research School hat drei Forschungsschwerpunkte:
Natur- und Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften sowie Geistes- und Sozialwissenschaften.
Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und richtet sich an Doktoranden, die ihre Qualifikationen auf hohem Niveau erweitern möchten.
Bisher wurden 140 hochqualifizierte Doktorandinnen und Doktoranden in das Programm aufgenommen.
Bis zum 30. April diesen Jahres können sich nun auch andere Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland für eine Promotionsstelle bewerben.
Die Universität Bielefeld veranstaltet zusammen mit der Bertelsmann Stiftung am 10. und 11. Mai 2007 das Fachforum net’swork 07.
Im Messezentrum Bad Salzuflen präsentieren internationale Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft den aktuellen Stand der Netzwerkpraxis und Netzwerkforschung.
net’swork ist das interdisziplinäre Fachforum für Kooperation, Netzwerke und Cluster.
Wie das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Technik und Forschung NRW gestern mitgeteilt hat,
gibt es eine neue Professur für Religionspädagogik an der Universität Münster.
In den nächsten drei Jahren wird das Ministerium mit rund 375.000 Euro
die Professur für Islamische Religionspädagogik
im Centrum für Religiöse Studien fördern.
Landes-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technik Pinkwart sagte in Düsseldorf, dass der interkulturelle Dialog und das Verständnis für verschiedene Kulturen immer wichtiger für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft sein werden.
Wir müssten bereits in der Schule anfangen, Verständnis für den anderen zu wecken und dazu gehöre ganz maßgeblich das Wissen um die religiösen und interkulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
Die Einrichtung der neuen Professur soll dem wachsendem Bedarf an Islamunterricht in den Schulen gerecht werden.
Das Bundesverwaltungsgericht hat gestern beschlossen,
dass das Endlager Konrad in Betrieb genommen werden kann.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hält dies für einen Durchbruch auf dem Weg
zu einer sicheren Endlagerung von
nuklearen Abfällen. Die zur Zeit betriebenen Zwischenlager bei den Helmholtz- Forschungszentren,
könnten nun geräumt werden.
InFakt am Dienstag, 3.April 2007
Exzellenz in der universitären Lehre - ohne "Lehrprofessur"
Nach Auffassung des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) sollen Leistungen in Forschung und in universitärer Lehre künftig gleichberechtigt in die Beurteilung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Hochschullehrers, einer Fakultät oder einer Universität einfließen.
DHV-Präsident Bernhard Kempen wies darauf hin, dass Studierende einen Anspruch auf eine hochwertige akademische Ausbildung haben, mit der sie sich im internationalen Wettbewerb behaupten können. Der DHV fordere daher eine Prioritätensetzung zugunsten neuer Professuren, da die derzeitige Relation international nicht konkurrenzfähig sei.
Um den Studierendenandrang zu bewältigen, hält der DHV, vornehmlich in den besonders nachgefragten Studiengängen, den Einsatz von Lektorenern in der Gestalt von befristeten Qualifikationsstellen für geboten.
Der Bundesrat bittet die Bundesregierung die Anhebung der BAföG-Sätze zu prüfen
Der Bundesrat hat sich mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen hat, die Bundesregierung zu bitten, die Möglichkeit einer BAföG-Anhebung zu prüfen.
"Eine Anhebung der BAföG-Sätze würde jungen Menschen einerseits die Entscheidung zu studieren erleichtern, andererseits hätten sie so die Möglichkeit, ihr Studium auch in der Regelstudienzeit zu beenden", sagte Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange.
Damit hätten die Länder eindeutig signalisiert, dass sie eine solche Erhöhung für notwendig erachteten, die nach vielen Jahren der Stagnation zwingend notwendig sei. Eine BAföG-Anhebung trage dazu bei, individuelle Bildungschancen gerade für Jugendliche aus sozial schwachen oder bildungsfernen Elternhäusern zu erhöhen.
Angesichts der bevorstehenden Steuerschätzung und der damit zu erwartenden höheren Steuereinnahmen mache sich das Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
(SMWK) seit langem für eine Anhebung der BAföG-Sätze stark.
Niedersachsen fordert bessere Förderung von Masterstudierenden
Bei den Beratungen zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) im Bundesrat hat sich der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, für eine verbesserte Förderung von Studierenden in Masterstudiengängen eingesetzt.
Studierende, die aufgrund von Kindererziehungszeiten die Altersgrenze von 30 Jahren während der Bachelorausbildung überschreiten, sollen auch in einem anschließenden Masterstudium weitergefördert werden. Die Förderung gelte auch für Studierende die auf ein Diplom oder ein Staatsexamen mit einem Masterstudiengang aufbauen. Diese sollen ebenso gefördert werden können wie Absolventen mit einem Bachelorabschluss.
Damit werden die Hochschulen motiviert, attraktive Masterstudiengänge einzurichten und diese für qualifizierte Bewerber mit Diplom oder Staatsexamen zu öffnen", so Wissenschaftsminister Stratmann, "zumal eine entsprechende Förderung für Masterstudiengänge im Ausland bereits jetzt möglich ist.
InFakt am Montag, 2. April 2007
Zahl der Erstsemester-Studierenden an der Uni Bielefeld gesunken
Die Zahl der Erstsemester-Studierenden an der Universität Bielefeld ist zum Sommersemester 2007 gesunken, so der Pressesprecher der Universität Ingo Lohuis. In diesem Semester haben rund 340 Studierende ein Studium an der Uni Bielefeld begonnen. Insgesamt sind circa 15 900 Studierende an der Uni Bielefeld eingeschrieben. Das sind rund 1000 weniger als im Sommersemester 2006. Gründe dafür sind unter anderem sowohl die Einführung der Studiengebühren, als auch der in vielen Fächern angehobene Numerus Clausus.
Mathe, Physik und Pädagogik sind die einzigen Fächer, in denen noch ein Diplomstudiengang aufgenommen werden konnte. Zudem ist die Absolventenquote stark angestiegen.
GEW fordert mehr Erzieher und Dozenten
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat mit Blick auf den heute tagenden "Krippengipfel" eine Arbeitsmarktoffensive für 100.000 zusätzliche Erzieher und 1.000 Dozenten gefordert. Sie mahnte ein solides Finanzierungskonzept für mehr und bessere Krippen an. Junge Familien hätten einen Anspruch darauf, dass Bund, Länder und Gemeinden zügig handeln und bei der Finanzierung an einem Strang zögen. Um eine Verbesserung der Situation zu erreichen, seien Verbesserungen in der Erzieherausbildung notwendig. Weiterhin seien neue Fortbildungsmöglichkeiten für das pädagogische Personal sowie ein besserer Betreuungsschlüssel notwendig. Die Ausbildung müsse anschlussfähig für einen Bachelor-Abschluss sein und perspektivisch auf Hochschulniveau gehoben werden.
20 Prozent der Fachhochschulstudierenden in NRW lernen an Privat-FH
Fast 20 Prozent aller Fachhochschulstudierenden in Nordrhein-Westfalen studieren an einer privaten Hochschule. Zudem wüchsen die privaten Hochschulen schneller als die öffentlichen Einrichtungen, so Prof. Richard Merk, Vorstand des Verbands der Privaten Hochschulen und Geschäftsführer der privaten Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld. Dennoch sei die Bedeutung privater Hochschulen nicht ausreichend anerkannt, obwohl diese den Landeshaushalt mit ihren Studienplätzen um jährlich 100 Millionen Euro entlasteten. Merk fordert eine Einbeziehung der privaten Hochschulen in die hochschulpolitische Diskussion.
Zum 1. April starten die meisten Universitäten mit Studiengebühren
Mit dem Start des Sommersemesters am 1. April haben 27 von 33 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen Studienbeiträge erhoben. Die meisten verlangen den Maximalbetrag von 500 Euro pro Semester, berichtete NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart. Über 30 000 Studierende, die zum Sommersemester mit Beitragszahlungen beginnen, haben bereits bei der NRW.Bank einen Darlehensantrag gestellt. Dieser Kredit lohne sich vor allem für Leistungsempfänger nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAfög), so Pinkwart. Niemand müsse mehr als 10 000 Euro an BAföG- und Studiendarlehen bezahlen.
Keine Studienbeiträge erheben nach derzeitigem Stand die Fernuniversität Hagen, die Kunstakademie und die Fachhochschule Düsseldorf sowie die Kunsthochschule für Medien in Köln.
Professor im Inkubator-Skandal frei – Behörde weist Vorwürfe zurück
Im Betrugsskandal um Fördergelder für ein Gründerzentrum in Gelsenkirchen ist einer der sechs Beschuldigten am Donnerstag aus der Haft entlassen worden. Es sei einer der drei Professoren der Fachhochschule, denen Unterschlagung in Millionenhöhe vorgeworfen wird, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum. Zuvor habe der Mann umfangreich ausgesagt. Die Untersuchungshaft für zwei weitere Professoren, einen ehemaligen wissenschaftlichen Mitarbeiter und zwei Unternehmer dauere an. Es bestehe Verdunklungsgefahr, ein Haftende sei nicht absehbar.
Am «Inkubator-Zentrum Emscher-Lippe», das über die Fachhochschule
Gelsenkirchen insgesamt zwölf Millionen Euro Fördergelder erhielt, sollen Millionenbeträge veruntreut worden sein.
Nur einige Bachelor-Studiengänge bereiten auf Beruf vor
Bei den Ingenieur- und Betriebswirtschaften ist die Vorbereitung auf den Berufseinstieg für Bachelor-Studierende stark von ihrer jeweiligen Hochschule abhängig. Das berichtet Spiegel-Online. Während einige Hochschulen vorbildliche Maßnahmen ergriffen hätten, um die Studierenden auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, hätten andere dies bei der Umstellung der Diplom- auf Bachelor- und Masterstudiengänge so gut wie gar nicht berücksichtigt. Dieses Ergebnis einer Untersuchung teilte das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) mit. Besonders gut schnitten die Studiengänge Betriebswirtschaft an der FHW Berlin, Leisure and Tourism Management an der FH Stralsund und
Business Communication an der ISM Dortmund ab.
InFakt am Freitag. 30. März 2007
Zahl der Erstsemester-Studierenden an der Uni Bielefeld gesunken
Die Zahl der Erstsemester-Studierenden an der Universität Bielefeld ist zum Sommersemester 2007 gesunken, so der Pressesprecher der Universität Ingo Lohuis. In diesem Semester haben rund 510 Studierende ein Studium an der Uni Bielefeld begonnen. Insgesamt sind circa 15 900 Studierende an der Uni Bielefeld eingeschrieben. Das sind rund 1000 weniger als im Sommersemester 2006. Gründe dafür sind unter anderem sowohl die Einführung der Studiengebühren, als auch der in vielen Fächern angehobene Numerus Clausus.
Mathe, Physik und Pädagogik sind die einzigen Fächer, in denen noch ein Diplomstudiengang aufgenommen werden konnte. Zudem ist die Absolventenquote stark angestiegen.
Pinkwart glaubt an Verbesserung des Studiums
NRWs Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, glaubt an eine Verbesserung des Studiums durch Studiengebühren.
Dies teilte das Ministerium gestern in einer Pressemiteilung mit.
Alle Einnahmen aus Studienbeiträgen müssen für die Verbesserung von Studium und Lehre eingesetzt werden, versicherte Pinkwart.
Die Studierenden werden genau verfolgen können, wofür die Mittel eingesetzt würden, sagte Pinkwart weiter.
Mit dem Start des Sommersemester werden 27 Hochschulen in NRW Studiengebühren erheben.
BMBF fördert stärksten Magneten der Welt
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den stärksten Magneten der Welt.
Das gab das Ministerium gestern in einer Pressemitteilung bekannt.
Mit 16 Millionen Euro wird das BMBF den Betrieb des Hochfeldmagneten unterstützen.
Ziel ist es, nationale und internationale Forscher zu Grundlagenforschungen an das Hahn-Meitner-Institut in Berlin zu locken.
Mit diesem Großgerät würde das Hahn-Meitner-Institut selber zu einem Magnet für Forscher, so Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im BMBF.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet noch bis morgen die Fachkonferenz „Wissen und Handeln - Forschungsstrategien für die Bildungspolitik“.
Experten aus 25 Ländern beraten in Frankfurt über das Verhältnis von Bildungsforschung und Bildungspolitik.
Bildungspolitik könne ihre Herausforderungen nur erfüllen, wenn sie sich dabei auf gesicherte Erkenntnisse stützen kann, so Andreas Storm, parlamentarischer Staatssekretär des BMBF.
Ziel der Tagung soll es sein, die Bildungsforschung in Zukunft zu stärken, sagte Storm weiter.
DHV sucht Hochschullehrer des Jahres 2007
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) sucht den Hochschullehrer des Jahres 2007.
Gesucht werden Lehrer, die das Ansehen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit gefördert haben.
Mit dem Preis will der DHV den Beruf des Hochschullehrers einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren.
( Professoren engagierten sich nämlich nicht nur in Forschung und Lehre, so DHV Präsident Bernhart Kempen.)
Bis zum 30. Juni können noch Kandidaten vorgeschlagen werden.
Der DHV-Preis wird zum zweiten Mal vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert.
FZS kritisiert den Hochschulpakt 2020
Der freie Zusammenschluss von Studentinenschaften(fzs) kritisiert den Hochschulpakt 2020.
Unter anderem kritisierte der fzs, dass die Schaffung von neuen Studienplätzen nicht ausreiche, um den Bedarf zu decken.
Das angestrebte Ziel von 90.000 neuen Plätzen sei weder ambitioniert noch ausreichend, so Katharina Binz, Sprecherin des fzs.
Weiterhin werde ein Großteil der Mittel in die Forschung inverstiert, die Priortät müsse jedoch auf der Lehre liegen, so Binz weiter.
Gestern debattierte der Bundestag über die konkrete Umsetzung des Hochschulpaktes 2020.
HIS veranstaltet vom Forum für Organistaionsentwicklung
Die Hochschul-Informations-System GmbH veranstaltet vom 22. - 23. Mai ein Forum für Organistaionsentwicklung.
Das Forum in Hannover richtet sich an Hochschulen, die dementsprechende Projekte planen.
Organisationsentwicklung ist die Neu- oder Umgestaltung von Strukturen und Prozessen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Organistationsentwicklung an den Hochschulen zu vernetzen.
Das HIS beschäftigt sich unter anderem mit der Hochschulentwicklung und der Hochschulorganisation.
Infakt am Donnerstag, 29. März 2007
Mehr Geld für niedersachsens Wissenschaft
Niedersachsens Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhalten in Zukunft doppelt soviel Geld für die Zusammenarbeit von Wissenschaften und Wirtschaft.
Dass geht aus einem neuen Förderkonzept zum Wissens- und Technologietransfer hervor.
Die Fördersumme des Landes Niedersachsens steigt demnach, neben einer inhaltlichen Neustrukturierung, von 20 Millionen auf rund 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2013.
Durch die Erhöhunmg der Födermittel wird eine Verbesserung bei der Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft angestrebt.
Ebenfalls soll durch mehr Fördermittel die regionale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Beschäftigung erhöht werden.
Aklohol und Tabak gefährlicher als Cannabis
Die Drogen Alkohol und Tabak sind gefährlicher als Cannabis und Ecstasy.
Dass geht aus einem von britischen Wissenschaftlern erstellten Ranking hervor.
In dem Ranking wurden die körperlichen und sozialen Folgen, wie auch das Suchtpotential legaler und illegaler Drogen berücksichtigt.
Als gefährlichste Drogen stufen die rund vierzig britischen Suchtexperten Heroin, Kokain und Schlafmittel ein.
Auf dem fünften Rang folgt bereits Alkohol, an neunter Stelle liegt Tabak und auf Platz 11 Cannabis.
Durch die erstellte Gefahrenskala soll eine effektive Disskussion zu den Risiken von Drogen ermöglicht werden.
Präsident der Kultusministerkonferenz spricht sich gegen NC aus
Der Präsident der Kultusministerkonferenz Prof. Dr. Jürgen Zöllner spricht sich dafür aus neue Rahmenbedingungen für ein Hochschulstudium in Deutschland zu schaffen. „Die Gesellschaft brauche mehr Studierende“ so Zöllner im Magazin der Deutschen Studentenwerke DSW-Journal. Außerdem sollten die Hochschulen vernünftige Studienplätze schaffen und die Einführung vom Numerus Clausus überdenken. Der Präsident der Kulutsministerkonferenz spricht im weiteren dafür aus, dass Bund und Länder zusammen daran arbeiten den jungen Menschen die Angst vor einer Kreditaufnahme und einem unkalkulierbaren Schuldenberg zu nehmen. Prof. Dr. Zöllner hält auch die Einführung von einer Excellenzinitiative für die Lehre für unabdingbar.
Rindfleischgenuss während der Schwangerschaft schädigt die Potenz der männlichen Nachkommen
Viel Rindfleisch in der Schwangerschaft kann den Samen der männlichen Nachkommen schädigen. Dies fanden US-amerikanische Forscher bei Samenproben und Befragungen über die Ernährung der Mütter in der Schwangerschaft heraus. Zurückzuführen sei dies auf den Einsatz von künstlichen Wachstumshormonen bei der Zucht von Rindern. Diese Hormone sollen einen negativen Effekt auf die Entwicklung der Hoden haben. In den USA werden Wachstumshormone wie Östradiol und Progesteron seit 1954 in der Rinderzucht eingesetzt. In Europa dagegen ist der Einsatz solcher Hormone seit 1988 verboten.
Chemiker erfinden meerwasserlösliches Plastik
US-amerikanische Chemiker haben ein Plastik entwickelt, das sich in Salzwasser rückstandslos auflöst. Der Kunststoff soll sich innerhalb von 20 Tagen in salzigem Wasser vollständig auflösen können ohne giftige Rückstände zu hinterlassen. Außerdem, so das Forscherteam aus Hattiesburg, sei das Plastik schwerer als Wasser und sinke so bis zu seiner Zersetzung auf den Meeresgrund. Das neuartige Plastik soll das Problem der zunehmend vermüllten Weltmeere lindern und auf Schiffen als Abdeckplane oder Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden. Die Ozeane werden jährlich mit 10.000 Tonnen Plastikmüll verschmutzt, die die Tier- und Pflanzenwelt bedrohen.
Infakt am Mittwoch, 28. März 2007
1500 Bäume im Bielefelder Stadtwald gepflanzt
Auf Initiative des Alumni e.V. der Fachhochschule des Mittelstandes pflanzten Absolventinnen und Absolventen der FHM circa 1500 junge Bäume im Bielefelder Stadtwald. Die Absolventenvereinigung der FHM unterstützte die Baumpflanzaktion zudem mit einer Spende in Höhe von 500,00 Euro für die Beschaffung der Setzlinge.
Mit der Aktion wollte die Vereinigung ihre Verbundenheit zum Studienort Bielefeld demonstrieren. Es sei zu wünschen, dass der FHM Alumni e.V. einmal so viele Mitgleider habe, wie Bäume gepflanzt wurden, so Jan-Erik Westerwelle, Vorsitzender des Vereins.
Bertelsmann Stiftung startet bundesweite Kampagne
Die Bertelsmann Stiftung sucht deutschlandweit nach mittelständigen Unternehmen, die sich in ihrer Region gemeinnützig engagieren. Unter dem Motto „Unternehmen für die Region“ soll so die Vielfalt unternehmerischen Engagements aufgezeigt werden. Betriebe, die in ihrem direkten Umfeld Probleme wie Bildung, Umwelt oder soziale Benachteiligung behandeln, könnten sich auf einer online Landkarte eintragen. Geld und Größe des Unternehmens spielten dabei keine Rolle, so Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Wichtiger seien Einsatz und Ideen. Unterstützt wird die Stiftung bei der Kampagne von rund 20 namhaften Konzernen.
Praktika sollen endlich angemessen vergütet werden
Praktika sollen angemessen vergütet werden. So fordert es die so genannte „Generation Praktikum“ von der Bundesregierung. Geregelte Praktikumsverträge sollen vermeiden, dass Praktikanten als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Es sollten Gesetze geschaffen werden, die dem unmoralischen Handeln der Arbeitgeber einen Riegel vorschieben, so Olaf Götze, Sozialpolitikreferent des Asta der Universität Münster.
Eine Studie der „Generation Praktikum“ mit der Hans-Böckler-Stiftung hatte ergeben, dass 40 Prozent aller Studierender nach dem Abschluss ein Praktikum mache. Die Hälfte davon sei unbezahlt.
Hannover-Messe bietet Workshops für Jugendliche
Die Fraunhofer Gesellschaft gibt begabten Schülerinnen und Schülern die Chance, Forschungsluft zu schnuppern. Auf der Hannover-Messe vom 16. bis zum 20. April können Jugendliche sich mit aktuellen Hightech-Themen auseinandersetzen. Sie können im so genannten „Gläsernen Labor“ Workshops besuchen und sich näher über das Scholarship-Programm der Fraunhofer-Gesellschaft informieren.
Mit dem Projekt sollen gezielt junge und talentierte Menschen erreicht werden und einen Einblick in die Forschung des Fraunhofer erlangen, so Dr. Birgit Geiselbrechtinger, die Koordinatorin des Programms.
Die Fraunhofer-Talent-School ist ein bundesweit einzigartiges Programm, das Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich intensiv mit Forschungsthemen auseinanderzusetzen.
InFakt am Dienstag, 27. März 2007
Klage gegen Studiengebühren abgewiesen
Das Verwaltungsgericht Minden hat gestern das erste Urteil zu den nordrhein-westfälischen Studiengebühren gefällt.
Das Gericht wies die Klage des AstA Paderborn ab. Der hatte stellvertretend für eine Studentin die Rückzahlung der Studiengebühren in Höhe von 500 Euro für das Wintersemester 2006/2007 gefordert. Unter anderem berief er sich dabei auf den UN-Sozialpakt. Der in Deutschland im Jahr 1976 in Kraft getretene Pakt fordert die Hochschulbildung für alle Schichten zu öffnen, insbesondere durch Einführung der Unentgeltlichkeit für ein Studium, wie es in dem Dokument heißt. Das Gericht entschied jedoch, dass ein Verbot von Studiengebühren nur Mittel zum Zweck, nämlich der Chancengleichheit im Bildungswesen, sein sollte. Studiengebühren, die keinen abschreckenden Charakter hätten, sind nach Ansicht des Gerichts deshalb kein Verstoß gegen den Sozialpakt.
Unterschlagungsskandal an Gelsenkirchener FH
Der Haushaltskontrollausschuss am Düsseldorfer Landtag beschäftigt sich heute mit einem Unterschlagungsskandal an der Fachhochschule Gelsenkirchen.
Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Landesrechnungshofes wurden dort seit Jahren Fördergelder in Millionenhöhe veruntreut. Demnach wurden gezielt Restmittel kurz vor dem Auslaufen von Förderprogrammen abgerufen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht das Inkubator-Zentrum Emscher-Lippe an der FH. Das Zentrum bietet Existenzgründern Beratung und Kapital. Es habe die Fördermittel des Landes in Höhe von 7,1 Millionen Euro weitgehend zweckwidrig und unwirtschaftliche verwendet, so der Rechnungshof. Drei Professoren und ein ehemaliger Mitarbeiter sitzen derzeit in Untersuchungshaft.
SPD fordert „Große BAföG-Reform“
Die SPD-Spitze hat sich für eine „große BAföG-Reform“ ausgesprochen.
Demnach sollten Fördersätze und Elternfreibeträge spürbar erhöht werden. Das hat der Parteivorstand gestern einstimmig beschlossen. Auch der Kreis der BAföG-Berechtigten solle erweitert werden. Bundesbildungsministerin Anette Schavan von der CDU hatte im Februar eine „kleine BAföG-Novelle“ vorgelegt, die aber nicht zu wesentlichen Erhöhungen der Fördersätze geführt hat. Auch der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Rolf Dobischat, fordert eine Erhöhung der Bedarfssätze von Studierenden um mindestens 10%.
Staat bleibt auf Ausbildungskosten für Akademiker sitzen
Trotz ihres guten Einkommens zahlen Akademiker die Kosten ihrer Hochschulbildung nicht über ihre Steuerzahlungen zurück.
Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der FdP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Demnach sei die Ausbildung eines Mediziners durchschnittlich rund 265.000 Euro mehr wert, als im späteren Berufsleben über Steuern an die Universität zurück fließe. Bei den Sprach- und Kulturwissenschaften seien es noch knapp 45.000 Euro. Bei den Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften betrage die Differenz rund 7.000 Euro. Nach Angaben der Friedrich-Naumann-Stiftung stellt die Studie Leistungen, die die Akademiker in Form von Hochschulbildung erhalten, ihren hochschulbezogenen Steuerlasten gegenüber.
SPD: Förderung ostdeutscher Hochschulen
Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Wolfgang Tiefensee (SPD), hat sich für die gezielte Förderung ostdeutscher Hochschulen ausgesprochen.
Bei einem Besuch des Berliner Charité-Campus am Montag sagte er, der Bund müsse in den neuen Ländern Prioritäten setzten. Das gute Abschneiden der Berliner Humboldt-Universität bei der Exzellenzinitiative zeige exemplarisch, zu welchen Leistungen die ostdeutschen Universitäten nach ihrem schnellen Aufholprozess fähig seien. Ein Defizit sieht Tiefensee jedoch immer noch bei der industrienahen Forschung an ostdeutschen Hochschulen. Von den 46 Milliarden Euro, die dafür im Jahr bundesweit ausgegeben würden, fließe nur eine Milliarde in die neuen Länder.
Online-Abstimmung über Einsatz von Studiengebühren
Die Studierenden an der Universität Duisburg-Essen haben in einer Online-Umfrage über den Einsatz ihrer Studiengebühren abgestimmt.
Demnach befürwortet mehr als ein Drittel eine Verbesserung der Lehrveranstaltungen, beispielsweise durch kleinere Lerngruppen. Darüber hinaus fordern die Studierenden bauliche Maßnahmen und eine Verbesserung des Serviceangebots, sowie eine verbesserte Literatur- und Medienversorgung. An der umfrage hatten sich rund 2500 Studierende beteiligt.
Zivile Sicherheitsforschung in Europa
Die EU will den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus enger verzahnen und dazu auch die zivile Sicherheitsforschung in Europa vorantreiben.
Das kündigten die Vize-Kommissionspräsiden Günther Verheugen und Franco Frattini gestern auf einer Konferenz mit rund 1000 Experten in Berlin an. Ziel ist ein besserer Schutz von Strom-, Verkehrs-, und Kommunikationswegen etwa vor Terroranschlägen. Dazu werde eine Sicherheitsforschung auf europäischer Ebene benötigt, die bis 2013 mit rund 1,4 Milliarden Euro gefördert werden soll.
InFakt am Montag, 26. März 2007
Verwaltungsgericht verhandelt über Studiengebühren
Heute verhandelt das Verwaltungsgericht Minden in einem Musterverfahren über die Rechtmäßigkeit von Studiengebühren. Es handelt sich um die erste Entscheidung in Nordrhein-Westfalen. Geklagt hat die Studierendenschaft der Universität Paderborn, die der Auffassung ist, Studiengebühren verstoßen gegen höherrangiges Recht.
uDie Universität Paderborn erhebt seit diesem Wintersemester Gebühren von 500 Euro je Semester. Auch eine Studierende der Universität Bielefeld hatte vor dem Gericht in Minden eine Klage gegen den Beitragsbescheid zur Zahlung der Studienbeiträge eingereicht.
Spitzenzentrum für Onkologie
Das "Centrum für Integrierte Onkologie Köln-Bonn" wird als eines von vier Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe mit drei Millionen Euro gefördert. In einem bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Krebshilfe überzeugte das Krebszentrum die Jury mit seiner engen Verzahnung von Forschung und Kliniken und einer konsequenten Zusammenarbeit der Krebsexperten in der Region. Die weitere Stärkung der Medizinforschung in Nordrhein-Westfalen ist wesentlicher Bestandteil der Pläne der Landesregierung für ein neues Hochschulmedizingesetz. Das geplante Gesetz soll ähnlich wie das Hochschulfreiheitsgesetz für die Universitäten und Fachhochschulen zukünftig der Hochschulmedizin neue Gestaltungsmöglichkeiten und damit eine stärkere Forschungsorientierung, eine klare Profilbildung und eine unternehmerische Führung ermöglichen.
Neue Leitng der FH Gelsenkirchen
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie Nordrhein-Westfalen hat die Leitung der Fachhochschule Gelsenkirchen vorübergehend an einen staatlichen Beauftragten übergeben. Ministerialdirigent Heiner Kleffner übernimmt die Aufgaben des Rektorats und stellt damit sicher, dass die Beschäftigten und Studierenden der FH Gelsenkirchen ihre Arbeit ohne Einschränkung fortsetzen können. Notwendig wurde die Einsetzung eines staatlichen Beauftragten an der FH Gelsenkirchen, weil das ursprünglich sechsköpfige Rektorat nach der Beurlaubung des Rektors und des Kanzlers sowie der vorangegangenen Verhaftung eines Prorektors nicht mehr beschlussfähig war. An der FH Gelesenkirchen war es zu einem Betrugsskandal gekommen, einigen Mitarbeitern wird vorgeworfen Fördergelder des Landes erschlichen zu haben, um diese dann in die eigene Tasche abzuzweigen.
FH Düsseldorf vertagt Entscheidung über Studiengebühren
Der Senat der FH Düsseldorf hat auf einer Sitzung die Behandlung des Themas Studiengebühren weiter vertagt. Dies geschah auf Antrag eines studentischen Mitgliedes. Begründet wurde der Antrag damit, dass der Senat das Thema bereits "intensiv diskutiert" und "die Einführung von Studiengebühren mehrfach abgelehnt" habe. AStA-Vorsitzende Claudia Wozniak sieht das Abstimmungsergebnis als klares Votum gegen Studiengebühren. Selbst wenn der Senat das Thema auf seiner nächsten Sitzung erneut behandeln sollte, dürften Studiengebühren für die laufende Legislaturperiode des Senates und damit für das Wintersemester 2007/2008 vom Tisch sein, so die ASTA- Vorsitzende. Die nächste Sitzung findet morgen statt.
Viele deutsche Erasmus Studierende
Deutsche Hochschüler sind, wenn es um das Studieren im Ausland geht am mobilsten. Im Hochschuljahr 2005/2006 nahmen rund 24tausend Studierende am EU-Austauschprogramm Erasmus teil. Das waren nicht nur mehr deutsche Austauschstudenten als je zuvor, sondern auch mehr als aus jedem anderen europäischen Land. Dies geht aus einer Auswertung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts hervor.
NRW führt Zentralabi ein
Heute beginnt in Nordrhein-Westfalen das erste Zentralabitur. Dabei werden die Aufgaben zum ersten Mal nicht mehr von den Lehrkräften vor Ort selbst gestellt, sondern landesweit zentral vorgegeben. Die Schulen erhalten die Klausuren auf elektronischem Weg per Download. Während der zentralen Prüfungen beobachten Mitarbeiter des Schulministeriums auch das Internet, um auszuschließen, dass Aufgaben vorher dort verbreitet werden. Die schriftlichen Klausuren für die rund 64.000 Abiturientinnen und Abiturienten finden bis zum 26. April statt.
Widerstand gegen Baupläne der Uni
Der Widerstand gegen die Pläne für einen neuen Hochschulcampus Bielefeld an der Langen Lage formiert sich. Am Samstag gründete die Bürgerinitiative BILL dazu einen Verein, um dem Protest Nachdruck zu verleihen. Die Initiative wehrt sich gegen Pläne der Universität Bielefeld an der Langen Lage ein Max-Planck-Institut und ein weiteres Gebäude der Uni zu errichten, da die Lange Lage ein Naherholungsgebiet ist und sich für die Stadt hohe Erschließungskosten ergeben würden. Statt dessen schlägt die Bürgerinitiative BILL vor, die Universitätsgebäude auf einem Areal hinter dem Hauptbahnhof zu errichten.
InFakt am Freitag. 30. März 2007
Pinkwart glaubt an Verbesserung des Studiums
NRWs Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, glaubt an eine Verbesserung des Studiums durch Studiengebühren.
Dies teilte das Ministerium gestern in einer Pressemiteilung mit.
Alle Einnahmen aus Studienbeiträgen müssen für die Verbesserung von Studium und Lehre eingesetzt werden, versicherte Pinkwart.
Die Studierenden werden genau verfolgen können, wofür die Mittel eingesetzt würden, sagte Pinkwart weiter.
Mit dem Start des Sommersemester werden 27 Hochschulen in NRW Studiengebühren erheben.
BMBF fördert stärksten Magneten der Welt
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den stärksten Magneten der Welt.
Das gab das Ministerium gestern in einer Pressemitteilung bekannt.
Mit 16 Millionen Euro wird das BMBF den Betrieb des Hochfeldmagneten unterstützen.
Ziel ist es, nationale und internationale Forscher zu Grundlagenforschungen an das Hahn-Meitner-Institut in Berlin zu locken.
Mit diesem Großgerät würde das Hahn-Meitner-Institut selber zu einem Magnet für Forscher, so Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im BMBF.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet noch bis morgen die Fachkonferenz „Wissen und Handeln - Forschungsstrategien für die Bildungspolitik“.
Experten aus 25 Ländern beraten in Frankfurt über das Verhältnis von Bildungsforschung und Bildungspolitik.
Bildungspolitik könne ihre Herausforderungen nur erfüllen, wenn sie sich dabei auf gesicherte Erkenntnisse stützen kann, so Andreas Storm, parlamentarischer Staatssekretär des BMBF.
Ziel der Tagung soll es sein, die Bildungsforschung in Zukunft zu stärken, sagte Storm weiter.
DHV sucht Hochschullehrer des Jahres 2007
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) sucht den Hochschullehrer des Jahres 2007.
Gesucht werden Lehrer, die das Ansehen des Berufsstandes in der Öffentlichkeit gefördert haben.
Mit dem Preis will der DHV den Beruf des Hochschullehrers einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren.
( Professoren engagierten sich nämlich nicht nur in Forschung und Lehre, so DHV Präsident Bernhart Kempen.)
Bis zum 30. Juni können noch Kandidaten vorgeschlagen werden.
Der DHV-Preis wird zum zweiten Mal vergeben und ist mit 5000 Euro dotiert.
FZS kritisiert den Hochschulpakt 2020
Der freie Zusammenschluss von Studentinenschaften(fzs) kritisiert den Hochschulpakt 2020.
Unter anderem kritisierte der fzs, dass die Schaffung von neuen Studienplätzen nicht ausreiche, um den Bedarf zu decken.
Das angestrebte Ziel von 90.000 neuen Plätzen sei weder ambitioniert noch ausreichend, so Katharina Binz, Sprecherin des fzs.
Weiterhin werde ein Großteil der Mittel in die Forschung inverstiert, die Priortät müsse jedoch auf der Lehre liegen, so Binz weiter.
Gestern debattierte der Bundestag über die konkrete Umsetzung des Hochschulpaktes 2020.
HIS veranstaltet vom Forum für Organistaionsentwicklung
Die Hochschul-Informations-System GmbH veranstaltet vom 22. - 23. Mai ein Forum für Organistaionsentwicklung.
Das Forum in Hannover richtet sich an Hochschulen, die dementsprechende Projekte planen.
Organisationsentwicklung ist die Neu- oder Umgestaltung von Strukturen und Prozessen.
Ziel der Veranstaltung ist es, die Organistationsentwicklung an den Hochschulen zu vernetzen.
Das HIS beschäftigt sich unter anderem mit der Hochschulentwicklung und der Hochschulorganisation.
Infakt am Donnerstag, 29. März 2007
Mehr Geld für niedersachsens Wissenschaft
Niedersachsens Hochschulen und Forschungseinrichtungen erhalten in Zukunft doppelt soviel Geld für die Zusammenarbeit von Wissenschaften und Wirtschaft.
Dass geht aus einem neuen Förderkonzept zum Wissens- und Technologietransfer hervor.
Die Fördersumme des Landes Niedersachsens steigt demnach, neben einer inhaltlichen Neustrukturierung, von 20 Millionen auf rund 50 Millionen Euro bis zum Jahr 2013.
Durch die Erhöhunmg der Födermittel wird eine Verbesserung bei der Zusammenarbeit von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft angestrebt.
Ebenfalls soll durch mehr Fördermittel die regionale Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Beschäftigung erhöht werden.
Aklohol und Tabak gefährlicher als Cannabis
Die Drogen Alkohol und Tabak sind gefährlicher als Cannabis und Ecstasy.
Dass geht aus einem von britischen Wissenschaftlern erstellten Ranking hervor.
In dem Ranking wurden die körperlichen und sozialen Folgen, wie auch das Suchtpotential legaler und illegaler Drogen berücksichtigt.
Als gefährlichste Drogen stufen die rund vierzig britischen Suchtexperten Heroin, Kokain und Schlafmittel ein.
Auf dem fünften Rang folgt bereits Alkohol, an neunter Stelle liegt Tabak und auf Platz 11 Cannabis.
Durch die erstellte Gefahrenskala soll eine effektive Disskussion zu den Risiken von Drogen ermöglicht werden.
Präsident der Kultusministerkonferenz spricht sich gegen NC aus
Der Präsident der Kultusministerkonferenz Prof. Dr. Jürgen Zöllner spricht sich dafür aus neue Rahmenbedingungen für ein Hochschulstudium in Deutschland zu schaffen. „Die Gesellschaft brauche mehr Studierende“ so Zöllner im Magazin der Deutschen Studentenwerke DSW-Journal. Außerdem sollten die Hochschulen vernünftige Studienplätze schaffen und die Einführung vom Numerus Clausus überdenken. Der Präsident der Kulutsministerkonferenz spricht im weiteren dafür aus, dass Bund und Länder zusammen daran arbeiten den jungen Menschen die Angst vor einer Kreditaufnahme und einem unkalkulierbaren Schuldenberg zu nehmen. Prof. Dr. Zöllner hält auch die Einführung von einer Excellenzinitiative für die Lehre für unabdingbar.
Rindfleischgenuss während der Schwangerschaft schädigt die Potenz der männlichen Nachkommen
Viel Rindfleisch in der Schwangerschaft kann den Samen der männlichen Nachkommen schädigen. Dies fanden US-amerikanische Forscher bei Samenproben und Befragungen über die Ernährung der Mütter in der Schwangerschaft heraus. Zurückzuführen sei dies auf den Einsatz von künstlichen Wachstumshormonen bei der Zucht von Rindern. Diese Hormone sollen einen negativen Effekt auf die Entwicklung der Hoden haben. In den USA werden Wachstumshormone wie Östradiol und Progesteron seit 1954 in der Rinderzucht eingesetzt. In Europa dagegen ist der Einsatz solcher Hormone seit 1988 verboten.
Chemiker erfinden meerwasserlösliches Plastik
US-amerikanische Chemiker haben ein Plastik entwickelt, das sich in Salzwasser rückstandslos auflöst. Der Kunststoff soll sich innerhalb von 20 Tagen in salzigem Wasser vollständig auflösen können ohne giftige Rückstände zu hinterlassen. Außerdem, so das Forscherteam aus Hattiesburg, sei das Plastik schwerer als Wasser und sinke so bis zu seiner Zersetzung auf den Meeresgrund. Das neuartige Plastik soll das Problem der zunehmend vermüllten Weltmeere lindern und auf Schiffen als Abdeckplane oder Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden. Die Ozeane werden jährlich mit 10.000 Tonnen Plastikmüll verschmutzt, die die Tier- und Pflanzenwelt bedrohen.
Infakt am Mittwoch, 28. März 2007
1500 Bäume im Bielefelder Stadtwald gepflanzt
Auf Initiative des Alumni e.V. der Fachhochschule des Mittelstandes pflanzten Absolventinnen und Absolventen der FHM circa 1500 junge Bäume im Bielefelder Stadtwald. Die Absolventenvereinigung der FHM unterstützte die Baumpflanzaktion zudem mit einer Spende in Höhe von 500,00 Euro für die Beschaffung der Setzlinge.
Mit der Aktion wollte die Vereinigung ihre Verbundenheit zum Studienort Bielefeld demonstrieren. Es sei zu wünschen, dass der FHM Alumni e.V. einmal so viele Mitgleider habe, wie Bäume gepflanzt wurden, so Jan-Erik Westerwelle, Vorsitzender des Vereins.
Bertelsmann Stiftung startet bundesweite Kampagne
Die Bertelsmann Stiftung sucht deutschlandweit nach mittelständigen Unternehmen, die sich in ihrer Region gemeinnützig engagieren. Unter dem Motto „Unternehmen für die Region“ soll so die Vielfalt unternehmerischen Engagements aufgezeigt werden. Betriebe, die in ihrem direkten Umfeld Probleme wie Bildung, Umwelt oder soziale Benachteiligung behandeln, könnten sich auf einer online Landkarte eintragen. Geld und Größe des Unternehmens spielten dabei keine Rolle, so Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung. Wichtiger seien Einsatz und Ideen. Unterstützt wird die Stiftung bei der Kampagne von rund 20 namhaften Konzernen.
Praktika sollen endlich angemessen vergütet werden
Praktika sollen angemessen vergütet werden. So fordert es die so genannte „Generation Praktikum“ von der Bundesregierung. Geregelte Praktikumsverträge sollen vermeiden, dass Praktikanten als billige Arbeitskräfte ausgenutzt werden. Es sollten Gesetze geschaffen werden, die dem unmoralischen Handeln der Arbeitgeber einen Riegel vorschieben, so Olaf Götze, Sozialpolitikreferent des Asta der Universität Münster.
Eine Studie der „Generation Praktikum“ mit der Hans-Böckler-Stiftung hatte ergeben, dass 40 Prozent aller Studierender nach dem Abschluss ein Praktikum mache. Die Hälfte davon sei unbezahlt.
Hannover-Messe bietet Workshops für Jugendliche
Die Fraunhofer Gesellschaft gibt begabten Schülerinnen und Schülern die Chance, Forschungsluft zu schnuppern. Auf der Hannover-Messe vom 16. bis zum 20. April können Jugendliche sich mit aktuellen Hightech-Themen auseinandersetzen. Sie können im so genannten „Gläsernen Labor“ Workshops besuchen und sich näher über das Scholarship-Programm der Fraunhofer-Gesellschaft informieren.
Mit dem Projekt sollen gezielt junge und talentierte Menschen erreicht werden und einen Einblick in die Forschung des Fraunhofer erlangen, so Dr. Birgit Geiselbrechtinger, die Koordinatorin des Programms.
Die Fraunhofer-Talent-School ist ein bundesweit einzigartiges Programm, das Jugendlichen die Möglichkeit bietet, sich intensiv mit Forschungsthemen auseinanderzusetzen.
InFakt am Dienstag, 27. März 2007
Klage gegen Studiengebühren abgewiesen
Das Verwaltungsgericht Minden hat gestern das erste Urteil zu den nordrhein-westfälischen Studiengebühren gefällt.
Das Gericht wies die Klage des AstA Paderborn ab. Der hatte stellvertretend für eine Studentin die Rückzahlung der Studiengebühren in Höhe von 500 Euro für das Wintersemester 2006/2007 gefordert. Unter anderem berief er sich dabei auf den UN-Sozialpakt. Der in Deutschland im Jahr 1976 in Kraft getretene Pakt fordert die Hochschulbildung für alle Schichten zu öffnen, insbesondere durch Einführung der Unentgeltlichkeit für ein Studium, wie es in dem Dokument heißt. Das Gericht entschied jedoch, dass ein Verbot von Studiengebühren nur Mittel zum Zweck, nämlich der Chancengleichheit im Bildungswesen, sein sollte. Studiengebühren, die keinen abschreckenden Charakter hätten, sind nach Ansicht des Gerichts deshalb kein Verstoß gegen den Sozialpakt.
Unterschlagungsskandal an Gelsenkirchener FH
Der Haushaltskontrollausschuss am Düsseldorfer Landtag beschäftigt sich heute mit einem Unterschlagungsskandal an der Fachhochschule Gelsenkirchen.
Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und des Landesrechnungshofes wurden dort seit Jahren Fördergelder in Millionenhöhe veruntreut. Demnach wurden gezielt Restmittel kurz vor dem Auslaufen von Förderprogrammen abgerufen. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht das Inkubator-Zentrum Emscher-Lippe an der FH. Das Zentrum bietet Existenzgründern Beratung und Kapital. Es habe die Fördermittel des Landes in Höhe von 7,1 Millionen Euro weitgehend zweckwidrig und unwirtschaftliche verwendet, so der Rechnungshof. Drei Professoren und ein ehemaliger Mitarbeiter sitzen derzeit in Untersuchungshaft.
SPD fordert „Große BAföG-Reform“
Die SPD-Spitze hat sich für eine „große BAföG-Reform“ ausgesprochen.
Demnach sollten Fördersätze und Elternfreibeträge spürbar erhöht werden. Das hat der Parteivorstand gestern einstimmig beschlossen. Auch der Kreis der BAföG-Berechtigten solle erweitert werden. Bundesbildungsministerin Anette Schavan von der CDU hatte im Februar eine „kleine BAföG-Novelle“ vorgelegt, die aber nicht zu wesentlichen Erhöhungen der Fördersätze geführt hat. Auch der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Rolf Dobischat, fordert eine Erhöhung der Bedarfssätze von Studierenden um mindestens 10%.
Staat bleibt auf Ausbildungskosten für Akademiker sitzen
Trotz ihres guten Einkommens zahlen Akademiker die Kosten ihrer Hochschulbildung nicht über ihre Steuerzahlungen zurück.
Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der FdP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung. Demnach sei die Ausbildung eines Mediziners durchschnittlich rund 265.000 Euro mehr wert, als im späteren Berufsleben über Steuern an die Universität zurück fließe. Bei den Sprach- und Kulturwissenschaften seien es noch knapp 45.000 Euro. Bei den Rechts- Wirtschafts- und Sozialwissenschaften betrage die Differenz rund 7.000 Euro. Nach Angaben der Friedrich-Naumann-Stiftung stellt die Studie Leistungen, die die Akademiker in Form von Hochschulbildung erhalten, ihren hochschulbezogenen Steuerlasten gegenüber.
SPD: Förderung ostdeutscher Hochschulen
Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Wolfgang Tiefensee (SPD), hat sich für die gezielte Förderung ostdeutscher Hochschulen ausgesprochen.
Bei einem Besuch des Berliner Charité-Campus am Montag sagte er, der Bund müsse in den neuen Ländern Prioritäten setzten. Das gute Abschneiden der Berliner Humboldt-Universität bei der Exzellenzinitiative zeige exemplarisch, zu welchen Leistungen die ostdeutschen Universitäten nach ihrem schnellen Aufholprozess fähig seien. Ein Defizit sieht Tiefensee jedoch immer noch bei der industrienahen Forschung an ostdeutschen Hochschulen. Von den 46 Milliarden Euro, die dafür im Jahr bundesweit ausgegeben würden, fließe nur eine Milliarde in die neuen Länder.
Online-Abstimmung über Einsatz von Studiengebühren
Die Studierenden an der Universität Duisburg-Essen haben in einer Online-Umfrage über den Einsatz ihrer Studiengebühren abgestimmt.
Demnach befürwortet mehr als ein Drittel eine Verbesserung der Lehrveranstaltungen, beispielsweise durch kleinere Lerngruppen. Darüber hinaus fordern die Studierenden bauliche Maßnahmen und eine Verbesserung des Serviceangebots, sowie eine verbesserte Literatur- und Medienversorgung. An der umfrage hatten sich rund 2500 Studierende beteiligt.
Zivile Sicherheitsforschung in Europa
Die EU will den gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus enger verzahnen und dazu auch die zivile Sicherheitsforschung in Europa vorantreiben.
Das kündigten die Vize-Kommissionspräsiden Günther Verheugen und Franco Frattini gestern auf einer Konferenz mit rund 1000 Experten in Berlin an. Ziel ist ein besserer Schutz von Strom-, Verkehrs-, und Kommunikationswegen etwa vor Terroranschlägen. Dazu werde eine Sicherheitsforschung auf europäischer Ebene benötigt, die bis 2013 mit rund 1,4 Milliarden Euro gefördert werden soll.
InFakt am Montag, 26. März 2007
Verwaltungsgericht verhandelt über Studiengebühren
Heute verhandelt das Verwaltungsgericht Minden in einem Musterverfahren über die Rechtmäßigkeit von Studiengebühren. Es handelt sich um die erste Entscheidung in Nordrhein-Westfalen. Geklagt hat die Studierendenschaft der Universität Paderborn, die der Auffassung ist, Studiengebühren verstoßen gegen höherrangiges Recht.
uDie Universität Paderborn erhebt seit diesem Wintersemester Gebühren von 500 Euro je Semester. Auch eine Studierende der Universität Bielefeld hatte vor dem Gericht in Minden eine Klage gegen den Beitragsbescheid zur Zahlung der Studienbeiträge eingereicht.
Spitzenzentrum für Onkologie
Das "Centrum für Integrierte Onkologie Köln-Bonn" wird als eines von vier Spitzenzentren der Deutschen Krebshilfe mit drei Millionen Euro gefördert. In einem bundesweiten Wettbewerb der Deutschen Krebshilfe überzeugte das Krebszentrum die Jury mit seiner engen Verzahnung von Forschung und Kliniken und einer konsequenten Zusammenarbeit der Krebsexperten in der Region. Die weitere Stärkung der Medizinforschung in Nordrhein-Westfalen ist wesentlicher Bestandteil der Pläne der Landesregierung für ein neues Hochschulmedizingesetz. Das geplante Gesetz soll ähnlich wie das Hochschulfreiheitsgesetz für die Universitäten und Fachhochschulen zukünftig der Hochschulmedizin neue Gestaltungsmöglichkeiten und damit eine stärkere Forschungsorientierung, eine klare Profilbildung und eine unternehmerische Führung ermöglichen.
Neue Leitng der FH Gelsenkirchen
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie Nordrhein-Westfalen hat die Leitung der Fachhochschule Gelsenkirchen vorübergehend an einen staatlichen Beauftragten übergeben. Ministerialdirigent Heiner Kleffner übernimmt die Aufgaben des Rektorats und stellt damit sicher, dass die Beschäftigten und Studierenden der FH Gelsenkirchen ihre Arbeit ohne Einschränkung fortsetzen können. Notwendig wurde die Einsetzung eines staatlichen Beauftragten an der FH Gelsenkirchen, weil das ursprünglich sechsköpfige Rektorat nach der Beurlaubung des Rektors und des Kanzlers sowie der vorangegangenen Verhaftung eines Prorektors nicht mehr beschlussfähig war. An der FH Gelesenkirchen war es zu einem Betrugsskandal gekommen, einigen Mitarbeitern wird vorgeworfen Fördergelder des Landes erschlichen zu haben, um diese dann in die eigene Tasche abzuzweigen.
FH Düsseldorf vertagt Entscheidung über Studiengebühren
Der Senat der FH Düsseldorf hat auf einer Sitzung die Behandlung des Themas Studiengebühren weiter vertagt. Dies geschah auf Antrag eines studentischen Mitgliedes. Begründet wurde der Antrag damit, dass der Senat das Thema bereits "intensiv diskutiert" und "die Einführung von Studiengebühren mehrfach abgelehnt" habe. AStA-Vorsitzende Claudia Wozniak sieht das Abstimmungsergebnis als klares Votum gegen Studiengebühren. Selbst wenn der Senat das Thema auf seiner nächsten Sitzung erneut behandeln sollte, dürften Studiengebühren für die laufende Legislaturperiode des Senates und damit für das Wintersemester 2007/2008 vom Tisch sein, so die ASTA- Vorsitzende. Die nächste Sitzung findet morgen statt.
Viele deutsche Erasmus Studierende
Deutsche Hochschüler sind, wenn es um das Studieren im Ausland geht am mobilsten. Im Hochschuljahr 2005/2006 nahmen rund 24tausend Studierende am EU-Austauschprogramm Erasmus teil. Das waren nicht nur mehr deutsche Austauschstudenten als je zuvor, sondern auch mehr als aus jedem anderen europäischen Land. Dies geht aus einer Auswertung des Deutschen Akademischen Austauschdiensts hervor.
NRW führt Zentralabi ein
Heute beginnt in Nordrhein-Westfalen das erste Zentralabitur. Dabei werden die Aufgaben zum ersten Mal nicht mehr von den Lehrkräften vor Ort selbst gestellt, sondern landesweit zentral vorgegeben. Die Schulen erhalten die Klausuren auf elektronischem Weg per Download. Während der zentralen Prüfungen beobachten Mitarbeiter des Schulministeriums auch das Internet, um auszuschließen, dass Aufgaben vorher dort verbreitet werden. Die schriftlichen Klausuren für die rund 64.000 Abiturientinnen und Abiturienten finden bis zum 26. April statt.
Widerstand gegen Baupläne der Uni
Der Widerstand gegen die Pläne für einen neuen Hochschulcampus Bielefeld an der Langen Lage formiert sich. Am Samstag gründete die Bürgerinitiative BILL dazu einen Verein, um dem Protest Nachdruck zu verleihen. Die Initiative wehrt sich gegen Pläne der Universität Bielefeld an der Langen Lage ein Max-Planck-Institut und ein weiteres Gebäude der Uni zu errichten, da die Lange Lage ein Naherholungsgebiet ist und sich für die Stadt hohe Erschließungskosten ergeben würden. Statt dessen schlägt die Bürgerinitiative BILL vor, die Universitätsgebäude auf einem Areal hinter dem Hauptbahnhof zu errichten.
InFakt am Freitag, 23. März 2007
Jena Ist Wissenschaftsstadt 2008
Jena ist „Stadt der Wissenschaft“ 2008. Das gab der „Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft“ gestern bekannt.
Jena setzte sich gegen den Mitbewerber Potsdam durch und erhält ein Preisgeld von 250 000 Euro.
Laut Stifterverband überzeugte Jena durch Kreativität und einem fortgeschrittenen Planungsstand zur Realisierung des Projektes.
Die Auszeichnung wird an Städte vergeben, die die Wissenschaft als Motor für die Entwicklung nutzen.
Hochschulen sollen auffälligige Studenten melden
Die Hochschulen in Bayern sollen potenziell islamistische Studierene melden. Das forderte gestern bayerns Innenminister Günther Beckstein.
Beckstein hält die Hochschulen an, auf Personen zu achten die sich auffällig fundamentalistisch verhalten.
Eine Analyse habe gezeigt, dass Extremisten teilweise aus Studentischen Kreisen kommen, so ein Sprecher des Verfassungsschutzes Bayern.
Wie Vertreter der Linken Parteien diese Forderung einschätzen, ist zur Zeit noch nicht bekannt.
NRW wehrt sich gegen Munzo-Bericht
NRW-Schulministerin Barbara Sommer wehrt sich gegen den Vorwurf, das deutsche Schulsystem verletze grundlegende Kinderrechte. Der Vorwurf, es gebe eine ausgeprägte Auslesementalität träfe nicht zu sagte Sommer.
Es werde auf individuelle Förderung gesetzt und auf die unterschiedlichen Lernvorraussetzungen der Schüler eingegangen, so Sommer weiter.
Am Mittwoch hatte der UNO Sonderberichterstatters Vernor Munoz das deutsche Schulsystem scharf kritisiert. In einem Bericht hatte er behauptet, dass deutsche Schulsystem benachteilige arme Kinder.
CHE will Studierende mit Kindern unterstützen
Gestern ist das Programm „Familie in der Hochschule“ des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) gestartet.
Das Programm soll Hochschulen bei der Umzusetzung familienfreundlicher Konzepte helfen.
Zusammen mit der Robert Bosch Stiftung wird das Centrum für Hochschulentwicklung vier Hochschulen finanziell unterstützen.
Der Anteil der Hochschulangehörigen mit Kind steige immer mehr an, so ein Sprecher des CHE.
Das CHE und die Robert Bosch Stiftung hoffen durch das Projekt neue Impulse für das Thema „Familie und Hochschule“ geben zu können.
Erste gemeinsame Tagung deutscher Statistiker an der Universität Bielefeld Die Universität Bielefeld ist Gastgeber der ersten internationalen Tagung der „Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik“. Die Tagung startet am 27. März unter dem Motto "Statistik 2007 - Statistik unter einem Dach". Damit sind erstmals die deutschen Statistiker aus elf Fachgesellschaften in einer gemeinsamen Tagung vereinigt. Mehrere hundert Teilnehmer werden vier Tage lang die neuesten Entwicklungen ihrer Disziplin diskutieren. Insgesamt sind 340 Vorträge/Beiträge angekündigt.
InFakt am Donnerstag, 22. März 2007
Ermittlungsverfahren abgeschlossen
Die Polizei hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang mit Straftaten rund um die Einführung von Studiengebühren an der Universität Bielefeld abgeschlossen. Dies wurde gestern bei der Vorstellung des Staatsschutzberichts für das Jahr 2006 bekannt. Bei der entscheidenden Senatssitzung im Juli vergangenen Jahres hatten Gebührengegner den Rektoratsflur gestürmt, dabei kam ein Generalschlüssel abhanden. Außerdem brannte es in der Folge mehrmals in der Universität. Auch das Auto von Rektor Dieter Timmermann wurde in Brand gesteckt. Die Polizei hatte deshalb mehrere Wohnungen durchsucht und Gebührengegener erkennungsdienstlich behandelt. Dirk Butenuth, Leiter des polizeilichen Staatsschutzes, erläutert die Ermittlungsergebnisse:
"Der Stand der Ermittlungen ist, dass es bei den Brandstiftungen keinen konkreten Tatverdacht gab, bei den Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch, wo der Schlüssel auch entwendet wurde, sehr wohl. Das Verfahren ist jetzt an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden und wird von dort bewertet."
Gen-Moskitos gegen Malaria
Forscher in den USA haben einen Durchbruch im Kampf gegen Malaria erreicht. Aktuelle Laborversuche ergaben, dass gentechnisch veränderte Moskitos ohne Malaria sich gegen ihre natürlichen Verwandten durchsetzen können.
Die gezüchteten Moskitos weisen eine um 50 Prozent geringere Sterblichkeitsrate auf und sind bedeutend fruchtbarer als die normalen Mücken. Deswegen könnten sie sich unter Realbedingungen nach einiger Zeit gegen ihre Artgenossen durchsetzen. Gleichzeitig warnen die Forscher aber vor unvorhersehbaren Folgen für das Ökosystem.
Malaria ist neben AIDS immer noch die gefährlichste Krankheit auf diesem Planeten. Jedes Jahr sterben an ihr bis zu 3 Millionen Menschen.
UNO-Kritik am deutschen Schulsystem
Das Deutsche Schulsystem verletzt grundlegende Kinderrechte. Dies geht aus dem Bericht des UNO Sonderberichterstatters Vernor Munoz hervor. Munoz legte seinen Bericht gestern dem UN-Menschenrechtsrat vor. Insbesondere die fehlende Chancengleichheit verletze das Diskriminierungsverbot der UN-Kinderrechtskonventionen.
Des weiteren kritisierte Munoz die Benachteiligung von Migrantenkindern und Flüchtlingen im Deutschen Schulsystem. In keinem anderen UNO-Mitgliedsstaat hänge der Bildungserfolg so stark von der sozialen Herkunft der Eltern ab wie in Deutschland.
Aus diesem Grund bittet Munoz die deutsche Regierung in seinem Bericht die Zergliederung des deutschen Schulsystems zu überdenken und auf die Ursachen für die fehlende Chancengleichheit zu untersuchen.
InFakt am Mittwoch, 21. März 2007
Uni Bielefeld wird rauchfrei
Heute stimmte der Senat der Universität Bielefeld für ein Rauchverbot an der Uni. Ab 1. Mai soll in Zukunft das Rauchen in der Unihalle verboten werden. Für die Raucher werden vor dem Gebäude extra Aschenbecher angebracht. Weitere Maßnahmen gab der Senat jedoch noch nicht bekannt. Auch die Durchsetzung des Rauchverbots ist noch nicht geklärt.
Bund soll für einheitliche Regeln für Hochschulen sorgen
Die Fraktion Die Linke fordert, dass die Bundesregierung das Hochschulrahmengesetz nicht aufhebt. Ohne zentrale Regeln bestehe die Gefahr, dass die Bundesländer stark voneinander abweichende Gesetze verabschiedeten. Außerdem solle die Regierung klären, wie die Hochschulzulassung und die Studienabschlüsse bundesweit einheitlich geregelt werden können. Dies soll bis spätestens zum 31. Juli 2008 geschehen. Die Föderalismusreform schreibe eine Aufhebung des Gesetzes nicht zwingend vor, heißt es in der Begründung.
Schavan setzt sich für engere Zusammenarbeit von Industrie und Forschung ein
In der Klimadebatte setzt sich Bundesforschungsministerin Annette Schavan für eine engere Zusammenarbeit von Industrie und Forschung ein. Auf dem Stuttgarter Symposium für Automobiltechnik kündigte die Ministerin gestern verschiedene Treffen an. Diese sollen in nächster Zeit mit den Forschungsvorständen der Autoindustrie, Vertretern anderer Branchen und den großen deutschen Forschungsinstitutionen stattfinden. Ziel ist es, Innovationsallianzen zu schmieden und gemeinsam mit der Politik ein Gesamtkonzept zu entwickeln.
Professoren kritisieren deutsches Hochschulsystem
Deutschlands Uni-Professoren haben auf dem jährlichen Hochschulverbandstag des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) das Hochschulsystem kritisiert. Deutschland brauche mehr Professoren, um das zahlenmäßige Verhältnis von Studierenden pro Professor von 60:1 zu verbessern. Mit der aktuellen Relation seien die Unis international nicht konkurrenzfähig. Weiterhin sprachen sich die Professoren auch gegen die Einstellung von Lehrkräften aus, die hauptsächlich zum Unterrichten eingesetzt werden (Lecturer). Diese seien zwar kostengünstig, könnten aber keine hochwertige Lehre bieten.
“Große Bafög-Reform ab 2008
Die SPD strebt nach Aussage ihres Bildungssprechers eine „große Bafög-Reform“ ab 2008 an. Durch einen Stufenplan würden Fördersummen und Elternfreibeträge deutlich angehoben. Künftig würden daher deutlich mehr Studierende Bafög erhalten. Beratungen über die von Bundesbildungsministerin Annette Schavan vorgelegte „kleine Bafög-Novelle“ sollen zunächst ausgesetzt werden. Es soll in einem neuen Gesamtpaket zur Abstimmung gebracht werden.
International University in Bruchsal vor dem Aus
Die International University in Bruchsal steht nach Angaben der Gesellschafter vor dem Aus. Grund seien die wirtschaftlichen Belastungen, die sich seit der Gründung der baden-württembergischen Privathochschule angesammelt hätten. Sie seien nicht mehr finanzierbar. Weiterhin sei noch unklar, ob zum kommenden Wintersemester weitere Studierende angenommen würden.
Infakt am Montag, 19. März 2007
Uni Bielefeld und Max-Planck-Partnerinstitut in Shanghai haben einen Kooperationsvertrag geschlossen
Am vergangenen Dienstag haben Vertreter des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Uni Bielefeld und des CAS-MPG Partner Institute for Computational Biology (PICB) in Shanghai einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Durch die Kooperation soll in Zukunft eine verbesserte Qualität der Doktorandenauswahl und –ausbildung erreicht werden. Außerdem soll ein Austausch von wissenschaftlichen Ergebnissen aus den Bereichen der Bioinformatik, Biomathematik, Genomforschung und Systembiologie folgen.
Bielefelder Student gewinnt IHC-Preis
Letzten Donnerstag wurde dem Student der Uni Bielefeld Raphael Vössing so wie zwei weiteren Studenten der Uni Paderborn und der FH Lippe-Höxter der IHC-Preis verliehen. Der Preis zeichnet die Gewinner für ihre hervorragenden Leistungen im Grundstudium aus und soll eine Berufsausbildung auf internationaler Ebene fördern. Der Preis ist mit 2300€ dotiert und wird vom Industrie- und Handelsclub Ostwestfalen-Lippe verliehen.
Internationale Konferenz zum Thema Bildverstehender Computersysteme an der Uni Bielefeld
Ab Mittwoch findet an der Uni Bielefeld eine Internationale Konferenz zum Thema Bildverstehender Computersysteme statt. Forscher aus aller Welt sollen sich über Autos, die ihre Umgebung Wahrnehmen können, Computer, die lesen können und viele weitere Themen auf diesem Gebiet austauschen. Die viertägige Konferenz wird von der Arbeitsgruppe Angewandte Informatik der Uni Bielefeld organisiert.
Querforum West der Uni Bochum erneut besetzt
Am Freitag abend haben etwa 100 Studierende das Querforum West der Uni Bochum erneut besetzt. Grund dieser Besetzung ist die Einführung der Studiengebühren an der Uni Bochum. Erstmals wurde dieses Gebäude am 22. Mai 2006 besetzt. Dort wurde die Freie Uni Bochum (FUB) gegründet, eine Initiative gegen Studiengebühren. Am 31. Januar 2007 wurde das Gebäude dann gewaltsam von der Polizei geräumt.
Infakt am Freitag, 16. März 2007
Neues Biotechnologiezentrum in Marl
Gestern wurde das Science-to-Business Center BIO in Marl eröffnet. Das neue Forschungs- und Entwicklungszentrum gehört zum Spezialchemieunternehmen DEGUSSA. Das neue Zentrum für Biotechnologie sei ein Stück Zukunft für ganz NRW, so Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Die Forschungsschwerpunkte des Zentrums liegen auf dem Gebiet der sogenannten weißen Biotechnologie. Zusammen mit Partnern aus Hochschulen und Unternehmen werden Produkte und Prozesse auf Basis natürlicher Rohstoffe erforscht.
Fachlehrermangel wird durch Sprint-Studium bekämpft
Der Fachlehrermangel an deutschen Schulen soll aktiv bekämpt werden. Das teilte gestern das Ministerium für Schule und Weiterbildung mit. Mangelfächer wie Informatik, Kunst, Mathematik und Physik sollen künftig Unterstützung erhalten. Das Ministerium bietet deshalb ab dem neuen Schuljahr ein zweijähriges "Sprint-Studium" an. Das Projekt richtet sich an bereits ausgebiltete Lehrkräfte, die ihre Fächervielfalt erweitern wollen. Auch Lehrern mit ungüstigen Fächerkombinationen werde damit eine bessere Aussicht auf Einstellung gegeben, so Schulministerin Barbara Sommer.
Deutschland stellt die meißten Erasmus-Teilnehmer
Deutschland hat im europäischen Vergleich die meißten Teilnehmer am Erasmus-Programm. So geht es aus einer Studie des Deutschen akademischen Austauschdienstes hervor. Im vergangenen Hochschuljahr konnten fast 24.000 Studierende und 2.800 Dozenten aus Deutschland in 30 anderen europäischen Ländern lernen und lehren. Die gefragtesten Zielländer waren dabei Spanien, Frankreich und Großbrittanien. Seit dem Start des Projektes nahmen fast 1,5 Millionen Studierende von 280 deutschen Hochschulen daran teil.
Student gewinnt Klage gegen Kindergeldentzug
Studenten haben auch nach ihrer Exmatrikulation noch Anspruch auf Kindergeld. So geht es aus einem Urteil des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz hervor. Eine Mutter bekam Recht, als sie gegen den Zahlungsstop des Kindergeldes für ihren Sohn geklagt hatte. Der Student hatte im Februar einen Exmatrikulationsantrag gestellt. Ab diesem Zeitpunkt hatte er kein Kindergeld mehr bekommen, weil das Studium als beendet angesehen wurde. Da der Student aber noch bis Ende März Vorlesungen besucht hatte, befand das Gericht, dass solange auch noch Kindergeld gezahlt werden müsse.
Der Asta der Uni Münster kritisiert Einführung von Studiengebühren
Der Asta der Universität Münster kritisiert die Erhebung von Studiengebühren. Trotz der Einwände des Asta wurde am Mittwoch die Einführung der Studiengebühren beschlossen.
Der Asta bemängelt, dass die sogannte „Gebühren-Kommission“ kein eindeutiges Ergebnis erarbeitet habe. Sie sollte prüfen, ob es notwendig sei, an der Uni Münster Gebühren einzuführen.
Da das Ergebnis der Kommission uneindeutig war, sei es fraglich, auf welcher Grundlage die Gebühren beschlossen wurden, so der Asta.
InFakt am Donnerstag, 15.März 2007
Berufsverbot gegen Lehrer aufgehoben
Das Verwaltungsgericht in Mannheim hat das Berufsverbot gegen einen Lehrer aufgehoben. Der Realschullehrer Michael Csaszkóczy hatte geklagt, weil er wegen seiner politischen Einstellung nicht als Lehrer eingestellt worden war. Das
zuständige Schulamt hatte die Anstellung des Lehrers abgelehnt, da er eine Vergangenheit in der Antifaschistischen Szene gehabt hatte. Zwar war er nicht vorbestraft, aber seine Antifa-Gruppe stand unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Nachdem das Verwaltungsgericht in Karlsruhe die Rechtmäßigkeit der Nichteinstellung zunächst bestätigt hatte, hat das Gericht in Mannheim die Entscheidung nun im Berufungsverfahren aufgehoben. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass Michael Csazkózy nun als Lehrer eingestellt wird: wenn das Land an der Verfassungstreue des Lehrers zweifelt, kann es ihm nach wie vor eine Anstellung als Lehrer verweigern.
Einführung von Studiengebühren in Münster
In Münster wurde die Einführung von Studiengebühren beschlossen. Die Höhe der Gebühren wird 275 Euro betragen. Die Abstimmung des Münsteraner Senats verlief dabei äußerst knapp. Mit 12 zu 11 Stimmen entschied sich der Senat für die Höhe von 275 Euro Studiengebühren in einem zweiten Wahlgang. Es wird davon ausgegangen, dass die entscheidende Stimme der Abstimmung von einem Studierenden des Ring christlich demokratischer Studenten kam. Nach der Wahl stürmten protestierende Studierende das Universitätsgebäude und demonstrierten gegen das Abstimmungsergebnis.
Musterverfahren gegen Studiengebühren
Das Verwaltungsgericht Minden hat einen Termin für ein Musterverfahren gegen Studiengebühren festgesetzt. Die Verhandlung wird am 26. März in Minden stattfinden. Seit dem Wintersemester 2006/2007 erhebt die Universität Paderborn Gebühren in Höhe von 500 Euro. Dagegen klagt nun eine Paderborner Studentin. Ihrer Meinung nach verstoße das Studienbeitrags- und Hochschulabgabengesetz (kurz StBAG) des Landes gegen höherrangiges Recht. So sei das StBAG nicht mit dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vereinbar.
Kosten durch Klimawandel
Der Klimawandel wird in Deutschland riesige Kosten verursachen. Zu diesem Schluss kommt das Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (kurz DIW). Nach dessen Angaben könnten in Deutschland bis zum Jahr 2050 cirka 800 Milliarden Euro an Kosten entstehen. Das DIW geht davon aus, dass der Klimawandel nicht zu verhindern, sondern allenfalls noch abzumildern sei. Von Kosten durch Klimaschäden, etwa durch Hochwasser, Dürreperioden, Waldbränden oder schweren Stürmen sei auszugehen. Der Klimawandel könne in den kommenden 50 Jahren zu gesamtwirtschaftlichen Wachstumseinbußen von 0.5 Prozent im Jahr führen.
Fundamentalisten sollen den Sicherheitsbehörden gemeldet werden
Die Münchener Ludwig- Maximilian Universität hat ihre Mitarbeiter aufgefordert, mutmaßliche Fundamentalisten den Sicheheitsbehörden zu melden. Per E-mail wurden die Mitarbeiter der Universitätsverwaltung zu hoher Wachsamkeit aufgefordert. Besondere Verhaltensweisen wie einen Bruch im Lebenswandel, Gewaltbereitschaft oder die Beschäftigung mit einschlägiger Literatur sollen unverzüglich mitgeteilt werden. Die E-mail wurde Anfang der Woche auf Anregung des Landesamtes Für Verfassungsschutz versendet. Die Vorsitzende der Grünen, Claudia Roth, hat den Aufruf kritisiert. Dieser erzeuge ein Klima der Hetzjagd, der im Kampf gegen den internationalen Terrorismus nicht weiter helfe.
InFakt am Mittwoch, 14. März 2007
Senatssitzung der Uni Münster entscheidet heute über die Einführung von Studiengebühren
Heute findet an der Universität Münster die Senatssitzung statt. Dort soll über die Einführung von Studiengebühren abgestimmt werden. Für die Senatssitzung haben studentische Vertreter eine Beschlußvorlage erstellt, die eine Ablehnung von Studiengebühren beinhaltet. In der Vorlage werden noch einmal die Argumente gegen die Gebühren dargestellt, die die Gebührenkommission der Universität Münster erarbeitet hat. Vor der Senatssitzung findet ab 14 Uhr eine großangelegte Demonstration gegen Studiengebühren statt, die von zahlreichen Parteien und Organisationen unterstützt wird.
Bestnoten für Hochschulsport und gezielte Förderung des Spitzensports an NRW-Hochschulen
Nach einer Befragung durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) sind Studierende mit der Vielfalt und Qualität der Hochschulsportangebote sehr zufrieden. Rund 100 verschiedene Sportarten werden an den Hochschulen in NRW angeboten. Diese können von den Studierenden häufig kostenlos oder sehr günstig genutzt werden. Ganz vorn in der Benotung liegen die Standorte Aachen, Münster und Paderborn. Außerdem wurde der Vorbehalt aufgehoben, dass Studium und Spitzensport nur schwer vereinbar wären. Derzeit studieren nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes rund 1.200 Spitzenathleten an deutschen Hochschulen. Ihnen wird an den Hochschulen individuelle Beratung und Begleitung bei der Studienplanung und -Organisation geboten.
Kabinett beschließt Eckpunkte für ein Hochschulmedizingesetz
Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat gestern in der Kabinettsitzung die Eckpunkte für den Entwurf eines Hochschulmedizingesetzes beschlossen. Ziel des Gesetzes soll laut dem NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, eine exzellente Qualität bei Forschung, Lehre und Patientenversorgung sein. Um dieses Ziel zu erreichen, soll das Gesetz passgenaue Lösungen für jede der sechs Universitätskliniken möglich machen und die Medizinforschung profilieren. Zudem sollen die Leitungsstrukturen gestärkt und Bauinvestitionen beschleunigt werden. Das Gesetz soll Anfang 2008 in Kraft treten.
Erste gemeinsame Tagung deutscher Statistiker an der Universität Bielefeld
Vom 27. bis zum 30. März 2007 wird in der Univesität Bielefeld eine internationale Tagung der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik stattfinden. Das Motto der Tagung heißt „Statistik 2007 – Statistik unter einem Dach“. Es werden mehrere hundert Teilnehmer aus allen Teilen der Wissenschaft erwartet. Unter anderem werden Vertreter der Mathematik, der Wirtschaftswissenschaften, der Biometrie und vielen mehr anwesend sein. Auf der Tagung sind zum ersten Mal alle deutschen Statistiker aus elf Fachgesellschaften vereinigt.
Bundesministerin gratuliert Leibnizpreisträgern zu herausragenden Leistungen
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat gestern bei der Verleihung des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises die zehn Preisträgerinnen und Preisträger als herausragende Vertreter ihrer jeweiligen Disziplin gewürdigt. Sie betonte die Bedeutung des Leibniz-Preises für die Wissenschaft und versprach den Forscherinnen und Forschern ihre volle Unterstützung. Die zehn Leibniz-Preisträger erhalten in diesem Jahr zum ersten Mal eine Fördersumme von bis zu 2,5 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren hatte die Fördersumme höchstens 1,55 Millionen Euro betragen. Dadurch sollen insbesondere die Unabhängigkeit der Wissenschaftler gestärkt und ihre Forschungsmöglichkeiten verbessert werden. Der Leibniz-Preis ist Deutschlands höchstdotierte Wissenschaftsauszeichnung.
Infakt am Dienstag, 13. März 2007
Asta kritisiert geplante Abschaffung der Studienkollegs
Der Asta der Universität Münster hat die geplante Abschaffung des Staatlichen Studienkollegs scharf kritisiert. Die Prorektorin für Lehre und Studienreform habe bei ihrer entsprechenden Mitteilung an den Landtag weite Teile der Universität übergangen, so Jörg Rostek vom Münsteraner AStA. Weder die Leitung des Studienkollegs, noch das Akademische Auslandsamt oder die Ausländische Studierendenvertretung seien vorab über den Schritt informiert worden.
Staatliche Studienkollegs sind Einrichtungen, in denen internationale Studierende die deutsche Hochschulzugangsberechtigung erwerben können, falls ihr Abitur in Deutschland nicht anerkannt wird.
Der Wissenschaftsausschuss des Landtags will am Donnerstag über die Zukunft der Studienkollegs beraten.
Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund bilden Allianz
Die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen wollen künftig stärker zusammenarbeiten. Unter dem Namen «Universitätsallianz Metropole Ruhr» sollen unter anderem gemeinsame Fachbereiche entstehen und Synergie-Effekte genutzt werden. An eine echte Fusion, wie zuletzt bei den Universitäten Duisburg und Essen, werde jedoch nicht gedacht, so der Bochumer Rektor Elmar Weiler. Einsparpotentiale sieht Weiler vor allem bei der Infrastruktur wie etwa Computernetzwerken. NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart lobte die Universitätsallianz als hervorragendes Beispiel für gelebte Hochschulautonomie.
Bund finanziert neuen Klimarechner
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung zahlt 33 Millionen Euro für einen neuen Supercomputer in Hamburg. Damit sollen der Klimawandel und seine Auswirkungen noch genauer vorhergesagt werden können. Die Hamburger Wissenschaftler erstellen hochkomplexe Modelle zur Voraussage des Klimawandels. Ihre Berechnungen waren Bestandteil des Weltklimaberichts des IPCC, dessen erster Teil im Februar der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Mit der geplanten Erweiterung des Hamburger Klimarechenzentrums werde die deutsche Spitzenstellung in der Klimaforschung weiter ausgebaut, erklärte Bundesforschungsministerin Annette Schavan
Schülerstudium "Studieren ab 16"
An der Universität Bielefeld startet in diesem Sommersemester ein weiterer Jahrgang des Schülerstudiums "Studieren ab 16". Das Schülerstudium richtet sich an besonders leistungsstarke und motivierte Schüler ab der zehnten Klasse. Parallel zum Schulunterricht besuchen die Teilnehmer reguläre Einführungsvorlesungen aus dem Lehrangebot der Universität und erhalten einen umfassenden Einblick in das Hochschulleben. Sie lernen wissenschaftliche Arbeitstechniken kennen und erfahren, welche Anforderungen ein Studium stellt. Durch erfolgreiche Klausuren, Referate oder Hausarbeiten können sie sogar Leistungsnachweise erwerben, die für ein späteres Studium angerechnet werden. Interessierte Schüler können sich noch bis Ende dieser Woche für eine Teilnahme bewerben.
Pubertäres Stresserleben
New Yorker Mediziner haben eine weitere Erklärung für das oft überraschende. Verhalten pubertierender Jugendlicher gefunden. Im Mittelpunkt steht dabei ein Hormon namens THP, das vom Körper in Streßsituationen ausgeschüttet wird. Das Hormon dockt an die sogenannten Gaba-Rezeptoren an und wirkt normalerweise stark beruhigend.
Mit beginnender Geschlechtsreife nimmt jedoch nicht nur die Zahl der Gaba-Rezeptoren drastisch zu. Auch das durch Streß ausgeschüttete THP wirkt an diesen Rezeptoren nicht mehr beruhigend. Es verstärkt vielmehr die Aktivität der Nervenzellen und löst so Angst und Unbehaglichkeit aus.
Wie die Forscher in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience" berichten, erleben pubertierende Jugendliche daher Streßsituationen ganz anders als beispielsweise Erwachsene.
Rosenduft in der Nacht fördert das Lernen
Forschern der Universitäten Hamburg und Lübeck ist es gelungen, die Gedächtnisbildung im Schlaf gezielt zu fördern. Die Wissenschaftler hatten Testpersonen Aufgaben lösen und dabei Rosenduft riechen lassen. In der folgenden Nacht konnte ein Teil der Probanden diesen Duft im Tiefschlaf wieder riechen, der andere nicht. Nach dem Aufwachen erinnerten sich die Testpersonen der ersten Gruppe deutlich besser an die Lösungen als die der zweiten. Die Wissenschaftler führen das auf eine gezielte Aktivierung der Gedächtnisbildung zurück. Der Rosenduft habe im Schlaf die Erinnerung an die Aufgaben und ihre Lösung wach gerufen.
Infakt am Montag, 12. März 2007
Klage gegen Studienbeiträge
Eine Studierende der Universität Bielefeld hat vor dem Verwaltungsgericht in Minden eine Klage gegen den Beitragsbescheid zur Zahlung der Studienbeiträge eingereicht. Diese Klage geht auf Gespräche zwischen dem AStA und der Universitätsleitung zurück. Die Universität Bielefeld finanziert das Verfahren, da sie sich eine schnelle Klärung der Lage erhofft.
Der AStA der Universität Bielefeld hat alle Studierenden aufgefordert, Widerspruch gegen die Beitragsbescheide einzulegen. Es wird mit knapp 5.000 Widersprüchen gerechnet. Sollte das Verwaltungsgericht der Klage stattgeben, müsste die Universität die eingenommenen Studienbeiträge zurückzahlen.
Max-Planck-Forschungspreis vergeben
Der Max-Planck-Forschungspreis geht dieses Jahr an die Neurobiologen Hans-Christian Pape aus Münster und Raymond Joseph Dolan aus Irland. Der Preis ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert. Die Auszeichnung wird von der Humboldt-Stiftung in Bonn und der Max- Planck-Gesellschaft in München gemeinsam vergeben. Pape gilt als führend auf dem Gebiet der Angsterkrankungen. Er untersuchte das Furchtgedächtnis sowie die Regulierung von Wachheit
und Schlaf bei Tieren. Dolan beschäftigt sich mit Wahrnehmungsprozessen im menschlichen Gehirn und dem Zusammenspiel von Emotionen und Verhalten.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan wird den Preis am 19. November in Bonn verleihen. Der Max-Planck-Forschungspreis wird jährlich an einen in Deutschland sowie einen im Ausland tätigen Forscher vergeben und vom Bundesforschungsministerium finanziert.
Hochschulen präsentieren sich auf CeBIT
Neun nordrhein-westfälische Hochschulen präsentieren auf der CeBIT ihre praxisorientierte Forschung. Die Wissenschaftler aus NRW stellen auf der Messe, 13 Projekte aus der Informations- und Kommunikationstechnologie vor. So zum Beispiel ein per Handy ferngesteuerten Roboter oder einen DVD-Player, der Blutwerte analysiert. Die CeBIT beginnt am Donnerstag in Hannover.
Entscheidung über Studiengebühren an der Uni Münster
In dieser Woche wird an der Universität Münster eine Entscheidung über Studiengebühren erwartet. Die Einführung in Münster gilt als wahrscheinlich .Die Hochschule ist neben der Fernuniversität Hagen die einzige in Nordrhein-Westfalen, die noch nicht die Einführung von Gebühren beschlossen hat.
Für die Senatssitzung am Mittwoch, auf der die Einführung von Gebühren beschlossen werden soll, haben Studierende erneut Proteste angekündigt. Eine frühere Zusammenkunft des Senats der Universität war wegen gewaltsamer Proteste der Studierenden abgebrochen worden. Für Münster sind Gebühren von rund 300 Euro im Gespräch.
Infakt am Freitag, 9. März 2007
Descartes-Preis für Berliner Physiker
Physiker der Humbold-Universität Berlin haben gestern den Descartes-Forschungspreis 2006 verliehen bekommen. Die Berliner Physiker betreiben mit über 100 europäischen Wissenschaftlern gemeinsam das weltweit empfindlichste Nachweisinstrument für hochenergetische Gammastrahlen. Die Europäische Kommission zeichnet mit dem Descartes-Preis jedes Jahr Projekte aus, die Besonderes in der europäischen Forschungszusammenarbeit leisten.
Radikale Bildungsreform gefordert
Der Aktionsrat-Bildung fordert einen radikalen Umbau des deutschen Schulsystems. Der Zusammenschluss aus mehreren deutschen Bildungsforschern schlägt eine stärkere private Leitung von Schulen vor. Zudem sollten Lehrer nur noch befristet beschäftigt werden. Die Forscher plädieren außerdem für die Umstellung auf ein zweigliedriges Schulsystem. Kindergärten sollten beitragsfrei sein und auf die ganztägige Betreuung ausgerichtet werden, so die Wissenschaftler. Bundesbildungsministerin Annette Schavan lehnt die Vorschläge des Aktionsrates ab, ebenso wie die Kultusministerkonferenz und die Bildungsgewerkschaften.
Ursache von Demenz erforscht
Die Ursache von Demenz liegt vermutlich in der gestörten Kommunikation von Nervenzellen. Dies berichten Forscher der Universität Göttingen im Journal of Neuroscience. In ihrer Studie fanden sie heraus, dass Eiweiße die Kontaktstellen blockieren, über die Nervenzellen ihre Signale weiterleiten. In der Folge würde die Kommunikation zwischen den Nerven erlahmen und die dementielle Krankheit ausbrechen. Die Forscher wollen als nächstes herausfinden, ob dieser Mechanismus auch für die Krankheit Parkinson verantwortlich ist.
Gewaltsame Auseinandersetzungen in Griechenland
In Griechenland gab es am Donnerstag gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Studierenden und der Polizei. Die rund 100 Demonstranten zündeten eine Polizeiwache in Athen an und bewarfen die Polizisten mit Steinen. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm 40 Menschen fest. Die Auseinandersetzungen begannen nach einer Demonstration gegen die Bildungsreform in Griechenland. Die Demonstranten warfen der Regierung vor, die Förderung von öffentlichen Hochschulen zugunsten des Ausbaus von Privatuniversitäten zu beschneiden.
Ein Roboter für die Diagnose
Japanische Forscher haben einen Mini-Roboter entwickelt bei medizinischen Untersuchungen eingesetzt werden soll. Das kleine Gerät kann über einen Einschnitt in den Körper eingeführt werden. Von dort kann er Daten nach außen senden, aber auch Injektionen durchführen. Bisher gab es für Untersuchungen im Köperinneren nur Roboter, die geschluckt werden mussten.
InFakt am Donnerstag, 8. März 2007
FH Bielefeld-Studenten in Schweden
Bei einem Tag der offenen Tür an einer schwedischen Universität haben zwei Studenten aus Bielefeld die Fachhochschule Bielefeld vorgestellt. Der Tag der offenen Tür an der Universität Halmstat sollte Jugendliche für ein Studium an der schwedischen Hochschule interessieren. Auch andere internationale Studierende, z.B. aus Australien, Frankreich und Spanien, haben dort ihre Heimatländer vorgestellt.
Studierende aus Deutschland, die ein Auslandsstudium in Schweden planen, finden Informationen dazu auf der Homepage der beiden Bielefelder FH-Studenten: svenskmania.
Auszeichnung für Museumskoffer
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat ein Kunstprojekt der Universität Paderborn ausgezeichnet. Die Kunststudierenden erhielten den Preis für 10 sogenannte Museumskoffer. Diese waren mit Kostbarkeiten rund um das Alltagsleben von Herzogin Anna Amalia gefüllt. Die Idee der Museumskoffer wurde vor etwa fünf Jahren an der Paderborner Universität entwickelt und ist seitdem ausgesprochen erfolgreich. Neben den 15 Hochschulprojekten wurden auch 70 Schulprojekte ausgezeichnet.
Vermehrte Zulassungsbeschränkungen an deutschen Hochschulen
Die vermehrten Zulassungsbeschränkungen an deutschen Hochschulen wirken sich negativ auf die Anzahl der Studienanfänger aus. Das geht aus einer Studie des Institus der deutschen Wirtschaft hervor. Derzeit ist in Deutschland mehr als jeder zweite, der fast 9 000 Studiengänge, zulassungsbeschränkt. So haben mehr als 70 Prozent der Studienangebote in Brandenburg, Niedersachsen, Hamburg, dem Saarland und Baden-Württemberg Zulassungsbeschränkungen. Die meisten Beschränkungen gibt es an den Hochschulen in Berlin und Bremen. Vergleichsweise wenige Zugangshürden gibt es dagegen in Thüringen, Bayern und Mecklenburg-Vorpommern.
Zahl der Versuchstiere gestiegen
Die Zahl der Versuchstiere ist in den vergangenen Jahren wieder deutlich gestiegen. Im Jahr 2005 seien rund 2,4 Millionen Labortiere eingesetzt worden. Zehn Jahre zuvor hatte die Versuchstierzahl mit 1,5 Millionen einen Tiefpunkt erreicht. Seither steige sie wieder.
Die Versuche seien aber dank veränderter Methoden schonender geworden. Das Agrarministerium hatte Ende 2006 erklärt, dass zügig alternative Methoden für Versuche mit Tieren entwickelt werden. Das ist auch Bestandteil des Koalitionsvertrags von Union und SPD.
Bibliothek mit Lernzentrum
Das Westfalen-Kolleg Detmold hat eine neue Bibliothek eröffnet, die erste staatliche Einrichtung mit einem Lernzentrum. Ins Leben gerufen wurde das Lernzentrum mit Hilfe einer Arbeitsgruppe, der Studienvertretung des Westfalen-Kollegs und einem Teil der Lehrerschaft. Die Idee sei eng an die der Bibliotheken in den Universitäten angelehnt, sagt die Oberstudiendirektorin des Westfalen-Kollegs Elwira Multmeier. Das Zentrum ist als Ort für individuelles Lernen gedacht und ist mit Fachbibliothek, Arbeits- und Computerraum ausgestattet.
InFakt am Mittwoch, 7. März 2007
Höchststand bei Schulabgängern mit Studienberechtigung
Die Quote der Schulabgänger mit Studienberechtigung hat in Nordrhein-Westfalen einen neuen Höchststand erreicht. Der Anteil der Schulabgänger mit Abitur, Fachabitur oder Fachhochschulreife an der gleichaltrigen Bevölkerung lag im Jahr 2006 bei ca. 53 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Montag in Düsseldorf mitteilte. Damit hat sich die Quote seit 1980 mehr als verdoppelt. Insgesamt erwarben im vergangenen Jahr 5 % mehr Schülerinnen und Schüler in NRW eine Studienberechtigung als im Vorjahr. Wie viele der Schulabgänger mit Abitur oder Fachhochschulreife aus NRW tatsächlich ein Studium begonnen haben, ist allerdings unklar. An den Universitäten und Fachhochschulen im NRW sank die Zahl der Neu-Einschreibungen im letzten Wintersemester um 3600.
Keine Entscheidung zu Studiengebühren in Münster
Die Gebührenkomission der Universität Münster hat keine Entscheidung über die Einführung von Studiengebühren an der Uni Münster getroffen. Die Mitglieder der Kommission sind in ihrem Bericht zu der Auffassung gekommen, dass eine gute Lehre auch eine gute Finanzierung voraussetze. Diese müsse allerdings das Land Nordrhein Westfalen leisten und nicht die Hochschule. Das Land werde seiner Verantwortung nicht gerecht, wenn es die ausgefallenen Mittel durch Studiengebühren zu kompensieren versucht. Der ASTA der Uni Münster begrüßt die dargestellte Meinung in dem Bericht.
Lehrstuhl für deutsche Literatur an der Universität Tel Aviv
An der israelischen Universität Tel Aviv wird es künftig einen Lehrstuhl für deutsche Literatur geben. Der Lehrstuhl wird nach Marcel Reich-Ranicki benannt werden. Die Einweihung der neuen Professur wurde gestern Abend in Anwesenheit des 86-jährigen Literaturkritikers im Frankfurter Rathaus gefeiert. Auf der Feier haben neben dem Tel Aviver Universitätspräsidenten Itamar Rabinovich auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth gesprochen.
Rabinovich hatte die Einrichtung des Lehrstuhls im Februar vergangenen Jahres angekündigt.
InFakt am Dienstag, 6. März 2007
Landtag berät über Streichung von Kunst und Musik
Die diskutierte Abschaffung des Fachbereichs Kunst und Musik an der Uni Bielefeld beschäftigt jetzt den Düsseldorfer Landtag.
Wie die Fraktion von Bündniss 90 / die Grünen mitteilt, hat man sich mit einer sogenannten kleinen Anfrage an die Landesregierung gewendet, um mögliche Maßnahmen zum Erhalt der kombinierten Kunst- und Musikausbildung für Lehrer auszuloten.
Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die geplante Streichung mit der Landesregierung abgestimmt ist.
Neue Diskussion um Bachelor und Master
Unter den Wissenschaftsministern wird über eine Neuorganisation von Bachelor und Master nachgedacht.
Auf einer Tagung in Berlin beklagten sie jetzt die zu starre Regelung der Studieneinteilung in sechs Semester Bachelorstudium und vier Semester Masterstudium.
Etlichen Ministern schwebt die Einführung von mehr achtsemestrigen Bachelor-Studiengängen vor, weil damit gleichzeitig mehrere Probleme zu lösen wären. Auslandsaufenthalte, Praxissemester und zusätzliche Sprachkurse ließen sich so besser in das Studium einbauen.
Außerdem könne eine solche verlängerte Studienzeit des Bachelor zu einer größeren Akzeptanz in der Berufswelt führen. Studierende müssten dann nicht nach dem Bachelor gleich in den Masterstudiengang einsteigen, um ihre Berufschancen durch ein verlängertes Studium zu erhöhen.
Folgen psychischer Misshandlung
Folteropfer haben langfristig unter den Folgen seelischer Misshandlungen genauso schwer zu leiden wie unter körperlichen Qualen.
Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des Psychologen Steven Miles von der Universität Minnesota.
Damit widerlegt Miles die Haltung der US-Regierung, die angibt, beim Umgang mit Terrorverdächtigen in Guantánamo, Irak und Afghanistan keine körperliche Folter anzuwenden, sondern lediglich psychischen Druck auszuüben.
Eine solche Unterscheidung zwischen Folter und erniedrigender Behandlung sei nicht nur nutzlos, sondern auch gefährlich, so Miles.
Seine Untersuchung von über 270 Folteropfern aus der Zeit der Balkan-Kriege habe gezeigt, dass die Opfer psychischer Folter in gleichem Maße unter Folgeerkrankungen wie Depressionen oder traumatischen Störungen leiden wie die Opfer körperlicher Folter.
Der Psychologe fordert daher in seiner Studie, künftig auch psychische Misshandlungen völkerrechtlich zu ächten.
InFakt am Montag, 5. März 2007
Kleine Fächer stärken
Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich im Jahr der Geisteswissenschaften vorgenommen, die Leistungsfähigkeit der so genannten "Kleinen Fächer" an den Universitäten zu stärken. Prof. Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, hat eine Expertenkommission beauftragt, Struktur, Potenzial und Perspektiven der - zumeist geistes- und kulturwissenschaftlichen - Fächer in NRW zu untersuchen. Der Abschlussbericht der Untersuchung wird zum Jahresende erwartet.
Kleine Fächer, das sind Fächer wie Islamwissenschaft, Sinologie oder Archäologie. Sie weisen eine geringe Professoren- und Studierendenzahl auf.
Krankenversicherung für Studierende
Studenten können auch mit über 30 Jahren der
Krankenversicherung der Studenten angehören, wenn sie ihr Abitur nach mehrjähriger Berufstätigkeit auf dem zweiten Bildungsweg erreicht haben. Dies hat das Sozialgericht Dortmund in einem Fall eines 31-jährigen Studenten aus Gelsenkirchen entschieden.
Eine Dortmunder Krankenkasse hatte eine Versicherung in der
günstigen Studierendenkrankenversicherung über das 30. Lebensjahr hinaus verweigert und sich auf die im Sozialgesetzbuch festgelegte 30-Jahresgrenze berufen. Das Gericht entschied, dass in diesem Fall die Grenze um die Zeit des dreijährigen Kollegbesuchs zur Erlangung
des Abiturs verlängert werden muss. Die Beiträge sind
bundeseinheitlich bei jeder Kasse gleich.
Deutsche Mission zum Mond
Deutschland soll nach Plänen des Zentrums für
Luft- und Raumfahrt bis spätestens 2013 eine eigene unbemannte Mission zum Mond starten. Eine Sonde
solle vier Jahre lang den Mond umfliegen. Sie hat zum Ziel,
weltweit erstmals eine komplette, dreidimensionale Karte in Farbe der gesamten Mond-Oberfläche zu erstellen. Walter Döllinger, der Direktor des Deutschen Zentrums für Luft – und Raumfahrt sagte dazu: «Wir können damit unsere Spitzen-Technologie einbringen für eine Exploration des Mondes in einem dann internationalen Zusammenspiel.
Bildungsministertreffen
Bildungsminister aus ganz Europa haben sich bei ihrem Treffen in Heidelberg Ende letzter Woche für eine bessere Förderung der frühkindlichen Bildung ausgesprochen. "Die Zeit vor der Schule ist mindestens so wichtig wie die Schulzeit selbst", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Heidelberg eingeladen. Ministerinnen und Minister aus den 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, EU-Bildungskommissar Jan Figel sowie Regierungsvertreter aus zehn weiteren europäischen Staaten waren bei dem Treffen anwesend. Weitere Themen des Zusammenkommens waren die Erwachsenenbildung, (die frühkindliche Bildung) und der Beitrag der Bildungspolitik zur Entwicklung einer europäischen Wertegemeinschaft.
InFakt am Freitag, 2. März 2007
Umweltprüfung des neuen Laborgebäudes an der Uni Bielefeld
Das am Mittwoch eingeweihte Laborgebäude der Universität Bielefeld wird einer so genannten Umweltprüfung unterzogen.
Biologen prüfen, ob der Bau Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere hat.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW wird die Prüfung durchführen.
Die Prüfung soll über den Zeitraum von einem Jahr durchgeführt werden.
Das neue Laborgebäude wurde am Mittwoch in Anwesenheit des NRW- Innovationminister Andreas Pinkwart eingeweiht.
2007 gibt es kein Paderborner Sommerfestival
Der Allgemeine Studierenden Ausschuss der Uni Paderborn wird in diesem Jahr kein Sommerfestival ausrichten.
Das gab der AStA in einer Pressemitteilung bekannt.
Die Gründe für die Aussetzung seien eine unklare Finanzierung und eine schlechte Planung, so heißt es in der Pressemiteilung.
Die Ausrichtung des Festivals habe zu einer Vernachlässigung anderer wichtiger Aufgaben des AStA geführt, so der AStA weiter.
Die Entscheidung wurde von einzelnen Mitgliedern des AStA kritisiert.
1,3 Millionen Erwachsene ohne Berufsabschluss
In Deutschland haben rund 1,3 Millionen junge Menschen keinen Berufsabschluss.
Das gab Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf der Kultusministerkonferenz (KMK) bekannt.
Ein Grossteil der 1,3 Millionen hätten ein Migrationshintergrund und verfügten auch nicht über eine Schulabschluss, so Schavan weiter.
Die Ministerin kündigte an, dass Bund und Länder das Problem gemeinsam angehen werden.
Schavan plädierte für die Ausweitung der frühkindlichen Förderung
Demo gegen Umstrukturierungspläne der Uni Bielefeld
Am Samstag veranstaltet der Allgemeine Studierenden Ausschuss der Universität Bielefeld eine Protestaktion gegen die Umstrukturierungspläne der Uni Bielefeld.
Die Demonstration wird auf dem Jahnplatz stattfinden.
Die Umstrukturierungspläne sehen unter anderem vor, den Studiengang „Kunst und Musik“ abzuschaffen.
Ziel der Aktion ist es, die Erhaltung des Studiengangs durchzusetzen.
Von 11-18h können sich Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand informieren und ihre Solidarität bekunden.
Europäische Kommission ist für Studiengebühren
Die so genannte Europäische Kommission ist für die Einführung von Studiengebühren.
In einer Stellungnahme fordert die Europäische Kommission mehr Unternehmergeist in Schulen und Hochschulen.
Studiengebührengegner sehen in der Erhebung von Gebühren eine Verletzung des UN – Sozialpaktes.
Der UN-Sozialpakt verpflichtet Regierungen unter anderem dazu, das Bildungssystem gebührenfrei zu halten.
(Die Europäische Kommission sorgt für die korrekte Ausführung europäischer Rechtsakte wie Richtlinien, Verordnungen und Entscheidungen.)
Strafbefehl gegen Paderborner Prof.
Die Paderborner Staatsanwaltschaft hat gestern ein Strafbefehl gegen einen Sprachwissenschaftler gestellt.
Zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen hatten Anzeige erstattet.
Dem 59 jährigen Prof. wird Sexuelle Nötigung vorgeworfen.
Schon im Vergangenen Jahr hatten zwei Studentinnen gegen den Prof. anzeige erstattet.
Sie berichteten das sie sich in eindeutigen Posen filmen lassen mussten um einen Teilnahmeschein zu bekommen.
InFakt am Donnerstag, 1. März 2007
Bielefelder Autorin bekommt Literaturpreis
Die Bielefelderin Que Du Luu wird für ihren Roman TOTALSCHADEN mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet. In dem Roman TOTALSCHADEN, so begründet die Robert-Bosch-Stiftung die Entscheidung der Jury, sei eine rasante und bisweilen groteske und witzige Geschichte eines menschenscheuen Jungen, der seinen Vater verliert, als seine Mutter Einstein auf der Straße sieht und daraufhin dem Gatten ins Lenkrad greift. Die Autorin beweise mit dem Roman ihr erzähltechnische Brillanz, und ihre außergewöhnliche Begabung für gute Dialoge. Die Stiftung ehrt mit dem Adelbert-von-Chamissimo-Förderpreis jährlich herausragende literarische Leistungen deutsch schreibender Autorinnen und Autoren, deren Muttersprache nicht die deutsche ist.
Der Preis wurde am 27. Februar in Münschen verliehen und ist mit 7000€ dotiert.
Mensa des Jahres kommt aus Osnabrück
Das Studentenwerk Osnabrück siegte zum dritten Mal in Folge beim Wettbewerb „Mensa des Jahres“. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten die Mensen des Studentenwerks Rostocks und Frankfurt Oder. Der bundesweite Wettbewerb der „Mensa des Jahres“ wird vom Campus-Magazin „Unicum“ veranstaltet. Mehr als 32.000 Studierende beteiligten sich an der bundesweiten Abstimmung und vergaben virtuelle Tabletts in den Kategorien Geschmack, Auswahl, Service, Freundlichkeit und Atmosphäre. Die Mensa der Universität Bielefeld landete in keiner der genannten Kategorien auf den vorderen Plätzen.
Prüfling mußte in Flasche urinieren
Ein Medizinstudent mußte während seiner Prüfung in eine Trinkflasche urinieren. Dieser Vorfall ereignete sich an der Albert-Ludwigs- Universität in Freiburg. Nachdem das Aufsichtspersonal der Medizinprüfung einem körperbehinderten Studierenden verboten hatte, während der Prüfung die Toilette aufzusuchen, sah sich der gehandicapte Student gezwungen, vor seinen Kommilitonen sein Geschäft zu verrichten. Mittlerweile hat sich das Prüfungspersonal persönlich bei dem Studenten entschuldigt.
Neues Vergabeverfahren in NC-Fächern
Die Dortmunder Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, kurz ZVS, soll zu einer Service- und Beratungsstelle für Studienbewerber und Hochschulen umgestaltet werden. Dies beschloss die Kultusministerkonferenz in Berlin. Zudem sollen die Hochschulen künftig ihre selbst ausgewählten Studienanfänger in Numerus-Clausus-Fächern der ZVS melden, damit die begehrten Plätze nicht durch Mehrfachbewerbungen blockiert werden. Das neue Verfahren der ZVS soll zum Wintersemester 2008/2009 greifen.
Land steigt mit 900.000 Euro 2007 in das Bielefelder Honda-Projekt ein
Die Ansiedlung eines Honda-Forschungsprojekt in der Universität Bielefeld wird immer wahrscheinlicher. Wenn die Verhandlungen mit Honda in Japan erfolgreich sind, wird das Land NRW das Projekt mit jährlich 900.000 Euro. Die Förderung solle dann bis zum Jahr 2010 laufen. Dies gab der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie in Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart gestern in Bielefeld bekannt. Honda möchte an der Universität Bielefeld ein europäisches Forschungszentrum für Robotik und intelligente Systeme aufbauen. Die Honda-Offensive würde die Bielefelder Hochschule im Wettbewerb mit anderen enorm stärken.
Neues Laborgebäude an der Uni Bielefeld
Gestern ist das neue Laborgebäude an der Universität Bielefeld offiziell eingeweiht worden. In Anwesenheit von NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, wurde der Schlüssel an die zukünftigen Nutzer des Zentrums für Biotechnologie übergeben. Durch das neue Laborgebäude stehen nach Angaben der Uni Bielefeld die modernsten Hightech-Labore den Wissenschaftlern zu Verfügung. Das neue Laborgebäude kostet knapp 14 Millionen Euro und ist die größte Baumaßnahme der Universität Bielefeld seit 1976. Die Einweihung des neuen Gebäudes wurde von kleineren Protesten begleitet.
InFakt am Mittwoch, 28. Februar 2007
Pinkwart weiht Unigebäude ein - Proteste erwartet
Heute wird der erste Bauabschnitt des neuen Laborgebäudes für Genomforschung und Bioinformatik der Universität Bielefeld eingeweiht. Dabei werden auch Rektor Dieter Timmermann und Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, anwesend sein. Der AstA der Universität Bielefeld ruft im Rahmen dieser Veranstaltung zu einem erneuten Protest gegen Studiengebühren auf. Interessierte Studierende, die an dem Protest teilnehmen möchten, treffen sich heute um 14:30 Uhr auf der Asta Galerie.
Prof. Dr. Heinz Neuser neuer Ombudsmann der FH Bielefeld
Prof. Dr. Heinz Neuser ist vom Rektorat der FH Bielefeld zum Ombudsmann bestellt worden. Damit übernimmt er die Aufgabe als Vertrauensperson, die Angehörigen der FH Bielefeld zu beraten. Neuser war zuvor 21 Jahre lang Dekan des Fachbereichs Sozialwesen. Mit dieser Aufgabe verabschiedet sich Neuser in den Ruhestand.
Wieder mehr Lehrerexamen in NRW
In Nordrhein-Westfalen haben erstmals wieder mehr Studierende ein Lehrerexamen abgelegt als im Vorjahr. Im Jahr 2005 schlossen rund 5500 Studierende eine Lehramtsprüfung mit dem ersten Staatsexamen ab, so das Landesamt für Statistik. Das seien 124 mehr als 2004. Das Schulministerium wirbt seit einigen Jahren verstärkt für den Lehrerberuf. Vor allem in der Sekundarstufe I (Klasse 5-10) soll es in den nächsten Jahren Probleme geben, alle freien Stellen zu besetzen. Studierende mit technischem oder naturwissenschaftlichem Studium haben daher eine gute Chance, als Quereinsteiger in Lehrerberufen eingestellt zu werden.
Neuer Informationsübertragung im Gehirn entdeckt
Bonner Forscher haben eine bislang unbekannte Art der Informationsübertragung im Gehirn entdeckt. Die Neurowissenschaftler fanden heraus, dass die Nervenzellen auf der gesamten Länge ihrer Fortsätze Botenstoffe ausschütten. Die Forscher vermuten nun, dass die Botenstoffe des Gehirns auch außerhalb der Synapsen freigesetzt und von benachbarten Nervenzellen aufgenommen werden. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, müsste eine seit mehr als 100 Jahren gültige Lehrmeinung revidiert werden. Bislang glaubt die Forschung, dass die Weiterleitung von Signalen im Hirn ausschließlich über die Synapsen verläuft.
EU fehlen rund 700 000 Forscher
In der EU fehlen laut Bundeskanzlerin Angela Merkel rund 700 000 Forscher. In Deutschland sei dabei vor allem ein Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu beklagen. Besonders in den Bereichen Energie und Klima sieht die Kanzlerin großen Zukunftsbedarf. Die EU-Regierungschefs wollen Europa im nächsten Jahrzehnt weltweit zur forschungs- und innovationsstärksten Region aufsteigen lassen. Ziel der EU-Regierungschefs ist es weiterhin, bereits ab 2010 drei Prozent des Brutto-Inlandproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben.
didacta in Köln gestartet
Die größte europäische Bildungsmesse "didacta" ist gestern mit der Forderung nach umfassenden Reformen und Qualitätsverbesserungen eröffnet worden. Bei der fünftägigen Veranstaltung in Köln informieren rund 800 Anbieter aus 20 Ländern über die Bereiche Kindergarten, Schule und Hochschule, Ausbildung und Qualifikation sowie Weiterbildung. Besonders sollen dabei Themen wie zum Beispiel neue Bildungssoftware, Schulbücher und Medienkompetenz behandelt werden.
Dialog zwischen technisch- mathematischer und künstlerischgeisteswissenschaftlicher Kultur am ZiF
Welchen Einfluss Informatik und Computer auf die Theorie und Praxis der Künste haben, wird im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld diskutiert. Die Tagung findet unter der Leitung des Kölner Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Hans Esselborn statt. Ziel der Tagung soll es sein, den Dialog zwischen technisch- mathematischer und künstlerisch-geisteswissenschaftlicher Kultur zu intensivieren. Die Tagung findet Ende März statt.
InFakt am Dienstag, 27. Februar 2007
Bielefelder Jurastudenten gewinnen Moot-Court-Bundeswettbewerb
Zwei Bielefelder Jurastudenten haben sich im Bundesfinale des deutschen Moot-Court-Wettbewerbs als Gesamtsieger durchgesetzt.
Moot-Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, in denen angehende Juristen unter realistischen Bedingungen Prozesse führen können.
Für den Bundeswettbewerb konnte die European Law Students Association, kurz ELSA, die Richterbank mit fünf echten Richtern des Bundesverfassungsgerichts besetzen.
Am Ende setzten sich die Bielefelder gegen ein Team Hamburger Studierender durch und gewannen nicht nur ihre Gerichtsverhandlung, sondern auch den begehrten Titel.
Universitätsgesellschaft zeichnet hervorragende Dissertationen aus
Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft hat erneut 15 junge Wissenschaftler für ihre Doktorarbeiten ausgezeichnet. Vertreten waren auch in diesem Jahr wieder Dissertationen aus nahezu allen Fakultäten der Universität Bielefeld.
Der Vorsitzendende Ortwin Goldbeck und der Geschäftsführer Professor Helmut Steiner überreichten die Urkunde und einen Scheck über 600 Euro Preisgeld.
Die Preisgelder werden von zahlreichen Unternehmen aus der Region gestiftet.
Präsident der Hochschule Reutlingen tritt zurück
Der umstrittene Präsident der Hochschule Reutlingen, Wolfgang Hiller, ist nach nur 11 Monaten von seinem Amt zurückgetreten. Zuvor hatten bereits seine beiden Vizepräsidenten ihren Rücktritt erklärt.
Hiller war im März vergangenen Jahres vom Hochschulrat gegen den Willen des Senats eingesetzt worden und seitdem immer wieder in die Kritik geraten. Zuletzt scheiterte er an der Vertrauensfrage im Senat mit 22 zu 2 Stimmen.
In Baden Württemberg treffen Hochschulräte bereits seit dem Jahr 2000 wichtige Haushalts- und Personalentscheidungen. Mit Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetzes werden künftig auch in NRW solche Gremien eingesetzt, die mindestens zur Hälfte aus außeruniversitären Mitgliedern bestehen müssen.
Hochschulpakt weiter in der Kritik
Die Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, sieht die Umsetzung des Hochschulpaktes in den Ländern mit großer Sorge. Die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern bliebe schon jetzt weit hinter dem Notwendigen zurück. Die Entwicklungen aber, die sich in den Ländern abzeichnen, ließen einen Erfolg in noch weitere Ferne rücken, so die Präsidentin der HRK, Margret Wintermantel. Leider zeichne sich ab, dass viele Länder die Bundesmittel de facto nicht gegenfinanzierten und die ohnehin geringen Kostenansätze pro Studienplatz noch weiter absenkten, so Wintermantel weiter.
Die HRK hatte den Hochschulpakt zunächst als ersten, aber unzureichenden Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Sie kritisierte dabei zu geringe Kostenansätze pro Studienplatz, die Vernachlässigung von Bauinvestitionen, sowie die kurze Dauer bis 2010, die den Hochschulen nicht die nötige Planungssicherheit gebe.
Ausstieg aus CHE-Ranking
Die Schweizer Hochschulen wollen nicht mehr am Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung, kurz CHE teilnehmen. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Die Schweizer Rektorenkonferenz werfe dem CHE gravierende Mängel vor. Sie kritisierten vor allem die falsche Methodik zur Messung der Forschung und dass das CHE die sprachlichen Besonderheiten der Schweiz nicht berücksichtigt hätte. Die Schweizer Rektorenkonferenz will nun ein eigenes Ranking entwickeln.
Das CHE Ranking gilt als der wichtigste, jährliche Hochschulvergleich und wird in vielen Zeitungen und Zeitschriften wie Focus und Die Zeit veröffentlicht.
InFakt am Montag, 26. Februar 2007
BAföG-Novelle überdenken
Der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Rolf Dobischat, beklagt erneut die von der Bundesregierung geplante 22. BAföG-Novelle.
Dobischat hält die Novelle für absolut unzureichend und bezeichnete sie als Nullrunde. Die vielen kostenneutralen Veränderungen zum kommenden Wintersemester können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das BAföG eine deutliche Veränderung brauche. Aus Sicht des Studentenwerks müssen die Bedarfssätze der geförderten Studierenden um 10% erhöht werden.
Stipendien-Missbrauch?
Zwei belgische Studierende haben ein Erasmusstipendium für einen Hochschulwechsel innerhalb von Brüssel erhalten.
Wie die flämische Zeitung „De Morgen“ berichtete, haben die beiden Literaturstudierenden für fünf Monate von der französischsprachigen zur niederländischsprachigen Universität in Brüssel gewechselt. Die beiden Universitäten liegen sich an derselben Straße gegenüber.
Erasmus-Stipendien werden von der Europäischen Union im Regelfall für Studienaufenthalte im Ausland vergeben.
59 Jahre Max-Planck-Gesellschaft
Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften feiert heute 59-jähriges Bestehen.
Sie wurde 1948 von dem Chemiker Ernst Telschow in Gedenken an den deutschen Physiker Max Planck gegründet.
Die Max-Planck-Gesellschaft zählt heute zu den weltweit wichtigsten nicht-universitären Forschungseinrichtungen. Sie ist Trägerin von rund 80 Instituten mit über 20.000 Mitarbeitern. Max Planck war einer der bedeutendsten deutschen Physiker und gilt als Begründer der Quantentheorie.
Oscar für Abschlussfilm der HFF München
Die Hochschule für Fernsehen & Film in München gratuliert ihrem Absolventen Florian Henckel von Donnermarck zum jüngst erhaltenen Academy Award.
Der Regisseur hat den Oscar vergangene Nacht für den besten nicht-englischsprachigen Film für das Stasi-Drama „Das Leben der anderen“ erhalten. Der Oscar gilt als wichtigste amerikanische Filmauszeichnung. „Das Leben der anderen“ wurde zuvor bereits mit mehreren deutschen wie internationalen Preisen ausgezeichnet. Ursprünglich wurde der Film im vergangenen Jahr als Abschlussarbeit an der Münchener Filmhochschule produziert.
InFakt am Freitag, 2. März 2007
Umweltprüfung des neuen Laborgebäudes an der Uni Bielefeld
Das am Mittwoch eingeweihte Laborgebäude der Universität Bielefeld wird einer so genannten Umweltprüfung unterzogen.
Biologen prüfen, ob der Bau Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere hat.
Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW wird die Prüfung durchführen.
Die Prüfung soll über den Zeitraum von einem Jahr durchgeführt werden.
Das neue Laborgebäude wurde am Mittwoch in Anwesenheit des NRW- Innovationminister Andreas Pinkwart eingeweiht.
2007 gibt es kein Paderborner Sommerfestival
Der Allgemeine Studierenden Ausschuss der Uni Paderborn wird in diesem Jahr kein Sommerfestival ausrichten.
Das gab der AStA in einer Pressemitteilung bekannt.
Die Gründe für die Aussetzung seien eine unklare Finanzierung und eine schlechte Planung, so heißt es in der Pressemiteilung.
Die Ausrichtung des Festivals habe zu einer Vernachlässigung anderer wichtiger Aufgaben des AStA geführt, so der AStA weiter.
Die Entscheidung wurde von einzelnen Mitgliedern des AStA kritisiert.
1,3 Millionen Erwachsene ohne Berufsabschluss
In Deutschland haben rund 1,3 Millionen junge Menschen keinen Berufsabschluss.
Das gab Bundesbildungsministerin Annette Schavan auf der Kultusministerkonferenz (KMK) bekannt.
Ein Grossteil der 1,3 Millionen hätten ein Migrationshintergrund und verfügten auch nicht über eine Schulabschluss, so Schavan weiter.
Die Ministerin kündigte an, dass Bund und Länder das Problem gemeinsam angehen werden.
Schavan plädierte für die Ausweitung der frühkindlichen Förderung
Demo gegen Umstrukturierungspläne der Uni Bielefeld
Am Samstag veranstaltet der Allgemeine Studierenden Ausschuss der Universität Bielefeld eine Protestaktion gegen die Umstrukturierungspläne der Uni Bielefeld.
Die Demonstration wird auf dem Jahnplatz stattfinden.
Die Umstrukturierungspläne sehen unter anderem vor, den Studiengang „Kunst und Musik“ abzuschaffen.
Ziel der Aktion ist es, die Erhaltung des Studiengangs durchzusetzen.
Von 11-18h können sich Bürgerinnen und Bürger über den aktuellen Stand informieren und ihre Solidarität bekunden.
Europäische Kommission ist für Studiengebühren
Die so genannte Europäische Kommission ist für die Einführung von Studiengebühren.
In einer Stellungnahme fordert die Europäische Kommission mehr Unternehmergeist in Schulen und Hochschulen.
Studiengebührengegner sehen in der Erhebung von Gebühren eine Verletzung des UN – Sozialpaktes.
Der UN-Sozialpakt verpflichtet Regierungen unter anderem dazu, das Bildungssystem gebührenfrei zu halten.
(Die Europäische Kommission sorgt für die korrekte Ausführung europäischer Rechtsakte wie Richtlinien, Verordnungen und Entscheidungen.)
Strafbefehl gegen Paderborner Prof.
Die Paderborner Staatsanwaltschaft hat gestern ein Strafbefehl gegen einen Sprachwissenschaftler gestellt.
Zwei Nachwuchswissenschaftlerinnen hatten Anzeige erstattet.
Dem 59 jährigen Prof. wird Sexuelle Nötigung vorgeworfen.
Schon im Vergangenen Jahr hatten zwei Studentinnen gegen den Prof. anzeige erstattet.
Sie berichteten das sie sich in eindeutigen Posen filmen lassen mussten um einen Teilnahmeschein zu bekommen.
InFakt am Donnerstag, 1. März 2007
Bielefelder Autorin bekommt Literaturpreis
Die Bielefelderin Que Du Luu wird für ihren Roman TOTALSCHADEN mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis der Robert-Bosch-Stiftung ausgezeichnet. In dem Roman TOTALSCHADEN, so begründet die Robert-Bosch-Stiftung die Entscheidung der Jury, sei eine rasante und bisweilen groteske und witzige Geschichte eines menschenscheuen Jungen, der seinen Vater verliert, als seine Mutter Einstein auf der Straße sieht und daraufhin dem Gatten ins Lenkrad greift. Die Autorin beweise mit dem Roman ihr erzähltechnische Brillanz, und ihre außergewöhnliche Begabung für gute Dialoge. Die Stiftung ehrt mit dem Adelbert-von-Chamissimo-Förderpreis jährlich herausragende literarische Leistungen deutsch schreibender Autorinnen und Autoren, deren Muttersprache nicht die deutsche ist.
Der Preis wurde am 27. Februar in Münschen verliehen und ist mit 7000€ dotiert.
Mensa des Jahres kommt aus Osnabrück
Das Studentenwerk Osnabrück siegte zum dritten Mal in Folge beim Wettbewerb „Mensa des Jahres“. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten die Mensen des Studentenwerks Rostocks und Frankfurt Oder. Der bundesweite Wettbewerb der „Mensa des Jahres“ wird vom Campus-Magazin „Unicum“ veranstaltet. Mehr als 32.000 Studierende beteiligten sich an der bundesweiten Abstimmung und vergaben virtuelle Tabletts in den Kategorien Geschmack, Auswahl, Service, Freundlichkeit und Atmosphäre. Die Mensa der Universität Bielefeld landete in keiner der genannten Kategorien auf den vorderen Plätzen.
Prüfling mußte in Flasche urinieren
Ein Medizinstudent mußte während seiner Prüfung in eine Trinkflasche urinieren. Dieser Vorfall ereignete sich an der Albert-Ludwigs- Universität in Freiburg. Nachdem das Aufsichtspersonal der Medizinprüfung einem körperbehinderten Studierenden verboten hatte, während der Prüfung die Toilette aufzusuchen, sah sich der gehandicapte Student gezwungen, vor seinen Kommilitonen sein Geschäft zu verrichten. Mittlerweile hat sich das Prüfungspersonal persönlich bei dem Studenten entschuldigt.
Neues Vergabeverfahren in NC-Fächern
Die Dortmunder Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen, kurz ZVS, soll zu einer Service- und Beratungsstelle für Studienbewerber und Hochschulen umgestaltet werden. Dies beschloss die Kultusministerkonferenz in Berlin. Zudem sollen die Hochschulen künftig ihre selbst ausgewählten Studienanfänger in Numerus-Clausus-Fächern der ZVS melden, damit die begehrten Plätze nicht durch Mehrfachbewerbungen blockiert werden. Das neue Verfahren der ZVS soll zum Wintersemester 2008/2009 greifen.
Land steigt mit 900.000 Euro 2007 in das Bielefelder Honda-Projekt ein
Die Ansiedlung eines Honda-Forschungsprojekt in der Universität Bielefeld wird immer wahrscheinlicher. Wenn die Verhandlungen mit Honda in Japan erfolgreich sind, wird das Land NRW das Projekt mit jährlich 900.000 Euro. Die Förderung solle dann bis zum Jahr 2010 laufen. Dies gab der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie in Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart gestern in Bielefeld bekannt. Honda möchte an der Universität Bielefeld ein europäisches Forschungszentrum für Robotik und intelligente Systeme aufbauen. Die Honda-Offensive würde die Bielefelder Hochschule im Wettbewerb mit anderen enorm stärken.
Neues Laborgebäude an der Uni Bielefeld
Gestern ist das neue Laborgebäude an der Universität Bielefeld offiziell eingeweiht worden. In Anwesenheit von NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, wurde der Schlüssel an die zukünftigen Nutzer des Zentrums für Biotechnologie übergeben. Durch das neue Laborgebäude stehen nach Angaben der Uni Bielefeld die modernsten Hightech-Labore den Wissenschaftlern zu Verfügung. Das neue Laborgebäude kostet knapp 14 Millionen Euro und ist die größte Baumaßnahme der Universität Bielefeld seit 1976. Die Einweihung des neuen Gebäudes wurde von kleineren Protesten begleitet.
InFakt am Mittwoch, 28. Februar 2007
Pinkwart weiht Unigebäude ein - Proteste erwartet
Heute wird der erste Bauabschnitt des neuen Laborgebäudes für Genomforschung und Bioinformatik der Universität Bielefeld eingeweiht. Dabei werden auch Rektor Dieter Timmermann und Andreas Pinkwart, NRW-Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, anwesend sein. Der AstA der Universität Bielefeld ruft im Rahmen dieser Veranstaltung zu einem erneuten Protest gegen Studiengebühren auf. Interessierte Studierende, die an dem Protest teilnehmen möchten, treffen sich heute um 14:30 Uhr auf der Asta Galerie.
Prof. Dr. Heinz Neuser neuer Ombudsmann der FH Bielefeld
Prof. Dr. Heinz Neuser ist vom Rektorat der FH Bielefeld zum Ombudsmann bestellt worden. Damit übernimmt er die Aufgabe als Vertrauensperson, die Angehörigen der FH Bielefeld zu beraten. Neuser war zuvor 21 Jahre lang Dekan des Fachbereichs Sozialwesen. Mit dieser Aufgabe verabschiedet sich Neuser in den Ruhestand.
Wieder mehr Lehrerexamen in NRW
In Nordrhein-Westfalen haben erstmals wieder mehr Studierende ein Lehrerexamen abgelegt als im Vorjahr. Im Jahr 2005 schlossen rund 5500 Studierende eine Lehramtsprüfung mit dem ersten Staatsexamen ab, so das Landesamt für Statistik. Das seien 124 mehr als 2004. Das Schulministerium wirbt seit einigen Jahren verstärkt für den Lehrerberuf. Vor allem in der Sekundarstufe I (Klasse 5-10) soll es in den nächsten Jahren Probleme geben, alle freien Stellen zu besetzen. Studierende mit technischem oder naturwissenschaftlichem Studium haben daher eine gute Chance, als Quereinsteiger in Lehrerberufen eingestellt zu werden.
Neuer Informationsübertragung im Gehirn entdeckt
Bonner Forscher haben eine bislang unbekannte Art der Informationsübertragung im Gehirn entdeckt. Die Neurowissenschaftler fanden heraus, dass die Nervenzellen auf der gesamten Länge ihrer Fortsätze Botenstoffe ausschütten. Die Forscher vermuten nun, dass die Botenstoffe des Gehirns auch außerhalb der Synapsen freigesetzt und von benachbarten Nervenzellen aufgenommen werden. Sollte sich diese Vermutung bestätigen, müsste eine seit mehr als 100 Jahren gültige Lehrmeinung revidiert werden. Bislang glaubt die Forschung, dass die Weiterleitung von Signalen im Hirn ausschließlich über die Synapsen verläuft.
EU fehlen rund 700 000 Forscher
In der EU fehlen laut Bundeskanzlerin Angela Merkel rund 700 000 Forscher. In Deutschland sei dabei vor allem ein Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern zu beklagen. Besonders in den Bereichen Energie und Klima sieht die Kanzlerin großen Zukunftsbedarf. Die EU-Regierungschefs wollen Europa im nächsten Jahrzehnt weltweit zur forschungs- und innovationsstärksten Region aufsteigen lassen. Ziel der EU-Regierungschefs ist es weiterhin, bereits ab 2010 drei Prozent des Brutto-Inlandproduktes für Forschung und Entwicklung auszugeben.
didacta in Köln gestartet
Die größte europäische Bildungsmesse "didacta" ist gestern mit der Forderung nach umfassenden Reformen und Qualitätsverbesserungen eröffnet worden. Bei der fünftägigen Veranstaltung in Köln informieren rund 800 Anbieter aus 20 Ländern über die Bereiche Kindergarten, Schule und Hochschule, Ausbildung und Qualifikation sowie Weiterbildung. Besonders sollen dabei Themen wie zum Beispiel neue Bildungssoftware, Schulbücher und Medienkompetenz behandelt werden.
Dialog zwischen technisch- mathematischer und künstlerischgeisteswissenschaftlicher Kultur am ZiF
Welchen Einfluss Informatik und Computer auf die Theorie und Praxis der Künste haben, wird im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld diskutiert. Die Tagung findet unter der Leitung des Kölner Literaturwissenschaftlers Prof. Dr. Hans Esselborn statt. Ziel der Tagung soll es sein, den Dialog zwischen technisch- mathematischer und künstlerisch-geisteswissenschaftlicher Kultur zu intensivieren. Die Tagung findet Ende März statt.
InFakt am Dienstag, 27. Februar 2007
Bielefelder Jurastudenten gewinnen Moot-Court-Bundeswettbewerb
Zwei Bielefelder Jurastudenten haben sich im Bundesfinale des deutschen Moot-Court-Wettbewerbs als Gesamtsieger durchgesetzt.
Moot-Courts sind simulierte Gerichtsverhandlungen, in denen angehende Juristen unter realistischen Bedingungen Prozesse führen können.
Für den Bundeswettbewerb konnte die European Law Students Association, kurz ELSA, die Richterbank mit fünf echten Richtern des Bundesverfassungsgerichts besetzen.
Am Ende setzten sich die Bielefelder gegen ein Team Hamburger Studierender durch und gewannen nicht nur ihre Gerichtsverhandlung, sondern auch den begehrten Titel.
Universitätsgesellschaft zeichnet hervorragende Dissertationen aus
Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft hat erneut 15 junge Wissenschaftler für ihre Doktorarbeiten ausgezeichnet. Vertreten waren auch in diesem Jahr wieder Dissertationen aus nahezu allen Fakultäten der Universität Bielefeld.
Der Vorsitzendende Ortwin Goldbeck und der Geschäftsführer Professor Helmut Steiner überreichten die Urkunde und einen Scheck über 600 Euro Preisgeld.
Die Preisgelder werden von zahlreichen Unternehmen aus der Region gestiftet.
Präsident der Hochschule Reutlingen tritt zurück
Der umstrittene Präsident der Hochschule Reutlingen, Wolfgang Hiller, ist nach nur 11 Monaten von seinem Amt zurückgetreten. Zuvor hatten bereits seine beiden Vizepräsidenten ihren Rücktritt erklärt.
Hiller war im März vergangenen Jahres vom Hochschulrat gegen den Willen des Senats eingesetzt worden und seitdem immer wieder in die Kritik geraten. Zuletzt scheiterte er an der Vertrauensfrage im Senat mit 22 zu 2 Stimmen.
In Baden Württemberg treffen Hochschulräte bereits seit dem Jahr 2000 wichtige Haushalts- und Personalentscheidungen. Mit Inkrafttreten des Hochschulfreiheitsgesetzes werden künftig auch in NRW solche Gremien eingesetzt, die mindestens zur Hälfte aus außeruniversitären Mitgliedern bestehen müssen.
Hochschulpakt weiter in der Kritik
Die Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, sieht die Umsetzung des Hochschulpaktes in den Ländern mit großer Sorge. Die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern bliebe schon jetzt weit hinter dem Notwendigen zurück. Die Entwicklungen aber, die sich in den Ländern abzeichnen, ließen einen Erfolg in noch weitere Ferne rücken, so die Präsidentin der HRK, Margret Wintermantel. Leider zeichne sich ab, dass viele Länder die Bundesmittel de facto nicht gegenfinanzierten und die ohnehin geringen Kostenansätze pro Studienplatz noch weiter absenkten, so Wintermantel weiter.
Die HRK hatte den Hochschulpakt zunächst als ersten, aber unzureichenden Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. Sie kritisierte dabei zu geringe Kostenansätze pro Studienplatz, die Vernachlässigung von Bauinvestitionen, sowie die kurze Dauer bis 2010, die den Hochschulen nicht die nötige Planungssicherheit gebe.
Ausstieg aus CHE-Ranking
Die Schweizer Hochschulen wollen nicht mehr am Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung, kurz CHE teilnehmen. Das berichtet die Financial Times Deutschland. Die Schweizer Rektorenkonferenz werfe dem CHE gravierende Mängel vor. Sie kritisierten vor allem die falsche Methodik zur Messung der Forschung und dass das CHE die sprachlichen Besonderheiten der Schweiz nicht berücksichtigt hätte. Die Schweizer Rektorenkonferenz will nun ein eigenes Ranking entwickeln.
Das CHE Ranking gilt als der wichtigste, jährliche Hochschulvergleich und wird in vielen Zeitungen und Zeitschriften wie Focus und Die Zeit veröffentlicht.
InFakt am Montag, 26. Februar 2007
BAföG-Novelle überdenken
Der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Rolf Dobischat, beklagt erneut die von der Bundesregierung geplante 22. BAföG-Novelle.
Dobischat hält die Novelle für absolut unzureichend und bezeichnete sie als Nullrunde. Die vielen kostenneutralen Veränderungen zum kommenden Wintersemester können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das BAföG eine deutliche Veränderung brauche. Aus Sicht des Studentenwerks müssen die Bedarfssätze der geförderten Studierenden um 10% erhöht werden.
Stipendien-Missbrauch?
Zwei belgische Studierende haben ein Erasmusstipendium für einen Hochschulwechsel innerhalb von Brüssel erhalten.
Wie die flämische Zeitung „De Morgen“ berichtete, haben die beiden Literaturstudierenden für fünf Monate von der französischsprachigen zur niederländischsprachigen Universität in Brüssel gewechselt. Die beiden Universitäten liegen sich an derselben Straße gegenüber.
Erasmus-Stipendien werden von der Europäischen Union im Regelfall für Studienaufenthalte im Ausland vergeben.
59 Jahre Max-Planck-Gesellschaft
Die Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften feiert heute 59-jähriges Bestehen.
Sie wurde 1948 von dem Chemiker Ernst Telschow in Gedenken an den deutschen Physiker Max Planck gegründet.
Die Max-Planck-Gesellschaft zählt heute zu den weltweit wichtigsten nicht-universitären Forschungseinrichtungen. Sie ist Trägerin von rund 80 Instituten mit über 20.000 Mitarbeitern. Max Planck war einer der bedeutendsten deutschen Physiker und gilt als Begründer der Quantentheorie.
Oscar für Abschlussfilm der HFF München
Die Hochschule für Fernsehen & Film in München gratuliert ihrem Absolventen Florian Henckel von Donnermarck zum jüngst erhaltenen Academy Award.
Der Regisseur hat den Oscar vergangene Nacht für den besten nicht-englischsprachigen Film für das Stasi-Drama „Das Leben der anderen“ erhalten. Der Oscar gilt als wichtigste amerikanische Filmauszeichnung. „Das Leben der anderen“ wurde zuvor bereits mit mehreren deutschen wie internationalen Preisen ausgezeichnet. Ursprünglich wurde der Film im vergangenen Jahr als Abschlussarbeit an der Münchener Filmhochschule produziert.
Infakt am Freitag, 23. Februar 2007
Neues Hörsaalgebäude aus Studiengebühren finanziert?
Die Universität Bielefeld schließt den Bau eines neuen Hörsaalgebäudes nicht aus. Der Neubau könnte aus den seit dem letzten Wintersemester erhobenen Studiengebühren finanziert werden, so die Universitätsleitung. Man werde sich dabei jedoch streng an den bisher festgelegten Verteilungsschlüssel zur Verwendung der Studiengebühren halten. Mit dieser Stellungnahme reagierte das Rektorat auf Befürchtungen des AstAs, die Gebühren könnten in den Bau eines neuen Hörsaalgebäudes fließen.
Mehr Abiturienten in Ausbildungsberufen
Seit der Einführung der Studiengebühren entscheiden sich immer mehr Abiturienten für eine Ausbildung und gegen ein Studium. Dies sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Norbert Müller, auf dem gestrigen Berufskollegtag. Müller warnte vor einem Verdrängungswettbewerb auf dem Ausbildungsmarkt. So bekämen selbst Jugendliche mit gutem Schulabschluss oft keinen Ausbildungsplatz mehr.
Stadt der Wissenschaft gesucht
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft sucht auch für das Jahr 2009 Jahr wieder die „Stadt der Wissenschaft“. Die teilnehmenden Universitätsstädte müssen dafür ihr wissenschaftliches Potenzial möglichst überzeugend bündeln. Dabei sollen neben den örtlichen Forschungseinrichtungen auch die lokale Wirtschaft, Kultur und die Bürger einbezogen werden. Die Siegerstadt erhält ein Preisgeld von 250 000 Euro und die Chance, im Jahr 2009 ihr Angebot in Forschung und Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.
Ruhe durch Lärm
Hamburger Forscher bekämpfen Lärm mit Gegenlärm. Die Wissenschaftler der Bundeswehr Universität arbeiten an einer Methode, die lärmgeplagten Menschen mit Gegenschall zu erholsamerem Schlaf verhelfen soll. Mit Hilfe von Mirkrofonen und Computerchips könnten störende Geräusche mit entgegengesetzten Schallwellen eliminiert werden. Laut den Forschern könnten die Mikrofone beispielsweise in Kissen eingebaut werden, und somit für die Nachtruhe störende Geräusche abhalten.
Manager mit Bildungssystem unzufrieden
Die führenden deutschen Manager sind mit dem heimischen Bildungssystem sehr unzufrieden. Bei einer Erhebung im Auftrag des Manager Magazins gaben nur 17 Prozent der befragten Manager an, mit den Leistungen von Schulen und Hochschulen insgesamt zufrieden zu sein. In anderen Ländern wie Frankreich oder den USA sind die Zufriedenheitswerte erheblich höher.
Mobbing an Schulen
An weiterführenden Schulen in Deutschland wird jedes siebte Kind gemobbt. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie des Institut für pädagogische Psychologie der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. 14 Prozent aller befragten Schüler gaben bei der Befragung an, regelmäßig Opfer von Schikanen und Pöbeleien zu sein. Hochgerechnet käme man laut den Psychologen auf 500 000 Mobbing-Opfer in den weiteführenden Schulen. Mobbing liege vor, wenn Schüler ein längeren Zeitraum wiederholt von anderen Mitschülern beleidigt, gedemütigt, bedroht oder ausgeschlossen werde, ohne jedoch körperliche Gewalt zu erfahren, so die Wissenschaftler.
Infakt am Donnerstag, 22.Februar 2007
Verwendung von Studiengebühren unklar
Studiengebühren werden angeblich auch für andere Zwecke eingesetzt als vorgesehen.
Das geht aus einem Bericht des „Tagesspiegels“ hervor.
Eine Reihe von Hochschulen sollen demnach mit den Beiträgen der Studierenden äußerst kreativ umgegangen sein.
So habe z.B. die Universität Ulm mit einem Teil der Studiengebühren die steigenden Heizkosten der Universität gedeckt.
Eine weitere Zweckentfremdung der Gebühren sei nötig geworden, um die steigenden Kosten zu decken die früher der Staat gezahlt hätte, hieß es.
Die Studiengebühren sollten allein zur Verbesserung der Lehre investiert werden. Das zumindest wurde bei ihrer Einführung seitens der Hochschulen versprochen.
Stärkere Einbindung der Studentenwerke
Die Studentenwerke sollen stärker in die Umsetzung des Hochschul-paktes 2010 mit einbezogen werden.
Das fordert der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes Meyer Auf Der Heide von den Bundesländern. Meyer Auf Der Heide sieht die Leistung der Studentenwerke als dritte Säule im Hochschulsystem neben Forschung und Lehre. Ohne ihr Wissen seien die Hochschulen dem kommenden Andrang neuer Studierender nicht gewachsen. Der Hochschulpakt 2010 beinhaltet unter anderem die Schaffung von 90.000 zusätzlichen Studienplätzen in den nächsten drei Jahren.
Serbische Uni verkauft Prüfungen und Diplome
An einer serbischen Universität wurden Prüfungen und Diplome verkauft.
Das meldete die deutsche Presseagentur DPA.
Die Polzei habe 10 Professoren festgenommen, die sich mit den Bestechungsgeldern einen luxuriösen Lebenswandel finanziert haben sollen.
Bis zu 16.000 Euro kostete ein Diplom an der serbischen Universität.
Die Ermittler befürchten, das in der Staatsverwaltung und im Sicherheitsapparat des Landes zahlreiche Menschen arbeiten, die an ihren Abschluss durch erschlichene Prüfungen gekommen sind.
InFakt am Mittwoch, 21. Februar 2007
Deutsche Daten des internationalen UNICEF-Berichts kommen aus Bielefeld
Bielefelder Gesundheitswissenschaftler haben im Rahmen der internationalen Studie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) Daten zur Situation der Kinder in Industrieländern erhoben. Ziel der Studie sei es zu einem erweiterten Verständnis gesundheitsbezogener Einstellungen und Verhaltensweisen junger Menschen beizutragen und die Bedingungen ihrer Entwicklung zu untersuchen. Die Daten wurden am WHO Kollaborationszentrum zur Kinder – und Jugendgesundheitsförderung an der Fakultät für Geschichtswissenschaften an der Universität Bielefeld erhoben. Die HBSC-Studie sei die bisher einzige deutsche Untersuchung, die repräsentative Angaben über die Gesundheit im Jugendalter ermögliche. Die Ergebnisse der Untersuchungen spielen im internationalen UNICEF-Bericht, der am 14. Februar vorgestellt wurde, eine zentrale Rolle.
4. Bielefelder Kinder-Uni
Vom 2. bis zum 23. März 2007 können Kinder an vier Feiertagen im Rahmen der Bielefelder Kinder-Uni Einblicke in das Leben an der Universität bekommen. Bereits zum vierten Mal werden mehr als 820 Kinder Vorträge von Bielefelder Professoren und Dozenten besuchen. Die Plätze für die Veranstaltung sind bereits ausgebucht. Für Interessierte werden die Vorträge auf eine Videoleinwand im Hörsaal 1 übertragen. Außerdem überträgt Hertz 87,9 die Vorlesungen.
Gesundheitsforschung führt zu besserer medizinischer Versorgung und senkt die Kosten im Gesundheitswesen
In den kommenden vier Jahren wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung 180 Millionen Euro mehr für Gesundheitsforschung ausgeben. Patienten sollen möglichst schnell von den Forschungsergebnissen profitieren. Moderne Gesundheitsforschung führe zu einer besseren medizinischen Versorgung von Patienten und die Kosten im Gesundheitswesen würden eingedämmt, so Bundesforschungsministerin Anette Schavan. Ziel der Gesundheitsforschung sei eine bessere medizinische Behandlung. Außerdem stehe die Lebensqualität der Menschen im Mittelpunkt.
Agentur für Arbeit veranstaltet Workshop für Studienabbrecher
Das Team Akademische Berufe der Agentur für Arbeit bietet einen Workshop zur persönlichen Zielfindung an. Der Workshop richtet sich an alle Studierende, die mit ihrem Studium unzufrieden sind. Zudem sind Studierende eingeladen, die an einen Studienabbruch oder Fachwechsel denken. Der Workshop findet heute von 9.00 bis 12.30 Uhr und morgen von 9.00 bis 16.00 Uhr im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit statt.
Neues Laborgebäude ist teilweise fertiggestellt
Der erste Bauabschnitt des neuen Laborgebäudes der Universität Bielefeld ist fertiggestellt. Das Gebäude wird am 28. Februar seinen zukünftigen Nutzern, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Centrum für Biotechnologie, übergeben. Das Bauprojekt hat knapp 14 Millionen Euro gekostet. Es ist das größte Bauprojekt seit der Fertigstellung des Hauptgebäudes der Uni Bielefeld im Jahr 1976. Zur Eröffnung des neuen Gebäudes wird auch der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein Westfalen, Prof. Andreas Pinkwart, erwartet.
Infakt am Dienstag, 20. Februar 2007
Studenten besser an die Unternehmen binden
Die Wirtschaftsinitiative des Kreises Gütersloh richtet eine Transferstelle für Studenten und Witschaftsförderer ein. Ziel ist es, den Kontakt zwischen örtlichen Firmen und den Studenten zu verstärken.
Darauf haben sich Vertreter der Wirtschaft und der Unis Bielefeld und Paderborn geeinigt. So soll der Kreis Gütersloh für Studenten attraktiver werden.
Grundrechte der Schüler weiterhin gesichert
Die Mitgliederversammlung des Bündnisses für Politik und Meinungsfreiheit hat am Freitag den sogenannten „Leipziger Aufruf“ unterzeichnet. Inhalt des Aufrufs ist es, die Debatte um Demokratie und Grundrechte wieder stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Der Aufruf ist eine Reaktion auf die Einrichtung von Schülerdateien vonseiten des Staates, in denen ab der ersten Klasse alle Daten aller Schüler erfasst werden sollen.
Das pm-Bündnis besteht aus 28 verschiedenen Organisationen darunter Schülervertretungen, Gewerkschaften und Basisgruppen.
Diskussionen um Klimawandel
Die Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) warnte am Wochenende in San Francisco vor großer Gefahr durch den Klimawandel. Der Präsident der Konferenz Harvard-Professor Holdren forderte alle Teilnehmer dazu auf, sich massiv dafür einzusetzen, den Klimawandel zu verlangsamen. Sollten in den kommenden 10 Jahren keine drastischen Schritte unternommen werden, den Klimawandel zu stoppen, seien die Folgen irreversibel. Schon jetzt ist die Lage akut. Durch die Erderwärmung schmelzt einer der größten Gletscher Perus 10mal so schnell als noch vor einem Jahrzehnt. Berechnungen zufolge wird er in nur 5 Jahren vollständig abgeschmolzen sein.
Die Tagung des AAAS wird von etwa 10 000 Forschern und 1000 Journalisten aus 60 Ländern besucht. Sie gilt als größtes interdisziplinäres Wissenschaftlerforum weltweit.
Alkoholmissbrauch bei Kindern gestiegen
In den vergangenen Jahren ist der Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen gestiegen. Dies belegt eine Studie des Kinderhilfswerks Unicef. Danach waren etwa 17 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen bereits zweimal und häufiger betrunken. Auch die Zahl der Minderjährigen, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, hat sich erhöht. Mögliche Gründe hierfür sind laut Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen u.a. geringe Kontrollen beim Ausschank und Verkauf und finanziell starke Alkoholwerbung.
Nicht genügend Gesamtschulplätze in NRW
In diesem Jahr werden in NRW mehr als 16 000 Kinder keinen Platz an der erwünschten Gesamtschule erhalten. Es liegen mehr Bewerbungen bei gleichbleibendem Platzangebot vor. Das liegt zum einen an einem geburtenstarken Jahrgang, zum anderen an der zunehmenden Beliebtheit der Gesamtschulen. Diese haben den Vorteil, dass das Abitur weiterhin in 13 Jahren abgeschlossen werden kann, nicht wie nun üblich in 12 Jahren. Außerdem sind Gesamtschulen Gesamttagsschulen. Da sich die Nachfrage in den nächsten Jahren wieder normalisieren wird, sind Erweiterungen der Schulen seitens des Landes nicht vorgesehen.
InFakt am Montag, 19. Februar 2007
Proteste weiter unterstützen
Die Bildungsgewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft ruft dazu auf, den Widerstand gegen das Bezahlstudium weiter fortzusetzen. Am Freitag sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem das "Die Boykottinitiativen es geschafft haben, dass ein bereits abgehaktes Thema wieder diskutiert wird.“„Wir hoffen, dass durch die zahlreichen Prozesse und weiteren Proteste endlich erkannt wird, dass wir keinen sozialen Numerus Clausus brauchen", sagte Dahlem weiter. Nach der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks schaffen nur 11 von 100 Kindern aus einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten den Sprung an die Hochschulen.
Boykott gescheitert
In Baden-Württemberg ist ein Boykott der Studiengebühren gescheitert. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte die Studierneden dazu aufgefordert das Geld für die Studiengebühren anstat an die Uni in eine Art Treuhandfond einzuzahlen. Ziel der Aktion war es gegen die Studiengebühren zu Demonstrieren ohne von der Uni verwiesen zu werden. Die Aktion scheiterte aber an der Beteiligung der Studierenden. Laut Benjamin Greschbach vom Unabhängigen Allgemeinen der Uni Freiburg hatte sich der Misserfolg abgezeichnet, da das geld nur auf die Treuhandkonten tröpfelte.
Besetzung der FU Berlin
Studierende besetzen seit letzter Woche das Ethnologische Institut der Freien Universität Berlin. Damit reagieren Sie auf die Pläne der Universitätsleitung und des Klett-Verlags, eine studiengebührenpflichtige Privatuniversität, die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW), mit öffentlichen Geldern zu gründen. Als Gebäude der DUW wurde das jetzige Institutsgebäude der Ethnologie gewählt, die trotz lange feststehender Planung kurzfristig und überraschend mit vollendeten Tatsachen konfrontiert wurde. Die Folge für das Institut ist trotz hoher und steigender Zahl an Neueinschreibungen sowie erfolgreicher Lehre und Forschung ein Zwangsumzug in ein noch kleineres Gebäude sowie das ersatzlose Streichen von Seminarräumen und der Bibliothek.
Infakt am Donnerstag, 22.Februar 2007
Verwendung von Studiengebühren unklar
Studiengebühren werden angeblich auch für andere Zwecke eingesetzt als vorgesehen.
Das geht aus einem Bericht des „Tagesspiegels“ hervor.
Eine Reihe von Hochschulen sollen demnach mit den Beiträgen der Studierenden äußerst kreativ umgegangen sein.
So habe z.B. die Universität Ulm mit einem Teil der Studiengebühren die steigenden Heizkosten der Universität gedeckt.
Eine weitere Zweckentfremdung der Gebühren sei nötig geworden, um die steigenden Kosten zu decken die früher der Staat gezahlt hätte, hieß es.
Die Studiengebühren sollten allein zur Verbesserung der Lehre investiert werden. Das zumindest wurde bei ihrer Einführung seitens der Hochschulen versprochen.
Stärkere Einbindung der Studentenwerke
Die Studentenwerke sollen stärker in die Umsetzung des Hochschul-paktes 2010 mit einbezogen werden.
Das fordert der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes „Meyer Auf Der Heide“ von den Bundesländern.
„Meyer Auf Der Heide“ sieht die Leistung der Studentenwerke als dritte Säule im Hochschulsystem neben Forschung und Lehre.
Ohne ihr Wissen seien die Hochschulen dem kommenden Andrang neuer Studierender nicht gewachsen.
Der Hochschulpakt 2010 beinhaltet unter anderem die Schaffung von 90.000 zusätzlichen Studienplätzen in den nächsten drei Jahren.
Serbische Uni verkauft Prüfungen und Diplome
An einer serbischen Universität wurden Prüfungen und Diplome verkauft.
Das meldete die deutsche Presseagentur DPA.
Die Polzei habe 10 Professoren festgenommen, die sich mit den Bestechungsgeldern einen luxuriösen Lebenswandel finanziert haben sollen.
Bis zu 16.000 Euro kostete ein Diplom an der serbischen Universität.
Die Ermittler befürchten, das in der Staatsverwaltung und im Sicherheitsapparat des Landes zahlreiche Menschen arbeiten, die an ihren Abschluss durch erschlichene Prüfungen gekommen sind.
InFakt am Mittwoch, 21. Februar 2007
Deutsche Daten des internationalen UNICEF-Berichts kommen aus Bielefeld
Bielefelder Gesundheitswissenschaftler haben im Rahmen der internationalen Studie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) Daten zur Situation der Kinder in Industrieländern erhoben. Ziel der Studie sei es zu einem erweiterten Verständnis gesundheitsbezogener Einstellungen und Verhaltensweisen junger Menschen beizutragen und die Bedingungen ihrer Entwicklung zu untersuchen. Die Daten wurden am WHO Kollaborationszentrum zur Kinder – und Jugendgesundheitsförderung an der Fakultät für Geschichtswissenschaften an der Universität Bielefeld erhoben. Die HBSC-Studie sei die bisher einzige deutsche Untersuchung, die repräsentative Angaben über die Gesundheit im Jugendalter ermögliche. Die Ergebnisse der Untersuchungen spielen im internationalen UNICEF-Bericht, der am 14. Februar vorgestellt wurde, eine zentrale Rolle.
4. Bielefelder Kinder-Uni
Vom 2. bis zum 23. März 2007 können Kinder an vier Feiertagen im Rahmen der Bielefelder Kinder-Uni Einblicke in das Leben an der Universität bekommen. Bereits zum vierten Mal werden mehr als 820 Kinder Vorträge von Bielefelder Professoren und Dozenten besuchen. Die Plätze für die Veranstaltung sind bereits ausgebucht. Für Interessierte werden die Vorträge auf eine Videoleinwand im Hörsaal 1 übertragen. Außerdem überträgt Hertz 87,9 die Vorlesungen.
Gesundheitsforschung führt zu besserer medizinischer Versorgung und senkt die Kosten im Gesundheitswesen
In den kommenden vier Jahren wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung 180 Millionen Euro mehr für Gesundheitsforschung ausgeben. Patienten sollen möglichst schnell von den Forschungsergebnissen profitieren. Moderne Gesundheitsforschung führe zu einer besseren medizinischen Versorgung von Patienten und die Kosten im Gesundheitswesen würden eingedämmt, so Bundesforschungsministerin Anette Schavan. Ziel der Gesundheitsforschung sei eine bessere medizinische Behandlung. Außerdem stehe die Lebensqualität der Menschen im Mittelpunkt.
Agentur für Arbeit veranstaltet Workshop für Studienabbrecher
Das Team Akademische Berufe der Agentur für Arbeit bietet einen Workshop zur persönlichen Zielfindung an. Der Workshop richtet sich an alle Studierende, die mit ihrem Studium unzufrieden sind. Zudem sind Studierende eingeladen, die an einen Studienabbruch oder Fachwechsel denken. Der Workshop findet heute von 9.00 bis 12.30 Uhr und morgen von 9.00 bis 16.00 Uhr im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit statt.
Neues Laborgebäude ist teilweise fertiggestellt
Der erste Bauabschnitt des neuen Laborgebäudes der Universität Bielefeld ist fertiggestellt. Das Gebäude wird am 28. Februar seinen zukünftigen Nutzern, den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom Centrum für Biotechnologie, übergeben. Das Bauprojekt hat knapp 14 Millionen Euro gekostet. Es ist das größte Bauprojekt seit der Fertigstellung des Hauptgebäudes der Uni Bielefeld im Jahr 1976. Zur Eröffnung des neuen Gebäudes wird auch der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein Westfalen, Prof. Andreas Pinkwart, erwartet.
Infakt am Dienstag, 20. Februar 2007
Studenten besser an die Unternehmen binden
Die Wirtschaftsinitiative des Kreises Gütersloh richtet eine Transferstelle für Studenten und Witschaftsförderer ein. Ziel ist es, den Kontakt zwischen örtlichen Firmen und den Studenten zu verstärken.
Darauf haben sich Vertreter der Wirtschaft und der Unis Bielefeld und Paderborn geeinigt. So soll der Kreis Gütersloh für Studenten attraktiver werden.
Grundrechte der Schüler weiterhin gesichert
Die Mitgliederversammlung des Bündnisses für Politik und Meinungsfreiheit hat am Freitag den sogenannten „Leipziger Aufruf“ unterzeichnet. Inhalt des Aufrufs ist es, die Debatte um Demokratie und Grundrechte wieder stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Der Aufruf ist eine Reaktion auf die Einrichtung von Schülerdateien vonseiten des Staates, in denen ab der ersten Klasse alle Daten aller Schüler erfasst werden sollen.
Das pm-Bündnis besteht aus 28 verschiedenen Organisationen darunter Schülervertretungen, Gewerkschaften und Basisgruppen.
Diskussionen um Klimawandel
Die Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) warnte am Wochenende in San Francisco vor großer Gefahr durch den Klimawandel. Der Präsident der Konferenz Harvard-Professor Holdren forderte alle Teilnehmer dazu auf, sich massiv dafür einzusetzen, den Klimawandel zu verlangsamen. Sollten in den kommenden 10 Jahren keine drastischen Schritte unternommen werden, den Klimawandel zu stoppen, seien die Folgen irreversibel. Schon jetzt ist die Lage akut. Durch die Erderwärmung schmelzt einer der größten Gletscher Perus 10mal so schnell als noch vor einem Jahrzehnt. Berechnungen zufolge wird er in nur 5 Jahren vollständig abgeschmolzen sein.
Die Tagung des AAAS wird von etwa 10 000 Forschern und 1000 Journalisten aus 60 Ländern besucht. Sie gilt als größtes interdisziplinäres Wissenschaftlerforum weltweit.
Alkoholmissbrauch bei Kindern gestiegen
In den vergangenen Jahren ist der Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen gestiegen. Dies belegt eine Studie des Kinderhilfswerks Unicef. Danach waren etwa 17 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen bereits zweimal und häufiger betrunken. Auch die Zahl der Minderjährigen, die mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden, hat sich erhöht. Mögliche Gründe hierfür sind laut Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen u.a. geringe Kontrollen beim Ausschank und Verkauf und finanziell starke Alkoholwerbung.
Nicht genügend Gesamtschulplätze in NRW
In diesem Jahr werden in NRW mehr als 16 000 Kinder keinen Platz an der erwünschten Gesamtschule erhalten. Es liegen mehr Bewerbungen bei gleichbleibendem Platzangebot vor. Das liegt zum einen an einem geburtenstarken Jahrgang, zum anderen an der zunehmenden Beliebtheit der Gesamtschulen. Diese haben den Vorteil, dass das Abitur weiterhin in 13 Jahren abgeschlossen werden kann, nicht wie nun üblich in 12 Jahren. Außerdem sind Gesamtschulen Gesamttagsschulen. Da sich die Nachfrage in den nächsten Jahren wieder normalisieren wird, sind Erweiterungen der Schulen seitens des Landes nicht vorgesehen.
InFakt am Montag, 19. Februar 2007
Proteste weiter unterstützen
Die Bildungsgewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft ruft dazu auf, den Widerstand gegen das Bezahlstudium weiter fortzusetzen. Am Freitag sagte der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem das "Die Boykottinitiativen es geschafft haben, dass ein bereits abgehaktes Thema wieder diskutiert wird.“„Wir hoffen, dass durch die zahlreichen Prozesse und weiteren Proteste endlich erkannt wird, dass wir keinen sozialen Numerus Clausus brauchen", sagte Dahlem weiter. Nach der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks schaffen nur 11 von 100 Kindern aus einkommensschwachen und bildungsfernen Schichten den Sprung an die Hochschulen.
Boykott gescheitert
In Baden-Württemberg ist ein Boykott der Studiengebühren gescheitert. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte die Studierneden dazu aufgefordert das Geld für die Studiengebühren anstat an die Uni in eine Art Treuhandfond einzuzahlen. Ziel der Aktion war es gegen die Studiengebühren zu Demonstrieren ohne von der Uni verwiesen zu werden. Die Aktion scheiterte aber an der Beteiligung der Studierenden. Laut Benjamin Greschbach vom Unabhängigen Allgemeinen der Uni Freiburg hatte sich der Misserfolg abgezeichnet, da das geld nur auf die Treuhandkonten tröpfelte.
Besetzung der FU Berlin
Studierende besetzen seit letzter Woche das Ethnologische Institut der Freien Universität Berlin. Damit reagieren Sie auf die Pläne der Universitätsleitung und des Klett-Verlags, eine studiengebührenpflichtige Privatuniversität, die Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW), mit öffentlichen Geldern zu gründen. Als Gebäude der DUW wurde das jetzige Institutsgebäude der Ethnologie gewählt, die trotz lange feststehender Planung kurzfristig und überraschend mit vollendeten Tatsachen konfrontiert wurde. Die Folge für das Institut ist trotz hoher und steigender Zahl an Neueinschreibungen sowie erfolgreicher Lehre und Forschung ein Zwangsumzug in ein noch kleineres Gebäude sowie das ersatzlose Streichen von Seminarräumen und der Bibliothek.
Infakt am Freitag, 16. Februar 2007
Ehrendoktorwürde für Reich-Ranicki
Deutschlands bekanntester Literaturkritiker, Marcel Reich-Ranicki, erhält heute die Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität.
Grund seien seine Verdienste als Kritiker und Förderer der deutschen Literatur, so ein Sprecher der Universität. Die Hochschule hatte Reich- Ranicki im Jahr 1938 die Einschreibung aufgrund seiner jüdischen Herkunft verweigert.
Im Januar 2006 hatte Reich-Ranicki bereits die Ehrenpromotion der Freien Universität Berlin erhalten.
Mit der Würdigung der Humboldt-Universität erhält Reich-Ranicki seine neunte Ehrenpromotion.
Bundeswettbewerb für Schülerzeitungen mit 29 Teilnahmen aus NRW
29 Schülerzeitungen aus Nordrhein-Westfalen wurden ausgewählt, um am Bundeswettbewerb der Schülerzeitungen teilzunehmen. Insgesamt gab es 139 Bewerbungen um die Teilnahme an dem Wettbewerb. Die eingereichten Schülerzeitungen zeigten, dass alle jungen Redakteurinnen und Redakteure mit großem Engagement an ihren Zeitungen arbeiteten , so Ministerin Barbara Sommer. Das diesjährige Motto des Wettbewerb lautet „Kein Blatt vor den Mund nehmen“. Die Preisverleihung wird diesen Sommer im Berliner Bundesrat stattfinden. Die Sieger werden mit Geldpreisen belohnt.
Neues Warnzeichen für radioaktive Strahlung
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) hat nach jahrelangen Tests ein neues, international gültiges Warnsymbol für radioaktive Strahlung herausgebracht. Es soll deutlicher als das bisher gültige Zeichen vor Gefahren durch Radioaktivität warnen. Das in elf Ländern geteste Zeichen sei so selbsterklärend, dass es auch von Analphabeten verstanden werde, so teilte es die Atombehörde gestern in Wien mit. Die Warnschilder und -aufkleber sollen überall dort angebracht werden, wo stark strahlende radioaktive Quellen stehen.
Treffen der EU- Bildungsminister zu Bildungszielen
Die Bildungsminister der 27 EU-Staaten kommen heute zu Beratungen über europäische Ziele für die allgemeine und berufliche Bildung zusammen. Bei dem Treffen in Brüssel werden auch aktuelle Probleme zur Sprache kommen. So liegt zum Beispiel die Lesekompetenz von 15 Jährigen Schülern in vielen Ländern hinter den Vorgaben der Europäischen Union. In den deutschsprachigen Mitgliedstaaten liege der Anteil leseschwacher Schüler aber im EU- Durchschnitt oder leicht darüber, so ein Sprecher des Bildungsministeriums.
InFakt am Donnerstag, 15. Februar 2007
Deutschland schneidet bei Unicefstudie schlecht ab
Kinder in Deutschland haben mittelmäßige Zukunftschancen.
Nach Angaben einer neuen Unicefstudie belegt Deutschland, bei einem Vergleich der Lebensumstände von Kindern in 21 Industrieländern, leglich nur den elften Platz.
Die Unicef-Vorsitzende Heide Simonis kritisierte die deutsche Politik. Versprechen und Ankündigungen deckten sich in Deutschland nicht mit dem Handeln, so die Unicef Vorsitzende. Als kinderfreundlichstes Land weist die Studie die Niederlande aus. Besonders schlecht schnitten hingegen Großbritannien und die USA ab.
Frauen in wissenschaftlichen Toppositionen weiterhin unterrepresäntiert
Frauen sind weiterhin seltener in wissenschaftlichen Toppositionen anzutreffen.
Das teilte das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln mit.
Obwohl Frauen inzwischen fast die Hälfte aller Hochschulabsolventen stellen, sind sie unter den Spitzenwissenschaftlern immer noch deutlich unterrepräsentiert.
Ende des Jahres 2005 war demnach nicht einmal jede siebte Professur von einer Frau besetzt.
Keine Erhöhung der Baföegsätze
Die Bafög Sätze werden auch im Jahr 2007 nicht erhöht.
Hiervon hat das Bundeskabinett mit der 22. Bafög Novelle abgesehen.
Nach Angaben des „Freien Zusammenschluß von Studentinnenschaften“ (kurz fzs) wird die 22te Bafög Novelle kaum Verbesserungen mit sich bringen. In der Reform halten sich Verbesserungen und Verschlechterungen die Waage, so FZS Vorsitzender Konstantin Bender.
Demgegenüber betont die Bundesregierung die Vorzüge der neuen Novelle.
So sollen in Zukunft Ausländische Studierende sowie die Vereinbarkeit von Familie und Kind gefördert.
Obwohl die Lebenserhaltungskosten in den letzten Jahren gestiegen sind, wurden die Bafoegsätze seit dem Jahr 2001 nicht mehr erhöht.
InFakt am Mittwoch, 14. Februar 2007
CHE-Symposium sucht Handlungsansätze, um auch in den nächsten Jahren allen Abiturienten einen Studienplatz gewährleisten zu können
In den nächsten Jahren werden rund 30 Prozent mehr Abiturienten die Schulen verlassen als in den vergangenen Jahrgängen. In den letzten beiden Tagen diskutierten Vertreter aus Politik und Hochschulen auf dem CHE-Symposium Handlungsansätze, um auch in Zukunft allen Abiturienten eine Chance auf ein Studium zu ermöglichen. Diskutiert werden zum Beispiel die künftige Nutzung der Kapazitäten der Hochschulen in den neuen Bundesländern, sowie eine finanzielle Unterstützung der Studierenden, um ein Studium im Ausland attraktiver zu machen. Berlins Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) plädiert dafür, dass künftig das Bundesland für die Studienkosten eines Studierenden aufkomme, in dem er auch die Hochschulreife erworben hat. Gegen die sogenannte Verschickung deutscher Studienbewerber an ausländische Hochschulen spricht sich die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) aus.
10.000 Euro für UKM-Doktorandin
Den Novartis-Preis "Junge Endokrinologen" der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (Hormonlehre) erhält in diesem Jahr die Doktorandin Nina Kossack. Die Diplom-Biologin forscht am Institut für Reproduktionsmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM). Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Kossack erhält die Auszeichnung aufgrund ihrer Forschungen zur Identifizierung und Charakterisierung eines neuen genetischen Elements.
Studentenwerk kritisiert neue Bafög-Regeln
Das deutsche Studentenwerk hat der Bundesregierung vorgeworfen mit der geplanten Bafög-Novelle Kinder aus einkommensschwachen Familien vom Studium abzuhalten. Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde kritisierte am Dienstag in der "Neuen Osnabrücker Zeitung", dass die Finanzierungshilfen per Kredit nicht ausreichend seien. Es sei mehr als zynisch, wenn junge Menschen ihr Studium mit einem Darlehen von 60.000 bis 90.000 Euro selbst finanzieren sollten. Bundesbildungsministerin Annette Schavan will die Bafög-Novelle heute dem Kabinett vorlegen.
Moralforscherin Professorin Gertrud Nunner-Winkler spricht in der Universität Bielefeld
Am 22. Februar referiert Prof. Dr. Getrud Nunner-Winkler in der Universität Bielefeld zum Thema "Relativismus-ein überzogenes Deutungsmuster. Kritische Überlegungen zum Wandel der Moralvorstellungen". Nunner-Winkler ist ehemalige Leiterin der Abteilung für Moralforschung am Max-Planck-Institut (MPI) für Kognitions- und Neurowissenschaften in München. Der Vortrag findet um 18.15 Uhr im Hörsaaal 15 der Universität Bielefeld statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich sowohl an Wissenschaftler und Studierende aller Fachbereiche als auch an die interessierte Öffentlichkeit.
InFakt am Dienstag, 13. Febuar 2007
Neuer Beirat für das ITT
Das Institut für Innovationstransfer der Uni Bielefeld, kurz ITT, hat einen neuen Beirat eingesetzt.
Dieser Beirat versteht sich als Vermittler zwischen Universität und Wirtschaft. Er besteht aus insgesamt 15 Vertretern aus Unternehmen, Verbänden und Universität, darunter auch Rektor Dieter Timmermann. Das Gremium soll im Namen der ITT GmbH gemeinsame Projekte von Bielefelder Wissenschaftlern und vor allem mittelständischen Unternehmen unterstützen.
Die ITT Gesellschaft ist 1995 gegründet und soll die Praxisnähe von Forschung und Lehre stärken.
Tagung der HRK
In Berlin tagt heute die Hochschulrektorenkonferenz.
Auf der Tagesordnung stehen Themen wie die Umsetzung des Hochschulpaktes, die Zukunft von kleinen Fächern und die Promotion von Fachhochschul- und Bachelorabsolventen. Die Ergebnisse der Versammlung sollen morgen bekannt gegeben werden.
Die Hochschulrektorenkonferenz ist ein Zusammenschluß von mehr als 260 Hochschulen. Sie vertritt deren Interessen im Bereich der Politik und Öffentlichkeitsarbeit.
Erste Frau als Harvard-Rektorin
Die US Eliteuniversität Harvard hat zum ersten Mal seit über 370 Jahren eine Frau an der Spitze.
Die Historikerin Drew Faust löst den umstrittenen Präsidenten Larry Summers ab. Dieser hatte sich mit frauenfeindlichen Äußerungen unbeliebt gemacht. Die neue Präsidentin Faust gilt als versöhnende Figur mit kooperativem Führungsstil. Sie wird ihre Stelle im Juli antreten.
Wissenschaftliche Beirat empfiehlt Bundesregierung Umweltschutz
Der Wissenschaftliche Beirat "Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung" (WBGU) hat der Bundesregierung gestern seinen Bericht "Neue Impulse für die Umweltpolitik: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen" übergeben.
Das Papier der WGBU ist eine Reaktion auf den Bericht des internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel, abgekürzt IPCC. Der IPCC betont die Voranschreitung des Klimawandels und die Dringlichkeit mit der das Thema Umwelt angegangen werden muss. Die WGBU schlägt in ihrem Papier nun vor, wie mit den Entwicklungen umgegangen werden soll. Deutschland kann die momentane EU Ratspräsidentschaft nutzen, um sich für die Umwelt einzusetzen.
InFakt am Freitag, den 9. Februar 2007
Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt Projekte der Fakultät für Physik
Vier Projekte der Fakultät für Physik an der Universität Bielefeld werden in den nächsten drei Jahren mit über 2 Millionen Euro vom Ministerium für Bildung und Forschung finanziert. Bei den Projekten handelt es sich um angewandte Forschung an den Schnittstellen zwischen Physik, Nanotechnologie und Lebenswissenschaften. Unter anderem soll ein neues Verfahren zur Herstellung von Biochips entwickelt werden. Laut Mitteilung der Universität Bielefeld biete das exzellente wissenschaftliche Know-how der Bielefelder Physiker in diesen Schlüsseltechnologien vielfältige Möglichkeiten zur Kooperation mit Unternehmen.
Senator der Universität Münster kritiert Asta
Der Senator der Universität Münster Prof. Dr. Gernot hat in der Senatssitzung der Universität in dieser Woche den Asta scharf kritisiert. Er warf dem Asta-Vorsitzenden Tom Münster vor, den Senat wegen der angewiesenen Polizeieinsätze während der Senatssitzung vom 17. und 20. Januar als Diktatur darzustellen. Auslöser dieser Kritik ist ein Brief des Astas in dem es heißt „Polizei auf dem Campus, das sind Zustände, wie sie in Militärdiktaturen oder faschistischen Regimes an der Tagesordnung sind“. Der Brief wurde auf der Homepage des Münsteraner Asta veröffentlicht. Ziel des Briefes sei es, Polizeieinsätze als Lösung für politische Probleme „an sich“ zu verurteilen, so der Asta- Referent für Öffentlichkeit Jörg Rostek. Laut Tom Münster könnten Polizeieinsätze einen Dialog nicht ersetzen. Daher habe man das Rektorat und den Senat der Universität Münster zu einer Diskussion eingeladen.
Durchschnittlicher BAföG-Satz soll bei 375 € bleiben
Die BAföG-Förderung wird nicht an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Dies teilte die Bundesregierung im Rahmen des Berichtes zum Bundesausbildungsförderungsgesetz mit. Aufgrund des angespannten Haushaltes seien keine zusätzlichen Mittel vorhanden. Der Beirat für Ausbildungsförderung hatte empfohlen, die Bedarfssätze und Freibeträge zu erhöhen. Dieser Empfehlung wurde nicht nachgegangen.
Laut Bericht hat der Bund im Jahr 2005 1,4 Milliarden Euro zur Förderung beigesteuert. Der durchschnittliche BAföG-Satz lag bei 375 € für Studierende, und 304 € für Schüler.
Dalai Lama wird Universität Münster besuchen
Der Dalai Lama wird im September diesen Jahres die Universität Münster besuchen. Das geistliche Oberhaupt Tibets nehme am 21. September an einer Veranstaltung der NRW Graduate Schools zum Thema „Globale Verantwortung in Wissenschaft und Gesellschaft“ teil. Sein letzter Besuch in Münster fand 1998 während der 350-Jahr-Feier zum Westfälischen Frieden statt. Die Visite in Münster wird der zweite Deutschlandaufenthalt des Dalai Lamas in diesem Jahr sein. Vom 21. bis 27. Juli wird er in Hamburg erwartet.
Die 2001 gegründeten Graduate Schools sind ein spezielles Förderungsprogramm für Doktoranden. Beteiligt ist auch die Universität Bielefeld.
BMBF fördert Nachwuchskünstler
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Förderpreise des Bundeswettbewerbs „Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus“ vergeben. Das Ministerium fördert den Wettbewerb mit 170.000 Euro. 50 Studierende aus 24 deutschen Kunsthochschulen präsentieren ihre Werke vom 9. Februar bis zum 11. März 2007 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Die Ausbildung verschafft einen Überblick über die Leistungen der Ausbildung an Kunsthochschulen. Es sei ein grundsätzliches Anliegen der Bundesregierung, junge Talente aus allen Bereichen der Wissenschaft zu fördern und ihnen bessere Entwicklungschancen zu geben so der Staatssekretär des Ministeriums für Bildung und Forschung … Meyer-Kramer.
Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb unter www.kunst-wettbewerb.de
Infakt am Donnerstag, 08. Februar 2007
Bund stärkt Strahlenforschung
Der Bund will die wissenschaftliche Kompetenz in der Strahlenforschung stärken und erreichen, dass mehr junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in diesem Bereich ausgebildet werden. Zu diesem Zweck wurde auf Initiative des Bundesforschungsministeriums und des Bundesumweltministeriums der Kompetenzverbund Strahlenforschung gegründet. Bundesforschungsministerin Annette Schavan ließ bei der Gründung verlauten, dass „Der Kompetenzverbund dazu beitragen soll, dieses wichtige Forschungsgebiet in Deutschland zu stärken und auszubauen.“ Das Ziel der strahlenbiologischen Grundlagenforschung auf hohem Niveau soll auch den Schwerpunkt Strahlenrisiken mit einschließen. Die jährlichen 5 Millionen Euro Fördergelder sollen zur Erforschung der Wirkung von Strahlen auf Menschen, medizinischem Strahlenschutz und der Verteilung und Wirkung radioaktiver Stoffe in der Natur abdecken.
Forscher finden menschliches Pheromon
Kalifornische Forscher haben ein menschliches Pheromon identifiziert. Wenn Frauen ein bestimmtes Testosteron-Abbauprodukt namens Androstadienon riechen, verbessert sich ihre Stimmungslage und sie reagieren leicht erregt. Das spiegelt sich auch in ihrem Hormonhaushalt wider, entdeckten die Wissenschaftler. Sie bestätigen damit die Vermutung, dass das im Männerschweiß ausgeschiedene Androstadienon bei Menschen als so genanntes Pheromon wirkt. Pheromone sind Duftstoffe, mit denen Lebewesen untereinander auf biochemischem Weg kommunizieren. Bisher war es umstritten, ob Menschen überhaupt auf Pheromone ansprechen.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert Dialog von Wissenschaftlern in der Krebsforschung
Der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, bewilligte ein Programm zur intensiven Zusammenarbeit der Universitätsklinik Rostock und der italienischen Universität Ferrara in der Krebsforschung. Der Forschungsaustausch soll Wissenschaftlern aus Rostock ermöglichen in Ferrara zu arbeiten und italienischen Forschern in der Universitätsklinik an der Ostsee. Außerdem sollen Online-Konferenzen und Symposien stattfinden. Der Schwerpunkt besteht in der Erforschung der akuten Leukämie, für die die beiden Institute ihre speziellen Expertisen einbringen. Es sollen neue neue Behandlungsformen für die aggressive Form des Blutkrebses entwickelt werden und besser verstanden werden „warum leukämie ensteht“ so Proffessor Junghanß vom Universitätsklinikum Rostock.
Die Universität Hamburg startet einen neuen E-Learning-Kurs für Altgriechisch
Das Institut für das Neue Testament der Universität Hamburg setzt in Kooperation mit dem Multimedia Kontor Hamburg mit dem Online-Kurs auf den Einsatz neuer Medien: In virtuellen Klassenzimmern übersetzen die Kursteilnehmer biblische und philosophische Texte aus dem Altgriechischen. Live dabei ist ein E-Tutor, der die Lerneinheiten moderiert. Der viermonatige Grundlagenkurs startet zum Sommersemester 2007 und richtet sich an Studierende deutscher Hochschulen, aber vor allem auch an andere Sprachinteressierte - Lehrer, Schüler und Theologen.
BAFöG-Förderung auch nach juristischem Bachelor
Studierende der Hamburger Bucerius Law School sind auch nach Erlangung des Bachelor of Laws bis zum Ende der Regelstudienzeit berechtigt, Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz zu erhalten. Dies wurde nun auch höchstrichterlich bestätigt. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Nichtzulassungsbeschwerde des Studierendenwerks Hamburg abgelehnt. Damit ist eine Revisionsverhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht mehr möglich. Ein Student der Bucerius Law School hatte das Verfahren angestrengt und gegen die Einstellung seiner BaföG-Förderung nach Erhalt des Bechelor of Laws geklagt.
Infakt am Mittwoch, 07. Februar 2007
AStA Bielefeld ist gegen Stellenkürzungen
Der AStA der Universität Bielefeld spricht sich gegen die Stellenkürzungen an der Universität Bielefeld aus. Mit den Kürzungen versuche das Rektorat die Uni Bielefeld zu einer Forschungsuniversität mit angehängtem Lehrapparat umzubauen. So die Studierendenvertretung in einer Pressemitteilung. Die Personalkürzungen zeigten, dass dem Rektorat die Situation der Studierenden zweitrangig erscheint. Statt der Umstrukturierung hin zu einer Forschungsuniversität, solle sich das Rektorat nach Vorstellung des AStA’s für die Demokratisierung der Hochschulen und die Verbesserung der Lehr- und Studiersituation der Studierenden und Beschäftigten einsetzen. Bereits gestern war bekannt geworden, dass aus Kostengründen an der Universität Bielefeld möglicherweise 59 Stellen gestrichen werden.
Der Dalai Lama bekommt einen Lehrstuhl
Der Dalai Lama wird in Zukunft einen Lehrstuhl an der Emory Universität im US-Bundesstaat Georgia innehaben. Das religiöse und weltliche Oberhaupt der Buddhisten in Tibet wird im Oktober 2007 seine Eröffnungsvorlesung in Atlanta halten. Mit seinen Seminaren wolle er einen kleinen Beitrag zur Schaffung einer gerechten und friedlichen Welt leisten, so der Dalai Lama. Die Vereinbarung mit der Hochschule sieht vor, dass der Dalai Lama regelmäßig Seminare in Emory und seinem Exilort, dem indischen Dharamsala, anbietet. Außerdem sollen in seinem Namen Stipendien für tibetische Studierende vergeben werden. Die Emory Universität ist für ihre umfassenden Tibet-Studien bekannt.
Studierende mit Migrationshintergrund bekommen Studierendenförderung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ermöglicht begabten Migrantinnen und Migranten den Zugang zur Studierendenförderung. Ab sofort können talentierte Studierende mit Migrationshintergrund, von den Begabtenförderungswerken aufgenommen werden. Eine vorherige Mindesterwerbsdauer ihrer Eltern in Deutschland spielt dabei keine Rolle. Eine entsprechende Regelung wird es ab Herbst auch für die Ausbildungsförderung nach dem BAföG geben. Nach dem vom BMBF vorgelegten Entwurf für ein 22. BAföG- Änderungsgesetz soll Migrantinnen und Migranten zum Wintersemester 2007/2008 der Zugang zur Ausbildungsförderung nach dem BAföG erleichtert werden. Von den vom BMBF geförderten Begabtenförderungswerken nehmen acht an der Initiative teil. Unter die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Stiftung der Deutschen Wirtschaft.
Studierendenvertretung in Bielefeld spricht sich gegen die Abschaffung des Studiengangs „Kunst und Musik“ aus
Der AStA der Universität Bielefeld verurteilt die geplante Abschaffung des Bachelor-Studiengangs „Kunst und Musik“.
Eine Abschaffung würde dazu führen, dass an der Universität Bielefeld keine Musiklehrerinnen und Lehrer mehr ausgebildet würden, So AStA-Kulturreferent Timo Bödeker. Die Fächer Kunst und Musik litten schon seit Jahren unter Lehrermangel. Es sei erschütternd, dass das Rektorat lediglich bildungsökonomische Gründe für die Streichung des Studiengangs anführe. Die Inhalte würden vollständig vernachlässigt. Seit gestern finden in der Unihalle in jeder Vorlesungspause kreative und musikalische Proteste gegen die Auflösung des Bachelorstudiengangs Kunst und Musik statt.
Infakt am Dienstag, 06. Februar 2007
Bielefelder Genomforscher erhält Gay-Lussac-Humboldt Preis
Der Bielefelder Genomforscher, Professor Dr. Bernd Weisshaar erhält den Gay-Lussac-Humboldt-Preis von dem französischen Ministerium für Bildung und Forschung.
Damit wird Weisshaar für seine Verdienste um eine französisch-deutsche Wissenschaftskooperation ausgezeichnet. Er erhält 22.000 Euro Preisgeld und einen sechs monatigen Aufenthalt in einer französischen Forschungseinrichtung.
Professor Weisshaar lehrt seit 2003 an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld.
Stellenkürzungen an der Uni Bielefeld
Um Personalkosten zu senken werden in der Universität Bielefeld möglicherweise 59 Stellen gestrichen.
Das geht aus einer Vorschlagsliste des Rektorats hervor, das damit auf Kürzungen des Landes reagiere. Hintergrund der Sparmaßnahmen könnte aber auch das 2,25 Millionen große Finanzloch der Universität Bielefeld seien. Von der Stellenstreichung ist vor allem die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft betroffen. Hier sollen 11,5 Stellen wegfallen. Der Bereich Kunst und Musik bangt sogar ganz um seinen Fortbestand, hier wurde bereits in der vergangenen Jahren erheblich gekürzt.
Hochschulabsoventen machen Praktika nach dem Studium
Fast 40 % aller Hochschulabsolventen, machen nach ihrem Abschluss erstmal ein Praktikum.
Das geht aus einer Studie der TU Berlin hervor. Demnach seien 44% der Praktikanten Frauen. Damit machen sie nach ihrem Studium doppelt so häufig ein Praktikum als Männer. Die meisten Studierenden überbrücken mit Praktika die sogenannte Übergangsarbeitslosigkeit zwischen Universität und Beruf und erhoffen sich dadurch außerdem eine Festanstellung. Diese bekommen im Schnitt aber nur ein Drittel aller Praktikanten. Im Rahmen der Studie wurden 500 Absolventen und Absolventinnen in Nordrheinwestfalen und Berlin befragt.
Demografischer Wandel hat Einfluss auf Studierendenzahl
Auf einer Tagung des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie in Berlin wurde gestern über den demographischen Wandel und dessen Auswirkung auf die Hochschullandschaft Deutschland debattiert.
Entgegen der offiziellen Prognosen werde die Zahl der Studierenden in Deutschland, in den nächsten Jahren kaum noch steigen und bereits ab 2010 deutlich sinken.
Die rückläufige Studienneigung und die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschlüsse würden den Anteil der Höchstqualifizierten pro Jahrgang in Zukunft deutlich verringern. Ein erheblicher Fachkräftemangel sei die Folge.
Eine Trendumkehr wäre nur dann möglich, wenn der Anteil der jungen Menschen mit Abitur oder anderer Hochschulzulassung pro Jahrgang deutlich erhöht werde und auch der Hochschulzugang für Berufstätige ohne Abitur vereinfacht werde.
Infakt am Montag, 05. Februar 2007
22 Schulen mit dem "Gütesiegel Individuelle Förderung" ausgezeichnet
22 Schulen aus Nordrhein-Westfalen sind am Wochenende von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Schulministerin Barbara Sommer auf dem ersten bildungspolitischen Symposium in Essen mit dem "Gütesiegel Individuelle Förderung" ausgezeichnet worden.
Der Ministerpräsident bezeichnete die individuelle Förderung als "zentrale Leitidee des neuen Schulgesetzes". Ziel sei es, sowohl schwache Schüler rechtzeitig zu fördern als auch besonders begabte Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.
Rüttgers verwies zudem auf die vorschulischen Sprachtests für alle Vierjährigen, mit denen die individuelle Förderung schon vor der Schule beginne.
Heidelberger Demonstranten gegen Studiengebühren beteiligen sich an Infoveranstaltung der Universität
Eine weitere Demonstration gegen die Einführung von Studiengebühren fand am vergangenen Donnerstag in Heidelberg statt. Unter dem Motto "Studiengebühren kippen - Wahre Bildung statt Ware Bildung!" versammelten sich circa 400 Studierende und Schüler.
Im Anschluss an den Demonstrationszug fand eine Abschlusskundgebung auf dem Universitätsplatz statt. In einer Solidaritätsrede bekundete ein Sprecher der Universität Marburg, man müsse den Zusammenhang klar machen zwischen der Einführung der allgemeinen Studiengebühren und den Arbeitsmarktreformen, der Gesundheitsreform und der Art und Weise der aktuell herrschenden Politik. Bildung sei keine Ware!
Nach der Kundgebung fand in der Aula der Universität eine Informationsveranstaltung der Universitätsleitung über die Verteilung der erwarteten Studiengebühren statt. Die Veranstaltung wurde zu Beginn komplett von Studiengebührengegner übernommen, die lautstark mit Trommelgruppen und Bannern ihren Unmut äußerten.
Musikhochschule Karlsruhe boykottiert Studiengebühren
Nach der Hochschule für Gestaltung und der Staatlichen Akademie der Bildenen Künste, ist die Musikhochschule nun die dritte Hochschule in Karlsruhe, deren Studierende sich an dem in mehreren Bundesländern durchgeführten Studiengebührenboykott beteiligen.
Circa 30% der zahlungspflichtigen Studierenden der Hochschule haben ihre Studiengebühren nicht an die Hochschule, sondern auf ein Treuhandkonto eingezahlt.
Karlsruhe nimmt so bundesweit eine Vorreiterrolle innerhalb der Boykottbewegung ein und setzt damit ein deutliches Zeichen für alle anderen Hochschulen, an denen der Ausgang des Boykotts noch unklar ist.
Ein Sprecher des AstAs der HfM Karlsruhe meine, dass man sich nicht von den Drohungen der Landesregierung einschüchtern lasse. Das Verhalten des Wissenschaftsministers Frankenberger zeige, wie groß die Angst vor einem landesweit erfolgreichen Boykott tatsächlich sei.
15 Millionen Euro Bundesmittel für Physiker an sechs NRW-Hochschulen
Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung startete am vergangenen Freitag im Wissenschaftszentrum Bonn der vom Bund initiierte Forschungsschwerpunkt Teilchenphysik.
Ziel des Forschungsschwerpunktes ist es, das Verhalten der kleinsten Bausteine der Materie und den Zustand zu Beginn der kosmischen Entwicklung unseres Universums weiter zu erforschen. Die Wissenschaftler hoffen, über ihre Experimente neue Elementarteilchen oder bestimmte Plasmaarten nachweisen, erzeugen und besser analysieren zu können.
Aus Nordrhein Westfalen sind Forscher aus insgesamt sechs Hochschulen vertreten. Physiker der Universitäten Aachen, Bonn, Dortmund, Münster, Siegen und Wuppertal haben sich im Wettbewerb um die Fördermittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung behaupten können. Bundesweit sind 19 Hochschulen beteiligt. Rund 34 Millionen Euro stellt der Bund insgesamt zur Verfügung. Knapp 15 Millionen Euro dieser Fördermittel fließen nach NRW.
Koalition will Bafög nicht erhöhen
Die Bundesregierung will trotz der Forderungen von Studenten- und Sozialverbänden das Bafög auch in diesem Jahr nicht erhöhen. Das geht aus dem Gesetzentwurf von Bundesbildungsministerin Annette Schavan hervor.
Wegen der Preisentwicklung in den vergangenen fünf Jahren hält der Bafög Beirat der Bundesregierung eine Anhebung der Fördersätze um 10,3% noch in diesem Jahr für erforderlich. Die Koalition will hiervon allerdings nichts wissen und begründet das erneute Aussetzen der Bafög-Anpassung an die gestiegenen Lebenserhaltungskosten mit dem "Ziel der Haushaltskonsolidierung".
Die letzte Anhebung der Bafög-Fördersätze und der Elternfreibeträge war 2002.
Infakt am Freitag, 02. Februar 2007
Elite Unis wählen
Auf der Internetseite des Deutschen Hochschulverbands können wissenschaftspolitisch Interessierte ab jetzt über ihre favorisierte Elite Uni abstimmen. Im letzten Jahr sind in der ersten Runde der Exellenzinitiative drei deutsche Universitäten zu Elite Unis geworden. Kürzlich wurden acht weitere Hochschulen benannt, die im Herbst dieses Jahres die Chance haben Elite Uni zu werden. Maximal sieben Universitäten können noch zum Zuge kommen. Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der deutschen Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses. Abstimmen kann man unter hochschulverband.de.
Sportfreundliche Schulen
In Nordrhein – Westfalen wurden am Mittwoch bei einer feierlichen Veranstaltung 50 Schulen mit sportfreundlichen Profil prämiert. Schulministerin Barbara Sommer zeichnete 17 Schulen als besonders „Bewegungsfreudige Schule“ aus und 33 weitere Schulen bekamen eine Urkunde. Auch aus Bielefeld haben drei Schulen einen Preis bekommen. Diese Schulen zeichnet ein besonderes Sportangebot in den Pausen oder zusätzliche Bewegungseinheiten während des Unterrichts aus.
Beratung über BAföG
Gestern wurden im Bundestag drei Anträge zum BAföG beraten. Aus diesem Anlass forderte das Deutsche Studentenwerk erneut die Verbesserung des BAföG. Der Präsident des Deutschen Studentenwerk Professor Rolf Dobischat sagte, dass es zwar schon Verbesserungen gegeben habe, allerdings müsse das BAföG noch wesentlich optimiert werden. Das BAföG wurde seit 2001 nicht mehr verändert.
Bessere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft
Das Bundesforschungsministerium stellt für die bessere Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft 100 Millionen Euro zur Verfügung. Die neue Forschungsprämie wird in der nächsten Woche starten. Damit will man eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas erreichen und vor allem auch kleinere und mittlere Unternehmen stärken.
Deutsche Uni in der Türkei geplant
Die Stiftung Zentrum für Türkeistudien plant die Errichtung einer deutschsprachigen Stiftungshochschule in der Türkei. Kooperationspartner der Hochschule mit wirtschaftlicher Ausrichtung soll die Universität Münster sein. Über den Standort der Uni finden ab dem kommenden Wochenende Gespräche in der Türkei statt.
Die Uni werde die erste deutschsprachige Hochschule in der Türkei sein und im Herbst 2008 den Lehrbetrieb aufnehmen, erklärte die Stiftung Zentrum für Türkeistudien gestern in Essen.
Infakt am Donnerstag, 01. Februar 2007
Studiengebühren Kontrollkomission ohne Studentische Statusgruppe
In der Senatssitzung vom 31.01.2007 kam die zuständige Komission, mit der nach dem Statut vorgeschriebenen studentischen Statusgruppe, die für die Verteilung der Studiengebühren zuständig ist nicht zustande.
Die Einzelheiten:
Die zuständige Komission ist laut Satzung zur Hälfte mit Studierenden zu besetzen. Diese wurden bereits im Dezember vom Studierendenparlament gewählt um die Interessen der Studierenden zu vertreten. Um das zu umgehen versuchten die Professoren und Professorinnen gestern, den Fall der Studiengebühren über den Gesamtsenat durchzusetzen. Dort haben sie die Mehrheit und können sich die Studierenden für die Komission selbst aussuchen. In der Folge konnten keine studentischen Vertreter benannt werden. Das Rektorat kündigte nun an, die Mehreinnahmen ohne die zuständige studentische Statusgruppe in der Komission zu verteilen. Johannes Geuter, studentischer Senator protestierte mit den Worten „Die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat großer Konzerne werden auch nicht durch das Management bestellt.“
Freie Universität Bochum von der Polizei geräumt
Die Polizei hat die Freie Ruhr-Universität in Bochum geräumt. Mehrere Beamte drangen nach Polizeiangaben in das Teilgebäude der Universität ein und nahmen zehn Studierende fest. Zuvor blieben zahlreiche Gespräche mit dem Rektorat ergebnislos. Die Stuiuerdenen übernahmen vor einem halben Jahr das Gebäude aus Protest gegen die Erhebung von Studiengebühren und richteten eine gebührenfreie Universität ein. Seit dem fanden dort Vorträge, Seminare und Workshops statt, die auf ehrenamtlicher Basis von Studierenden organisiert und durchgeführt wurden.
Die Universität Kiel ist die familiengerechteste Hochschule Deutschlands
Die Universität Kiel ist die familiengerechteste Hochschule Deutschlands. Die Auszeichnung wurde der Christian-Albrechts-Universität vom Wissenschaftsministerium überreicht. Als Begründung nannte die Staatssekretärin Karin Wiedemann die stetige Verbesserung der Studienbedingungen von jungen Eltern. Als Beispiel führte Wiedemann die Kinderkrippe an, die in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk der Universität Kiel eröffnet wurde.
Zehnjährige Zwillinge klagen gegen den Uni-Ausschluss
Zehnjährige Zwillinge in Kanada wollen eine Universität wegen Diskriminierung aufgrund ihres Alters verklagen. Die Mutter der beiden Jungen reichte eine Anzeige bei der Menschenrechtskommission von Ontario ein. Mit diesem Schritt erhoffe sie sich eine Rücknahme des Ausschlusses. Die Universität habe von den Zwillingen bereits die Einschreibegebühren kassiert und Studienausweise ausgestellt.
Infakt am Mittwoch, 31. Januar 2007
Neuen Widerspruch verfassen
Seit gestern treffen die ersten Gebührenbescheide bei den Studierenden der Uni Bielefeld ein. Gegen diesen Bescheid kann Widerspruch eingelegt werden, denn die Rechtmäßigkeit der Studienbeiträge wird noch vor dem Verwaltungsgericht in Minden geprüft. Studierende, die schon in den letzten Tagen versehentlich Widerspruch gegen den Brief mit Überweisungsträger eingelegt haben, müssen einen neuen Widerspruch gegen den Gebührenbescheid verfassen. Dies rät der AStA der Uni Bielefeld. Alle weiteren Infos und Vordrucke gibt es unter asta-bielefeld.
Neuer Chef in der Uni-Bib
Der neue leitende Direktor der Bielefelder Universitätsbibliothek heißt Dr. Michael Höppner. Höppner leitet die Bib bereits seit September 2006 kommissarisch. Damals hatte Dr. Norbert Lossau die Stelle des leitenden Direktors abgegeben. Michael Höppner war 1994 von der Universitätsbibliothek Paderborn nach Bielefeld gewechselt. Er übernahm den Posten des Dezernenten in der allgemeinen Bibliotheksverwaltung. Der 58-Jährige Höppner war maßgeblich an der Entwicklung eines Bibliothekskonsortiums für elektronische Zeitschriften beteiligt.
Neues Kolleg startet
Heute startet in Düsseldorf das Junge Kolleg an der NRW-Akademie der Wissenschaften. Auf einer Pressekonferenz werden heute die ersten Mitglieder des Jungen Kollegs vorgestellt. Das Jung Kolleg startet mit 13 in der ersten Ausschreibungsrunde gewählten JUNGEN Kollegiatinnen und Kollegiaten. Das junge Kolleg wird sowohl von der Stiftung Mercator aus Essen als auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.
Rektor im Wissenschaftsrat
Der Rektor der Fachhochschule Münster, Klaus Niederdrenk, ist neu in den Wissenschaftsrat berufen worden. Der 57 Jahre alte Informatiker wird für die kommenden drei Jahre in dem Gremium arbeiten, wie die Fachhochschule gestern mitteilte. Der deutsche Wissenschaftsrat berät die Bundesregierung und die Länder in Fragen der Entwicklung der deutschen Hochschulen und Forschung.
Professoren und ihre Nebneinkünfte
Im öffentlichen Dienst angestellte Professoren dürfen gezwungen werden, Nebeneinkünfte ab einer bestimmten Höhe an die Landeskasse zu überweisen. Das geht aus einem gestern veröffentlichten Beschluss des Bundesverfassungsgerichts hervor. Das Gericht wies damit die Beschwerde eines rheinland- pfälzischen Wirtschaftsprofessors ab, der knapp 17 000 Euro aus seinen Nebenjobs an das Land abliefern sollte. Nebentätigkeiten brächten unter anderem die Gefahr von Interessenkollisionen sowie der Vernachlässigung des Hauptamts mit sich, urteilte die zuständige Kammer.
Infakt am Diestag, 30. Januar 2007
Artikel der Ruhrnachrichten über gemeinsame Holding der drei großen Ruhruniversitäten bloße Spekulation
Die Planung einer gemeinsamen Holding-Organisation der drei großen RuhrUniversitäten Dortmund, Bochum und Duisburg/Essen sei bloße Spekuation, berichtigte Prof. Eberhardt Becker, Rektor der Uni Dortmund den Artikel der Ruhrnachrichten.
Eine engere Zusammenarbeit der Unis sei natürlich erwünscht, jedoch ist keine gemeinsame Holding in Planung, so der Dortmunder Rektor.
Letzten Samstag berichteten die Ruhrnachrichten mit der Schlagzeile „Unis rücken zusammen“ über die angeblich geplante gemeinsamen Zusammenschluss zu einem Konzern der drei großen RuhrUnis.
Interdisziplinäres Symposium zu neuen Ansätzen bei Fettsucht
Am 31.Januar findet in der Medizinischen Hochschule Hannover ein Interdisziplinäres Symposium zum Thema Fettsucht statt.
Die Adispositas erzeugt in der heutigen Zeit bei immer mehr Menschen massive medizinische Probleme, deshalb werden neue Therapiemöglichkeiten das Hauptthema des Symposiums sein.
Wahlen an der TU Berlin
Vom 29. bis zum 31. Januar finden Wahlen der Fakultätsräte, des akademischen Senats, des Kuratoriums und der Frauenbeiräte an der TU Berlin statt.
Nachdem Ende des vergangenen Jahres der Rechte RCDS eine Mehrheit im StuPa erlangte, hoffen viele auf ein Entgegenwirken dieses Trends.
Studienbereitschaft im leicht rückwärtigen Trend
In einer Untersuchung der HIS Hochschul-Informations-System GmbH ging hervor, dass die Studierquote der Studienberechtigten im Jahre 2005 weiter rückläufig war. Nachdem im Jahre 2002 die Studierquote bei 73% lag, ist sie 2005 auf 69% gesunken.
Als Hauptgrund für einen Studienverzicht wird der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit genannt.
Weiterhin blieben aber Wirtschaftswissenschaften das beliebteste Studienfach mit 12% aller Studienberechtigten.
InternetPortal informiert über EU-Forschungsförderung
Ein neues Internetportal der Landesregierung NRW informiert ab heute über die EU-Forschungsförderung. Die Homepage www.frp.nrw.de enthält Informationen über Kontaktdaten, Anlaufstellen und Vorraussetzungen für die Forschungsförderung der Europäischen Union.
Die Europäische Union finanziert Forschungsprogramme mit mehr als 50 Milliarden Euro in den nächsten 7 Jahren.
InFakt am Montag, 29. Januar 2007
Neues Institut für Biochemie und Biotechnologie an der Universität Bielefeld
Am morgigen Dienstag wird an der Universität Bielefeld das Institut für Biochemie und Biotechnologie (BioChemTech) gegründet. Die Gründung erfolgt durch eine Kolloquiumsveranstaltung im Zentrum für interdisziplinäre Forschung.
Das BioChemTech wird Teil des Bielefelder Centrums für Biotechnologie sein. Die Forschung im Institut umfasst wissenschaftliche Projekte zur Struktur und Funktion komplexer Proteine, Lipide und Kohlehydrate bei Mikroorganismen, Algen und tierischen Zellen.
Laut der offiziellen Mitteilung der Universität Bielefeld schließt die Gründung des BioChemTec eine Lücke im Forschungsspektrum des Centrums für Biotechnologie. Dieses sei für künftige Herausforderungen der modernen lebenswissenschaftlichen Forschung bestens aufgestellt.
Hochschulen Bochum, Bonn und Marburg für Gastfreundlichkeit ausgezeichnet
Die Universitäten Bonn, Bochum und Marburg sind vergangene Woche von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung für besondere Gastfreundlichkeit gegenüber ausländischen Wissenschaftlern ausgezeichnet worden. Die Universitäten Bayreuth und Braunschweig wurden belobigt.
Die genannten Universitäten erhalten die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs „Welcome Centres für international mobile Forscher“, den die von Humboldt-Stiftung gemeinsam mit der Telekom-Stiftung und dem Stifterverband ausgeschrieben hat. Ausgezeichnet werden Hochschulen, die mit innovativen Konzepten dafür sorgen, dass sich internationale Forscher in Deutschland willkommen fühlen und sich unter besten Aufenthaltsbedingungen ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können
Wissenschaftsrat will neuen Professorentyp mit Schwerpunkt Lehre
Der Wissenschaftsrat will an den Universitäten einen neuen Professorentyp mit dem Schwerpunkt Lehre einführen. Damit sollen sowohl die dringend benötigten zusätzlichen Studienplätze geschaffen, als auch die Qualität der Lehre insgesamt gesteigert werden, teilte der Wissenschaftsrat mit.
Bundesweit solle jeder fünfte Professor eine höhere Lehrverpflichtung aufweisen. Derzeit muss ein Universitätsprofessor je nach Bundesland und Forschungsengagement acht bis neun Stunden lehren. Der Zugang zu den Stellen soll vorzugsweise über den eigenständigen Qualifizierungsweg der Juniorprofessur mit dem Schwerpunkt Lehre erfolgen.
Die Empfehlung des Wissenschaftsrates gilt als klare Absage an das Konzept eines „Lecturer“, der sich vorrangig um die Lehre kümmern sollte. Dieses Konzept wurde unter anderem von Bundesforschungsministerin Annette Schavan unterstützt. In einigen Bundesländern waren bereits Stellenausschreibungen mit bis zu 18 Stunden Lehrverpflichtung vorbereitet worden.
Schavan mahnt vor Vernachlässigung kleinerer Hochschulfächer
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat mehr Aufmerksamkeit für kleine, geisteswissenschaftliche Fächer gefordert. Ein Fach wie beispielsweise Afrikanistik dürfe nicht als Orchideenfach abgestempelt werden, äußerte Schavan bei der Auftaktsveranstaltung zum „Jahr der Geisteswissenschaften“ nach Angaben ihres Ministeriums. Das Jahr der Geisteswissenschaften wird vom Bundesbildungsministerium gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft ausgerichtet. Außerdem hat das Ministerium die Initiative „Freiraum für die Geisteswissenschaften“ gestartet. Bis 2009 werden rund 64 Millionen Euro zur Verfügung stehen.
Die Geisteswissenschaften werden auch durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU gefördert.
Zu den Höhepunkten des Wissenschaftsjahres 2007 zählen der Wissenschaftssommer in Essen und das Ausstellungsschiff MS Wissenschaft, das durch mehr als 30 Städte in Deutschland fahren wird.
InFakt am Freitag, 26. Januar 2007
Ministerium unterstützt geisteswissenschaftliche Forschung
Das Ministerium für Innovationen, Wissenschaft, Forschung und Technologie fördert die geisteswissenschaftliche Forschung. Mit einem Förderprogramm will die Landesregierung die Forschung an Nordrhein Westfälischen Hochschulen unterstützen. Für die nächsten vier Jahre stehe den Hochschulen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung, das teilte das Wissenschaftsministerium mit.
Das Geld solle bei der Vorbereitung von Projekten eingesetzt werden, so das Ministerium weiter.
In Nordrhein-Westfalen sind rund 100 000 Studierende in
geisteswissenschaftlichen Studiengängen eingeschrieben.
FDP unterstützt Stammzellenforschung
Die Freiheitlich Demokratische Partei (FDP) unterstützt die Stammzellenforschung.
In der nächsten Woche wird im Bundestag ein Gesetzesentwurf der FDP behandelt.
Der Entwurf sieht vor, die so genannte „Stichtag Regelung“ abzuschaffen.
Die Regelung besagt, dass nur mit Stammzellen geforscht werden darf, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden.
Zu Zeit ist es in Deutschland verboten Embryonen zu töten, um aus ihnen Stammzellen zu gewinnen.
Jahr 2007 Jahr der Gesisteswissenschaft
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, hat am Donnerstag in Berlin das Wissenschaftsjahr 2007 eröffnet. Das trägt den Titel "Die Geisteswissenschaften. ABC der Menschheit". Veranstaltungen im Bundesgebiet sowie Wettbewerbe, und eine Plakatkampagne sollen die Geisteswissenschaften 2007 in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Das Jahr der Geisteswissenschaften ist das achte in der Reihe der Wissenschaftsjahre und wird vom (Bundesministerium für Bildung und Forschung) BMBF gemeinsam mit der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ (WiD) ausgerichtet. Thema wird in diesem Wissenschaftsjahr die Sprache sein, sie sei das zentrales Element für die Geisteswissenschaften.
BMBF startet Initative mit 64 Millionen
Zeitgleich zum Auftakt des Wissenschaftsjahres 2007 startet das BMBF (zur Stärkung der Geisteswissenschaften) die Initiative "Freiraum für die Geisteswissenschaften". Bis zum Jahr 2009 werden rund 64 Millionen Euro, vor allem für Internationale Forschungskollegs zur Verfügung gestellt. Zur Internationalisierung der Geisteswissenschaften gehört auch die Förderung durch das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU. Auf die Initiative hin sind die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit einem Fördervolumen von insgesamt 623 Millionen Euro in das Programm aufgenommen worden, betonte (Bundesministerin für Bildung und Forschung) Schavan.
InFakt am Donnerstag, 25. Januar 2007
FH-Studenten zurück aus Kanada
Vier Studenten des Fachbereichs Wirtschaft der FH Bielefeld sind aus Kanada zurückgekehrt. Dort hatten sie an einem internationalen Marketing-Wetbewerb, dem „Manitoba International Marketing Competition“ (kurz MIMC) teilgenommen. In dem Wettbewerb mussten die Studenten ein Strategiekonzept für ein virtuelles Unternehmen vorstellen. Christian Schild, einer der vier Studenten, sagt, die Fachjury sei zwar überzeugt gewesen. Dennoch wurde der Einzug ins Finale knapp verpasst.
Der MIMC wird seit 25 Jahren von der Universität von Manitoba in Winnipeg, Kanada ausgerichtet.
Förderung geisteswissenschaftlicher Fächer Geisteswissenschaften und kleinere Studienfächer sollen an den deutschen Universitäten stärker gefördert werden.
Das teilte der nordreinwestfälische Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie Andreas Pinkwart mit.
Das Ministerium möchte in den nächsten vier Jahren über 1,2 Millionen Euro für ein neues Förderprogramm zur Verfügung stellen.
Hiermit sollen die Geisteswissenschaften gestärkt werden.
In Nordrhein Westfalen sind zur Zeit cirka 100.000 Studierende in geisteswissenschaftlichen Fächern eingeschrieben.
Studiengebühren als Verhütungsmittel
Studiengebühren könnten die niedrige Geburtenrate bei Akademikerinnen weiter senken.
Zum diesem Ergebnis kommt der Flensburger Bildungsforscher Gerd Grözinger in der Tageszeitung „Die Zeit“ vom heutigen Tage.
Gerade in der Zeit in der Frauen sich gewöhnlich für ein Kind entscheiden, müßten in Zukunft Kredite der Studienfinanzierung beglichen werden.
Daher könnte es zu einer niedrigen Geburtenrate bei Akademikerinnen kommen.
Bereits in den USA haben sich Studiengebühren negativ auf die Geburtenrate ausgewirkt. Grötzinger bezeichnete die heutigen Studiengebühren als effektives Verhütungsmittel.
InFakt am Mittwoch, 24. Januar 2007
Münsteraner Planetenforscher bald ohne Job
Der international renommierte Münsteraner Planetenforscher Thomas Stephan steht vor der Arbeitslosigkeit. Seine Dozentenstelle laufe am kommenden Sonntag aus, gab der Dozent gestern bekannt. Die Uni Münster bestätigte dies. Wir bedauern sehr, dass es zu so einem Fall komme, sagte ein Universitätssprecher. Jedoch lasse das Personalsystem es nicht anders zu. Stephan war als einer von drei deutschen Wissenschaftlern an der Analyse des ersten reinen Kometenstaubes der Raumfahrtgeschichte beteiligt.
Deutsche Forschung zweitklassig
Je rasanter die Entwicklung auf einem Forschungsfeld um so schwächer sei die deutsche Position, ist das Ergebnis einer gestern vorgestellten Studie. Die Boston Consulting Group BCG überprüfte dafür weltweit 700 000 Patente der letzten Jahre. Deutschland hinkt bei zukunftsträchtigen Technologien wie der Stammzellenforschung, Mikroelektronik oder auch der medizinischen Biotechnologie im internationalen Vergleich hinterher. Die Unternehmensberater der BCG kritisierten, dass deutsche Wissenschaftler im Vergleich zu ihren ausländischen Kollegen strukturell benachteiligt seien. Im Jahr 2004 wurden demnach in Deutschland rund 52 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. In den USA waren es dagegen etwa 241 Milliarden Euro und in Japan 112 Milliarden Euro.
Neues Förderprogramm für Fachhochschulen
Das Innovationsministerium unterstützt mit einem neuen Förderprogramm Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen. Das Förderprogramm FH-EXTRA soll der transferorientierten Spitzenforschung an Fachhochschulen neue Impulse verleihen. Bis 2013 stellt das Innovationsministerium für das Projekt insgesamt 28 Millionen Euro zur Verfügung. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart sagte, dass man mit dem neuen Förderprogramm die Fachhochschulen enger an die regionale Wirtschaft anbinden wolle. FH-EXTRA löst das Förderprogramm TRAFO ab, mit dem von 2001 bis 2006 die Forschung an NRW-Fachhochschulen mit jährlich 2,5 Millionen Euro gefördert wurde.
ZiF-Tagung zum Thema Emergenz
Heute beginnt am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld eine Tagung zum Thema „Emergenz, Reduktion und die Erklärung komplexer Strukturen“. Die Tagung steht unter der Leitung der Bielefelder Soziologen Jens Greve und Annette Schnabel. Als „emergent“ bezeichnet man beispielsweise das Bewusstsein, das auf chemischen und physikalischen Prozessen beruht, die an sich kein Bewusstsein besitzen. Solche Emergenzen sind allgegenwärtig. Deshalb haben sie für die Wissenschaft eine große Bedeutung. Die Tagung wird bis zum 26. Januar laufen.
Gespräche über Studiengebühren in Niedersachsen
Am vergangenen Montag gab es in Hannover ein Treffen von studentischen Vertreterinnen und Vertretern der niedersächsischen Hochschulen mit dem Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann.
Auf der Tagesordnung standen bei dem Treffen vor allem Studiengebühren.
Die Studierenden machten bereits zu Beginn des rund 1 1/2-stündigen Treffens ihre grundsätzlich ablehnende Haltung zu Studiengebühren deutlich.
Minister Stratmann blieb bei seiner Auffassung, dass Studiengebühren sozial verträglich seien. Zudem seien die Gebühren gesetzlich beschlossen und lassen sich nicht wieder revidieren.
Die Studierenden wiesen den Minister außerdem auf die Probleme an den Hochschulen hin, die sich nicht mit Studiengebühren lösen ließen. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Kürzungen der Landesregierung in den vergangenen Jahren verwiesen.
Das Ende des Treffens blieb Ergebnislos. Beide Seiten zeigten sich aber weiterhin gesprächsbereit.
Neue Offensive für Chancengleichheit
Der Anteil von Frauen an Spitzenpositionen in der Wissenschaft soll in den kommenden fünf Jahren deutlich erhöht werden. Darauf verständigten sich die in der sog. „Allianz“ verbundenen großen deutschen Wissenschaftsorganisationen im Rahmen einer „Offensive für Chancengleichheit“. Zu dieser Allianz gehören unter anderem die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Fraunhofer Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und die Hochschulrektorenkonferenz. Ziel der Initiative sei, den Frauenanteil bei der Neubesetzung von Führungspositionen dem Anteil an habilitierten oder entsprechend hochqualifizierten Wissenschaftlerinnen in den verschiedenen Fächergruppen anzugleichen. Insbesondere beim wissenschaftlichen Nachwuchs soll der Anteil an Frauen deutlich angehoben werden. Die Organisationen der Allianz streben an, Programme zur Förderung von Wissenschaftlerinnen aufzulegen.
InFakt am Dienstag, 23.Januar 2007
Aktivpass an der FH
In Minden können sich Studierende des Fachbereichs Architektur und Bauwesen jetzt persönliches Engagement in einen Aktivpass eintragen lassen. Leistungen, wie Fremdsprachen, EDV Kurse oder soziale Tätigkeiten, die neben dem Studium erbracht werden und sogenannte soft skills schulen, sollen darin dokumentiert werden. Dies soll später Vorteile bei Bewerbungen einbringen. Den Aktivpass gibt es seit Mitte Dezember. Er ist ein Projekt der Ingieneurkammer-Bau NRW.
Stipendien an der FH
An der Fachhochschule Bielefeld wurden erstmalig zehn Stipendien vom Studienfond OWL vergeben. In der ersten Runde konnten sich bis jetzt nur Erstsemester bewerben. Die Finanzierungen gingen an
zwei Studiernde, beide vom Fachbereich Gestaltung und einen Studeirenden vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Die Auswahl der Bewerber war vor allem abhängig von ihrer Leistung, berücksichtigt wurde aber auch ihr gesellschaftliches Engagement und die finanzielle Situation.
Die Stipendien werden finanziert von der „Fachhochschulgesellschaft – Verein der Förderer und Freunde der Fachhochschule Bielefeld“.
Befristungsrecht für die Wissenschaft
Der Bundestag hat letzten Donnerstag ein neues Befristungsrecht für die Wissenschaft verabschiedet. Das neue Gesetz soll die befristete Beschäftigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Drittmittelprojekten vereinfachen, auch nachdem sie ihre Qualifizierungsphase abgeschlossen haben. Das bedeutet, dass die Forscher auch auf Zeit in Forschungsgruppen mitarbeiten können. Die neuen Regelungen sollen voraussichtlich im März 2007 in Kraft treten.
ORGINALE
Am Sonntag den 28sten Januar findet in der Unihalle der Uni Bielefeld zum 5ten Mal die Kunstmesse ORIGINALE statt.
Auf 230 Meter sind Werke von jungen Künstlern aus der Universität und der Fachhochschule Bielefeld ausgestellt. Im Mittelpunkt stehen Malerei, Fotografie, Grafik und Bildhauerei. Darunter sind zum Beispiel Werke des renommierten Künstlers Veit Mette, der seine Austellung "Im Juli - Ein Fotoessay zum Alltag in der Universität Bielefeld" präsentiert.
InFakt am Montag, 22.Januar 2007
Vorerst keine Studiengebühren in Münster
Begleitet von Protesten hunderter Studierender hatte am Samstagmorgen eine Senatssitzung der Universität Münster begonnen. Dabei sollte über die Einführung von Studiengebühren entschieden werden. Am Mittwoch hatten bereits Tumulte eine geplante Senatssitzung verhindert.
Die Universität Münster ist eine der wenigen noch gebührenfreien Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.
Die Sitzung, die auf ein THW- Übungsgelände an den Stadtrand von Münster verlegt wurde, wurde von Einsatzkräften der Polizei gesichert. Nach deren Angaben versammelten sich am Morgen rund 500 Studierende vor dem Tagungsort.
Der Senat der Universität Münster wird nun eine Kommission einsetzen, die bis März weitere Daten über Studiengebühren sammeln soll. Über die Ergebnisse soll im März in einer weiteren Senatssitzung abgestimmt werden. Vorerst werden keine Gebühren erhoben. Eine Antrag, heute schon "provisorisch" Gebühren zum Wintersemester 2007/2008 einzuführen, ist vom Senat knapp abgelehnt worden.
FH Bielefeld untersucht Bodenfilteranlage
Eine moderne, naturnahe Abwasserbehandlung durch bewachsene Bodenfilter. Die Fachhochschule (FH) Bielefeld untersuchte aus diesem Grund drei Jahre lang im Rahmen eines Forschungsauftrages des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen die Bodenfilteranlage der Gemeinde Hille. Die Forschungsarbeiten, geleitet von Professor Dr. Matthias Namuth, hatten zum Ziel, die Reinigungsleistung des neu in Betrieb gegangenen Bodenfilterbeckens zu erforschen. Solche Anlagen zur weiteren Reduzierung von Organischen Stoffen und Keimen sollen in vielen Städten und Gemeinden gebaut werden oder sind erst kürzlich in Betrieb gegangen. Das Ministerium entschloss die Bodenfilter als Pilotprojekt in Hille-Hartum noch genauer und mit hohem finanziellen Aufwand untersuchen zu lassen.
Die Auswertung der erhobenen Daten, bestätigt der Bodenfilteranlage in Hille eine außerordentlich gute Reinigungsleistung.
KMK-Präsident Zöllner will Wettbewerb für die Hochschullehre
Neben der Exzellenzinitiative für die Forschung soll es bald auch einen Wettbewerb für die Lehre an den deutschen Hochschulen geben. Das jedenfalls wünscht sich der neue der Kultusministerpräsident, der Berliner Bildungs- und Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner.
Er will seine einjährige Amtszeit als KMK-Präsident dafür nutzen, die Minister der 16 Bundesländer zu solch einem Wettbewerb zu bewegen.
Das "Handelsblatt" berichtete dazu am Freitag, die Kultusministerkonferenz (KMK), der Stifterverband und der Deutsche Akademische Austausch Dienst (DAAD) wollten das Projekt als Öffentlich-Private Partnerschaft organisieren. Mit Zöllner sei man bereits einig geworden, sagte der Präsident des Stifterverbandes der Wirtschaft für die Deutsche Wissenschaft, Arend Oetker.
Vorlesungen als Podcast
Sechs Hamburger Hochschulen haben ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt gestartet.
Unter www.podcampus.de werden Vorlesungen und Veranstaltungen aus den öffentlichen Hamburger Hochschulen als Audio- und Videodateien, so genannte Podcasts, angeboten.
Diese neue Plattform ist die erste dieser Art.
Deutsche Hochschulen bieten zwar vereinzelt Zugriff auf Vorlesungen als Podcasts an, aber der Zusammenschluss von Hochschulen eines Landes auf einer Plattform ist neu.
Podcampus ist laut Dr. Ulrich Schmid, Geschäftsführer des Multimedia Kontor Hamburg, für die Studierende genau die richtige Plattform und schafft nebenbei neue Möglichkeiten für das Marketing der Hochschulen.
Jeder Hochschuldozent hat hier die Möglichkeit, Seminare oder Vorträge bei Podcampus einzustellen.
Im laufenden Wintersemester wurden außerdem bereits zwei komplette Vorlesungsreihen bei Podcampus eingestellt:
Die Reihe „Was, wie, wofür studieren“ verschafft Einblicke in verschiedene Studienfächer und hilft bei der Berufsorientierung.
Infakt am Freitag, 19. Januar 2007
Studentenwerk fordert Ausbau der Infrastruktur
Das deutsche Studentenwerk fordert den Ausbau der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur rund um das Studium.
Das Land könne nur so den Andrang von viel mehr und jüngeren Studierenden bewältigen, erwähnte der Präsident des Deutschen Studentenwerks in einer Anhörung im Düsseldorfer Landtag.
Studierende werden durch höhere Mensapreise und Sozialbeiträge belastet, da die meisten Studentenwerke in Nordrhein-Westfalen deutliche Verluste durch die Kürzung des Landeszuschusses machen.
Neubau von Studentenwohnheimen
Die Studentenwerke in Nordrhein-Westfalen fordern finanzielle Unterstützung für Neubau und Sanierung der Studentenwohnheime. Wegen den zusätzlichen neuen Studienplätzen müssen mindestens 3000 neue Wohnplätze für Studierende geschaffen werden, teilte die Arbeitsgemeinschaft der zwölf NRW- Studentenwerke und das Deutsche Studentenwerk (DSW) am Donnerstag in Bielefeld mit.
Keine Bafög Erhöhung in Aussicht
Auch dieses Jahr will die Bundesregierung das BaFög nicht erhöhen. Im Vordergrund stehe die Sanierung des Staatshaushaltes, heißt es im neuen Bafög-Bericht.
Das deutsche Studentenwerk protestiert gegen diese Aussage. Durch die erneute Ablehnung einer Erhöhung gebe es immer weniger Studierende aus einkommensschwachen Familien.
Infakt am Donnerstag, 18. Januar 2007
Zu gute Noten für Studierende
Studierende an den deutschen Hochschulen erhalten übermäßig gute Noten. Zu diesem Fazit kommt der Chef des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger. An den deutschen Hochschulen sei eine Tendenz zu einer massenhaft undifferenzierten Vergabe von Bestbenotungen zu beobachten, so Meidinger. Gerade in den Fächern Psychologie, Literaturwissenschaften, Philosophie und Geschichte würden Bestnoten auffallend häufig vergeben.
Tierarten vom Aussterben bedroht
In Deutschland sind fast 40 Prozent aller Tierarten vom Aussterben bedroht. Das geht aus dem Umweltbericht 2006 hervor, den die Bundesregierung in Berlin verabschiedete. Demnach seien zwei Drittel sämtlicher geschützter Biotope zwischen Ostsee und Alpenrand in Gefahr, so Umweltminister Sigmar Gabriel. Als Konsquenz kündigte der Umweltminister eine nationale Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt an.
Frauenpositionen sollen gestärkt werden
Der Anteil von Frauen an Spitzenpositionen in der Wissenschaft soll in den kommenden fünf Jahren deutlich erhöht werden. Hierauf einigten sich im Rahmen einer Initiative für Chancengleichheit verschiedene große deutsche Wissenschaftsorganisationen. Insbesondere beim wissenschaftlichen Nachwuchs soll der Anteil an Frauen deutlich angehoben werden. Die Organisationen streben an, Programme zur Förderung von Wissenschaftlerinnen zu entwickeln.
Lebensmittelstudien abhängig vom Geldgeber
Ergebnisse von Lebensmittelstudien sind zunehmend vom Geldgeber abhängig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von US-amerikanischen Ärzten. Die Ärzte fanden heraus, dass Studien die industriell gefördert wurden, bis zu achtmal häufiger ein Getränk als gesund einstuften als staatsfinanzierte Arbeiten. Hierfür gibt es nach Angaben der Autoren mehrere Gründe. Zum Beispiel könnten Unternehmen von vornherein nur solche Studien finanzieren, von denen sie sich ein förderliches Auskommen erhoffen.
Senats-Sitzung in Münster verhindert
Gestern wurde die Senats-Sitzung an der Uni-Münster von Studierenden gestürmt.
Nachdem der Senat gestern über die Einführung von Studiengebühren entscheiden sollte, hatte der AStA der Uni-Münster zu einer Protest-Vollversammlung zwei Stunden vor der Sitzung aufgerufen.
15 Minuten vor der Sitzung wurde das Münsteraner Schloss dann von den Studierenden gestürmt.
Als der Senat die Beschlussunfähigkeit des Gremiums feststellen musste, wurde die Sitzung beendet. Somit wurde die Einführung von Studiengebühren in Münster vorerst verhindert.
Infakt am Mittwoch, 17. Januar 2007
Fachhochschule Bochum schreibt Ziele des Hochschulfreiheitsgesetzes
mit NRW-Wissenschaftsministerium fest
Der Rektor der Fachhochschule Bochum und der Staatssekretär des Landes Nordrhein Westfalen haben Ziele und Leistungen des Hochschulfreiheitsgesetzes vereinbart. Diese Vereinbarungen sollen die Perspektiven der Hochschule mit dem wissenschafts- und forschungspolitischen Gesamtinteresse des Landes verbinden. Sie gelten für die nächsten 4 Jahre. Das Hochschulfreiheitsgesetz des Landes NRW ist mit dem Beginn des Jahres 2007 in Kraft getreten. Es soll bezwecken, dass die Hochschulen ihre Zukunft unabhängiger von politischen Vorgaben als bisher gestalten können.
Rudolf August Oetker ist tot
Gestern ist der Unternehmer Rudolf August Oetker im Alter von 90 Jahren verstorben. Er hat sich in besonderem Maße um die Universität Bielefeld verdient gemacht. Rudolf August Oetker sei eine der zentralen Persönlichkeiten bei der Gründung und dem Aufbau der Universität Bielefeld gewesen, so Rektor Dieter Timmermann. Oetker war Mitinitiator und Mitgründer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft und hat sich bereits im Vorfeld der Universitätsgründung für die Errichtung der Universität in Bielefeld eingesetzt. Die Universität verdanke Oetker sehr viel, so Timmermann weiter.
Kabinett beschließt siebzehnten BaföG-Bericht
Das Bundeskabinett hat gestern den siebzehnten Bericht zum Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) verabschiedet. Im Jahr 2005 wurden durchschnittlich 345.000 Studierende mit Leistungen nach dem BAföG gefördert. Das Ausgabenvolumen von Bund und Ländern für die Ausbildungsförderung wurde von 2003 bis 2005 um rund 200 Millionen Euro gesteigert. Der durchschnittliche Förderungsbetrag ist gegenüber dem letzten Berichtszeitraum praktisch konstant geblieben. Bei den Studierenden beträgt der durchschnittliche Förderungsbetrag 375 Euro. Nach Aussage von Bundesbildungsministerin Annette Schaven ist die Zahl der mit BAföG geförderten Auszubildenden weiter gestiegen. Nach der Auffassung des Deutschen Studentenwerks (DSW) müsse das BAföG jedoch substanziell verbessert werden. Demnach sollten die Freibeträge und Bedarfssätze um 8 bzw. 10% erhöht werden. Mit der aktuellen BaföG-Regelung rücke das Ziel der Bundesregierung, mehr junge Menschen auch aus einkommensschwächeren Familien für ein Studium zu begeistern, in weite Ferne, so DSW Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat.
Infakt am Dienstag, 16. Januar 2007
Chancen für Einigung zwischen Ruhr-Uni und freier Uni-Bochum
Der Rektor der Ruhr-Uni Bochum, Elmar Weiler und studentische Aktivisten der „Freien Uni-Bochum“ haben sich zu Verhandlungen zusammengefunden.
Bei den Verhandlungen soll eine Lösung für das weitere Bestehen der „Freien Uni-Bochum“ gefunden werden.
Inzwischen hat das Rektorat seine Pläne aufgeben den Bereich der „Freien Uni“ für ein Erlebnisgastronomie-Restaurant zu nutzen. Dadurch hätten die Aktivisten in einen kleinen Raum innerhalb der Uni umziehen und auf Räume für die selbstverwalteten Tutorien verzichten müssen. Mit diesem Einlenken des Rektorats sind die verhärteten Fronten nun einem neuen Verhandlungsspielraum gewichen. Die „Freie Uni-Bochum“ ist ein selbstverwaltetes studentisches Projekt innerhalb der Ruhr-Uni Bochum und wurde im Rahmen der Proteste gegen Studiengebühren im Mai 2006 gegründet. Hier finden seitdem selbstorganisierte Vorlesungen, Workshops, Seminare und Kulturveranstaltungen statt.
Ausschreibung des ersten Deutschen Biographie-Preises
Die Vereinigung deutscher Biographinnen und Biographen hat den ersten Deutschen Biographie-Preis ausgeschrieben.
Mit dem Preis sollen die besten Biographien im Jahr 2007 in den Kategorien Buch, Film, Hörbuch und Multimedia ausgezeichnet werden. Zudem werden die 50 besten Biographien vom Biographiezentrum auf der Frankfurter Buchmesse 2007 präsentiert.
Studiengebühren nun auch für Münster geplant
Nachdem die Rektorin der Uni-Münster im Oktober 2006 noch angekündigt hatte auf die Einführung von Studiengebühren verzichten zu wollen, sollen diese nun doch beschlossen werden.
Auf der Senatssitzung am morgigen Mittwoch sollen die Gebühren für das kommende Wintersemester 2007 eingeführt werden. Der AStA bemängelt in seiner Kritik besonders die mangelnde Transparenz der geplanten Senatssitzung.
Zu der Sitzung sollen außer den Mitgliedern des Senats nur 15 stille Besucher zugelassen werden. Diese Besucherzahl schreibt die Geschäftsordnung des Senats ausdrücklich als Minimum vor.Zum Protest gegen Studiengebühren und mangelnde Transparenz ruft der AstA der Uni-Münster zu einer studentischen Vollversammlung auf. Die Vollversammlung soll um 14 Uhr auf dem Schloßplatz vor der Uni beginnen, zwei Stunden später fängt die Senatssitzung an.
Informationstag zur Studienfinanzierung
Im Zusammenhang mit der Einführung von Studiengebühren an der Uni-Bielefeld stellt sich für viele Studierende die Frage nach der Finanzierung ihres Studiums.
Am morgigen Mittwoch veranstaltet der AStA der Uni-Bielefeld daher einen Informationstag zur Studienfinanzierung. Zu Beginn wird es einige Kurzvorträge geben, anschließend können Fragen aus dem Publikum gestellt werden. Zur Beratung sind neben dem Sozialreferat des AStA auch die Studienkontenberatung, die Studienfinanzierungsberatung und ein Vertreter des BAföG-Amtes, sowie die NRW-Bank und das AStA-Referat für Internationalismus und Frieden anwesend. Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr im Hörsaal 8 und richtet sich an Studierende und Schüler.
Fast jeder zweite Student braucht Bafög-Höchstsatz
Das Magazin „WirtschaftsWoche“ berichtet, knapp 50 Prozent aller studentischen Bafög-Empfänger die volle Förderung in Höhe von 585 Euro benötigen.
Der Bericht bezieht sich auf den neuen Bafög-Bericht der Bundesregierung, den Bildungs-Ministerin Annette Schavan heute im Kabinett vorstellen wird. Der durchschnittlich ausgezahlte Förderungsbetrag ist laut „WirtschaftsWoche“ seit 2003 praktisch konstant geblieben. Im Jahr 2006 haben Studenten durchschnittlich etwa 375 Euro Bafög erhalten, trotz erhöhter Lebenshaltungskosten und höheren Studiengebühren. Für die BAföG-Zahlungen an Studierende, Schüler und Auszubildende geben Bund und Länder jedes Jahr etwa 2,2 Milliarden Euro aus. Eine Erhöhung lehnt die Bundesregierung wegen fehlender Mittel ab.
Infakt am Montag, 15. Januar 2007
Studienfinanzierung Infotag
Am Mittwoch, dem 17. Januar 2007 veranstaltet das Sozialreferat des AStA im Hörsaal 8 der Uni Bielefeld einen Informationsnachmittag zum Thema „Studienfinanzierung“.
Eingeladen sind hier vor allem Studierende und Schüler, die sich über die finanziellen Aspekte des Studiums informieren möchten. Der Schwerpunkt der Veranstaltung wird sich auf das Thema des zunehmenden Finanzierungsdarlehen der verschiedenen Banken beziehen.
Es werden Möglichkeiten zur Finanzierung des Lebensunterhalts und der Gebührenfinanzierung vorgestellt.
Alle Studierenden sind ab dem kommenden Sommersemester in der Situation, Gebühren aufbringen zu müssen, wenn sie ihr Studium aufnehmen bzw. fortsetzen möchten.
Der Studienfinanzierungs- Infotag soll zeigen wo und bei welchen Beratern die Studierenden an der Universität Hilfe in Anspruch genommen werden kann.
Erster Schritt zur Exellenz
Die Förderung der universitären Spitzenforschung im Rahmen der Exzellenzinitiative geht in die zweite Auswahlrunde. Der Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) haben bekannt gegeben, dass für die Förderung als Elite-Universität die RWTH Aachen, die FU Berlin, die Humboldt-Universität Berlin sowie die Universitäten Bochum, Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz in Frage kommen. Eine Elite- Universität kann mit Mitteln in Höhe von rund 100 Millionen Euro rechnen. In einer ersten Auswahlrunde waren im Oktober 2006 bereits drei Elite-Universitäten gekürt worden: die TH München, die Ludwig- Maximilians-Universität-München und die TH Karlsruhe. Die Universitäten, die die erste Auswahlhürde genommen haben, müssen bis zum 13. April 2007 die ausformulierten Anträge einreichen, über die dann am 19. Oktober 2007 entschieden wird. Dazu gehören auch Drei von fünf Projktvorschlägen der Universität Bielefeld. Insgesamt sollen 1,9 Milliarden Euro bis 2011 vergeben werden.
EU Vorratsdatenspeicherung
Ab Herbst 2007 tritt die EU in eine neue Stufe der Überwachung. Sämtliche Telekommunikationsunternehmen sollen dazu verpflichtet werden, Daten über die Kommunikation all ihrer Kunden verdachtsunabhängig auf Vorrat zu speichern.
Zur verbesserten Strafverfolgung soll leicht nachzuvollziehbar sein, wer mit wem im letzten halben Jahr per Telefon, Handy, E-Mail oder IP-Telefonie in Verbindung stand. Bei Handy-Telefonaten und SMS würde auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten. Zudem soll die Nutzung des Internets einsehbarer werden. Gegen diese Entwicklung regt sich Widerstand aus der Netz- und Datenschützer-Szene. Am 29. Januar wird es im Rahmen des ersten "europäischen Datenschutztages" in Berlin verschiedene Aktionen zum Thema geben.
Infakt am Freitag, 12. Januar 2007
Stammzellengesetz wird nicht gelockert
Die Bundesregierung will die umstrittene Stichtagsregelung im Stammzellengesetz nicht aufgeben.
Das Stammzellengesetz habe sich bewährt, sagte eine Ministeriumssprecherin nach dem Kabinettsbeschluss zum zweiten Stammzellenbericht. In den letzten zwei Jahren seien mit embryonalen und erwachsenen Stammzellen wichtige Erkenntnisse gewonnen worden, hieß es.
Die Forschung mit embryonalen Stammzellen ist in Deutschland nur mit
Zelllinien erlaubt, die vor 2002 im Ausland gewonnen wurden. Die FDP
fordert eine Lockerung des Gesetzes.
Größerer Frauenanteil in der Wissenschaft
Der Frauenanteil an Spitzenpositionen in der Wissenschaft soll in den kommenden fünf Jahren deutlich erhöht werden. Das wurde jetzt im Rahmen der sogenannten „Offensive für Chancengleichheit“ beschlossen. Ziel der Initiative ist es, den Frauenanteil bei der Neubesetzung von Entscheidungs- oder Führungspositionen anzugleichen. Dies gelte auch für den Anteil von Frauen in Gremien und Gutachtergruppen. Insbesondere beim wissenschaftlichen Nachwuchs soll der Anteil an Frauen deutlich angehoben werden. Die großen deutschen Wissenschaftsorganisationen streben an, Programme zur Förderung von Wissenschaftlerinnen entwickeln.
Justizministerkonferenz lehnt Antrag ab
Die Justizministerkonferenz der Länder lehnt eine Anpassung der deutschen Juristenausbildung an die Vorgaben des Bologna-Prozesses weiter ab.
Die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter kritisierte die „totale Abwehrhaltung“ der 16 Länderminister. „Wir müssen uns fragen, wie lange die juristische Ausbildung klassischer Prägung dem hochschulpolitischen Druck aus Europa noch standhält“, so Müller-Piepenkötter.
Heinrich-Mann-Preis für Bielefelder Literaturwissenschaftler
Der bielefelder Literaturwissenschaftler und Essayist Prof. Dr. Karl-Heinz Bohrer erhält den Heinrich-Mann-Preis 2007. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der herrausragenden Arbeit Bohrers als Wissenschaftler, Autor und Herausgeber des 'Merkur'. Karl Heinz Bohrer stelle damit besonders für die jüngere Generation ein Vorbild gelebter Wissenschaft dar. Der mit 8.000 Euro dotierte Preis für Essayistik wird am 29. April in Berlin überreicht.
Ermäßigung von Studiengebühren in Bochum
Mit einer Ermäßigung der Studiengebühren von 150 Euro pro Semester will die private Technische Fachhochschule Georg Agricola in Bochum Leistungsanreize für Schnellstudierer schaffen. Den Bonus gibt es ab dem dritten Semester für alle Studierenden, die ihr Studium in der Regelzeit von sechs Semestern beenden. Studienanfänger will die Institution anlocken, indem das erste Semester beitragsfrei bleibt. So koste ein Bachelor-Studium insgesamt 1900 statt regulär 3000 Euro, teilte die Fachhochschule am Donnerstag mit.
Infakt am Donnerstag, 11. Januar 2007
Studierende protestieren gegen Regierungsbildung in Österreich
Die Angelobung des 10. Bundeskanzlers der 2. Republik in Österreich wird seit den frühen Morgenstunden mit Protesten begleitet. Vor dem Wohnhaus des designierten Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer von der SPÖ protestieren eine Vielzahl von Demonstranten gegen die Koalitionsbildung. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen, bei denen ein Polizist verletzt worden sein soll. Seit 10:00 Uhr finden weitere Proteste und Kundgebungen rund um den Ballhausplatz und der dort stattfindenden Angelobung der SPÖ-ÖVP-Regierung. Zu den Kundgebungen haben unter anderem die Österreichische Hochschülerschaft, die sozialistische Jugend und auch die Gewerkschaft der Polizei aufgerufen. Schon in den vergangenen Tagen haben österreichische Studierende die Zentrale der Sozialdemokratischen Partei Österreichs besetzt. Heute Morgen mauerten studentische Vertreter der SPÖ die Eingänge der Parteizentrale in Salzburg zu. Unter anderem sind Gründe dafür die Einführung von Studiengebühren im Jahr 2000 und die nicht eingehaltenen Wahlversprechen der SPÖ diese wieder abzuschaffen.
Förderung für Planetenforscher der Freien Universität Berlin
Die Freie Universität Berlin hat weitere 2,25 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt erhalten.
Mit dem Geld wird ein Kameraexperiment unterstützt, bei dem hochauflösende Bilder vom Planeten Mars aufgenommen werden. Durch das seit Anfang 2004 laufende Kamera-Experiment sind bereits grundlegend neue Einsichten in die geologische Entwicklung des Mars gewonnen worden.
Ziel des Experiments ist die vollständige topographische Kartierung der Marsoberfläche.
Forscher finden krebserregende Stoffe in Speisefischen
Forscher der Uni Hohenheim haben krebserregende Giftstoffe in Fischproben aus dem Mittelmeer gefunden. Ähnliche Stoffe aus künstlicher Produktion sind 2004 EU-weit verboten worden. Sie wurden v.a. in Flammenschutzmitteln eingesetzt.
Grund für die Kontaminierung der Fische mit dem Brom-haltigen Stoff ist die Züchtung der Fische in eingezäunten Gewässern in Ufernähe. Hier leben kleinere Organismen wie Algen, Schwämme und Würmer, die diese Stoffe produzieren. Die Fische nehmen diese Stoffe dann mit der Nahrung auf und lagern sie im Fett ein.
Grund zur Beunruhigung besteht aber nicht, denn diese Giftstoffe wirken nicht sofort. Experten raten dazu, nicht ständig Fische aus einer Region zu essen. Außerdem seien fettarme Fische wie etwa der Dorsch weniger stark mit den Giftstoffen belastet.
Uni Münster erhält 750.000 Euro für Parodontitis-Forschung von der Deutschen Forschungsgesellschaft
Die westfälische Wilhelms-Universität Münster erhält 750.000 Euro für die Parodontitis-Forschung. Mit dem Geld der Deutschen Forschungsgesellschaft soll erforscht werden, inwieweit Antibiotika bei Paradontitis sinnvoll eingesetzt werden können.
Dabei soll auch untersucht werden, ob eine inidividuelle Kombination verschiedener Antibiotika hilfreich ist. Bei den etwa 500 verschiedenen Bakterienarten, die im Mund siedeln, könnte es wiederkehrende Infektionsmuster geben, die man durch einen Bakterientest bestimmen könnte.
Paradontitis ist die Hauptursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. Sie führt zum Abbau von Zahnfleisch und Kieferknochen und kann unbehandelt sogar zum Verlust von Zähnen führen.
Infakt am Mittwoch, 10. Januar 2006
Östrreichische Studierende besetzten SPÖ-Zentrale
In Österreich besetzten seit Montag ca. 150 Studierende die Zentrale der Sozialdemokraten SPÖ in Wien. Die Aktion ist eine Reaktion auf die Studiengebührenpläne der rot-schwarzen Koalition. Diese plant die Beibehaltung der schon eingeführten Studiengebühren von 363 Euro pro Semester. Allerdings sollen die Studierenden die Gebühren zukünftig erlassen bekommen, wenn sie pro Semester 60 Stunden soziale Arbeit leisten. Die Österreichische Hochschülerschaft bezeichnet diese Pläne als größten anzunehmenden Unfug. Anstatt Studierende zu entlasten, werde ihnen noch mehr Arbeit aufgebrummt. Außerdem würden sie hochgerechnet nur einen Stundenlohnvon nur 6,50 Euro in der Stunde erhalten, kritisierten die Studierendenvertreter.
Zahl der Akademikerinnen gestiegen
Die Anzahl von Frauen ist in allen Studienfächern in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen, wie Spiegel Online in Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes berichtet. So haben im vorletzten Jahr rund 125 000 Akademikerinnen ihr Studium abgeschlossen. Mitte der 90er Jahre waren es noch über 30 000 Frauen weniger. Bei den Männern dagegen geht die Zahl der Absolventen zurück. Vor zehn Jahren schlossen noch gut 6,5 Prozent mehr Männer ein Studium ab als heute. Besonders starke Rückgänge haben dabei die Ingenieurswissenschaften zu verzeichnen.
Getränkestudien von Industrie beeinflusst
Der Ausgang von Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Getränken wird oftmals stark von der Industrie beeinflusst. Zu diesem Schluss kamen amerikanische Ernährungswissenschaftler, die hunderte solcher Studien ausgewertet haben. Sie fanden deutliche Hinweise darauf, dass die Ergebnisse zu den Wirkungen von Cola, Milch und anderen Getränken stark vom jeweiligen Geldgeber abhingen. So fanden sich in Studien die zum Großteil von Unternehmen finanziert wurden meist positivere Bewertungen als in unabhängigeren Untersuchungen.
Schwarzer Tee nur ohne Milch gut fürs Herz
Schwarzer Tee schützt dass Gefäßsystem nur, wenn er ohne Milch getrunken wird. Dies fanden jetzt Mediziner an der Berliner Charite heraus. Schwarzer Tee ohne Milch fördere die Entspannungsfähigkeit der Arterien und sorge für einen verbesserten Blutdurchfluss. Kippe man jedoch Milch hinzu gehe dieser Schutzeffekt komplett verloren, schreibt der Moelkularbiologe Mario Lorenz im European Heart Journal. Dies könne auch eine Erklärung dafür sein, dass in Großbritanien so gut wie keine positiven Effekte des schwarzen Tees auf Herz- Kreislauferkrankungen zu beobachten sind. Dort wird der Tee nämlich klassischerweise mit Milch getrunken.
ZIF-Tagung im Januar
Das Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZIF) in Bielefeld veranstaltet eine Tagung zu den Eigenschaften komplexer Systeme in den verschiedenen Wissenschaften. Unter dem Titel „Emergenz, Reduktion und die Erklärung komplexer Strukturen" treffen sich Forscher unterschiedlicher Disziplinen vom 24. bis zum 26. Januar in dem Tagungshaus am Wellenberg oberhalb der Universität. Nähere Informationen zu der Veranstaltung gibt es auf der Seite www.uni-bielefeld.de.
Studiengebühren künftig auch in Münster
An der Universität Münster sollen ab dem kommenden Wintersemester erstmals Studiengebühren erhoben werden. Dies teilte der Asta der Hochschule nach einem Gespräch mit der Rektorin Ursula Nelles mit. Demnach sollen die Studierenden künftig 300 Euro pro Semester zahlen. Der Asta kritisierte den geplanten Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Lehre in einer Stellungnahme als reine Image- und Markenkampagne. Zudem sei der Weg der Einführung übereilt, undemokratisch und unausgegoren, so ein Studierendenvertreter.
Paderborner Professor zwangspensioniert
Die Universität Paderborn hat bereits im September 2006 den Germanistikprofessor Matthias Hartig zwangspensioniert. Dies wurde erst jetzt bekannt berichtet die Neue Westfälische in ihrer heutigen Ausgabe. Hartig war zuvor ein Jahr lang aus Krankheitsgründen nicht mehr bei der Arbeit erscheinen. Zudem wurden ihm fragwürdige Lehrmethoden vorgeworfen. Hartig legte eine rechtliche Beschwerde gegen die Zwangspensionierung ein.
Infakt am Dienstag, 09. Januar 2006
Studiengebühren sind zur Verbesserung des Studiums da
Die Einnahmen der Studiengebühren sollen zur Verbesserung des Studiums verwendet werden, so mahnt Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart die Universitäten. Dies sei gesetzlich vorgeschrieben, so dass es eine genau Überwachung der Verwendung des Geldes geben wird, so Pinkwart. Bei Verstößen will er die Interessen der Studierenden durchsetzen und gegebenenfalls die Zulagen des Landes kürzen. Seit dem Wintersemester 2006/ 2007 werden in NRW bereits für Studienanfänger Gebühren erhoben. Die Universität Bielefeld staffelt ab dem nächsten Semester die Studiengebühren. Weitere Informationen dazu gibt es auf www.uni-bielefeld.de.
Dozenten verdienen zu wenig
Knapp zwei Drittel der Berliner Dozenten verdienen weniger als 1000 Euro im Monat. Das ergab eine Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kurz GEW, so Spiegel online. Dabei sind sie für die Hochschulen unverzichtbar. Sie übernehmen an den Berliner Universitäten und Fachhochschulen zwischen zehn und fünfzig Prozent der Lehre. Sabine von Oppeln, Studiendekanin an der FU Berlin, betont, dass jede Universität auf Lehraufträge angewiesen sei. Besonders dann wenn die Uni ein breites Fächerspektrum anbietet, muss sie Löcher stopfen und eine gewisse Vielfalt abdecken.
Gehälter von studentischen Hilfskräften
Die Initiative „tarifini“ will die Gehälter der Studentischen Hilfskräfte verbessern. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Teilweise arbeiten die Hilfskräfte für drei Euro die Stunde, so „tarifini“ Aktivist Christian Osinga. Die Initiative wurde in Hamburg gegründet und wird unterstützt von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. Die tariflich geregelten Zahlungen der Hilfskräfte liegt bei maximal 8 Euro 2 die Stunde an den Universität und 5 Euro 58 an den FHs. Die Initiative will Studierenden helfen ihre Rechte durchzusetzen – bislang kam es aber noch nicht zu großen Beschwerden.
Geld für Jura Bibliothek
Der Förderverein der Jura-Fachschaft der Universität Bielefeld hat kurz vor dem Jahreswechsel 3000 Euro an die Bibliothek gespendet.
Daraufhin hat eine Buchhandelsgruppe die Spende noch einmal verdoppelt.
Mit den insgesamt 6000 Euro wird jetzt die Fachliteratur der Juristen auf den neuesten Stand gebracht und eine aktuelle Lehrbuch- bzw. Skriptensammlung angelegt.
Neues Endoskopiegerät
Heute präsentiert unter anderem Gert Rickheit, Professor an der Uni Bielefeld, der Öffentlichkeit ein neues Video-Endoskopiegerät. Das neue Gerät wurde von der Universität finanziert. Es soll Forschung, Diagnose und Therapie unterstützen. Das Gerät kommt an der Neurologischen Klinik zum Einsatz.
Infakt am Freitag, 22. Dezember 2006
Langzeituntersuchung „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universität Bielefeld
Die Langzeituntersuchung „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universität Bielefeld stellt „riskante Entwicklungen“ fest.
So hat z.B. der Anteil der Befragten mit Abstiegsängsten deutlich zugenommen, und zwar insbesondere seit der Einführung von Hartz IV. In der Wahrnehmung besteht eine deutliche Spaltung der Gesellschaft in arm und reich: über 90% der Befragten vertreten die Auffassung, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden. Die feststellbare Zunahme an Nationalstolz und Kampagnen für nationale Identität sind nach Auffassung der Forscher nicht geeignet, um soziale Ängste zu kompensieren.
Die Studie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ des Bielefelder Instituts für Gewalt- und Konfliktforschung läuft seit 2002. Vergangene Woche hat Professor Wilhelm Heitmeyer in Berlin neue Ergebnisse daraus vorgestellt.
Berufserfahrung fürs Studium anrechnen lassen
Beim „Bachelor Wirtschaft“ an einer Fachhochschule können berufliche Kompetenzen aus kaufmännischen Berufen auf das Studium angerechnet werden. Dies erproben die Industrie- und Handelskammern Lippe und Ostwestfalen sowie die Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Wirtschaft. Insbesondere in den Fächern Geprüfter Technischer Betriebswirt, Industriefachmann, Bilanzbuchhalter und Controller kann die Anrechnung von Fähigkeiten aus der Berufspraxis interessant sein. Die Studiendauer kann um 50% verkürzt werden. Das Projekt wird von heimischen Firmen und dem DGB begleitet und aus Bundes- und EU-Mitteln gefördert.
Public-Private-Partnership in der Biotechnologie
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mobilisiert durch zwei aufeinander aufbauende Förderinitiativen Geld aus der Industrie. Für die Förderinitiativen „Genomforschung bei Mikroorganismen“ und „BioIndustrie 2021“ stellt das BMBF selbst insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 250 Millionen sollen durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der Wirtschaft kommen.
Viele Unternehmen aus ganz Deutschland haben sich um die Mittel beworben. Das BMBF hat nun die ersten Projekte und Initiativen zur Förderung ausgewählt. Das Ziel ist dabei die schnelle marktreife industrielle Umsetzung von Ideen aus der Forschung.
StuPa Münster beschließt Erhöhung des Semesterbeitrags
Das neue Studierendenparlament (StuPa) der Uni Münster hat die Beitragsordnung für das kommende Semester beschlossen. Dies teilt der AStA der Uni Münster mit. Demnach hat das StuPa nach einer kontrovers geführten Debatte unter anderem dem neuen Semesterticketpreis von 63 Euro zugestimmt. Dies war eine zentrale Forderung der Verkehrsbetriebe. Allerdings fordern AStA und StuPa auch von den Verkehrsbetrieben eine Annäherung an ihre Forderungen. So dürfe der Semesterticketpreis auch bei Kürzung der finanziellen Zuschüsse durch das Land nicht weiter steigen. Außerdem fordert das StuPa eine längere Vertragslaufzeit, um die geplante Preissteigerung über mehrere Jahre verteilen zu können.
Forschungsvorhaben über Bodenfilter an der FH Bielefeld abgeschlossen
Die Fachhochschule Bielefeld hat nach drei Jahren ein Forschungsvorhaben über Abwasserbehandlung durch bewachsene Bodenfilter abgeschlossen. Dabei wurde ein Pilotprojekt, die Bodenfilteranlage in Hille-Hartum untersucht. Die Forscher um Professor Matthias Namuth vom Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen kommen zu dem Ergebnis, dass bewachsene, naturnahe Bodenfilteranlagen eine besonders gute Reinigungsleistung aufweisen. Dies ist laut Professor Namuth besonders deshalb erfreulich, weil das so gereinigte Abwasser durch das Naturschutzgebiet und über den Wesernebenfluß Bastau in die Weser abfließt.
Das Forschungsvorhaben wurde vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert.
Infakt am Donnerstag, 21. Dezember 2006
Universität Bielefeld kämpft gegen soziale Ängste
Die Universität Bielefeld kämpft gegen soziale Ängste. Die psychotherapeutische Ambulanz der Universität führt zurzeit ein Forschungsprojekt zum Thema „Ängste und Schüchternheit von Kindern“ durch. Das Ziel des Projekts ist die Verbesserung der therapeutischen Behandlung von Kindern mit sozialen Ängsten.
Fern-Universität Hagen verzichtet auf Studiengebühren
Die Fern-Universität Hagen verzichtet vorerst auf Studiengebühren. Das Rektorat habe beschlossen bis einschließlich Sommersemester 2009 keine zusätzlichen Beiträge von den Studenten zu verlangen. Für den Versand von Studienmaterial erhebt die Fern-Uni bereits seit 20 Jahren Gebühren von den Studenten. Eine zusätzliche finanzielle Belastung sei für ein flexibles Fernstudium nicht geeignet. Bis 2009 will das Rektorat ein Konzept erarbeiten, dass die Erhebung von Studiengebühren regelt.
Gute Laune macht einfallsreich
Gute Laune macht einfallsreich. Zu dieser Erkenntnis kamen kanadische Forscher der Universität Toronto. Der Studie zufolge verstärkt eine positive Stimmung die Aufmerksamkeit. Zudem fördert sie die Kreativität. Auf der anderen Seite verringere sich bei Gutgelaunten die Fähigkeit zum konzentrierten Arbeiten.
Infakt am Mittwoch, 20. Dezember 2006
Bewerbungsfrist für Studienfond OWL verlängert
Die Erstsemester-Bewerbungsrunde für den so genannten "Studienfond OWL" wurde bis Freitag verlängert. Der Verein will „Studienstiftung OWL“ fünf bis zehn Stipendien in Höhe von mindestens 1.000 Euro vergeben. Die ersten zehn Stipendien sollen an Erstsemester aller teilnehmenden Hochschulen gehen. Beteiligt sind die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Fachhochschulen Bielefeld und Lippe/Höxter sowie die Hochschule für Musik in Detmold. Ziel der Initiative ist es nach eigenen Angaben, die Studiengebühren aufzufangen und besonders begabte Studierende für OWL zu gewinnen. Die Bewerbungsfrist für die Stipendien an Nichterstsemester endet erst am 1. Februar 2007.
Kein ALG II bei BAföG-Anspruch
Studierende mit BAföG-Anspruch haben in der Regel kein Recht auf Arbeitslosengeld. Das hat das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt Anfang der Woche entschieden. Diesem Entschluss zufolge spielt es dabei keine Rolle, ob dem Antragsteller tatsächlich Leistungen nach dem BAföG- Gesetz ausgezahlt werden.
Eine Studentin hatte geklagt, nachdem ihr BAföG-Antrag nach einem Wechsel des Studiengangs abgelehnt wurde. Auch das beantragte Arbeitslosengeld II zur Fortführung ihres Zeitstudiums wurde nicht bewilligt. Die Richter haben in diesem Fall keine besondere Härte vorliegen sehen. Das finanzielle Risiko hätte die Studentin selbst zu tragen.
NRW spart an Hochschulen
Das Land NRW investiert weniger in die Hochschulen als andere deutsche Bundesländer. Dies ergab eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung Essen. Mit 5800 Euro pro Studierenden unterstützt Nordrhein Westfalen die Hochschulen. Damit gibt das Land etwa ein Drittel weniger aus als der Bundesdurchschnitt. NRW belegt den vorletzten Platz im Ländervergleich hinter Hessen. Daraus sei ein ineffizientes Hochschulsystem abzuleiten, so die Studie.
Spitzenreiter sind hier Mecklenburg Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen.
Uniklinik Münster mit neuen Lehrstuhl
Am Universitätsklinikum Münster soll ein bisher bundesweit einzigartiger Lehrstuhl für Lebertransplantationen eingerichtet werden. Dieser soll die Überlebenschancen der Patienten nach einem derartigen Eingriff verbessern. Bisher liege die Überlebensrate der Organempfänger nach fünf Jahren bei gut 80 Prozent. Der Lehrstuhl soll die Kompetenzen der beteiligten Fachgebiete bündeln und die interdisziplinäre Forschung auf diesem Gebiet vorantreiben.
Neuer Teilchenbeschleuniger eröffnet
Der französische Präsident Jacques Chirac hat Anfang der Woche südlich von Paris einen 280 Millionen Euro teuren Synchrotron, der so genannten dritten Generation, eröffnet. Dieser Teilchenbeschleuniger erzeugt besonders energiereiche Strahlung, indem sich Elementarteilchen in großer Geschwindigkeit durch einen luftleeren Ring bewegen. Je nach Konstruktion und Größe der Anlage senden sie dabei ein breites Spektrum elektromagnetischer Wellen aus.
Die Forschungen auf verschiedensten Wissensgebieten profitieren von solcher Strahlung, da sich so zahlreiche Eigenschaften der Materie untersuchen lassen. Weltweit ist dies die 13. Anlage dieser Art.
Infakt am Freitag, 22. Dezember 2006
Langzeituntersuchung „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universität Bielefeld
Die Langzeituntersuchung „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ der Universität Bielefeld stellt „riskante Entwicklungen“ fest.
So hat z.B. der Anteil der Befragten mit Abstiegsängsten deutlich zugenommen, und zwar insbesondere seit der Einführung von Hartz IV. In der Wahrnehmung besteht eine deutliche Spaltung der Gesellschaft in arm und reich: über 90% der Befragten vertreten die Auffassung, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden. Die feststellbare Zunahme an Nationalstolz und Kampagnen für nationale Identität sind nach Auffassung der Forscher nicht geeignet, um soziale Ängste zu kompensieren.
Die Studie „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ des Bielefelder Instituts für Gewalt- und Konfliktforschung läuft seit 2002. Vergangene Woche hat Professor Wilhelm Heitmeyer in Berlin neue Ergebnisse daraus vorgestellt.
Berufserfahrung fürs Studium anrechnen lassen
Beim „Bachelor Wirtschaft“ an einer Fachhochschule können berufliche Kompetenzen aus kaufmännischen Berufen auf das Studium angerechnet werden. Dies erproben die Industrie- und Handelskammern Lippe und Ostwestfalen sowie die Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Wirtschaft. Insbesondere in den Fächern Geprüfter Technischer Betriebswirt, Industriefachmann, Bilanzbuchhalter und Controller kann die Anrechnung von Fähigkeiten aus der Berufspraxis interessant sein. Die Studiendauer kann um 50% verkürzt werden. Das Projekt wird von heimischen Firmen und dem DGB begleitet und aus Bundes- und EU-Mitteln gefördert.
Public-Private-Partnership in der Biotechnologie
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mobilisiert durch zwei aufeinander aufbauende Förderinitiativen Geld aus der Industrie. Für die Förderinitiativen „Genomforschung bei Mikroorganismen“ und „BioIndustrie 2021“ stellt das BMBF selbst insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. Weitere 250 Millionen sollen durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte aus der Wirtschaft kommen.
Viele Unternehmen aus ganz Deutschland haben sich um die Mittel beworben. Das BMBF hat nun die ersten Projekte und Initiativen zur Förderung ausgewählt. Das Ziel ist dabei die schnelle marktreife industrielle Umsetzung von Ideen aus der Forschung.
StuPa Münster beschließt Erhöhung des Semesterbeitrags
Das neue Studierendenparlament (StuPa) der Uni Münster hat die Beitragsordnung für das kommende Semester beschlossen. Dies teilt der AStA der Uni Münster mit. Demnach hat das StuPa nach einer kontrovers geführten Debatte unter anderem dem neuen Semesterticketpreis von 63 Euro zugestimmt. Dies war eine zentrale Forderung der Verkehrsbetriebe. Allerdings fordern AStA und StuPa auch von den Verkehrsbetrieben eine Annäherung an ihre Forderungen. So dürfe der Semesterticketpreis auch bei Kürzung der finanziellen Zuschüsse durch das Land nicht weiter steigen. Außerdem fordert das StuPa eine längere Vertragslaufzeit, um die geplante Preissteigerung über mehrere Jahre verteilen zu können.
Forschungsvorhaben über Bodenfilter an der FH Bielefeld abgeschlossen
Die Fachhochschule Bielefeld hat nach drei Jahren ein Forschungsvorhaben über Abwasserbehandlung durch bewachsene Bodenfilter abgeschlossen. Dabei wurde ein Pilotprojekt, die Bodenfilteranlage in Hille-Hartum untersucht. Die Forscher um Professor Matthias Namuth vom Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen kommen zu dem Ergebnis, dass bewachsene, naturnahe Bodenfilteranlagen eine besonders gute Reinigungsleistung aufweisen. Dies ist laut Professor Namuth besonders deshalb erfreulich, weil das so gereinigte Abwasser durch das Naturschutzgebiet und über den Wesernebenfluß Bastau in die Weser abfließt.
Das Forschungsvorhaben wurde vom Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert.
Infakt am Donnerstag, 21. Dezember 2006
Universität Bielefeld kämpft gegen soziale Ängste
Die Universität Bielefeld kämpft gegen soziale Ängste. Die psychotherapeutische Ambulanz der Universität führt zurzeit ein Forschungsprojekt zum Thema „Ängste und Schüchternheit von Kindern“ durch. Das Ziel des Projekts ist die Verbesserung der therapeutischen Behandlung von Kindern mit sozialen Ängsten.
Fern-Universität Hagen verzichtet auf Studiengebühren
Die Fern-Universität Hagen verzichtet vorerst auf Studiengebühren. Das Rektorat habe beschlossen bis einschließlich Sommersemester 2009 keine zusätzlichen Beiträge von den Studenten zu verlangen. Für den Versand von Studienmaterial erhebt die Fern-Uni bereits seit 20 Jahren Gebühren von den Studenten. Eine zusätzliche finanzielle Belastung sei für ein flexibles Fernstudium nicht geeignet. Bis 2009 will das Rektorat ein Konzept erarbeiten, dass die Erhebung von Studiengebühren regelt.
Gute Laune macht einfallsreich
Gute Laune macht einfallsreich. Zu dieser Erkenntnis kamen kanadische Forscher der Universität Toronto. Der Studie zufolge verstärkt eine positive Stimmung die Aufmerksamkeit. Zudem fördert sie die Kreativität. Auf der anderen Seite verringere sich bei Gutgelaunten die Fähigkeit zum konzentrierten Arbeiten.
Infakt am Mittwoch, 20. Dezember 2006
Bewerbungsfrist für Studienfond OWL verlängert
Die Erstsemester-Bewerbungsrunde für den so genannten "Studienfond OWL" wurde bis Freitag verlängert. Der Verein will „Studienstiftung OWL“ fünf bis zehn Stipendien in Höhe von mindestens 1.000 Euro vergeben. Die ersten zehn Stipendien sollen an Erstsemester aller teilnehmenden Hochschulen gehen. Beteiligt sind die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Fachhochschulen Bielefeld und Lippe/Höxter sowie die Hochschule für Musik in Detmold. Ziel der Initiative ist es nach eigenen Angaben, die Studiengebühren aufzufangen und besonders begabte Studierende für OWL zu gewinnen. Die Bewerbungsfrist für die Stipendien an Nichterstsemester endet erst am 1. Februar 2007.
Kein ALG II bei BAföG-Anspruch
Studierende mit BAföG-Anspruch haben in der Regel kein Recht auf Arbeitslosengeld. Das hat das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt Anfang der Woche entschieden. Diesem Entschluss zufolge spielt es dabei keine Rolle, ob dem Antragsteller tatsächlich Leistungen nach dem BAföG- Gesetz ausgezahlt werden.
Eine Studentin hatte geklagt, nachdem ihr BAföG-Antrag nach einem Wechsel des Studiengangs abgelehnt wurde. Auch das beantragte Arbeitslosengeld II zur Fortführung ihres Zeitstudiums wurde nicht bewilligt. Die Richter haben in diesem Fall keine besondere Härte vorliegen sehen. Das finanzielle Risiko hätte die Studentin selbst zu tragen.
NRW spart an Hochschulen
Das Land NRW investiert weniger in die Hochschulen als andere deutsche Bundesländer. Dies ergab eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Institutes für Wirtschaftsforschung Essen. Mit 5800 Euro pro Studierenden unterstützt Nordrhein Westfalen die Hochschulen. Damit gibt das Land etwa ein Drittel weniger aus als der Bundesdurchschnitt. NRW belegt den vorletzten Platz im Ländervergleich hinter Hessen. Daraus sei ein ineffizientes Hochschulsystem abzuleiten, so die Studie.
Spitzenreiter sind hier Mecklenburg Vorpommern, Baden-Württemberg und Niedersachsen.
Uniklinik Münster mit neuen Lehrstuhl
Am Universitätsklinikum Münster soll ein bisher bundesweit einzigartiger Lehrstuhl für Lebertransplantationen eingerichtet werden. Dieser soll die Überlebenschancen der Patienten nach einem derartigen Eingriff verbessern. Bisher liege die Überlebensrate der Organempfänger nach fünf Jahren bei gut 80 Prozent. Der Lehrstuhl soll die Kompetenzen der beteiligten Fachgebiete bündeln und die interdisziplinäre Forschung auf diesem Gebiet vorantreiben.
Neuer Teilchenbeschleuniger eröffnet
Der französische Präsident Jacques Chirac hat Anfang der Woche südlich von Paris einen 280 Millionen Euro teuren Synchrotron, der so genannten dritten Generation, eröffnet. Dieser Teilchenbeschleuniger erzeugt besonders energiereiche Strahlung, indem sich Elementarteilchen in großer Geschwindigkeit durch einen luftleeren Ring bewegen. Je nach Konstruktion und Größe der Anlage senden sie dabei ein breites Spektrum elektromagnetischer Wellen aus.
Die Forschungen auf verschiedensten Wissensgebieten profitieren von solcher Strahlung, da sich so zahlreiche Eigenschaften der Materie untersuchen lassen. Weltweit ist dies die 13. Anlage dieser Art.
Infakt am Dienstag, 19. Dezember 2006
Zwei Studenten der FH Bielefeld erhalten Gläsel-Preis
Der Wirtschaftsstudent Engin Baykal und der Elektro- und Informationstechnikstudent Michael Krug wurden für herausragende Leistungen mit dem Gläsel-Preis ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2500€ dotiert und wurde den Studenten vom FH-Prorektor Uwe Rössler sowie dem FH-Professor und Geschäftsführer der Gläsel-Stiftung Volker Herzig überreicht.
Studiengebühren zwingen immer mehr Studierende zu Nebenjobs
Mit der Einführung der Studiengebühren stieg die Anfrage nach Nebenjobs bei den Studierenden in Deutschland an.
Um den Lebensunterhalt zu sichern braucht ein Studierender in OWL durchschnittlich 600 bis 800€. Um auf diesen Betrag zu kommen und zusätzlich noch die Studiengebühren bezahlen zu können, müssen immer mehr Studierende einen Nebenjob annehmen und mehrmals in der Woche neben dem Studium arbeiten.
Innovationsministerium legt Eckpunkte für ein Hochschulmedizingesetz im ersten Quartal 2007 vor
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart wird im ersten Quartal des Jahres 2007 die Eckpunkte für ein Hochschulmedizingestz der Öffentlichkeit vorstellen und ins Kabinett einbringen. Zum ersten Januar 2008 soll dieses Gesetz bereits in Kraft treten.
Ziel sei es, für jeden Standort eine passgenaue Lösung zu finden. Es sollen zwei Dinge sichergestellt werden, zum einen eine möglichst hohe Qualität der Hochschulmedizin durch bestmöcgliche Patientenversorgung, hervorragende Ausbildung und mehr Exzellenz in der Forschung und zum anderen sollen Strukturen geschaffen werden, die die Uniklinika auf ein dauerhaft tragfähiges wirtschaftliches Fundament stellen, so Pinkwart.
Rektor bricht Gespräche mit Delegierten der Freine Uni Bochum ab
Bei Gesprächen zwischen Delegierten der Freien Uni Bochum und dem Rektor der Ruhr-Universität Bochum (RUB) prof. Dr. Weiler kam es zu keiner Einigung.
Bei den Verhandlungen ging es um die Räumung des zur Zeit von der Freien Uni Bochum genutzten Gebäudes auf dem Campus der RUG. Die Frist für die Räumung des Gebäudes lief gestern am 18.12. um 14 Uhr ab. Der Freien Uni Bochum droht nun eine Zwangsräumung durch die Polizei.
Freie Uni Bochum ist eine studentische Hochschulgruppe, die sich unter anderem gegen die Einführung von Studiengebühren einsetzt.
Studierende protestieren erfolgreich gegen Auftritt vom niedersächsischen Wissenschaftsminister in Osnabrück
Die Eröffnungsrede des niedersächsischen Wissenschaftsministers Lutz Stratmann auf einer Veranstaltung des Fachbereichs Kunst der Uni Osnabrück wurde von Studierenden verhindert.
Über 100 Studierende versammelten sich am 15.12 vor dem Kunstgebäude und verhinderten mit Menschenketten das Betreten des Gebäudes vom Wissenschaftsminister. Im Vorfeld rief das Bildungssyndikat der Uni zu Protesten auf. Lutz Stratmann hatte vor einigen Monaten mit seiner Vorderung nach mehr als 500 € Studiengebühren für Negativschlagzeilen gesorgt.
Bundesforschungsministerin beendet das Informatikjahr 2006 mit enormerfreulicher Bilanz
Montagabend feierten mehr als 400 Ehrengäste den Abschluss des Informatikjahres in Berlin. Laut der Bundesforschungsministerin Dr.Schavan sei die Begeisterung für das Fach Informatik geweckt und die Karrierechancen aufgezeigt worden. 2006 fanden bundesweit 1500 Veranstaltungen statt, bei denen vor allem das Interesse von jungen Menschen für das Fach Informatik geweckt werden sollte. Partner des Informatikjahres waren unter anderem die Fraunhofer Gesellschaft, SAP, Deutsche Telekom und Microsoft.
Infakt am Montag, 18. Dezember 2006
Eignungstests vor Lehramtstudium gefordert
Ute Erdsiek-Rave, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, hat sich dafür ausgesprochen, Eignungstests für das Lehramtsstudium einzuführen. Damit könnten die Bundesländer frühzeitig testen, ob angehende Lehrer die geeignete Persönlichkeit für den Beruf mitbringen, sagte die schleswig-holsteinische Bildungsministerin. Erdsiek-Rave reagiert mit ihrer Forderung auf eine Studie der Universität Potsdam erarbeitete Studie, für die 2500 Lehramtsstudenten befragt wurden. Die Studie ergab bei einem Teil der Studierenden problematische Voraussetzungen, darunter Defizite der sozialen und kommunikativen Kompetenzen und geringes Selbstbewusstsein".
Erneut Gewaltdrohungen gegen Schulen in Nordrhein-Westfalen
Nach dem Amoklauf in einer Schule in Emsdetten überprüft die nordrhein-westfälische Polizei weitere Ankündigen von Schießereien in Schulen. In den vergangenen Tagen hat die Polizei zwei Schüler verhört. Zuvor waren Amokläufe an zwei Schulen im Landkreis Minden angekündigt worden. In Porta Westfalica wurde ein ehemaliger Schüler einer Gesamtschule vorübergehend in Gewahrsam genommen. Er hatte eine so genannte Todesliste mit den Namen von Schülern und Lehrern an eine Bekannte geschickt. Auch eine Anleitung für den Bau eines Sprengsatzes hatte die Bekannte erhalten.
GEW unterstützt Studiengebühren-Boykott
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt den Boykott von Studiengebühren. Die Gewerkschaft hat jetzt alle Studierenden aufgerufen, die Studiengebühren auf Treuhandkonten zu überweisen.
In Nordrhein-Westfalen seien die Studierendenzahlen nach der Einführung der Gebühren gesunken, sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der GEW in Baden-Würtemberg. Studiengebühren führten dazu, dass viele Studierende länger für ihre Ausbildung brauchen. Zudem würden sie mit Schulden ins Berufsleben starten, so Dahlem. In Baden-Württemberg haben Studierende an den meisten Hochschulen beschlossen, die Zahlung von Studiengebühren zu boykottieren und die 500 Euro pro Semester auf Treuhandkonten einzuzahlen.
Uni Wuppertal: Studierendenparlament fordert AStA zum Rücktritt auf
Das Studierendenparlament der Bergischen Universität Wuppertal hat den Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses der Hochschule aufgefordert zurückzutreten. Gleichzeitig hat das Studierendenparlament eine Dringlichkeitssitzung für Neuwahlen einberufen.
Zuvor hatte ein Untersuchungsausschuss Missstände innerhalb der Personalpolitik des AStAs aufgedeckt.
Nach Ansicht des Ausschusses hat der AStA-Vorstand nicht nur schlampig gearbeitet, sondern auch Personen bei Einstellungen bevorzugt, die dem AstA-Vorstand nahe stehen.
Rektorat fordert Räumung der Freien Universität Bochum
Das Rektorat der Ruhr-Universität-Bochum (RUB) hat die Aktiven der Freien Universität Bochum zur sofortigen Räumung aufgefordert. Studierende hatten die Freie Universität Bochum im Mai aus Protest gegen Studiengebühren gegründet. Die Freie Universität ist in einem ehemaligen Mensagebäude der Ruhr-Universität untergebracht. Die Universitätsleitung und das Studentenwerks Bochum hatten noch vor kurzem versicht, dass die Besetzer bis April 2007 in dem Gebäude geduldet werden. Als Grund für die jetzige Räumungsaufforderung nannte das Rektorat einen fehlerhaften Brandalarm.
Bislang 40.000 Unterzeichner bei Praktika-Petition
Mehr als 40.000 Menschen haben bislang im Internet eine Petition für eine Mindestvergütung von Praktika unterschrieben. (Das teilte der Verein Übergebühr mit.) Die DGB-Jugend und der Verein Fairwork hatten die Online-Petition beim Bundestag eingereicht. Sie wollen mit der Unterschriftenaktion eine öffentliche Anhörung im Bundestag erreichen. Bis morgen (19. Dezember) müssen dafür 50.000 Unterschriften vorliegen. Die DGB-Jugend und Fairwork fordern in der Petition eine gesetzliche Definition von Praktika, eine zeitliche Begrenzung von Praktika auf drei Monate sowie eine Mindestvergütung.
Wissenschaftler entdecken Zusammenhang von Nervensystem und Diabetes
Einem nordamerikanischen Forscherteam ist ein wichtiger Durchbruch in der Diabetes-Forschung gelungen. In Versuchen mit Mäusen entdeckten die Wissenschaftler den Auslöser für Diabetes vom Typ 1. Bisherigen Untersuchungen zu Diabetes konzentriertten sich auf das Immunsystem. Das Forscherteam aus den USA und Kanada hat jetzt einen Zusammenhang von Diabetes mit dem Nervensystem festgestellt. Sie entdeckten, dass geschädigte Nervenzellen Diabetes 1 auslösen können. Diese Entdeckung führe zu neuen Therapiemöglichkeiten, teilten die Wissenschaftler mit.
Infakt am Freitag, 15. Dezember 200
Neues Gesetz für Hochschulmedizin
Anfang 2007 wird Innovationsminister Andreas Pinkwart die Eckpunkte für ein neues Hochschulmedizingesetz der Öffentlichkeit vorstellen. In die Überlegungen der Landesregierung zu einer Neuordnung der Hochschulmedizin fließen zwei Gutachten ein: Das Dichgans-Gutachten zur Medizinforschung in NRW und das Gutachten der Unternehmensberatung Roland Berger, das die Organisationsstrukturen der sechs nordrhein-westfälischen Universitätsklinika untersucht hat. "Beide Gutachten spielen in den Überlegungen der Landesregierung zur künftigen Organisationsstruktur der Hochschulklinika eine wichtige Rolle. Wir werden nun die Gutachten sorgfältig auswerten", so Pinkwart. Ziel sei es, für jeden Standort eine passgenaue Lösung zu finden. Die derzeit gültige Verordnung ermögliche nicht die notwendige Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen.
Universität Bielefeld 2007 bei Land Ideen dabei
Die Universität Bielefeld ist als einer von 365 Orten ausgewählt worden, die im Jahr 2007 sich und ihre Ideen und Innovationen an je einem Tag der Öffentlichkeit präsentieren. Im dem deutschlandweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ werden Bielefelder Wissenschaftler vorführen, wie man durch interdisziplinäre Forschung Roboter kommunikativer machen kann. Ihr Leitgedanke ist, die Technik besser an den Menschen anzupassen, und nicht umgekehrt. So arbeiten sie beispielsweise an technischen Systemen, die menschliche Mimik und Gestik nachahmen können.
Die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" wird getragen von der Bundesregierung und der Wirtschaft. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler.
Neues Applikationszentrum in Dortmund
In Dortmund wurde gestern das neue NRW-Applikationszentrum für Mikrosystemtechnik "Adlantis" eröffnet. Das Projekt des Technologiezentrums Dortmund soll kleine und mittlere Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte unterstützen. Ziel ist es, Forschungsergebnisse der Mikro- und Nanotechnologie in der Medizintechnik anzuwenden. Die Verknüpfung von Mikro- und Nanotechnologien mit den Lebenswissenschaften habe enormes Zukunftspotential, so Innovationsminister Andreas Pinkwart. Dortmund habe sich in den letzten Jahren zu einem herausragenden Standort für Mikrosystemtechnik und Lebenswissenschaften entwickelt. Diese Stärken werden nun weiter ausgebaut, so Pinkwart.
Thüringen will neues Hochschulgesetz
Der Thüringer Landtag soll nach dem Willen der CDU Landesregierung heute ein neues Hochschulgesetz verabschieden. Mit ihm werden Verwaltungsgebühren von 100 Euro pro Jahr eingeführt. Außerdem soll wie an den nordrhein-westfälischen Hochschulen künftig ein Hochschulrat die Geschicke der Universitäten bestimmen. Das Gremium soll zum Großteil mit hochschulexternen Mitgliedern besetzt sein, die Senate verlieren an Einfluss an den Hochschulen. Kritiker sehen darin einen massiven Abbau von Mitbestimmungsrechten der Hochschulangehörigen.
Noch am Mittwoch hatten in Erfurt mehrere hundert Studierende gegen die Pläne der Landesregierung protestiert, Anfang November waren 5000 Menschen gegen das Gesetz auf die Straße gegangen.
Studiengebühren scheitern am UN-Sozialpakt
Der „Freie Zusammenschluss von Studierendenschaften (FZS)“ geht weiter gegen Studiengebüren vor. Das FZS foderte gestern die Bundesregierung auf, den sogenannten UN-Sozialpakt zu erfüllen.
Der UN-Sozialpakt vepflichtet Regierungen unter anderem dazu, das Bildungssystem gebührenfrei zu halten.
Diese Verpflichtung werde permanent ad absurdum geführt, so Konstantin Bender, Vorstandsmitglied des FZS.
Für das weitere juristische Vorgehen hat das FZS den Verwaltungsrechtler Wilhelm Achelpöhler eingeschaltet.
DSW begrüßt neue Studienplätze
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) begrüßt die Schaffung von neuen Studienplätzen duch den Hochschulpakt.
Doch gleichzeitig fordert das DSW auch eine Verbesserung des BaföG. Dies sei seit 2001 nicht mehr an die Preis- und Einkommensentwicklung angepasst worden, so Prof. Dr. Rolf Dobischat, der Präsident des DSW, am Mittwoch in Berlin.
Was brächten neue Studienplätze, wenn den Studierenden das Dach über dem Kopf fehlte, so ein weiterer Sprecher des DSW.
Der neue Hochschulpakt soll bis 2010 90.000 neue Studienplätze schaffen.
InFakt am Donnerstag, 14. Dezember 2006
Fzs legt vor den Vereinten Nationen gegen Studiengebühren Beschwerde ein
Nach Meinung der „Freien Zusammenschlüsse von StudentInnenschaften“, kurz fzs, verstößt die Einführung von Studiengebühren gegen den „Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte“ des UN-Sozialpaktes. Gegen diesen vermeintlichen Verstoß reicht der fzs vor dem UN-Ausschuss Beschwerde ein. Kurt Stiegler, Asta-Referent für Hochschulpolitik der Universität Münster, hofft dass das Gutachten Einfluss auf die Gebührendebatte haben wird und die Vereinten Nationen der BRD eine Rüge erteilen werden. Dadurch soll deutlich gemacht werden, dass Studiengebühren die kulturellen und sozialen Rechte der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland beschneiden, so Stiegler. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich mit der Unterzeichnung des Internationalen Paktes über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte am 9. Oktober 1968 dazu verpflichtet, den Zugang zu Bildung und das Bildungsystem gebührenfrei zu halten.
Fast jeder zweite Deutsche ist fremdenfeindlich
Nach einer Studie des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld soll fast jeder zweite Deutsche fremdenfeindlich sein. Insgesamt ergab sich bei der Studie, die bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlicht wurde, ein Wert von 48,5 Prozent. Als Zeichen für Fremdenfeindlichkeit galt in der Studie zum Beispiel eine Zustimmung zu den Aussagen "In Deutschland leben zu viele Ausländer" und "Wenn Arbeitsplätze knapp werden, sollte man die in Deutschland lebenden Ausländer wieder in ihre Heimat schicken". Die höchsten Werte zeigten sich in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, die niedrigsten in Berlin. Der Bielefelder Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer betont, dass laut der Studie die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen habe.
InFakt am Mittwoch, 13. Dezember 2006
Bielefelder Historikerin erhält Erfurter Promotionspreis
Die Bielefelder Historikerin Dr. Veronika Huesmann ist mit dem Erfurter Promotionspreis „Religion und Ethik“ ausgezeichnet werden.
Die ausgezeichnete Dissertation behandelte das Thema „Untersuchungen zum Verhältnis von Religion und Geschlecht am Beispiel des protestantischen Milieus in Ostwestfalen 1845-1918“. Die Jury bezeichnete die Arbeit als eine historische Studie mit interdisziplinärer Ausrichtung. Weiterhin seien mit der Dissertation wichtige Fragen zur öffentlichen Rolle der Redaktion im 19. Jahrhundert beantwortet worden. Der Promotionspreis wurde von der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Uni Bielefeld angenommen. Der Preis war mit 1000 € dotiert.
BMBF und DFG schreiben verschiedene Forschungsförderungen aus
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) haben in dieser Woche verschiedene Forschungsförderungen ausgeschrieben.
Es handelt sich um das „Kolleg für geisteswissenschaftliche Forschung“ und um das „Kolleg Forschergruppen“. Mit den Projekten wird eine zentrale Empfehlung des Wissenschaftsrates umgesetzt. Dieser hatte die verstärkte Förderung der Geisteswissenschaften in Deutschland in einer Stellungnahme Anfang 2006 gefordert. Der Wissenschaftsrat berät die Bundes- und Landesregierungen in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Hochschulen, der Wissenschaft und der Forschung.
Teilzeitstudierende benachteiligt
Über 12% aller Studierenden sehen sich laut einer Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) als Teilzeitstudierende.
Besonders Studierende der Fächer Erziehungswissenschaften, Politik, Germanistik, Soziologie und Geschichte studieren nach eigenen Angaben nicht Vollzeit. Teilzeitstudiengänge machen jedoch nur 2% des bestehenden Studienangebotes aus. Ein großer Teil der faktischen Teilzeitstudenten findet Rahmenbedingungen vor, die auf ein Vollzeitstudium ausgerichtet sind. Durch die straffere Organisation der Studiengänge mit den Abschlüssen Bachelor und Master ist ein „inoffizielles“ Teilzeitstudium noch schwieriger möglich. Da es noch keine Regelungen zum Umgang mit Teilzeitstudierenden und es zudem wenige offizielle Teilzeitstudienangebote gibt, werden diese durch die Studiengebühren besonders benachteiligt.
„Preis Tiefenbohrung“ an Forschungsgruppe der Universität Bielefeld verliehen
Der erstmals vergebene «Preis Tiefenbohrung» für besonders gelungene Vermittlung historischen Wissens geht an eine Forschungsgruppe der Universität Bielefeld.
Die Jury würdigte die von der Forschungsgruppe entwickelte Konzeption der Ausstellung «Bilderstreit und Bürgerstolz». Die Ausstellung wurde Mitte 2006 in Herford eröffnet. Das Konzept wurde in einem Praktikumsseminar unter der Leitung von Gregor Rohmann aus der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie entwickelt. Die Ausstellung zeige Zusammenhänge zwischen protestantischer Bildprogrammatik und bürgerlicher Repräsentation in einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs im 17. Jahrhundert. Der «Preis Tiefenbohrung» soll künftig jährlich vergeben werden und ist mit 2500 Euro dotiert.
InFakt am Dienstag, 12. Dezember 2006
Uni bleibt Weihnachten und Neujahr geschlossen
Die Universität Bielefeld wird zwischen Weihnachten und Neujahr komplett geschlossen bleiben.
Als Grund gab die Verwaltung der Uni Bielefeld, die gestiegenen Energiekosten an. Demnach soll durch die Schließung vom 23. Dezember bis zum 1. Januar 10.000 Euro pro Tag eingespart werden können. Die komplette Schließung betrifft auch die Universitätsbibliothek. Für Studierende die zu dieser Zeit die Bibliothek nutzen wollen, gelten deshalb besondere Konditionen. Beispielsweise soll es möglich sein, Präsenzliteratur ausleihen zu können, aber auch mögliche Prüfungsarbeiten, die zwischen Weihnachten und Neujahr abgegeben werden sollen, können im Einzelfall und nach Prüfung erst im neuen Jahr abgegeben werden.
Der Asta der Uni Bielefeld, kritisiert die Schließung: „Nach Einführung der Studiengebühren, werden die Leistungen nicht wie versprochen verbessert, sondern ganz im Gegenteil gekürzt“ heißt es auf der ASTA Homepage. Viele Studierende, besonders die internationalen, seien darauf angewiesen, die Computer und den Internetzugang in der Uni zu nutzen, so der ASTA.
NRW-Ministerium und NRW-Hoschulen schließen Zielvereinbarung ab
Vertreter der Universität Bielefeld, sowie der Fachhochschule Bielefeld werden am Mittwoch, zusammen mit dem Land NRW wesentlichen Ziele in Lehre, Forschung und Wissenstransfer vereinbaren.
Inhaltlich geht es bei der so genannten Ziel – und Leistungsvereinbarung unter anderem, um eine Verabredung zwischen Ministerium und Hochschulen über Forschungsschwerpunkte, Studienanfänger an den jeweiligen Fakultäten und die Qualität des Studienangebots.
Hintergrund der Vereinbarung ist das Hochschulfreiheitsgesetz, dass im kommenden Jahr in Kraft treten wird. Bis dahin, werden noch alle Hochschulen in NRW die Vereinbarung unterzeichnen.
Uni Bielefeld kooperiert mit Bertelsmann Stiftung
Die Bertelsmann Stiftung will zusammen mit der Universität Bielefeld, beim Thema „Balance zwischen Familie und Arbeitswelt“ kooperieren.
Zukünftig will die Bertelsmann Stiftung damit genau die wirtschaftswissenschaftlichen Diplomarbeiten an der Uni Bielefeld fördern, die sich mit dem Thema „Balance von Familie und Beruf“ auseinandersetzten. Aus den Arbeiten, erhofft sich die Bertelsmann Stiftung konkrete Daten und Fakten aus denen Handlungsansätze zum dem Thema abgeleitet werden können. Die Ergebnisse sollen dann zu einer familienfreundlicheren Arbeitswelt beitragen.
Am Donnerstag wird der Rektor der Uni Bielefeld, Dieter Timmermann, dafür eine Kooperationsvereinbarung mit der Bertelsmann Stiftung unterzeichnen.
Vorerst kein NRW-weites Semesterticket
Die Verhandlungen zwischen dem Landesastentreffen NRW und den Verkehrsverbünden NRW, über ein zusätzliches NRW-weites Semesterticket für Studierende, sind vorerst auf Eis gelegt worden.
Eigentlich sollte das NRW weite Semesterticket schon im kommenden Semester eingeführt werden, aber nun verweigern drei Verkehrsverbünde in NRW die Einführung.
Sie befürchten, dass mit den NRW Tickets, die bestehenden regionalen Tickets gefährdet würden. Ein weiterer Streitpunkt ist der Preis des Tickets.
Die Verkehrsverbünde haben 32 Euro vorgeschlagen, dass ist dem Landesastentreffen NRW jedoch zu teuer. Im kommenden Jahr soll neu über das NRW-weite Semesterticket verhandelt werden.
Studierende in psychologischer Beratung
Immer mehr Studierende nehmen die psychologische und soziale Beratung der Studentenwerke in Anspruch.
Das gab der Generalsekretär der Deutschen Studentenwerke, Meyer auf der Heyde, am vergangenen Wochenende in Berlin bekannt. Demnach stieg sich die Anzahl der Studierende die diese Beratungsstellen in Anspruch nehmen, in diesem Jahr um 20.000 auf 130.000. Meyer auf der Heyde wertet diesen Anstieg als Indikator für steigenden Finanzierungs- und Leistungsdruck dem Studierende gegenüber ständen. Dafür seinen vor allem Studiengebühren und die Vielzahl von Hochschulreformen verantwortlich, so Meyer auf der Heyde.
Die Studentenwerke wollen deshalb ihre psychologischen und sozialen Beratungsstellen in den kommenden Jahren weiter ausbauen.
InFakt am Montag, 11. Dezember 2006
Senat der Fachhochschule beschließt Staffelung der Studiengebühren
Der Allgemeine Studierendenausschuss der Fachhochschule Bielefeld hat sich mit seiner Forderung nach einer vorläufigen Staffelung der Studiengebühren durchgesetzt. Auf Antrag der Studierendenvertreter hat der Senat der Fachhochschule am Donnerstag beschlossen, dass Studierende im fortgeschrittenen Semester weniger Gebühren zahlen als neu eingeschriebene Studierende. Erstsemester müssen somit die regulären
500 Euro überweisen. Studierende im 2. Semester zahlen beispielsweise 400 Euro, und Studierende zwischen dem
8. und 12. Semester zahlen 100 Euro. Studierende, die ein Kind erziehen, werden bis zu sechs Semester von der Gebühr befreit. Ausländische Studierende, die keinen Anspruch auf Studienkredite haben, können sich in der Fachhochschule künftig ebenfalls bis zu sechs Semester von der Gebühr befreien lassen.
Stipendium für Medizinstudenten bei Verbleib in Sachsen-Anhalt
Das Landesregierung von Sachsen-Anhalt will Medizinstudenten mit Stipendien dazu bringen, nach Studienabschluss im Land zu bleiben. Das meldet die „Mitteldeutsche Zeitung“. Für die Stipendien sollen sich die Studierenden verpflichten, 15 Jahre nach Studienende in Sachsen-Anhalt zu verweilen. Mit der Verpflichtung solle die deutlich gesunkene Zahl niedergelassener Ärzte wieder erhöht werden, sagte der CDU-Gesundheitsexperte Marcus Kurze. Wie hoch die Förderung ausfallen soll, ist bislang noch offen. Nur 60 Prozent der Medizinstudenten, die derzeit in Sachsen-Anhalt eingeschrieben sind, würden später als Arzt arbeiten, sagte Kurze. Die Zahl der Absolventen, die in dem Bundesland bleiben würden, sei noch geringer.
Nach Amoklauf: Minister fordern erhöhte Wachsamkeit an Schulen
Nach dem Amoklauf von Emsdetten und Amok-Drohungen an weiteren Schulen haben die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer und der Innenminister Ingo Wolf die Schulen zu erhöhter Wachsamkeit ermahnt. In einer E-Mail, die an alle Schulen des Landes gegangen ist, fordert Ministerin Sommer die Lehrer auf, Hinweise ernst zu nehmen und sich an die Polizei zu wenden. Dabei geht nicht um Denunziation oder Petzen. Innenminister Wolf betonte, dass an den Schulen eine Kultur des Hinsehens nötig sei. Ministerin Sommer erklärte, es sei wichtig, dass Eltern, Lehrer und Schüler zu einem positiven Schulklima beitragen. Sie alle müssten durch ihr Verhalten deutlich machen, dass kein Kind und kein Jugendlicher verloren gehen dürfe, sagte die Ministerin.
Realschullehrer gegen Abschaffung der Hauptschulen Der Verband deutscher Realschullehrer hat eine Abschaffung der Hauptschulen entschieden abgelehnt. Die Hauptschulen hätten mit der gezielten Förderung von Kindern mit schlechtem Bildungshintergrund eine besondere Aufgabe, sagte der Verbandsvorsitzende Albert Obert. Obert fordert für die Hauptschulen eine besondere Förderung in möglichst kleinen Gruppen und Klassen. In Gymnasien seien kleine Klassen hingegen weniger wichtig. Obert sagte, für Gymnasiasten, die wohlbehütet im Elternhaus und sehr bildungsnah aufwüchsen, sei keine Gruppe von zehn Schülern nötig. Obert wörtlich: „Da kommen auch 30 Schüler mal gut zurecht“.
Rauschenbach sieht wenig Nutzen in kostenfreiem letztem Kita-Jahr
Der Leiter des Deutschen Jugendinstitutes, Thomas Rauschenbach, hat sich gegen eine Kostenbefreiung des letzten Kindergartenjahres gewandt. Rauschenbach stellte damit entsprechende Pläne der Parteien in Frage. Bereits heute liege die Betreuungsquote im Jahr vor Schulbeginn bei mehr als 90 Prozent. Die geplante Maßnahme habe somit kaum Effekte, sagte Rauschenbach. Mehr Effekt hätte es es nach seiner Ansicht, wenn der Staat die Gebühren des ersten Kindergartenjahres erließe. Bei den jüngeren Kinder liege die Betreuungsquote deutlich niedriger als bei den Fünf- und Sechsjährigen. Den größten Nachholbedarf sieht Rauschenbach jedoch beim Ausbau von Ganztags- sowie Krippenplätzen. Im Westen Deutschlands erhielten nur vier Prozent der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz, so Rauschenbach.
Jürgen Zöllner wird Präsident der Kultusministerkonferenz
Der neue Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner wird im kommenden Jahr Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK). Darauf haben sich die Kultusminister der 16 Bundesländer geeinigt. Zöllner war bis Anfang November noch Wissenschaftsminister in Rheinland-Pfalz. KMK-Vizepräsident mit dem Schwerpunkt Hochschule soll ab 2007 der saarländische Bildungsminister Jürgen Schreier werden. Vizepräsident mit dem Schwerpunkt Kultur wird der Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Henry Tesch. Die diesjährige KMK-Präsidentin und schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave soll sich als KMK-Vizepräsidentin künftig um den Schwerpunkt Schule kümmern.
Wissenschaftliche Nobelpreise gehen an sechs US-Amerikaner
Der schwedische König Carl Gustaf XVI. hat gestern Nobelpreise an den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk und sechs Wissenschaftler aus den USA verliehen. Pamuk erhielt neben Diplom und Medaille eine Dotierung von umgerechnet 1,1 Millionen Euro. Bei den wissenschaftlichen Preisen für Medizin, Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften dominierten wie in den Vorjahren die Vereinigten Staaten. Unter anderem ging ein Nobelpreis an die US-Astrophysiker John C. Mather und George F. Smoot. Sie wurden für die präzise Untersuchung des Urknall-Echos ausgezeichnet. Ihre Arbeit habe Bilder des neu geborenen Universums geliefert, erklärte die Schwedische Wissenschaftsakademie zur Begründung.
Infakt am Freitag, 8. Dezember 2006
Überfall in der Uni Bielefeld
Gestern fand in der Universität Bielefeld ein Überfall auf einen Angestellten eines Wachdienstunternehmens statt. Ein nicht identifizierter Täter schlug um ca. 14.30 Uhr den Wachdienstmitarbeiter und eine Angestellte des Studentenwerkes nieder. Er entriss dem Wachdienstmitarbeiter eine Aktentasche mit Bargeld in unbekannter Höhe. Das enthaltene Geld beinhaltete unter anderem die Tageseinnahmen der Mensa. Der Täter floh danach zu Fuß in den Keller der Universität.
Die Überfallenen wurden zur Untersuchung in ein Bielefelder Krankenhaus gebracht.
Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei verblieb bislang erfolglos.
Expertenkommission legt Gutachten zu Stärken und Schwächen der medizinischen Forschung in NRW vor Eine unabhängige wissenschaftliche Kommission hat die medizinischen Fakultäten in NRW untersucht. Wie das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie gestern mitteilte, seien die Fakultäten danach im gehobenen Mittelfeld einzuordnen. Mit dem 200 Seiten starken Bericht hätten sowohl die Fakultäten als auch Politik und Öffentlichkeit erstmals eine gültige Analyse, die die Stärken und Schwächen der medizinischen Forschung transparent macht, so Prof.Dr.Johannes Dichgans, Leiter der prüfenden Kommission. Darüber hinaus sind die Ergebnisse der Expertenkommission für die medizinischen Fakultäten eine wichtige Hilfe, ihre Institute und Abteilungen perspektivisch aus- und umzubauen und ihre Mittel gezielter einzusetzen, zum Beispiel in der Nachwuchförderung.
Bielefelder Historiker erhält Leibnitz-Preis
Zwei nordrhein-westfälische Wissenschaftler der Universitäten Köln und Bielefeld erhalten den Leibniz-Preis 2006.
Der Bielefelder Historiker Bernhard Jussen erhält den Preis aufgrund seiner Arbeit über die Zusammenhänge von Macht und Ordnung, Sinnstiftung und Zeitgeist.
Insgesamt hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gestern in Bonn zehn Preisträger aus ganz Deutschland bekannt gegeben.
Der Leibniz- Preis ist der höchstdotierte deutsche Förderpreis. Der Preis wird dieses Jahr erstmals mit der höheren Fördersumme von 2,5 Millionen Euro vergeben. Die Verleihung findet am 13. März in Berlin statt.
NRW will neue Technologien fördern
Mit der verstärkten Förderung neuer Technologien will Nordrhein-Westfalen bei der Spitzenforschung besser werden. Künftig sollten die vier Bereiche Biotechnologie und Medizintechnik, Nanotechnologie und Neue Werkstoffe, Energieforschung sowie Produktionstechnik mit Millionensummen gezielt unterstützt werden, kündigte Innovationsminister Andreas Pinkwart gestern im Düsseldorfer Landtag an. Konzentration sei der einzige Weg dahin, dass jeder Euro staatlicher Förderung größtmögliche Hebelwirkung entfalte, so Pinkwart.
Die staatlichen Investitionen für Forschung und Entwicklung sollen bis 2015 jährlich um 1,5 Milliarden Euro auf rund 5 Milliarden Euro erhöht werden.
Dies sei eine Konsequenz aus dem vor zwei Wochen vorgestellten «Innovationsbericht», der NRW nur «Mittelmaß» bei Forschung und Entwicklung bescheinigte.
InFakt am Donnerstag, 7. Dezember 2006
Ausgaben für Forschung gesteigert
Der Bund hat im laufenden Jahr seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung um knapp 7 Prozent gesteigert. Dass geht aus dem "Bundesbericht Forschung 2006" hervor, der am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Demnach wurden im laufenden Jahr ca. 609 Millionen Euro mehr für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Bis 2010 sollen die Forschungsausgaben des Staates und der Wirtschaft 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen. Aktuell sind es 2,5 Prozent.
Verbot von Computerspielen
Nach Bayern und Niedersachsen strebt nun auch Baden-Württemberg ein Verbot von so genannten Computer-"Killerspielen" an. Ministerpräsident Günther Oettinger sagte gestern in Stuttgart, er halte ein Verbot für notwendig, da solche Computerspiele menschenverachtend seien. Bei der SPD und den Grünen stieß der Vorschlag jedoch auf Skepsis.
Die Debatte um Computer-Killerspiele war nach dem Amoklauf eines 18-Jährigen in einer Schule in Emsdetten wieder aufgekommen. Der Amokläufer hatte acht Menschen verletzt und sich selbst getötet.
Erkältungsmittel statt Drogen
Immer mehr US-amerikanische Teenager nehmen Erkältungsmittel um sich zu berauschen. Nach einer Studie einer amerikanischen Fachzeitschrift ist der Hustensaft „Robbitussin“ mittlerweile die am zweithäufigsten konsumierte Droge im Bundesstaat Kalifornien. Attraktiv werde der Hustensaft durch den Wirkstoff Dextromethorphan, welcher unter anderem Halluzinationen auslösen kann. Der Missbrauch von Hustensaft wachse derzeit um 50 Prozent pro Jahr und habe sich seit 1999 in Kalifornien verzehnfacht. Drogen wie Ecstasy oder LSD seien dagegen in ihrer Popularität gesunken.
InFakt am Mittwoch, 6. Dezember 2006
Hertz 87.9 feiert den 6. Geburtstag
Hertz 87.9 feiert heute seinen 6. Geburtstag. Aus diesem Anlass veranstaltet das CampusRadio für Bielefeld einen Tag der Offenen Tür. Alle Interessierten sind ab 9 Uhr in der Redaktionsräumen in C02-220 herzlich willkommen.
Die Feierlichkeiten werden am morgigen Donnerstag ab 22 Uhr in C01-205 mit der „Hertzlichen & gemütlichen Lesenacht“ fortgesetzt. Hörer und Redakteure von Hertz 87.9 lesen selbst verfasste Texte, begleitet wird der Abend mit Musik von einem Hertz-DJ. Die „Hertzliche & gemütliche Lesenacht“ wird ab 22 Uhr live auf 87.9 Megahertz übertragen.
Den Abschluss der Feierlichkeiten stellt die große Hertz 87.9 Geburtstagsparty im Forum Bielefeld dar. Unter dem Motto „Sechs, Drugs and Rock´n´Roll“ wird am Freitag den 15. Dezember ab 22 Uhr gebührend gefeiert. Hertz 87.9 CampusRadio für Bielefeld ist seit dem 6. Dezember 2000 auf Sendung.
Frostschrei: Bielefelder Asten demonstrieren gegen "soziale Kälte"
Die Allgemeinen Studierendenausschüsse der Fachhochschule und der Universität Bielefeld veranstalten heute eine Demonstration. Unter dem Motto „Frostschrei“ soll gemeinsam gegen verminderte Bildungschancen, Studiengebühren, das Hochschulfreiheitsgesetz und soziale Ausgrenzung demonstriert werden. Die Kundgebung beginnt um 15 Uhr 30 am Rathausplatz. Im Anschluss findet ab 18 Uhr im Audimin der Universität Bielefeld ein Kulturprogramm statt.
Regierungsdirektor Schunn im Ruhestand
Der Regierungsdirektor der Universität Bielefeld Werner Schunn ist nach 32 Jahren im Dienst in den Ruhestand getreten. Der Rechtswissenschaftler wurde von Universitätskanzler Hans-Jürgen Simm verabschiedet. Schunn leitete zwischen 1975 und 1993 das Dezernat für studentische und akademische Angelegenheiten. Zu seinem Verantwortungsbereich zählte in dieser Zeit auch das Akademische Auslandsamt. In den letzten 13 Jahren seines Dienstes an der Universität Bielefeld war er Leiter des Haushaltsdezernats. In dieser Funktion war er wesentlich an dem Modellversuch Globalhaushalt beteiligt, dessen Ergebnisse die Grundlage für die landesweite Abschaffung vieler Haushaltsrestriktionen der Hochschulen waren. Werner Schunn war außerdem in vielen hochschulübergreifenden Arbeitsgruppen des Landes Nordrhein-Westfalen tätig und engagierte sich lange Zeit in der Kommunalpolitik.
Leibniz Universität Hannover streicht die meisten EU-Fördergelder in Niedersachsen ein
Die Leibniz Universität Hannover wirbt von der EU mehr Forschungsgelder ein als jede andere Hochschule in Niedersachsen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des EU-Hochschulbüros zur Beteiligungen von deutschen Hochschulen am 6. Forschungsrahmenprogramm der EU. Danach erhielt die Leibniz Universität Hannover von 2003 bis Anfang 2006 14,3 Millionen Euro Fördermittel und steht damit in Niedersachsen auf Platz 1. Bundesweit landet die Universität auf Platz 11 des Förderrankings. Besonders gut schneiden die Ingenieurwissenschaften ab, zum Beispiel in den Teilprogrammen "Nanotechnologie, Werkstoffe und neue Produktionsverfahren".
Neuer Forschungspreis der Fachhochschule der Wirtschaft in Bielefeld
Einen mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Forschungspreis vergibt die Fachhochschule der Wirtschaft, kurz FHDW in Bielefeld künftig alle zwei Jahre. Ziel sei es, wissenschaftliche Arbeiten zur Betriebswirtschaft zu würdigen, teilte die FHDW am Dienstag in Bielefeld mit. Der erste Preisträger erhalte 10 000 Euro, für den zweiten Platz gebe es 5000 Euro. Thema der Ausschreibung für 2007/08 sei die nachhaltige Internationalisierung von Unternehmen. Die FHDW hat sieben Standorte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen.
Stadtlärm verändert Kohlmeisen-Gesang
Kohlmeisen in Großstädten passen ihren Gesang an das Stadtleben an. Das haben niederländische Forscher beim Vergleich der Gesänge von Meisen aus zehn europäischen Großstädten mit den Gesängen von Artgenossen aus umliegenden Wäldern herausgefunden. Die Stadtmeisen Städten singen nicht nur in höheren Tonlagen, sondern ihre Gesänge seien zudem kürzer und schneller. Die Vögel in der Stadt sind wohl dazu gezwungen, ihren Gesang zu ändern, erklären Hans Slabbekoorn und Ardie den Boer-Visser von der Universität in Leiden. Die Forscher glauben, dass die ländliche Gesangsweise im Stadtlärm untergehen würde.
InFakt am Dienstag, 5. Dezember 2006
Ehrendoktorwürde für Neumann
Heute verleiht die Universität Ljubljana dem Bielefelder Chemiker Prof. Dr. Eberhard Neumann die Ehrendoktorwürde.
Ausschlaggebend hierfür, waren seine hervorragenden Forschungsleistungen und die gute Kooperation mit der Fakultät für Elektrotechnik der Universität Ljubljana.
Neumann hat zahlreiche Gastwissenschaftler aus Ljubljana in Bielefeld betreut und die dortige Fakultät für Elektrotechnik über viele Jahre unterstützt.
Der 67jährige ist seit 2005 Professor für physikalische und biophysikalische Chemie an der Uni Bielefeld.
Shoah Foundation
Die Freie Universität Berlin hat als erste europäische Uni nun Zugang zum Archiv der Shoah Foundation bekommen.
Dieses Archiv beinhaltet ca. 52 000 Video-Interviews mit Holocaust-Überlebenden und Zeitzeugen.
Die Shoah Foundation entstand durch eine Initiative des amerikanischen Regisseurs Steven Spielberg während den Dreharbeiten zu „Schindlers Liste“.
Ihr Ziel ist es, den Zugang zum Archiv möglichst einem großen und breiten Publikum zu ermöglichen.
Bisher war das Archiv nur für vier Universitäten der USA geöffnet.
Synergiepreis
Das Rektorat der Fachhochschule Bielefeld und die Fachhochschulgesellschaft- Verein der Freunde und Förderer e. V. schreibt zum Jahr 2007 erneut den SynergiePreis aus.
Es sollen bis zu drei Projekte mit 2000 Euro gefördert werden, die für den Lehrbetrieb geeignet, und fach und fachbereichsübergreifend sind.
Die Ausschreibung richtet sich an Lehrende, Mitarbeiter und Studierende der Fachhochschule.
Bewerbungsfrist ist der 9. Februar 2007.
Mainzer Opferforum
Professorin Dr. Ulrike Mönig von der FH Bielefeld präsentierte auf Einladung des WEISSEN RINGS auf dem 17. Mainzer Opferforum ihr Forschungsprojekt.
Das Projekt heißt "Der strafjustizielle Umgang mit häuslicher Gewalt – Ergebnisse einer Aktenstudie" und bezieht sich auf das diesjährige Thema "Opferschutz – unbekannt? Aktuelle Entwicklungen bei Opferschutz und Opferrechten".
Das Mainzer Opferforum ist eine zweitägige Fachtagung bei der Vertreter von Politik, Justiz, Polizei und Wissenschaft aktuelle Fragen für Kriminalitätsopfer diskutieren.
InFakt am Montag, 4. Dezember 2006
Zahl der Studienanfänger sinkt laut SPD doppelt so stark
Nach Angaben der SPD, ist der Rückgang der Studienanfängerzahlen in Nordrhein-Westfalen doppelt so stark, wie von der Landesregierung behauptet. Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart habe versucht, die Zahlen zu beschönigen, so der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Karl Schultheis. Statt 5,3 Prozent, sei die Zahl der Erstsemester nach Angaben des Statistischen Landesamtes um 10,1 Prozent gesunken. Als Grund für die "fatale Entwicklung“ nannte Schultheis die Einführung allgemeiner Studiengebühren. Die Landesregierung verspiele Zukunftschancen. Ein Sprecher des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Technologie wies die Vorwürfe zurück. Dem Statistischen Landesamt wie auch dem Ministerium lägen dieselben aktuellen Studienanfängerzahlen der Hochschulen vor. Das Ministerium wirft der SPD vor, die Zahlen nicht richtig zu lesen. Nicht alle Hochschulen in NRW verzeichneten einen Rückgang von 10 Prozent sondern nur die Universitäten.
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren reagiert auf rückläufige Studierendenzahlen
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren nimmt den kürzlich veröffentlichten Bericht des Statistischen Landesamtes über rückläufige Erstsemesterzahlen zum Anlaß erneut vor den Folgen der zunehmenden Bildungsprivatisierung zu warnen. Trotz steigender AbiturientInnenzahlen würden sich immer weniger junge Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung für die Aufnahme eines Studiums entscheiden. Obwohl Bayern und Hamburg trotz Studiengebühren Zuwächse verzeichneten, teile das Aktionsbündnis die Auffassung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan nicht, es bestehe kein Zusammenhang zwischen den rückläufigen Erstsemesterzahlen und Studiengebühren, so Christiane Schmidt, Geschäftsführerin des ABS. Es werde sicherlich spannend festzustellen, wie sich die soziale Zusammensetzung der Studierenden an den Hochschulen entwickle. Außerdem sei in der Gesamtheit betrachtet eine abschreckende Wirkung von allgemeinen Studiengebühren deutlich sichtbar.
Hohe Aufzeichnung für zwei Münchner Physiker
Zwei Physiker der Technischen Universität München (TUM) wurden anlässlich der Jahresfeier der Bayrischen Akademie der Wissenschaften mit hohen Auszeichnungen geehrt. Beide Wissenschaftler forschen auf dem Gebiet der Nanotechnologie. Gerhard Abstreiter erhielt für seine herausragenden Leistungen im Bereich der Materialwissenschaften den mit 25.000 Euro dotierten Schelling-Preis, der dieses Jahr zum ersten Mal verliehen wurde. Abstreiter gilt laut TUM als weltweit führend in der Nano-Grundlagenforschung. Markus Betz wurde mit dem Arnold Sommerfeld Förderpreis ausgezeichnet. Er erhielt den mit 4000 Euro dotierten Preis für die Entwicklung elektronischer Hochgeschwindigkeits-Bauelemente.
Schwere Vorwürfe gegen die Internetplattform StudiVZ
Das Internetportal StudiVZ ist massiv unter Beschuss geraten.
Die Plattform besitze gravierende Datenschutzmängel und Sicherheitslücken, meldet ZDFheute.de. Den Betreibern werde die Duldung sexistischer Gruppen und eine selbstherrliche Rechtfertigungsrhetorik vorgeworfen. Kürzlich wurde das Bestehen einer Gruppe bekannt, zu der sich rund 700 männliche Studenten zusammengeschlossen hatten. Ziel der Gruppe sei es „besonders geile Schnitten“ aus dem StudiVZ herauszusuchen um die Studentinnen dann „gemeinschaftlich zu gruscheln“. Auf den Seiten der Gruppe wurden Bilder von Studentinnen veröffentlicht und kommentiert. Anschließend fand eine Wahl zur Miss StudiVZ statt, ohne dass die betreffenden Studentinnen davon wussten. Die Betreiber des Portals mahnten zwar die Beschreibung der Gruppe weniger pornografisch zu gestalten, einer von ihnen bat allerdings selbst um Aufnahme in die Gruppe. Ein Sprecher von StudiVZ erklärte, Stalking werde auf der Seite nicht gestattet. Grundsätzlich stehe das Portal für Meinungsfreiheit und Kommunikation zur Verfügung, was aber nicht missbraucht werden dürfe.
Studierendenvertreter warnen mittlerweile vor einer Nutzung von StudiVZ. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Freien Universität Berlin empfiehlt Studierenden ihren Account aufzulösen und darauf zu bestehen, dass alle Daten gelöscht werden.
InFakt am Donnerstag, 30. November 2006
Deutsches Studentenwerk kommentiert Studienanfänger-Rückgang
Der Generalsekretär des deutschen Studentenwerks Achim Meyer macht verfehlte Hochschulpolitik für den Rückgang der Studienanfängerzahlen verantwortlich.
So kritisiert er unter anderem die bildungspolitischen Entscheidungen zu Studiengebühren, Kindergeld und BAFöG.
Allerdings führte er auch die Ausweitung des Numerus Clausus als möglichen Grund für den Rückgang an.
Meyer gab zu bedenken, dass Hochschulpolitiker ihr selbst gesetztes Ziel, mehr junge Menschen für ein Studium zu begeistern, verfehlt haben.
Das statistische Bundesamt hatte gestern bekannt gegeben, die Zahl der Studienanfänger 2006 habe abgenommen.
NRW-Hochschulen gründen InnovationsAllianz
23 nordrheinwestfälische Hochschulen haben gestern in Düsseldorf die so genannte InnovationsAllianz gegründet.
Darunter auch Uni und FH Bielefeld
Das Bündnis soll den Wissens- und Technologietransfer einfacher und professioneller gestalten.
Ein weiteres Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Verbindungen zu Unternehmen zu intensivieren.
Dadurch sollen die Drittmitteleinnahmen der Unis und FHs gesteigert werden, so NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart.
Geruch des Menschen ähnlich aussagekräftig wie sein Fingerabdruck
Der Körpergeruch eines Menschen ist möglicherweise
genau so typisch wie sein Fingerabdruck. Diese lange gehegte Vermutung bestätigen Forscher um Dustin Penn vom Wiener Konrad Lorenz-Institut für vergleichende Verhaltensforschung. Ihre Studie ist im «Journal of the Royal Society Interface» veröffentlicht.
Sollten weitere Tests beweisen, dass jeder Mensch eine typische Duftmischung verströmt, könnte diese Erkenntnis unter anderem zur Identifizierung von Menschen in der Gerichtsmedizin verwendet werden. Dabei unterscheiden sich die Menschen vor allem durch die Anteile der gemessenen Substanzen. Weitere Tests sollen nun zeigen, ob Menschen in der Lage sind, einander am Geruch zu erkennen, und ob sich die genetische Verwandtschaft auf die Duftkomposition auswirkt.
Studentenmagazin kürt Duisburger zum Professor des Jahres
Der Politikwissenschaftler Professor Karl- Rudolf Korte von der Universität Duisburg-Essen wurde vom Studentenmagazin «Unicum Beruf» zum Professor des Jahres 2006 im Bereich Geisteswissenschaften gewählt. An seinem Institut für Politikwissenschaften versuchte Korte alles seinen Studierenden ein Netzwerk zu bieten, das sie in Kontakt mit potenziellen Arbeitgebern bringt, begründete die Jury aus Wissenschaftlern und Redaktionsvertretern Gestern die Wahl.
«Unicum Beruf» zeichnet Professoren aus, die sich besonders intensiv um die beruflichen Karrieren ihrer Studierenden kümmern. Neben Korte wurden drei Wissenschaftler anderer Fachgebiete aus München, Regensburg und Frankfurt zum Professor des Jahres gewählt.
InFakt am Mittwoch, 29. November 2006
Experten diskutieren interne Finanzierungsformeln an deutschen Hochschulen. Immer mehr Hochschulen setzen zur Verteilung staaticher Haushaltsmittel interne Finanzierungsformeln ein. Mehr als 120 Experten aus Hochschulverwaltung und Hochschulforschung nahmen zu diesem Thema kürzlich an einer Tagung in Hannover teil. Bei der Auswertung der Ergebnisse zeigte sich, dass Hochschulen das Verteilen von Ressourcen nach internen Zielvereinbarungen bevorzugen. Vorteile der internen Finanzierungsformeln seien eine gewonnene Transparenz der Verteilung von Geldern, sowie der Schutz vor Eingriffen bei der Ressourcenverteilung. Bisher fehlt es allerdings noch an empirisch basierten Untersuchungen, um die tatsächlichen Auswirkungen neuer Steuerungsverfahren zur Ressourcenverteilung in der Praxis zu beurteilen.
Wissenschaftler sprechen sich gegen die so genannte W-Besoldung und für Studiengebühren aus. Vom 15. September bis zum 31. Oktober hat der Deutsche Hochschulverband eine Mitgliederbefragung auf seiner Website durchgeführt. Dabei gaben etwa 3700 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Meinung zu einer vielzahl aktueller hochschulpolitischer Fragen ab. Dabei zeigte sich, dass knapp 55% der Befragten der so genannten W-Besoldung nur wenig abgewinnen können. Mit der W-Besoldung obliegt es den Hochschullehrern und den Hochschulleitungen, individuelle Vereinbarungen über die Besoldung zu treffen. Der Einführung von Studiengebühren standen etwa zwei drittel der Befragten aufgeschlossen gegenüber. Etwa 30% der befragten Wissenschaftler teilen jedoch die Ansicht, dass es sich bei der Einführung von Studiengebühren um eine falsche Grundsatzentscheidung handelt.
Aids wird bis zum Jahr 2030 die weltweit häufigste tödliche Infektionskrankheit sein. Nach einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation (kurz WHO) werden in einem Vierteljahrhundert etwa jährlich 6,5 Millionen Menschen an Aids sterben. Die Berechnungen der Wissenschaftler basieren auf Daten aus über 100 Ländern. Die Prognose der WHO geht dabei von drei Szenarien aus, die ein unterschiedlich starkes Wachstum des Lebensstandards der Weltbevölkerung berücksichtigen. Die Studie ist eine aktualisierte Neuauflage einer ähnlichen Prognose aus dem Jahr 1993, die nach Auskunft der Wissenschaftler maßgeblichen Einfluss auf die Gesundheitspolitik vieler Länder hatte.
3,5% weniger Erstsemester im Studienjahr 2006.
Nach Daten des statistischen Bundesamtes nahmen im Studienjahr 2006 etwa 343 000 Erstsemester ein Studium auf. Die Studienanfängerquote, das heißt der Anteil der Studienanfänger und -anfängerinnen an der gleichaltrigen Bevölkerung, liegt für das Studienjahr 2006 bei 35,5%. Im Vergleich zum Höchststand von 2003 ist die Zahl der Studienanfänger damit insgesamt um 3,5% gesunken. Der Rückgang an Erstsemestern betrug dabei an Universitäten knapp 5%, an Fachhochschulen etwa 1%. In Nordrhein-Westfalen begannen etwa 10% weniger ihr Erststudium, einen hohen Zuwachs hingegen konnten die Berliner Universitäten und Fachhochschulen verzeichnen.
Heute beginnt eine internationale Konferenz zu Geschlecht und Nation in den Amerikas im Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Uni Bielefeld. Die Arbeitsgemeinschaft „Of Fatherlands and Motherlands“ beschäftigt sich dabei mit dem Interdiskurs zwischen Gender und Nation unter anderem aus der Perspektive der Literatur-, Medien- und Filmwissenschaft. Der regionalwissenschaftliche Schwerpunkt bietet dabei die Möglichkeit, die Thematik anhand der Pluralität und Koexistenz vormoderner, moderner und postmoderner Lebenswelten aufzuarbeiten.
InFakt am Dienstag, 28. November 2006
Delegation aus Ostasien zu Besuch in Deutschland
In dieser Woche besucht eine Delegation der Asia Pacific Student Services Association einige deutsche Studentenwerke. Die Delegation möchte sich ein Bild von den Angeboten der Studentenwerke verschaffen, um Studierende aus Asien besser auf ein Studium in Deutschland vorbereiten zu können. Der Delegation gehören Prorektoren und Dekane von verschiedenen Universitäten in Süd Ost Asien an. Sie werden unter anderem die Studentenwerke in Dresden, Karlsruhe und Heidelberg besuchen.
Schulüberprüfungen im Münsterland
Im Münsterland werden seit gestern flächendeckend Schulen auf ihre Qualität hin untersucht. Zehn Experten der Schulaufsicht überprüfen an den Schulen die Unterrichtsgestaltung, Maßnahmen zur Gewaltprävention und die Sauberkeit der Gebäude. Der Qualitätscheck soll dazu beitragen, dass sich die Schulen ihrer Stärken bewusst werden und Schwachpunkte verbessern.
Absolventenfeier an der Uni Bielefeld
Am Freitag verabschiedet die Universität Bielefeld alle Absolventinnen und Absolventen aus dem Jahr 2006. Erst wird es eine zentrale Feierstunde geben, dann laden die einzelnen Fakultäten zu einer dezentralen Verabschiedung ein und danach wird es noch ein feierliches Essen in der Mensa geben. Während der Feier erhalten erstmals in Nordrhein-Westfalen Lehramtsabsolventen den Titel Master of Education. 2006 haben rund 1.800 Studierende an der Universität Bielefeld ihr Studium abgeschlossen.
Universitäten entdecken Startups
Die Universitäten entdecken zunehmend das finanzielle Potenzial von Absolventen und Forschungsprojekten. An US amerikanischen Hochschulen wurden teilweise schon mit Lizenzen und Beteiligungen Millionensummen erwirtschaftet, so wurde an der Stanford University eine Reihe der Schlüsseltechnologien von Google lizensiert. . Im vergangenen Jahr nahm die Universität mit dem Verkauf von Google-Aktien 336 Millionen Dollar ein.
Deswegen gibt es auch in Europa viele Unis die auf die Unterstützung von Startups setzen.
InFakt am Montag, 27. November 2006
Eröffnung des Deutschen Zentrums für Public Health Genomic
Am Freitag ist das Deutsche Zentrum für Public Health Genomic an der Fachhochschule Bielefeld offiziell eröffnet worden. Die deutschlandweit einmalige Institution wurde unter der Leitung von Angela Brand am Fachbereich Sozialwesen etabliert. Sie widmet sich dem Thema der Integration genombasierten Wissens in die öffentlich koordinierte Gesundheitsversorgung.
Das Zentrum für Public Health Genomic betreibt enge wissenschaftliche Beziehungen zu führenden nationalen und internationalen Forschungsinstitutionen. Durch verschiedene Drittmittelprojekte die in den letzten Jahren gewonnen wurden, kann das Zentrum langfristig an der Fachhochschule Bielefeld etabliert werden.
Das Zentrum ist die dritte Institution in Europa, die hauptsächlich zu Fragen von Public Health Genomics arbeitet.
Weniger Erstsemester in NRW
Nach Mitteilung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik melden die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gut 7 Prozent weniger Erstsemester als im letzten Jahr. Die Entwicklung der Studienanfängerzahlen im Wintersemester 2006/07 war bei den einzelnen Hochschularten unterschiedlich. An den Theologischen Hochschulen hat sich die Zahl der Studienanfänger am deutlichsten verringert. Die Daten basieren auf der so genannten „Schnellmeldung der Hochschulen“, die von den Statistischen Ämtern der Länder nach Ablauf der Einschreibefrist Mitte Oktober durchgeführt wird. Größte Hochschule in NRW ist nach wie vor die Universität Köln mit 43 200 Studierenden.
Wissenschaftspreis für Kohlenforscher vom Max-Planck-Institut
Der Chemiker Manfred Reetz erhält den Ernst-Hellmut-Vits-Preis des Förderkreises der Universität Münster. Der Wissenschaftler vom Max- Planck-Institut für Kohlenforschung in Mühlheim an der Ruhr werde für seine Beiträge zur chemischen Synthese und Katalyse ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wird Reetz morgen in Münster verliehen.
Der Förderkreis der Universität Münster vergibt den Ernst-Hellmut-Vits-Preis seit 1970 für hervorragende wissenschaftliche Beiträge. Zu den bisherigen Preisträgern gehören auch die Medizin-Nobelpreisträger von 1991 Erwin Neher und Bert Sakmann
Niedersächsischer Kultusminister kritisiert Werbung für Spielekonsole
Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann kritisiert Werbung für die Spielekonsole X-Box. Er empfinde es als unverantwortlich, wenn trotz der aktuellen Diskussion um ein mögliches Verbot von Killerspielen munter und sorglos weiter für Produkte dieser Art geworben werde. Auch der Handel trage Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen. Den Anlass zu dieser Kritik lieferte ein Werbeprospekt, der einer Hannoveraner Tageszeitung beilag. In dem Prospekt ist ein Angebot für die Spielekonsole X-Box enthalten, zu der als Kaufanreiz ein so genanntes Ego-Shooter-Spiel beigelegt wird. Der im Kleingedruckten versteckte Hinweis darauf, dass dieses Spiel keine Jugendfreigabe hat, würde konterkariert durch die Aussage, es handle sich um legendäre Action im Zweiten Weltkrieg, so Busemann. Wenn ein Produkt nicht an Jugendliche verkauft oder weitergegeben darf, müsse dies klar und unmissverständlich zu erkennen sein. Besser wäre aber ein Verzicht auf Werbung dieser Art.
Die Diskussion um ein Verbot von so genannten Killerspielen ist durch den Amoklauf von Emstetten neu entfacht.
Transport des Riesen-Spektrometers beendet
Am Samstag ist im Forschungszentrum Karlsruhe ein 200 Tonnen schweres Riesen-Spektrometer angekommen. Es handelt sich dabei nach Hersteller-Angaben um den größten Vakuumbehälter der Welt. Mit dem Spezialgerät soll herausgefunden werden, wie groß die Masse des Elementarteilchens Neutrinos ist und welche Rolle die Teilchen bei der Entwicklung des Universums spielten. An der Studie sind mehrere europäische und US-amerikanische Institutionen beteiligt. Aufgrund seiner Größe konnte das Spektrometer nicht auf dem 400 km langen Landweg vom bayrischen Deggendorf ins badische Eggenstein-Leopoldshafen gebracht werden. Auch der direkte Weg über die Donau und den Main-Donau-Kanal war nicht möglich, da das Spektrometer nicht unter den Brücken hindurch gepasst hätte. Daher musste es auf einer rund 9.ooo Kilometer langen Seereise rund um Europa transportiert werden.
Rund 30.000 Menschen haben die letzte Etappe des Spektrometers beobachtet. Der Transport war einer der größten Schwertransporte in der Geschichte Baden-Württembergs.
Infakt am Freitag, 24. November 2006
Feueralarm an der Universität Bielefeld
An der Universität Bielefeld ist heute um halb zwölf Feueralarm ausgelöst worden. Betroffen war der Gebäudeteil C. Um circa 10 vor zwölf wurde der Alarm aufgehoben.
Ursache war laut Feuerwehr Rauch von Schweißarbeiten außerhalb des Gebäudes, der ins Gebäude gezogen war.
Durch die Rauchentwicklung in mehreren Räumen des Gebäudeteils C, wurde dann Feueralarm ausgelöst. Gebrannt hat es jedoch zu keinem Zeitpunkt. Die Feuerwehr war mit vier Einsatzwagen vor Ort.
Verleihung des Deutschen Zukunftspreises
Prof. Dr. Stefan Hell vom Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie hat gestern den Deutschen Zukunftspreis erhalten. Professor Hell erhielt den Zukunftspreis für seine Forschungen zur „Lichtmikroskopie in ungekannter Schärfe“. Durch ein neues Verfahren hatte er erreicht, dass die Auflösung bis zu 10 mal besser ist als bei bisherigen Lichtmikroskopen. Seine neue Mikroskopietechnik wird bei der Untersuchung von Krankheitsursachen auf Zellebene eingesetzt. Der Deutsche Zukunftspreis ist eine Auszeichnung für marktreife Erfindungen und Innovationen. Er ist mit 250.000 Euro dotiert und wird vom Bundespräsidenten verliehen.
Förderung der Untersuchung seltener Krankheiten
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (kurz: BMBF) fördert mit 15 Millionen Euro Forschungsnetzwerke, die seltene Krankheiten untersuchen. Durch die Förderung sollen ein besseres Verständnis der Erkrankungen erreicht und die Patientenversorgung optimiert werden. Dazu soll vor allem die Zusammenarbeit von Grundlagenforschung und klinischer Forschung unterstützt werden. Die seltenen Krankheiten reichen von schwersten Hauterkrankungen über Muskelschwächen bis neurologischen Erkrankungen. In Deutschland sind ca. eine Million Menschen von seltenen Krankheiten betroffen.
Grenzen und Möglichkeiten des Hochschulpaktes 2010
Das Centrum für Hochschulforschung hat Grenzen und Möglichkeiten des Hochschulpaktes 2010 untersucht. Der Hochschulpakt 2010 soll die Finanzierung des Hochschulsystems und die Schaffung von mehr Studienplätzen in Deutschland bis zum Jahr 2010 regeln. Die Wissenschaftsminister des Bundes und der Länder hatten sich am Montag auf den Hochschulpakt geeinigt. Das Centrum für Hochschulforschung kritisiert hauptsächlich, dass der Hochschulpakt zu wenig Geld vorsehe. So seien bis 2010 zusätzliche 1,8 Milliarden Euro erforderlich um den steigenden Studienanfängerzahlen gerecht zu werden.
Zudem sei nicht berücksichtigt, dass nicht nur die Studienanfängerzahlen, sondern auch die Kosten der unterschiedlich teuren Studiengänge in die finanzielle Belastung der Bundesländer einfließe.
GEW: Bundesländer stellen zu wenig Lehrer ein
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Bundesländern vorgeworfen, zu wenig Lehrer einzustellen. Dadurch werde die Unterrichtsversorgung verschlechtert, kritisiert der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne. Laut Thöne stellten die Länder jedes Jahr viel weniger Lehrkräfte ein, als die Kultusministerkonferenz im Jahr 2003 in einer Bedarfsstudie festgestellt hat.In den vergangenen vier Jahren haben die Bundesländer über 16.000 Lehrkräfte weniger eingestellt, als von der Kultusministerkonferenz als notwendig prognostiziert. Das geht aus einer Studie der Universität Essen hervor.
Einsturzgefahr an der Ludwig-Maximilians-Universität
Zwei Hörsäle der Ludwig-Maximilians-Universität in München sind wegen akuter Einsturzgefahr geschlossen worden. Die Hörsäle am Klinikum der Uni wurden vorsorglich gesperrt, um Gefahren für Patienten, Mitarbeiter und Studierende zu vermeiden. Das teilte ein Sprecher der Universität auf Anfrage mit. Man warte nun auf die Ergebnisse eines Gutachtens. Vor kurzem wurde die Statik der Gebäude in der Innenstadt von München geprüft. Dabei wurden die Mängel entdeckt. Wie lange die Hörsäle geschlossen bleiben müssen, sei noch nicht absehbar, sagte der Uni-Sprecher.
Infakt am Mittwoch, 22. November 2006
Politik Award
Der bundesweite „Girls Day- Mädchenzukunftstag“ ist für den
Politik- Award 2006 nominiert, der heute Abend in Berlin verliehen wird. Dieser Preis wird an Kampagnen, Akteure und Arbeiten vergeben, die die politische Kommunikation fördern.
Großen Anteil an der Nominierung hat, laut der Neuen Westfälischen, der Bielefelder Verein „ Kompetenzzentrum Technik- Diversity- Chancengleichheit“, der den Girls Day seit 2001 organisiert und koordiniert. Ziel des Girls Day´s ist es, Schülerinnen einen praxisnahen Einblick in technische Berufe zu verschaffen.
Infizierung
Die weltweite Infizierung mit dem Aidserreger HIV hat einen neuen Höchststand erreicht. Rund 39,5 Millionen Menschen sind derzeit von dieser Krankheit betroffen. Dabei ist insbesondere die Anzahl der infizierten Frauen stark angestiegen. Laut der gestern veröffentlichten aktualisierten Fassung des Weltaidsberichtes 2006 des Aidsbekämpfungsprogramms „UNAIDS“ sind in diesem Jahr bereits 2.9 Millionen Menschen an der Virusinfektion gestorben. Bis zum Jahresende wird mit 4,3 Millionen Neuinfizierten gerechnet.
In Deutschland stagniert die Anzahl der Infizierten zurzeit, jedoch auf hohem Niveau.
Die Bundesregierung plant im Jahr 2007 weltweit rund 400 Millionen Euro zur Bekämpfung der Krankheit bereit zu stellen.
Kooperation
Der Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld strebt eine Kooperation mit der Law School der University of Kansas, in den USA, an. Ziel ist es den Studierenden des neuen Masterstudienganges Vertragsgestaltung und Management die Möglichkeit eines Auslandsemesters anbieten zu können. Auf diese Weise sollen die Studierenden spätestens im Masterstudium Erfahrungen mit anderen Rechtssystemen sammeln.
Förderung der Spitzenforschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz BMBF, fördert in einem Wettbewerb die Spitzenforschung im Bereich der Glykobiotechnologie.
Dieses Forschungsfeld beschäftigt sich mit komplexen Zuckermolekülen, den so genannten Glykanen, welche eine zentrale Rolle im menschlichen Organismus spielen, unter anderem bei der Kommunikation zwischen den Zellen, der Organisation von Geweben und der Speicherung von Informationen.
Im Rahmen der Hightech- Strategie des BMBF stehen den Wettbewerbern zum Aufbau von Forschungsgruppen an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen bis zu 20 Millionen Euro zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 26. Januar 2007.
Sozialbericht der Arbeiterwohlfahrt
Die Arbeiterwohlfahrt, kurz AWO, hat Anfang der Woche ihren Sozialbericht „Chancengleichheit durch Bildung – Chancengerechtigkeit in der Bildung 2006“ vorgestellt.
Laut den Untersuchungsergebnissen der AWO liegen in der bildungspolitischen Debatte Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. So sei das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich Spitzenreiter in der sozialen Selektion. Darüber hinaus sei es weitgehend integrationsuntauglich. Ebenso verschärfe es soziale Unterschiede. Auch der föderale Wettbewerb in der Bildungspolitik hätte die Bundesrepublik im Ländervergleich nicht vorangebracht.
Das Hochschulwesen betreffend, sprach sich die AWO in ihrem Sozialbericht gegen die Einführung und Erhebung von Studiengebühren aus. Diese behinderten den Zugang zu den Hochschulen und stellten keine Chancengleichheit her.
Infakt am Dienstag, 21. November 2006
Bürgermedienpreis verliehen
Die Absolventinnen der Uni Bielefeld, Ariane Niehus und Ulrike Heitholt, haben in Düsseldorf den Bürgermedienpreis in der Kategorie „ Bürgerfunk“ gewonnen.
Die Landesanstalt für Medien prämierte die beiden für ihren Radiobeitrag über das ehemalige Kriegsgefangenenlager „Stalag 326“ in Stukenbrock.
Für ihre Abschlussarbeit im Master-Studiengang Medienwissenschaften hatten die Studentinnen letztes Jahr mit Zeitzeugen und Historikern gesprochen.
Hochschulpakt 2020
Gestern haben sich die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern einstimmig auf Eckpunkte für die Ausgestaltung des Hochschulpakt 2020 geeinigt. Mit insgesamt 1,3 Millarden Euro, zur Hälfte finanziert aus Bund und Ländern sollen die Hochschulen unterstützt werden.
Bis 2010 wurde erst mal geplant. Die Hochschulen sollen teilweise mehr Studienplätze schaffen oder zumindest keine abbauen. Rund 90.000 Studienplätze werden neu geschaffen. Ab 2010 muss dann neu kalkuliert werden. 2013 wird ein Studienanfängerrekord erwartet.
Studiengebührenboykott
Studierende aus Asten und Basisgruppen aus ganz Deutschland haben sich am Wochenende in Hannover getroffen, um einen länderübergreifenden Studiengebührenboykott zu organisieren.
Der Boykott betrifft fünf Bundesländer, die zum Sommersemester 2007 Studiengebühren erheben.
Dort werden die Studierenden ihre Gebühren nicht an die Unis zahlen, sondern auf ein Treuhandkonto der Studierendenschaft.
Sollte die vorher festgelegte Mindestbeteiligung erreicht werden und der Boykott politischen Erfolg haben, bekommen die Studierenden ihre 500 Euro zurück.
Besuch im teutolab der Universität Bielefeld
Heute besucht Günter Winands, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW die Universität Bielefeld.
Er besichtigt das teutolab Chemie und spricht mit den Verantwortlichen der drei teutolabs Chemie, Mathematik und Physik.
Das Projekt soll den naturwissenschaftlichen Unterricht an den Schulen für Schüler und Lehrer spannender und lebensnah gestalten. Das teutolab Chemie war das erste universitäre Mitmachlabor dieser Art in Deutschland.
FH Bielefeld auf der ENTRY2006
Die Fachbereiche Design und Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld präsentieren sich vom 20. November bis zum 3. Dezember auf der ENTRY2006 in Essen.
Das Motto der Austellung ist: "Wie werden wir morgen leben?".
Studierende und Lehrende der Studienrichtungen „Fotografie“, „Medien, Grafik und Kommunikationsdesign“ sowie „Mode“ demonstrieren Entwürfe und Konzepte zum Thema Zukunft.
Infakt am Montag, 20. November 2006
Olivenbäume in der Unihalle aufgestellt
Im Zuge der Hallenmodernisierung sind am Freitag zwei große Bäume in der zentralen Halle der Universität Bielefeld aufgestellt worden.
Die Anschaffung wird im Rahmen des Hallenmodernisierungsprogramms finanziert. Studiengebühren sind nach Auskunft der Uni für den Kauf der Bäume nicht verwendet worden. Nach fachkundiger Beratung hat sich die Universität für den "Schwarzen Olivenbaum" entschieden. Der immergrüne Baum mit dichter und breiter Krone kommt ursprünglich aus Florida und gedeiht auch in geschützten Innenräumen wie der Unihalle. Die Aufstellung der Bäume geht auf eine Initiative der studentischen Projektgruppe "Miniklima" der Toleranz-Hochschulgruppe im Sommer 2004 zurück.
Vollversammlung der Uni Hamburg beschließt Gebührenboykott
Die Studierenden der Uni Hamburg haben bei einer Vollversammlung beschlossen, am Boykott der allgemeinen Studiengebühren teilzunehmen.
Von den etwa tausend Teilnehmern der Vollversammlung stimmten nur zwei gegen den Gebührenboykott. Die Studierenden werden die Studiengebühren somit nicht an die Universität zahlen, sondern überweisen diese auf ein Treuhandkonto. Bereits vorletzte Woche hat das Studierendenparlament der Technischen Universität Harburg die Teilnahme an dem Boykotts beschlossen. An der Hochschule für angewandte Wissenschaften und an der Hochschule für bildende Künste wird die Teilnahme am Boykott geprüft.
Im Sommer hatte das Bundesland Hamburg die Einführung von Studiengebühren in Höhe von 500 Euro beschlossen.
Kritik an Bundesagentur wegen Benachteiligung Jugendlicher
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erhebt Vorwürfe gegen die Bundesagentur für Arbeit.
Die Bundesagentur soll nach Ansicht der DIHK tausende Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz benachteiligt haben. Der DIHK-Vorsitzende Ludwig Braun kritisierte, die Behörde führe ihre Lehrstellenstatistiken schlampig. Die Namen von bis zu 10.000 Bewerbern, die nicht an Betriebe vermittelt worden sind, waren nur verspätet im Computersystem der Bundesagentur gefunden worden. Sie tauchten erst sechs Wochen nach Beginn des Ausbildungsjahres auf. Das sei ein schwerer Schlag für den Ausbildungspakt, so Braun.
Attac tritt Aktionsbündnis gegen Studiengebühren bei
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac ist dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) beigetreten.
Studiengebühren seien eine nicht hinzunehmende Hürde beim Zugang zu universitärer Bildung, sagte Attac-Ratsmitglied Susanne Schäfer. Das Netzwerk lehne auch ausdrücklich das Modell der Studienkonten ab, das in den rot-grün regierten Bundesländern bevorzugt wird. Auch Studienkonten würden Studiengebühren beinhalten, sagte Susanne Schäfer. Das Netzwerk Attac fordert ein gebührenfreies Bildungssystem. Das schließe auch freie Kindertagestätten und das kostenlose Studium für Senioren mit ein, so Schäfer.
VBE: Weniger Unterrichtsausfall auch wegen Mehrarbeit der Lehrer
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) übt Kritik an der nordrhein-westfälischen Landesregierung.
Der Unterrichtsausfall an nordrhein-westfälischen Schulen sei zwar zurückgegangen, sagte der Vorsitzende des VBE in Nordrhein-Westfalen, Udo Beckmann. Das sei aber zum großen Teil nur durch Überstunden der Lehrer ermöglicht worden. In der Statistik zum Unterrichtsausfall werde nicht belegt, wie viele Millionen Stunden die Lehrer unentgeltlich geleistet hätten, kritisierte Beckmann. Der Rückgang des Unterrichtsausfalls sei nur zum Teil auf die zusätzlichen Neueinstellungen des Landes zurückzuführen. So seien besonders die Teilzeitbeschäftigten in den Grundschulen durch die zusätzliche Mehrarbeit belastet.
Finanzierung von Darmstädter Teilchenbeschleuniger soll 2007 geklärt werden
In Darmstadt soll ein weltweit einmaliger Teilchenbeschleuniger gebaut werden.
Er soll im Rahmen des Projekts FAIR entstehen. Die Staaten, die an dem Projekt beteiligt sind, werden sich voraussichtlich im ersten Halbjahr 2007 auf einen Zeit- und Kostenplan einigen. Das sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag. Betreiber der künftigen Anlage soll die Gesellschaft für Schwer-ionenforschung in Darmstadt sein. Geplant ist ein Doppelbeschleuniger mit einem Umfang von 1100 Metern. Wissenschaftler wollen mit der Anlage die Entstehung der Elemente und die Zusammensetzung von Atomkernen erforschen. Mit dem Start der Anlage wird spätestens für das Jahr 2014 gerechnet.
Merkel gegen Freigabe der Stammzellenforschung
Die gesetzlichen Grenzen für die Forschung an embryonalen Stammzellen dürfen allenfalls vorsichtig gelockert werden.
Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Merkel lehnt die ausnahmslose Genehmigung von Experimenten mit Stammzellen aus dem Ausland ab. In Deutschland gilt die Regelung, dass keine Embryonen getötet werden dürfen, um aus ihnen Stammzellen zu gewinnen. Auch mit embryonalen Stammzellen, die aus dem Ausland importiert werden, darf nur dann experimentiert werden, wenn diese vor dem
1. Januar 2002 gewonnen wurden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte vor kurzem verlangt, auf diesen Stichtags zu verzichten.
Infakt am Montag, 20. November 2006
Olivenbäume in der Unihalle aufgestellt
Im Zuge der Hallenmodernisierung sind am Freitag zwei große Bäume in der zentralen Halle der Universität Bielefeld aufgestellt worden.
Die Anschaffung wird im Rahmen des Hallenmodernisierungsprogramms finanziert. Studiengebühren sind nach Auskunft der Uni für den Kauf der Bäume nicht verwendet worden. Nach fachkundiger Beratung hat sich die Universität für den "Schwarzen Olivenbaum" entschieden. Der immergrüne Baum mit dichter und breiter Krone kommt ursprünglich aus Florida und gedeiht auch in geschützten Innenräumen wie der Unihalle. Die Aufstellung der Bäume geht auf eine Initiative der studentischen Projektgruppe "Miniklima" der Toleranz-Hochschulgruppe im Sommer 2004 zurück.
Vollversammlung der Uni Hamburg beschließt Gebührenboykott
Die Studierenden der Uni Hamburg haben bei einer Vollversammlung beschlossen, am Boykott der allgemeinen Studiengebühren teilzunehmen.
Von den etwa tausend Teilnehmern der Vollversammlung stimmten nur zwei gegen den Gebührenboykott. Die Studierenden werden die Studiengebühren somit nicht an die Universität zahlen, sondern überweisen diese auf ein Treuhandkonto. Bereits vorletzte Woche hat das Studierendenparlament der Technischen Universität Harburg die Teilnahme an dem Boykotts beschlossen. An der Hochschule für angewandte Wissenschaften und an der Hochschule für bildende Künste wird die Teilnahme am Boykott geprüft.
Im Sommer hatte das Bundesland Hamburg die Einführung von Studiengebühren in Höhe von 500 Euro beschlossen.
Kritik an Bundesagentur wegen Benachteiligung Jugendlicher
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erhebt Vorwürfe gegen die Bundesagentur für Arbeit.
Die Bundesagentur soll nach Ansicht der DIHK tausende Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz benachteiligt haben. Der DIHK-Vorsitzende Ludwig Braun kritisierte, die Behörde führe ihre Lehrstellenstatistiken schlampig. Die Namen von bis zu 10.000 Bewerbern, die nicht an Betriebe vermittelt worden sind, waren nur verspätet im Computersystem der Bundesagentur gefunden worden. Sie tauchten erst sechs Wochen nach Beginn des Ausbildungsjahres auf. Das sei ein schwerer Schlag für den Ausbildungspakt, so Braun.
Attac tritt Aktionsbündnis gegen Studiengebühren bei
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac ist dem Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) beigetreten.
Studiengebühren seien eine nicht hinzunehmende Hürde beim Zugang zu universitärer Bildung, sagte Attac-Ratsmitglied Susanne Schäfer. Das Netzwerk lehne auch ausdrücklich das Modell der Studienkonten ab, das in den rot-grün regierten Bundesländern bevorzugt wird. Auch Studienkonten würden Studiengebühren beinhalten, sagte Susanne Schäfer. Das Netzwerk Attac fordert ein gebührenfreies Bildungssystem. Das schließe auch freie Kindertagestätten und das kostenlose Studium für Senioren mit ein, so Schäfer.
VBE: Weniger Unterrichtsausfall auch wegen Mehrarbeit der Lehrer
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) übt Kritik an der nordrhein-westfälischen Landesregierung.
Der Unterrichtsausfall an nordrhein-westfälischen Schulen sei zwar zurückgegangen, sagte der Vorsitzende des VBE in Nordrhein-Westfalen, Udo Beckmann. Das sei aber zum großen Teil nur durch Überstunden der Lehrer ermöglicht worden. In der Statistik zum Unterrichtsausfall werde nicht belegt, wie viele Millionen Stunden die Lehrer unentgeltlich geleistet hätten, kritisierte Beckmann. Der Rückgang des Unterrichtsausfalls sei nur zum Teil auf die zusätzlichen Neueinstellungen des Landes zurückzuführen. So seien besonders die Teilzeitbeschäftigten in den Grundschulen durch die zusätzliche Mehrarbeit belastet.
Finanzierung von Darmstädter Teilchenbeschleuniger soll 2007 geklärt werden
In Darmstadt soll ein weltweit einmaliger Teilchenbeschleuniger gebaut werden.
Er soll im Rahmen des Projekts FAIR entstehen. Die Staaten, die an dem Projekt beteiligt sind, werden sich voraussichtlich im ersten Halbjahr 2007 auf einen Zeit- und Kostenplan einigen. Das sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag. Betreiber der künftigen Anlage soll die Gesellschaft für Schwer-ionenforschung in Darmstadt sein. Geplant ist ein Doppelbeschleuniger mit einem Umfang von 1100 Metern. Wissenschaftler wollen mit der Anlage die Entstehung der Elemente und die Zusammensetzung von Atomkernen erforschen. Mit dem Start der Anlage wird spätestens für das Jahr 2014 gerechnet.
Merkel gegen Freigabe der Stammzellenforschung
Die gesetzlichen Grenzen für die Forschung an embryonalen Stammzellen dürfen allenfalls vorsichtig gelockert werden.
Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Merkel lehnt die ausnahmslose Genehmigung von Experimenten mit Stammzellen aus dem Ausland ab. In Deutschland gilt die Regelung, dass keine Embryonen getötet werden dürfen, um aus ihnen Stammzellen zu gewinnen. Auch mit embryonalen Stammzellen, die aus dem Ausland importiert werden, darf nur dann experimentiert werden, wenn diese vor dem
1. Januar 2002 gewonnen wurden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte vor kurzem verlangt, auf diesen Stichtags zu verzichten.
InFakt am Freitag, 17. November 2006
internationaler Tag der Studierenden
Heute ist internationale Tag der Studierenden. Der Gedenktag wird jedes Jahr am 17.11. begangen. Der Tag soll an die Deportation von 1200 Prager Studierenden gedenken. Im Jahre 1939 wurden sie in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt.
Seit 1941 ist er ein Tag der Solidarisierung und soll daran erinnern, dass Studierenden Weltweit nicht dieselben Rechte haben.
BMBF lobt Ausbildungsqualität
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lobt die Ausbildungsqualität in Deutschland. Das BMBF betonte, die Ausbildung aus Deutschend genieße weltweit einen exzellenten Ruf.
Andreas Storm vom BMBF lobte vor allem die betriebsnahe Ausbildung. Das BMBF gab dies anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Initiative International Marketing of Vocational Education (iMOVE) bekannt. IMOVE unterstützt die Ausbildung in Deutschland durch internationale Weiterbildungsmöglichkeiten.
zukunftsweisende Bibliothek
Die Bibliothek der Fachhochschule Bielefeld ist zukunftsweisend. Dafür wurde sie jetzt mit dem „Innovationspreis für richtungsweisende Bibliothek IT“ ausgezeichnet. Den Preis bekam die FH Bibliothek auf dem Zukunftsgipfel „E-University – Update Bologna“. Die Bielefelder überzeugten mit dem Campusweiten e-Lerning Portal „easy lerning“. Das Portal ermöglicht es den Benutzern, auf digitale Semesteraperate und virtuelle Lernräume zuzugreifen.
HRK warnt
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) warnt vor dem Scheitern des Hochschulpakts. Die Präsidentin der HRK Magert Wintermantel befürchtet, dass ohne eine finanzielle Unterstützung das Bildungsniveau nicht gehalten werden kann. Wintermantel glaubt das die zusätzliche Belastung durch Studienanfängern bis 2018 nicht bewältigen werden kann. Die in der HRK zusammengeschlossenen Hochschulen fordern Bund und Länder auf einen Finanzierung bis 2020 aufzustellen.
Polizei an der Uni Bielefeld
Gestern Abend war die Polizei an der Universität Bielefeld.
Grund für das erscheinen der Polizei war der Vortrag „Strafbarkeit von Doping“. Der Vortrag von Prof. Dr. Britta Bannenberg zum „Doping im Sport“ fand gestern um 18uhr satt. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass vorsorglich Streifenwagen zu der Veranstaltung geschickt wurden. Was genau die Polizei an der Uni machen sollte, ist zurzeit noch nicht bekannt. Die Rechtswissenschaftlerin Bannenberg hatte in diesem Jahr Jan Ullrich wegen Betrugs angezeigt.
InFakt am Donnerstag, 16. November 2006
Studierende fragen am liebsten Eltern bei Finanzproblemen
Über Finanzen reden Studierende am liebsten mit ihren Eltern, Verwandten und Bekannten. Professionelle Berater wie zum Beispiel Banken spielen eine eher untergeordnete Rolle. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Frankfurt. Bei der Untersuchung wurden 1000 Studierende befragt, unter denen lediglich 18 Prozent angaben, dass sie sich einen langfristigen Finanzierungsplan für ihr Studium aufgestellt haben.
Studenten schenken Baden-Württemberg Millionen
Das Land Baden-Württemberg hat in den Jahren 1997 und 1998 verfassungswidrige Rückmeldegebühren eingenommen. Studenten hatten gegen die damals erhobenen 51 Euro pro Kopf geklagt und vor dem Verwaltungsgericht Recht bekommen. Seitdem haben alle Studierenden die den Betrag entrichten mussten, Anspruch auf Rückerstattung. Von den eingenommenen 36 Millionen Rückmeldegebühren, wurden bis heute ca. 16,2 Millionen Euro rückerstattet. Allerdings nur an die Studierenden die schriftlich einen Antrag eingereicht haben. Am 31. Dezember läuft die Verjährungsfrist des Urteils vom Januar 2004 ab. Danach darf das Finanzministerium die bislang nicht zurückgeforderten 18 Millionen Euro einbehalten.
studiVZ in der Kritik
Das studiVZ steht zurzeit unter scharfer Kritik. Nachdem in den vergangenen Wochen vor allem blogs (blogbar , rebellmarkt, karsten-wenzlaff, spreeblick, basicthinking, YAMB.BETA2, blogdoch, medienrauschen, medienrauschen, turi2, blogpiloten) im Internet Kritik am studiVZ geübt haben, berichten inzwischen auch größere Medien wie die Frankfurter Rundschau und Spiegel online.
Die Liste der Vorwürfe ist lang. Unter anderem werden die Geschäftsmethoden und Geschäftsbedingungen von studiVZ kritisiert, außerdem das Verhalten gegenüber Kritikern und Journalisten, sowie auch die unklare Finanzierung des Unternehmens. Außerdem wird befürchtet, dass StudiVZ nicht vorsichtig genug mit den persönlichen Daten der Nutzer umgeht. So wird der Pressesprecher von studiVZ bei jetzt.de mit den Worten zitiert „Klar geht es um die Nutzerdaten. Sonst macht das Ganze doch keinen Sinn(…)“. Auf der Homepage des studiVZ schrieb andererseits Mitgründer Ehssan Dariani, dass nie Nutzerdaten an Dritte weitergeleitet worden seien. Ehssan Dariani selbst steht auch unter scharfer Kritik, unter anderem, weil er vor einigen Monaten eine Geburtstagseinladung im Stil des Naziblattes „Völkischer Beobachter“ ins Internet gestellt hatte. Das Hakenkreuz war darin gegen das studiVZ-Logo ausgetauscht worden. Ehssan Dariani hat dies inzwischen selbst als „Fehler“ bezeichnet und sich auf der studiVZ-Homepage dafür entschuldigt. Außerdem wurden weitere Aufklärungsmaßnahmen auf der Homepage angekündigt.
Das StudiVZ ist mit über einer Million registrierten Nutzern die größte deutsche Austauschplattform für Studierende im Internet. Das 2005 gegründete Unternehmen hat inzwischen eigenen Angaben zufolge rund 50 Mitarbeiter.
InFakt am Mittwoch, 15. November 2006
Pisa Studie korrekt
Die Ergebnisse der jüngsten PISA-Bildungsstudie waren korrekt. So die Einschätzung vom Chef des Institus zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen, Olaf Köller. Der Münchener Wissenschaftler Joachim Wuttke hatte zuvor behauptet, die Ergebnisse seien fehlerhaft ausgewertet worden. Der Physiker hatte behauptet, die PISA-Studie beruhe nicht auf einer repräsentativen. Daraufhin wurde der Bildungsforscher Köller von der Kultusministerkonferenz beauftragt, die von Wuttke geäußerten Vorwürfe zu prüfen. Nach Worten von Köller sei für die Studie ein am Markt verfügbares und für jedermann zugängliches Computerprogramm verwendet worden. An dessen Qualität könne man nicht zweifeln.
Mehr Geld für Kitas
Kindertagesstätten sollen mehr Förderung bekommen. Hierfür hat sich Ulrich Thöne, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ausgesprochen. Durch die Unterstützung soll die Qualität der Kitas endlich mit dem Aufgabenkatalog, der Politik Schritt halten können.
Die direkte Investition in die Kitas böte nach Worten Thönes die beste Chance, dass alle Kinder frühzeitig gefördert werden. Eine Neuordnung der Familienfinanzierung sei dringender denn je. Mit der Einführung des Elterngeldes sei ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht worden. Jetzt soll der zweite Schritt folgen: die Unterstützung der Infrastruktur.
Hauptschulen sollen aufgelöst werden
In einem offenen Brief an die Kultusminister der Bundesländer hat der Mitautor der Shell-Jugendstudie Klaus Hurrelmann, die Abschaffung von Hauptschulen gefordert.
Der Hauptschule würden soziale, ethnische und religiöse Integrationsleistungen abverlangt, die sie mit ihrer heutigen Struktur nicht bewältigen könne.
Die Folgen davon seien nach Hurrelmann resignierte Lehrer, frustrierte Schüler und eine schwindende Akzeptanz der Eltern.
Der Bielefelder Wissenschaftler schlägt vor, neben dem Gymnasium eine Sekundarschule mit guter Ausstattung zu errichten und ihr eine eigene Oberstufe zu geben.
Professor der LiLi-Fakultät plötzlich verstorben
Am vergangenen Freitag ist der Bielefelder Vertreter des deutschen Hochschulverbandes Prof. Dr. Reinhold Wolff plötzlich verstorben. Der Professor war jahrelang in der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft aktiv. Schwerpunkt seiner Forschung und Lehre war die Theorie der Literatur. Wolff war außerdem seit 1999 Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft.
Im Dekanat der LiLi-Fakultät liegt eine Kondolenzkarte aus, in die man sich für Beileidsbekundungen eintragen kann.
Kritik am deutschen Bildungssystem
Die EU-Bildungsminister kritisieren das deutsche Schulsystem. Durch die Dreiteilung der Schulen nach dem vierten Schuljahr entstehe eine Chancenungleichheit. Die Bildungsminister der 25 EU-Staaten verabschiedeten gestern in Brüssel ein Ratspapier, das auf negative Auswirkungen solcher Auswahlverfahren hinweist. Die Bildungsminister stützen ihre Kritik auf Studien von OECD und Unesco. Den Studien zufolge hätten frühe Auswahlverfahren entweder negative oder bestenfalls neutrale Folgen für Effizienz und Gerechtigkeit in der Bildung. Die deutschen Vertreter bekräftigten gegenüber den EU-Ministern, dass Bildungsfragen in die nationale Zuständigkeit fielen.
InFakt am Dienstag, 14. November 2006
Ausgezeichnete Bibliothek
Die Bibliothek der Uni Bielefeld ist eine von 3 Bibliotheken in Deutschland, die jetzt vom „Centrum für eCompetence NRW“ für ihr innovatives IT-System ausgezeichnet wurde.
Die Jury überzeugte vor allem, das campusweite Lernmanagement-System "easy learning" – StudIP.
Darin können Studierende und Lehrkörper auf digitale Semesterapparate zugreifen sowie gemeinsam in virtuellen Lernräumen arbeiten.
Sachpreise im Wert von 36.000 Euro teilt sich die Universitätsbibliothek Bielefeld zusammen mit Hamburg und Bremen.
Kritisierte Polizei
Die polizeiliche Hausdurchsuchung bei einem Bielefelder Studenten, in der letzten Woche, ist auf seiten der UNIted Hochschulgruppe auf scharfe Kritik gestoßen.
Die Polizei wirft dem Studenten vor, an Brandstiftungen in der Uni Bielefeld mitbeteiligt gewesen zu sein und durchsuchte deshalb letzte Woche eine Wohnung, sowie die Wohnung seiner Eltern.
Die UNIted Hochschulgruppe hält den Betroffenen, der Vertreter im Studierendenparlament ist, jedoch für völlig Schuld frei: „Es dränge sich der Verdacht auf, dass die unter massiven Erfolgsdruck stehenden Ermittlungsbehörden händeringend nach einem Sündenbock suchten“, so die United Hochschulgruppe.
Sie fordert deshalb für den Betroffenen das Rechtsstaatsprinzip der Unschuldsvermutung.
Verurteilte Studentin
Das Verfahren wegen Bafög-Betrugs gegen eine ehemalige Studentin der Uni Bielefeld, wurde gestern eingestellt.
Die 35 jährige hat während ihres Studiums zu Unrecht 19.000 Euro Bafög bezogen. Diese muss sie nun komplett zurück bezahlen.
Außerdem bekommt sie zusätzlich eine Strafe von 5.000 Euro.
Durch Bafög-Betrug entsteht dem Studentenwerk Bielefeld jährlich ein Schaden von circa 4,5 Millionen Euro.
Größte Jobmesse
In knapp 2 Wochen findet in Köln wieder die größte Jobmesse Deutschlands statt. Auf dem Hobsons Absolventenkongress werden 250 Unternehmen erwartet, die nach Angaben des Veranstalters im kommenden Jahr 15.000 Stellen besetzen wollen. Dafür suchen sie auf der Messe unter Studierenden und Absolventen qualifizierten Nachwuchs. Aber auch Praktikums – und Diplomarbeitsstellen sollen vom 29. bis 30. November auf der Messe angeboten werden. Schirmherrin der Jobmesse ist Bundesbildungsministerin Schavan.
Sparsamer Ratgeber
Die Verbraucherzentrale gibt jetzt einen Ratgeber heraus, der Studierenden beim Sparen helfen soll.
Clever Studieren, heißt der Ratgeber und behandelt vor allem Themen wie die Finanzierung von Studiengebühren, Lebensunterhaltungskosten, Stipendien und Sozialleistungen für Studierende.
Im Durchschnitt kostet ein 6 jähriges Studium an einer Uni in Nordrhein-Westfalen 50.000 Euro.
InFakt am Montag, 13. November 2006
Bielefelder Literaturwissenschaftlerin erhält
Förderpreis für Westfälische Landeskunde
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat die Bielefelder Literaturwissenschaftlerin Iris Herrmann mit dem Förderpreis für Westfälische Landeskunde ausgezeichnet. Der mit 3.100 € dotierte Preis wurde ihr gestern von LWL-Direktor Wolfgang Kirsch im Museum für Westfälische Literatur in Oelde überreicht.
Mit dem Preis wurden Hermanns Forschungen über den ostwestfälischen Dichter Peter Hille gewürdigt. Damit habe die Wissenschaftlerin die Hille-Forschung aus einer jahrelangen Isolation geführt.
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe arbeitet als Kommunalverband in der Region und ist einer der größten deutschen Hilfezahler für behinderte Menschen.
Deutsches Studentenwerk kritisiert Studiengebühren
Das Deutsche Studentenwerk, kurz DSW, kritisiert die Einführung allgemeiner Studiengebühren scharf.
Eine adäquate Gegenleistung in Form von deutlich besserer Lehre und besseren Studienbedingungen zeichne sich nach Einschätzung des DSW-Präsidenten Rolf Dobischat bislang nicht ab. Vielmehr würden ein Teil der Gebühren für Ausfallfonds genutzt, mit denen Studiengebühren-Darlehen abgesichert würden.
Die sinkende Zahl von Studienanfängern in einzelnen Bundesländern deute darauf hin, dass die Einführung von Studiengebühren abschreckend wirken.
Dobischat appelliert an jene Bundesländer die Studiengebühren eingeführt haben, die Sozialverträglichkeit tatsächlich wahrzunehmen. Es sei Sache der Länder, über Stipendien, staatliche Beihilfen oder Gebührenerlasse dafür zu sorgen, dass Studierwillige aus einkommensschwachen Familien auch wirklich studieren können.
Seit diesem Wintersemester müssen Studierende in Deutschland Studiengebühren bezahlen. An der Universität Bielefeld betragen diese 500 € für Erstsemester.
Minister fordern Geld für Studienplätze in Ostdeutschland
Die Wissenschaftsminister der deutschen Bundesländer haben sich auf eine Forderung an den Bund geeinigt, die Hochschulen in den Neuen Bundesländern mit 85 Millionen Euro zu fördern. Die Ostdeutschen Hochschulen sollen trotz rückläufiger Studierendenzahlen ihre Studienplätze bis 2010 erhalten können. Nach 2010 könnten die gesicherten Plätze helfen, den Überhang an Studierenden aus den alten Bundesländern aufzufangen, so der Kultusminister von Sachsen-Anhalt Jan-Hendrik Olbertz.
InFakt am Freitag, den 10. November 2006
Schülerakademie an der Uni Bielefeld
Auch in diesem Jahr lädt die Universität Bielefeld Schüler der Jahrgangstufe 13 ein. Im Rahmen der Schülerakademie können wissenschaftlich interessiert Schüler für ein Wochenende in die Wissenschaft eintauchen.
Vom 15. bis zum 17. November erhalten 40 Schüler die Möglichkeit, bereits vor Studienbeginn die verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen kennen zu lernen. Dabei werden Professoren aus acht Fakultäten Einblicke in die jeweiligen Forschungsgebiete geben.
Darüber hinaus gibt es Diskussionen mit Studierenden und internationalen Gastwissenschaftlern.
Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich noch bis zum 24. November schriftlich bei der Universität Bielefeld bewerben.
Kovalevskaja Preis für Nachwuchs-Wissenschaftler
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung vergibt den Kovalevskaja Preis.
Am Dienstag wird der Preis an 12 Internationale Nachwuchsforscher verliehen. Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan betonte, dass der Nachwuchs das Fundament eines leistungsfähigen Forschungssystems ist. Das Preisgeld ermöglicht es den Gewinnern, unabhängige Forschungsgruppen einzurichten. Der mit 1,21 Millionen Euro dotierte Preis ist die höchste Wissenschaftsauszeichnung in Deutschland.
BMBF ist für neuen Ethikrat
Bundesbildungsministerin Anette Schavan spricht sich für einen neuen Ethikrat aus. Das Ministerium will den „Nationalen Ethikrat“ durch den so genannten „Deutschen Ethikrat“ ersetzen. Die Mitglieder des „Deutschen Ethikrates“ sollen anders als beim Vorgänger zur Hälfte von Regierung und zur Hälfte vom Bundestag bestimmt werden.
Das Bildungsministerium will so eine demokratische Legitimation für den Ethikrat schaffen. Der Ethikrat soll über ethische Fragen in der Forschung, z.b. Genforschung, beraten.
Dobischat fordert mehr Geld für Studentenwerke
Der Präsident des Deutschen Studentenwerkes (DSW), Prof. Rolf Dobischat, hat den Bund und die Länder aufgefordert, verstärkt in die Studentenwerke zu investieren.
Laut Dobischat brauche es starke Studentenwerke, damit die tief greifenden Hochschulreformen gelängen, und das deutsche Hochschulsystem sozial durchlässiger werde.
Der DSW-Präsident sieht die Studentenwerke in einer Schlüsselposition in der Ausbildung der Studierenden bei zunehmenden Studierendenzahlen.
In der Vergangenheit war es in mehreren Bundesländern mehrmals zu Kürzungen für die Studentenwerke gekommen.
Gesellschaftliches Engagement von Studierenden
Zwei Drittel der deutschen Studierenden engagieren sich zumindest gelegentlich gesellschaftlich. Dies geht aus einer repräsentativen Studie des Hochschul-Informations-Systems (kurz: HIS) unter 4000 Studierenden hervor.
Dominierende Bereiche hierbei sind Jugend-,Sport- und Freizeitaktivitäten, gefolgt von Engagement in Politik und Sozialem.
Das durchschnittliche gesellschaftliche Engagement deutscher Studierender liegt etwa bei sechs Stunden pro Woche.
Dabei entstehen ein Großteil der gesellschaftlichen Aktivitäten aus vorherigen Hobbies oder zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen. Nur ein kleiner Teil der Studierenden engagiert sich in Bereichen, die eindeutig als „gemeinnützig“ einzustufen sind.
Als Hindernis für ein soziales Engagement wird als häufigster Grund ein zeitintensives Studium angegeben.
InFakt am Donnerstag, den 09. November 2006
Zweifel am wissenschaftlichen Wert der PISA-Studie
Zehn deutsche Wissenschaftler haben in einem Sammelband die PISA-Studie für wissenschaftlich wertlos erklärt. Aus diesem Kreis hat der Physiker Joachim Wuttke vor allem auf eine unseriöse Auswertung der Daten hingewiesen. So sei dem Internationalen PISA-Projektzentrum in Australien ein kapitaler Programmierfehler unterlaufen. Darüber hinaus müsse die Studie als nicht repräsentativ gewertet werden, da ungleiche Schulbesuchs- und Teilnahmequoten den Vergleich der Länder verzerren würde.
Bachelor- und Masterstudiengänge nehmen immer mehr zu
Die Hochschulrektorenkonferenz hat einen neuen Bericht zur Umsetzung des Bologna-Prozesses veröffentlicht. Daraus geht hervor, daß die Anzahl der Bachelor- und Masterstudiengänge im letzten Jahr um mehr als ein Drittel gestiegen ist. Allerdings sind diese Studiengänge viel eher zulassungsbeschränkt als die alten Magister-und Diplomstudiengänge. Die Vorsitzende der Rektorenkonferenz, Margret Wintermantel, führt dies auf eine bessere Betreuung der Bachelor-Studierenden zurück.
Memorandum für Innovationspolitik in den neuen Bundesländern
Am Mittwoch haben sich die Bildungsminister der neuen Bundesländer mit Bundesbildungsministerin Annette Schavan in Berlin getroffen. Im Rahmen dieses Treffens ist ein Memorandum zu Innovationsmaßnahmen in den neuen Ländern erarbeitet worden. Es beinhaltet ein Sieben-Punkte-Programm, das vor allem den bestehenden Mangel an Wirtschaftsfachkräften bekämpfen soll. Die Beriner Konferenz ist nur der Auftakt zu einer "Innovationswoche Ost", die vom Bundesbildungsministerium initiert worden ist.
InFakt am Mittwoch, 8. November 2006
Kredite
Immer mehr Studierende nehmen zur Studienfinanzierung einen Kredit auf. Das gilt besonders für Studierende, die weder Bafög noch ein Stipendium bekommen.
In einer Studie hat das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) im Frühjahr 2006 die unterschiedlichen Angebote von Studienkrediten verglichen. Man kam zu dem Urteil, dass „Studienkredite mittlerweile eine grundsätzlich gute Alternative zu herkömmlichen Finanzierungsformen“ darstellen. Jedoch raten das CHE den Studierenden zu einer genauen Betrachtung der verschiedenen Konditionen der Studiendarlehen hinsichtlich Zugang, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibilität. Besonders bei den Aus- und Rückzahlungen bieten die Kreditgeber verschiedene Konditionen an. Diese variieren je nach Studienplanung oder Länge der tilgungsfreien Phase nach Ende des Studiums. Von den etwa 30.000 Studienanfängern in Nordrhein-Westfalen, die Studiengebühren zahlen mussten haben circa 3000 Studenten bei der landeseigenen NRW Bank einen Kredit beantragt.
Senatssitzung
Zur Stunde findet im Senatssaal die 336. Senatssitzung der Universität Bielefeld statt. Bislang wurde der Kostenfaktor der Generalschlüssel-Affäre erörtert. Die Kosten betragen rund 146.000 €.
In der Sitzung wird unter anderem über das Selbstverständnis des Senats in der Öffentlichkeit debattiert werden. Hier dürfte es vorwiegend um die Position zu den Studiengebühren gehen. Außerdem wird das Thema „Nationale Symbole in der Unihalle“ behandelt. Nach Informationen von Hertz 87,9 ist das Interesse der Studierenden an der Versammlung schwach besucht. Die Sitzung ist öffentlich und findet noch bis 13.00 im Raum A3-126 statt.
Lehrer
Die meisten Lehrer üben ihren Beruf nicht bis zum Rentenalter von 65 Jahren aus. Im vergangenen Jahr wurden in Nordrhein Westfalen 3500 Lehrer pensioniert. Fast 50 % davon schieden wegen Berufsunfähigkeit oder Schwerbehinderung vorzeitig aus dem Schuldienst aus. Nur 1/3 der pensionierten Lehrer hielten bis zum 65 Lebensjahr durch. Diese Zahlen wurden jetzt vom statistischen Bundesamt veröffentlicht.
GPS-Day
Am 15. November findet in der Fachhochschule Osnabrück der „Internationale GPS-Day“ statt. Die Veranstaltung wird zusammen mit Institutionen und Firmen aus dem Umfeld der Geografischen Informationssysteme und der GPS Technologie. Ziel ist es, einem breiten Publikum zu zeigen, was GIS ist und wie diese Technologie ihren Beitrag für die heutige Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft leistet.
Nach Worten der Organisatorin Prof. Dr. Martina Klärle von der FH Osnabrück verzeichnete die GPS-Technologie in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung.
Die Einsatzgebiete von GPS-Geräten sind vielseitig. Sie reichen von der Biotoptypenkartierung und Höhenaufnahmen über digitale Geländemodelle und landwirtschaftliche Feldaufnahmen, bis hin zum Grünflächen- oder Katastrophenmanagement.
Seit zwei Monaten besitzt die Fakultät für Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur der FH Osnabrück ein GPS-Großgerät im Wert von rund 100.000 Euro.
Tag der Talente
Gestern fand in Berlin der Tag der Talente statt. Zum ersten Mal wurden Preisträgerinnen und Preisträger der bundesweiten Schüler- und Jugendwettbewerbe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geehrt. Insgesamt 200 Jugendliche wurden vom BMBF eingeladen. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anette Schavan sagte in der Eröffnungsrede, dass die Talentförderung stärker in der Gesellschaft verankert werden müsse. Das BMBF hat die Mittel zur Begabtenförderung in Schule, Hochschule und beruflicher Bildung um 13 Prozent erhöht. Der Tag der Talente wird zukünftig jedes Jahr vom BMBF veranstaltet
InFakt am Dienstag, 7. November 2006
Erste Bewerbungen für Studienfonds OWL
Die erste Bewerbungsrunde für den so genannten „Studienfond OWL“ ist angelaufen.
Bis Weihnachten will der Verein „Studienstiftung OWL“ 5 bis 10 Stipendien in Höhe von mindestens 1.000 Euro vergeben. Die ersten 10 Stipendien sollen jedoch an Erstsemester aller teilnehmenden Hochschulen gehen. Beteiligt sind die Universitäten Bielefeld und Paderborn, die Fachhochschule Bielefeld, die FH Lippe/Höxter und die Hochschule für Musik in Detmold. Ziel der Initiative ist es nach eigenen Angaben, die Studiengebühren aufzufangen und besonders begabte Studierende für Ost-Westfalen zu gewinnen.
Die Bewerbungsfrist für die Stipendien endet am 1. Dezember.
studienfonds-owl
Jürgen Habermas erhält Staatspreis NRW
Der Philosoph und Sozialwissenschaftler Professor Jürgen Habermas wird heute mit dem Staatspreis NRW ausgezeichnet.
Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird Habermas heute auf dem Petersberg bei Bonn von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers verliehen. Zur Begründung sagte Rüttgers, Jürgen Habermas sei ein großer Denker europäischer Kultur in der Tradition der Aufklärung. Ein weiterer wichtiger Grund sei ein viel beachtetes Gespräch zwischen Habermas und Papst Benedikt XVI. gewesen. Hier habe der Philosoph die Bedeutung der Religion für die Integration moderner Gesellschaften hervorgehoben. Jürgen Habermas wurde 1929 in Düsseldorf geboren. Er hatte zuletzt den Lehrstuhl für Philosophie an der Universität Frankfurt am Main inne und gilt als Vertreter der Kritischen Theorie in der Tradition der Frankfurter Schule.
Der Staatspreis ist die höchste Auszeichnung des Landes Nordrhein-Westfalen.
240.000 Euro für FH Bielefeld
Der Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 240.000 Euro gefördert.
Das Fördergeld erhält ein Projekt zum Verbraucherschutzrecht im elektronischen Geschäftsverkehr. Hier wird insbesondere der elektronische Geschäftsverkehr nach der Ost-Erweiterung der Europäischen Union untersucht. Das Projekt trägt den Namen „FH³“ und läuft unter der Schirmherrschaft von Professorin Brunhilde Steckler.
NRW zum führenden Biotech-Standort?
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Nordrhein-Westfalen zum führenden Biotechnologie-Standort Deutschlands ausbauen.
Das hat Ministerpräsident Jürgen Rüttgers von der CDU gestern in Düsseldorf versprochen. Bei der Eröffnung des Kongresses „Bio-Europe“ gab er einen entsprechenden Kabinettsbeschluss mit Fördersummen von insgesamt 100 Millionen Euro bekannt. Darüber hinaus habe das schwarz gelbe Kabinett beschlossen, mehr als die Hälfte aller Strukturfördermittel der europäischen Union für Forschung und Entwicklung auszugeben.
Wissenschaftspreis „Mobilität“ ausgeschrieben
Der Industrie-Club Düsseldorf und das Wissenschaftszentrum haben den „Wissenschaftspreis 2007 NRW“ in Höhe von 20.000 Euro ausgeschrieben.
Die Ausschreibung läuft in diesem Jahr unter dem Motto „Mobilität, Straße, Schiene, Luft“. Mit der Auszeichnung sollen Forschungsarbeiten gewürdigt werden, die zur Verbesserung der Effizienz, Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Infrastruktur beigetragen haben. Die Arbeiten sollen aus den Bereichen Natur- und Ingenieurwissenschaften kommen und nicht älter als zwei Jahre sein. Die Bewerbungsfrist endet Mitte Dezember.
InFakt am Montag, 6. November 2006
Zahl der Juniorprofessuren gestiegen
Die Zahl der Juniorprofessuren in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf 617 gestiegen.
Das waren 206 mehr Juniorprofessuren als im Jahr 2004. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Die Zahl der Juniorprofessoren bleibe deutlich hinter den Erwartungen zurück, sagte der Staatssekretär im Bundesforschungsministerium Andreas Storm. Die frühere rot-grüne Bundesregierung war davon ausgegangen, dass bis zum Jahr 2010 rund 6000 Juniorprofessuren an den Hochschulen entstehen.
Land will 125 Millionen Euro für zusätzliche Studienplätze ausgeben
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will bis zum Jahr 2010 rund 125 Millionen Euro für zusätzliche Studienplätze bereitstellen.
Mit dem Geld sollen 20.000 Studienplätze finanziert werden. Das habe das Landeskabinett beschlossen, sagte der Minister Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart. Pinkwart erwartet für die kommenden vier Jahre darüber hinaus weitere 125 Millionen Euro vom Bund. Geld werde es nur für Hochschulen geben, die tatsächlich zusätzliche Studienplätze schaffen, sagte der Minister.
International University heißt künftig Jacobs Universität
Die Privathochschule International University Bremen (IUB) heißt künftig Jacobs Universität Bremen.
Der Grund ist eine Rekordspende von 200 Millionen Euro der Schweizer Jacobs Stiftung. Das teilten jetzt die Uni und die Jacobs-Stiftung mit. Die Umbenennung erfolgt zu Ehren des Geldgebers. Die Spendensumme soll über einen längeren Zeitraum an die Universität ausgezahlt werden. Mit zunächst 15 Millionen Euro pro Jahr sollen in den nächsten fünf Jahren Forschung und Lehre mitfinanziert werden. Die Stiftung will im Jahr 2011 zusätzlich 125 Millionen Euro bereitstellen, um „ein wettbewerbsfähiges Ausbildungs- und Forschungsniveau dauerhaft zu gewährleisten".
DGB-Chef fordert Investition von Steuermehreinahmen in Bildung
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, hat die zusätzlichen Steuereinnahmen, die ab dem kommenden Jahr erwartet werden, als "Glücksfall für Deutschland" bezeichnet.
Er forderte, einen Teil des Geldes in Bildung und Forschung zu investieren. Sommer sagte, Bund und Länder bräuchten nicht mehr nur über die Notwendigkeit von besserer Bildung zu reden. Durch die zusätzlichen Steuereinnahmen seien bald auch die Milliardenbeträge vorhanden, um in bisher stark vernachlässigte Bereiche der Bildung zu investieren.
Polizei rückt gegen Universität von Oaxaca vor
Mexikanische Bundespolizisten sind im mexikanischen Oaxaca gegen das Gebäude der Universität vorgerückt.
Die Hochschule gilt als Zentrum der dortigen Aufstandsbewegung. Die Polizisten räumten Barrikaden und zündeten Tränengasgranaten. Aufständische in der Universität warfen Brandsätze auf die Polizisten. Laut Augenzeugenberichten sind mindestens zwei Personen festgenommen worden. Anarchisten, Anhänger linksgerichteter Gruppen und indianische Aktivisten hatten im Mai mehrere Behördengebäude und Rundfunksender in Oaxaca besetzt. Die mexikanische Regierung hat vor einer Woche 5.000 Polizisten in die Krisenregion entsandt.
Wissenschaftler wollen Kohlendioxid „vergraben“
Wissenschaftler des Geoforschungszentrums (GFZ) Potsdam wollen die unterirdische Speicherung von Kohlendioxid erproben.
Das Forschungsprojekt ist europaweit einmalig. Vom 1. Dezember an sollen nahe Potsdam drei Bohrlöcher in die Erde getrieben werden, die bis zu 800 Meter tief sind. Über diese Bohrlöcher könnten dann rund 60 000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases versenkt werden, sagte der Vorstandschef des Geoforschungszentrums, Rolf Emmermann.
InFakt am Freitag, 3. November 2006
Nordrhein-Westfalen unterstützt Biotechnologieunternehmen
Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Biotechnologieunternehmen bei der Suche nach Investoren.
Dazu veranstaltet das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie heute eine Konferenz. Experten aus ganz Europa beraten Unternehmer bei der Suche nach Investoren.
Minister Andreas Pinkwart verspricht sich davon erfolgreiche Finazierungsstrategien für die BioTech-Unternehmen in NRW.
Am Dienstag hatte das Land NRW die Biotechnologie zu einem der Innovationsschwerpunkte für NRW gemacht.
2009 gibt es den PISA-Test für Studierende.
Das Institut Management in Higher Education (IMHE) plant für 2009 einen PISA-Test für Studierende.
Das IMHE geht davon aus, dass ein PISA-Test für Studierende detaillierte Information über das Hochschulwesen liefert. Der Generalsekretär der österreichischen Rektorenkonferenz Heribert Wulz begrüßt die Initiative.
Wulz hält einen internationalen Vergleich der erworbenen Kompetenzen für sehr interessant. Zurzeit steht noch nicht fest wie die Daten erhoben werden sollen.
BMBF will die internationale Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung verbessern
Bundesforschungsministerin Anette Schavan will die internationale Zusammenarbeit bei Forschung und Entwicklung verbessern. Dazu hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Initiative „Deutschland und Korea: Partner in Forschung und Entwicklung“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, eine Kooperation zwischen Forschungseinrichtungen aus Deutschland und Korea einzuleiten. Das BMBF will damit Deutschland weltweit als attraktiven Forschungsstandort hervorheben.
NRW will 20.000 zusätzliche Studienplätze schaffen
Die Nordrhein-Westfälische Landesregierung stellt 125 Millionen Euro für mehr Studienplätze zur Verfügung.
Der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, will bis 2010 20.000 zusätzliche Studienplätze schaffen.
Pinkwart gab bekannt, dass NRW damit neben Baden-Württemberg als erstes Bundesland die Vorraussetzung für den Hochschulpakt schafft.
Der Hochschulpakt regelt die Finanzierung der Hochschulen durch Bund und Länder.
Ulrike Detmers wir mit dem „Victress Role Model Award“ ausgezeichnet.
Heute wird Prof. Ulrike Detmers mit dem „Victress Role Model Award“ ausgezeichnet. Die Bielefelder Professorin für Betriebswirtschaftslehre hat sich durch den Einsatz für Gleichberechtigung in der Wirtschaft ausgezeichnet. Der Preis wird ihr von der Victress Initative Verliehen.
Die Victress Initative will den Anteil von Frauen in Führungspositionen erhöhen.
InFakt am Donnerstag, 2. November 2006
Initiative für politische Bildung wehrt sich gegen Sparpläne
Eine Initiative für politische Bildung wehrt sich gegen die geplanten Kürzungen der NRW-Landesregierung im Politikunterricht. Die nordrhein-westfälische Landsregierung hatte geplant eine Mindeststundenanzahl für den Politikunterricht in den Klassen 5-9 abzuschaffen. Nach Angaben der Initiative wurde bereits ein Teilerfolg erreicht. Eine inoffizielle Mail des zuständigen Staatssekretärs an die Initiative soll bestätigen, dass die Kürzungen zurückgenommen werden. Diese Rücknahme wird allerdings auf Kosten der neuen 10. Klasse geschehen, indem es nur noch ein zweistündiges Pflichtfach aus dem Feld der Gesellschaftslehre geben soll. Dadurch wird ein Großteil der Jugendlichen in Zukunft die 10. Klasse ganz ohne politische Bildung durchlaufen.
Wieder eine jüdische Schule im Philanthropin
In Philantrophin in Franfurt am Main wurde nach fast 7 Jahrzehnten wieder eine jüdische Schule eröffnet. Schon im August ist die Lichtigfeld-Schule in das Gebäude an der Hebelstraße eingezogen. Die bisherige Grundschule mit Eingangs- und Förderstufe ist um eine gymnasiale Mittelstufe ergänzt worden und wird als Ganztagsschule geführt. Hessens Ministerpräsident Koch und Frankfurts Oberbürgermeistern Roth beglückwünschten die jüdische Gemeinde zu ihrer neuen Schule und bezeichneten es als ein Signal, das in ganz Deutschland bemerkt werde. Die neue Lichtigfeld-Schule soll den Schülern zu einer gefestigten jüdischen Identität verhelfen.
IUB wird Jacobs University Bremen
Die private Internationale Universität Bremen kurz IUB erhält aus der Schweizer Jacoby Foundation 200 Millionen Euro. 15 Millionen jährlich fließen auf das Konto der Bremer Universität in den nächsten 5 Jahren. Nach dieser Profilbildung bekommt die IUB noch einmal 125 Millionen Euro. Im Gegenzug wird die IUB ihren Namen in Jacobs University Bremen ändern. In der Bremer Universität sind derzeit 1000 Studierende eingeschrieben bei 102 Lehrkräften. Die dortigen Studiengebühren betragen 15.000-20.000 Euro pro Lehrjahr, die durch Stipendien und Darlehen finanziert werden können.
Deutschland verliert Anschluß bei Forschung und Entwicklung
Eine britische Studie sieht in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung nur ein Wachstum von 2 Prozentpunkten jährlich. Damit liegt Deutschland in der Studie deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 6 Prozent. Maßgeblich beteiligt an diesem niedrigen Wachstum ist die Wirtschaft selbst, dass sie die Ausgaben für Forschung und Entwicklung deutlich zurückgefahren hat.
Proteste gegen Studiengebühren in Frankfurt am Main und Fulda
Mehrer hundert Studierende protestierten gegen Studiengebühren in Frankfurt am Main und Fulda. In Frankfurt zogen laut Polizeiangaben rund 500 Studierende unter dem Motto „Solidarität und freie Bildung“ in die Innenstadt. Sie blockierten während des Berufsverkehrs einige Kreuzungen, anschließend stürmten 80 Studenten in den Hauptbahnhof und sprangen über die Gleisanlagen. In Fulda hatten zuvor weitere 500 Studierende bei einer Vollversammlung beschlossen, ihren Streik vorerst zu beenden.
InFakt am Mittwoch, 01. November 2006
[fehlt]
InFakt am Dienstag, 31. Oktober 2006
[fehlt]
InFakt am Montag, 30. Oktober 2006
Helmut Steiner erhält Ehrenbürgerwürde der Universität Bielefeld
Die Universität Bielefeld hat Helmut Steiner die Ehrenbürgerwürde verliehen. Steiner würde für sein langjähriges und vielfältiges Wirken für die Universität Bielefeld geehrt. Rektor Dieter Timmermann lobte unter anderem Steiners Lehrtätigkeit und sein Engagement als Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft.
Die Urkunde wurde ihm beim Jahresempfang der Universität Bielefeld überreicht.
Helmut Steiner lehrt seit rund 25 Jahren an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ist seit 15 Jahren Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft.
Karl Peter Grotemeyer-Preis verliehen
Die Universität Bielefeld hat den diesjährigen Karl Peter Grotemeyer-Preis an Prof. Thomas Koop von der Fakultät für Chemie verliehen. Koop wurde „für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre“ gewürdigt. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wird von der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft gestiftet. Mit ihm werden seit 1997 Nachwuchswissenschaftler unter 40 Jahren ausgezeichnet. Vorschläge für die Preisträger können Studierende der Universität Bielefeld einreichen. Thomas Koop hat sich gegen 23 Mitbewerber durchgesetzt.
“Patent Offensive Westfalen Ruhr“
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert ab Anfang kommenden Jahres die „Patent Offensive Westfalen Ruhr“ mit 1,2 Millionen Euro.
Die „Patent Offensive Westfalen Ruhr“ ist eine Gemeinschaftsinitiative der Universitäten Bielefeld, Paderborn, Münster und Dortmund.
Ziel der Initiative ist in Westfalen eine praxisnahe Patent- und Gründerkultur aufzubauen. Studierende und Wissenschaftler sollen für die Selbstständigkeit motiviert werden.
Unter anderem sollen “schlummernde“ Patente der westfälische Wirtschaft identifizieren werden. Daraus sollen dann Wissenschaftler und Hochschulabsolventen Gründungskonzepte entwickeln.
Durch die Gründungskonzepte könnten schließlich neue Unternehmen und Arbeitsplätze in Westfalen entstehen.
Die „Patent Offensive Westfalen Ruhr“ ist im Jahr 2002 gegründet worden und wird von der Universität Dortmund koordiniert. Die Förderung der Initiative durch das Bundesministerium erfolgt drei Jahre lang.
InFakt am Freitag, 27. Oktober 2006
NRW-Wissenschaftsminister plädiert für engere Zusammenarbeit der Universitäten im Ruhrgebiet
Die Diskussion um eine enge Partnerschaft aller Universitäten im Ruhrgebeit ist neu aufgeflammt. Eine bessere Zusammenarbeit der Universitäten wäre für die Hochschulen und die gesamte Region ein großer Gewinn, sagte NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart. Denkbar wären zum Beispiel personelle Überschneidungen in den neuen Leitungsgremien der jeweiligen Hochschulen und den Hochschulräten. Pinkwart versicherte, dass Einsparungen, die durch eine verbesserte Zusammenarbeit erzielt werden könnten, bei den Hochschulen verbleiben.
Elternalarm in Münster - Studentenleben aus anderer Perspektive
Aus der Perspektive ihrer Kinder können Eltern ab Freitag in Münster das Studentenleben kennen lernen. Beim zweiten «Elternalarm» können Besucher bis Sonntag bei Vorlesungen,
Stadtführungen oder einem Essen in der Mensa Einblicke in den Alltag der Studenten nehmen. Außerdem können Eltern die acht Hochschulen in der Kommune besichtigen. Für Stadtführungen am Samstag lägen bereits 1200 Anmeldungen vor, teilte die Stadt Münster am Mittwoch mit. Zum ersten «Elternalarm» im vergangenen Jahr waren 2000 Besucher
angereist. Beim Wettbewerb «Deutschland - Land der Ideen» wurde das Projekt ausgezeichnet.
Grüne wollen Exzellenzförderung in der Lehre
Die Bundesregierung soll im nächsten Jahr einen Wettbewerb für "herausragende und innovative Lehre an den Hochschulen" starten. Das fordern die Grünen in einem Antrag mit dem die Fraktion die Exzellenzinitiative der Bundesregierung um ein Instrument zur Belohnung "herausragender Lehrleistungen" ergänzen will.
Die Regierung soll die Finanzierung für eine "jährliche Ausschreibung für mindestens 25 Förderungen" sicherstellen, dass es ein transparentes Verfahren der Begutachtung und Bewertung gibt.
Ab 2011 soll die Exzellenzförderung in der Lehre sinnvoll als dritte Förderlinie in die Exzellenzinitiative integriert werden, so Bündnis 90/Die Grünen.
Personalfragen an Hochschulen sind Sache der Länder
Die Einführung neuer Personalkategorien an Hochschulen mit einem Schwerpunkt auf der Lehre wäre nach Ansicht der Bundesregierung Ländersache. In ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP weist sie darauf hin, dass der Bund nicht mehr über die Kompetenz verfüge nach der Föderalismusreform eine neue Personalkategorie an Hochschulen gesetzlich einzuführen. Dies sei Sache der Länder.
Gleiches gelte für die Umstellung auf gestufte Studiengänge. Die Bundesregierung verfüge über keine konkreten Angaben der Länder, wie sich die Umstellung der Studiengänge auf das Bachelor-Master-System auf die Lehrsituation an den Hochschulen auswirken werde.
Nach Auffassung des Wissenschaftsrates würden jedoch "erhebliche zusätzliche Lehrkapazitäten" benötigt, um die begonnene Studienreform zum Erfolg zu führen. Auch die Hochschulrektorenkonferenz teile diese Sicht und fordere ein neues System der Kapazitätsberechnung.
Finanzierung von Kafka-Ausgabe abgelehnt
Nach Ablehnung der öffentlichen Finanzierung einer historisch-kritischen Franz-Kafka-Ausgabe haben Wissenschaftler eine erneute Prüfung gefordert. Herausgeber und Verleger der Edition kritisierten gestern in Frankfurt die Entscheidung der Deutschen Forschungs-Gemeinschaft als fragwürdig und unzureichend. Weltweit haben in einem Offenen Brief über 500 Wissenschaftler, Autoren und Verleger inzwischen dagegen protestiert, dass die DFG einen Erstförderungsantrag der Franz-Kafka-Ausgabe abgelehnt hat.
Abgeordnete befürchten Spaltung der Hochschullandschaft
Linksfraktion und Bündnisgrüne befürchten, dass die Exzellenzinitiative zu einer Spaltung der deutschen Hochschullandschaft in "Gewinner" und "Verlierer" führen könnte. Diese Bedenken äußerten Vertreter beider Fraktionen am Mittwochvormittag im Bildungsausschuss.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat hatten in diesem Jahr 88 Konzepte begutachtet und am 13. Oktober insgesamt 28 Universitäten in verschiedenen Förderlinien prämiert.
Die Linksfraktion bemängelte, bei dem gewählten Verfahren käme es "automatisch" dazu, dass "einzelne Universitäten abgehängt" werden.
InFakt am Donnerstag, 26. Oktober 2006
Landtag beschließt Hochschulfreiheitsgesetz
Der nordrhein-westfälische Landtag hat gestern das so genannte Hochschulfreiheitsgesetz beschlossen.
Mit dem Beschluss werden insgesamt 26 bisher staatliche Hochschulen privatisiert. Die Finanz- und Personalhoheit wird somit ab kommendem Jahr bei den Hochschulen liegen. Damit kann eine Hochschule künftig wie ein Unternehmen geführt werden. Der Minister für Innovation, Wissenschaft, Technik und Forschung Andreas Pinkwart von der FDP lobt diese Entscheidung als bundesweit einzigartig. Die Opposition aus SPD und Grüne befürchten dagegen, dass Wissenschaft und Lehre künftig hinter wirtschaftlichen Interessen zurück stehen werden. Das Hochschulfreiheitsgesetz müsse eigentlich in „Gesetz zur marktradikalen Ausrichtung der Hochschulen“ umbenannt werden, so die Grünen.
Mehr Physik-Studierende an der Uni
In diesem Wintersemester haben sich rund 160 Studienanfänger der Universität Bielefeld für das Fach Physik entschieden.
Das sind rund 60 Studierende mehr als im vergangenen Wintersemester. Die Universität Bielefeld erklärt den Anstieg mit der Werbung an den umliegenden Schulen für das Fach. Dazu gehöre das so genannte „teutolab“, ein Physik-Labor für Schüler, und die jährliche Herbstakademie für Schüler. Außerdem zeige der Anstieg der Einschreibungen im Fach Physik auch die Etablierung der Bachelor- und Masterabschlüsse in den Naturwissenschaften, so die Universität Bielefeld.
Infoveranstaltung für Ingenieurinnen
Die Fachhochschule Bielefeld veranstaltet heute eine Informationsabend für Ingenieurinnen in der Berufspraxis.
Bei dem Treffen werden Absolventinnen der FH über ihre derzeitigen Arbeitsgebiete referieren und Tipps zum Berufseinstieg für Frauen geben. Außerdem soll über das Ingenieurinnennetzwerk des Vereins Deutscher Ingenieure informiert werden. Die Veranstaltung ist für alle Studentinnen der technischen Fachbereiche offen. Sie beginnt um 16:30h in der Wilhelm-Bertelsmann-Straße.
Zwei ausgezeichnete „Welcome Centre“ in NRW“
Die nordrhein-westfälischen Universitäten Bonn und Bochum sind gestern neben der hessischen Universität Marburg als „Weltoffene Universitäten“ ausgezeichnet worden.
Die Universitäten sind als Sieger eines bundesweiten Wettbewerbs hervorgegangen. Sie wurden für die besten Ideen zum Aufbau eines so genannten „Welcome-Centres für internationale mobile Gastwissenschaftler“ ausgezeichnet. Den Wettbewerb
hatte die Alexander-von-Humboldt-Stiftung zusammen mit der Deutschen Telekom-Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgeschrieben. Die Fördersumme beträgt für jede der drei Universitäten 125.000 Euro.
Carl Friedrich von Siemens Preis für Nobelpreisträger
Der Münchener Physik-Nobelpreisträger Prof. Theodor Hänsch ist mit dem Carl Friedrich von Siemens Preis ausgezeichnet worden. Der mit 150.000 Euro dotierte Preis wurde dem Physiker am Dienstag in München überreicht. Außerdem wurde an der Ludwig-Maximilians-Universität eine Ehrenprofessur für den Nobelpreisträger eingerichtet. Das hat das bayrische Wissenschaftsministerium gestern mitgeteilt. Damit sollen dem 65 Jahre alten Hänsch auch im Pensionsalter Forschungsarbeiten ermöglicht werden. Theodor Hänsch hat die Auszeichnung für seine Arbeit im Bereich der Laserspektroskopie bekommen, bei der Laser zur Untersuchung von atomaren oder molekularen Spektren genutzt werden.
Immer mehr deutschsprachige Studiengänge im Ausland
Im Ausland werden immer mehr deutschsprachige Studiengänge angeboten.
Das hat der Vorstandsvorsitzende des Vereins Deutsche Sprache Prof. Walter Krämer gestern in Dortmund mitgeteilt. Demnach gebe es mittlerweile rund 700 Studiengänge vor allem im Bereich Wirtschaft, Journalismus, Ingenieurwesen und Medizin. Die Tendenz sei sogar steigend, so Krämer. Deutschsprachige Studiengänge seien vor allem in Ländern wie China, Frankreich, Rumänien und den USA beliebt. Grund hierfür sei, dass sich Deutsch immer mehr als Wissenschaftssprache etabliere.
InFakt am Mittwoch, 25. Oktober 2006
Polizei übt Rektoratsräumung
Bei einer sehr realistisch angelegten Polizeiübung auf dem Gelände der ehemaligen Grundheider Schule in Senne wurde gestern eine Rekoratsräumung geübt. Etwa 120 Polizeischüler aus Stukenbrock schlüpften in die Rolle von protestierenden Studenten, die eine Fachhochschule besetzt hatten. Etwa 70 Beamte der hatten die Aufgabe die Besetzung notfalls mit Gewalt zu beenden. Um die Übung realistisch zu gestalten flogen auch Molotowcocktails durch die Luft. Desweiteren wurden die heranstürmenden Beamten mit einem Hagel von Tennisbällen empfangen, die als Steinersatz dienen sollten.
neuer Schülersprecher
Der Nazi-Schülersprecher des Carl-Severing-Berufskollegs hat seinen Rücktritt erklärt. Heute wählen die Klassensprecher der Schule einen neuen Schülersprecher. Bekannt geworden waren die Aktivitäten Frankes durch eine Flugblattaktion der Antifa OWL. Franke verbreitete nach Antifaberichten im Internet seine auf „Deutschem Blut“ basierende Rassentheorie und droht allen einen „rücksichtslosen Kampf“ an, die nach seiner Ideologie das Volk schädigen. Die Schulleiterin des Carl-Severing-Berufskollegs, Marion Friese-Ruff, erklärte, dass Franke nach einem Gespräch mit ihr zugesagt hatte den Posten abzugeben.
DSW kritisiert Bundesregierung
Das Deutsche Studentenwerk (kurz DSW) kritisiert die von der Bundesregierung geplanten ausländerrechtlichen Verschärfungen für ausländische Studierende. DSW Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat betont, dass die geplanten Verschärfungen Ausdruck eines überzogenen Sicherheitsdenkens seien und den Rechtsstaat auf den Kopf stellen. Man könne nicht jeden ausländischen Studierenden als potenziellen Terroristen verdächtigen und neue bürokratische and administrative Hürden aufbauen.“, so Dobischat. Deutschland wolle und brauche ausländische Studierende, und das müsse auch die Botschaft sein, so Dobischat.Nach den geplanten ausländerrechtlichen Verschärfungen der Bundesregierung sollen alle Bürgen ausländischer Studierender überprüft und die Aufenthaltserlaubnis auf ein Jahr halbiert werden.
Wissenschaft im Anwendungskontext
Seit heute findet eine 3-Tägige Tagung zum Thema „Wissenschaft im Anwendungskontext“ im Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld statt. Dabei handelt es sich um die Eröffnungsveranstaltung der neuen ZiF-Forschungsgruppe „Science in the Context of Application“. Ziel der Konferenz ist es unter anderem die Folgen der zunehmenden Verflechtung von Wissenschaft auszuloten. Vertreten wird dabei die These dass die Wissenschaft kurzfristigen Nützlichkeitserwartungen unterworfen und einem Anwendungsdruck ausgesetzt ist, dessen Folgen noch nicht erklärbar sein.
mehr Quereinsteiger
An Deutschen Schulen unterrichten immer mehr Lehrer, die als Quereinsteiger in dieses Berufsfeld eingetreten sind. Etwa 5000 neue Lehrer nehmen in Nordrhein-Westfalen im neuen Schuljahr ihre Arbeit auf. Darunter sind etwa hundert Seiteneinsteiger. Etwa zwei Drittel von ihnen beginnen ihre Arbeit an Berufsschulen. Dazu kommt in Nordrhein-Westfalen eine nicht genau erfasste Zahl von Lehrern, die sich ein Fachstudium anerkennen lassen und dann gemeinsam mit Lehramtsstudenten das zweijährige Referendariat aufnehmen. Heinz-Peter Meidinger, der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, stuft die bisherigen Erfahrungen mit Quereinsteigern als gut ein und betont dass sich anfängliche Bedenken nicht bestätigt haben. Die neuen Kollegen seien teilweise auch "sehr befruchtend" für die Schulen und öffneten diese manchmal auch "ein bisschen zum Leben.", so Meidinger.
turnitin
Die Universität Hamburg registrierte zuletzt 320 Fälle von zusammenkopierten Hausarbeiten und führt nun ein spezielles Detektivprogramm zum Aufspüren ähnlicher Falle ein. Die 7000 Euro teure Software „Turn It In“ stammt von der kanadischen Firma iParadigms und versetzt viele Studierende in Rage. Mit der Hilfe der Software will die Fakultät der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der zusammenkopierten Studien- und Abschlussarbeiten Herr werden. Durch die Plagiat-Finder werde jedoch das Grundrecht auf Informationelle Selbstbestimmung der Studierenden verletzt, so der Fachschaftsrat Wirtschaft und Politik der Uni Hamburg. Außerdem gebe es Verstöße gegen das Urheberrecht. Schließlich müssten die Studierenden ihre Werke zur Begutachtung auf Server in Kanada laden, wo diese auch dauerhaft gespeichert würden, argumentieren Gegner der eingeführten Software.
InFakt am Dienstag, 24. Oktober 2006
Uni Bielefeld lädt zum Jahresempfang
Die Universität Bielefeld richtet am kommenden Freitag ab 18 Uhr ihren Jahresempfang im Audimax aus.
Rund 600 Gäste aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft werden erwartet. Während des Empfangs wird dem Geisteswissenschaftler Helmut Steiner für sein langjähriges Wirken an der Uni Bielefeld die Ehrenbürgerwürde verliehen. Im Anschluss erhält Professor Thomas Koop von der Fakultät für Chemie den Karl-Peter-Grotemeyer-Preis für gute Lehre. Der Preis wird von der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft gestiftet und ist mit 3000 Euro dotiert.
Andreas Schleicher von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hält einen Festvortrag. Der Titel des Vortrags ist „Herausforderungen an Bildungssysteme in einer neuen globalen Realität“.
Hochschulpakt für 90.000 zusätzliche Studenten
Bund und Länder haben ihre Absicht bekräftigt, mit einem Hochschulpakt den erwarteten Anstieg der Studentenzahlen zu finanzieren. Bis 2010 müssen 90.000 zusätzliche Studienplätze finanziert werden. Das teilten die Wissenschaftsminister der Länder und Bundesbildungsministerin Annette Schavan mit. Außerdem soll die Forschung an den Universitäten mit einer Programmkostenpauschale gefördert werden. Diese Pauschale soll es für Projekte geben, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft genehmigt wurden.
Durchbruch bei Suche nach umweltfreundlichem Reis
Wissenschaftler der Uni Bremen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum umweltfreundlichen Reisanbau gelungen. Professorin Barbara Reinhold-Hurek und ihr Mann Dr. Thomas Hurek vom Laboratorium für Allgemeine Mikrobiologie an der der Universität Bremen erforschen optimale Wachstumsbedingungen für Reispflanzen. Im Rahmen eines Genomforschungsnetzwerks hat ihr Team jetzt das Genom des Bakteriums Azoarcus Stamm BH72 entschlüsselt. Die neuen Informationen helfen dem Forscher-Ehepaar, den Zusammenhang zwischen dem Bakterium und der Nährstoffversorgung der Reispflanze zu klären. Das Forschungsrojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Leiter ist Professor Alfred Pühler von der Uni Bielefeld.
NRW lehnt Identifikationsnummen für Schüler ab
Das Land Nordrhein-Westfalen lehnt die Einführung einer Schülerdatei ab. Das sagte die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer. Solche Identifikationsnummern von Kindern und Jugendlichen würden nicht gebraucht, so die Ministerin. Um die Wirksamkeit bildungspolitischer Maßnahmen zu überprüfen, reiche es aus, wenn die Schulen Informationen über ihre jeweiligen Schüler jährlich anonym übermitteln. Die Kultusministerkonferenz will demnächst über die Einführung einer Schülerdatei entscheiden. Für diese Erfassung soll jeder Schüler eine Identitätsnummer bekommen, die er während der ganzen Schulzeit, unabhängig von Schule und Wohnort, behält.
Kaum deutsche „Numerus-Clausus-Flüchtlinge in Österreich
Nur 124 Studierende aus Deutschland haben im Wintersemester 2005 ein Studium in Österreich angetreten. Das geht aus einer Erhebung der österreichischen Hochschulen hervor. Damit ist die befürchtete Studentenflucht in das deutsche Nachbarland ausgeblieben. Der Europäische Gerichtshof hatte 2005 in einem Urteil festgestellt, dass für deutsche Bewerber in Österreich nicht der deutsche Numerus Clausus gelten soll. Hochschulen in Österreich hatten damit gereichnet, dass Fächer wie Psychologie und Medizin von tausenden (bis zu 80.000) deutscher „Numerus-Clausus-Flüchtlingen“ überrannt werden.
Warnung vor Abwanderung von Fachkräften ins Ausland
Vor einer Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte ins Ausland warnt der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer, Ludwig Georg Braun. Weit mehr als die Hälfte der deutschen Emigranten seien jünger als 35 Jahre, sagte Braun gegenüber der Zeitung „Die Welt“. Unter ihnen seien viele qualifizierte und hoch motivierte Köpfe. Braun deutete die Abwanderung als Alarmzeichen.
Laut dem Bundesamt für Statistik sind im Jahr 2005 insgesamt 145.000 deutsche ausgewandert. Das ist die höchste registrierte Abwanderung von Deutschen seit 1954.
NRW: Gebühren halten Erstsemester ab
Nach der Einführung von Studiengebühren im neuen Wintersemester ist die Zahl der Studienanfänger in Nordrhein-Westfalen um mehr als fünf Prozent gesunken. Im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen schrieben sich rund 64.000 Erstsemester ein. Das sind 3500 weniger als im vergangenen Wintersemester. Der Rückgang hänge mit den Studiengebühren zusammen, so der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart.
Die SPD-Landtagsfraktion kritisierte, dass Studiengebühren vor allem junge Menschen aus bildungsfernen Schichten abschrecken würden. Die Grünen beklagten, die Ergebnisse seien zudem prekär, weil in diesem Jahr 5000 mehr junge Menschen studienberechtigt seien als im vergangenen Jahr.
Bund-Länder-Kommission wird aufgelöst
Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) soll aufgelöst werden. Das hat die Kultusministerkonferenz empfohlen. Künftig sind allein die Länder für die Schulen zuständig. Bund und Länder arbeiten ab 2007 nur noch zusammen, wenn es um die Leistungsfähigkeit der deutschen Bildung im internationalen Vergleich geht. Dazu gehören gemeinsame Empfehlungen, die zum Beispiel aus den Ergebnissen künftiger Pisa- und Timss-Studien zu ziehen sind.
Die Aufgaben der BLK in der Forschungsförderung soll eine künftige so genannte „Wissenschaftskonferenz“ übernehmen.
InFakt am Montag, 23. Oktober 2006
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InFakt am Freitag, 20. Oktober 2006
Die wenigsten Studenten wollen Karriere machen
Die meisten Studierenden wollen keine Karriere machen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Hochschul-Informations-Systems. Nach der Umfrage sind Familie, Freunde, Freizeit und Partnerschaft für die meisten Studierenden wichtiger als hohes Einkommen.
Nur jeder vierte Student will auf alle Fälle Karriere machen.
Die Umfrage offenbarte weiterhin, dass 42 Prozent der Studierenden unter großem Druck im Studium stehen. Lediglich 20 Prozent sehen das Studium als unbeschwerte Zeit an.
Das Hochschul-Informations-System (HIS) hatte im Auftrag des neuen Magazins der Wochenzeitung "Die Zeit" 3000 Studierende befragt. Die Umfrage ist in der aktuellen Ausgabe des Studentenmagazins "ZEIT CAMPUS" erschienen.
Universität Paderborn gehört zu den besten Forschungseinrichtungen
Die Universität Paderborn gehört nach Angaben der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu den besten Forschungseinrichtungen Deutschlands. In der aktuellen Rangliste der DFG ist die Uni Paderborn auf dem siebten Rang im Bereich Elektrotechnik, Informatik und Systemtechnik. Auch die Mathematik und der Maschinenbau konnten sich unter den Top 20 platzieren. Bei dem Ranking wird das Volumen der Mittel, die die DFG den Hochschulen in den Jahren 2002 bis 2004 bewilligt hat. Die Fördermittel der Uni Paderborn haben in diesem Zeitraum für die betreffenden Fakultäten 13 Millionen Euro betragen.
AStA der Uni Bielefeld verurteilt Pläne der Landesregierung
Der Asta der Universität Bielefeld hat die Pläne zum Abbau des Politikunterrichts in Nordrhein Westfalen scharf verurteilt. Die politische Bildung sei ein wichtiger Grundbaustein für das gesellschaftliche Zusammenleben in einem demokratischen Staat. So die Studierendenvertretung in seiner offiziellen Stellungnahme. In einem neuen Verordnungsentwurf verzichtet die Landesregierung darauf eine Pflichtstundenzahl für das Fach Politik festzulegen. Dieser Beschluss würde dazu führen, dass die politische Aufklärung der Schüler nicht mehr gewährleistet ist. Der Asta fordert in der Stellungnahme die sofortige Rücknahme der Pläne der Landesregierung. Gesellschaftswissenschaften müssten mit den Naturwissenschaften gleichgestellt sein.
Neues Verfahren zur Sicherung der Qualität von Studienangeboten
Die Ergebnisse eines Projektes zur Verbesserung der Qualität von Studienangeboten sind gestern vorgelegt worden. Ziel war neben der Qualitätssicherung der Studienangebote die Verbesserung der internen Organisationsstrukturen. Dadurch sollen die zur Verfügung stehenden Mittel effektiver eingesetzt werden. Auf der gestrigen Abschlusskonferenz wurden die Lösungsansätze der beteiligten Hochschulen vorgestellt und mit Vertretern aus Hochschule und Politik ausgetauscht. Alle Hochschulen bekundeten die Bereitschaft die Qualitätssicherung durch bessere interne Organisation voranzutreiben. An dem zweijährigen Projekt waren unter anderem die Hochschulrektorenkonferenz, die Universitäten Bayreuth und Bremen sowie die Fachhochschulen Erfurt und Münster beteiligt.
Beratungen über Hochschulpakt 2020
Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die Wissenschaftsminister der Länder haben gestern über die weiteren Schritte zum Hochschulpakt 2020 beraten. Ministerin Schavan erklärte, dass bis 2010 90.000 zusätzliche Studienanfänger zu erwarten sind. Deshalb müssten die Kapazitäten der Hochschulen erhalten und sogar ausgebaut werden. Durch diese Maßnahmen soll nach Worten Schavans ein Signal der gemeinsamen Verantwortung des Bundes und der Länder für den Wissenschaftsstandort Deutschland gesetzt werden. Insgesamt erfordern die Vorhaben seitens des Bundes bis 2010 ein finanzielles Engagement in Höhe von rund 1,27 Milliarden Euro. Das sind rund 260 Millionen Euro mehr als in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen ist. Diese Differenz ist bereits Grundlage von Gesprächen zwischen dem Bundesforschungsministerium und dem Bundesfinanzministerium. Über die Details wurde gestern Einigkeit erzielt.
InFakt am Donnerstag, 19. Oktober 2006
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InFakt am Mittwoch, 18. Oktober 2006
Kraftakt für mehr Studienplätze gefordert
Die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern wollen sich heute über einen Hochschulpakt 2020 einigen. Mit dem Hochschulpakt sollen mehr Studienplätze für die kommenden geburtenstarken Abiturientenjahrgänge geschaffen werden. Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), kritisierte die geplante Einigung. Die bislang zwischen Bund und Ländern ausgehandelten Investitionen für den Hochschulpakt seien völlig unzureichend, sagte Wintermantel. Zehntausende von Studienplätzen würden damit in den kommenden Jahren fehlen. Darüber hinaus sei auch Wirtschaft aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen, so Wintermantel. So appellierte an die Unternehmen, einen Fonds aufzulegen, um zusätzliche Lehrkapazitäten an den Hochschulen zu schaffen.
Notebook mit Examensarbeit gestohlen
Einem Bielefelder Studenten ist am Dienstag ein Notebook mit wichtigem Inhalt gestohlen worden. Der Student hatte auf dem Notebook seine komplette Hausarbeit für das zweite Staatsexamen abgespeichert. Eine Sicherheitskopie hatte der 28-Jährige nicht angelegt. Der Student hatte sein Notebook neben seinem Auto auf dem Parkplatz des Bielefelder Max-Planck-Gymnasiums abgestellt und dort vergessen. Als er zum Parkplatz zurückfuhr, um das Notebook zu suchen, war es verschwunden. (Augenzeugen, die den Diebstahl gesehen haben, melden sich bei der Polizei Bielefeld unter der Rufnummer 0521-5450.
Vom Wissenschaftler zum Unternehmer
12 Biotechnologie-Wissenschaftler erhalten ein Startkapital von insgesamt 20 Millionen Euro für die Gründung eigener Unternehmen. Die Forscher sind die ersten Preisträger des Förderwettbewerbs "Go-Bio".
Go-Bio steht für "Gründungsoffensive Biotechnologie". Das Bundesforschungsministerium fördert in der ersten Runde einzelne Projekte mit insgesamt 20 Millionen Euro. Das Ministerium stellt in den nächsten zehn Jahren rund 150 Millionen Euro für den Förderwettbewerb Go-Bio zur Verfügung. Deutschland ist das Land mit den meisten Biotech-Unternehmen in Europa.
Pinkwart begrüßt EU-Pläne für Technologie-Institut
Der nordrhein-westfälische Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart hat die Pläne für ein Europäisches Technologie-Institut (EIT) begrüßt. Dies sei der Schaffung einer neuen Technischen Universität Europas eindeutig vorzuziehen, so Pinkwart. Es deute vieles darauf hin, dass keine neue EU-Behörde geschaffen werden solle, sagte Pinkwart. Vielmehr würden die technologisch führenden Hochschulen als Motoren des europäischen Innovationsprozesses unter einem Dach kooperieren. Die Aufnahme in diesen Verbund solle wettbewerblich organisiert werden, berichtete Pinkwart. Der Wissenschaftsminister hatte sich gestern mit hochrangigen Vertretern der EU-Kommission in Brüssel über das geplante Europäisches Technologie-Institut beraten.
Hochschulrektoren fordern mehr Geld für kommende Schulabgängerjahrgänge
Die Hochschulrektoren fordern von Bund und Ländern
deutlich mehr Geld zur Schaffung zusätzlicher Studienplätze für die geburtenstarken Schulabgängerjahrgänge. Ansonsten drohe die massive
Ausweitung des Numerus clausus (NC) für viele Studiengänge. Bereits heute gilt bundesweit für jeden zweiten Studiengang eine Zulassungsbeschränkung. Bund und Länder wollen heute erneut über den Hochschulpakt verhandeln. Mit dem Hochschulpakt dem 90 000 zusätzliche Studienplätze bis 2009/2010 finanziert werden sollen.
Chile: Polizei geht gewaltsam gegen Schülerdemonstrationen vor
Rund 400 Menschen sind bei erneuten Schülerdemonstrationen in mehreren Städten in Chile festgenommen worden. Vor allem in der Hauptstadt Santiago kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas und Wasserwerfer gegen die Steine und Flaschen werfenden Jugendlichen einsetzte. Die Schüler fordern seit Monaten die Reform des Bildungsgesetzes und mehr Geld für die Bildung. Die Bildungsgesetze waren noch zu Zeiten von Diktator Augusto Pinochet erlassen worden.
Austellung der Fachhochschule zum Thema Verkehr
Eine Ausstellung der Fachhochschule zum Thema Verkehr ist jetzt in der Eingangshalle und der Galerie der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, zu sehen. Gezeigt werden 30 Kunstwerke von Schülern weiterführender Schulen der Region. Sie hatten sich im Herbst 2005 an dem Kunstwettbewerb "Immer in Bewegung – Räder schaffen Lebensqualität" beteiligt. Der Wettbewerb war vom Fachbereich Maschinenbau der Fachhochschule ausgerufen worden. Die über 260 Arbeiten eingereichten Arbeiten befassten sich mit der Geschichte des Rades, seiner Bedeutung in der heutigen Zeit sowie Zukunftsvisionen. Die Ausstellung in der Industrie- und Handelskammer an der Elsa-Brändström-Straße ist bis zum 16. November zu besichtigen. Geöffnet ist die Ausstellung Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr sowie von Freitag 8 bis 15 Uhr.
InFakt am Dienstag, 17. Oktober 2006
Weniger Studienanfänger an der Uni Bielefeld
Die Universität Bielefeld hat in diesem Semester 600 Studienanfänger weniger als im vergangenen Jahr.
Das hat das Rektorat der Universität gemeldet. Der Rückgang habe vielfältige und komplexe Gründe, so der Rektor der Uni Bielefeld, Dieter Timmermann. Da durch das insgesamt 300 Studienplätze weniger vergeben worden sind, ist die Betreuung verbessert worden, so Timmerman weiter. Ein anderer Grund, für den rückgang, könnte die Einführung von Studiengebühren sein.
Die Gesamtzahl der Studierenden an der Uni Bielefeld liegt aktuell bei rund 17.500 Studierenden.
Die Existenz der Volkshochschulen ist gefährdet
Der Deutsche Volkshochschulverband sieht die Existenz der Volkshochschulen gefährdet.
Das hat der Verband in einem Brief an Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers deutlich gemacht. Die schwarz-gelbe Landesregierung will im kommenden Jahr die Finanzmittel für Weiterbildung um rund 18% kürzen. Der Deutsche Volks hochschul verband befürchtet, dass die Kürzungen von den Städten nicht aufgefangen werden können.
Somit werde die kommunale Weiterbildung ausgehöhlt, sagte ein Vertreter des Verbands. Bereits in den vergangenen Jahren wurden die Mittel für den Bereich Weiterbildung gekürzt.
Exzellenzinitiative auch für Lehre
Der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, regt eine Exzellenzinitiative nicht nur für die Forschung, sondern auch für die Lehre an.
Der Generalsekretär des DAAD Christian Bode glaubt, dass sich auch Erfolg in der Lehre messen lässt.
Somit sei man in der Lage ein Exzellenzsystem für die Lehre ins Leben zu rufen. Die derzeitige Exzellenzinitiative von Bund und Ländern soll eine Qualitätssteigerung in der deutschen Forschungslandschaft herbeiführen.
Bildungsexperten fordern Totale Stille in den Klassenzimmern.
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Universität Bielefeld und andere Bildungsexperten fordern stille in den Klassenzimmern.
Dies soll die Schulleistung verbessern so die Experten.
In der Phase zwischen 10 und 12Uhr müsse absolute Ruhe im ganzen Schulgebäude herrschen, sagte Hurrelmann.
Der Gesundheitswissenschaftler Hurrelmann geht davon aus das Lärm die Konzentratrion stört
H1 ist da
Gestern ist die erste Ausgabe des Universtätsmagazin H1 erschienen. Das von der Pressestelle der Universität herausgegeben Magazin richtet sich an Studierender und Mitarbeiter der Uni Bielefeld. Die Auflage beträgt 10.000 Exemplare und wird unter anderem über die Themen „Fördermittel und Auszeichnungen“, „Lehre und Campus“ und „Forschung“ berichten. Das Magazin löst damit die „Bielefelder Universitätszeitung“ (BUZ) ab.
Wulff sieht in der Föderalismusreform ein Chance für die Hochschulen
Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff sieht in der Föderalismusreform ein Chance für die Hochschulen.
Dies Unterstrich Wulff in Osnabrück auf der Hochschulrektorenkonferenz.
Die Föderalismusreform sei für die Weiterentwicklung des deutschen Hochschulsystems enorm wichtig, so Wullf.
Mit der Klärung von Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern, seien die Weichen für die Entwicklung des Hochschulsystems gestellt, so Wullf weiter.
Zukünftig sollen die Länder die alleinige Verantwortung für die Hochschulen tragen, während sich der Bund auf die Forschung konzentriert will.
InFakt am Montag, 16. Oktober 2006
Universität Bielefeld in erster Runde der Exzellenzinitiative gescheitert
Die Universität Bielefeld ist mit zwei Anträgen bei der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gescheitert.
Das wurde am Freitag Nachmittag von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekannt gegeben. Die Anträge wurden für zwei Graduiertenschulen im Bereich Geschichte, Soziologie und Politik und im Bereich Pädagogik gestellt. Rektor Dieter Timmermann bedauerte diesen Entschluss und hofft nun auf die zweite Förderrunde der Exzellenzinitiative: Er sei guten Mutes hier mit mindestens einem von insgesamt vier Anträgen erfolgreich zu sein.
“Inhouse-Messe“ am Fachbereich Sozialwesen
Drei Studierende des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Bielefeld organisieren derzeit eine Messe mit verschiedenen sozialen Einrichtungen.
Im Rahmen ihres Studiums im Fach „Social Design“ wollen sie somit die erlernte Theorie in die Praxis umsetzten. Auf dieser Messe sollen soziale Träger ihre Einrichtungen vorstellen können und Studierende über Praktika und Beschäftigungsmöglichkeiten informieren. Interessierte soziale Einrichtungen, die sich beteiligen wollen, können sich beim Praxisreferat der Fachhochschule melden. Die so genannte „Inhouse-Messe“ soll am 28. November in der Kurt-Schumacher-Straße stattfinden.
Neuer Master: Betriebliches Gesundheitsmanagement
Die Universität Bielefeld bietet ab dem kommendem Februar einen neuen Masterstudiengang zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement an.
Das praxisorientierte Studium steht unter der Leitung von Prof. Bernhard Badura der Universität Bielefeld und Dr. Andreas Blume vom Berufsforschungs- und Beratungsinstitut für interdisziplinäre Technikgestaltung in Bochum. Der Master ist berufsbegleitend und richtet sich unter anderem an Führungskräfte aus Personal- und Organisationsmanagement und an Betriebs- und Personalräte. Die Studierenden sollen in vier Semestern fundierte Fach- und Methodenkenntnisse und Sozialkompetenzen im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements erwerben. Bewerbungsschluss ist der 1. Dezember dieses Jahres.
Begrüßung der Erstsemester
Seit 10 Uhr werden im Audimax der Universität Bielefeld die Studienanfänger dieses Wintersemesters begrüßt.
Unter Anderen stellt Rektor Dieter Timmermann, die Vorsitzenden des Allgemeinen Studierenden Ausschusses und Oberbürgermeister David die Universität und die Stadt vor. Durch das Programm führt der Moderator und Journalist Andraes Liebold.
Heute Abend um 19 Uhr spielen zum Semesterstart außerdem die Bielefelder Philharmoniker. Die Veranstaltung findet in der zentralen Universitätshalle statt.
Studium an der FH stark nachgefragt
Ein Studium an der Fachhochschule Bielfeld war auch in diesem Semester wieder stark nachgefragt.
Mit insgesamt 1.116 Studienanfängern ist das Studienplatzangebot somit voll ausgelastet. Auf diese Plätze hatten sich rund 3.500 Interessierte beworben. Damit sind diesem Semester an Fachhochschule Bielefeld in den acht Fachbereichen über 6.300 Studierende eingeschrieben.
Pinkwart resümiert Deutschlandjahr in Japan
Der nordrhein-westfälische Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technik Andreas Pinkwart (FDP) resümiert heute das so genannte Deutschlandjahr in Japan im japanischen Generalkonsulat in Düsseldorf.
Pinkwart wird noch einmal die Wissenschaftsprojekte vorstellen, mit denen sich das Land Nordrhein-Westfalen in Japan präsentiert hat. Außerdem sollen Expertengespräche über die weitere wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit stattfinden. Die Bundesrepublik Deutschland hatte sich von April letzten Jahres bis März dieses Jahres in Japan mit rund 1.600 Projekten aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft präsentiert. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technik in Nordrhein-Westfalen hatte die Koordination der Länderprojekte im Bereich Wissenschaft übernommen.
InFakt am Freitag, 13. Oktober 2006
Orhan Pamuk erhält Literaturnobelpreis
Der türkische Schriftsteller Orhan Pamuk erhält in diesem Jahr den Literaturnobelpreis. Damit bekommt zum ersten Mal ein aus der Türkei stammender Autor den Nobelpreis für Literatur.
Das Nobelpreiskomitee lobte seine Vermittlerrolle zwischen Orient und Okzident. Orhan Pamuk habe "auf der Suche nach der melancholischen Seele seiner Heimatstadt neue Sinnbilder für Streit und Verflechtung der Kulturen gefunden".
Der aus Istanbul stammende Autor wurde bereits im vergangenen Jahr mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Der 54-Jährige galt als Favorit für die Verleihung des diesjährigen Literaturnobelpreises. Seine Werke wurden bislang in 34 Sprachen übersetzt und in über 100 Ländern veröffentlicht.
In seiner Heimat ist Pamuk sehr umstritten und sieht sich immer wieder politischen Anfeindungen nationalistischer Kreise ausgesetzt.
Grundlinien für den Hochschulpakt 2020
Bundesbildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan und die Wissenschaftsministerin der Länder haben sich bei ihrem Treffen am Mittwoch über die Grundlinie beim Hochschulpakt 2020 geeinigt. Die Minister sind sich einig, dass die Erweiterung des Lehrangebots aufgrund der steigenden Studienplatznachfrage und der Ausbau der Forschungsförderung an den Hochschulen eine nationale Herausforderung darstellt. Am 19. Oktober sollen noch offenen Punkte bei einem weiteren Gespräch geklärt werden, so Schavan.
Entscheidung über Exzellenzinitiative
Heute Nachmittag wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) in Bonn über die Ergebnisse der ersten Auswahlrunde der Exzellenzinitiative entscheiden.
70 Hochschulen hatten sich mit 261 Anträgen für die zweite Runde der Initiative beworben. Die Universität Bielefeld ist nach einer Vorauswahl noch mit zwei Graduiertenschulen im Rennen.
Die Exzellenzinitiative umfasst eine Förderung von knapp 2 Milliarden Euro. Die DFG entscheidet heute über die Vergabe der ersten Hälfte dieser Summe.
Mit dem Programm wird der Ausbau der universitären Spitzenforschung finanziert.
Mehr weibliche Lehrkräfte in NRW
Die Zahl der weiblichen Lehrkräfte an den Hochschulen in Nordrheinwestfalen ist 2005 leicht gestiegen. Der Frauenanteil erhöhte sich bei einer Gesamtzahl von 45 200 Lehrenden um einen Prozentpunkt auf 30,8 Prozent, so das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik in Düsseldorf.
Auch bei den Professuren holen die Frauen auf: In den vergangenen zehn Jahren verdoppelte sich die Zahl der Professorinnen auf 1100. Die männlichen Kollegen sind hier aber mit 6500 Professuren eindeutig in der Mehrheit. Vor allem die Lehrstühle bei den Ingenieurwissenschaften waren 2005 mit fast 94 Prozent von Männern besetzt.
Discounter kauft Hörsaal-Namensrecht
In der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt gibt es den
ersten Aldi-Hörsaal. Die Namensrechte für den größten Hörsaal am Standort Würzburg wurden gestern für eine unbekannte Summe an den Discounter Aldi-Süd verkauft.
Die Verträge seien sehr kurzfristig zu Stande gekommen, sagte
ein FH- Sprecher. Mit den Sponsor-Einnahmen solle der renovierungsbedürftige Hörsaal instand gesetzt werden.
Der Hörsaal soll in den kommenden Wochen in den Aldi-Farben und mit dem Logo des Konzernsumgestaltet werden.
Im bayerischen Wissenschaftsministerium in München hieß es, dass gegen die Benennung von Hörsälen nach privaten Unternehmen "keine grundsätzlichen rechtlichen Bedenken" bestünden. Wichtig sei, dass durch das Sponsoring keine inhaltliche Abhängigkeit der Hochschule entstehe. Zudem müsse die private Förderung "transparent gehandhabt werden".
InFakt am Donnerstag, 12. Oktober 2006
Die Lehrstellenlücke ist erneut gewachsen
Die Lehrstellenlücke ist erneut gewachsen. Das teilte gestern die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Zum Ende des Berufsberatungsjahres Ende September gab es 34.000 mehr Lehrstellenbewerber als Ausbildungsplätze.
Damit stehen derzeit knapp 50.000 Jugendliche ohne Lehrstelle da. Das sind rund 6200 mehr als im Vorjahr. Industrie, Handel und Handwerk bildeten zwar deutlich mehr aus, zugleich sei jedoch die Zahl der Bewerber sprunghaft gestiegen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass alle Unvermittelten bis Jahresende noch ein Ausbildungsangebot erhalten.
Bei den Arbeitsagenturen in Ostwestfalen sind rund 1700 unvermittelte Bewerber registriert.
Keine zusätzlichen Stipendien in diesem Semester
In diesem Semester wird es keine zusätzlichen Stipendien geben.
Nach Angaben der Frankfurter Rundschau hatten Wirtschaft und Politik Geld für Stipendien versprochen, um Studiengebühren abzufedern, würden dieses Versprechen jedoch nicht umsetzen.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie verweißt dabei auf die Bildungskredite, die Studierende in Anspruch nehmen könnten.
Das Studentenwerk sieht die Bildungsdarlehen jedoch nicht als Alternative zu den Stipendien, da sie wieder zurückgezahlt werden müssen.
Auch Bildungsministerin Schavan kritisiert, dass der angekündigte Ausbau der Stipendiensysteme bisher nicht stattgefunden habe.
Nur für Hochbegabte wird es in diesem Semester zusätzliche Stipendien geben.
Für die Förderung von Hochbegabten sind die Ausgaben in den letzten Jahren um mehr als 7 Millionen Euro gestiegen.
Kultusministerkonferenz will auch Lehrerdaten speichern
Die Kultusministerkonferenz plant die bundesweite Speicherung von Lehrer – und Schülerdaten. Nach Informationen, die dem WDR vorliegenden planen die Kultusminister zusätzlich zur umstrittenen Schülerdatei, die länderübergreifende Speicherung von Lehrerdateien. Das geht aus der aktuellen Version des "Kerndatensatzes der Länder für schulstatistische Individualdaten" hervor. Demnach sollen ab dem Jahr 2008 alle Schüler und Lehrer, mit einer so genannten Identifikationsnummer versehen werden, unter der persönliche Angaben wie Staatsangehörigkeit, Geschlecht und Geburtsdatum gespeichert werden.
Während bei den Schülern der Bildungsablauf oder die Muttersprache hinzukommen, sollen bei den Lehrern beispielsweise Stundenzahl und Vertretungen registriert werden.
Die NRW Datenschutzbeauftragte äußerte erhebliche Bedenken an der geplanten Datei. Es sei nicht klar inwieweit die Registrierung der Daten mit dem Recht auf informelle Selbstbestimmung zu vereinen sei.
Bund stärkt Fachhochschulen
Die zwölf nordrheinwestfälischen Fachhochschulen haben in diesem Jahr knapp 5 ½ Millionen Euro Fördergelder erhalten. Die Finanzmittel stammen aus dem Bundesprogramm zur Förderung der Forschungszusammenarbeit mit der Wirtschaft. Auch an der FH Bielefeld und der FH Lippe-Höxter wurden drei Projekte mit fast 400.000 Euro unterstützt. Alle Projekte entstammen dem Porgramm FH3, das die Verbundfähigkeit von Fachhochschulen unterstützt und die Förderlinie „Profil NT“, deren Ziel die stärkere Beteiligung von Fachhochschulen an Verbundprojekten ist.
NRW - Wissenschaftsminister Pinkwart hält gerade die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft für die Fachhochschulen von großer Bedeutung.
Internationale Nachwuchswissenschaftler treffen in Köln zusammen
123 junge Wissenschaftler aus aller Welt werden morgen an der Universität Köln zur Einführungstagung der Alexander von Humboldt-Stiftung zusammentreffen. Die internationalen Nachwuchsforscher sind die neuen Stipendianten der Stiftung. Ab Montag werden sie für einen Zeitraum von einem Jahr Projekte ihrer Wahl an wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland durchführen. In Köln erhalten sie Gelegenheit, sich mit dem Forschungsstandort Deutschland vertraut zu machen. Auf dem Programm stehen außerdem Besuche bei Instituten der Universität, beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie beim Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung.
Klimaforscher befürchten aufgrund der globalen Erwärmung immer häufigere Sturmfluten
Der wissenschaftliche Beirat für globale Umwelterwärmung (WBGU) warnt in einem Gutachten vor immer häufigeren und schlimmeren Sturmfluten. Nach Angaben der Organisation sind insbesondere die Nordseeanrainerstaaten Niederlande, Dänemark oder Deutschland davon betroffen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung spricht sogar davon, dass die Nordseeinsel Sylt in einigen Jahrzehnten komplett überspült sein könnte. Verantwortlich hierfür sei der Anstieg des Meeresspiegels, der durch den Klimawandel verursacht wird.
Geoforscher haben gemessen, dass dieser in den vergangenen hundert Jahren um etwa 10 Zentimeter gestiegen sei. Um diese Entwicklung zu stoppen sei nach Angaben von Umweltorganisationen eine Senkung des Treibhausgasausstoßes
dringend notwendig.
Workshops für Existenzgründer
Die Unternehmensschmiede der Universität Bielefeld bietet auch in diesem Semester Workshops für Existenzgründer an.
Wichtige Themen zur Umsetzung der Geschäftsidee, wie die Finanzierung und das Marketing stehen auf dem Stundenplan. Die Referenten stammen alle aus der Praxis.
Insbesondere für naturwissenschaftliche Unternehmensgründungen wird es eine Seminarreihe zur Einführung in das Patentwesen geben.
Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der unternehmensschmiede
InFakt am Mittwoch, 11. Oktober 2006
Frauen mit Essstörungen gesucht
Die Arbeitseinheit Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Bielefeld sucht Frauen mit Essstörungen für ein Forschungsprojekt.
Das Forschungsprojekt trägt den Titel „Wahrnehmung von Körperbildern“. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie sich Frauen mit Essstörungen von gesunden Frauen bei der Betrachtung des eigenen Körpers unterscheiden. Ziel ist es, zukünftige Therapien zu verbessern. Gesucht werden Frauen zwischen 18 bis 40 Jahre. Die Teilnahme wird vergütet.
Schule für deutsch-chinesischen Führungsnachwuchs in NRW
Die nordrhein-westfälischen Universität Witten/Herdecke bietet einen neuen Master für deutsch-chinesischen Führungsnachwuchs in der Wirtschaft an.
Ab diesem Wintersemester startet der zweijährige Aufbaustudiengang mit 18 Studierenden an einer dafür neu eingerichteten Schule. Künftig sollen rund 350 Chinesen und Deutsche an der so genannten „Sino-German-School of Governance“ studieren. In China würde in den kommenden Jahren Führungskräfte im Managementbereich gebraucht, so der Leiter des Studiengangs.
Die Universität Witten/Herdecke ist die einzige voll-privatisierte Universität in Deutschland und lehrt rund 1.000 Studierende.
Preis lippische Senioren-Uni
Das Bielefelder Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft (ZIG) wurde für die bundesweit erste Seniorenuniversität ausgezeichnet.
Die Seniorenuniversität im lippischen Horn-Bad Meinberg bekam den mit 50.000 Euro dotierten Otto-Mühlschlegel-Preis. Das teilte gestern das Europäische Zentrum für Studien der Senioren mit. Sie wurde von der Robert-Bosch-Stiftung für die Initiative ausgezeichnet, ältere Menschen ins Gemeinwesen zu integrieren.
Das ZIG bietet seit diesem Jahr das so genannte „Studium Generale“ für Senioren an, in dem Themen aus Politikwissenschaft, Theologie, Medizin, Kunst, Musik, Literatur und Geschichte behandelt werden. Für das zweijährige kostenpflichtige Studium hatten sich 35 Studierende eingeschrieben.
Vollstipendien für Studierende aus Zuwandererfamilien
Die Düsseldorfer Vodafone-Stiftung hat ein neues Vollstipendien-Programm für Studierende aus Zuwandererfamilien eingerichtet.
Zusätzlich zu den Studiengebühren soll Lebensunterhalt und ein Bildungs- und Betreuungsprogramm finanziert werden. Ab diesem Wintersemester werden zunächst zehn Studierende an vier Hochschulen unterstützt. Voraussetzung für die Studierenden aus Zuwandererfamilien seien sehr gute Schulleistungen und soziales Engagement. An dem Stipendienprogramm nehmen drei Wirtschaftshochschulen in Hessen, Hamburg und Rheinland-Pfalz teil und die Kunstakademie in Düsseldorf.
Studienplätze im Osten erhalten
Bundesforschungsministerin Anette Schavan von der CDU will die Studienplätze in Ostdeutschland trotz des Bevölkerungsrückgangs erhalten.
Alle Bundesländer sollten untereinander Vereinbarungen für den Erhalt treffen, sagte sie gestern gegenüber der Financial Times Deutschland. Es mache keinen Sinn an einer Stelle Studienplätze ganz rasch aufzubauen und an einer anderen Stelle abzubauen. Der Bund wolle den ostdeutschen Universitäten durch eine Imagekampagne helfen. Finanzielle Hilfen seien jedoch unwahrscheinlich.
Ungleichgewicht der Bundesländer durch Föderalismusreform
Auch die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz Margret Wintermantel sieht künftige länderspezifische Ungleichgewichte.
Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte sie gestern, durch die Föderalismusreform komme es zu einem unfairen Wettbewerb im Bildungsbereich. Der Wettstreit zwischen den Hochschulen werde durch einen Wettstreit zwischen den Ländern überlagert. Wintermantel befürchtet, dass die Bundesländer ihre Hochschulen finanziell unterschiedlich ausstatten werden. Die Folge sei eine unterschiedliche Entwicklung der Qualität von Forschung und Lehre. Es müssten aber alle Universitäten und Fachhochschulen wettbewerbsfähig bleiben, so Wintermantel. Nach Schätzungen der Kultusministerkonferenz wird sich die Zahl der Studierenden bis zum Jahr 2014 von 2,4 auf knapp 2,7 Millionen erhöhen.
Osten will Studienplätze an Westen verkaufen
Das Bundesland Sachsen will zukünftig tausende Studienplätze an den Westen verkaufen.
Das sagte der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt von der CDU gegenüber der Sächsischen Zeitung. Es sei wirtschaftlicher Unsinn auf der einen Seite Studienplätze aufzubauen und auf der anderen Seite abzubauen, so Milbradt. Nach Berechnungen des Zentrums für Hochschulentwicklung in Gütersloh würden in Sachsen in den kommenden Jahren rund 7.000 Plätze frei. Sachsen wolle nicht seinen Leerstand von westlichen Bundesländern bezahlt haben, sondern die von Auswärtigen genutzten Plätze, sagte der Ministerpräsident. Auf den Westen Kosten würden so Kosten von bis zu drei Milliarden Euro zukommen, so die Sächsische Zeitung.
InFakt am Dienstag, 10. Oktober 2006
go out!
Die Fachhochschule Osnabrück hat die Kampagne "go out! Studieren weltweit" gestartet. Ziel der Kampagne ist es, die Studierenden zu motivieren Auslandserfahrungen zu sammeln.
Der Anteil deutscher Studierender mit studienbezogenem Auslandsaufenthalt soll durch das Projekt deutlich erhöht werden, so die Zielsetzung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die "Go Out!"-Kampagne startete am 19. September in Berlin. Seither besucht das Kampagnen-Fahrzeug als Info-Mobil viele Hochschulorte in Deutschland.
Mitgliederbefragung
Der Deutsche Hochschulverband führt in der Zeit vom 15. September bis zum 31. Oktober 2006 eine Mitgliederbefragung durch. Mitglieder können in dem Fragebogen zu einer Vielzahl aktueller hochschulpolitischer Fragen Stellung beziehen. Dazu gehören die Einführung der Juniorprofessur, die Umstellung der Studienstruktur auf das Bachelor-/Mastermodell und Studiengebühren und die Exzellenzinitiative des Bundes. Darüber hinaus sind die Mitglieder aufgerufen, die Arbeit des Verbandes zu bewerten.
www.hochschulverband.de/mitgliederbefragung/
Forscher zurück aus dem Ausland
NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will mehr deutsche Forscher aus dem Ausland zurückholen. Mit einem Rückkehr-Programm sollen ausgewanderte Forscher bewegt werden, an eine NRW-Hochschule zu wechseln. Das Land Nordrhein-Westfalen finanziert dieses Vorhaben in den nächsten Jahren mit je zwei Millionen Euro. Nach Pinkwart werden die Universitäten besonders durch das Hochschulfreiheitsgesetz attraktiv für deutsche Forscher aus dem Ausland. Mit dem Hochschulfreiheitsgesetz würden die Hochschulen selbstständig und erhielten professionelle Management-Strukturen und Gestaltungsspielräume. Derzeit wandern wegen der oft besseren Forschungsmöglichkeiten mehr Wissenschaftler ins Ausland ab als zurückkommen. Zur Zeit verlassen allein pro Jahr 1500 Stipendiaten Deutschland. Allein in den USA arbeiten nach Schätzungen Pinkwarts 18 000 deutsche Wissenschaftler.
keine verbesserte Mobilität durch BA/MA
Die neu eingeführten Bachelor- und Masterstudiengänge führen nicht zu einer Verbesserung der Mobilität der Studierenden. Zudem gehen die Studierenden für kürzere Zeiträume ins Ausland als bisher. Diese Ergebnisse gehen aus einer Befragung von 1 362 Studiengangsleitern für Bachelor- und Masterstudiengänge hervor. Die Umfrage wurde kürzlich vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) veröffentlicht. Nach der Befragung sind 18,4 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Mobilität in den Bachelor-Studiengängen zurückgegangen sei, 44,8 Prozent konnten keine Veränderung erkennen. Mit geringerer Mobilität aufgrund der kürzeren Regelstudienzeit rechnen vor allem Studiengangsleiter aus den Naturwissenschaften und der Lehrerausbildung.
Nach Erkenntnissen der Studie verwenden fast alle reformierten Studiengänge das European Credit Transfer System (ECTS). Die Verwendung des ECTS sei aber für nur 54 Prozent der Hochschulen ein Garant für die Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistungen. Die Credit Points würden je nach Hochschule national wie international unterschiedlich skaliert. So würden die Prüfungsämter in Deutschland die im Ausland erbrachten Leistungen längst nicht immer anerkennen.
InFakt am Montag, 9. Oktober 2006
Herbsthochschule an der Uni
An der Universität Bielefeld startet heute das Programm „pea*nuts-Herbsthochschule 2006“.
Diese Herbsthochschule soll insgesamt 60 Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen an naturwissenschaftliche Fächer heranführen. Bis Donnerstag werden die Schüler an Vorlesungen, Debatten und Experimenten der technischen und naturwissenschaftlichen Fachbereiche teilnehmen.
Förderpreise an der FH Bielefeld
An der Fachhochschule Bielefeld werden noch bis Ende dieses Monats Förderpreise für ausländische Studierende ausgeschrieben.
Der DAAD-Förderpreis 2006 soll ausländische Studierende mit hervorragenden akademischen Leistungen und gesellschaftlichem-interkulturellem Engagement auszeichnen. Vorschlagsberechtigt für den mit 1.000 Euro dotierten Preis sind ausschließlich Lehrende. Mit dem erstmals ausgeschriebenen „TK-Preis“ zeichnet die Techniker Krankenkrasse ebenfalls ausländische Studierende mit 1.000 Euro aus. Diese Summe wird vom Deutschen Akademischen Austausch-Dienst auf 2.000 Euro aufgestockt. Bewerbungsende für die beiden Preise ist der 31. Oktober.
Jahresstipendien am Design-Zentrum NRW
Zehn internationale Nachwuchsdesigner und Architekten haben ein Jahresstipendium am Design-Zentrum Nordrhein-Westfalen in Essen erhalten.
Die Stipendiaten sind zwischen 22 und 40 Jahre alt und kommen aus Brasilien, China, Deutschland, Kanada, Malte, der Türkei, Ungarn und Vietnam. Sie sollen am Design-Zentrum NRW ein Jahr lang Ideen für ein generationenübergreifendes Wohnen entwickeln. Mitte November werden erste Ergebnisse im Red-Dot Design-Museum in Essen zu sehen sein.
Friedenpreis des Deutschen Buchhandels an Prof. Wolf Lepenies
Der Berliner Soziologe Professor Wolf Lepenies ist gestern mit dem Friedenpreis des Deutschen Buchhandels 2006 ausgezeichnet worden.
Mit der Verleihung in der Frankfurter Paulskirche sei Lepenies für sein Engagement um die Verständigung zwischen den Völkern ausgezeichnet worden, so der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Wolf Lepenies hat Soziologie, Philosophie und Publizistik in München, Münster und Berlin studiert. Bis zu seiner Emeritierung im Frühjahr dieses Jahres hat er auch in Berlin Soziologie gelehrt. Für seine Arbeiten wurde Lepenies mit vielen Preisen ausgezeichnet. Als sein Hauptwerk gilt die Studie „Die drei Kulturen. Soziologie zwischen Literatur und Wissenschaft“.
Integration ausländischer Kindergartenkinder durch Deutsche Fahne
Zu umstrittenen Methoden bei Integration ausländischer Kinder greift künftig die hessische Stadt Dietzenbach.
In Kindergärten soll von nun an die deutsche Fahne und das Bild des Bundespräsidenten aufgehängt werden. Außerdem soll Deutsch als einzige Umgangssprache geduldet werden. Einen entsprechenden Beschluss hat das Stadtparlament am Freitag mit CDU und Freier Wählerschaft gegen SPD, Grüne und den größten Teil der FDP durchgesetzt. CDU-Fraktionschef Butterweck begründete den Antrag damit, dass dies die einzige Möglichkeit sei, die Integration von Kindern frühzeitig zu fördern. Sanktionen für den Fall, dass ein Kind doch einmal seine Muttersprache benutzen sollte, solle es nicht geben, sagte der Politiker gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
Die hessische Kleinstadt Dietzenbach hat einen Ausländeranteil von rund 30 Prozent
Kreationismus an Gießener Gymnasium
Das Kultusministerium Hessen hat eine Untersuchung des Lehrplans an zwei Gymnasium der Stadt Gießen angeordnet.
An einem staatlichen und einem staatlich unterstützten Gymnasium sei den Schülern im Biologieunterricht der so genannte Kreationismus gelehrt worden. Jeweils ein Pädagoge habe sich öffentlich zu den Kreationisten bekannt, so die Stuttgarter Zeitung. Politiker erklärten, bei der Elternschaft und der gesamten Öffentlichkeit bestehe erheblicher Aufklärungsbedarf. Die aus den USA stammende, reaktionäre Theorie revidiert die Evolutionstheorie nach Charles Darwin. Die Welt sei von einem christlichen Gott erschaffen worden und soll mit dem Begriff „intelligent design“ einen wissenschaftlichen Anschein machen.
InFakt am Freitag, 6. Oktober 2006
Studiengebühren in Hessen
Ab dem Wintersemester 2007 müssen Studierende in Hessen pro Semester
mindestens 500 Euro Studiengebühren bezahlen. Dies beschloss der
Wiesbadener Landtag mit den Stimmen der CDU am gestrigen Donnerstag.
Die SPD und die Grünen lehnten das Gesetz ab und wollen es vor dem
Staatsgerichthof anfechten. Die FDP enthielt sich. Zudem kündigte
SPD-Chefin Andrea Ypslanti an, dass ihre Partei bei einem Sieg in der
Landtagswahl 2008 die Studiengebühren wieder abschaffen wird.
ZVS in Kritik
Die deutschen Hochschulrektoren fordern die Abschaffung der
Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Stattdessen
fordert die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Einrichtung einer
neuen Servicestelle, bei der sich Abiturienten direkt bewerben können.
Dadurch würde sich der Aufwand für jede einzelne Hochschule enorm
verringern, so HRK-Präsidentin Margret Wintermantel. Derzeit
verschicken nach Schätzungen der Hochschulrektorenkonferenz
Studieninteressenten im Schnitt 5 bis 6 Bewerbungen. Die Annahmequote
liege zwischen 30 und 45 Prozent. Nach Plänen der Hochschulrektoren
soll die Servicestelle schon zum Wintersemester 2007/2008 eingerichtet
werden. Das Vorhaben hängt allerdings noch von der Zustimmung der
Kultusministerkonferenz ab. Streitpunkt ist besonders die Finanzierung
des Projekts.
StartUp Lounge
Der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. (bdvb)
vernetzt im Rahmen der StartUp Lounge am 19.10.2006 in Berlin
gründungswillige und interessierte Studierende mit erfahrenden
Unternehmern. Ziel ist es, Studierende und Absolventen zu
Unternehmensgründungen zu motivieren und ihnen neue Perspektiven
aufzuzeigen. Studierende und Absolventen deutscher Hochschulen streben
seltener in die Selbständigkeit als ihre Kommilitonen aus USA, Finnland
oder Indien.
Der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte e.V. vertritt über
die Teildisziplinen hinweg die Interessen aller
Wirtschaftswissenschaftler in Studium und Beruf. Als anerkannter und
größter Verband der Wirtschaftsakademiker unterstützt er die
interdisziplinäre Diskussion und ist ein Forum für den fachlichen
Gedankenaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Biorefinica
Im Rahmen des internationalen Symposiums "Biorefinica" am 11. und 12.
Oktober in Osnabrück werden Zukunftsoptionen für alternative
Energieversorgungsmöglichkeiten zu fossilen Rohstoffen diskutiert. Ziel
des Symposiums sei es, das Konzept der Bioraffinerien als Motor
nachhaltigen Wirtschaftens weiter zu entwickeln. Dabei werden die
Potenziale von Bioraffinerien und biobasierter Produkte identifiziert
und die besten Konzepte diskutiert.
Auf dem Symposium werden rund 150 internationale Experten aus
Hochschule und Industrie über die stoffliche Verwertung nachwachsender
Rohstoffe für die chemische Industrie debattieren. Außerdem werden
aktuelle Technologien und Produkte präsentiert und die Rolle der
mittelständischen Industrie in diesem wachsenden Feld diskutiert.
InFakt am Donnerstag, 5. Oktober 2006
Neues Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung
Im neuen Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE)
belegt die Uni Bielefeld unter 62 Universitäten den 14. Platz.
In NRW gilt die Uni Bielefeld nach den Universitäten in Köln und Aachen
als drittbeste Hochschule. Für das Ranking wurden insbesondere
naturwissenschaftliche Fächer neu bewertet. Hierbei wurde in der
Universität Bielefeld das Fach Mathematik als forschungsstark
eingestuft. Aus den Untersuchungen im Vorjahr flossen die Fächer
Erziehungswissenschaften, Geschichte und Soziologie als forschungsstark
ins Ranking ein. Die stärksten Universitäten im aktuellen
Forschungsranking des CHE sind die TU München, die Uni Heidelberg und
die Uni Karlsruhe.
Neuer Studiengang „Master of Health Administration“ an Uni Bielefeld
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld startet einen neuen Studiengang.
Dieser Studiengang - Master of Health Adminstration - ist der erste in
Deutschland seiner Art und richtet sich insbesondere an Fach und
Führungskräfte im Gesundheitswesen. Mit dem neuen Studienangebot will
die Fakultät für Gesundheitswissenschaften ihr Weiterbildungsangebot
für akademische Gesundheitsberufe erweitern. Das zweijährige Studium
wird berufsbegleitend organisiert und beginnt am 1. April 2007.
Bewerbungen sind ab sofort bis zum 31. Januar 2007 möglich.
Bielefelder Studentin gewinnt Literaturpreis
Die Bielefelder Studentin Que Du Luu erhält in diesem Jahr den Adelbert – von - Chamisso Förderpreis der Robert Bosch Stiftung.
Die Studentin der Germanistik und der Philosophie wird für ihren
Debütroman Totalschaden ausgezeichnet. Dieser spielt in Bielefeld und
erzählt die Geschichte eines in sich gekehrten Studenten. Die Jury
begründetet ihre Entscheidung mit Que Du Luus außergewöhnlicher
Begabung für Dialoge und ihre erzähltechnische Brillianz. Der mit 7.000
Euro dotierte Preis wird Ende Februar in München verliehen.
Deutschlands neue Eliteunis
In der kommenden Woche wird sich in Bonn entscheiden welche
Universitäten sich künftig als Eliteunis bezeichnen dürfen. Die
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat werden
dann die Ergebnisse des Exzellenzwettbewerbs bekannt geben. In Berlin
hat die DFG bereits ihr Drittmittelranking vorgestellt und damit die
Universitäten, die in den vergangenen Jahren die meisten Fördergelder
für die Forschung erhalten haben. Spitzenreiter beim Erhalt von
Drittmitteln sind demnach die Ludwig-Maximilians-Universität in München
und die Technische Universität in Aachen mit jeweils rund 130 Millionen
Euro, gefolgt von den Unis in Heidelberg und Würzburg mit jeweils gut
100 Millionen Euro. Damit sind 4 Universitäten an der Spitze des
Rankings, die auch im Exzellenzwettbewerb noch zur Auswahl stehen.
Nur ein Drittel bekam Studienplatz
Die ZVS konnte für das kommende Wintersemester nur an ein Drittel der Studieninteressierten einen Studienplatz vergeben.
Das sind nach Angaben der ZVS rund 22.000 Plätze. Die jetzt
zugelassenen Studierenden haben ihren Studienplatz im
Hochschulauswahlverfahren erhalten, in dem neben der Abiturnote weitere
Kriterien wie Einzelnoten, berufliche Vorkenntnisse oder
Auswahlgespräche berücksichtigt werden können. Das Hochschulverfahren
ist Teil der seit letztem Wintersemester geltenden neuen
Zulassungsregelung, von der rund 40 % der Fakultäten Gebrauch machen.
Besonders angespannt ist die Zulassungssituation in den medizinischen
Studiengängen. Dort wurden teilweise weniger als ein Viertel der
Studienbewerber angenommen.
Proteste in Dänemark
In Dänemark kam es in den letzten Tagen zu Protesten gegen die Sparpläne der Regierung.
In Kopenhagen haben Eltern und Schüler Kindergärten und Schulen
blockiert. Erzieher und Lehrer traten in den Streik. Vor dem dänischen
Parlament forderten die Demonstranten mehr Geld für die Kommunen. Im
Rahmen einer Kommunalreform plant die Regierung Ausgaben im
Bildungsbereich zu kürzen, darunter fallen beispielsweise Gelder für
die Kinderbetreuung, Schulausflüge oder Schulbücher. Ministerpräsident
Rassmusen gerät mit seinen Sparplänen zunehmend in Kritik. 62% Prozent
der Dänen bezeichnen diese als zu strikt.
Mehr Frauen als Lehrkräfte
Die Zahl der weiblichen Lehrkräfte in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren immer mehr gestiegen.
Das teilte das statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Demnach sind
rund 64% der Lehrkräfte an allgemein bildenden und beruflichen Schulen
Frauen. In den neuen Bundesländern beträgt der Anteil der Frauen an den
Schulen sogar 75 %. Die Zahl der Lehrerinnen stieg damit in den letzten
zehn Jahren um knapp 9 %. Eine Zunahme gibt es außerdem in der
Teilzeitbeschäftigung von Lehrkräften. Demnach arbeiteten im letzten
Schuljahr 40 % der Lehrer als Teilzeitkraft. Das sind 9 % mehr als im
Vorjahr.
InFakt am Mittwoch, 4. Oktober 2006
Mehr BAföG gefordert
Der Präsident des Deutschen Studentenwerks Rolf Dobischat hat von der Regierungskoalition eine Erhöhung des BAföG verlangt.
Der Presseagentur dpa sagte er, die Anpassung der Fördersätze und der
Elternfreibeträge seien längst überfällig. Trotz gestiegener
Lebenshaltungskosten
Habe es seit 2001 keine Erhöhung des BAföG mehr gegeben. Vor genau 35
Jahren haben Studierende in der BRD erstmals BAföG bezogen. Für die
Zukunft sieht Dobischat das BAföG weiter als zwingend erforderlich. Die
von FDP und CDU/CSU propagierten privaten Bankkredite seien keine
Alternative, so der Professor für Bildungs- und Berufsforschung.
Befürworter solcher Kredite gäben vor Eigenverantwortung junger Leute
stärken zu wollen. Tatsächlich würden aber nur Kosten abgewälzt.
Nobel-Preis für Physik
Der Nobel-Preis für Physik geht in diesem Jahr an John Mather und George Smoot aus den USA.
Die Wissenschaftler erhalten die Auszeichnung für die Untersuchung der
kosmischen Hintergrundstrahlung, des so genannten „Echos des Urknalls“.
Ihre Ergebnisse bestärken die Theorie des Urknalls bei der Entstehung
der Erde. darüber hinaus haben Mather und Smoot das Alter des Weltalls
auf rund 13,7 Milliarden Jahre präzisiert. Der 60-jährige Mather
arbeitet in einem Forschungszentrum der Nasa. Smoot ist 61 Jahre alt
und ist Physikprofessor an der Berkley-Universität in Kalifornien. Sie
teilen sich ein Preisgeld von rund 1 Million Euro.
Neuberufung am FB Wirtschaft der FH
Der Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld erhält zum kommenden Wintersemester eine neue Professur.
Der Duisburger Professor Ralf Klapdor wird an der FH das Lehrgebiet
Betriebliche Steuerlehre und Unternehmensprüfung vertreten. Klapdor
hatte an der Gerhard-Mercator-Universität Wirtschaftwissenschaften
studiert und dort auch promoviert und habilitiert. Seine zukünftigen
Arbeitsschwerpunkte sieht er in der nationalen und internationalen
Unternehmenssteuerung, insbesondere in europäischen Steuerfragen und
der Analyse von Steuerreformkonzepten.
Studieren ab 16 an der FH
Am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule ist in dieser Woche das Projekt "Studieren ab 16 Jahren" gestartet.
Die Professoren Uwe Rössler und Egbert Steinfatt werden Schülern des
Carl-Severing-Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung in den
kommenden Wochen erste betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse
vermitteln. An einem Tag in der Woche werden die Schüler zusammen mit
Studierenden an den regulären Vorlesungen des Bachelor-Studiengangs
Wirtschaft teilnehmen. Am Ende des Semesters sollen die Schüler
Prüfungen absolvieren, die ihnen bei einem späteren Studium an der FH
Bielefeld angerechnet werden.
58. Frankfurter Buchmesse
In Frankfurt beginnt heute die 58. Buchmesse.
Bis Freitag werden die rund 7.000 Aussteller aus 111 Ländern nur
Fachpublikum ihre Verlagserzeugnisse präsentieren. Samstag und Sonntag
ist die Messe auch für Laien geöffnet. Bis dahin werden viele
prominente Autoren erwartet, unter anderem der
Literaturnobelpreisträger Günter Grass und die Krimi-Autorin Donna
Leon. Gastland ist bereits zum zweiten Mal Indien.
1,25 Millionen für Hirnforscher
Der Tübinger Hirnforscher Matthias Bethge hat den mit 1,25 Millionen Euro dotierten Bernstein Preis erhalten.
Der 33-jährige Physiker vom Max-Planck-Institut für Biologische
Kybernetik wurde für seine bisherigen innovativen Leistungen in der
Hirnforschung ausgewählt. Bethge untersucht, wie das visuelle System
aus der riesigen Menge an Reizen verwertbare Rückschlüsse ziehen kann.
Der Bernstein-Preis wird vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung ausgelobt und wird in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Er
soll exzellenten Nachwuchswissenschaftlern aus den Neurowissenschaften
ermöglichen, eine eigene Arbeitsgruppe an einer deutschen
Forschungseinrichtung aufzubauen.
Deutschland-Land der Ideen
Der zur Fußball-Weltmeisterschaft gestartete Imagewettbewerb „Land der Ideen“ ist für 2007 neu ausgeschrieben worden.
Die Imagekampagne wurde erneut von der Initiative „Deutschland Land der
Ideen“ ausgeschrieben. Vom 1. Januar bis zum 31. Dezember werden dann
die insgesamt 365 Preisträger jeweils an einem Tag des Jahres der
Öffentlichkeit präsentiert. Bis Ende Oktober können sich kommunale und
private Vereine und Initiativen aus den Bereichen Gesellschaft, Kunst
und Kultur, Bildung, Technik und Wissenschaft bei der FC Deutschland
GmbH bewerben. Die Kampagne soll mindestens bis 2010 fortgesetzt werden
und hat ein jährliches Finanzvolumen von zehn bis zwölf Millionen Euro.
InFakt am Montag, 02.10.06
Bundesdatenschützer lehnt Schülerdatenbank ab
Den Plan der Kultusministerkonferenz (KMK), alle Schüler mit einer bundesweit lesbaren Identifikationsnummer
auszustatten, lehnt Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, ab.
In der Datenbank sollen laut KMK auch Daten zur sozialen Herkunft und
zum Bildungserfolg abrufbar sein. Schaar habe zwar Verständnis für das
Anliegen der Bildungsplaner, exakte Schülerdaten zu bekommen, er
meldete jedoch grundsätzliche Bedenken gegenüber einer
Individualstatistik an. Wenn ein zentrales Bildungsregister für Schüler
eingeführt werde, könnte ein zentrales Studentenregister oder ein
Berufsregister der nächste Schritt sein, meint Schaar. Statt einer
aufwendigen Individualstatistik würden die Bildungsplaner mit
Stichproben und Umfragen schneller das Ziel erreichen, die kommende
Bildungsentwicklung zu erkennen, so Schaar.
Tagung Informatik und Rüstung
Zum Auftakt der Tagung Informatik und Rüstung stritten sich Computerexperten am vergangenen Freitag in Berlin über die
militärischen Wurzeln der Informationstechnik und gewinnbringende zivile Anwendungsmöglichkeiten.
Brunnstein, Professor für IT-Sicherheit an der Uni Hamburg plädierte
dafür, ernst zu machen mit dem Konzept der "Zweitverwertung"
militärischer Entwicklungen im zivilen Bereich: Man müsse die
Informatik für den Frieden einsetzen und ihre Erfordernisse für eine
friedliche Nutzung umstellen, So Brunnstein. Als ernsthaftes Problem
beschrieb Brunnstein die Tatsache, dass der häufig anzutreffende
Zweitverwertungs-Charakter der Informatik seine "Wirkung und
Fortschreibung in Überwachungstechniken" entfalte. Bedauernswert sei
dabei, dass "viele Informatiker als Technokraten erzogen würden". Ihnen
würde nicht nahe gebracht, "dass sie in einem sozialen Kontext
Programme erstellen. Besonders argwöhnisch sieht Brunnstein
das Bestreben der Forschungspolitik, "Leute in das Bachelor-System
hineinzupressen und nur noch Credits sammeln zu lassen". Dabei würde
die Reflexion verloren gehen, so Brunnstein.
Leistungen Einklagen
Für Studierende müssen Leistungen einklagbar sein, sagte Ludwig
Kronthaler, Richter am Bundesfinanzhof und früherer Kanzler der TU
München gestern im Interview mit Spiegel Online.
Nach seinem kritischen Gutachten zu den Gebührenplänen einiger
Bundesländer, die seiner Meinung nach verfassungswidrig seien, gab er
gestern im Interview mit Spiegel Online an, dass für Studierende nicht
erbrachte Leistungen der Universität einklagbar sein müssen.
Schließlich solle die Fachschaft kollektiv Rückzahlungsansprüche
geltend machen können. Dies solle auch in den Satzungen der Hochschulen
verankert sein, so Kronthaler.
InFakt am Freitag, 29.09.06
Spitzenförderung
Die Universität Bielefeld legt der Deutschen Forschungsgemeinschaft in
der zweiten Wettbewerbsrunde der Exzellenzinitiative vier
Förderungsanträge vor. Laut den Angaben der Neuen Westfälischen Zeitung
bemüht sich die Hochschule auf den Gebieten der „technisch mitdenkenden
Systeme“ und „der interdisziplinären Proteinforschung“ um den Rang
eines Spitzenförderungsbereiches. Weiter bewirbt sie sich um Förderung
mit den Graduiertenschulen „Theoretische Biowissenschaften“ und
„Gesundheitswissenschaften“. Insgesamt gingen in dieser
Wettbewerbsrunde 261 Anträge ein. Das Fördervolumen beträgt bis zum
Jahr 2011 1,9 Milliarden Euro.
Neuer Studiengang „Rechtsgestaltung und Prozessführung“
Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld führt im
nächsten Jahr den neuen weiterbildenden Studiengang „Rechtsgestaltung
und Prozessführung“ ein. Mögliche Schwerpunkte werden Arbeitsrecht,
Familien- und Erbrecht sowie die Strafverteidigung sein. Der
Studiengang soll vertiefende Kenntnisse in zentralen anwaltlichen
Arbeitsfeldern bieten, welche die Teilnehmenden zu einer
hochqualifizierten Tätigkeit in ihrem Berufsfeld befähigt.
Studienbeginn ist der Januar des kommenden Jahres. Weitere
Informationen findet ihr unter kompaktkurs .
ESA vertieft Arbeit in Erderwärmung und Umwelt
Die europäische Weltraumorganisation, kurz ESA, hat gestern in Paris
mitgeteilt, dass die europäische Raumfahrt ihre Arbeit verstärkt auf
Erderwärmung und Umwelt ausrichten will. Den Wissenschaftlern geht es
in erster Linie darum, den entscheidenden Einfluss menschlicher
Aktivitäten auf das System Erde besser zu verstehen. Das
Wissenschaftsprogramm trägt den Namen „Living Planet“. Vor allem sollen
Wissenschaftsprojekte weitergefördert werden, die sich mit den
Kernfragen der Erde befassen. Zudem will die ESA unter anderem
Infrastrukturen aufbauen, die es ermöglichen, daß die von Satelliten
gelieferten Daten dort ausgewertet werden können, wo die
Wissenschaftler sie benötigen.
Deutschland und Vietnam verstärken Kooperation
Die Bundesregierung möchte ihre wissenschaftlich- technologische
Kooperation mit Vietnam weiter ausbauen. Dies teilte Staatssekretär
Prof. Frieder Meyer- Krahmer vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung am gestrigen Donnerstag auf der Jubiläumskonferenz zur
zehnjährigen Zusammenarbeit zwischen Vietnam und Deutschland auf den
Gebieten Wissenschaft und Technologie in Hanoi mit. Für eine
intensivere Zusammenarbeit bot der Statssekretär eine langfristige
Partnerschaft auf dem Gebiet der Wasserforschung und Wasserwirtschaft
an.
Schwerpunkte dabei sollen, laut Meyer- Krahmer, die Entwicklung neuer Technologien und die Förderung des Nachwuchses sein.
"Nat-Working" Preis der Robert Bosch Stiftung vergeben
Das Schulprojekt „Highsea“ des Alfred- Wegener- Institutes für Polar-
und Meeresforschung in Bremerhaven belegt den ersten Platz des „Nat-
Working“ Preises 2006 der Robert Bosch Stiftung. Diese Auszeichnung der
Stiftung wird jährlich an Kooperationsprojekte zwischen
Forschungseinrichtungen und Schulen vergeben, die es verstehen Schüler
und Schülerinnen für den Bereich der Naturwissenschaft und Technik zu
begeistern. Dieser Preis ist dotiert mit 50.000 Euro.
InFakt am Donnerstag, 27.09.06
Bundesregierung setzt auf Kooperation mit Indien
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung
und Forschung, Thomas Rahel spricht sich dafür aus, die
wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Indien zu stärken und Innovationen
in Wissenschaft und Technologie zu fördern.
Im Rahmen des 6. Treffens des Deutsch-Indischen Komitees für
Wissenschaft und Technologie in Neu Delhi lobte Rachel die engen
Beziehungen zwischen Deutschland und Indien. Bei seinen Gesprächen mit
dem Indischen Forschungsminister Kapil Sibal bezeichnete Rachel das
Jahr 2006 als ein Jahr des intensiven politischen Austauschs der beiden
Länder. Indien war im April Partnerland der Hannovermesse und wird auch
auf der Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Die Gespräche zwischen
dem indischen Premierminister Manmohan Singh mit Angela Merkel und
Annette Schavan auf der Hannovermesse hätten gezeigt, wie wichtig der
Dialog mit Indien sei. Deutschland ist nach den USA der zweitwichtigste
Partner für indische Wissenschaftler.
Festnahmen bei Schüler- und Studentendemonstrationen in Chile
Bei einer Schüler- und Studentendemonstration in Santiago de Chile sind 83 Menschen vorübergehend festgenommen worden.
Die Jugendlichen waren nach einer friedlich verlaufenen Demonstration
streikender Lehrer mit der Polizei zusammengestoßen. Nach Angaben der
dpa setzten die Polizisten Tränengas und Wasserwerfer ein. Seit Monaten
kommt es in Chile immer wieder zu Demonstrationen für eine
Bildungsreform, mehr Geld für die Schulen und billigere
Schüler-Tickets.
rechtliche Grenzen bei der Erhebung von Studienbeiträgen
Eine neue Studie des Stifterverbandes weist auf rechtliche Grenzen bei der Erhebung von Studienbeiträgen hin.
Ihr Autor, Ludwig Kronthaler, früherer Kanzler der Technischen
Universität München und jetziger Richter am Bundesfinanzhof, kritisiert
vor allen Dingen die Ausgestaltung von Ausfallfonds und hält die
einheitliche Erhebung von Studiengebühren in einigen Bundesländern für
rechtswidrig. Wenn die Studiengebühren zur „Verbesserung der
Studienbedingungen erhoben“ würden, müsse zunächst verbindlich
festgelegt werden, welche erbesserungsmaßnahmen ergriffen werden. Die
Notwendigkeit einer derartigen Differenzierung verbiete eine pauschale
Erhebung von "Einheitsbeiträgen". Die Studierenden hätten ein Recht zu
erfahren, für welche konkreten Leistungen sie zahlen sollen. Das
Gutachten weißt des Weiteren auf juristische Schwachstellen in der
Absicherung der Sozialverträglichkeit der Studiengebühren hin.Die
Ergebnisse der Studie werden in dieser Woche den Wissenschaftsministern
und der Kultusministerkonferenz zur Verfügung gestellt. Die
Einbeziehung der Ergebnisse des Gutachtens in die laufenden
Gesetzgebungsverfahren, so der Stifterverband, könne sicherstellen,
dass Studienbeiträge den absehbaren gerichtlichen Überprüfungen
standhalten werden.
Baden-Württemberg verkauft Handschriften
Das Land Baden-Württemberg plant im Rahmen eines Vergleichs den Verkauf
großer Teile des Handschriftenbestandes der Badischen Landesbibliothek
in Karlsruhe. Dabei handelt es sich um fünf Prozent des gesamten
deutschen Bestandes dieser Art Schriftquellen. Die Deutsche
Forschungsgemeinschaft hat die Erschließung und Katalogisierung der
Handschriften mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Daher erwartet
sie, dass die Bestände dauerhaft für Wissenschaft und Forschung
zugänglich bleiben. Mittelalterliche und frühneuzeitliche Handschriften
böten Einblicke in die geistige Welt einer vergangenen Epoche und seien
daher einzigartige und unverzichtbare Quellen für die
geisteswissenschaftliche Forschung.
Fehlen weißer Hirnsubstanz verantwortlich für Unmusikalität
Zwei Forscherteams aus Montreal und Newcastle haben unabhängig
voneinander herausgefunden, warum bestimmte Menschen kein musikalisches
Gehör haben. Die Forscher haben entdeckt, dass die so genannte rechte
inferiore frontale Hirnwindung bei unmusikalischen Menschen weniger
weiße Hirnsubstanz erhält. Die weiße Hirnsubstanz ist verantwortlich
für die Übermittlung von Informationen im Gehirn. Den Forschern zufolge
behindert ein Mangel an dieser Substanz die Kommunikation in der
rechten Gehirnhälfte. Dadurch wird das musikalische Gehör der
Betroffenen beeinträchtigt. Die Forscher veröffentlichten ihre
gemeinsamen Ergebnisse in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift Brain
Fischfang verursacht katastrophale Umweltschäden
Laut einer Studie der Umweltstiftung WWF verursacht der weltweite
Fischfang schwere Umweltschäden. Beim Fang von Scholle und Seezunge
würden mehr als 80 % des Fangs wie Müll behandelt und wieder ins Meer
geworfen, weil die Tiere zu klein oder wertlos seien.
Auch beim Fang von Schwertfisch entstünden große Schäden. Allein bei
der illegalen Treibnetzfischerei vor der Küste Marokkos würden pro
Schwertfisch zwei Haie getötet. Jedes Jahr sterben laut WWF auf diese
Weise 100 Tausend Haie. Weitere Schäden entstünden bei der Scampi- und
Kabeljau- Fischerei. Die WWF Meeresexpertin Heike Vesper rät, beim Kauf
von Fisch auf das blaue Ökosiegel des Marine Stewardship Councils zu
achten.
NPD goes online
Die NPD plant, nach Angaben von Spiegel Online, eine Wochenschau im
Internet. Bereits zwei Sendungen waren bis gestern auf youtube zu sehen.
Im Stil der ARD Tagesthemen berichtet ein NPD Funktionär in einer
zehnminütigen Sendung über Landespolitik, Parteifunktionäre und NPD
Demonstrationen.Am Dienstag trafen sich mehrere hohe Funktionäre in der
Parteizentrale, um Details für einen Fortlauf dieses Sendeformats
abzustimmen. In den Videos will die Partei zu "allen relevanten Themen
des Zeitgeschehens Stellung nehmen, hauptsächlich zur Politik", kündigt
Parteisprecher Beier an.Voraussichtlich zum Parteitag Mitte November
will die NPD mit ihrer Wochenschau "voll online" sein.
Der Chef der ARD Nachrichtensendung Tagesschau kündigte rechtliche
Schritte an, für den Fall das die Wochenschau am Ende ein Imitat der
Tagesschau wird das man verwechseln könne.
InFakt am Mittwoch, 27.09.06
Helmut Steiner wir Ehrenbürger der Universität Bielefeld
Prof. Dr. Helmut Steiner erhält heute die Ehrenbürgerwürde der Universität Bielefeld.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse hält seit 25 Jahren
eine Professur und ist seit 16 Jahren Geschäftsführer der
Universitätsgesellschaft. Außerdem erhält er den
Karl-Peter-Grotemeyer-Preis für besondere Verdienste
Universität Münster kooperiert mit mexikanischer Universität
Die Universität Münster wird gemeinsam mit einer mexikanischen
Partner-Universität ein neuartiges Studienprogramm zur Interkulturellen
Pädagogik starten. Die Hochschule teilte gestern mit, dass ab dem
Wintersemester jeweils drei Studierende der Universität Münster und der
Universität Autónoma del Estado de Hidalgo in Pachuca an einem
gemeinsamen einjährigen Programm in Münster und Pachuca teilnehmen
sollen.
Zudem planen die beiden Hochschulen, in Zukunft enger zu kooperieren.
Deshalb besucht der Direktor der mexikanischen Universität derzeit die
Universität Münster.
Steigendes Interesse an Studium in den neuen Bundesländern
Schüler in den neuen Bundesländern zeigen mehr Interesse an einem
Studium. Dies stellte das Institut für Hochschulforschung an der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg fest. Auch der Zuspruch für
ostdeutsche Hochschulen habe sich erhöht. Das gestiegene Interesse
gelte vor allem für weibliche Gymnasiasten und Schüler aus
hochschulfernen Regionen. Die angehenden Abiturienten setzten sich
intensiver als bisher mit der Studienentscheidung auseinander. Der
tatsächliche Studienbeginn hänge bei vielen auch von der Erhebung von
Studiengebühren ab.
Das Wittenberger Institut hat zum sechsten Mal die Studierwilligkeit in
den Klassenstufen 10 sowie 12 und 13 an Gymnasien in den neuen
Bundesländern untersucht.
Google digitalisiert Bücher der Universität Complutense Madrid
Die Universität Complutense Madrid hat sich als erste spanischsprachige
Universität dem Bibliotheksprojekt zur Bücherdigitalisierung von Google
Book Search angeschlossen. In den folgenden Wochen will Google tausende
linzenfreie Werke aus der Madrider Universitätsbibliothek
digitalisieren. Diese werden dann mit Google Book Search im Volltext
durchsuchbar sein. Laut Google ist die Bibliothek der Universität
Complutense in Madrid die größte Universitäts- bibliothek Spaniens. Mit
dem Projekt will Google den Büchervorrat der großen Bibliotheken dieser
Welt digital erfassen und verfügbar machen. Besonders in Europa stieß
das Projekt auf heftige Kritik. Eine französische Verlagsgruppe hat
bereits angekündigt Google wegen angeblicher Verstöße gegen das
Urheberrecht zu verklagen.
Neuer Masterstudiengang Soziale Arbeit an der Katholischen Fachhochschule Freiburg
Einen neuen Masterstudiengang «Soziale Arbeit» bietet die Katholische
Fachhochschule Freiburg (KFH) ab Sommersemester 2007 an. Wie die KFH
vergangene Woche in Freiburg mitteilte, soll das dreisemestrige
Vollzeitstudium die Absolventen zu einer Tätigkeit in Forschung und
Wissenschaft oder für den höheren Dienst qualifizieren. Nähere
Informationen im Internet unter kfh-freiburg.
InFakt am Dienstag, 26. September 2006
Wissenschaftler haben Zugriff auf neuen Mikrozensus
Seit gestern stehen der Wissenschaft die Einzeldaten des Mikrozensus,
der europaweit größten, jährlichen Haushaltsbefragung zu den Lebens-
und Arbeitsbedingungen in Deutschland, zur Verfügung. Neu ist an den
aktuellen Daten ist, dass die Angaben zu ein und demselben
Personenkreis jetzt für bis zu vier Erhebungszeitpunkte vorliegen und
damit weitläufigere Untersuchungen ermöglichen. Die Einzelangaben der
Befragung sind so anonymisiert, dass sie einerseits den strengen
Anforderungen des gesetzlichen Datenschutzes genügen und andererseits
genügend Potenzial für wissenschaftliche Analysen bieten.
Das Zeitfenster der Umfrage von zwei bis vier Jahren ist ausreichend,
um eine Vielzahl von Prozessen - beispielsweise das Auszugsverhalten
junger Menschen - analysieren zu können
Der Mikrozensus wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.
Kooperationspartner waren das Statistische Bundesamt, das
Forschungsdatenzentrum der Statistischen Landesämter, die Freie
Universität Berlin und das Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen.
Deutsche Wissenschaftler erforschen Monsun Westafrikas
Ein internationales Wissenschaftlerteam erforscht in Westafrika den
Monsunregen und dessen Folgen für die Landwirtschaft und die Gesundheit
der Bevölkerung. An dem Projekt beteiligt sind Wissenschaftler des
Instituts für Meteorologie und Klimaforschung des Forschungszentrums
Karlsruhe und der Universität Karlsruhe. Sie untersuchen in Burkina
Faso die Entstehung und Ausbreitung großräumiger Gewittersysteme. Diese
Gewitter sind in der Region die einzige Quelle für Niederschläge. Die
Gewittergebiete erstrecken sich dabei über mehr als 100 000
Quadratkilometer. Sie führen zu Regenmengen von bis zu 50 Litern pro
Quadratmeter in einer halben Stunde.
Uni Paderborn bietet „Studium für Ältere“ an
Die Universität Paderborn bietet im kommenden Wintersemester wieder ein
"Studium für Ältere" an. Es richtet sich an Menschen im mittleren und
höheren Lebensalter, die Interesse an wissenschaftlicher und
persönlicher Weiterentwicklung haben.
Gemeinsam mit den Studierenden in der Erstausbildung nehmen die
"älteren" Studierenden an ausgewählten wissenschaftlichen
Lehrveranstaltungen teil und befassen sich intensiv mit kultur-,
wirtschafts- und naturwissenschaftlichen Themen und Fragestellungen.
Anders als das traditionelle Studium ist das Studium für Ältere an
keine Studien- und Prüfungsordnungen gebunden, da das Abitur keine
Zugangsvoraussetzung ist.
Die Einschreibung kostet 100 €. Im vergangenen Jahr haben das „Studium für Ältere“ über 300 Senioren genutzt.
Neue archäologische Entdeckung von Forschern der Ruhr-Uni
Ein archäologisches Forschungsteam der Ruhruniversität Bochum hat in
Ostgeorgien zahlreiche neue Bodendenkmäler aus vorgeschichtlicher Zeit
entdeckt. Die Forscher, die unter der Leitung von Dr. Baoquan Song aus
dem Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte standen, hatten versucht
kulturelle Verbindungen zwischen Europa und Asien nachzuweisen. Die
Besonderheit des Projekts bestand darin, dass die Entdeckungen aus der
Luft gemacht wurden. Luftbildarchäologie hat sich bereits seit längerem
als effektiv erwiesen und gehört zu den besonderen Lehr- und
Forschungsschwerpunkten am Institut für Ur- und Frühgeschichte der RUB.
Gremium für deutsche Rechtsschreibung hat Überarbeitung abgeschlossen
Der Rat für deutsche Rechtschreibung betrachtet die Überarbeitung der
Rechtschreibreform offenbar als abgeschlossen. So sollen nach Worten
des Ratsvorsitzenden Hans Zehetmaier in nächster Zeit keine weiteren
Empfehlungen mehr veröffentlicht werden. In seiner Sitzung am
vergangenen Freitag hatte der Rat für deutsche Rechtschreibung auch die
neue Ausgabe des Duden kritisiert. Es sei nicht Intention des Rates,
dass vom Rat beschlossene Varianten in den allgemeinen Wörterbüchern
durch Empfehlungen nur einer Variante eingeschränkt würden, sagte
Zehetmair den Medien.
Zu seiner nächsten Sitzung will der Rat im Juni 2007 in Mannheim
zusammenkommen. Dabei will sich das Gremium mit den Schreibweisen von
Anglizismen wie "Feedback" und Fremdwörtern wie "Spaghetti"
beschäftigen.
Forschungsprogramm für Verjüngung
Die Regierung von Südkorea investiert in Entwicklung von Mitteln, die
den Alterungsprozess verlangsamen. Das Land will in den kommenden zehn
Jahren umgerechnet rund 15,6 Millionen Euro für entsprechende
Forschungsprojekte ausgeben. Mit Förderung rechnen kann unter anderem
ein Forscherteam, das kürzlich ein Molekül entdeckte, das das Altern
von Zellen aufhalten und diese sogar wieder jünger machen kann. Die
Substanz könnte es künftig ermöglichen, zum Beispiel Wunden schneller
zu heilen und neues Gewebe für Transplantationen zu züchten. Südkorea
ist das am schnellsten alternde Land der Welt. Die Geburtenrate fiel
2005 auf einen weltweiten Tiefstand von 1,08 Kindern pro Frau.
Uni Dortmund bewirbt sich um Spitzenforschung
Die Universität Dortmund bewirbt sich erneut um Förderung für
Spitzenforschung. Die Hochschule hat zwei Anträge bei der
Exzellenz-Initiative des Bundes und der Länder eingereicht, teilte die
Uni gestern (Montag) mit. Die Uni beantragt ein "Exzellenzcluster" für
ihre Protein-Forschung, außerdem bemüht sie sich um eine
interdisziplinär arbeitende "Graduate School". Eine erste Auswahl unter
den 261 Anträgen von 70 Hochschulen soll im Januar fallen. Bund und
Länder fördern Graduate Schools mit einer Million Euro und
Exzellenz-Cluster mit 6,5 Millionen Euro pro Jahr.
InFakt am Montag, 25. September 2006
Dramatischer Lehrermangel
Der Deutsche Philologenverband weist auf verheerende Folgen des Lehrermangels hin.
Demnach würden in Deutschland derzeit 14.000 bis 16.000 Lehrer fehlen.
Pro Woche müssten etwa eine Million Unterrichtsstunden ersatzlos
gestrichen werden. Der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung
gegenüber sprach der Verband sogar von „der größten Versorgungskrise“
seit über 30 Jahren. Daran würde sich auch in den nächsten fünf bis
zehn Jahren nichts ändern, so Heinz-Peter Meindinger,
Verbandvorsitzender der Deutschen Philologen. Gründe für den
Personalmangel seien zum einen die derzeitige Pensionierungswelle und
zum anderen eine mangelnde Anzahl an Lehramtsabsolventen.
Bielefelder Professorin erhält Literaturpreis
Die Bielefelder Chemie-Professorin Gisela Lück hat am Freitag den Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie erhalten.
Lück hat den mit 10.000 Euro dotierten Preis für ihre
wissenschaftspädagogischen Bücher erhalten. Sie wurde für ihr Werk
„Leichte Experimente für Eltern und Kinder“ und für ihr Werk „Neue
leichte Experimente für Eltern und Kinder“ gewürdigt.
FH-Prüfungsausschuss Wirtschaft wählt neue Vorsitzende
Der Prüfungsausschuss des Fachbereichs Wirtschaft der Fachhochschule
Bielefeld hat am vergangenen Freitag eine neue Vorsitzende gewählt.
Nach Angaben der FH wird Professorin Ulrike Detmers mit der Wahl
Professor Dr. Jürgen Schneider nach vierjähriger Amtszeit ablösen.
Prof. Detmers vertritt am Fachbereich Wirtschaft das Lehrgebiet
Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalwesen und betriebliche
Sozialwissenschaften. Stellvertretender Prüfungsausschussvorsitzender
ist Professor Dr. Jörg-Dieter Oberrath.
Forschungsnetz im Ruhrgebiet
Die Hochschulen Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen und der
Regionalverband Ruhr haben den ersten so genannten „Wissenschaftsatlas
Ruhr“ vorgestellt.
In diesem Atlas werden die Vernetzung der einzelnen
Forschungseinrichtungen und die verschiedenen wissenschaftlichen
Potenziale des Ruhrgebiets demonstriert. Er soll jährlich herausgegeben
werden und wechselnde Schwerpunkte haben. Thema des Wissenschaftsatlas
Ruhr in diesem Jahr ist „Wasser“.
Erste Akademie für Rechtspädagogik und Rechtskultur
In Cottbus ist die erste deutsche Akademie für Rechtskultur und Rechtspädagogik eröffnet worden.
Die Akademie soll bundesweit vor allem Eltern, Lehrer und
Sozialarbeiter als Multiplikatoren für Rechtsbewusstsein schulen.
Geplant sind Vorträge, Seminare, Forschungen über das Recht als
Wertesystem und Grundlage des Zusammenlebens. Ab dem kommenden
Wintersemester soll unter anderem auch an Hochschulen gelehrt werden.
Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus wird die erste
Hochschule mit dem rechtspädagogischen Lehrangebot sein.
Paneldaten des Mikrozensus für die Wissenschaft verfügbar
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden stellt der Wissenschaft ab
sofort Einzeldaten des so genannten „Mikrozensuspanel 1996 bis 1999“
zur Verfügung.
Dieser Datensatz beinhaltet Untersuchungsergebnisse auf Haushalts- und
Personenebene in Deutschland. Neu hierbei ist, dass die Angaben
desselben Personenkreises zu vier verschiedenen Zeitpunkten vorliegen.
Der Mikrozensus wird jährlich durchgeführt. Er ist mit rund 120.000
Personen und einem breiten Merkmalsspektrum die europaweit größte
Haushaltsbefragung.
Infakt am Freitag, 22. September 2006
Shell-Jugendstudie vorgestellt
Immer mehr Jugendliche in Deutschland sehen in einer guten Bildung den Schlüssel für ein erfülltes Leben.
Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen Shell-Jugendstudie, die
gestern veröffentlicht wurde. Außerdem haben die Mädchen die Jungen in
der Schulbildung überholt. So streben in diesem Jahr mehr als die
Hälfte der befragten Mädchen das Abitur an, aber nur 43% der Jungen.
Auch die soziale Herkunft bleibt wichtig für die schulische
Entwicklung. So besuchen Jugendliche aus besser gestellten
Elternhäusern aussichtsreichere Schulformen als Jugendliche, die aus
sozial schwierigeren Verhältnissen kommen. In der Shell-Jugendstudie
werden seit 1953 Jugendliche zu ihren Einstellungen und Erwartungen
befragt.
Bundespräsident verlangt mehr Anstrengungen in der Bildung
Bundespräsident Horst Köhler hat größere Anstrengungen für eine bessere Bildung in Deutschland gefordert.
In seiner „Berliner Rede" forderte Köhler gestern mehr Geld für Bildung
und sprach sich für ein verpflichtendes und gebührenfreies letztes
Kindergartenjahr aus. Außerdem befürwortete er Sprachtests vor der
Einschulung. Köhler hob in seiner Rede auch die gesellschaftliche
Bedeutung der Bildung hervor. Bildungschancen seien Lebenschancen, die
nicht von der Herkunft abhängen dürften, mahnte Köhler.
Arbeitsgruppe soll Studiengebühren helfen
Die Uni Hamburg versucht mit einem neuen Service Einnahmen aus Studiengebühren sinnvoll zu verwenden.
Die Studierenden können Probleme an der Uni einer Arbeitsgruppe melden,
die sich dann um die Lösung kümmert. Mögliche Probleme können fehlende
Tutorien, überfüllte Seminare oder fehlende Bücher sein. Jürgen Lüthje,
der Präsident der Uni Hamburg, schließt die Finanzierung zusätzlicher
Studienplätze über Studiengebühren aus. Eine Kürzung des Hochschuletats
komme dafür genauso wenig in Frage, sagte Lüthje.
Fachkonferenz der Geoinformatiker
Die größte Fachkonferenz für Geoinformatiker findet derzeit in Münster statt.
Noch bis morgen diskutieren mehr als 300 Teilnehmer über technische und
sicherheitspolitische Fragen. Diskutiert wird zum Beispiel, ob
Satellitenbilder unsere Sicherheit gefährden oder auch wie
Rettungskräfte bei einem Katastrophenalarm sinnvoll eingesetzt werden
können. Die Konferenz der Geoinformatiker findet erstmals außerhalb der
USA statt.
Alpträumer gesucht
Die Uni Düsseldorf sucht Alpträumer. Das teilte das psychologische Institut der Hochschule gestern mit.
Für eine Traumstudie sucht die Uni Menschen, die häufiger unter
Alpträumen oder schlechten Träumen leiden. Wer teilnehmen möchte sollte
zwischen 18 und 50 Jahren alt sein und nicht an einer psychischen
Vorerkrankung leiden.
Die Teilnehmer müssen 28 Tage lang ein Traumtagebuch führen und Fragebögen ausfüllen.
Infakt am Donnerstag, 21. September 2006
Forderung nach beitragsfreien Kindergartenplätzen
Zum Weltkindertag am Mittwoch sind aus Politik und Wirtschaft Forderungen nach besserer frühkindlicher
Bildung und vor allem einer Aufwertung von Kindergärten erhoben worden.
Es werde ein «Mentalitäts- und Paradigmenwechsel» in
Deutschland gebraucht, erklärten die Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Konrad-Adenauer-Stiftung und die Robert-Bosch-Stiftung in Berlin.
In einem Memorandum setzten sie sich unter anderem dafür ein, Kindergärten schrittweise beitragsfrei zu machen.
Die Fachkräfte für Kindertagesstätten sollen dem
Memorandum zufolge an Hochschulen pädagogisch ausgebildet werden.
Auch Sprachtests sollen demnach für alle Kinder im
Kindergartenalter verpflichtend eingeführt werden, damit vor allem
ausländische Kinder bis zur Schule über ausreichende Deutschkenntnisse
verfügen
Eingliederung des Landesinstitut Sozialforschungsstelle in Dortmunder Uni
Das Landesinstitut Sozialforschungsstelle in Dortmund wird vom
kommenden Jahr an als eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung in
die Universität eingegliedert.
Die Integration sei auf der Kabinettssitzung der Landesregierung am
Dienstag beschlossen worden, erläuterte Forschungsminister Andreas
Pinkwart (FDP) am Mittwoch in Dortmund. «Die Integration ist Teil
eines Gesamtkonzepts der Landesregierung, die außeruniversitäre
Forschung stärker mit der universitären Forschung zu verzahnen»,sagte
er.
Die Sozialforschungsstelle ist eines der großen deutschen
Arbeitsforschungsinstitute.
Das bisherige Nebeneinander von Forschungseinrichtungen und Universitäten habe den Wissenschaftsstandort geschwächt.
27 Millionen Euro für Neubau der Fachhochschule für Finanzen
Für rund 27 Millionen Euro hat das Land
Nordrhein-Westfalen einen Neubau der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen (Kreis Coesfeld) errichtet.
Rund 800 angehende Finanzbeamte werden in dem 198 Meter langen Gebäude
künftig lernen und teils wohnen, teilte der Bau- und
Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW am Mittwoch mit.
Das nach BLB-Angaben wohl längste Gebäude Nordrhein-
Westfalens bietet den Studenten von diesem Semester an auf 12 000
Quadratmetern Fläche 45 Hörsäle und Seminarräume sowie mehr als 550
Wohnungen.
Mehr Finanzmittel für eine qualitativ hochwertige Hochschulbildung
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und die Präsidentin der Deutschen
Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, fordern vom Bund mehr
Finanzmittel für eine «qualitativ hochwertige Hochschulbildung».
Diese müsse im «Hochschulpakt 2020» eine zentrale Stellung einnehmen,
erklärten beide am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Angesichts einer wachsenden Nachfrage nach hochqualifizierten
Akademikern in Forschung und Wirtschaft müsse insbesondere die
«Beschäftigungsfähigkeit» der Studenten gestärkt werden.
Die Umstellung auf die Studienabschlüsse Bachelor und Master müsse «zügig und konsequent» vorangetrieben werden.
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Bundesvereinigung der
Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) wollen ihre Zusammenarbeit in
diesem Sinne intensivieren, erklärten Wintermantel und Hundt.
Infakt am Mittwoch, 20. September 2006
Bielefelder Professor Hurrelmann wird Gründungspräsident in Berlin
Der Bielefelder Professor Klaus Hurrelmann ist zum Gründungspräsident
der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin berufen worden.
Hurrelmann ist seit 26 Jahren Hochschullehrer in Bielefeld, er gilt als
einer der renommiertesten Wissenschaftler im Bereich Soziales und
Gesundheit in Deutschland.
Die Berliner Hochschule ist ein Gemeinschafts-Projekt der Freien
Universität und des Klett-Verlags, in Zukunft will man hauptsächlich
Weiterbildung für Berufstätige anbieten.
Die in Hessen geplanten Studiengebühren werden in mehreren Punkten abgemildert
Hochschulen sollen zehn statt ursprünglich fünf Prozent der Studenten
wegen guter Leistungen von den Beiträgen freistellen. Doktoranden
brauchen doch keine Gebühren zu zahlen, ausländische Studenten nur
denselben Betrag wie ihre deutschen Kommilitonen.
Das Studium an Hessens Hochschulen soll von Herbst 2007 an
mindestens 500 Euro pro Student und Semester kosten. Zur Finanzierung bietet das Land Darlehen an.
Das Studiengebührengesetz soll im Oktober abschließend im Landtag beraten und verabschiedet werden.
«go out!»-Kampagne fördert Auslandsaufenthalte
Jeder fünfte deutsche Student soll künftig ein
Semester im Ausland studieren - und jeder zweite zumindest einlängeres Auslandspraktikum absolviert haben.
Das ist das Ziel der neuen Kampagne «go out!» des
Bundesbildungsministeriums und des Deutschen Akademischen
Austauschdienstes (DAAD), die am Dienstag in
Berlin gestartet wurde.
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte die
Studierenden auf, die Chancen für einen Auslandsaufenthalt besser zu
nutzen. Bislang machen erst 30 Prozent aller Studenten während ihres
Studiums ein Praktikum im Ausland. Ein Auslandssemester absolvieren
rund 15 Prozent.
Zur Unterstützung von Auslandsaufenthalten für Studierende und
Graduierte gibt es vom DAAD Stipendienprogramme. Helfen können auch die
Europäischen Austauschprogramme, insbesondere ERASMUS.
Kinder-Uni in Münster startet am Freitag
Die Bibel, Schlafwandler und die Niederlande sind
unter anderem Thema der Kinder-Uni in Münster, die am Freitag startet.
Die Vorlesungen von je 45 Minuten richten sich an
wissbegierige Acht- bis Zwölfjährige, wie die Westfälische
Wilhelms-Universität am Dienstag mitteilte. Bis zum Februar stellen
Professoren der Hochschule einmal im Monat ihr Spezialgebiet
kindgerecht vor.
Die Eröffnungsvorlesung hält am Freitag die neue
Rektorin der Universität, Kriminologin Ursula Neles, über Unrecht
undSchuld als Voraussetzung für Strafe. Im Sommersemester hatten den
Angaben nach durchschnittlich 750 Kinder an den Veranstaltungen
teilgenommen.
Internet: www.kinderuni-muenster.de
Kritik an der Studien- und Hochschulreform
Der Vorsitzende des deutschen Historikerverbandes, Prof. Peter Funke,
zog eine negative Zwischenbilanz der Studien- und Hochschulreform.
Mit der Einführung von stark verschulten Bachelor- und Master-Studiengängen sei die Wissenschaftlichkeit der
Historikerausbildung gefährdet.
Die Autonomie der Hochschulen habe dazu geführt, dass historische
Teil-Fächer in ganz Deutschland weggefallen seien. Der Münsteraner
Althistoriker verwies auch auf die
zunehmende Abwanderung deutscher Spitzenforscher ins Ausland angesichts der dort besseren Arbeitsbedingungen.
Ab dem Sommersemester 2007 Studiengebühren an der Ruhr-Universität Bochum
Die Ruhr-Universität Bochum wird ab dem Sommersemester 2007 Studiengebühren in Höhe von 500 Euro erheben.
Der Senat der Ruhr-Uni verabschiedete am Montag eine entsprechende Satzung, wie die Hochschule mitteilte.
Den Angaben zufolge enthält sie zahlreiche Ausnahmeregelungen, so dass
voraussichtlich etwa ein Zehntel der rund 32 000 Studenten die Gebühr
nicht oder nur teilweise bezahlen muss.
Die Sitzung fand unter Polizeischutz statt, da eine frühere
Sitzung des Senats wegen der Proteste von Studenten unterbrochen werden musste.
Uni-Rektor Gerhard Wagner erklärte, es sei für den Senat
«eine sehr schwere Entscheidung» gewesen.
Zugleich unterstrich er, dass die Gebühren zweckgebunden seien und dazu
dienen sollten, die Studienbedingungen an der Hochschule weiter zu
verbessern.
Von der Beitragspflicht ausgenommen sind unter anderem Studenten, die
minderjährige Kinder haben oder ein Auslandssemester absolvieren. Auch
Spitzensportler und Doktoranden sind befreit. Zudem gibt es eine
Härtefallregelung, die in Kraft tritt, wenn die Beiträge die
wirtschaftliche Existenz der Studenten gefährden.
Infakt am Dienstag, 19. September 2006
Weltbank fordert Entwicklungsländer
Die Weltbank hat die ärmeren Länder der Welt aufgefordert, mehr in die
Ausbildung und Gesundheitsversorgung junger Menschen zu investieren.
Die große Zahl von 1,3 Milliarden Menschen zwischen zwölf und 24 Jahren
bedeute für die Entwicklungsländer eine große Chance, berge aber auch
große Risiken.
Noch nie hätten der Wirtschaft so viele gesunde junge Menschen zur Verfügung gestanden.
Allerdings drohten zunehmend soziale Spannungen, falls diese keine
ausreichende Bildung erhalten und Arbeitsplätze vorfinden würden.
Zudem müsste nach dem Entwicklungsbericht der Weltbank gewährleistet
werden, dass die Menschen ihre Bürgerrechte wahrnehmen können.
Enttäuschte Erwartungen könnten schnell in wirtschaftliche oder soziale
Spannungen münden. Die Konflikte in Sri Lanka zwischen Singhalesen und
Tamilen etwa rührten von sozialer Frustration, weil tamilischen
Studenten der Zugang zu Universitäten verwährt werde.
Tsunami-Frühwarnsystem im Mittelmeer
Griechenland will bis Ende 2007 ein Flutwellen- Frühwarnsystem an seiner Mittelmeerküste aufbauen.
An dem Projekt ist neben dem griechischen Seismologischen Institut und
den Universitäten des Landes das UN-Hilfswerk UNESCO beteiligt.
Das Tsunami-Warnsystem werde später auch das gesamte Mittelmeer
überwachen, teilte am Montag die griechische Erdbebenschutz-Behörde
(OASP) mit.
Im Mittelmeer gebe es statistisch im Durchschnitt alle zehn Jahre eine
Flutwelle, die einige Schäden anrichte. Alle 30 Jahre gebe es einen
Tsunami, der größere Zerstörungen verursache..
Mainzer Uni plant NC für alle Fächer
In Rheinland-Pfalz plant die Mainzer Universität für alle Fächer einen so genannten Numerus Clausus (NC) anzumelden.
Nachdem bereits nach der Einführung der Gebühren für
Langzeitstudierende in Hessen zwei Semester lang etwa 1000 Studenten
mehr als üblich von Frankfurt nach Mainz gewechselt sind, um den
Gebühren zu entgehen,
hofft man nun durch diese Maßnahme einer vermehrten Zuwanderung von
Studierenden entgegen zu wirken, die vor den Studiengebühren in den
Universitäten der benachbarten Bundesländer flüchten.
An der Johannes Gutenberg-Universität sind derzeit etwa 34 000
Studierende eingeschrieben. Ausgelegt ist sie aber nur für 18 000.
Schon jetzt ist etwa die Hälfte der Studiengänge mit einem NC belegt.
KV fordert Gelassenheit
"Der Papst ist nicht gegen den Islam sondern gegen Gewalt." Mit diesem
Hinweis solidarisiert sich der Kartellverband katholischer deutscher
Studentenvereine (KV) mit Papst Benedikt anlässlich der Vorwürfe nach
seinem Regensburger Vortrag.
In einer am Wochenende in Würzburg verabschiedeten Erklärung ruft der
Studenten- und Akademikerverband KV muslimische Mitbürger zu mehr
Gelassenheit auf.
Wörtlich heißt es in der Erklärung unter anderem: "Die vielen Muslime,
die seit Jahrzehnten friedlich in Deutschland leben, wissen genau: Die
deutschen Katholiken sind nicht ihre Feinde. ... Die Botschaft des
Papstes ist nicht die Abgrenzung vom Islam sondern die
Vernunftwidrigkeit von Gewalt."
Der Kartellverband KV beschäftigt sich seit Jahren besonders im Rahmen
der Würzburger KV-Tage intensiv mit dem Islam und mit Fragen des
Zusammenlebens von Christen und Muslimen.
Infakt am Montag, 18. September 2006
Auslandsstudium wird immer beliebter
Immer mehr Studierende machen ein Auslandsstudium.
Im Jahr 2004 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamts rund
70.000 deutsche Studierende im Ausland eingeschrieben. Im Vergleich zum
Vorjahr ist die Zahl um damit 5 % gestiegen. Beliebtestes Ziel war
Großbritannien, gefolgt von den USA und den Niederlanden. Die am
häufigsten gewählten Fächer im Ausland waren Sprach- und
Kulturwissenschaften und Sport.
Halbe Million neue Artikel in „infoconnex“ Sozialwissenschaften
Im Informationsportal „infoconnex“ im Internet können jetzt eine halbe
Million neue Artikel aus dem Bereich Sozialwissenschaften abgerufen
werden.
Die Artikel unterteilen sich in 6 Datenbanken des Herstellers Cambridge
Scientific Abstracts. Hierfür hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft
nun die Nationallizenzen erworben. Ziel sei es, Wissenschaftlern,
Studierenden und interessierten Privatpersonen einen kostenlosen Zugang
zu fachspezifischen Textsammlungen zu geben. Der digitale
Informationsverbund infoconnex beinhaltet Datenbanken aus den Bereichen
Pädagogik, Psychologie und Sozialwissenschaften. Er wurde vor fünf
Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gegründet.
(infoconnex)
Zahl der Rechtswissenschaftler sinkt
Die Zahl der angehenden Juristen sinkt. Wie das Statistische Bundesamt
in Wiesbaden heute mitteilt, waren im vergangenen Wintersemester knapp
100.000 Studierende im Bereich Rechtswissenschaften eingeschrieben. Vor
zehn Jahren waren es noch rund 12 % mehr. In diesem Zeitraum hat sich
allerdings der Frauenanteil von 44 % auf 51 % erhöht.
Ab Morgen findet in Stuttgart drei tage lang der 66. Deutsche Juristentag statt.
InFakt am Freitag, 15. September 2006
Erstmals Rabbiner in der Bundesrepublik ordiniert
Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik sind wieder Rabbiner in
Deutschland ordiniert worden. Die drei ersten Absolventen des Abraham
Geiger Kollegs der Universität Potsdam sind gestern in ihr Amt berufen
worden. Der Deutsche Daniel Alter, der Tscheche Tomás Kucera und der
Südafrikaner Malcolm Mattitiani treten Stellen in Oldenburg, München
und Kapstadt an. Das Kolleg in Potsdam ist das einzige Rabbinerseminar
in der Bundesrepublik. Die Nationalsozialisten hatten die Hochschule
für die Wissenschaft des Judentums Berlin 1942 geschlossen.
Immer mehr deutsche Studierende im Ausland
Immer mehr deutsche Studierende besuchen Hochschulen im Ausland. Das
teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Im Jahr 2004 waren
69.000 Studenten an Hochschulen in einem anderen Land eingeschrieben,
das sind 3200 mehr als im Jahr davor. Im Jahr 1994 studierten nur
40.000 Deutsche im Ausland.
Die beliebtesten Länder für ein Auslandsstudium waren im Jahr 2004
Großbritannien mit 16 Prozent, sowie die USA und die Niederlande mit
etwa zwölf Prozent. Danach folgten die Schweiz, Österreich und
Frankreich.
Arbeitgeber wollen Bildungsplan für Kindergärten
Die deutsche Wirtschaft fordert frühere und bessere Bildung für den
Nachwuchs. Peter Clever von der Bundesvereinigung der
Arbeitgeberverbände (BDA), sagte, der Kindergarten müsse zur ersten
Stufe des Bildungssystems werden.
Die BDA hat gestern das Positionspapier „Bessere Bildungschancen durch
frühe Förderung“ vorgestellt. Die Arbeitgeber fordern darin einen
verbindlichen Bildungs- und Erziehungsplan für den Kindergarten. Im
Mittelpunkt müsse die Stärkung der Grundkompetenzen der Kinder stehen.
Dazu gehören nach Ansicht der BDA etwa eine gezielte Sprachförderung,
der erste Umgang mit Zahlen sowie die Beschäftigung mit Musik und Kunst
zur Förderung der Kreativität.
Neue Kampagne zum Studium im Ausland
Deutsche Studierende sollen mit einer neuen Initiative für einen
Auslandsaufenthalt begeistert werden. Die Initiative hat den Titel „go
out! studieren weltweit“. Der Deutsche Akademische Auslandsdienst und
das Bundesbildungsministerium wollen die Kampagne in der nächsten Woche
vorstellen. Neben einem Studium im Ausland gehören zu dem Programm auch
Praktika, Abschlussarbeiten sowie Sprach- und Fachkurse. Studierende
sollen auch dazu bewegt werden, in Ländern zu studieren, die selten von
deutschen Studierenden gewählt werden, zum Beispiel an Hochschulen in
Lateinamerika oder in Afrika.
Arbeitergeber kritisieren Vorstoß von Müntefering
Deutsche Arbeitgeberverbände drohen mit dem Verzicht auf Praktikanten.
Zuvor hatte Bundesarbeitsminister Müntefering gesetzliche Reglungen
gegen die Ausbeutung von Praktikanten ins Gespräch gebracht. Als eine
Möglichkeit nannte er zeitliche Beschränkungen für Praktika. Christoph
Anz von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände sagte, dass der
Arbeitsmarkt bereits überreguliert sei. Vorschriften wie zeitliche
Befristungen würden nur dazu führen, dass Unternehmen keine Praktika
mehr anbieten, so Anz. Die Unternehmen könnten es sich gar nicht
erlauben, Praktikanten schlecht zu behandeln. Das spreche sich schnell
herum und führe dazu, dass gute Hochschulabsolventen diese Unternehmen
meiden.
Erstmals Deutsch-Französisches Geschichtsbuch
Das erste Deutsch-Französische Geschichtsbuch ist gestern in Freiburg
vorgestellt worden. Der erste von drei Bänden trägt den Titel "Europa
und die Welt seit 1945". Der baden-würtembergische Kultusminister
Helmut Rau bezeichnete das Schulbuch als einen „Meilenstein der
europäischen Integration“. Mit dem Ansatz, die Geschichte aus der Sicht
des jeweils Anderen zu betrachten, habe man Neuland betreten und somit
eine erweiterte Lesart der Geschichte ermöglicht, sagte Rau. Das
Geschichtsbuch deckt die Lehrpläne aller bundesdeutschen Länder und
Frankreichs ab. Die Schulen entscheiden selbst, ob sie das Buch
anschaffen und im Oberstufen-Unterricht einsetzen wollen.
Gesundheitsministerium fördert Projekt für pflegende Angehörige
Das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen fördert ein
neues Modellprojekt zur familialen Pflege. Leiterin ist die Professorin
Katharina Gröning von der Fakultät für Pädagogik der Uni Bielefeld. Das
Projekt entwickelt neue Angebote für Angehörige, die ihre Verwandten
pflegen. Teil des Projekts sind die so genannten „Initialpflegekursen“
in den Städtischen Kliniken Bielefeld. Ab dem 7. Oktober lernen
Angehörige in den Kursen pflegerische Handgriffe und erhalten darüber
hinaus Hilfestellungen bei der Neuorganisation des familiären Umfeldes
sowie Informationen über Selbsthilfegruppen und hilfreiche
Anlaufstellen.
InFakt am Mittwoch, 13.September 2006
Deutsches Bildungssystem fällt im internationalen Vergleich zurück
Laut des OECD-Bildungsberichtes ist das deutsche Bildungssystem im
internationalen Vergleich weiter zurückgefallen. Nur die Tschechische
Republik, Österreich und die Türkei würden weniger Akademiker
ausbilden. Der Anteil an Hochschulabsolventen sei zwar gestiegen, im
Vergleich zu anderen OECD-Staaten habe Deutschland aber prozentual
weniger Absolventen.
Dies sei vor allem im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung
bedenklich, da Deutschland aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge den
Bedarf an Fachkräften zukünftig nicht erfüllen könne.
Weiter Kritikpunkte sind unter anderem die mangelhafte
Finanzausstattung für das Bildungssystem, die geringe Zahl der
Studienanfänger und die schlechter werdenden Chancen für geringer
Qualifizierte.
Der jährliche Report der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung vergleicht die Bildungssysteme der 30
wichtigsten Industrienationen.
Studierende der Universität Dortmund erfolgreich bei Ruder-WM
Studierende der Universität Dortmund haben entscheidend zum Erfolg der
deutschen Athleten bei der Ruder WM in Eton beigetragen. Gleich drei
Studenten der Universität Dortmund wurden im Achter Weltmeister, eine
Studentin gewann ebenfalls im Achter die Silbermedaille.
Insgesamt hat die deutsche Mannschaft 11 Medaillen erzielt.
Die Athleten bereiten sich nun auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking vor.
Menschen mitverantwortlich für Entstehung von Hurrikans
Internationale Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass die
weltweite Zunahme von Wirbelstürmen zu einem großen Teil durch
menschliche Aktivitäten verursacht wird. Dies berichtet BBC-Online. Die
Forscher gingen davon aus, dass die Erwärmung der Ozeane hauptsächlich
durch Menschen verursacht wird. Ozeanerwärmungen verstärken
Wirbelstürme. Genauere Untersuchungen der besonders aktiven
Hurrikan-Saison 2005 ergaben, dass die Oberflächenstruktur des
Atlantiks fast ein Grad Celsius über dem langjährigen Durchschnitt lag.
Laut dem Experten Erich Roeckner vom Max-Planck-Institut für
Meteorologie seien diese Ergebnisse jedoch kritisch zu betrachten. Da
sich Hurrikans auf Klimamodellen nicht gut darstellen ließen, könne
keine verlässliche Aussage über ihre Entstehung gemacht werden.
InFakt am Dienstag, 12. September 2006
Förderkreis für Wirtschaftsinformatik ins Leben gerufen
Der Arbeitskreis „Freunde und Förderer der Wirtschaftsinformatik“ ist
am Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld gegründet worden.
Die Gründung geht auf eine Initiative von Professor Dr. Peter Hartel,
dem Leiter des Studiengangs Wirtschaftsinformatik, zurück. Zur ersten
Sitzung des Arbeitskreises kamen unter anderem Vertreter der
Unternehmen Miele, Storck und Wincor Nixdorf sowie der der NRW Bank.
Mit der Veranstaltung sollten Unternehmen gewonnen werden, die die
Ausbildung von Wirtschaftsinformatikern unterstützen. Auch wurden die
Wirtschaftsvertreter um Anregungen für die Gestaltung des neuen
Studienangebots gebeten.
Klau von Uni-Hausarbeiten aus dem Internet nimmt zu
Immer mehr deutsche Studierende kopieren wesentliche Teile ihrer Hausarbeiten aus dem Internet.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage an der Universität Münster.
Demnach haben 60 Prozent der befragten Studierenden angegeben, schon
einmal unerlaubt von einem anderen Autoren abgeschrieben haben. Jeder
fünfte der angehenden Wissenschaftler hat in der anonymen Umfrage sogar
angegeben, längere Textpassagen kopiert zu haben, ohne auf den
eigentlichen Verfasser hinzuweisen. In Nordrhein-Westfalen drohen
solchen „Abschreibern“ die Exmatrikulation und Geldstrafen von bis zu
50 000 Euro.
Erbgut eines Kunststoff-produzierenden Bakteriums ermittelt
Deutsche Forscher haben das Erbgut eines Bakteriums entziffert, das Kunststoff herstellen kann.
Damit sei der Grundstein gelegt für die Herstellung maßgeschneiderter Bakterien, sagte Anne Pohlmann vom
Institut für Mikrobiologie der Berliner Humboldt-Universität. Die
Mikrobe namens Ralstonia eutropha könne nicht nur unterschiedliche
Kunststoffe liefern, berichten die Forscher. Auch biologische
Brennstoffzellen und Licht-getriebene Komplexe zur
Wasserstoffproduktion ließen sich mit dem
Bakterium herstellen. Das ungefährliche Bakterium kommt natürlicherweise im Boden und Frischwasser vor.
Gewerkschaft fordert gezielte Zusammenarbeit bei Hochschulausbau
Bund und Länder sollen einen gemeinsamen Plan zum Ausbau der Hochschulen vereinbaren.
Das hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gefordert.
Weltweit würden alle anderen Industrienationen ihre Hochschulen weiter
ausbauen, in Deutschland würden dagegen Studienplätze gleich in
mehreren Bundesländern abgebaut, sagte die stellvertretende
GEW-Vorsitzende Marianne Demmer. Sie warnte, dass in Zukunft mit den
geburtenstarken Schulabgänger-Jahrgängen die Zahl der abgewiesenen
Bewerber auf Studienplätze weiter ansteigen werde.
Land investiert EU-Mittel in Weiterbildung
Das Land Nordrhein-Westfalen will die Weiterbildung in dem Bundesland bis 2010 mit insgesamt 53 Millionen Euro unterstützen.
Das haben NRW-Bildungsministerin Barbara Sommer und NRW-Arbeitsminister
Karl-Josef Laumann verabredet. Das Geld stammt dem Europäischen
Sozialfonds der Europäischen Union. Diese Mittel können von den
Weiterbildungsorganisationen für neue Kurse beantragen, die für
Ausbildung und Beruf besonders wichtig sind. Dazu zählen etwa
Lehrgänge, in denen Schulabschlüsse nachgeholt und mit
Erwerbswelterfahrung kombiniert werden. Zuvor hatte das Land die Mittel
für die Förderung von Weiterbildungsorganisationen um 18 Millionen auf
78 Millionen Euro für 2007 gekürzt.
CDU will Sprachtests für vierjährige Kinder
Die CDU hat verbindliche Sprachtests für vierjährige Kinder gefordert.
Wer den Test nicht bestehe, solle zur Teilnahme an einem Sprachkurs
verpflichtet werden. Das sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der
Leyen gestern bei der Vorstellung des Berichts der CDU-Kommission
"Bildungschancen und Erziehung". Die CDU-Kommission forderte zudem, ein
stärkeres Augenmerk auf die frühkindliche Bildung zu legen. In dem
Papier wird außerdem vorgeschlagen, neben dem christlichen auch
islamischen Religionsunterricht anzubieten. Dieser Unterricht solle von
Lehrern erteilt werden, die in Deutschland ausgebildet wurden.
OECD stellt Bildungsbericht vor
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung präsentiert heute ihren weltweiten Bildungsbericht 2006.
In der Studie wird die Entwicklung der Bildungssysteme der 30 größten
Industrienationen analysiert. Der Bundesrepublik werden dabei einige
Verbesserungen bescheinigt. Das gilt vor allem für die Einführung der
neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master. Mit ihnen kann jetzt
wesentlich rascher als bisher ein berufsqualifizierender
Hochschulabschluss erworben werden.
InFakt am Montag, 11. September 2006
Schavan will Zahl der Analphabeten senken
Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) will die Zahl der
Analphabeten in Deutschland auf etwa zwei Millionen senken.
Gesellschaftspolitisches Ziel müsse es sein, die Zahl zu halbieren,
sagte Schavan. Die Ministerin unterstützt damit das Ziel der
UN-Weltalphabetisierungsdekade, die Halbierung bis 2012 zu erreichen.
Sie kündigte an, dafür in Deutschland rund 30 Millionen Euro bereit zu
stellen. In einem Wettbewerb sollen nach Angaben ihres Ministeriums
vier neue Forschungsprojekte zur Förderung ausgewählt werden. In
Deutschland wird die Zahl so genannter funktioneller Analphabeten auf
rund vier Millionen geschätzt. Die Betroffenen können im Vergleich zu
ihrem gesellschaftlichen Umfeld nicht angemessen schreiben oder lesen.
Hans-Ulrich Wehler feiert runden Geburtstag
Der Bielefelder Historiker Hans-Ulrich Wehler wird heute 75.
Hans-Ulrich Wehler gilt als einer der renommiertesten Historiker der
Gegenwart. Er war von 1971 bis zu seiner Emeritierung 1996 Professor
für Allgemeine Geschichte mit besonderer Berücksichtigung des 19. und
20. Jahrhunderts an der Universität Bielefeld. Er habe mit seinem
sozialwissenschaftlich fundierten Forschungsansatz die
Geschichtswissenschaft der Bundesrepublik Deutschland entscheidend
beeinflußt, so die Uni Bielefeld. Wehler hatte maßgeblichen Anteil am
Aufbau der Fakultät für Geschichtswissenschaft an der Universität.
Bundesverdienstkreuz für Günter Ecker
Der Gründungsprofessor der Ruhr-Universität Bochum, der emeritierte
Professor Günter Ecker, ist mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
ausgezeichnet worden. Ecker stand dem Fachbereich Physik und Astronomie
in Bochum von 1966 bis 1968 und 1983 bis 1984 als Dekan vor. Er habe
jahrzehntelang den Forschungssektor Plasmaphysik der Bundesrepublik
Deutschland als Wissenschaftler und Organisator mitgeprägt, sagte
NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart anlässlich der
Urkunden-Übergabe. Das wissenschaftliche Werk von Professor Günter
Ecker umfasst mehr als 120 Publikationen und mehrere Monographien.
KMK-Präsidentin für Rückkehr deutscher Wissenschaftler
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die
schleswig-holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave, hat in den
USA für die Rückkehr deutscher Akademiker geworben. Bei einer
Jahresversammlung von deutschen Hochschulabsolventen, die in den USA
forschen, sagte sie, man müsse sich in Deutschland vor dem
amerikanischen Hochschulsystem nicht verstecken. Erdsiek-Rave verwies
auf die guten Perspektiven für Nachwuchswissenschaftler in Deutschland,
die sich aus einem Generationenwechsel an den Hochschulen sowie
verstärkten Investitionen von Bund und Ländern ergeben. Zudem versprach
sie, dass Deutschland im Bereich der Spitzenförderung besser werde.
„Wir wollen in Deutschland eine Wissenschafts- und Forschungslandschaft
gestalten und fördern, in die sich eine Rückkehr lohnt“, sagte
Erdsiek-Rave.
InFakt am Freitag, 8. September 2006
Uni schließt Diskussionsforum zum Thema Studiengebühren
Die Uni Bielefeld hat gestern das Diskussionsforum zum Thema "Studienbeiträge" auf ihrer Homepage geschlossen.
Das Rektorat der Uni Bielefeld hatte im Februar ein Diskussionsforum
eingerichtet. Dort konnten Studierende offen über unterschiedliche
Aspekte von Studienbeiträgen diskutieren. Im Forum sei es in der
Vergangenheit wiederholt zu Beleidigungen und verbalen Attacken gegen
Einzelpersonen gekommen. Auch sei in letzter Zeit eher generell über
Politik als über Studienbeiträge diskutiert worden. Wegen der
öffentlichen Verbreitung über den Uni-Server fühlt sich das Rektorat
mitverantwortlich für den Inhalt des Forums. Daher hat das Rektorat nun
beschlossen das Diskussionsforum zu schließen.
Studiengebührengegner kritisieren, dass so ein freier Meinungsaustausch nicht mehr möglich ist.
UniBibliothek erreicht 7. Platz bei Bibliotheksranking
Die Universitätsbibliothek Bielefeld hat im Bibliotheksindex BIX in ihrer Gruppe den 7. Platz erreicht.
Der BIX ist ein Bibliotheksvergleich des deutschen
Bibliotheksverbandes, an dem Bibliotheken aus Deutschland und
Österreich teilnehmen. Dabei werden mehrere Gruppen unterschieden. Die
Bibliothek der Universität Bielefeld trat in der Gruppe der
„einschichtigen“ Universitätsbibliotheken an. Das heißt, dass die
Bibliothek alle Institute unter einem Dach zusammenfasst.
Unter den Nordrhein-Westfälischen Teilnehmerbibliotheken belegt die
Unibibliothek Bielefeld in ihrer Gruppe den 1. Platz. Besonders positiv
wurden die langen Öffnungszeiten bewertet. Insgesamt 73 Universitäts-
und Hochschulbibliotheken, davon 30 einschichtige, nahmen am Ranking
teil.
FH-Bielefeld begrüßt ihre ausländischen Studierenden
Die Fachhochschule Bielefeld begrüßt ihre ausländischen Studierenden.
Unter den Gästen befinden sich dieses Jahr Studierende aus fast allen
europäischen und nichteuropäischen Ländern. Bevor das Studium Mitte
September losgeht, erwartet die Studierenden ein Orientierungsprogramm
des Akademischen Auslandsamtes. Dazu gehören Informationen über das
Leben in Deutschland und das Studium an der FH-Bielefeld, aber auch
Deutsch-Intensivkurse.
100 Euro für Studierende mit Erstwohnsitz Detmold
Studierende, die sich für den Hauptwohnsitz Detmold entscheiden, werden dafür mit 100 Euro belohnt.
Das gab die Fachhochschule Lippe und Höxter gestern bekannt. Die 100
Euro gibt’s für alle Studierenden, die sich erstmals für einen
Erstwohnsitz in Detmold entscheiden. Die Aktion läuft seit dem 1. Juli.
Wer seitdem seinen Erstwohnsitz in Detmold angemeldet hat, dem werden
die 100 Euro auch nachträglich gewährt.
BMBF-Haushalt wächst um 500 Millionen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung soll nächstes Jahr 500 Millionen Euro zusätzlich bekommen.
Das gab das Ministerium unter Berufung auf den Haushaltsentwurf für das Jahr 2007 gestern bekannt.
Die zusätzlichen Mittel möchte das Bundesministerium in die Förderung
der Spitzenforschung und die Nachwuchsförderung investieren. Der größte
prozentuale Zuwachs entfällt auf die Weiterentwicklung der Beruflichen
Bildung.
Damit sollen alle Ausbildungswilligen und -fähigen die Chance auf eine Ausbildung bekommen.
NRW erhöht Förderung für Wissenschaftlerinnen
Nordrhein Westfalen erhöht die Fördermittel für Wissenschaftlerinnen.
Die Förderung von Frauen in Wissenschaft und Forschung steigt damit von 3,4 auf 5 Millionen Euro jährlich.
Das kündigte Wissenschaftsminister Pinkwart gestern an.
In NRW liegt der Anteil der Professorinnen mit 13,5 Prozent knapp unter Bundesdurchschnitt.
Infakt am Donnerstag, 7. September 2006
Bachelor- und Masterabschlüsse nehmen zu
Immer mehr Studenten in Deutschland beenden ihr
Studium mit einem Bachelor- oder Masterabschluss.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg
die Zahl der Bachelorabschlüsse im Vergleich zum
Vorjahr um 66 Prozent. Die Zahl der Masterabschlüsse um 64 Prozent.
Insgesamt haben rund 252.500 Prüfungsteilnehmer ihr Studium
an deutschen Hochschulen erfolgreich abgeschlossen. Auf die neuen Bachelor- und Masterabschlüsse entfielen
jeweils rund 4 Prozent aller abgelegten Prüfungen.
Die neuen europaweit vergleichbaren Abschlüsse
waren im Jahr 2000 eingeführt worden.
Betreuungsangebot für ausländische Studierende
Um ausländischen Studierenden einen schnelleren Einstieg
ins Studium zu ermöglichen und die Abbrecherquote zu senken,
erweitern die Universitäten zunehmend ihr Betreuungsangebot.
Zum Wintersemester starten zusätzliche Sprachkurse,
Studienstrategie-Seminare, Tutorenprogramme sowie Beratungsgespräche.
Finanziert werden die neuen Angebote häufig durch einen so genannten
Betreuungsbeitrag, den ausländische Studierende zusätzlich zu den
Studiengebühren zahlen müssen.
Ausgenommen von den Gebühren seien oftmals Studenten und Studentinnen aus Ländern der Europäischen Union.
Studentenwerk Bielefeld befürchtet Engpässe
Die Kürzung des allgemeinen Zuschusses für die Studentenwerke in NRW
durch die Landesregierung bereitet dem Studentenwerk Bielefeld große
Probleme.
Durch die ausbleibenden Zuschüsse in Höhe von 660.000 Euro mussten
Projekte wie die Schaffung einer psychologisch-psychotherapeutischen
Beratungsstelle bereits eingestellt werden.
Auch bei der Essensversorgung erwartet Geschäftsführer Günther Remmel
Schwierigkeiten, da dringend notwendige Umbauten an der 30 Jahre alten
Mensa nicht finanzierbar seien.
Laut dem Studentenwerk Bielefeld sei in der Mensa an der Universität Bielefeld jederzeit mit Ausfällen zu rechnen.
Studiengebühren bewirken höhere Abschlussrate
Nach Angaben von Studienberatern zwingen Studiengebühren zu schnellen Abschlüssen, da die Diskussion über Studiengebühren den
Druck auf Langzeitstudenten erhöht habe, ihr Studium nun schnell
abzuschließen.
Dies wirke sich nun auf die Absolventenzahlen aus.
Die Zahl der Abschlüsse stieg in den einzelnen Studiengängen gegenüber dem Vorjahr um bis zu 20 Prozent.
Es gebe jedoch auch rückläufige Trends, wie z.b. in den Bereichen Architektur und Bauingenieurwesen.
Infakt am Mittwoch, 6. September 2006
Gebührengegner nicht verantwortlich für Lahmlegung des Uni-Rechenzentrums Laut
einer offiziellen Stellungnahme der Universität Bielefeld ist der
Ausfall des Uni-Rechenzentrums nicht auf Aktivitäten von Gegnern der
Studiengebühren zurückzuführen. Frank Klapper, der Leiter des
Rechenzentrums, gab dies in Zusammenhang mit einer Diskussion im online
Forum der Universität bekannt. Am Donnerstag vergangener Woche waren
von ca. 15:00 Uhr bis 23:00 Uhr große Teile der vom Rechenzentrum
betriebenen IT-Dienste nicht verfügbar. Die Ursache hierfür lag in
einem Softwarefehler des zentralen Netzwerkrechners. Zunächst hatten
sich vermeintliche Gebührengegner auf dem Internetportal indymedia zu
dem Vorfall bekannt.
Keine Klage gegen Einführung von Studiengebühren Die nordrhein-westfälische SPD will nun doch nicht gegen die Einführung von Studiengebühren klagen. Die
parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion Carina
Gödecke teilte mit, dass ihre Partei eine Klage vor dem
Landesverfassungsgericht Münster verworfen hat. Als Begründung gab sie
an, dass sich die Klage nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren hätte
richten können. Die nordrhein-westfälische Grünen-Fraktionschefin
Sylvia Löhrmann hingegen hält die juristischen Bedenken für "nicht
stichhaltig" und "vorgeschoben". Eine mögliche Klage des
Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren wird somit ohne politische
Unterstützung der NRW-SPD auskommen müssen.
"Zukunftspakt" in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Die
Hochschulen in Nordrhein-Westfalen haben mit der Landesregierung in
einem „Zukunftspakt“ vereinbart, dass die Landeszuschüsse bis zum Jahr
2010 nicht gekürzt werden. Der Präsident des Deutschen
Hochschulverbandes, kurz DHV, Bernhard Kempen, begrüßte die
Vereinbarung. „Damit ist eine zentrale Forderung erfüllt, für die sich
der DHV entschieden eingesetzt hat“, sagte Kempen. Nur unter dieser
Voraussetzung seien Studiengebühren gerechtfertigt und sinnvoll. Auch
von weiteren Sparmaßnahmen wolle das Land angeblich absehen.
Doktoranden "verbindlicher" begleiten Für eine verbindlicher
organisierte Begleitung von Doktoranden hat sich die Präsidentin der
Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, ausgesprochen.
Doktoranden müßten eigenverantwortlich forschen können, das bleibe der
Mittelpunkt ihrer Qualifizierung. Gleichzeitig müßten die Hochschulen
sicherstellen, dass die Promovenden systematisch beraten und
unterstützt werden. „Unser Ziel ist ein forschungsorientiertes Klima
des Austausches der Doktoranden untereinander, mit ihren Betreuern und
der internationalen Forschergemeinschaft“, sagte die HRK-Präsidentin.
Mehr Geld für Forschung an Fachhochschulen
Bundesforschungsministerin Annette Schavan will die Mittel für die
Forschung an Fachhochschulen bis zum Jahr 2008 verdreifachen. Somit
sollen die Mittel von zehn Milionen Euro im Jahr 2005 auf 30 Millionen
Euro im Jahr 2008 steigen. Das neue Programm soll den
Informationstransfer zwischen den Fachhochschulen und Unternehmen
weiter verbessern. Auch sollen die Studierenden für die Arbeit in der
Wirtschaft forschungsnah qualifiziert werden.
Studentenwerk plant neue Wohnheimplätze Das Deutsche
Studentenwerk, kurz DSW, erweitert das Angebot an Plätzen in
Studentenwohnheimen. Laut einer Pressemitteilung befinden sich derzeit
7500 Wohnplätze in Planung oder im Bau. Auch wenn Studierende nach
Angaben des DSW derzeit gute Chancen auf einen Wohnheimplatz hätten rät
DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde zu einem Ausbau des
Wohnraums. Damit soll dem in den nächsten Jahren zu erwartenden Ansturm
auf die Hochschulen vorgebaut werden. Das neuste Wohnheim in Bielefeld
wird im Oktober dieses Jahres bezugsfertig.
InFakt am Montag, 4. September 2006
Angeblich haben Gebührengegner Uni-Rechenzentrum lahm gelegt
Nachdem das Rechenzentrum der Uni am Donnerstag für mehrere Stunden
lahm gelegt war, behauptet jetzt eine Gruppe von Gebührengegnern für
den Systemausfall verantwortlich zu sein.
Laut einem Bericht des unabhängigen Internetportals Indymedia
bezeichnet die Gruppe die Aktion als „Warnschuss vor Semesterbeginn“
und als "kreative Antwort auf Repressionen durch Rektorat und
Staatsschutz". Durch die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes
an der Universität wachse die Notwendigkeit „virtueller Protestformen",
so die Gruppe. Es gelte zu zeigen, dass die Universität „immer und
überall angreifbar“ sei. Die Homepage der Uni war am Donnerstag für
mehrere Stunden nicht zu erreichen. Mitarbeiter der Univerwaltung und
der wissenschaftlichen Fachbereiche konnten lange Zeit nicht ihrer
Arbeit nachgehen.
Uni-Generalschlüssel: Polizei durchsucht Wohnung
Bei den Ermittlungen wegen der Anschläge auf die Uni Biekefeld hat die Polizei jetzt eine Wohnung durchsucht.
Der Bewohner wird vorgeworfen, einen Generalschlüssel der Uni gestohlen
haben. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurde ein Computer
sichergestellt. Indes widerspricht der Staatschutz einem Vorwurf des
Allgemeinen STudierendenausschusses der Universität. Die
Studierendenvertretung hatte kritisiert, der Staatsschutz würde sich
bei den Ermittlungen zu den Anschlägen auf die Uni am Rande der
Rechtstaatlichkeit bewegen.
Stadtrat für Baupläne von Uni und FH
Der Rat der Stadt Bielefeld hat die Baupläne der Universität und der
Fachhochschule Bielefeld auf dem Gelände „Lange Lage“ begrüßt.
Mit großer Mehrheit beauftragte der Rat die Verwaltung, die
erforderlichen Planverfahren einzuleiten. Der Rat sieht das Vorhaben
als Stärkung des Wirtschaftsstandortes Bielefeld. Die Pläne der beiden
Hochschulen sehen unter anderem vor, einen Campus für die
Fachhochschule zu schaffen. Außerdem sollen auf dem Gelände „Lange
Lage“ Ersatzbauten entstehen, die während der vorgesehenen Sanierung
der Uni genutzt werden.
Stadt Hamburg zeigt Studierende an
Die Stadt Hamburg hat mehrere Studierende wegen Hausfriedensbruchs angezeigt.
Die 25 Studierenden hatten im Mai am bundesweiten Aktionstag für freie
Bildung die Vertretung der Stadt Hamburg in Berlin aufgesucht und die
Räume nach 20 Minuten wieder verlassen. Das berichtet das
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS). Den Studierenden sei keine
Straftat nachgewiesen worden. Dennoch habe die Polizei nun Fotos und
Fingerabdrücke von ihnen gespeichert. Ein Widerspruch gegen dieses
Vorgehen sei entgegen den Bestimmungen der Strafprozessordnung nicht
zugelassen worden. Das Aktionsbündnis bezeichnete dieses Vorgehen als
Versuch, Studiengebührenggner zu kriminalisieren.
Balzan-Stiftung gibt Preisträger bekannt
Die Internationale Balzan-Stiftung gibt heute ihre diesjährigen Preisträger bekannt.
Die Auszeichnungen gehen in diesem Jahr an zwei Geisteswissenschaftler
und zwei Naturwissenschaftler. Das kündigte die Berliner Pressestelle
der Balzan-Stiftung an. Dotiert sind Ehrungen mit je 640 000 Euro. Der
Preis gehört zu den wichtigsten wissenschaftlichen, kulturellen und
humanitären Auszeichnungen. Im letzten Jahr hatte der deutsche
Kunsthistoriker Lothar Ledderose einen Balzan-Preis gewonnen.
Neues Wissenschaftskolleg ins Leben gerufen
Seit Freitag gibt es in Düsseldorf das "Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften".
30 Nachwuchsforscher sollen für vier Jahre an das Kolleg berufen
werden. Sie erhalten jeweils ein mit 10.000 Euro pro Jahr dotiertes
Stipendium und zusätzliche Förderung für Auslandsaufenthalte. Gegründet
wurd das Kolleg von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der
Wissenschaften. Finanziert wird das Kolleg von der Stiftung Mercator.
Sie stellt von 2006 bis 2012 rund drei Millionen Euro zur Verfügung.
Das NRW-Wissenschaftsministerium unterstützt das Kolleg mit zwei
Vollzeitstellen.
Infakt am Freitag, 01. September 2006
Schnupperstudium nur für Schülerinnen
Die Uni Paderborn bietet wieder ein Schnupperstudium nur für
Schülerinnen an. Vom 10. bis 12. Oktober können sich
Oberstufenschülerinnen an der Uni über ein Studium in einem technischen
Studiengang informieren.
Solche Studiengänge wären zum Beispiel Mathematik, Physik und Chemie,
aber auch Informatik und Ingenieurwissenschaftliche Studiengänge.
Vormittags werden die Studiengänge vorgestellt und nachmittags werden Workshops angeboten.
Zur Teilnahme am Schnupperstudium ist eine Anmeldung erforderlich.
Interessierte Schülerinnen sollten sich allerdings schnell anmelden,
weil nur noch wenige Plätze frei sind.
Informationen zur Anmeldung findet ihr auf unserer Homepage.
Kontakt: Christiana Nolte, "Frauen gestalten die Informationsgesellschaft"
Tel.: 05251-60-2416
E-Mail
Bafög wird 35
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz - kurz Bafög - wird heute 35 Jahre alt.
Das Bafög gibt es seit dem 1. September 1971.
Seitdem wurden 8,2 Millionen Schüler und Studierende gefördert.
Dabei wurden 47 Milliarden Euro zu Förderung bereitgestellt. Der Bund
zahlte davon 2/3, das übrige drittel kam von den Bundesländern.
Systemausfall an der Uni Bielefeld
An der Uni Bielefeld kam es gestern zu einem weit reichenden Systemausfall.
Grund für den Ausfall war ein Zusammenbruch des Kernnetzes.
Unter anderem waren die Uni-Homepage und das WebMailSystem nicht erreichbar. Das Software-Problem ist inzwischen behoben.
An den Uni-Servern werden derzeit auch Tests der Notstrom-Versorgung
durchgeführt. Noch bis Montag kann es hin und wieder auch zu
Test-bedingten Ausfällen kommen.
Genauere Informationen sind derzeit nicht verfügbar, werden aber wohl bald auf der Uni-Homepage veröffentlicht
Jungen in der Schule besser fördern
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Ute Erdsiek-Rave - fordert, Jungen in der Schule besser zu fördern.
„Jungen zählen heute weitaus häufiger zu den Bildungsverlierern und
Schulverweigerern“, sagte Erdsiek-Rave anlässlich einer Fachtagung zur
Geschlechtergerechten Schule. So hätten Jungen heute in der Schule
deutlich weniger Erfolge als Mädchen. Zwei Drittel aller Schulabbrecher
und drei Viertel aller Sonderschüler seien männlich. In der Grundschule
erhielten Jungen trotz gleicher Kompetenzen oft schlechtere Noten als
Mädchen. Den Schulen gelinge es häufig nicht, Mädchen und Jungen
gleichermaßen zu fördern.
Ozonschicht erholt sich schneller als erwartet
Die Ozonschicht der Erde erholt sich schneller als erwartet.
Das haben US-Forscher mit Satellitendaten und Messdaten vom Boden herausgefunden.
Ende der siebziger Jahre waren über dem Südpol und Anfang der neunziger
Jahre auch über dem Nordpol dünne Stellen in der Ozonschicht gemessen
worden - die Ozonlöcher.
Nach den aktuellen Daten scheinen sich diese Löcher jetzt zu schließen.
Auslöser dafür scheinen veränderte Luftströmungen in der Atmosphäre zu
sein. Die Änderung der Luftströmungen könnte durch die Globale
Erwärmung ausgelöst worden sein.
"Hält der aktuelle Trend an, könnte die globale Ozonschicht etwa gegen
Mitte des Jahrhunderts wieder das Niveau des Jahres 1980 erreicht
haben", sagte Eun-Su Yang vom Georgia Institute of Technology in
Atlanta.
Malaria umgeht Immunisystem mit Leberzellen
Malaria-Erreger benutzen Leberzellen um sich unerkannt im Körper auszubreiten.
Dies haben Forscher des Pariser Pasteur-Instituts und des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg herausgefunden.
So infiziert der Malaria-Erreger abgestorbene körpereigene Leberzellen
und benutzt sie sozusagen als Trojanisches Pferd. Mit diesem Gefährt
umgeht der Erreger die Immunabwehr des menschlichen Körpers.
Die Forscher hoffen durch die Beobachtung neue Angriffspunkte im Kampf
gegen Malaria zu finden. Pro Jahr sterben schätzungsweise eine Million
Menschen an der Malaria.
Infakt am Donnerstag, 31. August 2006
Bielefelder AStA beklagt „Repressionen“
Der AStA der Uni Bielefeld hat die Ermittlungen des Staatsschutzes im
Zusammenhang mit den Brandanschlägen auf die Uni und den Privatwangen
des Uni-Rektors kritisiert. Der AStA erklärte, dass es nach seinen
Informationen zu drei erkennungsdienstlichen Behandlungen und einer
Hausdurchsuchung gekommen sei. Dabei sei auch ein studentischer
Mandatsträger „den Repressionen ausgesetzt gewesen“.
Schavan: Neue Arbeitsplätze durch „Hightech-Strategie“
Mit der „Hightech-Strategie für Deutschland“, die
Bundesforschungsministerin Annette Schavan gestern in Berlin
vorgestellt hat, könnten nach Angaben der Ministerin bis zu 1,5
Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. „Ideen zünden“ ist das
Leitmotto der „Hightech-Strategie“. Mit dem Programm soll eine enge
Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft gefördert und über
Ressortgrenzen hinweg gute Rahmenbedingungen für die
Technologiebereiche geschaffen werden. Ein Ziel sei es, so Schavan, aus
Forschungsergebnissen schneller marktfähige Produkte zu machen. In den
nächsten drei Jahren will der Bund insgesamt knapp 15 Milliarden Euro
investieren.
Rostocker Medizinprofessor zum „Hochschullehrer des Jahres“ gewählt
Der Rostocker Medizinprofessor Rudolf Guthoff ist vom Deutschen
Hochschulverband zum „Hochschullehrer des Jahres“ gewählt worden. Der
Preis wurde zum ersten Mal vergeben. Damit würden Hochschullehrer
gewürdigt, „die durch außergewöhnliches Engagement und auf
herausragende Weise das Ansehen ihres Berufsstandes in der
Öffentlichkeit gefördert haben“, teilte die Universität Rostock mit.
Der Augenarzt Rudolf Guthoff habe neben der Patientenbetreuung und
Forschung wichtige Arbeit in Entwicklungsländern geleistet. Dort sei
ihm der Kampf gegen die Blindheit ein besonderes Anliegen. Die
Auszeichnung ist mit 2500 Euro dotiert.
Überdurchschnittlich warmer Sommer
Der Sommer war in Deutschland überdurchschnittlich warm. Daran hat auch
der zum Teil sehr kalte und regnerische August nichts geändert. Die
Durchschnittstemperatur der Monate Juni bis August lag insgesamt 1,7
Grad über dem langjährigen Mittel von 16,3 Grad. Das teilte der
Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. Entscheidend war der
Rekordmonat Juli, der als der wärmste Monat seit Beginn der
Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingegangen ist. Der Hitzerekord
des Sommers wurde in Sachsen-Anhalt aufgestellt. Am 20. Juli kletterte
die Temperatur in Bernburg an der Saale auf 38,9 Grad.
Infakt am Mittwoch, 30. August 2006
Uni und Fachhochschule in Bielefeld stellen Entwicklungskonzept vor
Die Universität Bielefeld und die Fachhochschule Bielefeld haben gestern ein gemeinsames Entwicklungskonzept vorgestellt.
In dem Konzept geht es um strategische Überlegungen zu Neubauten der
Uni und der Fachhochschule sowie um die Sanierung des
Universitätsgebäudes. Dieter Timmermann, Rektor der Uni Bielefeld,
sagte, die Hochschule wolle sich mit dem Konzept unter anderem
frühzeitig auf die mögliche Ansiedlung eines Max-Planck-Instituts
vorbereiten. Hinzu kommt, dass das Unigebäude saniert werden muss.
Während der Sanierung sind Ausweichgebäude nötig, die noch gebaut
werden müssen. Nach der Sanierung sollen diese Gebäude von der
Fachhochschule übernommen werden.
Beate Rennen-Allhoff, Rektorin der Fachhochschule Bielefeld erklärte,
die FH strebe einen eigenen Campus an. Derzeit liegen die Fachbereiche
der Fachhochschule Bielefeld weit verstreut in der Stadt. Der Campus
der Fachhochschule soll auf dem Gelände „Lange Lage“ nahe dem
Lohmannshof entstehen. Beide Hochschulen wollen mit den zusätzlichen
Gebäuden zudem auf die steigende Zahl von Studierenden reagieren.
Uni Düsseldorf: Erstes Semester in diesem Jahr noch beitragsfrei
Erstsemester müssen an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ab dem neuen Semester keine Studiengebühren zahlen.
Damit bildet die Universität eine Ausnahme unter allen Hochschulen in
Nordrhein-Westfalen, die die Einführung von Studienbeiträgen
beschlossen haben. Die Uni in Düsseldorf wird zwar ab dem
Sommersemester 2007 Studiengebühren erheben. Das gilt aber für
fortgeschrittene Semester, Erstsemester sind von der Gebühr befreit. An
acht Hochschulen in Nordrhein-Westfalen werden ab dem Wintersemester
Gebühren in Höhe von 500 Euro erhoben, darunter die Uni in Bielefeld
sowie die Unis in Paderborn, Köln und Bonn.
So viele Hochschulabolventen wie noch nie
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland mehr Hochschulabsolventen als jemals zuvor.
Das hat gestern das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Im
Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Absolventen um rund zehn
Prozent auf 252.000. Deutliche Zuwächse gab es bei den neuen
Abschlüssen Bachelor und Master. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die
Zahl der Bachelorabschlüsse um zwei Drittel auf 9800. Die Zahl der
Masterabschlüsse stieg ebenfalls um zwei Drittel auf 9200. Insgesamt
machten rund 102.000 Absolventen ihren Abschluss an der Universität.
Die Fachhochschulen verzeichneten 81.500 Absolventen.
Bund will Spitzentechnik mit knapp 15 Milliarden Euro fördern
Die Förderung von Spitzentechnik in Deutschland soll künftig besser verzahnt werden.
Dafür hat die Bundesregierung jetzt die „High-Tech-Strategie
Deutschland“ beschlossen. Das Programm ist für die gesamte
Legislaturperiode bis 2009 angelegt. Für das Vorhaben sind Ausgaben von
knapp 15 Milliarden Euro vorgesehen. Das Programm soll auch helfen, die
Bedingungen für die Forschungs- und Innovationsförderung zu verbessern.
Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, Deutschland komme nun dem Ziel
näher, bis 2010 drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung
und Entwicklung auszugeben.
Unternehmer gründen Privatschule
Eine Gruppe von Unternehmern hat in Berlin eine Privatschule gegründet.
Die Schule nimmt in Kürze ihren Betrieb auf. Die Unternehmer haben für
die Finanzierung der Einrichtung die Phorms Aktiengesellschaft ins
Leben gerufen. Das Konzept der Schule sieht individuelle
Talentförderung und Ganztagsbetreuung vor. Die bilinguale Einrichtung
ist international ausgerichtet. Sie beginnt mit der Vorschule und kann
mit dem deutschen oder einem internationalen Abitur abgeschlossen
werden. Maximal 20 Schüler pro Klasse sind geplant. Die Lehrer sollen
den Unterrichtsstoff auf die Stärken und Schwächen der Schüler
abstimmen. Zudem sollen leistungsstarke Schüler die jüngeren Schüler
beim Lernen unterstützen.
Mediziner Grönemeyer fordert Schulfach Gesundheit
Der Mediziner und Bestsellerautor Dietrich Grönemeyer hat die Einführung eines Schulfachs Gesundheit verlangt.
Gesundheit sollte als Fach genauso wichtig sein wie Schreiben und
Lesen, so Grönemeyer. Das Wissen darüber, wie Krankheiten entstünden
und Gesundheit gestärkt werden könne, sollte zur Basisausrüstung jedes
Menschen gehören. Der Mediziner wendet sich mit seiner Forderung an die
Kultusminister der Länder. Grönemeyer betonte, wie man mit seinem
Körper und seinem Leben verantwortungsvoll umgeht, müsse in der Schule
gelernt werden.
Erdsiek-Rave schlägt Alternative zu Studiengebühren vor
Ute Erdsiek-Rave, Kultusministerin von Schleswig-Holstein und
Präsidentin der Kultusministerkonferenz, hat sich gegen Studiengebühren
ausgesprochen.
Sie könne sich allerdings einen Beitrag von Akademikern vorstellen, der
erst nach dem Studium gezahlt werde und dann direkt an die Hochschulen
ginge, sagte Erdsiek-Rave in einem Interview mit der Frankfurter
Rundschau. Durch das jetzige Gebührenmodell starteten die Studierenden
mit Schulden ins Berufsleben. Viele Studierende müssten wegen der
Gebühren zusätzliche Jobs annehmen. Das trage nicht dazu bei, dass sie
zügig und konzentriert studieren könnten. Mit dem von ihr
vorgeschlagenen Gegenmodell könnten solche Entwicklungen vermieden
werden.
Infakt am Dienstag, 29. August 2006
ASTA der Uni-Bielefeld warnt Erstsemester vor Studiengebühren
Der allgemeine Studierendenausschuss der Universität Bielefeld ASTA hat
alle Erstsemester zum Widerspruch gegen die Bescheide zum Einzug von
Studiengebühren aufgerufen. „Nur so haben die Studierenden die Garantie
ihr Geld zurückzuverlangen wenn die Klage studentischer Vertreter gegen
die Gebührensatzung gewonnen wird.“ so der ASTA der Universität
Bielefeld.
Vor dem Verwaltungsgericht Minden klagen zwei studentische Senatoren,
weil sie am 9. Juli nicht zur Senatssitzung gelangen konnten, in der
die Gebühren beschlossen wurden.
Ab dem kommenden Wintersemester müssen Erstsemester an der Universität Bielefeld 500 Euro Studiengebühren bezahlen.
Kolloquium der Studentenwerke
Heute beginnt im Hochschul-Sozialwerk in Wuppertal das sechste
deutsch-polnische Kolloquium zwischen den deutschen Studentenwerken und
den polnischen Partnerorganisationen.
Bis Donnerstag wird unter anderem über den Ausbau der Kooperation
zwischen den 2 Millionen Studierenden in Deutschland und den 1.5
Millionen Studierenden in Polen, beraten.
Beide Länder liegen im Zentrum des zukünftig einheitlichen
„Hochschulraums Europa“, der bis zum Jahr 2010 realisiert werden soll.
Informationstage der Universitätbibliothek
Die Universitätsbibliothek bietet ab heute eine Veranstaltungsreihe zum
Kennenlernen der Bibliothek an. An den nächsten drei Tagen werden im
Informationszentrum der Bibliothek täglich ab 16:00 Uhr eine 90minütige
Informationsveranstaltung zu verschiedenen Themen statt.
Interessenten werden gebeten sich vorher anzumelden. Die Teilnahme ist kostenlos.
Weiter Informationen gibt es dazu unter ub
Test der Uni-Internetseite
Die Internetseite der Universität Bielefeld ist in einem exzellentem Zustand.
Das ergab eine bundesweite Untersuchung von Psychologen der Universität Mainz.
Unter dem Titel „die Benutzerfreundlichkeit der Homepages deutscher
Universitäten.“ wurden eine Studie zu den Internetseiten von 21
deutschen Hochschulen erstellt.
Zu den Pflichtinformationen einer Webseite rechnen die Autoren unter
anderem eine Anfahrtsbeschreibung, die Kontaktdaten der wichtigsten
Ansprechpartner sowie Informationen für ausländische Studenten in
verschiedenen Sprachen.
Die Internetseite uni-bielefeld belegte hinter der Universität Jena den zweiten Platz.
Infakt am Montag, 28. August 2006
International University Bremen mit Finanzloch
Die International University Bremen, kurz IUB, hat nach Angaben des
Manager Magazins große finanzielle und akademische Probleme. Das
Finanzguthaben beträgt derzeit nur noch 80 Millionen Euro von geplanten
250 Millionen. Außerdem hätte die IUB 86 Millionen Euro Schulden bei
verschiedenen Banken, so die Angaben des Manager Magazins. Nur rund 8
Prozent der Studierenden würden derweil die Studiengebühren von rund
20.000 Euro im Jahr zahlen. Durch die nachsichtige Gebührenpolitik
sollten Studierende aus aller Welt angelockt werden.
Homepage der Bielefelder Universität mit „Excellent“ ausgezeichnet
Psychologen der Universität Mainz haben Uni-Websites auf
Benutzerfreundlichkeit getestet. Dabei wurde die Homepage der Uni
Bielefeld mit einem „Excellent“ ausgezeichnet. Damit liegt sie unter
den 5 besten der 21 gesichteten Internetseiten. Die meisten Websites
deutscher Universitäten, so die Mainzer Psychologen, seien durch starke
Mängel in Benutzerführung, Übersichtlichkeit und verstreuter
Informationen negativ aufgefallen.
Heftige Kritik an Degradierung von Pluto
Astronome, Geologen und vielen anderen Wissenschaftler üben heftige
Kritik an der Entscheidung Pluto den Planetenstatus abzuerkennen. Die
Entscheidung sei eine Farce, so der Nasa-Forscher Alan Stern. Die neue
Definition würde außerdem auch Jupiter, Neptun und der Erde den
Planetenstatus entziehen, da sie ebenfalls nicht ihren Orbit durch
eigene Gravitation von Himmelskörpern freigeräumt hätten. Es gäbe
bereits eine Petition in der die Rücknahme des Entschlusses gefordert
werde, so Alan Stern.
Keine neuen Hinweise im Falle des Brandanschlags auf Timmermann-Auto
Im Falle des Brandanschlags auf das Auto von Unirektor Professor Dieter
Timmermann hat die Polizei knapp 2 Wochen später immer noch keine neuen
Erkenntnisse gesammelt.
Die Untersuchungen durch den von der Polizei beauftragten Brandexperten ergaben keine weiteren Hinweise auf die Täter.
Wie ein Polizeisprecher mitteilte „konnte lediglich zweifelsfrei
festgestellt werden, dass der Brand im hinteren Bereich des BMW gelegt
wurde“.
Da das Auto lange Zeit in Flammen stand, konnte das Feuer alle Spuren vernichten.
Infakt am Freistag, 25.August 2006
HRK-Präsidentin für frühere Semesterzeiten
Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, setzt sich für einen früheren Semesterbeginn ein.
Damit könne der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern ins
Ausland erleichtert werden, denn in vielen Ländern beginnt das nächste
Semester bereits im September.
Die Uni Mannheim ist bisher die einzige Uni in Deutschland, die sich der internationalen Regelung angepasst hat.
Auf der nächsten Hochschulrektorenkonferenz im Oktober wird über neuen Semesterzeiten abgestimmt.
3 neue Studiengänge in München
Die Technische Universität und die Ludwig-Maximilians-Universität
München bieten ab dem nächsten Semester 3 neue Master-Studiengänge an.
Die Studiengänge „Geologische Wissenschaften“, „Geomaterialien und
Geochemie“ und „Ingenieur- und Hydrogeologie“ werden von einem
Uni-übergreifenden Geozentrum angeboten.
Alle 3 Studiengänge richten sich an Studierende, die einen
Bachelor-Abschluss in Geowissenschaften oder einen gleichwertigen
Abschluss haben.
Pluto verliert Planetenstatus
Pluto zählt ab sofort nicht mehr zu den Planeten unseres Sonnensystems.
Die Entscheidung welche Himmelskörper sich von nun an Planet nennen
dürfen, fiel gestern auf der Abschlusssitzung der Generalversammlung
der International Astronomical Union.
Allerdings wird es von nun an eine Klasse so genannter „Zwergplaneten“
geben, der neben anderen Objekten auch Pluto angehören wird.
Wegen seiner geringen Größe und seiner weit von der Sonne entfernten
Umlaufbahn war Plutos Planetenstatus bereits seit langem umstritten.
Reaktionen auf neue Methoden zur Stammzellenforschung
Die Meldungen über neue Methoden zur Stammzellforschung aus den USA sorgen hierzulande für wenig Aufregung.
Das Bundesforschungsministerium und die Deutsche Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, reagierten zurückhaltend.
US-Forscher haben nach eigenen Angaben erstmals menschliche
embryonale Stammzellen gewonnen, ohne dabei den Embryo zu zerstören.
Dieser Erfolg könnte helfen, die ethischen Bedenken gegen die
Erforschung und medizinische Nutzung embryonaler Stammzellen zu
mindern.
DFG-Sprecherin Eva-Maria Streier, sagte, vor allem müsse näher geprüft
werden, ob und inwieweit möglicherweise doch eine Schädigung von
Embryonen vorliege.
Vom Bundesforschungsministerium hieß es: „Die Ergebnisse nehmen wir zur
Kenntnis. Die deutsche Stichtagsregelung für die Forschung mit
embryonalen Stammzellen hat weiterhin Bestand“.
Ausbau der Uni-KITA
Der Ausbau der Kindertagesstätte nahe der Uni Bielefeld ist abgeschlossen.
Alle 4 Gruppenräume wurden um 2 Meter 30 hohe so genannte
Zwischenebenen aus Massivholz erweitert. Die Kindertagesstätte am
Voltmannshof bietet damit mehr Platz und neue Möglichkeiten zum spielen.
Die Kosten für den Ausbau iHv 20.000€ wurden komplett vom Förderverein übernommen.
Herbstakademie Physik 2006
Die Uni Bielefeld lädt Schülerinnen und Schüler zur Herbstakademie Physik 2006 ein.
Das Programm der Herbstakademie umfasst Vorträge, Laborführungen und Informationen zum Physikstudium.
Das Thema lautet diesmal „Verstehen wir unseren Kosmos?“.
Anmeldung: Spätestens bis zum 7. September 2006
Infakt am Donnerstag, 24.August 2006
Anhörung zum Hochschulfreiheitsgesetz
Der Ausschuss für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie
in NRW lädt zu einer Anhörung zum Hochschulfreiheitsgesetz ein.
Heute ab 10:30 werden Sachverständige im Plenarsaal des Landtags in
Düsseldorf zu dem Gesetzesvorhaben Stellung nehmen.Das neue
Hochschulfreiheitsgesetz sieht vor, dass die Hochschulen in Personal-,
Finanz- und Verwaltungsangelegenheiten künftig eigenverantwortlich
entscheiden können. Das Gesetz soll am 1.Juni 2007 in Kraft treten.
Weniger Bewerber in den Naturwissenschaften
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt werden gut ausgebildete Absolventinnen
und Absolventen der Chemie und Physik mittelfristig wieder knapp.
Das zeigen Arbeitsmarktanalysen der Deutschen Physikalischen
Gesellschaft und des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).Der Dekan der
Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Paderborn Prof. Dr.
Hans-Joachim Warnecke bemängelt trotz dessen einen Rückgang in der
Bewerberzahl für naturwissenschaftliche Studiengänge. Diese sei
gegenüber den Vorjahren bundesweit weiter zurückgegangen.
Errinnerung an den Sklavenhandel
Gestern war der internationale Tag zur Erinnerung an den Sklavenhandel und an seine Abschaffung.
Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation „terre des hommes“ würden
aber auch heute noch 3 Milliarden Menschen für weniger als 2 Dollar am
Tag ohne Arbeitsschutz und oft unter sklavenähnlichen Verhältnissen
arbeiten.Gerade in den Entwicklungsländern wo es sehr viele Menschen
gibt spielt die Zwangsarbeit eine sehr große Rolle, so der Leiter der
internationalen Arbeitsorganisation ILO Deutschland Wolfgang Heller.
Die ILO hat daher ein Sonderprogramm gegen Zwangsarbeit entwickelt.
Gemeinsam mit der Europäischen Union und anderen europäischen
Organisationen versuchen sie weltweit gerechte menschwürdige
Arbeitsbedingungen zu schaffen.
Infakt am Mittwoch, 23.August 2006
Uni Bielefeld bietet ein "Frauen-Studium"
Frauen, die vorübergehend aus dem Berufsleben ausgeschieden sind,
können sich an der Universität Bielefeld für einen beruflichen
Neuanfang qualifizieren.
Die Angebote des "Frauen-Studiums" werden in den Fachrichtungen
Pädagogik, Gesundheit und Umwelt sowie Politik und Bildungsarbeit
angeboten. Das Studium beginnt im Wintersemester und dauert drei Jahre.
Bewerbungen sind auch ohne Abitur möglich und müssen bis zum 15.
September 2006 erfolgen.
Italienische StudentInnen suchen Gastfamilien
Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft sucht für Germanistikstudierende aus Turin noch Gastfamilien.
Die italienischen Studierenden nehmen vom 2. bis zum 22. Oktober an
einem Intensivkurs an der Bielefelder Universität teil. Die
Partnerschaft der Universitäten Bielefeld und Turin besteht seit über
27 Jahren und wird durch die Gastfreundschaft vieler Bielefelder
unterstützt. Wer bereit ist, jemanden aufzunehmen, kann sich an der
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft melden.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Präventionsforschung an der Universität Bielefeld
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld
erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung neue
Forschungsmittel. Insgesamt werden 730.000 Euro bereitgestellt, um neue
Konzepte für die Verbesserung der Gesundheitsbildung in Familien zu
entwickeln. Ein Schwerpunkt des Forschungsprojekts besteht darin, wie
sozial benachteiligte Familien in schlechter wirtschaftlicher Lage
erreicht werden können. Es hat sich herausgestellt, dass gerade Kinder
aus sozial schwachen Familien überdurchschnittlich häufig
gesundheitliche Probleme aufweisen.
Mehr Fördermittel für Forschung an Hochschulen
Der Bund will ab 2008 mehr Fördermittel für Kooperationsprojekte zwischen Fachhochschulen und Unternehmen bereitstellen.
Insbesondere Projekte der Ingenieurswissenschaft, Wirtschafts- und
Naturwissenschaften sollen mit jährlich 30 Millionen Euro gefördert
werden. Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte, dass
Fachhochschulen wichtige Innovationen in Kooperation mit den
Unternehmen voranbringen. Zudem bildeten sie Fachkräfte für den Bedarf
der Wirtschaft aus, so Schavan.
Deutscher Hochschulverband begrüßt den nordrhein-westfälischen Zukunftspakt
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) begrüßt den Zukunftspakt der nordrhein-westfälischen Landesregierung.
Die Zielvereinbarung sieht vor, die Hochschulen von weiteren
Haushaltskürzungen auszunehmen. Bis 2010 sollen die Finanzmittel 2,8
Milliarden Euro jährlich betragen. Die Einnahmen aus Studiengebühren
stehen den Hochschulen zusätzlich zur Verfügung. Der Vorsitzende des
DHV, Professor Bernhard Kempen, betonte dass durch den Zukunftspakt
Studiengebühren nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet
würden.
Infakt am Dienstag, 22.August 2006
Förderung von begabten Studierenden
Besonders begabte Studierende sollen stärker gefördert werden.
Jeder Hundertste Studierende soll ein staatlich gefördertes Stipendium
erhalten, so die Bundesbildungsministerin Annette Schawan.
Derzeit werden nur 0,8 Prozent der rund zwei Millionen Studenten in
Deutschland gefördert. Diese Zahl soll auf einen Prozent erhöht werden.
Hochschulen wichtig für Bielefeld
Die Hochschulen sind Bielefelds Standortfaktor.
Beim Standort –Marketing für Bielefeld sollte die Stadt mehr auf ihre
vielfältige Hochschullandschaft setzen, so der Landtagsabgeordnete und
Chef der CDU Ratsfraktion Rainer Lux.
Das Potenzial der sieben Bielefelder Hochschulen bei der
Außenwahrnehmung werde zur Zeit nicht ausreichend genutzt, so Lux
weiter.
Am Donnerstag steht das Thema Wirtschaftsförderung und
Standortmarketing auf der Tagesordnung des Hauptausschusses der Stadt
Bielefeld.
Mathematikerkongreß in Madrid
Heute wird der internationale Mathematikerkongreß in Madrid eröffnet.
Alle vier Jahre werden dort die renommierten Fields Medaillen vergeben,
die zu den wichtigsten Auszeichnungen für Mathematiker gehören und oft
mit dem Nobelpreis verglichen werden.
Favorit auf eine der Medaillen ist der russische Mathematiker Grigori Perelman, der die Poincare Vermutung gelöst haben soll.
Anhand dessen soll geklärt werden wie die Oberfläche von vierdimensionalen Körpern beschaffen ist.
Perelman wird aber vorraussichtlich nicht in Madrid erscheinen. Auf
mehrere Einladungen des Veranstalters hat er nicht reagiert.
"Geld interessiert ihn nicht im Geringsten", sagten Wissenschaftler über ihren Kollegen.
Auf die Lösung der Poincare Vermutung ist ein Preisgeld von einer Million Dollar ausgesetzt.
Keine Einführung von Bachelor Pastoren
Die evangelische Kirche will keine „Bachelor Ausbildung“ für Pastoren.
Die theologischen Fakultäten in Deutschland beraten zur Zeit wie das Studium modularisiert werden kann.
Dabei wird es keinen „Bachelor-Pfarrer“ geben, so der Ratsvorsitzende
der Evangelischen Kirche (EKD) in Deutschland Bischof Wolfgang Huber.
Die EKD befürchtet eine Senkung des Niveaus in der Pfarrerausbildung.
Autopilot für Autos
Experten der Fachhochschule Heidelberg arbeiten an einem Autopiloten für Kraftfahrzeuge.
Das Fernziel der Heidelberger FH Forscher um Prof. Dr. Achim
Gottscheber ist ein Computergestütztes Robotersystem, dass Autos
selbstständig durch freies Gelände steuern kann.
Interessente an einem Autopiloten haben unter anderem die Bundeswehr und die NATO.
Infakt am Freitag, 18.August 2006
Hausdurchsuchung bei Bielefelder Studierendem
Nach den andauernden Protesten gegen Studiengebühren an der Universität
Bielefeld ist nun eine Hausdurchsuchung bei einem politisch aktiven
Studenten erfolgt. Ziel der Durchsuchung sei es gewesen den gestohlenen
Generalschlüssel der Universität Bielefeld zu finden und Daten sicher
zustellen. Dies berichtete der Infoladen-Anschlag. Mit Hilfe dieser
Daten habe man die Zugehörigkeit des Beschuldigten zu einer
Studentenbewegung belegen wollen. Diese wolle man für die
Sachbeschädigung der letzten Wochen verantwortlich machen. Der
Infoladen-Anschlag hat auch auf die Problematik dieser Vermutung
hingewiesen. Eine bloße Zugehörigkeit zu einer solchen Vereinigung
reiche aus um sich in den Augen der Ermittlungsbehörde strafbar zu
machen. Dies könne als Vorwand genommen werden die gesamte Protestszene
der Uni auszuspionieren. Ob es eine solche Vereinigung wirklich gibt
ist aber noch ungeklärt.
Klage gegen Landeskinderklausel in Bremen erfolgreich
Das Bremerverwaltungsgericht hat einer Klage von Bremer Studenten gegen die so genannte Landeskinderklausel stattgegeben.
Die Universität Bremen wollte durch diese Landeskinderklausel 500 Euro
Studiengebühren von Studierenden mit einem Wohnsitz außerhalb der Stadt
erheben. Ab dem dritten Semester sollten die Studierenden zu Kasse
gebeten werden. Dagegen klagten drei Bremer Studenten mit Unterstützung
des Bremer Astas. Das Gericht sprach sich zwar nicht grundsätzlich
gegen Studiengebühren aus, aber diese abhängig vom Wohnsitz zu machen
verstoße gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Da die
Studenten die 500 Euro bereits gezahlt haben, müssen diese nun von der
Uni Bermen rückerstattet werden.
GEZ fordert Gebührenrückzahlungen von Deutschen Hochschulen
Die GEZ plant von deutschen Universitäten Gebührennachzahlungen für
über Jahre nicht angemeldete empfangsfähige Fernsehgeräte einzufordern.
Nachbezahlen sollen vorerst Hochschulen in Thüringen, Sachsen und
Sachsen- Anhalt aber auch Hochschulen in anderen Bundesländern sollen
untersucht werden. Die eingeforderten Summen gehen z.T. in die
Millionenhöhe. Kampflos so sagt Margret Wintermantel die Präsidentin
der Hochschulrektorenkonferenz wolle man das nicht hinnehmen. Sie
findet es unmöglich, das für Geräte, die ausschließlich zur Bildung
genutzt werden, Gebühren erhoben werden sollen.
Auszeichnung für Heidelberger Universitätsfrauenklinik
Die Universitäts-Frauenklinik Heidelberg ist von der europäischen
Fachgesellschaft für Brustkrebserkrankungen EUSOMA (European Society of
Mastology) für die Bereiche Therapie und Patientenbetreuung
ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung gilt als ein europäisches
Gütesiegel auf dem höchsten Niveau. Das Heidelberger Zentrum ist eines
von 14 deutschen Brustkrebszentren, die die strengen Kriterien der
EUSOMA erfüllen und leistet nach Meinung der Organisation vorbildliche
und europaweit herausragende Arbeit.
Infakt am Donnerstag, 17. August 2006
Bielefelder Studierende bei Nobelpreisträgerkonferenz
Doktoranden der Universität Bielefeld nehmen an der Nobelpreisträgerkonferenz teil.
Vom 16. bis zum 19. August findet in Lindau am Bodensee eine Konferenz
von Nobelpreisträgern der Wirtschaftswissenschaften statt. Zu den 280
Teilnehmern der Konferenz gehören auch Marten Hillebrand, Olaf Schmitz,
Klaus Wersching und Sven von Widekind aus Bielefeld. Sie werden an
Vorträgen und Panel-Diskussionen zu Themen aus dem Bereich der Finanz-
und Arbeitsmärkte teilnehmen.
Vorraussetzung um zu der Konferenz eingeladen zu werden war die
Qualität der bisherigen Arbeit und nachgewiesenes Interesse an
internationalem Austausch.
Entwicklungskonzept der Uni sieht Umbaupläne vor
Der Hauptausschuss der Stadt Bielefeld begrüßt das Entwicklungskonzept der Universität und der Fachhochschule Bielefeld.
Gestern stellten die Rektorin der FH Bielefeld Beate Rennen-Allhoff,
der Rektor der Uni Bielefeld Prof. Dieter Timmermann und der
Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebs in NRW Ferdinand
Tiggeman
den Mitgliedern des Hauptausschusses das gemeinsame raumbezogene
Entwicklungskonzept der beiden Hochschulen vor.Das Konzept sieht
Baumaßnahmen auf dem Stammgelände der Universität und auf dem
Erweiterungsgelände „Lange Lage“ vor.Die Universität Bielefeld will
zukunftsweisende Institute auf dem Erweiterungsgelände ansiedeln und
die Fachhochschule will dort die verschiedenen Fachbereiche baulich
zusammenführen. Damit soll die Zukunftsfähigkeit der beiden Hochschulen
gewährleistet werden.
Fakultät für Pädagogik kooperiert mit BAJ
Lehramtsstudierende der Universität Bielefeld führen Fallstudien beim
„Bielefelder Verein für berufliche Ausbildung und Qualifizierung
Jugendlicher und junger Erwachsene“ kurz BAJ durch.
Der BAJ hilft jungen Menschen ohne Schulabschluss beim erfolgreichen
Einstieg in den Arbeitsmarkt. Der Modellversuch läuft seit dem
Wintersemester 2003 und wurde von Prof. Katharina Gröning aus der
Fakultät für Erziehungswissenschaften der Uni Bielefeld initiiert.
Die Fallstudien behandeln u.a. Themen wie „Jugendliche mit Vorstrafen“
und „Umgang mit Unterrichtsstörern“. Der BAJ erhofft sich durch die
Zusammenarbeit Erkenntnisse zur konzeptionellen Weiterentwicklung der
eigenen Arbeit und die Lehramtsstudierenden sollen einen Einblick in
die Arbeit mit jungen Menschen ohne Schulabschluss bekommen.
Auch im kommenden Wintersemester wird die Kooperation fortgesetzt.
Austausch der Studentenwerke
Das Deutsche Studentenwerk hat ein neues Kurzzeitaustauschprogramm aufgelegt.
Daran können deutsche und französische Studierende die sich in Gremien
der deutschen oder französischen Studentenwerke engagieren, teilnehmen.
Das Austauschprogramm beinhaltet einen zweiwöchigen Intensivsprachkurs
und ein vierwöchiges Praktikum im Studentenwerk des anderen Landes. Das
Programm soll den Studierenden einen Einblick in die Aufgaben und die
Struktur des Studentenwerks im Gastland geben.
Derzeit läuft das Pilotprojekt mit fünf deutschen und fünf
französischen Studierenden. Anfang Oktober treffen sich alle
Beteiligten in Paris um über ihre Erfahrungen zu berichten.
Neues Studienangebot für Studierende ab 50
Das "Europäische Zentrum für universitäre Studien der Senioren" (EZUS)
aus Bad Meinberg bietet ein neues Studienangebot für Senioren an.
Träger des EZUS ist das Zentrum für Innovation in der
Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe (ZIG) in Bielefeld, das eng
mit der Bielefelder Universität kooperiert. Das neue Studium Generale
verbindet das Studium mit Angeboten aus den Bereichen Freizeit und
Wellness im lippischen Kurort Bad Meinberg.
Es beinhaltet u.a. Fächer wie Sozial- und Wirtschaftswissenschaften,
Politik und Gesundheitswissenschaften. Das Studium geht über zwei Jahre
und kostet pro Trimester 400 Euro. Am Ende gibt es "universitäre
Abschlusszertifikate", die unter anderem von der Uni Bielefeld erteilt
werden. „Diese Zertifikate seien zwar kein vollwertiger
Hochschulabschluss, würden aber als Nachweis für die Weiterbildung
anerkannt“, so der Geschäftsführer es EZUS Wolters. Bewerben für das
EZUS können sich Menschen ab 50 Jahren, die einen Berufsabschluss
haben. Das Abitur ist nicht erforderlich.
Infakt am Mittwoch, 16. August 2006
Medikamentenrückstände im Grundwasser und in Flüssen
Forscher der Europa Fachhochschule Fresenius haben bis zu 10 Jahre alte Medikamente im Grundwasser und in Flüssen nachgewiesen.
Die Wissenschaftler untersuchten dazu Wasserproben auf Rückstände von
Barbituraten. Barbiturate wurden in der Vergangenheit häufig als
Schlafmittel verwendet.
Die nachgewiesenen Mengen reichen allerdings nicht, um den menschlichen Organismus zu beeinflussen.
Wie sich die Existenz dieser Medikamentenrückstände allerdings auf dieUmwelt auswirkt, ist noch unklar.
Abgelehnte Grundschullehramtsbewerber als Gymnasiallehrer
Das Bayerische Kultusministerium plant offenbar, abgelehnte Bewerber für das Grundschullehramt in Gymnasien einzusetzen.
Der Bayerische Philologenverband veröffentlichte gestern ein entsprechendes Schreiben des Ministeriums an die Gymnasien.
Damit besteht für Gymnasien im kommenden Schuljahr die Möglichkeit, an
der Grundschule abgelehnte Lehrkräfte im gymnasialen
Unterstufenunterricht einzusetzen.
Der Bayerische Philologenverband lehnt die Pläne des Ministeriums ab.
BMBF fördert Initiative zum Konsumentenverhalten
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung startete gestern eine Initiative zur Erforschung des Konsumentenverhaltens.
Die neue Förderinitiative „Vom Wissen zum Handeln - Wege zum
Nachhaltigen Konsum“ soll helfen, unbewusste Konsumentscheidungen
besser zu verstehen.
So ist bisher unklar, warum umweltbewusste, sozial denkende Konsumenten
Produkte kaufen, die weder unter besonders ökologischen, noch unter sehr
sozialen Bedingungen entstanden sind.
Es gilt zu verstehen, mit welchen Anreizen sich Bürger für ein nachhaltiges Konsumverhalten gewinnen lassen.
Unsere Neuen Planeten
Unser Sonnensystem könnte bald 12 statt bisher 9 Planeten haben.
Auf einem Treffen der Internationalen Astronomischen Union haben sich
die anwesenden Astronomen auf eine exakte Definition des Begriffes
„Planet“ geeinigt.
Nach der neuen Definition muss ein Objekt folgende Kriterien erfüllen um Planet zu sein:
Das Objekt muss sich im Orbit eines Sterns befinden, ohne selbst ein
Stern zu sein und es muss eine runde Form haben. Eine bestimmte
Mindestmasse und ein bestimmter Mindestradius sind ebenfalls Teil der
neuen Definition.
Der neue Definitionsentwurf muss noch von der Generalversammlung der
Internationalen Astronomischen Union am 24. August bestätigt werden.
Die Planeten unseres Sonnensystems würden dann: Merkur, Venus, Erde,
Mars, Ceres, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun, Pluto, Charon und 2003
UB313 heißen, wobei der Name des letzten Planeten wohl noch geändert
wird.
Infakt am Dienstag, 15. August 2006
Kritik am Hochschulausbau
Die Bielefelder Initiative „pro- Grün“ kritisiert die Erweiterungspläne der Universität und der Fachhochschule Bielefeld.
Laut Pro Grün Vorsitzendem Michael Blaschke werden durch das Bauprojekt
30 Hektar freie Landschaft zugebaut und unter anderem
Naturschutzgebiete gefährdet.
Die Universität solle wachsen aber auf vorhandenen Flächen und nicht in der freien Natur, so Blaschke.
Die Erweiterung der Universität und der Fachhochschule soll in Großdornberg auf einer 27 Hektar großen Fläche entstehen.
Damit wäre es das größte Bauprojekt der Uni und der FH der letzten 30 Jahre.
Pinkwart fordert neue Stammzellenregelung
Der nordrheinwestfälische Minister für Innovation, Wissenschaft,
Forschung und Technik Andreas Pinkwart fordert gesetzliche Änderungen
bei der Stammzellenforschung. Aus Sicht des FDP- Politikers bestehen
auf diesem Gebiet erhebliche Rechtsunsicherheiten. Pinkwart kritisiert
u.a. die so genannten Stichtagsregelungen für embryonale Stammzellen.
Der Bundestag hatte vor vier Jahren in einer kontroversen Debatte
beschlossen, dass nur Stammzellen importiert werden dürfen, die vor dem
1. Januar 2002 gewonnen wurden. Pinkwart hält diese Regelungen jedoch
für falsch, da in Deutschland mit veralteten Zellen geforscht werden
müsste. Dabei verweist er auf die europäische Forschungsförderung, die
auf Stichtage verzichtet.
Durchbruch in der Nanotechnologie
An der Universität Karlsruhe wurde die atomare Elektronik entscheidend vorangetrieben.
Wissenschaftler der Universität Karlsruhe haben den weltweit ersten atomaren Transistor entwickelt.
Laut dem Leiter der Arbeitsgruppe am DFG Centrum für funktionelle
Nanostrukturen an der Uni Karlsruhe Prof. Dr. Thomas Schimmelpfennig
wurde der Ansatz weltweit zum ersten Mal realisiert.
Damit ist es nun möglich einen Stromkreis mit Hilfe eines einzigen Atoms zu öffnen und zu schliessen.
Nanotechnologie könnte in der Zukunft unter anderem bei der Bekämpfung von Viren im menschlichen Körper helfen.
Klimawandel beeinträchtigt Vogelpopulationen
Durch den Klimawandel wird sich die Vogelwelt in den kommenden
Jahrzehnten deutlich verändern. Dass vermutet der Direktor des
Deutschen Instituts für Vogelforschung, Franz Bärlein. In Deutschland
siedeln sich aufgrund der globalen Erwärmung andere Vogelarten an, als
noch vor einigen Jahren. Ebenfalls kommen viele Zugvögel bis zu drei
Wochen früher aus ihren Winterquartieren zurück. Einige Vogelarten
würden in Zukunft aussterben, andere aber auch dazugewonnen, so der
Vogelexperte Bärlein.
Infakt am Montag, 14. August 2006
Stellungnahme des AStA zum Brandanschlag auf Timmermanns PKW
Der AStA der Universität Bielefeld verurteilt den Brandanschlag auf den
PKW von Rektor Timmermann als eine neue Qualität der Sachbeschädigungen.
In einer Stellungnahme von Freitag Nachmittag betont der Allgemeine
Studierendenausschuss, dass dieses bewusste Zerstören von
Privateigentum untolerierbar sei. Der AStA lehnt weiterhin jegliche
Form der Gewalt im politischen Diskurs ab. Dennoch könne ein
Zusammenhang dieses Vorfalls und den Sachbeschädigungen an der
Universität nur vermutet werden.
Seit der Senatssitzung am 12. Juli wurden an der Universität zahlreiche
Brandanschläge verübt. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist der
PKW von Rektor Dieter Timmermann vor seinem Privathaus angezündet
worden. Sachdienliche Hinweise auf die Täter nimmt die Polizei entgegen.
Bald bundesweit frühere Semsterzeiten?
Mehrere Universitätsrektoren fordern eine Verschiebung der Semesterzeiten.
Die Semester müssten dem internationalen Rhythmus angepasst werden, so
der Präsident der Berliner Humboldt-Universität Christoph Markiesch
gegenüber der rheinischen Post. Demnach müsse das Wintersemester statt
im Oktober schon im September und das Sommersemester schon im Februar
statt im April beginnen. An der Universität Mannheim wurden die neuen
Semesterzeiten bereits eingeführt. Rektor Arndt sieht das für
unabdingbar im internationalen Wettbewerb an. Auch internationale und
nationale Austausche würden so einfacher.
Die Hochschulrektorenkonferenz will sich im Oktober mit einer bundesweiten Umsetzung befassen.
Uni-Kliniken in NRW auf dem Prüfstand
Die sechs nordrhein-westfälischen Universitätskliniken werden derzeit im Auftrag der Landesregierung auf Effizienz geprüft.
Eine Unternehmensberatung untersucht hierbei vor allem, ob eine
Schwerpunktkonzentration, Privatisierung oder Holding-Strukturen
rentabler seien. Das Gutachten wird im Oktober erwartet. Danach müsse
man grundlegende strukturelle Veränderungen in Betracht ziehen, so
Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und
Technik. Der FDP-Politiker erhoffe sich Anregungen, wie die
Hochschulmedizin des Landes im nationalen und internationalen Vergleich
profilierter und wettbewerbsfähiger werden könne.
Neuer Therapieansatz für MS
Wissenschaftler der Universität Zürich haben eine neue Erfolg
versprechende Therapie für die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS)
entwickelt.
Dabei soll das Immunsystem der Patienten so modifiziert werden, dass
die so genannten Verräterzellen das eigene Gehirn nicht mehr angreifen
können. Bei MS wird vermutet, dass das Immunsystem in Form von so
genannten aggressiven Verräterzellen Strukturen im Gehirn wie einen
Fremdkörper ansieht. Das ruft schwere Schäden bishin zu Behinderungen
hervor. In Deutschland sind rund 120.000 Menschen an Multiple Sklerose
erkrankt.
Studium im Osten billiger
Studierende im Osten Deutschlands haben während ihres Studiums deutlich geringere Lebenshaltungskosten als im Westen.
Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft nun bekannt gegeben.
Demnach geben Absolventen ostdeutscher Hochschulen durchschnittlich
47.000 Euro während ihres Studiums aus. Absolventen westdeutscher
Hochschulen hingegen hatten Kosten von rund 56.000 Euro. Die
Preisdifferenz von rund 9.000 sei durch unterschiedlich teure Mieten
und Lebensmittel begründet. Darüber hinaus sehe man deutliche
Kostenunterschiede der einzelnen Studienfächer: Das Philosophiestudium
ist teuersten. Es folgen Medizin und Theologie.
Kritik von Datenschützern an „MeinProf.de“
Die Internetseite „MeinProf.de“ zur Benotung von Professoren steht in der Kritik von Datenschützern.
Der Berliner Datenschutzbeauftragte Alexander Dix hat die studentischen
Betreiber aufgefordert wesentliche Funktionen zu verändern. Das
Bewertungsverfahren verstoße gegen das Persönlichkeitsrecht, so Dix.
Die Professoren sollen demnach entscheiden können, ob ihre Daten
veröffentlicht werden. Auf der Internetseite können Studierende Noten
für Dozenten und deren Kurse verteilen. Außerdem werden „Top- und
Flop-Listen“ von Universitätslehrern erstellt.
InFakt am Freitag, 12. August 2006
Brandanschlag auf Timmermanns PKW
Unbekannte haben in der vergangenen Nacht das Auto des Rektors der Universität Bielefeld Prof. Dr. Timmermann angezündet.
Dabei wurde der Wagen vor dem Privathaus Timmermanns vollständig
zerstört. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf in der
Nähe stehende Autos verhindern. Die Polizei ordnet diesen Vorfall den
anderen Straftaten zu, die im Zuge der Proteste gegen die
Studiengebühren verübt wurden.
In den vergangenen Wochen hatten Unbekannte mehrfach Feuer in Toiletten
der Universität Bielefeld gelegt sowie den Generalschlüssel gestohlen.
Offener Brief an das Rektorat
Thomas Siebenmorgen, Mitglied der UNIted Hochschulgruppe hat einen
offenen Brief an das Rektorat und den Senat der Universität Bielefeld
gerichtet.
In diesem Brief fordert er die Universitätsangehörigen zu einer
Stellungnahme zu der Politik des Rektorats bezüglich der Einführung von
Studiengebühren auf. Er bringt die Einführung von Studiengebühren mit
dem Vandalismus an der Universität in den vergangenen Wochen in
Verbindung.
In dem offenen Brief fordert Siebenmorgen deshalb vom Rektorat eine
Rücknahme der Studienbeitragssatzung und den Einsatz für ein
gebührenfreies Studium gegenüber der Landesregierung. Ziel ist es
hierbei den sozialen Frieden an der Uni wieder herzustellen.
Die Polizei sucht unterdessen weiter nach dem Generalschlüssel sowie den Urhebern des Vandalismus.
Für Erstsemester bleibt die Uni Düsseldorf umsonst
Die Universität Düsseldorf wird bei Studienanfängern keine Studiengebühren erheben.
Das hat ein Sprecher gestern bekannt gegeben. Damit ist die Uni
Düsseldorf die einzige in NRW, an der Erstsemester keine Gebühren
bezahlen müssen.
Alle anderen Universitäten in NRW führen für Erstsemester spätestens
zum Wintersemester 2007 Studiengebühren in Höhe von 500 Euro ein. Die
Unis Bochum und Münster sowie die Fernuni Hagen haben noch keine
Gebührenordnung verabschiedet.
Rückzahlung des BAföGs von Münsteraner Studentin
Das Verwaltungsgericht Münster hat gestern eine Studentin zur Rückzahlung ihres Bafögs verurteilt.
Es bestehe kein Anspruch auf BAföG, da sie ihrem Vater vor der
Antragstellung auf Ausbildungsförderung 13.300 Euro überwiesen hatte.
Laut Gerichtsurteil sollte so das BAföG erwirkt werden. Demnach hätte
sie keinen Anspruch wenn sie vorher ihr Vermögen auf Verwandte
überträgt. Seit September 2003 sind beim Verwaltungsgericht Münster 171
Verfahren zur Rückforderung von BAföG-Leistungen eingegangen.
Paderborn ist Partner im Informatikjahr 2006
Im Rahmen des Informatikjahrs 2006 veranstaltet das Heinz Nixdorf Forum
in Paderborn Informationstage zum Thema Wissenschaft und Informatik.
Anfang September wird unter anderem Prof Dr. Thomas Lengauer zu Gast
sein. Der Direktor des Max Planck Instituts für Informatik erläutert
wie AIDS Patienten durch Bioinformatik geholfen werden kann.
Über das Geschäftsmodell der Internetplattform Google berichtet der Leiter der Unternehmenskommunikation von Google Deutschland.
Das Heinz Nixdorf Forum ist mit jährlich rund 100.000 Besuchern das größte Computermuseum der Welt.
Christopher Street Day in Bielefeld
Im Rahmen des Christopher Street Days 2006 finden in
diesem Monat verschiedene Veranstaltungen unter dem
Motto „Andersrum ist nicht verkehrt“ statt.
In der Bürgerwache am Siegfriedplatz wird heute um
12:00 die Ausstellung „Lebenswege lesbischer Frauen-
10 biographische Interviews“ eröffnet.
Für diesen Monat sind weitere Veranstaltungen
geplant, z.B eine Lesung und ein Strassenfest.
Seit 1972 gehen Schwule und Lesben in Deutschland am
Christopher Street Day auf die Straße und
demonstrieren so für eine Verbesserung ihrer
rechtlichen Situation.
InFakt am Donnerstag, 11. August 2006
Brandanschlag auf PKW von Rektor Timmermann
Unbekannte haben in der vergangenen Nacht das Auto des Rektors der
Universität Bielefeld Prof. Dr. Timmermann angezündet. Dabei wurde der
Wagen vor dem Privathaus Timmermanns vollständig zerstört. Die
Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf in der Nähe stehende
Autos verhindern. Die Polizei ordnet diesen Vorfall den anderen
Straftaten zu, die im Zuge der Proteste gegen die Studiengebühren
verübt wurden.
In den vergangenen Wochen hatten Unbekannte mehrfach Feuer in Toiletten
der Universität Bielefeld gelegt sowie den Generalschlüssel gestohlen.
Rückzahlung des BAföGs
Das Verwaltungsgericht Münster hat gestern eine Studentin zur Rückzahlung ihres Bafögs verurteilt.
Es bestehe kein Anspruch auf BAföG, da sie ihrem Vater vor der
Antragstellung auf Ausbildungsförderung 13.300 Euro überwiesen hatte.
Laut Gerichtsurteil sollte so das BAföG erwirkt werden.
Demnach hätte sie keinen Anspruch wenn sie vorher ihr Vermögen auf Verwandte überträgt.
Seit September 2003 sind beim Verwaltungsgericht Münster 171 Verfahren zur Rückforderung von BAföG-Leistungen eingegangen.
Für Erstsemester bleibt die Uni Düsseldorf umsonst
Die Universität Düsseldorf wird bei Studienanfängern keine Studiengebühren erheben.
Das hat ein Sprecher gestern bekannt gegeben.
Damit ist die Uni Düsseldorf die einzige in NRW, an der Erstsemester keine Gebühren bezahlen müssen.
Alle anderen Universitäten in NRW führen für Erstsemester spätestens
zum Wintersemester 2007 Studiengebühren in Höhe von 500 Euro ein.
Die Unis Bochum und Münster sowie die Fernuni Hagen haben noch keine Gebührenordnung verabschiedet.
Paderborn ist Partner im Informatikjahr 2006
Im Rahmen des Informatikjahrs 2006 veranstaltet das Heinz Nixdorf Forum
in Paderborn Informationstage zum Thema Wissenschaft und Informatik.
Anfang September wird unter anderem Prof Dr. Thomas Lengauer zu Gast
sein. Der Direktor des Max Planck Instituts für Informatik erläutert
wie AIDS Patienten durch Bioinformatik geholfen werden kann.
Über das Geschäftsmodell der Internetplattform Google berichtet der Leiter der Unternehmenskommunikation von Google Deutschland.
Das Heinz Nixdorf Forum ist mit jährlich rund 100.000 Besuchern das größte Computermuseum der Welt.
Offener Brief an das Rektorat
Thomas Siebenmorgen, Mitglied der UNIted Hochschulgruppe hat einen
offenen Brief an das Rektorat und den Senat der Universität Bielefeld
gerichtet.
In diesem Brief fordert er die Universitätsangehörigen zu einer
Stellungnahme zu der Politik des Rektorats bezüglich der Einführung von
Studiengebühren auf.
Er bringt die Einführung von Studiengebühren mit dem Vandalismus an der Universität in den vergangenen Wochen in Verbindung.
In dem offenen Brief fordert Siebenmorgen deshalb vom Rektorat eine
Rücknahme der Studienbeitragssatzung und den Einsatz für ein
gebührenfreies Studium gegenüber der Landesregierung.
Ziel ist es hierbei den sozialen Frieden an der Uni wieder herzustellen.
Die Polizei sucht unterdessen weiter nach dem Generalschlüssel sowie den Urhebern des Vandalismus.
Christopher Street Day in Bielefeld
Im Rahmen des Christopher Street Days 2006 finden in
diesem Monat verschiedene Veranstaltungen unter dem
Motto „Andersrum ist nicht verkehrt“ statt.
In der Bürgerwache am Siegfriedplatz wird heute um
12:00 die Ausstellung „Lebenswege lesbischer Frauen-
10 biographische Interviews“ eröffnet.
Für diesen Monat sind weitere Veranstaltungen
geplant, z.B eine Lesung und ein Strassenfest.
Seit 1972 gehen Schwule und Lesben in Deutschland am
Christopher Street Day auf die Straße und
demonstrieren so für eine Verbesserung ihrer
rechtlichen Situation.
InFakt am Donnerstag, 10. August 2006
InFakt am Mittwoch, 9. August 2006
Appell zum sozialen Frieden an der Universität Bielefeld
Die BaföG-Beratung, die Studienkontenberatung und das Schwulenreferat
der Universität Bielefeld rufen seit gestern ausdrücklich zum sozialen
Frieden auf. In einem offenen Brief beziehen sie sich auf die
Brandanschläge und Einbrüche an der Universität. Darüber hinaus
kritisieren sie die bisher völlig unbegründete Verbindung zwischen den
Anschlägen in der Universität und der Gruppe der GebührengegnerInnen.
Die Einrichtungen des Allgemeinen Studierendenausschusses verlangen
außerdem die Rücknahme des Beschlusses zu den Studiengebühren vom 12.
Juli, um weitere Eskalationen an der Uni zu verhindern und den sozialen
Frieden zu wahren.
Bewerbungsfrist DAAD Förderpreis 2006
Die Bewerbungsfrist zum so genannten "DAAD Förderpreis 2006" an der Fachhochschule Bielefeld läuft morgen aus.
Mit diesem Preis zeichnet die FH jährlich ausländische Studierende mit
hervorragenden akademischen Leistungen und
gesellschaftlichem-interkulturellem Engagement aus. Studierende können
nur von Professoren für diesen Preis vorschlagen werden. Das Preisgeld
beträgt 1.000 Euro. Mehr Informationen zum DAAD Förderpreis 2006 gibt
es beim Akademischen Auslandsamt.
Problem Plagiat
Plagiate werden zu einem immer größeren Problem für Universitäten und Schulen.
So die Einschätzung des Bielefelder Soziologen Wolfgang Krohn im
Wochenmagazin „Focus“. Krohn vermutet, dass in über 25 Prozent der
wissenschaftlichen Arbeiten zumindest zum Teil aus dem Internet
abgeschrieben wurde. Eine Umfrage an der Universität Münster legt den
Angaben zufolge nahe, dass Plagiate tatsächlich alltäglich sind: Über
die Hälfte der befragten Studierenden hätte schon aus dem Internet
kopiert, 20 Prozent übernähmen demnach längere Passagen.
Eine Studentin der Universität Münster, die ihre Magisterarbeit aus dem
Internet kopiert hatte, muss derweil mit einem Ordnungsgeld von bis zu
50.000 Euro rechnen. Der Studiendekan der Universität sagte gegenüber
dem Focus, dass in Kürze entschieden werde, ob die Studentin die Strafe
zahlen oder nur exmatrikuliert werde.
Neue internationale Vereinigung für Meeresforschung
In der Hansestadt Bremen wurde gestern die „Internationale Vereinigung
für Meeresforschung“ gegründet. Das teilte nun die Universität Bremen
mit. Verschiedene Institute aus Bremen, China, Japan, Korea und
Frankreich haben sich für ein gemeinsames Diskussionsforum für
Meereswissenschaft zusammengetan. Darüber hinaus soll das neue Institut
die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern und die wissenschaftliche
und technologische Entwicklung fördern.
InFakt am Dienstag, 8. Juli 2006
Studiengebühren trotz Klage
Trotz der Klage zweier studentischer Senatoren, will die Universität Bielefeld Studiengebühren erheben.
Das sagte jetzt Rektor Dieter Timmermann gegenüber der Neuen
Westfälischen Zeitung. Timmermann sehe den rechtlichen
Auseinandersetzungen gelassen gegenüber. Er gehe sogar davon aus, dass
sich ein Verfahren sehr lange hinziehen könne und sich vermutlich eine
höheren Instanz einschalte.
Zwei studentische Senatoren hatten am Verwaltungsgericht Minden Klage
gegen den Beschluss der Senatssitzung vom 12. Juli eingereicht. Sie
wurden nicht in den Sitzungssaal gelassen, während der übrige Senat
Gebühren in Höhe von bis zu 500 Euro verabschiedet hatte.
Staatliche Anerkennung der FH der Diakonie
Die private Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld hat gestern die
staatliche Anerkennung durch das Ministerium für Innovation,
Wissenschaft, Forschung und Technologie erhalten.
Die FH in Bethel kann somit im kommenden Wintersemester ihren Betrieb
aufnehmen. Sie wird insgesamt drei berufsbegleitende
Bachelor-Studiengänge im Sozial- und Gesundheitswesen anbieten. Die
Anerkennung ist zunächst befristet. Sie wird vom Landesministerium
verlängert, sofern die Studiengänge innerhalb von fünf Jahren eine
Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat erhalten haben.
Gen für Metastasenbildung entdeckt
Wissenschaftler der Universität Münster haben erstmals Gene entdeckt,
die für die erneute Metastasenbildung nach Lungenkrebs verantwortlich
sind.
Auf Basis dieser Erkenntnisse sei nun die Entwicklung nachhaltigerer
Therapien möglich. Trotz operativer Entfernung eines Tumors kommt es
bei einem Teil der Krebspatienten zu erneuten Metastasen. Diejenigen
Patienten, die nicht weiter gefährdet sind, können nun mit einem so
genannten Gen-Chip identifiziert werden. Ihnen bleibt eine weitere
Chemotherapie erspart.
Die Münsteraner Wissenschaftler wurden für ihre Arbeiten bisher unter
anderem mit dem Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie
ausgezeichnet.
Immer mehr Kinder vorzeitig eingeschult
Immer mehr Kinder in Nordrhein-Westfalen werden vorzeitig eingeschult.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Landesamtes für
Datenverarbeitung und Statistik in Düsseldorf. Demnach waren im August
letzten Jahres rund 10 Prozent der Erstklässler erst fünf Jahre alt.
1997 hingegen seien nur rund zwei Prozent vorzeitig eingeschult worden.
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass Mädchen deutlich häufiger
vorzeitig eingeschult wurden als Jungen.
Royal-Society kritisiert EU-Kommission
Die britische Wissenschaftsakademie Royal Society hat ein Gutachten der
Europäischen Lebensmittelbehörde zu Tierversuchen massiv kritisiert.
Das Gutachten beruhe auf unzureichenden Recherchen und z.T. aus
unwissenschaftlichen Internetquellen. Es wurde als Grundlage für neue
EU-Richtlinien zum Schutz von Tieren in wissenschaftlichen Versuchen
erstellt. Die europäische Lebensmittelbehörde wies diese Vorwürfe
zurück. Wissenschaftlichen Gesellschaften und Tierschutzorganisationen
seien in die Ausarbeitung des Berichts mit einbezogen worden.
Computertomographie auch für Industrie nutzbar
Die Universität Wuppertal hat gemeinsam mit einem Automobilzulieferer
einen Computertomographen für den industriellen Einsatz entwickelt.
Das weltweit einzigartige Gerät könne zur Materialprüfung und
Produktentwicklung eingesetzt werden. Durch die speziell für
Industriematerialien entwickelte 3-D-Analyse könnten zukünftig
Produktionsprozesse beschleunigt werden. Bisher wurde die
Computertomographie vor allem in der Medizin genutzt.
Neues aus der Vogelgesangs-Forschung
Am kommenden Wochenende werden sich rund 40 Vogelgesangs-Experten aus aller Welt in Berlin treffen.
An der Freien Universität werden sie unter anderem das Erlernen
artspezifischer Gesänge diskutieren und wie aus dem Erlernten Lieder
gemacht werden. Die Vogelgesangs-Forschung gilt als ein bewährtes
Modell zur Erforschung der menschlichen Sprache. Auch hier wird durch
individuelles Lernen Sprache erworben und weiterentwickelt.
Infakt am Montag, 7.August 2006
Bewerbungen auf Studienplätze an Universität Bielefeld halten an
Im ersten Jahr mit Studiengebühren für Studienanfänger haben sich für 2.500 Studienplätze 20.000 Interessenten beworben.
So schädigen offenbar weder die erstmals veranschlagten Studiengebühren
in Höhe von 500 Euro, als auch die verübten Brandanschläge dem guten
Ruf der Universität Bielefeld, so Rektor Timmermann.
Unileitung plant Appell an Generalschlüsselbesitzer
Trotz der Belohnung von 6000 Euro gibt es noch keine Hinweise darauf,
wer für die Brandstiftungen, den General-Schlüsseldiebstahl und die
Sachbeschädigungen verantwortlich sein könnte.
Laut Professor Dr. Timmermann sei es denkbar, dass Rektorat, AStA und
Fachschaften gemeinsam einen Appell an die Besitzer des
Uni-Generalschlüssels richten, um die Rückgabe des Schlüssels zu
verlangen. Dies solle jedoch unabhängig von den Ermittlungen der
Polizei, dem Staatschutz und der Staatsanwaltschaft geschehen.
Abschaffung der 12 Jahres Frist für Nachwuchswissenschaftler
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung plant die befristete
Anstellung von 12 Jahren für Nachwuchswissenschaftler abzuschaffen.
Es soll eine darüber hinausgehende, befristete Anstellung durch
Drittmittelfinanzierung ermöglicht werden. Ziel sei es, eine
Abwanderung von Forschern ins Ausland zu vermeiden. Bisher war es so
das Nachwuchswissenschaftler die nach 12 Jahren keinen Ruf auf eine
Professur bekamen, ins Ausland gehen mussten, sich eine andere
Beschäftigung suchten oder arbeitslos wurden.
Verringerung der Langlebigkeit radioaktiver Substanzen
Forscher der Ruhruniversität Bochum entwickeln ein Verfahren durch
welches sich die Langlebigkeit radioaktiver Substanzen verringere.
So könnte die Halbwertzeit von Alpha-Strahlern verkürzt werden, indem
sie in Metall eingeschlossen werden und auf wenige Grad Kelvin
abgekühlt werden. Diese Methode würde einen großen Vorstoß bedeuten,
dass nämlich der nukleare Abfall in der Generation abgebaut wird, in
der er erzeugt wird. So müsste man sich nicht mehr um Zwischen- und
Endlagerungen kümmern.
Pflanzen geben Gefahren an Nachwuchs weiter
Negative Erfahrungen werden von gestressten Pflanzen an ihren Nachwuchs weitergegeben.
Damit Pflanzen sich auf Stresssituationen besser einstellen erhöhen sie
die Geschwindigkeit, mit der sich ihre Gene verändern. Festgestellt
wurde die schnelle Mutation durch Wissenschaftler der Universität
Basel, die an der Ackerschmalwand Pflanzen ultravioletter Strahlung
aussetzten. Die Pflanzen können sich durch die Mutation schnell an
veränderte Umweltbedingungen anpassen und geben die erhöhte
Mutationsrate bis in die vierte Generation weiter.
Klimawandel verschärft Allergien und Atemnot
Der Klimawandel führt laut einer Untersuchung der Harvard University
dazu, dass die erhöhte Kohlendioxid-Konzentration in der Luft das
Wachstum bestimmter Pflanzen und zugleich deren Produktion von Pollen
anregt.
Bei einer Untersuchung des "Beifußblättrigen Traubenkrauts", durch
dessen Pollen, besonders starke Allergien hervorgerufen werden,
stellten die Wissenschaftler fest, dass bei einer Verdopplung der CO 2
Konzentration, die Allergenen sich um mehr als die Hälfte vermehrten.
Mit ansteigender Kohlendioxid-Konzentration ist auch eine
Temperaturerhöhung verbunden. Als Folge dehnt sich die
Vegetationsperiode der Pflanzen aus, was besonders Menschen mit
allergischem Asthma und Heuschnupfen betrifft.
Stammzellen als Alleskönner
Die Erbsubstanz embryonaler Stammzellen ist an besonderen Stellen mit Schaltermolekülen versehen.
Ihr Verteilungsmuster unterscheidet sich von dem anderer Zellarten. Die
Aufgabe der chemischen Schalter ist es zu bestimmen, welche im Erbgut
enthaltenen Informationen wann eingesetzt werden. So sind sie
hauptverantwortlich für die Merkmale einer Zelle. Die einzigartige
Verteilung der Schaltermoleküle bei den Stammzellen ist auch die
Ursache für ihre ungewöhnlichen Eigenschaften, so etwa die Fähigkeit
sich immer wieder selbst zu erneuern oder in jede andere Körperzelle zu
wandeln, vermuten die Wissenschaftler.
Dem Sekundenschlaf auf der Spur
Wissenschaftler der Fachhochschule Schmalkalden untersuchen den
Sekundenschlaf, um den genauen Zeitpunkt des plötzlichen „Wegnickens“
vorherzusagen.
Die Untersuchung ist nicht nur für die Forscher interessant, sondern
auch für die Autoindustrie, die Systeme sucht um den Fahrer vor dem
Einnicken zu warnen. Da die Untersuchung mittels Biosignalanalyse sehr
langwierig ist, gilt nach wie vor verantwortungsbewusst Autofahren.
Infakt am Freitag, 4.August 2006
Deutschland und Polen bauen gemeinsame Forschung in Neurowissenschaften aus
Deutschland und Polen bauen ihre gemeinsame Forschung in den
Neurowissenschaften aus. Dies meldeten das Bundesministerium für
Bildung und Forschung und das polnischen Ministerium für Wissenschaft
und Hochschulwesen.
Bis zum Jahr 2009 stünden erneut 6 Millionen Euro bereit. Die Projekte
sollen dem besseren Verständnis der Mechanismen neurologischer und
psychischer Erkrankungen, sowie der Entwicklung von therapeutischen
Strategien und Rehabilitations-maßnahmen dienen.
Seit dem Jahr 2003 erarbeiteten 34 Forschergruppen wichtige
Erkenntnisse zu neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Alzheimer
und Parkinson.
Mit der erneuten Ausschreibung soll die erfolgreiche Kooperation der beiden Länder fortgesetzt werden.
Neuer Studiengang Apparative Biotechnologie an der Fachhochschule Bielefeld
Die Fachhochschule Bielefeld führt ab dem kommenden Wintersemester den neuen Studiengang Apparative Biotechnologie ein.
Hintergrund des neuen Studiengangs ist die Notwendigkeit der Biotechnologie in den unter-schiedlichsten Branchen.
Der Studiengang ist in Deutschland einzigartig. Die Fachhochschule hat
ihn gemeinsam mit Vertretern aus der Praxis entwickelt. Er umfasst
Bereiche aus der Biotechnologie, den Naturwissenschaften sowie den
Ingenieurwissenschaften.
UNO warnt vor drastischen Klimaveränderungen
Die Uno warnt vor einem drastischen Klimawandel.
Der Chef des UN-Umweltprogramms, Achim Steiner, geht davon aus, dass
die Temperaturen auf der Welt viel schneller ansteigen als bisher
angenommen.
Alle Staaten müssten ihre Infrastruktur auf eine heißere Zukunft umstellen.
Auch die Wirtschaft müsse sich auf die neuen Klimaverhältnisse einstellen.
In Deutschland sind der Süden des Landes und der Alpenraum am stärksten von der Klimaerwärmung betroffen.
Laut dem bayerischen Umweltministerium Dr. Werner Schnappauf werden in 20 Jahren alle Gletscher in Bayern verschwunden sein.
Die bayerischen Grünen fordern einen Stopp der Bergwaldrodungen und den
Einsatz von Schneekanonen um den Folgen der Klimaerwärmung
entgegenzuwirken.
Infakt am Donnerstag, 3.August 2006
Einheitliche Semesterzeiten
Die Vorlesungszeit soll in Zukunft bundeseinheitlich im September und
im Februar beginnen. Unterstützt wird der Vorschlag von der Präsidentin
der deutschen Hochschulrektorenkonferenz, Wintermantel. Mit dieser
Maßnahme sollen die Semesterzeiten an die internationale Praxis
angepasst werden und somit den akademischen Austausch erleichtern. An
der Dauer der Vorlesungsfreienzeit soll sich allerdings nichts ändern.
Als erste deutsche Universität hat die Universität Mannheim bereits
ihre Semesterzeiten verändert.
Erklärung zu Brandserie in Uni Münster
Als Reaktion auf eine Reihe von Brandstiftungen in der Universität
haben Rektorat, Senat und Asta eine gemeinsame Erklärung abgegeben. In
der Erklärung werden die Brandstifter aufgefordert, ihre kriminellen
Handlungen sofort einzustellen. Die drei Organe der Universität drücken
in der Erklärung ihre Sorge um die Sicherheit aller Studierenden- und
Angestellten der Universität aus. Bei den Bränden ist bis jetzt nur
geringer Sachschaden entstanden. Über die Motive der Brandstifter
herrscht weiter Unklarheit.
Creutzfeldt-Jakob Infektion bei Operationen
Britische Wissenschaftler weisen aufgrund neuer Forschungsergebnisse
auf die Gefahr von Creutzfeld-Jakob Infektionen bei Operationen hin.
Die für die Übertragung verantwortlichen Eiweißpartikel haften gut an
dem für Operationsbesteck verwendetem Edelstahl. Übertragung durch
Operationsbesteck konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden. Die
Möglichkeit einer Infektion schätzen die Forscher aber als hoch ein.
Aufbauend auf den bisherigen Daten sollen weitere Studien folgen.
Sonderforschungsbereiche an Unis in NRW
In ihrer aktuellen Bewilligungsrunde hat die Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) fünf neue Sonderforschungsbereiche (SFBs)
an nordrhein-westfälischen Hochschulen genehmigt. Insgesamt wurden 13
neue Sonderforschungsbereiche bewilligt. In Nordrhein-Westfalen gibt es
mit 65 SFBs die meisten im bundesweiten Vergleich vor Baden-Württemberg
mit 49 und Bayern mit 44. Die Bereiche wurden in Bielefeld, Bochum,
Dortmund und Köln eingerichtet. Die SFBs haben in der Regel eine
Laufzeit von 12 Jahren. Mit ihnen wird Grundlagenforschung in
verschiedenen Disziplinen ermöglicht.
Infakt am Mittwoch, 2.August 2006
Klage eingereicht
Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Bielefeld
unterstützt die Klagen studentischer Vertreter gegen die Gebürensatzung
der Universität.
Die Klagen gingen am gestrigen Dienstag beim Verwaltungsgericht in
Minden ein. Grundlage ist die Verletzung von Mitbestimmungsrechten
studentischer Senatoren und die unzureichende Herstellung von
Öffentlichkeit.
Hintergrund der Klagen ist die Senatssitzung vom 12. Juli. Den
studentischen Senatoren wurde der Einlaß zum Senatssaal durch den
Sicherheitsdienst verwährt. Weiter konnten trotz des großen
öffentlichen Interesses nur 25 Studierende an der Sitzung teilnehmen.
Zu den Erfolgsaussichten der Klagen die Asta Vorsitzende Inga Müller:
"Die Erfolgsaussichten für unsere Klage schätzen wir sehr gut ein.
Unser Rechtsanwalt Wilhelm AchelpöhlerAch hat langjährige Erfahrung in
der Vertretung studentischer Belange. Außerdem wurden die
Mitwirkungsrechte der studentischen Senatoren massiv verletzt, da ihnen
der Sicherheitsdienst verweigert hat an der Senatssitzung teilzunehmen."
Fraglich ist zu diesem Zeitpunkt, ob die Universitätsleitung angesichts
der Unsicherheit des ausstehenden Urteils die ab dem Wintersemester
geplanten Gebühren für Erstsemester einziehen wird.
Gastfamilien gesucht
Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität
Bielefeld sucht Gastfamilien für Germanistikstudierende aus Turin.
Diese nehmen vom 2. bis zum 22. Oktober an einem Intensivsprachkurs
teil. Die Partnerschaft zwischen der Universität Bielefeld und der
Universität Turin besteht bereits seit 27 Jahren. Wer jemanden
aufnehmen möchte, kann sich bei der Fakultät für Linguistik und
Literaturwissenschaft der Universität melden.
Kontakt: Gabriela Nadrag
Tel: 0521/5602014
E- Mail: gabriela.nadrag@uni-bielefeld.de
NRW Schulgesetz
Am gestrigen Dienstag trat das neue nordrheinwestfälische Schulgesetz
in Kraft. Dieses wurde vom Düsseldorfer Landtag bereits vor den
Sommerferien verabschiedet. Um die Inhalte bestmöglich in die Schulen
zu transportieren und dort zu verankern würden bis zu den Herbstferien
25 zentrale Info- Veranstaltungen in allen Regionen des Landes
durchgeführt, so die NRW- Schulministerin Babara Sommer. Geladen sind
zu den zweistündigen Veranstaltungen Schulleiterinnen und Schulleiter,
Vertreter der Schulpflegeschaften und Lehrräte sowie
Schülervertretungen und Schulträger. Der Termin in Bielefeld findet am
15. September statt.
Landeszuschüsse gestrichen
Dem Forschungsinstitut Arbeit, Bildung, Partizipation in Recklinghausen
werden ab Dezember dieses Jahres die Zuschüsse vom Land NRW gestrichen.
Das Institut forscht im Bereich der Globalisierung, Zukunft der Arbeit
und sozialer und politischer Partizipation. Ob im nächsten Jahr
weitergearbeitet werden könne, stehe zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht
fest. Ebenfalls betroffen sind in NRW 20 weitere Institute, denen der
direkte Universitätsanschluss fehlt.
Laut den Angaben der TAZ will sich das Land bis zum Jahr 2009 aus der
Finanzierung dieser Einrichtungen vollständig zurückziehen.
Kostenloses Online Wörterbuch
Die Technische Universität Chemnitz hat ihr kostenloses Online-
Wörterbuch aufgerüstet. Die Nutzer können sich ab sofort beim Programm
„Beolingus“ die amerikanische Aussprache von rund 10.000 und die
deutsche Aussprache von rund 2000 Wörtern anhören.
Weiter bietet das Wörterbuch Wortübersetzungen, Erklärungen und
Synonyme sowie Zitate. Das Online- Wörterbuch entstand vor elf Jahren
und hat täglich bis zu einer Millionen Zugriffe.
Der Link zu dieser Internetseite beolingus.
Infakt am Dienstag, 1.August 2006
Erneuter Brandanschlag an der Uni Bielefeld
An der Universität Bielefeld gab es heute morgen um 2 Uhr wieder einen
Brandanschlag. Es brannte ein Müllcontainer im Treppenhaus des V-Zahns.
Es entstand nur geringer Sachschaden. Seit dem 12. Juli, an dem
allgemeine Studiengebühren an der Universität Bielefeld eingeführt
wurden, gab es eine Reihe von Brandstiftungen. Mehrere Toiletten wurden
angezündet und der Versuch unternommen die Universitätsbibliothek
anzuzünden. Zudem kam ein Generalschlüssel bei einem Gerangel zwischen
Gebührengegnern und dem Sicherheitsdienst am 12. Juli abhanden. Der
Schlüssel ist immer noch nicht wieder aufgetaucht.
Brandanschläge an der Universität Münster
An der Universität Münster hat es gestern Nachmittag wieder zweimal
gebrannt. Zuerst wurde eine Toilette im Verwaltungsgebäude der
Universität angezündet. Wenig später brannte ein Pult in einem Hörsaal
der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Schon letzte Woche gab es zwei
Brände und es wurde mehrfach unbegründet Feueralarm ausgelöst. Die
Polizei geht in allen Fällen von Brandstiftung aus.
Brand in Göttinger Universität
In der vergangen Woche kam es auch in der Göttinger Universität zu
einem Brand. Das Feuer wurde nachts in dem Gebäude der
sozialwissenschaftlichen Fakultät entdeckt. Es waren 100 Feuerwehrleute
im Einsatz um den Brand zu bekämpfen. Ein Feuerwehrmann kam dabei ums
Leben.
Ob es sich um Brandstiftung handelt wurde von der Polizei noch nicht bestätigt.
Bielefelder Genetiker entschlüsseln DNA eines Erdöl fressenden Bakteriums
Wissenschaftler der Universität Bielefeld haben in Kooperation mit der
Uni Braunschweig und dem Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung das
Genom eines erdölfressenden Bakteriums entschlüsselt.
Das Bakterium kommt vor allem in erdölreichen Regionen der Weltmeere
vor. Im Gegensatz zu anderen Bakterien ernährt es sich fast
ausschließlich von Kohlenwasserstoff. Die Enzyme die von dem Bakterium
erzeugt werden, könnten in Zukunft in Erölverseuchten Gebieten zum
Einsatz kommen.
Ebay Produkte abends billiger als morgens
DVDs bei Ebay sind abends billiger als morgens. Das haben
Wissenschaftler der RWTH Aachen und der Universität Bonn
herausgefunden. Sie begründen das Ergebnis damit, dass viele Anbieter
Ihre Angebote abends enden lassen um einen hohen Preis zu erzielen. Die
vielen Angebote abends machen den Effekt der vielen Besucher aber
wieder wett.
Zudem stellten sie fest, dass die DVDs bei Anbietern mit einem höheren Prozentsatz positiver Bewertungen mehr kosten.
7 Millionen Euro Förderung für Genomforscher
Die Universität Bielefeld soll ein Genomforschungsnetzwerk koordinieren
und erhält dafür 2,8 Millionen Euro. Das Projekt wird vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt 7 Millionen
Euro gefördert. Das Forschungsnetzwerk soll aus 26 Einrichtungen
bestehen, die alle im Bereich Genomforschung arbeiten. Ein besonderer
Schwerpunkt liegt auf Bakterien die für die Landwirtschaft eingesetzt
werden können.
2000 Unterschriften gegen Rauchen in der Uni
Die Initiative Rauchfreie Uni hat dem Rektor der Universität Bielefeld
eine Unterschriftenliste gegen Rauchen in der Uni übergeben. Die Liste
enthält rund 2000 Unterschriften von Studierenden. Das Thema wird die
Universität in den nächsten Monaten beschäftigen, sagt Ingo Lohuis,
Pressesprecher der Universität.
Infakt am Montag, 31.Juli 2006
Wieder Anschläge auf die Bielefelder Uni
Am Wochenende hat es in der Bielefelder Uni wieder Anschläge gegeben.
In der Nacht von Freitag auf Samstag haben Unbekannte Steine in die
Fensterscheiben des Hochschulrechenzentrums geworfen. Die Uni werde
heute die Polizei über den erneuten Zwischenfall unterrichten,
berichtet die Neue Westfälische. Seit dem Senatsbeschluss zur
Studiengebührenordnung vom 12.Juli ist es unter anderem zu mehr als
zehn Brandanschlägen vor allem auf Toiletten gekommen.
Trotz Belohnung noch keine Hinweise
Trotz der Belohnung von 6000 Euro gibt es noch keine Hinweise darauf,
wer für die Brandstiftungen und die Sachbeschädigungen verantwortlich
sein könnte. Die Polizei und die Uni Bielefeld haben die Belohnung
ausgesetzt, um den Druck auf die Täter zu erhöhen. Im Internet
(indymedia) wird berichtet, dass der Generalschlüssel der Uni zurück
gegeben worden sei. Außerdem soll ein Bekennerschreiben an Hertz 87,9
geschickt worden sein. Hertz 87,9 hat bisher kein Bekennerschreiben
erhalten.
Mehr Studienanfänger in NRW
Die Zahl der Studienanfänger an den
Hochschulen in Nordrhein-Westfalen hat sich innerhalb eines Jahrzehnts um fast ein Drittel erhöht.
Im vergangenen Jahr hatten sich landesweit über 80 000 Abiturienten erstmals für ein Studium
eingeschrieben. Der Frauenanteil betrug rund 48 Prozent. Beliebtestes
Studienfach der Studentinnen waren die Wirtschaftswissenschaften mit
über 7000 Immatrikulationen. Mit großem Abstand folgten Germanistik und
Mathematik auf den Plätzen 2 und 3.
Bei den männlichen Erstsemestern waren die Wirtschaftswissenschaften
mit mehr als 9000 Immatrikulationen am beliebtesten. Es folgten
Maschinenbau und Elektrotechnik.
Bundesregierung verstärkt Förderung von Forschung
Die Bundesregierung verstärkt im kommenden Jahr die Förderung von Forschung, Innovation und Exzellenz in der Wissenschaft.
Der vom Kabinett verabschiedete Haushaltsentwurf sieht dafür im Etat
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mehr als 8,5
Milliarden Euro vor. Das ist ein Zuwachs von 6,2 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr. Besonders unterstützt werden soll die Projektförderung für
zukunftsträchtige Technologiebereiche sowie die Weiterentwicklung der
beruflichen Bildung.
Politiker mit Hochschulabschluss
Mehr als 80 Prozent der Abgeordneten des Deutschen Bundestages haben
studiert. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des
Informationsdienstes für Politik „politikerscreen“ hervor. Rund 380
Abgeordnete verfügen demnach über einen Universitätsabschluss, mehr als
50 blicken auf ein Fachhochschulstudium zurück. Promoviert haben über
100 der Parlamentarier, unter Ihnen Kanzlerin Merkel. Vizekanzler Franz
Müntefering gehört dagegen zur Minderheit der Parlamentarier, die nicht
studiert hat.
Infakt am Freitag, 28.Juli 2006
Versuch den Gruppenschlüssel der Chemiefakultät zu stehlen
Am Donnerstagvormittag wurde der Versuch unternommen den
Gruppenschlüssen für die Chemiefakultät zu stehlen. Der Schlüssel ist
ein Generalschlüssel für die Chemiefakultät.
Unbekannte durchsuchten ein Büro in dem sich der Schlüssel befand. Die Tür wurde nicht beschädigt.
Daher wird vermutet, dass sich eine Person mittels des verschwundenen
Generalschlüssels Zugang verschafft hat, der bei der Senatssitzung am
12. Juli abhanden kam. In dieser Sitzung wurden allgemeine
Studiengebühren für die Universität Bielefeld beschlossen. Seitdem kam
es zu mehreren Fällen von Brandstiftung und Vandalismus an der Uni.
Im Internet kursiert unterdessen die Meldung, dass der Schlüssel längst
zurückgegeben sei, und das Rektorat dies verschweigt. Diese Meldung
wird von der Pressestelle der Universität dementiert.
Der AStA der Universität Bielefeld verurteilt Bafög Beitrag im NDR Magazin Panorama
Der AStA der Universität Bielefeld verurteilt einen Beitrag zum Thema
Bafögbetrug der kürzlich im NDR Politmagazin Panorama lief.
In dem Beitrag wurde unterstellt, dass viele Studierende absichtlich
Falschangaben bei Baföganträgen machen, um in den Genuss der Förderung
zu kommen. Einigen Studentenwerken wurde zudem vorgeworfen diese
Handlungen nicht ausreichend zu verfolgen.
Der AStA meint, dass man bei Falschangaben in Baföganträgen nicht
sofort von einer Absicht des Antragsstellers ausgehen könne, da viele
Studierende von der Bürokratie überfordert seien.
Der AStA fordert Panorama zu einer umfangreichen Richtigstellung und einer Entschuldigung auf.
FDP-Bundestagsfraktion besorgt über Scientology-Nachhilfe
Die FDP-Bundestagsfraktion zeigt sich besorgt über den Einfluss von
Scientology auf Nachhilfeangebote für Schüler. Sie rät den Eltern sich
im Zweifelsfall mit der Aktion Bildungsinformation oder den
Sektenbeauftragten der Kirchen in Verbindung zu setzen, falls Ihnen ein
Angebot komisch vorkommt.
Insgesamt ist die FPD-Bundestagsfraktion aber erfreut über die 4000
Nachhilfeschulen mit fast 2,5 Millionen Nachhilfeschülern. Einige
schwarze Scharfe dürfen die Arbeit der privaten Bildungsanbieter nicht
kaputt machen, so die FDP.
Leibnitz-Forschungsstelle in Münster wird 50 Jahre alt
Die Leibnitz-Forschungsstelle in Münster wird 50 Jahre alt. Die
Forschungsstelle an der Westfälischen Wilhelms-Universität forscht seit
einem halben Jahrhundert an dem Nachlass von Gottfried Wilhelm Leibniz.
Innerhalb der Forschung der drei
wissenschaftlichen Mitarbeiter sind insgesamt 8 Bände mit Schriften und Briefen Leibnitz entstanden.
Die Forschungsstelle verwaltet zusammen mit Hannover, Potsdam und Berlin einen der größten Nachlässe der Geistesgeschichte.
Hönig für die Wundheilung
Mediziner der Universität Bonn experimentieren mit Honig zur
Verbesserung der Wundheilung. Der so genannte Medihoney wirkt nach
Erkenntnissen des Universitätsklinikums in bestimmten Fällen besser als
Antibiotika.
Heute werden Patienten mit Keimen konfrontiert, die gegen die meisten
Antibiotika resistent sind, an dieser Stelle wird der Medihoney
interessant, so Dr. Arne Simon von der Universitäts-Kinderklinik Bonn.
TU-Clausthal bildet Endlagerexperten aus
Mit dem neuen Master-Studiengang „Radioactive and Hazardous Waste Management“ bildet die TU-Clauthal Endlager-Experten aus.
Die Studierenden werden ausgebildet eine sichere Verwahrung radioaktiver und chemischer Abfälle zu gewährleisten.
Absolventen können aber auch Wasserwerke oder Deponiebetreiber beraten, oder in Aufsichtsstellen oder Behörden arbeiten.
Nach Angaben der Universität bestehe ein großer Bedarf an solchen Fachleuten.
Wissenschaftler im Eismeer
Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg unternehmen eine
Expedition ins Eismeer. Sie möchten in den wenig kartierten Regionen
nach Leben am und im Wasser suchen. Die Entdeckung einer Meerespassage
im Eis ist eine weitere Herausforderung für das Forscher-Team.
Bereits vor einhundert Jahren versuchten Forscher, einen Seeweg über die sibirischen Schelfmeere in den Pazifik zu erkunden.
Hierfür steht den Wissenschaftlern das neue Eisrandforschungsschiff Maria S. Merian zur Verfügung.
InFakt am Donnerstag, 27.Juli 2006
Uni setzt Belohnung von 6000 € aus
Die Uni Bielefeld setzt eine Belohnung von 6000 Euro auf Hinweise aus,
die zur Ergreifung der Täter der nächtlichen Brandangriffe führt.
Zu diesem Schluss kam die Leitung der Universität gestern in Absprache
mit der Bielefelder Staatsanwaltschaft. Demnach wird die Uni 5000 Euro
und die Staatsanwaltschaft 1000 € für die Belohnung zusteuern. Nachdem
einem Sicherheitsbeamten am Tage der Senatssitzung ein Generalschlüssel
entnommen wurde, wurde in der Uni wiederholt Feuer gelegt und
vandalisiert. Der Asta der Uni Bielefeld distanziert sich in einer
Stellungnahme ausdrücklich von gewaltvollen Protesten, spricht sich
aber auch gegen eine vorschnelle Verurteilung der Vandalierer als
Studiengebührengegner aus.
stärkere Förderung für Spitzensportler
Spitzensportler an Hochschulen und Universitäten dürfen sich künftig über eine verstärkte Förderung freuen.
Dies ist das Ergebnis eines Treffens von Spitzen der
Sportministerkonferenz (SMK), der Kultusministerkonferenz (KMK), der
Hochschul-rektorenkonferenz (HRK) und des Deutschen Olympischen
Sportbundes (DOSB) am Dienstag in Frankfurt/Main.«Der erfolgreiche
Nachwuchs muss bei der Stange gehalten und sollte nicht durch
ungünstige Studienbedingungen von einer möglichen Sportkarriere
abgehalten werden», sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz
Ute Erdsiek-Rave.Alle Gesprächspartner seien sich einig darüber
gewesen, dass im Spitzensport der so genannte «drop-out-Effekt» gesenkt
werden müsse. Immer häufiger sei zu beobachten, dass erfolgreiche
Nachwuchssportlerinnen wegen schwieriger äußerer Rahmenbedingungen ihre
sportliche Karriere vorzeitig beenden würden.
Internationaler Sommerkurs in Bautzen
Rund 50 Studenten aus aller Welt beschäftigen sich seit Dienstag in Bautzen mit Sprache und Kultur der Sorben.
Die Teilnehmer des 15. Internationalen Sommerferienkurses kommen aus 14
Ländern. Die weiteste Anreise hatte ein Slawistik-Student aus
Brasilien. Angeboten werden Exkursionen zu historischen Stätten in der
Lausitz und Begegnungen mit sorbischen Künstlern auf dem Programm.
Der Internationale Sommerferienkurs findet seit 1967 in Bautzen statt
und genießt im In- und Ausland hohes Ansehen.Heute leben nach Angaben
der Domowina etwa 60000 Sorben in Ostsachsen und Südbrandenburg. Neben
Friesen, Dänen sowie Sinti und Roma zählen sie zu den vier anerkannten
nationalen Minderheiten in Deutschland.
Hochschulen finanzieren sich aus eigener Kraft
Die Hochschulen in Deutschland haben sich 2004 fast zur Hälfte aus eigener Kraft finanziert.
Die Universitäten und Fachhochschulen gaben 30,5 Milliarden Euro aus
und nahmen 14,5 Milliarden Euro ein. Das teilte das Statistische
Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Während die Ausgaben gegenüber
2003 mit einem leichten Minus fast gleich blieben, stiegen die
Einnahmen um knapp 7 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der
Studenten um fast 3 Prozent auf gut zwei Millionen.Fast die Hälfte der
Ausgaben entfiel auf die medizinischen Fachbereiche und Einrichtungen
der Hochschulen. Allerdings wurden in den medizinischen Fachbereichen
und Einrichtungen auch die größten Einnahmen erzielt.
InFakt am Mittwoch, 26.Juli 2006
Weiterer Brand in Universitätstoilette
Vergangene Nacht wurde erneut ein Toilettenraum in der Universität Bielefeld in Brand gesteckt.
Dies ist bereits der vierte Vorfall dieser Art.
Seit dem 12. Juli ist es an der Universität Bielefeld zu mehreren
Straftaten gekommen. Da an diesem Tag allgemeine Studiengebühren an der
Universität beschlossen wurden wird ein Zusammenhang zwischen den
Gebühren und den Straftaten vermutet.
Unter anderem wurde das Büro eines Senators mit tierischen Fäkalien beschmiert.
Außerdem wurde ein Generalschlüssel der Universität Bielefeld entwendet, wie Hertz 87.9 bereits berichtete.
Sämtliche Vorkommnisse seien zur Anzeige gebracht worden. Die Bielefelder Polizei ermittelt.
Immer mehr Bachelor- und Masterstudierende in Nordrhein-Westfalen
An den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen gibt es immer mehr
Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen. Laut Mitteilungen des
Statistischen Landesamt in Düsseldorf waren im Wintersemester 2005/06
landesweit rund 50 Prozent mehr Studierende in einem
Bachelorstudiengang eingeschrieben als das Jahr davor. Der Zuwachs von
Masterstudierenden beträgt rund 28 Prozent. Die zweistufige
Studienstruktur aus Bachelor- und Masterstudium ist wesentlicher
Bestandteil der Schaffung eines einheitlichen europäischen
Hochschulraums bis zum Jahr 2010. Dieser wurde von 40 europäischen
Ländern im Rahmen des so genannten Bologna-Prozesses beschlossen.
Universität Hamburg nominiert umstrittene „Raketenforscherin“
Der Hochschulrat der Universität Hamburg hat die Stuttgarter Physikerin
Monika Auweter-Kurtz als Präsidentin der Universität vorgeschlagen. Sie
war dem Hochschulrat von einer Findungskommission als einzige
Kandidatin vorgeschlagen worden.
Der Vorschlag hat bei Studierendenvertretern heftigen Widerstand
ausgelöst. Auweter-Kurtz habe im Auftrag des Rüstungsunternehmens
Bayern Chemie Protac, Materialien für Raketenbrennkammern getestet.
Mit diesen Antrieben könnten auch Gefechtsraketen ausgestattet werden. Auweter-Kurtz hat die Vorwürfe zurückgewiesen
Laut Studierendenvertretern sei die Nominierung der Präsidentschaft
„autoritär“ und undemokratisch gewesen. Die Findungskommission hätte
Alternativkandidaten benennen und die Mitbestimmungsrechte aller
Hochschulangehörigen berücksichtigen müssen.
Sollte der Akademische Senat der Universität Hamburg die Wahl
bestätigen, kann der Senat der Stadt Hamburg die Physikerin als neue
Präsidentin formal bestellen.
InFakt am Dienstag, 25. Juli 2006
Kuhfladen im Büro eines Bielefelder Professors
An der Universität Bielefeld hat es erneut einen Fall von Vandalismus
gegeben. In der Nacht auf Montag sei das Büro eines Professors „nahezu
komplett mit –Kuhfladen- verschmiert worden“. Das berichtet heute die
Zeitung „Neue-Westfälische“ aus Bielefeld.
Einige Mitarbeiter der Universität sein sich sicher, dass dazu der
abhanden gekommene Generalschlüssel der Universität benutzt worden sei.
Der Flur in dem das, von dem Anschlag betroffene, Büro eines Professors
liegt, wird zudem verstärkt vom Sicherheitspersonal der Uni
kontrolliert.
Von der Universität Bielefeld wurde der neue Anschlag bis jetzt weder bestätigt, noch dementiert.
Die Polizei ermittelt weiter im Fall des
General-schlüssel-diebstahls an der Universität Bielefeld
Polizei übernimmt die Ermittlungen
Während der Senats-sitzung zum Thema Studiengebühren war einem Wachmann der Schlüssel abhanden gekommen.
Es wird angenommen, dass ein Studierender dem Wachmann den Generalschlüssel für die Universität entrissen hat.
Die Zunahme der Vandalismus-anschläge an der Universität Bielefeld wird
von den Ermittlern in Verbindung mit dem Diebstahl des
Generalschlüssels gebracht.
Immer mehr Bafög-Studenten in Hamburg
Das Bundesland Hamburg hat die meisten Studierenden die Bafög
empfangen. Die Zahl der Unterstützungs-empfänger stieg im vergangenen
Jahr an und lieg nun bei rund 43 %.
Der SPD-Sozialexperte Dirk Kein-scherf sagte dazu, dass „die Zahlen
zeigen, daß die soziale Lage bei vielen Studierenden sehr ernst sei.
Die vom Senat beschlossene Einführung von Studiengebühren zum
Sommersemester 2007 würde in Hamburg die Situation weiter verschärfen."
InFakt am Montag, 24. Juli 2006
Erneut Brandanschlag an der Uni Bielefeld
An der Universität Bielefeld hat es am Wochenende erneut gebrannt.
Das Feuer ist am Samstagmorgen gegen 1 Uhr auf einer Toilette
ausgebrochen. Der Brand ist nun der dritte innerhalb weniger Tage. Die
Polizei vermutet auch in diesem Fall Brandstiftung und ermittelt gegen
Unbekannt. Es ist ein Sachschaden von etwa 3.000 Euro entstanden.
Unterdessen ermittelt der polizeiliche Staatsschutz weiter an der
Universität Bielefeld wegen Schlüsseldiebstahls. Während der
Senatssitzung zum Thema Studiengebühren vor zwei Wochen ist einem
Wachmann ein Generalschlüssel abhanden gekommen. Er soll ihm von einem
Studierenden während eines Gemenges entrissen worden sein.
Beratung über Stammzellenforschung in Brüssel
Die Forschungsminister der Europäischen Union werden heute in einer
Sondersitzung über den Etat für die so genannte verbrauchende
Embryonenforschung diskutieren.
Trotz Protesten aus allen politischen Lagern hatte die EU-Kommission
diesen Forschungszweig mit 50 Millionen Euro in die Kalkulation für den
nächsten Haushalt aufgenommen. Dieser soll nun schnell verabschiedet
werden, um rechtzeitig alle Förderanträge für 2007 bearbeiten zu
können. Die Gegner der Embryonenforschung wollen allerdings eine zweite
Lesung erzwingen und eine Verabschiedung vor der Sommerpause verhindern.
In Europa gibt es derzeit kein einheitliches Gesetz zur embryonalen
Stammzellenforschung. Man verspricht sich hiervon zwar einen
Fortschritt z.B. bei der Heilung von Erbkrankheiten. Allerdings ist in
manchen Ländern die Forschung aus ethisch Gründen illegal.
Beratung über Stammzellenforschung in Brüssel
Die Forschungsminister der Europäischen Union werden heute in einer
Sondersitzung über den Etat für die so genannte verbrauchende
Embryonenforschung diskutieren.
Trotz Protesten aus allen politischen Lagern hatte die EU-Kommission
diesen Forschungszweig mit 50 Millionen Euro in die Kalkulation für den
nächsten Haushalt aufgenommen. Dieser soll nun schnell verabschiedet
werden, um rechtzeitig alle Förderanträge für 2007 bearbeiten zu
können. Die Gegner der Embryonenforschung wollen allerdings eine zweite
Lesung erzwingen und eine Verabschiedung vor der Sommerpause verhindern.
In Europa gibt es derzeit kein einheitliches Gesetz zur embryonalen
Stammzellenforschung. Man verspricht sich hiervon zwar einen
Fortschritt z.B. bei der Heilung von Erbkrankheiten. Allerdings ist in
manchen Ländern die Forschung aus ethisch Gründen illegal.
Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement an der Universität Paderborn
An der Universität Paderborn gibt es ein bundesweit einzigartiges Forschungszentrum zu Bürgerschaftlichem Engagement.
Acht Wissenschaftler beschäftigen sich insbesondere mit Grundlagen- und
anwendungsorientierter Forschung gesellschaftlichen Engagements und
Organisationsberatung. Zielgruppen sind hier vor allem
Wirtschaftsunternehmen, Verbände, Vereine, Politik und Verwaltung.
Finanziert wird das Forschungszentrums durch Forschungsaufträge.
Forschungszentrum Bürgerschaftliches Engagement
Einzigartiges Studienprogramm China-Manager/in
An der Bielefelder Fachhochschule des Mittelstands (FHM) wird erneut
das bundesweit einzigartige Studienprogramm China-Manager/in angeboten.
Das einsemestrige Programm sollen die Studierenden überwiegend an der
Partnerhochschule Nord-West Universität Xi´an verbringen. Es beinhaltet
Betriebswirtschaftslehre, die chinesische Sprachausbildung,
interkulturelle Trainingseinheiten und Unternehmensexkursionen. Das
Programm richtet sich an Absolventen und Studierende der Sinologie, der
Rechts- und der Wirtschaftswissenschaften.
China-Manager/in
Internationale Studierende in Bielefeld
Das Bildungswerk des Bielefelder Schulvereins beherbergt derzeit rund 60 Studierende aus der ganzen Welt.
Die internationalen Studierenden sind zwischen 20 und 30 Jahre alt und
absolvieren hier einen zwei- oder dreiwöchigen Sprachkurs. Im Rahmen
des Kurses werden sowohl ost-westfälische Sehenswürdigkeiten besucht,
als auch Exkursionen nach Köln und Berlin angeboten. Das Bildungswerk
des Bielefelder Schulvereins veranstaltet die mehrwöchigen
Sommersprachkurse bereits seit 15 Jahren.
Infakt am Freitag, 21. Juli 2006
StuPa-Tagung
Gestern tagte erstmals das neue Studierenden Parlament, kurz StuPa, für
das kommende Studienjahr. In den Vorsitz des StuPas wurden Ingo Bowitz
von der Grünen Hochschulgruppe sowie Wiebke Esdar von der
Juso-Hochschulgruppe und Christian Osinga von der Hochschulgruppe
Kompaß gewählt. Im Rahmen des Stupas wurde auch der neue Vorsitz des
Allgemeinen Studierendenausschusses, kurz Asta, der Uni Bielefeld
gewählt. Vorsitzende des Astas sind nun Inga Müller von der Offenen
Liste des Grünen Hochschulgruppe sowie Jan Binder von der
Hochschulgruppe United – Studium für alle. Auf der Stupa-Sitzung wurde
zudem der Haushaltsausschuß für das kommende Jahr beschlossen. Eine
erstmals konstituierte Verkehrkommission soll die Verhandlungen mit den
öffentlichen Verkehrbetrieben über das Preis-Leistungsverhältnis des
Semestertickets verbessern.
Ärzte-Streik weitet sich aus
In Nordrhein-Westfalen streiken immer mehr Ärzte.
Seit gestern sind davon auch Krankenhäuser in Solingen, Krefeld, Essen, Bielefeld und Gütersloh betroffen.
Frank Ulrich Montgomery, Chef des Marbuger Bundes, forderte vor einer
Wiederaufnahme der Verhandlungen ein Entgegenkommen der Arbeitgeber.
Nach Montgomerys Angaben sieht er keine Gesprächsbasis, wenn die
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände an ihrer „Forderung nach
Lohnkürzung“ festhalte.
Zahl der Studierenden sinkt nicht
Die Zahl der Studierenden wird trotz der kommenden
Studiengebühren ansteigen, Dies meldet die Zentrale Vergabestelle für
Studienplätze kurz: ZVS. Die vielerorts beschlossenen Studiengebühren
schrecken junge Menschen nicht von einer Bewerbung zum Studium ab.
Schon zum Wintersemester 2005/2006 hätten sich bundesweit bei der ZVS fast 72000 Studierwillige auf 18000 Plätze beworben.
Mikrokapseln in Tumorzellen
Max-Planck-Forschern ist es gelungen Mikrokapseln in Tumorzellen
einzuschleusen. Das Ziel der Forscher ist es, Tumorzellen von innen
bekämpfen. Nach Angaben des Potsdamer Instituts können die Forscher
Substanzen in Form von winzigen Kapseln in die kranken Zellen einfügen.
Danach werden die Substanzen mit Hilfe von Laserimpulsen innerhalb der
Zellen gezielt freigesetzt.
Die bisherigen Verfahren wie z.B. die Chemotherapie zerstören
infizierte Krebszellen und gesunde Zellen der Betroffenen
gleichermaßen. Das neue Verfahren soll das gesunde Gewebe nicht
angreifen.
Zahl der sozialbbenachteiligten Studierende sinkt
Der Anteil von Studierenden aus sozial benachteiligten Schichten ist in Großbritannien weiter gesunken.
Im Studienjahr 2004/2005 gelangten nur noch 28,2 Prozent der
Erstsemester aus einkommensschwachen Familien an die Universität, so
das britische Statistikbüro Hesa am Donnerstag in London. Dies ist ein
Rückgang um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch das Ziel
der Regierung, die Hälfte aller 18- bis 30-Jährigen an die Hochschulen
zu bringen, sei nicht erreicht worden.
Diese Quote blieb bei rund 42 Prozent stabil. Zudem geht aus der
Statistik hervor, dass die Zahl der Studienabbrecher steigt.
Mittlerweile schließe jeder sechste seine Hochschulausbildung nicht
mehr ab. An einigen Unis liege die Quote sogar deutlich höher.
Besonders betroffen seien auch hier Studierende aus sozial
benachteiligten Schichten.
Infakt am Donnerstag, 20. Juli 2006
Heute ist konstituierende Sitzung des Stupa
Heute findet die Konstituierende Sitzung des Studierendenparlament (kurz Stupa) statt.
Um 19:15 (s.t) startet die offene Sitzung in V2-105.
Unter anderem wird dort der einen neuer Stupa Vorsitzender und der Allgemeine Studierendenausschusses gewählt.
Studentenwerk sieht BAföG als Erfolgsmodell
Eine staatliche Studienfinanzierung ist auch künftig
unabdingbar. Das sagte Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des
Deutschen Studentenwerks. Am Montag war bekannt geworden, dass Bund und
Länder im vergangenen Jahr eine Bafög-Rekordsumme in Höhe von rund zwei
Milliarden Euro ausgezahlt haben. Der Bafög-Satz müsse angehoben
werden, so Achim Meyer auf der Heyde. Als Gründe nannte er die
Einführung von Studiengebühren und steigende Lebenshaltungskosten. Die
staatliche BAföG-Regelung dürfe nicht durch eine marktbasierende
Studienfinanzierung ersetzt werden, so Meyer auf der Heyde.
Hänsch für Abschaffung der Pensionsgrenze bei Professoren
Der Physik-Nobelpreisträger Theodor Hänsch fordert die Abschaffung der
Pensionsgrenze von 65 Jahren für Professoren an deutschen Unis. Viele
Professoren würden die Wissenschaft als Lebensaufgabe begreifen,
sollten aber wie Angestellte im Einwohnermeldeamt mit 65 Jahren
aufhören, beklagt Hänsch. US-Universitäten würden die produktivsten
Professoren im Ruhestand anwerben und so große Erfahrung und ungeheures
Wissen importieren. Hänsch schlägt vor, dass Beamtenrecht an
Hochschulen zu ändern und eine Art Wissenschaftsrecht zu schaffen. Ein
solches Wissenschaftsrecht müsse auch die Mobilität von Professoren
innerhalb Europas gewährleisten.
Magdeburger Forscher arbeiten an der Entwicklung eines „Löschkäfers“
Wissenschaftler der Fachhochschule Magdeburg-Stendal entwickeln einen
so genannten Löschkäfer zur Bekämpfung von Waldbränden. Der Roboter
solle große Waldregionen mit Hilfe von Infrarot- und Biosensoren
überwachen, hieß es gestern. Außerdem soll der Roboter Brandherde
melden und bekämpfen. Der Löschkäfer wird nach dem Vorbild eines
Insekts konstruiert. Ein hitzebeständiger Panzer soll Temperaturen bis
1300 Grad aushalten und die Technik im Inneren schützen. Je nach
Bodenbeschaffenheit könne sich die Löscheinheit mit bis zu 20 Kilometer
pro Stunde vorwärts bewegen.
Bildungsministerin will Sitzenbleiben abschaffen
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave will das
Sitzenbleiben von Schülern abschaffen. Sitzenbleiben füge jungen
Menschen Schaden zu, sagtedie SPD-Politikerin. Aus vielen
Untersuchungen sei bekannt, dass Sitzenbleiben nicht zum Erfolg führe.
Der oberste Leitsatz der Schulen müsse es sein, jedes Kind individuell
zu fördern. Sie habe in ihrer Zeit als Lehrerin selbst erlebt, dass
Sitzenbleiben zu gewaltigen persönlichen Problemen führe. Die Schüler
würden dadurch die Motivation verlieren und sich schämen, so
Erdsiek-Rave.
Internationale Mathelehrerkonferenz in Dresden
150 Mathematiklehrer aus 35 Ländern treffen sich vom 20. bis 23. Juli
an der Technischen Universität Dresden. Dort wird die internationale
Konferenz "DES-TIME-2006" abgehalten. Veranstalter sind das Sächsische
Kultusministerium und die Technische Universität Dresden. Im
Mittelpunkt des Kongresses stehen die Rolle des Computers und die
Verfügbarkeit moderner Werkzeuge für den Mathematikunterricht. Die
Mathelehrer debattieren die Auswirkungen auf Lehrpläne,
Unterrichtsmethoden und Mathematikunterricht. Zum Konferenzprogramm
gehören etwa 120 wissenschaftliche Vorträge und Workshops.
AStA in Bonn klagt gegen Studiengebührenbeschluss
Der AStA der Uni Bonn will gegen eine Sitzung des Senats der Hochschule
klagen. Auf der Sitzung am 1. Juni hatte der Senat die Einführung von
Studiengebühren beschlossen. Zwei Senatoren des Senats, ein Professor
sowie eine Studentin wollen jetzt gemeinsam mit dem AStA ein
Organstreitigkeitsverfahren einleite. Sie waren an der Teilnahme an der
Sitzung gehindert worden.
Studierende, die gegen den Gebührenbescheid Widerspruch erheben, können
bei einer erfolgreichen Klage gegen die Senatssitzung auf die
Rückzahlung ihrer Gebühren hoffen. Ein Urteil ist frühestens im Sommer
2007 zu erwarten.
Bush blockiert Gesetz zur Stammzellforschung
Mit einem Veto hat der US-Präsident George W. Bush
ein Gesetz zur Förderung der Stammzellenforschung blockiert.
„Ich werde nicht zulassen, dass die Grenze zwischen Wissenschaft und Ethik überschritten werde“, sagte Bush in Washington
Der Gesetz-entwurf erlaubt die staatliche Förderung von Forschungsprojekten mit Embryonen.
Forscher erhoffen sich von einer Stammzellen-therapie langfristig die
Heilung von Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und Krebs.
Generalschlüssel der Uni in Hand vonm Studierenden
Eine Generalschlüssel der Universität Bielefeld ist im Besitz von Studierenden.
Vergangene Woche war bei dem Versuch die Senatsitzung zu stören, einem
der Wachdienstmitarbeiter der Schlüssel entwendet worden. Der
Genaeralschlüssel ist in der Lage rund 10.000 Schlösser in der Uni zu
öffnen. Ein Austausch der 10.000 Schlösser würde ca. 1. Million Euro
kosten.
Die Universität hat den polizeilichen Staatsschutz eingschaltet und Strafanzeige gestellt.
Infakt am Mittwoch, 19. Juli 2006
Staatsschutz ermittelt in der Uni
Der Staatsschutz ermittelt wegen Brandanschlägen in der Universität.
Am Sonntag hatten zwei Toilettenspülkästen im zweiten Obergeschoss
gebrannt. Am Tag zuvor waren zwei Papierkörbe in Brand gesetzt worden.
Die Polizei will in den Toiletten nach Hinweisen auf die Täter suchen.
Neue Erkenntnisse gebe es noch nicht, so der Staatsschutz. Bei dem
Staatsschutz handelt es sich um die politische Polizei. Sie ermittelt
wegen eines möglichen Zusammenhangs mit den Studiengebühren-Protesten.
Die Uni wird jetzt die Sicherheitsdienste verstärken.
Anstieg: Über 800.000 Studierende und Schüler bekommen BAföG
Die Zahl der BAföG-Empfänger ist 2005 weiter gestiegen.
Das teilte das statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Über
800.000 Schüler und Studenten erhalten Leistungen nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Das waren rund 19.000 mehr
als im Vorjahr. Die Schüler bekamen im Schnitt etwa 300 Euro monatlich,
Studenten rund 400 Euro. Damit blieb der durchschnittliche
Förderungssatz seit 2004 nahezu gleich. Bund und Länder gaben den
Angaben zufolge für das BAföG insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro aus.
Wissenschaftler plädieren für Lehrer-Stimmtest
Rund 40 Prozent der Wissenschaftler der Universität haben Probleme mit Stimme und Aussprache.
Das hat eine Studie der Uni Leipzig ergeben. Die Leipziger Forscher
plädieren daher für einen Stimmtest für angehende Lehrer. Etwa jeder
sechste angehende Lehrer müsse sich wegen seiner Stimm-Probleme in
ärztliche Behandlung begeben, hat die Studie ergeben. Die
Wissenschftler haben während ihrer Studie über 5000 angehende Pädagogen
untersucht. Dabei stießen sich auch auf Probanden, die stotterten oder
lispelten. Einer habe gar eine Lese-Rechtschreibschwäche gehabt.
Universitätsmitarbeiter ausgesperrt
Mitarbeiter Bochumer Universitätsverwaltung sind gestern aus ihren Büros aus ihren Büros ausgesperrt worden.
Die Schlösser mehrerer Eingangstüren waren in der Nacht mit Superkleber
versiegelt worden. Zu der Tat bekennt sich eine autonome
Widerstandsgruppe mit Namen „Kommando Dreizehnter Juli“. Hintergrund
der Tat ist nach Angaben der Gruppe das Vorgehen des Bochumer Senats in
der vergangenen Woche. Der Senat hatte am Donnerstag die Erarbeitung
einer Satzung für Studiengebühren beschlossen. Um Störungen vorzubeugen
hatte die Polizei den Sitzungssaal gesichert. Die Gruppe „Kommando
Dreizehnter Juli“ teilte mit, sie könne es nicht hinnehmen, dass hinter
verschlossenen Türen und mit Hilfe von Staatsgewalt über die Zukunft
von 32.000 Studierenden entschieden werde.
Universitätsgesellschaft fördert Auslandsaufenthalt von Bielefelder Studenten
Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft unterstützt in
diesem Jahr elf Bielefelder Studierende bei ihrem Auslandsaufenthalt.
Die Gesellschaft fördert die Studierenden mit bis zu 2000 Euro pro
Person. Die ausgewählten Stipendiaten erhalten die Förderung aufgrund
exzellenter Leistungen und ehrenamtlichen Engagements. Sie kommen aus
verschiedensten Fachbereichen und spiegeln das vielfältige
Studienangebot der Universität Bielefeld wider. Insgesamt hat die
(Westfälisch-Lippische) Universitätsgesellschaft bereits über 170.000
Euro zur Förderung von Auslandsvorhaben Bielefelder Studenten
bereitgestellt.
Rauchverbot an der Medizinischen Hochschule Hannover
Die Medizinische Hochschule Hannover wird zur rauchfreien Zone.
Das hat der Senat der Hochschule jetzt beschlossen. Von der
Anti-Raucher-Regelung sind alle Gebäude der Hochschule und sämtliche
Eingangsbereiche betroffen. Zum Ausgleich werden Raucherzonen in den
Innenhöfen eingerichtet. Verstöße gegen das Rauchverbot sollen zunächst
nicht sanktioniert werden. Für die Umsetzung des Beschlusses ist eine
Übergangsphase von einem Jahr vorgesehen.
Ähnliche Entwicklungen sind auch an der Universität Bielefeld denkbar.
So ist vor kurzem die Hochschulgruppe „Liste Rauchfreie Uni“ ins
Studierendenparlament eingezogen. Außerdem gibt es eine studentische
Initiative, die bereits über 2000 Unterschriften für eine rauchfreie
Uni Bielefeld gesammelt hat.
Verkürzte Oberstufe: Zahl der Nachhilfe-Schüler steigt an
Der Markt für Nachhilfelehrer ist seit der Verkürzung der gymnasialen Oberstufe deutlich angestiegen.
Das sagte Cornelia Sussiek, Vorsitzende des Bundesverbandes der
Nachhilfeschulen. Den Schülern fehle ein Jahr zum Lernen, der
Arbeitsaufwand bleibe jedoch derselbe, um die Hochschulreife erlangen.
Das neue G8-Abitur ermöglicht Schülern, bereits in der 12. Klasse die
Hochschulreife zu erlangen. Die Belastung und der seelische Druck für
G8-Kinder habe jedoch dramatische Auswirkungen, so Cornelia Sussiek vom
Bundesverband der Nachhilfeschulen. Als zentrales Problem sieht sie die
deutliche Überforderung der Schüler. Aus diesem Grund würden bundesweit
mehr Nachhilfelehrer benötigt. Hinzu komme, dass Schüler im
Durchschnitt ein Jahr früher mit Fremdsprachen konfrontiert werden als
bislang. Auch Grundschüler benötigen wegen der gestiegenen
Lernanforderungen immer mehr Nachhilfe, berichten Lehrer- und
Elternvertreter. Eltern würden demnach versuchen durch die zusätzliche
Förderung eine gymnasiale Grundschulempfehlung der Lehrer für ihre
Kinder zu erhalten.
Bundespräsident kritisiert Bildungspolitik
Bundespräsident Horst Köhler hat die deutsche Bildungspolitik
kritisiert. Zwar würden stetig neue Schulden gemacht. Dennoch fehlten
an Schulen und Universitäten Lehrmittel, Lehrkörper und gute
Rahmenbedingungen, so Horst Köhler.
Trotz großen Wortgetöses der Politik sei der Schwerpunkt Bildung,
Forschung und Entwicklung noch nicht genug belichtet. Die Regierung sei
zu sehr in Parteipolitik verhaftet, sie müsse sich mehr auf die
Sachprobleme konzentrieren, sagte Köhler. Er kündigte an, sich im
Herbst eingehender mit der Situation von Bildung, Forschung und
Entwicklung in Deutschland zu befassen.
KfW-Studienkredit bisher 6000 Mal bewilligt
Rund 6000 Studierende haben bislang die Studienkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen.
Das teilte gestern Bundesbildungsministerin Annette Schavan mit. Zwei
Millionen Studierende gibt es in Deutschland. Trotz der wenigen tausend
Studierenden, denen der Kredit bisher bewilligt wurde, sprach Schavan
wörtlich von einer „sehr erfreulichen und rasanten Entwicklung“. Es
zeige sich, dass die neue Form der Studienfinanzierung eine Marktlücke
treffe, so Schavan. Den Studienkredit der KfW gibt es seit dem 1.
April.
Infakt am Dienstag, 18. Juli 2006
Freigelassene Bielefelder Studierende fordern weiterhin Unterstützung
Nach der Freilassung der Bielefelder Studenten Henning Walerius und
Eike Korfage aus einem St. Petersburger Gefängnis fordern die beiden
weitere Unterstützung für die Inhaftierten. Noch seien ein Schweizer
und viele russische Globalisierungsgegner im Gefängnis, die dringend
Unterstützung bräuchten. Besonders die Schweizer Medien seien gefragt,
so Henning Wallerius gestern. Die beiden Photographiestudenten sind
davon überzeugt, dass sie aufgrund des großen Medienechos in
Deutschland freigelassen wurden und nach Estland abgeschoben wurden.
GWK vergibt Förderpreise
Die Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK) hat
fünf Förderpreise vergeben. Die Preise sind mit insgesamt ca. 20.000 €
dotiert. Die Auszeichnungen in den Sparten Kunst, Musik und Literatur
werden am 26. November in Münster verliehen. Der Gewinner des
Kunstpreises bekommt neben 8000 Euro auch eine Einzelausstellung im
Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Die
Preisträger müssen in Westfalen geboren sein, dort länger leben oder
dort einen Hochschulabschluss erlangt haben.
Wissenschaftler fordern Bildungsreform
Als Konsequenz aus dem Geburtenrückgang haben Wissenschaftler eine
umfassende Reform des Bildungssystems gefordert. Nach einer am Montag
veröffentlichten Studie der Robert-Bosch-Stiftung werden bis zum Jahr
2020 die Schülerzahlen um 17 Prozent gegenüber dem Jahr 2005
zurückgehen. Die Einsparungen wurden auf rund 80 Milliarden Euro
beziffert.
Die Autoren der Studie verlangten die Einführung obligatorischer
Ganztagsschulen. Es gehe nicht nur darum, die Ausgaben je Schüler zu
erhöhen. Genauso wichtig sei die Umstrukturierung der Ausgaben. Mehr
Geld müsse in die Grundschulbildung gesteckt werden, heißt es in der
Untersuchung. Ein Verzicht auf umfassende Reformen verschlechtere die
Chancen Deutschlands im internationalen Wettbewerb.
Die Experten warnten davor, die im Schulbereich frei werdenden Mittel
für die Finanzierung von Hochschulen zu benützen. Dies würde eine
Verbesserung der Bildungsqualität verhindern. Die von der
Robert-Bosch-Stiftung in Auftrag gegebene Erhebung mit dem Titel
"Demographie als Chance" entstand in Zusammenarbeit mit der
Tageszeitung "Die Welt".
CDU/CSU will Impulse für Hochschulpakt 2020 geben
Die AG Bildung und Forschung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat ein
10-Punkte-Papier vorgelegt. Mit dem Papier will die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion Impulse für den Hochschulpakt 2020 geben.
Der Hochschulpakt weise den Weg in eine moderne und zukunftsorientierte
Hochschulausbildung in Deutschland, so die Pressesprecherin der
Arbeitsgruppe.
Um dieses Vorhaben zu erreichen sei es besonders wichtig, dass die
Länder sich verpflichten, die Mittel, die sie vom Bund für den
Hochschulbau erhalten, mit
Landesmitteln in gleicher Höhe wie bisher aufzustocken. Dazu bedarf es einer entsprechenden Selbstverpflichtung der Länder.
Ziel des Hochschulpaktes sei es, mehr Studierende als bisher zu einem
Abschluss zu bringen. Nicht die Steigerung der Studierendenquote,
sondern der Absolventenquote sei die richtige Zielmarke für den
Hochschulpakt.
Seminar zum Nationalsozialismus in Mainz
Das Historische Seminar der Universität Mainz veranstaltet vom 23. Juli
bis 6. August erstmals eine internationale Sommer-Akademie. 27 junge
Nachwuchswissenschaftler aus 14 Nationen und 13 Dozenten beschäftigten
sich auf der Ebernburg bei Bad Münster am Stein mit dem
Nationalsozialismus. Die weltweite Ausschreibung habe eine unerwartet
starke Resonanz hervorgerufen, so die Organisatorin Pia Nordblom. Mehr
als 100 Interessenten hätten sich um die Teilnahme beworben.
Die Forschung zum Nationalsozialismus ist nach den Worten von Nordblom
in viele Spezialisierungen verästelt und kaum zu überblicken. Zu den
Themen gehören die NS-Bewegung, der Zweite Weltkrieg, der Holocaust,
der Widerstand und die Kirchen.
Die Sommer-Akademie wird vom Zeitgeschichtler Michael Kißener geleitet.
Naturwissenschaften schon im Kindergarten fördern
In den kommenden fünf Jahren sollen Technik und Forschung auch in
Kindergärten und Vorschulen eine große Rolle spielen. Das sagte
Bundesbildungsministerin Annette Schavan von der CDU im Rahmen des
Wissenschaftssommers 2006 in München. Es gebe mittlerweile viele
Forschungsinstitute, die ihre Tore für Schüler öffnen. Schavan sagte
weiter, dass das die Schwelle der jungen Menschen senke sich mit
Naturwissenschaften zu beschäftigen. Die frühe Beschäftigung mit
Technik und Forschung würde zudem die Studien- und Berufswahl der
Schüler beinflussen.
Proteste gegen Studiengebühren in Offenbach
An der Hochschule für Gestaltung in Offenbach protestieren die
Studierenden mit einem Hüttendorf neben der Universität gegen geplante
Studiengebühren. Die Studierenden hatten im letzten Monat beschlossen
diese Protestaktion anstelle der Präsentation der Arbeiten des
vergangenen Jahres durchzuführen. An der Hochschule für Gestaltung
sollen zum Wintersemester 2007/2008 Studiengebühren eingeführt werden.
In Offenbach ist das besonders belastend für die Studierenden, weil das
Studium im Schnitt 12 Semester dauert und viele Studierende ohnehin
Langzeitstudiengebühren zahlen müssen.
Infakt am Montag, 17. Juli 2006
Korrespondenten von Hertz 87,9 wieder frei
(Von 9-14 Uhr)
Die beiden Korrespondenten von Hertz 87,9, Henning Wallerius und Eike
Korfhage, sind vorzeitig aus dem Gefängnis in St. Petersburg entlassen
worden.
Das haben sie Hertz 87,9 in einem Telefoninterview am Sonntagmorgen mitgeteilt.
Samstag Abend gegen 18:30 deutscher Zeit wurde den beiden Inhaftierten
mitgeteilt, dass sie nach Hause können und über Estland abgeschoben
würden. Nachdem sie dann ihre persönlichen Gegenstände aus dem
deutschen Konsultat abholen durften, haben die russischen Behörden die
beiden Bielefelder Fotografiestudenten in die estische Grenzstadt Narva
gebracht. Dort waren sie zunächst provisorisch in einer Schule
untergebracht. Mittlerweile befinden sie sich in der estländischen
Hauptstadt Tallin und planen ihre Rückreise nach Deutschland. Henning
Wallerius und Eike Korfhage wurden vergangenen Dienstag, kurz vor dem
G8-Gipfel, zu insgesamt 10 Tagen Haft verurteilt. Die Anklage lautete
„Urinieren in der Öffentlichkeit“, doch die Angeklagten bestreiten das.
Der Grund für die vorzeitige Entlassung ist nach eigenen Aussagen
bislang völlig unklar.
Henning Wallerius gegenüber Hertz 87,9: „Wir wissen es einfach nicht.
Kann natürlich auch sein, dass die Frau Merkel dem Putin getroffen hat
und ihm gesagt hat: Mensch Junge, lass die beiden Jungs da mal raus, so
toll ist das alles nicht. Keine Ahnung.“
Korrespondenten von Hertz 87,9 wieder frei
(Von 15-17 Uhr)
Die beiden Korrespondenten von Hertz 87,9, Henning Wallerius und Eike
Korfhage, sind vorzeitig aus dem Gefängnis in St. Petersburg entlassen
worden.
Das haben sie Hertz 87,9 in einem Telefoninterview am Sonntagmorgen
mitgeteilt. Am Samstag Abend wurden sie von den russischen Behörden
entlassen und ins nahe gelegene Estland gebracht. Seit gestern befinden
sich die beiden Fotografiestudenten der Fachhochschule Bielefeld in der
estischen Hauptstadt Tallin und planen ihre Rückreise nach Deutschland.
Henning Wallerius und Eike Korfhage wurden vergangenen Dienstag, kurz
vor dem G8-Gipfel, zu insgesamt 10 Tagen Haft verurteilt. Die Anklage
lautete „Urinieren in der Öffentlichkeit“, die Angeklagten bestreiten
das. Der offizielle Grund für die vorzeitige Entlassung ist bislang
völlig unklar.
Henning Wallerius heute Mittag gegenüber Hertz 87,9:
„Auch wenn wir jetzt als deutsche Staatsbürger aus russischer Haft
entlassen wurden ändert das nichts daran, dass immer noch ein schweizer
Staatsbürger und vor allem jede Menge russische Staatsbürger in
russischen Gefängnissen sitzen. Weil sie auf friedliche Art und Weise
ihre Meinung zum Thema G8-Gipfel, zum Thema Globalisierung äußern
wollen. Und mit fadenscheinigen Gründen ins Gefängnis gesteckt wurden
und da immer noch gehalten werden. Wir hatten ja relativ gute
Bedingungen und ich möchte nicht wissen, wie es für russische
Staatsbürger im Gefängnis zu geht. Und das kann einfach nicht sein. Es
kann nicht sein, dass ein Land den Vorsitz, jetzt auch eines
europäischen Gremiums hat wo es gerade um Menschenrechte geht, das
Menschenrechte mit Füßen tritt.“
Bielefelder Wissenschaftspreis an Rechtsphilosoph Dworkin
Der amerikanische Rechtsphilosoph Ronald Dworkin erhält den diesjährigen Bielefelder Wissenschaftspreis.
Das gab die Stiftung der Sparkasse Bielefeld am Freitag bekannt.
Dworkin werde der Preis im Dezember für seinen Einfluss auf die
Entwicklung der Rechtstheorie verliehen, so Jury-Vorsitzender Dieter
Timmermann. Die Laudatio werde der Philosoph Jürgen Habermas halten.
Der Bielefelder Wissenschaftspreis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird
in Gedenken an den Soziologen Niklas Luhmann bereits zum zweiten Mal
verliehen. 2004 haben den Preis zwei ehemalige Direktoren des Kölner
Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung, Renate Mayntz und
Fritz Scharpf, erhalten.
Unfall mit der Bahn während des Autokinos
Während des Autokinos an der Universität Bielefeld am vergangenen Freitag ist ein Student von der Straßenbahn angefahren worden.
Der 28-Jährige wollte Fotoaufnahmen machen und hat sich mit seiner
Ausrüstung im Gleisbereich aufgehalten. Er wurde von der Linie 4 kurz
vor den Universitätsparkhäusern erfasst und wurde schwer verletzt. Der
Student wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
Länderfinanzausgleich bei Studienfinanzierung verfassungswidrig?
Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Peter Frankenberg von
der CDU hat sich gegen einen Finanzausgleich der Länder bei der
Studienfinanzierung ausgesprochen.
Der Vorschlag des rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministers Jürgen
Zöllner von der SPD sei verfassungswidrig. Zöllner will für
Rheinland-Pfälzer selbst keine Studiengebühren einführen. Studierende,
die in einem anderen Bundesland ihr Abitur abgelegt haben sollen bis zu
1000 Euro pro Semester zahlen. Das aber widerspreche dem Grundgesetz,
so der baden-württembergische Wissenschaftsminister Frankenberg. Das
Gesetz sieht die Gleichbehandlung aller Bürger vor.
Studiengänge der Fachhochschule der Diakonie akkreditiert
An der neuen Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld wurden nun die
Studiengänge im Bereich Heilpädagogik, Ppflege, Gesundheit und Soziale
Arbeit akkreditiert.
Eine Freiburger Akkreditierungsagentur hatte die Studiengänge
hinsichtlich der so genannten Bologna-Kriterien untersucht. Diese
Kriterien sollen der Qualitätssicherung im europäischen Hochschulraum
dienen. Die neuen Bachelor-Studiengänge laufen ab Oktober an. Zur Zeit
läuft die Bewerbungsfrist. Informationen gibt es unter
fachhochschule-diakonie.de
Westfälische Kunst in Münster
In der Universität Münster wurde am Freitag eine Ausstellung der Künstlerin Gerda Christa Dingemann eröffnet.
Die Essener Künstlerin habe sich in ihren Arbeiten unter anderem an
Paul Cézanne, Claude Monet und Joseph Beuys orientiert, so die
Universität. Die Ausstellung läuft noch bis Mitte Oktober im Rahmen der
Reihe „Bilder vom Schloss“. In dieser Reihe sollen mehrmals im Jahr
verschiedene Künstler aus der Region vorgestellt werden.
Größter Rechnerverbund in Europa
Die drei Großrechenzentren Jülich, München und Stuttgart haben sich zusammengeschlossen.
Damit entstehe der größte Hochleistungsrechnerverbund in Europa, teilte
Bundesforschungsministerin Anette Schavan mit. Zusammen können die
Standorte 100 Billionen Rechenschritte pro Sekunde erledigen. Das ist
rund 13.000 mal schneller als bei einem normalen PC. Der Bund fördert
die deutschen Zentren von 2007 bis 2009 mit insgesamt 30 Millionen Euro.
Hochschulausbildung zum Gutachter für Investitionsbewertung
Die Privat-Universität Witten/Herdecke bietet die bundesweit erste
Hochschulausbildung als Gutachter für Bewertung von Investitionen und
Finanzierung an.
Die Ausbildung ist auf sieben Monate als Aufbaustudium angelegt und
läuft in Kooperation mit dem Institut für Finanzmarktforschung und
Qualitätssicherung (IFQ). Ziel des Studiengangs ist es, eine
unabhängige Beratungsinstitution zu schaffen, so der Leiter des IFQ. In
der Regel verlasse sich z.B. der Mittelstand vor allem auf die
Finanzierungsmodelle der Kreditinstitute.
Nordrhein-westfälischer Wissenschaftspreis ausgeschrieben
Der Industrie-Club Düsseldorf schreibt zum zehnten mal den
Wissenschaftspreis 2007 im Land Nordrhein-Westfalen aus. In
Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftszentrum NRW wird ein Preisträger
zum Thema „Mobilität, Straße, Schiene, Luft“ gesucht. Der Preis solle
dazu beitragen, die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Innovation
in der Anwendung schließen. Der Wissenschaftspreis ist mit 20.000 Euro
dotiert.
Infakt am Freitag, 14. Juli 2006
Voraussichtlich zwei Klagen gegen Senatsbeschluss zu Studiengebühren
Der AStA der Uni Bielefeld und studentische Vertreter des Senats
reichen voraussichtlich zwei Klagen ein gegen die Senatssitzung vom
Mittwoch. Bei der Sitzung hatte der Senat die Einführung allgemeiner
Studiengebühren an der Uni Bielefeld beschlossen. Studierendenvertreter
wollen per Gericht feststellen lassen, dass der Senat die gesetzlich
vorgeschriebene Öffentlichkeit bei dringenden Anlässen nicht
gewährleistet hat. So wurde die Sitzung zwar teilweise in der Unihalle
übertragen - in den gut gesicherten Sitzungssaal wurden hingegen
lediglich rund 20 studentische Besucher hineingelassen. Ein weiterer
Vorwurf lautet, dass die Sitzung aus formalen Gründen nichtig sei.
Unter anderem waren zwei studentische Senatoren daran gehindert worden,
an der Abstimmung über die Gebühren teilzunehmen.
Journalistenunion kritisiert Inhaftierung von Bielefelder Studenten in Russland
Die Deutsche Journalistenunion (dju) hat die Verurteilung der zwei im
russischen St. Petersburg inhaftierten Studenten kritisiert. Laut
Medienberichten spreche alles dafür, dass es sich bei der Festnahme um
einen Vorwand handele. Die russischen Behörden wollten mit einer
unverhältnismäßigen Maßnahme zwei journalistische Beobachter
eventueller Proteste gegen den G8-Gipfel an ihrer Arbeit hindern, hieß
es. Die Fotografiestudenten hatten als Fotografen und als
Berichterstatter für Hertz 87,9 eine Protest-Radtour gegen den
G8-Gipfel begleitet.
Uni Dortmund führt Studiengebühren ein
An der Universität Dortmund werden ab dem Sommersemester 2007
Studiengebühren erhoben. Das hat der Senat der Hochschule gestern
beschlossen. 18 Senatoren stimmten für die Gebühren, sieben stimmten
mit Nein. Kurz vor der Abstimmung über die Studienbeiträge versuchte
nach Angaben eines Sprechers der Uni eine Gruppe von rund 20
Studierenden die Sitzung durch Pfiffe und Fußtrampeln zu stören. Nach
mehrfacher Aufforderung durch den Rektor wurde die Öffentlichkeit von
der weiteren Sitzung ausgeschlossen.
Max-Planck-Preis geht an Berliner Kunstforscher
Der Max-Planck-Forschungspreis 2006 ist gestern an die
Kunstwissenschaftler Horst Bredekamp und Alina Payne verliehen worden.
Bredekamp lehrt an der Berliner Humboldt-Universität. Er gilt als
wichtiger Vertreter einer über die Kunst hinausgehenden
Bildwissenschaft. Payne ist Professorin für Kunstgeschichte und
Architektur an der Harvard University. Sie beschäftigt sich mit den
Grundlagen der Architekturtheorie von der Renaissance bis zum frühen
20. Jahrhundert. Der Preis ist mit 1,5 Millionen Euro dotiert und wird
in Frankfurt/Main verliehen.
Evangelischer Bischof fordert mehr Bildngsgerechigkeit
Die Politik müsse für mehr Investitionen auf dem Bildungssektor sorgen.
Das forderte jetzt Bischof Wolfang Huber, Vorsitzender der
evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Armut in einem reichen Land
sei ein Skandal, sagte Huber. Die Evangelische Kirche in Deutschland
hat ihre erste Denkschrift zum Thema Armut vorgestellt. Das Buch will
Anstöße zur engeren Verzahnung von Sozial-, Bildungs- und
Arbeitsmarktpolitik geben. Nötig sei Entschlossenheit auf allen Ebenen,
um Chancengerechtigkeit praktisch zu realisieren, sagte Bischof Huber.
Senat erklärt Personalmaßnahmen aus Nazi-Zeit für nichtig
Der Senat der Universität Münster hat Personalmaßnahmen der Hochschule
aus der Nazi-Zeit als „Akte politischer Willkür“ für nichtig erklärt.
Das teilte die Pressestelle gestern in Münster mit. Recherchen im
Universitätsarchiv hatten ergeben, dass zwischen 1933 und 1945 sechs
Menschen unter anderem aus politischen Gründen unrechtmäßigen Maßnahmen
ausgesetzt gewesen seien. Sie wurden unter anderen entlassen oder vom
Studium ausgeschlossen worden seien oder ihnen sei der Doktortitel
aberkannt worden. Der Senat hat das nun für nichtig erklärt. Die
zuständigen Fakultäten sind aufgefordert worden, die Entziehung der
Doktorgrade zu überprüfen.
CHE: Juniorprofessur steht nicht vor dem Scheitern
Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat einem Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ widersprochen.
Die Zeitung hatte von einem Scheitern der vor vier Jahren eingeführten
so genannten Juniorprofessur berichtet. Das Blatt hatte unter Berufung
auf eine unveröffentlichte Studie des Centrums berichtet, dass seit
2002 nur 1.000 Stellen für Juniorprofessoren ausgeschrieben worden
seien. Ursprünglich sei das Bundesbildungsministerium von 6.000 solcher
Professuren ausgegangen sei. Das CHE betonte gestern in Gütersloh,
diese Zahlen seien zwar korrekt. Die Interpretation, die
Juniorprofessur stehe vor dem Scheitern, lasse sich daraus jedoch nicht
ableiten.
InFakt am Donnerstag, 13. Juli 2006
Studiengebühren beschlossen
Der Senat der Universität Bielefeld hat gestern mit einer Mehrheit von
14 ja- zu 6 nein-Stimmen die Einführung allgemeiner Studiengebühren
beschlossen.
Damit müssen neu an der Universität eingeschriebene Studierende
voraussichtlich bereits zum kommenden Wintersemester Gebühren in Höhe
von 500 Euro pro Semester bezahlen. Für Studierende, die bereits länger
eingeschrieben sind, gilt zunächst eine Staffelung der Beträge.
Vertreter der Studierendenschaft bezweifeln allerdings die
Rechtmäßigkeit der gestrigen Senatssitzung, da zwei studentische
Senatsmitglieder nicht daran teilnehmen konnten, und kündigt daher eine
Klage an.
Auch an der Sporthochschule Köln ist die Einführung von Studiengebühren beschlossen worden.
Inhaftierte Studenten werden von Konsulat betreut
Gestern hat eine Mitarbeiterin des deutschen Konsulats die beiden FH
Studenten Eike Korfhage und Henning Wallerius im Gefängnis in St.
Petersburg besucht.
Sie hat die Haftbedingungen überprüft und die beiden mit Essen
versorgt. Außerdem steht sie in Kontakt zu den Angehörigen der beiden
Männer. Die beiden Studenten wurden vorgestern zu jeweils zehn Tagen
Haft verurteilt. Der Anklagepunkt lautete „Urinieren in der
Öffentlichkeit“. Beide bestreiten die Tat und vermuten, dass der
G8-Gipfel am kommenden Wochenende der eigentliche Hintergrund für die
Verhaftung ist: eventuelle G8-Kritiker würden im Vorfeld eingesperrt.
Die beiden FH-Studenten hatten eine Gruppe von G8-Gegnern auf dem Weg
nach St. Petersburg journalistisch begleitet.
Der AStA der FH der beiden Studenten plant eine Online-Petition, um sie vorzeitig freizubekommen.
aktualisiert um 12 Uhr
Den beiden Studenten der FH Bielefeld, die in St. Petersburg im
Gefängnis sitzen, geht es den Umständen entsprechend gut. Dies teilte
das auswärtige Amt Hertz 87,9 mit. Gestern hatte eine Mitarbeiterin des
deutschen Konsulats in St. Petersburg die beiden im Gefängnis besucht
und die Haftbedingungen überprüft und den Studenten Lebensmittel
mitgebracht.
Außerdem hat sie die persönlichen Gegenstände der beiden mit ins Konsulat genommen.
Das deutsche Konsulat wird die beiden bis zu ihrer Entlassung am 20. Juli noch einmal besuchen können.
Die beiden FH-Studenten Henning Wallerius und Eike Korfhage waren am
vergangenen Dienstag zu 10 Tagen Haft wegen eines Bagatelldelikts
verurteilt worden. Beide bestreiten die Tat und vermuten den baldigen
G8-Gipfel als Hintergrund. Eventuelle G8-Kritiker würden im Vorfeld des
Gipfels eingesperrt.
Studiengebühren im Saarland
Auch im Saarland ist gestern die Einführung von Studiengebühren
beschlossen. Ab dem kommenden Wintersemester sollen angehende
Akademiker im ersten und zweiten Semester erst 300 und anschlie0end 500
Euro pro Semester bezahlen. Das Gesetz dazu hat der Saarbrücker Landtag
mit der absoluten Mehrheit der CDU-Regierungskoalition verabschiedet.
Vor der Plenarsitzung hatten am Morgen etwa 100 Studenten gegen die Regelung demonstriert.
Kein Präsident an der BTU
Die Brandenburgische Technische Universität (BTU) in Cottbus hat weiterhin keinen Präsidenten.
Der ins Amt gewählte Physik-Professor Jürgen Kurths von der Universität
Potsdam hat gestern bekannt gegeben, dass er nicht zur Verfügung stehe.
Er begründete seine Absage mit der schlechten finanziellen Ausstattung
der Universität in den Jahren 2007 und 2008. Sie sei, selbst im
Vergleich mit kleinen Technischen Universitäten, bald nicht mehr
konkurenzfähig. Sprecher der Hochschule habe die Entscheidung von
Kurths bedauert. Politiker der CDU kritisierten die Entscheidung,
Wissenschaftsministerin Johanna Wanka sagte, sie könne die Gründe von
Kurths „nicht nachvollziehen“. Politiker der Grünen bezeichneten den
Entschluss als „folgerichtig“. Die Probleme bei der Besetzung der
Stelle verdeutlichten die „dramatische Finanzlage“ der Brandenburger
Hochschulen.
Integrationsgipfel
Vor dem Integrationsgipfel bei Bundeskanzlerin Angela Merkel hat
CSU-Chef Edmund Stoiber angeregt, Einwanderen, die nicht an
Integrationskursen teilnehmen die Sozialleistungen zu entziehen.
Wer neu ins Land komme und Integrationslehrgänge verweigere, solle
„keinen gefestigten Aufenthaltsstatus mehr bekommen und nicht auf Dauer
in Deutschland bleiben können“, so Stoiber. Die Integrationsbeauftragte
der Bundesregierung, Maria Böhmer, plädierte zudem dafür, das Singen
der deutschen Nationalhymne an Schulen zum Standard zu machen.
„Einigkeit und Recht und Freiheit“ seien ein grioßartiges Motto füe
Integration.Bundeskanzlerin Merkel hat für morgen zu einem
Integrationsgipfel eingeladen. Die Veranstaltung soll der Auftakt zur
Ausarbeitung eines Aktionsplans zur Eingliederung von Einwanderen in
die Gesellschaft sein.
FH Gießen: neues Labor
Die Fachhochschule Gießen erhält ein neues Biotechnologielabor. Dieses
soll als Ersatz für das Ende Juni bei einem Unwetter beschädigte Labor
dienen. Die hessische Landesregierung gab gestern die Planungen
bekannt, die Kosten für den Umbau liegen bei rund 8 Millionen Euro. Das
Labor soll zum kommenden Wintersemester in Betrieb genommen werden.
Infakt am Mittwoch, 12.Juli 2006
Studiengebühren beschlossen
Der Senat der Universität Bielefeld hat heute endgültig die Einführung von Allgemeinen Studiengebühren beschlossen.
Mit 14 Ja- und 6 Nein-Stimmen wurde die Beitragssatzung verabschiedet.
Zuvor waren die Gänge zum Senatssaal mit Ketten und Vorhängeschlössern
verriegelt worden, um die Sitzung vor Störungen zu schützen.
Gegen Ende ist eine Gruppe von Studierenden zum Senatssaal vorgedrungen. Offenbar wurde eine der Ketten geknackt.
Der Senat hat nach der Verabschiedung der Beitragssatzung beschlossen, den übrigen Teil der Sitzung zu vertagen.
Hertz 87.9 Korrespondenten in St. Petersburg inhaftiert
Die Zwei Bielefelder Journalisten und FH Studenten Eike Korfhage und
Henning Wallerius wurden gestern in St. Petersburg zu zehn Tagen Haft
verurteilt
Nach der Verurteilung des Bielefelder FH Studenten Eike Korfhage ist
gestern auch sein Kollege Henning Wallerius in St. Petersburg zu zehn
Tagen Gefängnis verurteilt worden.
Ihnen wird vorgeworfen in der Öffentlichkeit uriniert zu haben. Beide streiten dies ab.
Korfhage und Wallerius hatten seit Anfang Juni eine Fahrradkarawane von G8 Kritikern als Fotografen journalistisch begleitet.
Die Bemühungen um die Freilassung der beiden Bielefelder Studenten halten weiter an.
Der Bundestagsabgeordnete Reiner Wend hat das Außenministerium
unterrichtet. Es sei wichtig sich nicht mit der Verhaftung abzufinden
auch wenn die Studenten deswegen nicht frei kommen.
Bei der Verhaftung handle es sich nicht um Einzelfälle.
Studiengebühren in Rheinland-Pfalz verfassungswidrig
Der freie Zusammenschluss von StudentInnen (fzs) hat die Einführung von
Studiengebühren in Rheinland-Pfalz entschieden abgelehnt. Laut
Beschluss des Kabinetts sollen Studiengebühren für jene Studierenden
eingeführt werden, die ihren Erstwohnsitz nicht in Rheinland-Pfalz
haben. Aus Sicht des fzs ist dieses Vorhaben verfassungswidrig. Der
Hamburger Senat ist mit einem ähnlichen Vorhaben im November 2005 vor
Gericht gescheitert. Eine Differenzierung nach dem Wohnsitz
widerspreche der Gleichbehandlung von Studierenden.
HRK fordert zügige Einigung über Hochschulpakt
Aufgrund steigender Studierendenzahlen fordert die
Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine schnelle Einigung über einen
Hochschulpakt 2020.
Nachdem den Ländern im Zuge der Föderalismusreform mehr Kompetenzen in
den Bereichen Hochschule und Bildung zugeteilt wurden, könne der Bund
nun direkt zur Erhöhung der Lehrkapazitäten beitragen. Nach Aussage der
HRK-Präsidentin Margret Wintermantel müssten alle Möglichkeiten genutzt
werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die HRK eine sofortige
Besetzung von Professorenstellen vorgeschlagen.
Wissenschaftliche Ergebnisse aus Jülich online verfügbar
Seit gestern ist es möglich die wissenschaftlichen Ergebnisse des
Forschungszentrum Jülich online einzusehen. Das Forschungszentrum
Jülich stellt die größte multidisziplinäre Forschungseinrichtung in
Europa dar. Die Datenbank JUWEL enthält unter anderem Artikel in
Fachzeitschriften und Dissertationen.
Die Datenbank ist über Homepage des Forschungszentrums fz-juelich erreichbar.
Wissenschaftler kritisieren Urheberrechtsreform
Nach Aussage der großen Wissenschaftsorganisation könne die geplante
Reform des Urheberrechts die Bildung und Forschung in Deutschland
massiv behindern und verteuern. Dies werde auch die Studienbedingungen
verschlechtern. Die Organisationen, darunter die Deutsche
Forschungsgemeinschaft, wollen die Rechte wissenschaftlicher Autoren
und Bibliotheken stärken.
Die Forscher sollen auch künftig ihre Texte im Internet verbreiten
dürfen, wenn diese bereits in Zeitschriften veröffentlicht wurden.
Nach den Plänen der Großen Koalition soll die Reform 2007 in Kraft treten.
Infakt am Dienstag, 11. Juli 2006
Bielefelder Studenten vor G8-Gipfel in Russland verhaftet
Zwei Bielefelder FH-Studenten sind in der Nacht von Sonntag auf Montag
im russischen St. Petersburg verhaftet worden. Eike Korfhage wurde zu
10 Tagen Gefängnis verurteilt.
Die Fotographiestudenten Henning Wallerius und Eike Korfhage hatten
seit Anfang Juni eine Fahrradkarawane so genannter G8-Kritiker
begleitet und sind am Freitag in St. Petersburg angekommen. Gestern
Morgen gegen 2 Uhr wurden sie von der russischen Miliz vor ihrer
Unterkunft kontrolliert. Man hat ihnen die Pässe abgenommen und in
Gewahrsam genommen. Nach ca. 12 Stunden Ungewissheit wurden sie einer
Haftrichterin vorgeführt, die die Entscheidung aber aufschob. Heute
wurde einer der Mitverhafteten zu 10 Tagen Haft verurteilt.
Endspurt für Studienplatzbewerber bei der ZVS
Die Bewerbungsfrist für Studiengänge, die über die Zentralstelle für
die Vergabe von Studienplätzen vergeben werden, endet diesen Samstag.
Bis um Mitternacht hat man Zeit seine Daten zu übermitteln. Etwa 96
Prozent der fast 100.000 Bewerbungen gehen mittlerweile online ein. Das
Online-Verfahren aber auch das alte per Post stehen bis Samstag um 24
Uhr zur Verfügung. Bei Anmeldungen per Post zählt der
ZVS-Eingangsstempel, nicht der Poststempel.
Senatssitzung in Siegen gesprengt
Gestern wurde an der Universität Siegen eine Senatssitzung von
Studierenden gesprengt. Auf der Senatssitzung sollte über
Studiengebühren entschieden werden. Etwa 50 Studierende protestierten
lautstark mit Trillerpfeifen. Angeblich wurde ein Student vom Kanzler
beleidigt, ein anderer angegriffen. Gegen den Kanzler wurde
Strafanzeige gestellt.
Wieder mehr Studierende an den NRW-Hochschulen
Im Wintersemester 2005/2006 gab es wieder mehr Studierende an den
Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Eingeschriebenen stieg
um 2,6 Prozent auf 470.000. Besonders gefragt waren die Studiengänge
Wirtschaftswissenschaften, gefolgt von Maschinenbau und Informatik. An
der Universität Bielefeld stiegen die Studierendenzahlen vom
Sommersemester 2005 auf das Sommersemester 2006 um 3,2 Prozent auf
17.447 Studierende.
Senatssitzung am Mittwoch wird in H12 übertragen
Morgen findet die Senatssitzung statt, in der voraussichtlich über
Studiengebühren entschieden wird. Die Sitzung wird per Video in den
Hörsaal 12 übertragen. Dort kann man dann ab 9 Uhr 15 die Senatssitzung
verfolgen. Da aber Studiengebühren Punkt 15 auf der Tagesordnung sind,
wird die Entscheidung wahrscheinlich später getroffen.
Derzeit wird in anonymen Flugblättern zum Besuch der Senatssitzung
aufgerufen, obwohl der Senatssaal für nur ca. 30 Besucher Platz bietet.
Infakt am Montag, 10. Juli 2006
Hessische Landesregierung verstößt gegen Verfassung
Der AStA der TU Darmstadt hat Strafanzeige wegen Verfassungsbruch beim Hessischen Staatsgerichtshof eingereicht.
Die Studierendenvertreter halten den Gesetzesentwurf für
Studiengebühren der CDU für verfassungswidrig. Die Landesverfassung
schreibe vor, dass der Hochschulunterricht unentgeltlich sein müsse.
Wissenschaftsminister Udo Corts gibt sich generell gesprächsbereit.
Allerdings könne nicht mehr die Frage diskutiert werden, ob
Studiengebühren eingeführt werden sollen. In Hessen sind
Studiengebühren in Höhe von 500 Euro ab dem Wintersemester 2007
geplant.
Bildungsministerin Schavan kritisiert Kopftuch-Urteil
Bildungsministerin Annette Schavan lehnt das Kopftuchtragen muslimischer Lehrerinnen im Unterricht weiterhin ab.
Das Stuttgarter Verwaltungsgericht urteilte am Freitag gegen eine
Anweisung des Landes Baden-Württemberg, nach der eine Lehrerin das
Kopftuch im Schulunterricht ablegen musste. Die Anweisung sei
rechtswidrig, weil sie gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes
verstoße, sagte der Vorsitzende Richter Michael Schaber. Schavan sieht
in dem Kopftuch eine politische Symbolik und ein Zeichen für
politischen Islamismus. Gleichzeitig betrachtet sie christliche Symbole
wie der Habit der Nonnen für zulässig.
Schüchternheit und soziale Ängste bei Kindern
Die psychotherapeutische Ambulanz der Universität Bielefeld führt
derzeit ein Forschungsprojekt zum Thema „Ängste und Schüchternheit von
Kindern“ durch.
Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren, die im Umgang mit anderen Menschen
eher schüchtern oder ängstlich sind, werden zur Teilnahme eingeladen.
Die Studie verfolgt das Ziel, die therapeutische Behandlung von
sozialen Ängsten bei Kindern zu verbessern. Neben 2 Einzelterminen sind
auch regelmäßige Gruppentreffen für Kinder und Jugendliche ab 9 Jahren
geplant. Die Teilnahme an dem Programm ist kostenlos.
Entscheidung des Senats über Studiengebühren am 12. Juli 2006
Der Senat der Uni Bielefeld entscheidet am kommenden Mittwoch über die Einführung von Studiengebühren.
Hierfür hat die Kommission für Studium und Lehre einen entsprechenden
Satzungsvorschlag ausgearbeitet. Die studentischen Vertreter
kritisieren unterdessen, dass die Senatsitzung nicht öffentlich sein
wird. Die Sitzung soll ausschließlich per Videoübertragung in einen
noch unbekannten Hörsaal übertragen werden.
Artothek der FH Bielefeld für alle zugänglich
In der Fachhochschule Bielefeld können ab sofort in der so genannten
Artothek zahlreiche Werke namhafter Künstlerinnen und Künstler aus dem
In- und Ausland entliehen werden.
Die Artothek ist eine Einrichtung der FH, die originale Werke aktueller
Kunst entleiht. Nicht nur Hochschulangehörige, sondern auch Bürger
können sich Kunstwerke ausleihen. Informationen über die Werke findet
man im Online Katalog der Hochschulbibliothek. Die Werke können drei
Monate lang gegen eine Verwaltungsgebühr beim Fachbereich Gestaltung in
der Lampingstraße ausgeliehen werden. Ziel sei es, eine tiefgehende und
intensive Begegnung mit Künstler und Kunstwerk zu ermöglichen.
Infakt am Freitag, 07. Juli 2006
Senatssitzung zu Studiengebühren nicht im Audimax
Die Senatssitzung zum Thema Studiengebühren am kommenden Mittwoch soll nicht in das Audimax der Uni Bielefeld verlegt werden.
Die Sitzung findet im Senatssaal statt, der Platz für bis zu 40
Besucher bietet. Seitens der Professoren im Senat ist lediglich eine
Übertragung per Video in einen Hörsaal angeboten werden. Der AStA der
Uni Bielefeld und mehrere studentische Senatoren haben mit
Unverständnis auf diese Entscheidung reagiert.
Demonstranten blockieren Autobahn
Mehrere hundert Demonstranten haben aus Protest gegen Studiengebühren
gestern in Frankfurt am Main einen Autobahnzubringer blockiert.
Laut Polizei musste die Autobahn 66 in beiden Richtungen gesperrt
werden. Die Polizei versuchte gewaltsam, die Blockade der Autobahn zu
beenden. Augenzeugen zufolge kesselten die Beamten rund 100
Demonstranten auf der Fahrbahn ein. Außerdem kam es zu Festnahmen.
Zuvor hatten rund 5000 Menschen in der Innenstadt demonstriert.
Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz plädiert für Studiengebühren
Vor dem Hintergrund der angespannten finanziellen Situation der Universitäten sind Studiengebühren nicht mehr zu verhindern.
Das sagte gestern Margret Wintermantel, Präsidentin der
Hochschulrektorenkonferenz. Sie verteidigte die Einführung von
Studiengebühren in den unionsgeführten Bundesländern. Die Gebühren
führten zu einer Verbesserung der Studienbedingungen, so Wintermantel.
Wintermantel forderte die Universitäten auf, die Studierenden an der
Frage zu beteiligen, wofür die zusätzlichen Einnahmen eingesetzt werden.
Zahl der Beschäftigten an Hochschulen leicht gesunken
Rund 500.000 Menschen waren Ende 2005 an deutschen Hochschulen und Hochschulkliniken beschäftigt.
Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Zahl der Beschäftigten
hat demnach um 1200 oder 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2004)
abgenommen. Rund 260.000 Personen nahmen Aufgaben in
nichtwissenschaftlichen Bereichen wahr, wie Verwaltung, Bibliothek und
technischer Dienst. Rund 240.000 Mitarbeiter waren wissenschaftlich
oder künstlerisch tätig. Ende 2005 lehrten und forschten nach Angaben
des Statistischen Bundesamtes 37.800 Professoren an deutschen
Hochschulen.
Muslimische Studentin darf an Uni Kopftuch tragen
Eine muslimische Studentin hat in Frankreich mit Erfolg gegen eine Hochschule geklagt.
Sie war wegen ihres Kopftuchs vom Studium ausgeschlossen worden. Dies
sei eine verbotene Diskriminierung aus religiösen Gründen gewesen,
urteilten gestern die Richter. Die Hochschule muss 2.000 Euro Strafe
zahlen. Die Studentin erhält 10.000 Euro Entschädigung. Seit 2004 ist
in Frankreich das Tragen so genannter „aufdringlicher religiöser
Symbole“ in der Schule verboten. Dazu gehören neben dem islamischen
Kopftuch die jüdische Kippa oder große Kreuze. Universitäten sind von
der Gesetzesregelung nicht betroffen.
AWO kritisiert Bildungskompromisse bei Föderalismusreform
Die Bildungskompromisse in der Föderalismusreform führen in die falsche Richtung.
Das sagte Wilhelm Schmidt, Bundesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt
(AWO). Die Reform gesteht den Ländern mehr Kompetenzen in der
Bildungspolitik zu. Schmidt kritisierte diese Dezentralisierung. Die
AWO hat jetzt eine Bildungsstreitschrift vorgelegt. Darin fordert die
AWO Regierung und Parteien auf, die Bildung auf der bundespolitischen
Agenda zu belassen. Bildungspolitik sei eine gesamtgesellschaftliche
Aufgabe und dürfe nicht nach Kassenlage behandelt werden, so Schmidt.
Saarland schafft „Hitzefrei“ ab
Im Saarland soll das bei Schülern beliebte „Hitzefrei“ im nächsten Schuljahr abgeschafft werden.
Das saarländische Kultusministerium habe sich zu Gunsten der
„verlässlichen Schule“ für die Abschaffung der Hitzefrei-Regelung
entschieden. Das teilte ein Ministeriumssprecher gestern mit. Eltern
sollen sich darauf verlassen können, dass ihre Kinder in der Schule
betreut werden und kein Unterricht ausfällt. Das Saarland steht mit der
Abschaffung der Regelung nicht allein. Hamburger Schüler kommen bereits
jetzt schon nicht mehr in den Genuss von hitzefreien Tagen. In anderen
Bundesländern ist es den Schulleitungen überlassen, ob sie hitzefrei
geben.
Regierung in Kiel ebnet Weg zu Studiengebühren
Die schleswig-holsteinische Landesregierung plant die Streichung der Gebührenfreiheit aus dem Hochschulgesetz gestrichen.
SPD und CDU haben dafür den Entwurf einen geänderten Hochschulgesetzes
beschlossen. Das neue Gesetz soll die Einführung von Studiengebühren in
dem Bundesland ermöglichen. Der Gesetzentwurf geht jetzt in die
Anhörung bei den Hochschulen und Verbänden geht. Er sieht unter anderem
die Schaffung eines Universitätsrates vor, der die drei
schleswig-holsteinischen Universitäten in Kiel, Lübeck und Flensburg
koordinieren soll.
Infakt am Donnerstag, 06. Juli 2006
Hessische Studierende besetzen Wissenschaftsministerium
Rund 80 hessische Studierende haben gestern mehrere Stunden das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden besetzt.
Die Studierenden haben mit dieser Aktion freien Zugang zu Bildung für
alle gesellschaftlichen Schichten gefordert. In einer Pressekonferenz
haben sie einen Vorschlag zur Finanzierung der Hochschulen vorgestellt.
Die Besetzung ist friedlich verlaufen, das Wissenschaftsministerium
verzichtet auf Strafanzeige. In Frankfurt findet heute eine
Großdemonstration gegen Studiengebühren statt. Hessen will ab dem
Wintersemester kommenden Jahres Gebühren von mindestens 500 Euro
erheben.
SPD prüft Verfassungsklage gegen Studiengebühren
Die SPD in Nordrhein-Westfalen prüft eine Verfassungsklage gegen das Gesetz zur Einführung von Studiengebühren.
Ein von der Fraktion in Auftrag gegebenes Gutachten hält das Gesetz für
verfassungswidrig, das sagte Fraktionsvize Jan Marc Eumann gestern in
Düsseldorf. Ob die SPD Klage vor dem Landesverfassungsgericht in
Münster einreicht, wird erst nach der Sommerpause entschieden. Der
Düsseldorfer Landtag hatte im März das Gesetz zur Einführung von
Studiengebühren mit schwarz-gelber Mehrheit verabschiedet.
Geplante Gesundheitsreform unzureichend
Der Bielefelder Gesundheitsökonom Prof. Wolfgang Greiner hält den
Kompromiss der Großen Koalition zur Gesundheitsreform für weitgehend
unzureichend.
Greiner kritisiert insbesondere die Einrichtung eines Gesundheitsfonds.
Durch den Fonds soll die Finanzierung der Krankenkassen geregelt
werden. Diese Aufgabe werde aber bereits durch andere Institutionen
erfüllt. Positiv zu bewerten sei dagegen die stärkere
Wettbewerbsorientierung des Arzneimittelmarktes, so Greiner.
Universitätsgesellschaft vergibt Stipendien
Für das kommende Studienjahr vergibt die Universitätsgesellschaft wieder Teilstipendien in Höhe von 10.000 Euro.
Derzeit finden die Auswahlgespräche der Antragsteller für die
Stipendien statt. Seit 1983 hat die Universitätsgesellschaft über 160
Studierende bei Auslandsaufenthalten unterstützt. Finanzielle Hilfe in
Höhe von 1000 Euro pro Semester erhalten Studierende bei
Auslandssemestern, Praktika oder der Vorbereitung von Abschlussarbeiten.
Bachelorstudiengang der Gesundheitswissenschaftler erfolgreich
Der neue Bachelorstudiengang Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld ist ein Erfolgsmodell.
Das sagte der Dekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften Prof.
Hurrelmann. Rund zwei Drittel der ersten Absolventen hätten nach einem
halben Jahr einen Arbeitsplatz, so Hurrelmann. Die übrigen Absolventen
studierten einen Masterstudiengang weiter oder seien noch
unentschlossen.
10 Jahre Universitätsarchiv
Das Archiv der Universität Bielefeld feiert zehnjähriges Bestehen.
Das Archiv wurde Anfang Juli 1996 gegründet, um das Wissen um die
Gründung der Universität nicht zu verlieren. Als Informationsquelle und
durch Ausstellungen soll das Archiv auch zur Identitätsbildung der
Hochschulangehörigen beitragen. Das Archiv beinhaltet u.a. Fotos,
Flugblätter und Plakate aus der Gründungsphase der Uni 1969 bis heute.
Darüber hinaus kann der Nachlass des Soziologen und Universitätsplaners
Helmut Schelsky eingesehen werden.
Bundesweiter Islamunterricht
Der Zentralrat der Juden hat sich für einen bundesweiten
Islamunterricht ausgesprochen. Es sei gefährlich, wenn der deutsche
Staat nicht die Kontrolle über den Islam-Unterricht bekomme.
Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch sagte in Berlin, dass nur
durch einen staatlichen Islamunterricht verhindert werden könne, dass
muslimische Kinder unter den Einfluss von Hasspredigern gelangten. Es
gebe bisher sogar noch Schulbücher, in denen zum Kampf gegen Ungläubige
aufgefordert würde. Verhaltensregeln reichten bis zur Aufforderung,
Ungläubige zu töten.
Unterdessen äußern sich islamische Vertreter enttäuscht, dass sie nicht
zum so genannten Integrationsgipfel ins Kanzleramt geladen wurden. Der
Vorsitzende des Islamrats Kizilkaya hat Zweifel geäußert,ob die
Bundesregierung es wirklich ernst meine mit der Integration. Kommende
Woche will Bundeskanzlerin Merkel mit Vertretern von Migranten,
Sozialverbänden, Ländern und Kommunen über eine Bündelung der
bisherigen Integrationsmaßnahmen sprechen.
Kulturinteresse von Bildung abhängig?
Das Interesse von Jugendlichen an Kunst und Kultur hängt stark von ihrer Bildung und dem Bildungsgrad der Eltern ab.
Das ist das Ergebnis einer Studie vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung. Demnach hätten nur 15 Prozent der Hauptschüler bisher ein
Museum, Theater oder Konzert besucht. Bei den Gymnasiasten wären es
mehr als die Hälfte. Die Chancengleichheit in der kulturellen Bildung
müsse deshalb mehr als bisher gefördert werden, so Staatssekretär
Michael Thielen.
InFakt am Mittwoch, 05. Juli 2006
Dies academicus zum Hochschulfreiheitsgesetz
Der Allgemeine Studierendenausschuss (ASTA) und das Rektorat der
Universität Bielefeld veranstalten heute einen Dies academicus zum
Hochschulfreiheitsgesetz.
In der Universität Bielefeld gibt es in diesem Rahmen Workshops,
Stände, Aktionen von verschiedenen Veranstaltern. Unter Anderem findet
um 13:30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Hochschulfreiheitsgesetz mit
Vertretern aus Politik, Rektorat und AStA statt.
Reaktion auf Forderung Knoblochs
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft(GEW) hat ablehnend auf die
Forderung nach einem ausgegliederten Unterrichtsfach
„Nationalsozialismus“ reagiert.
Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Knobloch, hatte gefordert
ein Unterrichtsfach Nationalsozialismus an deutschen Schulen
einzuführen. Pauschale Vorwürfe gegen Lehrpläne und Lehrkräfte seien
nicht gerechtfertigt so die GEW. In allen Bundesländern sei das Thema
Nationalsozialismus in den Lehrplänen ausreichend verankert. Es müsse
allerdings geprüft werden inwieweit die Lehrpläne auch umgesetzt
werden.
Neuer Sonderforschungsbereich Transregio 30
Wissenschaftler der Universitäten Dortmund, Kassel und Paderborn
forschen gemeinsam an der Weiterentwicklung von Materialien für Antrieb
und Karosserie im Automobilbau. Gefördert werden sie dabei von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft(DFG). Die DFG fördert den
Sonderforschungsbereich „Transregio30“ mit 10 Millionen Euro. In dem
Forschungsbereich sind 20 Einzelprojekte zusammengefasst. Von der
Universität Paderborn sind 15 Mitarbeiter in 4 Gruppen beteiligt.
Programm zur zivilen Sicherheitsforschung
Bundesforschungsministerin Schavan hat eine nationale Strategie zur
zivilen Sicherheitsforschung angekündigt. Bisher ist die
Sicherheitsforschung weitgehend auf den Bereich Militär beschränkt. Die
Bundesregierung will mit dem Sicherheitsforschungsprogramm die zivile
Sicherheit und den freiheitliche Lebensstil gewährleisten. Dabei liegen
sowohl Katastrophen als auch Terrorismus im Fokus.
Das Programm soll Ende des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt
werden. Ab 2007 wird eine nationale Kontaktstelle zur
Sicherheitsforschung eingerichtet. Bis 2010 soll das Programm mit einem
Fördervolumen von 100 Millionen Euro ausgestattet werden
Green Goal! aber Chance vertan
Der Weltverband FIFA hat mit dem Projekt Green Goal versucht, die
Weltmeisterschaft ökologischer zu gestalten. Trotz der Bemühungen der
Fifa kommt Professor Werner Schulz der Universität Hohenheim zu dem
Schluss, das ein Chance vertan wurde. Er kritisiert vor allem die
geringe öffentliche Aufmerksamkeit des Projekts. Durch eine bessere
Öffentlichkeitsarbeit hätten Millionen von Menschen für das Thema
sensibilisiert werden können. Insgesamt sei die Aktion die auch bei der
WM 2010 fortgesetzt werden soll, aber ein Schritt in die richtige
Richtung.
Neuer Studiengang an FH Südwestfalen
Die Fachhochschule Südwestfalen in Meschede führt einen neuen Studiengang ein.
Dabei handelt es sich um den Bachelorstudiengang
Wirtschaftsingeneurwesen-Elektrotechnik. Er startet im Wintersemester
2006/07. Der Studiengang verbindet wirtschatwissenschaftliche- und
elektrotechnische Lehrinhalte mit einer ausgeprägten
Praxisorientierung. Das Studium bereitet auf ein breites Spektrum
beruflicher Einsatzmöglichkeiten vor.
Kulturinteresse von Bildung abhängig?
Das Interesse von Jugendlichen an Kunst und Kultur hängt stark von ihrer Bildung und dem Bildungsgrad der Eltern ab.
Das ist das Ergebnis einer Studie vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung. Demnach hätten nur 15 Prozent der Hauptschüler bisher ein
Museum, Theater oder Konzert besucht. Bei den Gymnasiasten wären es
mehr als die Hälfte. Die Chancengleichheit in der kulturellen Bildung
müsse deshalb mehr als bisher gefördert werden, so Staatssekretär
Michael Thielen.
Infakt am Dienstag, 04. Juli 2006
Lob der Kinder gut für Familienzusammenhalt
Kinder, die viel Lob von ihren Eltern erhalten, haben ein stärkeres Selbstbewusstsein als andere Kinder.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Allensbach-Instituts. Außerdem
hat Lob positiven Einfluss auf das Familienklima. Wer als Kind häufig
gelobt wurde, hat später auch ein sehr gutes Verhältnis zu den eigenen
Kindern. Laut der Umfrage neigt die jüngere Generation mehr zum Loben
als die ältere.
Fernsehgeräte im Kinderzimmer schlecht für Schulleistungen
Je mehr Zeit Kinder vor dem Fernseher oder der Spielkonsole verbringen,
desto schlechter sind ihre Schulleistungen. Besonders negativ wirke
sich dabei der eigene Fernseher im Kinderzimmer aus, sagte Christian
Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts
Niedersachsen. Die schulischen Leistungen der Kinder hingen jedoch auch
von anderen Faktoren ab. Dazu zählt eine gewaltfreie Erziehung oder
auch der Bildungsgrad der Eltern. Gebildete Eltern produzieren laut
Pfeiffer gute Schüler.
GEW nennt Föderalismusreform „Mutter allen Unsinns“
Die Föderalismusreform werde kaum für mehr Transparenz in der
Gesetzgebung sorgen. Das sagte Ulrich Thöne, Vorsitzender der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Das Kooperationsverbot
bei den Schulen, die Abschaffung der Hochschulbauförderung und andere
Gesetzesänderungen machten das deutsche Bildungswesen immer mehr zum
Flickenteppich, so Thöne. Ein fairer Wettbewerb zwischen den
Bundesländern setze einen nationalen Konsens voraus.
Wichtig seien einheitliche Grundlagen etwa beim Einschulungsalter, bei
den Leistungsstandards und Qualitätskontrollen sowie bei der Struktur
von Studien- und Weiterbildungsprogrammen, so der GEW-Vorsitzende.
Neues Elterngeld benachteiligt Studierende
Das von der Bundesregierung geplante neue Elterngeld benachteiligt
Studierende mit Kind, kritisiert das Deutsche Studentenwerk (DSW). Nach
Angaben des DSW- Generalsekretärs Achim Meyer auf der Heide erhalten
Studierende mit Kind durch den neuen Gesetzesentwurf zukünftig ca. 3000
Euro weniger. Der vorliegende Vorschlag zum Elterngeld widerspreche der
von der Bundesregierung immer wieder betonten Absicht, Studium und
Elternschaft frühzeitig und stärker fördern zu wollen, so Meyer.
Finanzielle Anreize für Studierende mit Kind würden durch den neuen
Vorschlag nicht geschaffen.
Hochschulfreiheitsgesetz beschlossen
Das nordrhein-westfälische Regierungskabinett hat den Entwurf zum
Hochschulfreiheitsgesetz gebilligt. Noch vor der Sommerpause soll der
Regierungsentwurf in den Landtag eingebracht werden. Der Gesetzentwurf
sieht vor, daß die Hochschulen künftig keine staatlichen Einrichtungen
mehr sind. Auch bei den Finanzen bekommen die Hochschulen weitgehende
Handlungsfreiheit. Sie werden künftig über Zuschüsse finanziert und
können dann frei wirtschaften. Das Land garantiere in jedem Fall die
Fortzahlung der Gehälter und stelle sicher, daß alle Studierenden ihr
Studium beenden könnten.
Infakt am Montag, 03. Juli 2006
Föderalismusredorm beschlossen
Am Freitag ist die Föderalismusreform im Bundestag verabschiedet worden.
Die nordrhein-westfälischen Parteien haben das grundsätzlich begrüßt.
In einigen Punkten wurden jedoch Nachbesserungen gefordert:
SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Hannelore Kraft, wies vor allem
darauf hin, dass die Finanzbeziehung zwischen Bund und Ländern noch
nicht stimme. Die geplante stärkere Verlagerung der Kompetenzen im
Bereich Hochschule und Forschung bezeichnete sie jedoch als
grundsätzlich konsequent.
Auf Ablehnung stieß die Föderalismusreform dagegen beim Verband Bildung
und Erziehung (VBE). Durch den Rückzug des Bundes in Bildungsfragen
würden die Bildungschancen in Deutschland ungleich verteilt. Eine
solche "Zerfledderung des Bildungssystems" sei kein Zeichen für eine
moderne Bildungspolitik, sondern ein "Rückschritt in die
Landesfürstenmentalität vergangener Zeiten", so VBE-Landeschef Udo
Beckmann. Auch die Vorsitzende der Kultusminsterkonferenz, Ute
Erdsiek-Rave von der SPD, hat Bedenken im Bildungsbereich geäußert. Sie
sieht vor allem in der Besoldung von Hochschulpersonal und Lehrern die
Gefahr des Wettbewerbs.
Die Föderalismusreform muss noch den Bundestag passieren, um in Kraft treten zu können.
Echtzeit-Datenübertragung
Ingenieure der Universität Paderborn haben erstmals eine optische Echtzeit-Datenübertragung geschafft.
Bei dieser Datenübertragung werden bis zu vier Informationseinheiten
(Bits) gleichzeitig in ein Lichtsignal umgewandelt, per Glasfaserkabel
übertragen und in Echtzeit vom Empfänger verarbeitet. Das teilte die
Universität Paderborn am Freitag mit. Ziel sei es, künftig 40
Milliarden Bits pro Sekunde zu übertragen. Das entspreche einer 10 000
Mal schnelleren Übertragung als bei einer DSL-Internetverbindung.
Eine Million für Marburger Chemiker
Der mit einer Million Euro dotierte Alfried-Krupp-Förderpreis für junge
Hochschullehrer geht in diesem Jahr an einen Marburger Chemie-Professor.
Der 33-jährige Frank Glorius erhalte den Preis für seine
Katalyseforschung, so die Krupp-Stiftung in Essen. Gorius ist seit
knapp 2 Jahren Professor für Organische Chemie an der Marburger
Philipps-Universität und versucht unter anderem die künstliche
Herstellung organischer Moleküle zu vereinfachen.
Der Alfried-Krupp-Förderpreis gilt als die am höchsten dotierte
Auszeichnung für Nachwuchsforscher in den Natur- und
Ingenieurwissenschaften. Er soll die Forschung und Lehre unabhängig von
öffentlichen Mitteln voranreiben.
Nach „RoboCup2006“ jetzt „Robo World Cup“
Am Wochenende hat in Dortmund eine weitere Roboterfußballweltmeisterschaft stattgefunden.
Knapp zwei Wochen nach der WM in Bremen hat nun ein anderer Verband,
der FIRA, den „Robo World Cup“ ausgerichtet. Hierbei sind rund 50
Mannschaften aus Wissenschaftlern und Studierenden aus insgesamt 18
Ländern gegeneinander angetreten. Die deutschen Mannschaften kamen von
den Hochschulen Dortmund, Soest und Paderborn.
(firaworldcup und robosoccer)
Erneut „Elternalarm“ in Münster
In Münster veranstalten die acht Hochschulen in Zusammenarbeit mit der Stadt zum zweiten Mal Elterntage.
Unter dem Motto „Elternalarm“ sollen die Eltern von den Studierenden im
Oktober drei Tage lang den Studienort kennen lernen. Das Angebot
beinhaltet unter anderem Vorlesungen, Stadtführungen und Mensa-Essen.
Im vergangenen Jahr wurden rund 2000 Elternteile bei den
Veranstaltungen gezählt. In Münster leben rund 50.000 Studierende.
Taut-Preis für Architekturstudierende
Vier Architekturstudierende aus Braunschweig, Stuttgart, München und
von der Fachhochschule Münster sind am Freitag mit dem Taut-Preis
ausgezeichnet worden.
Der Preis ehrt die besten Diplomarbeiten im Fach Architektur und ist
mit einem Stipendium verbunden. Rund 2000 Euro monatlich soll den
Diplomanden einen Auslandsaufenthalt in einem Architekturbüro oder ein
Postgraduiertenstudium ermöglichen, so ein Sprecher des
Kulturstaatministeriums.
Der Taut-Preis wird seit 2001 von der Bundesregierung und der
Bundesarchitektenkammer in Gedenken an die Gebrüder Bruno und Max Taut
und deren Bedeutung für die soziale Architektur vergeben.
Infakt am Freitag, 30. Juni 2006
Föderalismusreform
Im Bundestag wird heute endgültig über die Föderalismusreform abgestimmt.
In dieser größten Staatsreform seit 1949 werden die Zuständigkeiten von
Bund und Ländern umfassend neu geregelt, unter anderem die Kompetenzen
im Hochschulwesen.
Die Abstimmung zu den rund 25 Verfassungsänderungen gilt als erster wichtiger Test des Zusammenhaltes der großen Koalition.
Am 7. Juli soll die Reform im Bundesrat verabschiedet werden und Anfang 2007 in Kraft treten.
Dies Academicus
Auf Anregung des Allgemeinen Studierendenausschusses, kurz ASTA, findet
am kommenden Mittwoch an der Universität Bielefeld ein „Dies
Academicus“ zum von der Landesregierung geplanten
Hochschulfreiheitsgesetz statt. In Zusammenarbeit mit dem Rektorat der
Universität wird im Rahmen dieses Veranstaltungstages über die
Neuerungen an den nordrheinwestfälischen Hochschulen diskutiert. Das
Hochschulfreiheitsgesetz soll die Eigenverantwortung der Hochschulen
stärken. Vorgesehen sind an diesem Tag unter anderem Vorträge,
Workshops, Stände und eine Podiumsdiskussion.
Ausbildungsmarkt
In Nordrhein- Westfalen ist die Diskrepanz zwischen Angebot und
Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt gestiegen. Wie die Regionaldirektorin
der Bundesagentur für Arbeit, Christiane Schönefeld, mitteilte, sei die
Anzahl der amtlich gemeldeten Ausbildungsstellen von Oktober 2005 bis
Juni 2006 um vier Prozent gesunken. Dem gegenüber stände im gleichen
Zeitraum ein Zuwachs an Bewerbern von gut 7 Prozent.
Derzeit seien noch rund 23 000 Ausbildungsstellen unbesetzt, knapp fünf
Prozent mehr als im letzten Jahr. Da sich die Anzahl der freien Stellen
bis September erwartungsgemäß aber noch erheblich verringere, sei es
wahrscheinlich, dass mehr als 10 000 junge Menschen ohne
Ausbildungsplatz blieben.
Konzernboykott
Das Studierenden -Parlament der Universität Köln hat einen Boykott
sämtlicher Getränke des Coca-Cola-Konzerns in den Mensen und Cafeterien
der Hochschule beschlossen. Die Evangelische Studentengemeinde wirft
dem Konzern vor, für Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien und Morde
an Gewerkschaftern mit verantwortlich zu sein. Der Boykott an der
Kölner Universität soll demnach alle Produkte des Coca-Cola-Konzerns
betreffen. Den Angaben zufolge hatten sich zuvor unter anderem auch die
Studierendenvertretungen der Universitäten Bonn und Wuppertal für einen
solchen Boykott ausgesprochen.
Onkologische Spitzenzentren
Die deutsche Krebshilfe will in Deutschland die Gründung von
onkologischen Spitzenzentren fördern. Bereits im nächsten Jahr sollen
fünf Einrichtungen entstehen. Diese sollen die Versorgung der Patienten
verbessern und den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis
optimieren. Welche der bestehenden Zentren zu interdisziplinären
onkologischen Spitzenzentren umstrukturiert werden sollen, wird ein
internationales Gutachtergremium im Herbst entscheiden. Diese werden
dann jeweils mit rund einer Million Euro pro Jahr von der deutschen
Krebshilfe gefördert. Laut des Robert Koch Institutes erkranken in
Deutschland jährlich zirka 420 000 Menschen an Krebs.
Infakt am Donnerstg, 29. Juni 2006
Tausende Studierende demonstrierten in Hamburg und Wiesbaden
Gestern haben tausende Studierende in Hamburg und Wiesbaden demonstriert.
Grund für die Massenproteste ist die Einführung von Studiengebühren an den Universitäten Hamburg und Wiesbaden.
„Studiengebühren schaden Hamburg“, sagte Christian Hölf, Vorsitzender des Allgemeinen Studierenden-auschusses.
Die Universitäten bräuchten mehr Studenten, Gebühren aber könnten junge
Leute von der Einschreibung abschrecken, so Hölf weiter.
Auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Heidemarie Wieczoreck-Zeul sieht das
ähnlich: Studiengebühren seien sozial krass ungerecht, so die
Abgordnete.
NS-Opfer Archiv wird für die Forschung geöffnet
In Berlin wird das weltweit größte Datenarchiv über die Opfer des NS-Regimes für die Forschung geöffnet.
Die Bundesregierung stimmte einer Änderung des Abkommens über den internationalen Suchdienst (kurz IDS) zu.
Der IDS beschäftigt sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit der
Klärung von Vermisstenschicksalen aus der Zeit des Nationalsozialismus.
Das Archiv umfasst Inforamtionen über 17,5 Millionen Opfer des NS-Regimes.
Bonner Uni hat die meisten Bundestagsabgeordneten ausgebildet
Der Informationsdienst für Politik hat festgestellt das über 5% der
Bundestagsabgeordneten ihr Studium an Uni Bonn abgeschlossen haben.
Von 614 Bundestagsabgeordneten haben 35 ihr Studium an der
Friedrich-Wilhelms-Universität absolviert. Das belegt die Auswertung
von Politikerlebensläufen.
Damit konnte der Informationsdienst eine Top Ten der besuchten
Hochschulen erstellt. Laut der Statistik liegt in Nordrhein-Westfalen
die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster mit 25
Bundestagsabgeordneten auf Platz fünf. Die Universität Köln liegt mit
23 Abgeordneten auf Platz acht.
Dortmunder Institut für Journalistik erhält Auszeichnung
Die „Agentur für Qualitätssicherung durch Akkreditierung von Studiengängen“ (kurz AQAS) hat dem
Institut für Journalistik eine so genannte Akkreditierung erteilt.
Das Institut in Dortmund erhielt die Akkreditierung für den Studiengang Wissenschafts-journalismus.
Nun ist es dem Institut für Journalistik offiziell erlaubt Bachelor-und Master-Abschlüsse zu vergeben.
Die Gutachter lobten die „ausgezeichnete Berufsfeld-orientierung“ des Studienganges.
Treusch wird neuer Präsident der International University Bremen
Der frühere Dortmunder Physik-Professor Joachim Treusch wird Präsident der International University Bremen (IUB).
Am 1. Juli übernimmt er das Amt des 65-Jährige
Fritz Schau-mann. Dies teilte die Privathochschule gestern mit.
Ein künftiger Schwerpunkt seiner Arbeit werde die Förderung der
wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Vernetzung der IUB sein, so
Treusch. Zudem werde er einen noch stärkeren Schwerpunkt auf die
Forschung legen. Der bisherige Präsident Schau-mann lobte seien
Nachfolger als exzellenten Kenner der deutschen
Wissenschaftslandschaft.
Uni Paderborn startet Internet-Pool mit regionalen Bands
Die Universität Paderborn will regionalen Bands durch ein Internet-Pool unterstützen.
Das Projekt wurde vom Fachbereich Musik ins Leben gerufen.
In dem Pool soll die regionale Popmusikszene erfasst und Bands wissenschaftlich begleitet werden, kündigte die Universität an.
Nach angaben der Uni ist es dann möglich Selbstproduzierte Songs aber auch Radiosendungen der Studierenden an zuhören.
Die Datenbank soll zudem ermöglichen nach innovativen Künstlern zu suchen.
Vorformen komplexerer Kommumikation
Am Zentrum für interdisziplinäre Forschung findet vom 5. bis 8. Juli
eine Tagung zum Thema Mimik und Gestik statt, das gab gestern das ZIF
bekannt. Unter der Leitung von Ipke Wachsmuth von der Universität
Bielefeld werden internationale Experten über die Bedeutung von Mimik
und Gestik für die menschliche Kommunikation diskutieren. Auch
Verständigung zwischen Mensch und Roboter wird ein Thema sein. Der
Titel der Veranstaltung lautet: „Verkörperte Kommunikation, gemeinsames
Handeln, soziales Verständnis“.
Deutsches Studentenwerk sieht Gefahr durch Studiengebühren
Das Deutsche Studentenwerk (kurz DSW) sieht Gefahren für die
Chancengleichheit zwischen Studierenden durch Studiengebühren. „Sie
können insbesondere auf junge Menschen aus einkommensschwächeren und
Mittelstands-Familien abschreckend wirken.“ so der DSW-Vizepräsident
Hans Lili. Auch Studienkredite sind für das DSW nicht
sozialverträglich. Denn ihrer Meinung nach sind Studierende aus reichen
Familien trotzdem bevorzugt, da sie ohne Schulden aus dem Studium
kommen. Soziale Stipendiensysteme lassen laut DSW noch lange auf sich
warten.
Gewaltsame Aktionen und Randale schaden dem Anliegen der Studierenden
Nachdem es letzte Woche an der Universität Frankfurt zu einer
gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Studierenden und der Polizei
kam, haben jetzt das Universitätspräsidium und der AStA eine gemeinsame
Erklärung herausgegeben. Der AStA und das Präsidium der Universität
sprechen sich in ihrer Erklärung gegen gewaltsame Proteste aus, rufen
aber auch die Polizei auf, den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit strikt
zu wahren. In der Nacht auf Donnerstag den 22. Juni stürmte die Polizei
ein Studenten-Cafe. Dort wurde eine After-Demo-Party gefeiert. Nach
Polizeiberichten wurden Müllcontainer angezündet und Scheiben
eingeworfen.
Infakt am Mittwoch, 28. Juni 2006
Neuer Studiengang „InterAmerikanische Studien“ an der Uni Bielefeld
Die Universität Bielefeld bietet zum Wintersemester 2006/2007 erstmals
den Master-Studiengang „InterAmerikanische Studien“ an. Da teilte die
Uni Bielefeld gestern mit. Der Masterstudiengang ist interdisziplinär.
Er beschäftigt sich mit sozialen, kulturellen, historischen und
politischen Entwicklungen Amerikas. Der Studiengang bilde die
Studierenden zu Expertinnen und Experten in internationalen Kultur-,
Gesellschafts- und Kommunikationsprozessen aus, so die Uni Bielefeld.
Behandelt werden Fragen zu Interkulturalität, Globalisierung und
Weltgesellschaft.
Demo gegen Studiengebühren in Wiesbaden
Mit einer Demonstration in Wiesbaden protestieren Gewerkschaften und
Studierende heute gegen das Vorhaben der hessischen Landesregierung,
Studiengebühren einzuführen. Der Protest richtet sich zudem gegen den
Plan, bei unvorhersehbarem Unterrichtsausfall an Schulen auch
Studierenden und Eltern als Aushilfskräfte einzusetzen, teilte die
Gewerkschaft GEW mit. Die GEW wolle qualifizierte, professionelle und
gebührenfreie Bildung in Hessen und garantierten Unterricht, so der
GEW-Landesvorsitzende Jochen Nagel. Die SPD-Landeschefin Andrea
Ypsilanti nannte Studiengebühren unsozial und ungerecht. Hessen will
vom Herbst 2007 an Studiengebühren einführen. Geplant sind mindestens
500 Euro pro Studierendem und Semester.
Neuer Studiengang an der Fachhochschule Lippe und Höxter
Die Fachhochschule Lippe und Höxter bietet ab dem kommenden
Wintersemester 2006/07 den neuen Masterstudiengang „Mechatronische
Systeme“ an. Der Studiengang wende sich an Kandidaten mit einem ersten
Hochschulabschluss in Mechatronik, Elektrotechnik oder Maschinenbau,
teilte die Hochschule gestern mit. Das Studium dauert vier Semester,
dazu zählt ein Praxisprojekt. Bei Mechatronik geht es um die
interdisziplinäre Beschäftigung mit dem Zusammenwirken mechanischer,
elektronischer und informationstechnischer Systeme.
Filmstiftung startet neues Programm für Nachwuchs
Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen will künftig den Nachwuchs
effektiver fördern. Dafür ist jetzt ein neues Programm aufgelegt
worden. Jährlich rund 1,5 Millionen Euro stehen dabei für die
Finanzierung von Abschlussfilmen, Erstlingsfilmen und für besonders
förderungswürdige Filmprojekte zur Verfügung. Dies teilte die
Filmstiftung gestern in Düsseldorf mit. Anträge könnten Studierende der
Film- und Fernsehhochschulen in NRW sowie Debütanten und
Nachwuchskräfte anderer Hochschulen stellen. In dem vereinfachten
Verfahren werde innerhalb von drei Wochen über die Förderanträge
entschieden. Der Förderausschuss wählt nach Stiftungsangaben eine
eigene Jury, die sich nur mit Nachwuchs-Projekten befasst.
Auszeichnung für Präventionsspiel
Der Kölner Erziehungswissenschaftler Clemens Hillenbrand ist von der
Körber-Stiftung ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung für sein
pädagogisches Konzept zur Prävention von Verhaltensstörungen.
Hillenbrand hatte an den transatlantischen Ideenwettbewerb USAble
teilgenommen. Er ist einer von drei Preisträgern, teilte die
Universität Köln mit. Die Auszeichnung erhält der Forscher für das
Projekt „Klasse-Kinder-Spiel“. Kindergartenkinder lernen mit dem Spiel,
den Übergang in die Schullaufbahn zu bewältigen.
Urmenschenschädel wird erstmals gezeigt
Ein zwei Millionen Jahre alter Urmenschenschädel aus Georgien, wird in
Bonn zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert. Der Schädel wurde
1999 in einem in einem Kaukasus-Tal in Georgien geborgen. Er ist fast
vollständig erhalten. Der Schädel ist das älteste Fossil eines Menschen
außerhalb Afrikas, teilte ein Sprecher des Georgischen Nationalmuseums
gestern in Bonn mit. Der Schädelfund aus Georgien wird von der Fachwelt
als archäologische Jahrhundert-Entdeckung bewertet. Er gehört zu den
Attraktionen der Ausstellung „Roots - Wurzeln der Menschheit“. Die
Ausstellung ist ab dem 8. Juli im Rheinischen Landesmuseum Bonn zu
sehen.
Schulabgänger nicht dümmer als früher
Schulabgänger sind nach Einschätzung des Essener Bildungsforschers
Klaus Klemm heute nicht dümmer als früher. Die jetzige
Schülergeneration wisse nicht weniger, sondern kenne sich nur in
anderen Bereichen besser aus, so Klemm. Es handle sich um eine ältere
Generation, die den Jungen vorwirft, sie leisteten weniger als sie
selbst, so der Wissenschaftler zu einer Studie des Kölner Instituts der
deutschen Wirtschaft. Die Autoren hatten eine Stagnation in den
Bildungsanstrengungen der nachrückenden Generationen beklagt. Klemm
betonte, seit Jahrzehnten gebe es Vorwürfe aus Wirtschaft und
Hochschule, Schulabsolventen besäßen weniger Kompetenzen. Belege gebe
es dafür nicht, so Klemm.
Uni-Institut mit Sprechstunde zu Problemen am Arbeitsplatz
Das Westfälische Zentrum für Psychiatrie, Psychotherapie und
Psychosomatik an der Ruhr-Universität Bochum will künftig Hilfe bei
Problemen am Arbeitsplatz anbieten. Dafür soll eine spezielle
Sprechstunde eingeführt werden. Die „Sprechstunde für stress- und
arbeitsplatzbezogene psychische Störungen“ wird heute mit einer
Informationsveranstaltung eröffnet, teilte die Hochschule gestern mit.
Ärzte des Zentrums stellen das neue Konzept vor, das sich Problemen wie
Stress und Mobbing widmet. Außerdem hält der Hildesheimer
Arbeitspsychologe Sven Litzcke einen Vortrag über „Stress am
Arbeitsplatz“.
Hamburg soll Polizei-Hochschule bekommen
Der Hamburger Senat hat gestern abschließend über den Gesetzentwurf zur
Einrichtung einer Polizei-Hochschule beraten. Die Gründung der
Hochschule ist zum Jahresende geplant. Das teilte die Hamburger
Innenbehörde mit. Die Universität soll als Körperschaft des
öffentlichen Rechts errichtet werden. Das Studium werde noch
praxisbezogener und leistungsorientierter, sagte Innensenator Udo
Nagel. Der Gesetzentwurf lege zudem den Grundstein für eine
Modernisierung der Polizeiausbildung und einen verbesserten
Praxisbezug. Das Studium soll in den jeweiligen Bachelor-Studiengängen
erstmalig zum Herbst 2007 beginnen.
Judith Kuckart erhält „Margarethe Schrader-Preis für Literatur“
Die westfälische Schriftstellerin und Regisseurin Judith Kuckart hat
gestern in Paderborn „Margarete Schrader-Preis für Literatur“ der
Universität erhalten. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert. Der Autorin
gelinge es immer wieder, mit ihrer an überraschenden Wendungen und
faszinierenden Bildern reichen Prosa den Leser in ihren Bann zu ziehen,
so die Jury in ihrer Begründung. Die 1959 Autorin wurde bekannt mit den
Romanen „Wahl der Waffen“, „Der Bibliothekar“ und „Lenas Liebe“. Der
„Margarete Schrader-Preis“ wird alle drei Jahre vergeben. Mit dem Preis
werden laut Universität Schriftsteller ausgezeichnet, die aus Westfalen
kommen oder eine prägende Phase in der Region verbracht haben.
Infakt am Dienstag, 27. Juni 2006
Entscheidung über Föderalismusreform
Die Bundestagsfraktionen von Union, SPD und FDP wollen heute über ihr
Abstimmungsverhalten bei der Föderalismusreform entscheiden. Zuvor
hatte es Unstimmigkeiten Hochschul-Förderung durch den Bund gegeben.
Nach einem Kompromiss gilt nun auch die Zustimmung der nötigen Anzahl
von SPD-Abgeordneten als sicher. Für die Föderalismusreform soll am
Freitag im Bundestag über mehr als 20 Verfassungsänderungen abgestimmt
werden. Es wird erwartet, dass die Koalition aus Union und SPD über
eine eigene Mehrheit verfügt.
Kein neuer Reaktor in NRW in Planung
Die nordrhein-westfälische Landesregierung
plant keinen neuen Atomreaktor. Es gebe keine Überlegungen, einen neuen
Reaktor zu bauen, sagte gestern ein Sprecher des
NRW-Wissenschaftsministeriums. Er trat damit einem Zeitungsbericht
entgegen, nachdem der Neubau eines Forschungsreaktors in Jülich geprüft
werde. Die vorhandene Kompetenz im Bereich der Kerntechnologie und der
Kernsicherheitsforschung solle aber erhalten und ausgebaut werden,
betonte Andreas Pinkwart, Minister für Wissenschaft, Innovation,
Forschung und Technologie. Bei SPD, Grünen
und Greenpeace stieß diese Ankündigung auf scharfe Kritik.
Sozialbeiträge steigen vorausichtlich
Studierende in Nordrhein-Westfalen müssen auch 2007 mit steigenden
Sozialbeiträgen rechnen. Das teilte jetzt die Studentenwerke mit. Grund
sei der Beschluss der schwarz-gelben Landesregierung, die Zuschüsse für
die Studentenwerke von 40 Millionen Euro auf 32 Millionen Euro zu
kürzen, teilte gestern die Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW
in Bielefeld mit. Im Sommersemester 2007 liegen die Sozialbeiträge laut
der Arbeitsgemeinschaft voraussichtlich bei 61 Euro. Zwischen 2004 und
2006 waren sie bereits um zehn Euro auf 56 Euro gestiegen.
Lehrergewerkschaft für Islam-Unterricht unter staatlicher Aufsicht
Die Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat die Pläne der
NRW-Landesregierung für eine Ausweitung des Fachs Islamische
Unterweisung auf Deutsch befürwortet. Religionsunterricht müsse wie
jeder andere Unterricht auch unter staatlicher Aufsicht stehen, sagte
gestern Udo Beckmann, Landesvorsitzender der Lehrergewerkschaft. Der
Religionsunterricht dürfe nicht Kirchen oder Religionsgemeinschaften
überlassen werden, so Beckmann. Auch das Vorhaben, mehr junge Menschen
mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf zu gewinnen, findet die
Zustimmung der Lehrergewerkschaft.
Wirtschaft verlangt mehr Anstrengungen bei Schülerbildung
Die deutsche Wirtschaft hat von der Politik größere
Anstrengungen bei der Bildung verlangt. Fast ein Viertel aller Schüler
eines Jahrgangs verfüge nicht über die nötigen Qualifikationen, um
erfolgreich eine Berufsausbildung zu absolvieren, sagte gestern Martin
Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und
Handelskammertags. Er forderte die Länder auf, nach der
Föderalismusreform die Bildung zum Thema Nummer 1 zu machen und in
Schulen und Hochschulen zu investieren. Nach einer Studie des Instituts
der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln verlassen jedes Jahr zwischen
acht und neun Prozent aller Schüler die
allgemeinbildende Schule ohne Abschluss.
Uni Münster erhält drei neue Graduiertenkollegs
Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster soll drei neue
Graduiertenkollegs erhalten. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
hat der Universität dafür jetzt eine Fördersumme von fünf Millionen
Euro für die nächsten viereinhalb Jahren bewilligt. Damit erhöht sich
die Zahl der Graduiertenkollegs in Münster von sechs auf neun. Seit
1990 fördert die DFG in Graduiertenkollegs besonders qualifizierte
Doktoranden in allen wissenschaftlichen Disziplinen.
Zensurforscher Wolf erhält Gutenbergpreis
Der Historiker Hubert Wolf aus Münster ist mit dem Gutenberg-Preis 2006
geehrt worden. Der Gutenberg-Preis widmete sich in diesem Jahr erstmals
der Erforschung von 450 Jahren Buchzensur in Europa. Der Preis wird von
der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft und der Stadt Mainz
vergeben. Gewürdigt wurden seine Verdienste um die Erforschung der
römischen Buchzensur. Mit seinen Forschungsarbeiten sei es Wolf und
seinen Mitarbeitern in Münster gelungen, 400 Jahre Buch- und
Kulturgeschichte aus dem Staub der Archive und gewachsenen Vorurteilen
zu befreien, hieß es in der Laudatio. Hubert Wolf gilt als einer der
führenden Kirchenhistoriker Deutschlands.
Appell an Luftfahrt-Personal zur Abschiebung von Kindern
Gewerkschaften, Studenten- und Schülerverbände in Frankreich haben das
Personal von Fluggesellschaften aufgerufen, die drohende Abschiebung
von tausenden Kindern zu verhindern. Die Kinder sollen zu Ferienbeginn
abgeschoben werden, weil sie illegal mit ihren Familien nach Frankreich
eingewandet sind. Vor dem Schicksal der Kinder und Jugendlichen könnten
die Beschäftigten die Augen nicht schließen, erklärte das Netzwerk
Réseau éducation sans frontières (RESF) in Paris. RESF erklärte,
Flugzeugkommandanten sollten sich weigern zu starten, wenn sich in
ihrer Maschine zur Abschiebung vorgesehene Erwachsene oder Kinder
befinden.
Demo mit tausenden Studierenden in Athen
Mehrere tausend Studierenden haben in Athen gegen die geplante
Hochschulreform demonstriert. Die Spruchbänder hatten die Aufschriften
„Haltet die Unternehmen aus den Universitäten raus“ und "Öffentliche
und kostenlose Bildung für alle". Die Beamtenvereinigung und der
Gewerkschaftsdachverband unterstützten die Demonstranten mit
Arbeitsniederlegungen. Der Protest richtet sich unter anderem gegen
Pläne, private Universitäten einzuführen. Außerdem will die
konservative Regierung das Lehrpersonal strenger kontrollieren und
Fristen zur Begrenzung der Studienzeit einführen.
Von Hagens scheitert mit Klage
Gunther von Hagens hat im Rechtsstreit um seinen Professorentitel
erneut eine Niederlage hinnehmen müssen. Von Hagens wurde mit seiner
Ausstellung „Körperwelten“ als Leichen-Plastinator bekannt. Das
Verwaltungsgericht Düsseldorf wies eine Klage von Hagens gegen einen
Bescheid des nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium ab. Die
Volksrepublik China hatte von Hagens einen Professorentitel verliehen.
Das Wissenschaftsministerium hatte angeordnet, dass der Wissenschaftler
den Titel nur mit Hinweis auf das Land der Verleihung führen darf. Nach
Auffassung der Düsseldorfer Richter sei dieser Bescheid nicht unwirksam
gewesen und habe auch für andere Bundesländer gegolten, befand das
Gericht.
Debatte über Privatisierung von Uni-Kliniken
FDP-Generalsekretär Christian Lindner hat eine Debatte über die
Privatisierung von Universitätskliniken im Land angestoßen. Lindner
sagte, seine Partei würde den Verkauf von Kliniken begrüßen. Mit seinen
Äußerungen löste der Politiker Kritik bei der
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und beim Koalitionspartner CDU aus.
Ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums sagte, die Behörde schließe
einen Verkauf einzelner Kliniken nicht aus, bevorzuge eine
Privatisierung aber auch nicht aus Prinzip. „Nicht vorstellbar“ sei,
dass alle Kliniken privatisiert würden. Der CDU-Fraktionsvize Rudolf
Henke nannte die Äußerungen von Lindner «schwer verständlich».
Privatisierungen seien kein Allheilmittel, so Henke.
Senat der Uni Duisburg-Essen beschließt Studiengebühren
Der Senat der Universität Duisburg-Essen hat die Einführung von
Studiengebühren beschlossen. Studierende der Hochschule sollen die
Gebühren ab dem Sommersemester 2007 zahlen. Die Höhe soll bei 500 Euro
pro Semester liegen. Für Studierende, die keine Bafög-Leistungen
beziehen und studierende Geschwister haben, sollen Sonderregelungen
gelten. Das gilt auch für studierende Eltern von minderjährigen
Kindern. Die Einnahmen sollen zur Verbesserung der Lehre und der
Studienbedingungen eingesetzt werden.
InFakt am Montag, 26.Juni 2006
Wahlen zum Studierendenparlament
Ab heute wird an der Uni Bielefeld ein neues Studierendenparlament
gewählt. Zwölf Listen kandidieren um die Plätze in der studentischen
Interessenvertretung. Zusätzlich zum Studierendenparlament werden die
studentischen Vertreter im Senat und in den Fakultätskonferenzen
gewählt. Jeder Studierende kann bis zum Ende der Woche seine Stimme
abgeben. Die Stimmabgabe erfolgt vor der Cafeteria in der Zentralen
Unihalle.
Neues Laborgebäude an der Uni Bielefeld
Der zweite Bauabschnitt für das neue Laborgebäude der Bielefelder
Universität wurde jetzt genehmigt. Der Neubau ist das größte Bauprojekt
der Uni seit der Fertigstellung des Hauptgebäudes im Jahr 1976. Er wird
in zwei Bauabschnitten realisiert. Der erste Bauabschnitt umfasst gut
2000 Quadratmeter und wird rund 13,5 Millionen Euro kosten. Für die
jetzt genehmigte Erweiterung sind knapp acht Millionen Euro
veranschlagt.
Bilanz nach Unwetter
Während des starken Gewitters, das gestern über Bielefeld hinweg
gezogen ist, sind mehrere Keller unter Wasser gelaufen. Die Feuerwehr
registrierte bis zum späten Abend mehr als 150 Einsätze.
Forschungsunion gegründet
In Berlin hat sich gestern die Forschungsunion zu ihrer
konstituierenden Sitzung getroffen. In dem Forum soll eine Kooperation
zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gefördert werden.
Bundesforschungsministerin Anette Schavan sagte, es gehe darum die
deutsche Spitzenposition in zukunftsfähigen Technologiebereichen zu
sichern und zu fördern. Die Forschungsunion ergänzt den Rat für
Innovation und Wachstum - ein Beratungsgremium von Bundeskanzlerin
Angela Merkel.
InFakt am Donnerstag, 22.Juni 2006
Demonstration gegen Studiengebühren
Unter dem Motto "Gemeinsam sind wir unkürzbar" haben gestern über 1000
Schüler, Studierende und Gewerkschafter vor dem Landtag in Düsseldorf
protestiert.
Anlass sind die heutige Lesung des neuen Schulgesetzes und die
Einführung des so genannten Hochschulfreiheitsgesetzes gewesen.
Außerdem haben die Demonstranten den zunehmenden Abbau von Demokratie
und Chancengleichheit durch die schwarz – gelbe Landespolitik beklagt.
Die Demonstration verlief weitgehend friedlich, am Ende kann es jedoch
zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
Gewaltsame Ausschreitungen bei Demonstration in Frankfurt
Zu gewaltsamen Auseinandersetzungen kam es gestern außerdem in Frankfurt bei einer Demonstration von Gebührengegnern.
Studierende hatten hier versucht den Bahnhof zu blockieren und hatten
Müllcontainer auf die Gleise geworfen. Sowohl die Gleise des
Fernverkehrs als auch für die S-Bahn mussten vorübergehend gesperrt
werden. Die Polizei ging mit einem Schlagstockeinsatz gegen die
Demonstranten vor. Das Innenministerium in Hessen hatten ein hartes
Vorgehen gegen Demos während der WM bereits angekündigt. Gestern fand
in Frankfurt das Spiel Argentinien gegen die Niederlande statt.
Beschlüsse von Senatssitzungen nichtig?
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) will gegen bereits
beschlossene Gebührensatzungen von Universitäten klagen, die unter
Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen wurden.
Ein vom ABS beauftragter Fachanwalt für Verwaltungsrecht hat den
Ausschluss der Öffentlichkeit auf Senatssitzungen untersucht und für
ungerechtfertigt befunden.In der Vergangenheit haben mehrere
Hochschulen die Öffentlichkeit bei Senatssitzungen zu Studiengebühren
ausgeschlossen. In Köln und Bonn beispielsweise haben die Sitzungen
auswärts stattgefunden - eine Sitzung fand auf dem Gelände des
Kernforschungszentrums in Juelich statt, eine andere im militärischen
Sperrbezirk in Wachtberg. Dabei kam es regelrecht zu Verfolgungsjagden.
Studierendenproteste in Niger
In der nigerischen Haupstadt Niamey haben gestern knapp 4000
Studierende und Lehrende gegen die mangelnde Finanzierung und
Führungsversagen an Universitäten demonstriert.
Bereits seit einer Woche sind der Campus und die Klassenräume der
größten Universität des Landes geschlossen.Die Studierenden streiken,
um gegen die Nicht Auszahlung ihrer Stipendien zu protestieren und
werfen der Regierung sogar systematische Unterschlagung der
Finanzmittel vor.Nach UN Statistiken gilt Niger als die ärmste Nation
der Welt.
Studiengebühren an Fh Lippe/Höxter beschlossen
Die Fachhochschule Lippe/Höxter wird künftig Studiengebühren erheben.
Das hat gestern der Senat entschieden. Ab Herbst dieses Jahres müssen
Studienanfänger fünfhundert Euro pro Semester zahlen. Bereits
eingeschriebene Studierende müssen ab SoSe 2007 zahlen. Das Rektorat
begründete die Entscheidung mit der schlechten Haushaltslage der
Fachhochschule. Der Vorschlag der Studierenden, von älteren Semestern
nur den halben Beitrag zu verlangen, hat keine Mehrheit gefunden.
Regierungssprecher Heye gibt Schulen Schuld an Rechtsextremismus
Der ehemalige Regierungssprecher Heye sorgt in der Debatte um Rechtsradikalismus erneut für Zündstoff:
Auf einer Podiumsdiskussion hat er das deutsche Schulsystem für die
rechte Gewalt verantwortlich gemacht. Nach Heye würde die Situation an
deutschen Schulen Kinder und Jugendliche aggressiv und krank machen. Er
kritisierte, die frühzeitige Trennung der guten und schlechten Schüler,
die es so in keinem anderen europäischen Land gebe. Es sei zudem nicht
hinnehmbar, dass 10 Prozent aller Jugendlichen die Schule ohne
Abschluss verlassen würden. Die Schauspielerin Katja Riemann hat in der
selben Diskussion vorgeschlagen, Zivilcourage als Lehrfach einzuführen.
Vorlesewettbewerb für Grundschüler
Gestern fand das Finale des 47. Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Frankfurt statt.
Rund 670.000 Sechstklässler aus rund 7.500 Schulen beteiligten sich an
dem Wettbewerb. Beim Finale im Frankfurter Goethe-Haus lasen 28
Schüler, die sich auf Landesebene qualifiziert hatten, aus ihren
Lieblingsbüchern vor. Die Sieger des Vorlesewettbewerbs kamen aus
Hamburg und aus Nordrheinwestfalen.
Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Erdsiek-Rave appellierte
an die Eltern, mit kleinen Kindern mindestens zehn Minuten am Tag
gemeinsam zu lesen um somit damit die Lesekompetenz frühzeitig zu üben.
InFakt am Mittwoch, 21.Juni 2006
Landtag berät über Hochschulfreiheitsgesetz
Der nordrhein-westfälische Landtag berät heute zum ersten Mal über den
Entwurf der Landesregierung für das Hochschulfreiheitsgesetz. Die
Neuregelung soll die rund 30 staatlichen Hochschulen im Land weitgehend
in die Selbstständigkeit entlassen. Andreas Pinkwart, Minister für
Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, erhofft sich
dadurch eine Verbesserung von Forschung und Lehre. Die Universitäten
und Fachhochschulen sollen in Zukunft in eigener Verantwortung Finanz-,
Personal- und Organisationsentscheidungen treffen. Außerdem sollen sie
Unternehmen gründen und sich an Firmen beteiligen können.
Pinkwart erfreut über erneute Bewerbung der Uni Bonn zur Exzellenzinitiative
Innovationsminister Andreas Pinkwart zeigte sich erfreut über die
Ankündigung der Universität Bonn, sich bei der zweiten Runde der
Exzellenzinitiative erneut in allen drei Förderlinien zu bewerben.
Pinkwart hoffe, dass viele Universitäten dem Beispiel folgen werden.
Der Exzellenzwettbewerb sei eine hervorragende Möglichkeit, über die
jährliche Finanzierung hinaus, zusätzliche Gestaltungskraft zu erlangen.
Der Wettbewerb ist mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro dotiert. Bund und
Länder wollen mit dem Programm die Spitzenforschung fördern.
fzs kritisiert Kompromiss in der Föderalismusreform
Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften hält den Kompromiss
der großen Koalition in der Föderalismusreform für unzureichend. In
wesentlichen Fragen wie etwa einheitliche Standards im Hochschulwesen,
habe die Koalition aus Sicht der Studierenden keine zufrieden stellende
Lösung gefunden. Mit dem Wegfall des Kooperationsverbots zwischen Bund
und Ländern ginge man zwar in die richtige Richtung, der studentische
Dachverband fordert aber weiterhin mehr bundeseinheitliche Regelungen
im Hochschulbereich. Auch sei die mangelnde Bereitschaft, den Bund an
der Finanzierung des Hochschulbaus zu beteiligen, eine massive
Benachteiligung strukturschwacher Länder.
Lehramtsabsolventen werden verabschiedet
Die Universität Bielefeld verabschiedet heute die Lehramtsabsolventen
des jetzigen Sommersemesters. Rektor Timmermann zeichnet dabei die
besten Absolventen aus. 100 angehende Lehrer kommen mit ihren Partnern,
Eltern und Freunden zu der Verabschiedung. Den Festvortrag hält
Reinhold Hedtke von der Fakultät für Soziologie. Die feierliche
Verabschiedung beginnt heute um 18 Uhr im Audimax der Uni Bielefeld.
Schavan kündigt Einführung von Forschungsprämie an
Bundesforschungsministerin Annette Schavan hat gestern die Einführung
einer Forschungsprämie angekündigt. Die Prämie soll starke Impulse für
wirtschaftsorientierte Forschung setzen. Sie solle Hochschulen und
Forschungseinrichtungen motivieren, stärker mit Unternehmen zusammen zu
arbeiten, so Schavan. Die Ministerin kündigte an, dass weitere
Impuls-Instrumente folgen werden. Die Forschungsprämie soll ab dem
kommenden Jahr ausgezahlt werden. Die Prämie wird an Hochschulen und
Forschungseinrichtungen gehen, die Forschungsaufträge von kleinen und
mittleren Unternehmen übernehmen.
Debatte über Kritik an Deutschlandhymne
Der nordrhein-westfälische Landtag debattiert heute über die Kritik der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der deutschen
Nationalhymne. Die Diskussion findet während einer aktuellen Stunde auf
Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU und FDP statt. Der hessische
Landesverband der GEW hatte eine kritische Broschüre zum
Deutschlandlied neu aufgelegt. Als Bildungsgewerkschaft trete die GEW
Stimmungen des Nationalismus und einer „deutschen Leitkultur“ entgegen,
hatte der Verband mitgeteilt. Die GEW war mit der Broschüre auch intern
auf Widerstände gestoßen. Gestern entschuldigte sich die Gewerkschaft
für die Broschüre.
Ärztestreik an kommunalen Kliniken wahrscheinlich
Nach dem wochenlangen Ärztestreiks an den Universitätskliniken soll am
kommenden Montag ein noch größerer Ausstand der Ärzte an den kommunalen
Krankenhäusern beginnen. Eine entsprechende Entscheidung der Großen
Tarifkommission des Marburger Bundes für einen Streik sei „sehr
wahrscheinlich“, hieß es gestern. Bereits am Mittwoch soll dann eine
Urabstimmung beginnen. Ein Streik könne von Montag an stufenweise
verschärft werden. Der Marburger Bund und die Vereinigung der
kommunalen Arbeitgeberverbände hatten sich bislang nicht auf einen
eigenen Tarifvertrag für die rund 70 000 Ärzte an 700 kommunalen
Kliniken einigen können.
Von Hagens will Professorentitel anerkannt sehen
Der als Leichen-Plastinator bekannt gewordene Gunther von Hagens klagt
am Freitag vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf um die Anerkennung
seines Professorentitels. Das nordrhein-westfälische
Wissenschaftsministerium hatten von Hagens die Auflage erteilt, den
Professorentitel, den ihm die Volksrepublik China verliehen hatte, nur
mit Hinweis auf das Land der Verleihung zu führen. Das teilte gestern
das Verwaltungsgericht mit. Von Hagens ist vor allem wegen der
Ausrichtung der Ausstellung „Körperwelten“ umstrittene. Der Mediziner
besteht darauf, dass er den Professorentitel ohne einen Zusatz führen
darf. In Baden-Württemberg läuft gegen von Hagens bereits ein
Strafverfahren wegen unbefugter Titelführung.
Tretbootdemo gegen Studiengebühren
Mit einer Tretbootdemo wollen Studierende in Münster am morgigen
Donnerstag gegen Studiengebühren protestieren. 30 Tretboote und 14
Ruderboote mit Bannern und Transparenten sollen gegen kurz vor zwölf
über den Aasee schippern. Das sagte eine Sprecherin des Allgemeinen
Studierenden-Ausschusses von der Katholischen Fachhochschule Münster.
Die Demo gehört zur Protestwoche der fünf Münsteraner Hochschulen. Mit
einer Kunstaktion hatten die Studierenden ihre Protestwoche unter dem
Motto „Schein oder Nichtsein“ gestartet.
Studentenunruhen in Griechenland dauern an
Die Studentenunruhen in Griechenland halten an. Derzeit sind rund 400
Fakultäten in ganz Griechenland besetzt, das entspricht 90 Prozent
aller bestehenden Fakultäten. Die Proteste richten sich gegen neue
Bildungsgesetze, die die griechische Regierung verabschieden will. Die
Regierung will künftig Studierende von den Hochschulen ausschließen
lassen, wenn sie nicht innerhalb von sechs bzw. sieben Jahren einen
Abschluss erlangt haben. Auch will das Kabinett Maßnahmen zur Gründung
privater Universitäten eingeleiten. Bisher waren Privatuniversitäten in
Griechenland offiziell nicht zugelassen. Bei den studentischen
Protesten handelt es sich um die größten Studentenunruhen seit 15
Jahren in Griechenland.
Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ruft für heute zu einer
Demonstration gegen Studiengebühren vor dem Düsseldorfer Landtag auf.
Die Veranstaltung ist Auftakt für eine bundesweite Serie von
Protestaktionen gegen Studiengebühren. Ein bundesweiter Aktionstag ist
für den 28. Juni geplant. An dem Tag sind überregionale Demonstrationen
in Hamburg und Wiesbaden vorgesehen. Eine zentrale Kundgebung soll am
6. Juli in Frankfurt am Main stattfinden. Der Düsseldorfer Landtag
hatte im März die Einführung von Studiengebühren beschlossen.
InFakt am Dienstag, 20. Juni 2006
Kandidaten der Hochschulgruppen diskutieren vor der StuPa-Wahl
Eine Podiumsdiskussion zur Wahl des Studierendenparlaments (StuPa) gibt es heute in der Universität Bielefeld.
Eingeladen sind die Vertreter aller Listen, die für das StuPa
kandidieren. Insgesamt treten neun Hochschulgruppen bei der Wahl an.
Die Wahl von StuPa und Senat der Uni Bielefeld findet in der kommenden
Woche statt. Die Diskussion beginnt um 12 Uhr in der zentralen
Uni-Halle. Moderator ist Mario Sarcletti.
Union offen für Änderungen an Föderalismusreform
Die CDU ist bereit für Änderungen an der Föderalismusreform im Bildungsbereich.
Das sagte Dieter Althaus, CDU-Ministerpräsident in Thüringen. Er halte
Änderungen beim geplanten Kooperationsverbot von Bund und Ländern für
denkbar, so Althaus. Das Kooperationsverbot sieht etwa vor, dass der
Bund keine Projekte zur Wissenschaftsförderung an Hochschulen
finanzieren darf. Die Ministerpräsidenten der Länder und Kanzlerin
Angela Merkel beraten am Donnerstag über die Föderalismusreform.
Erster Lehrstuhl für Kinder-Palliativmedizin in Europa
Eine Professur für Kinder-Palliativmedizin gibt es künftig an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München.
Es handelt sich um die erste Professur dieser Art in Europa. Die
Krupp-Stiftung fördert den Lehrstuhl fünf Jahre mit einer Million Euro.
Das teilte die Stiftung gestern mit. Im Anschluss will die Hochschule
die Stelle selbst weiterfinanzieren. Die Universität plant nun ein
Berufungsverfahren. Die Stiftungsprofessur solle neue Impulse in der
Versorgung der kranken Kinder sowie in Forschung und Lehre setzen,
sagte Dietrich Reinhardt, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU.
Schnell-Studium sollen Fachlehrermangel beheben
Die NRW-Landesregierung führt ab August ein Schnell-Studium in den so genannten Mangelfächern ein.
Damit will das Kabinett den Fachlehrermangel an Gymnasien beheben. Das
teilte gesten das Schulministerium in Düsseldorf mit. Für das Programm
können sich Lehrer bewerben, die bereits für die Sekundarstufe II
ausgebildet sind. Laut den Plänen sollen sie drei Tage in der Woche
Unterricht in ihren erlernten Fächern geben. An zwei Tagen pro Woche
sollen sie ein Mangelfach studieren. Zu den Mangelfächern gehören
Informatik, Kunst, Latein, Mathematik und Physik.
Chinesische Polizei rückt gegen Studierende vor
Die Polizei ist gestern mit mehreren Hundertschaften auf das Universitätsgelände der chinesischen Stadt Zhengzhou vorgerückt.
Zuvor hatten 15.000 junge Leute in der Stadt einen Sitzstreik vor dem
Hauptgebäude der Uni begonnen. Laut Augenzeugenberichten hatten rund
7000 Studenten am Donnerstag damit angefangen, das Unigelände zu
verwüsten. Sie wollen damit gegen eine Änderung zu Diplomregelung
demonstrieren. Die Verwaltung hatte den Studierenden mitgeteilt, dass
sie nach ihrem Abschluss kein Diplom der Universität erhalten sollen.
Sie sollen lediglich das Zertifikat einer weniger angesehenen
Institution erhalten.
InFakt am Montag, 19. Juni 2006
E-Protest in Hessen
Die Proteste gegen die geplanten Studiengebühren in Hessen halten weiter an.
Über das Internet wurden mehrere tausend Protest-E-Mails an zahlreiche
Landtagsabgeordnete der CDU und FPD gesendet. Ein Landtagsabgeordneter
der CDU leitete die anonymen
E-Mails an die Unterstützer dieser neuen Protestaktion zurück. Damit
sorgte er zugleich für eine Diskussion über diese neue Form des
Protestes der Studierenden.
Piraten entern NRW.Bank-Schiff
Rund 40 Studierende haben am Samstag in Dortmund gegen Studiengebühren protestiert.
Als Piraten verkleidet haben sie im Dortmunder Hafen das so genannte
Ideenschiff der NRW.Bank geentert. Bei der Aktion wurde das
Promotion-Schiff des Geldinstituts mit Transparenten behängt und für
etwa eine Stunde in Besitz genommen. Die Aktivisten haben
Schokoladenmünzen und Flugblätter mit der Forderung nach Umverteilung
des Reichtums von oben nach unten verteilt. Das Schiff der NRW.Bank
wurde für die Aktion ausgewählt, weil die Bank von der Einführung des
Bezahlstudiums profitieren würde.
Tarifkonflikt der Uni-Ärzte geht weiter
Nach der Einigung im Tarifkonflikt bei den Uniärzten gibt es jetzt neuen Unmut.
Der Kompromiss von vergangenem Freitag sieht eine Gehaltssteigerung von
16 bis 20 Prozent vor. Eine Angleichung der Löhne von Ost- und
Westdeutschland
ist aber erst für das Jahr 2010 vorgesehen. Das haben nun die
ostdeutschen Finanzminister kritisiert. Der Präsident der
Bundesärztekammer und der Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft
deutscher Länder verteidigten jedoch die weiterhin bestehenden
Gehaltsunterschiede.
Fischer wird Gastprofessor in Princeton
Der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer will als
Gastprofessor sein Wissen an Studierende der US-Elite Universität
„Princeton“ weitergeben.
Die School of Public and International Affairs der Universität teilte
mit, dass Fischer den Kurs „internationale Krisendiplomatie“ im
kommenden Wintersemester unterrichten wird. Im Frühjahr 2007 soll dann
ein Seminar über „Internationale Beziehungen“ folgen.
InFakt am Freitag, 16. Juni 2006
Zunehmend Gasthörer über 60 Jahre
In deutschen Hochschulen gibt es zunehmend Gasthörer über 60 Jahre. Das
zeigt sich besonders in den Fächern Geschichte,
Wirtschaftswissenschaften und Philosophie. Im Wintersemester 2005/2006
gehörte fast jeder zweite der rund 38.000 Gasthörer an Universitäten
und Fachhochschulen dieser Altersgruppe an. Das teilte das Statistische
Bundesamt in Wiesbaden mit. In den vergangenen zehn Jahren habe sich
die Zahl der über 60 Jahre alten Gaststudierenden auf etwa 18.000
verdoppelt.
RoboCup endet heute in Bremen
Heute endet der RoboCup 2006 in Bremen. Die zehnte Weltmeisterschaft
der Roboter findet erstmals in Deutschland statt. Mehrere hundert Teams
aus rund 40 Ländern treten bei dem Wettbewerb mit ihren Robotern
gegeneinander an. Der Robotik-Wettbewerb stellt seine Teilnehmer vor
komplexe Herausforderungen. Die Roboter bewegen sich selbstständig über
das Spielfeld, verfolgen die Bewegungen von Gegenspielern und Ball und
schießen Tore. Der Wettbewerb präsentiert neue Technologien der Robotik
und Künstlichen Intelligenz. Bis zum Jahr 2050 sollen humanoide Roboter
nach offiziellen FIFA-Regeln den amtierenden menschlichen
Fußballweltmeister besiegen, so das langfristige Ziel der Initiative.
Universität Wuppertal beschließt Studiengebühren
Die Universität Wuppertal hat beschlossen, Studiengebühren einzuführen.
In einer außerordentlichen Senatssitzung stimmten neun Mitglieder für
Studiengebühren, acht dagegen und zwei enthielten sich. Bereits in der
vergangenen Woche hatte abgestimmt werden sollen, die Sitzung war aber
nach
Studentenprotesten abgebrochen worden. Nach der Entscheidung forderte die Studierendenvertretung den Rücktritt des Rektors.
Europaparlament für Finanzierung der Stammzell-Forschung
Das Europaparlament hat sich für die Finanzierung der
Embryonenforschung und der embryonalen Stammzellenforschung
ausgesprochen. Wie in den meisten Mitgliedstaaten ist die embryonale
Stammzellenforschung auch in Deutschland verboten. Die
Grünen-Abgeordnete Hiltrud Breyer kritisierte die Entscheidung. Sie
sprach von einem "falschen Signal" angesichts "risikoloser Alternativen
zur Gewinnung von Stammzellen aus Nabelblut oder Knochenmark".
Festnahmen bei Studentendemo in Bremen
Mehr als 500 Studierende haben in Bremen gegen massive Einsparungen im
Bildungs- und Sozialwesen demonstriert. Die Polizei nahm drei
Studierende fest. Auf Druck der Demonstranten mussten diese zwar noch
vor Ort wieder entlassen werden, ihnen drohen jetzt jedoch Verfahren.
Der ASta der Uni Bremen wirft der Polizei vor, auf mehrere der
Demonstranten eingeprügelt zu haben. Derzeit prüft der AStA rechtliche
Schritte gegen einzelne Polizeibeamte. Die Studierenden ließen sich
durch aggressives Vorgehen der Polizei nicht einschüchtern, sagte
Hans-Christoph Ries vom AStA der Uni Bremen. Berechtigter und
friedlicher Protest von Studierenden werde durch ein solches Auftreten
der Polizei kriminalisiert.
Deutschland Weltmeister im RoboCup 2006
Deutschland ist gestern Weltmeister im Roboter-Fußball geworden.
Die 10. internationalen Weltmeisterschaften im Roboter-Fußball in
Bremen sind das größte Ereignis der internationalen Robotik.
Bundesforschungsministerin Annette Schavan sieht in dem erfolgreichen
Abschneiden der deutschen Teams einen Beleg für die technologischen
Spitzenleistungen in Deutschland. Die Servicerobotik ist ein
Förderschwerpunkt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Sie
wird gegenwärtig mit knapp 10 Millionen Euro gefördert.
InFakt am Montag, 12. Juni 2006
Studierende freuen sich über Solidarität des Friedensnobelpreisträgers
Der Asta der Uni Frankfurt hat Michael Gorbatschow als Gastredner zu
einer der kommenden Studentenproteste eingeladen, nachdem er starke
Kritik an den Plänen der Landesregierung geübt hat.
Der ehemalige Nobelpreisträger sprach sich während seines Besuchs in
Hessen, vehement gegen die geplanten Studiengebühren aus. Er kündigte
sogar an, während der nächsten Demonstration in der ersten Reihe
mitlaufen zu wollen. Gorbatschow verwies ferner auf die gesetzlich
festgeschriebene kostenlose Bildung in seinem Land.
Marburger Bund hält Einigung für Uniklinik-Ärzte für möglich
Eine baldige Einigung im Tarifstreik der Ärzte ist nicht mehr ausgeschlossen.
Diese Bilanz zogen der Vorsitzende des Marburger Bundes, Montgomery,
und der Chef der Tarifgemeinschaft deutscher Länder, Hartmund Möllring,
nach einem Treffen am Samstag. Heute Nachmittag will die
Tarifkommission entscheiden, ob auf der Grundlage der Verhandlungen am
Wochenende die erhoffte Einigung erzielt werden kann. Trotzdem will der
Marburger Bund die Ärztestreiks, wie geplant an rund 40 Kliniken
ausweiten. Die Notfallversorgung soll aber gesichert sein.
Bundeshilfe für Universitäten
Eine Bundeshilfe für Universitäten soll weiterhin möglich sein.
Dies forderte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Jürgen
Zöllner, der SPD. Sein Vorschlag richtet sich gegen die geplante
Föderalismusreform, die eine alleinige Kompetenz der Länder in Bezug
auf die Lehre vorsieht. Anders als große Teile der SPD Fraktion, will
Zöllner die Kooperation zwischen Bund und Ländern auch in Zukunft
ermöglichen. Die Bestimmungen sollten allerdings nur in Einzelfällen
gelten, wie beispielsweise der gemeinsamen Erweiterung von
Studienplätzen, sagte Zöllner.
Geld-zurück-Garantie
Die hessische FDP fordert in einem Gesetzesentwurf eine „Geld-zurück Garantie“ für Studierende.
Danach sollen Studierende ihr Geld wiederbekommen, falls ihr Studium
erhebliche Mängel aufweist. Damit reagieren die freien Demokraten auf
die heftigen Proteste gegen Studiengebühren in Hessen. Der Entwurf
sieht u.a. eine Qualitätskommission vor, an der auch Studierende
beteiligt sind. Diese solle Kriterien für Qualität festlegen und
überprüfen. Zusätzlich sollten Hochschulen künftig selbst entscheiden
können, ob und in welchen Fachbereichen sie Studienentgebühren erheben
möchten.
Deutschland belegt Spitzenplatz bei Forschung und Entwicklung
Deutschland attraktiv für internationale Unternehmen
Aus Sicht von internationalen Unternehmen ist Deutschland der attraktivste Standort in Europa.
Insbesondere im Zusammenhang mit Forschung und Entwicklung nimmt
Deutschland eine Spitzenposition ein, wie aus einer aktuellen Studie
des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst und Young hervorgeht. Auch
international kann Deutschland bei Forschung und Entwicklung punkten.
Es teilt es sich Platz eins mit den USA. Positiv werten die Unternehmen
ferner die gute Ausbildung der Arbeitskräfte, die Infrastruktur und die
Attraktivität des Binnenmarktes. Insgesamt wurden rund 1000 Unternehmen
befragt.
OWL Studienfond gegründet
Fünf staatliche Hochschulen in Ostwestfalen-Lippe haben den Studienfond OWL gegründet.
Der Fond soll insbesondere ausländischen Studierenden zu Gute kommen,
die weder Bafög noch finanzielle Unterstützung durch die Förderbank
Nordrhein-Westfalen erhalten. Unter anderem werden privat finanzierte
Stipendien vergeben und es ist eine Studienfinanzierung durch
Unternehmen vorgesehen. Zusätzlich sollen neue Jobs an den Hochschulen
geschaffen werden. Am „Studienfond OWL“ beteiligen sich die
Universitäten Paderborn und Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld,
die Musikhochschule Detmold und die Fachhochschule Lippe und Höxter.
Neuer Studiengang an der Fernuni Hagen
Die Fern-Uni Hagen bietet im kommenden Wintersemester erstmals den Studiengang Wirtschaftsinformatik an.
Der Bachelorstudiengang richtet sich insbesondere an Berufstätige und
Abiturienten. Er kann demnach sowohl in Vollzeit- als auch Teilzeit
studiert werden. Das Studium umfasst vierzehn Pflichtmodule aus den
Bereichen Wirtschaftswissenschaft, Wirtschaftsinformatik sowie
Mathematik und Informatik. Hinzu kommen zwei Wahlpflichtmodule, die
Spezialwissen vermitteln sollen. Bis zum 31 Juli können sich
Interessierte einschreiben.
Übergewicht in Deutschland
Deutsche werden immer dicker.
Dies geht aus einer Studie des Statischen Bundesamts in Wiesbaden
hervor. 58 Prozent der Männer und 42 Prozent der Frauen in Deutschland
brächten zu viel auf die Wage, hieß es. Damit sei der Anteil der
Übergewichtigen bei beiden Geschlechtern im Vergleich zu 1999 um zwei
Prozentpunkte gestiegen.
InFakt am Freitag, 9. Juni 2006
Bielefelder Fakultät für Pädagogik gegen Studiengebühren
Die Fakultät für Pädagogik lehnt in einer Stellungnahme die Einführung von Studiengebühren an der Universität Bielefeld ab.
Ein schnelleres Studium sei besonders für die Studierenden nicht
erwartbar, die schon jetzt auf Erwerbsarbeit angewiesen seien, um ihr
Studium zu finanzieren. Der Berufseinstieg von Akademikern werde
infolge der Gebühren durch Schulden belastet. Potentielle Studierende,
die nicht mit einem Schuldenberg ins Berufsleben starten wollen, würden
abgeschreckt, so die Fakultät. Im Hochschulfreiheitsgesetz zeige sich,
dass es der Landesregierung in erster Linie um Kosteneinsparungen gehe
und weniger um die viel beschworene Schaffung von Wettbewerbsfähigkeit
der Hochschulen.
Uni Bielefeld wird für Familienfreundlichkeit ausgezeichnet
Die Universität Bielefeld erhält am 14. Juni das Zertifikat „Familiengerechte Hochschule“ der Hertie-Stiftung in Berlin.
Am 1. August startet zudem ein neues Betreuungsangebot für Kinder von
Universitäts-Mitarbeitern. Viele deutsche Akademikerinnen und
Akademiker bekämen keine Kinder, weil sich Familie und Beruf häufig nur
schlecht vereinbaren ließen, so die Universität. Die Universität
Bielefeld setze hingegen konsequent auf die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf, teilte die Hochschule mit.
14 Menschen bei Studentendemo in Athen verletzt
Bei Ausschreitungen während einer Studentendemonstration sind gestern in Athen 14 Menschen verletzt worden.
Die Lage sei eskaliert, als eine Gruppe vermummter Jugendlicher die
Polizei mit Steinen beworfen habe, sagte ein Sicherheitsbeamter. Zehn
der Verletzten seien Polizisten. Etwa vierzig Menschen seien
festgenommen worden. Die Polizei setzte Tränengas ein. Derzeit halten
etwa 1000 Jugendliche die Athener Universität aus Protest gegen
Regierungspläne besetzt. Die Pläne sehen vor, die bisher verbotenen
Privatuniversitäten zuzulassen. Auch zahlreiche Professoren beteiligen
sich an dem Streik.
Schüler mit eigener Weltmeisterschaft
Die Fußball-Weltmeisterschaft der Schüler hat gestern in Potsdam begonnen.
Die Schul-WM findet zum ersten Mal statt.
Bundesentwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul und der Brandenburger
Ministerpräsident Platzeck pfiffen am Nachmittag das Eröffnungsspiel
des zweitägigen Turniers an. Mehr als 1000 Schüler, unter anderem aus
Deutschland, Costa Rica und Südafrika, treten bei dem Turnier an. Sie
werden ihren Weltmeister bereits heute ermitteln – wenige Stunden,
bevor die Profis am Abend in München zum großen Eröffnungsspiel
antreten.
Initiative fordert Beendigung eines Seminars zum Thema Rüstungsforschung
Die Antifaschistische Initiative der technischen Universität Berlins
fordert die Einstellung eines Seminars an der Hochschule zum Thema
Rüstungsforschung.
Das Seminar finde statt trotz der Verpflichtung durch den akademischen
Senat, keine Rüstungsforschung an der Technischen Universität zu
betreiben. Zudem fordert die Initiative die Kündigung von Markus C.
Kerber, dem Dozenten des Seminars. Nach Angaben der Initiative hat der
Professor in mehreren Veröffentlichungen in der Zeitung „Junge
Freiheit“ die Anschlussfähigkeit seines Gedankenguts an
rechtsextremistische Positionen dargestellt.
Karl-Barth-Preis geht erstmals an eine Frau
Die südkoreanische Theologin Meehyun Chung erhält den Karl-Barth-Preis der Union evangelischer Kirchen (UEK).
Die UEK ehrt mit dem Preis erstmals eine Frau. Die Theologin bringe
dogmatische, ethische und politische Impulse aus dem Werk Karl Barts in
der koreanischen Kirche und Gesellschaft zur Geltung, teilt die UEK
mit. Meehyun Chung leitet seit dem vergangenen Jahr die Abteilung Women
und Gender der Mission in Basel. Der
Preis, mit dem sie jetzt ausgezeichnet wird, erinnert an den Schweizer
Theologen Karl Barth. Er gilt als der bedeutendste protestantische
Theologe des 20. Jahrhunderts.
Astronomen entdecken Sternenpfad am Rand der Milchstraße
Astronomen haben einen Sternenpfad am Rand der Milchstraße entdeckt.
Die kosmische Sternen-
straße ist mindestens 30.000 Lichtjahre lang und zieht sich vermutlich
einmal komplett um unsere Heimatgalaxie, berichtete ein
US-italienischen Forscherduo beim Amerikanischen Astronomenkongress in
Kanada. Die Sterne sind auf einer Art von galaktischer „Autobahn“ mit
rund 830.000 Kilometern pro Stunde unterwegs. Mit bloßem Auge ist der
schnelle Sternenstrom nicht zu sehen.
InFakt am Donnerstag, 8. Juni 2006
Großteil der Hochschulen in NRW führt Studiengebühren ein
Die meisten Studierenden in Nordrhein-Westfalen müssen spätestens im kommenden Jahr für ihr Studium bezahlen.
Viele Universitäten haben sich gegen den heftigen Protest von
Studierenden für Gebühren ausgesprochen. Nur wenige Hochschulen lehnen
die Gebühren ab. Zu einem vorläufigen Nein zu Studiengebühren hat sich
die Fern-Universität Hagen entschieden. Auch an der Kunstakademie
Düsseldorf und der Fachhochschule Düsseldorf sollen keine Gebühren
erhoben werden. Die meisten Fachhochschulen haben sich allerdings
bereits für Gebühren entschieden. An einigen großen Universitäten wurde
die Entscheidung über Studiengebühren zum Katz-und-Maus-Spiel zwischen
Hochschulleitung und Studierenden. Der Senat der Uni Köln verlegte
seine Sitzung ins Forschungszentrum Jülich, um protestierenden
Studierenden zu entgehen. Die Universität Bonn wich ebenfalls in ein
außerhalb gelegenes Forschungszentrum aus. Noch keine Entscheidung über
die Gebühren ist an der Universität Münster gefallen. Auch an den
Ruhrgebiets-Universitäten Bochum, Duisburg-Essen und Dortmund sowie an
der Uni Wuppertal ist noch nicht über die Gebühren entschieden worden.
Für alle Hochschulen, die die Gebühren beschlossen haben, gilt, dass
sie den vom Land gesetzten Höchstrahmen von 500 Euro pro Semester
ausschöpfen wollen. An der Uni Bielefeld soll im Juni über eine Vorlage
des Rektorats zu Studiengebühren entscheiden.
Senat an FH Lippe und Höxter gegen Studiengebühren in Höhe von 500 Euro
Der Senat der Fachhochschule Lippe und Höxter hat gestern Studiengebühren in Höhe von 500 Euro abgelehnt.
Eine schwache Mehrheit des Senats stimmte gegen die bisherige
Studienbeitragssatzung, die Gebühren in dieser Höhe vorgesehen hatte.
Ob Studiengebühren zum kommenden Wintersemester erhoben werden können,
ist unklar. Der Senat hatte sich auf seiner Sitzung im Januar
grundsätzlich für die Einführung von Studienbeiträgen ausgesprochen.
Die gestrige Senatssitzung fand im Beisein von rund 100 Studierenden
statt. Spruchbänder von protestierenden Studierenden trugen die
Aufschrift „500 Euro – wofür?“. Das Rektorat wies mit Nachdruck auf die
Notwendigkeit der Gebühren hin.
Harvard-Forscher wollen Vorreiter bei therapeutischem Klonen werden
Forscher der Harvard-Universität wollen das therapeutische Klonen in den USA schneller vorantreiben.
Sie kündigten in Boston an, maßgeschneiderte Stammzellen aus geklonten
menschlichen Embryonen gewinnen zu wollen. Diese Zellen wollen sie zur
Behandlung von Kranken einsetzen. Dieses Ziel hatten südkoreanische
Klonforscher angeblich schon erreicht. Ihre Ergebnisse stellten sich
aber als gefälscht heraus. Das Harvard-Team will mit Genforschern der
New Yorker Columbia-Universität zusammenarbeiten. Die Arbeit soll
ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert werden. Klonprojekte
unterliegen in den USA strikten Auflagen, um Anrecht auf finanzielle
Unterstützung vom Staat zu haben.
Nur wenige Wissenschaftler wollen habilitieren
Die Zahl der Habilitationen in Deutschland ist auf den tiefsten Stand seit 1999 gesunken.
Im vergangenen Jahr schlossen an deutschen Hochschulen 2001
Wissenschaftler ihr Habiliationsverfahren ab. Das teilte gestern das
Statistische Bundesamt mit. Im Jahr 2004 hatten sich rund 2300 Forscher
habilitiert. Mit dem Abschluss weisen Wissenschaftler ihre
Lehrbefähigung nach und können sich um eine Professur an Hochschulen
bewerben. Der Frauenanteil bei den Habilitierten lag wie im Vorjahr bei
23 Prozent. Als möglichen Grund für den Rückgang der Habilitationen
nannte das Statistische Bundesamt die so genannte Juniorprofessur.
Dieser seit 2002 mögliche Qualifizierungsweg sei in der Regel deutlich
schneller.
9,5 Millionen Chinesen rangeln um rund fünf Millionen Studienplätze
Mit der Rekordzahl von 9,5 Millionen jungen Chinesen haben gestern rund
800.000 mehr Schulabgänger als im Vorjahr an den staatlichen
Aufnahmeprüfungen für die Hochschulen teilgenommen.
Trotz zunehmend schlechter Berufsaussichten für Hochschulabgänger
kämpfen sie um die rund fünf Millionen Studienplätze, die in China
Verfügung stehen. Die Zahl der Studierenden ist seit 1999 deutlich
angewachsen.
Bonner Forscher: Dinosaurier schrumpften wegen Nahrungsmangel
Eine wissenschaftliche Sensation hat der Bonner Forscher Martin Sander
entdeckt. Seine These: In Deutschland lebten einst Mini-Dinosaurier.
Mit einem geschätzten Maximalgewicht von einer Tonne hätten die Tiere
nur ein Bruchteil des Gewichts der mit ihnen verwandten Brachiosaurier
gehabt, berichtete der Bonner Privatdozent gestern. Seine Studie
erscheint heute in der Fachzeitschrift "Nature". Die Knochen der
Mini-Dinosaurier waren bereits 1998 in einem niedersächsischen
Steinbruch nahe Goslar entdeckt worden. Zunächst gingen die
Wissenschaftler von Jungtieren aus. Eine genauere Untersuchung der
Knochen durch Sander belegte jetzt, dass es sich um ausgewachsene Tiere
handelt. Auslöser für den Zwergwuchs war nach seinen Angaben
wahrscheinlich Nahrungsmangel.
Chilenische Schüler wollen Proteste fortsetzen
Die chilenischen Schüler wollen ihre Proteste
trotz Zugeständnissen der Regierung fortsetzen.
Die angekündigten Maßnahmen seien unzureichend, erklärten die
Streikführer in Santiago. Die Schüler fordern eine Reform des
Bildungssystems, das aus der Zeit der Pinochet-Diktatur stammt.
Außerdem wollen sie eine umfassende Mitsprache im Bildungsrat des
Landes. Die chilenische Regierung brachte unterdessen einen
Gesetzesentwurf ein. Er sieht vor, dass das Recht auf Bildung in der
Verfassung verankert wird. Zudem solldie Qualität der Bildung durch
staatliche Kontrollen sichergestellt werden. Die Schüler fordern neben
einer sozialen Öffnung des Bildungssystems auch die Abschaffung der
Gebühren für die Aufnahmeprüfung an
Universitäten.
Wieder mehr Stellenangebote für Akademiker
Zum ersten Mal seit 2000 ist das Angebot an offenen Stellen für Akademiker im vergangenen Jahr wieder gestiegen.
Das hat gestern die Bundesagentur für Arbeit in Bonn bekannt gegeben.
Zudem hätten sich im Vergleich zum Vorjahr weniger Akademiker
arbeitslos gemeldet. Der Abwärtstrend der vergangenen Jahre sei damit
gestoppt und umgekehrt worden. Gesucht würden vor allem
Maschinenbauingenieure, IT-Experten, Sozialarbeiter und
Elektroingenieure.
Landesregierung will Schüler zu Technik-Studium überzeugen
Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mehr Schüler für ein Technik-Studium gewinnen.
Das Land brauche vor allem im Maschinenbau und in der Elektrotechnik mehr gut ausgebildete Hochschulabsolventen,
sagte gestern Andreas Pinkwart, Minister für Innovation, Wissenschaft,
Forschung und Technologie. Die Initiative “Zukunft durch Innovation”
solle deshalb
bei jungen Leuten die Neugier auf Technik wecken. Bis Ende kommenden
Jahres stellt das Land als Teil der Initiative 1,5 Millionen Euro zur
Verfügung.
Artothek der FH Bielefeld jetzt für auch für Nicht-Studierende zugänglich
Die Artothek der FH Bielefeld kann ab sofort auch von Nicht-Studierenden genutzt werden.
Die Artothek stellt Werke namhafter Künstler aus dem In- und Ausland
zur Verfügung. Bislang konnten sie ausschließlich von Studierenden,
Lehrenden und Mitarbeitern der Fachhochschule Bielefeld entliehen
werden. Informationen zu den Werken gibt es über den Online-Katalog der
Hochschulbibliothek und direkt vor Ort. Die Bilder können drei Monate
lang gegen eine geringe Verwaltungs- und Versicherungsgebühr
ausgeliehen werden können.
InFakt am Mittwoch, 7. Juni 2006
Bielefelder Professorin wird Präsidentin der Bunsengesellschaft
Die Bielefelder Chemie Professorin Katharina Kohse-Höinghaus ist zur
Präsidentin der Deutschen Bunsengesellschaft für Physikalische Chemie
gewählt worden.
Diese Fachgesellschaft wird sie dann ab dem kommenden Jahr für zwei
Jahre leiten. Die so genannte Bunsengesellschaft wollte so auch ein
neues Zeichen setzten. Vorstand und Mitglieder wählten in der
hundertjährigen Geschichte erstmals eine Frau als Präsidentin. Die Zahl
der Frauen in akademischen Führungspositionen liegt vor allem in den
technischen und Naturwissenschaftlichen Fächern weit hinter der Anzahl
der Männer.
59 Millionen Euro an BaföG-Geld geht zurück an den Staat
Im vergangenen Jahr wurden rund 59 Millionen Euro von Bafög Empfängern in Nordrhein-Westfalen zurückgefordert.
Ein Sprecher der Bezirksregierung Köln sagte, dass bisher rund 49
Millionen Euro an die öffentliche Hand zurückgeflossen seien. Insgesamt
wurden rund 21.000 Bafög-Anträge überprüft.In mehr als der Hälfte der
Fälle sein Rückforderungen gefordert worden, weil die Bafög Empfänger
zu Unrecht Geld erhalten hätten.
Polizeipräsident warnt Studenten vor gewalttätigen Demos bei der WM
Frankfurts Polizeipräsident Achim Thiel hat die hessischen Studenten
vor gewalt-tätigen Demonstrationen während der Fußball-WM gewarnt.
Blockaden auf Schienenwegen und Autobahnen werde man nicht mehr
akzeptieren, sagte der Jurist am Dienstag in Frankfurt.Der
Asta-Vorstand der Frankfurter Universität kündigte dagegen für die
nächsten Wochen „massiven Widerstand auf der Straße und in Gebäuden“
gegen die Studiengebühren an. Die Gewerkschaft der Polizei hatte der
Landesregierung zuvor vorgeworfen, dass sie das Gesetz zur Einführung
von Studiengebühren auch nach der WM hätte angehen können.
Tarifabschluß rückt für Uni-Ärzte in weite Ferne
Die Hoffnung der Uni-Ärzte auf einen zügigen Tarif-abschluß ist erneut enttäuscht worden.
Nach Rücksprache mit seinen Länderkollegen will Niedersachsens
Finanzminister Hartmut Möllring die Tarifgespräche mit dem Marburger
Bund doch nicht wieder aufnehmen. Damit lehnte Möllring das Angebot vom
Marburger-Bund-Chef Dr. Frank Ulrich Montgomery ab. Der Tarifstreit
sollte noch vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft zu einem Abschluss
kommen. Jetzt besteht die Gefahr für die Klinikärzte, dass sie sich
trotz Streiks mit Lohnstufen abfinden müssen, die von der Gewerkschaft
verdi für alle Uni-Beschäftigten ausgehandelt worden waren.
InFakt am Dienstag, 6. Juni 2006
FH-Professorin in den Beirat des Netzwerkes Soziale Strafrechtspflege Bielefeld berufen
Die Fachhochschulprofessorin Ulrike Mönig ist in den Beirat des Netzwerkes „Soziale Strafrechtspflege Bielefeld“ berufen worden.
Ziel dieses neu gegründeten Netzwerkes ist u.a. die Resozialisierung Straffälliger.
Dem Netzwerk gehören nahezu alle staatlichen und nichtstaatlichen
Institutionen im Raum Bielefeld an, die sich mit Aufgaben der
Straffälligenhilfe befassen.
Das neu berufene Beiratsmitglied, Professorin Ulrike Mönig, vertritt am
Fachbereich Sozialwesen der FH das Lehrgebiet Rechtswissenschaft und
leitet dort seit 2001 das Projekt "Soziale Arbeit in der
Straffälligenhilfe".
Teilnehmer an "Studieren ab 16" erhalten Stipendien der Stiftung der Deutschen Wirtschaft
Die beiden Bielefelder Schüler Katharina Brinkert und Lennart Gehrmann
erhalten Stipendien von der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.
Beide hatten zuvor am Studienangebot „Studieren ab 16“ an der
Universität Bielefeld teilgenommen. In diesem Rahmen haben sie auch
bereits zahlreiche Prüfungsleistungen erbracht.
Ab dem kommenden Wintersemester werden sie anfangen zu studieren und
dabei während der gesamten Studiendauer ein Stipendium erhalten.
„Studieren ab 16“ bietet besonders leistungsstarken Schülern der
Oberstufe die Möglichkeit, parallel zum Schulunterricht einführende
Veranstaltungen an der Universität zu besuchen und Leistungsnachweise
zu erwerben.
NRW-Koalition korrigiert Schulgesetz-Entwurf
Die schwarz-gelbe Landesregierung hat den Entwurf für das geplante neue
Schulgesetz in einigen Punkten korrigiert. Demnach sollen z.B. die
Kommunen bei der Wahl der Schulleiter ein größeres Mitwirkungsrecht als
bisher erhalten. Bei den Kernpunkten der Reform, darunter sind die
Abschaffung der Grundschulbezirke und eine Einschränkung des
Elternwillens, gibt es allerdings keine Korrekturen. Das Gesetz soll am
22. Juni in der geänderten Fassung im Landtag verabschiedet werden.
erster nationaler Bildungsbericht
Die Kultusministerkonferenz (KMK) und das BundesMinisterium für Bildung
und Forschung (BMBF) haben den ersten gemeinsamen Bericht zur "Bildung
in Deutschland" vorgelegt. Das Schwerpunktthema des nationalen
Bildungsberichtes lautet „Migration“.
Ein wesentliches Ergebnis des Berichts: Bildungserfolg und soziale Herkunft sind in allen Bildungsbereichen stark gekoppelt.
Die KMK-Vorsitzende Ute Erdsiek-Rave sagte, besonders bei Kindern mit
Migrationshintergrund gebe es noch erheblichen Handlungsbedarf. Zudem
gehen der Studie zufolge Jugendliche mit Migrationshintergrund seltener
an die Uni als Deutsche.
Die Bildungsminister haben sich indes auf einen nationalen
Schulleistungstest verständigt. Damit soll, ähnlich wie bei der
Pisa-Studie, der Leistungsstand der Schüler überprüft werden.
Den nationalen Bildungsbericht gibt’s im Internet unter bildungsbericht.
Proteste gegen Studiengebühren in Hessen
In Kassel haben am vergangenen Freitag erneut Studierende gegen die
Einführung von Studiengebühren protestiert. Das berichtet der hessische
Rundfunk.
Mehrere Dutzend Studierende haben in der Fußgängerzone mit
verschiedenen Aktionen gegen die geplanten Gebühren demonstriert. So
bettelten sie z.B. mit Schildern mit der Aufschrift „Hast Du mal
mindestens 500 Euro?“.
Hessens Innenminister Volker Bouffier warnte daraufhin davor, die WM mit gewalttätigen Protestaktionen zu stören.
Die Gewerkschaft der Polizei hatte der Landesregierung am Vortag
vorgeworfen, die Studierenden-Proteste zu einer ungünstigen Zeit vom
Zaun gebrochen zu haben. Die Regierung hätte das Gesetz zur Einführung
von Studiengebühren auch nach der WM angehen können.
Die hessische Landesregierung plant die Einführung von Studiengebühren
von bis zu 1500 Euro pro Semester. Allerdings stößt die Einführung der
Gebühren in Hessen noch auf verfassungsrechtliche Probleme.
Studienfonds OWL gegründet
Fünf ostwestfälische Hochschulen wollen heute in Detmold den
„Studienfonds OWL“ gründen. Dadurch soll die Attraktivität der
Studienregion OWL gesteigert werden.
Mit dem bei Unternehmen und Einzelpersonen eingeworbenen Geld sollen
u.a. besonders begabte Studierende gefördert werden. Außerdem sollen
neue Jobs an den Hochschulen geschaffen werden.
Mit dieser Initiative reagieren die fünf Hochschulen auf die geplante
Einführung der Studiengebühren. Der Rektor der Universität Paderborn,
Nikolaus Risch, sagte, die Initiative zeige, dass nicht nur Gebühren
genommen würden; es würde dafür auch etwas gegeben.
Am „Studienfonds OWL“ beteiligen sich die Universitäten Paderborn und
Bielefeld, die Fachhochschule Bielefeld, die Musikhochschule Detmold
und die Fachhochschule Lippe und Höxter.
Klinikärzte-Streik: Neue Gespräche
Nach einer vierwöchigen Funkpause wollen Arbeitgeber und die Gewerkschaft Marburger Bund heute wieder miteinander sprechen.
Bereits seit elfeinhalb Wochen streiken die Ärzte an den Unikliniken in
neun Bundesländern. Zuletzt streikten täglich mehr als 12.000
Hochschulmediziner. Nur Notfälle werden noch behandelt, andere
Eingriffe werden meist aufgeschoben.
Die Ärzte fordern mit den Streiks einen eigenen Tarifvertrag. Darin
sollen vor allem eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen
festgelegt werden.
Nach einem Kompromiss zwischen dem bayrischen Finanzminister und der
Gewerkschaft Marburger Bund wollen Arbeitgeber und Ärztegewerkschaft
nun wieder miteinander verhandeln. Demnach soll die Tarifgemeinschaft
deutscher Länder (TdL) einen ärztespezifischen Abschluss mit dem
Marburger Bund in Höhe des Tarifvertrages im öffentlichen Dienst
abschließen. Zudem sieht das bayrische Model bis 2008 eine
Gehaltssteigerung von 20 Prozent vor.
Im Laufe des heutigen Tages will der Chef des Marburger Bunds,
Montgomery, mit seinen Länderkollegen über eine Wiederaufnahme der
Verhandlungen sprechen.
Schülerproteste in Chile
In Chile haben gestern rund eine Million Menschen gegen die geplante
Bildungsreform protestiert. Dabei kam es zu einer gewalttätigen
Auseinandersetzung mit der Polizei. Etwa 20 Polizisten und Journalisten
wurden verletzt, mehr als 260 Menschen wurden festgenommen.
Die protestierenden Schüler fordern höhere Ausgaben für die Bildung und eine bessere Ausstattung der Schulen.
Die Proteste hatten sich in der vergangenen Woche auf das gesamte Land
ausgeweitet. Bei den Protesten kam es zu gewalttätigen
Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Protestanten, was viele
Chilenen schockierte. Der Polizeichef entließ daraufhin den Chef der
Sondereinsatzkräfte wegen unangemessener Gewaltanwendung.
InFakt am Freitag, 2. Juni 2006
Bielefelder Wissenschaftler mit Dilthey-Fellowship ausgezeichnet
Zwei Bielefelder Forscher sind mit dem dem Dilthey-Fellowship ausgezeichnet worden.
Die Sprachforscherin Katharina Rohlfing bekommt das Stipendium für ihre
Arbeit zu „Symbiose von Sprache und Handlung". Der Historiker Frank
Uekötter erhält den Fellowship für seinen Aufsatz zur
„Wissensgeschichte der Landwirtschaft im 20. Jahrhundert. Verliehen
wurde die Auszeichnung von der Fritz Thyssen Stiftung und der
VolkswagenStiftung. Die jährliche Fördersumme für die Forscher beträgt
jeweils 80.000 Euro. Die Verleihung fand als Teil der Initiative „Pro
Geisteswissenschaften“ statt. Insgesamt haben die beiden Stiftungen in
diesem Jahr 17 Förderungen in Höhe von 4,6 Millionen Euro vergeben.
Mathematik-Fakultät belegt Spitzenplatz bei Ranking
Die Fakultät für Mathematik an der Universität Bielefeld belegt Platz zwei auf der Rangliste der Humboldt-Stiftung.
Das gab jetzt die Universität Bielefeld bekannt. Die Humboldt-Stiftung
kürt mit dem Ranking die besten Forschungseinrichtungen für
ausländische Wissenschaftler. Befragt werden dazu ausschließlich die
von der Stiftung geförderten internationalen Stipendiaten und
Preisträger an deutschen Forschungseinrichtungen. Die
Humboldt-Universität Berlin steht auf Platz eins des Rankings. Im Jahr
2005 haben sich sieben Humboldt-Preisträger und sechs
Humboldt-Stipendiaten im Fach Mathematik für Bielefeld entschieden.
Dobischat neuer Präsident des Studentenwerks
Rolf Dobischat ist neuer Präsident des Deutschen Studentenwerks (DSW).
Die Delegierten der 61 Studentenwerke wählten den 55-jährigen Bildungs-
und Berufsforscher von der Universität Duisburg-Essen am Mittwoch in
das Spitzenamt ihres Dachverbands. Dobischat löst den Mathematiker
Hans-Dieter Rinkens ab. Rinkens scheidet nach über zehn Jahren aus dem
Amt. Der soziale Auftrag der Studentenwerke werde angesichts der
Umbrüche und Reformen im Hochschulsystem immer wichtiger, sagte
Dobischat nach der Amtsübernahme.
Böhmer verlangt Selbstverpflichtung von Unternehmen
Maria Böhmer, Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat die
deutschen Unternehmen aufgefordert, mehr Jugendliche mit
Migrationshintergrund auszubilden.
Dazu sollten die Unternehmen eine Selbstverpflichtung eingehen. Böhmer
sprach sich zugleich für eine feste Ausbildungsquote aus. Feste
Orientierungszahlen seien nötig, sagte Böhmer. Diese Frage müsse im
Rahmen des Ausbildungspaktes und des Integrationsgipfels unbedingt
geklärt werden.
Gentechnik-Gegner wollen Versuchsfeld zerstören
Gentechnik-Gegner haben für das Pfingstwochenende die Zerstörung einer
Ackerfläche mit genmanipuliertem Getreide in Gießen angekündigt.
Außerdem sind Demonstrationen und eine Mahnwache gegen das Versuchsfeld
geplant, das von Forschern der Universität Gießen angelegt wurde. Das
Bundesministerium für Bildung und Forschung hat gestern betont, dass es
die Gießener Wissenschaftler in ihrem Bemühen unterstützt, ihre Felder
vor der angekündigten "Feldbefreiung" zu schützen. Staatssekretär
Michael Thielen forderte die Gentechnik-Gegner auf, sich gewaltfrei und
sachlich mit wissenschaftlicher Forschung auseinanderzusetzen.
Prototyp für das Haus der Zukunft
Die Fraunhofer-Gesellschaft und der Baukonzern Hochtief arbeiten gemeinsam an einem Prototyp für zukünftige Nutzbauten.
Das so genannte inHaus2 wird auf einem Versuchsgelände in Duisburg
erbaut. Dort steht bereits das Vorgänger-Projekt inHaus1, in dem die
Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft die Umsetzung zahlreicher neuer
Konzepte für Wohnhäuser erprobt haben. An der Entwicklung beteiligen
sich mehrere Fraunhofer-Institute, darunter die Forschungseinrichtungen
für Bauphysik, solare Energiesysteme, Arbeits- und
Organisationswissenschaften. Nach Aussagen der beiden Partner bestehe
in der Immobilienbranche ein "immenser Nachholbedarf für Innovationen".
Im Vergleich zu den Entwicklungen in der Automobilindustrie sei der
Immobiliensektor noch auf dem Stand von etwa 1970, so Dirk-Meints
Polter von der Fraunhofer-Gesellschaft.
Vernetzungstreffen für Gegner von Studiengebühren
Studentische Gegner von Studiengebühren treffen sich heute auf dem
Campus in Essen zu einem Vernetzungstreffen für Nordrhein-Westfalen.
Nach Angaben der Organisatoren sei eine Vernetzung der Aktionen gegen
die Gebühren nötig, um den Druck auf Landesregierung und
Hochschulleitungen zu verstärken. Zwar sei die dezentrale Organisation
von Protesten gut, weil sie spontanes Agieren ermögliche. Dadurch werde
aber auch eine machtvolle Aktion aller Studierenden ausgeschlossen,
schreiben die Organisatoren in ihrer Ankündigung des Treffens.
Neuauflage der Diplomfeier im Fachbereich Wirtschaft
Der Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Bielefeld richtet heute eine zentrale Feier für die neuen Absolventen aus.
Wie schon im vergangenen Jahr nehmen dabei alle Graduierten des
Fachbereichs ihre Abschlussurkunden entgegen. Die Verleihung der
Diplome findet heute um 15 Uhr im Hörsaal 4 der Universität statt. Am
Abend begehen die Studierenden ihre Abschlüsse mit einem Sommerball im
Staatsbadhotel Bad Salzuflen.
Kanzlerin will engere Verzahnung zwischen Wirtschaft und Forschung
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine engere Verzahnung
von Wirtschaft, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefordert.
Forschung und Innovation seien entscheidend, damit Deutschland seinen
Wohlstand sichern könne, sagte Merkel jetzt bei der
Jahreshauptversammlung Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die DFG
schaffe Exzellenz, Wettbewerb und Internationalität an Universitäten
und Forschungseinrichtungen, so Merkel. Die DFG ist die zentrale
Selbstverwaltungsorganisation der
Wissenschaft in Deutschland.
InFakt am Donnerstag, 1.Juni 2006
Kopftuchverbot für Lehrerinnen in Nordrheinwestfalen
Lehrerinnen mit Kopftuch dürfen an öffentlichen Schulen in NRW in Zukunft nicht mehr unterrichten.
Das hat der Düsseldorfer Landtag mit der Verabschiedung des ersten
Teils des neuen Schulgesetzes gestern beschlossen. Damit ist NRW nun
das achte Land, das ein Kopftuch an Schulen verbietet.SPD und Grüne
stimmten gegen das von Schwarz-Gelb eingebrachte Gesetz. CDU und FDP
wollen mit dem Verbot die Neutralitätspflicht des Staates sichern und
den Schulfrieden garantieren. Ausdrücklich ausgenommen von dem Verbot
sind jüdische und christliche Symbole. Der Zentralrat der Muslime in
Deutschland kritisiert das Gesetz als eindeutige Diskriminierung von
Muslimen.
Größte Schülerproteste in Chile seit Jahrzehnten
Bei den größten Schülerprotesten in Chile seit dreißig Jahren sind gestern mehr als 700 Personen festgenommen worden.
Als die Demonstranten versucht haben zum Nationalpalast zu marschieren
stürmte die Polizei die Demonstration mit dem Einsatz von Tränengas.
Mehr als 700 Personen wurden dabei festgenommen, 14 verletzt. Rund
600.000 Schüler demonstrierten in der chilenischen Hauptstadt Santiago
für eine Reform des Bildungssystems. Die Schüler protestieren gegen
Gebühren für Busfahrten und Prüfungen und gegen die schlechte
Ausstattung vieler Schulen. Die Proteste begannen bereits vor zwei
Wochen, als mehrere Schüler – unterstützt von ihren Eltern – einige
Schulen besetzt haben.
Bielefelder Professorin wird Vizepräsidentin der HRK
Die Rektorin der Fachhochschule Bielefeld Beate Rennen – Allhoff wird Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).
Das ist das Ergebnis des HRK – Plenums vom 30. Mai in Bonn. Rennen –
Allhoff wird ab dem 1. August für das Ressort Neue Medien und
Wissenstransfer zuständig sein. Die Hochschulrektorenkonferenz ist der
freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und staatlich anerkannten
Universitäten und Hochschulen in Deutschland und gilt als die Stimme
der Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Demos und Blockaden gegen Studiengebühren
In Gießen sind am Mittwoch wieder tausende Studierende gegen Studiengebühren auf die Straße gegangen.
Dabei wurden unter anderem Straßen blockiert. Rund 7000 Studierende
protestierten friedlich gegen die Pläne der hessischen Landesregierung
ab WS 2007 Studiengebühren zu erheben. Auch in Frankfurt und Darmstadt
fanden Protestaktionen statt. In Darmstadt wurden 15 Zelte für ein
Campus - Camping für Bildung aufgebaut. Trotz der Proteste will die
Landesregierung ab dem Wintersemester 2007 mindestens 500 Euro pro
Studierender und Halbjahr einfordern.
Zahl der Bachelor- und Masterstudiengänge gestiegen
36 % aller Studiengänge führen inzwischen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master.
Das geht aus einer neuen Publikation der Hochschulrektorenkonferenz
hervor. Innerhalb des letzten Jahres stieg die Zahl der Bachelor- und
Masterstudiengänge um knapp 300, ihr Anteil an allen Studiengängen ist
um 2,4 % gestiegen. Generell sei ein Rückgang der Studienangebote zu
beobachten, so die HRK-Präsidentin Magret Wintermantel bei der
Vorstellung der Publikation.
InFakt am Mittwoch, 31. Mai 2006
Bauprojekt von Universität und Fachhochschule
Die Universität und Fachhochschule Bielefeld planen den Bau eines neuen Hochschulzentrums.
Nach Angaben der Neuen Westfälischen prüfen Universität und
Fachhochschule die Realisierung des größten Bauprojektes seit über 30
Jahren. Auf 70.000 Quadratmetern Nutzfläche könnten Uni und FH ihre
Raumnöte beheben. Das neue Gebäude könnte zwischen den Wohngebieten
Lohmannshof und Dürestraße schrittweise gebaut werden. Im Endstadium
wäre das neue Gebäude ähnlich groß wie die jetzige Universität.
Hochschulfreihheitsgesetz bechlossen
Das Landeskabinett hat gestern das Hochschulfreiheitsgesetz für Nordrhein Westfalen beschlossen.
Das Gesetz sieht vor, Hochschulen zu eigenständigen Körperschaften zu
machen. Als Körperschaften sind die Hochschulen selber für die
Personal- und Finanzplanungen zuständig. Nach dem ursprünglichen
Gesetzesentwurf sollten Hochschulen bei Zahlungsunfähigkeit Insolvenz
anmelden können. Das ist nach dem neuen Gesetzesentwurf nicht mehr
möglich. Ist eine Universität zahlungsunfähig, soll zukünftig das Land
haften.
Bildungsbericht: Schlechtes Zeugnis für Integration
Für Jugendliche mit Migrationshintergrund wird die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt immer schlechter.
Zu diesem Ergebnis kommt der Nationale Bildungsbericht, der morgen von
der Kultusministerkonferenz vorgestellt wird. Der Anteil der
ausländischen Jugendlichen an Auszubildenden sei zwischen 1994 und 2004
um rund die Hälfte auf 5 Prozent zurückgegangen. Der Nationale
Bildungsbericht untersucht die Entwicklung des Bildungssystems und wird
jährlich von der Bundesregierung vorgelegt.
Verfassungsklage gegen Rechtschreibereform gescheitert
Eine Klage eines Bürgers gegen die neue Rechtschreibreform ist vom Bundesvefassungsgericht abgewiesen worden.
Als Begründung gab das Bundesverfassungsgericht an, dass der Mann nicht
verpflichtet sei, sich an die neuen Rechtschreibregeln zu halten. Nur
Schüler und Bedienstete staatlicher Stellen seien von der
Rechtschreibereform betroffen, so das Bundesverfassungsgericht. Die
Rechtschreibreform wurde 1998 an den Schulen eingeführt. In diesem Jahr
wurde die Reform nochmals in strittigen Bereichen geändert.
Raucher sterben früher
Raucher sterben im Schnitt sieben Jahre früher als Nichtraucher.
Zu diesem Ergebnis kommt das Statistische Bundesamt anlässlich des
heutigen Weltnichtrauchertages. Mit fast 40.000 Todesfällen, die im
Zusammenhang zum Tabakkonsum stehen, ist Lungenkrebs eine der
häufigsten Todesursachen in Deutschland. Männer sind davon rund drei
Mal so häufig betroffen als Frauen.
InFakt am Dienstag, 30. Mai 2006
Münsteraner Besetzer ziehen ab
Nach 13 Tagen haben Studierende der Universität Münster gestern die Besetzung ihres Rektorates friedlich beendet.
Die Studierenden sind in neue Räume gezogen, um dort die offene Uni zu
gründen. Rektor Jürgen Schmidt hatte am Freitag das Ende der Aktion
verlangt und über Gesetzesbrüche der Besetzer geklagt. Nach Aussagen
der Studierenden ist der Abzug nur als Unterbrechung der Besetzung zu
betrachten. „Wenn wir müssen, kommen wir wieder zurück“, sagte eine
Sprecherin. Grund der Besetzung war der Konflikt zwischen Studenten und
Rektorat beim Thema Studiengebühren und Studienbedingungen.
Sachverständige kritisieren geplante Förderalismusreform
Teils massive Kritik an den Plänen der Koalition äußerten
Sachverständige gestern im Bundestag während der Anhörung zur
Föderalismusreform im Bildungsbereich.
Das vorgesehene Kooperationsverbot stieß besonders bei den Vertretern
der Hochschulen auf Widerstand. Die geplante Neuregelung verbietet dem
Bund, Finanzierungsbeihilfen für den Bildungsbereich zu gewähren.
Kritisiert wurde auch die geplante Trennung von Forschung und Lehre.
Bildungsministerin fordert Abbau von Ausbildungshindernissen
Anlässlich des gestrigen „Tages des Ausbildungsplatzes“ hat
Bundesbildungsministerin Schavan den kurzfristigen Abbau von
Ausbildungshindernissen gefordert.
Schavan schlug konkrete Maßnahmen vor, die solche Hindernisse
beseitigen sollen. So sollten insbesondere kleine Betriebe ermuntert
werden, mehr Jugendliche auszubilden. Auch müsse eine
Überspezialisierung von Ausbildungsgängen vermieden werden, um
Jugendlichen einen breiteren Einstieg in die Berufsausbildung zu
bieten, sagte Schavan.
Zunehmend Profis in der Führung von Vereinen und Verbänden
Bundesfamilienministerin von der Leyen hat das Engagement der Bürger in Vereinen und Verbänden gewürdigt.
Wer dort Verantwortung übernehme, setze sich in besonderem Maße für
seine Mitmenschen ein und leiste einen wichtigen Beitrag für die
Zukunft der Gesellschaft, sagte die Ministerin gestern in Berlin. Sie
äußerte sich zu der Veröffentlichung einer Studie der Universitäten
Dortmund und Münster. Die Forschungsarbeit hat den Titel
„Führungskräfte in gemeinnützigen Organisationen“. Laut der
Untersuchung wird die Führung in Vereinen und Verbänden zunehmend
professioneller. Denn Anwärter auf Führungspositionen arbeiten häufig
zunächst als Ehrenamtliche, bevor sie eine hauptamtliche
Leitungstätigkeit übernehmen.
Entwicklungspartnerschaft mit Staaten in Diktatur
Um die Demokratiebewegung im afrikanischen Swasiland geht es heute bei einem Vortrag im Welthaus Bielefeld.
Das Referat hat den Titel „Entwicklungspartnerschaft mit Diktaturen?“.
Swasiland gilt als einer der am schlechtesten regierten Staaten im
südlichen Afrika. Der König des Landes baut Paläste und erregt durch
sein Luxusleben Aufsehen. Demokratie sei zu teuer für das kleine Land,
so der Monarch. Der Vortrag gibt Einblick in die Situation der
Bevölkerung des Landes und soll klären, inwieweit Entwicklungshilfe den
Menschen in Swasiland nützen kann. Die Veranstaltung beginnt heute um
20 Uhr im Welthaus an der August-Bebel-Straße.
Friedrich-Loeffler-Institut jetzt in wissenschaftlicher „Champions League“
Die Weltorganisation für Tiergesundheit hat das
Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Ostseeinsel Riems zum
"Collaborating Centre" ernannt. Damit steige die Forschungseinrichtung
in die wissenschaftliche Champions League auf, sagte gestern
Institutschef Thomas Mettenleiter. Die Einrichtung erforscht unter
anderem die Infektionskrankheiten von landwirtschaftlichem Nutzvieh und
ihre Übertragbarkeit auf den Menschen. Weltweit führen nur 18
Forschungseinrichtungen den Titel "Collaborating Centre".
Uni in Bangaledsch verschiebt Prüfungen nach Studetenprotesten
Die Technische Universität von Bangladesch hat die für Juni angesetzten
Prüfungen auf die Zeit nach der Fußball—Weltmeisterschaft verschoben.
Das Direktorium der Hochschule gab gestern dem massiven Druck hunderter
Studierender nach, die spätere Examenstermine gefordert hatten.
Bangladesch ist zwar für die WM in Deutschland nicht qualifiziert.
Dennoch wird damit gerechnet, dass Millionen Menschen in Bangaldesch
die Weltmeisterschaft am Fernsehen verfolgen. Wegen der
Zeitverschiebung müssen sie dafür bis spät nachts aufbleiben.
InFakt am Montag, 29. Mai 2006
Bielefelder Projekt erforscht Kommunikation zwischen Mensch und Maschine
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat der Universität Bielefeld 1,5 Millionen Euro für ein Forschungsprojekt bewilligt.
Das Projekt trägt den Titel „Ausrichtung in der Kommunikation“. Mit
einer Laufzeit von zwölf Jahren sei es einer der größten
Sonderforschungsbereiche der Universität, teilte die Hochschule am
Freitag mit. Mehr als 20 Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter
befassen sich ab dem 1. Juli mit der Kommunikation zwischen Mensch und
Maschine. Betreut wird das Projekt unter anderem von Linguisten und
Computerwissenschaftlern.
Bundesweites „festival contre le racisme“
Mit dem Thema „Europa » startet heute an insgesamt 16 Hochschulen in Deutschland das so genannte „festival contre le racisme“.
Das Festival wird begleitet von verschiedenen Aktionen zum Thema
Rassismus, Diskriminierung und Rechtsextremismus sowie Aktionen über
die Situation ausländischer Studierender. In diesem Jahr findet das
Festival auf Initiative des Freien Zusammenschlusses von
StudentInnenschaften zum dritten Mal statt. Auch der AStA der
Universität Bielefeld hat sich dem Festival angeschlossen. Bis
Donnerstag werden hier an der Uni Vorträge, Diskussionsrunden und
Konzerte veranstaltet.
Internet-Verbindung in Studentenwohnheimen liegt still
In mehreren Wohnheimen des Studentenwerks Bielefeld liegt die Internetverbindung lahm.
Seit Freitagabend ist kein Internet-Zugang mehr möglich. Grund für den
Abbruch der Verbindung ist ein ausgefallener Zentralrechner. Das teilte
eine Mitarbeiterin des Studentenwerks jetzt auf Anfrage mit. Wann das
Problem wieder behoben ist, konnte sie indes nicht mit Bestimmtheit
sagen.
Tagung am ZIF
Ab heute findet am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung eine mehrtägige Tagung statt.
Das Thema heißt: „Zwischen historischer Erinnerung und politischer
Intervention: Hannah Arendt und Giorgio Agamben“. Bis Mittwoch
diskutieren Wissenschaftler unter der Leitung der Germanisten Eva
Geulen aus Bonn und Kai Kaufmann und Georg Mein aus Bielefeld über die
politischen und historischen Philosophien Arendts und Agambens.
Hannah Arendt und Giorgio Agamben gelten als bedeutende zeitgenössische Philosophen.
Wissenschaftler wollen bei Bildung weiter Zusammenarbeit von Bund und Ländern
Bundestag und Bundesrat setzen heute in Berlin ihre Expertenanhörung zur geplanten Föderalismusreform fort.
24 Sachverständige nehmen Stellung zu Fragen der Bildung und Forschung.
In einem schriftlichen Appell hatten zuvor zahlreiche Wissenschaftler
gefordert, Änderungen an der geplanten Föderalismusreform vorzunehmen.
Bund und Länder müssten bei Bildung und beim Hochschulausbau weiter
zusammen zu arbeiten, heißt es in dem Appell. Die Wissenschaftler
sprechen sich gegen das geplante Kooperationsverbot von Bund und
Ländern aus, das als Teil der Föderalismusreform vorgesehen ist. Mit
dem Verbot würden beispielsweise dem Bund finanzielle Initiativen wie
das Ganztagsschulprogramm untersagt.
Marburger Asta verurteilt Polizei-Einsatz bei Demo von Studierenden
Der AStA der Universität Marburg verurteilt den nach seiner Ansicht
völlig überzogenen Einsatz der Polizei bei einer Demonstration von
Studierenden am Freitag in Marburg.
Rund 300 Studierende, Schüler und Eltern hatten sich spontan
zusammengeschlossen. Zuvor hatten über 100 Studierende nach einer
mehrtägigen Besetzung das Verwaltungsgebäude der Uni Marburg verlassen.
Während der anschließenden Demonstration kam es zu einem Gerangel
zwischen Polizei und Studierenden. Ein Student wurde festgenommen. Nach
Angaben des ASta hat ein Polizeihund den Demonstranten gebissen,
während er von einem Polizeibeamten gegen ein Auto gedrückt wurde.
Bundesweite Telefonaktion für Ausbildungsplätze
Die Bundesagentur für Arbeit hat für heute den Tag des Ausbildungsplatzes ausgerufen.
Die Bundesagentur und die Partner des Ausbildungspaktes wollen an
diesem Tag erneut mit einer Telefonaktion gezielt um Ausbildungsplätze
werben. Jedem ausbildungswilligen und ausbildungsfähigen Jugendlichen
solle ein Ausbildungs- oder Qualifizierungsangebot gemacht werden,
heißt es in dem Aufruf zu der Aktion.
NRW-Schulministerin zufrieden mit Testlauf für Zentralabitur
Der Testlauf für das Zentralabitur im Jahr 2007 ist nach Angaben der
NRW-Schulministerin Barbara Sommer erfolgreich abgeschlossen worden.
Bei dem Zentralabitur werden die Prüfungsaufgaben zum ersten Mal nicht
mehr von den Lehrern selbst gestellt, sondern werden landesweit zentral
vorgegeben. Schüler an Gymnasien und Gesamtschulen hatten landesweit
bei einem Probelauf für das Zentralabitur mitgemacht. Rund 750
Gymnasien und Gesamtschulen in ganz Nordrhein-Westfalen hatten an an
den Probeklausuren teilgenommen. Es gäbe zwar kleinere Unstimmigkeiten,
aber nun wisse man, wo man nachbessern könne, so die Ministerin.
Kritik an Rektorat in Paderborn
Die Fachschaft Medienwissenschaften der Universität Paderborn
kritisiert in einem Brief an den Rektor die Lehrsituation im Bereich
Medienökonomie.
In dem Brief, der auch an das nordrhein-westfälische Ministerium für
Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie weitergereicht
werden soll, fordert die Fachschaft eine eigene Professur und ein
ausreichendes Budget für den Bereich Medienökonomie. Derzeit existiere
Medienökonomie an der Uni Paderborn nur auf dem Papier, so die
Fachschaft. Zwei Jahre lang hatte es an der Universität eine eigene
Professur für Medienökonomie gegeben.
Besetzung in Münster wird beendet
Die studentische Besetzung des Schlosses in Münster wird heute beendet.
Dies kündigten die Besetzer in einem offenen Brief an die
Universitätsleitung an. Uni-Rektor Schmidt hatte die Besetzer des
Schloss-Südflügels zuvor zum unverzüglichen Abzug aufgefordert und den
politischen Charakter der Aktion in Frage gestellt. Die Besetzer wollen
indes ihre inhaltliche Arbeit in andere Räume verlegen. Sie rufen dazu
eine „Offene Universität Münster“ ins Leben. Die Studierenden fordern
das Rektorat auf, ihnen dafür geeignete Räume zur Verfügung zu stellen.
Dr. Oetker verleiht Preis für hervorragende Diplomarbeiten
Die Verfasser von hervorragenden Diplomarbeiten werden am kommenden
Mittwoch in der Fachhochschule Lippe und Höxter ausgezeichnet.
Die Preise für die Geehrten stiftet die Dr. August Oetker
Nahrungsmittel KG. Ausgezeichnet werden exzellente Arbeiten, die an der
Fachhochschule im Bereich der Lebensmitteltechnologie geschrieben
wurden.
InFakt am Freitag, 26. Mai 2006
Studiengebühren in Köln
Der Senat der Universität Köln hat sich am vergangenen Mittwoch für die Einführung von Studiengebühren ausgesprochen.
Die Senatsmitglieder und der Rektor zogen sich zu einer geheimen
Senatssitzung in das Forschungszentrum Jülich zurück, um weiteren
Protestaktionen aus dem Weg zu gehen.
Rund 400 Studierende hatten zuvor von diesem Treffen erfahren und
reisten ebenfalls nach Jülich. Dort versuchten sie erneut die
Senatssitzung zu stören. An der Entscheidung der Senatsmitglieder
konnten die Protestierenden dennoch nichts mehr ändern.
500 Euro sollen Erstsemestler ab dem Wintersemester 2006 zahlen. Für
alle anderen Studierenden werden die Gebühren erst zum kommenden
Sommersemester fällig.
Studiengebühren in Paderborn
Auch die Universität Paderborn wird zum kommenden Wintersemester 500 Euro Studiengebühren pro Semester erheben.
Der Senat stimmte mit 15 zu 6 Stimmen am vergangenen Mittwoch für die
Einführung von Studiengebühren. Der Rektor der Paderborner Universität
Nikolaus Risch sieht hierdurch gute Perspektiven für seine Universität
im Wettbewerb.
Der AStA Vorsitzende Jan Rieke sprach jedoch „von einer großen Enttäuschung“.
Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss konnte zumindest durchsetzen,
dass Studierende mit Kind für sechs Semester von der Beitragspflicht
befreit werden.
Proteste gegen Studiengebühren
Studierende in mehreren hessischen Städten haben erneut gegen die geplante Einführung allgemeiner Studiengebühren protestiert.
Dabei haben die Protestaktionen weiter an Schärfe zugenommen: In
Darmstadt gingen rund 1500 Studierende der Technischen Universität auf
die Straße. In Frankfurt blockierten Studierende eine Stadtautobahn und
eine Brücke in der Innenstadt. Die Polizei musste Pfefferspray
einsetzen. Es kam zu insgesamt sieben Festnahmen. In Gießen besetzten
mehrere Studierende Bahngleise, wobei einer von ihnen von einem Zug
angefahren und verletzt worden ist.
Der Gießener Student habe als einziger die Gleise nicht geräumt, als sich der Zug genähert habe, sagte eine Polizeisprecherin.
Streiks an Unikliniken in NRW
Die Streiks und Proteste an Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen gehen vorerst weiter.
Das vom Finanzminister der CDU Helmut Linssen vorgestellte Angebot zur
Einführung eines eigenen Tarifvertrags für die sechs Uni Kliniken in
NRW wurde nicht angenommen. Die Streikleitungen haben nach einem
Gespräch entschieden, dass das Angebot des Finanzministers in der
kommenden Woche noch einmal mit den Streikenden vor Ort diskutiert
werden soll.
Das bestätigte ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di am Donnerstag in Düsseldorf.
Bis zum Mittwoch soll dann eine Entscheidung fallen, ob das Angebot
angenommen werde und die Streiks damit nach 15 Wochen beendet würden.
"Chemische Kooperation" zwischen Bielefeld und Aachen
Die Universität Bielefeld und die RWTH Aachen
Entwickeln zusammen neue, besonders schadstoffarme Motoren.
Hierfür hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) jetzt
sechs Millionen Euro für vier Jahre bewilligt. Am Ende der Forschungen
soll ein Verbrennungsmodell entstehen, das die Chemie in Motoren und
Turbinen berechnet und einstellt.
InFakt am Mittwoch, 24. Mai 2006
Vortrag zu Signaturen der Weltgesellschaft
Der Niklas-Luhmann-Gastprofessor John W. Meyer erhält heute die
Ehrendoktorwürde der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld.
Die Auszeichnung wird ihm während seiner Vorlesung zum Thema „Building
a World Society“ verliehen. Meyer gilt als einer der weltweit
renommiertesten Globalisierungsforscher. Sein Vortrag ist Teil der
Reihe „Signaturen der Weltgesellschaft“. Der Vortrag findet um 18.15
Uhr im Hörsaal 1 der Universität statt. Weitere Referenten bei der
Vortragsreihe sind der Kulturwissenschaftler Matthias Middel aus
Leipzig, der Erziehungswissenschaftler Eckhardt Fuchs aus Mannheim und
der Wirtschaftshistoriker Werner Abelshauser aus Bielefeld.
Studienbeitragsdarlehen ab dem 1.Juni 2006
Studierende können ab 1. Juni bei der NRW-Bank Studienbeitragsdarlehen
beantragen. Das teilten das nordrhein-westfälische
Innovationsministerium und die NRW-Bank gestern in Düsseldorf mit. Das
Darlehen soll es Studierenden möglich machen, ihre Studiengebühren erst
nach dem Berufseintritt zu zahlen – und nicht schon während des
Studiums. Nordrhein-Westfalen habe damit die sozialverträglichste
Regelung aller Bundesländer, sagte der Minister für Innovation,
Wissenschaft, Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart. Die
Opposition kritisierte das Kreditmodell. Auch Jochen Dahm vom
Aktionsbündnis gegen Studiengebühren bemängelte, dass Studierende durch
Zins und Zinseszins doppelt zahlen müssten. Es sei eine Frechheit, das
als soziale Absicherung zu bezeichnen.
Gedenkfeier für Reinhart Koselleck
Studierende und Professoren kommen heute in der Universität Bielefeld
zusammen, um des Historikers Reinhart Koselleck zu gedenken. Koselleck
ist am 3. Februar verstorben. Er war einer der bedeutendsten deutschen
Historiker der Gegenwart. Von 1974 bis zu seiner Emeritierung 1988 war
er Professor an der Universität Bielefeld. Zu der Gedenkveranstaltung
laden Rektor Timmermann und die Fakultät für Geschichtswissenschaft,
Philosophie und Theologie ein.
#Sie findet heute um 15 Uhr im Zentrum für interdisziplinäre Forschung
(ZiF) der Universität statt. Hauptredner ist der renommierte
Althistoriker und Freund Kosellecks, Professor Christian Meier von der
Ludwig-Maximilians-Universität München.
Studentenwerk startet 18. Sozialerhebung
Das Deutsche Studentenwerk startet seine 18. Sozialerhebung. Die
repräsentative Untersuchung soll ein realistisches Bild der sozialen
und wirtschaftlichen Lage der Studierenden zeichnen. Die Untersuchung
gibt es seit 1951. Diesmal erhalten den Fragebogen 75.000 nach dem
Zufallsprinzip ausgewählte Studierende. Das Deutsche Studentenwerk
wolle Politik und Öffentlichkeit darüber informieren, was es heißt,
heute zu studieren. Die Ergebnisse sollen im Frühsommer 2007
präsentiert werden.
fzs begrüßt Urteil zu Rasterfahndung
Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) begrüßt das
gestrige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Rasterfahndung. Das
Gericht hat einem marrokanischen Studenten, der gegen die
Rasterfahndung geklagt hatte, Recht gegeben. Die Richter sehen die
vorbeugende Rasterfahndung als Verletzung des Grundrechts auf
informelle Selbstbestimmung. Das Urteil mache deutlich, dass die
Bundesrepublik mit den Grundrechten ausländischer Studierender nicht
umspringen könne wie sie möchte, sagte Christian Berg vom Vorstand des
fzs.
Bis 2008 sechs Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung
Sechs Milliarden Euro will die Bundesregierung bis 2008 für Forschung
und Entwicklung ausgeben. Allein in diesem Jahr stehen zusätzlich 700
Millionen Euro zur Verfügung. Um zu beraten, wie das Geld am besten
verteilt wird, tritt heute erstmals der „Rat für Innovation und
Wachstum“ zusammen. Das Gremium besteht vor allem aus Vertretern der
größten Industrieunternehmen. Ziel der großen Koalition sei es, bis
2009 die Mittel für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des
Bruttoinlandprodukts zu erhöhen, so Bundesbildungsministerin Annette
Schavan.
Studierende und Professoren zeigen Außenministerin demonstrativ den Rücken
Wegen ihrer Rolle bei der Vorbereitung des Irak-Kriegs ist die
US-Außenministerin Condoleezza Rice an einer Universität in Boston mit
Protesten konfrontiert worden. Rice ist gestern mit der
Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Rund hundert Studierende und
Lehrer kehrten der Ministerin während der Zeremonie den Rücken zu. Sie
trugen Armbinden mit der Aufschrift „Nicht in meinem Namen“. Ein großes
Transparent trug die Aufschrift „Boston College ehrt die Lüge und die
Folter.“
InFakt am Dienstag, 23. Mai 2006
Studierende rufen „Freie Universität Bochum“ aus
Studierende der Ruhr-Universität Bochum haben gestern die ehemalige Mensa der Hochschule besetzt.
In dem früheren Mensagebäude riefen die Besetzer eine Freie Universität
Bochum ins Leben. Zuvor hatte gestern der Senat der Ruhr-Universität
beschlossen, eine Arbeitsgruppe für Studiengebühren einzusetzen. Die
Arbeitsguppe solle den Verbesserungsbedarf der Studienqualität erheben
und Modelle zur Verwendung von Studiengebühren vorlegen. Mit der
Gründung der Freien Universität Bochum unter Führung der Studierenden
wollen die Besetzer alternative Konzepte der Hochschulbildung umsetzen.
Münsteraner Besetzer erfüllen Forderung des Rektors
Die Besetzer des Rektorats der Universität Münster gewähren den
Mitarbeitern der Verwaltung wieder Zugang zu ihren Arbeitsplätzen.
Damit erfüllen sie eine Forderung des Rektors, Jürgen Schmidt. Die
Universitätsleitung verzichte daher auf die angedrohte Strafanzeige,
teilte die Hochschule gestern mit. Die Blockade im Ergeschoss des
Rektorats geht indes weiter. Aus Protest gegen Studiengebühren halten
Studierende seit der vergangenen Woche das Rektorat in Münster besetzt.
Giscard d’Estaing zum Ehrendoktor ernannt
Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Johannes-Gutenberg-Universität
in Mainz ist der frühere französische Staatspräsident Giscard d'Estaing
mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet worden.
Der frühere Bundeswirtschaftsminister Friderichs sagte, Giscard
d'Estaing habe sich um die deutsch-französische Freundschaft und die
Integration Europas verdient gemacht. Neben Giscard d’Estaing wurde
auch der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, mit einer Auszeichnung
bedacht. Lehmann erhielt die Ehrenbürgerwürde der Universität.
Ministerium will Erfindungsgeist an Hochschulen fördern
Mit einem Wettbewerb unter dem Titel „Patente Erfinder“ will das
nordrhein-westfälische Innovationsministerium den Erfindergeist an
Hochschulen fördern.
Prämiert werden sollen Erfindungen, die ein hohes Innovations- und
Marktpotenzial aufweisen. Mit dem Wettbewerb sollen die Wissenschaftler
dabei unterstützt werden, ihre Erfindungen an den Markt zu bringen. Der
Wettbewerb ist insgesamt mit 41000 Euro dotiert.
Forscher entwickeln Schutz gegen Vulkan-Lawinen
Wissenschaftler der Uni Würzburg arbeiten in Süditalien an einem Projekt zum besseren Schutz bei Vulkanausbrüchen.
Mit Hilfe eines künstlichen Vulkans werden im italienischen Apulien so
genannte pyroklastische Ströme erforscht, wie die Universität gestern
mitteilte. Diese Staublawinen aus glühendem Gestein, Gasen und Asche
können bis zu 250 Stundenkilometer schnell und einige hundert Meter
hoch werden. Sie gehören zu den größten Gefahren eines Vulkanausbruchs.
Noch immer sei nicht bekannt, welche Gewalt diese Vulkan-Lawinen
entfalteten und welchen Druck Gebäude aushalten müssten, um einen
Ausbruch zu überstehen, so die Universität. Mit den Erkenntnissen der
Forschungsarbeit könnten gegebenenfalls Gebäude rund um den Vesuv
stabiler und sicherer gemacht werden.
Tagung zu Psychologie im Fußball
Psychologie im Fußball ist Thema einer Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie in Münster.
„Elf Freunde sollt ihr sein!?“ heißt das Motto der Tagung, die vom
kommenden Donnerstag bis Samstag stattfindet. 250 Sportpsychologen
diskutieren über Phänomene wie Teamgeist, Gewaltbereitschaft von Fans
und das Versagen von Sportlern unter Druck. Durch kontinuierliche
Arbeit mit Sportpsychologen könnten Sportler lernen, in brenzligen
Situationen Ruhe zu bewahren, sagt Bernd Strauß, Professor für
Sportpsychologie an der Universität Münster.
Gießelmann kritisiert Hochschulfreiheitsgesetz
Die SPD-Landtagsabgeordnete Gießelmann hat gegenüber dem Personalrat
der Uni Bielefeld das Hochschulfreiheitsgesetz der Landesregierung
Nordrhein-Westfalen kritisiert.
Zahlreiche ungeklärte Details in dem Gesetzentwurf würden
unkalkulierbare Risiken bergen, so Gießelmann. Das Gesetz macht die
Hochschulen zu eigenständigen Einrichtungen. Damit kämen zusätzliche
Kosten auf die Hochschulen zu, so Gießelmann. Diese erhöhten Kosten
müssten über die Studiengebühren finanziert werden, befürchtet die
SPD-Politikerin.
InFakt am Montag, 22. Mai 2006
Abstimmung über Studiengebühren an der FH Bielefeld
Die Senatsmitglieder haben erneut für die Einführung von
Studiengebühren gestimmt. Damit hat der Senat seinen bereits im Januar
gefassten Beschluss bestätigt. Grund für eine zweite Abstimmung war ein
Antrag des Astas der FH, der somit gescheitert ist.
Ein Großteil der finanziellen Mittel werde nach Senatsangaben den unterschiedlichen Fachbereichen zukommen.
Insgesamt seien rund 80% Gelder, nach Abzug von Risikoausgleich und Verwaltungsaufwand, dafür vorgesehen.
Neuer Masterstudiengang „History, Philosophy and Social Science“
Eine weitere Bewerbungsrunde für den neuen Masterstudiengang „History,
Philosophy and Social Science“ an der Universität Bielefeld hat
begonnen.
Der erst in diesem Wintersemester eingerichtete interdisziplinäre
Studiengang qualifiziert für Tätigkeiten im Bereich der
Wissenschaftsverwaltung und Politik sowie für interdisziplinäre
Wissenschafts- und Technikforschung.
Grundlage dafür bilden Seminare in Wissenschaftsgeschichte,
.Wissenschaftsphilosophie, Wissenschaftssoziologie und
Wissenschaftspolitik. Interessierte können sich bis einschließlich 30
Juni bewerben.
Einweihung von Superrechner apeNEXT
Heute wird an der Uni Bielefeld der neue Superrechner apeNEXT
eingeweiht. Ziel der Wissenschaftler ist es, die physikalische
Evolution auf der Erde zu erforschen.
Die Ursuppe soll dabei mit Hilfe des Superrechners simuliert werden.
ApeNEXT besteht aus über 3000 Rechencomputern und 33 weiteren PCs für
Verwaltungsaufgaben.
Die in Betriebname von ApeNEXT feiert die Fakultät Physik um 17 Uhr mit einem Festkolloquium.
Versuche zur Schwerlosigkeit
An Bord eines Airbus werden Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für
Luft- und Raumfahrt, in der kommenden Woche Versuche zur
Schwerelosigkeit durchführen.
Anhand von 22 Experimenten wollen die Forscher dabei das menschliche
Immunsystem und den Rückgang von Knochen und Muskeln untersuchen
Der Zustand der Schwerelosigkeit wird erzeugt indem das Flugzeug steil
nach oben steigt und sich dann für ein paar Sekunden ungebremst nach
unten fallen lässt. Dies soll 30 Mal pro Flug geschehen.
Universität Mannheim passt Vorlesungszeiten an
Als erste deutsche Hochschule will die Uni Mannheim ihre Vorlesungszeiten an die im Ausland üblichen Zeiten anpassen.
Damit wird in Mannheim künftig von September bis Dezember und von
Februar bis Juni gelehrt. Den Auftakt bildet das kommende
Wintersemester. Ziel ist es die Kooperation mit ausländischen
Bildungseinrichtungen zu erleichtern und qualifizierte Studenten
vermehrt anzulocken.
InFakt am Freitag, 19. Mai 2006
Studierende besetzen Rektorat der Uni Münster
Mindestens 40 Studierende halten seit Mittwoch das Rektorat der Uni Münster besetzt.
Rektor Jürgen Schmidt will nach eigenen Angaben keine Polizei
einschalten. Am Mittwoch war die Sitzung des Senats der Uni Münster
vorzeitig beendet worden, nachdem mehrere Dutzend Studierende mit
Trillerpfeifen und Megaphonen das Podium gestürmt hatten. Zur gleichen
Zeit besetzten Studierende einen Flur vor den Rektoratsräumen im
benachbarten Schloss, dem Hauptgebäude der Universität Münster.
Ein Sprecher der Besetzer zu den Zielen der Gruppe:
„Sinn und Zweck liegt ganz klar darin, dass Studiengebühren verhindert
werden sollen. Die Besetzung soll halt quasi nach dem gleichen Motto
ablaufen wie auch in anderen Universitäten: friedlich. Und es soll sich
aber Gehör verschafft werden. Die Studenten sind die größte Fraktion in
der Universität, aber in den Gremien sind sie halt stets unterbesetzt
und haben halt kein politisches Mitspracherecht. Ich hoffe mal, dass
wir recht lange hier ausharren werden und uns halt Gehör verschaffen
können und der Öffentlichkeit mitteilen, dass Studenten gegen
Studiengebühren sind, auch wenn das manchmal in der Öffentlichkeit
anders abgebildet wird.“
Rüttgers will Forscher aus dem Ausland zurückholen
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers will Spitzenwissenschaftler, die
ins Ausland abgewandert sind, wieder nach Nordhein-Westfalen
zurückholen.
Ab dem kommendem Jahr soll dafür ein Programm zur Förderung von
Forschergruppen starten. Die Mittel dazu sollten bis zum Jahr 2010 bis
auf 2,5 Millionen Euro steigen, kündigte Rüttgers gestern an. Allein in
den USA arbeiten laut Rüttgers rund 18 000 deutsche Wissenschaftler.
Viele der rund 1000 Nachwuchswissenschaftler, die mit einem Stipendium
in die USA gehen, kehren zunächst nicht zurück.
HRK-Präsidentin gegen Senkung der Altersgrenze bei Kindergeld
Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret
Wintermantel, hat sich gestern gegen die geplante Herabsetzung der
Altersgrenze für Kindergeld ausgesprochen.
Dieses Vorhaben sei eine "ungerechtfertigte Sparmaßnahme zu Lasten der
Studierenden", so Wintermantel. Die Absenkung der Altersgrenze würde
für die Studierenden zu finanziellen Härten führen. Besonders betroffen
wären Studierende in Prüfungs- und Examensphasen, sagte Wintermantel.
Das Bundeskabinett hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass die
Zahlungen statt wie bisher bis zum 27. künftig nur noch bis zum 25.
Lebensjahr erfolgen sollen.
Technik-Tag an der Uni Paderborn
Der "Tag der Technik 2006" beginnt heute an der Universität Paderborn.
Schüler ab der zehnten Klasse experimentieren in Workshops zu Themen
aus den Ingenieurwissenschaften und der Informatik. Angeboten werden
die Workshops in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik
und Wirtschaftsinformatik. Morgen wird das Programm fortgesetzt. Der
Tag der Technik wird bundesweit in mehreren Städten ausgerichtet.
Finale von „Jugend forscht“ gestartet
In Freiburg ist gestern das Bundesfinale zum Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“ gestartet.
In die Endrunde geschafft haben es rund 200 Jugendliche mit über
hundert Projekten aus Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Zu
den Arbeiten gehören ein Computerprogramm zur akustischen Mückenjagd,
ein intelligenter Tablettenspender und Tsunamis im Aquarium. Die
Preisverleihung findet am Sonntag statt. Zuvor stellen die jungen
Forscher ihre Arbeiten einer Jury von Wissenschaftlern und Unternehmern
vor.
Haben sich die Frühmenschen mit Schimpansen fortgeflanzt?
Forscher vom Massachusetts Institute of Technology haben
herausgefunden, dass es auch nach der evolutionären Trennung von Mensch
und Schimpanse zum genetischen Austausch kam.
Die Genetiker haben alte Teile des menschlichen Genoms mit dem von
Schimpansen verglichen. Auffällig waren überdurchschnittliche
Ähnlichkeiten im X-Chromosom. Diese deuten auf eine Kreuzung beider
Spezies hin. Die Forscher unterstellen, dass die Vorfahren von Mensch
und Affe nicht vor sieben Millionen Jahren, sondern erst viel später
getrennte Wege gegangen sind.
InFakt am Donnerstag, 18. Mai 2006
FH-Bielefeld entscheidet erneut über Studiengebühren
Der Senat der Fachhochschule Bielefeld beschäftigt sich heute erneut mit dem Thema Studiengebühren.
Der Senat der FH hatte bereits im Januar für die Einführung der
Gebühren in Höhe von bis zu 500 Euro entschieden. Auf Antrag des
AStA-Vorsitzenden Guido Niemeyer stehen die Studiengebühren jedoch
erneut auf der Tagesordnung. Die Sitzung des Senats ist öffentlich und
beginnt um 14:00 Uhr in der Wilhelm-Bertelsmann-Straße.
Studierende blockieren Autobahn
Einige tausend Studierende haben gestern die A 66 bei Frankfurt blockiert.
Wie die Polizei mitteilte haben damit rund 2.000 Studierende gegen die
Einführung von Studiengebühren demonstriert. Der AStA der Universität
Frankfurt sprach von 6.000 Studierenden. Sie waren im Anschluss an eine
Vollversammlung auf die Straße in Richtung Fachhochschule gezogen und
hatten spontan die Autobahn in beide Richtungen blockiert. Der gut
einstündige Protest verlief nach Polizeiangaben weitgehend friedlich.
Wissenschaftsrat kritisiert Föderalismus-Reform
Der geplante Rückzug des Bundes aus der Hochschulfinanzierung wird die Qualität vieler Hochschulen beeinträchtigen.
Das stellte gestern der Wissenschaftsrat bei seiner Frühjahrstagung
fest. Mit der Föderlismusreform solle die Finanzierung der Hochschulen
nach einer Übergangszeit zur reinen Ländersache werden. Doch gerade mit
Blick auf die steigenden Studierendenzahlen sei eine Beteiligung des
Bundes zur Hochschulförderung zwingend erforderlich, so der
Wissenschaftsrat. Bisher habe der Bund hierfür rund 2 Milliarden Euro
ausgegeben. Der Wissenschaftsrat ist das wichtigste hochschul- und
wissenschaftspolitische Beratungsgremium von Bund und Ländern.
Drei Ganztagshauptschulen in Bielefeld
Neben rund 80 Hauptschulen in Nordrhein-Westfalen sollen auch drei
Bielefelder Hauptschulen nach den Sommerferien zu Ganztagschulen werden.
Wie nun die Düsseldorfer Landesregierung erklärte, haben die
Hauptschulen Baumheide, die Brodhagen- und die Lutherschule eine
Bewilligung bekommen. Landesweit erhöht sich damit die Zahl der
Hauptschulen mit Ganztagsbetrieb auf 100 mit über 30.000 Plätzen. Für
das kommende Jahr hat das Land weitere Kontingente in Aussicht
gestellt. Ziel der Landesregierung ist es, Rahmen der so genannten
„Qualitätsoffensive Hauptschule“ rund 50.000 Plätze mit Ganztagsbetrieb
bereit zu stellen.
Emil-von-Behring-Preis an zwei Mikrobiologen
Die beiden Mikrobiologen Prof. Gottschalk und Prof. Goebel erhalten den Emil-von-Behring-Preis der Universität Marburg.
Wie die Universität gestern mitteilte, werden die Wissenschaftler aus
Göttingen und Würzburg für ihre Forschung zu bakteriellen
Krankheitserregern geehrt. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis soll
Anfang Juni überreicht werden. Der Emil-von-Behring-Preis wird alle
zwei Jahre vergeben und ist nach dem Bakteriologen und ersten
Nobelpreisträger für Medizin benannt.
Sport und Informatik auf der MS Wisenschaft
Im Rahmen des Informatikjahrs 2006 startet heute eine Ausstellung auf dem Schiff MS Wissenschaft in Magdeburg.
Die Ausstellung widmet sich dem Thema Sport und Informatik und zeigt
unter anderem, wie Informatik Sportarten und -geräte verändert und zur
Optimierung von Trainingsmethoden genutzt werden kann. Sie ist bis
September in über 30 verschiedenen Städten um Elbe, Rhein, Main, Mosel
und Donau zu sehen. Die Ausstellung wurde initiiert von der Initiative
Wissenschaft im Dialog und dem Bundesministerium für Bildung und
Forschung.
Infakt am Mittwoch, 17.Mai 2006
Ausschreitungen bei Demonstration in Düsseldorf
In Düsseldorf demonstrierten gestern mehrere Tausend Studierende aus
ganz Nordrhein-Westfalen gegen das so genannte
„Hochschulfreiheitsgesetz“ und für mehr Geld für das Bildungssystem.
Am Rande der Demonstration kam es zu Ausschreitungen, als einige
Demonstranten sich Prügeleien mit den Polizeieinsatzkräften lieferten.
Die Gruppe war zuvor von der Demonstrationsroute abgewichen und wurde daraufhin von der Polizei eingekesselt.
Ein Polizeisprecher bestätigte, dass mehrere Personen zur Feststellung der Personalien in Gewahrsam genommen worden seien.
Nach Angaben der Polizei hatten sich rund 4500 Studenten an dem
Protestzug beteiligt. Die Veranstalter sprachen von bis zu 7000
Teilnehmern bei der, nach ihren Angaben, bisher größten Protestaktion
von Studierenden seit Eintritt der schwarz-gelben NRW-Landesregierung
vor einem Jahr.
Master in Health Management
Ein neuer Studiengang an der International School of Management in
Dortmund soll angehende Führungskräfte im Gesundheitswesen ausbilden.
Der «Master in Health Management» könne ab September 2006 in einem
Vollstudium oder berufsbegleitend über einen Zeitraum von vier Jahren
erreicht werden. Dies teilte die private Hochschule am Dienstag in
Dortmund mit. Ziel sei es, den Nachwuchs auf die Herausforderungen des
globalisierten Gesundheitsmarktes vorzubereiten.
Mathematik, Technik und Naturwissenschaften bei jungen Europäern immer beliebter
Mathematik, Technik und Naturwissenschaften werden
bei jungen Europäern immer beliebter. Die EU-Kommission in Brüssel
teilte gestern mit, dass die Zahl der Studierenden in diesen Fächern
steige. Wenn sich die aktuelle Entwicklung fortsetze, werden im
Jahr 2010 etwa eine Million Studenten einen Abschluss
in diesen Fächern machen. Derzeit seien es EU-weit nur 755 000 Absolventen.
Die Brüsseler Behörde mahnte zudem zusätzliche
Anstrengungen für die Bildung und Ausbildung in Europa an.
Infakt am Dienstag, 16. Mai 2006
Protestaktion gegen Studiengebühren in Düsseldorf
Heute findet vor dem Landtag in Düsseldorf eine Protestaktion gegen Studiengebühren statt.
Die vom Protestkomitee Bochum organisierte Großdemonstration startet um 11:55Uhr am düsseldorfer Hauptbahnhof.
Ziel ist es, ein deutliches Zeichen gegen die Bildungspolitik der Landesregierung zu setzen, so die Organisatoren.
Der Asta der Uni Bielefeld unterstützt die Protestaktion.
Und das Rektorat der Uni entschuldigt alle Studierenden, die an der Demo teilnehmen wollen.
Bielefelder Studentin reitet zu Weltmeisterschaft
Die Bielefelder Studentin Sieglinde Graff ist in das deutsche Reitteam der Studierenden berufen worden.
Anfang Mai hatte sich die Studentin der Umweltwissenschaften für das Team qualifiziert.
Nun wird sie im Juni an den Weltmeisterschaften für Studierende teilnehmen.
Bei der WM in Frankreich muss sie dann mit einem fremden Pferd antreten.
Teilnehmen wird die 24-jährige in den Disziplinen Dressur und Springen.
Nrw-Forschungsminister für Stammzellenforschung
NRWs - Forschungsminister Andreas Pinkwart hat sich gegen die so
genannte „Stichtagregelung“ in der Stammzellenforschung ausgesprochen.
„Wir meinen, es macht keinen Sinn“, sagte Pinkwart am Montag in Münster.
Laut der „Stichtagregelung“ darf nur mit Stammzellen geforscht werden, die vor dem 1. Januar 2002 gewonnen wurden.
Wissenschafter hoffen, mit der Erforschung von Stammzellen neue Heilmittel zu finden.
Führende Forscher warnen jedoch vor überzogenen Erwartungen an die Therapiemöglichkeiten.
Studierende der FH Köln verhindern Senatssitzung
1000 Studierender der Fachhochschule Köln haben gestern erfolgreich die Senatssitzung verhindert.
Ziel der Studierende war es die Senatsräume mit einer Sitzblockade zu besetzen.
Thema der Senatsitzung war die Erhebung von Studiengebühren an der FH Köln.
Studierende und Professoren sprachen sich schon vor der Senatssitzung gegen die Einführung von Gebühren aus.
„Wir widersprechen einstimmig dem derzeitigen Studiengebühren-Konzept
der FH Köln, sagte der Rat der Fakultäten für Kulturwissenschaft.
Münster Bischof bekommt Ehrendoktorwürde
Der Münsteraner Bischof Reinhart Lettmann hat die Ehrendoktorwürde der Universität Bukarest erhalten.
Damit würdigte am Montag die Uni seine Verdienste um das kirchliche leben in Rumänien.
Das Fundament Europas müsse von der Überzeugung getragen werden, dass
die Menschliche würde in Gott gründe, so der Bischof in seiner
Dankesrede.
Dies ist die Zweite Doktorwürde für Lettmann.
1991 wurde er von seiner Heimatstadt Münster geehrt.
InFakt am Montag, 15.Mai 2006
Demo in Düsseldorf
Die Bielefelder Studierendenvertreter hoffen auf eine große Beteiligung
bei der morgigen Großdemo in der NRW-Landeshauptstadt. Der AStA stellt
ab acht Uhr Busse nach Düsseldorf bereit. Auch die Uni-Führung möchte
sich dem Protest nicht entgegenstellen. Studierenden solle wegen der
Nichtteilnahme an Lehrveranstaltungen an diesem Tag kein Nachteil
entstehen, hieß es in einer entsprechenden Mitteilung des Rektorats.
Der AStA der Ruhr-Uni Bochum hat zum Protest gegen die Studiengebühren
und das Hochschulfreiheitsgesetzt morgen in Düsseldorf aufgerufen.
NRW-Minister Pinkwart in Bielefeld
Der nordrhein-westfälische Minister für Innovation, Wissenschaft,
Forschung und Technologie, Andreas Pinkwart, wird heute im Rahmen einer
Veranstaltung zum Thema „Technik ist Zukunft“ zu Gast in Bielefeld
sein. In einem Vortrag und einer Diskussionsrunde wird der Minister
Stellung nehmen zu den Perspektiven der Nachwuchssicherung in
technischen Branchen in Nordrhein-Westfalen. Die Veranstaltung in der
Ravensberger Spinnerei beginnt heute Abend um 19 Uhr.
Patent-Spitzenreiter Deutschland
Deutschland bleibt in Europa Spitzenreiter bei den Patentanmeldungen.
Nach der Statistik des Europäischen Patentamtes stammen gut 18 Prozent
aller Patentanmeldungen weltweit aus der Bundesrepublik. Globaler
Spitzenreiter bleiben dem Bericht zufolge die USA. Insgesamt wurden
2005 so viele Patente wie noch nie angemeldet. Fast 200 000 Anmeldungen
sind im vergangenen Jahr eingegangen.
Erfolgreiche Nacht der Klänge in der Uni
Die Veranstalter der Nacht der Klänge ziehen ein positives Fazit nach
der dritten Auflage vergangenen Freitag. Von 21 Uhr bis ein Uhr nachts
waren in der Bielefelder Uni Aufführungen von mehr als 200 Akteuren zu
sehen und hören. Dabei waren unter anderem die Uni–Big Band und
verschiedene Trommelgruppen. Die dritte Nacht der Klänge haben nach
Angaben der Veranstalter rund 10 000 Menschen besucht.
InFakt am Freitag, 12.Mai 2006
Semesterbeitrag steigt um knapp zehn Euro
Ab dem Wintersemester zahlen Studierende der Universität Bielefeld rund 78 Euro für ihr Semesterticket.
Das sind etwa drei Euro mehr als bisher. Das Studierendenparlament hat
gestern Abend dieser Preiserhöhung zugestimmt. Mit der Preiserhöhung
beim Semesterticket und einer zusätzlichen Erhöhung des Sozialbeitrags
liegt der Semesterbeitrag an der Uni Bielefeld ab nächstem Semester bei
150,60 Euro. Die Studierenden müssen somit rund 10 Euro mehr als
bislang zahlen.
Rektorat lässt Bielefelder Studierende an Demonstration teilnehmen
Studierende der Universität Bielefeld sind am kommenden Dienstag nicht verpflichtet, an Vorlesungen und Seminaren teilnehmen.
Das hat gestern das Rektorat der Universität Bielefeld beschlossen. Am
Dienstag findet in Düsseldorf eine Demonstration gegen Studiengebühren
statt. Den Studierenden solle die Möglichkeit gegeben werden, an der
Demo teilzunehmen, so Rektor Dieter Timmermann. Im Vorfeld hatte der
Asta der Universität das Rektorat um diese Regelung gebeten.
Studierende besetzen Zentrale der FDP
Gut eine Stunde haben gestern rund 60 Studierende die Zentrale der FDP in Köln besetzt.
Sie wollten damit ihren Protest gegen die Studiengebühren kundtun, die
die FDP gemeinsam mit der CDU in Nordrhein-Westfalen einführen will.
Wie die Polizei mitteilte, kam es nicht zu Zwischenfällen. Die
Landesregierung habe die Verantwortung für die Einführung der
Studiengebühren an die Hochschulen abgewälzt, sagte Till Kühnhausen,
ein Sprecher der Besetzer. Darauf habe man mit der Besetzung der
Parteizentrale hinweisen wollen. Nach massiven Drohungen der Polizei
habe die Gruppe die FDP-Zentrale verlassen, so Kühnhausen.
Besetzung an Duisburger Uni geräumt
Mit mehreren Hundertschaften hat die Polizei gestern die Besetzung der Universität Duisburg geräumt.
Am Mittag hatten rund 100 Studierende die Verwaltung der Uni Duisburg
besetzt. Sie wollten damit gegen die Einführung von Studiengebühren
demonstrieren. Das Rektorat erstattete Anzeige gegen die Besetzer und
alarmierte die Polizei. Bei der Räumung nahmen die Beamten zwei
Besetzer fest, gegen 47 Studierende wurde Anzeige erstattet.
Innenminister Schäuble und FIFA-Präsident Blatter zu Gast in der Uni Paderborn
Innenminister Schäuble und FIFA-Präsident Blatter sind am kommenden Montag zu Gast in der Uni Paderborn.
Sie nehmen an einer Podiumsdiskussion zur Fußball-WM teil. Thema der
Gesprächsrunde ist die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der
Weltmeisterschaft. Die Diskussion findet ab 18 Uhr im Audimax der Uni
Paderborn statt. Außerdem wird sie live im Internet übertragen. Mehr
Infos gibt es auf der Seite www.uni-paderborn.de.
Neues Bielefelder Institut für Unternehmensgründung
Seit Mittwoch gibt es das "Bielefelder Institut für Unternehmensgründung“, kurz BIfU.
Gründer sind die Industrie- und Handelskammer in Bielefeld, die
Fachhochschule Bielefeld und die Sparkassen Bielefeld und Herford. Ziel
des Instituts sei es, die Zahl von Unternehmensgründungen zu erhöhen,
die von Hochschulen ausgehen, so IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas
Niehoff. Das Bielefelder Institut für Unternehmensgründung ist an der
Fachhochschule Bielefeld untergebracht. Studierende der anderen
Hochschulen in Ostwestfalen können es jedoch auch nutzen.
Studieren in Deutschland wird teurer
Studieren in Deutschland wird teurer und schwieriger. Das sagte gestern
der Präsident des Deutschen Studentenwerks, Hans-Dieter Rinkens. Am
Mittwoch hat die Bundesregierung beschlossen, die Mehrwertsteuer zu
erhöhen und die Altersgrenze beim Kindergeld zu senken. Durch diese
Neuregelungen würden die Studierenden und ihre Eltern finanziell
erheblich belastet, so Rinkens. Teurer würde das Studieren überdies
durch Studiengebühren in einigen Bundesländern sowie durch Kürzungen
bei den Studentenwerken.
InFakt am Donnerstag, 11.Mai 2006
Aktionswoche nach Blockade der Marburger Uni
In einer Vollversammlung äußern sich heute Abend die Studierenden der Universität Marburg zum Thema Studiengebühren.
Für morgen ist eine Demonstration unter dem Motto „Bildung ist keine
Ware“ geplant. Zuvor hatten in der Nacht auf Montag rund 100
Studierende die Verwaltungsräume der Uni Marburg blockiert. Unabhängig
von ihrem Protest gegen Studiengebühren haben die Marburger
Studierenden am Montag mit einer Aktionswoche mit dem Titel „Explore
your UNIverse“ begonnen. Ein wichtiges Thema dabei sei die kritische
Wissenschaft, so die AStA-Vorsitzende Lena Behrendes. Themen sind
darüber hinaus Ökonomisierung von Bildung sowie die Einführung von
Bachelor und Master.
Tagung zu Funktion und Wandel der Privatheit
Heute beginnt am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der
Universität Bielefeld eine Tagung zum Thema „Das Private neu denken“.
Im Mittelpunkt der Tagung steht Privatheit als grundlegendes Element
moderner Gesellschaften. Untersucht werden soll unter anderem der
Zusammenhang von Privatheit und Arbeitsteilung zwischen Frauen und
Männern. Überdies gehen die Referenten auf den Wandel der Privatheit im
Laufe der Jahrzehnte ein.
Studentischer Senator fordert Rücktritt des Kölner Uni-Rektors
Ein studentisches Mitglied des Senats der Universität Köln hat den Rektor der Hochschule Köln als „untragbar“ bezeichnet.
Vor einer Woche hatten mehrere hundert Studierende eine geplante
Sitzung des Senats zum Thema Studiengebühren verhindert. Senatsmitglied
Markus Struben wirft Rektor Axel Freimuth jetzt vor, die Vorgänge um
die vorzeitige Beendigung der Senatssitzung falsch darzustellen. So
bezeichne Freimuth die protestierenden Studierenden als gewaltsam.
Struben dagegen sagt, Freimuth selbst habe Polizisten einsetzen lassen,
die durchaus gewaltsam Menschen geschlagen und getreten hätten, so
Struben. Deshalb fordert er den Rücktritt des Rektors.Am vergangenen
Sonntag hatten Einsatzkräfte der Polizei das von Studierenden besetzte
Rektorat der Kölner Uni geräumt.
Studierendenverband gegen Kindergeld-Begrenzung
Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) lehnt die
Pläne der Bundesregierung ab, das Kindergeld zu begrenzen und das
Höchstalter für den Bezug von Kindergeld auf 25 Jahre zu senken.
Die Kürzung des Kindergeldes wirke sich besonders auf Studierende aus.
Damit widerspreche sie dem Ziel einer bedarfsgerechten
Studienfinanzierung. Eine Senkung der Altersgrenze von 27 auf 25 Jahre
wirke sich zudem insbesondere auf Studierende in der
Studienabschlussphase aus. Der Beschluss der Bundesregierung zur
Herabsetzung des Höchstalters für den Bezug von Kindergeld soll ab 2007
in Kraft treten.
InFakt am Mittwoch, 10.Mai 2006
Hauptgebäude der Hamburger Universität wird bestreikt
Das Hauptgebäude der Universität Hamburg wird seit heute Morgen von Studierenden bestreikt.
Im Rahmen des „Aktionstages des Bildungsbündnisses“ soll so die
Ablehnung gegen das Schul- und Studienfinanzierungs- gesetz zum
Ausdruck gebracht werden.
Der Streik wurde auf einer Vollversammlung am 12. April beschlossen.
Bielefelder Sportwissenschaftler in Gutachterausschuss des Bundesinstituts für Sportwissenschaft berufen
Der Bielefelder Sportwissenschaftler Prof. Klaus Cachay ist in den
Gutachterausschuss des Bundesinstituts für Sportwissenschaft berufen
worden.
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft ist eine Einrichtung des
Bundes zur Förderung wissenschaftlicher Forschung im Spitzensport.
Die Mitglieder des Gutachterausschusses werden von Bundesinnenminister Schäuble jeweils für die Dauer von vier Jahren berufen.
Auszeichnung für emeritierten Chemieprofessor aus Bielefeld
Die Fakultät für Chemie der technischen Universität München und die
Pinguin-Stiftung haben dem emeritierten Bielefelder Chemieprofessor
Achim Müller die
Wilhelm-Manchot-Forschungsprofessur 2006 verliehen.
Mit dieser Auszeichnung werden Professor Müllers Beiträge zur anorganischen Nanochemie gewürdigt.
Seit 1991 verleiht die so genannte Pinguin-Stiftung die
Manchot-Forschungsprofessur an herausragende Wissenschaftler und
würdigt damit ihr wissenschaftliches Gesamtwerk.
Hessisches Modell zu Studiengebühren sorgt für Unmut
Das vom hessischen Wissenschaftsminister Corts abgesegnete Modell für Studiengebühren bringt neuen Unmut in die Diskussion.
Die Gebühren sollen zunächst wie an anderen Universitäten bis zu 500 Euro pro Semester betragen.
In Hessen könnten die Gebühren für Masterstudiengänge und für
ausländische Studierende allerdings bis zu 1500 Euro! pro Semester
betragen.
Zudem bleibt auch die Frage nach der Verfassungswidrigkeit von Studiengebühren in Hessen weiter offen.
Mehr Abiturienten
Immer mehr Jugendliche in Deutschland erreichen die Hoch-oder Fachhochschulreife.
Das statistische Bundesamt teilte mit, dass im Schuljahr 2004/2005 die
Zahl der Absolventen um 3,2 Prozent auf knapp 400.000 stieg. In den
neuen Bundesländern erreichen laut der Statistik im Vergleich zum
früheren Bundesgebiet weniger Jugendliche das Abitur.
InFakt am Dienstag, 9.Mai 2006
Keine Konsequenzen für Rektoratsbesetzer in Köln
Die Besetzer des Rektorats der Universität Köln müssen nicht mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Der Rektor der Universität Köln, Axel Freimuth, gab gestern bekannt, dass die Hochschule auf Strafanzeigen verzichten werde.
Etwa 40 Studenten hatten das Rektorat aus Protest gegen die geplante Einführung von Studiengebühren über 10 Tage lang besetzt.
Am Sonntagabend hatte die Polizei die Besetzung dann auf Bitte des Rektors beendet.
Der Großteil der Besetzer verließ die Räume freiwillig. Nur 5 Demonstranten wurden von Beamten herausgetragen.
Großdemo gegen Studiengebühren und HFG
Heute in einer Woche findet in Düsseldorf eine Demonstration gegen Studiengebühren statt.
Die zentrale Großdemonstration am Dienstag, dem 16. Mai richtet sich gegen Studiengebühren und das Hochschulfreiheitsgesetz.
Die Anreise per Bus organisiert der Asta der Uni Bielefeld für den symbolischen Preis von 2,50 €.
Standort Deutschland durch Studiengebühren gefährdet
Durch die Höhe der Studiengebühren in Hessen sei der Standort
Deutschland gefährdet, so Prof. Dr. Gernot Stroth, vom
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultätentag Deutschlands.
Bereits jetzt gebe es einen Mangel an gut ausgebildeten Technikern, Mathematikern und Naturwissenschaftlern.
Wenn Studiengebühren in gleicher Höhe auch in anderen Bundesländern
eingeführt würden, werde sich der Fachkräftemangel noch verstärken.
Im Gegensatz zu den Studiengebührenplanungen anderer Bundesländer sind
in Hessen Gebühren von bis zu 1500,-€ pro Semester für
Promotionsstudiengänge möglich.
Philologen sind gegen Schuluniformen
Der deutsche Philologenverband ist gegen die Pflichteinführung von
Schuluniformen. Die berichtet die TAZ in ihrer aktuellen Ausgabe.
Es sei völlig unrealistisch zu glauben, mit Schuluniformen ließen sich
Integrationsprobleme lösen oder der Markenfetischismus bekämpfen, so
der Vorsitzende des Verbandes Heinz-Peter Meidinger.
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hatte in einem Interview mit
der Zeitung „Welt am Sonntag“ die Einführung einheitlicher
Schulkleidung vorgeschlagen.
Der Elternverein in NRW unterstützt den Vorschlag der Justizministerin.
Einzigartiger Fund in Köln
Ein bei Ausgrabungen in Köln entdeckter Nashornschädelknochen ist über 37 000 Jahre alt.
Das teilte der Kölner Paläozoologe Hubert Berke (unter Berufung auf
eine Analyse der Uni Kiel) gestern mit. Kerben und Einschnitte ließen
außerdem darauf schließen, dass der Knochen von römischen Handwerkern
als Hackbrett benutzt wurde.
Archäologen hatten in Köln vor einiger Zeit Schädelteile eines Wollhaarnashorns entdeckt.
Der Schädelknochen ist aufgrund seines Alters bislang einzigartig.
InFakt am Montag, 8. Mai 2006
Studieren in Hessen kostet von Herbst 2007 an 500 Euro pro Semester
Die hessische Landesregierung hat am Freitag die Einführung von Studiengebühren beschlossen.
Ab kommendem Herbst sollen auch hier die Studierenden 500 Euro pro
Semester. Wissenschaftsminister Udo Corts von der CDU hat in diesem
Zusammenhang auf ähnliche Vorhaben anderer Bundesländer verwiesen. Die
Studiengebühren sollen den Hochschulen zu Gute kommen und könnten die
Mittel um 10 Prozent steigern.
Proteste gegen Studiengebühren gehen weiter
Die Proteste in Nordrhein-Westfalen gegen die beschlossen Studiengebühren halten weiter an.
Das hat das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren, kurz ABS, der
Nachrichtenagentur dpa mitgeteilt. Das Abs werde so zum Beispiel
Protestaktionen in Bielefeld, Münster, Bochum, Köln und Dortmund aktiv
unterstützen. Darüber hinaus seien rechtliche Schritte und eine
Demonstration in Düsseldorf geplant. Das Gesetz zur Einführung von
Studiengebühren ist seit dem 1. April in Kraft. Es ermöglicht den 33
Hochschulen in NRW ab kommendem Wintersemster 500 Euro von den
Studierenden zu erheben.
Drei europäische Erfinder des Jahres kommen aus NRW
Drei nordrhein-westfälische Wissenschaftler sind als europäische Erfinder des Jahres ausgezeichnet worden.
In der Kategorie „Industrie“ sind zwei Wissenschaftler von einer
Düsseldorfer Firma ausgezeichnet worden. Sie haben wichtige Komponenten
zur Herstellung eines Impfstoffs gegen Hepatitis B entwickelt. In der
Kategorie „Universitäten und Forschung“ gewann Prof. Peter Grünberg vom
Forschungszentrum Jülich. Er hat ein Verfahren zur Vergrößerung der
gespeicherten Datenmenge auf Festplatten erfunden. Die Auszeichnung
„Europäischer Erfinder des Jahres“ ist von der EU-Kommission gemeinsam
mit dem Europäischen Patentamt ins Leben gerufen worden.
HRK-Kritik an Hochschulpolitik Weißrusslands
Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat am vergangenen Donnerstag die
Hochschulpolitik der weißrussischen Regierung verurteilt.
In einer Erklärung kritisiert die Konferenz besonders die Beschneidung
der Hochschulautonomie. Des Weiteren kritisiert sie die Unterdrückung
von Hochschulangehörigen durch den Staat. Die Regierung habe in der
Vergangenheit Studierende exmatrikulieren oder inhaftieren lassen, die
sich an friedlichen Oppositionsbewegungen gegen die Staatsführung
beteiligt haben. Ein weiterer Appell der HRK an die Regierung ist die
Beteiligung am so genannten Bologna-Prozess. Weißrussland solle sich
nicht dem Prozess der Erweiterung des europäischen Hochschulraumes
entziehen.
Schuluniform gegen Diskriminierung
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries von der SPD hat sich für einheitliche Schulkleidung in Deutschland ausgesprochen.
Mit einer Schuluniform sollten relgiöse und soziale Diskriminierung
verhindert werden, sagte sie der Welt am Sonntag. Wörtlich sagte sie,
„Damit beseitigen wir nicht nur die Burkas, sondern auch Probleme, die
sich durch soziale Unterschiede ergeben“.
Zypries greift damit die neu entzündete Debatte um Diskriminierung auf,
die in Nordrhein-Westfalen durch zwei Schülerinnen entbrannt ist. Die
zwei Mädchen sind in Burkas zum Unterricht erschienen und auf
unbestimmte Zeit von der Schulleitung vom Unterricht ausgeschlossen
worden.
Föderalismusreform schädigt deutsche Hochschulen in internationalem Wettbewerb
Die Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, sieht die deutschen Hochschulen für den europäischen Wettbewerb gut gerüstet.
Das ist das Fazit der HRK-Jahrestagung am vergangenen Freitag in
Greifswald. Trotzdem würden aber einheitliche rechtliche und politische
Rahmenbedingungen benötigt, sagte die HRK-Präsidentin Margret
Wintermantel. Schädlich sei eine Politik der Zersplitterung, wie sie
mit der Föderalismusreform drohe. Das Präsidium der HRK habe deshalb
fünf Kernforderungen formuliert, um Änderungen an den Plänen der
Föderalismusreform zu erreichen.
10 Millionen für Energiekostenzuschuss der Hochschulen
Der nordrhein-westfälische Innovationsminister Pinkwart hat den
Hochschulen für 2006 einen Energiekostenzuschuss von 10 Millionen Euro
zugesichert.
Das hat Pinkwart am vergangenen Freitag in Düsseldorf bekannt gegeben.
Demnach sollen von dem Zuschuss sowohl die staatlichen Hoch- und
Fachhochschulen, wie auch die Universitätskliniken profitieren. Die
Mittel sollen die gestiegenen Energiekosten im gesamten Bereich von
Lehre und Forschung ausgleichen. Insgesamt erhalten die Hochschulen für
dieses Haushaltsjahr 30 Millionen Euro mehr, als von der
Vorgängerregierung geplant war, betonte Pinkwart.
Mehr Geld für VHS
Bundesbildungsministerin Annette Schavan von der CDU will den Volkshochschulen mehr Geld geben.
Das gab sie am vergangenen Donnerstag auf dem Deutschen
Volkshochschultag in Berlin bekannt. Vorschläge für die Verteilung der
Mittel sollen von einem so genannten Innovationskreis mit Vertretern
aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis ausgearbeitet werden, so
Schavan. Im Bereich des lebenslangen Lernens spielten die
Volkshochschulen eine herausragende Rolle, sagte die
Bundesbildungsministerin. So hätten im Jahr 2004 rund 9 Millionen
Menschen die Angebote der Volkshochschulen genutzt.
Infakt am Freitag, 05. Mai 2006
Kritik am "Hochschulfreiheitsgesetz" NRW
Die Senate der Universitäten Bonn und Bielefeld haben den Entwurf eines
„Hochschulfreiheitsgesetzes“ der Landesregierung Nordrhein-Westfalen in
Grundzügen begrüßt, zum Teil aber in deutlicher Form abgelehnt.
Nach Ansicht des Bielefelder Senats widerspreche es dem Ziel
größtmöglicher Autonomie der Hochschulen, zentrale Entscheidungen der
Hochschule einem Hochschulrat zu übertragen, der von externen
Mitgliedern dominiert werde.
Der Senat kritisiert, daß in Zukunft die für die Entwicklung einer
Hochschule wichtigsten Entscheidungen von einem Gremium getroffen
würden, das kein Selbstverwaltungsorgan der Hochschule sei.
Das Gremium der Universität Bielefeld fordert die Landesregierung dazu
auf, den Gesetzentwurf gemeinsam mit den Hochschulen zu überarbeiten
und den Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens um ein Jahr zu verschieben.
1,85 Milliarden Euro für Hochschulen
Bund und Länder wollen in diesem Jahr 1,85 Milliarden Euro in den Ausbau der Hochschulen investieren.
Dies hat der gemeinsame Planungsausschuß beschlossen. Beide Seiten tragen die Kosten je zur Hälfte.
Die Planungen zur Föderalismusreform sehen derzeit vor, daß vom
kommenden Jahr an die Länder alleine für die Finanzierung des
Hochschulbaus zuständig sein sollen.
Ab 2007 soll der Bund ihnen allerdings jährlich einen Ausgleich in Höhe von 700 Millionen Euro zahlen.
Mehr Abiturienten
Die Zahl der Abiturienten in Deutschland steigt.
Im vergangenen Jahr erwarben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
fast 400 000 Schüler die Hochschul- oder Fachhochschulreife.
Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Abiturientenquote stieg damit auf 43 Prozent.
Im Vergleich zum Schuljahr 1999/2000 nahm die Zahl der Absolventen mit Studienberechtigung um fast 15 Prozent zu.
Dabei sei das Plus in den neuen Bundesländern mit fünf Prozent deutlich niedriger als im früheren Bundesgebiet ausgefallen.
Mehr als die Hälfte der Abiturienten waren Frauen.
Bundestag will deutsche EU-Texte
Der Deutsche Kulturrat hat die gleichberechtigte Behandlung von Deutsch
neben Englisch und Französisch in der Europäischen Union gefordert.
Der Spitzenverband der deutschen Kulturverbände wies darauf hin, daß die meisten EU-Bürger als erste Sprache Deutsch sprächen.
Es sei deshalb nicht hinzunehmen, daß die EU-Kommission zunehmend
offizielle Dokumente nur noch in Englisch und nicht mehr in Deutsch
oder Französisch veröffentliche.
Bundestagspräsident Norbert Lammert hat in einem Brief an den
EU-Kommissionspräsidenten im Namen aller Fraktionen des Bundestages
angekündigt, daß sich der Bundestag künftig nur noch mit EU-Texten
befassen werde, die auch in deutscher Übersetzung vorlägen.
Infakt am Donnerstag, 04. Mai 2006
Uni Bielefeld macht sich im internationalen Vergleich
Das Centrum für Hochschul-entwicklung in Gütersloh, kurz CHE, hat mehr als 280 deutsch-sprachige Hochschulen untersucht.
Das CHE kommt zu dem Ergebnis, dass die Universitäten in Bielefeld und
Paderborn sich im internationalen Vergleich „gut“ platzieren.Die „Uni
Bielefeld“ gehört nach den aktuellen Ranglisten der Hochschul-forscher
zu den Top-Adressen in Deutschland.Einen Platz in der nationalen
Spitzengruppe unter den neu bewerteten Fächern nimmt in Bielefeld die
Biologie, die Mathematik und die Physik ein.
Die Ergebnisse erscheinen heute im neuen Studienführer der Zeitschrift „die ZEIT“.
Studierende verhinderten Senatssitzung in Köln
An der Universität in Köln haben Studierende gestern aus Protest gegen
die Einführung von Studiengebühren eine Sitzung ihres Hochschul-Senats
verhindert.
Der Allgemeine Studierenden-ausschuss der Kölner Universität teilte
mit, dass der Eingang zum Sitzungssaal mit Tischen verbarri-ka-diert
worden sei.Die Sitzung ist nun vertagt worden.Der Rektor Axel Freimuth
musste unter Polizei-schutz aus dem Saal geleitet werden.Die
Studierenden kündigten daraufhin weitere Proteste an.
Studierende der Uni Paderborn engagieren eigene Dozentin
Wegen chronischen Lehrkräftemangels haben Studierende der Universität Paderborn eine eigene Dozentin eingestellt.
Mit dieser einmaligen Aktion wollen die Studierenden symbolisch auf den
Personalmangel hinweisen.Der Geschäftsführer der
kultur-wissen-schaftlichen Fakultät Paderborn teilte mit, dass allein
die rund 3000 Sprach-wissen-schaftler von nur 5 hauptamtlichen Dozenten
betreut werden.Die Aktion sei mit der Fakultät abgesprochen und wird
von den Studierenden bezahlt.Die Bielefelder Dozentin Schürmann bekomme
für den Lehrauftrag 642 Euro pro Semester.
Jugendliche immer früher süchtig
In Berlin wurde gestern der jährliche Drogen- und Suchtbericht vorgestellt.
Jugendliche würden demnach immer früher zu Drogen wie Cannabis greifen,
so die Drogenbeauftragte der Regierung Sabine Bätzing. Der frühzeitige
Griff zu Drogen sei alarmierend, da er das Risiko einer psychischen
Abhängigkeit erhöhe. Der Zigarettenkonsum gelte unter Jugendlichen
hingegen immer mehr als uncool. Trotzdem gibt es knapp 17 Millionen
Raucher in der Bundesrepublik, von denen 120.000 jährlich sterben. Der
Kampf gegen das Rauchen und eine Regelung für Nichtraucherplätze in der
Gastronomie sind derzeitig die Hauptanliegen der Drogenbeauftragten.
Infakt am Mittwoch, 03. Mai 2006
Senatssitzung an der Universität Bielefeld
Auf der heutigen Senatssitzung soll laut Rektorat zunächst weiter über Studiengebühren diskutiert werden.
Ursprünglich sollte heute die endgültige Entscheidung über Studiengebühren an der Universität Bielefeld fallen.
Die öffentliche Senatssitzung hat um 9:15 Uhr begonnen und findet in A3 -126 statt.
Demonstration gegen Studiengebühren in Paderborn
In der Paderborner Innenstadt demonstrierten gestern etwa 500 Personen
gegen das geplante Hochschulfreiheitsgesetz und die Einführung
Allgemeiner Studiengebühren. Zu den Demonstranten zählten sowohl
Schüler und Studierende als auch Professoren. Hauptkritikpunkt der
Kundgebungen von Vertretern des Asta, Studierenden und Professoren war
der geplante Hochschulrat, der sich zu großen Teilen aus Vertretern der
Wirtschaft zusammensetzen und alle strategischen Entscheidungen der
Universität treffen soll. Damit würde die Hochschule nicht mehr
gesellschaftlichen Interessen, sondern denen der Wirtschaft dienen.
Auch in Bochum, Bonn, Kiel und Köln wurde mit verschiedenen Aktionen
auf die Gefahren der derzeitigen Bildungspolitik aufmerksam gemacht.
Hilfsprogramm für mehr Studienplätze gefordert
Deutsche Hochschulen fordern ein gemeinsames Hilfsprogramm von Bund und Ländern für mehr Studienplätze.
Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel
erklärte, dass nur so der starke Anstieg der Studienanfängerzahlen
bewältigt und die Standards in Forschung und Lehre gehalten werden
können.
Sie schlug vor, 8000 Professorenstellen, die eigentlich erst 2015 frei
werden, bereits jetzt zu besetzen. Eine weitere Maßnahme wären
Zulassungsbeschränkungen an den Hochschulen.
Den Plan der Bundesbildungsministerin Annette Schavan, nur die
Forschung zu fördern und den Ländern die Förderung der Lehre zu
überlassen, lehnte Wintermantel ab. Die Förderung der Hochschulen müsse
als gesamtstaatliche Aufgabe gemeinsam vorangetrieben werden.
Mehr Aids-Infektionen 2005
Die Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 13 Prozent gestiegen.
Dies teilten das Robert-Koch-Institut in Berlin und die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung mit. Bundesweit hätten sich etwa 2500
Menschen mit dem Aidsvirus angesteckt, rund 300 mehr als im Vorjahr.
Nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
nähmen jedoch die Kondombenutzung und auch die Kondomabsatzzahlen
wieder zu.
Vor allem zu Beginn einer neuen Beziehung würden wieder vermehrt Kondome benutzt.
Infakt am Dienstag, 02. Mai 2006
Studierende gegen Studiengebühren
Die Mehrheit der Bielefelder Studierenden ist gegen die Einführung
Allgemeiner Studiengebühren. Das ergab die Urabstimmung die vergangene
Woche in der Universität Bielefeld stattgefunden hat.
Auf die Frage ob die Studierenden gegen die Gebühren seien, stimmten 94 Prozent mit „JA“.
Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei 22 Prozent, ab einer
Beteiligung von 30 Prozent wäre das Votum für AStA und StuPa bindend
gewesen.
In der morgigen Senatssitzung soll über die Beitragssatzung der Allgemeinen Studiengebühren diskutiert werden.
Neuer Studiengang an der Uni Lüneburg
Die Universität Lüneburg stellt am 19. Mai den neuen Weiterbildungsstudiengang „Integrative Lerntherapie“ vor.
Der Schwerpunkt des Studiengang ist die Therapie von Lern- und Leistungsstörungen wie z.b. Legasthenie.
Der Grundgedanke der integrativen Lerntherapie ist,
mit den Stärken des Schülers die Schwächen zu überwinden.
Der Studiengang ist berufsbegleitend und richtet sich unter anderen an Pädagogen und Lehrer.
Das Studium dauert 7. Semester und ein Master-Abschluss ist in Planung.
Frauen mit Kind erfolgreicher als Frauen ohne Kind
Weibliche Naturwissenschaftler mit Kindern sind erfolgreicher als
Kinderlose, das ergab eine Studie des Bundesminsterium für Bildung und
Forschung.
Die gilt auch für die Frauen die sich neben dem Job um die Erziehung kümmern.
Die Autoren der Studie kommen aber auch zu dem Schluss das die Beschäftigung von Frauen erschwert wird.
Die vorherrschenden Arbeitstrukturen verhindern die Beschäftigung von Hochqualifizieren Frauen von vornherein ,
so die Studie.
Mehr Frauen in Narurwissenschaften
Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung
und Forschung Andreas Storm hat sich für eine stärkere Förderung
begabter junger Menschen ausgesprochen.
"Wir wollen unsere Talente früh für eine Karriere in Wissenschaft und Forschung begeistern," sagte Storm am Freitag.
Ein besonderes Augenmerk muss auf die Chancen von Frauen in Naturwissenschaften gelegt werden.
"Frauen können ihr Potenzial in den
mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern noch viel stärker für eine
erfolgreiche berufliche Karriere einbringen." so Strom weiter.
Storm kündigte an, dass die Bundesregierung ihre Mittel für die Begabtenförderung auf über 87 Millionen Euro erhöhen werde.
InFakt am Freitag, 28. April 2006
Inga Müller übernimmt Asta-Vorsitz
Das Studierendenparlament der Universität Bielefeld hat gestern Abend Inga Müller zur Asta-Vorsitzenden gewählt.
Für sie stimmten 19 der Studierendenvertreter, vier stimmten gegen sie.
Es gab eine Enthaltung. Inga Müller teilt sich die Doppelspitze des
ASta mit Janosch Stratemann. Ihre Vorgängerin war Susana Elisade. Sie
hatte ihr Amt aus politischen und persönlichen Gründen niedergelegt.
Inga Müller war bislang Ökologie-Referentin des ASta. Dieser
Arbeitsbereich solle auch weiter ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit sein,
so die neue Asta-Vorsitzende. Wichtige Themenfelder, denen sie sich als
Vorsitzende widmen werde, seien die geplanten Studiengebühren sowie das
Hochschulfreiheitsgesetz, so Inga Müller.
Bochumer Studierende besetzen Verwaltung der Ruhr-Uni
150 Studierende der Ruhr-Universität Bochum haben gestern Mittag das Rektorat ihrer Hochschule besetzt.
Gestern Abend haben Einsatzkräfte der Polizei das Rektorat geräumt.
Dabei gab es einige leicht Verletzte. Vor der Besetzung hatten
Studierende der Ruhr-Universität und streikende ver.di-Mitglieder
gestern die Sitzung des Senats der Hochschule gesprengt. Der Senat
sollte gestern über die Einführung von Studiengebühren beraten.
Unmittelbar nach der Besetzung der Verwaltungsräume hatte der Bochumer
Rektor geäußert, dass er sich eine Besetzung des Rektorats und
Verhältnisse wie in Bielefeld nicht bieten lasse.
Studierende in Köln stürmen Rektorat
Nach einer Studierendenversammlung zum Thema Studiengebühren haben
Studierende der Universität Köln gestern die Räume des Rektorats der
Hochschule besetzt.
Nach Angaben des ASta der Uni Köln halten sich zurzeit etwa 35 Personen
in den Verwaltungsräumen auf. Rektor Axel Freimuth hat in ersten
Stellungnahmen gegenüber den Studierenden die Haltung der
Hochschulleitung verteidigt, allgemeine Gebühren einführen zu wollen.
Die Besetzer fordern Freimuth auf, sich klar gegen Studiengebühren zu
positionieren, andernfalls wollen sie das Rektorat weiter besetzt
halten.
Verdi streikt an der Universität Bielefeld
Mitglieder der Gewerkschaft verdi haben heute Morgen vor der Universität Bielefeld gestreikt.
Mit ihrem Streiktag informieren sie über die Tarifauseinandersetzungen
zwischen den Beschäftigten des öffentlichen Dienstes und der
Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Die Arbeitgeberseite will eine
Erhöhung der Wochenarbeitszeit durchsetzen. Auch eine Kürzung von
Urlaubs- und Weihnachtsgeld streben die Arbeitgeber an. Mitglieder des
Verbandes deutscher Landesbeamten, Angestellten und Arbeiter haben sich
mit den Streikenden solidarisch erklärt.
Urabstimmung endet heute Nachmittag
Heute endet die Urabstimmung über Studiengebühren an der Uni Bielefeld.
Studierende der Hochschule können noch bis 15 Uhr ihre Stimme abgeben.
Sie entscheiden mit ihrem Votum darüber, ob die Studierendenvertreter
sich auch künftig gegen die Einführung von Studiengebühren einsetzen
sollen. Die Urabstimmungskommission strebt eine Beteiligung von
mindestens einem Drittel der Studierenden an der Abstimmung an. Erst
bei einer solchen Wahlbeteiligung wird das Ergebnis bindend für die
studentischen Vertreter.
Projekt unter Mitarbeit von Bielefelder Historikern erhält Förderung der VW-Stiftung
Die Volkswagen-Stiftung unterstützt das Projekt „Strukturwandel der
Anerkennung im 21. Jahrhundert“ für drei Jahre mit 750 000 Euro.
An dem Vorhaben sind Historiker der Universität Bielefeld beteiligt.
Federführend wird das Projekt am Institut für Sozialforschung der
Universität Frankfurt am Main geleitet. Die Bielefelder Forscher
konzentrieren sich bei ihrer Mitarbeit auf die Wandlungen des
Ehrbegriffs zwischen 1750 und der Gegenwart. Die Arbeitsgruppe wird von
Professor Dr. Thomas Welskopp geleitet.
InFakt am Donnerstag, 27. April 2006
Studierendenparlament wählt neue Asta-Vorsitzende
Das Studierendenparlament der Uni Bielefeld wählt heute Abend eine neue
Asta-Vorsitzende. Bisher teilen sich Susana Elisade und Janosch
Stratemann den Asta-Vorsitz. Susana Elisade legt ihr Amt nieder,
Janosch Stratemann bleibt weiterhin Vorsitzender. Weil für den
Asta-Vorsitz eine quotierte Doppelspitze vorgesehen ist, wählt das
Studierendenparlament heute eine weibliche Vorsitzende. Das
Studierendenparlament tagt heute um 19 Uhr in A-2 125. Die Sitzung ist
öffentlich.
FZS solidarisiert sich mit weißrussichen Studierenden
Mit einer Kampagne in der Bonner Innenstadt hat der freie
Zusammenschluss von StudentInnenenschaften(fzs) gestern auf die
Unterdrückung von weißrussischen Studierenden hingewiesen. Während der
Wahlen in Weißrussland wurden in dem Land zahlreiche Anhänger der
Opposition inhaftiert, darunter hunderte von Studierenden.
Studentenvertretungen in vielen anderen europäischen Städten machten
gestern öffentlich auf die Repressionen der weißrussischen Studierenden
aufmerksam. Aktionen gab es unter anderem in Brüssel, Amsterdam und
Budapest.
Aufruf zu Teilnahme an Urabstimmung
Morgen endet die Urabstimmung zu Studiengebühren an der Uni Bielefeld.
Die Studierenden entscheiden mit ihrer Stimmabgabe darüber, ob die
studentischen Vertreter in den Gremien der Uni sich auch künftig gegen
die Einführung allgemeiner Studiengebühren engagieren sollen. Alysha
Laibacher von der Urabstimmungskommission zeigt sich zufrieden mit der
bisherigen Teilnahme der Studierenden an der Abstimmung. Sie ruft auch
die übrigen Studierenden auf, sich kurz Zeit für die Stimmabgabe zu
nehmen.
Girls’ Day soll Mädchen für technische Berufe begeistern
Für den heute stattfindenden Girls’ Day sind über 115.000 Anmeldungen
registriert worden. In rund 7000 Veranstaltungen mit Titeln wie „Die
intelligente Milchtüte“ oder „Ein Tag als Lokführerin“ sollen die
Teilnehmerinnen neugierig gemacht werden auf Berufe, die für Mädchen
heute noch ungewöhnlich sind. Seit dem ersten Girls’ Day im Jahr 2001
haben schon mehr als eine halbe Million Mädchen die
Schnupper-Praktikumsplätze für Schülerinnen genutzt und ihre
Fähigkeiten erprobt. Die Universität Bielefeld und die Fachhochschule
Bielefeld empfangen heute über 450 Schülerinnen zu dem
Mädchen-Zukunftstag.
InFakt am Mittwoch, 26. April 2006
30-prozentige Wahlbeteiligung bei Urabstimmung angestrebt
In einer Urabstimmung äußern sich die Studierenden der Uni Bielefeld
seit Montag zur Einführung von Studiengebühren an ihrer Hochschule. Die
Studierenden entscheiden mit ihrer Stimmabgabe darüber, ob die
studentischen Vertreter in Studierendenparlament, AStA und Senat sich
auch künftig gegen die Einführung allgemeiner Studiengebühren einsetzen
sollen. Die Abstimmung läuft noch bis Freitag. Alysha Laibacher von der
Urabstimmungskommission fordert jeden Studierenden auf, seine Stimme zu
nutzen:
„Es ist wichtig, dass damit der Asta, das Stupa und die studentischen
Senatsmitglieder ein klares Votum bekommen, wo die Studierenden stehen
und es ist einfach eine schöne Möglichkeit für jeden einzelnen einfach
seine Stimme abzugeben und seiner Meinung Ausdruck zu verleihen. Wir
hoffen auf eine Wahlbeteiligung von 30 Prozent. Das wäre ein klares
Votum auch in Richtung Rektorat und anderen Senatsmitgliedern.“
John W. Meyer hält Antrittsvorlesung
Der amerikanische Gastprofessor John W. Meyer hält heute seine
Antrittsvorlesung in der Uni Bielefeld. Darin geht es um
institutionelle Theorien der Soziologie. John W. Meyer lehrt in diesem
Semester als Niklas-Luhmann-Gastprofessor an der Fakultät für
Soziologie der Uni Bielefeld. Seine Antrittsvorlesung beginnt um 18.15
Uhr im Hörsaal 14 der Universität.
Tagung zu sozialer Selektivität
Am kommenden Wochenende beschäftigt sich eine Tagung in Münster mit
Ausgrenzungen im Bildungssystem. Veranstalter ist der freie
Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs).
Die Tagung des studentischen Dachverbandes will Ausgrenzungsmechanismen
im Bildungssystem untersuchen und Gegenstrategien entwickeln. In
Deutschland hätten insbesondere Menschen aus bildungsfernen Schichten
kaum eine Chance an Gymnasien oder an Hochschulen zu kommen, weil sie
vorher ausgesiebt werden, so Christian Berg, Vorstandsmitglied des fzs.
Laborschule beteiligt sich an UNESCO-Projekttag
Die Laborschule beteiligt sich erneut am Projekttag der UNESCO. Der
internationale Projekttag steht unter dem Motto „fit – friedlich – fair
– für Eine Welt“. In einer Projektwoche haben mehrere Gruppen der
Laborschule ihre Ideen zu dem Thema ausgearbeitet. Ihre Ergebnisse
präsentieren die Schüler am Freitag bei einem großen
Vielseitigkeitsfest. Auf dem Programm stehen unter anderem ein
sportlicher Parcours und eine Baumpflanzaktion. Auftakt des
Vielseitigkeitsfestes ist um 8.30 Uhr.
InFakt am Dienstag, 25. April 2006
Urabstimmung noch bis Freitag
Noch bis Freitag können die Studierenden der Universität in einer
Urabstimmung ihre Meinung zur Einführung von Studiengebühren an ihrer
Hochschule äußern.
Die Urabstimmung findet jeweils von 9 Uhr bis 15 Uhr statt.
Stimmberechtigt sind alle eingeschriebenen Studierenden der Uni
Bielefeld. Sie entscheiden mit ihrem Votum darüber, ob die
studentischen Vertreter in Studierendenparlament, AStA und Senat sich
künftig weiterhin gegen die Einführung allgemeiner Studiengebühren
engagieren.
NRW bildet Schlusslicht bei Personalausgaben für Bildung
Die jährlichen Pro-Kopf-Ausgaben für die Schulausbildung in NRW gehören zu den niedrigsten in Deutschland.
Das geht aus Zahlen hervor, die das statistische Bundesamt jetzt für
das Jahr 2003 vorgelegt hat. Im bundesweiten Vergleich bildet NRW das
Schlusslicht bei den Personalausgaben im Bildungsbereich. Während
Hamburg und Berlin im Jahr 2003 jeweils 4700 Euro Personalausgaben pro
Schüler aufgebracht haben, waren es in NRW nur 3500 Euro. Die
Landesgruppe des Verbands Bildung und Erziehung hat die
NRW-Landesregierung gestern aufgefordert, die Ausgaben für Bildung
deutlich aufzustocken.
Nur langsamer Ausbau von Ganztagsschulen
Bund und Länder sind weit von ihrem Ziel entfernt, flächendeckend Schulen zu Ganztagsschulen auszubauen.
Laut einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ wurden im Schuljahr 2004/05
von den insgesamt 8,7 Millionen Schülern bis zur zehnten Klasse nur gut
eine Million ganztags unterrichtet. Somit erhielten nur knapp 13
Prozent der Schüler ein Ganztagsangebot. Die Bundesländer Thüringen,
Berlin und Sachsen schneiden bei der Ausstattung mit Ganztagsschulen am
besten ab. Den schlechtesten Wert hat Bayern mit nur zwei Prozent
Ganztagsschülern.
Eröffnung des ersten „Konfuzius“-Instituts Deutschlands
An der Freien Universität (FU) Berlin wird am Donnerstag das erste „Konfuzius“-Institut in Deutschland eröffnet.
Zu den Aufgaben des Instituts zählen die Förderung der Vermittlung
chinesischer Sprachkenntnisse und die Förderung akademischer
Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China. Das Institut soll
außerdem chinabezogene Projekte im Wissenschafts- und Kulturbereich
unterstützen. Gegründet wird die Einrichtung in Kooperation der Freien
Universität und der Peking-Universität.
InFakt am Montag, 24. April 2006
„Welttag des Buches“ wird begangen
Passend zum Todestag von Shakespeare fand gestern der „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ statt.
Seit 1995 wird an diesem Tag auf die Bedeutung des Buches
hingewiesen.Wie jedes Jahr beteiligen sich Tausende Buchhandlungen mit
eigenen Veranstaltungen. Unter dem Titel „LESEKÖPFE 2006“ laden sie in
ganz Deutschland prominente Vorbilder aus ihrer Region ein: Sportler,
Schauspieler oder Politiker, aber auch Eltern, Lehrer und Schüler
diskutieren über Bücher oder lesen vor.
Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird durch verschiedene Aktionen versucht die Leselust zu fördern.
Patin der Aktion LESEKÖPFE 2006 ist Iris Berben.
Der Welttag des Buches wurde von der UNESCO ausgerufen.
Caritas übernimmt Studiengebühren
Studierende einer Fachhochschule im bayrischen Amberg-Weiden sollen die
geplanten Studiengebühren mit einer sozialen Tätigkeit abarbeiten
können.
Nach Angaben der Hochschule ist dafür ein bayernweit einmaliges Projekt
mit der Amberger Caritas gestartet worden.Die Caritas plant Studierende
im Pflegebereich einzusetzen. Sie sollen dort arbeiten, wo nicht
unbedingt professionelle Pflegekräfte benötigt werden. Für ihr soziales
Engagement will die Caritas den Studierenden im Gegenzug die
Studienbeiträge erstatten.
In Bayern werden die Universitäten und Fachhochschulen ab dem
Sommersemester 2007 Gebühren von bis zu 500 Euro pro Semester erheben.
Hochschulen appellieren an Bund und Länder
Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Magret Wintermantel,
hat Bund und Länder aufgefordert, gemeinsam mehr Studienplätze zu
schaffen.
Es dürfe nicht sein, dass eine große Zahl möglicher Studienanfänger
praktisch vor den Toren der Hochschulen steht und nicht studieren
könne, so Wintermantel.
Wegen der geburtenstarken Jahrgänge werde die Zahl der derzeit rund 350
000 Studienanfänger im Jahr 2011 um etwa 60 000 höher liegen.
In einigen Bundesländern wurden in den letzten Jahren vermehrt
Studienplätze abgebaut. So z.B. in Berlin, wo die Zahl der
Studienplätze seit Mitte der 90er Jahre bereits um 30 000 Plätze
reduziert wurde.
Mehr Studiengänge mit lokalem Numerus clausus
Die Zahl der Studiengänge mit Numerus Clausus (NC) ist laut einer dpa
Untersuchung in den meisten Bundesländern in den vergangenen Jahren
stark gestiegen.
Demnach wird beispielsweise an den Berliner Universitäten der Zugang
inzwischen nahezu ausschließlich per Numerus Clausus geregelt, an den
Fachhochschulen zu etwa 70 %.
In Nordrheinwestfalen stieg die Zahl der NC-Studiengänge laut
Innovationsministerium in den vergangenen fünf Jahren von 200 auf knapp
800.
Bundesweit hatten laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) im vergangenen
Wintersemester schon fast die Hälfte aller Studiengänge einen örtlichen
NC.
„PUSH für die Geisteswissenschaften“
Mit dem so genannten PUSH Programm für die Geisteswissenschaften soll
der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gefördert werden.
Dieses Programm des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft
fördert innovative und modellhafte Projekte, die diesen Dialog
vorantreiben. Besonders erwünscht sind Projekte, bei deren Zielgruppe
nicht schon von vornherein ein Interesse an den Geisteswissenschaften
vorausgesetzt werden kann. Das Programm soll die gesellschaftlichen
Relevanz, die Inhalte und die Arbeitsweisen der Geisteswissenschaften
im öffentlichen und gesellschaftlichen Bewusstsein zur Geltung bringen,
so der Stifterverband.Mehr Informationen zur aktuellen Ausschreibung
gibt es auf der Homepage des Stifterverbandes.stifterverband
Infakt am Freitag, 21. April 2006
Studiengebühren in NRW
Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen werden vorraussichtlich an jeder
zweiten Hochschule eingeführt. Laut der in Düsseldorf erscheinenden
Tageszeitung „Rheinische Post“ wollen mehr als die Hälfte aller
Universitäten und Fachhochschulen ab dem Wintersemester 2006/2007 500€
einfordern.
In 6 von 14 Universitäten und 8 von 12 Fachhochschulen gäbe es bereits entsprechende Beschlüsse der Verwaltungsgrämien.
Zu diesen Universitäten gehören u.a. die Hochschulen in Düsseldorf,
Bonn, Köln, Siegen, sowie die Sporthochschule Köln. Außerdem haben sich
die Fachhochschulen in Aachen, Lippe-Höxter, Köln, Dortmund, am
Niederrhein und die FH in Bielefeld für die Gebühren entschieden.
Ausgaben für die Schulausbildung in NRW am niedrigsten
In Deutschland liegen die Ausgaben für die Schul-Ausbildung in
Nordrhein-Westfalen am niedrigsten. Dies geht aus den am letzten
Dienstag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen hervor. Im
Jahr 2003 gaben demnach Land und Kommunen in NRW durchschnittlich 4600€
für jeden Schüler aus. Neben dem Saarland zahlte NRW damit bundesweit
am wenigsten. Die ersten Plätze auf der Ausgabenliste belegten
Thüringen und Hamburg mit 6000 und 6500€. Der Bundesdurchschnitt lag
bei 5000€.
US-Soziologe als Gastprofessor an der Universität Bielefeld
Der renommierte US-Soziologen John W. Meyer ist seit dieser Woche
Niklas-Luhmann-Gastprofessor an der Uni Bielefeld. Meyer ist einer der
weltweit führenden Globalisierungsforscher. Bis zum 20. Juni tauscht er
sich mit Studierenden und Forschern der Universität Bielefeld aus.
Außerdem bietet er ein Seminar an und hält zwei öffentliche
Vorlesungen. Mit seiner ersten Vorlesung ist Meyer am kommenden
Mittwoch ab 18 Uhr im Hörsaal 14 der Uni zu hören.
Bündnis für Erziehung vorgestellt
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat gestern eine
Initiative zur besseren Kindererziehung vorgestellt. Das "Bündnis für
Erziehung" solle Grundlagen für Erziehung im Kindergarten und in der
frühkindlichen Bildung erarbeiten, sagte die Ministerin. An dem Bündnis
sind bislang nur die beiden christlichen Kirchen und deren
Wohlfahrtsverbände beteiligt. Andere Religionsgemeinschaften sollen
erst im Herbst dazugeladen werden, sagte von der Leyen. Zuvor hatten
der Zentralrat der Juden sowie der Zentralrat der Muslime kritisiert,
dass ihre Organisationen keine Einladung zum Bündnis erhalten haben.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bemängelt, dass die
Familienministerin nicht hauptsächlich Eltern, Erzieher und Lehrer
eingeladen habe.
Infakt am Donnerstag, 20. April 2006
Ehrendoktor für Michael Krüger
Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität
Bielefeld verleiht dem Schriftsteller und Verleger Michael Krüger den
Grad eines Ehrendoktors der Philosophie.
Michael Krüger habe sich bleibende Verdienste um anspruchsvolle
Literatur auf weltliterarischer Ebene erworben, schreibt die Fakultät
in ihrer Begründung. Darüber hinaus habe er als Verlerger immer aber
auch junge Talente und experimentelle Literatur gefördert. Die
Verleihung der Ehrendoktorwürde findet am kommenden Donnerstag um 17
Uhr im Internationalen Begegnungszentrum der Uni Bielefeld statt.
Droht Wertegipfel ein Fehlstart?
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert das
geplante „Bündnis für Erziehung“, das heute auf Initiative von
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in Berlin gegründet
werden soll.
Es sei im höchsten Maße irritierend, dass zum Auftakt des Bündnisses
ausschließlich die christlichen Kirchen eingeladen werden, sagte
Norbert Hocke vom Vorstand der Gewerkschaft. Anscheinend wolle das
Familienministerium in einem exklusiven Kreis mit den christlichen
Kirchen festlegen, was wertvolle Erziehung sei, so Hocke. Das Bündnis
für Erziehung soll Leitlinien dafür erarbeiten, wie christliche Werte
wieder zum Fundament der Erziehung werden können.
Forderung zum Umdenken in Forschungspolitik
Die Universitäten müssen wieder zum Zentrum der Forschung werden. Das
hat jetzt der Deutsche Hochschulverband auf dem 56.
Hochschulverbandstag in Weimar gefordert.
Die international wettbewerbsfähige Forschung finde in Deutschland zu
einem großen Teil in Forschungseinrichtungen außerhalb von
Universitäten statt, heißt es einer Resolution des Hochschulverbandes.
In keinem vergleichbaren Industrieland sei der Anteil der
außeruniversitären Forschung so hoch wie in Deutschland. Die
Universität werde demgegenüber immer mehr als Ort der
wissenschaftlichen Ausbildung und immer weniger als Stätte von
Forschung und Innovation verstanden.
Ministerium fördert Auslandsaufenthalte von Amerikanern
Für Studierende aus den USA und aus Kanada soll es künftig einfacher
werden, Berufserfahrungen in deutschen Unternehmen und
Forschungseinrichtungen zu sammeln.
Dafür soll die Initiative RISE Professional des Deutschen Akademischen
Austauschdienstes sorgen. Das Bundesministerium für Bildung und
Forschung will das Programm in den nächsten drei Jahren mit 500 000
Euro unterstützen. Rund 250 junge Menschen sollen bis 2009 von dieser
Förderung profitieren.
Infakt am Mittwoch, 19. April 2006
Studienbeiträge zum Wintersemester 2006/2007
Mehr als die Hälfte aller Universitäten und Fachhochschulen in
Nordrhein-Westfalen werden zum Wintersemester 2006/2007 Studienbeiträge
einführen.
Nach einem Bericht der „Rheinischen Post“ gehören Düsseldorf, Aachen,
Bonn, Köln und Siegen zu den Universitäten die künftig bis zu 500 Euro
pro Semester als Beitrag nehmen.
Bei den Fachhochschulen hätten Aachen, Bielefeld, Lippe-Höxter sowie Dortmund und Köln sich für die Gebühren entschieden.
Dinosaurier entdeckt
Argentinische und kanadische Wissenschaftler haben in Argentinien einen
der möglicherweise größten fleischfressenden Dinosaurier aller Zeiten
entdeckt.
Der „Mapusaurus“ sei über 12 Meter lang gewesen und damit noch größer
als der Tyrannosaurus Rex. Die neue Entdeckung der ausgestorbenen
Spezies sei eine der bedeutendsten der vergangenen Jahre.
Von den Fundstücken erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse
über das Sozialverhalten und die Veränderung während des Wachstums bei
Dinosauriern.
Mit guter Bildung lebt man länger
Schweizer Bürger mit guter Bildung leben länger als diejenigen mit
minderer Bildung. Vor allem Männer profitieren von einer höheren
Bildung: sie leben bis zu sieben Jahre länger. Dies zeigt eine Studie
der Institute für Sozial- und Präventivmedizin der Universitäten Bern
und Zürich. Erstmals wurden die sozio-ökonomischen Unterschiede in der
Lebenserwartung von Männern und Frauen in der Schweiz berechnet. Dazu
gehören: Schulzeit, Berufslehre, höhere sekundäre Bildung und die
universitäre Ausbildung.
Infakt am Dienstag, 18. April 2006
Christliche Werte als Fundament für Bildung
Christliche Werte sollen in Deutschland wieder zum «Fundament der
Erziehung» werden. Das sagte Familienministerin Ursula von der Leyen
gestern. Das Ministerium schließe dazu ein Bündnis für Erziehung mit
den Kirchen. Das Bündnis wolle «gemeinsam Leitlinien erarbeiten, wie
christliche Werte wieder zum Fundament der Erziehung werden können», so
die Ministerin. Dazu gehörten Respekt vor anderen, Aufrichtigkeit und
Verantwortung für Schwache, so von der Leyen. Auch andere Gruppen und
Religionsgemeinschaften seien eingeladen.
Das Treffen mit Spitzenvertretern der katholischen und der evangelischen Kirche soll am kommenden Donnerstag stattfinden.
Hochbegabten-Förderung wird abermals gestärkt
Hochbegabte Studenten sollen in Deutschland stärker gefördert werden
als jemals zuvor. Das kündigte Bundesforschungsministerin Annette
Schavan am Freitag in Berlin an. In Zukunft solle 1 Prozent aller
Studierenden mit einem Stipendium ausgestattet werden, so Schavan. Das
entspricht einer Steigerung um die Hälfte. Dieses Ziel sei bis zum Ende
der Legislaturperiode im Jahr 2009 zu erreichen. Bereits für dieses
Jahr plant das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die
Mittel für die Förderung von Hochbegabten deutlich zu erhöhen. In den
kommenden Jahren werde es weitere Aufstockungen dieses Haushaltspostens
geben.
Schnupperstudium an der Uni Paderborn
Die Universität Paderborn bietet ein Schnupperstudium für die
Abiturienten des Jahrgangs 2006 an. Seit Beginn des Sommersemesters
bietet die Universität Paderborn Studieninteressierten Abiturientinnen
und Abiturienten 110 Veranstaltungen aus 5 Fakultäten an. Das
Schnupperstudium findet noch bis zum 7. Juli statt. Außerdem stellen
sich in der Zeit vom 15. bis 30. Mai 23 Fächer an
Informationsnachmittagen vor. Durch Facheinführungen und -vorträge,
Laborbesuche oder Teilnahme an Lehrveranstaltungen wird ein Einblick in
das jeweilige Studienfach geboten.
Infakt am Donnerstag, 13. April 2006
Krankenversicherung für Promovenden
Mit 25Jahren verliert man den kostenlosen Familienversicherungsstatus und man muss sich selbst versichern.
Die gesetzliche Krankenversicherung nimmt nur einen studentischen Regelsatz von rund 60 Euro.
Richtig teuer wird es erst, wenn man nach dem Studium noch seinen Doktor macht, denn dann gilt man nicht mehr als Student.
Der Finanzexperte Thomas Dambier von "Stiftung Warentest sagte „Es sei
pures Glück, wenn die Promovierenden weiterhin zum Studenten-Tarif
versichert werden.
Es gebe in dieser Sache zwar keine eindeutige gesetzliche Regelung für Doktoranden, aber allgemein übliche Grundsätze.
Die besagen, dass ein Doktorand kein ordentlich Studierender mehr ist,
weil er bereits ein abgeschlossenes Studium hinter sich hat.
Anders ist es, wenn man ein Studium abgeschlossen hat und dann ein
Aufbaustudium, ein Ergänzungsstudium oder ein Zweitstudium beginnt.
In diesem Fall gilt man wieder als ordentlicher Student.
Die französische Regierung beschließt Ersatzgesetz
Nach dem Scheitern der Kündigungsschutzreform hat Frankreichs Regierung
im Rekordtempo ein Ersatz-Gesetz zum Arbeitsmarkt in die Wege geleitet.
Die erst am Montag vorgestellte Vorlage wurde gestern von der
Nationalversammlung angenommen und soll noch heute den Senat passieren.
Im Gegensatz zum Erstanstellungsvertrag (CPE) von Premierminister
Dominique de Villepin hat das neue Ersatz-Gesetz keine längere
Probezeit mit eingeschränktem Kündigungsschutz.
Es setzt vielmehr auf Subventionen für Firmen, die 16- bis 25-Jährige
ohne Abschluss oder Ausbildung in feste Stellen übernehmen.
In den vergangenen Wochen hatten Studierende in ganz Frankreich gegen das Gesetz protestiert.
Nun wurde an vielen Hochschulen der Lehrbetrieb wieder aufgenommen.
Google kauft neuartige Such-Software von australischem Studenten
Ein 26-jähriger australischer Student hat eine Software geschrieben, die die Suche im Internet revolutionieren soll.
Der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber Google
hat die Software «Orion» gekauft und den Entwickler gleich mit engagiert.
Damit konnte Google die Hauptkonkurrenten Microsoft und Yahoo! ausstechen.
Die Software kann bereits in der Trefferliste direkt Informationen aus
den gefundenen Seiten darstellen, ohne dass der Suchende die Websites
selbst anklicken muss.
InFakt am Mittwoch, 12. April 2006
Universität Bielefeld will Hochschulfreiheitsgesetz verschieben
Der Senat der Universität Bielefeld hat das geplante
Hochschulfreiheitsgesetz in der vorliegenden Form abgelehnt.Das so
genannte Hochschulfreiheitsgesetz soll den Hochschulen mehr
Eigenverantwortung übertragen.
Unter der Voraussetzung einer einjährigen Verschiebung biete der Senat
aber seine Mitarbeit bei der Entwicklung alternativer Ideen an. Das
teilte gestern die Universität Bielefeld mit.
Der Senat kritisierte, dass Entscheidungen, über das Präsidium und den
Hochschulentwicklungsplan, einem von externen Mitgliedern dominierten
Hochschulrat übertragen werden sollen.
Studierende in Frankreich setzten Proteste fort
Die Protestaktionen der Studierenden in Frankreich richten sich, trotz
der Rücknahme der Kündigungsschutzreform, weiter gegen die
Regierungspolitik.
Rund 150 französische Studierende besetzten am Dienstagmorgen die
Landebahnen eines Regionalflughafens in Nantes. In Rouen wurde eine
Straßensperre errichtet.
Der Druck auf die Regierung soll aufrechterhalten werden bis das
umstrittene Gesetz zur Lockerung des Kündigungsschutzes für
Berufsanfänger tatsächlich außer Kraft gesetzt ist.
Gleichzeitig wurden Forderungen nach weiteren Abschaffungen beschlossener Regierungsreformen gefordert.
Universitäten sollen stärker ins Zentrum der Forschung rücken
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) fordert ein Umdenken in der
Forschungspolitik. Ziel ist es, die Universität wieder in das Zentrum
der Forschung zu rücken. Hochqualifizierte, international
wettbewerbsfähige Forschung findet in Deutschland zu einem erheblichen
Teil in außeruniversitären Forschungseinrichtungen statt.
So heißt es in einer auf dem 56. Hochschulverbandstag in Weimar
verabschiedeten Resolution. In keinem vergleichbaren Industrieland sei
der Anteil der außeruniversitären Forschung so hoch wie in Deutschland.
Diesem Trend sei durch eine übergreifende Strategie entgegenzuwirken.
Schnell studieren zahlt sich aus
Ein früher Studienabschluss ist für einen erfolgreichen Eintritt in das
Berufsleben nicht so wichtig wie Praktika und soziales Engagement.
Zu diesem Ergebnis kommt die Direktorin des Institutes für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jutta Allmendinger in einem Artikel
in der Zeitung „ die Zeit“.
Die Direktorin wörtlich: „Es besteht die Gefahr, dass die
Ökonomisierung der Hochschulbildung die Studierenden genau jener
Schlüsselqualifikationen beraubt, die sie in Zukunft so dringend
brauchen.“
Eine Verzahnung von Theorie und Praxis sei grundlegend.
InFakt am Dienstag, 11. April 2006
Hessen entscheidet über Einführung der Studiengebühren
Als weiteres Bundesland will nun auch Hessen über die Einführung
allgemeiner Studiengebühren entscheiden. Bisher stand dem ein Postulat
der hessischen Verfassung entgegen, das das Recht auf „unentgeltlichen“
Unterricht festschreibt. Nach einem neuen Gutachten seien
Studiengebühren aber dann vertretbar, wenn im Gegenzug Darlehen für
einkommensschwache Studierende geboten werden. Während CDU und FDP im
Mai für die Einführung allgemeiner Studiengebühren in der Höhe von 500
€ stimmen werden, kündigen Grüne und SPD bereits ihren Protest an. Die
SPD wolle notfalls vor den Staatsgerichthof ziehen.
Proteste in Frankreich zeigen Erfolg
Die französischen Proteste von Studierenden und Gewerkschaften gegen
die Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger haben nach
elf Wochen einen Erfolg gezeigt.
Gestern nahmen Frankreichs Präsident Chirac und Ministerpräsident de
Villepin das umstrittene Gesetz CPE zurück. Gewerkschaften, Schüler und
Studierende feiern das Aus des CPE als ihren Sieg.
Studierendenvertreter fordern nun auf die Universitäts – Blockaden
aufzuheben, damit die Examen noch stattfinden können.
Trotz Dessen wollen sie weiterhin Druck auf die Regierung ausüben.
Das neue Arbeitsmarktgesetz CPE sah die Kündigung von jungen Menschen unter 26 Jahren ohne Begründung vor.
Großbritanien fördert Bildung in Entwicklungsländern
Die britische Regierung will in den kommenden zehn Jahren 12,5
Milliarden Euro zur Bildungsförderung in den ärmsten Ländern der Welt
zur Verfügung stellen. Damit erhöht sie ihre Unterstützung im
Bildungsbereich um das vierfache.
Das groß angelegte Hilfsprogramm soll 15 Millionen Kindern den ersten
Schulbesuch ermöglichen. Unter anderen appelliert auch Nelson Mandela
an die reichen Staaten, die Bildungspolitik in den Mittelpunkt der
Entwicklungshilfe zu stellen.
Weltweit fehlt etwa 100 Millionen Kindern der Zugang zur elementarsten Bildung.
Forderung nach mehr Mitteln für den Deutschunterricht
Der Bayerische Elternverband fordert mehr Mittel für den
Deutschunterricht ausländischer Kinder. Nach den Plänen des bayerischen
Ministerpräsidenten Stoiber sollte Migrantenfamilien künftig mit
Bußgeld und Ausweisung gedroht werden, wenn sie ihre Kinder nicht
Deutsch lernen lassen.
Nach Aussage des Elternverbandes ist kein Fall bekannt in dem eine
Familie ihrem Kind das Deutsch Lernen versagen wollte. Das Defizit
liege eher im Bildungshaushalt. Eine vernünftige Integrationspolitik
erfordere zusätzliche Finanzmittel für Lehrkräfte, die es gelernt
hätten, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten, so der bayrische
Elternverband.
Erneut fremdenfeindlich motivierter Mord in Russland
Am vergangenen Freitag ist in Sankt Petersburg ein senegalesischer
Student ermordet worden. Er wurde Mitten auf einer Straße erschossen.
Die Polizei fand ein Gewehr mit einem aufgemalten Hakenkreuz. In den
vergangenen Monaten wurden in Sankt Petersburg immer wieder Ausländer
angegriffen, vor allem Afrikaner.
Acht weitere internationale Studierende wurden in den letzten acht
Jahren von russischen Neonazis umgebracht. Nach Le Monde Diplomatique
wurden im vergangenen Jahr mehr als 40 fremdenfeindlich motivierte
Morde registriert.
Bereits ein Zehntel der 15.000 Auslandsstudierenden hat Sankt
Petersburg auf Grund der Zunahme der rassistischen Gewalt verlassen.
InFakt am Montag, 10. April 2006
John W. Meyer erhält Luhmann-Gast-Professur
Der amerikanische Globalisierungsforscher und Soziologe John. W. Meyer
ist der nächste Niklas-Luhmann Gastprofessor an der Universität
Bielefeld.
Er wird nach Angaben der Universitätsleitung, bis Ende Juni in
Bielefeld bleiben. Die Wahl fiel auf Meyer, aufgrund seiner
langjährigen Forschertätigkeit im Bereich Globalisierung und seine
Theorie der Weltkultur. Die Gastprofessur wurde 2005 zu Ehren des 1998
gestorbenen Soziologen Luhmann eingerichtet. Sie wird jedes
Sommersemester neu vergeben.
Offener Brief von Uni-Angestellten an NRW
In einem offenen Brief haben sich rund 400 Beschäftigte der Universität
Bielefeld an die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gewandt.
Grund ist das Hochschulfreiheitsgesetz, dass auch zu veränderten
Bedingungen für die Beschäftigten in Technik und Verwaltung führen
wird. Nach dem Entwurf der Landesregierung, soll die Universität
Bielefeld ab Januar nächsten Jahres zu einer Körperschaft des
öffentlichen Rechts werden. Der Personalrat rechnet mit mehr als 2500
Betroffenen, die als Konsequenz ihren Status als Landesbeschäftigte
verlieren. In dem Gesetz ist vorgesehen, dass die Universität Insolvenz
anmelden kann. Die Beschäftigten haben Angst vor der
Zahlungsunfähigkeit der Universität.
Auszeichnung für erfolgreichste Studierende der Uni Bielefeld
Zwei ehemalige Studierende der Uni Bielefeld wurden als erfolgreichste
Absolventen gekürt. Die Angehörigen der Fakultät
Gesundheitswissenschaften erhielten den mit 500 Euro dotierten Preis,
für eine besonders viel versprechende Berufslaufbahn im
Gesundheitssektor. So ist die eine Preisträgerin Silke Sauermann, bei
einer großen Consulting Agentur tätig und der andere Preisträger Thomas
Dieter Hoffmann bei der Weltgesundheitsorganisation in Kopenhagen
beschäftigt. Das Preisgeld wurde von der Techniker Krankenkasse
verliehen.
Ausbau der Hochschulen
Bund und Länder haben beschlossen, den Ausbau der Hochschulen in diesem Jahr mit 1,85 Milliarden Euro zu finanzieren.
Darauf hat sich der gemeinsame Planungsausschuss festgelegt, teilte das
Bundesforschungsministerium in Berlin mit. Die Kosten tragen der Bund
und die Länder je zur Hälfte. Dies soll sich allerdings mit der
Föderalismusreform im kommenden Jahr ändern. Dann sind die Länder
alleine für die Finanzierung der Hochschulen zuständig. Der Bund zahlt
ihnen ab 2007 aber noch einen jährlichen Ausgleich von knapp 700
Millionen Euro.
Studiengebühren auch an der FH Dortmund
Auch an der Fachhochschule Dortmund müssen die Studierenden künftig Studiengebühren zahlen.
Ab dem Sommersemester 2007 werden sie pro Semester 500 Euro betragen.
Mit diesem Schritt solle die Haushaltslage im Land entspannt werden.
Außerdem stände mehr Geld für verbesserte Studienbedingungen und eine
höhere Qualität der Lehre zur Verfügung, wie die FH mitteilte. Die FH
rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen von 6,15 Millionen Euro. Bisher
hat die Fachhochschule Dortmund Studiengebühren abgelehnt.
"Ausländerquote an Berliner Schulen
Berliner Gymnasien fordern eine Ausländerquote für ihre Schulen.
Da der Anteil von Schülern ohne ausreichende Deutschkenntnisse ständig
wächst, sei das Leistungsniveau der Gymnasien gefährdet, so die Meinung
der Rektoren. Als Grund für die sinkenden Leistungen gaben sie eine
wachsende Zahl von Kindern an, die aus sozial schwachen Elternhäusern
stammen. Allein im Robert Koch Gymnasium in Kreuzberg seien von rund
120 angemeldeten Kindern, 106 ausländischer Herkunft, erklärte die
Schulleitung. Die Rektoren fordern deshalb ein ausgewogenes Verhältnis
zwischen deutschen und ausländischen Schülern.
Infakt am Freitag, 7. April 2006
Ergebnisse der FH-Senatssitzung am Donnerstag
Gestern fand die Senatssitzung der Fachhochschule Bielefeld statt.
In dem überfüllten Sitzungssaal vertraten auch 250 Studierende ihre
Meinung zu Studiengebühren an der FH. Der ASTA der FH wird im Mai einen
Antrag auf die Rücknahme des Beschlusses für Studiengebühren vorlegen,
der im Januar gefasst worden war. Außerdem wurde über die
Mittelverteilung an der FH entschieden. So werden die Studierenden in
Zukunft mitbestimmen können wie viel Geld den einzelnen Fachbereichen
an Mitteln zur Verfügung stehen wird. Zudem wurde eine Stellungnahme
zum Hochschulfreiheitsgesetz beschlossen.
Preis für Hille-Forscherin
Die Bielefelder Literaturwissenschaftlerin Iris Hermann wurde mit dem
Förderpreis für westfälische Landesforschung ausgezeichnet.
Der mit 3.100 Euro dotierte Preis wird vom Landesverband
Westfalen-Lippe vergeben. Die Literaturwissenschaftlerin habe mit ihren
Forschungen über Else Lasker-Schüler und Hille der westfälischen
Literaturforschung wichtige Impulse verliehen. Der Preis wird am 24.
November im Erbdrostenhof in Münster verliehen.
DFG benennt Heinz Maier-Leibnitz-Preisträger 2006
Sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen
Fachbereichen wurden gestern mit dem Heinz Maier-Leibnitz-Preis
ausgezeichnet.
Sie bekamen je 16 000 Euro Preisgeld. Die Preisträger im Jahr 2006
überzeugten das Auswahlgremium durch herausragende Leistungen in den
Neurowissenschaften, der Theoretischen Physik, der Biophysik und
anderen Naturwissenschaften. Mit Heinz Maier-Leibnitz-Preis unterstützt
die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Nachwuchsforscherinnen und
-forscher in ihrer wissenschaftlichen Weiterentwicklung. Der Preis ist
nach dem ehemaligen DFG-Präsidenten und Atomphysiker Heinz
Maier-Leibnitz benannt und wird vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung finanziert. Die Preisverleihung findet am 13. Juni 2006 im
Max-Liebermann-Haus in Berlin statt.
Keine Einschulung ohne ausreichend Deutsch- Kenntnisse
In Bayern werden Kinder ausländischer Eltern ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse künftig nicht mehr eingeschult.
Der bayerische Ministerrat verabschiedete eine entsprechende Änderung
des Unterrichtsgesetzes. Ab dem Schuljahr 2006/2007 müssen Kinder ohne
ausreichende Deutsch-Kenntnisse sonderpädagogische Diagnose- und
Förderklassen in Förderschulen besuchen. Das Einschulverbot soll von
verstärkten Fördermaßnahmen im Kindergartenalter begleitet werden. Ein
Jahr vor der Einschulung sollen alle ausländischen Kinder einem
Sprachtest unterzogen werden. Wenn sie ihn nicht bestehen, erhalten sie
im letzten Kindergartenjahr eine gezielte Deutsch-Förderung. Als erstes
Bundesland droht Bayern den Eltern ein Bußgeld an, wenn sie ihre Kinder
nicht an Sprachtest und Deutsch-Kurs teilnehmen lassen.
Infakt am, Donnerstag, 6. April 2006
Kulturwissenschaftliche Institut wird an Unis übergeben
Die NRW-Landesregierung will das unabhängige kulturwissenschaftliche
Institut (KWI) in Essen in die Trägerschaft der drei
Ruhrgebiets-Universitäten übergeben. Das teilte der
NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart gestern in Essen mit.
Mit der Angliederung an die Revier-Universitäten, Duisburg-Essen,
Bochum und Dortmund, könne sich das Institut nun besser als bisher
«vernetzen» und
international profilieren, so Pinkwart.
Das KWI war bisher als unabhängiges Institut Teil des
Wissenschaftszentrums NRW. Pinkwart betonte, dass es sich bei dem
Zusammenschluss nicht um eine Sparmaßnahme handele. Die
Geisteswissenschaften hätten enorme Zukunft und die Maßnahme werde die
geisteswissenschaftliche Spitzenforschung im Ruhrgebiet stärken.
Preise für die spektakulärsten Berufskarrieren nach dem Studienabschluss
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld
feiert ihre erfolgreichsten Absolventinnen und Absolventen. Eine Jury
wählte diejenigen ehemaligen Studierenden aus, die besonders
spektakuläre Berufskarrieren eingeschlagen haben. Der Dekan der
Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, ist
stolz darauf, dass eine so große Zahl von wissenschaftlichen
Nachwuchstalenten aus der Fakultät hervorgegangen ist. Eine besondere
Ehre sei es für die Fakultät, etwa zehn Prozent der Promovierten
hervorgebracht zu haben, die heute Professorenpositionen an
verschiedenen Hochschulen und Universitäten innehaben, so Professor
Hurrelmann.
Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung testet Bachelor-Studiengänge
Das Gütersloher Centrum für Hochschulentwicklung (kurz CHE) hat das
erste Ranking für Bachelor-Studiengänge vorgelegt. Ein Zusammenschluss
aus 34 führenden deutschen Unternehmen beauftragte das CHE mit der
Prüfung des Studienganges Betriebswirtschaft. Geprüft wurde die
Vermittlung von Methoden- und Sozialkompetenz und wie international und
wie praxisbezogen er ist. Von den 100 Studiengängen schafften nur zwölf
die Bestnote mit drei Sternen. Laut Rating können sich bisher eher
unbekannte Hochschulen wie die Fachhochschulen Aalen oder Stralsund in
der Spitzengruppe positionieren. Dagegen musste sich die Universität
Münster nur mit einem Stern begnügen. Dort haperte es vor allem bei der
Methodenkompetenz. Im Herbst sollen die Wirtschaftsstudiengänge in die
zweite Bewertungsrunde gehen, noch in diesem Jahr will die CHE zudem
Bachelor-Studiengänge für Ingenieure durchleuchten.
Bund investiert sechs Milliarden Euro zusätzlich in Forschung
Der Bund will die Spitzenforschung in Deutschland mit sechs Milliarden
Euro zusätzlich fördern. Das sei ein Aufbruchsignal für die Zukunft, so
Bundesforschungsministerin Annette Schavan nach der Verabschiedung des
Programms gestern in Berlin.
Damit komme man dem Ziel, drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für
Forschung und Entwicklung einzusetzen, einen deutlichen Schritt näher.
Im laufenden Jahr wird der Bund rund 700 Millionen Euro zusätzlich
ausgeben. In den kommenden Jahren soll sich der Zuschuss noch weiter
erhöhen. Schavan betonte, die Offensive des Bundes solle verborgenes
Know- how vor allem an den Universitäten und im Mittelstand heben.
Während Elite-Hochschulen von der «Exzellenzinitiative» profitieren,
ist für
den Mittelstand ein «High-Tech-Gründerfonds» aufgelegt worden.
Schwerpunkte der Förderung liegen in Bio- und Nanotechnologie, Luft-
und Raumfahrt, Gesundheit, Computersicherheit, Umwelt und Energie.
Senatssitzung in der Fachhochschule Bielefeld
Heute findet im Verwaltungsgebäude der Fachhochschule Bielefeld eine
Senatssitzung statt. Dabei soll zum Einen über die Nutzung und die
Verteilung der Studiengebühren abgestimmt werden. Ein weiteres Thema
wird das Hochschulfreiheitsgesetz sein.
Der AstA der FH hofft auf eine rege Teilnahme von Studierenden, um
möglichst viel Präsenz gegen Studiengebühren zu zeigen. Gerechnet wird
mit etwa 350 Menschen. Interessierte können sich ab 13 Uhr an der
Fachhochschule einfinden.
In der Senatssitzung vom 26.02.06 hatte sich der Senat der FH Bielefeld für die Einführung von Studiengebühren ausgesprochen.
InFakt am Mittwoch, 5. April 2006
Senatssitzung zu Stellungnahme zum HFG
Der Senat der Universität Bielefeld hat heute eine Stellungnahme zum geplanten Hochschulfreiheitsgesetz verabschiedet.
Kritisiert wird, dass die Hochschulen durch den so genannten
Hochschulrat bevormundet würden. Der Hochschulrat soll zukünftig
wichtige strategische Entscheidungen treffen, die Aufsicht über die
Hochschule führen und die Hochschulleitung wählen. Die Mehrheit der
Vertreter des Hochschulrats würde vom Land bestimmt. Positiv bewertet
der Senat hingegen die Idee, den Hochschulen mehr Freiheiten in
Finanz-, Personal- und Organisationsentscheidungen zu gewähren. Das
geplante Gesetz soll noch vor der Sommerpause vom Landtag NRW
verabschiedet werden.
Tagung „Mensch und Maschine“ am ZIF
Am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Uni Bielefeld findet
heute eine Tagung zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine statt.
An der Tagung nehmen Roboter-Forscher, Informatiker und
Kommunikationswissenschaftler aus der ganzen Welt teil. Die Tagung ist
ein Teil des einjährigen Forschungsprojektes „Verkörperte Kommunikation
bei Mensch und Maschine“. Das Ziel der Tagung ist es, die Kommunikation
zwischen Mensch und Maschine zu erleichtern. So sollen beispielsweise
zukünftig Maschinen menschliche Sprache, Gestik und Emotionen verstehen
lernen.
Gesamtschulen als Lösung für Gewalt an Schulen?
Der Präsident der Freien Universität Berlin, Dieter Lenzen, fordert die Errichtung von Gesamtschulen in der Bundeshauptstadt.
Dies solle die Gewaltkrise an den Berliner Hauptschulen lösen. Laut
Lenzen sei das bisherige Schulsystem, mit Gymnasium, Real- und
Hauptschule, nicht mehr zeitgemäß. Zukünftig sollen auch Eltern mehr in
die Schule eingebunden werden. Zwischen Eltern, Schüler und Lehrern
sollen Verträge abgeschlossen werden. Mit deren Hilfe sollten
langfristig klare Lernziele vereinbart werden. Außerdem hat sich Lenzen
für Polizei-Einsätze als letztes Mittel gegen die Gewaltkrise
ausgesprochen.
Bachelor und Master wirtschaftsfördernd?
Die Umstellung auf das Bachelor/Master-System bringt laut einer
wirtschaftswissenschaftlichen Studie der Frankfurter Goethe-Universität
überwiegend Vorteile für den Arbeitsmarkt.
Zur Einschätzung der neuen und alten Studiengänge wurden
Personalverantwortliche in Deutschland befragt. Nach deren Urteil sind
die neuen Studiengänge Praxis bezogener und internationaler. Nur in der
nationalen Vergleichbarkeit würde es schwieriger, da Bachelorabschlüsse
nicht zwischen Universitäts- und Fachhochschul-Abschlüssen
unterschieden.
Streiks an Unikliniken dauern weiter an
Gestern haben mehrere tausend Ärzte in Ulm demonstriert.
Dabei waren auch ca. 600 Mediziner aus Nordrhein-Westfalen vor Ort. Die
Ärzte fordern 30 % mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen. Die
Ärzte-Gewerkschaft „Marburger Bund“ hat zudem den Druck erhöht, indem
sie erstmals in 23 Städten die Mediziner aufforderte, die Arbeit nieder
zu gelegen. Legen die Arbeitgeber bis zum 11. April kein Angebot vor,
werden die Verhandlungen von Seiten der Ärzte eventuell abgebrochen.
Die Streiks an den Unikliniken dauern bereits seit mehr als drei Wochen
an.
InFakt am Dienstag, 4. April 2006
Fünfter nationaler Protesttag in Frankreich
Die Schüler- und Studierendenorganisationen und die Gewerkschaften in
Frankreich rufen für heute zum fünften nationalen Streik- und
Protesttag gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes für
Berufseinsteiger auf.
Nach Gewerkschaftsangaben legten Mitarbeiter bereits in der Nacht die
Arbeit bei der Staatsbahn nieder. Je nach Region fielen am Vormittag 40
bis 60 Prozent der Züge aus.Studierende und Schüler kündigten spontane
Blockaden von Straßen, Bahnhöfen und Flughäfen an. In der Hauptstadt
Paris ist am Nachmittag eine Großkundgebung geplant.
Studienkredite ab SoSe 2006
Zum Start des Sommersemesters können Studierende erstmals auf zahlreiche zinsgünstige Studienkredite zugreifen.
Die Staatseigene Förderbank KfW, sowie die Sparkassen und einige
Privatbanken bieten Darlehen an, die unabhängig von dem eigenem
Einkommen oder dem Einkommen der Eltern sind.
Damit soll Studierenden unter anderem ermöglicht werden die neuen
Studiengebühren zu zahlen. Ab Anfang Mai können monatlich zwischen 100
und 650 Euro für bis zu zehn Semester gewährt werden. Der jährliche
Zinssatz beträgt zunächst 5,1 Prozent. Maximal 25 Jahre Zeit haben die
Uni - Absolventen die Schulden nach dem Eintritt ins Berufsleben
zurückzuzahlen.
Türkisch als mögliches Abiturfach
Türkisch als Abiturfach soll nach dem Willen des
Integrationsbeauftragten der nordrhein-westfälischen Landesregierung,
Thomas Kufen, in Zukunft zur Normalität gehören.
In einer zusammenwachsenden Welt müsse die Mehrsprachigkeit der Kinder
stärker gefördert werden, forderte Kufen gestern in Düsseldorf. Der
Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen
Migrantenvertretungen, Tayfun Keltek, warnte davor, die Muttersprache
von Migranten zu unterdrücken oder auf dem Schulhof zu verbieten.
bundesweite Debatte um Integrationspolitik
Die Diskussion um Gewalt an Schulen ist in eine bundesweite Debatte über Integration übergegangen.
Von Seiten der CDU/CSU wurden Töne nach einem härteren Durchgreifen
gegen Jugendliche Gewalttäter und ihre Eltern laut, die über Kürzungen
der Sozialleistungen bis hin zu vereinfachten Ausweisungen reichten.
Kinder die kein Deutsch könnten sollten vorerst nicht auf Regelschulen
zugelassen werden. SPD und Grüne fordern hingegen eine veränderte
Sozialpolitik und einen erhöhten Einsatz von Sozialarbeitern an
Schulen. Bildungsministerin Annette Schavan will die Gewalt mit einem
so genannten "Bündnis für Integration" eindämmen. Auslöser der Debatte
war ein Hilferuf der Lehrerschaft der Rütli Schule in Berlin, die es
nicht mehr schaffte mit dem hohen Gewaltaufkommen unter den Schülern
umzugehen.
InFakt am Montag, 3. April 2006
Protest-Camp in der Unihalle abgebaut
Das Protest-Camp in der zentralen Halle der Universität Bielefeld ist gestern abgebaut worden.
Nachdem das Rektorat die Personen im Camp mehrmals aufgefordert hatte,
die Zelte abzubauen, wurde gestern der Wachschutz „Germania“ zur Hilfe
gerufen. Daraufhin sind die Zelte, Möbel und das große Banner an der
Galerie entfernt worden. Bestehen bleiben ein Infotisch und ein
größeres Zelt. Dieses steht in der Nähe des Audimax. Allerdings dürfe
laut Wachschutz niemand mehr in der Uni übernachten.
Zum gestrigen Abbau des Camps Ingmar Riechert, einer der ehemaligen Camper:
„Also erstmal muss ganz klar sein, dass das nicht das Ende ist. Wir
werden weitermachen. Wir werden auch weiter als Ansprechpartner
fungieren. Die Plenumssitzungen bleiben erhalten. Es sind
Organisationstreffen, die für alle offen sind und auch für alle offen
waren. Beteilligt Euch im Plenum, wenn Ihr mitmachen wollt. Es wird
weiterhin stattfinden, Mittwoch, Freitag, Sonntag 18 Uhr, Treff ist
hier am Infostand oder am Zelt.“
Das Camp befand sich seit Anfang März in der Halle der Universität.
Dort wurde der Protest gegen Studiengebühren fortgesetzt, der sich
zuvor bereits in der Besetzung des Rektorats Anfang Februar geäußert
hatte.
Preis für hervorragende Habilitaion der WLUG
Der Privatdozent Jörg Requate von der Universität Bielefeld wurde mit
dem Preis für hervorragende Habilitationsschriften der
Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft ausgezeichnet.
Der Dozent der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und
Theologie hatte zum Thema „Demokratisierung der Justiz? Rechtsdenken
und Reformbestrebungen in der Bundesrepublik“ habilitiert. Requate
hatte untersucht, wie sich die Justiz an die sich liberalisierende
Gesellschaft der 1950er bis 1980er Jahre angepasst hat. Der mit 3000
Euro dotierte Preis wurde am Freitag auf dem 40-jährigen Jubiläum der
Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft durch den
Geschäftsführer Professor Helmut Steiner übergeben.
Am Samstag bekräftigte Papst Benedikt XVI. seine Haltung gegenüber der Forschung mit menschlichen Embryonen.
Vor Vertretern europäischer Universitäten betonte er, kein menschliches
Wesen dürfe für wissenschaftliche Zwecke geopfert werden. Der Vatikan
ist gegen die künstliche Befruchtung, weil im Reagenzglas entstandene
Embryonen oft ausgesondert und eingefroren werden. Studierende sollten
nicht nur unterrichtet, sondern auch erzogen werden, forderte Papst
Benedikt XVI. bei der Audienz von den Professoren.
Der Klimawandel kann Allergien und Atemnot verschärfen. Das ist
das Ergebnis einer Studie der Harvard University. Die demnach erhöhte
Kohlendioxid-Konzentration in der Luft rege das Wachstum bestimmter
Pflanzen und deren Produktion von Pollen an. Da durch die erhöhte
CO2-Konzentration auch ein Temperaturanstieg stattfindet dehne sich die
Vegetationsperiode aus. Dies würde eine zusätzliche Belastung für
Menschen mit Allergien wie Heuschnupfen und allergischem Asthma
bedeuten.
Freitag, 31.03.2006
Besetzercamp soll geräumt werden
In einem offenen Brief hatte Rektor Dieter Timmermann am Mittwoch die
Besetzer im Protest-Camp aufgefordert, die Universitäts-Halle bis
spätestens heute 12 Uhr zu räumen.
Grund sei, dass die Besetzter den Betrieb der Uni beeinträchtigen
würden. Außerdem sei die Halle als Rettungs- und Fluchtweg anzusehen,
der frei bleiben müsse. Die Besetzer wollen das Camp jedoch nicht
räumen.
Niedersachsen unattraktiv für Studium
Ein Studium in Niedersachsen wird aus Sicht
der SPD-Fraktion immer unattraktiver. Seit 2003 sei die Zahl der
Studienanfänger um 18,2 Prozent gesunken, teilte die
hochschulpolitische Sprecherin Gabriele Andretta am Donnerstag in
Hannover mit. Bundesweit sei die Zahl der Studienanfänger hingegen nur
um 5,9 Prozent zurückgegangen. Niedersachsen belege damit vor
Sachsen-Anhalt den vorletzten Platz. «Der massive Rückgang der
Studienanfänger in Niedersachsen sei ein Alarmsignal»,so Andretta.
Rassistischer Dozent entlassen
Mit wochenlangen Protesten haben Studierende im englischen Leeds einen
rassistischen und frauenfeindlichen Dozenten vorerst aus dem Amt
befördert. Frank Ellis will trotzdem nicht von seiner Meinung abrücken:
Schwarze und Frauen seien von Natur aus dümmer als weiße Männer. Diese
und ähnliche Ansichten hat der Dozent für russisch und Slawistik in
einer Studentenzeitung veröffentlicht und auch gegenüber seinen
Studierenden vertreten.
Mit dem Disziplinarverfahren wendet die Uni Leeds als erste den „Race
relations Act “ an, um einen rassistischen Dozenten zu entlassen.
Professor wegen Bestechlichkeit und sexueller Belästigung entlassen
In Hannover ist ein Universitätsprofessor mit seinem Widerstand gegen
seine vorläufige Suspendierung gescheitert. Suspendiert wurde er wegen
Vorwürfen der Bestechlichkeit und sexuellen Belästigung.
Über Jahre hinweg soll er Doktoranden mit zu schlechten
Noten zur Promotion verholfen und dafür 51 000 Euro bekommen haben.
Der Uni-Professor soll außerdem Studentinnen bessere Noten gegen sexuelle Handlungen in Aussicht gestellt haben.
Das Verwaltungsgericht Hannover hielt die vorläufige Dienstenthebung
durch das Wissenschaftsministerium Ende 2005 angesichts der Schwere des Fehlverhaltens für rechtens.
Lehrer der Berliner Rütli Hauptschule fordern Hilfe an
Die Lehrer der Rütli Hauptschule im Berliner Stadtteil Neukölln, haben
sich mit einem Hilferuf an die Schulaufsicht gewandt. Sie würden es
nicht schaffen der zunehmenden Gewalt an der Schule Herr zu werden. Sie
fordern die Neugründung der Schule mit einer anderen ethnischen
Zusammensetzung.
80% der Schüler haben einen Migrationshintergrund.
Der Hilferuf der Lehrer hat eine bundesweite Debatte über Gewalt unter Schülern ausgelöst.
In Berlin wird das Thema zugleich zum Wahlkampfthema.
Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Pflüger fordert dass die Behörden
schärfer durchgreifen und mehrfach straffällig gewordene ausländische
Jugendliche notfalls abschieben
Donnerstag, 30.03.2006
Bielefelder Pädagoge bekommt Preis
Theodor Schulz ist mit dem Ernst-Christian-Trapp-Preis ausgezeichnet worden.
Der Bielfelder Prof. für Erziehungswissenschaften bekam den Preis für
seine Verdienste um die Biographieforschung in der
Erziehungswissenschaft.
Der Preis wurde ihm von der Deutschen Gesellschaft für
Erziehungswissenschaft, dem Dachverband der Pädagogik in Deutschland,
verliehen.
Der Ernst-Christian-Trapp-Preis ist nach dem Begründer der
Systematischen Erziehungswissenschaft benannt und wird alle zwei Jahre
vergeben.
Theodor Schulz ist nach Hartmut von Hentig der zweite Bielefeld in 8 Jahren an den der Preis verliehnen wird.
Stiftung Warentest vergeicht Studienkredite
Die Stiftung Warentest hält die bereits existierenden Studienkrediten für bedenklich.
Das Verbraucherschutz Unternehmen hat 14 Kreditangebote verschiedenster Banken mit einander verglichen.
Der Vergleich zeigt zwar das es unterschiedliche Systeme zur
Studienfinanzierung gibt. Die Aufnahme eines Studienkredites will
jedoch reiflich überlegt sein, sagte ein Sprecher des Unternehmen.
Die Zinsen würden schnell auf eine stattliche Summe wachsen. Und wie
hoch der Rückzahlungsbetrag wirklich sei, lasse sich zum Zeitpunkt des
Vertragsschlusses nicht mit Bestimmtheit sagen, so der Sprecher weiter.
Neues Schulgesetz wird Vorgestellt
Barbara Sommer hat gestern den Regierungsetwurf für das neue Schulgesetz vorgestellt.
Die Nordrhein – Westfalische Schulministerin des Bundesland sagte
“Damit setzen wir den Rahmen für eines der Modernsten und
Leistungsfähigsten Schulsysteme in Europa.“
Künftig werde kein Kind mehr zurückgelassen!, so die Ministerin weiter.
Das neue Gesetz sieht unter anderem vor das Schulen künftig
Förderkonzepte und schulische Förderangebote zur Verhinderung von
Nichtversetzen entwickeln sollen.
Der Gesetzesentwurf soll noch vor Ostern ins Parlament eingebracht
werden damit es schon zum neuen Schuljahr, nach den Sommerferien, in
kraft treten könnte
Tagung an der Universität Bielefeld
Die Fachtagung des Projekts "Berufsorientierung im Verbund" ist heute gestartet.
260 Lehrer aller Schulformen aus ganz NRW treffen sich ab heute in der Universität Bielefeld.
Ziel der Tagung soll es sein die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Studien- und Berufswahl zu verbessern.
Das Projekt "Berufsorientierung im Verbund" besteht aus
unterschiedlichen Organisationen, die Schulen bei deren
Berufsorientierungsprogammen beraten.
Internationales Forschertreffen in der Antarktis
Am 5. April gibt es ein Internationales Forschertreffen in der Antarktis.
Auf der Insel King George wird der Folgevertrag über die
wissenschaftliche Zusammenarbeit im so genannten Dall mann-Labor
unterzeichnet.
Das projekt, an dem auch Deutschland beteiligt ist, besteht sein nun mehr zwölf Jahren.
Gegründete wurde das Dallmann-Labor im Jahre 1994 und ist nach dem
Polar meer fahrer Eduard Dallmann benannt.
Es ist die erste internationale Forschungseinrichtung in der Antarktis.
InFakt am Mittwoch, 29. März 2006
Kein Elite-Institut für Europa
Der Europäische Rat hat einem Elite-Institut nach Vorbild des
amerikanischen „Massachusetts Institute of Technology“ eine Absage
erteilt.
Demgegenüber werde über ein virtuelles Netz als fehlendes Bindeglied
zwischen den europäischen Forschungseinrichtungen nachgedacht. Am
Wochenende hatten sich die 25 Staats- und Regierungschefs gegen das
„European Institute for Technology“ entschieden.
Der EU-Kommissionspräsident Barroso hatte den Vorschlag für die
gemeinsame Ausbildungsstätte für Elite-Forscher gemacht. Dadurch sollte
den Technologieführern USA und Japan ein europäisches Wissenszentrum
entgegen gesetzt werden.
Braunschweig: Stadt der Wissenschaft 2007
Braunschweig wird die „Stadt der Wissenschaft 2007“, und setzt sich damit gegen die Städte Aachen und Freiburg durch.
Das hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft bei der
Endausscheidung am Montag in Dresden bekannt gegeben. Die Stadt hatte
sich unter dem Motto „Ideenküche Braunschweig“ beworben. Grund für die
Auszeichnung war, dass die Bewerbung durch viele Kooperationspartner
unterstützt werde und sich die ganze Region mit dem Projekt
identifiziere. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergibt
den Titel nun zum dritten Mal. Der Titel ist mit bis zu 250.000 Euro
dotiert.
Förderung der Fachhochschul-Forschung
NRW-Innovationsminister Pinkwart begrüßt die Ankündigung von
Bundesbildungsministerin Schavan, die Forschung an Fachhochschulen
stärker zu fördern.
Das hat der FDP-Politiker gestern in Düsseldorf betont. Er sagte, dass
dies ein wichtiges Zeichen für eine gemeinsame Absicherung der
Forschungsförderung von Fachhochschulen zwischen Bund und Ländern sei.
Darüber hinaus will Pinkwart einen Pakt für Angewandte Forschung
schließen, aus dem zusätzliche Mittel in die Fachhochschulforschung
fließen können.
Westend-Party in Gefahr
Die von der Jura-Fakultät geplante Westend-Party droht wegen des Protest-Camps in der Uni-Halle auszufallen.
Die Universitätsleitung hatte die Feuerwehr gebeten, den Brandschutz zu
überprüfen. Ergebnis einer Untersuchung ist, dass durch das Zeltlager
die Brandgefahr groß sei. Zeltstoffe und Polstermöbel könnten Feuer
fangen, Fluchtwege seien versperrt. Die Universitätsleitung teilte
deshalb mit, dass die Party am 12. April nicht genehmigt würde, solange
die Uni-Halle nicht geräumt ist.
Treffen der Gleichstellungsbeauftragten NRW
Die Gleichstellungsbeauftragten aller
NRW-Hochschulen treffen sich heute in
Düsseldorf.
Thema wird das geplante Hochschulfreiheitsgesetz sein, wie die
Organisatoren gestern mitteilten. In dem Gesetz ist beispielsweise
vorgesehen, dass ausschließlich Hochschulabsolventen in eine
Gleichstellungskommission gewählt werden dürfen. Auf das
Statusgruppenmodell der Bielefelder Gleichstellungskommission hätte
dies voraussichtlich negative Auswirkungen. Studierende ohne Abschluss
könnten somit nicht mehr Gleichstellungsbeauftragte sein.
InFakt am Dienstag, 28. März 2006
Die Uniklinik-Ärzte streiken weiter
Die Ärzte von 14 Universitätskliniken wollen an diesem Dienstag aus Protest gegen ihre Arbeitsbedingungen erneut streiken.
Die Krankenhäuser in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg
seien betroffen, so die Ärztegewerkschaft Marburger Bund. Es seien
einige Aktionen und Demonstrationen geplant, um auf die Lage der
Mediziner aufmerksam zu machen. Die Versorgung der Patienten sei durch
Notfallvereinbarungen gesichert, teilte die dpa mit.
AOK: Zu viele Unikliniken in Westfalen
In Nordrhein-Westfalen gibt es nach Ansicht der AOK Rheinland zu viele Universitätskliniken.
Es müsse darüber nachgedacht werden, ob die fünf Kliniken im Rheinland
Köln, Aachen, Bonn, Düsseldorf und Essen notwendig seien, so
Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland, Wilfried Jacobs. Zur
medizinischen Versorgung würden auch drei Kliniken ausreichen. Die
vielen Standorte führen nach Ansicht von Wilfried Jacobs zu
überflüssigen Kosten.
Aufbau einer Europäischen Digitalen Bibliothek
Gestern traf sich eine Expertengruppe in Brüssel, die die EU-Kommission
beim Aufbau einer Europäischen Digitalen Bibliothek beraten soll.
Dabei seien vor allem Fragen des Urheberrechts besprochen worden. Das
teilte die EU-Kommission gestern nach der Sitzung mit. Der
Expertengruppe gehören 20 Experten aus Bibliotheken, Archiven und
Museen an. Ziel ist es, bis zum Jahre 2010 sechs Millionen Bücher,
Filme, Fotos und Manuskripte über die „Europäische Digitale Bibliothek“
zugänglich zu machen.
Europameister im Deabattieren
Die Studierenden Isabelle Loewe und Matthias Lux der Universität Bonn sind Europameister im Debattieren.
Bei der viertägigen Debattier-EM in Berlin setzten sich die beiden
Studierenden gegen 300 Debattierer aus ganz Europa durch. An dem
rhetorischen Schlagabtausch am vergangenen Wochenende waren mehr als 20
Nationen vertreten. Vor jeder Runde hatten die Teilnehmer fünfzehn
Minuten Zeit, ihre siebenminütige Rede vorzubereiten. Geleitet wurde
die EM von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit von der SPD.
Stipendien für die Erforschung des deutschsprachigen Judentums
Der Stiftungsfonds „Erinnerung und Zukunft“ will junge Wissenschaftler
mit Stipendien bei der Erforschung des deutschsprachigen Judentums
unterstützen.
Im Rahmen des Leo-Baeck-Förderprogrammes seien unter anderem
Lehrerfortbildungen geplant. Hintergrund sei, die deutsch-jüdische
Kultur und Geschichte in den Schulunterricht stärker zu integrieren.
Das teilte der Stiftungsfond gestern in Berlin mit. Darüber hinaus
sollen Nachlässe jüdischer Emigranten auf Filmen gespeichert und dem
Berliner Jüdischen Museum zugänglich gemacht werden.
InFakt am Montag, 27. März 2006
Morgen soll der bislang größte Protest gegen das umstrittene französische Beschäftigungsgesetz stattfinden.
Geplant sind Streiks beim öffentliche Nah- und Fernverkehr, der Post sowie den Flughäfen.
Das Gesetz beinhaltet eine zweijährige Probezeit für Berufsanhänger.
Der französische Premierminister deutete bereits Gesprächs-Bereitschaft an.
Danach könnte über die Länge des
Ersteinstellungs-Vertrags verhandelt werden.
Der Streik der Ärzte an den nordrhein-westfälischen Universitäts-Kliniken dauert an.
Vom Streik betroffen sind zurzeit die Kliniken in Köln und Düsseldorf.
Dort soll bis Mittwoch gestreikt, sagte Michael Helmkamp von der Ärzte-Gewerkschaft „Marburger Bund“.
An den übrigen Universitäts-Kliniken wollen die Ärzte nach einem rotierenden System streiken.
Zunehmende Mehrbelastungen bei der Arbeit sind der Grund für den Ärzte-Streik.
Diese fordern deshalb Gehaltserhöhungen um
30 Prozent und geregelte Arbeitszeiten.
Bulmahn: Föderalismusreform gefährdet Standort Deutschland
Die ehemalige Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sieht in der
geplanten Föderalismusreform eine Gefahr für den Standort Deutschland.
Die SPD-Politikerin sagte dem „Tagesspiegel“, dass die Reform den
Herausforderungen der nächsten 30 bis 40 Jahre nicht gerecht würde. Vor
allem im Bereich Bildung gefährde das geplante Gesetzespaket auch die
wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Es seien mehr Investitionen in
frühkindliche Bildung, schulische Bildung, Hochschulausbildung und
berufliche Bildung nötig. Finanzschwache Länder könnten diese Aufgabe
ohne den Bund nicht bewältigen, so Bulmahn.
MPI-Göttingen schließt Geschichtsabteilungen
Das Max-Planck-Institut, kurz MPI, in Göttingen wird die Abteilungen „Mittelalter“ und „Neuzeit“ schließen.
Das hat der MPI-Senat am vergangenen Freitag in Ludwigshafen
beschlossen. Hintergrund sei, dass für die mittlerweile emeritierten
Direktoren der Abteilungen keine passende Nachfolge gefunden wurde. Das
Institut soll zukünftig einen neuen Forschungsschwerpunkt bekommen:
„Soziale Integration in kulturell heterogenen Gesellschaften“,
verbunden mit vergleichenden Aspekten der Religionsgeschichte.
FH: Schein für Praxis in Pflege und Gesundheit
Der Fachbereich Pflege und Gesundheit der FH Bielefeld hat mit
verschiedenen Weiterbildungseinrichtungen einen Kooperationsvertrag
geschlossen.
Demnach sollen praktische Kompetenzen, die in den jeweiligen
Einrichtungen erworben werden, auf den Bachelor-Studiengang Pflege und
Gesundheit angerechnet werden können. Kooperationspartner des Projektes
mit dem Titel „ANKOM-Pflegeberufe“ sind insgesamt sechs
Weiterbildungszentren im Bereich Gesundheit in Nordrhein-Westfalen und
Osnabrück.
InFakt am Freitag, 24. März 2006
BMBF will Fachhochschul-Forschung fördern
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz BMBF, will die
Forschung an Fachhochschulen mittelfristig stärker unterstützen. Die
Fördermittel sollen verdoppelt werden, so die
Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Im vergangenen Jahr
förderte das BMBF die Fachhochschul-Forschung mit rund 10 Millionen
Euro. Die Unions-Ministerin sieht in der Förderung der
Fachhochschulforschung besonders für die Wirtschaft großes Potential:
Fachhochschulen seien vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen wichtige Partner für Innovationen, so Schavan.
Impfstoff gegen Vogelgrippe?
Die Bundesregierung will mit einem 60-Millionen-Euro-Forschungsprogramm einen Impfstoff gegen Vogelgrippe entwickeln lassen.
Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin entschieden. Das Geld
solle als Sofortprogramm zur Seuchenforschung auf vier Jahre angelegt
werden.
Ziel ist es, so Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die
Bevölkerung gegen das Vogelgrippe-Virus zu impfen, bevor es mutiert ist.
Ein solcher Impfstoff könne jedoch erst frühestens Ende 2007 vorliegen.
Lennart Carleson erhält den Abel-Preis
Die norwegische Akademie der Wissenschaften verleiht dem schwedischen
Mathematiker Lennart Carleson vom Institut für Technologie in Stockholm
den Abel-Preis. Der Abel-Preis wird jährlich verliehen und gilt als
eine Art Nobelpreis für Mathematik.
Die Akademie der Wissenschaften begründete die Auszeichnung damit, dass
Carleson u.a. bahnbrechende Beiträge zur Theorie dynamischer Systeme
geleistet habe.
Die Theorie dynamischer Systeme spielt in vielen Lebensbereichen eine
wichtige Rolle. Beispielsweise beim Wettergeschehen oder bei der
Ausbreitung von Krankheiten.
Die Auszeichnung soll am 23.Mai vom norwegischen König Harald V. überreicht werden.
Erzieher-Kongress in Osnabrück
In Osnabrück findet derzeit der Kongress „Bewegte Kindheit“ statt. Im
Mittelpunkt steht die Frage, wie Sport und Spiel die Bildung und die
Gesundheit von Kindern fördert. Nach Erkenntnissen der
Sportwissenschaftler neigen immer mehr Kinder zu Übergewicht, zeigen
Koordinationsstörungen oder leiden an Aufmerksamkeitsdefiziten. Die
Ursache hierfür sei der Bewegungsmangel in den ersten Lebensjahren.
Die Tagung wird zum fünften Mal vom Fachbereich Sportwissenschaft der
Hochschule Osnabrück organisiert. Es ist den Angaben zur Folge eine der
größten ihrer Art in Deutschland.
An dieser Tagung nehmen 2500 Erzieher, Pädagogen, Psychologen und Therapeuten teil.
Kritik an Kürzungen bei Kindertagesstätten
Der Verband Bildung und Erziehung, kurz VBE hat die Sparpläne
der schwarz-gelben Landesregierung bei Kindertagesstätten kritisiert.
Den Kommunen werde angesichts der Kürzungen keine andere Möglichkeit
bleiben, als das fehlende Geld über erhöhte Elternbeiträge wieder
reinzuholen, so der Landesvorsitzende des VBE, Udo Beckmann, gestern
bei einer Veranstaltung für Erzieherinnen in Dortmund. Die
Landesregierung plant nach Angaben des Verbandes im Zuge eines neuen
Finanzierungskonzepts für Kindertagesstätten eine Kürzung der Mittel an
die Kommunen.
InFakt am Donnerstag, 23. März 2006
HRK-Präsidentin setzt sich für Wettbewerb zwischen Hochschulen ein
Die neu gewählte Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret
Wintermantel, hat sich für einen Wettbewerb zwischen den Hochschulen
ausgesprochen. Zugleich betonte sie, die Konkurrenz müsse zwischen den
Universitäten selbst stattfinden und nicht zwischen den Bundesländern.
Das könnte zur Folge haben, dass finanzärmere Länder ihre Hochschulen
nicht so gut ausstatten wie die reicheren Länder.
Außerdem kündigte Wintermantel an, dass die deutschen Hochschulen
künftig stärker als bisher Standards für Forschung und Lehre entwickeln
sollen.
SPD und Grüne üben Kritik an Gesetz zur Autonomie der Hochschulen
SPD und Grüne haben Wissenschaftsminister Lutz Stratmann von der CDU
vorgeworfen, die Autonomie der Hochschulen per Gesetz einschränken zu
wollen. Für die SPD kritisierte Gabriele Andretta gestern im Landtag,
dass Änderungen von Studiengängen künftig vom Ministerium genehmigt
werden müssen. Zudem würden die Rechte der Gleichstellungsbeauftragten
eingeschränkt, sagte Gabriele Heinen-Kljajic für die Grünen. Stratmann
betonte dagegen, die Novelle des Hochschulgesetzes «modernisiere» die
Hochschullandschaft.
Migrationsforscher Klaus Bade wurde mit dem Jahrespreis der Edzard Reuter-Stiftung ausgezeichnet
Der Osnabrücker Migrationsforscher Klaus Bade ist am gestrigen Mittwoch
in Berlin mit dem Jahrespreis der Helga und Edzard Reuter-Stiftung
ausgezeichnet worden. Er habe in jahrzehntelanger Arbeit erreicht, dass
die Migrationsforschung in Deutschland inzwischen auch international
beachtet wird, begründete das Kuratorium seine Entscheidung. Der Preis
ist mit 15 000 Euro dotiert und wird im Herbst überreicht. Einen
gleichrangigen Preis erhielt auch eine Realschule aus Berlin. Der Preis
wird jährlich für besonderes Engagement in der Völkerverständigung und
im friedlichen Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer,
religiöser oder kultureller Herkunft in Deutschland vergeben.
Demonstrationen gegen Kürzungen im Landeshaushalt
Heute finden in Düsseldorf Protestkundgebungen gegen den geplanten
Landeshaushalt statt. Für die Demonstrationen werden rund 10.000
Teilnehmer erwartet. Darunter sind viele Lehrer und Mitarbeiter der
Studentenwerke. Hintergrund der Kundgebung sind die geplanten Kürzungen
im Landeshaushalt. Besonders gegen Stellenabbau und die Kürzungen des
Weihnachtsgeldes im öffentlichen Dienst wird protestiert. Zu der
Protestkundgebung haben neben Angestellten und Beamten des öffentlichen
Dienstes der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Deutsche
Beamtenbund (DBB) des Landes aufgerufen.
InFakt am Mittwoch, 22. März 2006
Margret Wintermantel neue HRK-Präsidentin
Gestern hat die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) ihre neue Präsidentin
gewählt. Die bisherige Vizepräsidentin Margret Wintermantel ist gestern
mit großer Mehrheit gewählt worden.
Mit der Wahl Wintermantels wurde eine fast viermonatige Führungskrise
der HRK beendet. Diese hatte der überraschende Rücktritt des früheren
Präsidenten Peter Gaethgens ausgelöst.
Die HRK ist der freiwillige Zusammenschluss der staatlichen und
staatlich anerkannten Universitäten und Hochschulen in Deutschland.
DHV: Universitäten ins Zentrum der Forschung
Die Universitäten müssen nach dem Willen des Deutschen
Hochschulverbandes (DHV) wieder stärker ins Zentrum der Forschung
gerückt werden.
Hochqualifizierte, international wettbewerbsfähige Forschung finde in
Deutschland zu einem erheblichen Teil in außeruniversitären
Forschungseinrichtungen statt, heißt es in der gestern vom DHV
verabschiedeten Resolution.
Anläßlich des 56. Hochschulverbandstages in Weimar hat sich der DHV
gestern auch mit anderen Themen auseinandergesetzt. Er fordert u.a.
auch familiengerechtere Arbeitsbedingungen an den Universitäten.
Der DHV ist die bundesweite Berufsvertretung der
Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses mit über
21.000 Mitgliedern.
Studiengebühren: negative Folgen für Spitzensport?
Der Generalsekretär des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbandes
(ADH), Olaf Tabor, befürchtet bei Einführung allgemeiner
Studiengebühren negative Folgen für den deutschen Spitzensport. Für
viele stelle sich dann die Alternative, den Sport aufzugeben oder eben
nicht zu studieren. Zudem werde sich möglicherweise die Abbrecherquote
für studierende Hochleistungssportler erhöhen.
Nach einer Erhebung des ADH gibt es derzeit 1200 studierende
Kaderathleten. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen bestand ein
Drittel der deutschen Mannschaft aus Studierenden.
Proteste in Frankreich
Die Proteste in Frankreich dauern weiterhin an. Der französische
Premierminister Villepin hatte allerdings im Laufe des gestrigen Tages
Kompromissbereitschaft angedeutet.
Zugeständnisse machte Villepin bei der umstrittenen Länge der Probezeit
für Berufseinsteiger. Je nach Branche hätten die Sozialpartner die
Freiheit, diese zu verkürzen, schlug Villepin am Abend vor. Eine
Rücknahme oder Aussetzung des Arbeitsmarktgesetze werde es aber nicht
geben.
Da diese kleinen Zugeständnisse für die Gewerkschaften unannehmbar
sind, wird es vorraussichtlich zum landesweiten Aktionstag kommen.
Diesen haben Gewerkschaften, Studierenden- und Schülerorganisationen
für den kommenden Dienstag angekündig.
Studentenwerk-Kitas: Längere Öffnungszeiten
Die Deutschen Studentenwerke (DSW) wollen an den von ihnen geführten
Kitas längere Öffnungszeiten einrichten. Bachelor- und
Master-Studierende müssten sehr viel Zeit an der Hochschule verbringen,
sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Studierende mit
Kind benötigten deshalb gute und ausgebaute Betreuungsmöglichkeiten.
Damit reagiert das DSW auf den so genannten Bologna-Prozess, die Umstellung der Hochschulabschlüsse auf Bachelor und Master.
Nach einer Erhebung des DSW sind derzeit 6% der rund zwei Millionen Studierenden Eltern.
Europameisterschaften der Debattierclubs 2006
Ab morgen findet in Berlin die Europameisterschaft der Debatierclubs
statt. Gut 420 Studierende werden daran teilnehmen. In jeweils
zweiköpfigen Teams wird über ausgeloste Themen debattiert. Das
öffentliche Finale findet am kommenden Sonntag statt.
Deutschland ist in diesem Jahr erstmals Gastgeber des studentischen Rednerwettstreits.
InFakt am Dienstag, 21. März 2006
Die Ärzte-Streiks an den Unikliniken halten weiter an.
Über 1000 Ärzte werden in dieser Woche für bis zu drei Tage ihre Arbeit
niederlegen, so die Schätzungen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund.
Betroffen sind derzeit die Uni-Kliniken Bonn, Essen und seit gestern
auch Köln. Die Versorgung von Notfallpatienten sei aber weiterhin
gewährleistet. Auch auf Intensivstationen, sowie Kinder- und
Geburtsstationen gehe der Betrieb normal weiter, so der Sprecher des
Landesärzteverband NRW Michael Helmkamp.
Die Mediziner fordern mit dem Streik 30 Prozent mehr Gehalt und bessere
Arbeitsbedingungen. Der Marburger Bund jedoch hatte die
Gehaltsforderungen als völlig unakzeptabel zurückgewiesen.
Das niedersächsische Goslar soll zum Hochschulstandort einer türkischen Universität werden.
Das gab nun der Oberbürgermeister Ottmar Hesse bekannt. Mit zunächst
500 Studierenden soll ein Ableger der türkischen Wirtschaftshochschule
"University of Economics" eröffnet werden. So sollen langfristig 3000
angehende Akademiker vor allem aus Deutschland und der Türkei nach
Goslar geholt werden. Die Eröffnung der Uni ist für das Wintersemester
2007 geplant. Welche Fachbereiche es konkret geben wird, ist jedoch
noch unklar.
Angstbewältigung in Bielefeld
Die Arbeitseinheit „Klinische Psychologie und Psychotherapie“ der
Universität Bielefeld führt derzeit eine Studie zur Angstbewältigung
durch. Das Ziel dieser wissenschaftlichen Studie ist es, die
Mechanismen der Angstbewältigung zu erforschen. Studierende, die sich
hierfür interessieren, haben die Möglichkeit selbst an der Untersuchung
teilzunehmen. Ansprechpartner ist die Dipl. Psychologin Maike Kiehl.
In Athen protestieren Hochschuldozenten gegen den Geldmangel an den Universitäten.
Hintergrund sei, dass beispielsweise dringend Gelder für laufende
Rechnungen, wie etwa Stromrechnungen benötigt werden. Das erklärte der
Verband der griechischen Universitätslehrer. Die Regierung
vernachlässige die staatlichen Hochschulen und halte ihre
Versprechungen nicht ein. Am Donnerstag wollen sich auch die
griechischen Studierenden mit einer Demonstration in Athen den
Protesten anschließen.
InFakt am Montag, 20. März 2006
Studierendenproteste in Frankreich
Die Proteste gegen die Arbeitsmarktreform in Frankreich halten weiter an.
Am Samstag haben im ganzen Land mehr als eine Millionen Menschen gegen
die Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufsanfänger protestiert.
Nach der Kundgebung kam es zu Krawallen mit Gewaltausbrüchen. Es gab 52
Verletzte, 167 Randalierer wurden festgenommen. Die Anführer der
Gewerkschaften und Studierenden haben der französischen Regierung nun
ein Ultimatum gestellt. Sie drohen mit einem Generalstreik, sollte
Premierminister Dominique de Villepin nicht bis heute Abend seine
Arbeitsmarktreform zurücknehmen.
Streit um Hochschulfinanzierung in Großer Koalition
Das Konzept der SPD für einen Hochschulpakt hat Kritik beim Koalitionspartner ausgelöst.
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU Katherina Reiche
sagte, die SPD-Pläne seien verfassungsrechtlich fragwürdig. Sie
stellten die von der Koalition vereinbarte Föderalismusreform in Frage.
Hintergrund der Kontroverse ist der Vorschlag der SPD, dass der Bund
durch den Pakt 2020 mehr Studienplätze in den Ländern fördert. Am
Freitag hatte die SPD dazu einen 10-Punkte-Plan vorgestellt. Die Union
hingegen will, dass Hochschulangelegenheiten künftig primär Ländersache
sind. Ein Mitspracherecht des Bundes bei der Lehre lehnt die CDU ab.
Vergleichbare Bildung in Europa
Bildung und Ausbildung sollen schon bald europaweit vergleichbar werden.
Dafür will die EU einen so genannten Qualifikationsrahmen schaffen,
sagte die Österreichische Bildungsministerin Elisabeth Gehrer nach
einem Treffen der EU-Bildungsminister am Wochenende in Wien. Die
Minister haben außerdem über die konkrete Vorbereitung für ein
Europäisches Institut für Technologie beraten. In diesem Institut
sollen Wissenschafler künftig enger vernetzt forschen. Beide Vorhaben
werden auf dem Brüsseler EU-Gipfel in der kommenden Woche auf der
Tagesordnung stehen.
Ursprünge westfälischer Ortsnamen
An der Universität Münster gehen Wissenschaftler künftig den Ursprüngen westfälischer Ortsnamen auf den Grund.
In dem Projekt «Ortsnamen zwischen Rhein und Elbe» wollen Forscher die
Entstehung und Herkunft der Namen sprachlich und historisch begründen.
Unter der Leitung von Professor Jürgen Udolph in den kommenden 25
Jahren 19 Buchbände entstehen. Der erste Band über die Kreise Lippe und
Soest soll im nächsten Jahr erscheinen.
Nanobiotechnologie weiter fördern
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will die Nanobiotechnologie mit weiteren 10 Millionen Euro fördern.
Das Geld soll der multidisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Unternehmen
und Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen zu Gute kommen. Hierdurch
sollen Wissenschaftliche Ergebnisse zügig in Anwendung kommen und als
Produkte realisiert werden. Die Wirtschaft hat an dem Thema
Nanobiotechnologie bei den vorangegangenen drei Ausschreibungsrunden
großes Interesse gezeigt. Gefördert werden bisher 42 Verbundprojekte,
an denen zu insgesamt 45 Prozent Unternehmen beteiligt sind.
InFakt am Freitag, 17. März 2006
Weg frei für Studiengebühren
In Nordrhein Westfalen können Universitäten und Fachhochschulen ab Herbst Studiengebühren verlangen.
Gestern verabschiedete der Landtag ein entsprechendes Gesetz.
Damit ist der Weg frei für Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro.
Für Studienanfänger gilt die Reglung ab dem kommenden Wintersemester.
Höhere Jahrgänge sind ab dem Sommersemester betroffen.
Die rotgrüne Opposition und Studentenvertretungen haben das Gesetz stark kritisiert.
Die Grünen erwägen eine Verfassungsklage.
Neue Experimentreihe von Teutolab
Das Teutolab der Universität Bielefeld bietet eine neue Experimentreihe für Schüler an.
Den Schülern soll anhand von wissenschaftlichen Versuchen die Nanotechnik näher gebracht werden.
Unter Anderem werden Nanopartikel selbst entwickelt und Oberflächen mit Nano-Struktur hergestellt.
Ziel ist es die sich rasant entwickelnde Nanotechnologie in den Unterricht zu integrieren.
Angesprochen sind vor allem Oberstufenklassen und ihre Lehrenden.
Proteste in Frankreich dauern an
Die Proteste gegen einen gelockerten Kündigungsschutz gehen in
Frankreich weiter. Zehntausende Studierende und Schüler haben nach
Angaben von AFP gegen das jüngst beschlossene Gesetz demonstriert.
Weitere Aufmärsche sind in verschiedenen Städten geplant. 2/3 der
Universitäten und Gymnasien bleiben besetzt. Die Proteste richten sich
gegen eine zweijährige Probezeit für Berufsanfänger. Premierminister
Dominique de Villepin hält an dem Gesetz fest, kündigte aber
Gesprächsbereitschaft an.
TU Berlin Absolventen sind gefragt
Absolventen der technischen Universität Berlin werden bevorzugt von Unternehmen eingestellt.
Wie aus einer Umfrage des Magazins Wirtschaftswoche hervorgeht, findet sich die TU Berlin unter den besten zehn wieder.
Spitzenreiter ist allerdings die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule in Aachen.
Befragt wurden 1000 Personalabteilungen großer Unternehmen.
Die Studie zeigt auch, dass neben fachlicher Expertise zunehmend so genannte Softskills in den Vordergrund rücken.
InFakt am Donnerstag, 16. März 2006
Vorteilsausgleich soll Anreiz für neue Studienplätze schaffen
Ein Bund-Länder-Vorteilsausgleich soll nach den Plänen von
Rheinland-Pfalz und Sachsen Anreize für zusätzliche Studienplätze
schaffen. Danach soll jeweils das Land für die Studienkosten aufkommen,
in dem der junge Mensch sein Abitur erlangt hat - und nicht mehr das
Land, in dem der Studierende die Hochschule besucht. Der Bund soll für
die ausländischen Studierenden aufkommen. Der rheinland-pfälzische
Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner (SPD) will das Modell in die
Beratungen des geplanten Bund-Länder-Hochschulpaktes einbringen.
Streik an Uni-Kliniken
Ab heute wird an 8 deutschen Universitätskliniken unbefristet
gestreikt. Das ist das Ergebnis einer zweitägigen Urabstimmung der
Gewerkschaft Marburger Bund. Bei der Abstimmung haben sich rund 98 %
der Ärzte für den Streik ausgesprochen. Vom Streik betroffen sind
zunächst die Unikliniken in Bonn, Essen, Mainz, Freiburg, Heidelberg,
München, Würzburg und Halle. Der Streik soll noch auf weitere
Unikliniken ausgeweitet werden.
Der Marburger Bund teilte mit, die Versorgung der Patienten würde durch
einen Notfalldienststet, lediglich planbare Untersuchungen und
Operationen würden verschoben.
Landtag verschiebt Abstimmung über Studiengebühren
Heute findet im nordrhein-westfälischen Landtag die dritte Lesung zum Gesetzentwurf zur Einführung von Studiengebühren statt.
Mit dieser dritten Lesung wird das Gesetz rechtskräftig.
CDU und FDP wollen den Hochschulen erlauben, vom kommenden
Wintersemester an Studiengebühren von maximal 500 Euro pro Semester zu
erheben.
Zahlreiche NRW-Hochschulen haben bereits angekündigt, den Höchstsatz an
Studiengebühren möglichst schon zum Winter-Semester einführen zu wollen.
In Bielefeld hat sich der Senat der Universität bereits für die
Ausarbeitung einer Gebührenordnung ausgesprochen. Die endgültige
Entscheidung über die Einführung der Studiengebühren steht noch aus.
Mehr Gymnasiasten, weniger Realschüler
Für das kommende Schuljahr haben sich mehr Grundschüler an Gymnasien
angemeldet als im vergangenen Jahr. Bei den Realschulen sei der Trend
dagegen rückläufig, meldet die Bezirksregierung in Detmold. An den
Gesamtschulen liegt die Zahl der Anmeldungen weit über der Anzahl
freier Plätze.
Genauere Zahlen werden erst im Sommer vorliegen, wenn alle Anmeldungen vorliegen.
InFakt am Dienstag, 14. März 2006
Hochschulfreiheitsgesetz
Das Innovationsministerium möchte den Dialog zum umstrittenen Hochschulfreiheitsgesetz fortsetzen.
Studierende und Mitarbeiter von staatlichen Hochschulen sollen per
Internet Fragen und Anregungen zum Thema an das Ministerium stellen,
teilte das Ministerium gestern mit.
Außerdem regt das Ministerium in den nächsten Tagen mit einem Schtreiben an die Personalräte Info-Veranstaltungen an.
Das Hochschulfreiheitsgesetz liegt zur Zeit als Referentenentwurf vor. Im Internet kann dieser unter innovation eingesehen werden.
Das Gesetz ist umstritten, weil es weitreichende Strukturveränderungen an den Hochschulen vorsieht.
Der Gesetzentwurf soll noch vor der Sommerpause ins Parlament eingebracht werden.
Gericht bestätigt Berufsverbot für Realschullehrer
Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat die Nichteinstellung des Realschullehrers Michael Csaszkóczy bestätigt.
Damit hat das Gericht eine Klage des Lehramtsanwärters abgewiesen. Das
zuständige Schulamt hatte die Einstellung des Lehrers abgelehnt, da er
eine Vergangenheit in der Antifaschistischen Szene gehabt hatte. Zwar
war er nicht vorbestraft, aber seine Antifa-Gruppe stand unter
Beobachtung des Verfassungsschutzes.
Der Realschullehrer kündigt an, das Urteil notfalls durch alle Instanzen anzufechten.
GEW und der freie Zusammenschluss von Studentinnenschaften (fzs) kritisieren das Urteil.
Demonstration in Düsseldorf
In Düsseldorf wollen heute Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen gegen
das geplante neue Schulgesetz demonstrieren. Die
Landesschüler-Vertretung hatte zu dieser Aktion aufgerufen. Sie will
Schulministerin Sommer die rund 12.000 Unterschriften überreichen, die
sie gegen das Gesetz gesammelt hat. Die Schülervertreter kritisieren
u.a. die Aufhebung der sog. Drittelparität, die das Gesetz vorsieht.
Dadurch würden Schülervertreter künftig weniger Einfluss haben.
Außerdem kritisieren sie die Einführung von Schulnoten für Verhalten
und Mitarbeit.
Die Demonstration in Düsseldorf beginnt heute um 14 Uhr.
DAAD kritisiert Föderalismusreform
Der Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
(DAAD), Christian Bode, kritisiert die geplante Föderalismusreform.
Dies berichtet der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe. Bode sagte,
oft werde das Beispiel der USA als Argument für die alleinige
Zuständigkeit der Länder in Bildungsfragen herangezogen. Fakt sei aber,
dass in den USA die Bundesregierung Bildungseinrichtungen in großem Maß
fördere.
Bode plädiert dafür, solche Förderungsmöglichkeiten in Deutschland durch die Föderalismusreform nicht zu verbauen.
Besetzung des Collège de France beendet
Die Besetzung des Pariser Forschungsinstitutes Collège de France ist gewaltlos beendet worden.
Das berichtet die Baseler Zeitung in ihrer heutigen Online-Ausgabe. In
der vergangenen Nacht hat die Polizei die Besetzung beendet und mehrere
Besetzer abgeführt. In dem Institut nahe der Sorbonne-Universität
hielten sich etwa 50 Demonstranten auf. Vor dem Gebäude war es gestern
Nachmittag zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Polizei und
Studierenden gekommen. Anlass der Proteste ist die geplante Lockerung
des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger.
InFakt am Montag, 13. März 2006
FH Bielefeld auf der CeBIT
Die FH Bielefeld präsentiert heute und morgen auf der Computermesse CeBIT ihr Projekt „easy learning“.
„Easy learning“ ist ein eLearning- und Kommunikationsportal. Es
ermöglicht Studierenden Zugriff auf ein umfassendes Angebot an
Studienveranstaltungen, Online-Kursen und Lehrveranstaltungen. „Easy
Learning“ gibt es an der FH Bielefeld seit Beginn des laufenden
Wintersemesters. Das Portal verzeichnet monatlich ca. 60.000 Zugriffe.
Link: easylearning
Uneinigkeit bei Föderalismusreform
Politiker aus Bund und Ländern kritisierten am Wochenende erneut die derzeitige Form der Föderalismusreform.
Bei der ersten Lesung im Bundestag bezog sich die Kritik vor allem auf
den Bereich der Bildung. Jens Bullerjahn von der SPD warnte vor einer
Verschärfung der Kleinstaaterei. Fraktionschef Peter Struck rechnet
jedoch noch mit Veränderungen, da es unrealistisch sei, dass die Länder
vom Bund kein Geld annehmen wollten. NRW-Ministerpräsident Rüttgers
warnte hingegen davor, durch vereinzelte Änderungen das Gesamtpaket an
Reformen zu gefährden.
Besetzte Sorbonne-Universität gewaltsam geräumt
Am vergangenen Samstag wurde die von Studierenden besetzte Pariser Sorbonne-Universität gewaltsam geräumt.
Die Polizei setzte Tränengas gegen die rund 200 Studierenden ein. Bei
der Aktion gab es zahlreiche Festnahmen, sowie 33 Verletzte auf beiden
Seiten. Die Studierenden hatten die Universität Sorbonne aus Protest
gegen die Arbeitsmarktpolitik der Regierung besetzt. Nach den Plänen
der französischen Regierung soll der Kündigungsschutz für
Berufsanfänger abgeschafft werden. Die Sorbonne stand bereits 1968 im
Zentrum der so genannten Mai-Unruhen. Damals war eine Fakultät der
Universität geräumt worden, was in Frankreich einen wochenlangen
Generalstreik auslöste.
Vogelgrippe schafft in Münster neue Jobs für Studierende
Das Veterinäramt Münster lässt seit vergangener Woche Studierende tote Vogelkadaver einsammeln.
Der Leiter des Amtes, Roland Otto, sagte, es könnten welche darunter
sein, die den Vogelgrippe-Erreger in sich tragen und gefährlich seien.
Die Studierenden werden mit einer Schutzausrüstung ausgestattet und
müssen den Fundort der Vögel genau dokumentieren. Für ihre Arbeit
werden sie mit rund 8 Euro pro Stunde bezahlt. Münster liegt auf einer
intensiv beflogenen Vogelroute und wird deshalb als besonders gefährdet
eingestuft.
Katholische Kirche gegen Kopftuch-Verbot
Die katholische Kirche setzt sich gegen das geplante Kopftuch-Verbot der nordrhein-westfälischen Landesregierung ein.
Es bestehe die Sorge, dass die Schule zum religionsfreien Raum werde,
sagte ein Sprecher, Dr. Karl-Heinz Vogt, vergangene Woche vor dem
Landtag. Die Katholiken befürchten, dass ein Kopftuch-Verbot als Gesetz
vor Gericht scheitern und folglich die Symbole aller Religionen
verboten würden. Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant ein
Berufsverbot für muslimische, Kopftuch tragende Lehrerinnen.
Christliche Symbole sollen in diesem Verbot nicht inbegriffen sein.
Schulsystem für Arbeitslosigkeit verantwortlich?
Der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn
macht das dreigliedrige Schulsystem mitverantwortlich für die hohe
Arbeitslosigkeit.
In einem Artikel der heutigen „WirtschaftsWoche“ schreibt er, dass es
zu einer hohen Ungleichheit führe und das Potenzial von Arbeiterkindern
nicht ausschöpfe. Die Unterprivilegierten würden sich dann auf dem Wege
der demokratischen Umverteilung das holen, was ihnen bei der Ausbildung
verwehrt blieb. Hier liege die Ursache von der hohen Arbeitslosigkeit
und von stagnierendem Wachstum. Für Chancengleichheit müsse neu über
das System der Gesamtschule nachgedacht werden.
Kritik aus Brüssel
Die EU-Kommission kritisiert den Beschluss des ostdeutschen Kreistages Kamenz, eine sorbische Schule zu schließen.
Der Landkreistag will die Schule 2007 wegen sinkender Schülerzahlen
schließen. Die EU-Kommission sagte, das Europäische Recht stelle
Schulen von Minderheiten unter besonderen Schutz. Aus diesem Grund
müssen die lokalen Behörden dafür sorgen, dass die Rechte der Sorben
eingehalten würden. In Deutschland leben etwa 60.000 Sorben. Sie sind
als Nationale Minderheit anerkannt und vor allem in Ostdeutschland
ansässig.
Hochschulstreit in Schleswig-Holstein beigelegt
Der monatelange Streit über die künftige Hochschullandschaft in Schleswig-Holstein ist beigelegt.
Anders als von Wissenschaftsminister Dietrich Austermann, CDU, zunächst
geplant, sollen die drei Universitäten Kiel, Lübeck und Flensburg nicht
zu einer Landesuniversität fusionieren. Sie bleiben rechtlich
eigenständig, jedoch unter dem Dach eines neuen „Universitätsrates
Schleswig-Holstein“. Dieser Rat wird die Struktur und Entwicklung der
Hochschulen planen und finanzielle Mittel zentral verteilen.
Universitätsinterna werden die Hochschulen weiterhin selbst regeln.
InFakt am Freitag, 10. März 2006
Zwischenfall bei Kaczynski-Rede
Demonstranten haben gestern in Berlin versucht, einen Vortarg des polnischen Staatspräsidenten Kaczynski zu verhindern.
Die Demonstranten, größtenteils Schwulen- und Lesbenvertreter, warfen
Kaczynski antidemokratische Positionen vor. Als Warschauer
Bürgermeister hatte Kaczynski Schwulenparaden verboten. Die Polizei
drängte die Demonstranten aus dem Saal. Anschließend warnte der
polnische Staatspräsident vor einer Förderung der Homosexuellen in
Europa. Das Thema der Rede war „Solidarisches Europa“.
Studentenwerk kritisiert Bundesregierung
Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks Achim Meyer auf der
Heyde kritisiert das Vorhaben der Bundesregierung, Arbeitgeber für
Minijobs stärker zu besteuern.
Diese Entscheidung könnte Auswirkungen für Studierende haben. Die
Arbeitgeber seien nämlich geneigt, die Anzahl der Minijobs zu
verringern. An deren Stelle kämen dann Jobs mit einer Bezahlung knapp
über der Mini-Jobgrenze von 400 Euro. Diese wären kostengünstiger für
Arbeitgeber, würden aber für Studierende finanzielle Mehrbelastungen
bedeuten. Mehrbelastungen wären zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge
sowie eine Kürzung des BAföG und eventueller Wegfall des Kindergeldes.
Rüttgers für mehr Forschung in NRW
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat die nordrhein-westfälischen
Energiekonzerne aufgefordert, mehr in die Forschung zu investieren.
Auf dem Gebiet der Energieforschung habe das Land Nordrhein-Westfalen
einen Rückstand, sagte Rüttgers gestern in Bonn. Dieser könne nur durch
größte Anstrengungen der Wirtschaft behoben werden.
Rüttgers sprach sich außerdem dafür aus, die erneuerbaren Energien konsequent zu nutzen.
Uni-Bibliothek kooperiert mit "Google Scholar"
Die Bielefelder Universitätsbibliothek hat eine Kooperation mit der
amerikanischen Internetsuchmaschine „Google Scholar“ abgeschlossen.
Der entwickelte Google-Part ist in der Bielefelder Suchmaschine „Bielefeld Academic Search Engine“ integriert.
Dadurch steige die Zahl der elektronisch erfassten Dokumente von 2,7
Millionen auf 12,7 Millionen an, teilte die Bielefelder Uni gestern mit.
Bibliotheksleiter Norbert Lossau kündigte an, die bundesweit einmalige Kooperation zukünftig weiter zu vertiefen.
InFakt am Donnerstag, 9. März 2006
Eklat wegen Föderalismusreform im Bildungsausschuss
Das Vorgehen der Regierung bei der Föderalismusreform hat gestern im Bundesbildungsausschuss für einen Eklat gesorgt.
Die Opposition aus FDP, Grünen und Linkspartei verließ gemeinsam die
Sitzung. Sie warf der Regierung Missachtung von parlamentarischen
Minderheitenrechten der kleineren Parteien und Arroganz vor.
Hintergrund ist die Ablehnung von Union und SPD, die Auswirkungen der
Föderalismusreform bei Bildung und Forschung separat anzuhören. Aber
auch die Vorsitzende des Bildungsausschusses Ulla Burchardt von der SPD
kritisierte die geplanten erweiterten Kompetenzen der Länder bei der
Bildung. Burchard sagte, der vorliegende Gesetzesentwurf zementiere
ungleiche Bildungs- und Lebenschancen und schade dem
Innovationsstandort Deutschland.
Förderung von Informations- und Kommunikationstechnologie
Bundesforschungsministerin Annette Schavan von der CDU will die Informations- und Kommunikationstechnologie stärker fördern.
Deutschland habe noch ein erhebliches Potenzial für Wachstum in der
Informations- und Kommunikationstechnologie, sagte Schavan am Mittwoch
im Vorfeld der Eröffnung der CeBIT. Hier solle vor allem die
Kooperation von Industrie und Wissenschaft ausgebaut werden. Von der
Wirtschaft erwartet Schavan zukünftig ebenfalls mehr Aufwendungen für
Forschung und Entwicklung.
Integrative Förderinitiative für Grundschulen
Heute startet eine gemeinsame Förderinitiative der WestLB und dem Land Nordrhein-Westfalen für Grundschulen.
Ziel der Initiative mit dem Titel „MitSprache NRW“ ist die Sprach- und
Integrationsförderung von Kindern mit Migrationshintergrund.
Grundschulen aus NRW können sich mit Konzepten zur Lese- und
Sprachförderung bewerben. Die Gewinner erhalten eine monatliche
Förderung von 500 Euro über drei Jahre und eine Sonderzahlung bei
Projektstart. Das Projekt hat ein finanzielles Gesamtvolumen von einer
halben Million Euro.
Infoveranstaltung der FH des Mittelstands
Die Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld veranstaltet heute ein Infotreffen über ihre aktuellen Bachelorstudiengänge.
Vorgestellt werden die Studiengänge Betriebswirtschaft,
Gesundheitswirtschaft, Informationsmanagement, Medienkommunikation und
Journalismus, sowie Medienwirtschaft. Die Studiengänge können an der
privaten Hochschule in Voll- oder Teilzeit ab Oktober dieses Jahres
studiert werden. Das Infotreffen beginnt heute um 17:00h in der
Ravensbergerstraße 10 G.
Elektronische Klausuren in Münster
Studierende der Wirtschaftswissenschaften in Münster haben erstmals elektronische Klausuren am PC geschrieben.
Der Computer hatte per Zufallsprinzip für jeden der rund 1600 Prüflinge
individuelle Fragen ausgewählt. Grund für das elektronische Verfahren
sei das Verhindern von Abschreiben, so der Leiter der Datenverarbeitung
der Fakultät, Jan Armin Reepmeyer. Außerdem beschleunigt die
elektronische Klausur die Korrekturzeit, so dass die Studierenden schon
nach einer Woche die Ergebnisse erhalten können.
Vor- und Brückenkurse in NRW
Heute ist das Informationsblatt „Vor- und Brückenkurse 2006“ an Universitäten in Nordrhein-Westfalen erschienen.
In diesem sind Kursangebote der einzelnen Hochschulen, Termine,
Veranstaltungsorte und Ansprechpartner enthalten. Angehende Studierende
der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften,
sowie der Informatik finden hier verschiedene Angebote, um ihre
Vorkenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern aufzubessern. Die
Kurse sind gebührenfrei und werden vor dem Wintersemester in den
Monaten September und Oktober durchgeführt. Das Informationsheft ist ab
sofort unter wss abzurufen.
Lernserver soll Lernschwächen beheben
Medienpädagogen der Universität Münster stellen auf der CeBIT einen so
genannten „Lernserver“ vor, der Lernprobleme von Schülern aufdecken und
beheben kann.
Der Server nehme eine computergestützte Diagnose der Lernschwächen vor,
die mit einer maßgeschneiderten individuellen Förderung kombiniert
werden könne, so Prof. Dr. Friedrich Schönweiss von der Universität
Münster. Neben individueller Einschätzung kann der Server auch
Diagnosen für kompletten Stufen oder Schulen vornehmen. Nach Angaben
von Prof. Schönweiss wurden bereits über 50.000 Kinder diagnostiziert
und gefördert.
InFakt am Mittwoch, 08. März 2006
Bundesverband ausländischer Studierender kritisiert ASSIST
Der Bundesverband ausländischer Studierender (BAS) kritisiert die
Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerber (ASSIST).
Der BAS sieht in der Bewerbung über ASSIST eine Selektion
internationaler Bewerber. Ein bundesweit einheitliches
Bewerbungsverfahren sei zwar begrüßenswert, allerdings erhöhe die
kostenpflichtige Bewerbung über ASSIST vorhandene finanzielle Hürden,
die Ausländer von einem Studium in Deutschland abschrecken. Zuvor hatte
bereits u.a. der AStA der Uni Potsdam das Bewerbungsverfahren über
ASSIST kritisiert. ASSIST hatte dem AStA daraufhin mit einer Klage
gedroht, da die Behauptungen des AStA nicht belegbar seien.
Qualitätspakt
Die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP haben gestern beschlossen, in
der kommenden Plenarsitzung einen Antrag zur Hochschulfinanzierung
einzubringen.
Damit könnte der Antrag in der kommenden Woche im Landtag beschlossen
werden. Innovationsminister Andreas Pinkwart spricht von einem
Meilenstein in der Finanzierung der NRW-Hochschulen. Der bishlang
bestehende Qualitätspakt werde nicht nur verlängert, es werde auch
seine Bindungswirkung erhöht. Wenn der Landtag den Beschluss fasst,
hätten die Universitäten finanzielle Planungssicherheit bis ins Jahr
2010.
Bildungs-Bus in Baden-Würtemberg
Seit gestern ist der sog. „Bildungs-Bus“ der Landes-Asten-Konferenz Baden-Würtemberg unterwegs.
Für 21 Tage wird der Bus den Wahlkampf der Parteien begleiten und
versuchen, Bildung zu einem wahlentscheidenden Thema zu machen.
Besonders kritisiert werden die Pläne der derzeitigen Landesregierung,
nach denen Studiengebühren eingeführt werden sollen. Am 26. Mai wird in
Baden-Würtemberg gewählt.
Studiengebühren in Hamburg
Vom kommenden Sommersemester an wird auch in Hamburg das Studieren teurer.
Gestern hat der Hamburger Senat die Einführung von Studiengebühren in
Höhe von 500 Euro pro Semester beschlossen. Ein staatlich garantierter
Kredit soll die Mehrbelastung der Studiernden auffangen. Das Darlehen
muss in den meisten Fällen erst 18 Monate nach Studienabschluss in
Raten zurückgezahlt werden. Hamburgs DGB-Vorsitzender Erhard Pumm
nannte die Studiengebühren "zusätzliches Gift für die Chancengleichheit
in der Bildung".
Margret Wintermantel soll HRK-Präsidentin werden
Die bisherige Vizepräsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, soll künftig die HRK führen.
Sie ist gestern zur einzigen Kandidatin für das Präsidentenamt der HRK
nominiert worden. Wintermantel soll am 21. März zur neuen Präsidentin
gewählt werden. Die Wahl gilt als sicher. Mit der Wahl Wintermantels
würde eine fast viermonatige Führungskrise der HRK beendet. Diese hatte
der überraschende Rücktritt des früheren Präsidenten Peter Gaethgens
ausgelöst.
Forschungspreis 2006 der Uni Paderborn
Das Rektorat der Universität Paderborn hat den Forschungspreis 2006 ausgeschrieben.
Insbesondere sollen Projekte gefördert werden, die zur Stärkung und
Weiterentwicklung des Profils der Universität beitragen. Die Uni
Paderborn versteht sich als „Die Universität der
Informationsgesellschaft“. Anträge können alle Wissenschaftler der Uni
Paderborn mit abgeschlossener Promotion stellen. Insgesamt werden
100.000 Euro ausgeschrieben.
InFakt am Dienstag, 07. März 2006
NRW-Studiengebührengesetz verfassungswidrig?
Der nordrhein-westfälische Gesetzesentwurf zur Einführung von
Studiengebühren ist laut einem Gutachten nicht mit dem Grundgesetz
vereinbar.
Zu diesem Ergebnis kommt der Frankfurter Verfassungsrechtler Prof.
Georg Hermes in einer Untersuchung für die Landtagsfraktion der Grünen.
Wesentliche Fragen muss der Bundesgesetzgeber selbst regeln. Dazu
gehöre auch der Zugang zur Hochschulausbildung, erklärte Professor
Hermes gestern in Düsseldorf. Das Land Nordrhein-Westfalen habe somit
keine Kompetenz, die Entscheidung über die Einführung und Höhe von
Studiengebühren den Hochschulen zu überlassen. Des Weiteren habe das
Gesetz eine willkürliche Ungleichbehandlung von Studierenden zur Folge.
Das sei nicht mit Gleichheitsgrundsatz der Verfassung vereinbar, so
Hermes weiter. Deshalb werde es vor den zuständigen gerichtlichen
Instanzen scheitern. Demgegenüber hält das Wissenschaftsministerium das
Gesetz für verfassungskonform.
Der Gesetzesentwurf soll Anfang April den Landtag passieren. Nach dem
Entwurf sollen Studierende ab dem kommenden Wintersemester bis zu 500
Euro Studiengebühren zahlen.
Integration muslimischer Schüler
Muslimische Verbände fordern eine bessere Integration von Migrantenkindern an deutschen Schulen.
Die Schule sei als „Ort der Toleranz-Einübung“ wichtig, so der
Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Axel Ayyub Köhler. Die
Teilnahme muslimischer Schüler am Sportunterricht, an Sexualkunde und
Klassenfahrten sei ausdrücklich erwünscht, betonte auch das Deutsche
Islamforum. Die bestehenden Probleme seien beispielsweise durch
Vorhänge in Duschkabinen, Verzicht auf Fotos nackter Menschen im
Sexualkundeunterricht und getrennten Schwimmunterricht für Mädchen und
Jungen lösbar.
Neue Rekordmarken bei Erasmus
Deutsche Studierende und Dozenten haben sich im Wintersemester
2004/2005 am häufigsten am ERASMUS-Austausch-Programm der EU beteiligt.
Das ergab eine Auswertung des „Deutschen Akademischen Austausch
Dienstes “ im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.
Demnach hat Deutschland vor Frankreich und Spanien mit rund 25 000
Teilnehmern die meisten Dozenten und Studierenden entsendet. Die
gefragtesten Zielländer waren Spanien, Frankreich und Großbritannien.
Die in Deutschland studierenden und lehrenden Gäste kamen am häufigsten
aus Osteuropa und der Türkei.
Neues Moldova-Institut in Leipzig
An der Universität Leipzig wurde das erste Moldova-Institut Europas eröffnet.
Der Schwerpunkt der Forschung soll neben Mittel- und Osteuropa vor
allem auf die weithin unbekannte Republik Moldova zwischen Rumänien und
Russland gerichtet sein. Die Einrichtung ist zunächst virtuell und soll
vor allem den kulturellen Austausch fördern. Ebenso steht die
Kooperation von Bildung und Forschung zwischen Deutschland und Moldova
im Vordergrund.
Überwachungskameras in Hörsälen
An der Wirtschaftsfakultät der bosnischen Universität Banja Luka wurden in den Unterrichtsräumen Videokameras installiert.
Grund sei die Vorbeugung von Betrug in Prüfungen, so ein Professor der
Universität. Wenn die Lehrenden an den Leistungen der Studierenden
zweifelten, können sie die Aufnahmen zu Rate ziehen. Die Studierenden
haben bereits gegen die Installation der Kameras protestiert.
Fälschungen in Klonforschung
Erstmals gibt der südkoreanische Klonforscher Hwang Fälschungen seiner Forschungsergebnisse zu.
Das geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur Yonhap am Montag
unter Berufung auf Staatsanwälte hervor. Bereits im Januar hatte die
Staatanwaltschaft in Seoul Ermittlungen wegen Betrug, Verstößen gegen
das Bioethikgesetz und Veruntreuung staatlicher Forschungszuschüsse
angestrengt. Der südkoreanische Wissenschaftler räumte nun ein,
Mitarbeitern den Auftrag zur Manipulation der Ergebnisse gegeben zu
haben. Mit seinen Forschungen zu den weltweit ersten Klonen
menschlicher Zellen wurde Hwang 2004 zum Nationalhelden und erlang
internationale Anerkennung.
InFakt am Montag, 06. März 2006
Rektoratsbesetzung beendet
Die Besetzung des Rektorats der Uni Bielefeld ist seit dem vergangenen Samstag beendet.
Am Samstagmorgen hatten Sicherheitskräfte der Uni in den Räumen des
Rektorats nachgesehen und keine Besetzer mehr vorgefunden. Diese hatten
nach eigenen Angaben das Rektorat bereits in der Nacht zum Donnerstag
verlassen und nur den Anschein aufrecht erhalten, noch dort zu sein.
Zuvor hatten sie den Eingang verbarrikadiert und die Räume aufgeräumt,
aber, wie sie sagen, „kreativ gestaltet“. Am vergangenen Samstag hatte
Rektor Dieter Timmermann die Besetzer aufgefordert, das Rektorat zu
verlassen, ansonsten würden Anzeigen drohen. Auf Anfrage von Hertz 87,9
hieß es, dass gegen die ehemaligen Besetzer keine Anzeigen erstattet
würden, da sie die Räume von sich aus verlassen hätten. Das Rektorat
der Uni Bielefeld war seit dem 1. Februar aus Protest gegen die
geplante Einführung von Studiengebühren von Studierenden besetzt.
BMBF fördert Biotechnologie
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt 40 neue Forschungsprojekte aus der Biotechnologie.
In der dritten Ausschreibungsrunde der Initiative BioChancePlus haben
sich mehr als 150 junge Biotechnologie-Unternehmen beworben. Die jetzt
ausgewählten Projekte sind technologisch auf hohem Niveau und haben
gute Erfolgsaussichten am Markt. Das BMBF stellt für diese Projekte in
den nächsten drei Jahren 25 Millionen Euro zur Verfügung. Die
Themenpalette der geförderten Projekte ist breit. Sie reicht von
Therapien und Diagnoseverfahren für schwer heilbare oder altersbedingte
Krankheiten wie Krebs, Aids, Rheuma und Alzheimer bis hin zur
Entwicklung neuer gesundheitsfördernder Lebensmittel.
FH-Studierende an der Gründerschule
Noch bis zum 18. März nehmen acht Studierende der Fachhochschule
Bielefeld an der erstmalig durchgeführten GründerSchule der Sparkassen
Bielefeld und Herford teil. In zehn Veranstaltungen wird ihnen das
nötige Basiswissen für eine erfolgreiche Existenzgründung vermittelt.
Außerdem beschäftigen sie sich mit speziellen Themen wie Steuern,
Personal und Finanzierungsmöglichkeiten. Für die Studierenden der FH
Bielefeld hat die Fachhochschulgesellschaft - Verein der Freunde und
Förderer die Teilnehmergebühren übernommen.
Optimismus für die Arbeitswelt
Laut einer Umfrage von TNS/Infratest unter Studierenden glauben Hochschüler an gute Karriereaussichten.
Fast 70% der Befragten äußerten sich eher optimistisch oder sehr
zuversichtlich über ihre Karriereaussichten. In den Jahren zuvor waren
rund 10%-Punkte weniger opitimistisch. 2004 war beinahe jeder zehnte
Hochschüler pessimistisch. Vor allem jüngere Befragte seien heute gute
Dinge.
InFakt am Freitag, 03. März 2006
Praxisnahe Forschung der NRW-Hochschulen auf der CeBIT
Auch in diesem Jahr präsentieren nordrhein-westfälische Hochschulen auf
der weltgrößten Computermesse CeBIT in Hannover praxisnahe Forschung.
Die Wissenschaftler stellen insgesamt 15 Projekte aus der Informations-
und Kommunikationstechnologie vor, teilte das NRW-Forschungsministerium
gestern in Düsseldorf mit.
So werden zum Beispiel Informatiker der Siegener Universität unter
anderem ungewöhnliche Ideen für ein Fitness-Studio der Zukunft
unterbreiten.
Mitarbeiter der Fachhochschule Gelsenkirchen wollen auf der Messe ein
Frühwarnsystem vorstellen, mit dem sich Computernutzer vor Angriffen
von so genannten Hackern schützen können. Die CeBIT findet vom 9. bis
zum 15. März statt.
Mehr länderübergreifende Standards in der Bildungspolitik
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Ute Erdsiek-Rave, hat für
länderübergreifende Standards in der Bildungspolitik plädiert.
Die Übertragung von mehr Kompetenzen in der Bildungspolitik auf die
Länder im Rahmen der Föderalismusreform dürfe nicht zu einem
ungebremsten Wettbewerb führen,
sagte die schleswig-holsteinische Kultusministerin gestern im Rundfunk Berlin Brandenburg.
"Es könne nicht sein, dass jedes Bundesland komplett
eigene Wege geht, zum Beispiel in der Hochschulpolitik“, so
die SPD-Politikerin weiter. Das sei für die Mobilität der
Schüler und für die Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse inDeutschland nicht förderlich.
Die Kultusministerkonferenz befasst sich auf ihrer gestern und heute
stattfindenden Sitzung in Berlin mit der Föderalismusreform sowie
abschließend mit der
Rechtschreibreform.
Optimistische Studierende
Studierende in Deutschland sehen ihre Zukunftschancen laut einer
Umfrage optimistischer als noch vor einem Jahr. Zugleich rechnen sie
jedoch mit langen Arbeitszeiten beim Berufseinstieg und können sich
häufig vorstellen, auch eine Arbeit außerhalb des eigenen
Ausbildungsgebietes anzunehmen. Diese Ergebnisse ermittelte das
Marktforschungsunternehmen TNS Infratest im
Auftrag des Reifenherstellers Continental in Hannover.
Insgesamt 70 Prozent der Befragten schätzen ihre
Karrierechancen laut Umfrage sehr zuversichtlich oder eher
zuversichtlich ein. Bei Vorgängerstudien waren es nur 63 Prozent.
Akupunktur gut gegen Migräne
Akupunktur hilft gegen Migräne genauso wie eine langfristige Medikamentenbehandlung. Dieses Ergebnis der
weltgrößten Akupunktur-Studie bei Kopfschmerzen haben deutsche Forscher
gestern im britischen Fachblatt «The Lancet Neurology» veröffentlicht.
Die Wissenschaftler hatten dabei 1370 schmerzkranke
Patienten durch Akupunktur behandelt und einen starken Rückgang von
Migräne und Spannungskopfschmerzen festgestellt. Verglichen mit
Schmerzkranken, die eine Medikamententherapie machten, fühlten sich
Akupunktur-Patienten zudem wohler, erklärte Hans-Christoph Diener von der Universität Duisburg-Essen.
Mehr als 80 Prozent der Akupunktur-Patienten bezeichneten die Therapie
als erfolgreich, während die Medikamententherapie von einer hohen Zahl
der Studienteilnehmer abgebrochen wurde, zum Teil wegen der
Nebenwirkungen.
InFakt am Donnerstag, 02. März 2006
BMBF fördert Projekt der Geistenwissenschaftne
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (kurz BMBF) will ein
neues Programm der Geisteswissenschaften mit 13,5 Millionen Euro
fördern.
Ziel des Förderprogramms ist es, Erkenntnisse der Geisteswissenschaften verständlicher nach außen zu tragen.
Dazu werden zunächst zehn Forschungseinrichtungen gefördert.
Die Projektförderung ist ein Angebot an die Geisteswissenschaften, sich
an den Lösungen für gesellschaftlich-kulturelle Probleme zu beteiligen,
so das BMBF.
Uni Paderborn und Duisburg entwickeln Virtuelle Bibliothek
Forscher der Universitäten Paderborn und Duisburg haben gemeinsam eine virtuelle Bibliothek entwickelt.
Diese digitale Bibliothek verknüpft zwei virtuelle Systeme der beiden Universitäten zu einem einzigen.
Das Duisburger System ermöglicht die Verwaltung von Lehrinhalten und
das Paderborner System stellt virtuelle Arbeits- und Seminarräume zur
Verfügung.
So können Lernende gemeinsam über das Internet Lernmaterialien bearbeiten.
Das neuartige System wird vom 9. bis 15. März auf der CeBIT 2006 in Hannover vorgestellt.
DBU fördert Nachwuchswissenschaftler
Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (kurz DBU) in Osnabrück empfängt
eine Gruppe bulgarischer und rumänischer Nachwuchswissenschaftler.
Die zwölf Jungwissenschaftler besuchen in Osnabrück ein
Einführungsseminar, in dem sie Qualifikationen in dem Bereich
Umweltschutz sammeln können.
Mit der Förderung bulgarischer und rumänischer Hochschulabsolventen weitet die DBU ihre Nachwuchsförderung nach Osteuropa aus.
Damit fördert die DBU zurzeit insgesamt 279 Jungwissenschaftler, mit insgesamt 4,5 Millionen Euro.
Rektorat auch heute noch Besetzt
Das Rektorat der Universität Bielefeld bleibt auch heute besetzt.
In einem offenen Brief forderte das Rektorat die Besetzter Dienstag
dazu auf, ihren friedlichen Protest zu beenden. Ansonsten drohten
strafrechtliche Konsequenzen.
Trotz des von Rektor Timmermann erteilten partiellen Hausverbots
entschlossen sich rund 20 Studierende, weiterhin das Rektorat zu
belegen.
Der AStA zeigte sich enttäuscht über die Art und Weise, wie mit den
Demonstranten umgegangen wird. Das Konzept zur Einführung allgemeiner
Studiengebühren, welches dem offenen Brief beigelegt war, sei nicht
diskussionswürdig, so der AStA Referent für Hochschulpolitik Matthias
Klenk.
Das Konzept sieht eine gestaffelte Einführung von Studiengebühren vor.
Ärzte an Unikliniken streiken
Ärzte an Unikliniken und Landeskrankenhäusern haben gestern morgen die
Arbeit niedergelegt. Die Ärzteorganisation Marburger Bund rief zu
Warnstreiks und Protestaktionen in insgesamt 12 Bundesländern auf.
Insgesamt sind etwa 40 Kliniken in ganz Deutschland betroffen.
Mit den Demonstrationen soll der Druck auf die Länder vor den Tarifverhandlungen erhöht werden.
Gefordert werden 30 Prozent mehr Gehalt und ein spezifischer Tarifvertrag für Ärzte in Landeskrankenhäusern und Unikliniken.
Zu einer Demonstration im Bielefelder Ringlokschuppen erschienen
gestern Vormittag über tausend Ärzte und medizinische Mitarbeiter.
InFakt am Mittwoch, 01. März 2006
Rektorat fordert Ende der Besetzung
Der Rektor der Uni Bielefeld, Dieter Timmermann, hat gestern die Besetzer des Rektorats schriftlich aufgefordert, die besetzten Rektoratsräume zu verlassen.
In dem Schreiben wird weiterhin ein partielles Hausverbot für den
Rektoratsbereich auf A3 gegen die Besetzer ausgesprochen. Zur
Begründung heißt es, die Besetzung störe massiv die Arbeit des
Rektorats und verursache damit schweren ideellen, finanziellen und auch
psychischen Schaden. Falls die Besetzer den Bereich unverzüglich
verließen, werde keine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet, heißt
es in dem Schreiben weiter.
Außerdem würden neue Überlegungen über die Ausgestaltung der geplanten
Studiengebühren angestellt, z.B. eine Staffelung nach Neu- und
Altstudierenden.
Die Besetzer sehen in dem Schreiben keine Veranlassung, das Rektorat zu
räumen. Die Besetzung werde auf unbestimmte Zeit fortgesetzt, da ihre
Bedingungen in keiner Weise erfüllt worden seien.
Weitere Infos hier.
FH-Professorin im Kuratorium des Kinder-und Jugendtheaterzentrums
Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula
von der Leyen, hat eine Professorin der FH Bielefeld in das Kuratorium
des Kinder- und Jugendtheaterzentrums der Bundesrepublik Deutschland
berufen. Ingrid Hentschel vertritt am Fachbereich Sozialwesen der FH
das Lehrgebiet Medienpädagogik.
Das Kinder-und Jugendtheaterzentrum organisiert, koordiniert und
dokumentiert die Aktivitäten der Theaterarbeit für Jugendliche auf
nationaler und internationaler Ebene.
Mensa-Essen wird teurer
Ab dem heutigen 1. März wird das Essen in den Bielefelder Mensen
teurer. Außerdem hat das Studentenwerk die Preise der Cafeteria erhöht.
In den acht Mensen der Hochschulen kostet das Essen jetzt 20 Cent mehr.
Bedienstete der Uni zahlen pro Menü 30 Cent mehr als bisher. Das
Studentenwerk begründet die Preiserhöhung mit allgemeinen
Kostensteigerungen, vor allem mit höheren Energiekosten. Insbesondere
die angekündigte Zuschusskürzung des Landes lasse keine finanziellen
Spielräume mehr zu, teilt das Studentenwerk mit.
Hochschulrat veröffentlicht Ministerranking
Der deutsche Hochschulrat hat seine jährliche Rangliste der deutschen
Bildungsminister veröffentlicht. Der nordrhein-westfälische Minister
für Forschung und Bildung, Andreas Pinkwart, landete mit der Note 3,4
auf Platz 7. Bundesbildungsministerin Annette Schavan kam auf Platz
acht. Sie erhielt die Note 3,6. Sieger der Umfrage ist der
rheinlandpfälische Wissenschaftsminister Jürgen Zöllner. Mit der
Bewertung 2,3 ist er Spitzeneiter der Umfrage. An der nicht
repräsentativen Erhebung nahmen 2100 Wissenschaftler teil.
Das Gehirn als Computersteuerung
Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts in Berlin haben eine
Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer weiterentwickelt. Das System
kann Gehirnimpulse in Computersignale übersetzen, mit denen etwa
gelähmte Patienten kurze Texte schreiben können. Fraunhofer-Forscher
und Mediziner der Berliner Charité wollen das neu entwickelte
Brain-Computer Interface bei der Cebit 2006 in Hannover vorstellen. Das
System nutzt die elektrische Hirnaktivität, die durch Elektroden an der
Kopfhaut gemessen wird. Diese Signale werden an einen Computer
übermittelt, der dann sie in Steuerungssignale umwandelt. Schnelles
Schreiben ist mit der mentalen Schreibmaschine bisher nicht möglich.
Schon einfache Sätze nehmen mehrere Minuten in Anspruch.
Frauentag in der Universität
Unter dem Motto „FrauenChancen 2006“ steht ein Aktionstag am kommenden
Mittwoch in der Uni Bielefeld. Anlass ist der Internationale Frauentag.
Veranstalterinnen sind die Gleichstellungsbeauftragen der Universität
und der Fachhochschule Bielefeld. Auf dem Programm stehen eine
Podiumsdiskussion und Musikdarbietungen sowie ein "Markt der
Möglichkeiten". Ein Thema des Aktionstages ist die Gleichstellung von
Frauen und Männern an den Bielefelder Hochschulen. Darüber hinaus
wollen die Veranstalterinnen den Blick darauf richten, was Frauen heute
bewegen und was sie heutzutage bewegt. Obwohl sich viel in Sachen
Gleichstellung von Frauen und Männern getan habe, gebe es auch heute
noch Benachteiligungen von Frauen, zum Beispiel bei Aufstiegschancen im
Beruf, so Hildegard Schumacher-Grub, Gleichstellungsbeauftragte der
Fachhochschule Bielefeld. Das zeige sich auch an den deutschen
Hochschulen. Hier sind gerade einmal 13 Prozent der Professuren mit
Frauen besetzt.
InFakt am Dienstag, 28. Februar 2006
Fremdsprachen-Pisa
Die Bildungsminister der Europäischen Union wollen einen europaweiten Fremdsprachentest unter Schülern durchsetzen.
Die Minister wollen im Frühjahr eine Expertengruppe einsetzen, die
zusammen mit der Kommission die Leistungstest ausarbeiten soll. Hier
solle geklärt werden, welche Schüler und Schülerinnen ab 2008 in
diversen Fremdsprachen getestet werden sollen. Die Ergebnisse solcher
PISA -vergleichbaren Tests sollen die besten Modelle von
Fremdsprachenunterricht identifizieren, so die österreichische
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer.
Neuer Bundesvorstand des RCDS
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten, kurz RCDS hat einen neuen
Bundesvorstand gewählt. In Berlin hatte die Delegiertenversammlung den
Düsseldorfer Jura-Student Tim Küsters zum ersten Vorsitzenden gewählt.
Als Stellvertreter wurden eine 22-jährige Mannheimer und eine
24-Jährige Münchener Studentin gewählt. Im Focus der Bundesversammlung
der RCDS stand außerdem das Thema Chancengleichheit und Wettbewerb in
der Hochschulpolitik, sowie der Bologna-Prozess.
Schulverpflegung oft zu teuer
Viele Eltern können das Mittagessen in Ganztagsschulen für ihre Kinder
nicht zahlen. Das ist laut einem Artikel der Tageszeitung das Ergebnis
einer Umfrage bei Behörden und Schulen der Nachrichtenagentur dpa.
Eltern müssen monatlich zwischen 23 und 40 Euro für das Mittagessen
ihrer Kinder zahlen. Dies könnten viele Familien mit geringem Einkommen
nicht aufbringen.
Damit alle Schüler Mittagessen bekämen, seien Zuschüsse in Millionenhöhe notwendig, so die Bildungsverwaltung.
Zunehmender Bafög-Betrug in Niedersachsen
Ein Fehler beim Ausfüllen des Bafögformulars oder ein vorsätzlicher
Betrug, mehr als jeder zehnte Bafög Empfänger hat im Jahr 2000 falsche
Angabe über sein Einkommen und sein Vermögen gemacht. Mehr als 2600
Studenten wurden bereits aufgefordert, das Geld zurückzuzahlen, im
Schnitt hatten sie 3700€ zuviel erhalten. In Hamburg wurden
ungerechtfertigter Weise eine Summe von 4,6Mio € ausgezahlt, davon sind
aber mittlerweile 3,44Mio € zurückgezahlt worden.. Aber nicht jeder,
der zu viel Bafög bekommen hat, hat mit Vorsatz gehandelt: Die
Sprecherin des Wissenschaftsministerium in Hannover –Ute Stallmeister:
"Man muss aufpassen, dass man die Betroffenen nicht kriminalisiert. Die
Antragsformulare können für einige auch kompliziert zu verstehen
gewesen sein." Seit Anfang 2002 beträgt die Vermögensgrenze für Bafög
Empfänger 5200Euro.
Empfehlungen des Rates für deutsche Rechtschreibung
Gestern legte der Rat für deutsche Rechtschreibung eine Liste von
Korrekturen für die Schreibweise deutscher Wörter vor. Die bereits 1996
beschlossene Rechtschreibreform war im August letzten Jahres in allen
Ländern außer -Bayern und Nordrhein-Westfalen- in Kraft getreten. Zu
den nochlang strittigen Punkten: Getrennt- und Zusammenschreibung,
Silbentrennung und Zeichensetzung liegen nun die Vorschläge des Rates
vor: Künftig soll wieder mehr zusammen geschrieben werden -
Sinnentstellende Trennungen sollen somit rückgängig gemacht werden- Zur
Zeichensetzung schlägt der Rat vor, wieder mehr Kommata zu setzen,
damit Sinneinheiten leichter durchschaubar werden.
Informationen über die neue Rechtschreibung, die ab kommenden August in Kraft treten sollen, findet Ihr unter duden.
InFakt am Montag, 27. Februar 2006
Rektorat Paderborn: Besetzung beendet
Die Besetzung des Rektorats der Uni Paderborn ist gestern friedlich beendet worden.
Die Besetzer selbst sprechen von einem erfolgreichen Ausgang der
Besetzung. Der Rektor der Uni Paderborn, Nikolaus Risch sei auf die
Forderung der Besetzer eingegangen. Diese hatten gefordert, das Thema
Studiengebühren zur erneuten Beratung in den Senat einzubringen.
Allerdings sei der Protest gegen Studiengebühren und ein selektierendes
Bildungssystem mit dem Ende der Besetzung noch nicht beendet, so die
Besetzer weiter.
Psychologen wollen Eignungstest für Studienbewerber einführen
Psychologie-Studienbewerber sollen künftig einen bundesweit
einheitlichen Eignungstest schreiben, dessen Ergebnis über die
Zulassung zum Studium entscheidet. Die Präsidentin der Deutschen
Gesellschaft für Psychologie, Hannelore Weber, sagte dem Berliner
Tagesspiegel am Freitag, Bewerber bekämen nur noch einen Studienplatz,
wenn sie in Testresultat und Abiturnote zu den Besten gehören. Die
erste Testrunde soll Ende des Jahres gestartet werden. Dann müssen
Abiturienten teilnehmen, die im Sommer oder Winter 2007 ihr Studium
beginnen wollen.
6-Milliarden-Initiative stimuliert die Forschung in der Wirtschaft
Die Bundesregierung investiert so viel Geld in Forschung und
Entwicklung wie keine Regierung zuvor. Insgesamt zusätzliche 6
Milliarden Euro hat das Kabinett dafür bis zum Jahr 2009 vorgesehen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird seinen Anteil von
4 Milliarden Euro in exzellente Forschung und zukunftsträchtige
Spitzentechnologien investieren. Das BMBF hat zudem die Federführung
bei der Gesamtkoordination der 6-Milliarden-Euro-Initiative übernommen.
Didacta 2006
Die größte Bildungsmesse Europas ging am Freitag zu Ende und war ein
voller Erfolg. Über 70.000 Besucher und damit mehr als erwartet, kamen
auf das Messegelände und informierten sich bei 749 Ausstellern auf
26.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche über aktuelle Produkte, Trends
und Themen im Bildungsbereich. Die Didacta 2006 gab wichtige Impulse
für das deutsche Bildungswesen. Bundesbildungsministerin Dr. Annette
Schavan, die die Didacta am Montag eröffnete hatte, erklärte: In
Deutschland geschieht derzeit in der Bildung die tiefgreifenste Reform
seit fünfzig Jahren.
Infakt am Freitag, 24. Februar 2006
SchülerInnen- Büro wird gefördert
Der Rotary Club unterstützt mit 4000 Euro das Schülerinnen- und Schüler
– Büro der Universität Bielefeld. Das Geld ist zur Förderung besonders
begabter Schüler vorgesehen. Die Universität Bielefeld bietet seit
einigen Jahren Projekte wie „Studieren ab 16“ an, die sich vor allem an
leistungsstarke Schüler richten. Das Engagement, Schüler schon früh für
die Universität zu begeistern soll auf diese Weise finanziell
unterstützt werden.
Erhöhung der BaföG Ausgaben
Das Deutsche Studentenwerk spricht sich für die geplante Erhöhung der
BAföG-Ausgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aus.
Gleichzeitig fordert es die Bundesregierung auf, insbesondere die
Einkommensfreibeträge zu erhöhen. Der Präsident des Deutschen
Studentenwerks Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens gibt zu bedenken, dass das
BAföG seit der Reform im Jahre 2001 nicht aufgestockt worden sei.
Derzeit bezieht etwa ein Viertel der rund zwei Millionen Studierenden
in Deutschland BAföG.
Roboterarme bei Operationen
Eine neue Software und ferngesteuerte Roboterarme sollen in Zukunft
komplizierte Operationen am schlagenden Herzen ermöglichen. Die
Forscher um George Mylonas und Rajesh Aggarwal vom Imperial College in
London haben die Software entwickelt. Das Programm verändert die
Bewegungen der mechanischen Arme so, dass sie dem Auf und Ab des
Herzmuskels folgen. Es wird von einem Chirurgen gesteuert. Ob und wann
das System Einzug in die Operationssäle halten wird, ist allerdings
noch ungewiss.
Workshop an der Uni Osnabrück
An der Universität Osnabrück findet heute und morgen ein Workshop des
Arbeitskreises Naturgefahren und Naturrisiken der Deutschen
Gesellschaft für Geographie statt. Verschiedene Wissenschaftler aus dem
In- und Ausland beschäftigen sich mit der Verwundbarkeit der
Gesellschaft. Sie diskutieren unter anderem über die Verbesserung
technischer Schutzeinrichtungen, Vorhersagen und die lokale
Gefahrenabwehr. Es werden aktuelle Forschungsprojekte zum Thema
Katastrophenanfälligkeit einer Gesellschaft präsentiert.
Infakt am Donnerstag, 23. Februar 2006
Rektorate in der Kritik
Die Rektorate der Unis Bielefeld und Paderborn bleiben weiterhin
besetzt. Das Rektorat der Paderborner Uni ist seit dem Mittwoch der
vergangenen Woche besetzt, im Bielefelder Rektorat befinden sich die
Besetzer seit über drei Wochen.
Auch an anderen Unis führt die Diskussion über die geplanten
Studiengebühren zu Protesten. Der AStA der Fachhochschule Düsseldorf
zum Beispiel hat gestern Mitglieder des Düsseldorfer Rektorats
aufgefordert, zurückzutreten. Der Grund ist auch hier die vom Rektorat
geplante Einführung von Studiengebühren.
Das Rektorat der Uni Duisburg-Essen wird aus gleichen Gründen von einer der dortigen Hochschullisten kritisiert.
Mehr Geld für Bildung und Forschung
Im Bundeshaushalt 2006 sollen die Mittel für das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) erhöht werden. Der Etat soll um 5,6
Prozent auf über 8 Milliarden Euro steigen. Das gab das Ministerium
gestern bekannt. Bundesbildungs- und Forschungsministerin Anette
Schavan begrüßte die Erhöhung. Die Ministerin will die zusätzlichen
Mittel für die Förderung von Forschung, Innovation und Exzellenz in der
Wissenschaft einsetzen.
Elite-Universität für Europa
Die EU-Kommission hat den Weg für den Aufbau einer Elite-Universität
für Europa geebnet. Mit einem Europäischen Technologieinstitut will die
Kommission eine gemeinsame Spitzenforschung von Hochschulen und
Unternehmen fördern. Ziel sei die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
Europas, hieß es gestern aus der Kommission. Europa fehle in starkes
Technologie-Institut, das die besten Köpfe und Unternehmen
zusammenführe, hieß es weiter. Die neue Elite-Universität soll sich vor
allem mit Fragen der Energie, der Umwelt, der Informationstechnologie
und der Nanotechnologie befassen.
Bielefelder Forschung auf Hannover Messe
Die Fachhochschule Bielefeld präsentiert sich von morgen bis Dienstag
auf der Hannover Messe auf dem Gemeinschaftstand Innovationsland
Nordrhein-Westfalen. Unter dem Motto "Vernetzt denken, handeln und
rechnen!" stellt ein zehnköpfiges Professorenteam seine Arbeit vor. Die
Forscher demonstrieren etwa, wie man reale 3D-Objekte in virtuelle
Computermodelle überträgt oder wie der häusliche PC an der Erforschung
neuartiger Speichermaterialien teilnehmen kann, wird am Messestand. In
einem Fahrsimulator können Versuchsfahrten bei unterschiedlichen
Sichtverhältnissen absolviert werden, um bei der Entwicklung aktiver
Beleuchtungssteuerungen zu helfen.
Verschuldete Kinder
Mehr als 380.000 Kinder und Jugendliche
in Deutschland haben Schulden. Laut der jetzt in Berlin vorgestellten
Studie „Jugend und Geld 2005“ gaben sechs Prozent der Zehn- bis
17-Jährigen Geld aus, ohne es sofort zurückzahlen zu können. Im
Durchschnitt waren sie mit 72 Euro verschuldet. Die Mehrheit der Kinder
und Jugendlichen gehe aber sehr verantwortungsbewusst mit ihrem Geld
um, berichtete die Kreditauskunftstelle Schufa. Sie hatte die Studie in
Auftrag gegeben. Pro Monat stehen deutschen Jugendlichen der Studie
zufolge
durchschnittlich 47 Euro zur Verfügung. Dem stehen Ausgaben von etwa 39
Euro gegenüber. Einnahmequellen sind neben dem Taschengeld
Nebentätigkeiten, Ausbildungsvergütungen und Geldgeschenke von
Eltern und Verwandten.
Neue Affenart ausfindig gemacht
Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat auf der Insel
Madagaskar drei neue Affenarten entdeckt. Die drei Wieselmaki-Arten
gehören zu den nur in Madagaskar vorkommenden Lemuren. Ihre
Identifizierung gelang Dank der Kombination aufwändiger Feldarbeit und
Laboranalysen der Chromosomen und Erbsubstanz von etwa 170
Einzeltieren. Koordiniert wurde das Forschungsprojekt vom Deutschen
Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen sowie von der Universität Louis
Pasteur in Straßburg. Die drei neu entdeckten Arten leben in den
Wäldern West- und Nordwestmadagaskars. Sie sind lediglich bis zu einem
Kilogramm schwer, sind nachtaktiv und ernähren sich hauptsächlich von
Blättern.
Erste Hochschule mit zweisprachigem Kindergarten
Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat nach eigenen Angaben als
erste Hochschule Deutschlands einen eigenen zweisprachigen
Kindergarten. Seit drei Wochen werden in der Kindertagesstätte der
Hochschule 42 Kinder in deutscher und englischer Sprache erzogen.
Möglich wurde die Beschäftigung zweier englischsprachiger Erzieherinnen
für die nächsten fünf Jahre durch eine Spende der hannoverschen Wilhelm
Hirte Stiftung in Höhe von 390 000 Euro. Die MHH will nach eigenen
Angaben mit dem Projekt die Arbeitsplätze an der Hochschule attraktiver
gestalten.
InFakt am Mittwoch, 22. Februar 2006
"Sprachdokumentation und Sprachbeschreibung"
Seit gestern Abend findet in der Uni-Bielefeld die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft statt.
Das Thema der Tagung trägt den Namen „Sprachdokumentation und
Sprachbeschreibung“. Drei Tage lang diskutieren mehr als 400
Sprachwissenschaftler aus dem In- und Ausland über aktuelle Fragen der
linguistischen Forschung. Ein Schwerpunkt der Tagung wird die
Untersuchung von weniger bekannten und bedrohten Sprachen sein.
Brief gegen Studienfinanzierungsgesetz
Prof. Dr. Michael Köhler vom Seminar für Rechtsphilosophie der
Universität Hamburg hat in einem Brief die Hamburger
Bürgerschaftsabgeordneten aufgefordert, "das Studienfinanzierungsgesetz
nicht zu beschließen".
Dafür nennt er drei Gründe. 1. Die junge Generation habe ein
"Teilhaberecht auf Bildung". Sie sei "keine Bezahlung schuldig, denn
das Bildungsverhältnis sei keine marktförmige Tauschbeziehung". 2. Die
Familien - bisher schon benachteiligt - würden noch ungerechter
behandelt. 3. Studiengebühren würden begabte junge Menschen vom Studium
ausschließen. Die Abschaffung der rund 40 Jahre alten Gebührenfreiheit
sei insgesamt ein Rückschritt, so Köhler.
UN-Inspektion des deutschen Bildungssystems
Nach dem 10-tägigen Besuch des Uno Sonderberichterstatters Muñoz
monierte der Juraprofessor aus Costa Rica am deutschen Bildungssystem
vor allem, dass es sich nicht am Potential der Kinder orientiere. Im
Einzelnen kritisierte er: kostenpflichtige Kindergärten, dass Schüler
schon mit zehn Jahren auf verschiedene Schultypen verteilt werden, die
mangelnde Integration von Ausländerkindern und den engen Zusammenhang
zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Seine endgültigen
Empfehlungen will Muñoz demnächst der Bundesregierung zuleiten.
Anschließend werden sie in seinen Abschlussbericht an den
Uno-Menschenrechtsausschuss aufgenommen.
Erstes 3D-Elektronenmikroskop
Düsseldorfer Max-Planck-Forscher präsentieren erstes dreidimensionales
Elektronenmikroskop zur Strukturuntersuchung von Nanomaterialien.
In der Abteilung Mikrostrukturphysik des Max-Planck-Instituts für
Eisenforschung in Düsseldorf wurde das weltweit erste
3D-Elektronenmikroskop eingeführt und in Betrieb genommen. Mit dem
neuartigen Mikroskop kann man gleichzeitig und automatisiert den
Phasengehalt, die Textur und die Grenzflächen von Materialien in drei
Dimensionen untersuchen. Diese neue Technik erlaubt erstmals
dreidimensionale Einblicke in die Mikrostruktur von Nanomaterialien,
biologischen Werkstoffen oder auch von hochfesten Stählen.
Neustrukturierung der HRK
Die Plenarversammlung der Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, hat
sich gestern in Bayreuth über drei wichtige Grundsatzentscheidungen
bezüglich künftiger Aufgaben und Struktur der HRK verständigt.
Die HRK habe demnach die dringende Aufgabe, ein koordiniertes Vorgehen
der Länder einzufordern, konstruktiv an Lösungswegen mit zu arbeiten,
Fehlentwicklungen aufzuzeigen und die Gesamtinteressen der deutschen
Hochschulen zu artikulieren. Dazu bedürfe es u. a. einer Intensivierung
der Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz, den
Landesrektorenkonferenzen, sowie mit dem Bund in seinen neuen
Zuständigkeitsbereichen. Es wurde eine Kommission eingesetzt, die
Vorschläge für strukturelle Änderungen entwickeln soll. Weiter wurde
beschlossen, dass die HRK-Mitgliedshochschulen durch eine Umlage auch
die Finanzierung eines hauptamtlichen Präsidenten sicherstellen wollen.
InFakt am Dienstag, 21. Februar 2006
Rektoratsbesetzung
Die Besetzung des Rektorats der Universität Bielefeld hält immer noch weiter an.
Wie im gestrigen Plenum der Besetzer beschlossen wurde, soll sie noch bis mindestens … weitergeführt werden.
Gestern Nachmittag haben die Besetzer eine Informationskundgebung über Studiengebühren auf dem Rathausplatz veranstaltet.
Das Rektorat der Uni Bielefeld ist seit dem 1. Februar aus Protest gegen die geplante Einführung von Studiengebühren besetzt.
“didacta“ – Europas größte Bildungsmesse
Gestern wurde in Hannover die Bildungsmesse „didacta“ eröffnet.
Die Fachmesse richtet sich vor allem an Lehrer, Erzieher, Aus- und
Weiterbilder, Lehrkräfte an Hochschulen und Studierende. Noch bis
Freitag präsentieren bis zu 750 Aussteller aus insgesamt 45 Ländern
Bildungsprodukte und –dienstleistungen. Das Ausstellungsprogramm der
„didacta“ umfasst vier zentrale Themenbereiche: Kindergarten,
Schule/Hochschule, Ausbildung und Weiterbildung. Damit gilt die
„didacta“ als Europas größte Messe im bildungspolitischen Bereich.
Bilingualer Kindergarten
An der Medizinischen Hochschule Hannover, kurz MHH, sollen erstmals
bilinguale Kita-Gruppen an einer deutschen Universität aufgebaut
werden. Den Kindern soll nach der so genannten Immersionsmethode auch
das Englische spielerisch vermittelt werden. Die Wilhelm-Hirte-Stiftung
fördert das auf fünf Jahre angelegte Projekt mit rund 390 000 Euro. Von
der MHH wird der Fremdsprachenunterricht ab drei Jahren
wissenschaftlich begleitet.
Neues Internet-Portal für junge Wissenschaftler
Gestern hat ein neues Internet-Portal zur Vernetzung junger Wissenschaftler im Hochschul- und Forschungsbereich eröffnet.
Auf der Seite werden aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Tipps
und Termine zu den Themen Promotion, Habilitation und Juniorprofessur
veröffentlicht. Des Weiteren können die Nutzer nach dem Vorbild von
„Wikipedia“ die Informationen nicht nur abrufen, sondern auch erweitern
und kommentieren. Das Internetportal ist eine gemeinsame Initiative des
Gütersloher Centrums für Hochschulentwicklung, des Deutschen
Hochschulverbands, sowie des Vereins zur Förderung der Juniorprofessur
und wird von der Stiftung Mercator gefördert. Es ist unter hochschulkarriere abzurufen.
InFakt am Montag, 20. Februar 2006
Rektoratsbesetzung Bielefeld: heute Infoveranstaltung
Das Rektorat der Uni Bielefeld ist weiterhin besetzt.
Um 18:00 Uhr wird heute im Plenum abgestimmt, ob die Besetzung fortgesetzt wird.
Zwei Stunden vorher, um 16:00 Uhr, findet auf dem Rathausplatz eine
Info-Veranstaltung statt. Dort sollen Informationen verteilt und die
Leute über die Studiengebührendiskussion informiert werden.
Wer mitmachen möchte sollte um 16:00 am Rathaus sein.
Das Rektorat der Uni Bielefeld ist seit dem 1. Februar aus Protest gegen die geplante Einführung von Studiengebühren besetzt.
Rektoratsbesetzung Paderborn: gestern erste Gespräche
Das Rektorat der Uni Paderborn bleibt weiterhin besetzt.
Gestern Nachmittag trafen sich Vertreter der Besetzer mit dem Rektor
der Universität Paderborn, Nikolaus Risch und dem stellvertretenden
Kanzler Lothar Pelz zu einem Verhandlungsgespräch.
Nach Aussagen der Besetzer ist das dreistündige Gespräch konstruktiv
verlaufen, z.B. was den Punkt der Behandlung von Härtefällen betrifft.
Um den Weg für weitere Gespräche zu bereiten, überarbeiten die Besetzer nun Details ihrer Forderungen.
Das Rektorat der Uni Paderborn ist seit dem vergangenen Mittwoch aus
Protest gegen die Einführung von Studiengebühren von Studierenden
besetzt.
Preisverleihung des „Vereins zur Förderung von Städtebau und Landesplanung in NRW“
Zwei Absolventen der Universität Dortmund haben den Ideenwettbewerb des
„Vereins zur Förderung von Städtebau und Landesplanung in NRW“
gewonnen.
Wie der Verein am Freitag mitteilte, konnten sich Tobias Hundt und
Christian Marx mit ihrem Konzept gegenüber sieben weiteren Beiträgen
durchsetzen. Der erste Preis ist mit 5500 Euro dotiert und soll Ende
März übergeben werden.
An dem Wettbewerb hatten sich Absolventen von vier Universitäten
beteiligt. Alle Teilnehmer mussten in ihren Arbeiten darstellen, wie
das Messe-Gelände und der Bereich am Stadion nach der
Fußball-Weltmeisterschaft weiterentwickelt werden könnten. Der zweite
Preis ging an Absolventen der Technischen Hochschule Aachen, den
dritten Platz belegte ein Team der Uni Wuppertal.
Zusammenarbeit der Unis Kassel und Paderborn
Die Universitäten Kassel und Paderborn haben am Freitag eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart.
Studenten sollen Vorlesungen sowie Labore und Bibliotheken an beiden
Hochschulen besuchen können; das Kursangebot beider Universitäten soll
aufeinander abgestimmt werden.
Bei der Einstellung von Professoren soll darauf geachtet werden, dass diese sich in ihren Qualifikationen ergänzen.
Außerdem wurden gemeinsame Forschungsvorhaben und Doktorandenprojekte beantragt.
Die Kasseler Universität hatte bereits eine Kooperation mit der Universität Göttingen und der Fachhochschule Fulda geschlossen.
In Paderborn gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld und der Musikhochschule Detmold.
Die UNESCO unterstützt bedürftige Studenten
Die UNESCO unterstützt bedürftige Studenten in Ramallah.
Im kommenden Semester sollen 75 Prozent der Studiengebühren von
bedürftigen Studenten übernommen werden. Insgesamt profitierten 19.000
Studentinnen und Studenten von dem Programm, teilte die
Weltbildungsorganisation am Freitag in Paris und Ramallah mit. Die
Übereinkunft von UNESCO, palästinensischem Bildungsministerium und
einem saudischen Hilfsfonds für Palästinenser soll am Montag
unterzeichnet werden. Insgesamt würden fünf Millionen Euro an 11
Hochschulen und 24 höheren Bildungseinrichtungen im Westjordanland und
dem Gaza-Streifen ausgezahlt.
Uni Dortmund: Keine Entscheidung zu Studiengebühren
Der Senat der Universität Dortmund wird vorerst keine endgültige Entscheidung zum Thema Studiengebühren verabschieden.
Stattdessen wurde in der vergangenen Woche beschlossen eine
Senatskommission einzusetzen, die sich mit dem Thema Studiengebühren
ergebnisoffen auseinandersetzen soll, um dem Senat eine Empfehlung
auszusprechen.
Der Kommission sollen gleich viele Studierende wie Hochschulprofessoren angehören, außerdem einige Universitäts-Mitarbeiter.
Frühestens im April wird dann eine Entscheidung getroffen.
HRK sucht weiter nach neuem Präsidenten
Die Hochschulrektorenkonferenz sucht weiter einen neuen Präsidenten.
Der bisherige Amtsinhaber war schon im November zurückgetreten, nachdem
sein Amtsverständnis und seine Beziehung zur HRK-Generalsekretärin in
die Kritik geraten waren.
Ein Nachfolger hat sich, wohl auch wegen der zahlreichen Probleme der deutschen Hochschulen, bisher nicht gemeldet.
Der Termin für die Präsidentenwahl wurde nun erstmal auf Ende März verschoben.
InFakt am Freitag, 17. Februar 2006
Handgreiflichkeiten im besetzten Rektorat
Im Rahmen der Besetzung des Rektorats der Uni Bielefeld ist es gestern
zu Handgreiflichkeiten gekommen. Laut Aussage des Rektorats sollen zwei
Verwaltungsangestellte der Universität am Verlassen der besetzten
Räumlichkeiten gehindert worden sein. Auf Seite des Rektorat heißt es,
das Betreten der Räumlichkeiten sei abgesprochen gewesen. Die Besetzer
wiederum sagen, dass sie diesen Wunsch im Gespräch abgelehnt hätten.
Der AStA der Uni Bielefeld erklärt das Missverständnis damit, dass die
vermeintliche Absprache noch nicht vom Plenum der Besetzer abgestimmt
war. Nach einer Abstimmung im Plenum sei es bislang nie jemandem
verweigert worden, die besetzten Räumlichkeiten zu betreten.
Die studentischen Senatsmitglieder fordern beide Seiten dazu auf, nicht
durch einseitige Darstellung der Ereignisse eine Eskalation zu
riskieren.
Als Resultat eines Gesprächs zwischen Besetzern und Rektorat ist auf der Homepage der Uni Bielefeld uni-bielefeld jetzt ein Diskussionsforum zum Thema Studiengebuehren eingerichtet worden.
Das Rektorat der Uni Bielefeld ist seit über zwei Wochen besetzt. Die
Besetzer haben im Plenum eine Verlängerung bis mindestens kommenden
Montag beschlossen.
Rektorat in Paderborn besetzt
An der Universität Paderborn haben am vergangenen Mittwoch Studierende aus Protest das Rektorat für unbefristete Zeit besetzt.
Hintergrund der Besetzung ist die Abstimmung des Hochschulsenats über
die Einführung von Studiengebühren. Mit 13 zu 8 Stimmen hatten die
Senatsmitglieder diese zuvor beschlossen. Ab dem kommenden
Wintersemester müssen Studienanfänger in Paderborn mit einer Gebühr von
500 Euro pro Semester rechnen.
Das Rektorat wurde gestern nicht, wie zunächst angekündigt, durch Polizeieinsatz geräumt.
Barrierefreier Zugang soll ausgebaut werden
Der barrierefreie Zugang zu wissenschaftlichen Daten soll weiter
ausgebaut werden. Auf dieses Ziel einigten sich Vertreter deutscher
Hochschulen auf einer gemeinsamen Tagung zum Thema „Open Access“. Die
Teilnehmer vereinbarten konkrete Maßnahmen, um Studierenden und
Wissenschaftlern mehr Möglichkeiten zu geben, wissenschaftliche
Erkenntnisse kostenfrei zu nutzen. Unter anderem sollen Wissenschaftler
verstärkt motiviert werden, Studienergebnisse zur freien Verfügung zu
stellen. Außerdem sollen der Ausbau von technischer Infrastruktur und
die hochschulinterne Informationsarbeit gefördert werden.
Alzheimer
Die Krankheit Alzheimer schadet Menschen mit besserer Ausbildung mehr
als weniger gebildeten. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die von
Wissenschaftlern der amerikanischen Columbia University veröffentlicht
wurde, Demnach lasse die geistige Beweglichkeit bei Alzheimer-Patienten
mit einem höherem Ausbildungsgrad außergewöhnlich schnell nach.
Hochgebildete verfügen aufgrund hoher geistiger Betätigung über eine
höhere Dichte an Nervenverbindungen im Gehirn. Durch Alzheimer
auftretende Schädigungen würden somit auch mehr Gehirnstruktur auf
einmal angreifen, so die Wissenschaftler.
Studie über Journalismus
Ein einschlägiges Studium und Volontariat haben kaum Einfluss auf Position und Gehalt von Journalisten.
Dies geht aus einer Studie über Journalismus der Hamburg Media School
hervor. Befragt wurden mehr als 1500 Journalisten. Laut der Studie
verfügen knapp 70% der Befragten über einen Hochschulabschluss und
überdurchschnittlich viele Praktika und Volontariate. Allerdings haben
diese Kriterien wenig Einfluss auf die weitere Karriere.
Ausstellung in Uni-Bibliothek
In der Bibliothek der Uni Bielefeld findet heute um 11 Uhr die
Eröffnung der Ausstellung „Tadeusz Sobolewicz: Lebensgeschichte als
Argument - Ein deutsch-polnisches Zeitzeugenprojekt“ statt. Im
Mittelpunkt der Ausstellung steht die Lebensgeschichte des
Auschwitz-Überlebenden Sobolewicz und die Auseinandersetzung mit
Geschichte und Erinnerung. Organisiert wurde die dokumentarische
Ausstellung von der Fakultät für Pädagogik der Uni Bielefeld, der
Stätte der Begegnung in Vlotho, sowie der Jugendbegegnungsstätte in
Auschwitz und dem Institut für Geschichte der Uni Krakau.
Die Ausstellung wird bis zum 9.März in den Räumen der
Universitätsbibliothek zu sehen sein. Mehr Informationen findet ihr auf
unserer Seite im Internet.
InFakt am Donnerstag, 16. Februar 2006
Rektorat der Uni Paderborn besetzt
An der Universität Paderborn haben gestern Studierende aus Protest das
Rektorat für unbefristete Zeit besetzt. Sie besetzten das Büro von
Uni-Rektor Nikolaus Risch sowie vier Nachbarzimmer.
Hintergrund der Besetzung ist die Abstimmung des Hochschulsenats über
die Einführung von Studiengebühren. Mit 13 zu 8 Stimmen hatten die
Senatsmitglieder diese zuvor beschlossen. Ab dem kommenden
Wintersemester müssen Studienanfänger in Paderborn mit einer Gebühr von
500 Euro pro Semester rechnen.
Für heute morgen sind Gespräche zwischen Besetzern und Rektorat, sowie eine Pressekonferenz geplant.
Das Rektorat der Uni Bielefeld bleibt indes bis mindestens heute abend
besetzt. Dann wird im Plenum über weitere Pläne entschieden.
Update 12 Uhr:
Zur Stunde sind in Paderborn mehrere Polizeikräfte vor Ort, Rektor
Risch hatte eine Räumung der Besetzung bereits angekündigt.
Möglicherweise wird die Besetzung des Rektorats in Paderborn noch heute
beendet.
Ende der Slawistik
Heute und morgen wird der Literaturprofessor Hans Günther an der
Universität Bielefeld verabschiedet. Er war 25 Jahre im
Hochschuldienst. Seine Schwerpunkte im Fachbereich Russisch/Slawistik
lagen in der Forschung zur russischen Avantgarde, Sowjetliteratur und
hybriden Kulturen.
Zum Ende seiner Laufbahn wird heute und morgen im Zentrum für
interdisziplinäre Forschung (ZiF) die Tagung „Körper in Literatur und
Medien“ abgehalten.
Mit dem Abschied Günthers schließt der Fachbereich Russisch/Slawistik an der Uni Bielefeld.
Jugend Forscht
Am kommenden Samstag findet in Herford der Regionalausscheid des
Wettbewerbs „Jugend Forscht“ statt. Die Gewinner werden von einer Jury
ausgewählt und kommen in die Landesebene des Wettbewerbs. Aus Bielefeld
nehmen rund 40 Schüler von sechs verschiedenen Schulen teil.
Die 41. Runde von „Jugend Forscht“ verzeichnet in diesem Jahr mit rund 9.600 Teilnehmern aus Deutschland einen Anmelderekord.
InFakt am Mittwoch, 15. Februar 2006
Rektorat der Uni Paderborn besetzt
An der Universität Paderborn haben heute Studierende aus Protest das Rektorat für unbefristete Zeit besetzt.
Hintergrund der Besetzung ist die Abstimmung des Hochschulsenats über
die Einführung von Studiengebühren. Mit 13 zu 8 Stimmen hatten die
Senatsmitglieder diese zuvor beschlossen.
Ab dem kommenden Wintersemester müssen Studienanfänger in Paderborn mit einer Gebühr von 500 Euro pro Semester rechnen.
Das Rektorat der Uni Bielefeld bleibt indes bis mindestens morgen abend besetzt.
Schmierereien
Unbekannte haben am vergangenen Wochenende die Büroräume von Rektor
Timmermann und dem Senatsmitglied Prof. Treumann mit Farbe und
Buttersäure beschmiert.
In einem Flugblatt rechtfertigen sie die Aktion mit der angeblich
ungerechten Umsetzung der Einführung von Studiengebühren. Die Besetzer
distanzieren sich jedoch von dieser Tat. Dazu Jean-André Flöring, ein
Sprecher der Gruppe:
„Das spricht definitiv nicht für eine Mehrheit der Besetzer, da keiner
der Besetzer, die sich hier befinden, dieses Flugblatt gemacht hat. Das
ist extern, nicht von uns. Da haben wir nichts mit zu tun.“
Die Besetzung des Rektorats hält noch an. Morgen um 18:00 Uhr soll im Plenum über eine Verlängerung debattiert werden.
Gehirnaktivität
Ältere Gehirne arbeiten langsamer, dafür jedoch fehlerfreier als jüngere Gehirne.
Das haben Neurophysiologen der Universität Dortmund herausgefunden. In
der Zeitschrift „Gehirn und Geist“ haben die Wissenschaftler eine
Studie veröffentlicht, bei der Probanden unter Ablenkung alltägliche
Prozesse durchführen mussten. Ergebnis: Älteren Teilnehmern sind nur
halb so viele Fehler unterlaufen, wie den Jungen. Als Schlussfolgerung
sehen die Neurophysiologen eine Stärkung des Gehirns im Alter, durch
die Defizite kompensiert würden.
Abschiebehaft
Heute findet ein Vortrag über „Abschiebehaft – am Beispiel des
Abschiebeknast Büren-Stöckerbusch bei Paderborn“ in der Universität
Bielefeld statt.
Hierzu hat unter anderem der Allgemeine Studierendenausschuss F. Gockel
vom Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren e.V.“ geladen.
Gockel wird über den Verein als Hilfsinstitution für Insassen und
Angehörige sprechen, sowie über die Praxis und den Alltag in der
Abschiebehaft. Der Vortrag beginnt um 18:00h in R2 -155.
Marketing-Preis für Wirtschaftswissenschaftler aus Münster
Der Wirtschaftswissenschaftler Maurice Eschweiler aus Münster erhält
den Wissenschaftspreis des Deutschen Marketing-Verbandes. Der mit 7000
Euro dotierte Preis werde im Mai verliehen, teilte die Universität
gestern mit. Vergeben wird der Preis für marketingorientierte Arbeiten.
Der Wissenschaftler hat am Institut für Anlagen und Systemtechnologien
der Hochschule über das Thema «Externe Referenzpreise» geforscht. Eine
15-köpfige Jury hatte die besten Arbeiten ausgewählt.
InFakt am Dienstag, 14. Februar 2006
Gespräch der Besetzer mit Rektorat ergebnislos
Ein erstes Gespräch zwischen Besetzern und Rektorat ist gestern Abend ergebnislos verlaufen.
Grund dafür waren die Bedingungen, die die Besetzer vorab an das
Gespräch gestellt hatten. Ihre Resolution sollte über die Homepage und
den Mail-Verteiler der Universität den Studierenden zugänglich gemacht
werden. Das Rektorat ist seit dem 1. Februar von Studierenden besetzt.
Die Besetzung soll noch bis mindestens morgen andauern.
UN-Inspektion über Bildung Deutschland
Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung, Vernor Muñoz,
hat am Montagmorgen in Berlin seinen zehntägigen Besuch in Deutschland
begonnen.
Muñoz wird unter anderem Bildungsinstitutionen, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen besuchen.
Hintergrund für die Inspektionsreise ist, dass Deutschland beim Thema
Chancengleichheit erhebliche Mängel aufzuweisen habe. Das deutsche
Bildungssystem schließe ärmere und Schüler mit Migrationshintergrund
von weiterführenden Schulen weitgehend aus, so ein Ergebnis der
Pisa-Studie. In kaum einem anderen Industriestaat sei der
Bildungserfolg so sehr von der sozialen Herkunft abhängig.
Diese Aussage unterstützt auch der Essener Bildungsforscher Klaus
Klemm. Im Deutschlandfunk bezeichnete er Deutschland im Hinblick auf
gleichwertige Bildungschancen als "Entwicklungsland".
Schavan: Studiengebühren und Deutschpflicht
Bundesbildungsministerin Anette Schavan erwartet, dass Hochschulen in zehn Jahren Studiengebühren erheben werden.
Das geht aus einem Artikel der Berliner Morgenpost unter Berufung auf
die Presseagentur AP hervor. Wer sich an internationalen Maßstäben in
der Wissenspolitik ausrichten wolle, könne dieses Thema nicht
tabuisieren, so die CDU-Politikerin. Wenn Bildung die Quelle künftigen
Wohlstands sei, dürfe nicht nur aus der öffentlichen Hand investiert
werden. In demselben Artikel befürwortet die Bildungsministerin die
Deutschpflicht an Schulen und wundert sich über die verkrampfte
Diskussion darüber. Dies müsse eine Selbstverständlichkeit sein, denn
die gemeinsame Sprache sei der Schlüssel für Bildung.
HRK begrüßt staatliche Studienkredite
Die Hochschulrektorenkonferenz begrüßt den Auftrag des
Bundesbildungsministeriums für die Kreditanstalt für Wiederaufbau
allgemeine Studienkredite anzubieten.
Der kommissarische Präsident, Burkhart Rauhut, betonte vor allem die
soziale Dimension. Besonders wichtig sei das Angebot für Studierende
aus Familien mit mittlerem Einkommen. Diese würden beispielsweise vom
BAföG nicht erfasst, dennoch seien viele Familien nicht in der Lage ein
mehrjähriges Studium kontinuierlich zu finanzieren.
Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften, äußerte sich zur Einführung staatlicher Studienkredite ablehnend.
“netLAB“ an der FH Lippe/Höxter
Die Fachhochschule Lippe und Höxter hat ein Labor für Netzwerktechnik, das so genannte „netLAB“ eröffnet.
In dem Labor sollen anwendungsbezogene Forschungsarbeiten in der
Informationstechnologie und Industrieautomation durchgeführt werden.
Hier sollen beispielsweise Roboter entwickelt werden, die die
Karosserie eines PKW vollautomatisch zusammenschweißen. Mitfinanziert
wurde das „netLAB“ durch die Wirtschaft. Die FH solle dadurch für die
Region an Bedeutung gewinnen. Als rechtlich eigenständige Institution,
sei sie zukünftig mehr denn je auf eine ertragreiche Kooperation mit
Industriepartnern angewiesen, so der Rektor der Fachhochschule.
Asiatisch-Europäischer Dialog
Im Rahmen des Dialogforums ASEM in Berlin debattieren derzeit
Regierungsvertreter und Experten aus Asien und Europa über
Berufsbildung und Stärkung der Humanressourcen.
Hier steht vor allem die Frage nach der Beteiligung von Wirtschaft und
Sozialpartnern an beruflicher Bildung im Vordergrund. Hierzu betonte
der parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium
Andreas Storm, dass Deutschland mehr Durchlässigkeit und Zusammenarbeit
zwischen Berufs- und Hochschulausbildung brauche. Diese würde die
Bildungsqualität sichern und internationale mobile Unternehmen anziehen.
InFakt am Montag, 13. Februar 2006
Gespräche über Studiengebühren
Am Freitag trafen sich die studentischen Senatoren von grüner
hochschulgruppe und united mit Rektor Dieter Timmermann. Beide Seiten
sprachen von einer konstruktiven Atmosphäre bei dem Gespräch. Es war
das erste Treffen seit der turbulenten Senatssitzung am 1. Februar im
Audi Max, bei der das Rektorat mit der Ausarbeitung einer
Beitragssatzung zur Einführung der Studiengebühren beauftragt wurde.
Rektor Dieter Timmermann betonte nach dem Gespräch, dass es sich dabei
für das Rektorat nicht um einen Grundsatzbeschluss handle. Beide Seiten
vereinbarten, sich mehr Zeit für Diskussionen vor einer endgültigen
Entscheidung des Senats über die Einführung der Studiengebühren zu
nehmen. Dazu Dieter Timmermann:
"Aus der Sicht des Rektorats besteht kein Zwang, keine Notwendigkeit
nun unbedingt am dritten Mai die Grundsatzentscheidung zu treffen,
irgendwann im Sommersemsters und wenn selbst das nicht möglich ist,
dann später."
Ingo Bowitz, Senator der grünen Hochschulgruppe begrüßt diese neue Haltung des Rektorats.
Besetzung des Rektorats hält an
Die Besetzung des Rektorats der Universität Bielefeld hält weiter an.
Seit dem 1. Februar halten Studierende der Universität die Büroräume
besetzt. Mit der Besetzung wollen sie gegen den Senatsbeschluss über
die Einführung von Studiengebühren protestieren. Nach derzeitigem Stand
planen sie, die Aktion mindestens bis heute Abend fortzusetzen. Heute
soll es aber Gespräche mit dem Rektorat geben, dazu Jean-André Flöring,
ein Sprecher der Gruppe:
"Ja es sollen heute Gespräche stattfinden, das Rektorat möchte nur
diese Gespräche unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit abhalten, wir
hingegen möchten dies nicht, daher muss noch ein weiterer Konsens
gefunden werden zwischen den Besetzern und dem Rektorat."
Streik an Unikliniken
An sechs Universitätskliniken in NRW wird heute gestreikt. Die
Dienstleistungsgewerkschaft VERDI hat zu dem Streik aufgerufen. VERDI
verlangt für die Beschäftigten die Übernahme des Tarifvertrages, der
für die kommunalen Krankenhäuser gilt. Vom Streik betroffen sind das
Pflegepersonal und die Beschäftigten in den Bereichen Hauswirtschaft,
Verwaltung und Technik. Die Ärzteschaft wird nicht streiken.
Pinkwart kommt heute nicht
Die heutige Veranstaltung zu Wissens- und Technologietransfer im
Zentrum für Interdisziplinäre Forschung mit Innovationsminister
Pinkwart ist abgesagt.
Heute sollte der nordrhein-westfälische Minister für Innovation,
Wissenschaft, Forschung und Technologie und stellvertretende
Ministerpräsident vor geladenen Gästen aus der Wirtschaft über die
Bedeutung des Wissenstransfers für Unternehmen und Hochschulen reden.
Grund für die Absage sei die aktuelle Protestsituation an der
Universität. Ein Ersatztermin ist bisher nicht bekannt.
InFakt am Freitag, 10. Februar 2006
Urabstimmung beschlossen
Gestern Abend hat das Studierendenparlament eine Urabstimmung unter den
Studierenden der Universität Bielefeld über Studiengebühren
beschlossen. Die Urabstimmung läuft voraussichtlich vom 24. bis 28.
April.
Das Parlament hat gestern im besetzten Senatssaal getagt und neue
Referenten in den Allgemeinen Studierendenausschuss gewählt. Die
Ressorts Hochschulpolitik (HoPo), Kultur, Internationalismus und
Frieden sowie Ökologie wurden mit neuen Referenten besetzt. Durch die
Wahl eines neuen Referenten von der Hochschulgruppe United kam eine
neue Koalition zustande. Die Koalition des AStA setzt sich jetzt aus
der Grünen Hochschulgruppe, den Jusos, Kompass und United zusammen.
Pinkwart kommt nicht nach Bielefeld
Die Veranstaltung zu Wissens- und Technologietransfer im Zentrum für
Interdisziplinäre Forschung mit Innovationsminister Pinkwart ist
abgesagt.
Am kommenden Montag sollte der nordrhein-westfälische Minister für
Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und
stellvertretende Ministerpräsident vor geladenen Gästen aus der
Wirtschaft über die Bedeutung des Wissenstransfers für Unternehmen und
Hochschulen reden. Grund für die Absage sei die aktuelle
Protestsituation an der Universität. Ein Ersatztermin ist bisher nicht
bekannt.
Rektoratsbesetzung
Die Besetzung des Rektorats der Universität Bielefeld hält weiter an.
Seit dem 1. Februar halten Studierende der Universität die Büroräume
besetzt. Mit der Besetzung wollen sie gegen den Senatsbeschluss über
die Einführung von Studiengebühren protestieren. Nach derzeitigem Stand
planen sie, die Aktion mindestens bis heute Abend fortzusetzen.
Jean-André Flöring, ein Sprecher der Gruppe, äußert sich über eine
mögliche Verlängerung der Besetzung:
„Das werden wir heute Abend um 18 Uhr entscheiden. Da ist wieder unsere
Plenarsitzung und da werden wir sehen, ob wir bis Montag verlängern
oder nicht.“
Schavan gibt grünes Licht für Studienkredite
Bundesbildungsministerin Annette Schavan von der CDU hat die
Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, beauftragt, allgemeine
Studienkredite anzubieten.
Schavan sieht darin eine verlässliche und tragfähige
Finanzierungsmöglichkeit im Bildungssektor, die mit Blick auf die
Rückzahlungsbelastung für jeden Einzelnen tragbar sei. Die Kredite
werden im Gegensatz zum BAföG elternunabhängig und für mindestens sechs
Studienjahre gewährt. Ab dem 1. April diesen Jahres solle das Angebot
gelten. Die staatliche Förderbank KfW übernehme alle Risiken aus den
Studienkrediten. Für den Bundeshaushalt bedeute dies keine zusätzlichen
Belastungen.
Stellungnahme fzs
Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften, kurz fzs, äußerte sich zur Einführung staatlicher Studienkredite ablehnend.
Studienkredite seien keine sinnvolle Studienfinanzierung, da sie immer
auch Verschuldung bedeuten und viele junge Leute von Bildung
ausschließen, so ein Vorstandsmitglied des fzs. Der studentische
Dachverband hat sich in der Vergangenheit mehrfach gegen die geplanten
staatlichen Kredite gewehrt. Sie erleichtern aus seiner Sicht die
Einführung von Studiengebühren und führen zur völligen Privatisierung
von Bildungschancen.
Gegen Genfood
Der AstA fordert den Verzicht auf genmanipulierte Lebensmittel in der Universität Bielefeld.
Nach Auffassung des AStA soll das Studentenwerk gentechnisch veränderte
Produkte aus seinem Sortiment nehmen. Produkte von Tieren, die mit
genmanipulierten Pflanzen gefüttert werden, sollen ebenfalls nicht mehr
angeboten werden. Nach Angaben der Studierendenvertretung soll künftig
ein gemeinsames Konzept von Asta und Studentenwerk gewährleisten, dass
ausschließlich gentechnik-freie Produkte verkauft werden, so die
Ökologie-Referentin Inga Müller in der NW.
Niklas-Luhmann-Preis
Die Ausschreibung des zweiten Niklas-Luhmann-Preises hat begonnen.
Der Bielefelder Wissenschaftspreis zum Gedenken an den Soziologen
Niklas Luhmann wird von der Stiftung der Sparkasse in Kooperation mit
der Universität Bielefeld vergeben. Der Preis richtet sich an
internationale Wissenschaftler, die sich, wie einst Luhmann, um
interdisziplinäre Forschung verdient gemacht haben und aus den
Gesellschafts-, Sozial- und Lebenswissenschaften kommen. Er ist mit 25
000 Euro dotiert. Vorschläge können noch bis zum 15. April eingereicht
werden.
Fußball als Wissenschaft
Die Kopfball-Vorlesungen an der Universität Bielefeld werden im kommenden Sommersemester weitergeführt.
Nach einer erfolgreichen Vortragsreihe in diesem Semester, plant das
Absolventen-Netzwerk in Kooperation mit dem Bundesligisten Arminia
Bielfeld weitere Vorträge bis zum Start der Fußball Weltmeisterschaft
im Juni. Prominente Referenten werden sich, wie gehabt, weiterhin der
Frage widmen, ob Fußball eine Wissenschaft ist, so das
Absolventen-Netzwerk.
Meistertitel für Frauenstaffel
Drei Bielefelder Studentinnen gewinnen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften.
Den Meistertitel gesichert hat sich die Frauen-Staffel der Universität
Bielefeld über die Distanz „200 – 400 – 200 Meter“. Die drei
Bielefelder Studentinnen Nicole Eberhardt, Eva-Maria Raddatz und
Isabella Wiens siegten bei den Hochschulmeisterschaften der
Hallen-Leichtathletik in Dortmund vor den favorisierten Teams aus
Bochum und Heidelberg. Bei dem Wettbewerb nahmen mehr als 300
Studierende teil.
InFakt am Donnerstag, 09. Februar 2006
Rektoratsbesetzung geht weiter
Das Rektorat der Universität Bielefeld bleibt weiterhin besetzt. Die
Besetzung hat am vergangenen Mittwoch begonnen. Grund ist der
Senatsbeschluss zur Ausarbeitung allgemeiner Studiengebühren. Derzeit
befinden sich rund 40 Studierende im Rektorat. Zu der aktuellen
Situation Jean-Andre Flöring, einer der Besetzer: „Wir haben zunächst
erstmal beschlossen, dass wir unseren Aufenthalt im Rektorat erstmal
bis Freitag verlängern. Darüber hinaus sind wir uns einig, dass wir
unsere Öffentlichkeitsarbeit um mehrere 100 Prozent noch mal verbessern
wollen. Außerdem wollen wir oder warten wir vielmehr auf eine Antwort
des Rektors auf unsere Resolution. Wir haben bisher kein Schriftstück
erhalten, dass sich darauf bezieht und solange das nicht da ist werden
wir auch hier bleiben.“
Hauptwohnsitz in Hannover
Die Studierenden Hannovers sollen ihren ersten Wohnsitz in der
Landeshauptstadt anmelden. So will man die Haushaltskasse der Stadt
aufbessern. Zu diesem Zweck vereinbarten der Oberbürgermeister Herbert
Schmalstieg und die Universität Hannover am gestrigen Mittwoch enger
zusammen zu arbeiten. Laut Schmalstieg sollen diejenigen Studierenden,
die mit dem ersten Wohnsitz in der Landeshauptstadt gemeldet sind
Rabatte bei Eintrittskarten erhalten. Weiter sollen Mitarbeiter der
Stadt Hannover zukünftig bei der Einschreibung von Erstsemestern in der
Universität anwesend sein, damit diesen der Weg in das Bürgeramt
erspart bleibe.
Beweggrund für diese Vorgehensweise sind finanzielle Aspekte, denn pro
Kopf erhält die Stadt Hannover über den so genannten kommunalen
Finanzausgleich 500 Euro.
Konferenz zur Digitalisierung von Medien
Rund 500 Fachleute aus 35 Ländern diskutieren derzeit in der „Bielefeld
Conference“ über die neuen Aufgaben der Bibliotheken im digitalen
Zeitalter.
Der Leiter der Universitätsbibliothek in Bielefeld Norbert Lossau
äußerte am gestrigen Mittwoch, dass die internationale Kooperation bei
der Digitalisierung von Büchern, aber auch beim Durchsuchen von
elektronischen Texten unverzichtbar sei. So müsse in den nächsten
Jahren die Vernetzung der wissenschaftlichen Bibliotheken verbessert
werden. Es sei europaweit zwar schon viel Material digitalisiert
worden, nur handle es sich dabei lediglich um Einzelprojekte.
Zu Gast bei dieser Konferenz sind ebenfalls Vertreter der British Library in London sowie der US-Eliteuniversität Stanford.
Deutsche Forschungsgemeinschaft kritisiert akademische Nachwuchsförderung
Anlässlich der Verleihung der Leibniz-Preise hat die deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG) eine bessere akademische
Nachwuchsforderung angemahnt. Es fehle immer noch an attraktiven
Stellen unterhalb der Professur sagte DFG-Präsident Ernst-Ludwig
Winnacker am Mittwoch in Berlin. Die Exzellenzinitiative sei aber ein
guter Ansatz um die Situation in Deutschland zu verbessern. Die
Leibniz-Preisträger zeigten, dass Exzellenz in Deutschland möglich sei,
so Winnacker. Bei der Preisverleihung erhielten 11 Wissenschaftler die
renommierten Förderpreise des DFG.
InFakt am Dienstag, 07. Februar 2006
Rektoratsbesetzung dauert weiter an
Das Rektorat der Universität Bielefeld bleibt weiterhin besetzt.
Seit vergangenem Mittwoch blockieren bis zu 150 Studierende die
Büroräume in A3. Damit protestieren die Studierenden gegen den
Senatsbeschluss, der das Rektorat befähigt eine Beitragssatzung für
Studiengebühren auszuarbeiten. Die Studierenden wollen die Besetzung
noch bis mindestens morgen aufrechterhalten.
UN prüft deutsches Bildungssystem
Die UN-Menschenrechtskommission prüft derzeit das deutsche Bildungssystem.
Ab 13. Februar soll der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf
Bildung eine siebentägige Inspektionsreise durchführen. Ermittelt
werden soll, wie in Deutschland das Recht auf Bildung für alle
Bevölkerungsschichten durchgesetzt ist. Die Situation von
Migrantenkindern, Behinderten und Schülern aus einkommensschwachem
Elterhaus werden unter besonderem Augenmerk stehen. Grund für die
Untersuchung waren die Ergebnisse der PISA-Studie, die in Deutschland
auf schwere Versäumnisse bei der Chancengleichheit hinwiesen.
Inspiziert werden Ministerien, Forschungsinstitute, Schulen und
Kindergärten.
Eltern verzichten auf Luxus zugunsten von Bildung
Eltern verzichten zugunsten der Bildung ihrer Kinder auf Luxusgüter.
Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage unter 500 Vätern und Müttern.
Demnach würden dreiviertel der Eltern auf Urlaub verzichten. Rund 90 %
auf technische Dinge wie, Computer und CDs, wenn sich dadurch die
Bildung ihres Nachwuchses verbessern ließe. Derzeit geben Eltern
durchschnittlich 105 Euro pro Monat und Kind für Bildung aus.
Eingeschlossen sind hier z.B. Schulhefte, Lernbücher wie auch
Nachhilfestunden.
Debatte um Deutschpflicht auf Schulhöfen
In der Debatte um Deutschpflicht auf Schulhöfen hat sich die
Grünen-Politikerin Renate Künast für eine Deutschpflicht ausgesprochen.
„Der Deutschunterricht werde so erweitert", sagte die
Bundestagsfraktionschefin gegenüber der "Tageszeitung" aus Berlin. In
einer Schule mit vielen Nationalitäten sei die Deutschpflicht ein
Rettungsanker. Gleichzeitig müssten Schulen aber auch problemgerechte
Angebote für ausländische Kinder schaffen. Dies gelte ebenso für
deutsche Kinder mit Sprachproblemen. Ausgelöst wurde die Debatte durch
eine entsprechende Schulordnung in Berlin, der Eltern, Schüler und
Lehrer zugestimmt hatten.
Mehr Engagement in Bildung und Forschung
Bundespräsident Horst Köhler und sechs seiner europäischen Amtskollegen
haben die EU-Mitgliedsländer zu mehr Investitionen in Bildung und
Forschung aufgefordert.
Europa habe keine Chance, wenn es in Bildung und Forschung nicht an der
Spitze liege. Das sei auch ein wirksames Mittel zur Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit, so Köhler bei einem gemeinsamen Treffen in Dresden.
Weiterer zentraler Punkt des Treffens war eine Diskussion mit
Studierenden, die ihre Vision von Europa darlegten. Die Jugendlichen
sprachen sich für einen gemeinsamen Medienkanal sowie mehr
Austauschprogramme aus, auch zwischen den verschiedenen
Bevölkerungsschichten.
InFakt am Montag, 06. Februar 2006
Rektorat weiterhin besetzt
Seit Mittwochabend halten bis zu 150 Studierende das Rektorat der Uni Bielefeld besetzt.
Damit protestieren sie gegen die Entscheidung des Senats am vergangenen
Mittwoch. Der Senat hatte sich auf einer öffentlichen Sitzung für einen
Vorschlag des Rektorats ausgesprochen. Demnach soll das Rektorat eine
Beitragssatzung für die geplanten Studiengebühren ausarbeiten.
In den vergangenen Tagen gab es viele Solidaritätsbekundungen für die
Besetzer, z.B. von zahlreichen Asten, der LandesSchülerinnenvertretung
und dem Kollegiaten-Rat des Oberstufenkollegs. Die Besetzung des
Rektorats wird vorrausichtlich noch bis Mittwoch fortgesetzt.
Reinhart Koselleck verstorben
Am vergangenen Freitag ist der renommierte Bielefelder Historiker
Reinhart Koselleck verstorben. Koselleck war Mitglied im
Gründungsauschuss der Universität Bielefeld. Er hat den Aufbau und die
Entwicklung der Hochschule entscheidend mitgeprägt.
Er hat bis 1988 an der Universität gelehrt.
Seit dem 5. Juli 1989 war er Ehrensenator der Universität.
Rektor Dieter Timmermann sagte, für die Universität Bielefeld sei der Tod von Reinhart Koselleck ein unersetzlicher Verlust.
Forscher erhalten Leibniz-Preis
Am kommenden Mittwoch erhalten drei Forscher aus NRW den Leibniz-Preis
2006. Mit dem Preis zeichnet die Deutsche Forschungsgemeinschaft
herausragende Forschungsleistungen aus. Insgesamt 11 Forscher erhalten
einen der mit bis zu 1,55 Millionen Euro dotierten Preise.
Die drei Forscher aus NRW sind der Münsteraner Geochemiker Klaus
Metzger, der Kölner Sozialpsychologe Thomas Mussweiler und der Bonner
Mathematiker Felix Otto.
NRW: Rekord bei Lehrerausbildung
Das Land Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Rekord bei der Ausbildung
angehender Lehrerinnen und Lehrer erreicht. Rund 14.000
Lehramtsanwärter sowie Seiteneinsteiger stehen derzeit im
Vorbereitungsdienst. Davon traten in der vergangenen Woche 5700 den
Dienst an. Schulministerin Barbara Sommer kündigte an, dass das Land
Nordrhein-Westfalen zum Schuljahresbeginn 2006/2007 einen zusätzlichen
Einstellungstermin für den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt an
Schulen einrichtet. Der Einstellungstermin zum 09. August 2006 richtet
sich an Bewerber mit einer Ersten Staatsprüfung für den Bereich der
Sekundarstufe I und für das Berufskolleg.
Langzeitstudiengebühren in Niedersachsen
Studierende in Niedersachsen müssen möglicherweise doch Langzeitgebühren zahlen.
Vergangene Woche hatte das Verwaltungsgericht Braunschweig entschieden,
dass Langzeitstudierende für das Sommersemester 2006 keine Gebühren
zahlen müssen, weil dafür die gesetzliche Grundlage fehle. Dies will
das Wissenschaftsministerium in Hannover nun so schnell wie möglich
ändern. Noch in der Februar-Sitzung des Landtags soll eine ausreichende
gesetzliche Grundlage geschaffen werden.
Deutsche sind schon beim Berufseinstieg alt
Der Einstieg in den Beruf findet bei Deutschen vergleichsweise spät
statt. Dies belegen neue Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft.
Abiturienten sind im Schnitt 20,1 Jahre alt, wenn sie das Gymnasium
beenden. Damit hat sich das Durchschnittsalter der Abiturienten im
Vergleich zu 1992 nicht verändert, obwohl einige Bundesländer die
Schulzeit bis zum Abitur auf 12 Jahre verkürzt haben.
Hochschulabsolventen haben zur Zeit ihres Abschlusses ein
durchschnittliches Alter von 28 Jahren.
InFakt am Freitag, 03. Februar 2006
Besetzung des Rektorats
Die Besetzung des Rektorats der Universität Bielefeld dauert weiterhin an. Seit Mittwoch besetzen Studierende das Rektorat.
Anlass dafür ist die Abstimmung des Senats am Mittwoch. 15 von 21
Senatsmitgliedern stimmten für den Vorschlag des Rektorats, eine
Beitragssatzung für Studiengebühren auszuarbeiten. Damit rückt die
Einführung von Studiengebühren in Bielefeld näher.
Staub aus dem All
An der Universität Münster kamen gestern winzige Staubpartikel aus dem
All an. Zwei Forscher des Institutes für Planetologie werden den
Kometen-Staub in einem 15 Millimeter langen Streifen Alu-Folie in
Empfang nehmen. Damit erhalten die deutschen Forscher einen Teil des
ersten reinen Kometenstaubes in der Geschichte der Raumfahrt. Der Staub
soll mit einer Spezial-Methode analysiert werden. Die Forscher erhoffen
sich unter anderem Erkenntnisse aus den winzigen Kratern, die die
Staubkörnchen beim Aufschlag auf die Folie hinterließen. Die NASA-Sonde
«Stardust» hatte den Staub vor kurzem zur Erde gebracht.
LiDO, der Superrechner Der zweitgrößte Superrechner
Nordrhein- Westfalens geht am kommenden Dienstag im
Hochschulrechenzentrum Dortmund offiziell in Betrieb. Wie die
Universität gestern mitteilte, braucht der neue Hochleistungsrechner
«LiDO» eine Stellfläche von 16 Quadratmetern. Für das eine Million Euro
teure Gerät sei extra eine neue Maschinenhalle gebaut worden.
Die Maschine solle vor allem für rechenintensive wissenschaftliche
Berechnungen eingesetzt werden. Hauptnutzer seien die Fachbereiche
Maschinenbau, Bio- und Chemieingenieurwesen, Mathematik, Informatik
sowie Bauwesen. So könne der Rechner etwa mit Hilfe von simulierten
Crash-Tests die Bruchfestigkeit von Betonbrücken ermitteln helfen.
Pressekonferenz zu Studiengebühren
Heute gibt es eine Pressekonferenz zur Situation
an der Universität Bielefeld nach dem Senatsbeschluss vom Mittwoch.
Zudem wird die andauernde Besetzung des Rektorats thematisiert.
Die Pressekonferenz ist eine Kooperation von studentischen Senatoren,
dem Allgemeinen Studierendenausschuss, kurz AStA und den Besetzern des
Rektorats. Sie findet um 11 Uhr in A3 statt.
InFakt am Donnerstag, 2. Februar 2006
Senatsbeschluss Studiengebühren
Der Senat der Universität Bielefeld hat gestern über die Einführung der Studiengebühren zum kommenden Wintersemester beraten.
Auf der Sitzung im Audimax hat der Senat der Uni Bielefeld für den Antrag des Rektorats gestimmt.
Es gab 3 Stimmen gegen den Antrag, 3 Enthaltungen und 15 Stimmen dafür.
Damit hat der Senat dem Rektorat den Auftrag erteilt, bis zur nächsten
Sitzung Anfang Mai (3.5.) eine Beitragssatzung für die geplanten
Studiengebühren auszuarbeiten.
Die Entscheidung traf auf massiven Protest der Studierenden im vollbesetzten Audimax.
Im Anschluss an die Sitzung besetzten Studierende das Rektorat und den Senatssaal.
NRW benachteiligt bei Bundesmitteln
Das Land Nordrhein-Westfalen sieht sich durch die Neuverteilung der Bundesmittel für den Hochschulbau benachteiligt.
Bisher hatten Bund und Länder den Ausbau der Hochschulen jeweils
zur Hälfte finanziert.
Die Neuregelung aber orientiert sich mit der Verteilung der Mittel an
den Bauausgaben der Bundesländer aus den Jahren 2000 – 2003.
Hier würden jedoch die finanzstarken Länder Bayern und Baden-Württemberg, aber auch die ostdeutschen Bundesländer profitieren.
Nidersachsen darf keine Langzeitstudiengebüren erheben
In Niedersachsen dürfen derzeit keine Langzeitstudiengebühren erhoben werden.
Das teilte gesert das Verwaltungsgericht Braunschweig mit.
Zur Begründung heißt es, dass die dafür erforderliche gesetzliche Grundlage fehle, (so das Verwaltungsgericht).
Aus dem neu gefasst Niedersächsischen Hochschulgesetz ergebe sich
eindeutig das die Erhebung von Langzeit studiern gebüren erst zum WS
2006-2007 gestattet ist.
In einem Eilverfahren hatte das Gericht dem Antrag einer Frau
stattgegeben, die an der Fachhochschule Braunschweig Medieninformatik
studiert.
Horst Köhler Kuratoriumsvorsitzenden
Bundespräsident Horst Köhler ist in Münster zum
Kuratoriumsvorsitzenden der Hermann-Kunst-Stiftung gewählt
worden.
Dies teilte die, nach einem evangelischen Bischof benannte, Stiftung gestern mit.
Das Institut fördert unter anderem die neu testa mentliche Textforschung der Universität Münster.
Das Institut gilt weltweit als führend bei Forschungen am griechischen Urtext des Neuen Testaments.
InFakt am Mittwoch, 1. Februar 2006
Bielefelder Senat entscheidet über Studiengebühren
Der Senat der Universität Bielefeld berät heute über die Einführung der Studienbeiträge zum kommenden Wintersemester.
Aufgrund des großen Interesses ist die öffentliche Beratung über den
Tagesordnungspunkt „Studienbeiträge“ auf 12 Uhr und in das Audimax
verlegt worden. Studierende sind ausdrücklich gebeten an der Sitzung
teilzunehmen.
neu ab 16 Uhr:
Senatsbeschluss Studiengebühren
Auf seiner heutigen Sitzung im Audimax hat der Senat der Uni Bielefeld für den Antrag des Rektorats gestimmt.
Es gab 3 Stimmen gegen den Antrag, 3 Enthaltungen und 15 Stimmen dafür.
Damit hat der Senat dem Rektorat den Auftrag erteilt, bis zur nächsten
Sitzung Anfang Mai (3.5.) eine Beitragssatzung für die geplanten
Studiengebühren auszuarbeiten.
Die Entscheidung traf auf massiven Protest der Studierenden im vollbesetzten Audimax.
Zur Stunde besetzen Studierende das Rektorat und den Senatsaal der Uni.
CDU für Islamunterricht an staatlichen Schulen
Die CDU-Ministerpräsidenten Christian Wulff und Jürgen Rüttgers wollen die Integration muslimischer Schulkinder fördern.
Rüttgers plädiert hier für die Einführung von Sprachkursen für
Vorschulkinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen. Der Niedersachse
Wulff spricht sich sogar für die bundesweite Einführung des islamischen
Religionsunterrichts aus. Auch der Kulturwissenschaftler Werner
Schiffauer von der Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) begrüßte
diesen Vorstoß. Schiffauer fordert zunächst jedoch die Einführung von
weiteren Islam-Lehrstühlen an den Hochschulen.
NRW-Studie über Migranten
Eingebürgerte Zuwanderer in Nordrhein-Westfalen genießen eine bessere
Bildung und Arbeitssituation als Ausländer ohne deutschen Pass.
Das ist das Ergebnis einer bisher unveröffentlichten Studie, die vom
Land NRW in Auftrag gegeben wurde. Die ersten Teilergebnisse ergaben,
dass unter den Ausländern mit deutschem Pass nur rund 12% keinen
Schulabschluss besitzen. Demgegenüber haben bei den Zuwanderern ohne
deutschen Pass gut 23 % keinen Schulabschluss. Ein weiteres Ergebnis
der Studie belegt, dass eingebürgerte Ausländer eher Angestellte und
seltener Arbeiter sind als nicht Eingebürgerte. Die Studie beschreibt
jedoch nur den Ist-Zustand der Migranten in Nordrhein-Westfalen.
Rückschlüsse auf unmittelbare Zusammenhänge zwischen Bildung und der
Deutschen Staatsbürgerschaft lassen sich hieraus nicht erklären.
Einigung über Kinderbetreuung
Familien sollen künftig zwei Drittel ihrer Ausgaben bei der Kinderbetreuung steuerlich geltend machen können.
Darauf haben sich nun die Fraktionsspitzen der Großen Koalition
geeinigt. Diese Regelung soll sowohl für Familien gelten, bei denen
beide Eltern berufstätig sind, als auch für Alleinerziehende. Die
Obergrenze der Absetzbarkeit wird bei 4000 Euro liegen. Mit dieser
Regelung setzt sich die SPD im wochenlangen Streit um die
Betreuungskosten gegenüber den Forderungen der CDU durch.
Ethikunterricht in Berlin
Der Berliner Senat hat die Einführung des Ethik-Unterrichts zum kommenden Herbst beschlossen.
Der weltanschaulich und religiös neutrale Unterricht soll verpflichtend
für die Klassen 7 bis 10 eingeführt werden. Der Religionsunterricht
bleibt weiterhin ein freiwilliges Zusatzangebot. Die Absegnung des
Senats stößt vor allem bei den Kirchen auf Ablehnung. Sie sehen den
Religionsunterricht noch stärker als bisher gefährdet. Dem Beschluss
des Senats muss das Berliner Abgeordnetenhaus jedoch noch zustimmen.
InFakt am Dienstag, 31. Januar 2006
Senatssitzung verlegt
Die öffentliche Sitzung des Senats der Universität Bielefeld wurde ins Audi Max der Bielefelder Hochschule verlegt.
Der Senat berät morgen ab 12 Uhr über das Thema Studiengebühren an der
Universität, die allgemeine Sitzung beginnt um 9 Uhr in A3- 126. Alle
Interessierten werden gebeten an der Sitzung teilzunehmen.
Pilotprojekt „Erkennbarkeit von Bushaltestellen“ an der Fachhochschule Bielefeld
An der FH-Bielefeld wurde das Pilotprojekt „Erkennbarkeit von Bushaltestellen“ abgeschlossen.
Mit dem Pilotprojekt versucht die FH die Zahl der Unfälle an
Bushaltestellen zu verringern. Rund 70.000 Schülerinnen und Schüler
verunglücken jährlich auf ihrem Schulweg, davon mehr als 10.000 im
Schulbusverkehr.
Bushaltestellen und ihr Verkehrsumfeld stellen deshalb ein erhebliches
Gefährdungspotential dar. Durch die Anbringung von Signalkörpern werde
versucht Bushaltestellen erkennbar zu machen und Verkehrsteilnehmer für
wartende Menschen zu sensibilisieren,so der Projektkoordinator und
wissenschaftlicher Leiter Professor Dr. Joachim Bahndorf.
Dramatische Folgen des Klimawandels
Die Folgen des Klimawandels sind möglicherweise noch dramatischer als bislang angenommen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine umfassende Sammlung von Studien
britischer Forscher. Die Europäische Union hat sich als Klimaziel
gesetzt, die globalen Temperaturen um nicht mehr als zwei Grad Celsius
ansteigen zu lassen. Ein Anstieg um zwei Grad werde aber bereits
katastrophale Auswirkungen haben, schließen die britischen
Wissenschaftler.
Zu den Folgen könnten u. a. geringere Ernteerträge sowie die Ausbreitung der Wüsten gehören.
Afghanistan-Konferenz in London
Die Regierung in Kabul und die internationale Gemeinschaft wollen bei
der Konferenz heute und morgen in London einen so genannten
«Afghanistan-Pakt» über den Wiederaufbau des Landes in den kommenden
fünf Jahren schließen.
Vor der internationalen Afghanistan-Konferenz in London hatte das
UNO-Kinderhilfswerk UNICEF die Weltgemeinschaft zu nachhaltigen
Investitionen aufgerufen. Vor allem in die Bildung und Gesundheit müsse
investiert werden, teilte UNICEF mit.
InFakt am Montag, 30. Januar 2006
Bielefelder Wissenschaftspreis wird vergeben
Die Stiftung der Sparkasse und die Universität Bielefeld vergeben in
diesem Jahr zum zweiten Mal den „Bielefelder Wissenschaftspreis“.
Für die Auszeichnung, die im Gedenken an den Soziologen Niklas Luhmann
vergeben wird, können internationale Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler vorgeschlagen werden, die sich um eine
interdisziplinäre Forschung verdient gemacht haben. Bis zum 15.April
können Vorschläge eingereicht werden. Der Wissenschaftspreis ist mit 25
tausend Euro dotiert.
Senatssitzung der Universität im AudiMax
Ein Mitglied des Senats der Universität Bielefeld hat die Verlegung der Senatssitzung in das AudiMax beantragt.
Zu der Sitzung, auf der über das Thema Studiengebühren beraten wird,
werden besonders viele Studierende und Vertreter der Presse erwartet.
Mit der Verlegung ins AudiMax soll gewährleistet werden, dass
ausreichend Plätze vorhanden sind. Die öffentliche Senatssitzung
beginnt am kommenden Mittwoch um neun Uhr.
Neues Energieforschungszentrum
Der nordrhein-westfälische Innovationsminister Andreas Pinkwart hat die
Entscheidung des Energiekonzerns E.ON begrüßt in Aachen ein
Energieforschungszentrum zu gründen. Der Konzern hatte angekündigt
gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule das
Institut zu betreiben, in dem Schwerpunktmäßig in den Bereichen
Energieeffizienz und Klimaschutz geforscht werden soll.
Pinkwart bezeichnete die Energieversorgung als eine der entscheidenden Zukunftsfragen unserer Gesellschaft.
Die E.ON AG finanziert den Forschungsbetrieb mit einem Betrag von mindestens 40 Millionen Euro.
Rüttgers für Deutsch-Pflicht
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat sich für eine Deutsch-Pflicht auf Schulhöfen ausgesprochen.
In der gestrigen Ausgabe der „Bild am Sonntag“ sagte er, dass jede
Schule selbst darüber entscheiden solle. Außerdem kündigte Rüttgers an,
dass er Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen bereits im
Vorschulalter zu Sprachkursen verpflichten wolle. Hintergrund der
Äußerungen war die Entscheidung einer Berliner Schule. Dort hatten
Eltern, Lehrer und Schüler einer Hausordnung zugestimmt, nach der auf
dem Schulgelände Deutsch gesprochen werden soll.
InFakt am Freitag, 27. Januar 2006
Studiengebühren an der FH Bielefeld
Der Senat der Fachhochschule Bielefeld hat gestern beschlossen 500 Euro
Studiengebühren einzuführen. Damit ist die Fachhochschule Bielefeld die
erste Fachhochschule in OWL. Der Vorsitzende der
Landesrektorenkonferenz Volker Ronge sagte, dass angesichts der
schlechten Ausstattung den Hochschulen Landesweit nichts anderes übrig
bleibe, als den Höchstsatz von 500 Euro pro Semester zu verlangen.
AStA und StuPa fordern Rücktritt von Rektor Dieter Timmermann
Der AStA der Uni Bielefeld hat den Rücktritt von Rektor Dieter
Timmermann gefordert. Damit hat er auf den Bericht "Studiengebühren
rücken näher" in der gestrigen Ausgabe der Neuen Westfälischen
reagiert. In dem Artikel wurde laut AStA der Eindruck erweckt, dass die
Einführung von Studiengebühren bereits beschlossen sei. Zu den weiteren
Gründen für die Rücktrittsforderung einer der beiden AStA-Vorsitzenden,
Janosch Stratemann.
"Erstens weil Herr Timmermann weiterhin konsequent den Senatsbeschluss
vom Dezember 2004 ignoriert indem klare Punkte gefordert sind die
erfüllt sein müssen bevor die Studiengebühren eingeführt werden. Zum
anderen, werfen wir ihm die massive undemokratische Informationspolitik
vor; dass Sachen die für den Senat bestimmt sind - Informationen über
Anträge oder Konzeptionen für den Senat erst der Presse - zugespielt
werden bevor die Senatoren und Senatorinnen davon in Kenntnis gesetzt
werden. Wer solche Verfahren nötig hat, zeigt nur dass er mit seiner
Politik gescheitert ist."
Das Studierendenparlament hat sich der Rücktrittsforderung angeschlossen.
Der AStA trifft sich am Sonntag um 14 Uhr auf der Galerie, um das
weitere Vorgehen zu planen. Interessierte sind eingeladen, daran
teilzunehmen.
Hochschulpakt 2020
Bund und Länder wollen sich auf einen gemeinsamen Hochschulpakt einigen
– den „Hochschulpakt 2020“, der noch in diesem Jahr beschlossen werden
soll. Dies sagte Mittwochabend Bundesbildungsministerin Annette Schavan
in Berlin anlässlich eines Treffens mit den Wissenschaftsministern der
Bundesländer. Hintergrund sind die voraussichtlich stark ansteigenden
Studierendenzahlen. Bis zum Jahr 2020 ist mit 2,7 Millionen
Studierenden zu rechnen, zur Zeit sind es 1,9 Millionen. Die
Bundesländer dürften jedoch von dieser großen Aufgabe finanziell
überfordert sein. Nun diskutieren die Politiker darüber, wie der Bund
die Länder unterstützen kann.
Neuer Planet entdeckt
Eine internationale Forschergruppe hat den bislang kleinsten erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt.
Der so genannte Exoplanet hat nur rund fünf Mal so viel Masse wie die
Erde und umkreist seinen Stern in etwa zweieinhalbfach größerem Abstand
als unser Heimatplanet die Sonne. Er besteht vermutlich aus Gestein und
Eis, wie die Astronomen im britischen Fachjournal «Nature» gestern
berichten.
Da sein Stern viel schwächer strahlt als die Sonne, dürfte es auf dem
Exoplaneten rund -220 Grad Celsius kalt sein und damit ähnlich frostig
wie auf dem Eiszwerg Pluto am Rande unseres eigenen Sonnensystems.
InFakt am Donnerstag, 26. Januar 2006
Forscher der Uni Jena verbessern Krebsbehandlung
Physikern der Universität Jena ist es gelungen, eine alternative
Methode der Krebsbehandlung zu verbessern. Mit einem neu entwickelten
Hochgeschwindigkeitslaser können Krebszellen mit einem Protonenstrahl
effektiver und mit weniger Nebenwirkungen bekämpft werden. Statt wie
bisher mit Röntgenstrahlen zerstört der Laser die Krebszellen mit einem
Protonenstrahl, der den Tumor mit halber Lichtgeschwindigkeit
beschießt. Die Behandlung mittels eines Protonenstrahls ist zwar schon
länger bekannt, war jedoch technisch sehr aufwändig. So kann nun dem
neue Laser die Geschwindigkeit der Protonen konstant gehalten werden,
eine wichtige Voraussetzung für die Behandlung.
Angela Merkel empfängt den Wissenschaftsrat
Anlässlich ihrer Wintersitzung empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel heute den deutschen Wissenschaftsrat.
Der Vorsitzende des Wissenschaftsrates begrüßt die Einladung und sagte:
„Die Tatsache, dass die Kanzlerin das direkte Gespräch mit den
Mitgliedern des Wissenschaftsrats sucht, ist ein außerordentlich
erfreuliches Signal für die gesamte Wissenschaftslandschaft in
Deutschland.“
Thema der Wintersitzung ist unter anderem eine Förderung von 6 Milliarden Euro, die bis 2009 in die Forschung fließen soll.
Diese Mittel sollten in erster Linie dazu beitragen, das deutsche
Wissenschaftssystem für den internationalen Wettbewerb zu verbessern.
Forscher identifizieren Gen
Ein Forscherteam der Universität Erlangen und der Uni Greifswald haben
ein Gen identifiziert, dass für das so genannte
Johanson-Blizzard-Syndrom verantwortlich ist.
Das Johanson-Blizzard-Syndrom ist eine Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse.
Beim dieser Störung produziert die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend
Verdauungssäfte, die für die Verdauung von Fett, Eiweiß und
Kohlenhydraten nötig sind.
Mit der Identifizierung des verantwortlichen Gens ist es nun möglich, das Johanson-Blizzard-Syndrom zuverlässig erkennen.
Universitätsbibliothek Bielefeld dient als Vorbild
Das Recherche-System der Universitätsbibliothek Bielefeld soll weltweit als Vorbild dienen.
Auf der 8 internationalen Bibliothekskonferenz wird das Bielefelder System deshalb einem Internationalen Publikum vorgestellt.
Das Recherche-System der Bielefelder Universitätsbibliothek weist
Überschaubarkeit auch für den Laien aus, sagte der Bibliotheksdirektor
Dr. Norbert Lossau.
Zwar verfügen viele Universitätsbibliotheken über ein umfangreiches
Angebot an Fachliteratur und Wissenschaftslektüre, doch sind die
Recherche-Systeme oft veraltet.
An der Konferenz, die vom 7. bis zum 9. Februar in Bielefeld
stattfindet, werden knapp 500 leitende Bibliotheksfachleute aus mehr
als 30 Ländern teilnehmen.
InFakt am Mittwoch, 25. Januar 2006
Landeskabinett billigt Hochschulfreiheitsgesetz
Das Landeskabinett hat gestern das Konzept für ein sog.
Hochschulfreiheitsgesetz von Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart
gebilligt.
Durch das Gesetz sollen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen mehr
Freiheiten in ihrer Forschung und ihrer Personal- sowie Finanzpolitik
erhalten.
Das Konzept des FDP-Politikers sieht außerdem vor, dass die
Möglichkeiten für gemeinsam finanzierte Forschungsprojekte von
Industrie und Forschung verbessert werden sollen.
Forscher identifizieren Protein
Forscher der Universität Tübingen, Uni Freiburg und des Deutschen
Krebsforschungszentrums in Heidelberg, haben ein Protein identifiziert
das die Speicherung von Informationen im Gehirn steuert.
Das Protein sorgt für eine gezielte Verbindung von einzelnen Hirnzellen zu einem Netzwerk.
Ein so entstandenes Netzwerk macht ein Erinnern und Lernen erst möglich.
Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Ihre Erkenntnisse neue
Möglichkeiten zur Behandlung von Demenz und anderen Hirnschädigungen
eröffnen.
Neues Dekanat gewählt
Die Fachhochschule Bielefeld hat gestern ein neues Dekanat im
Fachbereich Maschinebau gewählt. Professor Gerhard Zenke vertritt als
Dekan die Lehrgebiete Betriebsorganisation und Management. Zenke war
bereits Mitglied des Dekanats von 1989 bis 97. Der ebenfalls neu
gewählte Prodekan Christoph Jaroschek vertritt das Lehrgebiet
Kunststoffverarbeitung.
Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis vergeben
Der Münsteraner Mediziner Carsten Müller-Tidow erhält heute den
Johann-Georg-Zimmermann-Forschungspreis. Mit dem Forschungspreis wird
Müller-Tidow für seine Krebsforschungen ausgezeichnet. Der Preis ist
mit 10.000 Euro dotiert. Ebenfalls ausgezeichnet wird der
Strahlentherapeut Rolf Sauer aus Erlangen.
Landeskabinett billigt neues Schulgesetz
Das Landeskabinett hat gestern dem von Schulministerin Barbera Sommer
vorgelegten Entwurf für das neue Schulgesetz gebilligt. Damit ist der
Weg für eine Anhörung, an die sich das parlamentarische Verfahren
anschließt, frei. Nach dem geplanten Gesetz soll u.a. die gymnasiale
Oberstufe neu geordnet werden. Außerdem soll das Fach Englisch bereits
ab der zweiten Hälfte des ersten Schuljahres unterrichtet werden. Die
Schulbezirke für Grund- und Berufsschulen sollen ab 2008 abgeschafft
werden.
DHV fordert Sonderprogramm
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) fordert ein Sonderprogramm von Bund
und Ländern. Mit dem Sonderprogramm sollten vor allem die
Rahmenbedingungen für das Studium verbessert werden. Durchschnittlich
betreue in Deutschland ein Hochschullehrer 60 Studierende. Dies sollte
laut DHV die Obergrenze sein.
Der DHV ist die bundeseweite Berufsvertretung der Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen Nachwuchses.
InFakt am Dienstag, 24. Januar 2006
„Entlassungsproduktivität“ Unwort des Jahres 2005
Zum Unwort des Jahres 2005 wurde der betriebswirtschaftliche Begriff „Entlassungsproduktivität“ gekürt.
Das gab nun eine fünfköpfige Jury aus Sprachwissenschaftlern in
Frankfurt bekannt. Zur Begründung gaben die Wissenschaftler an, dass
das Wort zwar die gesteigerte Arbeits- und Produktivitätsleistung von
Unternehmen angebe, zuvor jedoch für „überflüssig“ gehaltene
Mitarbeiter entlassen worden seien. Damit verschleiere der Begriff die
übermäßige Mehrbelastung der Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz noch
behalten konnten. Das Unwort wurde in diesem Jahr zum 15. Mal gekürt,
weitere Favoriten aus den rund 1000 Vorschlägen waren die Worte
„Bombenholocaust“, „Ehrenmord“ und „Langlebigkeitsrisiko“.
Neuer Preis für exzellente Lehre
In diesem Jahr wird erstmals der so genannte „Ars-Legendi-Preis“ für exzellente Hochschullehre ausgeschrieben.
Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert und wird jedes Jahr in einer
anderen Disziplin vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und
der Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, vergeben. In diesem Jahr wird
der Preis für einzelne Wissenschaftler oder Teams im Bereich Medizin
ausgeschrieben. Vorschläge können noch bis zum 13. Februar bei der HRK
eingereicht werden.
Mehrheit für früheren Schulbeginn
Die Diskussion um einen späteren Schulbeginn stößt bei der Mehrheit der Deutschen auf Ablehnung.
Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts polis/USUMA sprachen
sich rund 53 Prozent gegen einen Schulbeginn nach 8 Uhr aus. Dagegen
plädierten 45 Prozent für einen Unterrichtsstart um 8:30 Uhr oder 9 Uhr.
Schlafmediziner hatten in einer Studie herausgefunden, dass Schüler in
den frühen Morgenstunden weniger leistungsfähig seien. Unterstützt
werden sie durch den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten
Günther Oettinger.
Ethik und Business
Die Bethel University im amerikanischen St. Paul hat einen
interdisziplinären Master of Business Administration, kurz MBA, aus
christlichem Glauben und Business eingeführt.
Der MBA-Studiengang basiert damit auf dem so genannten „Harvard
Business Review“ und auf dem Neuen Testament. Motivation für den
Studiengang sei, dass eine neue Sorte Manager gebraucht würde, die ihre
ethischen Vorstellungen in den Alltag integrieren und vom christlichen
Glauben getragen würden, so der verantwortliche Professor. Vorbild sei
ein Studiengang der theologischen Graduate School in Kingston. Hier
werden seit 20 Jahren biblische, ethische und spirituelle Prinzipien
zusammen mit klassischen Geschäftsfeldern wie Finance, Accounting,
Marketing und Management gelehrt.
Neuer Betrugsfall in der Krebsforschung
Der Norwegische Krebsforscher Jon Sudbo hat weitere Krebsstudien gefälscht.
Wie in der vergangenen Woche bekannt wurde, hatte der Onkologe und
Strahlentherapeut in einer Veröffentlichung Patientendaten erfunden.
Jetzt hat sich eine weitere medizinische Fachzeitschrift von einem
Artikel Sudbos distanziert. Er hatte Abbildungen von Krebsstadien in
der Mundschleimhaut gefälscht. Der Arzt vom Radiumhospital in Oslo hat
bereits etliche Studien zur Diagnose und Therapie von Krebs in
verschiedenen renommierten Fachzeitschriften publiziert.
InFakt am Montag, 23. Januar 2006
Universität Bielefeld eine Runde weiter"
Die Universität Bielefeld ist bei der Exzellezinitiative des Bundes und
der Länder mit zwei Anträgen eine Runde weiter. Das haben die Deutsche
Forschungsgemeinschaft und der Wissenschaftsrat am Freitag bekannt
gegeben. In den nächsten fünf Jahren sollen insgesamt 35 Projekte mit
knapp 2 Milliarden Euro gefördert werden, um Spitzenforschung zu
ermöglichen. Insgesamt wurden 300 Anträge eingereicht. Die Uni
Bielefeld wurde nun aufgefordert bis Juni Vollanträge für die zwei
Projekte einzureichen. Erst dann wird entschieden, ob die
Forschungsgelder auch wirklich in Teilen nach Bielefeld gelangen.
Insgesamt hat die Uni Bielefeld sieben Projekte eingereicht. Leer
ausgegangen ist unter anderem die renommierte Genomforschung.
Machtwort des Rektorats
Im Streit um die Leitung des Universitätschores der Uni Bielefeld hat
das Rektorat ein Machtwort gesprochen. Ab dem 1. Februar wird der Chor
von Dorothea Schenk geleitet. Damit sind die Versuche von Teilen des
Chores gescheitert Michael Preiser als neuen Leiter einzusetzen. In
einem Brief an die Chormitglieder stellt Rektor Dieter Timmermann klar,
dass es nur einen Universitätschor gebe und ein zweiter auch nicht von
der Uni gefördert würde. Auch der Proberaum stünde einem zweiten nicht
zur Verfügung. Um den Streit zu beenden war ein zweiter Chor anfangs im
Gespräch.
Sondersitzung des StuPa
Das Studierendenparlament (StuPa) der Universität Bielefeld tritt am
Donnerstag um 20 Uhr zu einer Sondersitzung zusammen. Damit reagiert
das StuPa auf die Rücktrittsankündigungen mehrerer AStA-Mitglieder. Das
StuPa wolle auf dieser Sitzung die Lage analysieren und gegebenenfalls
geeignete Schritte ergreifen, um eine angemessene Vertretung der
Studierendenschaft in Form eines handlungsfähigen AStA zu
gewährleisten, so die StuPa-Vorsitzende Wiebke Esdar. StuPa- und
AStA-Mitglieder sind zur Teilnahme an der öffentlichen Sitzung
verpflichtet.
Einheitliche Beamtenbesoldung
Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz Ute Erdsiek-Rave will
trotz der Föderalismusreform an einer bundesweit einheitlichen
Beamtenbesoldung festhalten. Zu ihrer Amtseinführung am Freitag sagte
sie, dass ärmere Bundesländer sonst nicht mithalten könnten.
Erdsiek-Rave fordert weiter, dass länderweit die selben Standards in
Bildungsfragen gelten müssten. Dies zu garantieren sei Kernaufgabe der
KMK. Außerdem solle mehr für lernschwache Schüler getan werden, sonst
wachse „Sozialer Sprengstoff“, so die SPD Politikerin.
Klimadaten aus Eis
In der Antarktis haben Wissenschaftler eine fast 3 Kilometer tiefe
Bohrung in die Eisdecke abgeschlossen. Die vom Alfred Wegener Institut
(AWI) in Bremerhaven koordinierte Bohrung hat bis zu 900.000 Jahre
altes Eis freigelegt. Eine Bohrung aus dem vergangenen Jahr habe laut
AWI bewiesen, dass es in der Vergangenheit immer einen direkten
Zusammenhang zwischen Klima und Treibhausgasen in der Atmosphäre gab.
Erst in den vergangenen Jahrhunderten sei der Anteil der Schadstoffe
durch menschlichen Einfluss überdurchschnittlich angestiegen. Von den
Ergebnissen der jetzt abgeschlossenen Bohrung erhoffen sich die
Wissenschaftler weitere Aufschlüsse über das globale Klimageschehen.
InFakt am Freitag, 20. Januar 2006
ASTA prostiert gegen "Reichsgründungskneipe"
Der Allgemeine Studierendenausschuss, kurz AStA, der Universität
Bielefeld protestiert gegen eine Veranstaltung der Bielefelder
Burschenschaft Normannia-Nibelungen.
Diese hat auf ihrer Internetseite anlässlich der Reichsgründung vom 18.
Januar 1871 zu einer so genannten „Reichsgründungskneipe“ am 21. Januar
eingeladen.
Mit einer derartigen Veranstaltung solle die Trauer über das Ende des
NS-Regimes 1945 zum Ausdruck gebracht werden, kritisiert der AStA.
Er fordert nun die sofortige Löschung der Verlinkung von den
Internetseiten der Universität Bielefeld zu der Homepage der
Burschenschaft Normannia-Nibelungen. Die zuständigen Behörden sollten
solche Veranstaltungen verhindern, so die Studierendenvertreter.
Stifterverband bittet Bund um Hilfe
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat den Bund
aufgefordert, sich auch nach einer Föderalismusreform gemeinsam mit den
Ländern für die Forschungsförderung zu engagieren.
Kein Bundesland sei in der Lage, Eliteinstitutionen oder
Großforschungsprojekte allein zu finanzieren, sagte der Präsident des
Verbandes, Arend Oetker, gestern in Bonn. Für schnelle Entscheidungen
müsse der Bund sogar gestärkt werden. Ein neuer Bundesbeauftragter
könne die Koordination übernehmen.
Technologieentwickler sind pessimistisch
Deutschlands Technologieentwickler sehen ihre Zukunft schwarz. Die Zunft wandere zunehmend ins Ausland ab.
Über 90 Prozent der Ingenieure und Industrieforscher, die das
Stuttgarter Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation
, kurz IAO, für die Studie befragte, erwarten einen Rückgang,
allenfalls eine Stagnation der Entwicklungsleistungen, die am Standort
Deutschland erbracht werden.
Das sind die Ergebnisse einer Umfrage, über die das manager magazin heute berichtet.
„Anstrengende Randbedingungen" für Forschung und Entwicklung in
Deutschland seien die Ursache für die Abwanderung, so Dieter Sparth,
Leiter des Fraunhofer IAO.
Lachen ist gut für das Herz Das haben US- Forscher jetzt in
einer wissenschaftlichen Studie nachgewiesen. Beim Lachen weiten sich
die Blutgefäße und versorgen das Herz mit mehr Sauerstoff, wie das Team
um Michael Miller von der Universität von Maryland in Baltimore
beobachtete. Dagegen schnüren Angst und Schrecken die Gefäße ein und
bremsen so den Blutfluss.
Der Effekt des Lachens entspreche dem positiven Einfluss von Sport und
Gymnastik, schreiben die Mediziner. Dagegen behindern Angst und
Traurigkeit die Versorgung des Herzens ebenso wie ein Wutausbruch oder
die Anstrengung bei der Lösung eines kniffligen Mathematikproblems.
Presseerklärung zum Rücktritt mehrerer Referenten
In einer Presseerklärung nimmt der AStA der Uni Bielefeld Stellung zum Rücktritt mehrerer Referenten und eines Sachbearbeiters.
Darin heißt es, diese Rücktritte werden bedauert. Sie seien auf politische, aber auch auf persönliche Gründe zurückzuführen.
Zu den Zeitpunkten der Rücktritte werde es zeitnah einen fließenden personellen Wechsel geben.
Von den Rücktritten betroffen sind die Referate Hochschul- und
Bildungspolitik, Kultur, Internationalismus & Frieden, sowie ein
Teil des AStA-Vorsitzes.
InFakt am Donnerstag, 19. Januar 2006
Pinkwart verteidigt Kürzungen bei Studentenwerken
Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart hat gestern
die geplante Kürzung der Landeszuschüsse an die Studentenwerke
verteidigt. Nach Angaben der Studentenwerke sollen die Landeszuschüsse
für dieses Jahr von rund 41 Millionen auf etwa 32 Millionen Euro
sinken. Laut Pinkwart seien die Kürzungen notwendig, um den Kernbereich
der Hochschulfinanzierung zu schützen. Er schlägt den Studentenwerken
vor, die Kürzungen komplett auf die Studierenden umzulegen. So müssten
die Sozialbeiträge der Studierenden um lediglich 1,66 Euro im Monat
steigen. Die Studentenwerke betreiben unter anderem Mensen und
Wohnheime an den Hochschulen.
Tagung im ZIF
Am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld
findet vom 25. bis 28. Januar die Tagung „Die Natur der Kulturen"
statt. Die Tagung ist eine Kooperation zwischen Geistes- und
Biowissenschaften. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie
Anlagen des Menschen und seine Kultur verknüpft sind.
Oberstufenschüler präsentieren Forschungsergebnisse
Oberstufenschüler der Wirtschaftsgymnasien in Bielefeld und Herford
präsentieren ihre Forschungsergebnisse einer empirischen Studie bei
Unternehmen aus OWL. Das Thema der Studie lautete: "Konvergenz zwischen
internem und externem Rechnungswesen in mittelständischen Unternehmen -
Aktueller Stand und Perspektiven". Die Schüler präsentieren ihre
Ergebnisse am 27.Januar um 17 Uhr im Raum T0-260 der Universität
Bielefeld. Die Forschung fand im Rahmen des Projekts „BWL in OWL“
statt. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen
Wirtschaftsgymnasien und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der
Universität Bielefeld. Es gibt den Schülern die Möglichkeit an
Vorlesungen zur Betriebswirtschaftslehre teilzunehmen.
Bremen und Vechta: Mensen des Jahres
Die Mensen der Universitäten Bremen und Vechta haben den Wettbewerb
„Mensa des Jahres“ des Campus-Magazins UNICUM gewonnen. Die Uni
Bielefeld konnte keinen vorderen Platz im Ranking belegen. Über 30,000
Studierende haben im letzten Jahr für ihre Lieblings- Mensa abgestimmt.
Bundesweit standen ihnen rund 700 Mensen zur Wahl.
Chromosom 8 analysiert
Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes, kurz NGFN,
veröffentlichen neue Analysen zum Aufbau des menschlichen Chromosoms 8.
Die Ergebnisse der internationalen Studie werden heute in der
Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.
Eine Besonderheit des Chromosoms ist ein variabler Abschnitt. Innerhalb
dieses Abschnitts liegen unter anderem Gene, die zur angeborenen
Immunität des Menschen beitragen. Die neuen Daten können helfen, die
Evolution des menschlichen Genoms und die Entstehung von Krankheiten
besser zu verstehen.
InFakt am Mittwoch, 18. Januar 2006
Wissenschaftsjahr 2006 begonnen
Bildungs- und Forschungsministerin Anette Schavan hat gestern das Wissenschaftsjahr 2006 offiziell eröffnet.
Das siebte deutsche Wissenschaftsjahr steht im Zeichen der Informatik.
In diesem Bereich habe es im Gegensatz zu vielen anderen Branchen
Wachstum gegeben, betonte Professor Matthias Jarke. Der Präsident der
Gesellschaft für Informatik ist Mitinitiator des «Jahrs der Informatik
2006». Ziel ist es, das Bewusstsein für die Anwendungen und
Möglichkeiten der noch recht jungen Wissenschaft zu vermitteln.
Innovationsförderung der Landesregierung NRW
NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart hat angekündigt, mit einer
neuen Investionsstrategie der Landesregierung Nordrhein-Westfalen bis
2015 zum Innovationsland Nr.1 in Deutschland zu machen. Damit reagiert
der Minister auf eine Studie des Rheinisch-Westfälischen
Wirtschaftsforschungsinstituts, wonach die Forschungsausgaben in NRW
deutlich hinter dem Bundesdurchschnitt liegen. Die frei verfügbaren
Mittel für Forschung und Entwicklung sollen im aktuellen Haushalt knapp
500 Millionen Euro betragen.
Infoveranstaltung in der Uni
Die Universität Bielefeld informiert über Zukunftsperspektiven der
Studierenden in den naturwissenschaftlichen Bereichen. Dazu wird ein
Vortrag zum Thema „Pharma und Chemie: Chancen für den
naturwissenschaftlichen Nachwuchs“ von Prof. Thomas Schreckenbach zu
hören sein. Der Vorsitzende des Kuratoriums des Fonds der Chemischen
Industrie klärt auf über die Veränderungen, die sich aus der Umstellung
auf Bachelor-Abschlüsse ergeben. Der Vortrag beginnt heute um 17.15 Uhr
im Hörsaal 1.
Verzögerungen im Stadtbahnverkehr
Nach einem Unfall auf der Stadtbahnlinie 4 musste heute morgen zwischen
7.00 Uhr und 8.30 Uhr der Bahnverkehr ab der Haltestelle
Graf-von-Staufenberg-Straße eingestellt werden. Ab dort wurden
Ersatzbusse eingesetzt. Am frühen Morgen hatte es kurz vor der
Haltestelle Universität eine Kollision zwischen einem PKW und der
Stadtbahn gegeben. Dadurch kam es zu leichten Verzögerungen.
NASA verschiebt Start der Pluto-Sonde
Die US-Weltraumbehörde NASA hat den Start der Pluto-Sonde „New
Horizons“ verschoben. Wegen zu starker Höhenwinde musste der Start vom
Weltraumbahnhof in Cape Canaveral abgesagt werden. Der nächste Termin
ist für heute Abend angesetzt. „New Horizons“ ist die erste Raumsonde,
die von der Erde zum Pluto aufbrechen soll. Sie wird für die rund sechs
Milliarden Kilometer Entfernung eine Flugzeit von mehr als neun Jahren
benötigen.
InFakt am Dienstag, 17. Januar 2006
AStA-Mitglieder erklären Rücktritt
Einige Mitglieder des Bielefelder AStA haben den Rücktritt von ihren Ämtern erklärt.
Zum ersten März 2006 werden eine gewählte Referentin und ein gewählter
Referent sowie ein Sachbearbeiter für Hochschul-und Bildungspolitik
zurücktreten. Zudem erklärten eine AStA-Kulturreferentin und die
AStA-Vorsitzende (Susana Elizalde) ihren Rücktritt zu anderen
Zeitpunkten. In der Begründung heißt es, der Rücktritt der fünf
listenlosen AStA-Mitglieder sei u.a. die Konsequenz aus der Koalition
mehrerer Listen auf der vorletzten StuPa-Sitzung. Auf dieser Sitzung
gab es für einen Antrag eine Koalition der Listen Juso-HSG, ghg*ol,
Kompass und Für die Mitte, bitte!. Eine personelle Beteiligung der
Liste "Für die Mitte, bitte!" sei aber eigentlich bereits in der
Findungsphase des aktuellen AStAs ausgeschlossen worden.
Juso-Hochschulgruppen kritisieren SPD-Parteivorstand
Die Juso-Hochschulgrippen kritisieren die Ablehnung eines
Unvereinbarkeitsbeschlusses durch den SPD-Parteivorstand. In dem
Unvereinbarkeitsbeschluss sollte die Unvereinbarkeit zwischen einer
SPD-Mitgliedschaft und der Mitgliedschaft in der Deutschen
Burschenschaft beschlossen werden. Dies lehnte die Parteiführung ab.
Die Deutsche Burschenschaft (DB) ist ein Dachverband von etwa 120
Studentenverbindungen aus verschiedenen Ländern mit etwa 15.000
Mitgliedern.
fzs fordert Abschaffung von KiTa-Gebühren
Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) unterstützt
die Forderung der Bundesfamilienministerin von der Leyen (CDU) nach
einer Abschaffung der Gebühren für Kindertagesstätten.
Die SPD hat demgegenüber eine steuerliche Absetzbarkeit der Gebühren
geplant. Diese Absetzbarkeit der Gebühren dient laut fzs aber kaum
dazu, dass Geringverdienende und Alleinerziehende ihre Kinder betreuen
lassen können. fzs-Vortsandsmitglied Regina Weber sagte, dass
insbesondere Studierende mit Kind nicht von einer steuerlichen
Entlastung profitieren würden. Diese seien in vielen Fällen mangels
Einkommen in vielen Fällen ohnehin nicht steuerpflichtig.
DHV fordert Wissenschaftstarifvertrag
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) fordert einen Wissenschaftstarifvertrag.
Darin sollen die Arbeitsbedingungen für wissenschaftliche Mitarbeiter
festgehalten werden. Der Wissenschaftstarifvertrag solle für alle
wissenschaftlichen Mitarbeiter gelten. Der Präsident des DHV, Bernhard
Kempen sagte, dass so attraktivere Arbeitsbedingungen geschaffen
würden, um ein Abwandern hochqualifizierter Arbeitskräfte ins Ausland
zu verhindern. Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite
Berufsvertretung der Universitätsprofessoren und des wissenschaftlichen
Nachwuchses mit über 21.000 Mitgliedern.
Oettinger: Schulunterricht soll später beginnen
Der Baden-Württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU)
fordert, in den Schulen eine halbe oder ganze Stunde später mit dem
Unterricht zu beginnen.
Dadurch sollten die Unterrichtszeiten an die Zeiten der Arbeitswelt
angepasst werden. Kinder würden zurzeit häufig früher aus dem Haus
gehen also ihre Eltern. Durch ein Anpassen der Zeiten würde auch der
Familienzusammenhalt gestärkt.
50 Millionen afrikanische Kinder ohne Schulbildung
Die afrikanischen Staaten geben immer weniger Geld für Bildung aus.
Das gab die Afrikanische Union, kurz AU, am Wochenende bekannt. Während
in den 90er Jahren noch umgerechnet 37 Euro pro Kopf in Bildung
investiert wurde, sind die Ausgaben 2003 auf 17 Euro gesunken. Dadurch
bleibt es zur Zeit ca. 50 Millionen Kindern verwehrt Schulen zu
besuchen. Der südafrikanische Bildungsminister forderte nun die
Mitgliedsstaaten der AU auf, mindestens ein Viertel ihres Etats
aufzuwenden, um allen Kindern ein Grundstock an Bildung zu ermöglichen.
InFakt am Montag, 16. Januar 2006
Ergänzungsstudium zum "China-Manager" an FHM Bielefeld
Im Rahmen eines Pressegesprächs wird die Fachhochschule des
Mittelstands (FHM) Bielefeld Morgen das neue Ergänzungsstudium zum
"China-Manager" vorstellen. Mit dem neuen Ergänzungsstudium bereitet
die FHM Bielefeld Studierende auf eine internationale Karriere im
chinesischen Markt vor. Kooperationspartner ist die renommierte
Nord-West Universität Xi'an in China. Das Angebot richtet sich an
Studentinnen und Studenten aus wirtschaftswissenschaftlichen
Studiengängen sowie an Sinologiestudenten. Das Studium ist kompakt
aufgebaut und vermittelt in nur einem Semester betriebswirtschaftliche,
interkulturelle und sprachliche Kompetenzen für den chinesischen Markt.
Der Musikgeschmack spiegelt die Persönlichkeit überraschend gut wieder
Der Musikgeschmack gibt viele Details des Charakters preis, die vom
jeweiligen Gegenüber intuitiv richtig erfasst werden. Das haben die
britischen Forscher Peter Rentfrow und Samuel Gosling von der
Universität in Cambridge in Tests mit Probanden gezeigt. Oft können
Menschen sogar besser über ihren Musikgeschmack eingeschätzt werden als
über Fotographien oder Videoaufnahmen. Die Forscher zeigten, dass sich
bestimmte Musikattribute und Musikgenres häufig mit typischen
Persönlichkeitsmerkmalen verbinden. So sind die Lieblingsstücke von
extrovertierten Personen eher energiegeladen, enthusiastisch, enthalten
viele Gesangpassagen und sind bei amerikanischen Jugentlichen eher der
Countrymusik oder dem Hip-hop zuzuordnen. Diese Zusammenhänge erlauben
es, relativ zuverlässig vom Musikgeschmack eines Menschen auf dessen
Persönlichkeit zu schließen, fassen die Forscher zusammen.
Ein britischer Ökonom will nachweisen, dass Liberalisierungen die Bildungsausgaben bremsen
Jörn-Steffen Pischke, Ökonom an der London School of Economics, hat
eine alternative Erklärung vorgeschlagen, die den transatlantischen
Unterschied der Einkommensungleichheit erklärt. Sein Argument: Weil
europäische Firmen auf kurzfristige Schwankungen nicht mit "Hire and
Fire" reagieren können, investieren sie mehr in die Erhöhung der
Produktivität. Und hier sehr stark in die Weiterbildung. Das führe zu
einer Höherqualifizierung der schlechter ausgebildeten Mitarbeiter -
und dazu, dass Ungleichheit in der Bezahlung nicht dramatisch steige.
In den USA hätten Firmen kaum Anreiz, in Ausbildung zu investieren,
weil sie bei Bedarf die erforderlichen Mitarbeiter aufnehmen und
schnell wieder feuern können.
Der Präsident des Deutschen Studentenwerkes, Hans-Dieter-Rinkens,
prognostiziert, dass mit der Einführung von Studiengebühren eine
weitere soziale Selektion eintrete. Außerdem sei zu befürchten dass vor
allem bei Studierenden der unteren und der mittleren Herkunftsgruppe
ein Studienverzicht nicht auszuschließen sei. Und das sei laut Rinkens
gerade das Gegenteil von dem, was dieses Land brauche. Der
gleichberechtigte Zugang zum Studium, unabhängig von der
Bildungstradition und vom Einkommen der Eltern, sei ein noch immer
unerreichtes Ziel, so Rinkens. Gestern in einer Rede zum
Neujahrsempfang an der Uni Paderborn. Auch das Argument der
verbesserten finanziellen Lage der Universitäten durch Einführung von
Studiengebühren, betrachtet Rinkens skeptisch. Er befürchtet einen
Anstieg der Streichungen, die den finanziellen Zuwachs der
Universitäten zunichte machen könnten.
Ehrendoktortitel für Michael Krüger
Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Uni Bielefeld
verleiht dem Verleger, Schriftsteller und Literaturkritiker Michael
Krüger einen Doktor der Philosophie honoris causa. Der Lektor und
Verleger des Hanser Verlags bekommt den Titel für seine Verdienste um
die Literatur und die Literaturwissenschaft. Krüger betonte er in einem
Statement. Die Verleihung soll zu Beginn des Sommersemesters
stattfinden.
InFakt am Freitag, 13. Januar 2006
Bertelsmann-Stipendien
Die Universität Bielefeld hat erstmals zwei Bertelsmann-Stipendien vergeben.
Die Bertelsmann-Stipendien zeichnen innovative Master-Arbeiten aus, die
im Master-Studiengang „Interdisziplinäre Medienwissenschaft“
geschrieben werden.
Die Stipendiaten Maha Salem und Ulli Waltinger beschäftigten sich mit erleichterter Benutzer-Führung im Internet.
Die beiden Stipendiaten sollen nun regelmäßig über ihre Fortschritten bei den Master-Arbeiten berichten.
Zudem werden die Arbeiten Bertelsmann-Führungskräften vorstellt.
Bildungsausgaben sind nicht effizient
Sieben Prozent der deutschen Bildungsausgaben führen nicht zum Erreichen von Arbeitsmarkt-Qualifikationen.
Dies ist das Fazit vom „Institut der deutschen Wirtschaft“.
3,7 Milliarden Euro würden demnach vom Staat investiert ohne die
Versetzung ins neue Schuljahr, den Hauptschulabschluss oder eine
Ausbildungsfähigkeit zu garantieren.
In diesem Zusammenhang forderten Bildungsverbände eine individuellere
Förderung von Schülern. Diese müsse aber schon im Kindergarten beginnen.
Klonforscher wird Fälschung vorgeworfen
Der süd-koreanische Klonforscher Hwang sieht sich weiter als Opfer einer Verschwörung.
Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach drei Wochen beschuldigte
der Forscher frühere Mitarbeiter, Daten gefälscht zu haben.
Am Dienstag hatte die Untersuchungskommission der Universität Seoul
mitgeteilt, dass die Studien über menschliche embryonale Stammzellen
gefälscht seien.
Aus diesem Grund durchsuchte auch die süd-koreanische Staatsanwaltschaft das Privathaus und die Büros des Forschers.
Professor steht unter Verdacht
Ein Literatur-Professor ist angeklagt in der Bonner Universitätsbibliothek historische Bücher gestohlen zu haben.
Acht Bücher aus dem 16. bis 18. Jahrhundert sollen von dem Professor gestohlen und verkauft worden sein.
Der Angeklagte wies die Vorwürfe von sich. Die verkauften Bücher stammten aus seinem Privatbesitz, sagte er.
Der Literatur-Professor hatte in Bonn promoviert und war 25 Jahre lang Nutzer der Bonner Bibliothek.
Gene geben Auskünfte über Todesursachen
Japanische Forscher haben herausgefunden, dass bestimmte Gene bei Strangulierten mehr aktiv sind als bei anderen Todesursachen.
Dazu haben sie Mäuse, die erstickt sind, Gewebeproben entnommen.
Gewebeproben von erstickten Mäusen wiesen dabei erhöhte Aktivität bestimmter Gene auf.
Ungeklärte Todesfälle, wie zum Beispiel der plötzliche Kindstod, können so zukünftig anhand der Gen-Akivität geklärt werden.
InFakt am Donnerstag, 12. Januar 2006
Heute StuPa-Sitzung
Das Studierendenparlament der Universität Bielefeld kommt heute zu einer öffentlichen Sitzung zusammen.
Ab 19:00h c.t. wird unter Anderem über das elektronische kommentierte
Vorlesungsverzeichnis (eKVV) beraten. Hier stehen Raumvergabe und
Online-Anmeldeverfahren im Vordergrund. Außerdem wird auf der Sitzung
ein studentischer Vertreter für die Stipendienvergabekommission der
Universität gewählt.
Die öffentliche Sitzung findet ab 19 Uhr im Senatssaal der Universität in A3-126 statt.
PISA-Entwickler spricht auf Jahresempfang
Auf dem Jahresempfang des Rektors der Uni Bielefeld am 19. Mai wird der
PISA-Studienentwickler Andreas Schleicher als Festredner sprechen.
Andreas Schleicher ist verantwortlicher Leiter der PISA-Bildungsstudien
und Abteilungsleiter bei der OECD in Paris.
In dieser Eigenschaft ist er für die Entwicklung und Analyse von Erfolgs-Untersuchungen für Bildungssysteme verantwortlich.
FH erweitert Studienangebot
Zum kommenden Sommersemester 2006 richtet der Fachbereich Wirtschaft
der FH Bielefeld den Masterstudiengang „Technische Betriebswirtschaft“
ein. Dieser Verbundstudiengang richtet sich an berufstätige Ingenieure
und Naturwissenschaftler, die höhere Führungspositionen anstreben. Das
Studium schließt nach fünf Semestern mit dem Master Of Business
Administration ab.
Am kommenden Donnerstag, den 19.01. findet um 19 Uhr im Hörsaal 10 der
Universität eine Infoveranstaltung für Studieninteressierte statt.
Weniger Studienplätze in Niedersachsen befürchtet
Für Abiturienten in Niedersachsen wird es nach Befürchtungen des
Philologenverbandes bald nicht mehr genügend Studienplätze geben.
Gestern sagte der Landesvorsitzende der Gymnasiallehrer-Vereinigung,
Guillermo Spreckels, dass sich die Chancen, einen Platz an einer
Hochschule zu ergattern in den nächsten Jahren rapide verschlechtern
würden. Wenn hier nicht bald eine Menge geschehe, stünde man in
Niedersachsen in wenigen Jahren vor einer Bildungskatastrophe im
Hochschulbereich, die ihres Gleichen suche, so Spreckels weiter.
Schulstress
Fast jeder fünfte Schüler zeigt Symptome von Schulstress auf. Das ist
das Ergebnis einer Forsa-Umfrage. 19 Prozent der Schüler litten nach
Angaben ihrer Eltern unter Prüfungsangst, Konzentrationsverlust und
Nervosität. Andere Eltern bezeichneten ihre Kinder in Zusammenhang mit
Schulstress als aggressiv, traurig oder zurückgezogen.
InFakt am Mittwoch, 11.Januar 2006
Ausschreibung Grotemeyer-Preis
Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft schreibt zum 10. Mal
den „Karl Peter Grotemeyer-Preis für hervorragende Leistungen und
persönliches Engagement in der Lehre“ aus.
Studierende der Universität sind damit aufgefordert, Lehrende zu
nominieren, die sich in besonderer Weise um aktuelle Forschung, Lehre
und vorbildliche Betreuung verdient gemacht haben und somit die
Studienfreude gefördert haben. Vorschläge können bis zum 10. Februar
bei Professor Sagerer, per E-Mail an andrea.frank@uni-bielefeld.de oder
in B3-125 abgegeben werden. Der mit 3000 Euro dotierte Preis kann an
promovierte oder habilitierte Wissenschaftler gehen, die nicht älter
als 40 sind.
Intelligenz im ZIF
Vom 19. bis 21. Januar findet im Zentrum für Interdisziplinäre
Forschung eine Tagung zum Thema „Die Intellektuellen auf dem Weg in die
Wissensgesellschaft“ statt.
Unter Leitung von Martin Carrier, Bettina Heintz und Johannes
Roggenhofer von der Universität Bielefeld wird hier mit einer
Arbeitsgemeinschaft die Typisierung und Definition von Intellektuellen
untersucht. Außerdem werden nationale Unterschiede und Einflüsse von
Intellektuellen in Deutschland, Frankreich, den USA und der Schweiz
erforscht. Die Arbeitsgemeinschaft wird aus Intellektuellen selbst,
Vertretern aus der Geschichtswissenschaft, Philosophie und
Kultursoziologie, sowie Wissenschaftsjournalisten bestehen.
Joschka Fischer als Professor
Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer will angeblich als Professor in die USA gehen.
Nach Abgaben des Stern laufen bereits Verhandlungen mit den
Eliteuniversitäten Harvard und Princeton. Obwohl Fischer kein Abitur
hat wolle er für zwei bis drei Jahre in Amerika lehren. Er hatte
bereits 2003 einen viel beachteten Vortrag über „Europa und die Zukunft
der transnationalen Beziehungen“ in Princeton gehalten. Zunächst will
Fischer allerdings sein Buch über die Zeit als Außenminister und
Vizekanzler fertig stellen.
Studierender als Oberbürgermeister
In Leipzig tritt ein 24-jähriger PR-Studierender zur Oberbürgermeisterwahl an.
Der parteilose Benedict Rehbein hatte sich nach der vergangenen
Bundestagswahl entschieden, selbst etwas für die Politik zu tun. Auf
seiner Agenda steht unter anderem die Privatisierung von Stadteigenen
Firmen, um das Haushaltsdefizit Leipzigs zu beheben. Wenn Rehbein im
Februar zum Oberbürgermeister gewählt wird, wird er sein
Magisterstudium unterbrechen. Seine Professoren haben ihm zugesichert
auch nach sieben Jahren Amtszeit noch seine Abschlussarbeit schreiben
zu dürfen.
Rheumamittel gegen Alzheimer?
Bestimmte Diabetes- und Rheumamittel wirken vorbeugend gegen Alzheimer.
Das haben Forscher des Universitätsklinikums Münster herausgefunden. In
ihren Untersuchungen konnten die Wissenschaftler einen bestimmten
Rezeptor in Nervenzellen ausmachen, der für die schädlichen
Eiweißablagerungen im Gehirn von Alzheimer-Patienten verantwortlich
ist. Des Weiteren konnten die Neurologen die schützende Wirkung von
bestimmten Rheuma- und Diabetesmedikamenten auf diesen Rezeptor
nachweisen. Dieses biete eine neue Grundlage für vorbeugende und
Behandlungsstudien an Hochrisiko-Patienten mit gut verträglichen
Mitteln, so Prof. Erich-Bernd Ringelstein vom Universitätsklinikum.
„Computer Vision and Computational Intelligence"
Die westfälische Fachhochschule Iserlohn bietet zum Sommersemester 2006
einen neuen Masterstudiengang „Computer Vision and Computational
Intelligence“ an.
Der Studiengang mit dem Abschluss „Master of Science“ vermittelt vor
allem Kenntnisse im Bereich der Photonic, Computergrafik,
Prozessinformatik und Systemtechnik. Damit richtet er sich an Diplom-
und Bachelorabsolventen der Studiengänge Informatik und
Ingenieurwissenschaften. Bewerbungsschluss ist der 15. Februar.
Studienvorbereitender Mathematik-Brückenkurs
Die „Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen“ in Koblenz
bietet vor Beginn des kommenden Sommersemesters einen
Mathematik-Brückenkurs an.
Das Angebot richtet sich vor allem an Studienanfänger technischer
Studiengänge, denen es an mathematischen Fertigkeiten in den Bereichen
Algebra, Funktionen und Geometrie fehlt. Der Kurs ist als Fernstudium
konzipiert und ermöglicht somit zeit- und ortsunabhängiges Lernen. Die
Anmeldefrist für den Brückenkurs zwischen Schule und Studium läuft am
31. Januar aus.
InFakt am Dienstag, 10.Januar 2006
Studienplatztauschbörse im Internet
Im Internet auf der Homepage von spiegel-online gibt es jetzt eine Tauschbörse für Studienplätze.
Studierende, die an eine Uni wechseln wollen werden unterstützt und an
mögliche Tauschpartner vermittelt. Ebenfalls gibt es auf dieser Seite
ein Ranking, in dem die nach Tauschwünschen beliebtesten Hochschulen
aufgelistet sind. Demnach streben Betriebswirte zur Zeit Köln und
Münster an. Juristen hingegen die Humboldt-Universität und die
FU-Berlin. Bielefeld kommt für die Juristen seltener in Frage. Die
akademische Qualität einer Hochschule allerdings stellt häufig nicht
das erste Auswahlkriterium für den Zielort dar. Die Beliebtheit der
Universitäten richtet sich ebenso nach privaten Gründen und der
Lebensqualität einer Stadt.
Jahr der Informatik
Das für das Bundesministerium für Bildung und Forschung siebte Wissenschaftsjahr 2006 steht ganz im Zeichen der Informatik.
Alle Bereiche unseres Lebens sind auf Produkte und Ergebnisse aus der
Technikdisziplin angewiesen. An Beispielen wie Mobilität, Gesundheit
und Entertainment soll gezeigt werden, wie präsent Informatik in
unserem Alltag bereits ist. Ziel des Informatikjahres ist es, dass
Bewusstsein für die zahlreichen Anwendungen und Möglichkeiten der
Informatik zu schärfen, sowie Chancen für die Zukunft Deutschlands
aufzuzeigen. Das Informatikjahr startet am 17. Januar mit einer großen
Auftaktveranstaltung in Berlin.
Hunde riechen Krebs
Hunde können im Atem bösartige Krebserkrankungen aufspüren. Dies fand ein amerikanisch-polnisches Forscherteam heraus.
Die Tiere sind befähigt zwischen dem Geruch gesunder und krebskranker
Patienten zu unterscheiden. Brustkrebs konnte so mit 88prozentiger
Sicherheit, Lungenkrebs sogar mit 99prozentiger Sicherheit
identifiziert werden. Krebszellen bilden flüchtige organische
Verbindungen, die in vielen Fällen mit dem Atem ausgeschieden werden.
Hunde können mit ihrer extrem empfindlichen Nase ein einziges
Duftmolekül in einer Billion anderer ausfindig machen. Sollten sich die
Ergebnisse bestätigen, könnte die Schnüffeldiagnose nach Ansicht der
Forscher die herkömmlichen Früherkennungsmethoden ergänzen und
zuverlässiger machen.
Fühlende Handprothese
Eine neu entwickelte Handprothese, die so genannte „Cyberhand“ kann fühlen.
Deutsche Forscher des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik
haben diese feinfühligen Hand im Rahmen eines EU-Verbundprojektes
entwickelt. Der Träger der „Cyberhand“ spürt, wie die Fingerkuppen
Gegenstände berühren, sowie Heißes oder Kaltes. Die fünf Finger sind
mit dem Nervensystem des Menschen verknüpft. Dafür werden noch intakte
Nervenfasern im Armstumpf mit kleinsten Elektroden verbunden. So werden
nicht nur Empfindungen an das Gehirn weitergegeben, sondern auch
Signale des Gehirns an die einzelnen Bereiche der Prothese geschickt.
In den nächsten Wochen sollen die Elektroden zum ersten mal am Menschen
getestet werden.
InFakt am Montag, 09.Januar 2006
Germanistentreffen in der Uni
Ab heute findet im internationalen Begegnungszentrum der Universität
Bielefeld ein dreitägiges treffen führender Fachvertreter der
Germanistik statt. Unter dem Titel „Kerncurriculum Germanistik –
Chancen und grenzen der neustrukturierung der Studiengänge im Kontext
des Bolognaprozesses" sollen die Rahmenbedingungen eines
germanistischen Kerncurriculums diskutiert werden. An dem treffen
nehmen führende Fachvertreter aus den vier germanistischen
Teildisziplinen Literaturwissenschaft, Linguistik, Mediävistik, und
Fachdidaktik teil. Ziel ist es ein Grundlagenpapier zu verfassen, das
als Orientierungshilfe für den künftigen Diskussionsprozess innerhalb
der Germanistik dienen soll.
Waffe gegen Alzheimer
Nanopartikel aus Gold könnten in Zukunft als Waffe gegen Alzheimer
eingesetzt werden. Schon in frühen Stadien bilden sich im Gehirn von
Alzheimer-Patienten die so genannten Beta-Amyloid-Plaques. Dabei
verklumpen Eiweißmoleküle, die sich an Nervenzellen ablagern. Diese
Plaques gelten als Hauptauslöser der späteren Zerstörung der
Nervenzellen sowie der für Alzheimer typischen Gehirnschrumpfung.
Forscher der Universität von Santiago de Chile fanden heraus dass sich
die verklumpten Eiweißmoleküle in Verbindung mit Goldnanopartikeln und
Mikrowellenstrahlung auflösen. Dieser Effekt wurde von den
Wissenschaftlern im Reagenzglas bereits nachgewiesen. Nun wollen die
Forscher testen, ob der Effekt auch im lebenden Körper erzielt werden
kann.
Boykott gegen Coca-Cola an US Unis
Seit Beginn des Jahres boykottieren zahlreiche US-amerikanische
Hochschulen den Verkauf von Coca-Cola-Getränken auf dem Campus.
Studentengruppen und Aktivisten werfen dem internationalen
Getränkekonzern Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien und
Umweltverschmutzungen in Indien vor. Die University of Michigan ist
bereits die zehnte Universität in den USA, die sich dem Druck von
Studentengruppen gebeugt und millionenschwere Verträge mit Coca-Cola
beendet hat. Erstmals seit den Studentenunruhen der frühen siebziger
Jahre haben sich Protestgruppen an Universitäten aus allen Teilen der
USA zu einem solch durchschlagenden Boykott zusammengefunden. Sie
bezichtigen den Getränkekonzern, für Pestizidverseuchungen und sinkende
Grundwasserspiegel in mehreren Regionen Indiens verantwortlich zu sein.
Außerdem behaupten sie, Coca- Cola sei an der Ermordung von sieben
Gewerkschaftsführern in Kolumbien beteiligt. Dabei berufen sich die
Studentengruppen auf Berichte verschiedener Menschenrechts- und
Umweltschutzorganisationen.
András Schiff wird Honorarprofessor in Detmold
Der 52 Jährige Piano Weltstar András Schiff wird Honorarprofessor der
Detmolder Musikhochschule. Die Hochschule für Musik teilte am Freitag
mit, dass sie mit der Auszeichnung die Verdienste des ungarischen
Künstlers um die Pflege der klassischen Musik und die Musikpädagogik
würdige. Der Rektor der Hochschule, Prof. Martin Christian Vogel, wird
Schiff Morgen anlässlich eines Sonderkonzertes von Bach zum
Honorarprofessor ernennen.
Haushalts-und Ernährungswissenschaften immer beliebter
Haushalts- und Ernährungswissenschaften werden bei Hochschulstudenten
immer beliebter. Die Zahl der Absolventen stieg 2005 im Vergleich zum
Vorjahr um 13 Prozent auf den Höchststand von 1100. Im Wintersemester
2004/2005 waren 7100 Studenten im Studienfach eingeschrieben.
Bemerkenswert ist nach Einschätzung des statistischen Bundesamtes der
hohe Anteil an Bachelorabsolventen. Etwa 13 Prozent der Absolventen
beendeten ihr Studium mit einem Bachelor.
InFakt am Freitag, 06.Januar 2006
2006 ist Informatikjahr
Nach dem Einsteinjahr 2005 hat die Bundesregierung
2006 das Jahr der Informatik ausgerufen. Dabei sollten mit einer Fülle
von Veranstaltungen Hintergründe und Bedeutung der Informatik für das
tägliche Leben wie auch für die wirtschaftliche Entwicklung
Deutschlands vermittelt werden, teilte das Bundespresseamt in Berlin
gestern mit. Die Veranstaltungen werden gemeinsam vom
Bundesforschungsministerium und der
Initiative «Wissenschaft im Dialog» vorbereitet.
Sichere Energieversorgung durch regenerative Energiequellen
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen
Versorgung kann nach Einschätzung von Experten noch erheblich
gesteigert werden. Bis 2050 könnten in Deutschland unter anderem 80
Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen, so der
Energieforscher Hermann Ott vom Wuppertal Institut gestern in Berlin.
Jedoch müsse dafür der heutige Stromverbrauch um die Hälfte gesenkt
werden. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz könnten gemeinsam die
Versorgungssicherheit erheblich verbessern.
Berufstarter bekommen weniger Geld
Bei der neusten Erhebung der IG Metall kam heraus dass die Unternehmen
wieder mehr Berufsstarter einstellen, diese jedoch weniger bezahlen.
Danach wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Fünftel mehr Ingenieure und
Kaufleute eingestellt, dafür sanken die Einstiegsgehälter quer durch
alle Fachrichtungen um fünf bis sechs Prozent. Die Topverdiener unter
den Berufseinsteigern sind laut der Erhebung die Volks- und
Betriebswirte mit 44.500 Euro brutto. Bei den Anwälten liegen die
Einstiegsgelder bei etwa 29.000 Euro.
Die IG Metall führt jährlich eine Erhebung über die Einstiegsgelder von Berufseinsteigern durch.
Simulation der Vereinten Nationen
Die Frankfurter Universität ist seit gestern an vorübergehend
Schauplatz internationaler Politik: 220 Studierende simulieren vier
Tage lang die Arbeit der Vereinten Nationen.
Bei der Frankfurter Version des jährlich in New York
ausgerichteten UN-Planspiels stellen die Teilnehmer aus
Deutschland,Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden
die Generalversammlung und den Sicherheitsrat nach.
Bis Sonntag diskutieren die Nachwuchs-«Diplomaten» unter anderem über
die Menschenrechte im Iran, den weltweiten Umgang mit Kleinwaffen und
ethische Fragen rund um das Thema Klonen.
«Die Studierenden sollen durch die Simulation ein Gefühl dafür
bekommen, wie internationale Politik funktioniert», sagte die
Politikwissenschaftlerin Tanja Brühl, eine der Organisatorinnen.
InFakt am Donnerstag, 05.Januar 2006
Peiserhöhungen für Studierende
Die Studentenwerke in NRW kündigen Preiserhöhungen an.
Grund hierfür ist die geplante Kürzung der Landeszuschüsse für die
Studentenwerke in diesem Jahr um 20 Prozent. Dem Studentenwerk
Bielefeld stehen demnach 720.000 Euro weniger an Mitteln zur Verfügung.
Da bei den Studentenwerken laut ihrem Sprecher Günther Remmel kaum noch
Einsparpotential vorhanden ist, müssten die Studierenden mit steigenden
Kosten für das Essen in der Mensa, Wohnheimmieten und einer Erhöhung
des Sozialbeitrags rechnen.
Gleichstellung
Die Universität Bielefeld ist beim aktuellen bundesweiten
„Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten“ die einzige Hochschule
des Landes Nordrhein-Westfalen in der Spitzengruppe.
Das Kompetenzzentrum „Frauen in Wissenschaft und Forschung“ ermittelte
die Geschlechterverteilung an den Hochschulen anhand der Daten des
statistischen Bundesamtes vom Jahr 2003.
Dabei belegte die Universität Bielefeld in den Kategorien Studierende,
Habilitationen und Professuren sowie der Steigerung des
Professorinnenanteils im Verhältnis zum Jahr 1998 einen der vordersten
Plätze.
Private Gelder
Deutsche Hochschulen sind wenig erfolgreich beim Sammeln privater
Gelder. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie des Zentrums für
Hochschulentwicklung, des deutschen Fundraising Verbands und der
Wochenzeitung die Zeit hervor. Laut der Zeit bemühten sich viele
Hochschulen nicht ernsthaft um private Mittel zur Verbesserung ihrer
Lage. Ausnahmen seien private und einige Staatliche Universitäten.
Befragt wurden insgesamt 65 Hochschulen.
Hochbegabt
Der Jüngst-Akademiker Aaron Dessauer aus Münster, erhält ein
Ministerlob für sein schnelles und erfolgreiches Studium.
NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) gratuliert dem
19-jährigen Hochbegabten heute im Düsseldorfer Landtag. Den Magister
schloss er mit der Note «sehr gut» ab. Dessauer hatte das Studium der
Philosophie, Soziologie und Evangelischen Theologie bereits während der
Schulzeit begonnen. Die Examensarbeit schrieb er an der Harvard Law
School in den USA.
Förderung
Für besonders begabte Studierende gibt es in Zukunft ein neues
Förderprogramm zu Forschungszwecken. Die Studienstiftung des deutschen
Volkes legt ein "Programm für Forschungsstudenten" vor, mit dem bereits
Studierende im Hauptstudium an den geplanten Exzellenzzentren forschen
können. Das sagte der Generalsekretär der Stiftung, Gerhard Teufel, der
Zeitung "die Zeit". Bis zu hundert Stellen wollen die Studienstiftung
und die Deutsche Forschungsgemeinschaft demnach finanzieren. Das
Programm gelte als Ergänzung zur Exzellenzinitiative der Hochschulen.
Angesichts der Einführung von Studiengebühren in manchen Bundesländern
forderte Teufel, dass begabte Studenten von den Zahlungen befreit
werden. Es sei sinnvoll die besten fünf bis zehn Prozent der
Studierenden von den Gebühren auszunehmen. Das sei eine große
Motivation für gute Studienleistungen, so Teufel.
InFakt am Donnerstag, 22.Dezember 2005
Streit um Luhmanns Zettelkasten beendet
Der Streit um den Zettelkasten des Soziologen Niklas Luhmann ist beendet.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden, dass der gesammte
wissenschaftliche Nachlass Luhmanns seiner Tochter, Veronika Luhmann,
zusteht.
Damit wies der Bundesgerichtshof eine Klage von einem der Söhne
Luhmanns ab, der ebenfalls Anspruch auf den Nachlass erhoben hatte.
Niklas Luhmann war an der Bielefelder Universität Professor für
Soziologie und ist einer der Begründer der soziologischen Systemtheorie.
Es wird vermutet, dass sein Zettelkasten einen Großteil seines Wissens enthält.
Nach dem Wunsch seiner Tochter soll der wissenschaftliche Nachlass
Luhmanns der Universität zu Forschungzwecken zur Verfügung gestellt
werden.
neue Prorektoren an der Uni Bielefeld gewählt
Der Senat der Universität Bielefeld hat auf seiner Sitzung am 21. Dezember
zwei neue Prorektoren gewählt.
Die Rechtswissenschaftlerin Prof. Ulrike Davy ist die neue Prorektorin
für Organisationsentwicklung und somit die Nachfolgerin von Prof. Elke
Wild.
Als Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs tritt der
Biologe Prof. Martin Egelhaaf die Nachfolge von Prof. Norbert Sewald an.
Bereits früher im Jahr wurde der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr.
Rolf König als Nachfolger von Prof. Christoph Gusy Prorektor für
Finanzangelegenheiten und Ressourcen gewählt.
Außerdem wurde Prof. Gerhard Sagerer als Prorektor für Studium und Lehre in seinem Amt bestätigt.
Die Amtszeit aller Prorektoren läuft bis zum 30. September 2007.
Jobvermittlung für Studierende in Hamburg wird geschlossen
Die Agentur für Arbeit in Hamburg will die Jobvermittlung für
Studierende zum 1. Januar 2006 schließen. Dies berichtete gestern der
Deutschlandfunk. Besonders betroffen seien die ausländischen
Studierenden, die sich oft ausschließlich durch Tagesjobs finanzieren.
Protest gegen die Schließung gab es von den Studierenden, der
Wissenschaftsbehörde, den Asten und vom Studierendenwerk. Jetzt
diskutieren die Vertreter der einzelnen Institutionen über eine neue
Trägerschaft für die studentische Jobvermittlung.
Der stellvertretende Geschäftsführer des Studierendenwerkes, Klaus
Wonneberger, hat grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, die
Trägerschaft für eine neue Jobvermittlung zu übernehmen.
Jedoch ist die Finanzierung der neuen Jobvermittlung noch völlig unklar.
Sorge um Wissenschaftszentrum NRW
Die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Hannelore Kraft, fürchtet
um den Fortbestand des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen.
Die Regierung plane die Förderung für den Institutsverbund in den
kommenden vier bis fünf Jahren einzustellen, so Kraft gestern in
Düsseldorf.
Damit sei die Existenz dieser „Aushängeschilder der NRW-Wissenschaft“ gefährdet.
Das betroffene Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik
bestätigte die Sparankündigung: Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart
habe die Institutsleiter persönlich in einem Gespräch darüber in
Kenntnis gesetzt, dass die Zuschüsse in den kommenden vier bis fünf
Jahren auslaufen würden. Jedoch wolle sich Pinkwart für einen
Fortbestand des Institutes einsetzen.
Das Wissenschaftszentrum NRW besteht seit 1988.
Satellit durch menschliches Versagen abgestürzt
Der Absturz des europäischen Polarforschungs- Satelliten Cryosat im Oktober ist auf menschliches Versagen zurückzuführen.
In den Flugdaten der russischen Trägerrakete Rockot sei ein Detail
falsch programmiert gewesen, teilte das Raketenstartunternehmen
Eurockot in Bremen gestern zum Abschluss der Untersuchungen mit.
Bei dem Start vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk hatten sich die
zweite und dritte Stufe der Rockot, einer früheren russischen
Atomrakete SS-19, nicht von einander gelöst, so dass der Satellit
abstürzte.
Geld für Forschung
Die Regierung plant ein milliardenschweres Programm für deutsche
Universitäten und Forschungsinstitute. Dadurch solle, so
Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU), die Zukunft von
Deutschland als Innovationsstandort gesichert werden.
Insgesamt sollen bis zum Ende der Legislaturperiode sechs Milliarden
Euro zusätzlich in Forschung und Entwicklung investiert werden. Die
Ausgaben seien Teil des 25-Milliarden-Euro-Investitionsprogramms, das
Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen vereinbart hatten. Als
Schwerpunkte für den Einsatz der zusätzlichen Fördergelder seien die
Lebens- und Gesundheitswissenschaften, die Nano- und
Automobiltechnologie vorgesehen.
KMK zur Föderalismusreform
Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Ute
Erdsiek-Rave, sieht durch die geplante Föderalismusreform
Schwierigkeiten auf die Bundesländer und die KMK zukommen.
Erdsiek-Rave sagte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur,
die Bundesländer bekämen durch die Föderalismusreform zwar mehr
Kompetenzen. Zugleich wachse aber auch die Verantwortung der KMK.
Besonders problematisch sei auch die Zunahme der Studierendenzahlen.
Erdsiek-Rave regte an, mehr für Hochschulen zu werben
InFakt am Donnerstag, 22.Dezember 2005
Jugendumweltkongress in Bielefeld
Der Jugendumweltkongress findet dieses Jahr in Bielefeld statt. Vom 25.
Dezember 2005 bis 7. Januar 2006, stellt er einen wichtigen Treffpunkt
für alle Jugendlichen dar, die an politischem Handeln interessiert
sind. Bildung, Ökotechnologien, sowie Informationsfreiheit sind einige
der geplanten Themenkomplexe.
Neben der großen Anzahl an Vorträgen werden für die Anwesenden täglich
wechselnde Workshops angeboten. Die Idee eines gleichberechtigten,
ökologischen Zusammenlebens solle auf dem Kongress umgesetzt werden, so
Philipp Grunwald, der an den Vorbereitungen beteiligt ist.
Veranstalter des Kongresses ist in diesem Jahr der AStA der Universität
Bielefeld. Er hofft dadurch die Jugendlichen wieder für Politik
begeistern zu können.
Jeder Interessierte kann teilnehmen. Genauere Informationen sind auch im Internet unter jugendumweltkongress zu finden.
Supercomputer für Uni Bielefeld
Die Universität Bielefeld erhält einen neuen Supercomputer, den
„apeNEXT“. An der Entwicklung waren Wissenschaftler der Theoretischen
Physik der Universität beteiligt. Der Computer kann Rechnungen mit
einer Geschwindigkeit von bis zu 5 Billionen Additionen und
Multiplikationen pro Sekunde durchführen und ist damit der größte
Rechner dieser Art in Deutschland. Endgültig fertiggestellt wird er im
März 2006. [42?]
Kreative Köpfe lösen Probleme der Wirtschaft
Eine amerikanische Ideenbörse im Internet belohnt nicht professionelle
Erfinder aus aller Welt mit Geldpreisen. Diese versuchen Lösungen für
Probleme zu finden, die von Großkonzernen und Mittelständlern gestellt
werden. Die Erfinder, die sich diesen Herausforderungen stellen, sind
meistens keine Fachleute. Zu den Kunden der Ideenbörse gehören Konzerne
wie Novartis und Nestlé, aber auch BMW stellte schon einmal Fragen. Für
die beste Lösung wird eine Belohnung zwischen 1000 und 100.000 Dollar
ausgestellt.
Sonnenbrand nicht verursacht durch UV-A-Strahlung
Die für Sonnenbrand verantwortliche UV-B-Strahlung erhöht
möglicherweise nicht so stark das Risiko des schwarzen Hautkrebses, wie
bislang angenommen. Dies fanden amerikanische Wissenschaftler anhand
einer Studie heraus. Demnach gäbe es keinen direkten Zusammenhang
zwischen den schädlichen Strangbrüchen der DNA, die durch jene
energiereiche Strahlung entstehen und dem aggressiven schwarzen
Hautkrebs. UV-B-Strahlung erhöhe hingegen die Wahrscheinlichkeit, an
der harmloseren Krebsart, dem hellen Hautkrebs zu erkranken. Hierbei
entarten die Zellen lediglich in den obersten Hautschichten und bilden
nur selten Metastasen.
Dagegen verursache die längerwellige UV-A-Strahlung der Sonne
allerdings nicht nur Brüche der DNA, sondern Mutationen. Aus diesen
heraus kann der schwarze Hautkrebs entstehen.
Die Empfehlung, sich vor der Sonne zu schützen, bleibt daher nach wie vor bestehen.
InFakt am Mittwoch, 21. Dezember 2005
Anmelderekord bei Jugend forscht
Der Nachwuchswettbewerb «Jugend forscht» hat einen neuen Anmelderekord
verbucht. Mehr als 9500 Jugendliche wollen sich nach einer Mitteilung
der Initiatoren vom Dienstag an der 41. Wettbewerbsrunde beteiligen.
Das sei eine Steigerungsrate von bundesweit 6,5 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr. Unter dem Motto «Es gibt immer etwas zu entdecken» werden
die jungen Wissenschaftler ihre Projekte vom Frühjahr 2006 an bei
insgesamt 68 Regionalwettbewerben präsentieren. Das Finale des
Wettbewerbs ist vom 18. bis 21. Mai.
Verkürzung der Studienzeit
Mit einem bundesweiten Modellprojekt wollen die Fachhochschule
Bielefeld und die Industrie- und Handelskammern in OWL künftig
Studienzeiten verkürzen. Ziel sei, die berufliche Aus- und
Weiterbildung auf das Studium
anzurechnen und die Durchlässigkeit der Bildungswege zu erhöhen. So der
Dekan am Fachbereich Wirtschaft der FH Bielefeld Prof. Axel Benning.
Das Projekt laufe bis Ende 2007. Bislang müssten auch Studierende mit
entsprechender Ausbildung das ganze Studium durchlaufen.
Schlechtere Position vom Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Frauen haben in Deutschland zwar bei der Bildung mit den Männern
gleichgezogen, ihre Position am Arbeitsmarkt ist jedoch deutlich
schlechter. Das geht aus dem Frauendatenreport der
Hans-Böckler-Stiftung hervor, der am Montag in Berlin vorgestellt
wurde. Dem Bericht zufolge haben 25 bis 30 Jahre alte Frauen heute eine
höhere schulische Bildung als Männer gleichen Alters. Abitur hätten in
dieser Altersklasse 40,6 Prozent der Frauen, aber nur 37,8 Prozent der
Männer. Beim Hochschulabschluss seien Frauen und Männer dieses Alters
gleich stark vertreten. Dennoch habe sich die traditionelle Kluft bei
den Einkommen nicht verringert, so Astrid Ziegler, eine der Autorinnen
der Studie. Vielfach ließen sich die Einkommensunterschiede nur durch
Diskriminierung erklären.
Germanistentreffen an der Uni Bielefeld
Vom 9. bis 11. Januar 2006 treffen sich in der Universität Bielefeld
führende Fachvertreter aus den vier germanistischen Teildisziplinen
Literaturwissenschaft, Linguistik, Mediävistik und Fachdidaktik. Sie
werden dann unter dem Titel "Kerncurriculum Germanistik? Chancen und
Grenzen der Neustrukturierung der Studiengänge im Kontext des
Bologna-Prozesses" die Rahmenbedingungen eines germanistischen
Kerncurriculums diskutieren. Im Zuge des Bologna-Prozesses stellt sich
die Frage nach der inhaltlichen Gestaltung der Studiengänge mit großem
Nachdruck. Insbesondere die Germanistik öffnet sich zunehmend in
Richtung einer Medien- und Kulturwissenschaft, muss aber dennoch in
Hinblick auf die Lehrerausbildung philologische Kernkompetenzen
vermitteln. Ziel des Treffens ist es, ein Grundlagenpapier zu
verfassen, das als Orientierungshilfe für den künftigen
Diskussionsprozess innerhalb der Germanistik dienen soll.
Vorfahre von Mensch und Schimpanse
Der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse lebte vor etwa
sechs Millionen Jahren. Seit dieser Zeit gehen die Entwicklung von
Menschen und Schimpansen unterschiedliche Wege. Das berichtet ein
amerikanisches Forscherteam. Früheren Studien zufolge fand diese
Aufspaltung in zwei Spezies irgendwann vor 3 bis 13 Millionen Jahren
statt. Der Zeitpunkt konnte erst jetzt eingegrenzt werden, weil die
Forscher so viele Gene wie noch nie zuvor analysiert hatten. Dank einer
verbesserten Computerauswertung der Daten vermieden sie zudem einige
potenzielle statistische Fehler.
InFakt am Dienstag, 20. Dezember 2005
Streit im Uni-Chor
Der Streit um die Nachfolge der Uni-Chor-Leitung der Universität
Bielefeld dauert auch zwei Tage vor dem Weihnachtskonzert weiter an.
In der Neuen Westfälischen Zeitung zeigte Rektor Dieter Timmermann sich
heute jedoch zuversichtlich zur baldigen Schlichtung. Hierfür müsse es
aber eine sachliche Aussprache zwischen Chor, Uni, dem
Interims-Dirigenten Michael Preiser und der designierten Chorleiterin
Dorothea Schenk geben. Hintergrund der Unstimmigkeiten ist die Vergabe
der Chorleitung ab kommendem Jahr an Schenk. Die Sänger hatten jedoch
für Michael Preiser als Nachfolger von Werner Hümmeke gestimmt.
Weidmüller Preis 2005
Zwei Studierende der FH-Bielefeld sind mit dem Weidmüller-Preis 2005 ausgezeichnet worden.
Der mit 4000 Euro dotierte Preis ging an eine Studierende aus dem
Fachbereich Wirtschaft und an einen Studierenden aus dem Fachbereich
Elektrotechnik und Informationstechnik. Mit der Auszeichnung wurden die
beiden 24-Jährigen von der Detmolder Weidmüller Stiftung für besonders
förderungswürdig eingestuft: Sie zeichneten sich durch eine kurze
Studiendauer, überdurchschnittliche Leistungen, gute
Fremdsprachenkenntnisse und soziales Engagement aus.
Kooperation zwischen Berufskolleg und Wirtschaft
Das Carl-Severing-Berufskolleg und der Bielefelder Metro-Großmarkt haben gestern eine Kooperationsvereinbarung getroffen.
Hierdurch sollen Schüler mehr Gespür für Arbeitswelt und Wirtschaft
bekommen. Die Zusammenarbeit wird so aussehen, dass die Schüler
zunächst Betriebsstruktur, Berufsbilder, Logistik und Warenkreislauf
des Unternehmens kennen lernen. Metro erhofft sich mit der Initiative
mehr Zulauf für Handelsberufe. Die Initiative mit dem Namen „Metro
macht Schule“ soll künftig auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet
werden und wurde bereits mit einem Preis vom Land gekürt.
Super RTL unterstützt Medienkompetenz von Grundschülern
Der Kindersender Super RTL will Grundschülern zu Kompetenzen im Umgang mit Werbung verhelfen.
Hierfür wurden in Anlehnung an das englische Projekt „Augen auf
Werbung“ Unterrichtsmaterialien entwickelt, die den Kindern erklären
sollen, wie Werbung funktioniert. Die kostenlosen Materialien
beinhalten eine medienpädagogische Videokassette, eine entsprechende
Begleitbroschüre und Arbeitblätter mit denen die Lehrer mehrere
Unterrichtsstunden füllen können. Hintergrund für die Aktion sei, dass
das Thema Werbung in den Grundschulen kaum eine Rolle spiele und die
Kinder dem Konsum hilflos ausgeliefert seien, so der Geschäftsführer
von Super RTL Claude Schmid. Finanziert wird das Projekt von den
Werbepartnern von Super RTL.
Lehrer entscheiden über weiterführende Schulen
In Nordrhein-Westfalen sollen künftig Lehrer -unabhängig von den
Eltern- über die weiterführende Schulform der Grundschüler entscheiden
dürfen.
Diese Bestimmung ist Teil des neuen Schulgesetzes der schwarz-gelben
Landesregierung. Sind sich Eltern und Lehrer uneinig über die Schulform
nach der vierten Klasse, soll zunächst ein Probeunterricht stattfinden.
Hierauf folgt ein verbindliches Grundschul-Gutachten, bei dem die
Kinder vor ihren Eltern geschützt würden, so Barbara Sommer
Schulministerin in NRW. Hintergrund für den Gesetzesvorschlag ist, das
zehn Prozent aller Kinder falsche Schulen besuchen würden, so Sommer.
Die Novelle soll im Schuljahr 2006/2007 eingeführt werden.
Mehr Geld für Au-Pairs
Au-pair-Mädchen, die in deutschen Gastfamilien arbeiten bekommen die erste Taschengeld-Erhöhung seit 36 Jahren.
Wie der Bundesverband der Au-pair-Vermittler in Bonn nun mitteilte,
soll ab Januar der Anspruch um 55 Euro auf 260 Euro monatlich steigen.
Die Anpassung sei überfällig gewesen und mit dem
Bundesarbeitministerium abgestimmt.
Informatik als Pflichtfach
Die Gesellschaft für Informatik fordert Informatik als Pflichtfach in allen Bundesländern und allen Schultypen.
Derzeit wird das Fach an Schulen überwiegend als Arbeitsgemeinschaft
oder als Wahlfach angeboten. Jedoch würden Computer und Internet
bereits in allen Lebenslagen eine wichtige Rolle spielen. Demgegenüber
gebe es zu wenig Lehrkräfte, die den Umgang mit der neuen Technik
lehren können, so Michel Fohte, Sprecher des Fachausschusses
„Informatische Bildung“ bei der Gesellschaft für Informatik in Bonn.
Humanistische Lebenskunde
In Brandenburg soll künftig das Fach Humanistische Lebenskunde neben dem üblichen Religionsunterricht gelehrt werden.
Das hat das Verfassungsgericht in Potsdam entschieden. Mit dem Urteil
entsprach das Gericht einer Verfassungsbeschwerde des Humanistischen
Verbandes, die in dem bisherigen Schulgesetz einen Verstoß gegen das
Grundgesetz sahen: Der Staat müsse weltanschauliche Neutralität wahren
und dürfe Kirchen nicht gegenüber anderen Wertegemeinschaften
bevorzugen. Nach Berlin wird die Humanistische Lebenskunde nun auch in
Brandenburg bis spätestens 2007 an öffentlichen Schulen eingeführt.
InFakt am Montag, 19. Dezember 2005
Demo gegen Studiengebühren
Am vergangenen Samstag demonstrierten über 1000 Studierende in der
Hamburger Innenstadt gegen die Einführung von Studiengebühren und für
ein gebührenfreies Bildungssystem.
Die Demonstranten betrachten gebühren im Bildungswesen – egal ob in
Kita, Schule oder in der Universität als einen Weg der zu
Benachteiligung und Ausgrenzung führe.
Aufgerufen hatten zu der Demonstration der Asta der Universität Hamburg und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Anlass waren die aktuellen Pläne zur Einführung von Studiengebühren in
Hamburg durch den Wissenschaftssenator Dräger und die CDU.
Jugend foscht wird 40
Der Nachwuchs Wettbewerb „Jugend forscht“ wird heute 40 Jahre alt. Am
19. Dezember 1965 veröffentlichte Henri Nannen den Gründungsaufruf „wir
suchen die Forscher von morgen“.
Seitdem haben sich nach Angaben von Jugend forscht e.V. mehr als
130.000 Mädchen und Jungen mit Fragen der Biologie, Chemie, Physik,
Mathematik und den Geowissenschaften beschäftigt. Für viele der
Teilnehmer war der Wettbewerb auch tatsächlich der Start einer
erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere.
Nicht nur die Zahl der Bewerber stieg stetig – auf 9000 im Rekordjahr
2005, sondern auch der Anteil der weiblichen Bewerberinnen stieg auf
mittlerweile auf 38 % an.
Schulfach Lebenskunde
In Brandenburg haben Verfassungsrichter Humanisten das Recht auf das
eigene Schulfach „Lebenskunde“ zugesprochen. Wie bereits in Berlin soll
ab 2007 nun auch in Brandenburg die humanistische Lebenskunde an
öffentlichen Schulen unterrichtet werden können. Die Verfassungsrichter
erklärten, dass der Staat sich nur mit bestimmten Religionen
identifizieren dürfe und von daher auch alle anderen weltanschaulichen
Gemeinschaften ein Recht auf Bekenntnisunterricht hätten.
Mit dem Urteil entsprach das Gericht einer Verfassungsbeschwerde des humanistischen Verbandes.
Der Verband möchte die Lebenskunde ab dem ersten Schuljahr als
Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht und neben dem Fach
„Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde“ anbieten.
Menschenrechte für Flüchtlinge in Deutschland
Nicht anerkannte – geduldete – Flüchtlinge haben in Deutschland kein
Recht auf ein Studium oder eine Ausbildung. Weitere Einschränkungen wie
das Verbot zu Arbeiten und sich frei zu bewegen waren Themen auf dem
Seminar „Erfahrungen und Zukunft – Einsatz und Solidarität für
Flüchtlinge in Deutschland“, das am letzten Wochenende in Wuppertal
stattfand. Organisiert war das Seminar von der Karawane für die Rechte
von Flüchtlingen und Migranten, die sich seit mehreren Jahren mit
Protestaktionen und Veröffentlichungen für Menschenrechte für
Flüchtlinge in Deutschland einsetzt.
Auf dem Seminar sollte der langjährige Kampf von Flüchtlingen und
Migranten ausgewertet und neue Perspektiven für die Zukunft entworfen
werden.
Anmeldung für Kinder-Uni
Heute beginnt die Anmeldung für die Kinder – Uni 2006. Ab März nächsten
Jahres wird es an der Universität Bielefeld für 840 Kinder zwischen
acht und zwölf Jahren wieder die Möglichkeit geben einmal in der Woche
an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen.
Die Universität öffnet sich mit dem Angebot Nachwuchsforschern aus Grundschule und von weiterführenden Schulen.
Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 106 44 46 – 106 44 46 in Bielefeld.
InFakt am Freitag, 06.Januar 2006
2006 ist Informatikjahr
Nach dem Einsteinjahr 2005 hat die Bundesregierung
2006 das Jahr der Informatik ausgerufen. Dabei sollten mit einer Fülle
von Veranstaltungen Hintergründe und Bedeutung der Informatik für das
tägliche Leben wie auch für die wirtschaftliche Entwicklung
Deutschlands vermittelt werden, teilte das Bundespresseamt in Berlin
gestern mit. Die Veranstaltungen werden gemeinsam vom
Bundesforschungsministerium und der
Initiative «Wissenschaft im Dialog» vorbereitet.
Sichere Energieversorgung durch regenerative Energiequellen
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen
Versorgung kann nach Einschätzung von Experten noch erheblich
gesteigert werden. Bis 2050 könnten in Deutschland unter anderem 80
Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen, so der
Energieforscher Hermann Ott vom Wuppertal Institut gestern in Berlin.
Jedoch müsse dafür der heutige Stromverbrauch um die Hälfte gesenkt
werden. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz könnten gemeinsam die
Versorgungssicherheit erheblich verbessern.
Berufstarter bekommen weniger Geld
Bei der neusten Erhebung der IG Metall kam heraus dass die Unternehmen
wieder mehr Berufsstarter einstellen, diese jedoch weniger bezahlen.
Danach wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Fünftel mehr Ingenieure und
Kaufleute eingestellt, dafür sanken die Einstiegsgehälter quer durch
alle Fachrichtungen um fünf bis sechs Prozent. Die Topverdiener unter
den Berufseinsteigern sind laut der Erhebung die Volks- und
Betriebswirte mit 44.500 Euro brutto. Bei den Anwälten liegen die
Einstiegsgelder bei etwa 29.000 Euro.
Die IG Metall führt jährlich eine Erhebung über die Einstiegsgelder von Berufseinsteigern durch.
Simulation der Vereinten Nationen
Die Frankfurter Universität ist seit gestern an vorübergehend
Schauplatz internationaler Politik: 220 Studierende simulieren vier
Tage lang die Arbeit der Vereinten Nationen.
Bei der Frankfurter Version des jährlich in New York
ausgerichteten UN-Planspiels stellen die Teilnehmer aus
Deutschland,Frankreich, Großbritannien, Italien und den Niederlanden
die Generalversammlung und den Sicherheitsrat nach.
Bis Sonntag diskutieren die Nachwuchs-«Diplomaten» unter anderem über
die Menschenrechte im Iran, den weltweiten Umgang mit Kleinwaffen und
ethische Fragen rund um das Thema Klonen.
«Die Studierenden sollen durch die Simulation ein Gefühl dafür
bekommen, wie internationale Politik funktioniert», sagte die
Politikwissenschaftlerin Tanja Brühl, eine der Organisatorinnen.
InFakt am Donnerstag, 05.Januar 2006
Peiserhöhungen für Studierende
Die Studentenwerke in NRW kündigen Preiserhöhungen an.
Grund hierfür ist die geplante Kürzung der Landeszuschüsse für die
Studentenwerke in diesem Jahr um 20 Prozent. Dem Studentenwerk
Bielefeld stehen demnach 720.000 Euro weniger an Mitteln zur Verfügung.
Da bei den Studentenwerken laut ihrem Sprecher Günther Remmel kaum noch
Einsparpotential vorhanden ist, müssten die Studierenden mit steigenden
Kosten für das Essen in der Mensa, Wohnheimmieten und einer Erhöhung
des Sozialbeitrags rechnen.
Gleichstellung
Die Universität Bielefeld ist beim aktuellen bundesweiten
„Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten“ die einzige Hochschule
des Landes Nordrhein-Westfalen in der Spitzengruppe.
Das Kompetenzzentrum „Frauen in Wissenschaft und Forschung“ ermittelte
die Geschlechterverteilung an den Hochschulen anhand der Daten des
statistischen Bundesamtes vom Jahr 2003.
Dabei belegte die Universität Bielefeld in den Kategorien Studierende,
Habilitationen und Professuren sowie der Steigerung des
Professorinnenanteils im Verhältnis zum Jahr 1998 einen der vordersten
Plätze.
Private Gelder
Deutsche Hochschulen sind wenig erfolgreich beim Sammeln privater
Gelder. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie des Zentrums für
Hochschulentwicklung, des deutschen Fundraising Verbands und der
Wochenzeitung die Zeit hervor. Laut der Zeit bemühten sich viele
Hochschulen nicht ernsthaft um private Mittel zur Verbesserung ihrer
Lage. Ausnahmen seien private und einige Staatliche Universitäten.
Befragt wurden insgesamt 65 Hochschulen.
Hochbegabt
Der Jüngst-Akademiker Aaron Dessauer aus Münster, erhält ein
Ministerlob für sein schnelles und erfolgreiches Studium.
NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) gratuliert dem
19-jährigen Hochbegabten heute im Düsseldorfer Landtag. Den Magister
schloss er mit der Note «sehr gut» ab. Dessauer hatte das Studium der
Philosophie, Soziologie und Evangelischen Theologie bereits während der
Schulzeit begonnen. Die Examensarbeit schrieb er an der Harvard Law
School in den USA.
Förderung
Für besonders begabte Studierende gibt es in Zukunft ein neues
Förderprogramm zu Forschungszwecken. Die Studienstiftung des deutschen
Volkes legt ein "Programm für Forschungsstudenten" vor, mit dem bereits
Studierende im Hauptstudium an den geplanten Exzellenzzentren forschen
können. Das sagte der Generalsekretär der Stiftung, Gerhard Teufel, der
Zeitung "die Zeit". Bis zu hundert Stellen wollen die Studienstiftung
und die Deutsche Forschungsgemeinschaft demnach finanzieren. Das
Programm gelte als Ergänzung zur Exzellenzinitiative der Hochschulen.
Angesichts der Einführung von Studiengebühren in manchen Bundesländern
forderte Teufel, dass begabte Studenten von den Zahlungen befreit
werden. Es sei sinnvoll die besten fünf bis zehn Prozent der
Studierenden von den Gebühren auszunehmen. Das sei eine große
Motivation für gute Studienleistungen, so Teufel.
InFakt am Donnerstag, 22.Dezember 2005
Streit um Luhmanns Zettelkasten beendet
Der Streit um den Zettelkasten des Soziologen Niklas Luhmann ist beendet.
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat entschieden, dass der gesammte
wissenschaftliche Nachlass Luhmanns seiner Tochter, Veronika Luhmann,
zusteht.
Damit wies der Bundesgerichtshof eine Klage von einem der Söhne
Luhmanns ab, der ebenfalls Anspruch auf den Nachlass erhoben hatte.
Niklas Luhmann war an der Bielefelder Universität Professor für
Soziologie und ist einer der Begründer der soziologischen Systemtheorie.
Es wird vermutet, dass sein Zettelkasten einen Großteil seines Wissens enthält.
Nach dem Wunsch seiner Tochter soll der wissenschaftliche Nachlass
Luhmanns der Universität zu Forschungzwecken zur Verfügung gestellt
werden.
neue Prorektoren an der Uni Bielefeld gewählt
Der Senat der Universität Bielefeld hat auf seiner Sitzung am 21. Dezember
zwei neue Prorektoren gewählt.
Die Rechtswissenschaftlerin Prof. Ulrike Davy ist die neue Prorektorin
für Organisationsentwicklung und somit die Nachfolgerin von Prof. Elke
Wild.
Als Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs tritt der
Biologe Prof. Martin Egelhaaf die Nachfolge von Prof. Norbert Sewald an.
Bereits früher im Jahr wurde der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr.
Rolf König als Nachfolger von Prof. Christoph Gusy Prorektor für
Finanzangelegenheiten und Ressourcen gewählt.
Außerdem wurde Prof. Gerhard Sagerer als Prorektor für Studium und Lehre in seinem Amt bestätigt.
Die Amtszeit aller Prorektoren läuft bis zum 30. September 2007.
Jobvermittlung für Studierende in Hamburg wird geschlossen
Die Agentur für Arbeit in Hamburg will die Jobvermittlung für
Studierende zum 1. Januar 2006 schließen. Dies berichtete gestern der
Deutschlandfunk. Besonders betroffen seien die ausländischen
Studierenden, die sich oft ausschließlich durch Tagesjobs finanzieren.
Protest gegen die Schließung gab es von den Studierenden, der
Wissenschaftsbehörde, den Asten und vom Studierendenwerk. Jetzt
diskutieren die Vertreter der einzelnen Institutionen über eine neue
Trägerschaft für die studentische Jobvermittlung.
Der stellvertretende Geschäftsführer des Studierendenwerkes, Klaus
Wonneberger, hat grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, die
Trägerschaft für eine neue Jobvermittlung zu übernehmen.
Jedoch ist die Finanzierung der neuen Jobvermittlung noch völlig unklar.
Sorge um Wissenschaftszentrum NRW
Die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Hannelore Kraft, fürchtet
um den Fortbestand des Wissenschaftszentrums Nordrhein-Westfalen.
Die Regierung plane die Förderung für den Institutsverbund in den
kommenden vier bis fünf Jahren einzustellen, so Kraft gestern in
Düsseldorf.
Damit sei die Existenz dieser „Aushängeschilder der NRW-Wissenschaft“ gefährdet.
Das betroffene Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik
bestätigte die Sparankündigung: Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart
habe die Institutsleiter persönlich in einem Gespräch darüber in
Kenntnis gesetzt, dass die Zuschüsse in den kommenden vier bis fünf
Jahren auslaufen würden. Jedoch wolle sich Pinkwart für einen
Fortbestand des Institutes einsetzen.
Das Wissenschaftszentrum NRW besteht seit 1988.
Satellit durch menschliches Versagen abgestürzt
Der Absturz des europäischen Polarforschungs- Satelliten Cryosat im Oktober ist auf menschliches Versagen zurückzuführen.
In den Flugdaten der russischen Trägerrakete Rockot sei ein Detail
falsch programmiert gewesen, teilte das Raketenstartunternehmen
Eurockot in Bremen gestern zum Abschluss der Untersuchungen mit.
Bei dem Start vom russischen Weltraumbahnhof Plessezk hatten sich die
zweite und dritte Stufe der Rockot, einer früheren russischen
Atomrakete SS-19, nicht von einander gelöst, so dass der Satellit
abstürzte.
Geld für Forschung
Die Regierung plant ein milliardenschweres Programm für deutsche
Universitäten und Forschungsinstitute. Dadurch solle, so
Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU), die Zukunft von
Deutschland als Innovationsstandort gesichert werden.
Insgesamt sollen bis zum Ende der Legislaturperiode sechs Milliarden
Euro zusätzlich in Forschung und Entwicklung investiert werden. Die
Ausgaben seien Teil des 25-Milliarden-Euro-Investitionsprogramms, das
Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen vereinbart hatten. Als
Schwerpunkte für den Einsatz der zusätzlichen Fördergelder seien die
Lebens- und Gesundheitswissenschaften, die Nano- und
Automobiltechnologie vorgesehen.
KMK zur Föderalismusreform
Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Ute
Erdsiek-Rave, sieht durch die geplante Föderalismusreform
Schwierigkeiten auf die Bundesländer und die KMK zukommen.
Erdsiek-Rave sagte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur,
die Bundesländer bekämen durch die Föderalismusreform zwar mehr
Kompetenzen. Zugleich wachse aber auch die Verantwortung der KMK.
Besonders problematisch sei auch die Zunahme der Studierendenzahlen.
Erdsiek-Rave regte an, mehr für Hochschulen zu werben
InFakt am Donnerstag, 22.Dezember 2005
Jugendumweltkongress in Bielefeld
Der Jugendumweltkongress findet dieses Jahr in Bielefeld statt. Vom 25.
Dezember 2005 bis 7. Januar 2006, stellt er einen wichtigen Treffpunkt
für alle Jugendlichen dar, die an politischem Handeln interessiert
sind. Bildung, Ökotechnologien, sowie Informationsfreiheit sind einige
der geplanten Themenkomplexe.
Neben der großen Anzahl an Vorträgen werden für die Anwesenden täglich
wechselnde Workshops angeboten. Die Idee eines gleichberechtigten,
ökologischen Zusammenlebens solle auf dem Kongress umgesetzt werden, so
Philipp Grunwald, der an den Vorbereitungen beteiligt ist.
Veranstalter des Kongresses ist in diesem Jahr der AStA der Universität
Bielefeld. Er hofft dadurch die Jugendlichen wieder für Politik
begeistern zu können.
Jeder Interessierte kann teilnehmen. Genauere Informationen sind auch im Internet unter jugendumweltkongress zu finden.
Supercomputer für Uni Bielefeld
Die Universität Bielefeld erhält einen neuen Supercomputer, den
„apeNEXT“. An der Entwicklung waren Wissenschaftler der Theoretischen
Physik der Universität beteiligt. Der Computer kann Rechnungen mit
einer Geschwindigkeit von bis zu 5 Billionen Additionen und
Multiplikationen pro Sekunde durchführen und ist damit der größte
Rechner dieser Art in Deutschland. Endgültig fertiggestellt wird er im
März 2006. [42?]
Kreative Köpfe lösen Probleme der Wirtschaft
Eine amerikanische Ideenbörse im Internet belohnt nicht professionelle
Erfinder aus aller Welt mit Geldpreisen. Diese versuchen Lösungen für
Probleme zu finden, die von Großkonzernen und Mittelständlern gestellt
werden. Die Erfinder, die sich diesen Herausforderungen stellen, sind
meistens keine Fachleute. Zu den Kunden der Ideenbörse gehören Konzerne
wie Novartis und Nestlé, aber auch BMW stellte schon einmal Fragen. Für
die beste Lösung wird eine Belohnung zwischen 1000 und 100.000 Dollar
ausgestellt.
Sonnenbrand nicht verursacht durch UV-A-Strahlung
Die für Sonnenbrand verantwortliche UV-B-Strahlung erhöht
möglicherweise nicht so stark das Risiko des schwarzen Hautkrebses, wie
bislang angenommen. Dies fanden amerikanische Wissenschaftler anhand
einer Studie heraus. Demnach gäbe es keinen direkten Zusammenhang
zwischen den schädlichen Strangbrüchen der DNA, die durch jene
energiereiche Strahlung entstehen und dem aggressiven schwarzen
Hautkrebs. UV-B-Strahlung erhöhe hingegen die Wahrscheinlichkeit, an
der harmloseren Krebsart, dem hellen Hautkrebs zu erkranken. Hierbei
entarten die Zellen lediglich in den obersten Hautschichten und bilden
nur selten Metastasen.
Dagegen verursache die längerwellige UV-A-Strahlung der Sonne
allerdings nicht nur Brüche der DNA, sondern Mutationen. Aus diesen
heraus kann der schwarze Hautkrebs entstehen.
Die Empfehlung, sich vor der Sonne zu schützen, bleibt daher nach wie vor bestehen.
InFakt am Mittwoch, 21. Dezember 2005
Anmelderekord bei Jugend forscht
Der Nachwuchswettbewerb «Jugend forscht» hat einen neuen Anmelderekord
verbucht. Mehr als 9500 Jugendliche wollen sich nach einer Mitteilung
der Initiatoren vom Dienstag an der 41. Wettbewerbsrunde beteiligen.
Das sei eine Steigerungsrate von bundesweit 6,5 Prozent im Vergleich
zum Vorjahr. Unter dem Motto «Es gibt immer etwas zu entdecken» werden
die jungen Wissenschaftler ihre Projekte vom Frühjahr 2006 an bei
insgesamt 68 Regionalwettbewerben präsentieren. Das Finale des
Wettbewerbs ist vom 18. bis 21. Mai.
Verkürzung der Studienzeit
Mit einem bundesweiten Modellprojekt wollen die Fachhochschule
Bielefeld und die Industrie- und Handelskammern in OWL künftig
Studienzeiten verkürzen. Ziel sei, die berufliche Aus- und
Weiterbildung auf das Studium
anzurechnen und die Durchlässigkeit der Bildungswege zu erhöhen. So der
Dekan am Fachbereich Wirtschaft der FH Bielefeld Prof. Axel Benning.
Das Projekt laufe bis Ende 2007. Bislang müssten auch Studierende mit
entsprechender Ausbildung das ganze Studium durchlaufen.
Schlechtere Position vom Frauen auf dem Arbeitsmarkt
Frauen haben in Deutschland zwar bei der Bildung mit den Männern
gleichgezogen, ihre Position am Arbeitsmarkt ist jedoch deutlich
schlechter. Das geht aus dem Frauendatenreport der
Hans-Böckler-Stiftung hervor, der am Montag in Berlin vorgestellt
wurde. Dem Bericht zufolge haben 25 bis 30 Jahre alte Frauen heute eine
höhere schulische Bildung als Männer gleichen Alters. Abitur hätten in
dieser Altersklasse 40,6 Prozent der Frauen, aber nur 37,8 Prozent der
Männer. Beim Hochschulabschluss seien Frauen und Männer dieses Alters
gleich stark vertreten. Dennoch habe sich die traditionelle Kluft bei
den Einkommen nicht verringert, so Astrid Ziegler, eine der Autorinnen
der Studie. Vielfach ließen sich die Einkommensunterschiede nur durch
Diskriminierung erklären.
Germanistentreffen an der Uni Bielefeld
Vom 9. bis 11. Januar 2006 treffen sich in der Universität Bielefeld
führende Fachvertreter aus den vier germanistischen Teildisziplinen
Literaturwissenschaft, Linguistik, Mediävistik und Fachdidaktik. Sie
werden dann unter dem Titel "Kerncurriculum Germanistik? Chancen und
Grenzen der Neustrukturierung der Studiengänge im Kontext des
Bologna-Prozesses" die Rahmenbedingungen eines germanistischen
Kerncurriculums diskutieren. Im Zuge des Bologna-Prozesses stellt sich
die Frage nach der inhaltlichen Gestaltung der Studiengänge mit großem
Nachdruck. Insbesondere die Germanistik öffnet sich zunehmend in
Richtung einer Medien- und Kulturwissenschaft, muss aber dennoch in
Hinblick auf die Lehrerausbildung philologische Kernkompetenzen
vermitteln. Ziel des Treffens ist es, ein Grundlagenpapier zu
verfassen, das als Orientierungshilfe für den künftigen
Diskussionsprozess innerhalb der Germanistik dienen soll.
Vorfahre von Mensch und Schimpanse
Der letzte gemeinsame Vorfahre von Mensch und Schimpanse lebte vor etwa
sechs Millionen Jahren. Seit dieser Zeit gehen die Entwicklung von
Menschen und Schimpansen unterschiedliche Wege. Das berichtet ein
amerikanisches Forscherteam. Früheren Studien zufolge fand diese
Aufspaltung in zwei Spezies irgendwann vor 3 bis 13 Millionen Jahren
statt. Der Zeitpunkt konnte erst jetzt eingegrenzt werden, weil die
Forscher so viele Gene wie noch nie zuvor analysiert hatten. Dank einer
verbesserten Computerauswertung der Daten vermieden sie zudem einige
potenzielle statistische Fehler.
InFakt am Dienstag, 20. Dezember 2005
Streit im Uni-Chor
Der Streit um die Nachfolge der Uni-Chor-Leitung der Universität
Bielefeld dauert auch zwei Tage vor dem Weihnachtskonzert weiter an.
In der Neuen Westfälischen Zeitung zeigte Rektor Dieter Timmermann sich
heute jedoch zuversichtlich zur baldigen Schlichtung. Hierfür müsse es
aber eine sachliche Aussprache zwischen Chor, Uni, dem
Interims-Dirigenten Michael Preiser und der designierten Chorleiterin
Dorothea Schenk geben. Hintergrund der Unstimmigkeiten ist die Vergabe
der Chorleitung ab kommendem Jahr an Schenk. Die Sänger hatten jedoch
für Michael Preiser als Nachfolger von Werner Hümmeke gestimmt.
Weidmüller Preis 2005
Zwei Studierende der FH-Bielefeld sind mit dem Weidmüller-Preis 2005 ausgezeichnet worden.
Der mit 4000 Euro dotierte Preis ging an eine Studierende aus dem
Fachbereich Wirtschaft und an einen Studierenden aus dem Fachbereich
Elektrotechnik und Informationstechnik. Mit der Auszeichnung wurden die
beiden 24-Jährigen von der Detmolder Weidmüller Stiftung für besonders
förderungswürdig eingestuft: Sie zeichneten sich durch eine kurze
Studiendauer, überdurchschnittliche Leistungen, gute
Fremdsprachenkenntnisse und soziales Engagement aus.
Kooperation zwischen Berufskolleg und Wirtschaft
Das Carl-Severing-Berufskolleg und der Bielefelder Metro-Großmarkt haben gestern eine Kooperationsvereinbarung getroffen.
Hierdurch sollen Schüler mehr Gespür für Arbeitswelt und Wirtschaft
bekommen. Die Zusammenarbeit wird so aussehen, dass die Schüler
zunächst Betriebsstruktur, Berufsbilder, Logistik und Warenkreislauf
des Unternehmens kennen lernen. Metro erhofft sich mit der Initiative
mehr Zulauf für Handelsberufe. Die Initiative mit dem Namen „Metro
macht Schule“ soll künftig auf ganz Nordrhein-Westfalen ausgeweitet
werden und wurde bereits mit einem Preis vom Land gekürt.
Super RTL unterstützt Medienkompetenz von Grundschülern
Der Kindersender Super RTL will Grundschülern zu Kompetenzen im Umgang mit Werbung verhelfen.
Hierfür wurden in Anlehnung an das englische Projekt „Augen auf
Werbung“ Unterrichtsmaterialien entwickelt, die den Kindern erklären
sollen, wie Werbung funktioniert. Die kostenlosen Materialien
beinhalten eine medienpädagogische Videokassette, eine entsprechende
Begleitbroschüre und Arbeitblätter mit denen die Lehrer mehrere
Unterrichtsstunden füllen können. Hintergrund für die Aktion sei, dass
das Thema Werbung in den Grundschulen kaum eine Rolle spiele und die
Kinder dem Konsum hilflos ausgeliefert seien, so der Geschäftsführer
von Super RTL Claude Schmid. Finanziert wird das Projekt von den
Werbepartnern von Super RTL.
Lehrer entscheiden über weiterführende Schulen
In Nordrhein-Westfalen sollen künftig Lehrer -unabhängig von den
Eltern- über die weiterführende Schulform der Grundschüler entscheiden
dürfen.
Diese Bestimmung ist Teil des neuen Schulgesetzes der schwarz-gelben
Landesregierung. Sind sich Eltern und Lehrer uneinig über die Schulform
nach der vierten Klasse, soll zunächst ein Probeunterricht stattfinden.
Hierauf folgt ein verbindliches Grundschul-Gutachten, bei dem die
Kinder vor ihren Eltern geschützt würden, so Barbara Sommer
Schulministerin in NRW. Hintergrund für den Gesetzesvorschlag ist, das
zehn Prozent aller Kinder falsche Schulen besuchen würden, so Sommer.
Die Novelle soll im Schuljahr 2006/2007 eingeführt werden.
Mehr Geld für Au-Pairs
Au-pair-Mädchen, die in deutschen Gastfamilien arbeiten bekommen die erste Taschengeld-Erhöhung seit 36 Jahren.
Wie der Bundesverband der Au-pair-Vermittler in Bonn nun mitteilte,
soll ab Januar der Anspruch um 55 Euro auf 260 Euro monatlich steigen.
Die Anpassung sei überfällig gewesen und mit dem
Bundesarbeitministerium abgestimmt.
Informatik als Pflichtfach
Die Gesellschaft für Informatik fordert Informatik als Pflichtfach in allen Bundesländern und allen Schultypen.
Derzeit wird das Fach an Schulen überwiegend als Arbeitsgemeinschaft
oder als Wahlfach angeboten. Jedoch würden Computer und Internet
bereits in allen Lebenslagen eine wichtige Rolle spielen. Demgegenüber
gebe es zu wenig Lehrkräfte, die den Umgang mit der neuen Technik
lehren können, so Michel Fohte, Sprecher des Fachausschusses
„Informatische Bildung“ bei der Gesellschaft für Informatik in Bonn.
Humanistische Lebenskunde
In Brandenburg soll künftig das Fach Humanistische Lebenskunde neben dem üblichen Religionsunterricht gelehrt werden.
Das hat das Verfassungsgericht in Potsdam entschieden. Mit dem Urteil
entsprach das Gericht einer Verfassungsbeschwerde des Humanistischen
Verbandes, die in dem bisherigen Schulgesetz einen Verstoß gegen das
Grundgesetz sahen: Der Staat müsse weltanschauliche Neutralität wahren
und dürfe Kirchen nicht gegenüber anderen Wertegemeinschaften
bevorzugen. Nach Berlin wird die Humanistische Lebenskunde nun auch in
Brandenburg bis spätestens 2007 an öffentlichen Schulen eingeführt.
InFakt am Montag, 19. Dezember 2005
Demo gegen Studiengebühren
Am vergangenen Samstag demonstrierten über 1000 Studierende in der
Hamburger Innenstadt gegen die Einführung von Studiengebühren und für
ein gebührenfreies Bildungssystem.
Die Demonstranten betrachten gebühren im Bildungswesen – egal ob in
Kita, Schule oder in der Universität als einen Weg der zu
Benachteiligung und Ausgrenzung führe.
Aufgerufen hatten zu der Demonstration der Asta der Universität Hamburg und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
Anlass waren die aktuellen Pläne zur Einführung von Studiengebühren in
Hamburg durch den Wissenschaftssenator Dräger und die CDU.
Jugend foscht wird 40
Der Nachwuchs Wettbewerb „Jugend forscht“ wird heute 40 Jahre alt. Am
19. Dezember 1965 veröffentlichte Henri Nannen den Gründungsaufruf „wir
suchen die Forscher von morgen“.
Seitdem haben sich nach Angaben von Jugend forscht e.V. mehr als
130.000 Mädchen und Jungen mit Fragen der Biologie, Chemie, Physik,
Mathematik und den Geowissenschaften beschäftigt. Für viele der
Teilnehmer war der Wettbewerb auch tatsächlich der Start einer
erfolgreichen wissenschaftlichen Karriere.
Nicht nur die Zahl der Bewerber stieg stetig – auf 9000 im Rekordjahr
2005, sondern auch der Anteil der weiblichen Bewerberinnen stieg auf
mittlerweile auf 38 % an.
Schulfach Lebenskunde
In Brandenburg haben Verfassungsrichter Humanisten das Recht auf das
eigene Schulfach „Lebenskunde“ zugesprochen. Wie bereits in Berlin soll
ab 2007 nun auch in Brandenburg die humanistische Lebenskunde an
öffentlichen Schulen unterrichtet werden können. Die Verfassungsrichter
erklärten, dass der Staat sich nur mit bestimmten Religionen
identifizieren dürfe und von daher auch alle anderen weltanschaulichen
Gemeinschaften ein Recht auf Bekenntnisunterricht hätten.
Mit dem Urteil entsprach das Gericht einer Verfassungsbeschwerde des humanistischen Verbandes.
Der Verband möchte die Lebenskunde ab dem ersten Schuljahr als
Alternative zum konfessionellen Religionsunterricht und neben dem Fach
„Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde“ anbieten.
Menschenrechte für Flüchtlinge in Deutschland
Nicht anerkannte – geduldete – Flüchtlinge haben in Deutschland kein
Recht auf ein Studium oder eine Ausbildung. Weitere Einschränkungen wie
das Verbot zu Arbeiten und sich frei zu bewegen waren Themen auf dem
Seminar „Erfahrungen und Zukunft – Einsatz und Solidarität für
Flüchtlinge in Deutschland“, das am letzten Wochenende in Wuppertal
stattfand. Organisiert war das Seminar von der Karawane für die Rechte
von Flüchtlingen und Migranten, die sich seit mehreren Jahren mit
Protestaktionen und Veröffentlichungen für Menschenrechte für
Flüchtlinge in Deutschland einsetzt.
Auf dem Seminar sollte der langjährige Kampf von Flüchtlingen und
Migranten ausgewertet und neue Perspektiven für die Zukunft entworfen
werden.
Anmeldung für Kinder-Uni
Heute beginnt die Anmeldung für die Kinder – Uni 2006. Ab März nächsten
Jahres wird es an der Universität Bielefeld für 840 Kinder zwischen
acht und zwölf Jahren wieder die Möglichkeit geben einmal in der Woche
an Vorlesungen und Seminaren teilzunehmen.
Die Universität öffnet sich mit dem Angebot Nachwuchsforschern aus Grundschule und von weiterführenden Schulen.
Die Anmeldung erfolgt telefonisch unter 106 44 46 – 106 44 46 in Bielefeld.
InFakt am Freitag, 16. Dezember 2005
Studiengebühren auch in Baden-Württemberg
Von 2007 an müssen auch Studenten in Baden-Württemberg pro Semester 500
Euro Studiengebühren bezahlen. Die CDU/FDP-Regierungskoalition
verabschiedete ein entsprechendes Gesetz im Landtag.
Die Gebühren sollen 180 Millionen Euro im Jahr einbringen. Über die
Verwendung wird jede Hochschule selbst entscheiden können. Die
bisherige staatliche Unterstützung der Universitäten von rund zwei
Milliarden Euro im Jahr solle allerdings laut Baden-Württembergs
Wissenschaftsminister Frankenberg nicht abgesenkt werden.
Die Gebührenregelung sieht auch Studienkredite für Studenten vor, die das Geld nicht selbst bezahlen können.
Gegen die Gebühren protestierten rund 1.000 Studenten in der
Stuttgarter Innenstadt. Auch Vertreter der Opposition von SPD und
Grünen wandten sich erneut gegen die "soziale Ungerechtigkeit" der
Gebühren.
ZVS als Service-Agentur für Universitäten?
Die aus der ZVS hervorgehende Agentur könnte die Auswahl für die
überlasteten Hochschulen übernehmen. Die ZVS sei auf Grund ihrer
Struktur gut dafür geeignet, sagte ZVS-Chef Ulf Bade der FR.
Strittig ist die Finanzierung der Serviceagentur. Während bisher die
Länder den Löwenanteil beitrugen (Jahresbudget 10,5 Millionen), sollen
künftig die immer autonomer werdenden Hochschulen zahlen.
Die nordrhein-westfälische Schullandschaft soll sich nach dem Willen
der schwarz-gelben Landesregierung grundlegend verändern. "Wir wollen
das modernste Schulsystem Deutschlands schaffen", sagte
Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) bei der Präsentation eines
novellierten Schulgesetzes. Das Gesetz soll zum nächsten Schuljahr
2006/2007 in Kraft treten.
Danach sollen Schulen mehr Eigenverantwortung erhalten, der
Leistungsgedanke stärker betont werden und die Rechte von Lehrern
gegenüber Schülern und Eltern gestärkt werden.
Die Schulbildung war eines der zentralen Themen bei der Landtagswahl im
vergangenen Mai gewesen, die nach 39 Jahren SPD-Herrschaft zu einem
Regierungswechsel geführt hatten. Bei den Pisa-Ergebnissen zuvor hatte
NRW im unteren Mittelfeld gelegen. Das Leistungsgefälle im
bevölkerungsreichsten Bundesland war größer als anderswo in
Deutschland.
Die Opposition indes übte Kritik an der Schulreform.
Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge zurückgegangen
Nach der Ausbildungsplatzbilanz 2005 des Bundesinstituts für
Berufsbildung (BiBB) ist die Zahl der neu abgeschlossenen
Ausbildungsverträge erneut zurückgegangen: Nach den in dieser Woche
veröffentlichten Daten wurden im Verlauf des Vermittlungsjahres vom
Oktober 2004 bis Oktober 2005 bundesweit rund 550.000 neue
Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies waren rund vier Prozent weniger
als im Vorjahr. Bundesbildungsministerin Annette Schavan will dem
negativen Trend entgegen steuern. "Der zwischen Bundesregierung und den
Spitzenverbänden der Wirtschaft geschlossene Ausbildungspakt braucht
eine neue Dynamik." Beim nächsten Treffen der Partner am 30. Januar
2006 müsse der Pakt inhaltlich weiterentwickelt werden, so Schavan.
Streik gegen Studiengebühren in Hamburg
Mit alternativen Veranstaltungen und der Blockade verschiedener
Universitätsgebäude begann gestern in Hamburg ein dreitägiger Streik
gegen Studiengebühren. Koordiniert werden die Aktionen vom Asta der Uni
Hamburg.
Auf dem morgigen Weihnachtsmarkt wird eine Demonstration stattdfinden,
auf so viele Bürger Hamburgs wie möglich auf den Bildungsmisstand
aufmerksam gemacht werden sollen. Der Protest der Studierenden richtet
sich nicht allein gegen Studiengebühren, sondern fordert auch mit einem
Existenzgeld für alle auch gesamtgesellschaftlich eine solidere soziale
Basis.
Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Der Bielefelder Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer hat in Berlin
die Resultate seiner Langzeitstudie vorgestellt, die „gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit“ untersucht.
Erstaunlich sei, dass jüngere Menschen weniger bereit seien, menschenfeindlichen Aussagen zuzustimmen als Ältere.
Ein weiteres Resultat der Studie: Befragte, die sich selbst als
religiös einstufen, haben mehr Vorurteile als andere. Außerdem hat sich
laut der Studie der Anteil der Bürger erhöht, die meinen, in
Deutschland leben zu viele Ausländer.
Die Langzeitstudie von Wilhelm Heitmeyer ist auf zehn Jahre angelegt,
Heitmeyer stellte in Berlin zum vierten mal die Ergebnisse vor.
InFakt am Donnerstag, 15. Dezember 2005
Chancenungleichheit ist größte Reformherausforderung
Die fehlende Chancengleichheit bleibt 2006 die größte Reformherausforderung im deutschen Bildungssystem.
Die jüngste PISA-Studie zeigt auf, dass 15-jährige Kinder von
Akademikern und Führungskräften eine 4 mal größere Chance haben, das
Gymnasium zu besuchen und Abitur zu machen als Kinder aus
Facharbeiterfamilien - trotz des getesteten gleichen Lernvermögens und
Wissens in den wichtigen Basisqualifikationen Lesen, Textverständnis
und Mathematik.
Nicht nur die Veröffentlichung der zweiten PISA-Studie, auch weitere
Analysen der Grundschuluntersuchung IGLU sowie der im Sommer erstmals
vorgelegte Euro-Student-Report des Deutschen Studentenwerkes zeigten
das gleiche Ergebnis auf: Wie kein anderes Bildungssystem
vergleichbarer Industrienationen versagt das deutsche bei der Förderung
von Kindern aus bildungsfernen Schichten.
Norwegische Unterrichtsreform
Die Norwegische Regierung will Themen wie den Zweiten Weltkrieg, den
Kommunismus, den Kalten Krieg, die EU und die UNO aus dem
Geschichtsunterricht streichen.
Das geht aus einem Bericht der TAZ hervor. Anstelle dessen solle der
Geschichte Chinas, dem Vorkolonialen Afrika und der Geschichte der
eigenen Sami-Kultur mehr Platz im Lehrplan eingeräumt werden. Das neue
rot-grüne Schulministerium wolle damit auf die neuen Herausforderungen
der modernen Wissensgesellschaft eingehen. Des Weiteren werde die
Pflicht zur zweiten Fremdsprache im Ministerium geprüft: Die Schüler
sollten lieber ihr Norwegisch und Englisch verstärken und zusätzlich
die Sprache der heimischen Sami-Minderheit lernen dürfen.
Walddorf- Uni in Südkores
In Südkorea gibt es die weltweit einzige Hochschule, an der nach dem Waldorf-Prinzip gelehrt wird.
Die Studierenden können dort Fächer wie Umwelttechnik, Ökologie oder
Biologie belegen. Der Unterricht ist künstlerisch und handwerklich
angelegt. Beispielsweise erlernen die Studierenden traditionelle
Musikinstrumente, die Kunst der Akupunktur und Meditation. Außerdem
müssen sie auch körperliche Arbeit auf dem Feld ableisten.
Die Grüne Universität entstand aus einer Bewegung, die sich bewusst
gegen den Trend „Jung, schön, erfolgreich“ wendet, so der Professor
Byung-Sup Huh. Für die Waldorf-Lernmethoden von Rudolf Steiner hätten
sich die Initiatoren der Uni entschieden, weil sie mit der Koreanischen
Kultur harmonieren. Das Berufsziel der Absolventen ist überwiegend das
Lehramt oder die Landwirtschaft.
Frauengesundheit an der Uni Tübingen
Morgen wird an der Universitäts-Frauenklinik Tübingen ein spezielles Institut für Frauengesundheit eröffnet.
Ziel des Instituts ist es, landesweit die Forschung, Information und
Beratung im Bereich der Frauengesundheit weiter zu vernetzen. Außerdem
werden unterschiedliche Forschungsprojekte zu frauenspezifischen
Erkrankungen durchgeführt und Fortbildungsseminare für Ärzte und
medizinische Laien veranstaltet. Initiiert wurde das Institut von der
Landesregierung Baden-Württemberg in Kooperation mit der Landesstiftung.
InFakt am Mittwoch, 14. Dezember 2005
DHV: Professorenbesoldung zu gering
Der Deutsche Hochschulverband, kurz DHV, hat in Bayern Klage gegen zu niedrige Grundgehälter für Professoren erhoben.
Die Besoldung sei im Vergleich zur Besoldung von anderen Beamten nicht
"amtsangemessen", erklärte der DHV. Zwei bayerische Hochschullehrer und
der DHV-Landesverband Bayern hätten daher Klage beim bayerischen
Verfassungsgerichtshof eingereicht. Der Verband will nun auch in
anderen Bundesländern gegen zu niedrige Eingangsbesoldung klagen. Der
Deutsche Hochschulverband ist eine Interessensvertretung von
Universitätsprofessoren und wissenschaftlichem Nachwuchs.
Die Umpolung des Magnetfeldes der Erde scheint ausgeschlossen
Da die Stärke des Erdmagnetfeldes stetig abnimmt, hatten viele Forscher
spekuliert, dass eine Umpolung des Feldes bevorsteht. Jetzt geben
amerikanische Wissenschaftler der Oregon State University Entwarnung.
Die Wissenschaftler untersuchten Ablagerungen mehrerer arktischer Seen,
die Eisenmineralien enthalten und daher Informationen über das
Erdmagnetfeld archiviert haben. Der magnetische Nordpol wandere
lediglich zwischen Kanada und Sibirien und verlagere sich etwa alle 500
um mehrere tausend Kilometer. Diese Bewegung könnte Teil einer normalen
Oszillation sein, berichteten die Forscher vergangene Woche auf der
Tagung der American Geophysical Union in San Francisco. Die
Wissenschaftler fanden ebenfalls heraus, dass geomagnetische
Veränderungen sehr viel abrupter ablaufen können als bisher angenommen.
Umkehrungen des gesamten Feldes seien hingegen sehr viel seltener. Zum
letzten Mal tauschten magnetischer Nord- und Südpol vor 780.000 Jahren
die Lage.
Forderung nach Lohnverzicht
Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, plädiert für Lohnverzicht von Älteren und Lehrlingen.
Damit will Walter die Beschäftigungschancen Arbeitsloser erhöhen. Die
Lehrlingsgehälter seien zu hoch, fügte Walter hinzu. Sie stammten aus
Zeiten, als es viele Lehrstellen, aber nur wenige Bewerber gegeben
habe. Dies sei nicht mehr marktgerecht, so Walter. Kritisch äußert er
sich auch zu den Lohnforderungen der IG Metall. Die Lohnforderung von
fünf Prozent hält Walter für viel zu hoch.
Von Studierende für Studierende
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) sucht in Kooperation mit dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung Studierende, die sich in
besonderer Weise unentgeltlich für ihre Kommilitonen einsetzen.
Seinen Wettbewerb „Studierende für Studierende. Studentenwerkspreis für
besonderes soziales Engagement“ lobt das Deutsche Studentenwerk zum
zweiten Mal aus. Es winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 12.500
Euro und eine Einladung zur Preisverleihung nach Berlin.
Teilnahmeberechtigt sind grundsätzlich alle Studierenden, die von
Dritten vorgeschlagen werden. Noch bis zum 9. Januar 2006 können
einzelne Studierende oder studentische Gruppen nominiert werden.
Gottesdienst in der Uni
"Bleibt alles anders?" Veränderung und Aufbruch – Die Universität
feiert heute ihren Weihnachtsgottesdienst in der Altstädter
Nicolai-Kirche.
Im Rahmen des Gottesdienstes werden sich die neue Pfarrerin der
Evangelischen Studierendengemeinde, Corinna Hirschberg, und der neue
Studierendenpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde, Josef
Holtkotte, mit einer Dialogpredigt vorstellen. Ausrichter des
Weihnachtsgottesdienstes sind die Abteilung Theologie der Universität
Bielefeld, die Evangelische Studierenden- und die Katholische
Hochschulgemeinde.
InFakt am Dienstag, 13. Dezember 2005
Hartz IV als Seminar
An der Humoldt-Universität in Berlin haben sich Studierende in einem
Seminar den Bedingungen eines Hartz IV-Empfängers unterworfen.
Hiefür haben die 13 Teilnehmer im Rahmen des Seminars „Arbeitsmarkt-
und Beschäftigungspolitik“ einen Monat lang von nur 345 Euro gelebt.
Der Versuch wurde von dem Sozialwissenschaftler Michael Maschke im
Rahmen des Seminars „Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik“
initiiert. Hintergrund war, dass die Studierenden einen sonst sehr
hohen sozialen Status hätten. Hierdurch würden sie eher für das Thema
Arbeitslosigkeit sensibilisiert, so Maschke.
Fazit des Projekts: Kein Studierender hat es geschafft, mit der
vorgeschriebenen Summe seinen Bedarf an Lebensmitteln, Kleidung und
anderen erforderlichen Gütern zu decken.
Pinkwart zufrieden mit haushaltsentwurf
Innovationsminister Andreas Pinkwart äußerte sich zufrieden über den Haushaltsentwurf der Landesregierung für sein Ressort.
In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Innovation,
Wissenschaft, Forschung und Technologie NRW sagte er, die
Landesregierung habe ihr Wort gehalten. So würden z.B. die rund 2,8
Milliarden Landesmittel für NRW-Hochschulen nicht gekürzt. Außerdem
fließe, anders als von der rot-grünen Vorgängerregierung geplant, kein
Cent der 2006 eingehenden Studiengebühren in den Landeshaushalt,
sondern gehe vollständig an die Hochschulen.
HRK für Umstellung von Jura auf BA/MA
Der kommissarische Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK),
Burkahrd Rauhut, hat gestern für eine Umstellung der Abschlüsse in der
Juristenausbildung auf Bachelor und Master ausgesprochen.
Er wandte sich damit gegen eine Aussage im Koalitionsvertrag zwischen
Union und SPD. Im Koalitionsvertrag steht, dass die Abschlüsse in den
Rechtswissenschaften nicht im Zuge des sog. Bologna-Prozesses auf
Bachelor und Master umgestellt werden sollten. Rauhut sagte, damit
werde der juristenausbildung jede Möglichkeit genommen, von den
erfolgreichen Reformimpulsen des Bologna-Prozesses zu profitieren.
Uni Lübeck gegen Fusionspläne
Mit einem 24-Stunden-Vorlesungsmarathon will die Uni Lübeck am
kommenden Freitag und Samstag gegen die Fusionspläne der
Landesregierung protestieren. Neben Hochschullehrern werden auch
Prominente wie der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident
Björn Engholm im Stundentakt Vorlesungen zu populärwissenschaftlichen
Themen halten.
Hintergrund der Protestaktion sind die Pläne der
schleswig-holsteinischen Landesregierung, eine „Landesuniversität“
einzurichten. Die Personalräte befürchten, dass durch eine solche
Zwangsfusion mehr als 1000 Arbeitsplätze an der Uni und im Klinikum
bedroht sind.
70 Kölner Doktoranden rehabilitiert
Gestern wurden an der Universität Köln 70 Doktoranden rehabilitiert.
Ihnen war der Doktortitel während der NS-Zeit aberkannt worden. Die
Betroffenen sind inzwischen verstorben. Aber die Hochschule hat
Angehörige und Nachkommen eingeladen, um an diesem symbolischen
Wiedergutmachungsakt teilzunehmen.
Die 70 Fälle von politisch motivierten Aberkennungen von akademischen
Würden hatten Studierende und eine Professorin zuvor im Zuge eines
Seminars recherchiert und dokumentiert.
InFakt am Montag, 12. Dezember 2005
Lehrerausbildung
Heute findet in NRW ein Aktionstag zum Thema „Lehrerwerbung“ statt. Im
Zentrum des Aktionstages stehen der Arbeitsmarkt für Lehrer und der
Lehrerberuf in NRW.
Es geht beispielsweise um Fächer, die gute Einstellungschancen
bereithalten, um das Referendariat oder um die Anzahl der
Lehreinstellungen im kommenden Jahr.
Mit einer Telefonhotline stehen heute die NRW – Schulministerin Barbara
Sommer, so wie weitere Fachleute des Ministeriums zur Beratung zur
Verfügung.
Unter 0180-3100111 kann zwischen 12.15 und 16 Uhr angerufen werden.
E-mails können an lehrer-werden@stk.nrw.de gerichtet werden. Alle
Informationen zum Nachlesen auch auf unserer Seite.
Aufenthaltsrecht
Die etwa 200.000 geduldeten Flüchtlinge in Deutschland werden weiterhin
kein längerfristiges Aufenthaltsrecht und keine Arbeitserlaubnis
erhalten. Das ist das Ergebnis der Innenministerkonferenz, die vom 8 –
9. Dezember in Karlsruhe stattfand.
Die Innenminister vertreten die Ansicht, dass eine Bleiberechtsregelung
Personen betreffen würde, die sich nicht rechtmäßig in Deutschland
aufhalten und deshalb ausreisepflichtig seien. Zudem sollten erst
einmal die Möglichkeiten im Rahmen des Zuwanderungsgesetzes geprüft
werden.
Verschiedene Flüchtlingsgruppen und antirassistische Initiativen,
darunter auch 23 Bielefelder Organisationen, hatten von der
Innenministerkonferenz die Durchsetzung eines Bleiberechtes für
langjährig geduldetete Flüchtlinge gefordert. Pro Asyl bewertet das
Ergebnis der Konferenz als „integrationspolitisches Armutszeugnis“.
Allgemeine Studiengebühren
Trotz heftiger Proteste wurde am vergangenen Freitag in Niedersachsen
die Einführung von Studiengebühren für alle Studierenden beschlossen.
Erstsemester müssen ab Herbst 2006
500 Euro pro Semester zahlen – ab Frühjahr 2007 gilt das gleiche für sämtliche Studierende.
Studentenvertreter und die Opposition aus Grünen und SPD kritisierten
die Einführung von Studiengebühren für alle Studierende. Sie befürchten
das einkommensschwache Menschen dadurch vom Studium abgehalten werden
und bezweifeln das die zusätzlichen Einnahmen die Studienbedingungen
grundsätzlich verbessern werden..
Auf Grund der Einführung der Studiengebühren können die Universitäten
und Fachhochschulen mit Mehreinnahmen von rund 130 Millionen Euro
rechnen.
Geld- zurück- Garantie
In dem vom NRW Kabinett gebilligtem Gesetz zur Einführung von
Studiengebühren wollte Wissenschaftsminister Pinkwart eine Geld zurück
Garantie für die Studierenden verankern.
Mit der Einführung der Studiengebühren sollte ein Anspruch auf eine
bessere Hochschulleistung entstehen. Wenn die Universitäten diesem
Anspruch nicht gerecht würden – die Studierenden etwa keinen Labor –
oder Seminarplatz bekommen, sollten diese ein Recht zu klagen erhalten.
Die Uni Rektoren kritisieren dies Geld zurück Politik jedoch.
Der Rektor der Universität Bielefeld Timmermann räumte ein, dass sich
die Studiensituation trotz der Einführung von Studiengebühren und
Verbesserungsversuchen wohl nicht verändern wird. Die derzeitige
Situation sei Ergebnis der bisherigen Unterfinanzierung Seiten des
Staates.
Senioren- Uni
Die bundesweit erste Senioren – Uni nimmt im April kommenden Jahres im lippeschen Kurort Bad Meinberg ihren Lehrbetrieb auf.
Am vergangenen Donnerstag fand dort die Auftaktveranstaltung des
europäischen Zentrums für universitäre Studien der Senioren statt.
Mit diesem Projekt soll ein neuer Fokus auf die Seniorenpolitik gelegt
werden, bei der nicht mehr nur Fragen der Pflege und Alterssicherung im
Vordergrund stehen.
Im April startet das Programm „Studium generale“ mit theologischen, historischen, politischen und gesundheitlichen Themen.
Das Zentrum für Innovation in der Gesundheitswissenschaft an der
Universität Bielefeld bietet ab Mai den einjährigen Bildungslehrgang
„Senior Consultant“ an, der Erwerbstätige kurz vor dem Ruhestand für
neue Aufgaben qualifiziert.
Alternativer Nobelpreis
Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an zwei kanadische
Aktivisten für Menschenrechte. Die Frauenrechtlerin Irene Fernandez aus
Malaysia wird
für ihren Kampf gegen Gewalt gegen Frauen und Einwanderer ausgezeichnet.
Den mit 213.000 Euro dotierten Alternativen Nobelpreis teilt Fernandez
sich mit dem Medizinmann Roy Sesana, dem Leiter einer
Nicht-Regierungsorganisation aus Botswana. Seit 1992 kämpft Sesana
gegen die Vertreibung der Buschleute aus dem Kalahari Wildpark.
Mit der Auszeichnung des so genannten Alternativen Nobelpreis sollen
Menschen geehrt werden, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, auf die
wichtigsten Herausforderungen der Menschheit zu antworten.
InFakt am Freitag, 09. Dezember 2005
Student bei Nobelpreisverleihung
Der Münsteraner Chemie-Student Stephen Schulz hält bei der
Nobelpreisverleihung am Samstag in Stockholm einen Vortrag. Schulz
hatte in diesem Jahr den 1. Platz im Bundeswettbewerb „Jugend forscht“
gewonnen. Ausgezeichnet wurde er für die Entwicklung eines „Labors in
der Westentasche“. Durch die Weiterentwicklung der
Standardplatinentechnik können medizinisch relevante Reagenzien in
kurzer Zeit kostengünstig analysiert werden. Die neue Technik
ermöglicht es zum Beispiel, bei Unfällen wichtige Blutwerte zu
bestimmen. Kürzlich errang der 19-jährige Schulz zudem den 1. Platz
beim weltweit größten Wettbewerb für Nachwuchsforscher, (der „Intel
International Science and Engineering Fair“) in den USA.
Robert Menasse an der Uni Paderborn
Der österreichische Schriftsteller Robert Menasse wird 24.
Schriftsteller-Gastdozent am Institut für Germanistik und Vergleichende
Literaturwissenschaft der Universität Paderborn. Menasse - einer der
renommiertesten Schriftsteller der Alpenrepublik - wird ab dem 12.
Dezember sechs Lesungen und Vorträge halten. Die Reihe trägt den Titel:
„Die Zerstörung der Welt als Wille und Vorstellung“. Menasse ist Träger
zahlreicher Auszeichnungen, 2003 erhielt er den Erich-Fried-Preis. In
den letzten Jahren hatte Menasse immer wieder die politischen
Verhältnisse in seiner Heimat scharf kritisiert.
Hochschulen kritisieren Studiengebührenpläne in Niedersachsen
Heute wird der niedersächsische Landtag voraussichtlich Studiengebühren
in Höhe von 500 Euro pro Semester beschließen. Wie in NRW plant die
Landesregierung die Einführung dieser Gebühren für Studienanfänger
bereits zum kommenden Wintersemester, bereits eingeschriebene
Studierende sollen ab dem Sommersemester 2007 zur Kasse gebeten werden.
Finanziell schwächere Studierenbewerber können beim Land ein Darlehen
beantragen. Auch in Niedersachsen kommen die Einnahmen allerdings nicht
wie versprochen zur Gänze den Hochschulen zu Gute. Dass sie sechs
Prozent der Gebühren in einen Ausfallfonds einzahlen sollen, stoße auf
strikte Ablehnung des Vorstandes der Landeshochschulkonferenz, betonte
gestern deren Vorsitzender Professor Kurt von Figura. Die Übernahme des
Ausfallrisikos sei nicht Aufgabe der Hochschulen. In
Nordrhein-Westfalen sollen die Hochschulen gar 23 Prozent der Einnahmen
in einen solchen Fonds einzahlen, der die Rückzahlung der Darlehen an
die NRW-Bank übernehmen soll, wenn die Hochschulabsolventen nach dem
Studium nicht über ein entsprechendes Einkommen verfügen.
Krankenhausärzte äußerst unzufrieden
Eine Untersuchung der Fachhochschule Münster kommt zu dem Ergebnis,
dass deutsche Krankenhausärzte mit ihrer Situation äußerst unzufrieden
sind. Die Ergebnisse der Studie seien bedrückend, die Tendenz
dramatisch, sagte deren Leiter, der Wirtschaftswissenschaftler
Professor Roland Multhaup. Gründe für die Unzufriedenheit seien zu
geringe Entlohnung, eine zu hohe Arbeitsbelastung unter Missachtung der
gesetzlichen Ruhezeiten und veraltete Hierarchiestrukturen in den
Krankenhäusern. Höhersemestrige Studierende der Medizin stuften die
Situation an den Kliniken noch um eineinhalb Noten schlechter ein als
ihre examinierten Kollegen. Schon heute planen nach der Studie acht
Prozent der Studierenden, in einen fachfremden Beruf zu wechseln. Da
die Motivation der Ärzte ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Klinken,
weshalb diese dem Trend entgensteuern müssten, so Mutlhaup. Die Studie
enthält deshalb auch Vorschläge zur Verbesserung der Situation der
Krankenhausärzte
Teutolab Mathematik wird heute eröffnet
An der Universität Bielefeld wird heute das Teutolab Mathematik
offiziell eröffnet. Mit ihm sollen Schülerinnen und Schüler der vierten
bis sechsten Jahrgangsstufe für Mathematik begeistert werden. Mit
Unterstützung von Lehrenden und Studierenden der Universität sollen sie
selbstständig erfahren können, dass Mathematik nicht bloßes
Formelrechnen und Tafelmathematik sei, heißt es in einer Stellungnahme
der Universität. Vielmehr helfe das oft ungeliebte Fach, sich in der
Welt zurecht zu finden und sei eine spezielle Form der
Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit. Vorbild für das Teutolab
Mathematik sind die Teutolabs Chemie und Physik, die sich seit Jahren
großer Beliebtheit erfreuen. Die Eröffnungsveranstaltung für das
Teutolab Mathematik beginnt um 15 Uhr in Hörsaal 14, Lehrer, Schüler
und Eltern sind herzlich willkommen und können sich einen ersten
Eindruck von der Einrichtung verschaffen.
Nobelpreisträger kritisiert Bachelorstudiengänge
Der diesjährige Nobelpreisträger für Physik, der Münchner
Wissenschaftler Theodor Hänsch, kritisiert die Einführung von Bachelor-
und Masterstudiengängen an bayrischen Universitäten. Deutsche Physiker
würden auch deshalb auf der ganzen Welt gerne genommen, weil sie für
das Diplom bereits vor der Doktorarbiet eine wissenschaftliche Arbeit
abliefern müssten, sagte Hänsch der Nachrichtenagentur ddp im Vorfeld
der Nobelpreisverleihung am Samstag. Die Vereinheitlichung des Studiums
im Rahmen des so genannten Bolognaprozesses sei zwar möglicherweise
sinnvoll. Er kenne aber eine ganze Menge amerikanische Hochschullehrer,
die liebend gern den Master abgeschafft und ein Diplom eingeführt
hätten. Der Nobelpreisträger betonte erneut, dass die deutschen
Universitäten nicht so schlecht seien wie oft angenommen. Hänsch selbst
hatte 16 Jahre an der Stanford University in den Vereinigten Staaten
geforscht.
InFakt am Donnerstag, 08. Dezember 2005
Frauen in Naturwissenschaft und Technik unterrepräsentiert
Frauen haben es noch immer schwer in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen Fuß zu fassen.
Diese Bilanz zogen die Teilnehmer der Fachtagung „Frauen gestalten
Naturwissenschaften und Technik- Chancen für Hochschulen und
Unternehmen in OWL“, an der Fachhochschule Bielefeld. Noch immer sind
lediglich 10 % der beschäftigten Ingenieure in Deutschland weiblich. Im
Gegensatz zu ihren männlichen Kommilitonen fehle den jungen
Absolventinnen häufig ein Netzwerk von Kontakten, betonte die
Gleichstellungsbeauftragte der FH, Hildegard Schumacher Grub. Auch das
Interesse von jungen Frauen an der bisherigen Männerdomänen müsse
weiter gefördert werden.
Steigende Studierendenzahl
Steigende Studierendenzahlen stellen ein künftiges Problem für viele Hochschulen dar.
Insbesondere strukturell und personell werden die Bildungseinrichtungen
dem Studentenansturm nicht gewachsen sein. Dies geht aus einem Artikel
der Frankfurter Rundschau hervor. Allein bis 2114 müsse mit einem
Zuwachs von 0,7 Millionen Studenten gerechnet werden, so die
Kultusministerkonferenz. Grund dafür sei die demografischen Entwicklung
und die auf 12 Jahre verkürzte Schulzeit. Wenn der chronischen
Unterfinanzierung der Hochschulen kein Ende gemacht werde, würden laut
HRK die Zulassungsbeschränkungen drastisch verschärft. Bisher äußerte
sich die neue Forschungsministerin Anette Schawan dazu allerdings
zurückhaltend.
Offener Brief von Pinkwart
Der nordrhein-westfälische Innovationsminister Pinkwart hat in einem
offenen Brief für die Rückkehr deutscher Wissenschaftler nach NRW
geworben.
Damit reagierte er auf die Vorschläge der Initiative „Zukunft
Wissenschaft“, die sich im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin
vorstellte. Er versprach stärker auf die Bedürfnisse der
Nachwuchswissenschaftler einzugehen, um Spitzenforscher davon
abzuhalten, scharenweise nach Amerika auszuwandern. Als Meilenstein
bezeichnete er das geplante Hochschulfreiheitsgesetz. Dies führe zu
verstärkter Autonomie der Hochschulen in NRW, beschleunige
Berufungsverfahren sowie die finanzielle Ausstattung von universitären
Bildungseinrichtungen, so Pinkwart. Außerdem ermögliche es die
Ko-finanzierung der Exzelenzinitiative.
Ärztliche Versorgung bußt an Qualität ein
Das Niveau der chirurgischen Versorgung wird in der Zukunft drastisch abnehmen.
Dies betonte die Deutschen Gesellschaft für Chirurgie gestern in
Berlin. Besonders die medizinischen Rahmenbedingungen würden
längerfristig zu einer sinkenden Qualität der ärztlichen Leistungen
führen. Als Grund nannten die Veranstalter das Arbeitszeitgesetz für
Ärzte, durch das lediglich 48 Stunden vergütet werden, obwohl in
Wahrheit bis zu 80 Stunden Arbeit pro Woche anfallen. Außerdem nähmen
durch die Vorschriften die administrativen Aufgaben zu, kritisierten
die Teilnehmer. Des Weiteren würden besonders junge Mediziner oft ins
Ausland abwandern oder den Arztberuf aufgeben.
Wissenschaftliche Prominenz
Die Wochenzeitung „die Zeit“ hat den Quotenkönig der Wissenschaften
gekürt. So veröffentlichte sie eine Liste auf der jene Sachverständige,
die besonders häufig und gerne im Focus der medialen Aufmerksamkeit
stehen, aufgeführt werden. Besonders hervorgetan haben sich in diesem
Zusammenhang der Philosoph Peter Sloterdijk, der Historiker Paul Nolte,
der Kriminologe Christian Pfeiffer und der Ökonom Bert Rürup. „Die
Zeit“ greift damit den von ihr entwickelten media citation impact
factor auf, der sich aus den Nennungen von Google, den Auftritten bei
Christiansen-illner-kerner-beckmann-maischberger und der
Platzierung des derzeit verkaufsträchtigsten Werks auf der
Amazon-Bestsellerliste zusammensetzt. Eine weitere Quelle ist die
Pressedatenbank Genios, die alle wichtigen deutschen Zeitungen und
Zeitschriften dokumentiert.
AStA gegen AStA
Der Allegemine Studierenden Auschss der Universität Bielefeld, kurz
AStA, stellt auf unbestimmte Zeit die Zusammenarbeit mit dem AStA der
Universität Köln ein.
Als Grund nannte die Studentenvertretung den Fall Hartenfels. Der
Dortmunder Student und der Hauptverantwortliche der AStA Pressestelle
habe rechtes Gedankengut, Nationalismus und Rassismus gefördert. Dieses
habe keinen Platz in einer Universität, ist sich der
Studierendenausschuss der Universität Bielefeld einig.
InFakt am Mittwoch, 07. Dezember 2005
Zahl der Studierenden zurückgegangen
Durch die Einführung von Langzeitstudiengebühren ist die Zahl der
Studierenden in Deutschland gesunken. Im Wintersemester 2004/2005 fiel
die Zahl um 3 Prozent auf 1,96 Millionen. Zwar stieg die Zahl im
laufenden Wintersemester wieder leicht an, die Ersteinschreibungen
sanken 2005 jedoch um 2 Prozent, so Johann Hahlen Präsident des
Statistischen Bundesamtes. Damit habe sich der 2004 begonnen Rückgang
weiter fortgesetzt.
Im internationalen Vergleich liegt Deutschland beim Anteil der
Studienanfänger im hinteren Bereich, nur Österreich, Belgien und
Tschechien haben weniger Studienanfänger.
Verein für Praktikantenangelegenheiten
Nach den Praktikantenprotesten in Frankreich hat sich auch in
Deutschland ein Selbsthilfeverein zur Vertretung der
Praktikantenangelegenheiten gegründet.
Ca. 230 000 Studierende beenden jährlich ihr Studium in Deutschland und finden sich arbeitslos wieder.
Ein Großteil von Ihnen überbrückt diese Wartezeit mit Praktika.
Bei Akademikern mit Fachhochschulabschluss kletterte die
Hospitantenquote seit 1999 um 44 Prozent, bei Uni-Absolventen um 138
Prozent.
Kritisiert werden vor allen Dingen die Unternehmen, die junge Akademiker gerne als billige Praktikanten beschäftigen.
Gegen diese Form der Ausbeutung und für die Einhaltung der Rechte der
Praktikanten setzt sich nun der Selbsthilfeverein Fairwork ein.
Das Bundesarbeitsgericht entschied bereits 2003, dass bei einem
Praktikum der Ausbildungszweck im Vordergrund stehen muss und sich
zudem niemand Vermögensvorteile schaffen dürfe.
Lagermöglichkeiten von Kohlendioxid
Unter der Führung des Geoforschungszentrums Potsdam prüfen
Wissenschaftler die Lagermöglichkeiten von Kohlendioxid unter der Erde.
Ziel ist es, dass das Gas z.B. aus Fabriken nicht in die Atmosphäre
gelangt und damit zum Treibhauseffekt beiträgt. Ab Sommer 2006 soll bis
in 800 Meter Tiefe gebohrt werden, Voruntersuchungen laufen bereits in
der brandenburgischen Stadt Ketzin. Geklärt werden soll unter anderem
ob die CO2- Lagerung Risiken birgt. An dem Projekt sind 15 Partner aus
acht europäischen Ländern beteiligt.
Klimaveränderung hat Auswitkung auf Gesundheit
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Klimaerwärmung
massive Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in Europa.
Aufgrund der Hitzewelle seien im Sommer 2003, 35 Tausend Menschen
gestorben. Dies berichtete die WHO auf der UN- Klimakonferenz in
Montréal. Mit den höheren Temperaturen gebe es auch mehr
Krankheitserreger in Lebensmitteln. Außerdem verlängere sich die Zeit
des Pollenfluges von Jahr zu Jahr. Auch die von Zecken übertragenen
Erreger der Lyme- Borreliose und der Hirnentzündung FSME breiten sich
weiter aus. Dies alles zeige, dass der Klimawandel Auswirkungen auf die
Menschen in allen europäischen Ländern hat, so die WHO.
InFakt am Dienstag, 06. dezember 2005
BDA und HRK fordern Elite-Hochschulen, FZS kritisiert
Vertreter der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben sich heute auf einer
Pressekonferenz für die Einrichtung von sog. Elite-Hochschulen
ausgesprochen.
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt und die Vize-Präsidentin der
Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel erklärten, dass nur so
die Abwanderung von Leistungseliten ins Ausland verhindert werden
könne. Dafür sei auch ein stärkerer Wettbewerb zwischen den Hochschulen
erforderlich.
Der freie Zusammenschluss von studentInnenschaften, kurz FZS, lehnt
derartige Elitepläne weiterhin ab. Laut FZS verkennen die Pläne die
chronische Unterfinanzierung des gesamten Hochschulwesens. Zudem
führten Elite-Hochschulen zu noch weniger Chancengleichheit im
Bildungsbereich.
HRK in der Krise
Die zukünftige Finanzierung Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, ist ungewiss.
Das geht aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung hervor. Derzeit
stehen der Interessensvertretung rund 3,4 Millionen Euro für ihre
Arbeit zur Verfügung. 700 000 Euro kommen vom Bund, der Bärenanteil von
den Ländern. Im Zuge der Föderalismuskommission steht die
Finanzierungsgrundlage nun auf wackeligen Füßen: Da der Bund fast alle
Kompetenzen in der Hochschulpolitik an die Länder abgeben wird, wird
möglicherweise auch die Fördergelder zurückziehen. Auch die Förderung
der Länder scheint ungewiss. Der ehemalige Präsident Peter Gaethgens
kritisierte die monatelange politische Blockade des
Bund-Länder-Programms zur Förderung der Spitzenforschung.
Gathgens ist vor zwei Wochen vom Präsidialamt der HRK zurückgetreten, ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.
Tabakindustrie schmiert deutsche Forscher
Deutsche Wissenschaftler wurden über Jahre von der Tabakindustrie finanziert.
Das geht erneut aus einem Bericht im American Journal of Public Health
hervor. Der Verband der Cigarettenindustrie in Berlin wies diese
Vorwürfe jedoch zurück. Laut der Untersuchung sollen rund 60 Deutsche
Gesundheitsforscher als Gegenleistung für Forschungsgelder
wissenschaftliche Erkenntnisse „unterdrückt“ und „manipuliert“ haben.
Das Krebsforschungszentrum in Heidelberg empfahl nach den Vorwürfen nun
allen Wissenschaftlern von der Tabakindustrie kein Geld anzunehmen.
Deutsch-Polnische Kooperation
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, und das polnische
Ministerium für Bildung und Wissenschaft haben gestern in Warschau ein
Abkommen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit getroffen.
Dieses Abkommen ermöglicht polnischen Wissenschaftlern erstmals für
Projekte mit deutschen Wissenschaftlern zusätzliche Mittel zu bekommen.
Neben der Vereinbarung mit dem polnischen Ministerium hat der
DFG-Präsident Professor Ernst-Ludwig Winnacker gestern auch eine
Vereinbarung mit der Stiftung für Polnische Wissenschaft unterzeichnet.
Hier sollen Forschungsgelder vor allem Kooperationsprojekten von
herausragenden Nachwuchswissenschaftlern zu Gute kommen, wie auch
gemeinsamen Veranstaltungen und Kongressreisen.
Vom Studierenden zum Unternehmer in Lüneburg
Die Universität Lüneburg bietet ihren Studierenden die besten Chancen zum Erwerb unternehmerischen Denken und Handelns.
Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Regensburg, die in
Kooperation mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband, dem
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und dem Handelsblatt
durchgeführt wurde. Im Focus der Untersuchung stand, Präsenz,
Vermittlung und Umsetzung von unternehmensgerichteten Lehrinhalten zu
bewerten. Indikatoren hierfür waren beispielsweise das Lehrangebot im
Unternehmensbereich, die Vermarktung des Angebots und die Motivation
der Studierenden. Demnach wurde die Lüneburger Hochschule vor allem
wegen einer speziellen Professur für Gründungmanagement, einem eigenen
Gründungslabor- und zentrum und einem Netzwerk zur regionalen
Wirtschaft ausgezeichnet.
Frühreif
In Deutschland werden immer mehr Kinder vorzeitig eingeschult.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden waren das im
vergangenen Jahr gut 9 Prozent. Vor fünf Jahren wurden nur vier Prozent
der I-Männchen vorzeitig eingeschult. Gründe hierfür sind neben dem
Bestreben der Eltern auch veränderte Bestimmungen der Bundesländer zur
Einschulung. Auch die Zahl der Erstklässler im Bundesschnitt hat
zugenonmmen: Die Zahl stieg um knapp 2 Prozent auf 835 000.
Homöopathie-Preis zurückgegeben
Die Pharmakologin Karen Nieber von der Universität Leipzig musste den Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis zurückgeben.
Die Wissenschaftlerin hatte den Preis vor zwei Jahren für die
Erforschung von homöopathischen Heilmitteln bekommen. Nieber war
Vorwürfen ausgesetzt, dass die Messungen, die sie dafür an Ratten
vorgenommen hatte methodisch falsch gewesen seien. Wiederholungen der
Tests an der Freien Universität Berlin haben dieses dann bestätigt. Die
Pharmakologin gestand Fehler bei der Datenauswertung und wird die Tests
im kommenden Mai wiederholen.
Fühlende Hand-Prothese
Menschen mit einer Handprothese sollen durch diese bald fühlen können.
Das geht aus einem Interview mit einem Wissenschaftler vom Fraunhofer
Institut für Biomedizinische Technik in der Ärzte Zeitung hervor.
Derzeit ist es möglich, dass künstliche Hände bewusst bewegt werden.
Die Wissenschaftler des Instituts arbeiten jedoch an einer
Konstruktion, mit der die Patienten auch fühlen können. Um Empfindungen
wahrnehmen zu können, wird die Prothese mit hochsensiblen Wärme- und
Drucksensoren ausgerüstet. Diese wandeln Signale dann in elektrische
Impulse um, welche über sensorische Nervenfasern vom Armstumpf ins
Gehirn weitergeleitet werden. In 5 bis 10 Jahren soll eine solche
fühlende Kunsthand dann auf dem Markt sein.
InFakt am Montag, 05. Dezember 2005
Erste Bachelor-Absolventen an der Uni Bielefeld
Am vergangenem Freitag fand an der Universität Bielefeld die erste universitätsweite Feier für Bachelor Studierende statt.
Die Universität Bielefeld ist bundesweit Vorreiter bei der komplexen
Umstellung der Diplom – und Magisterstudiengänge auf das neue Bachelor-
und Mastersystem. Mehr als 225 Absolventen wurden am Freitag
verabschiedet. An der Feier teilgenommen haben mehr als 850 Gäste. Für
besondere Leistungen wurden zwei Bachelor Arbeiten ausgezeichnet. Zum
einen die Arbeit von Markus Kühlbach aus der Soziologie und zum anderen
die Arbeit von Karina Armbrecht und Chrisitian Wendt aus der Mathematik.
IFO-Forum
Das IFA Forum Dialog und Verständigung bietet Cross Culture Praktika
zur Erhöhung der interkulturellen, politischen und fachlichen Kompetenz
an.
Das Forum ist ein Projekt des „Europäisch-islamischen Kulturdialogs“
des auswärtigen Amtes. Es will jungen Berufstätigen, Berufseinsteigern
und freiwillig engagierten in nichstaatlichen Organisationen und
Institutionen, sowie in den Medien die Möglichkeit bieten ihre
professionellen und internationalen Kompetenzen zu entwickeln und die
Dialogfähigkeit und Bereitschaft zwischen den beteiligten Kulturen
ausbauen. Zielgruppen und Schwerpunktbereiche sind Wissensgesellschaft
und Bildung, Rechtsdialog und Menschenrechte, Medien, Jugendaustausch
und politische Bildung. Der Austausch konzentriert sich auf
Deutschland, die 22 Mitgliedstaaten der arabischen Liga, die arabische
Bevölkerung in Israel, sowie Iran, Pakistan und Afghanistan. Die
Praktikumsdauer beträgt drei Monate. Die Reise – und Aufenthaltskosten
werden vom IFA Forum übernommen. Bewerbungsfrist ist der 15.12.2005.
Weiter Informationen unter www.ifa.de.
Offener Brief an die Innenministerkonferenz
23 Bielefelder Organisationen appellieren mit einem offenen Brief an
den Innenminister Nordrhein Westfalens Wolff sich bei der kommenden
Innenministerkonferenz für ein Bleiberecht für langjährig geduldetet
Flüchtlinge einzubringen.
Seit mehreren Jahren versuchen verschiedenen Initiativen mit der
Kampagne „Hiergeblieben“ an die Öffentlichkeit und an die Innenminister
zu treten. Da den Forderungen bisher nicht nachgekommen wurde,
mobilisieren verschiedene Flüchtlingsgruppen und antirassistische
Initiativen zu Demonstrationen anlässlich der Innenministerkonferenz,
die vom 7.-9-Dezember in Karlsruhe stattfindet. Sie fordern eine
Bleiberechtsregelung, die dem Anspruch der Gleichberechtigung und
Integration gerecht werde. Dazu gehören nach den Demonstranten z.B.
eine unbeschränkte Arbeits- und Ausbildungserlaubnis, das Recht auf
Familiennachzug, Keinerlei Wohnsitz- und Aufenthaltsbeschränkungen,
sowie der Anspruch auf Kinder- und Elterngeld und Leistungen nach dem
SGB.
FiFa 2006
Die Fußball WM 2006 nimmt Einfluss auf die Lehrpläne in den Schulen und
Universitäten im Königreich Saudi Arabien. Das Bildungsministerium in
Riad hat die Zeit für die Vorbereitung der Prüfungen so gelegt, dass
sie nicht mit der spannenden Endphase der Weltmeisterschaft im Juni und
Anfang Juli zusammenfalle. Dadurch wolle man vermeiden, dass die
Leistungen der Kinder und Studenten schlechter werden. Die
Weltmeisterschaft ist in Saudi-Arabien ein großes Ereignis, die
saudische Mannschaft hat sich zum vierten Mal für die Endrunde
qualifiziert. Für deutsche Studierende bietet die WM 2006 hingegen die
Chance auf einen Nebenjob. Die Organisatoren suchen 600 studentische
Helfer als Mitarbeiter im Eingansbereich der Stadien. Bewerber sollten
Kontakt mit freudig erregten Fans nicht scheuen und mindestens eine
Fremdsprache verhandlungssicher beherrschen.
InFakt am Freitag, 02. Dezember 2005
Einführung von Studiengebühren
Der nordrhein-westfälische Landtag hat sich mit dem Gesetzentwurf zur Einführung von Studiengebühren befasst.
Innovationsminister Andreas Pinkwart verteidigte in einer erhitzten
Debatte am Donnerstag im Düsseldorfer Plenum das Vorhaben der
schwarz-gelben Regierungskoalition. Mit der Einführung der
Studiengebühren von bis zu 500 Euro pro Semester verbesserten sich die
Bedingungen an den Hochschulen. Außerdem werde die Studiendauer werde
verkürzt, so Pinkwart.
Der FDP-Politiker sprach von einem sozial gerechten Vorhaben. Die
finanzielle Belastung eines Studenten nach Ablauf seines Studiums sei
auf maximal 10.000 Euro begrenzt. Dies schließe Zinsen und Bafög mit
ein. Bei der sozial verträglichen Gestaltung von Studiengebühren gehe
NRW daher am weitesten.
Deutsche Studenten in Osteuropa
Für das Wintersemester 2005/2006 und das Sommersemester 2006 sind von
deutschen Studierenden rund 830 Stipendien für Studienaufenthalte an
osteuropäischen Universitäten beantragt worden. Die Studierenden zieht
es vor allem nach Russland, Polen, Tschechien und Ungarn. So das
Ergebnis einer am Donnerstag vorgelegten Untersuchung der Kölner
studentischen Unternehmensberatung Oscar. Vorrangig würden Rechts-,
Wirtschafts- und Sozialwissenschaften belegt. Auch Sprach- und
Kulturwissenschaften sowie Mathematik und Ingenieurwissenschaften
stünden «hoch im Kurs». Laut Umfrage zieht es die deutschen
Studierenden vor allem aus Kostengründen in den Osten. Stipendien für
Auslandsstudien können beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD
beantragt werden.
Studentische Unternehmensgründer
Eine niedersächsische Hochschule bietet im Jahr 2005 das beste Umfeld
für studentische Unternehmensgründer. Das ist das Ergebnis einer Studie
der Universität Regensburg. Bei der Studie wurden insgesamt acht
einzelne Themenfelder bewertet. Angefangen vom Ausbildungsangebot und
dessen Vermarktung über stimulierende Programme, Aktivitäten der
Transferstelle bis hin zum tatsächlichen Gründungsgeschehen an den
Universitäten. Die Resultate der aktuellen Studie zeigen auf, dass sich
die Situation an den Hochschulen erneut verbessert hat.
Förderung von wissenschaftlichen Leistungen
Ford fördert herausragende wissenschaftliche Leistungen. Das
Unternehmen zeichnete vier Preisträger mit dem
"Henry-Ford-II-Studienpreis" für die Jahrgänge 2004 und 2005 aus.
Anlässlich des diesjährigen 75-jährigen Bestehens von Ford in Köln,
werden in diesem Jahr zwei Jahrgänge mit insgesamt vier Preisträgern
prämiert.
Die Studierenden haben hervorragende wissenschaftliche Leistungen an
den Fakultäten Maschinenbau und Elektrotechnik der
Rheinisch-WestfälischenTechnischen Hochschule Aachen erbracht. Der 1978
anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums der Ford Motor Company ins
Leben gerufene Preis wird seitdem in zahlreichen Ländern der Erde
verliehen.
Mehr Förderung in der Bildung
Bundesbildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan will
Deutschland in den nächsten Jahren zu einer "international anerkannten
Talentschmiede" entwickeln.
In der Bundestagsdebatte über den bildungs- und forschungspolitischen
Teil der Regierungserklärung sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag,
dazu sei mehr Bildungsbeteiligung notwendig. Außerdem sei die
konsequente Förderung von Exzellenz sowie mehr Investitionen in
Forschung und Entwicklung wichtig.
Schavan kündigte ein entschlossenes Vorgehen gegen jede Form von
Benachteiligung an. Bildung und Forschung würden in Deutschland eine
„neue Gerechtigkeit" schaffen. Für diese Legislaturperiode kündigte die
Ministerin zusätzliche sechs Milliarden Euro Investitionen in Bildung
und Forschung an.
Ursachen für psychische Erkrankungen
Es gibt zwei Risikofaktoren für psychische Erkrankungen nach einem
Trauma. Das haben Wissenschaftler der Universität Zürich jetzt
herausgefunden. So ist die Gefahr, nach einem schlimmen Erlebnis
psychisch zu erkranken, bei Menschen größer, denen von Natur aus eine
höhere Feindseligkeit gegenüber anderen innewohnt. Auch diejenigen, die
ein geringeres Vertrauen in Bezug auf die Kontrollierbarkeit und
Beeinflussung ihres eigenen Lebens besitzen, sind deutlich mehr
gefährdet. Die psychische Symptome der Betroffenen äußern sich durch
depressive Störungen, Ängste und körperliche Beschwerden. Dagegen
bleiben Menschen ohne diese beiden Risikofaktoren nach einem
einschneidenden Erlebnis offenbar von derartigen Beschwerden verschont.
InFakt am Donnerstag, 01. Dezember 2005
Demonstration gegen Studiengebühren
Knapp 2000 Studierende aus ganz Nordrhein-Westfalen haben gestern in
Düsseldorf gegen die geplante Einführung von Studiengebühren
demonstriert. Unter Begleitung von 200 Polizisten zogen die
Studierenden, Schüler und
Gewerkschaftsvertreter zum Landtag. Die schwarz-gelbe
Landesregierung will Hochschulen ab dem Wintersemester 2006/2007
erlauben, bis zu 500 Euro Gebühren pro Semester zu erheben. Die erste
Lesung des Studiengebührengesetzes steht heute auf der Tagesordnung des
Parlaments.
Bundesweit haben gestern über 11.000 Demonstranten gegen die
Studiengebühren protestiert. In den kommenden Wochen sind in vielen
Bundesländern weitere Proteste geplant.
DSW kritisiert Pläne zu Studiengebühren
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat die von mehreren unionsgeführten
Bundesländern vorgelegten Pläne zur Einführung von Studiengebühren
kritisiert. Die Modelle der Länder erfüllten nicht die
sozialstaatlichen Auflagen, die das Bundesverfassungsgericht den
Ländern in seinem Urteil zu Studiengebühren gemacht habe, und müssten
deshalb nachgebessert werden, erklärte das Studentenwerk gestern in
Berlin. Das DSW hält die Gebühren zudem grundsätzlich für kein
geeignetes Instrument, um die künftigen Anforderungen des
Arbeitsmarktes zu erfüllen und den höheren Bedarf an Hochqualifizierten
zu decken.
Das DSW fordert die Länder auf, ihre Zuschüsse zur
Studienfinanzierung auszubauen, Stipendienprogramme aufzulegen und bei
der Gebührenerhebung die tatsächliche finanzielle Situation der
Studierenden zu berücksichtigen.
Ärzte- Warnstreiks
Mit einem einwöchigen Warnstreik wollen die Mediziner der Berliner
Charité auf ihre schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam machen.
Der Forderungskatalog in zwölf Punkten umfasst die Vergütung sämtlicher
Arbeitsleistungen, mehrjährige Vertragslaufzeiten und die Einhaltung
von Arbeitszeit-Höchstgrenzen.
Ärzte und Wissenschaftler der Charité führen 85.000 unbezahlte
Überstunden im Monat an sowie Verträge, die mit einer Laufzeit von nur
wenigen Monaten abgeschlossen werden. Dies führe zu einer
Verschlechterung in der Krankenversorgung und Forschung.
Welt- Aids- Tag
Zum heutigen Welt-Aids-Tag hat UN-Generalsekretär Kofi Annan die
internationale Gemeinschaft aufgerufen, den Kampf gegen die globale
Epidemie der Immunschwäche zu verstärken.
In Deutschland wird die Zahl der HIV – Infektionen um 30 Prozent in
diesem Jahr zunehmen, so das Robert Koch-Institut in Berlin. Die Zahl
der HIV-Neuinfektionen werde bis Ende 2005 bundesweit auf etwa 2600
steigen. Im vergangenen Jahr hatten sich 2058 Menschen neu mit HIV
infiziert, 2003 waren es 1827 gewesen.
InFakt am Dienstag, 29. November 2005
Demonstration gegen Studiengebühren
„Jetzt gilt es! NRW gegen Studiengebühren“ lautet das Motto der landesweiten Demonstration gegen Studiengebühren in Düsseldorf.
Die DGB Gewerkschaften, die LandesschülerInnenvertretung NRW und die
LandesAsten Vertretung NRW rufen dazu für- morgen- Mittwoch den 30.
November auf.
Die Organisatoren wollen ihre Kritik am Gebührenmodell des NRW
Wissenschaftsministers Pinkwart darlegen und vertreten die Ansicht,
dass Studiengebühren immer sozial ungerecht bleiben.
Die Demonstration beginnt um 12 Uhr am Düsseldorfer Hauptbahnhof und
endet mit einer Abschlusskundgebung vor dem nordrheinwestfälischen
Landtag.
Praktikanten- Demonstration in Frankreich
In der vergangenen Woche machte die Praktikantenvereinigung „Generation
precaire“ in Frankreich auf die missliche Lage der Praktikanten
aufmerksam.
Mit symbolischen Generalstreiks in Paris, Toulouse, Lyon und Lille
verkündeten mehrere hundert Praktikanten die „Deklaration der Rechte
der Praktikanten“.
Sie bemängeln, dass immer mehr Unternehmen Praktikanten einstellen, anstatt feste Arbeitsverträge zu vergeben.
Um nicht als billige Arbeitskräfte ausgebeutet zu werden fordert
„generation precaire“ eine Mindestvergütung für ihre Tätigkeit und eine
Reform des Praktikantenstatus im Arbeitsrecht.
Zu diesem Zweck trafen sich Vertreter der Praktikanten mit allen großen
Gewerkschaften, Unternehmerverbänden und Abgeordneten der
Nationalversammlung.
Aufmerksamkeit bekommen die Proteste auch von betroffenen Praktikanten
aus anderen europäischen Ländern –insbesondere aus Spanien, Italien und
Deutschland.
Förderung der Volkswagenstiftung
Die Volkswagenstiftung fördert zum zweiten Mal Studiengruppen zu Migration und Integration.
Mit der Ausschreibung will die Stiftung die deutsche Integrationspolitik in den Fokus von Wissenschaft und Praxis rücken.
Bereits vor einem Jahr wurden acht internationale Studiengruppen mit
insgesamt 5 Millionen Euro für die Bearbeitung der Themenkomplexe
Bildung, Wirtschaft und Partizipation gefördert.
Die diesjährige Ausschreibung richtet sich an Studiengruppen, die sich
mit den Themen „Migration und Organisation“, sowie „Struktur und Wandel
von Sprachen“ auseinandersetzen.
Stichtag für das Einreichen der Anträge ist der 30.Juni 2006. Über drei
Jahre lang werden die ausgewählten Gruppen mit jeweils 800.000 Euro
unterstützt.
Mehr Geld für die Bildung der Kinder
Deutschland gibt zu wenig Geld für die Bildung seiner Kinder aus – dies
ist das Ergebnis der Studie „Bildungsausgaben in Deutschland“, die der
Essener Bildungsforscher Klaus Klemm im Auftrag der Friedrich Ebert
Stiftung durchgeführt hat.
Um das Durchschnittsniveau der OECD Länder zu erreichen müssten rund 17 Milliarden Euro mehr in die Bildung investiert werden.
Klemm fordert Mehrausgaben besonders für die vorschulische Förderung.
Des Weiteren fordert er den Ausbau des Angebots von Ganztagsschulen und
die Förderung von leistungsschwächeren Schülern.
Im Bereich der Hochschulen bemängelt Bildungsforscher Klemm zu wenig Studienplätze und zu wenig Professoren.
Stärker als andere Länder konzentriere Deutschland seine Ausgaben im Bildungsbereich bisher auf Personalausgaben.
InFakt am Montag, 28. November 2005
Bewerbungsfrist bei der ZVS
Die Bewerbungsfrist bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) endet übermorgen.
Diese Frist gilt jedoch nur für so genannte Alt-Abiturienten. Wer nach
dem 15. Juli 2005 das Abitur abgelegt hat, kann die Bewerbung noch bis
zum 15. Januar 2006 absenden, wie die ZVS in Dortmund mitteilte.
Geworben wurde insbesondere für die Online-Bewerbung auf www.zvs.de.
Im vergangenen Semester haben bereits mehr als die Hälfte aller Antragsteller diese Möglichkeit genutzt.
Schlechte Studiensituation für internationale Studierende
Die Studiensituation internationaler Studierender in Bielefeld wird als
mangelhaft bezeichnet. Der AStA der Uni Bielefeld nannte vor allem
teure Bewerbungen und kostenpflichtige Sprachkurse als Probleme.
Aus diesem Grund trifft sich der AStA morgen zu einem Gespräch mit Vertretern des Rektorates.
„Ziel des Gesprächs muss eine absolute Verbesserung der
Studienbedingungen von internationalen Studierenden sein“, sagte der
AStA-Sozialreferent Martin Menacher.
Zurzeit sind knapp 2000 internationale Studierende an der Universität Bielefeld eingeschrieben.
Kritik an Studienkrediten
Die SPD in Nordrhein-Westfalen warnt vor finanziellen Risiken bei den geplanten Krediten für Studiengebühren.
Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Marc Jan
Eumann glaubt, dass viele Studierende die Kredite wegen der hohen
Zinsbelastung nur sehr schwer zurückzahlen können.
Demnach werde ein Student, der 14 Semester bis zum Examen benötigt, am
Ende des Studiums durch die Zinsbelastung rund 11 000 Euro Schulden
haben.
In Nordrhein-Westfalen sollen vom Wintersemester 2006/2007 an Studiengebühren von maximal 500 Euro pro Semester erlaubt werden.
UN-Klimaschutzkonferenz in Montreal
Im Kanadischen Montreal beginnt heute die elfte UN-Klimaschutzkonferenz.
Vor acht Jahren haben sich die Industrieländer bei einem Treffen in
Kyoto darauf geeinigt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.
Bisher hat kaum eines der Länder die selbst gesetzten Ziele erreicht.
Seit Anfang des Jahres ist das Kyoto-Protokoll in Kraft.
Inzwischen wurde es von 156 Staaten unterzeichnet.
Die elfte UN-Klimaschutzkonferenz dauert bis zum 9. Dezember.
InFakt am Freitag, 25. November 2005
StuPa-Sitzung
Gestern hat das Studierendenparlament der Universität Bielefeld die Erhöhung des Sozialbeitrages beschlossen.
Damit wurde dem Abstimmungsergebnis der Vollversammlung am vergangenen
Dienstag gefolgt. Ab dem Sommersemester 2006 gehen dann erstmals 11,70
Euro statt 10 Euro des Semsterbeitrags an autonome Referate, den
Hochschulsport, Hertz 87,9 und die Fahrradwerkstatt "Radschlag", sowie
an den AStA selbst.
2. Bochumer Historikerpreis
Der Berliner Geschichtswissenschaftler Jürgen Kocka erhält heute Abend den mit 25000 Euro dotierten Bochumer Historikerpreis.
Kocka gilt seit den 70er Jahren als einer der herausragenden
Persönlichkeiten auf dem Gebiet der Wirtschafts- und Sozialgeschichte.
International machte er vor allem als eine der führenden Köpfe der
Bielefelder Schule, zusammen mit Hans-Ulrich Wehler auf sich
aufmerksam. Kocka hatte von 1973 bis 1998 eine Professur an der
Universität Bielefeld inne und leitete auch zeitweise das Zentrum für
interdisziplinäre Forschung. Vor sieben Jahren wechselte Jürgen Kocka
dann an die Freie Universität Berlin.
Weihnachtsfamilien für Chinesische Studierende gesucht
Das Akademische Auslandsamt der Universität Bielefeld sucht
Gastfamilien für Chinesische Studierende während der Weihnachtfeiertage.
Die Austauschstudierenden kommen von einer Partneruniversität in
Shanghai und sind seit September in Bielefeld. Sie sind zwischen 18 und
20 Jahre alt und möchten gerne die Möglichkeit nutzen über die
Feiertage bei einer deutschen Gastfamilie zu sein. Hier möchten sie die
deutsche Kultur und die Bräuche näher kennen lernen. Da noch nicht alle
Austauschstudierenden fließend Deutsch sprechen, sollten sich Familien
melden, in denen auch Englisch gesprochen wird.
E-Mails können an Info-aaa@uni-bielefeld.de geschickt werden.
HRK für "Hochschulpakt 2020"
Das Plenum der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) hat in Bremen den "Hochschulpakt 2020" vorgeschlagen.
Grund dafür ist der erwartete enorme Anstieg der Studierendenzahlen.
Durch den Pakt sollen Staat und Hochschulen dafür sorgen, dass trotz
der hohen Studierendenzahlen Qualität und Bildung gesichert werden.
Eckpfeiler des Pakts sollen beispielsweise die Aufstockung von
Professorenstellen und von finanziellen Mitteln sein, sowie die
Erweiterung der Teilzeitstudien. In einer Prognose wird der Anstieg der
Studierendenzahlen im Jahr 2014 auf rund 2,7 Millionen vorhergesagt.
Lehrer werden - online
In Nordrhein-Westfalen werden zum 1. Februar 2006 rund 3000 neue Lehrer eingestellt.
Bewerbungen können nur mit einem internetbasierten
Einstellungsverfahren erfolgen, dem so genannten „LEO -
Lehrereinstellung Online“.Auf diese Stellen können Interessierte sich
bis zum 29. November dieses Jahres melden.
Die Internetadresse lautet: www.bildungsserver.de.
Vergleichbarkeit für NRW
Das Schulministerium Nordrhein-Westfalen plant ab 2007 zentrale Prüfungen nach der zehnten Klasse.
Die Leistungsüberprüfungen werden in den Fächern Deutsch, Mathematik
und einer Fremdsprache vorgenommen. Alle Schulformen werden an dieser
zentralen Prüfungsordnung teilhaben. Sie entspricht dem
Anforderungsniveau der Fachoberschulreife. Ziel der landesweiten
Leistungsüberprüfung sei es, einen weiteren Baustein zur
Qualitätsentwicklung und zur Qualitätssicherung in den Schulen zu
stellen, so die nordrhein-westfälische Schulministerin Barbara Sommer.
Krach macht krank
Ständiger Lärm steigert das Herzinfarkt-Risiko.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage bei rund 4000 Herzinfarkt-Patienten
an der Berliner Charité. Die Berliner Wissenschaftler haben außerdem so
genannte Lärmemissionskarten und Daten über den Arbeitsplatz der
Patienten ausgewertet, um die Lärmbelastung der Patienten auch in
Zahlen fassen zu können. Ergebnis hierbei: Eine ständige Lärmbelastung
steigert das Herzinfarkt-Risiko um rund 50 Prozent. Die Wissenschaftler
fordern deshalb eine Absenkung der Schutzgrenze für Lärmbelastung am
Arbeitsplatz von bisher 85 auf 65 Dezibel.
DDR Diplome ungültig
Akademische Abschlüsse aus der DDR dürfen nicht in das bundesdeutsche Diplom übertragen werden.
Das entschied gestern das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Um einen
gleichwertigen Abschluss anerkennen zu lassen sei ein individueller
Antrag nötig. Geklagt hatte eine Wirtschaftswissenschaftlerin, der 1988
der Titel der Diplomökonomin in Sachsen verliehen worden war. Sie sei
mit diesem Titel gegenüber den westlichen Kollegen benachteiligt, so
die Klägerin. Nach Angaben des sächsischen Ministeriums haben bereits
über 200.000 Menschen eine Nachdiplomierung beantragt.
InFakt am Donnerstag, 24. November 2005
Sozialbeiträge steigen
Die Sozialbeiträge werden für die Studierenden der Uni Bielefeld ab dem
kommenden Semester vermutlich steigen. Das ist zumindest die Empfehlung
der Anwesenden der gestrigen Vollversammlung im Audimax. Erhoben werden
die Sozialbeiträge mit den Rückmeldegebühren. Bislang liegt der
Sozialbeitrag bei zehn Euro. Durch die Erhöhung soll unter anderem die
Einrichtung eines autonomen Referates für Menschen mit Behinderung
ermöglicht werden. Das Studierendenparlament muss heute Abend der
Erhöhung der Sozialbeiträge um einen Euro siebzig aber noch zustimmen.
Einsteinjahr beendet
Gestern wurde das Einsteinjahr 2005 mit einer Gala beendet.
Mit der Abschlussgala wurde den zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur gedankt.
Außerdem nahm die neue Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan
mit dem Präsident der Gesellschaft für Informatik, Professor Matthias
Jarke, die Staffelübergabe für das neue Wissenschaftsjahr 2006 - das
Informatikjahr vor. Es wird offiziell im Januar eröffnet. Die Jahre
sollen Themen der Wissenschaft für eine breite Öffentlichkeit
verständlich machen.
Bestes deutsches Hochschulmagazin
Die Technische Universität Berlin hat den Preis für das beste deutsche
Hochschulmagazin erhalten. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von
der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Wochenzeitung DIE ZEIT mit
Unterstützung der Robert Bosch Stiftung vergeben.
Die Technische Uni Berlin erhielt die Auszeichnung für ihr Konzept mit
vier Print-Publikationen, die sich jeweils an unterschiedliche
Zielgruppen richten.
Fast 100 Bewerbungen waren auf die erstmals erfolgte Ausschreibung des Preises hin eingegangen.
InFakt am Mittwoch, 23. November 2005
Gaehtgens zurückgetreten
Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Peter Gaehtgens ist
überraschend zurückgetreten. Das wurde am Rande der Plenarversamlung in
Bremen bekannt. Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Vermutet werden
Spannungen zwischen Gaehtgens und anderen Präsidiumsmitgliedern.
Gaehtgens hat sich in der Vergangenheit wiederholt für die Einführung
von Studiengebühren ausgesprochen.
Studiengebühren rücken näher
Ab dem Jahr 2007 werden wohl alle Studierenden in NRW Studiengebühren
bezahlen müssen. Das Kabinett hat gestern darüber beraten.
Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart hat den Gesetzentwurf heute in
Düsseldorf vorgestellt.
Die Hochschulen sollen selbst entscheiden dürfen, ob sie Gebühren
erheben wollen. Die Gelder dürfen nur für die Verbesserung von
Forschung und Lehre verwendet werden. Darüber wachen soll ein Gremium,
dem zu fünzig Prozent Studierende angehören. Um niemanden vom Studium
auszuschließen hat jeder Studierende Anspruch auf ein Darlehn der NRW
Bank, das nach Beendigung des Studiums zurückgezahlt werden muss, ein
ausreichendes Einkommen vorausgesetzt. Die Höchstgrenze der
Rückzahlungsverpflichtung liegt bei zehntausend Euro, inklusive der
Bafögrückzahlungen. Damit, so die Schätzungen der Landesregierung,
müssten zwei Drittel der Bafög-Empfänger faktisch keine Studiengebühren
bezahlen.
Vollversammlung im Audimax
Der AStA der Universität Bielefeld lädt heute alle Studierenden um 14 Uhr ins Audimax zur Vollversammlung ein.
Zum kommenden Semester sollen die Sozialbeiträge von derzeit 10 Euro um
einen Euro fünfzig auf dann 11 Euro 50 erhöht werden. Auf der
Vollversammlung soll den Studierenden die Möglichkeit gegeben werden
über den Antrag des Asta zu diskutieren und abzustimmen. Durch die
Sozialbeiträge werden unter anderem Beratungsangebote des Asta und die
autonomen Referate sowie der Hochschulsport und Hertz 87,9 finanziert.
Die Vollversammlung wird ab 14 Uhr auf Hertz 87,9 übertragen.
Kein Bafög
Studierende, die Wertpapiere oder Vermögen zum Schein auf andere
übertragen, haben keinen Anspruch auf Bafög. Das hat das
Verwaltungsgericht Kassel gestern entschieden. Das Gericht verurteilte
zwei Studentinnen zur Rückzahlung von knapp 20 tausend und 7 tausend
Euro. Beide Studentinnen gaben gegenüber den Behörden an unter anderem
Bausparverträge an Familienangehörige übertragen zu haben. Hierfür
konnten sie allerdings keine schriftlichen Belege erbringen. Das Urteil
ist noch nicht rechtskräftig.
Rektoren treffen zusammen
In Bremen treffen sich heute die Hochschulrektoren der deutschen
Universitäten. Sie wollen sich dort mit der Koalitionsvereinbarung der
neuen Bundesregierung unter Angela Merkel befassen. Außerdem stehen auf
der Tagesordnung; der dramatische Anstieg der Zahl der Studierenden,
sowie die Einführung von Studiengebühren und die damit verbundenen
Finanzierungsmodelle. Die Ergebnisse der Beratungen will der
Vorsitzende der Hochschulrektorenkonferenz Peter Gaehtgens morgen
bekanntgeben.
Depression macht einfühlsam
Menschen mit einer leichten Depression sind einfühlsamer als gesunde.
Das ist das Ergebnis einer kanadischen Studie. In zwei Versuchsreihen
sollten die Probanden anhand von Fotos den Gemütszustand der
abgebildeten Personen erraten. Probanden mit einer leichten Depression
lagen dabei am häufigsten richtig. Bislang ist die Forschung vom
genauen Gegenteil ausgegangen.
InFakt am Montag, 22. November 2005
Bildungsexperten fordern Maßnahmen gegen ungleiche Bildungschancen
Unterricht bereits im Kindergarten und eine Verlängerung der
Grundschulzeit - das fordern Bildungsexperten des Instituts für
Wirtschaftsforschung in einer aktuellen Studie.
So ließen sich Ungleichheiten bei den Bildungschancen am besten
reduzieren. Besonders in Deutschland hätten Kinder von gebildeten
Eltern deutlich bessere Zukunftschancen als Kinder aus weniger
gebildeten Familien. Deswegen müsse der familiäre Einfluss durch
Unterricht bereits im Kindergarten reduziert werden.
Die zu frühe Aufteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium
bereits nach der 4. Klasse erhöhe ebenfalls die Chancenungleichheit.
Raumsonde landet nicht
Der erste Landeversuch einer Raumsonde auf einem Asteroiden ist
fehlgeschlagen. Dies berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in
seiner Onlineausgabe.
Eine Japanische Raumsonde hatte versucht auf dem Asteroiden Itokawa zu landen, um Gesteinsproben zu sammeln.
Kurz vor dem Ziel, 17 Meter über der Oberfläche des Asteroiden / musste
der Landeversuch wegen technischer Probleme abgebrochen werden.
Am Freitag soll ein zweiter und aus Treibstoffmangel vermutlich letzter Landeversuch unternommen werden.
Studiengebühren in NRW
Der Gesetzentwurf zu Studiengebühren wird heute in den Nordrhein-Westfälischen Landtag eingebracht.
Dem Entwurf nach sollen die Hochschulen vom nächsten Wintersemester an
Studienbeiträge von Studien-Anfängern erheben dürfen. Das können dann
bis zu 500 Euro pro Semester sein.
Von 2007 an dürfen die Hochschulen dann von allen Studierenden Gebühren kassieren.
Dieter Baacke-Preis verliehen
Im Rahmen eines Festakts am Rande des Forums Kommunikationskultur wurde
der Dieter Baacke-Preis an das Medienmobil MIXTOUR verliehen.
Das Medienmobil ist ein mobiles Medienlabor, mit dem jugendliche für die Arbeit mit Medien begeistert werden sollen.
Der Preis wird in Erinnerung an den Bielefelder Pädagogikprofessor
Dieter Baacke jährlich an herausragenden medienpädogische Projekte
verliehen.
InFakt am Montag, 21.November 2005
Die Uni Bielefeld erneut Spitzenplatz beim Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung
In den Fächern Soziologie und Sozialwissenschaften rangiert die Uni
Bielefeld wiederholt unter den zehn Spitzenreitern. Die
Leistungsindikatoren für die Bewertung waren Drittmittel,
Publikationen, Promotionen und die Reputation unter Professoren.
Das Forschungsranking deckt insgesamt 13 Fächer aus den Natur-, Geistes und Sozialwissenschaften ab.
Zwei Drittel der ermittelten Spitzenunis liegen in Süddeutschland.
Mit Abstand am Besten schnitt die TU München ab.
Rechtsextreme Übergriffe an russischen Universitäten
Die rund 80.000 Auslandsstudierenden an russischen Universitäten sehen sich vermehrt durch Übergriffe von Rechtextremen bedroht.
Anfang November verkündete ein Vertreter der Stadt St. Petersburg, dass
von 15.000 Studierenden bereits 1500 die Kulturmetropole verlassen
haben. Diese Flucht sei nach dem Beamten auf den Mord an einem
vietnamesischen Studenten im letzten Jahr zurückzuführen.
In den vergangenen acht Jahren sind acht ausländische Studierende in
Russland von Neonazis umgebracht worden. Im letzten Jahr wurden - laut
Le Monde Diplomatique - in Russland mehr als 40 fremdenfeindlich
motivierte Morde gezählt.
In den letzten Monaten organisierten Studierende aus Afrika, Asien und Südamerika Proteste und Gedenkdemonstrationen.
Die Politiker hingegen reagieren mit Ideen, wie der separaten
Unterbringung der Gaststudierenden in so genannten „Adaptierungs-
Schulen“ oder der Schließung von Fakultäten für Auslandsstudenten.
150. 000 Opfer pro Jahr durch Klima-Veränderung
Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of Wisconsin und der Weltgesundheitsorganisation WHO.
In ihrer Studie beschreiben die Experten die Gefahren, der von den Menschen verursachten Klima Veränderung.
Ein Beispiel für die Auswirkungen dauerhafter Erderwärmung zeigte sich
in der europaweiten Hitzewelle im August 2003. Hierbei starben bis zu
45.000 Menschen.
Für die Zukunft prognostizieren die Experten die Ausbreitung von
Infektionserkrankungen im südlichen Afrika und Südostasien. Als weitere
Folge des Klimawandels sehen sie die Zunahme von Unterernährung, wenn
die bislang fruchtbaren Steppen vertrocknen und noch weniger Menschen
Zugang zu ausreichend sauberem Wasser haben werden.
Ein neuartiges Computerprogramm für das Lernen im Jurastudium
Die Software TAKE LAW kann Klausuren verstehen und verbessern, sowie
die Schwächen der Lösungen erkennen und daraufhin passendes
Lernmaterial zusammenstellen.
Die Software kann die individuellen Stärken und Schwächen seines
Benutzers ausloten um ihm dann geeignetes Lernmaterial in Form von
Schaubildern oder Erläuterungen zu präsentieren.
Die Entwickler des Lernprogramms planen einen weiteren Ausbau, so dass
Take LAW eines Tages noch mehr leisten kann und in Zukunft die
juristischen Inhalte, die in Schlag- oder Stichworten erfasst sind, in
vollständige Sätze zu "übersetzen".
Erste Lernschemata sind bereits jetzt kostenlos (unter www.take.-law.de) im Internet verfügbar.
Infakt am Freitag, 18.November 2005
Verabschiedung der Lehramtsabsolventen
Die Universität Bielefeld verabschiedet am kommenden Montag ihre
Lehramtsabsolventen. Rektor Dieter Timmermann wird die Examensurkunden
überreichen, den Festvortrag hält Prof. Rüdiger Weingarten von der
Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, über "Das blinde
Messer von Kaiserslautern oder: Die Tücken der deutschen Sprache." Die
Feierlichkeiten beginnen um 18:00 Uhr im Audimax.
Preisverleihung Hochschulwettbewerb "patente Erfinder"
Heute werden die Sieger des Hochschulwettbewerbs "patente Erfinder" in
Düsseldorf geehrt. Prämiert werden vier Wissenschaftlerteams für
besonders innovative Erfindungen mit hohem Marktpotenzial. Die Preise
des mit insgesamt 41.000 Euro dotierten Wettbewerbs, verleiht
Innovationsminister Pinkwart. Anschließend präsentieren die Gewinner
ihre Erfindungen.
Neue Allergenkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen
Lebensmittel, die am häufigsten Allergien auslösen, müssen ab dem 25.
November auf der Verpackung gekennzeichnet werden. Diese neue
Vorschrift gilt in allen europäischen Mitgliedstaaten. Verbraucher
können die Allergen, wie z.B. Schalenfrüchte oder glutenhaltiges
Getreide im Produktnamen, in der Zutatenliste oder durch einen
gesonderten Hinweis finden. Produkte, die vor dem 25. November 2005
hergestellt wurden, dürfen aber noch ohne die neue Kennzeichnung
verkauft werden.
Mehr Einstellungen von Lehrkräften an den Schulen gefordert
Die Bundesländer haben in diesem Jahr nur 22.400 Lehrkräfte
eingestellt, 4.600 Lehrkräfte weniger, als von der
Kultusministerkonferenz (KMK) berechnet. Dass habe eine
Verschlechterung der Unterrichtsversorgung zur Folge, so Ulrich Thöne,
Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in
Berlin. Lehrkräfte würden an den Schulen dringend gebraucht, um die
Unterrichtsqualität zu verbessern. Thöne setzt sich für die Einstellung
von jungen Lehrkräften ein, da er eine Abwanderung der Lehrkräfte in
andere Berufe befürchtet und sie somit nicht mehr zur Verfügung
stünden. Dies würde den bedrohenden Lehrermangel nur verschärfen.
Infakt am Donnerstag, 17.November 2005
BMBF fördert Medizintechnik
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz BMBF, zeichnete
gestern zehn Gewinner des „Innovationswettbewerbes zur Förderung der
Medizintechnik 2005“ aus. Mit dem Preisgeld von insgesamt 3 Millionen
Euro sollen die Forschungsideen als Produkt marktreif werden. Darunter
befinden sich zum Beispiel ein Sehtest zur Simulierung der individuell
passenden Sehhilfe oder auch ein extrem haltbarer Knochenzement für die
Verankerung von Implantaten im Körper. An dem Wettbewerb beteiligten
sich 103 Teams mit ihren Ideen.
Bund und Länder fördern Spitzenforschung
Der Exellenzwettbewerb zwischen den Universitäten in Deutschland ist
nach Ansicht des Vorsitzenden des Wissenschaftsrates, Karl Max
Einhäupl, ein nie da gewesener Aufbruch. Der Wissenschaftler der
Zeitung „Zeit“ ist der Meinung, dass sich die deutsche
Hochschullandschaft nachhaltig verändern werde. Mit dem
1,9-Milliarden-Euro-Programm wollen Bund und Länder die
Spitzenforschung fördern. Zudem werden bis zu zehn Hochschulen
ausgewählt, die sich international profilieren sollen.
Die Bewerbungen der Universitäten seien laut dem Wissenschaftsrates
anspruchsvoll und überraschend breit angelegt. Langfristig werde der
Wettbewerb dazu führen, die Unterschiede zwischen den Hochschulen in
Hinblick auf Qualität und Funktion zu verstärken.
Nach einem bereits durchgeführten Elitewettbewerb des
rheinland-pfälzischen Wissenschaftsministeriums, sind die ersten Gelder
an die Universitäten in Mainz, Trier und Kaiserslautern gegangen.
Nur echter Zucker ist gut gegen Stress
Echter Zucker dient der Stressbekämpfung. Dies fanden
Neurowissenschaftler anhand einer Studie heraus, in der sie sich mit
der Wirkung von Süßigkeiten auf den Hormonhaushalt und das Wohlbefinden
beschäftigten. Süße Getränke oder Snacks hemmen demnach die Produktion
von Hormonen, die in Stresssituationen ausgeschüttet und auf Dauer den
Stoffwechsel negativ beeinflussen können. Dieser Effekt ist jedoch nur
bei Süßigkeiten festgestellt worden, in denen echter Zucker enthalten
war. Künstliche Süßstoffe reduzieren die Hormonmenge nur gering, betont
Yvonne Ulrich-Lai von der University of Cincinnati. Möglicherweise
werden die Regionen im Gehirn vom Zucker beeinflusst, die die Reaktion
des Körpers auf Stressfaktoren kontrollieren.
Akupunktur besser als bisher angenommen
Akupunktur wirkt gegen Migräne mindestens ebenso gut wie die
medizinische Standardtherapie. Dies ist das Ergebnis der
gerac-Kopfschmerzstudien, an denen 1369 Patienten mit chronischem
Spannungskopfschmerz oder Migräne teilnahmen. Die Akupunktur-Patienten
unter ihnen waren zufriedener mit der Behandlung, als medikamentös
behandelte Patienten. Anhand der Studie zeigte sich, dass Patienten
nicht über einen längeren Zeitraum hinweg Medikamente einnehmen wollen.
Daher seien Alternativen zur dauerhaften Medikamenteneinnahme
notwendig, so Professor Dr. Hans-Joachim Trampisch, Abteilung für
medizinische Informatik und Biometrie der Ruhr-Universität Bochum. Die
Häufigkeit der Kopfschmerzen innerhalb vier Wochen, reduzierte sich um
61,5%.
Offen ist jedoch noch, wie der Gemeinsame Bundesausschuss über die
Aufnahme der Akupunktur in den Leistungskatalog der Gesetzlichen
Krankenversicherungen entscheidet.
Infakt am Mittwoch, 16.November 2005
Mehr Geld für Bildung
Die europäischen Bildungsminister wollen mehr Geld für Bildung
ausgeben. Gestern einigten sie sich auf ein Programm in Höhe von knapp
14 Milliarden Euro. Mit diesem Geld wollen sie Schüler, Lehrlinge und
Studenten dazu bewegen, zeitweise ihre Heimatländer zu verlassen. So
sollen bis zum Jahr 2011 drei Millionen Studenten im europäischen
Ausland studieren. Ob die Gelder bewilligt werden ist allerdings noch
offen. Dies hängt von einer Entscheidung der EU-Finanzpolitiker ab.
Wieder mehr Studierende in NRW
An den nordrhein-westfälischen Hochschulen ist die Zahl der
Studierenden wieder leicht angestiegen. Wie das statistische Landesamt
mitteilte, studieren zurzeit knapp 465.000 Menschen, etwa zwei Prozent
mehr als im Vorjahr. Nach der Einführung der Studiengebühren war die
Studierendenzahl zuletzt um ein zehntel abgesunken. An der Uni
Bielefeld sind derzeit rund 18.000 Studierende eingeschrieben.
Proteste gegen Studiengebühren gehen weiter
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren ABS und der freie
Zusammenschluss der StudentInnenschaften fzs planen weitere Proteste
gegen Studiengebühren. In Stuttgart und Düsseldorf solle dagegen
demonstriert werden, dass studentische Bedenken gegen Studiengebühren
einfach übergangen worden seien. Ende November kommen die ersten
Gesetzentwürfe zu allgemeinen Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen
und Baden-Württemberg in die Parlamente.
Wissenschaftsrat fordert mehr Geld für Hochschulen
Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats Karl Max Einhäupl hat die neue
Bundesregierung aufgefordert mehr Geld für die deutschen Hochschulen
auszugeben. Dies sei unerlässlich, um den erwarteten Anstieg der
Studierendenzahlen in den nächsten Jahren um gut ein Viertel bewältigen
zu können. Gerade die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge
erforderten ein besseres Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und
Lehrenden. Einhäupl warnte die Politiker davor zu glauben, diese Kosten
über Studiengebühren finanzieren zu können.
Bielefelderin im studentischen Nationalteam
Der Deutsche Fußball Bund hat die Bielefelder Studentin Christina
Drewitz in das studentische Nationalteam berufen. Die 19jährige spielt
seit 2001 beim FC Gütersloh und wird im nächsten Jahr auch das
Studentinnen-Fußball-Team der Universität Bielefeld verstärken. Termin
für das Länderspiel gegen die Schweiz ist der 29.November. Koordiniert
wird das Studentinnen-National-Team vom DFB zusammen mit dem
Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband.
Lehrende und Sudierende streiken in Rumänien
Das rumänische Bildungssystem erlebt derzeit den größten Streik seit 15
Jahren. Schon seit Wochen bleiben Lehrende und Studierende den Hörsälen
fern. Damit protestieren Sie gegen die Regierung, die ihrer Meinung
nach zu wenig Geld in das Bildungssystem investiert.
Trotz Studiengebühren von bis zu 600 Euro im Jahr empfinden viele
Studierende die Studienbedingungen als miserabel. Sie beklagen die
schlechte Ausstattung der Universitäten. Junge Nachwuchswissenschafter
drohen aufgrund der niedrigen Gehälter abzuwandern.
Soziales Engagement ist preiswürdig
Das deutsche Studentenwerk sucht besonders sozial engagierte
Studierende. Für sie hat es einen Preis in Höhe von insgesamt 12.500
Euro ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden sollen Studierende, die sich
durch ehrenamtliche Tätigkeit in besonderer Weise für ihre Kommilitonen
einsetzen. Das ehrenamtliche Engagement im AStA oder einer Fachschaft
allein ist noch nicht preiswürdig. Mit dem Preis will das Studentenwerk
ehrenamtliches Engagement an den Hochschulen fördern.
Teilnahmeberechtigt sind alle in Deutschland immatrikulierten
Studenten. Teilnahmeformulare sowie weitere Infos gibt’s unter
www.studentenwerk.de.
InFakt am Dienstag, 15.November 2005
Vollversammlung in der Uni
Der AStA der Universität Bielefeld lädt alle Studierenden am 23. November um 14 Uhr ins Audimax zur Vollversammlung ein.
Inhaltlich soll es um die Höhe des Sozialbeitrages gehen, der zur Zeit zehn Euro beträgt.
Finanziert wird daraus das Beratungs- und Unterstützungsangebot der
Studierendenschaft. Dazu gehören die autonomen Referate SchwuR
(Schwulenreferat), IAFLR (InternationalesAutonomesFrauenLesben und
Transgender Referat) und der ISR (Internationaler StudierendenRat). Aus
den weiteren zweckgebundenen Anteilen des Beitrages bekommen Hertz
87,9, die Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt Ra(d)tschlag und der
Hochschulsport einen Teil ihrer Mittel.
Fusion der Kirchlichen Hochschulen in NRW
Die Kirchliche Hochschule Bethel schließt sich zusammen mit der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal.
Am kommenden Donnerstag soll der Gründungsvertrag für die Vereinigung
der Hochschulen zum 1.Januar 2007 unterzeichnet werden. Das teilte das
Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Westfalen mit, das
zukünftig gemeinsam mit der rheinischen Landeskirche und der Stiftung
Anstalt Bethel Träger der vereinigten Kirchlichen Hochschule
Wuppertal/Bethel sein wird.
Künftig soll in Wuppertal weiterhin das Studium der Theologie mit
dem Pfarramt als Berufsziel angeboten werden, während am Standort Bethel insbesondere Diakoniewissenschaft gelehrt werden soll.
Die Kirchliche Hochschule Bethel war 1905 von Pastor Friedrich von
Bodelschwingh als Theologische Schule Bethel gegründet worden.
Lob für Koalitionsvertrag
Die Kultusministerkonferenz hat die Koalitionsvereinbarungen von
CDU/CSU und SPD zur Reform der Bund- Länder-Beziehungen begrüßt.
Die Koalitionsvereinbarung beendet einen jahrelangen Streit zwischen
Bund und Ländern um die Kompetenzen in der Bildungspolitik. Die Länder
erhalten hier weitgehende Autonomie.
Die Kultusminister der 16 Länder werden sich am 15. Dezember in
Bonn im Detail mit der Reform befassen.
BMBF stärkt Berufsbildungsforschung
Junge Menschen sollen in Zukunft einen optimalen Einstieg in ein
chancenreiches Berufsleben erhalten. Dazu werde die Forschung am
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Bonn gestärkt, teilte das
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gestern in Berlin
mit. Das BMBF hatte im Rahmen der Evaluation der
Ressortforschungseinrichtungen den Wissenschaftsrat um Empfehlungen für
die zukunftsorientierte Ausrichtung des BIBB gebeten, die dieser
gestern vorlegte. Sie sollen die gesetzliche Neuordnung der dualen
Berufsbildung aus dem April 2005 auf der Forschungsseite ergänzen. Dual
bedeutet hier, dass die Ausbildung sowohl in der Berufsschule als auch
in Betriebe stattfindet.
Das BIBB könne die Empfehlungen als Grundlage für Reformen verwenden, hieß es im Ministerium.
InFakt am Montag, 14.November 2005
Kritik der Studentenwerke
Die deutschen Studentenwerke kritisieren die Zwischenergebnisse der
Föderalismusreform. Nach Plänen der künftigen Bundesregierung sollen
die Bundesländer mehr Kompetenzen bekommen als bisher. Das Kuratorium
der deutschen Studentenwerke befürchtet unter anderem, dass
Studienabschlüsse nicht mehr vergleichbar seien und ärmere Bundesländer
Bau- und Sanierungsvorhaben nicht mehr realisieren könnten. Der
Kuratoriumsvorsitzende Peter Gaethgens fordert die Politik auf gegen
diese Pläne gegenzusteuern.
Weltwissenschaftskonferenz in Budapest
In Budapest ist am Samstag das Weltwissenschaftsforum zu Ende gegangen.
Rund 500 Wissenschaftler, darunter auch Nobelpreisträger, haben an der
von der UNESCO mitorganisierten Konferenz teilgenommen. Die
Wissenschaftler fordern einen besseren Austausch von
Forschungsergebnissen zwischen reichen und armen Ländern. Außerdem
dürfe die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht nur unter
wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen. Der Nobelpreisträger Torsten
Wiesel fordert die Wissenschaftler auf, die Vorteile der
Stammzellenforschung für medizinische Therapien deutlicher
hervorzuheben.
Nordunis sollen zusammengelegt werden
Die Landesregierung Schleswig Holsteins plant die Hochschulen
Flensburg, Kiel und Lübeck zusammenzulegen. Wissenschaftsminister
Austermann will dadurch vor allen Dingen Kosten einsparen. Die
Landesrektorenkonferenz glaubt jedoch nicht an den Erfolg solcher
Maßnahmen und befürchtet in erster Linie einen Qualitätsverlust in
Forschung und Lehre. Auch in NRW haben sich Vertreter der Hochschulen
Essen und Duisburg gegen eine Fusion gewehrt. Im Januar dieses Jahres
wurden die beiden Unis aber zusammengelegt.
Begleitetes Fahren überzeugt
Jugendliche, die in Begleitung eines Erwachsenen Auto fahren, machen
bis zu 40% weniger Unfälle als Fahranfänger. Außerdem kassieren sie
deutlich weniger Bußgelder. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der
Justus-Liebig Universität Gießen. Seit anderthalb Jahren dürfen in
Niedersachsen bereits 17-jährige in Begleitung eines Erwachsenen nach
einer Fahrprüfung ans Steuer. An dem Modellversuch haben mehr als 20
tausend Jugendliche teilgenommen. In NRW ist das begleitete Fahren seit
einem Monat möglich.
Neuer Studiengang
An der Bielefelder Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) kann ab Januar
der Studiengang „International Business“ belegt werden. Der duale
Studiengang dauert sechs Semester und schließt Auslandssemester mit
ein. Die FHDW kooperiert mit mehreren Großunternehmen, die
international tätig sind, so dass bereits während des Studiums Kontakte
zur Wirtschaft geknüpft werden können. Zulassungsbeschränkungen gibt es
nicht, gute Englischkenntnisse sind jedoch erforderlich, da Englisch
auch Unterrichtssprache ist.
InFakt am Freitag, den 11.November 2005
Neues Objektiv für Fotoapparat entwickelt
Amerikanische Wissenschaftler der Stanford Universität haben eine neue
Technik entwickelt, die bei Kameras das Fokussieren vor dem Auslösen
unnötig macht. Dazu platzierten sie eine Folie aus zahlreichen
Mikrolinsen hinter der Hauptlinse, die Einfallswinkel und Intensität
einzelner Lichtstrahlen registrieren. Mit der neuen Methode kann jeder
Teil eines Fotos im nachhinein scharf gestellt werden. Auch bei
schlechten Lichtverhältnissen und geringem Entfernungsbereich können
mit dieser Methode nach dem Auslösen Einstellungen vorgenommen werden.
Hepatitis-B Schuld an Männerüberschuss
Das Hepatitis-B-Virus könnte eine der Ursachen für den Männerüberschuss
in vielen asiatischen Ländern sein. Im Gegensatz zur westlichen Welt
ist das Geschlechterverhältnis in Ländern wie China und Indien sehr
unausgewogen. Nach Schätzungen von Soziologen "fehlen" in diesen
Gesellschaften bis zu 100 Millionen Frauen. Die wichtigste Ursache für
dieses Missverhältnis ist dabei wahrscheinlich der gesellschaftlich
sehr viel höhere Stellenwert des Mannes.
Nach einer Auswertung mehrerer Studien kommt die
Wirtschaftswissenschaftlerin Emily Oster allerdings zu dem Schluss,
dass neben diesen gesellschaftlichen Faktoren auch die hohe Anzahl der
mit Hepatitis-B infizierten Frauen in diesen Ländern eine Rolle spielt.
Nach ihren Ergebnissen bekommen Frauen mit Hepatitis B anderthalbmal so
häufig Söhne wie Töchter. Das könne bei einer Infektionsrate von 10 bis
15 Prozent, wie sie beispielsweise in China vorkomme, zu einem großen
Teil das ungewöhnliche Geschlechterverhältnis erklären. Bislang wurde
hauptsächlich die höhere Todesrate bei den häufig vernachlässigten
Mädchen und Frauen dafür verantwortlich gemacht.
Hamburg: Studienplatzausbau notwendig
Der Hamburger Wissenschaftssenator Jörg Dräger erhofft sich bis zu
40.000 zusätzliche Studienplätze in Hamburg. Entgegen früherer Ansagen
erwägt Dräger, aus Studiengebühren zusätzliche Studienplätze in Hamburg
zu finanzieren. Bisher hatte der Parteilose stets erklärt, die
spätestens 2007 geplanten "Beiträge" nur zur Verbesserung der Lehre und
der Studienbedingungen einzusetzen. Das Uni-Präsidium wollte Drägers
Bekenntnis nicht kommentieren. Der Präsident der Hochschule für
Angewandte Wissenschaften, Michael Stawicki, hält die Vorstellung
Einnahmen aus Studiengebühren für den Platzausbau zu nutzen, für
problematisch. Anders als versprochen, würde dadurch nicht die Lehre
verbessert, "sondern nur die Verschlechterung von Lehre verhindert", so
Stawicki.
Folter in China
Wissenschaftler erheben schwere Vorwürfe gegen die chinesische Regierung.
Forscher aus Kanada und den USA haben mehrere Studien über den
Gesundheitszustand tibetanischer Flüchtlinge ausgewertet. Die
Ergebnisse wurden im Fachblatt "BMC International Health and Human
Rights" veröffentlicht. Laut diesem Bericht seien Anzeichen für Folter
und psychische Krankheiten wesentlich häufiger zu beobachten als bisher
vermutet. Für ihre aktuelle Untersuchung haben die Wissenschaftler nach
eigenen Angaben alle veröffentlichten Berichte über psychische
Störungen unter tibetanischen Flüchtlingen ausgewertet. Die Studien
bezogen sich auf insgesamt 410 Menschen. Die Forscher kamen zu dem
Ergebnis, dass 23 Prozent aller Flüchtlinge unter der sogenannten
posttraumatischen Belastungsstörung litten. Zudem litten dem Bericht
zufolge 57 Prozent der Flüchtlinge unter schweren Depressionen.
InFakt am Donnerstag, den 10. November 2005
Senat der Uni Bielefeld weiterhin gegen Studiengebühren
Der Senat der Universität Bielefeld ist weiterhin gegen Studiengebühren.
Gestern wurde die knapp ein Jahr alte Stellungnahme von der Mehrheit des Senats nochmals bekräftigt.
Die Stellungnahme forderte für Einführung von Studiengebühren zwei
Voraussetzungen. Zum einen ein Stipendiensystem zur Abfederung sozialer
Härtefälle sowie eine Gewährleistung, dass den Universitäten für ihre
Mehreinnahmen nicht andere Geldquellen gestrichen werden.
Dies bekräftigte ebenfalls das Rektorat in einem Schreiben an das
NRW-Forschungsministerium, dem der neue Senatsbeschluss beigefügt wurde.
Rektor Dieter Timmermann betonte jedoch, dass die Universität Bielefeld
unter Zugzwang geraten würde, falls andere Universitäten Gebühren
erhöben.
In diesem Zusammenhang forderten die studentischen Vertreter den Rektor
auf, die Position des Senats klarer als bisher in der Öffentlichkeit zu
vertreten.
Europäische Venusmission gestartet
Gerstern startete die erste europäische Venusmission. Die Raumsonde
„Venus Express“ der europäischen Weltraumorganisation Esa soll ab April
kommenden Jahres die Atmosphäre des Planeten erforschen. Zusätzlich
sollen auch Karten von der Venus erstellt werden.
Die Erforschung der Venus ist laut Forscher besonders interessant, weil sie große Ähnlichkeiten mit der Erde aufweist.
Durch Vergleiche mit der Erde soll ermittelt werden, warum Leben auf der Erde möglich ist, jedoch nicht auf der Venus.
Korrekturprogramm entwickelt
Zwei Berliner Informatiker haben ein Korrekturprogramm für Multiple
Choice Tests entwickelt. Nachdem die Klausurbögen der Prüflinge durch
einen Scaner eingelesen worden sind, lassen sich mit dem Programm
„Klaus“ die Antworten auswerten und automatisch korrigieren. Dozenten
und Lehrer sind die Zielgruppe des Programms, das ihnen das Korrigieren
von Klausuren abnimmt. Das neuartige Programm liefert zudem den
Klausuraushang und eine Grafik über das Gesamtergebnis aller Klausuren.
Kokain in deutschen Flüssen
Erstmals haben Forscher deutsche Flüsse in einer umfangreichen Studie
auf Kokainspuren untersucht. Aufgrund dieser Analysen lässt sich der
wahre Drogenkonsum der Bevölkerung berechnen.
Die Bevölkerung der an den Rhein angrenzenden Städte verbraucht zum Beispiel demnach jährlich 11 Tonnen.
Das ist die doppelte der bisher angenommen Menge an Kokain.
Dieser Unterschied zu den bisher bekannten Daten ist auf die bisher
verwendete Forschungsmethode zurück zu führen. Bei Umfragen geben
Konsumenten nämlich häufig geringere Mengen Kokain an, als sie zu sich
nehmen.
InFakt am Mittwoch, den 09. November 2005
Erste Honorarprofessur an der FH Bielefeld
Die Fachhochschule Wilhelm-Bertelsmann-Straße hat gestern im Bereich
Elektrotechnik und Informationstechnik eine erste Honorarprofessur
verliehen.
Die Professur wurde in einer feierlichen Stunde an den Diplom-Ingenieur
Horst-Felix Nowacki übergeben. In seiner Antrittsrede an der FH hatte
Nowacki sich mit dem Thema: „Wirtschaft und Wissenschaft: Synergien
durch aktive Kooperation“ beschäftigt. Das Kuratorium würdigte Nowacki
in der Festrede als einen hervorragenden Dozenten und langjährigen
Mitarbeiter, der als Mittler zwischen zwei Welten gelte: Der Forschung
und Lehre auf der einen Seite und der unternehmerischen Praxis auf der
anderen.
Föderalismusreform
In den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD haben sich die
Spitzenvertreter auf eine neue Linie der Bildung und damit der
Föderalismusreform geeinigt.
Demnach sollen zukünftig die Länder fast ausschließlich für die Bildung
zuständig sein. Reformprojekte wie beispielsweise das
Ganztagsschulenprogramm können somit nicht mehr auf Bundesebene
durchgesetzt werden. Dieser Kompetenzverlust des Bundes hat heftigen
Widerstand auf vielen Seiten hervorgerufen: Die Gewerkschaft für
Erziehung und Wissenschaft, kurz GEW bezeichnete das Vorhaben als einen
schlechten Scherz. Das Bildungssystem brauche doch einen gemeinsamen
Kraftakt von Bund, Ländern und Kommunen, damit unsere Schulen und
Hochschulen wieder den Anschluss an die europäische Spitze schaffen. So
der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne. Andere Seiten sprechen von einem
„Horrorszenario“ oder der Gefahr der „Kleinstaaterei“. Die Linkspartei
kritisierte die Ergebnisse sogar als „Kastration des Bundes in der
Bildungspolitik“.
Jura-Bachelor qualifiziert nicht für den Beruf
Der Bachelor-Abschluss der Rechtswissenschaften befähige nicht zur Aufnahme eines juristischen Berufs im klassischen Sinne.
Das stellte das Verwaltungsgericht Hamburg in einem Verfahren zwischen
einem Jura-Studierenden und dem zuständigen Studentenwerk fest. Der
24-Jährige Bachelor-Absolvent hatte auf die Entwertung des eigenen
akademischen Titels geklagt, um bis zum Zeitpunkt des richtigen
Staatsexamen weiterhin BAFöG beziehen zu können. Das Studentenwerk
hatte die interne Regelung der privaten Hochschule des Hamburger nicht
anerkannt, auf dem Weg zum Staatsexamen automatisch einen
Bachelor-Abschluss zu erlangen. Es wollte nur weiterhin
Ausbildungsförderung zahlen, wenn auf den Bachelor ein Master-Studium
folgt.
Das Hamburger Urteil unterstützt außerdem die Meinung des Deutschen
Hochschulverbands zu Bachelor-Abschlüssen in klassischen
Staatsexamensstudiengängen: Sie lehnen auch einen Abschluss nach drei
Jahren für Medizin und Lehramtsfächer ab, weil die Absolventen nicht
ausreichend für einen Beruf qualifiziert seien.
Private und staatliche Hochschulen
Das Centrum für Hochschulentwicklung, kurz CHE in Gütersloh und die
Hertie School of Governance in Berlin hat gestern ein gemeinsames
Syposium beendet.
Zwei Tage lang hatten rund 200 Teilnehmer aus den Bereichen Hochschule,
Politik und Wirtschaft über private Hochschulen in Deutschland als
Reformmotor oder Randerscheinungen gesprochen. Ergebnis des Dialogs
war, dass staatliche Hochschulen immer innovativer werden, die Privaten
sich immer mehr an traditionellen Handlungsmustern orientieren. Damit
relativieren sich die Unterschiede immer mehr. Vertreter der Privaten
Hochschulen kritisierten jedoch eine strukturelle Benachteiligung. Für
sie sei es schwerer an öffentliche Fördergelder heranzukommen. Alles in
allem führe der Wettbewerb zwischen privaten und staatlichen
Hochschulen jedoch zu einer Leistungsspirale nach oben, so Detlef
Müller-Böling, Leiter des CHE.
Sonderstipendien für Krisen- und Konfliktforschung
Der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, fördert mit
Sonderstipendien die Ausbildung von Spezialisten auf dem Gebiet der
Krisen- und Konfliktvorbeugung aus Südasien.
Das Förderprogramm wurde vor dem Hintergrund der Tsunami-Katastrophe
initiiert und aus Geldern des Auswärtigen Amtes finanziert. Es richtet
sich vor allem an ausländische Graduierte, Doktoranden und
Wissenschaftler, die ihre Forschungen für mindestens ein Jahr in
Deutschland durchführen möchten. Hier sind Fachgebiete wie
Geowissenschaften, Ökologie, Medizin oder Krisen- und Konfliktforschung
angesprochen. Bewerbungsschluss für die Stipendien des DAAD ist für das
Jahr 2006 der 30. November.
InFakt am Dienstag, den 08. November 2005
Zahl der Frühgeburten bei armen Müttern höher
Arme Mütter haben häufiger Frühgeburten. Laut einer Studie des
Rheinisch – Westfällischen Instituts für Wirtschaftsforschung liegt die
Gefahr bei mehr als 20%. Eine Erklärung dafür haben die Forscher
allerdings nicht. Mütter mit privater Krankenversicherung suchten zwar
drei mal häufiger den Arzt auf als Mütter einer gestezlichen
Krankenversicherung, jedoch beeinflusse primär der Gesundheitszustand
der Mutter die Gesundheit des Kindes.
Gründe für die Frühgeburten könnten daher sowohl im Verhalten der Mutter, als auch im Verhalten der Ärzte zu finden sein.
Förderpreis für Leiter der Tinnitus- Ambulanz in Homburg
Den Förderpreis 2005 der Deutschen Tinnitus Liga erhalten zwei
Wissenschaftler des Universitätsklinikums in Homburg. Die beiden Leiter
der Tinnitus-Ambulanz, Dr. Wolfgang Delb und Diplom Psychologe Roberto
D`Amelio, wurden für ihre Pilot-Studie mit dem Titel: „Die Wirksamkeit
eines kombinierten medizinischen-psychologischen Behandlungsprogramms
bei Patienten mit akutem Tinnitus“ ausgezeichnet.
Bei Tinnituspatienten löst das permanente Ohrgeräusch Gefühle von
Hilflosigkeit, Verzweiflung und Wut aus. Durch eine individuell
angepasste medizinisch-pschologische Behandlung lernen die Patienten
den Störfaktor besser zu tolerieren und zeitweise aus der Wahrnehmung
auszublenden.
In Deutschland leiden etwa 4% der Bevölkerung an diesem Ohrgeräusch.
Jungen werden in der Grundschule benachteiligt
Jungen erhalten in der vierten Grundschulklasse bei gleicher Leistung
in Deutsch und Sachkunde oftmals schlechtere Noten als Mädchen. „Jungen
werden oft benachteiligt“ so Prof. Wilfried Bos, wissenschaftlicher
Leiter der „Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung“. Ursache für
die besseren Noten der Mädchen sei möglicherweise deren Wohverhalten.
Des Weiteren merkte Bos an, dass eventuell zu viele Texte gelesen
werden würden, die weniger dem Interesse von zehnjährigen Jungen
entsprächen, als dem der Mädchen. Jene lesen in ihrer Freizeit Comics
und Gebrauchsanleitungen, während Mädchen Geschichten, Erklärbücher
oder Zeitschriften bevorzugen.
Jusos appellieren an die SPD
Die Juso-Hochschulgruppen haben die SPD-Vertreter
bei den Koalitionsgesprächen gemahnt, das Studierenden-Bafög in seiner
jetzigen Form zu verteidigen. Die von der Union angestrebte
Gleichstellung von Studierenden- und Meisterförderung würde für die
Studierenden zu deutlichen Einbußen führen, sagte Jusosprecher Ralf
Höschele am Montag in Berlin. Zu befürchten sei ein geringerer
Zuschuss für Studierende zum Lebensunterhalt und eine deutliche höhere
Verschuldung. Die Studierenden bräuchten einen Aus- und keinen Abbau
des Bafög , so Höschele weiter. Auch dürfe das Bafög keineswegs genutzt
werden, um die geplanten Studiengebühren der Unionsländer zu
finanzieren.
Die Bildungspolitiker von CDU und SPD sind sich über die Zukunft des Bafögs im Koalitionsvertrag noch nicht einig.
Neues Krebs-Enzym entdeckt
Molekularbiologen der Uni Marburg haben ein neues Krebs-Enzym entdeckt.
Am Freitag veröffentlichten ein internationales Team der Uni Marburg die neusten Ergebnisse ihrer Krebsforschung.
Die Wissenschaftler entdeckten ein Enzym, das den Krankheitsverlauf von Krebs beschleunigt.
Das Team sucht zurzeit eine Substanz, die das Krebs-Enzym blockiert.
Dadurch hoffen sie den Krebs bekämpfen zu können.
Bei Mäusen gibt es bereits erste Erfolge: Das Enzym wurde geblockt und somit das Tumorwachstum gehemmt.
Infakt am Montag, den 07. November 2005
Ehrendoktorwürde der Uni Bielefeld
Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld verleiht
dem Bremer Rechtsanwalt und Notar Rembert Brieske die Ehrendoktorwürde.
Brieske ist seit 1999 Vizepräsident des Deutschen Anwaltvereins.
Außerdem engagiert er sich im Förderverein des Instituts für
Anwalts-und Notarrecht der Uni Bielefeld. Die Feierstunde beginnt am
Mittwoch um 17:00 im Hörsaal 12.
Theorie zu Autismus
Bei Menschen mit Autismus ist das typisch männliche Gehirnprofil
übermäßig stark ausgeprägt. Das wollen britische Forscher
herausgefunden haben. Laut ihrer Theorie neigen Männer dazu ihr Leben
nach bestimmten Regeln zu organisieren. Bei Autisten ist dieses
Verhalten teilweise extrem ausgeprägt. Das könnte auch erklären, warum
die Störung häufiger bei Männern auftritt, als bei Frauen.
Energiekonferenz in Peking
Heute beginnt die internationale Konferenz zum weltweiten Ausbau der
erneuerbaren Energien in Peking. Auf der Konferenz diskutieren
Politiker und Wissenschaftler über den aktuellen Stand der weltweiten
Entwicklungen. 2004 hat sich China verpflichtet innerhalb der nächsten
6 Jahre 10% des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen.
Bundesumweltminister Trittin sieht in den erneuerbaren Energien die
treibende Kraft für Entwicklung. So erhielten in den nächsten Jahren
300 Millionen Menschen erstmals Zugang zur Elektrizität.
Windparks gefährden Ostsee
Das Institut für Ostseeforschung in Warnemünde warnt vor zu großen
Windparks in der Ostsee. Wie das Institut am Samstag bekannt gab
könnten Meeresströmungen behindert werden, die für die
Sauerstoffversorgung und den Abbau organischer Stoffe von großer
Bedeutung sind. Bislang sind Umweltschützer und Wissenschaftler nur
davon ausgegangen, dass Windparks Zugvögel und Meeresbewohner negativ
beeinflussen könnten.
Mehrere europäische Firmen planen in der Ostsee Windparks zu bauen, da es auf offener See eigentlich nie windstill ist.
Sprit aus Stroh
Stroh und Holz sollen in Zukunft zur Herstellung von Treibstoff
verwendet werden. In Karlsruhe wurde am Wochenende der Grundstein für
eine solche Raffinerie gelegt. Da der Transport von den Rohstoffen viel
Geld kostet, galt die regenerative Treibstoffgewinnung bislang als
unwirtschaftlich. Das Problem soll durch ein zweistufiges Verfahren
gelöst werden. Stroh und Holzabfälle werden vor Ort verdichtet und erst
anschließend in Karlsruhe veredelt. Allein in Deutschland könnten
vorhandene ungenutzte Nebenprodukte der Land- und Forstwirtschaft in
Zukunft mehr als zehn Prozent des derzeitigen Kraftstoffbedarfs aus
Biomasse decken.
Infakt am Freitag, den 04. November 2005
ABS und fzs bezeichnen PISA-Ergebnis als erschreckend
Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (kurz ABS) und der freie
Zusammenschluss von StudentInnenschaften (kurz fzs) bezeichnen die
Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs in einer aktuellen Stellungnahme
als „erschreckend“.
In der Erklärung heißt es, die Studie habe erneut gezeigt, dass das
deutsche Bildungssystem eines der sozial selektivsten in der Welt sei.
Man brauche gleiche Bildungschancen im ganzen Bundesgebiet.
Angesichts der laufenden Föderalismusdebatte erklären FZS und ABS, dass
der Bund mehr Kompetenzen im Bildungsbereich brauche. Ansonsten würde
der Wettbewerb zwischen den Bundesländern die soziale Selektion weiter
auf die Spitze treiben.
Manfred Böcker wird Ehrensenator der FH Bielefeld
Manfred Böcker hat gestern die Auszeichnung „Ehrensenator der Fachhochschule Lippe und Höxter“ erhalten.
Manfred Böcker ist SPD-Politiker. Rektor Tilmann Fischer sagte, Böcker
habe wie kaum ein anderer die Entscheidungen der Landesregierung im
Sinne der Fachhochschule beeinflusst.
Manfred Böcker half sowohl in Detmold als auch in Lemgo und Höxter beim Aufbau der Hochschulen.
Grüne lehnen Nueverteilung der Bildungskompetenzen ab
Im Zuge der Föderalismusreform wird die geplante Neuverteilung der
Bildungskompetenzen zu Gunsten der Länder von den Grünen abgelehnt. Die
Parteivorsitzende Claudia Roth sagte der Berliner Zeitung, die geplante
Änderung des Grundgesetzes sei falsch. Sie kritisierte, dass Projekte
wie das Programm der Bundesregierung zum Bau neuer Ganztagsschulen dann
nicht mehr möglich seien. Die neue Pisa-Studie habe gezeigt, dass
gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern bei der Bildung weiter
nötig seien.
Zuvor hatten sich Union, SPD und FDP im Grundsatz über eine Reform des
Föderalismus geeinigt. Diese soll in zwei Schritten erfolgen. 2006 soll
die Kompetenzverteilung von Bund und Länder neu geregelt werden.
Schnelltest für Aids
Amerikanische Forscher haben einen Schnelltest für Aids entwickelt.
Wissenschaftler an zwei New Yorker Universitäten bauten das neue Gerät.
Es stellt in Sekundenschnelle eine Infektion mit der
Immunschwächekrankheit fest. Das Gerät mit der Größe einer
Fernbedienung misst die Menge bestimmter Antikörper im Blut. Aus der
Anzahl der Antikörper berechnet es, wie weit die Krankheit
fortgeschritten ist. Bislang mussten Patienten mindestens eine Woche
auf ein Aids-Testergebnis warten.
zweite PISA-Studie
Laut der gerade veröffentlichten zweiten PISA-Studie hat sich
Nordrhein-Westfalen nicht verbessert. Die Schüler aus NRW liegen im
Vergleich mit anderen Bundesländern nur im hinteren Mittelfeld. Der
Abstand zu Bayern, dem Bundesland mit den besten Ergebnissen, beträgt
bis zu einem Jahr Lehrzeit.
Besonders hoch ist in NRW nach wie vor die Abhängigkeit zwischen dne
schulischen Leistungen der Kinder und ihrer sozialen Herkunft.
Schulmiinisterin Barbara Sommer setzt als Konsequenz aus dem erneut
enttäuschend schlechten Abschneiden auf eine möglichst frühzeitige
Förderung. Diese solle vor allem im unteren und mittleren
Leistungsbereich ansetzen.
FH Bielefeld erhält Deutschen Arbeitgeberpreis
Die Fachhochschule Bielefeld hat gestern in Berlin den Deutschen
Arbeitgeberpreis für Bildung erhalten. In der Begründung heißt es, die
FH Bielefeld habe sich in vorbildlicher Weise für die Weiterbildung
ihrer Lehrkräfte eingesetzt und damit eine hohe Qualität des
Unterrichts sicher gestellt.Die Rektorin der Fachhochschule, Beate
Rennen-Allhoff, nahm den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegen. Der
Preis wird mit Unterstützung der Bahn ausgelobt . Er ist gestern zum
sechsten mal vergeben. Außer der FH Bielefeld erhielten drei weitere
Institutionen einen Preis.
Infakt am Donnerstag, den 03. November 2005
Am kommenden Wochenende findet in Berlin der so genannte „Tag Des Gehirns“ statt.
Zu Gast sind unter anderem Hirnforscher, Fachärzte und
Gesundheitsexperten um den aktuellen Wissenstand rund um das Denkorgan
zu präsentieren.Das Programm richtet sich sowohl an Fachpublikum als
auch
an Laien und wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Fachorganisationen,
wie etwa der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft zusammengestellt.Am
Freitag steht die Prävention im Mittelpunkt und am Samstag werden
aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert.
Der amerikanisch-britische Historiker Gordon
Alexander Craig ist im Alter von 91 Jahren in den USA gestorben.
Das teilte der Beck Verlag am gestrigen Mittwoch in München mit.Große
Anerkennung fand seine Gesamtdarstellung des deutschen Nationalstaates
mit dem
Titel „Deutsche Geschichte 1866-1945“.Craig galt als einer der besten
Kenner der modernen europäischen, der preußischen und jüngeren
deutschen Geschichte.
Juso Hochschulgruppe über Kritik an Föderalismus Verhandlungen
Die Juso-Hochschulgruppen üben harsche Kritik an dem Ergebnis der
Föderalismus Verhandlungen.So sprechen sie sich strikt gegen eine
Verschiebung der Bildungskompetenzen zu Gunsten der Länder aus.Dies
haben die SPD und die Union jedoch bereits im Rahmen der
Koalitionsverhandlungen beschlossen.
Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft kritisiert Vereinbarung für Bildungspolitik
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und die Grünen haben
die Vereinbarungen von Union und SPD zur Bildungspolitik heftig
kritisiert.Bei Umsetzung dieses Beschlusses wäre das Hochschulrecht
16-fach
zersplittert, kritisierte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne.
Die Grünen-Abgeordnete Krista Sager verwies auf die jüngste
PISA-Studie, die zeige, wie extrem ungerecht die meisten Bundesländer
ihre Bildungssysteme gestaltet hätten.
Verträge zum Thema Klimaschutz über Kyoto-Protokoll hinaus.
Nach Ansicht des Umweltministers Jürgen Trittin, von den Grünen,
sollten auch über das Kyoto-Protokoll hinaus internationale Verträge zu
Klimaschutz abgeschlossen werden.Nach 2012 müsse es eine Fortsetzung
eines rechtlich verbindlichen Klimaschutzes geben so Trittin vor einem
Treffen von Umwelt- und Energieministern aus 20 Ländern in London.1997
war im Kyoto-Protokoll beschlossen worden den Ausstoß von
Treibhausgasen wie Kohlendioxid bis zum Jahr 2012 Weltweit um rund 5
Prozent zu reduzieren.
Deutschland hat sich sogar zu einer Verringerung von 21 Prozent verpflichtet.
Infakt am Mittwoch, den 02. November 2005
Experimentellen Netzwerkes für Funktionelle Integration
Die Trennung zwischen im Labor tätigen Biologen und theoretisch
arbeitenden Biologen und Bioinformatikern zu überwinden, ist Ziel des
"Experimentellen Netzwerkes für Funktionelle Integration" (ENFIN). Das
europäische Exzellenznetzwerk vereint eine Reihe der besten
theoretischen und experimentell tätigen Wissenschaftler Europas. In nur
fünf Jahren soll ein virtuelles Institut errichtet werden, das die
Methoden der rechnergestützten Systembiologie für Forscher und
Experimentatoren aus der ganzen Welt zugänglich macht. Insgesamt 20
Arbeitsgruppen aus 17 Einrichtungen in 13 Ländern bilden das
ENFIN-Netzwerk. Darunter auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts
für molekulare Genetik in Berlin. Die europäische Union unterstützt das
Projekt fünf Jahre lang mit insgesamt neun Millionen Euro.
Einigung in der Debatte um Föderalismusreform
Bei den Hauptstreitpunkten der Föderalismusreform haben Vertreter von Union und SPD eine Einigung erzielt.
In den Bereichen Bildung und Umwelt soll die Rahmenkompetenz des Bundes
grundsätzlich entfallen, sagte der SPD-Föderalismusexperte Volker
Kröning nach den Gesprächen von Spitzenvertretern von SPD und CDU/CSU.
In der Bildungspolitik soll der Bund für Hochschulabschlüsse und -
zulassungen zuständig sein, ebenso in der Umweltpolitik. In beiden
Bereichen soll es Abweichungsmöglichkeiten für die Länder geben.
Die Föderalismusreform soll nach der Vereinbarung die erste große
Reform der geplanten Koalition werden. Das Gesetzgebungsverfahren dazu
soll 2006 abgeschlossen werden.
Kontakt zu Studenten-Satellit verloren
Kurz nach dem Start in den Weltraum ist der Kontakt zu dem
Studenten-Satelliten «SSETI-Express» verloren gegangen. Ein Versagen
der Stromversorgung an Bord verhindere ein Aufladen der Batterien des
Satelliten, teilte die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) gestern mit.
Zur Zeit werde geprüft, ob die Verbindung wieder aufgenommen werden
könne, hieß es.
Dieser erste von Studenten aus ganz Europa entworfene und gebaute
Satellit war am vergangenen Donnerstag vom russischen Kosmodrom
Plessezk gestartet. Nachdem erste Signale aus dem All am Boden
empfangen worden waren, brach der Kontakt am Freitag ab. Deutschland
ist in dem Projekt mit den Universitäten Stuttgart, Würzburg und
Dortmund vertreten.
weltweites Uni-Ranking veröffentlicht
Das Times Higher Education Supplement hat ein neues weltweites Ranking der besten Universitäten veröffentlicht.
Den ersten Platz belegt, wie schon im Vorjahr, die Harverd University
in den USA. Als erste europäische Universitäten folgen Cambridge und
Oxford auf den Plätzen drei und vier.
Mit der Universität Heidelberg landet die erste deutsche Universität auf Platz 45.
Die Herausgeber räumen allerdings ein, dass durch die Methodik der
Studie eine Verzerrung zugunsten der englischsprachigen Hochschulen mit
sich bringt. Zudem werden die Naturwissenschaften überproportional
berücksichtigt.
Infakt am Dienstag, den 01. November 2005
Uni-Bibliothek aktualisiert Software
Die Bibliothek der Uni Bielefeld aktualisiert die Software, um
weiterhin ein aktuelles Ausleihsystem zur Verfügung stellen zu können.
Dewegen ist die Ausleihe von morgen bis zum Freitag, den 04.11.
eingeschränkt. Der Zugriff über das Internet auf Selbstbedienung ("Mein
Ausleihkonto") und Fernleihfunktionen ist während dieser Zeit nicht
möglich. Außerdem können keine Bücher verlängert, vorgemerkt und
wiederausgeliehen werden. Es können keine Säumnisgebühren in bar
gezahlt und keine Fernleihbestellungen für Bücher und Aufsätze
aufgenommen werden. Im Zeitraum vom 02.11. bis zum 04.11. enden keine
Leihfristen, somit entstehen den Nutzern der Bibliothek in dieser Zeit
auch keine Säumnisgebühren. Die Bibliothek bleibt geöffnet, Bücher
können ausgeliehen und zurückgegeben werden.
AStA kritisiert HFGG
Der AStA der Uni Bielefeld kritisiert den Entwurf des Gesetzes zur
Sicherung der Finanzierungsgerechtigkeit in den Hochschulen, kurz HFGG.
Im Entwurf zum HFGG steht u.A., dass die Universitäten bald Studiengebühren erheben können.
In einer aktuellen Stellungnahme kritisiert der AStA an dem
Gesetzesentwurf, dass Studiengebühren die sozial- und
gesellschaftspolitische Lage drastisch verschlechtern. Die Probleme des
deutschen Hochschulbildungssystems könnten so nicht gelöst werden.
Außerdem – so heißt es in der Stellungnahme weiter – förderten
Studiengebühren die Privatisierung des Bildungssystems und das
Bewusstsein, Bildung sei eine Ware. Des Weiteren würde die Mobilität
von internationalen Studierenden eingeschränkt.
Neben dem AStA der Uni Bielefeld kritisieren auch zahlreiche andere Asten den Referentenentwurf zum HFGG.
Deutsche Professoren verdienen weniger
Im internationalen Vergleich ist die deutsche Professorenbesoldung
nicht wettbewerbsfähig. Dies besagen Vergleichszahlen, die die
hochschulpolitische Zeitschrift „Forschung & Lehre“ in ihrer
Novemberausgabe veröffentlicht.
Demnach verdienen Professoren in Deutschland jährlich um die 50.000
Euro, in der Schweiz und in den USA liegen die Gehälter dagegen viel
höher: an staatlichen Universitäten in den USA z.B. bei
durcgschnittlich rund 82.000 Euro.
Infakt am Montag, den 31. Oktober 2005
Die soziale Herkunft entscheidet in Deutschland immer stärker über den Schulerfolg eines Kindes
Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, geht dies aus der zweiten
Pisa-Studie hervor, die am kommenden Donnerstag in Berlin vorgestellt
werden soll.
Selbst bei gleichem Wissensstand und Lernvermögen habe demnach ein
15-jähriger Schüler aus reichem Elternhaus eine vier Mal so große
Chance, das Gymnasium zu besuchen und das Abitur zu erlangen, wie ein
Gleichaltriger aus einer ärmeren Familie.
Damit ist die Chancenungleichheit im Vergleich mit dem ersten Test aus dem Jahr 2000 deutlich gewachsen.
Für den zweiten Pisa-Bundesländer-Vergleich wurden insgesamt rund 50
000 Schüler im Alter von 15 Jahren in den Bereichen Lesekompetenz,
Mathematik und Naturwissenschaften geprüft.
Die Konferenz des Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule
Bielefeld hat Professor Kurt Johnen zum neuen Dekan des Fachbereichs
gewählt
Johnen löst damit Professor Heinz Neuser ab, der bisher der dienstälteste Dekan in NRW war.
In einem Jahr wird Neuser in den Ruhestand gehen und sich bis dahin verstärkt der Forschung widmen.
Zum Prodekan wurde Professor Gebhard Theis gewählt.
Die designierte Forschungsministerin Annette Schavan von der CDU
geht nicht davon aus, wesentliche Kompetenzen an das
Wirtschaftsministerium unter CSU-Chef Edmund Stoiber abgeben zu müssen
Schavan sagte der „Passauer Neuen Presse“, es werde lediglich um die
Verlagerung weniger Referate aus den Bereichen Verkehr und Raumfahrt
gehen.
Stoiber hatte ursprünglich gefordert, Kompetenzen für die Erforschung
neuer Technologien aus dem bisherigen Ministerium für Bildung und
Forschung herauslösen.
Nur noch heute können in den Einwohnermeldeämtern die alten Reisepässe beantragt werden
Ab dem morgigen 1. November können nur noch die neuen Reisepässe mit
biometrischen Merkmalen bestellt werden. Sie enthalten einen
eingebauten elektronischen Chip, auf dem das Gesicht biometrisch
erfasst ist.
Außerdem kosten sie mit 59 Euro fast doppelt so viel wie die alten Ausweisdokumente.
Infakt am Freitag, den 28. Oktober 2005
Eingangstest für Studienbewerber
Hochschulen dürfen künftig ihre Studienbewerber per Eingangstest
auswählen. Die erste Fakultät in Deutschland mit einem entsprechenden
Test ist die medizinische Fakultät Leipzig.
Die Hochschulrektorenkonferenz lotet zurzeit aus, ob für einen
generellen Test vor dem Studium bei den Unis und Fachhochschulen das
nötige Interesse vorhanden ist. Abiturienten könnten ihr Testergebnis
der Bewerbung an ihre Wunsch-Uni beilegen. Die Hochschulen könnten dann
selbst entscheiden, wie stark sie den Test im Verhältnis zu anderen
Kriterien gewichten. In den USA, Japan und Schweden sind Auswahltests
vor dem Studium weit verbreitet.
Jubiläum für kirchliche Hochschule
Die Kirchliche Hochschule Bethel in Bielefeld feiert ihr 100-jähriges
Bestehen. Im Rahmen des 3 tägigen Festprogramms ist einer der
Gastredner Bischof Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der Evangelischen
Kirche Deutschland. Bethel nimmt unter den drei kirchlichen Hochschulen
in Deutschland eine besondere Stellung ein. Sie ist die erste und
älteste evangelische Hochschule.
Exzellenzinitiative wird fortgeführt
Union und SPD wollen in einer großen Koalition an der
Exzellenzinitiative zur Förderung der Spitzenforschung festhalten. Das
bestätigte der CDU- Bildungspolitiker Christoph Bergner am Donnerstag.
Desweiteren soll das von Rot-Grün aufgelegte Förderprogramm für
Ganztagsschulen fortgesetzt werden.
Mit der 1,9 Milliarden Euro teuren Exzellenzinitiative werden in den
kommenden Jahren Elitehochschulen und Spitzenforschung gefördert.
Bergner sagte, es gebe keinen Grund, ein Programm zu stoppen, über das
nach langwierigen Verhandlungen Konsens zwischen Bund und Ländern
erzielt worden war.
Bombenbauer können entlarvt werden
Kleinste Spuren von Explosivstoffen in der Atemluft können einen
Bombenbauer verraten. Das fanden Forscher eines amerikanischen
Unternehmens heraus. Beim Hantieren mit den Sprengstoffen Dynamit und
TNT nehmen Bombenbauer über den Atem und die Haut kleinste Mengen
solcher Substanzen auf. Diese werden von Körpergewebe nach und nach
wieder abgegeben. Dann können sie in der Atemluft mit Standardverfahren
zur Analyse von Gasen nachgewiesen werden.
Forschungsarbeit über Kinder von Studenten
Jeder zehnte Studierende an der Universität Bielefeld hat ein Kind. Das
fanden fünf Studentinnen der Universität Bielefeld in einer
Forschungsarbeit heraus. Die Umfrage wurde mit einem Online-Fragebogen
durchgeführt. Die Studentinnen fanden außerdem heraus, dass sich 88 %
der Studierenden eine Zukunft mit Kindern vorstellen können. Insgesamt
wurden 708 Studierende befragt.
Infakt am Donnerstag, den 27. Oktober 2005
BSE-resistente Rinder
Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität in München, wollen mit Hilfe der Gentechnik BSE-resistente Rinder züchten.
Im Reagenzglas gezeugte Rinder-Embryonen seien bereits Kühen eingepflanzt worden.
Unklar sei aber ob sich die Embryonen zu lebensfähigen Rindern
entwickeln könnten, so der Leiter der Arbeitsgruppe Prionen-Forschung,
Steffan Weiss.
Hintergrund der Arbeiten sei es, die Bedeutung des Prion-Protein
aufzuklären und möglicherweise auch bestimmte therapeutisch wirksame
Substanzen in den Rindern herzustellen.
Ein südkoreanisches Forscherteam hatte eigenen Angaben zufolge bereits
im Jahr 2003 vier Klonrinder gezüchtet, die gegen die Rinderseuche BSE
resistent sind.
Ausbildung & Beruf
Ab sofort ist die aktuelle Broschüre, "Ausbildung & Beruf" des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung im Internet erhältlich.
Sie wendet sich an Ausbildungsberater, Eltern, Schüler und Lehrer sowie Auszubildende und Ausbildende.
Neben Gesetzestexten und Vorschriften enthält die Broschüre auch ein
Muster für Ausbildungsverträge und gibt einen Überblick über die
staatlich anerkannten Ausbildungsberufe.
Zudem werden Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung und des beruflichen Aufstiegs vorgestellt.
Die Broschüre „Ausbildung & Beruf“ findet ihr auf der Seite bmbf.
Genomforschung an Xanthomonaden
Nationale und internationale Wissenschaftler tagen heute und morgen am
Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld, um
ihr Wissen über die Genomforschung an Xanthomonaden auszutauschen.
Die Tagung wird von dem an der Uni angesiedelten Kompetenznetzwerk
"Genomforschung an Bakterien für den Umweltschutz, die Landwirtschaft
und die Biotechnologie" ausgerichtet.
Unter den Vortragenden befinden sich Vertreter aus Argentinien,
Brasilien, China, Indien, Japan, Südkorea, den USA und aus mehreren
europäischen Ländern.
Ziele des Workshops seien sowohl die Diskussion zukünftiger
Forschungsstrategien sowie die Entwicklung gemeinsamer
Forschungsprojekte,so Prof. Dr. Alfred Pühler,von der Fakultät für
Biologie der Universität Bielefeld.
Infakt am Mittwoch, den 26. Oktober 2005
Mehr Geld für Erasmus- Studierende
Die EU will künftig die finanzielle Unterstützung für Erasmus- Studierende
verdoppeln. Die Abgeordneten des Europaparlaments stimmten gestern in
Straßburg mit großer Mehrheit einer Richtlinie zu, in der sie die
Erhöhung der Erasmus- Stipendien von derzeit 150 Euro monatlich auf 210
Euro im Jahr 2007 und auf 300 Euro im Jahr 2013 fordern. Mit dem
Erasmus- Stipendium werden
EU Studierende bei Semestern an Hochschulen im EU- Ausland unterstützt.
Bislang wurden eine Million Studierende durch Erasmus gefördert.
Fingernagel als Speicher
Schon bald könnte der menschliche Fingernagel als Speicher genutzt
werden. Yoshio Hayasaki von der Universität Tokushima aus Japan
hat den Fingernagel als Datenspeicher entdeckt. Kleinste Datenpunkte
wurden mit einem speziellen Laser in das Biomaterial gebrannt.
Die Vision des Forschers ist es mit dieser Methode in mehreren
Schichten bis zu 800 Kilobyte Daten zu speichern. Dies entspricht etwa
einem kurzen Roman.
Fzs kritisiert Studiengebühren
Der studentische Dachverband fzs hat die Pläne Baden- Württembergs zur
Einführung allgemeiner Studiengebühren stark kritisiert. Das Konzept
sei unsozial und führe zu einer massiven Benachteiligung aller
Studierenden. Die Einführung der Studiengebühren würde eine massive
finanzielle Belastung bedeuten und besonders junge Menschen aus
einkommensschwachen Schichten benachteiligen.
Bessere Früherkennung bei Darmkrebs
Deutsche Forscher des Israelitischen Krankenhauses in Hamburg haben
gemeinsam mit amerikanischen Forschern der John Hopkins Medical
Institutions in Baltimore einen Bluttest entwickelt, mit dem man
Darmkrebs bereits im Frühstadium erkennen kann. Mit Hilfe des Tests
kann eine mutierte Version des so genannten APC- Gens gefunden werden,
das bei Darmkrebspatienten vermehrt auftritt. Möglicherweise kann der
Test für andere Krebsarten weiterentwickelt werden, besonders für
solche, für die es keine andere Früherkennungsmethode gibt.
Neue Erkenntnisse im Gebiet der Gehirnforschung
Bei der Wahrnehmung eines Menschen kann das Gehirn den emotionalen
Ausdruck des Gesichts und den der Körperhaltung nicht trennen. Das
haben niederländische Forscher der Universität in Tilburg
herausgefunden. Sie zeigten Versuchspersonen Bilder, auf denen
Gesichtsausdruck und Körpersprache nicht zueinander passten. Schon nach
115 Millisekunden konnten die Forscher ein charakteristisches Signal in
den Gehirnströmen der Probanden ausmachen. Dieses Signal zeigt, dass
das Gehirn beim Verarbeiten von Gesichtern zu einem sehr frühen
Zeitpunkt weitere Informationen zu einer Interpretation einbezieht.
Infakt am Dienstag, den 25. Oktober 2005
Neuer Fernstudiengang der Uni Bielefeld
„Coaching&Moderation“ heißt ein neuer Fernstudiengang der Uni Bielefeld.
Die Studierenden lernen in Berufsfeldern zu arbeiten, in denen
Meinungen aufeinander treffen und Raum für Kommunikation geschaffen
werden muss.
Um teilnehmen zu können ist ein Hochschulabschluss oder langjährige Berufspraxis nötig.
Der Fernstudiengang „Coaching&Moderation“ dauert ungefähr 1 Jahr und beginnt am 15. November.
„Georg von Holtzbrinck Preis“ für Dr. Irene Meichsner und Ralf Krauter
Den „Georg von Holtzbrinck Preis“ für Wissenschaftsjournalismus erhalten dieses Jahr Dr. Irene Meichsner und Ralf Krauter.
Dies gab das Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe gestern bekannt.
Dr. Irene Meichsner wird für ihre verständlichen und sorgfältig recherchierten Beiträge ausgezeichnet.
Ralf Krauter erhält den Preis für herausragende Arbeiten im Bereich Hörfunk.
Peter Lustig und Armin Maiwald erhalten einen Sonderpreis.
Die Preisverleihung findet am Donnerstag in der Berliner Humboldt-Universität statt.
Deutschlands Uni-rektoren blicken optimistisch in die Zukunft
Noch bis heute beraten Hochschulrektoren und Präsidenten in der Uni Bielefeld über neue Entwicklungen an den Hochschulen.
„Es herrscht breitflächig Aufbruchstimmung“ so der Rektor der Uni Heidelberg Professor Peter Hommelhoff.
Grund für die gute Stimmung sei unter anderem die Exzellenzinitiative.
Bis zum Jahr 2011 sollen 1,9 Milliarden Euro zur Förderung von
Spitzenunis bereitstehen.
Auch die angekündigte Einführung von Studiengebühren wird positiv
bewertet. Allerdings werde man darauf achten müssen, die Studierenden
an Verteilungsentscheidungen zu beteiligen.
Auslöser vieler Nervenkrankheiten wie ALS könnte ein genetischer Defekt sein
Das haben Wissenschaftler der amerikanischen Universität Ann Arbor, der
Uni Bielefeld und der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung
herausgefunden.
Im Erbgut von ALS-kranken Mäusen konnten die Forscher ein defektes Gen
nachweisen. Durch die Einführung eines funktionsfähigen Gens, ließen
sich die Effekte der Nervenkrankheit beseitigen.
Die Symptome von ALS ähneln bei Mäusen den Symptomen bei Menschen. Die
Forscher hoffen daher, die Krankheit nun besser zu verstehen und die
Forschungsergebnisse auf den Menschen übertragen zu können.
Tunnelraster-Elektronenmikroskop für Carl Severing Berufskolleg
Das Carl Severing Berufskolleg hat nun ein eigenes Tunnelraster-Elektronenmikroskop.
Mit Rasterelektronenmikroskopen können kleinste Objekte deutlich besser abgebildet werden als mit normalen Lichtmikroskopen.
Schüler des Berufskollegs haben das Elektronenmikroskop zusammen mit Physikern der Uni Bielefeld konstruiert.
Das neue Mikroskop wird am Freitag ab 9:30 der Öffentlichkeit präsentiert.
Infakt am Montag, den 24. Oktober 2005
Studierendenzahlen steigen
Die Zahl der Studienanfänger war in Deutschland noch nie so groß wie
heute. Die Zahl der Studienplätze bleibt allerdings fast überall
gleich. In Bielefeld starteten in der vergangenen Woche 2472
Studienanfänger. Die tatsächlichen Zahlen stehen allerdings erst nach
dem Nachrückverfahren fest. Nach Aussage von Frank Spiekermann,
Abteilungsleiter des Berichtwesen der Uni Bielefeld, pendeln sich die
Zahlen auf einem recht hohen Niveau ein.
Der größte Ansturm auf die Universitäten soll allerdings erst noch
kommen. Auf Grund neuer Berechnungen erwarten die Kultusminister für
das Jahr 2012 in Deutschland statt 370 000 rund 450 000 Studienanfänger
und 2,7 Millionen Studenten geben.
Die Reaktionen der Universitäten bestehen in Zulassungsbeschränkunge, das heißt, immer mehr Bewerber werden abgewiesen.
Mehr Frauen studieren
"Frauen in Deutschland waren noch niemals zuvor so gut ausgebildet wie
heute." Das erklärte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn
anlässlich der Präsentation der Langzeitstudie "Frauen im Studium" in
Berlin. Die Studie wird seit 1983 von der soziologischen Fakultät der
Universität Konstanz im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung (BMBF) umgesetzt. Im Wintersemester 2003/2004 stieg der
Anteil der Studienanfängerinnen auf rund 50 Prozent. Die Untersuchung,
bei der 33.000 Studentinnen befragt wurden, ergab weiterhin, dass
weibliche Studierende ihr Studium effizienter als ihre männlichen
Kommilitonen anlegen. Daraus folgen eine niedrigere Abbruchquote und
ein schnelleres Studium.
Förderung von Internet-Technologien durch BMBF
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die
Entwicklung neuer Internet-Technologien für das Wirtschaftsleben bis
zum Jahr 2007 mit rund 20 Millionen Euro.
Nach Einschätzung des Ministeriums hat das weltweite Netzwerk seine
technologischen Möglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Mit neuen
Entwicklungen für das Internet winken auch neue Einsatzmöglichkeiten in
der Forschung.
Verhandlungen zwischen CDU und CSU wegen Bildungsabteilungen
Bei der umstrittenen Verlagerung mehrerer Unterabteilungen aus dem
Bundesforschungs- und Wirtschaftsministerium im Ramhen der
Koalitionsverhandlungen ist nach Einschätzung des
CDU-Bildungspolitikers Christoph Bergner das letzte Wort noch nicht
gesprochen. Es werde dazu zwischen den designierten Ministern Edmund
Stoiber und Annette Schavan noch einmal eine Abstimmung geben, sagte
Bergner der dpa.
Die Verlagerung von Kapazitäten halte er nicht für «zielführend», so Bergner, der der Koalitionsarbeitsgruppe Bildung angehört.
Nach dpa-Informationen beansprucht Stoiber drei wichtige
Unterabteilungen aus dem zukünftigen Schavan-Ministerium. Dem Vernehmen
nach soll es sich um die Bereiche Verkehr/Raumfahrt, Neue Technologien
und
Information und Kommunikation handeln. Damit würde der Bereich Forschung in Schavans Ministerium halbiert.
Infakt am Freitag, den 21. Oktober 2005
Demonstration gegen Studiengebühren
Gestern fand die vom AStA der Fachhochschule Bielefeld organisierte
Demonstration gegen Studiengebühren unter dem Motto „Frustschrei“
statt. Die Veranstalter sprechen von etwa 400 Demonstrierenden, die
sich an dem Protestzug beteiligt haben. Der Protestzug begann am
Rathaus und endete an der Fachhochschule Bielefeld. Zum Abschluss gab
es am FH- Verwaltungsgebäude an der Kurt-Schumacher-Straße Livemusik
und ein Rahmenprogramm.
Neue Erkenntnisse im Bereich der Sinneswahrnehmungen
Das Gehirn berechnet Informationen von verschiedenen
Sinneswahrnehmungen früher in der Verarbeitungskette als bisher
angenommen. Das haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut in
Tübingen herausgefunden. Die Forscher beobachteten mithilfe der
Magnetresonanztomographie die Aktivität im Hirn von Rhesusaffen. Dabei
stellten sie fest, dass die Aktivität im Hörzentrum zunahm, wenn der
Affe außer einem gehörten Reiz auch einen Tastreiz der Hand
verarbeitete.
Bisher hatten die Wissenschaftler angenommen, das Verschmelzen der
Sinne finde in höheren Gehirnregionen statt, dem so genannten
Assoziationskortex. In ihrer Studie mit Rhesusaffen haben die Tübinger
Forscher nun jedoch herausgefunden, dass das Verrechnen von gehörten
und ertasteten Informationen bereits im Hörzentrum des Gehirns
stattfindet.
Elektronischer Schaltkreis aus Bakterien
Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität von Nebraska hat einen
elektronischen Schaltkreis aus Bakterien entwickelt. Dieser Schaltkreis
zeigt Veränderungen der Luftfeuchtigkeit mit bisher unerreichter
Genauigkeit an. Dabei überbrückt eine mit Goldnanoteilchen überzogene
Bakterienkolonie zwei Elektroden auf einem Siliziumchip, so dass ein
elektrischer Strom fließt. Wenn die Bakterien durch eine Erhöhung der
Luftfeuchtigkeit anschwellen, verringert sich der Stromfluss durch den
Schaltkreis. Dem Forscher Ravi Saraf zu Folge ist sein
bioelektronischer Sensor der erste seiner Art – zuvor waren noch
niemals lebendige Bakterien direkt in einen elektrischen Schaltkreis
eingeschlossen worden.
Neue Hoffnung für Gehörlose
Mit einer weiter entwickelten Hörprothese können gehörlose Menschen
neben der gesprochenen Sprache bald auch Musik hören. Der
Geräteprototyp des Forschers Markys Cain vom britischen physikalischen
Nationallabor in Teddington ermöglicht es, den Frequenzbereich für das
Hören zu erweitern.
Der Physiker Cain setzt als akustischen Sensor vier schwingfähige
Balken ein, die durch Töne und Geräusche angeregt werden. Die Balken
bestehen aus so genannten piezoelektrischen Materialien, die sich durch
eine angelegte elektrische Spannung verlängern oder verkürzen lassen.
Abhängig von der Balkenlänge können die Forscher das Gerät auf
bestimmte Frequenzen gezielt abstimmen. Somit lassen sich
beispielsweise aus dem Gesprächswirrwarr einer Menschengruppe gezielt
einzelne Tonlagen herausfiltern.
Gastvortrag von Dalai Lama in Amerika
Der Dalai Lama soll beim Jahreskongress der amerikanischen Society for
Neuroscience im November über positive Auswirkungen des Meditierens
sprechen. Hintergrund sind Studien von US-Forschern, nach denen
intensives Meditieren positive Emotionen auslösen können. Unter den
US-Neurologen ist ein heftiger Streit über den geplanten Gastvortrag
des Dalai Lama entbrannt.
Es könne nicht angehen, dass ein Nicht-Wissenschftler vor einer Gruppe
von Wissenschaftlern über Forschungsergebnisse referiere, sagte die
US-Neurobiologin Nancy Hayes. Der Verband müsse zunächst überprüfen, ob
die Ansichten des Dalai Lama eine "solide wissenschaftliche Basis"
hätten, argumentierte Hayes.
Infakt am Donnerstag, den 20. Oktober 2005
Bau neuer Wohnheime
Das Bielefelder Studentenwerk plant den Bau von fünf
Studenten-Wohnheimen an der Uni. In einem ersten Bauabschnitt sollen
zwischen Morgenbreede und Sportplatz Wohnheime für gut 100 Studierende
gebaut werden. Voraussichtlich könnten die Arbeiten in 14 Tagen
beginnen, so der Studentenwerks-Geschäftsführer Günter Remmel gegenüber
der Neuen Westfälischen.
Das Studentenwerk investiert insgesamt rund fünf Millionen Euro.
Im Herbst 2006 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Frust-Schrei-Demo des Asta der FH Bielefeld
Der AStA der Fachhochschule Bielefeld veranstaltet einen Protestzug gegen die Ökonomisierung der Bildung.
Bei der Demonstration soll es nicht ausschließlich um die Studiengebühren gehen.
Stattdessen soll unter dem Motto „Frustschrei“ deutlich gemacht werden,
dass Bildung nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten organisiert werden
kann.
Zu der symbolischen Uhrzeit um fünf vor zwölf wurde die Demonstration am Neuen Rathaus gestartet.
In einem Protestzug ziehen die Demonstrierenden zum Siegfriedplatz.
Der Abschluss findet am FH- Verwaltungsgebäude an der
Kurt-Schumacher-Straße mit namhaften Referenten, Livemusik und
Rahmenprogramm statt.
Kritik an Beschneidung des Bundesforschungsministeriums
Die scheidende Bildungsministerin Edelgard Bulmahn von der SPD hat
scharfe Kritik an einem möglichen Neuzuschnitt des Forschungsressorts
geübt. Bulmahn sagte der „Financial Times Deutschland“, Sie befürchte,
dass es ein Ministerium ohne Bedeutung und mit erheblich weniger
Einfluss und Gestaltungsmöglichkeit werde.
Der designierte Wirtschaftsminister Edmund Stoiber will auch für die
Erforschung neuer Technologien zuständig sein und deshalb Teile aus dem
bisherigen Ministerium für Bildung und Forschung herauslösen. Auch die
designierte Ministerin für diesen Bereich, Annette Schavan, wehrt sich
gegen die Beschneidung ihrer Kompetenzen. Sie will sich nach
Informationen des „Tagesspiegel“ für ein „vernünftiges Profil“ eines
Forschungsministeriums einsetzen.
Max-Planck-Institut beteiligt an Sonnensystemforschung
Die Europäische Weltraumagentur ESA plant für den 26. Oktober den Start
der Mission "Venus Express". Das gab die ESA in Paris bekannt.
Auch Deutschland ist an der ersten europäischen Mission zur Venus beteiligt.
Das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung wirkte am Bau von zwei an Bord befindlichen Instrumenten mit.
Die Raumsonde soll ca. ein halbes Jahr nach dem Start in eine
Umlaufbahn um die Venus einschwenken und die Atmosphäre und die
Umgebung des Planeten untersuchen.
Der Start wird mit einer Sojus-Trägerrakete vom kasachischen Baikonur aus erfolgen.
InFakt am Mittwoch, den 19. Oktober 2005
Studiengebühren an der Uni Bielefeld
Das gestern geführte Gespräch zwischen dem Allgemeinen Studierenden
Ausschuss, kurz AStA, und dem Rektorat der Universität Bielefeld ist
ohne Konsens verlaufen.
Thema der gestrigen Runde war die Einführung der Studiengebühren an der
Universität zum Wintersemester 2006/2007. Rektor Timmermann hatte in
der vergangenen Woche in dem Magazin „Scheinfrei“ von der definitiven
Erhebung der Gebühren gesprochen. In dem Gespräch mit dem AStA
bekräftigte er seine Stellungnahme.
BMBF wird zerschlagen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, kurz BMBF, soll unter der neuen Federführung der CDU zerschlagen werden.
Dies geht aus einem Bericht von Spiegel-online hervor. Zum Einen will
die künftige Bundesbildungsministerin Anette Schavan mehr Kompetenzen
im Bereich Bildung an Länder und Hochschulen abgeben. Zum anderen
sollen diverse Forschungsabteilungen an andere Ministerien fallen. Der
designierte Wirtschaftsminister Edmund Stoiber liebäugle beispielsweise
mit der Abteilung Luft- und Raumfahrt, sowie optische Technologie.
GEW fordert bundeseinheitliche Bildung
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert die neue große Koalition zu bildungspolitischem Umdenken auf.
Die ersten Ergebnisse in den Koalitionsverhandlungen müssen demnach
dringend korrigiert werden, so der Vorsitzende der Gewerkschaft. Vor
allem die Tatsache, dass in den kommenden Jahren rund 360 000 Lehrer
den Schuldienst verlassen und nur gut 200 000 Neue zur Verfügung
stünden, müsse bedacht werden. Es sei zu erwarten, dass eine erhebliche
Konkurrenzsituation zwischen den Ländern auftrete.
In diesem Zusammenhang sprach er, vor allem in Zeiten eines
zusammenwachsenden Europas, von bundeseinheitlichen Richtlinien zur
Sicherung und zum Ausbau der Qualität der Bildungseinrichtungen.
Literatur im ZIF
Das Zentrum für Interdisziplinäre Forschung an der Universität
Bielefeld eröffnet morgen eine internationale Tagung mit dem Titel „Das
literarische Feld – eine Welt für sich?“. Unter der Leitung von der
Historikerin Prof. Ingrid Gilcher-Holtey werden verschiedene
Fragestellungen zu einer einheitlichen europäischen Literatur
bearbeitet. Vom 19. Jahrhundert bis heute werden Interdependenzen,
Binnendifferenzen und Internationalisierung dieser gemeinsamen
Literatur untersucht. Die Tagung dauert bis Samstag.
Neuheit in der Bielefelder Bibliothek: Smartboards
Zwei Diskussionsräume in der Bibliothek der Universität Bielefeld wurden mit sogenannten Smartboards ausgestattet.
Hierbei handelt es sich um die Kombination einer Wandtafel mit den
Möglichkeiten eines Computers. Auf diesen elektronischen Wandtafeln
kann das Visualisierte mir elektronischen Stiften markiert und
kommentiert werden, außerdem kann die Software auf der Tafel selbst
bedient werden. Die Räume stehen allen Interessierten in V1-205 und
E1-151 zur Verfügung und können in den Bibliotheken reserviert werden.
InFakt am Dienstag, den 18. Oktober 2005
Studiengebühren
Der Allgemeine Studierenden Ausschuss der Universität Bielefeld, kurz
AStA, betont erneut die soziale Ungerechtigkeit von Studiengebühren.
Hintergrund ist ein Interview von Prof. Dieter Timmermann, dem Rektor
der Universität Bielefeld in dem Magazin „Scheinfrei“. Timmermann hatte
von einer Erhebung der Gebühren in Höhe von 500 Euro gesprochen. Die
Aussagen in der Presse seien unglücklich gewesen und es könne sich nur
um ein Missverständnis handeln, so der AStA-Vorsitzende Janosch
Stratmann. Zu diesem Thema werden heute Gespräche zwischen dem Rektorat
und dem AStA stattfinden. Die Studierendenvertretung ist überzeugt,
dass sich das Rektorat ihrer Forderung zur Gebührenfreiheit anschließen
wird.
Zum Verlauf des Gesprächs morgen mehr bei InFakt.
Neue Bundesministerin für Bildung und Forschung
Die Baden-Württembergische Kultusministerin Anette Schavan von der CDU wird neue Bundesbildungsministerin.
Das gab die Unionsspitze gestern in Berlin bekannt. Die promovierte
Philosophin, katholische Theologin und Pädagogin wird jedoch weniger
Macht haben, als ihre Vorgängerin Edelgard Bulmahn von der SPD. Laut
eines Interviews mit dem Spiegel, will sie Schavan künftig den Ländern
mehr Kompetenzen zuschreiben und den Hochschulen mehr Freiheiten geben.
Bildung sei das Herzstück der Landespolitik und es sei nicht Aufgabe
des Bundes, unmittelbar in die Gestaltung von Schule und Hochschule
einzugreifen, so Schavan.
Damit werden ihre Aufgabenfelder hauptsächlich im Bereich Technik und Naturwissenschaften liegen.
Hohe NCs für Lehramtsstudierende
In Nordrhein-Westfalen wird es immer schwieriger ein Lehramtsstudium aufzunehmen.
Laut einem Artikel der taz beschränken vor allem die Universitäten
Essen-Duisburg, Münster und Bochum die Lehramtsfächer. Durch einen
erhöhten Numerus Clausus, ziehen die Universitäten die Notbremse. Denn
in den vergangenen Semestern sei die Zahl der Studienbewerber ständig
gestiegen, so dass die Kapazitäten erschöpft seien, so die Leiterin der
allgemeinen Studienberatung Duisburg-Essen. Der Geschäftsführer der
Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft in NRW, Michael Schulte,
hält diese Entwicklung für kontraproduktiv: „Das aktuelle Problem des
Lehrermangels in NRW wird durch die Einführung des NC nur verstärkt.“,
so Schulte.
Grippeimpfung gegen Schlaganfall
Eine Grippeimpfung senkt vermutlich das Risiko
für einen Schlaganfall. Das ist laut Bericht
Apothekenmagazins „Diabetiker Ratgeber“ Ergebnis einer Studie aus der neurologischen Klinik Ludwigshafen.
Wissenschaftler fanden heraus, dass Geimpfte unabhängig von anderen
Risikofaktoren und ihrem allgemeinen Gesundheitsverhalten ein um 50
Prozent niedrigeres Risiko hatten, einen Schlaganfall zu erleiden. Am
deutlichsten war der Schutzeffekt bei Männern und älteren Menschen.
Die jährliche Grippeimpfung wird demnach vor allem Personen über 60 Jahren empfohlen.
Frankfurter Buchmesse
Heute wird die 57. Frankfurter Buchmesse eröffnet.
Bis zum kommenden Sonntag werden rund 250 000 Besucher, 10000
Journalisten und 1000 Autoren aus aller Welt erwartet. Die Buchmesse
legt in diesem Jahr den Schwerpunkt auch auf elektronische Medien und
Comics. Ehrengast ist das Land Korea. Es blickt auf eine lange
Geschichte der Buchdruckkunst zurück.
In Korea wurden schon 200 Jahre vor Gutenberg die ersten beweglichen Metall-Lettern entwickelt.
Infakt vom Montag, 17.10.2005
Forschung über Arbeitsgestaltung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) investiert in
den kommenden fünf Jahren rund 70 Millionen Euro in die Forschung zur
Arbeitsgestaltung. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn stellte
hierzu das Programm „Innovationsfähigkeit in einer
modernen Arbeitswelt“ vor.
Mit dem Förderprogramm sollen Methoden entwickelt werden, mit denen die
Beschäftigten ihr Können in die Arbeitswelt einbringen und ihre
Kompetenzen dort weiter entwickeln können.
Curry gegen Brustkrebs
Amerikanischen Wissenschaftlern ist es gelungen mit einem Inhaltsstoff des Curry-Gewürzes die Ausbreitung von
Brustkrebs bei Mäusen zu hemmen.
Das dem Curry die typische Farbe gebende Curcumin habe sogar besser
gegen Metastasen-Bildung geholfen als ein auf dem Markt befindliches
Brustkrebs-Medikament, so die Forscher der University of Texas.
Die Wissenschaftler vermuten, dass Curcumin das für die Verbreitung der Tochtergeschwülste verantwortliche Protein hemme.
Neues Überschall-Passagierflugzeug
Japan entwickelt ein neues Überschall-Passagierflugzeug. Bereits
vergangenen Woche absolvierte ein unbemanntes Jetmodell einen
erfolgreichen Testflug über Australien.
Bis das speerartige Flugzeug jedoch bis zu 300 Passagiere befördert,
wird es wegen intensiver Forschung noch rund fünfzehn Jahre dauern.
Dann soll das Überschall-Flugzeug beispielsweise die Reisezeit von
Tokio nach Los Angeles von heute zehn auf fünf Stunden halbieren. Dabei
werden in den Bereichen Transportkosten, Umweltbedenklichkeit und
Lärmaufkommen
Werte angestrebt, die sich mit denen der herkömmlichen Linienmaschinen vergleichen lassen.
Bücher können ersetzt werden
In der Weimarer Anna-Amalia-Bibliothek können viele Bücher ersetzt werden.
Im September 2004 waren 50.000 Bücher bei einem Brandt völlig zerstört
worden. Bis zu siebzig Prozent der verbrannten Bücher können, laut
Stiftung Weimarer Klassik, ersetzt werden. In einem Zeitraum von
mindestens dreißig Jahren müssten jedoch siebenundvierzig Millionen Euro
aufgebracht werden.
Größte Blume der Welt
Bald wird die größte Blume der Welt in Stuttgart blühen.
Sie steht im zoologisch-botanischen Garten und misst über der Erde zwei
Meter zweiundachtzig. Obwohl sie schon über der Erde die Rekordhalterin
aus Bonn überbietet, wird sie erst ins Guinness-Buch der Rekorde
eingetragen, wenn sie blüht. Dann wird nämlich geschaut, ob sie in
ihrer Gesamtgröße den Bonner Rekord von drei Meter sechs überbietet.
Blühen wird die Blume aber erst, wenn die unterirdische Knolle die
Zweiunddreißig-Kilogrammmarke überschreitet.
Infakt vom Freitag, 14.10.2005
Football steigert das Alzheimerrisiko
Footballprofis erkranken laut einer neuen Studie häufiger an Alzheimer.
Vor allem die Zahl der erlittenen Gehirnerschütterungen beeinflusse das
Gesundheitsrisiko maßgeblich. 60% der untersuchten Spieler hatten
während ihrer Karriere einmal eine Gehirnerschütterung erlitten.
Britische Forscher von der Keele – University fanden im Jahr 2001
heraus, dass selbst häufige Kopfbälle bei erwachsenen
Amateurfußballspielern die Hirnleistung verringern.
Erstsemesterbegrüßung im Audimax
Mit Musik der Uni BigBand und Filmen aus der Universität Bielefeld
startet die Begrüßung der Studienanfänger zum Wintersemester 2005/2006
am Montag, dem 17. Oktober, um 10.00 Uhr im Auditorium maximum der
Universität Bielefeld. Im Mittelpunkt steht eine Gesprächsrunde, in der
Rektor Dieter Timmermann, Susana Elizalde und Janosch Stratemann,
"Doppelspitze" des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), sowie
Eberhard David, Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, die neuen
Bielefelder Studierenden begrüßen.
Symposium an der FH
Am Fachbereich Gestaltung der Fachhochschule Bielefeld findet heute
(Freitag) das 26. Bielefelder Symposium über Fotografie und Medien
statt.
In Vorträgen und Diskussionsrunden werden Fragen zur Zukunft des Fachhochschulstudiums im Bereich Gestaltung erörtert.
„Einblick und Ausblick“
Das Symposium über Fotografie und Medien findet im Gebäude des Fachbereichs Gestaltung in der Lampingstraße 3 statt.
Gebühren aus dem Studienkontengesetz
Die nordrhein-westfälischen Hochschulen erhalten im kommenden Jahr die
gesamten Einnahmen aus den Gebühren nach dem Studienkontengesetz. Dies
teilte der Innovationsminister Professor Andreas Pinkwart gestern in
Düsseldorf mit. Alles Geld, was von den Studierenden kommt, verbleibe
an den Hochschulen. Das gelte für das Studienkontengesetz, wie auch für
die künftigen Studienbeiträge, so Pinkwart.
Wie hoch die Einnahmen aus den Studiengebühren nach dem
Studienkontengesetz im Jahr 2006 sein werden, sei noch nicht
einzuschätzen. Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Einnahmen von
Jahr zu Jahr leicht sinken, weil sich etliche Langzeitstudierende
exmatrikuliert hätten, meinte Pinkwart.
Infakt vom Mittwoch, 12.10.2005
Bäume schützen sich vor Konkurrenz
Die intensiven Herbstfarben einiger Bäume sehen nicht nur schön aus,
sie dienen den Pflanzen auch als Waffen. Das haben Amerikanische
Wissenschaftler der Colgate-Universität in Hamilton entdeckt. Die
Pigmente, die beispielsweise Ahornblättern ihre dunkelrote Färbung
verleihen, wirken wie Unkrautvernichtungsmittel. Verantwortlich dafür
sind nicht ständig vorhandene Farbstoffe, sondern eigens hergestellte
dunkelrote Pigmente. Fallen die gefärbten Blätter im Herbst zu Boden,
gelangen die giftigen Farbstoffe nach und nach ins Erdreich. Dort
verhindern sie, dass sich im nächsten Frühjahr Konkurrenz in der
direkten Nachbarschaft des Baums breit macht.
Wikung von Haschisch auf das Gedächtnis
Um die Wirkung von Haschisch auf Lern- und Gedächtnisvorgänge besser zu
verstehen, haben Bonner Forscher Mäuse gezüchtet, deren Gehirn ein
Rezeptor für die Canabinoide fehlt. Bei diesen Mäusen wurden die für
die Bildung des sogenannten CB1-Rezeptors verantwortlichen Gene gezielt
ausschaltet. Damit haben Haschisch oder auch die körpereigenen
Cannabinoide bei den Mäusen keine Wirkung mehr. Die Wissenschaftler
fanden heraus, dass die jungen veränderten Mäuse bei Lerntests meist
besser abgeschnitten haben, als ihre "normalen" Artgenossen. Im höheren
Alter lernen dagegen die haschischresistenten Mäuse wesentlich
langsamer, als ihre für Rauschgifte empfänglichen Artgenossen. Auch ihr
Gehirn altert nachweisbar schneller. Diese Erkenntnisse publizierten
die Forscher der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn jetzt
im renommierten Wissenschaftsjournal "Proceedings of the National
Academy of Sciences".
Bielefelder Kooperationsgruppe für HTA
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld
stellt zukünftig eine Kooperationsgruppe für das Health Technology
Assessment (kurz HTA). Bei HTA handelt es sich um die systematische
Bewertung der Wirkung medizinischer Güter und Dienstleistungen auf die
Gesundheit, das Gesundheitssystem und die Gesellschaft. Ziel ist dabei
die Bereitstellung von umfassenden Informationen zur
Entscheidungsunterstützung im Gesundheitswesen. Auftraggeber für die
Untersuchungen ist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation
und Information. Prof. Dr. Wolfgang Greiner von der Fakultät für
Gesundheitswissenschaften ist bereits seit Jahren im Bereich des HTA
tätig. Nun wird er in Kooperation mit der Universität Hannover und der
Charité in Berlin jährlich mehrere Berichte herausgeben.
Lebensechte Roboter-Fische
Informatiker der englischen Universität Essex haben die weltweit ersten
lebensechten Roboter-Fische gebaut. Drei Jahre brauchten die
Wissenschaftler für die Verwirklichung ihrer Idee von Roboter-Fischen.
Entstanden ist eine Mischung mit dem Aussehen eines bunten Karpfens
undder Schnelligkeit eines Thunfisches. Ein Sensor-Kontroll-System
gewährleistet zudem die selbstständige Fortbewegung der Roboter-Fische.
Eingesetzt werden sollen sie zukünftig zur Erforschung des
Meeresbodenund für Spionagezwecke.
Isolierung von Gehirnzellen
Forscher der Universität Bonn haben eine neue Methode zum Patent
angemeldet, mit der sich bestimmte Gehirnzellen weit schneller und
einfacher als bisher isolieren lassen. Mit einem bestimmten
Gehirn-Protein, dem "Tenascin-R", kann man somit gezielt bestimmte
Gehirnzellen isolieren. Die Erfindung erleichtert unter anderem die
Erforschung von Krankheiten wie der Multiplen Sklerose. Die
Wissenschaftler hoffen auch zu erfahren, welche Faktoren Stammzellen
dazu bringen, sich in Gehirngewebe umzuwandeln. Sie präsentieren ihre
Methode vom 18. bis 20. Oktober auf der Biotechnologie-Messe
"Biotechnica" in Hannover.
Infakt vom Dienstag, 11.10.2005
Regieren lernen
In Deutschland kann man künftig auch regieren lernen. Der Aufbau
Studiengang Master of Public Policy an der Hertie School of Governance,
in Berlin, soll Akademiker fächerübergreifend auf eine Karriere in
Politik, Verwaltung und internationalen Organisationen vorbereiten. Bei
der Ausbildung arbeitet die Hertie School eng mit dem Bundeskanzleramt
zusammen, wo die Studierenden die ersten Praxiserfahrungen in Sachen
Politik sammeln können. Die Studiengebühren für das Studium sind
allerdings nicht ganz billig, 10 000 Euro pro Jahr, soll das 2 jährige
Studium kosten. Die Mehrheit der Studierenden erhalte aber Stipendien,
so ein Sprecher der Hochschule.
Körber-Stiftung lobt "Deutschen Studienpreis" aus
Seit knapp einer Woche können sich Studierende für den deutschen
Studienpreis der Hamburger Körber Stiftung bewerben. Bei einer
Teilnahme winken den Gewinnern Preise im Wert von insgesamt 100.000
Euro. Unter dem Motto: "Lebst Du schon, oder arbeitest Du noch?" sollen
Studierende ihre Vorschläge für die Vereinbarkeit von Arbeit und Leben
einsenden. Bewerben kann man sich sowohl mit Seminarpapieren oder
Essays, als auch mit ganzen Feldstudien oder Kunstobjekten. Wichtig sei
vor allem die wissenschaftliche Qualität der Arbeiten, die jedoch
verständlich und praxisrelevant sein müssen. Der Einsendeschluss der
Arbeiten ist der 1. Oktober 2006. Wie ihr euch Anmelden könnt, erfahrt
ihr auf www.studienpreis.de.
Physik-Herbstakademie für Schüler: "Einsteins Erbe: Solarzellen und GPS"
Die Fakultät für Physik an der Universität Bielefeld, lädt auch dieses
Jahr wieder alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufen 10-13 zur
Herbstakademie ein. Weil 2005 das Einsteinjahr ist, lautet das Thema
dieses Jahr: "Einsteins Erbe: Solarzellen und GPS". In Experimenten und
Vorträgen zu den Arbeiten Einsteins und bei Laborbesuchen sollen die
Schülerinnen und Schüler erfahren, wo sich Einsteins Erkenntnisse im
Alltag verstecken. Außerdem erhalten sie einen ersten Einblick in
aktuelle Forschungsgebiete und Studienmöglichkeiten der Fakultät für
Physik.
Neuer Fernstudiengang Coaching und Moderation
Im November beginnt der neue Fernstudiengang“Coaching&Moderation“
am Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung an der Universität
Bielefeld.Die Ausbildung kann in 16 Monaten mit einem Zertifikat zum
Coach oder Moderator abgeschlossen werden. Die kostenpflichtige
Ausbildung soll wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Know-how der
Praxis verbinden. Das Angebot richtet sich vor allem an
fortgeschrittene Studierende auf dem Weg ins Berufsleben.Weitere
Informationenen erhaltet ihr im Internet unter www.zww.uni-bielefeld.de.
Tropensturm «Vince» vor Europa
Zum ersten Mal seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 100
Jahren ist vor den Toren Europas ein Hurrikan entstanden: 200 Kilometer
nordwestlich der Insel Madeira bildete sich der Wirbelsturm «Vince».
Inzwischen wurde er nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia
allerdings zum Tropischen Sturm herabgestuft. Auf seinem Weg in
Richtung Portugal werde er sich recht schnell noch weiter abschwächen,
hieß es. Eine größere Gefahr bestehe nicht.
Infakt vom Montag, 10.10.2005
Mehr Studierende aus Deutschland in Österreich
Um dem Numerus Clausus an deutschen Universitäten zu entgehen,
studieren immer mehr deutsche an Österreichs Hochschulen. Bis zum 7.
April dieses Jahres durften Ausländer nur in Österreich studieren, wenn
sie einen Studienplatz in ihrem Heimatland nachweisen konnten. Diese
Regelung wurde vom Europäischen Gerichtshof abgeschafft. Inzwischen
kommen beispielsweise rund 78 Prozent der Anmeldungen für das
Medizin-Studium an der Universität in Innsbruck aus Deutschland.
Klimasatellit abgestürzt
Der Klimasatellit der Europäischen Weltraumbehörde ist abgestürzt.
Die russische Trägerrakete, die am Samstag gestartet war, zündete
offenbar fehlerhaft. Deshalb konnte der Satellit nicht in die
Umlaufbahn befördert werden. Die Wissenschafter der Bodenstation
vermuten, dass der Satellit kurz nach dem Kontaktverlust ins russische
Nordmeer gestürzt ist. Mit dem rund 136 Millionen Euro teuren Cryosat
wollten Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels auf die
Eisdicke der Polarkappen messen.
Nachwuchsförderung in der BRD
Die deutschen Hochschulen wollen ihre Förderung für den wissenschaftlichen Nachwuchs verbessern und ihre Forschung verstärken.
Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn zeigte sich am Freitag
erfreut über die hohe Resonanz auf den Wettbewerb um die Einrichtung
neuer Graduiertenschulen und Exzellenzcluster. Die Hochschulen meldeten
insgesamt 292 Projekte bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft an. Im
Rahmen der Exzellenzinitiative wollen Bund und Länder etwa 40
Graduiertenschulen mit jährlich einer Million Euro fördern.
Höhre Heizkosten an Hochschulen übernimmt Land NRW
Das Land Nordrhein-Westfalen kommt für höhere Heizkosten an Universitäten auf.
Im Nachtragshaushalt für dieses Jahr sollen sieben Millionen Euro für
die gestiegenen Heizkosten an Universitäten bereitgestellt werden. Das
sagte Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart am Freitag bei einem
Besuch der Universität Münster. Der sprunghafte Anstieg der
Energiekosten solle die Haushalte der Unis nicht zusätzlich belasten.
Nationalhymne auf Lehrplan in Sachsens Schulen
Nach Plänen der CDU sollen Grundschüler in Sachsen künftig die Nationalhymne lernen.
In einem Antrag mit dem Titel "Deutscher Patriotismus" wird gefordert,
dass das "Deutschlandlied" in den Lehrplan aufgenommen wird. Der
Generalsekretär der sächsischen CDU Kretschmer kündigte den Antrag für
November an. Kretschmer widersprach einem "Spiegel"-Bericht, wonach der
Leitantrag eine Reaktion auf die Wahlerfolge der rechtsextremen NPD in
Sachsen sei. Für ihren Vorstoß erntete die CDU bereits Kritik. Die
Grünen-Fraktionschefin im Dresdner Landtag, Antje Hermenau, sprach von
einem untauglichen Vorschlag. Sie forderte eine neue Nationalhymne, die
alle Bürgerinnen und Bürger des Landes mit Stolz singen könnten.
InFakt - Freitag, den 07.Oktober 2005
Satellit soll zur Eisdickenmessung ins All
Die Europäische Weltraumbehörde, kurz ESA, schickt einen Satelliten zur
Eisdickenmessung ins All. Mit der Messung der Eisdicke am Polarkreis
sollen die Folgen der globalen Klimaveränderung untersucht werden. Die
Trägerrakete mit dem Satelliten an Bord startet morgen vom russischen
Weltraumbahnhof Plesetsk. Der in Friedrichshafen am Bodensee gebaute
Satellit wird nach Erreichen der Umlaufbahn mit der Vermessung von
Eisdicken und Eisverteilung in den Polarregionen beginnen.
50.000 Euro Strafe bei Plagiaten
An der Universität Münster droht den Studierenden bei Plagiaten eine
Geldstrafe von 50.000 Euro. Hans-Joachim von Olberg, Studiendekan im
Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften an der
Universität Münster, hat im September ein Rundschreiben mit dem Titel:
"Verfahren bei Plagiaten" veröffentlich. In vier Punkten wird dort
aufgelistet, was Täuschungsversuche in Hausarbeiten und Klausuren nach
sich ziehen. Den Tätern drohen die Noten "mangelhaft" und "ungenügend",
die Aberkennung weiterer Prüfungsleistungen, der Ausschluss von allen
weiteren Prüfungen - und eine Geldbuße "in Höhe bis zu 50.000,00 Euro",
heißt es in dem Schreiben.
Bafög - wichtigste Säule der Studienfinanzierung
Das Deutsche Studentenwerk (DSW) warnt davor, das bewährte System der
staatlichen Studienfinanzierung über das BAföG zugunsten neuer kredit-
bzw. marktbasierter Angebote auszuhöhlen.
DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde fordert die neue
Bundesregierung und die Länder dringend auf, das BAföG auszubauen und
insbesondere die Förderung mit 50% Zuschuss und 50% auf maximal 10.000
Euro begrenztem unverzinslichem Darlehen beizubehalten. Die neu auf den
Markt drängenden Studienkredite oder -darlehen können laut Meyer auf
der Heyde "nur eine ergänzende Rolle neben BAföG, Elternunterhalt und
Einkommen aus eigener Erwerbstätigkeit" spielen. Sollten Studierende
sich zukünftig für einen Studienkredit der immer zahlreicheren Anbieter
entscheiden, dann sollten sie insbesondere auf die Zinsbelastung und
die Gesamtrückzahlungssumme achten, so der DSW-Generalsekretär.
Abwanderung von Wissenschaftlern nicht dramatisch
Das Problem der Abwanderung deutscher Wissenschaftler wird nach Ansicht
des Präsidenten der Max-Planck- Gesellschaft, Peter Gruss, überschätzt.
Dieser betonte, dass 80 Prozent der deutschen Forscher, die ins Ausland
gehen, wieder zurück nach Deutschland kommen. Dieser Austausch von
jungen Wissenschaftlern sei auch sehr erwünscht. Das neue Wissen
brächten die Forscher wieder mit nach Hause, so Gruss weiter.
Nach Gruss Meinung, sei die deutsche Forschung besser als ihr Ruf. Im
internationalen Vergleich stehe Deutschland bei der Zahl der
wissenschaftlichen Publikationen auf Platz drei.
InFakt - Donnerstag, den 06.Oktober 2005
Peruanischer Schriftsteller wird Ehrendoktor der HU-Berlin
Der peruanische Schriftsteller Mario Vargas LIosa (gesprochen: Mario
Uoargas Jiossa) wird Ehrendoktor der Berliner Humboldt-Universität.
Die Auszeichnung wird am 13. Oktober in einem Festakt offiziell überreicht.
Dies gab die Pressestelle der Universität gestern bekannt.
Zu den bekanntesten Werken des Schriftstellers gehören „Tod in den
Anden“ und „Das Fest des Ziegenbocks“ - an dem er in Berlin arbeitete.
Nobelpreis für Chemie verliehen
Den Nobelpreis für Chemie erhalten dieses Jahr ein Französischer und zwei Amerikanische Wissenschaftler.
Das von ihnen entwickelte Verfahren macht die Herstellung von zum Beispiel Plastik oder Antibiotika bedeutend einfacher.
Das Verfahren ist in der heutigen chemischen Industrie allgemein
gebräuchlich. Es ist effizienter, einfacher und umweltschonender als
frühere Verfahren.
Rekonstruktion des Grippe-Virus gelungen
Amerikanischen Forschern ist es gelungen das Virus der Spanischen
Grippe zu rekonstruieren. Dies berichtet das Fachblatt „Nature“ in
seiner aktuellen Ausgabe.
Um 1918 soll das Virus der Spanischen Grippe vom Vogel auf den Menschen
übertragen worden sein. Auch beim Vogelgrippe-Virus wird eine ähnliche
Entwicklung befürchtet: Das Virus könnte mutieren und sich mit einem
menschlichen Grippevirus vermischen.
Um dies zu verhindern, versucht man nun mehr über das Virus der Spanischen Grippe zu lernen.
2. bemannter Raumflug aus China
Die chinesische Regierung plant offenbar einen zweiten bemannten Raumflug. Dies berichtet ChinaDaily.
Schon am 13. Oktober soll eine Raumkapsel mit 2 Astronauten ins All
starten. Der Start sei für 3:00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit geplant,
könne sich allerdings je nach Wetterbedingungen verschieben.
Die Astronauten werden von Jiuquan in der Wüste Gobi aus starten und nach 5 Tagen zur Erde zurückkehren.
Entstehung von Gammastrahlenblitzen im All geklärt
Astrophysiker haben herausgefunden wie Gammastrahlenblitzen entstehen.
Gammastrahlenblitze sind kurze, besonders energiereiche
Strahlungsblitze im Weltall. Bei ihrer Entstehung wird in wenigen
Sekunden so viel Energie freigesetzt, wie unsere Sonne in Millionen von
Jahren produziert.
Die Gammastrahlenblitze entstehen durch die Kollision besonders
massereicher Himmelskörper. Das können Neutronensterne oder Schwarzer
Löcher sein.
InFakt - Mittwoch, den 05. Oktober 2005
Arme Studierende
Das Einkommen vieler Studierender in Deutschland liegt weit unter der
Armutsgrenze. Das berichtete gestern der Spiegel Online mit Bezug auf
Daten des deutschen Studentenwerks. In Deutschland gilt man als Arm,
wenn man die Grenze von 730 Euro unterschritten hat. Der Durchschnitts-
Studierende in Deutschland hat jedoch nur 700 Euro zur Verfügung. Ein
Grund dafür sei die immer schlechter werdende, finanzielle Lage vieler
Eltern, die ihre studierenden Kinder nicht mehr in dem Maße
unterstützen können wie noch vor 15 Jahren. Gerade in Bezug auf die
drohenden Studiengebühren rät das deutsche Studentenwerk dazu, sich bei
den lokalen Studentenwerken neben Bafög auch über weitere
Finanzierungsmöglichkeiten wie Stipendien oder Überbrückungsdarlehen zu
informieren.
Nobelpreis für Chemie
Das Nobelpreis-Komitee gibt am Vormittag bekannt, wer in diesem Jahr die Auszeichnung für die Sparte Chemie bekommt.
Bereits gestern wurde der Nobelpreis für Physik an dem Deutschen
Theodor Hänsch vergeben, der sich die Ehrung mit zwei US-Kollegen
teilt. Dank ihrer gemeinsamen Forschungen über Lichtschwingungen können
zum Beispiel extrem genaue Atom-Uhren gebaut und die
GPS-Satelliten-Technik verbessert werden.
Umstrittene Hochschulrankings
Viele Hochschulrankings liefern keine wirkliche Aussage über die
Qualität der Ausbildung, darauf hat das Centrum für
Hochschulentwicklung gestern in einem Interview mit dem Deutschlandfunk
hingewiesen. Oft lägen ähnlich gute Unis zehn oder zwanzig Plätze
auseinander, obwohl die Unterschiede in den abgegebenen Noten extrem
gering seien. Außerdem werde immer nur ein Teil der Studierenden und
Professoren befragt, wobei einige Fakultäten die Fragebögen gar nicht
erst ausfüllen. Unter diesen Vorraussetzungen könne es keinen
wirklichen Vergleich der deutschen Unis geben. Das Centrum für
Hochschulentwicklung rät deshalb Studierenden dazu, sich selbst ein
Bild der Universitäten zu machen, beispielsweise durch den Besuch der
Uni-Homepages, oder das Teilnehmen am Vorlesungsbetrieb.
Werbung an der Uni
Auf dem Campus der Technischen Universität Berlin wird es ab diesem
Wintersemester erstmals Werbung geben. Die Hochschule schloss eine
Vereinbarung ab, die künftig das Aufhängen von Plakaten in
Wechselrahmen oder auf Säulen erlaubt. Das teilte die Firma Deutsche
Hochschulwerbung am gestern mit. Ein Teil der Werbeeinnahmen fließt der
Universität als Drittmittel wieder zu. Die Uni Bielefeld, hat bereits
seit 2001 vertraglich geregelt, dass Werbung generell erlaubt ist, und
ebenfalls etwas kostet.
Nein zum Lehrer-Pisa
Deutschland wird nicht an der neuen, internationalen OECD-Studie
"Lehrer, Unterricht und Lernen" teilnehmen. Das gab ein Sprecher der
Kultusministerkonferenz gestern in Bonn bekannt. Mit der Studie soll
der Einfluss des Unterrichts auf den Lernerfolg von Schülern erfasst
werden. Nach Auffassung der Länder sei eine Teilnahme an der Studie
jedoch nicht effektiv, weil es sich fast ausschließlich um statistische
Daten handele und die Kosten für die Studie zu hoch seien. Vor allem
bei Lehrerorganisationen stieß die Entscheidung auf Kritik. Sie
befürchten nun einen weiteren Imageverlust des Lehrerberufs.
InFakt am Dienstag, den 04.10.2005
Das Kleinhirn spielt im Gehirn offenbar eine wichtigere Rolle als
bislang angenommen.
Das haben amerikanische Forscher der Havard Universität in einer Reihe
von Studien mit frühgeborenen Kindern nachgewiesen. Es ist nicht nur
entscheidend an der frühkindlichen Entwicklung beteiligt, sondern auch
eng mit der korrekten Entwicklung des Großhirns im Mutterleib
verknüpft. Ist beispielsweise das Großhirn geschädigt, entwickelt sich
auch das Kleinhirn nicht korrekt. Umgekehrt behindert eine
Fehlentwicklung im Kleinhirn auch das Wachstum des Großhirns. Betroffen
sind dabei immer die jeweils entgegengesetzten Hirnhälften.
Der Nobelpreis für Medizin geht an die zwei Australier Barry Marshall
and Robin Warren.
Sie erhalten die Auszeichnung für die Entdeckung des
Magenbakteriums Helicobacter pylori.
Das teilte das Karolinska Institut Gestern in Stockholm mit. Die beiden
Mediziner hatten 1982 herausgefunden, dass dieser Erreger die
Hauptursache für Magengeschwüre und Magenschleimhautentzündungen ist.
Dank dieser Erkenntnis konnte eine schlagkräftige Therapie mit
Antibiotika entwickelt werden, die 80 Prozent der Patienten heilt. Die
höchste Auszeichnung für Mediziner ist in diesem Jahr mit umgerechnet
1,1 Millionen Euro dotiert.
Mit der Nachwahl in Dresden hat die Union ihren Vorsprung vor der SPD
im Bundestag ausgebaut.
Die CDU hat bei der Bundestags-Nachwahl in
Dresden das Direktmandat erobert. Nach dem vorläufigen Ergebnis gewann
der CDU-Bewerber Andreas Lämmel den Wahlkreis 160 mit 37,0 Prozent.
Damit erhält die CDU im neuen Bundestag ein weiteres Überhangmandat und
kann ihren Vorsprung vor der SPD von drei auf vier Mandate ausbauen.
Somit kommt die Unionsfraktion jetzt auf 226 statt 225 Sitze im neuen
Bundestag, die SPD bliebe bei 222 Sitzen, die FDP bei 61, die
Linkspartei bei 54 und die Grünen bei 51 Mandaten.
Nachrichten von Freitag, 30. September 2005
Reaktionen der Uni Bielefeld auf die Studiengebühren
Die schwarz-gelbe Landesregierung hat den Weg für Studiengebühren frei
gemacht. Die Gebühren dürfen aller Voraussicht nach im Wintersemester
2006/2007 kommen. Die Verantwortung über die Höhe der Gebühren wird
dann an die Universitäten und Fachhochschulen weitergegeben. Der Rektor
der Universität Bielefeld Dieter Timmermann bezeichnete die neue
Verantwortung der Universität als einen schwierigen Prozess. Besonders
der Protest von Professoren und Studierenden werde ein Problem. Wie
Timmermann andeutete erwägt die Universität Bielefeld angesichts der
Studiengebühren ein eigenes Stipendienprogramm einzuführen. Der
AStA-Vorsitzende Janosch Stratmann hat gegen die Entscheidung der
Landesregierung bereits Protest angekündigt. Es gebe keine
sozialverträglichen Studiengebühren.
Studieren mit "Geld-zurück-Garantie"
Nordrhein-westfälische Hochschulen, die Studiengebühren erheben wollen,
müssen eine "Geld-zurück-Garantie" in ihrer Satzung verankern. Das
kündigte Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in
Düsseldorf an. Der Gesetzgeber gebe den Studierenden ein Instrument,
das ihnen erlaubt, Gegenleistungen für ihre Studienbeiträge
einzufordern, bekräftigte Pinkwart. Ursprünglich wollte die
schwarz-gelbe Regierung es den Hochschulen frei stellen, eine
"Geld-zurück-Garantie" in ihre Satzungen aufzunehmen. In Streitfällen
soll ein Prüfgremium entscheiden, ob die Hochschulen ausreichende
Studienangebote gemacht oder im Gegenteil eine Verlängerung des
Studiums verschuldet haben. In dem Fall sollen die Universitäten auf
Beiträge verzichten oder sie zurückzahlen.
Meere durch hohe Kohlendioxidkonzentration bedroht
Die Kohlendioxidkonzentration in den Weltmeeren nimmt zu.
Das berichtet der Forscher James Orr vom französischen Labor für Klima und Umwelt im Wissenschaftsmagazin Nature.
Der Anstieg der Kohlendioxidkonzentration versauert die Gewässer und
kann für viele Organismen den Tod bedeuten. Kohlendioxid steigt nicht
nur aus Fabrikschloten und Auspuffrohren auf, es löst sich auch in den
Ozeanen dieser Erde. Der Prozess, der marine Ökosysteme zerstören
könnte, wird schon in Jahrzehnten sichtbare Folgen haben.
Kritik am Bachelorstudiengang
Die Professorenlobby, die Berufsverbände der Lehrer, sowie Ärzte und Juristen warnen vor dem Bachelor-Studium.
Sie befürchten, dass die Absolventen als Halbgelehrte direkt auf dem Abstellgleis landen.
Umstritten seien vor allem jene Studiengänge, die ursprünglich mit
einem Staatsexamen endeten. Der Bachelor sei für einige Studiengänge
ein Irrweg, erklärte der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes
Bernhard Kempen. Auch für Bachelor-Mediziner sieht er keine
Perspektiven. Der Bachelor-Studiengang in Medizin würde zu einer Erosion des Arztberufs führen.
Nachrichten von Donnerstag, 29.September 2005
Erste Plätze für die Universität Bielefeld
Die Fächer Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften an der
Universität Bielefeld haben die ersten Plätze im neuesten Focus-Ranking
belegt. Der in dieser Woche veröffentlichte, neueste Teil der
Untersuchung betont besonders die hohe Drittmittelquote als Indikator
für herausragende Forschungsleistungen. Außerdem die sehr gute
Bewertung ihrer Reputation. In der Gesamtwertung belegt die Universität
Bielefeld den zehnten Platz von insgesamt 86 untersuchten Hochschulen.
Dadurch werde die starke Stellung, die die Universität Bielefeld schon
immer in den Geistes- und Sozialwissenschaften habe auf eindrucksvolle
Weise bestätigt. Dieses würde sich auch auf die Studienortswahl von
angehenden Studierenden auswirken, so Prof. Timmermann, Rektor der
Universität.
Hochkarätiger Preis an Mathematiker der Universität Bielefeld
Der emeritierte Professor Rudolf Ahlswede von der Universität Bielefeld erhält den amerikanischen Claude E. Shannon Award 2006.
Der mit 10000 Dollar dotierte Preis ist nach einem der großen Pioniere
der modernen Informationswissenschaft benannt und wird von der
„Information Theory Society“ IEEE verliehen. Er wird seit 1974 für
herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Informationstheorie
verliehen. Seit dem ging der Award erst zum fünften Mal an einen nicht
aus den USA stammenden Wissenschaftler.
„Altersübergangs-Monitor“
Die Erwerbstätigkeit im Alter nimmt zu.
Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Gelsenkirchener Instituts
für Arbeit und Technik in Zusammenarbeit mit der Hans-Böckler-Stiftung.
Der Grund dafür ist die vermehrte Berufstätigkeit von Frauen. Weiteres
Ergebnis dieser Analyse zum Übergangsgeschehen zwischen Erwerbs- und
Ruhestandsphase ist jedoch auch, dass die Erwerbstätigkeit bei Männern
ab 50 eher rückläufig ist. Die Zuwächse bei der Frauenerwerbstätigkeit
im Alter besteht zum erheblichen Teil aus geringfügiger oder
Teilzeitbeschäftigung.
Insgesamt erhöhte sich die Teilzeitbeschäftigung innerhalb eines Jahres
um gut eine halbe Million. Dies habe Veränderungseffekte bei
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und werde Einnahmelücken
in der gesetzlichen Rentenversicherung schüren, so Renate Büttner,
Wissenschaftlerin des Gelsenkirchener Instituts.
BMBF: Deutschland führend bei Bildung zur Nachhaltigkeit
Bei der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung ist Deutschland international führend.
Das besagt ein gestern veröffentlichter Bericht der Bundesregierung
über Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Diese soll die Menschen
zur aktiven Gestaltung einer umweltgerechteren, wirtschaftlich
leistungsfähigeren und sozial gerechteren Zukunft befähigen. Hier lobt
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn vor allem die Zusammenarbeit
zwischen Bund und Ländern. Bei der Modernisierung des Bildungswesens
und der Integration zukunftsträchtiger Bildungsinhalte seien sie sehr
erfolgreich gewesen.
Reaktion auf Untreue hängt vom Geschlecht ab
Wenn die Partnerin fremd geht, reagieren Männer negativer, als Frauen
dies beim Partner tun. Geht es jedoch um emotionale Untreue, reagieren
Frauen heftiger.
Dies hat eine Untersuchung von Psychologen der Universität Bielefeld
ergeben. In Kooperation mit Wissenschaftlern aus Griechenland haben sie
500 Studierende in Deutschland und Griechenland zum Thema Untreue
befragt. Die Reaktion auf Untreue hing in jedem Fall vom Geschlecht ab.
Doch auch der soziokulturelle Hintergrund dürfe nicht außer Acht
gelassen werden: Denn beispielsweise die eher traditionsbewussten
Griechen ließen den Männern sexuelle Untreue eher durchgehen als den
Frauen.
Schneller Klick zu Fördermöglichkeiten
Der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, hat seine
Online-Informationen zu Fördermöglichkeiten für Auslandsaufenthalte
erweitert.
Zusätzlich zu DAAD-Programmen sind nun auch Fördermöglichkeiten anderer
ausgewählter Organisationen für ausländische Studierende, Graduierte
und „PostDocs“ im Internet abzurufen. Die neue Stipendiendatenbank
listet fast 100 Fördermöglichkeiten von über 50 Organisationen auf.
Nach Angabe des Herkunftslands, der Fachrichtung und des akademischen
Status werden dem Interessenten exakt die Programme angezeigt, die
seinem Profil entsprechen.
Die Datenbank ist unter der Adresse funding-guide zu erreichen.
Weiterbildung ohne Grenzen
Die Universität Rostock bietet ab November berufsbegleitende Fernstudienmodule an.
Die fünfmonatigen Module „Bildung für nachhaltige Entwicklung“,
„Umweltbildungsmanagement“ und „Umweltschutz“ qualifizieren die
Teilnehmer beispielsweise für eine aktive Mitarbeit am Agenda
21-Bildungsprozess, sowie im Bereich Umweltschutz. Außerdem vermitteln
sie praktisches Wissen zum Management von Umweltbildungsveranstaltungen.
Des Weiteren bietet die Universität Rostock
Qualifizierungsmöglichkeiten im Bereich „Online-Lernen“ und „Didaktik
für neue Medien“ an. Für ein erfolgreich abgeschlossenes Studium wird
ein Zertifikat vergeben, sowie die Möglichkeit einen akademischen
Abschluss zu erlangen.
Versteckter Antisemitismus
Autoritär eingestellte Personen neigen häufiger zu Antisemitismus als weniger autoritär erzogene und eingestellte Personen.
Das ist das Ergebnis einer Studie von Prof. Wolfgang Frindte von der
Universität Jena. Rund 400 Deutsche zwischen 18 und 83 Jahren wurden in
einem standarisierten Fragebogen zu ihrem Verhältnis zu Juden und der
Politik Israels befragt. Außerdem ergab die Untersuchung, dass
besonders ältere oder stark hierarchisch denkende Menschen die Existenz
eines eigenen jüdischen Staates ablehnen. Kritik über die Politik
Israels kamen jedoch aus unterschiedlichen Lagern: sowohl von
nicht-antisemitischen linksorientierten Personen, als auch von
rechtsorientierten Personen.
Allgemein weist der Psychologe Frindte darauf hin, dass eine verdeckte
Judenfeindlichkeit weiter verbreitet ist als vorher angenommen. Es sei
wichtig, in der Gesellschaft aufmerksamer darauf zu reagieren.
Nachrichten von Mittwoch, 28. September 2005
Deutschlands Innovationskraft unter dem Durchschnitt
Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, kurz: IW,
liegt Deutschland bei der Marktentwicklung innovativer Produkte hinter
vielen anderen Industrieländern. Das arbeitgebernahe Kölner IW
bewertete Forschungsaufwand, Bürokratie bei Firmengründungen, Bildung
und die Verfügbarkeit von Risikokapital. Auf einer Skala von 0 bis 100
erreichte Deutschland 42 Punkte und liegt damit unter 16 Ländern auf
Platz 11 - weit hinter Konkurrenten wie USA, Großbritannien, Schweden,
Finnland, Dänemark oder Italien.
Als deutsches Handicap kritisiert das IW die Bürokratie und die
Kosten bei Firmengründungen. In Deutschland dauere es
durchschnittlich 45 Tage gegenüber fünf Tagen in den USA, eine Firma zu gründen. Außerdem drohe ein Mangel an Nachwuchs.
Zentrale Prüfungen in Berlin
Erstmals in der Berliner Schulgeschichte wird die Vergabe der Mittleren
Reife nicht nur an Klassenarbeiten und mündliche Noten geknüpft,
sondern an das Bestehen von zentralen Prüfungen. Gestern stellte
Bildungssenator Klaus Böger von der SPD die Richtlinien vor. Die
Schüler müssen demnach im Mai 2006 in Deutsch und Mathematik eine
schriftliche sowie in ihrer ersten Fremdsprache eine mündliche und
schriftliche Prüfung ablegen. Zudem müssen sie in einem weiteren Fach
wie Geschichte oder Biologie einen selbstständig erarbeiteten Vortrag
präsentieren . Dieser Vortrag muss medial anschaulich unterstützt sein.
Somit ähnelt die Mittlere Reife in Berlin zunehmend dem Abitur.
Neue Erkenntnisse in der Bulimieforschung Frauen mit
Magersucht oder Bulimie haben ungewöhnlich viele Antikörper gegen
Gehirnbotenstoffe im Blut, die Schlüsselrollen bei der
Appetitregulation und der Verhaltenskontrolle spielen. Das hat ein
schwedisch-estnisches Forscherteam bei einer Studie mir insgesamt 95
Freiwilligen nachgewiesen. Je stärker die Essstörungen dabei ausgeprägt
waren, desto ungewöhnlicher war auch das Muster der Antikörper im Blut.
Die Ursache dieser verminderten Botenstoffspiegel könnten Antikörper
gegen die Neuropeptide sein. Diese sind möglicherweise auch für das
entstehen der Essstörungen verantwortlich–wiesen Fetissov und seine
Kollegen nun nach. Die Forscher hoffen nun, auf Basis ihrer Entdeckung
neue Therapien gegen die bedrohlichen Essstörungen entwickeln zu können.
Ursache für Meeresleuchten nicht geklärt
Wissenschaftler haben erstmals ein mysteriöses Meeresleuchten auf
Satellitenbildern identifiziert. Bei diesem nächtlichen Phänomen
verwandelt sich die See von Horizont zu Horizont in ein milchig-weißes
Feld – eine Erscheinung, von der Seeleute seit dem 17. Jahrhundert
wiederholt berichtet haben. Die Frage nach den Ursachen des nächtlichen
Meeresleuchtens gibt den Forschern allerdings nach wie vor Rätsel auf.
Aufgrund der ebenmäßigen Ausdehnung des Phänomens vermuten die
Wissenschaftler, dass mikroskopisch kleine Organismen für das
mysteriöse Glimmen verantwortlich sind.
Nachrichten von Dienstag, 27. September 2005
Gesine Schwan weiterhin Leitrin der Viadrina
Die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der
Oder, Gesine Schwan, wird weiterhin Leiterin der Hochschule sein. Sie
erhielt am Montag die Ernennungsurkunde für eine 2. Amtszeit von der
brandenburgischen Wissenschaftsministerin Johanna Wanka. Die 62-jährige
Politikwissenschaftlerin war im Juli vom Hochschulsenat im Amt
bestätigt worden. Schwan wird die Universität bis ins Jahr 2008 leiten.
An der Viadrina studieren derzeit rund 5000 junge Leute aus 75 Ländern.
Etwa ein Drittel der Studenten kommen aus Polen.
25 Jahre Benachteiligtenförderung in der Berufsbildung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat seit 2001
rund 60 Millionen Euro in sein Programm zur beruflichen Qualifizierung
von Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf investiert. Zum 25-jährigen
Bestehen der beruflichen Benachteiligtenförderung veranstaltet das
Bundesinstitut für Berufsbildung gemeinsam mit dem BMBF und der
Universität Hannover am 27. und 28. September in Bonn eine Tagung. Zur
Benachteiligtenförderung hat das BMBF ein Handbuch veröffentlicht. Es
bietet einen Gesamtüberblick über Fördersysteme und -instrumente,
Programme und Entwicklungen. Das Handbuch kann auf der Homepage des
BMBF herruntergeladen werden.
Bekämpfung von Übergewicht
Mit einer Täuschung der Fettrezeptoren in den Zellen wollen
amerikanische Forscher Übergewicht wirkungsvoll bekämpfen. Bei der
neuen Methode werden kleinste Teilchen in die Zellen eingeschleust, die
den Zellen vortäuschen, es sei Fett vorhanden. So stelle sich bereits
nach einer kleinen Mahlzeit ein Sättigungsgefühl ein, berichten die
Wissenschaftler um Tim Gilbertson von der Staatsuniversität von Utah in
Logan.
Neuartige Stimmdatenbank
Saarbrücker Forscher haben eine in Deutschland bisher einzigartige Stimmdatenbank entwickelt.
Die Datenbank mit den Stimmprofilen wurde von Prof. Dr. William J.
Barry und Dr. Manfred Pützer erstellt. Das Projekt wurde von der
deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die Stimmdatenbank
enthält Aufnahmen von 2000 Personen mit "Normalstimmen" und krankhaft
veränderten Stimmen. Dabei wird zwischen funktionell, organisch sowie
zentral bedingten Stimmstörungen unterschieden. Zudem werden
detaillierte Angaben zu den in der Datenbank vorhandenen, krankhaften
Stimmveränderungen geliefert.
Mit der neuen Stimmdatenbank steht der phonetischen, aber auch der
medizinisch-phonetisch orientierten Öffentlichkeit ein reicher
Datenschatz zur Verfügung. In beiden Wissenschaftsdisziplinen können
sich damit neue Arbeitsfelder auftun.
Nachrichten von Montag, 26.September2005
Studiengang Management bei Nonprofit-Organisationen
Der bundesweit erste Weiterbildungsstudiengang über professionelles
Management bei Nonprofit-Organisationen startet im Sommersemester 2006
in Münster. In vier Semestern sollen die Studenten sich mit typischen
Aufgaben und Schwierigkeiten aus ihrem Arbeitsfeld auseinander setzen,
teilte die Universität Münster am Freitag mit. Zugangsvoraussetzungen
seien ehrenamtliches Engagement in einer Führungsfunktion, mindestens
zwei Jahre Berufserfahrung oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium.
Beobachtungen lebender Zellen ermöglicht
Die Beobachtung der Vorgänge in lebenden Zellen haben Berliner und
Münchner Forscher möglich gemacht. Dank einer neuen Methode lasse sich
erstmals die Regulierung von Genen durch Enzyme «am Objekt» verfolgen,
teilte das Max-Delbrück-Centrum für
Molekulare Medizin in Berlin am Freitag mit. Die gemeinsam mit
Forschern der Ludwig-Maximilians-Universität-München erzielten
Ergebnisse werden im Fachmagazin «Nature Methods» beschrieben. Die
Methode ermöglicht es, die Arbeit derjenigen Enzyme zu
50 Mio Euro für "Bionik - Innovationen aus der Natur"
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Entwicklung
in der Bionik mit einem neuen Ideenwettbewerb. Bis zu 20
anwendungsorientierte Forschungsansätze sollen insgesamt mit rund einer
Million Euro gefördert werden, teilte das BMBF am Freitag in Berlin
mit. Ansätze aus der Natur sollen für neue Produkte genutzt werden, die
Märkte erschließen und die Umwelt schonen. Der Ideenwettbewerb ist Teil
des neuen Förderkonzepts "Bionik - Innovationen aus der Natur", das die
Fördermaßnahmen des BMBF auf diesem innovativen Gebiet bündelt. Dafür
stehen in den Jahren 2006 bis 2010 bis zu rund 50 Millionen Euro bereit.
Nachrichten von Freitag, 23.09.05
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft fördert Universitäten
Fünf Universitäten aus Hessen, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern
und Sachsen werden vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft als
Modellhochschulen mit 2,5 Millionen Euro gefördert. Dies sei der
Startschuss einer eigenen Exzellenzinitiative, der die Hochschulen auf
ihrem Weg zu mehr Autonomie unterstütze, teilte ein Sprecher des
Essener Verbandes am Mittwoch in Berlin mit. Jeweils 500 000 Euro
gingen an die Universitäten Heidelberg und Göttingen sowie an die
Technischen Universitäten Darmstadt, Dresden und München.
EU-Komission für Innovationshilfen Angesichts schwacher
Konjunktur und hoher Arbeitslosigkeit in Europa ist die EU-Kommission
offen für staatliche Beihilfen für innovative Unternehmen. «Wir hinken
hinter Asien und den USA hinterher», sagte EU-Wettbewerbskommissarin
Neelie Kroes am Mittwoch. Sie stellte ein Ideenpapier zur Hilfe für
kleine und mittlere Technologieunternehmen vor, das in den kommenden
zwei Monaten von Beteiligten diskutiert werden soll. Erst dann sollen
konkrete Vorschriften verabschiedet werden. Die EU-Länder sollen
künftig in der Lage sein, Innovationshilfen schneller zu genehmigen.
Der freie Wettbewerb dürfe aber nur in bestimmten Grenzen durch diese
Hilfen gestört werden, erklärte Neelie Kroes.
Mehr Bachelor- uns Master-Studiengänge
Die Studienreform an deutschen Hochschulen hat mit einer stark
gestiegenen Zahl von Bachelor- und Master-Studiengänge zum
Wintersemester 2005/06 deutlich an Breite gewonnen. Ihre Anzahl ist
gegenüber dem Sommersemster 2005 um 29% auf nunmehr 3.797 gestiegen.
Damit führen 34% aller Studiengänge an deutschen Hochschulen zu den
Abschlüssen Bachelor und Master.
Neuer Pressesprecher der Universität Bielefeld
Ingo Lohuis wird neuer Pressesprecher der Universität Bielefeld.
Spätestens zum Januar 2006 wird der Nachfolger des in Ruhestand
gegangenen Gerhard Trott die Arbeit an der größten OWL-Hochschule
aufnehmen. Der gebürtige Niedersachse Lohuis ist derzeit beschäftigt in
der Pressestelle des zum Gütersloher Bertelsmann-Konzern gehörenden
Buchclub. Er hat in Münster Kommunikationswissenschaften, Politik und
Wirtschaftspolitik studiert.
20. Deutscher Philosophiekongress in Berlin Der 20. Deutsche
Philosophiekongress in Berlin soll nach den Worten seines Leiters
Günter Abel mit dem Thema «Kreativität» den Aufbruch in eine neue Ära
der Forschung auf diesem Gebiet einleiten. «Hinter allen Schlagwörtern
unserer Zeit wie Innovation, Fortschritt, Wissensgesellschaft,
Biotechnologie, künstliche Intelligenz oder virtuelle Welten steht die
Kreativität», sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für
Philosophie am Mittwoch. Der Kongress beginnt am Montag.
Nachrichten von Donnerstag, 22.09.05
Abwanderung deutscher Spitzenkräfte weniger dramatisch als oft dargestellt
Die Abwanderung hochqualifizierter Wissenschaftler und Arbeitskräfte
aus Deutschland ist weit weniger dramatisch als oft dargestellt. Das
ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie des Bundesinstituts
für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden und des Migration Policy
Institute in Washington. Sie widerspricht damit der These vom „Brain
Drain“, wonach Spitzenkräfte in die USA auswandern, weil sie dort
bessere Verdienst- und Forschungsmöglichkeiten hätten als in
Deutschland. Stattdessen ergab die Studie, dass immer mehr Deutsche
vorübergehend in die USA gehen, um dort zu studieren, zu forschen oder
Auslandserfahrung in ihrem Beruf zu sammeln. Der größte Teil dieser
Hochqualifizierten bleibe aber nicht für immer in den USA, sondern
kehre wieder nach Deutschland zurück
Immer weniger junge Frauen beginnen ein Hochschulstudium
Junge Frauen werden durch die schlechte wirtschaftliche Lage in
Deutschland derzeit vom Studium abgehalten. Das besagt eine Studie des
Hochschulinformationsservice. Das Institut befragte die Abiturienten
des Jahres 2004, ob sie bereits studieren oder noch studieren wollen.
Bei den Frauen äußerten fünf Prozent weniger als noch vor zwei Jahren
den Wunsch, ein Studium zu absolvieren.
Die Studierquote bei Frauen liegt derzeit bei 66 Prozent. Eine Ursache
für den Rückgang „liege in ihrer stärkeren Abschreckung durch äußere
Faktoren, wie finanzielle Aspekte und schlechte Berufsaussichten“,
folgert die Studie.
Neues Raumschiff für US-Astronauten
Amerikanische Astronauten sollen in Zukunft von einer größeren Version
der Apollo-Rakete ins All gebracht werden. Das gab Nasa-Chef Michael
Griffin bekannt. Demnach plant die Weltraumagentur noch vor dem Ende
der nächsten Dekade die Rückkehr zum Mond.
Als Ergänzung zu dem neuen Entdeckerschiff plant die Nasa ein
Frachtschiff, das Lasten von bis zu 125 Tonnen ins All befördern kann.
Dies sei nötig um Material für eine Mondbasis, sowie für geplante Flüge
zum Mars, zu transportieren.
Schon in fünf Jahren soll das Flugprogramm mit Reisen zur Internationalen Raumstation ISS beginnen.
Wirkstoff aus grünem Tee kann Alzheimer vorbeugen
Ein Wirkstoff aus grünem Tee kann Alzheimer vorbeugen.
Das haben Wissenschaftler der Universität von Südflorida in einer
Studie an Mäusen gezeigt, denen sie einen konzentrierten Inhaltsstoff
des grünen Tees injizierten.
Die Behandlung verminderte die Produktion und Ablagerung des Beta-Amyloid-Protein um 50 Prozent.
Dieses Protein lagert sich bei Alzheimer-Patienten im Gehirn an, wo es zu Gedächtnisverlust und Nervenschädigungen führt.
Die Wissenschaftler schlagen vor, den Tee-Inhaltsstoff EGCG zu
konzentrieren und als Nahrungsergänzungsmittel zu verabreichen, um so
die vorbeugende Wirkung gegen Alzheimer zu nutzen.
Prostatakrebs-Schnelltest nicht zuverlässig
Urologen haben mit Nachdruck vor dem Gebrauch von Schnelltests zur
Früherkennung von Prostata-Krebs gewarnt. Die beispielsweise in
Apotheken erhältlichen Tests, die das Prostata-spezifische Antigen
(PSA) im Blut anzeigen, seien zu einem Drittel nicht zuverlässig. Der
Direktor der Urologie-Universitätsklinik Halle-Wittenberg, Prof. Paolo
Fornara sagte auf dem Jahreskongress der deutschen Gesellschaft für
Urologie, dass man von solchen Tests nur abraten könne. Zudem lasse
sich mit diesem Schnelltest eine mögliche dynamische Entwicklung der
PSA-Werte nicht erkennen, die auf das Entstehen des Tumors hinweisen
könnten.
Künftiger Mangel an qualifiziertem Fach- und Führungspersonal
Aufgrund des demografischen Wandels werden Unternehmen und
Forschungseinrichtungen künftig einen massiven Mangel an qualifiziertem
Fach- und Führungspersonal erleben. Dieser Entwicklung müssen vor allem
die Schulen und Hochschulen entgegenwirken.
Nur mit erfolgreicher Nachwuchsförderung in den Natur- und
Ingenieurwissenschaften wird Deutschland sein innovatives
Forschungspotenzial erhalten. Hier gilt es das "Gender-Gap" zu
schließen. Denn der Frauenanteil in den Ingenieur- und
Technikwissenschaften ist nach wie vor alarmierend gering.
Wie mehr junge Frauen für ein Studium der Technikwissenschaften
begeistert werden können, welche guten Praktiken es im internationalen
Vergleich gibt und wie Schulen, Hochschulen und Medien zusammenwirken
können, sind zentrale Themen der internationalen Fachkonferenz "Where
are Girls and Women in Science and Technology?". Die Konferenz wird
gemeinsam vom Hochschulkarrierezentrum für Frauen in Berlin und dem
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft veranstaltet. Sie richtet
sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Bildungspolitik
und aus den Medien.
Nachrichten von Montag, 19.09.05
Ergebnisse der Bundestagswahl überraschend
Der Ausgang der Bundestagswahl hat für Überraschungen gesorgt: Wer
Deutschland künftig regiert, ist noch unklar. Rot-Grün verlor nach
siebenjähriger Amtszeit die Mehrheit. Da die Union unerwartet schlecht
abschnitt, reicht es aber auch nicht für Schwarz-Gelb. Nach dem
vorläufigen amtlichen Endergebnis kam die Union bei der Bundestagswahl
auf 35,1 Prozent und hat im neuen Bundestag drei Sitze mehr als die
SPD. Die Sozialdemokraten erreichten 34,2 Prozent. Damit hat Rot-Grün
nach sieben Jahren seine Mehrheit verloren. Union und FDP sind aber
ebenso wenig in der Lage, eine Regierung zu bilden.
Kongress für Theologie in Berlin
An der Humboldt-Universität Berlin begann gestern Abend der 12.
Europäische Kongress für Theologie. Im Mittelpunkt steht die Frage, in
welchem Maße Religion ein Boden für politische Gewalt ist. Bei der bis
Donnerstag dauernden Tagung soll untersucht werden, wie die Theologie
zur Bewältigung von Konflikten beitragen kann.
Antarktis schmilzt
Teile der Antarktis haben sich nach Erkenntnis von Polarforschern in
den vergangenen 50 Jahren um zwei bis drei Grad erwärmt. «Die
Antarktische Halbinsel, also der Zipfel der Antarktis, der in Richtung
Südamerika zeigt, ist am schlimmsten betroffen», sagte Hans-Ulrich
Peter, einer der Organisatoren der 22. Internationalen Polartagung in
Jena, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Die höheren
Temperaturen hätten die
Pflanzen- und Tierwelt am Südpol bereits sichtbar verändert. «Die
riesigen Schelfeisgletscher an der Antarktischen Halbinsel schwinden
mehr und mehr», sagte der Polarexperte.
Internationaler Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler
Junge Forscher aus 35 Ländern treffen vom 17. bis 22. September in
Moskau zum internationalen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler
zusammen. Aus Deutschland werden fünf Bundessieger des
Wettbewerbes "Jugend forscht" teilnehmen, teilte die Stiftung "Jugend
forscht" am Freitag in Hamburg mit. Die jungen Forscher aus
Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg messen sich
mit Jugendlichen aus ganz Europa, China, Japan und den USA.
Preis für Epilepsie-Forscher aus Bonn und Melbourne
Der Zülch-Preis 2005 geht in diesem Jahr an die beiden
Epilepsie-Forscher Christian Elger (Bonn) und Samuel Berkovic
(Melbourne). Die Wissenschaftler hätten Herausragendes zur Aufklärung
und Behandlung von Epilespie geleistet, teilte die Max-Planck-
Gesellschaft am Donnerstag mit.
Neue private Hochschule für Logistik
Eine neue private Fachhochschule für Logistik und Wirtschaft in Hamm
kann am Samstag wie geplant ihren Lehrbetrieb aufnehmen.
NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) erteilte der Schule am
Donnerstag in Düsseldorf die staatliche Anerkennung. Die Fachhochschule
bietet zunächst einen Präsenz- und einen Fernstudiengang Logistik an.
17 Vollzeit- und 35 Fernstudenten wollen am Samstag starten. Träger der
Fachhochschule ist das Heidelberger Bildungsunternehmen SRH Learnlife.
Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft notwendig
Innovationen gelingen am besten, wenn Wirtschaft und Wissenschaft
reibungslos zusammenarbeiten. Dieser Erkenntnis folgt auch die Idee der
Innovationsforen, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung
in den Neuen Ländern fördert. Sieben weitere Initiativen profitieren ab
sofort von der Unterstützung des Ministeriums. Jedes Forum erhält
maximal 85.000 Euro. Seit dem Start des Programms im Jahr 2001 haben
damit insgesamt 67 Verbünde aus Unternehmen und Instituten diese
Förderung erhalten.
Uni Tübingen gewinnt Medida-Preis
Die Universität Tübingen gewinnt für ihr Medienprojekt zur
Medizinerausbildung 50.000 Euro und damit den Hauptpreis des
Wettbewerbs Medida-Prix 2005. Jeweils 25.000 Euro gehen für Projekte
zum breiten Einsatz digitaler Medien in den Hochschulalltag an die
Universitäten Stuttgart und Salzburg. Das teilte das Bundesministerium
für Bildung und Forschung am Freitag in Berlin mit. Das BMBF finanziert
dieses Jahr den mit 100.000 Euro höchstdotierten Medienpreis Europas
für Projekte zum Einsatz neuer Medien an Hochschulen. An dem Wettbewerb
nahmen 121 eLearning-Projekte aus Hochschulen in Deutschland (82),
Österreich (26) und der Schweiz (13) teil.
Nachrichten am Donnerstag, 15.09.2005
Hohe Konzentrationen von Ascorbinsäure töten Krebszellen im Labor ab
Nach Laborversuchen amerikanischer Wissenschaftler des U.S. Department
of Health and Human Services, stellte sich heraus, dass hohe
Konzentrationen von Ascorbinsäure Krebszellen abtöten.
Direkt in die Venen gespritztes Vitamin C könnte somit zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden.
Das Vitamin C führte zur Entstehung von Wasserstoffperoxid, das die Krebszellen gezielt abtötet.
Elektrokrampftherapie regt Wachstum von Nervenzellen und Blutgefäßen im Gehirn an
Schwedische Wissenschaftler der Lund Universität haben entdeckt, warum
die so genannte Elektrokrampftherapie gegen schwere Depressionen hilft:
Der künstlich erzeugte Kurzschluss im Gehirn regt das Wachstum neuer Blutgefäße und die Bildung neuer Nervenzellen an.
Auf diese Weise verbessert sich der Sauerstoff- und Nährstofftransport
im Gehirn, was wiederum zu einer Normalisierung der Gehirnaktivität in
den erkrankten Bereichen beiträgt.
Die Forscher wollen sie nach alternativen Ansätzen suchen, die einen ähnlichen Effekt wie die elektrischen Impulse hervorrufen.
Der BaFög-Bezug nach einem Studienfachwechsel wird erleichtert
Das Bundesverfassungsgericht hat Studenten den Bezug von
Ausbildungsförderung nach einem Wechsel des Studienfachs erleichtert.
In einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss gab es einem
Medizinstudenten Recht, der nach vier Semestern Zahnmedizin 1998 ein
Studium der Humanmedizin begonnen hatte. Weil die damalige Fassung des
Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) einen Wechsel nur bis zum
Beginn des dritten Semesters zuließ war ihm eine weitere Förderung
verweigert worden. Heute ist ein Wechsel nach 4 Semestern auch
zulässig. Die Karlsruher Richter sahen darin eine Benachteiligung
gegenüber anderen Studenten.
Debatte über Folgen der Studienstrukturreform für Verpflegung der Studierenden
In Frankfurt (Oder) trafen sich 120 Führungskräfte aus den
Studentenwerken, um über die konkreten Folgen der sogenannten
„Studienstrukturreform“ für die Verpflegungsbetriebe an den Hochschulen
zu diskutieren. Bachelor und Master Studierende werden wegen ihrer
verdichteten Lehrpläne weit mehr Zeit an den Hochschulen verbringen
müssen als bisherige Studierende. Aufgrund des höheren Zeitbudgets der
Bachelor und Master Studierenden müssten sich vorallem die Angebote der
Mensen, sowie der Bibliotheken der höheren Nachfrage anpassen, betonte
der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks.
Die Landesregierung NRW verteidigt die Studiengebühr für Bafög-Empfänger
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hat die
Einführung von Studiengebühren auch für Bafög-Empfänger verteidigt.
Ursprünglich wollte seine Regierung Bafög-Empfänger ausnehmen. Während
der Beratungen sei aber klar geworden, dass eine generelle Freistellung
- auch von Empfängern geringer Bafög-Leistungen - Gerechtigkeits- und
Rechtsprobleme erzeuge. Das sagte Rüttgers am Mittwoch in einer
zeitweise turbulenten Debatte im Düsseldorfer Landtag. SPD und Grüne
griffen das Gebühren-Modell scharf an. Die schwarz-gelbe Koalition
schiebe die Regierungsverantwortung auf Hochschulen und Studierende ab,
kritisierte SPD-Fraktionschefin Hannelore Kraft.
Nachrichten am Mittwoch, 14.09.2005
Rückgang der Studienanfänger-Zahlen
In Deutschland ist seit Jahren erstmals wieder ein Rückgang der
Studienanfänger-Zahlen zu verzeichnen. Nach einer Analyse der
Kultusministerkonferenz, kurz KMK, ist dieser Rückgang auch auf die
Studiengebühren-Debatte zurückzuführen. Die Pläne zur Einführung
allgemeiner Studiengebühren, wie auch die Erhebung von Gebühren für
Langzeit-Studierenden hätten einen "Abschreckungseffekt" ausgelöst,
heißt es in dem internen KMK-Bericht.
Der nordrhein-westfälische Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart
widerspricht jedoch der Interpretation der KMK. Die
Kultusministerkonferenzhätte am Dienstag gemeinsam mit dem
Bundesbildungsministerium eine Pressemitteilung veröffentlicht, nach
der die Studienanfängerquote sich in diesem Zeitraum um 2% verbessert
habe, so Pinkwart.
Antibabypille senkt MS-Risiko
Die Antibabypille senkt das Risiko einer Erkrankung an Multipler
Sklerose um etwa 40%. Das haben amerikanische Wissenschaftler der
Harvard School of Public Health in Boston bei Untersuchungen an mehr
als 1000 Frauen herausgefunden. Verantwortlich für den Effekt sind
vermutlich die in der Pille enthaltenen Östrogene, die der Entstehung
und den Verlauf der Krankheit verzögern.
Bildungsreform in Deutschland auf einem guten Weg
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn sieht die Bildungsreform in
Deutschland auf einem guten Weg. "Die Bildungschancen sind für alle so
groß wie noch nie", sagte sie anlässlich der Vorstellung des
internationalen OECD-Berichts gestern in Berlin. Die Daten zeigten auch
einen Trend für eine größere Beteiligung bildungsferner Schichten. "Mit
den Talenten aller unserer Menschen bleibt Deutschland internationale
Spitze", so die Ministerin. Der Reformkurs müsse jedoch noch
entschieden fortgesetzt werden.
Jubiläum der Kirchlichen Hochschule Bethel
Die Kirchliche Hochschule Bethel in Bielefeld feiert ihr 100-jähriges bestehen.
Im Oktober 1905 eröffnete der damalige Bielefelder Pastor Friedrich von
Bodelschwingh die Theologische Schule, die später zur kirchlichen
Hochschule Bethel wurde. Heute studieren dort 350 junge Menschen auf
Pfarr-oder Lehramt.
Anlässlich des großen Geburtstages findet vom 27. bis zum 29. Oktober
ein Festprogramm statt, dass unter dem Motto stehen wird: "Wieviel
Theologie braucht die Kirche - Wieviel Kirche braucht die Theologie?"
Nachrichten am Dienstag, 13.09.2005
Deutsches Historisches Institut in Moskau eröffnet
Am gestrigen Montag eröffneten Bundesforschungsministerin Edelgard
Buhlmahn und ihr russischer Amtskollege Andrej A. Fursenko in Moskau
das erste Deutsch-Russische Erprobungs- und Beratungszentrum für
Lasertechnik (EBZL). Rund zwei Millionen Euro betragen die Gesamtkosten
des von Deutschland und Russland gemeinsam finanzierten Zentrums. „Die
Errichtung des Laserzentrums sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg
zu einer noch engeren technologischen und wirtschaftlichen
Partnerschaft beider Staaten“, so Bulmahn in Moskau.
Ebenfalls gestern wurde in Moskau ein Deutsches Historisches Institut
eröffnet. Das durch deutsche Privatspenden finanzierte Institut soll
die wechselvolle Geschichte der beiden Länder in den vergangenen
Jahrhunderten erforschen.
Stipendien für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Schuljahr 2005/2006
Wie das Ministerium für Schule und Weiterbildung berichtet, wird das
Schülerstipendium START für begabte Zuwanderer erstmals landesweit in
Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben. Zum Schuljahr 2005/2006 werden 45
Stipendien an leistungsstarke und gesellschaftlich engagierte
Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vergeben. Sie
erhalten einen PC mit Internetzugang, monatlich 100 Euro Bildungsgeld,
sowie kostenlose Beratungsangebote und Bildungsseminare. Die Stipendien
werden zu nächst für ein Jahr gewährt und gegebenenfalls bis zum Abitur
verlängert. In den Städten Bielefeld, Gütersloh und Wuppertal werden in
Zusammenarbeit mit Kommunen und Stiftungen schon seit 2004 15
Schülerinnen und Schüler gefördert.
Zahl der Hochschulabsolventen hat zugenommen
Die Zahl der Hochschulabsolventen hat im vergangenen Jahr leicht
zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden
mitteilte, beendeten 2004 rund 231.000 Studierende ihr Studium an
deutschen Hochschulen.
Einen deutlichen Anstieg verzeichnete der Fachbereich Informatik:
10.900 Studenten schlossen 2004 ein Informatikstudium ab, ca. 36
Prozent mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt waren die Absolventen 28
Jahre alt. Ihre Gesamtstudienzeit betrug 5,7 Jahre. Auch die Anzahl an
Frauen und ausländischen Studierenden ist weiter gestiegen. Der
Frauenanteil der Absolventen lag im vergangenen Jahr bei 49 Prozent.
Auch die 19 587 ausländischen Absolventen bedeuten einen neuen Rekord.
Bielefelder Sommercampus ohne Besucher
Die Auftaktveranstaltung des Sommercampus der Universität Bielefeld
blieb ohne Besucher. Der Vortrag „Zukunftsperspektiven der europäischen
Integration“ fiel deshalb trotz hinreichender Ankündigung aus. Die
Veranstalter finden keine Erklärung für das geringe Interesse am
Sommercampus. Er sei eine gute Möglichkeit zur Weiterbildung für alle
Bürgerinnen und Bürger.
Der Sommercampus dauert noch bis zum 30. September. Im Angebot sind 16
Vorträge und verschiedene Workshops zu dem Themen „Mensch und Materie“,
„Gesundheit“ und „Europa“.
Weitere Informationen gibt es unter
zww
Nachrichten am Montag, 12.09.2005
Großbritannien: Künstiliche Erzeugung eines menschlichen Embryos
Britische Wissenschaftler wollen nach einem Bericht des Senders BBC
einen menschlichen Embryo erzeugen, der Erbmaterial von einem Mann und
zwei Frauen haben wird. Ein Team der Universität Newcastle habe die
Erlaubnis dafür erhalten. Es werde zunächst eine Eizelle mit einer
Samenzelle befruchten. Den entstandenen Kern des Embryos wollen die
Mediziner dann in die unbefruchtete Eizelle einer anderen Frau
transferieren, berichtete der Sender am Freitag auf seiner
Internetseite. Ziel der Forschungen sei es, bestimmte Erbkrankheiten zu
verhindern, die nur von der Mutter übertragen werden.
Zahl der Studierenden im Ausland rekord-hoch
Die Zahl der deutschen Studierenden im Ausland hat einen neuen
Rekordstand erreicht. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes stieg
sie im Jahre 2003 um 7,1 Prozent auf 62.000 an.
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn führte dies auch auf die
verbesserte Bafög-Förderung zurück. Studierende erwerben mit dieser
Unterstützung wichtige internationale Erfahrungen, sagte sie anlässlich
der Veröffentlichung der Zahlen Gestern in Berlin.
Berufserfahrungen wertvoll wie Ausbildung
Berufserfahrungen sollen künftig auch für ein Hochschulstudium zählen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die
Durchlässigkeit der Bildungswege mit rund 5,3 Millionen Euro. In elf
Projekten sollen Verfahren entwickelt werden, die berufliche Leistungen
und Studienanforderungen vergleichbar machen, teilte das BMBF am
Freitag in Berlin mit. Der Europäische Sozialfonds ist mit 2,5
Millionen Euro an dem Projekt beteiligt.
Ausbildungsmöglichkeiten für Studienabbrecher in NRW
Mit einem neuen Projekt bietet das Berufsförderungszentrum in Essen
Studienabbrechern eine Ausbildungsmöglichkeit- und verspricht sogar
eine Jobgarantie. Studienaussteiger verfügen meist über ganz wichtige
Schlüsselqualifikationen, sagte Petra Löser von der IHK am Freitag. Und
genau die seinen für den Einstieg ins Berufleben unentbehrlich. 15
Monate dauern die von der IHK anerkannten Ausbildungen. Nur wer den
Anforderungen der Bildungseinrichtung in den Auswahlgesprächen genau
entspricht, bekommt einen Platz. Zur Wahl stehen aktuell die
Berufsbereiche Fachinformatik, Mikrotechnologie, Mechatronik und
Betriebswirtschaft.
InFakt am Freitag, den 09.09.2005
Kritik an Studiengebühren zurück gewiesen
Andreas Pinkwart Wissenschaftsminister von NRW hat Kritik an den
Regelungen für die geplanten Studiengebühren zurückgewiesen. Die
Hochschulen müssten selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe sie
Gebühren erheben, sagte Pinkwart Gestern in Düsseldorf. Dies sei der
einzige Weg, um zu einem Wettbewerb zwischen den Hochschulen zu kommen.
Spannende Experimente in den drei teutolabs der Universität Bielefeld
Spannende Experimente in den drei teutolabs der Universität Bielefeld
erwarten rund 70 Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der
Bielefelder Fröbelschule am Mittwoch, dem 14. September. Das im Jahr
2000 gegründete teutolab Chemie, das 2003 gestartete teutolab Physik
und das zuletzt eröffnete teutolab Mathematik laden ab 8.30 Uhr zu
einem gemeinsamen Labortag ein. Nach einer Einführungsveranstaltung im
Hörsaal 3 verteilen sich die Kinder auf die verschiedenen teutolabs und
führen dort, unter Berücksichtigung des Rotationsprinzips, die
bewährten chemischen, physikalischen und mathematischen Experimente
durch.
Lernbereitschaft in der Erwachsenenbildung soll uneingeschränkt unterstützt werden
Anlässlich des gestrigen Weltalphabetisierungstages hat Frieder Meyer-Krahmer, Staatssekretär im
Bundesministerium für Bildung und Forschung , den Mut und die
Lernbereitschaft der Menschen hervorgehoben, die noch im
Erwachsenenalter das Lesen und Schreiben erlernen. Wir müssten die
Lernbereitschaft in der Erwachsenenbildung uneingeschränkt
unterstützen. Niemand solle Hemmungen haben, sich zu seiner Lese- und
Schreibschwäche zu bekennen, sagte Meyer-Krahmer.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die
Entwicklung neuer Verfahren und Dienstleistungen für Wissenschaft und
Forschung
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Rahmen der
e-Science-Initiative die Entwicklung neuer Verfahren und
Dienstleistungen für Wissenschaft und Forschung. Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler sollen künftig unabhängig von der vor Ort
vorhandenen Ausstattung mit Rechnern, Programmen, Daten und
Informationen, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen bearbeiten
können. Für die erste Phase des Aufbaus dieses so genannten D-Grid
stellt das Ministerium jetzt 17 Millionen Euro bereit.
InFakt am Donnerstag, den 08.09.2005
Studiengebühren auch für Bafög-Empfänger in NRW
In Nordrhein-Westfalen sollen Studierende bereits zum Wintersemester
2006/2007 Studiengebühren in Höhe von bis zu 500 Euro pro Semester
zahlen.
Anders als im „schwarz-gelben“ Koalitionsvertrag vereinbart sollen nun auch Bafög-Empfänger die Gebühren entrichten.
Für sie soll die Rückzahlungssumme aus staatlicher Förderung und
Studiengebühr-Kredit aber auf insgesamt 10 000 Euro begrenzt werden.
Das erklärte Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart von der FDP am gestrigen Mittwoch in Düsseldorf.
"Studieren ab 16"
Die Universität Bielefeld bietet zum Wintersemester 2005/2006 erneut das Programm "Studieren ab 16" an.
Das Programm ermöglicht leistungsstarken und an Wissenschaft
interessierten Schülerinnen und Schülern für ein oder mehrere Semester
Vorlesungen und Seminare aus einem gewählten Fach zu besuchen.
An "Studieren ab 16" beteiligen sich die Fakultäten für Chemie,
Mathematik, Physik, Geschichte und Philosophie, Rechtswissenschaft und
Wirtschaftswissenschaften.
Am 20. September findet im Vorfeld eine Infoveranstaltung um 16.00 Uhr im Raum A3-126 statt.
Bis zum 30. September können sich Schülerinnen und Schüler, die an
„Studieren ab 16“ teilnehmen möchten an der Universität Bielefeld
anmelden.
Hoher Stipendiatenanteil in Heidelberg und Freiburg
Die meisten Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes sind an den Universitäten Heidelberg und Freiburg.
Dies geht aus einer Rangliste hervor, die das größte deutsche
Begabtenförderwerk erstmals offiziell in der Tageszeitung „Die Zeit“
veröffentlicht.
Insgesamt erhalten rund 13000 hochbegabte Jungakademiker, dass sind
rund 0,7 Prozent der Studentenschaft, ein Stipendium von den elf
deutschen Förderwerken.
Knapp 5000 sind Stipendiaten der Studienstiftung.
Entscheidung über Schuluniform
Die Max-Dortu-Grundschule in Potsdam entscheidet heute als erste Schule
Brandenburgs, ob ihre Schülerinnen und Schüler künftig in Uniformen am
Unterricht teilnehmen.
Die Rektorin der Grundschule gehe von einem klaren Votum in der
Schulkonferenz aus,da Schüler, Eltern und Lehrer von der Idee sehr
angetan seien.
Wenn sich die Schulkonferenz dafür ausspricht, sollen die Uniformen bereits bis Weihnachten diesen Jahres eingeführt werden.
Darüber hinaus soll eine über sechs Jahre laufende Langzeitstudie, die
von der Universität Potsdam begleitet wird, zeigen, wie sich die
einheitliche Schulkleidung auf den Lernerfolg auswirkt.
Das Projekt wird außerdem vom Bildungsministerium mit 5000 Euro gefördert.
Medizinische Wissensbank
Ein Forschungsteam der Universität Heidelberg hat eine medizinische
Wissensbank entwickelt. Die neu entwickelte Datenbank strukturiert und
enthält erstmals alle bekannten Krankheitsbilder aus sämtlichen
Fachgebieten. Derzeit sind circa 3.800 Krankheiten erfasst. Die
Wissensbank ist unter http://www.medrapid.info verfügbar.
InFakt am Mittwoch, den 07.09.2005
Studiengebühren in Badem-Württemberg
Das CDU-regierte Baden-Württemberg hat jetzt als erstes Bundesland
einen Gesetzesentwurf zur Einführung von Studiengebühren vorgestellt.
Das Landeskabinett billigte gestern einen Entwurf, der im Dezember vom
Landtag verabschiedet werden soll. Wird die Gesetzesvorlage
verabschiedet, müssen die Studierenden ab dem Wintersemster 2007/08
Gebühren in Höhe von 500 Euro pro Semster zahlen. Das Land rechnet mit
150 Millionen Euro Mehreinnahmen, die direkt den Hochschulen zu Gute
kommen sollen. „Wir wollen unseren Kunden, den Studierenden, noch
bessere Leistungen bieten.“, so der CDU-Ministerpräsident Günther
Oettinger.
Auch die nordrhein-westfälische Landesregierung beriet gestern über
einen Gesetztesentwurf zur Einführung der Gebühren zum Wintersemster
2007/08. Streitpunkt zwischen CDU und FDP ist noch, ob BaföG-Empfänger
von der Gebühr ausgenommen werden sollen.
Studiengebühren
Der Protest gegen die Studiengebühren wird auch von Nicht-Studierenden unterstützt.
Hierzu sagte der Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gegen
Studiengebühren, Sascha Vogt, am Dienstag, dass schon mehrere Tausend
Unterschriften gesammelt worden seien. Auch viele Nicht- Studierende
hätten unterschrieben. Vogt rechnet zu Semesterbeginn mit einem noch
größeren Ansturm.
Ziel der gemeinsamen Kampagne von Schülern, Studierenden und
Gewerkschaften sei es, bis Jahresende mehr als 100 000 Unterschriften
gegen Studiengebühren zu sammeln.
Deutsche engagieren sich für Musik
Deutschland ist ein Musikland.
Mehr als sieben Millionen Menschen engagieren sich in Orchestern,
Chören oder anderen Musikgruppen, wie aus aktuellen Erhebungen
hervorgeht, die das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) gestern in
Bonn vorlegte. Darunter seien auch drei Millionen Kinder und
Jugendliche. Auch die Zahl der Besuche von Musikveranstaltungen sei
hoch. Allein die Konzerte der öffentlich geförderten Symphonieorchester
seien im vergangenen Jahr von fast 4 Millionen Zuhörern besucht worden.
Musikfestivals erlebten ebenfalls einen Boom.
Schlechtes Kopfrechnen an Sprachstörungen gebunden
Menschen mit bestimmten Sprachstörungen haben einer Studie nach oft auch Schwierigkeiten mit dem Kopfrechnen.
Das ist das Ergebnis einer Studie des Zentrums für Neurologie und
Psychiatrie der Universität Köln. 80 Menschen mit der nicht angeborenen
Sprachstörung Aphasie wurden hierfür untersucht. Die Wissenschaftler
fanden eine Beziehung zwischen gestörter Zahlenverarbeitung und den
Sprachproblemen heraus: Die Höhe der Einschränkungen im Umgang mit
Zahlen entsprach dem Schweregrad der Sprachstörung. Dies könnte
bedeuten, dass für beide Bereiche die selben kognitiven Mechanismen
genutzt werden, teilte die Universität Köln am Montag mit.
Bund für Kultur
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände,
hat eine Studie mit dem Titel "Kulturelle Bildung in der
Bildungsreformdiskussion - Konzeption Kulturelle Bildung"
herausgebracht.
Die Erarbeitung der Studie wurde durch das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Dazu erklärten die
Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn und der Vorsitzende des
Deutschen Kulturrates, Professor Max Fuchs, dass der Bund bei der
kulturellen Bildung weiter Verantwortung tragen müsse. Die
herausragende Rolle der Kultur für die Gesellschaft erfordere eine
starke Rolle des Bundes. Besonders deutlich werde dies im Bereich der
Bildung. Die kulturelle Bildung sei ein starker Motor für die Reform
des Bildungssystems, so Bulmahn und Fuchs.
Studierende in New Orleans
Der Hurrikan Katrina hat auch die Universität New Orleans überflutet.
Kurz nach dem Semesterbeginn steht der Campus größtenteils unter
Wasser. Die Verwaltung hat inzwischen ein Ausweichquartier
eingerichtet. Aufgrund der Evakuierungsmaßnahmen sind die Professoren
und Angestellten jedoch im ganzen Bundesstaat verstreut.
Die deutschen Studierenden in New Orleans wurden schon in der Woche vor dem Wirbelsturm nach Dallas ausgeflogen.
Wann die verschiedenen Institute der Universität ihre Arbeit wieder aufnehmen können ist völlig unklar.
Pinkwart im Wahlkampf
Der nordrhein-westfälische Innovationsminister Professor Andreas Pinkwart ist zu Besuch in Paderborn.
Im Rahmen seiner achtteiligen Besuchsreihe "Innovationsstandorte in
Nordrhein-Westfalen - Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft"
ist der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und
Technologie, Prof. Dr. Andreas Pinkwart heute zu Gast in Paderborn. Der
Minister führt dort unter anderem Gespräche mit dem Rektorat und dem
Allgemeinen Studierenden Ausschuss.
Stochastikkonferenz
In der kommenden Woche findet an der Universität Bielefeld eine Tagung über Theorien und Anwendungen in der Stochastik statt.
Hierzu arbeitet eine internationale Forschungsgruppe von Montag bis
Donnerstag im Zentrum für Interdisziplinäre Forschung. Schwerpunkt der
Forschung sind Theorie und Anwendungen aus zwei Teilgebieten der
Stochastik, nämlich stochastische partielle Differentialgleichungen und
zufällige Medien. Die Themen der Abschlusskonferenz einer
Konferenzreihe seit April, zielen vor allem auf Anwendungsgebiete in
den Naturwissenschaften, der Hydrodynamik und Klimatologie. Außerdem
auf die der Medizin, der Wirtschaftswissenschaften und dem
Ingenieurwesen. Die Tagung ist auf Englisch und wird von den
Bielefelder Mathematikern Friedrich Götze, Yuri Kondratiev und Michael
Röckner geleitet.
DAAD lässt Bundestagswahl beobachten
Der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, hat eine internationale Expertengruppe zur Wahlbeobachtung eingeladen.
Ab Freitag bis zum 20. September werden Experten aus Politik und
Wissenschaft durch Deutschland reisen. Hiermit setzt der DAAD eine
Tradition fort: 22 Teilnehmer aus 20 Ländern besuchen
Wahlkampfveranstaltungen, Unternehmen und Kulturstätten, aber auch
Hochschulen. Das Team wird Gespräche mit Vertretern aus Politik,
Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft über die politische Situation vor
und nach der Bundestagswahl führen.
InFakt am Dienstag, den 06.09.2005
Universität laut Focus-Ranking eine der zehn besten deutschen Hochschulen
Die Universität Bielefeld gehört laut Ranking des Magazins „Focus“ zu den zehn besten deutschen Hochschulen.
In der gestern im Focus veröffentlichten Rangliste belegt die Uni
Bielefeld den zehnten Platz. Insbesondere die Fächer Informatik,
Geschichte, Erziehungswissenschaften und Soziologie gehören zur
Spitzengruppe in Deutschland.
Zum oberen Mittelfeld gehören die Fächer Biologie und Chemie.
Der Rektor der Uni Bielefeld, Dieter Timmermann, betont im Focus, dass
die Fakultäten in Bielefeld stark untereinander vernetzt seien. Es
werde interdisziplinärer gearbeitet als an anderen Hochschulen.
An dem Ranking im Focus sind unter anderem das Statistische Bundesamt
und das Fraunhofer-Institut für System-und Innovationsforschung
beteiligt.
Bielefelder Forscher entwickeln Wasserstoff-produzierende Turboalge
Bielefelder Forschern ist es gelungen, eine genetisch veränderte
Grünalge mit stark erhöhter Fähigkeit zur Wasserstoffproduktion
herzustellen.
Die Herstellung der mutierten Grünalge gelang der Arbeitsgruppe von
Privatdozent Dr. Olaf Kruse an der Fakultät für Biologie der Uni
Bielefeld in Zusammenarbeit mit Dr. Ben Hankamer am Institute of
Molecular Bioscience der University of Brisbane in Australien.
Die neue Mutante der Grünalge kann bis zu 13 mal mehr Wasserstoff produzieren als vor der genetischen Veränderung.
Angewandt werden könnten diese Algen als Alternative zu fossilen
Brennstoffen: den Wasserstoff produzieren die Algen mit Hilfe von
Sonnenlicht. Wasserstoff kann als Brennstoff eingesetzt werden.
Noch in diesem Jahr sollen in Zusammenarbeit mit Biotechnologen erste Bioreaktoren gebaut werden.
Ausstellung „Neobiota – Aliens im Vorgarten“ im Osnabrücker Museum
Am kommenden Samstag startet im naturkundlichen Osnabrücker Museum die
Ausstellung „Neobiota – Aliens im Vorgarten“. Entwickelt wurde die
Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Experimentelle
Ökologie der Universität Bielefeld.
In der Ausstellung geht es um sog. „Neobiota“. Dabei handelt es sich um
Pflanzen- und Tierarten, die vom Menschen in neue Lebensräume gebracht
wurden. Durch diese neuen Arten können sich Ökosysteme stark verändern.
Die Ausstellung startet am Samstag und ist noch bis zum 29. Januar 2006 im Osnabrücker Museum zu sehen.
Baden-Würtemberg: kein Anspruch auf Wunsch-Gymnasium
Fünf Schüler müssen in Schwäbisch-Gmünd in Baden-Würtemberg das Gymnasium besuchen, dem sie zugewiesen wurden.
Dies hat das Verwaltungsgericht Stuttgart gestern entschieden.
Die Eltern der Schüler hatten eine Sammelklage eingereicht, um ihren
Kindern den Besuch des gewünschten Gymnasiums zu ermöglichen. Diese
wurde gestern abgewiesen. In der Begründung hieß es, dass beide Schulen
gleiche Profile aufwiesen.
Ärzte von Unikliniken treten erneut in den Streik
Mit einem bundesweiten Aktionstag setzen die Ärzte von
Universitätskliniken heute ihre Proteste fort. Die Ärztevertretung
Marburger Bund hat die deutschen Hochschulmediziner und
Medizinstudenten heute erneut zu einem Streik aufgerufen. Nach einem
Demonstrationszug durch die Stuttgarter Innenstadt wollen sich die
Mediziner zu einer zentralen Protestkundgebung versammeln. Die
Mediziner fordern bessere Arbeitsbedingungen. Dabei geht es unter
anderem um eine deutliche Erhöhung ihrer Vergütung und eine
vollständige Bezahlung aller Überstunden.
Mehr Studierende in Niedersachsen
Immer mehr Studierende gehen für ihr Studium nach Niedersachsen. Das
belegen die jetzt vorgelegten Zahlen des Landesamtes für Statistik.
Danach ist die Zahl der für das Wintersemester 2004/2005
immatrikulierten Studierenden im Vergleich zum Vorjahr deutlich
gestiegen. Besonders die kleineren Universitäten profitieren davon. So
haben sich an der Universität Lüneburg 9000 junge Leute für die rund
1800 Plätze für Studienanfänger beworben. Niedersachsens größte
Hochschule bleibt aber die Universität Hannover mit 25 000 Studierenden
in mehr als 60 Fächern.
Montag, den 05.09.2005
Roboter lernen Rennen
Was bislang nur in Science Fiction möglich ist, könnte nach
Einschätzung des Heidelberger Forschers Moritz Diehl schon in fünf
Jahren Wirklichkeit sein. Das beste Modell der Welt kann bisher nur
sechs schnelle Schritte machen, bevor es umfällt, erläutert Diehl,
Mitarbeiter des Heidelberger Interdisziplinären Zentrum für
wissenschaftliches Rechnen. Eine genaue Beobachtung der Biologie und in
die Zukunft blickende Computergehirne könnten nun den Durchbruch für
rennende Roboter bringen.
Erstes Geld für sogenannte Exzelleninitiative
Der Bund hat die ersten 714 Millionen Euro für die Exzellenzinitiative
frei gemacht. Die Deutsche Forschungsgemeinschaf und der
Wissenschaftsrat erhielten entsprechende Bewilligungen des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Aus diesem Anlass
bekräftigte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn gestern in Berlin
die Entscheidung der Bundesregierung für die Exzellenzinitiative.
Schröder wünscht Ausweitung der Stammzellenforschung
Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die parteiübergreifende Mehrheit im
Bundestag gegen eine Ausweitung der Stammzellenforschung als
«Forschungsbremse» bezeichnet. Im Fernsehduell mit
Unions-Herausforderin Angela Merkel sagte Schröder gestern Abend, die
Vorbehalte von großen Teilen der Union, der Grünen und auch einem Teil
der SPD-Fraktion zum Beispiel gegen das therapeutische Klonen seien
falsch. Damit würden in der medizinischen Forschung Heilungschancen
nicht genutzt.
Umstrittene Stammzellen-Forschung im nächsten Jahrzehnt realisierbar
Der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Herbert
Jäckle, ist überzeugt, dass Stammzellen eines Tages in allen Bereichen
der Heilung eingesetzt werden. Er ist jedoch pessimistisch, dass es
schon in 5 bis 10 Jahren soweit sein könnte. Jäckle wies besonders
darauf hin, dass zurzeit niemand weiß, was mit den Stammzellen wirklich
passiert, während sie wochen- oder
monatelang in der Kultur gehalten werden.
In Deutschland ist die Forschung mit Stammzellen sehr umstritten.
Freitag, 2.9.2005
Zu Gast an der Bielefelder Universitätsbibliothek
Ab dem 5. September sind zwei leitende Mitarbeiter der
Universitätsbibliothek Bagdad und der Al-Nahrain Universität für sechs
Wochen zu Gast in der der Bielefelder Universitätsbibliothek. Mit ihrer
Unterstützung wird für die irakischen Bibliotheken eine Informations-
und Kommunikationsplattform im Internet aufgebaut. Sie soll dazu
beitragen, dass Bibliothekare im Irak wieder Anschluss an die neuesten
bibliothekstechnologischen Entwicklungen finden. Zugleich soll sie
einen Beitrag dazu leisten, die informatorische Isolierung im Irak zu
überwinden und die Vernetzung unter den irakischen Bibliothekaren zu
fördern.
Im November beginnt der neue Fernstudiengang "Coaching &
Moderation" am "Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung" an der
Universität Bielefeld. Die Ausbildung kann in 16 Monaten mit einem
Zertifikat zum 'Coach' oder 'Moderator' abgeschlossen werden. Die
wissenschaftliche Leitung liegt in den Händen von Dr. Gernot Graeßner
und Dr. Frank Strikker.
Studentenwerke für mehr Chancengleichheit im deutschen Hochschulsystem
Das Deutsche Studentenwerk fordert von einer zukünftigen
Bundesregierung, im Rahmen einer modernen Bildungspolitik auch künftig
für die Hochschulpolitik eine Teilzuständigkeit auf Bundesebene. Dies
geht aus einem Forderungskatalog hervor, den der Dachverband der 61
Studentenwerke in Deutschland gestern vorgelegt hat. Der Präsident des
Deutschen Studentenwerks, Prof. Hans-Dieter Rinkens, appelliert
insbesondere an die Parteien, sich für mehr Chancengleichheit im
deutschen Hochschulsystem einzusetzen.
PC-Ausstattung an deutschen Schulen verbessert
Die Ausstattung deutscher Schulen mit Computern hat sich weiter
verbessert. Nach den Daten der fünften bundesweiten Erhebung zur
"IT-Ausstattung von Schulen in Deutschland" liegt die durchschnittliche
Versorgung bei einem Computer für elf Schüler. Bundesbildungsministerin
Edelgard Bulmahn wies auf die Bedeutung einer guten Medienbildung hin.
"Kinder müssen den sinnvollen Umgang mit den digitalen Medien richtig
lernen", sagte die Ministerin gestern in Berlin.
Verstärkte Kooperation zwischen Forschern aus Japan und Deutschland
Deutsche und japanische Grundlagenforscher sollen künftig stärker als
bisher zusammenarbeiten. Das wünscht sich der Vizepräsident der
Max-Planck-Gesellschaft MPG, Prof. Herbert Jäckle. Die Zahl japanischer
Forscher in den Reihen der MPG sei deutlich geringer als die von
Forschern anderer Nationalitäten, sagte Jäckle Gestern im japanischen
Kobe. Dort begann gestern ein internationales Treffen von
Stammzellforschern. Die Wissenschaftler beraten unter anderem über
Methoden, wie sich embryonale Stammzellen gewinnen lassen, ohne dafür
Embryonen zerstören zu müssen.
Donnerstag, 01.09.2005
Stärkeres Engagement der Wirtschaft gefordert
Ein stärkeres Engagement der Wirtschaft für Forschung und
Entwicklung fordert der neue „Innovationsminister“ Andreas Pinkwart.
NRW leide unter einer „Forschungslücke“, stellte er in Düsseldorf fest.
So seien 2001 nur 1,77 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Forschung
und Entwicklung investiert worden, in Baden-Württemberg dagegen mehr
als drei Prozent; der Bundesschnitt liegt bei 2,51 Prozent. Pinkwart
gab als Ziel vor, bis 2010 müssten drei Prozent in NRW erreicht werden.
Vergleichbarkeit der Berufsabschlüsse
Deutschland und Österreich haben die Vergleichbarkeit der
Berufsabschlüsse vereinbart. Der Staatssekretär im Bundesministerium
für Bildung und Forschung Wolf-Michael Catenhusen und die
österreichische Bundesbildungsministerin Elisabeth Gehrer
unterzeichneten gestern in Wien eine entsprechende Erklärung. Damit
werde Klarheit über das Niveau eines Berufsabschlusses geschaffen und
Unternehmern wie Arbeitnehmern die Beschäftigung in beiden
Nachbarländern erleichtert, sagte Catenhusen: Die moderne Berufsbildung
schaffte Chancen über Grenzen hinweg.
Neues Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat
Prof. Ansgar Staudinger, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht
der Universität Bielefeld, wurde von Bundesverbraucherschutzministerin
Renate Künast zum Mitglied ihres Wissenschaftlichen Beirats ernannt.
Dem Beirat gehören 12 Mitglieder an, die sich mit unterschiedlichen
Themen aus dem Bereich der Verbraucherpolitik beschäftigen. Dabei geht
es hauptsächlich darum, Ziele und Grundsätze der Verbraucherpolitik zu
überprüfen und weiterzuentwickeln.
Neue Kampagne zur Bekämpfung von Studiengebühren
Heute startet eine neue Kampagne zur Bekämpfung von Studiengebühren in
NRW. Dabei sollen bis zum Ende des Jahres möglichst viele
Unterschriften gesammelt werden. Die erste Unterschriftenaktion findet
heute zwischen 15 und 16 Uhr in der Düsseldorfer Fußgängerzone statt.
Hintergrund dieser Aktion ist die Ankündigung der Landesregierung, so
schnell wie möglich Studiengebühren in Höhe von 500 Euro zu erheben.
Zu wenige Ausbildungsplätze
Im Arbeitsamtsbezirk Bielefeld fehlen rund 2.100 Ausbildungsplätze.
Im Moment seien noch etwa 2.400 Jugendliche ohne eine Stelle, so meldet
die Agentur für Arbeit. Im August 2004 kamen auf eine freie Stelle noch
fünf Bewerber, dieses Jahr sind es schon neun. Dagegen demonstrierte
gestern die Verdi- Jugend auf dem Alten Markt. Sie fordern eine
Unterstützung für Betriebe, die aus finanziellen Gründen nicht
ausbilden können. So sollen neue Ausbildungsplätze geschaffen werden.
Mittwoch, 31.08.2005
Produktion von Halbleitern in Berlin
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung,kurz BMBF, hat die
Forschung und Entwicklung für Hochleistungs-Festkörperlaser in Berlin
Adlershof mit fünf Millionen Euro gefördert.
In einer neuen Produktionsstätte wird die Jenoptik Diode Lab GmbH in
Adlershof Halbleitermaterial für Hochleistungs-Diodenlaser anfertigen.
Hochleistungsdioden werden für Festkörperlaser gebraucht,
die bei der Materialverarbeitung, in der Displaytechnik und der Medizintechnik eingesetzt werden.
In Berlin entstehen dadurch 40 neue High-Tech- Arbeitsplätze.
Neues sozialwissenschaftliches Berichtssystem vorgestellt
Der Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung,kurz BMBF, Catenhausen hat am gestrigen Dienstag in Berlin
ein neues sozialwissenschaftliches Berichtssystem vorgestellt.Vier
führende sozialwissenschaftliche Forschungsinstitute analysierten die
sozio-ökonomische Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland in den
vergangenen drei Jahrzehnten.Die statistische Analyse zeigt, dass auch
15 Jahre nach der Wiedervereinigung die Unterschiede der Lebensweisen
in Ost und West markant sind.
Das BMBF finanzierte die Arbeit über fünf Jahre mit 2,1 Millionen Euro.
FDP für Verschulung von Betreuungseinrichtungen
Die FDP will Kinder bereits ab dem vollendeten fünften Lebensjahr einschulen.
Des weiteren sieht die Partei vor für Kindergärten einen bundesweit
geltenden "Bildungsauftrag" mit einheitlichen Standards einzuführen.
Außerdem plädiert die FDP für einen Sprachtest im Alter von vier Jahren.
Die stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper
stellte das Ziel ihrer Partei heraus, bereits im Vorschulalter die Kinder ihren Begabungen entsprechend mehr zu fördern.
So will die FDP durch eine Verschulung der Betreuungseinrichtungen
"Benachteiligungen aufgrund der sozialen Herkunft ausgleichen und
Chancengleichheit gewährleisten.
Pinkwart will Geld für Hochschulen stärker an Leistung koppeln
Die neue Nordrhein-westfälische Landesregierung will die Finanzierung
der Hochschulen in Zukunft stärker von deren erbrachten Leistungen
abhängig machen.
Dies kündigte NRW-Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart von der FDP am gestrigen Dienstag in Düsseldorf an.
NRW „müsse Mut zur Ungleichheit aufbringen“, um aus dem Mittelmaß herauszukommen.
Hochschulschließungen seien nicht geplant, jedoch müßten alle Hochschulen ein scharfes Profil und Schwerpunkte entwickeln.
Internetseite der Universität Bielefeld lahm gelegt
Ein Computerproblem hat Gestern die Internetseite der Universität Bielefeld lahm gelegt.
Wegen eines Ausfalls des Fileservers seien die Seiten momentan leider nicht erreichbar.
An einer Lösung werde mit Hochdruck gearbeitet hieß es in einer Stellungnahme auf der Homepage.
Die Ursache des Problems war bis zu letzt nicht bekannt.
Studentenführer Rudi Dutschke mit eigener Straße geehrt
Die Stadt Berlin ehrt den Studentenführer Rudi Dutschke mit einer nach ihm benannten Straße.
Damit wird nach monatelangem Streit einer der Anführer der Studentenbewegung der 60er Jahre geehrt.
Die Umbenennung eines Teiles der Kochstraße, in Rudi-Dutschke Straße,
in Kreuzberg, wurde jetzt von der Bezirksverordnetenversammlung
beschlossen.
Die Initiative war von der Tageszeitung, kurz TAZ, ausgegangen.
Das Verlagsgebäude der TAZ befindet sich in der Kochstraße und ist bereits nach Dutschke benannt.
Dienstag, 30.08.2005
Bremen gegen Kopftuch im Unterricht
Das Land Bremen verweigert einer Muslimin eine Referendariatsstelle.
Wie das Oberverwaltungsgericht am Montag entschied, sei eine Ablehnung
der zuständigen Schulbehörde auf einen Referendariatsplatz für die
Uni-Absolventin rechtens. Denn die angehende Deutsch- und
Religionskundelehrerin wollte das Kopftuch im Unterricht nicht ablegen.
Das Kopftuch sei eine „abstrakte Gefahr für den staatlichen
Erziehungsauftrag und den Schulfrieden“, so das Urteil der Richter. Die
Muslimin hatte sich zunächst per einstweiliger Anordnung gegen den
Beschluss der Bildungsbehörde zur Wehr gesetzt. Aufgrund einer
kürzlichen Änderung der Gesetzeslage in Bremen jedoch, hatte das
Oberverwaltungsgericht in einem Eilverfahren das Verbot für die
Aufnahme durchgesetzt. Das Urteil in der Hauptsache steht allerdings
noch aus.
Biomedizin in Südostasien
Der Stadtstaat Singapur wirbt mit Milliardeninvestitionen um ausländische Biomediziner.
In einem weltweit einzigartigen Projekt namens „Biopolis“ will Singapur
eine Art Park von etlichen biomedizinischen Forschungsinstituten
aufbauen. Da Singapur kaum eigenen Forschungsnachwuchs hat, erleichtern
die Behörden verstärkt deutschen und anderen ausländischen Akademikern
die Arbeits- und Einreisebedingungen. Mit einem bisherigen
Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Dollar wird vor allem die
Pharmaindustrie und Gentechnologie gefördert.
Perspektivlosigkeit bei Jungakademikern
Junge Akademiker blicken pessimistisch in ihre berufliche Zukunft.
Dies ergab eine neue Umfrage des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung, kurz BMBF. Laut der Umfrage rechnet jeder dritte Studierende
mit Schwierigkeiten einen Job zu finden. Nur einer von fünf
Studierenden glaubt an einen reibungslosen Einstieg ins Berufsleben.
Vor allem Kultur- und Sozialwissenschaftler, sowie Juristen und
Ingenieure sind entmutigt. Mehr als ein Drittel glaubt nicht an eine
gesicherte berufliche Perspektive. Für eine sichere Arbeitsstelle
würden vier von fünf Studierenden ihren Wohnort wechseln, lange
Fahrtzeiten oder finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, so die Umfrage
des BMBF.
„Elternalarm“ in Münster
Die Stadt Münster und ihre Hochschulen werben um den Besuch der Eltern ihrer Studierenden.
Unter dem Motto „Elternalarm in Münster“ lädt Münster Marketing am
ersten Novemberwochenende die Eltern zu Mensaessen, Vorlesungen und
städtischer Kultur. So sollen sie touristisch an die Stadt gebunden
werden und der Hochschulstandort gestärkt werden. Der Allgemeine
Studierenden Ausschuss (AStA) der münsteraner Hochschulen will diese
Aktion jedoch nicht unterstützen. „Da geht es nicht darum, die Eltern
ans Studium heranzuführen, sondern Marketing für die Stadt zu machen.
Der Elternalarm geht vollkommen an den Bedürfnissen der Studierenden
vorbei.“, so Jochen Hesping vom AStA der Uni Münster.
Montag, 29.08.2005
ASTA Duisburg-Essen pleite
Der Allgemeiner Studierendenausschuss (kurz: Asta) der Universität
Duisburg-Essen ist pleite. Wie groß die Misswirtschaft gewesen sein
muss, zeigte der neue Asta Anfang des Monats, als er den alten Asta
ablöste. Der neue Asta erklärte sich als zahlungsunfähig. Darunter
haben vor allem die mehr als 60 Angestellten des Astas zu leiden, für
die monatlich etwa 40.000 Euro fällig sind.
Finanzielle Förderung der Mechatronik durch Bund
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt kleine und
mittlere Unternehmen beim Entwurf mechanisch-elektrisch-elektronischer
Elemente für neue Produkte. Für Ideenwettbewerbe zum Fachbereich
Mechatronik stünden in den nächsten drei Jahren rund 26 Millionen Euro
zur Verfügung, wie das Ministerium heute in Berlin mitteilte. Dieser
Betrag ist Teil des BMBF-Rahmenkonzepts Forschung für die Produktion
von Morgen, das mit rund 58Millionen Euro pro Jahr dotiert ist.
Gewalt in den Medien in Bad Boll diskutiert
Die medial vermittelte Gewalt und ihre Folgen für die Gesellschaft
stehen im Mittelpunkt des 2. Forums Medienethik in der Evangelischen
Akademie Bad Boll. Unter dem Titel „Angstmacher Medien?
Gewaltdarstellungen im Fernsehen“ beleuchten Experten aus den Bereichen
Psychologie, Kommunikationswissenschaften und
Gesellschaftswissenschaften. Die Tagung findet statt vom 28. bis 30.
Oktober.
Besserer Impfstoff gegen Tuberkulose
Forscher des Berliner Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie haben
einen verbesserten Impfstoff gegen Tuberkulose entwickelt.
Das Immunsystem reagiere deutlich stärker auf die gentechnisch
veränderte Variante des bislang verwendeten BCG-Impfstoffes, teilte die
Max-Planck-Gesellschaft am Freitag mit. Bislang basieren die Ergebnisse
allerdings nur auf Tierversuchen. Mit klinischen Studien soll Anfang
nächsten Jahres begonnen werden. Die Ergebnisse des Teams um Stefan
Kaufmann wurden im Fachmagazin „Journal of Clinical Infestigation“
veröffentlicht.
Neue Beratungseinrichtung für Studenten?
Der Direktor der ZVS, Ulf Bade, spricht sich für den Umbau der Behörde
zu einer Beratungs- und Serviceeinrichtung für Studenten und
Hochschulen aus. Die ZVS könne Studenten etwa im Auftrag der
Hochschulen über Zulassungsmodalitäten informieren, sagte der Leiter
der ZVS am Freitag in Dortmund. Die von den Ländern getragene Behörden,
soll künftig für alle zulassungsbeschränkten Studiengänge in
Deutschland die Verfahren übernehmen. Bislang vergibt die ZVS
bundesweit nur die Plätze für die stark nachgefragten Fächer Medizin,
Tiermedizin, Zahnmedizin, Biologie, Psychologie, Pharmazie und
Diplompädagogik.
Pille beein | |