Hochschulnachrichten am 27.04.2012
Redaktion: Gerit Rother
Habilitationspreis der WLUG für Bielefelder Soziologen
Der Bielefelder Soziologe Dr. Hendrik Vollmer erhält den Habilitationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, kurz WLUG. Verliehen wird ihm der Preis für seine Habilitationsschrift „Unterbrochene Kooperation: Eine Mikrotheorie von Störung, Katastrophe und sozialem Wandel“. In seiner Arbeit beschäftigt sich der Soziologe mit den Auswirkungen von Störungen auf den Verlauf sozialer Situationen und sozialer Zusammenhänge. Dabei interessieren ihn sowohl alltägliche Interaktionen wie Familiengespräche als auch Unfälle, Naturkatastrophen und Kriege. Eine Erkenntnis seiner Forschungen ist dass sich die Beteiligten in Störungssituationen neu orientieren und dies u.a. auf der Basis von Mitgliedschaften und sozialen Beziehungen. Vollmer ist seit 2003 wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Die Verleihung findet am 4. Mai im Rahmen der Mitgliederversammlung der WLUG statt. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro.
NRW auf letztem Platz bei Bildungsausgaben für Schüler
Das Land Nordrhein-Westfalen gibt bundesweit am wenigsten für die Ausbildung von Schülern aus. Das belegen gestern veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes, kurz DESTATIS. Danach gaben die öffentlichen Haushalte in NRW 2009 für die Ausbildung eines Schülers an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen durchschnittlich 5400 Euro aus. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei rund 6000 Euro. Auch in den Personalausgaben liegt Nordrhein-Westfalen mit 4000 Euro unter dem Bundesdurchschnitt von 4 400 Euro. Spitzenreiter in beiden Kategorien ist das Land Thüringen. Bei einem Ausgabenvergleich zwischen den Bundesländern sei laut DESTATIS zu beachten, dass die Schulstruktur und das Unterrichtsangebot in den einzelnen Ländern unterschiedlich seien. So betreut bspw. in Ostdeutschland eine Lehrkraft durchschnittlich weniger Schüler als ein Lehrer in Westdeutschland.
Internetseite bietet Hilfe bei Essstörungen
Eine Internetseite des Uni-Klinikums Heidelberg bietet Hilfe bei Essstörungen. Das Portal Pro-Youth gibt dabei u.a. Informationen zu Symptomen und Behandlung von Essstörungen, sowie Infos zu gesunder Ernährung. Weiterhin bietet das Portal einen Selbsttest für die Besucher an, sowie die Möglichkeit anonym Kontakt zu Experten aufzunehmen. Über ein Online-Forum und einen Chat können sich die Teilnehmer außerdem untereinander austauschen. Die Internetseite richtet sich dabei vorwiegend an Jugendliche und junge Erwachsene. Das ProYouth-Portal wurde unter der Koordination der Forschungsstelle für Psychotherapie am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt und kommt neben Deutschland in sechs weiteren europäischen Ländern zum Einsatz. Den Link zum Portal findet ihr hier.
Bielefelder Wirtschaftswissenschaftler ausgezeichnet
Der Bielefelder Wirtschaftswissenschaftler Prof. Heiko Burchert ist in Potsdam ausgezeichnet worden. Burchert erhielt den 1. Preis des Deutschen Vereins für Krankenhaus-Controlling e. V., kurz DVKC e.V. Ausgezeichnet wurde er im Rahmen des Deutschen Krankenhaus-Controller-Tages am 20. April. Den Preis erhielt Burchert für die Entwicklung eines Konzepts für ein Fortbildungsseminar zum Thema “Telemedizin-Controlling“. Unter Telemedizin versteht man medizinische Diagnose oder Therapie mit Hilfe von Telekommunikation. Prof. Péter Horváth, Ehrenvorsitzender des DVCK e. V. erklärte in der Preisrede, dass gerade Projekte der Telemedizin, Telematik sowie des e-healths in der Lage seien, die Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft zu entlasten und gleichzeitig die gesundheitliche Versorgung der Patienten zu verbessern. Prof. Heiko Burchert lehrt und forscht am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld.
Wahlbenachrichtigungen nicht verschickt
In Bielefeld sind rund 5000 Wahlbenachrichtigungen zur NRW-Landtagswahl nicht verschickt worden. Das teilte das Wahlteam der Stadt Bielefeld mit. Grund dafür war ein Fehler in der Produktion der Wahlbenachrichtigungen. Die Stadt Bielefeld wird deshalb Ersatzbenachrichtigungen verschicken. Das Wahlteam kann allerdings nicht ausschließen, dass manche Personen eine zweite Benachrichtigung erhalten oder gar keine. Trotzdem können Wahlberechtigte unter Vorlage ihres Personalausweises am 13. Mai wählen.



