Dienstag, 17.07.07
Deutscher Kulturrat gegen Exmatrikulation der Hamburger Studierenden
Der Deutsche Kulturrat hat die drohende Exmatrikulation der Hamburger Kunststudenten kritisiert.
Wie spiegel-online meldete, forderte der Kulturrat Hamburgs Ersten Bürgermeister Ole von Beust und die Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck auf, sich für die Studierenden der Hochschule für bildende Künste einzusetzen.
Auch die Hochschulexpertin der Hamburger SPD-Fraktion, Barbara Brüning, schloss sich der Kritik an.
Sie befürchtet, dass künstlerische Talente Hamburg verlassen und sich an anderen großen Kunsthochschulen wie Düsseldorf, Berlin oder Leipzig bewerben würden, wo das Studium gebührenfrei sei.
Die Hamburger Hochschule ist bundesweit die einzige, an der ein Boykott der Studiengebühren zustande kam, weswegen nun fast der Hälfte der Studierenden die Exmatrikulation droht.
GEW kritisiert Empfehlungen des Wissenschaftsrates
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kurz GEW, hat die am Montag vorgestellten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Wissenschaft kritisiert.
Die GEW beklagte, dass die Empfehlungen keine Forderung nach einer Quotierung von Wissenschaftlerstellen enthielten.
Zwar habe der Wissenschaftsrat bekannte Instrumente wie Zielvereinbarungen, Evaluierung oder Anreizsystem benannt, jedoch auf die Verbindlichkeit durch eine Quotenregelung verzichtet.
Wie die GEW weiter ausführte, habe der Wissenschaftsrat die einmalige Chance verpasst, den aktuellen Generationswechsel in der Professorenschaft für eine wirksame Gleichstellung von Frauen und Männern zu nutzen.
Bundesweit sind derzeit nur 15 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt, in der höchsten Besoldungsstufe sogar nur zehn Prozent.
Innovationskreis legt 10 Leitlinien vor
Der Innovationskreis berufliche Bildung hat zehn Leitlinien zur Reform der Berufsbildung vorgestellt.
Der Handlungskatalog der am Montag in Berlin vorgestellten Leitlinien sieht unter anderem ein System von Ausbildungsbausteinen und die Zusammenführung einzelner Berufe in Berufsgruppen vor.
Auch sollen Ausbildungskapazitäten effektiver genutzt und insbesondere neue Förderstrukturen für Benachteiligte geschaffen werden.
Bildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan nannte die Leitlinien ein tragfähiges Fundament für Modernisierung und Strukturverbesserungen in der beruflichen Bildung.
Der Innovationskreis berufliche Bildung war im April 2006 von Ministerin Schavan berufen worden.
Uni Münster arbeitet NS-Geschichte auf
In Münster hat jetzt die vom Rektorat der Universität eingesetzte Kommission zur Aufarbeitung der NS-Geschichte der Uni ihre Arbeit aufgenommen.
Dies gab die Uni Münster in einer Pressemitteilung bekannt.
Die Kommission will die Geschichte der Universität mit besonderem Schwerpunkt auf der Zeit des Nazi-Regimes und der anschließenden Entnazifizierung erforschen.
Der Kommission gehören unter anderem der renommierte Zeithistoriker Prof. Dr. Hans-Ulrich Thamer vom Historischen Seminar der Universität und Dr. Johannes Burkhardt vom Staatsarchiv Münster an.
Zahl der Blutspender sinkt
Bis 2015 wird es bei steigendem Bedarf rund 30 Prozent weniger Blutspender geben.
Dies sagte Professor Rainer Moog, Leiter des Instituts für Transfusionsmedizim am Essener Uni-Klinikum, im WDR.
Den Grund hierfür sieht er neben den hohen Auflagen des zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts in der demografischen Entwicklung.
Zwar würden die Menschen immer älter, aber auch immer kränker, so Moog.
Daher schlägt er vor, Blutspenden attraktiver zu machen, beispielsweise durch freie Tage oder Senkungen der Krankenkassenbeiträge.
Zur Zeit werden allein in Nordrhein-Westfalen 3.500 Blutspenden täglich benötigt.



