Bier-Nachrichten am 30. Oktober 2009
Bitterrezeptoren der Zunge für Bier entdeckt
Deutsche Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, mit welchen Rezeptoren der Zunge Menschen den bitteren Geschmack von Bier wahrnehmen. Lebensmittelchemiker der Technischen Universität München analysierten, wie verschiedene Biersorten ihren Bittergeschmack entfalten, teilte die bayerische Hochschule mit. Sie untersuchten 15 chemische Verbindungen aus Hopfen und Bier. Ihr Ergebnis: Nur drei von 25 Rezeptoren auf der Zunge des Menschen melden den Bittergeschmack vom Hopfen im Bier ans Gehirn.
Polizei fordert Alkoholverbot in der Bahn
Bei der privaten Bahngesellschaft Metronom gilt vom 15. November an ein generelles Alkoholverbot. Zu häufig kommt es wegen betrunkener Fahrgäste zu Pöbeleien und Sachbeschädigungen. Jetzt fordert die Gewerkschaft der Polizei auch ein Alkoholverbot in den Zügen der Deutschen Bahn. Alkohol sei häufig der Auslöser für Gewalttaten. Gerade bei Fußballspielen müsse kontrolliert werden, dass Fahrgäste keinen Alkohol mit in die Bahnen nehmen. Die Belastung für die Polizisten während der Fußballspiele habe Dimensionen angenommen, die kaum noch zu ertragen sei. Ein generelles Verbot von Alkohol könne den derzeitigen Zuständen entgegenwirken.
Spezial-Fass kann Astronauten mit Bier versorgen
Niederländische Ingenieure haben ein spezielles Bierfass entwickelt, das auch Astronauten in der Umlaufbahn mit frisch gezapftem Bier versorgen kann. Dies berichtete das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Bisher machte die Schwerelosigkeit ein Zapfen im Weltall unmöglich. In Bierfässern wird Kohlendioxid ins Fass gepumpt, das dann nach oben über die Flüssigkeit steigt. Durch den Druck von oben läuft das Bier aus dem offenen Hahn nach unten heraus. Im All hingegen schweben Gas und Flüssigkeit gut durchmischt im Fass. Beim Öffnen dringt deswegen auch Gas mit dem Bier nach außen und macht es wenig genießbar. Das Forscherteam der Technischen Universität Delft entwickelte nun ein Fass, das mit einer flexiblen Membran ausgestattet ist. In dieser Membran ist das Bier enthalten. Statt Kohlendioxid wird normale Luft zwischen Fasswand und Membran gepumpt, um den nötigen Innendruck aufzubauen. So bleibt zudem die Atmosphäre in Shuttle oder Raumstation frei von zusätzlichem Kohlendioxid.
Bierkonsum in Deutschland rückläufig
Die Menschen in Deutschland haben in den vergangenen Monaten weniger Bier getrunken als noch im gleichen Zeitraum des Jahres 2008. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, setzten die deutschen Brauereien und Bierlager von Juli bis September rund 27,6 Millionen Hektoliter Gerstensaft ab. Das sind 1,3 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier flossen nicht in die Statistik ein. Im Gegensatz zum puren Bier gab es bei Biermischgetränken einen Zuwachs. Die Brauereien verbuchten bei den Mixturen aus Bier mit Limonade, Cola oder auch Fruchtsäften mit 1,3 Millionen Hektolitern ein Plus von 2,0 Prozent.
Bier am besten aus dem Glas
Bier schmeckt am besten aus einem passenden Glas. Das sagte jetzt der Bierverkoster und -händler Thomas Dombrowski aus Hamburg gegenüber der Deutschen Presseagentur. Beim Trinken aus der Flasche entfalte sich kein Aroma, so Dombrowski. Das Entscheidende passiere in der Nase – etwa wenn das Glas an die Lippen gesetzt wird. Bier aus der Flasche trinken sei daher die schlechteste Variante. Das Getränk lasse sich so nicht riechen – der Geruch aber ist wichtig für den Geschmack.
Haushaltsroboter holt auf Kommando Bier
Forscher des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung haben jetzt die zweite Generation eines Haushaltsroboters vorgestellt. Der „Care-O-bot II“ ist knapp 150 Zentimeter groß und kann einfache Hol- und Bringdienste übernehmen. Er holt auf Kommando Chips und Bier. Der Automat findet sich über ein Navigationssystem und mit Hilfe von Sensoren selbstständig in der Wohnung zurecht und gelangt so sicher zum Ziel. Der „Care-O-bot“ nimmt über einen schwenkbaren Kopf mit Kameras und Laserscanner seine Umgebung wahr. Er vergleicht die Daten mit Objekteigenschaften aus einer Datenbank und kann so selbstständig bestimmte Gegenstände erkennen. Bedient wird der Roboter über eine abnehmbare Funksteuerung. Darüber hinaus verfügt er über ein Mikrofon für die Sprachsteuerung.



