Der Morgen

Unser Hertz 87.9-Seminar-Blog

Radio- und Onlinejournalismus: On Air bei Hertz 87.9 heißt unser Seminar, das wir in Kooperation mit der LiLi-Fakultät anbieten. Darin erlernt ihr das Radiohandwerk, indem ihr beispielsweise eine Umfrage produziert, Interviews führt, Nachrichten schreibt oder erste Erfahrungen live on Air sammelt. Am Ende steht dann die große Feuertaufe – eine Sendung, die ihr mit euren Kommilitonen ganz alleine produziert, natürlich mit Hilfe von Hertz 87.9.


Die Dokumentation aus dem Wintersemester 2012/2013 findet ihr hier
Die Dokumentation aus dem Sommersemester 2012 findet ihr hier


Hertzstück KW24

Andrew_Stockdale_-_Keep_Moving
Foto: Andrew Stockdale

Andrew Stockdale – Keep Moving

Wolfmother ist ganz bestimmt den Meisten noch ein Begriff. 2000 in Sydney gegründet, lehnte die Band ihren Stil an Größen wie Led Zeppelin oder Aerosmith an. Mit ihren beiden Alben Wolfmother und Cosmic Egg, rockten sie sich in die Top 50 der deutschen Album Charts… Leider gab’s jede Menge Kuddelmuddel mit dem Band-Line-Up, einer nach dem anderen verließ die Besatzung das Schiff… Egal, dachte sich Alpha Wolf Andrew Stockdale, „Keep Moving“ und präsentierte das nächste Album mit seinem Namen vorne drauf! Das Ergebnis ist natürlich nicht von schlechten „Wolfs-“Eltern. Der Australier präsentiert seine neuen Klänge wie gewohnt rockig und gitarrenlastig, unterbrochen von ein paar Singles, die etwas aus der Art schlagen, aber dennoch eindeutig seine Handschrift tragen. Gekonnt gelingt ihm die Balance zwischen alten Sounds und neuartigen Wegen. Auch solo glänzt der eigensinnige Lockenkopf, kann er doch nun endlich ausdrücken, was ihn bewegt, ohne auf sein Rudel Rücksicht nehmen zu müssen. Nicht nur für Wolfsmother-Fans lohnt es sich hier rein zuhören…


Dienstag, 11.06.2013

Kollegen-Pic
Foto: Hertz 87.9

Kollegen unter sich

Name ist Programm – das Kollegengespräch inszeniert sich als Unterhaltung zwischen zwei Radiomoderatoren. Anders als bei gewöhnlichen Co-Moderationen wird der zweite Radiomoderator speziell für das Gespräch ins Studio geladen, um sich gezielt zu einem ausgewählten Thema zu äußern. Das Kollegengespräch ist also eine eigenständige und ganz nebenbei eine der wichtigsten Beitragsformen im Radio. Um eine glaubhafte Unterhaltungssituation zu generieren, darf es nicht einem strikten Frage & Antwort Schema – wie im Interview beispielsweise – folgen, sondern sollte sich möglichst frei entwickeln.
Trotzdem: Das bedeutet nicht, dass diese Beitragsform keine präzise Vorbereitung benötigt. Ganz im Gegenteil. Der gastierende Kollege informiert sich, betreibt Recherche und liefert auch Moderationsvorschläge und sinnvoll gewählte Fragen an den Moderator. Für eine abwechslungsreiche Aufbereitung fügt er zudem O-Töne hinzu, die gehaltvoll, aber bündig sind und Emotionen, Meinungen und Einschätzungen zur Thematik enthalten.
Harte Fakten hingegen gehören in den Sprechertext. Etwas genauer: Bereits in der Anmoderation erfährt der Zuhörer die grundlegendsten Informationen zum Thema oder zur Nachricht, das Wann-wie-wo, den aktuellen Stand. Im wechselseitigen Gespräch teilt dann der Gast sein Insiderwissen dem Moderator und somit den Hörern mit. Abgerundet wird der gesamte Beitrag vom so genannten „Service“, d.h. Tipps und Tricks für alle!
Eine sorgfältige Absprache der beiden vor der Sendung verhindert grobe Patzer – zum Beispiel Fragen, die den Wissensstand des Kollegen überschreiten. Derartige Situationen können dann schon mal sehr peinlich für den vermeintlichen „Experten“ enden. Generell gilt, dass sich der Unterhaltungsverlauf streng dem roten Faden beugt, die Atmosphäre stattdessen locker und ungezwungen bleibt.
Das war’s von uns für diese Woche mit dem „Kollegengespräch“.


Hertzstück KW23

boysetsfire Bandfoto
Foto: Michael Gebhardt

boysetsfire – While a nation sleeps…

Nachdem sich die Band boysetsfire 2007 auflöste, um sich 2010 wieder neu zu gründen, erscheint im Juni diesen Jahres ihr Comeback-Album „While a nation sleeps…“. In diesem Album balancieren sie erneut old-school hardcore mit melodischen Chören. Auf der Homepage der Band steht, sie hätten dieses Album nicht machen wollen, sie hätten es machen müssen. Es sei etwas in ihnen gewesen, das sie mit ihren Fans teilen mussten. Die Voraussetzungen für dieses Album standen jedoch unter keinem guten Stern. Die Band musste im Laufe ihrer seit mittlerweile fast 20-jährigen Bandgeschichte (lässt man die drei Jahre ihrer Auszeit außer Acht) einige Probleme überwinden: Insbesondere Probleme mit ihrem Management, das ihre Lieder nicht als radiotauglich empfand und in Folge dessen sie sich von ihm trennte, neue Bandmitglieder und Nebenprojekte. Dennoch haben sie es geschafft, alle Probleme zu bewältigen, um jetzt mit ihrem neuen Album „While a nations sleeps…“ unter anderem auch einige Gigs in Deutschland zu spielen. Darauf ein rock on!


Dienstag, 04.06.2013

P1010116
Foto: Hertz 87.9

Die Nachrichten

Der Fokus der letzten Seminarsitzung lag dieses Mal vor allem auf den für Radiosender zentralen Aspekt der Gestaltung eines Radiobeitrages. Die Grundsätze sind dabei generell, dass der Nachrichtenbeitrag kurz, relevant, seriös und verständlich sein muss. Um sich nicht zu verhaspeln, sollte man daher beim Erstellen des Beitrags Schritt für Schritt vorgehen. Zuallererst ist natürlich der Nachrichtenwert an sich zu überprüfen, um die Zuhörer nicht mit irrelevantem oder nicht mehr aktuellem Zeugs vollzuquatschen. Stellt euch dabei immer folgende Fragen: Sind die Informationen wichtig? Gibt die Meldung neue Erkenntnisse? Beinhaltet die Meldung neue Sichtweisen auf die Sachverhalte? Sind die Informationen interessant? Wenn ihr diese Fragen guten Gewissens mit “Ja” beantworten könnt, gehts auf zum nächsten Schritt, der Recherche. Achtet hier darauf, dass ihr aktuell, journalistisch neutral und von mindestens einer zweiten Quelle abgesichert arbeitet, ihr wollt ja keine Falschmeldungen verbreiten (man denke nur an einige durchaus skurrile Radiopannen auch bei größeren Sendern). Erst jetzt gehts ans Schreiben. Die Wortwahl sollte auch bei komplexen Themen so einfach, knapp und sachlich wie möglich sein und pro Nachricht sollten nur etwa 30 Sekunden benötigt werden. Denkt dran, dass ihr ja “fürs Hören schreibt”, auch die Leute, die das Radio vielleicht nur nebenbei anhaben, sollten der Sendung folgen können. Die Nachrichten werden nach der Sendung auch auf die Internetseite gestellt, wobei der Text dann natürlich wieder den neuen Verhältnissen angepasst und “fürs Lesen” umgeschrieben werden muss, außerdem werden noch Links gesetzt. In jedem Fall wird die Nachricht so strukturiert, dass zunächst ein Lead, dann die Quelle, darauffolgend Einzelheiten und Hintergründe und abschließend die Vorgeschichte und Nebenaspekte genannt werden. Die Sendung an sich ist dann folgendermaßen aufgebaut: Anfangs-Jingle, Begrüßung, Themenvorstellung, 3 Nachrichten, Wetter und End-Jingle. Bei Hertz87.9 werden die Nachrichten über die Sendung InFakt zu jeder vollen Stunde gesendet; entweder live oder produziert. Zur halben Stunde werden auch (unter Absprache!) Nachrichten des DLF übernommen. Als Campusradio konzentriert man sich vor allem auf Themen zu Uni, Studium und was sonst noch so in Bielefeld abgeht.


AKTUELLER SONG

LCD Soundsystem -
Daft Punk Is Playing At My Hou

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