PROGRAMM

REDAKTION

INFO

InFakt am Montag, 23.11.2009

BAföG-Erhöhung 2010
Die Bundesregierung will nun doch zum 1. Oktober 2010 das BAföG erhöhen und gleichzeitig ein Nationales Stipendiensystem für besonders leistungsstarke Studenten einführen. Dies bestätigte ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums am vergangenen Freitag. Die Erhöhung der Ausbildungsförderung gehört zum Forderungskatalog der derzeit protestierenden Studenten. Der Umfang der BAföG-Erhöhung werde laut Bundesministerium mit den Ländern noch zu besprechen sein. Bereits im Dezember will Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder erste Gespräche über das BaföG führen. Ungefähr 25 Prozent der rund zwei Millionen Studenten erhalten in Deutschland Mittel aus der Bundesausbildungsförderung.

Bielefeld ist im Finale zur Stadt der Wissenschaft 2011
Bielefeld hat das Finale des Wettbewerbs „Stadt der Wissenschaft 2011“ erreicht. Der Stifterverband nominierte am Freitag außerdem die Städte Chemnitz und Mainz. Der Titel “Stadt der Wissenschaft” wird exklusiv vom Stifterverband für ein Jahr verliehen und ist mit einem Preisgeld von 250.000 Euro verbunden. Der Titel soll an Städte gehen, die Wissenschaft als Motor der Stadtentwicklung begreifen. Das Finale des Wettbewerbs findet am 25. März 2010 in Berlin statt. Dann werden sich die Delegationen der Finalstädte in einer öffentlichen Präsentation vorstellen und den Fragen der Jury stellen. Der Wettbewerb wird bereits zum sechsten Mal ausgetragen.

Diskussion zwischen Studierenden und Rektorat angelaufen
Das Rektorat der Universität Bielefeld hat am Freitag ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden geführt. Dabei wurde der Ablauf für die kommenden Verhandlungen festgelegt. Es wurden Themen ausgewählt, die ab morgen in studentischen Arbeitsgruppen diskutiert und bearbeitet werden sollen. Die Arbeitsgruppen werden unterstützt durch Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulverwaltung. Parallel zu diesem Prozess will sich das Rektorat ebenfalls eine Meinung zu den Themen bilden.
Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen anschließend gemeinsam mit dem Rektorat und den Studierendenvertreterinnen und -vertretern diskutiert werden. Ab heute soll die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls vom vergangenen Freitag für größere Transparenz im Diskussionsprozess sorgen.

Aula der Universität Bern bleibt besetzt
In Bern bleibt die Aula der Universität weiterhin besetzt. Seit Dienstagabend haben die Schweizer Studierenden die Aula eingenommen, die einer der größten Vorlesungssäle der Uni Bern ist. Vorläufig wollen die Besetzer den Saal nicht wieder räumen. Die Missstände an den Universitäten seien zu gravierend, als dass der institutionelle Weg noch beschritten werden könne. Ein Ziel der Besetzung sei es, eine Podiumsdiskussion mit dem Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver, dem Rektor der Uni Bern sowie mit Vertretern der Studierenden durchzuführen. Zu dieser Diskussion erklärte sich die Universitätsleitung am frühen Sonntagabend bereit. Voraussetzung dafür bleibe allerdings, dass der Vorlesungsbetrieb ab heute in der Aula wieder ordnungsgemäß durchgeführt werden könne, hieß es in der Mitteilung.

Weltgrößter Teilchenbeschleuniger erfolgreich repariert
Nach monatelangen Reparaturarbeiten ist der größte Teilchenbeschleuniger der Welt wieder angelaufen. Die Europäische Organisation für Kernforschung in Genf nahm die Maschine nach eigenen Angaben am Freitag wieder in Betrieb. Mit dem Teilchenbeschleuniger sollen wissenschaftliche Rätsel zur Entstehung des Universums und Struktur der Materie gelöst werden. Er war vor 14 Monaten wegen schwerer Pannen kurz nach der Inbetriebnahme gleich wieder abgestellt worden.

InFakt am Freitag, 20.11.2009

Uni-Gala ist abgesagt
Das Rektorat der Universität Bielefeld hat die, für den 28. November geplante Uni – Gala zum 40jährigen Bestehen der Universität abgesagt. Gründe für diese Entscheidung sind die Ereignisse in Bielefeld im Rahmen der bundesweiten Studentenproteste und Hinweise auf weitere Aktivitäten. Das Risiko, dass eine deutliche Minderheit der zumeist friedlichen Protestierenden die Veranstaltung stören und dabei auch die Sicherheit der Gäste gefährden könnte, sei als zu groß eingestuft worden. Man wolle die Gespräche mit den Studierenden intensivieren und deshalb jede Zuspitzung vermeiden. Daher könne und wolle das Rektorat die Gala nicht durch Polizei sichern lassen. Ohne die Unterstützung der Polizei könne allerdings nicht für die Sicherheit der Gäste garantiert werden. Heute trifft sich das Rektorat mit Studierendenvertretern um über Forderungen und Beschwerden zu diskutieren, die das Feld „Studium und Lehre“ betreffen. In weiteren Gesprächen wird auch der Fragenkatalog Thema sein, der im Rahmen der AudiMax Besetzung erarbeitet wurde.

Zahl der Studienanfänger in NRW erreicht neuen Höchststand
Nach Zahlen des Statistisches Landesamtes ist die Zahl der Studienanfänger in Nordrhein-Westfalen so hoch wie nie. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen meldeten die Hochschulen des Landes für das aktuelle Wintersemester 6,5 Prozent mehr Studienanfänger als im Wintersemester 2008/09. Die Gesamtzahl aller Studierenden ist ebenfalls gestiegen. Mit über 500 Tausend hat sie die halbe Millionengrenze überschritten. Dies war zuletzt im WS 2003/04 der Fall. Die Statistiker weisen darauf hin, dass dies vorläufige Zahlen sind, die von den endgültigen Zahlen abweichen können.

Proteste zeigen Wirkung
Regierungsvertreter reagieren auf die bundesweiten Studentenproteste. Laut Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen nehme man die Anliegen der Studierenden ernst. Minister Andreas Pinkwart (FDP), der sich derzeit in China aufhält, werde in der nächsten Woche mit den Hochschulleitungen zusammentreffen. Für Mitte Dezember sei dann ein Gespräch mit den Allgemeinen Studierendenausschüssen geplant. Der Wissenschaftsminister des Landes Niedersachsen Lutz Stratmann kündigte Änderungen bei den Bachelor-Studiengängen an. Es solle künftig mehr Bachelor-Studiengänge geben, die sich über acht Semester erstrecken. Auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die die Studentenprotest im Sommer noch als “gestrig” bezeichnete, äußert nun einen Änderungsbedarf bei den Bachelorstudiengängen. “Die Hochschulen müssen bei der Semester-Zahl für das Bachelor-Studium flexibler werden”, so Schavan gegenüber der Rheinischen Post. Die Proteste gehen unterdessen weiter. Seit Mittwoch halten z.B. auch Studierende der Bergischen Universität Wuppertal einen Hörsaal besetzt. In Köln hingegen wurde heute morgen die besetzte Aula 1 der Universität durch die Polizei geräumt.

Universität Duisburg-Essen kooperiert mit chinesischen Universitäten
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, fördert ein Forschungsprojekt der Universität Duisburg-Essen und der University of Science and Technology in Wuhan, China mit 5,5 Millionen Euro. Mit dem Geld soll die medizinische Forschung für Impfstoffe gegen Viruserkrankungen wie Aids oder Hepatitis C vorangetrieben werden. Der Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen Prof. Dr. Andreas Pinkwart hat das Projekt gestern in Wuhan feierlich eröffnet. Das Projekt zeige, dass chinesische Universitäten in vielen Bereichen eine Exzellenz erworben hätten, die sie zu attraktiven Partnern für die Forschung mache, so Pinkwart. Die Universität Duisburg-Essen kooperiert außerdem mit einem physikalischen Institut der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Beijing. Die Akademie der Wissenschaften ist die größte außeruniversitäre Wissenschaftsorganisation Chinas. Sie verfügt über ein Jahresbudget von zwei Milliarden Euro.

Forscher entdecken neuen Immunzellentyp
Ein internationales Forscherteam hat einen Immunzellentyp entdeckt, der künftig bei der Therapie von chronischen Haut- und Atemwegserkrankungen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Diese so genannten Th22-Zellen sind sowohl für die Schutzfunktion der Haut als auch für die Wundheilung zuständig. Sie regen die Hautzellen an, mehr Kollagen zu produzieren. Dieses Eiweißmolekül hilft der Haut dabei, ihre Schutzfunktion aufrechtzuerhalten. Da die Th22-Zellen Krankheitserreger auch nach langer Zeit wieder erkennen, versprechen sich die Forscher einen Langzeiteffekt künftiger Therapieansätze. Das Forscherteam, dem auch Wissenschaftler aus Deutschland angehören, hat die Immunzellen in Hautproben von Menschen mit Schuppenflechte und anderen chronischen Hautkrankheiten gefunden.

InFakt am Donnerstag, 19.11.2009

Rektor Sagerer bezieht Stellung zu Protesten
Prof. Dr. Gerhard Sagerer, neuer Rektor der Universität Bielefeld, sprach gestern Abend in einem Exklusiv-Interview mit Hertz 87.9 über die Studierenden-Proteste zum 40jährigen Unijubiläum. Mehrere hundert Studierende hatten sich am Dienstagabend vor dem Audimax versammelt und parallel zu dem Festakt teils lautstark für die Verbesserung ihrer Situation protestiert. Das exklusive Interview mit dem Rektor Prof. Dr. Gerhard Sagerer findet ihr als Podcast auf unserer Startseite.

Landschaftsverband Westfalen-Lippe: 144 Millionen Euro Ausgaben für Bielefeld
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat 2008 rund 144 Millionen Euro in Bielefeld ausgegeben. Dabei kam der Großteil des Geldes Behinderten und Pflegebedürftigen zu Gute. Dies teilte der Verband am Dienstag in Münster mit. Allein knapp 100 Millionen Euro flossen in soziale Aufgaben wie die von Bodelschwingschen Anstalten im Bielefelder Stadtteil Bethel.Der LWL beschäftigt rund 13.000 Mitarbeiter in der Region. Der Verband betreibt zahlreiche Förderschulen, Krankenhäuser und Museen. Getragen und finanziert wird der LWL von den Kommunen in Westfalen-Lippe. Bielefeld zahlte 2008 einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von rund 63 Millionen Euro an den Landschaftsverband.

Keine Bafög-Erhöhung im Jahr 2010
Offenbar kommt es nun doch nicht zur angekündigten Bafög-Erhöhung bereits im nächsten Jahr. Nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau seien die Pläne zur Anhebung der Fördersätze vielmehr auf die gesamte Legislaturperiode der neuen Regierung zu beziehen. Bundesbildungsministerin Annette Schavan will erste Gespräche mit ihren Kollegen in den Ländern am 10. Dezember aufnehmen. Wie hoch die Erhöhung des Bafög ausfallen soll, ist derzeit noch unklar. Das Bafög ist als Darlehen für bedürftige Studierende gedacht. Diese müssen es zur Hälfte an den Bund zurückzahlen. Dieser finanziert das Bafög zu zwei Dritteln, das übrige Drittel steuern die Bundesländer bei.

DFG schafft 17 neue Sonderforschungsbereiche
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zum Anfang des nächsten Jahres 17 weitere Sonderforschungsbereiche ein; dies teilte die DFG in Bonn mit. Für die Förderung stehen in den nächsten vier Jahren insgesamt rund 130 Millionen Euro zur Verfügung.Das Themenspektrum der neuen Forschungsbereiche ist vielfältig: Unter anderem untersuchen die geförderten Projekte die Kommunikation in und zwischen Zellen, die Bedeutung einer bestimmten Bakteriengruppe für den Kohlenstoffhaushalt der Weltmeere, die Ursachen für Erfolg oder Scheitern politischer Reformen und die Entwicklung von Leberkrebs. Ab Beginn des nächsten Jahres fördert die DFG dann insgesamt 244 Sonderforschungsbereiche in Deutschland.

Mediennutzung hat Einfluss auf soziale Ungleichbehandlung
Das Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat maßgeblichen Einfluss auf deren soziale Ungleichbehandlung hierzulande. Dem entgegenwirken könne eine stärkere Verzahnung zwischen Bildungsbereich, Medienpädagogik und Familien- bzw. Schulpolitik. So das Ergebnis einer Fachtagung mit dem Thema „Medien. Bildung. Soziale Ungleichheit“ dieser Tage in München. Teilnehmer der Tagung forderten, Medienkompetenz stärker in die Lehrerbildung und Jugendarbeit zu integrieren. – Vorgestellt wurde auch eine Studie an Hauptschülern, die belegt, dass sich sozial- und bildungsbenachteiligte Jugendliche verstärkt an klischeebehafteten, traditionellen Rollen- und Weltbildern orientieren. Diese Schüler könnten keine Fähigkeiten für einen souveränen Umgang mit Medien bilden.

Infakt am Mittwoch, 18.11.2009

Studierende belagern den Festakt zum 40-jährigen Jubiläums der Universität Bielefeld
Massive Proteste von Studierenden haben gestern Abend die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der Universität Bielefeld unterbrochen. Rund 300 Demonstranten versuchten zum Festakt in das Auditorium Maximum zu gelangen, in welchem die Amtseinführung des neuen Rektors Gerhard Sagerer stattfand. Zwei Studierende wurden hierbei vorübergehend festgenommen. Der anschließende Empfang wurde deshalb von Rektor Sagerer abgebrochen. Einige Zeit nach Ende des offiziellen Programms sprach Sagerer in der Bielefelder Unihalle zu den Demonstranten. Wir haben das ehrgeizige Ziel mit den Studierenden zusammen eine Studienstrukturreform in allen Fächern, ein neues Curriculum für alle Fächer, mit mehr Möglichkeiten zu Bildung und nicht nur Ausbildung bis Ende dieses Semesters, bis Ende der Vorlesungszeit, im Rahmen umzusetzen.

Der Bildungsstreik geht weiter
Tausende Studierende und Schüler haben gestern in mindestens 50 deutschen Städten lautstark für bessere Studien- und Lernbedingungen demonstriert. Die Proteste richten sich vor allem gegen die Probleme bei der Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Außerdem verlangen die Studierenden bessere Studienbedingungen, mehr Mitbestimmung und die Abschaffung der Studiengebühren. Auch das Bielfelder Bündnis Bildungsstreik rief zu einer Demonstration in der Bielefelder Innenstadt auf. Rund 1000 Studierende und Schüler gingen dort auf die Straßen.

Universität Bielefeld: “ReformUniversität. Hat die Zukunft eine Universität?”
Zum 40-jährigen Jubiläum der Universität Bielefeld findet heute eine bildungspolitische Debatte statt. Unter dem Motto “ReformUniversität. Hat die Zukunft eine Universität?” treffen sich internationale Experten, Wissenschaftler, Rektoren und Präsidenten verschiedener deutscher Universitäten. Diese werden sowohl die Geschichte als auch die Gegenwart der Hochschulen aus wissenschaftlicher und bildungshistorischer Perspektive beleuchten. Die Podiumsdiskussion zur Differenzierung des deutschen Hochschulwesens beginnt heute Abend um 18 Uhr 30 im Auditorium Maximum der Universität Bielefeld.

Studierende besetzen Audimax der Universität Paderborn
Seit Montag ist das Auditorium Maximum der Paderborner Universität besetzt. Die Besetzung schloss sich an eine Podiumsdiskussion zwischen der Universitätsleitung und den Studierenden am Montagabend an. Gründe dafür waren immer noch offen stehenden Fragen. Sowohl die Bereitstellung von personellen und räumlichen Ressourcen für ansteigende Studierendenzahlen als auch die Quelle für die dazu benötigten Finanzierungsmittel waren noch ungeklärt. Den regulären Universitätsbetrieb wollen die protestierenden Studierenden damit aber nicht stören. Vielmehr schließen sich die Paderborner mit dieser Besetzung an die internationale Studierendenbewegung an. Diese Protestwelle begann am 22. Oktober in Wien und breitet sich weiterhin stetig aus.

Todesfall durch Schweinegrippe in Bielefeld
Der Virus H1N1 – auch als Schweinegrippe bekannt – hat jetzt sein erstes Todesopfer in Bielefeld gefordert. Ein 40-Jähriger Familienvater verstarb am Sonntag im Krankenhaus Gilead an den Folgen der Infektion. Vor knapp drei Wochen bestätigte dort ein Test den Verdacht auf Schweinegrippe. Auch das Bielefelder Gesundheitsamt wurde bereits über den Tod des Bielefelders informiert, der nach Familienangaben keine Vorerkrankung hatte. Demnach wird es weitere Untersuchungen geben.
Bereits in der vergangenen Woche hatten Ärzte in der Kinderklinik in Bethel um das Leben eines Kindes gekämpft.

Neues Messgerät ermöglicht Therapienforschung gegen Alzheimer
Das Forschungszentrum Jülich hat für die Entwicklung von Therapien gegen Aids und Alzheimer nachgerüstet. Mit Hilfe eines neuen Großspektrometers könne nun Aussehen und Wirkungsweise bestimmter Virusproteine so genau wie nie zuvor analysiert werden, teilte das Forschungszentrum gestern mit. Proteine oder Eiweiße können in Viren die Ausbreitung der Krankheitserreger oder die Heftigkeit einer Infektion steuern. Giftstoffe, die aus körpereigenen Eiweißen entstehen verursachen so beispielsweise bei der Alzheimer-Krankheit die Schädigung der Nervenzellen im Gehirn. Das neue Großspektrometer unterstützt nun die Erforschung dieser Prozesse.

Infakt am Dienstag, 17.11.2009

Bündnis Bildungsstreik plant heute Demonstrationen in der Bielefelder Innenstadt

Das Bielefelder Bündnis Bildungsstreik ruft heute zu einer großen Demonstration in der Innenstadt auf. Die Organisatoren rechnen mit etwa 800 Demonstranten, die auf die katastrophalen Zustände im Bildungssystem aufmerksam machen wollen.
Bereits im Juni sind mehr als 5000 Menschen auf die Straße gegangen und hatten mit der Besetzung des Jahnplatzes für Aufsehen gesorgt.
Sophie Althoff, Vertreterin des Bielefelder Bündnisses Bildungsstreik sagt über die Demonstration, dass „sie an den Erfolg vom Juni anschließen und sich auf einen lautstarken, bunten und entschlossenen Protest freuen.“
Die Demonstranten wollen sich heute um 15 Uhr am Rathausplatz treffen und anschließend mit einem Umzug durch die Innenstadt starten.
Bielefeld ist nur eine von vielen Stationen im bundesweiten Bildungsstreik.

Universität Bielefeld begeht 40jähriges Jubiläum heute mit einem Festakt

Heute begeht die Universität Bielefeld mit einem Festakt im Audimax ihren 40. Geburtstag.
Dabei übergibt die Vorsitzende des Hochschulrates, Dr. Annette Fugmann-Heesing das Rektorenamt an Prof. Gerhard Sagerer. Anschließend hält der renommierte Soziologe Prof. Rudolf Stichweh, ein Schüler von Niklas Luhmann von der Universität Luzern den Festvortrag mit dem Titel „Universität in der Weltgesellschaft“.
Außerdem wird Prof. Franz-Xaver Kaufmann wegen seiner Verdienste um die Universität zum Ehrensenator ernannt. Der Wissenschaftler war zur Gründungszeit der Universität tätig und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der Fakultät für Soziologie.

Der Asta der Uni Bielefeld dagegen wird den Festakt zum 40jährigen Jubiläum boykottieren.
Als Grund führen die Studierendenvertreter an, dass ein Großteil der Studierenden von den Feierlichkeiten ausgeschlossen werde.
Asta-Vorsitzende Sonja König meint, dass „die Studierenden an den Entscheidungsprozessen innerhalb der Universität kaum eingebunden seien und deshalb könnten sie nicht so tun, als ob alles in Ordnung sei.

Internationales Symposium zu den Herausforderungen schulischer Bildung für ein friedliches Miteinander an der Universität Bielefeld

Ein internationales Symposium in der Universität Bielefeld befasst sich am 23. November mit den Herausforderungen schulischer Bildung für ein friedliches Miteinander.
Dazu zählen u.a. die Integration von Muslimen, muslimischer Unterricht an deutschen Schulen sowie der Umgang mit Antisemitismus. Dabei sei eine der größten Herausforderungen die Entwicklung von Lehrplänen und Schulbüchern, die Verständnis und Toleranz für andere Kulturen lehrt, ohne dabei deren Identität zu nehmen.
Das Symposium läuft unter dem Titel „The Challenges of Education for Peace and Tolerance towards the „Other“ und soll eine konfessionsübergreifende Diskussionsplattform bieten.

NRW belegt im Ländervergleich letzten Platz bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses

NRW hinkt bei der Umsetzung der Studienreform hinterher. Dies geht aus einer Analyse des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft hervor. Der sogenannte „Ländercheck“ hat die einzelnen Erfolge der Bundesländer im Bologna-Prozess untersucht.
NRW belegt zusammen mit Hessen und Thüringen einen Platz in der Schlussgruppe. Defizite sehen die Analysten vor allem bei der studentischen Mobilität. In keinem anderen Bundesland gingen so wenige Studierende für ein Erasmus-Studium ins Ausland.
Auch der Praxisbezug im Studium sei schwach ausgeprägt.
Den Spitzenplatz belegen die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Bremen.
Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes sagt über den Ländercheck, dass „es durchaus große Unterschiede bei der Erreichung der Bologna-Ziele gäbe und dass die Bundesländer unterschiedliche Schwerpunkte setzen“.

Neueres » « Älteres

AKTUELLER SONG

Oberhofer - Away Frm U

HERTZ 87.9

SUCHE


RSS & CO

SHOP

SONSTIGES