InFakt am Montag, 30.11.2009
Hochschulrat der Uni Bielefeld wählt neue Prorektoren
Der Hochschulrat der Universität Bielefeld hat am vergangenen Freitag neue Prorektoren gewählt. Die vom Rektor Prof. Dr. Sagerer vorgeschlagenen Prorektorinnen und Prorektoren wurden einstimmig von der Findungskommission gewählt. Zusammen mit dem Rektor und dem Kanzler Hans-Jürgen Simm bilden sie das Rektorat der Universität Bielefeld, das mit der Wahl komplettiert worden ist.
Künftig soll es dort fünf, anstatt vier Prorektoren geben. „Damit haben wir ein Rektorat, das sich aus im Wissenschaftsbetrieb erfahrenen Mitgliedern zusammensetzt und das die Zukunft der Universität Bielefeld erfolgreich gestalten wird,“ so die Vorsitzende des Hochschulrats, Dr. Annette Fugmann-Heesing. Die Wahl muss noch durch den Senat am 9. Dezember bestätigt werden.
Universität Magdeburg für Exzellenz in Gründungsförderung ausgezeichnet
Die Universität Magdeburg ist wiederholt in die Top 5 der akademischen Gründungsförderung gelangt. Das Uni-Ranking 2009 bescheinigt den Studierenden der Otto-von-Gericke Universität Magdeburg erneut exzellente Chancen nach dem Studium ein erfolgreiches Unternehmen zu gründen. Gemeinsam mit den Universitäten Potsdam, Wuppertal, Dresden und München belegt Magdeburg einen der Spitzenplätze. Das bundesweite Ranking wird alle 2 Jahre vom Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Tourismusforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München vergeben. Verglichen werden bei 59 deutschen Universitäten die Angebote in der akademischen Gründungslehre und die Unterstützung angehender Unternehmensgründer. Gefördert wird das Ranking unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Forscher vom Max-Planck-Institut für Astrophysik kartografieren Universum
Forschern am Max-Planck-Institut für Astrophysik ist die bisher detailgetreueste Kartografierung des sichtbaren Universums gelungen. Mit Hilfe eines neuen Computeralgorithmus wurden 40.000 mögliche Universen simuliert. Das Projekt vereint das bisherige Wissen über die beobachteten kosmischen Strukturen. Eine exakte Vermessung und Kartografierung gewährt Einblick in die Frühphasen des Weltalls kurz nach seiner Entstehung, als es weder Sterne noch Galaxien gab. Die Unterschiede zwischen den 40.000 Karten geben den Forschern Aufschluss darüber, wie unbekannte Regionen des Universums aussehen könnten.
26 Millionen für Hochschulen und Forschung in Niedersachsen
Insgesamt 33 Forschungsvorhaben werden im Rahmen des „Niedersächsischen Vorab“ von der Volkswagen Stiftung bezuschusst. Wie das Kuratorium der Stiftung am Freitag bekannt gab, werden insgesamt 26 Millionen Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Vor allem die chancenreichen Gebiete Energie und Mobilität werden von den Zuschüssen profitieren. “Mit dem Geld fördern wir vor allem interdisziplinäre Projekte, die maßgeblich zur Exzellenz und Innovationskraft der niedersächsischen Forschungslandschaft beitragen”, so der Generalsekretär der Volkswagenstiftung Dr. Wilhelm Krull.
Regionale Ausbreitung von HIV stark angestiegen
Weltweit rückläufige Zahlen von HIV-Neuinfektionen geben laut Bochumer Forschern keine Entwarnung. Zwar sei die Infektionsrate im vergangenen Jahrzehnt international um etwa 30 Prozent gesunken, doch “diese Daten dürfen nicht über die anhaltende epidemiologische Gefahr von HIV und AIDS hinwegtäuschen”, so Prof. Dr. Norbert Brockmeyer von der Ruhr-Universität Bochum. Der Sprecher des Kompetenznetzes HIV/AIDS stellt regionale Unterschiede bei Neuinfektionen heraus. So ist die Rate der HIV-Infektionen in Osteuropa und Zentralasien seit der Jahrtausendwende um über 60 Prozent angestiegen. Um die Forschung des Kompetenznetzes und anderer Einrichtungen in Deutschland zu ermöglichen, brauche es weiterhin finanzielle Förderer, so Prof. Dr. Brockmeyer.
Großer weiblicher Zuwachs in den MINT-Fächern
Wie der nationale Pakt für Frauen in MINT-Berufen bekanntgab, setzt sich der Aufwärtstrend bei Studienanfängerinnen fort. 2008 haben sich schon gut 16 Prozent mehr Frauen für ein Ingenieursstudium entschieden als im Vorjahr. Als ein möglicher Grund dafür gilt die sinkende Arbeitslosenzahl weiblicher Ingenieure, die im Vergleich bisher höher lag als bei Männern. Während die Naturwissenschaften keinen so großen Zuwachs verzeichnen, sieht es in der Informatik ähnlich positiv aus, wie bei den Ingenieurswissenschaften. In über 600 Projekten soll der weiblichen Unterrepräsentation in bestimmten Studiengängen entgegengewirkt werden.



