PROGRAMM

REDAKTION

INFO

Hochschulnachrichten am 27.04.2012

Redaktion: Gerit Rother

Habilitationspreis der WLUG für Bielefelder Soziologen
Der Bielefelder Soziologe Dr. Hendrik Vollmer erhält den Habilitationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft, kurz WLUG. Verliehen wird ihm der Preis für seine Habilitationsschrift „Unterbrochene Kooperation: Eine Mikrotheorie von Störung, Katastrophe und sozialem Wandel“. In seiner Arbeit beschäftigt sich der Soziologe mit den Auswirkungen von Störungen auf den Verlauf sozialer Situationen und sozialer Zusammenhänge. Dabei interessieren ihn sowohl alltägliche Interaktionen wie Familiengespräche als auch Unfälle, Naturkatastrophen und Kriege. Eine Erkenntnis seiner Forschungen ist dass sich die Beteiligten in Störungssituationen neu orientieren und dies u.a. auf der Basis von Mitgliedschaften und sozialen Beziehungen. Vollmer ist seit 2003 wissenschaftlicher Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Die Verleihung findet am 4. Mai im Rahmen der Mitgliederversammlung der WLUG statt. Das Preisgeld beträgt 3000 Euro.

NRW auf letztem Platz bei Bildungsausgaben für Schüler
Das Land Nordrhein-Westfalen gibt bundesweit am wenigsten für die Ausbildung von Schülern aus. Das belegen gestern veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes, kurz DESTATIS. Danach gaben die öffentlichen Haushalte in NRW 2009 für die Ausbildung eines Schülers an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen durchschnittlich 5400 Euro aus. Der Bundesdurchschnitt liegt hier bei rund 6000 Euro. Auch in den Personalausgaben liegt Nordrhein-Westfalen mit 4000 Euro unter dem Bundesdurchschnitt von 4 400 Euro. Spitzenreiter in beiden Kategorien ist das Land Thüringen. Bei einem Ausgabenvergleich zwischen den Bundesländern sei laut DESTATIS zu beachten, dass die Schulstruktur und das Unterrichtsangebot in den einzelnen Ländern unterschiedlich seien. So betreut bspw. in Ostdeutschland eine Lehrkraft durchschnittlich weniger Schüler als ein Lehrer in Westdeutschland.

Internetseite bietet Hilfe bei Essstörungen
Eine Internetseite des Uni-Klinikums Heidelberg bietet Hilfe bei Essstörungen. Das Portal Pro-Youth gibt dabei u.a. Informationen zu Symptomen und Behandlung von Essstörungen, sowie Infos zu gesunder Ernährung. Weiterhin bietet das Portal einen Selbsttest für die Besucher an, sowie die Möglichkeit anonym Kontakt zu Experten aufzunehmen. Über ein Online-Forum und einen Chat können sich die Teilnehmer außerdem untereinander austauschen. Die Internetseite richtet sich dabei vorwiegend an Jugendliche und junge Erwachsene. Das ProYouth-Portal wurde unter der Koordination der Forschungsstelle für Psychotherapie am Universitätsklinikum Heidelberg entwickelt und kommt neben Deutschland in sechs weiteren europäischen Ländern zum Einsatz. Den Link zum Portal findet ihr hier.

Bielefelder Wirtschaftswissenschaftler ausgezeichnet
Der Bielefelder Wirtschaftswissenschaftler Prof. Heiko Burchert ist in Potsdam ausgezeichnet worden. Burchert erhielt den 1. Preis des Deutschen Vereins für Krankenhaus-Controlling e. V., kurz DVKC e.V. Ausgezeichnet wurde er im Rahmen des Deutschen Krankenhaus-Controller-Tages am 20. April. Den Preis erhielt Burchert für die Entwicklung eines Konzepts für ein Fortbildungsseminar zum Thema “Telemedizin-Controlling“. Unter Telemedizin versteht man medizinische Diagnose oder Therapie mit Hilfe von Telekommunikation. Prof. Péter Horváth, Ehrenvorsitzender des DVCK e. V. erklärte in der Preisrede, dass gerade Projekte der Telemedizin, Telematik sowie des e-healths in der Lage seien, die Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft zu entlasten und gleichzeitig die gesundheitliche Versorgung der Patienten zu verbessern. Prof. Heiko Burchert lehrt und forscht am Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der FH Bielefeld.

Wahlbenachrichtigungen nicht verschickt
In Bielefeld sind rund 5000 Wahlbenachrichtigungen zur NRW-Landtagswahl nicht verschickt worden. Das teilte das Wahlteam der Stadt Bielefeld mit. Grund dafür war ein Fehler in der Produktion der Wahlbenachrichtigungen. Die Stadt Bielefeld wird deshalb Ersatzbenachrichtigungen verschicken. Das Wahlteam kann allerdings nicht ausschließen, dass manche Personen eine zweite Benachrichtigung erhalten oder gar keine. Trotzdem können Wahlberechtigte unter Vorlage ihres Personalausweises am 13. Mai wählen.

Hochschulnachrichten am 25.04.2012

Redaktion: Lisa-Marie Davies

Wenig ausländische Studierende bleiben nach dem Studium
Nur rund ein Viertel aller Studierenden aus dem Ausland bleibt nach Studienabschluss in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration, kurz SVR. Für die Untersuchung wurden rund 6 200 Studierende befragt. Das Ergebnis: Rund zwei Drittel würden gerne im Studienland bleiben, in Deutschland seien es sogar nahezu 80 Prozent. Gunilla Fincke, Direktorin des Forschungsbereichs des SVR, betont, dass die erhebliche Differenz zwischen der Zahl derer, die bleiben wollen und derer, die bleiben, auf erhebliche Hürden hinweist. Eine Hürde sei das komplizierte Ausländerrecht. Zudem gaben rund 40 Prozent der Befragten an, dass sie bereits Vorurteile gegen Ausländer in Deutschland erfahren hätten.

Universität Bielefeld international beliebt

Die Universität Bielefeld ist bei internationalen Stipendiaten besonders beliebt. Das ist das Ergebnis des Humboldt-Rankings 2012. Dort belegt die Universität Bielefeld im Bereich Naturwissenschaften den dritten Platz. Der Bielefelder Fachbereich Ingenieurswissenschaften landete auf dem 13. Platz. Im Gesamtranking der deutschen Hochschulen belegt die Universität Bielefeld den elften von 79 Plätzen. Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt Stipendien für Forschungsaufenthalte an ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Untersucht wurden die Forschungsaufenthalte zwischen 2007 und 2011.

Neuer Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
Horst Hippler ist neuer Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Auf einer Mitgliederversammlung wurde er in das Amt gewählt. Bis dato leitete Horst Hippler das Karlsruher Institut für Technologie, kurz KIT. Dieses gehört zu den so genannten Elite-Unis. Daher gab es vor der Wahl bedenken, ob Hippler für das Amt geeignet sei, da er alle Unis vertreten müsse, vor allem die forschungsschwachen. In seiner Position als Physiker ist Hippler bereits 2010 in die Kritik geraten, da er den Appell „Energiezukunft für Deutschland“ mitunterschrieben hatte, der für eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke wirbt. Die Hochschulrektorenkonferenz ist ein Zusammenschluss von rund 270 Universitäten und das Sprachrohr der Hochschulen gegenüber der Politik.

Herta Müller erhält Ehrendoktor der Uni Paderborn
Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller erhält die Ehrendoktorwürde der Universität Paderborn. Das gab die Universität jetzt bekannt. Laut des Literaturwissenschaftlers Professor Norbert Otto Eke solle mit der Verleihung das literarische Werk Herta Müllers gewürdigt werden. Zudem habe sich die Schriftstellerin immer gegen jede Form von Diktatur und für die Freiheit und Menschenrechte eingesetzt.Die Ehrendoktorwürde wird am 29. Oktober anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Hochschule verliehen.

Kritik an diesjährigem Zentralabitur
Das diesjährige Zentralabitur verlief laut Tageszeitung Neue Westfälische weites gehend problemlos. Doch auch wenn es keine größeren Probleme gegeben habe, gab es Kritik von Seiten der Lehrer. So seien die Aufgaben im Fach Mathematik zu umfangreich gewesen. Zudem sei ein Zwischenergebnis nicht richtig gewesen und ein abgefragter Aufgabentyp sei in keinem Unterrichtswerk behandelt worden. Im Fach Deutsch wurde eine Aufgabe verwendet, die ebenso in einem Lehrbuch stehe. Bereits 2008 wurden die Abiturientinnen und Abiturienten mit praktisch unlösbaren Mathematikaufgaben konfrontiert.

Leitlinien für Beschäftigungsverhältnisse an Hochschulen

Die Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, hat sich auf Leitlinien für befristete Beschäftigungsverhältnisse mit wissenschaftlichem und künstlerischem Personal verständigt.Die Leitlinien sollen einer verantwortungsvollen Personalpolitik dienen. Laut HRK-Mitgliederversammlung sollen so besonders junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gefördert werden. Gerade hier sei es notwendig, dass die Arbeitsverhältnisse planbar und die Befristungsbedingungen transparent seien. Zudem soll es berufliche Qualifikationsmöglichkeiten geben.

Hochschulnachrichten am 24.04.2012

Redaktion: Denis Sasse

Letzter Vortrag für Bielefelder Sportprofessorin
Die Bielefelder Sportwissenschaftlerin Prof. Christa Kleindienst-Cachay wird emeritiert. Seit mehr als zwanzig Jahren lehrt und forscht sie an der Universität Bielefeld. Zuletzt war sie die Leiterin des seit 2007 geführten Projekts „Integration von Migrantinnen und Migranten in und durch den Sport“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehörten u.a. das Sportengagement von Mädchen und Frauen im Sport unter besonderer Berücksichtigung von Sozialschichten und verschiedener Ethnien sowie die Geschichte des Sports im Nationalsozialismus. Anlässlich ihrer Emeritierung wird Prof. Christa Kleindienst-Cachay am Freitag, den 27. April ihren letzten Vortrag halten. Dieser findet unter dem Titel „Frauenbilder im Sport“ von 16:15 Uhr bis 17:00 Uhr in H13 der Universität Bielefeld statt.

FH Bielefeld auf der Hannover Messe
Die Fachhochschule Bielefeld präsentiert sich in diesem Jahr erneut auf der Hannover Messe. Mit vier Projekten des Spitzenclusters „It’s OWL – Intelligente Technische Systeme aus Ostwestfalen Lippe“ ist der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik in Hannover vertreten. Hier stellt sich u.a. das Verbundprojekt „Intelligente Arbeitsvorbereitung auf Basis virtueller Werkzeugmaschinen“ vor. Hierbei werden anhand virtueller Werkzeugmaschinen Methoden entwickelt, um Aufträge automatisiert einzurichten und effizient zu verteilen. Des Weiteren wird das Innovationsprojekt „Intelligente Verarbeitung von Großbauteilen mit großen Toleranzen“ vertreten sein. Ziel ist es hier, Großbauteile automatisiert durch Roboter zu schweißen. Außerdem können sich die Messebesucher am Stand der Fachhochschule über den Forschungsbereich „Industrielle Kommunikation“ informieren lassen. Auf der Hannover Messe präsentieren sich bis diesen Freitag rund 100 Unternehmen und Hochschulen aus der Region. Die Messe gilt als erste Anlaufstelle für Hochleistungstechnologien.

Masterwiki wird Hochschulperle im April 2012
Die Webseite „Masterwiki“ wurde mit der Hochschulperle des Monats April 2012 ausgezeichnet. Diese Website helfe Studierenden, den geeigneten weiterführenden Studiengang zu finden und sich erfolgreich zu bewerben“, heißt es in der Jury-Begründung des Stifterverbandes. Nach dem Wiki-Prinzip werden in dem Online-Portal systematisch die Erfahrungen von Studierenden beim Übergang vom Bachelor in den Master gesammelt und erfasst. Interessierte Bachelorabsolventinnen und –absolventen bekommen hier dann mögliche „Masterwege“ für ihr weiteres Studium aufgezeigt. Die Initiatoren von „Masterwiki“ wollen mit ihrer Online-Plattform die Möglichkeit bieten, negative wie positive Erfahrungen der Studienplatzsuche mit anderen zu teilen und damit eine wertvolle Orientierungshilfe zu bieten. Die Seite masterwiki.de ist seit August 2011 online und zählt bereits über 2.300 Einträge. Als Hochschulperlen werden innovative und beispielhafte Projekte verstanden, die in einer Hochschule realisiert werden.

Mehr Studienanfänger in ostdeutschen Flächenländern
Der Anteil der Studienanfängerinnen und –anfänger aus Westdeutschland ist in allen fünf ostdeutschen Flächenländern in den letzten Jahren angestiegen. Diese Ergebnisse präsentierte die Hochschulinitiative „Neue Bundesländer“ in der vergangenen Woche auf einer Tagung in Berlin. Auch das Ansehen der ostdeutschen Hochschulen bei den Studienbewerberinnen und –bewerbern aus Westdeutschland soll sich verbessert haben. Fast die Hälfte schätzt die Studienangebote als attraktiv ein und jeder Achte möchte gerne in Ostdeutschland studieren. Einer Befragung des Instituts für Marktforschung in Leipzig zufolge, ist der Anteil der westdeutschen Studieninteressierten, die die Studienangebote der ostdeutschen Hochschulen als attraktiv einschätzen, in den vergangenen Jahren von 35% auf 47% gestiegen.

Ausländische Studierende wünschen sich bessere Betreuung
Ausländische Studierende wünschen sich eine bessere Betreuung an Hochschulen. Das geht aus der aktuellen Studierendenbefragung „International Student Barometer“, kurz ISB, hervor. Trotz des allgemein guten Rufes deutscher Hochschulen wünschen sich die ausländischen Studierenden ein etwas ausführlicheres Feedback und mehr Hochschulmitarbeiter, die Englisch sprechen. Daneben sei auch die Unterbringung ein Problem. Außerdem herrsche Unzufriedenheit bei der Präsentation im Internet. So gab nur jeder zweite der Befragten an, dass er seine Hochschule beim sozialen Netzwerk Facebook finde. Im Gegenzug werden die Qualität der Lehre sowie der gute Ruf der Hochschulen und deren Abschlüsse geschätzt. Die 52 Hochschulen, die bei der Befragung im Herbst mitgemacht hatten, konnten mit einem praxisnahen und forschungsstarken Studium punkten. Die Werte lagen über dem ISB-Durchschnitt.

Hochschulnachrichten am 23.04.2012

Redaktion: Lisa-Marie Janßen, Demokrat Ramadani

Friedliche Nachbarschaft in Zentralasien
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) plant diese Woche eine Konferenz zum Thema „Friedliche Nachbarschaft“ in Zentralasien. Wegen vieler Konflikte in der Region Südkaukasus, Moldau und Ukraine werden dauerhafte Lösungen für eine friedliche Zukunft gesucht. Dazu sollen Experten über die Herausforderungen der Region berichten und Maßnahmen zwischenstaatlicher Verständigung aufzeigen. Die Tagung ist nur eine von vielen Veranstaltungen. Der DAAD bietet u.a. Sommerschulen, Fachkurse und Workshops sowohl in der Zielregion als auch in Deutschland an. Zwischen 2009 und 2011 organisierte der Deutsche Akademische Austauschdienst insgesamt 46 Projekte. Für 2012 sind 13 weitere geplant.

Die Bethel-Athletics an der Universität Bielefeld
Im Juli finden erstmals die Bethel-Athletics an der Universität Bielefeld statt. Dabei handelt es sich um ein Sportfest für Menschen mit Behinderung, das mittlerweile zum 16. Mal Sportlerinnen und Sportlern aus Deutschland zahlreiche Wettbewerbe anbietet. Erwartet werden mehr als 1.000 Teilnehmer sowie mehrere hundert ehrenamtlich tätige Bielefelder Studierende, Schülerinnen und Schüler. Auch Studierende der Universität Bielefeld haben sich an dem Angebot der Bethel-Athletics beteiligt. Der Wechsel des Veranstaltungsortes für die Bethel-Athletics ist nötig geworden, da die Sportanlagen in Gadderbaum umgebaut werden.

Trotz steigender Studienanfängerzahl keine Studiengebühren
NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze erteilt Forderungen nach Studiengebühren eine Absage. Das teilte sie im Vorfeld der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern mit. Nach derzeitigen Prognosen wird sich bundesweit die Zahl der Studien-Anfänger in den nächsten Jahren fast verdoppeln. In Nordrhein-Westfalen wird mit einem Anstieg von 56 Prozent gerechnet. „Mehr Studienanfänger bedeutet auch mehr Geld für die Hochschulen“, sagt Ministerin Schulze. Studiengebühren seien dabei aber der falsche Ansatz. Deshalb habe sie sich bei der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz für die Ausweitung des Hochschulpakts des Bund und der Länder ausgesprochen. Derzeit erhalten die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen für jeden zusätzlichen Studienanfänger über den Hochschulpakt 20.000 Euro. Bis 2015 wollen Bund und Länder jeweils 5 Milliarden Euro mehr in die Hochschulen investieren.

Raben besitzen ein Langzeitgedächtnis
Raben besitzen ein Langzeitgedächtntis. Sie erinnern sich sogar an die Beziehung, die sie zu ihren Artgenossen hatten. Dies ist das Ergebnis einer Studie zweier Kognitionsbiologen der Universität Wien. So reagieren Raben auf die Rufe ehemals bekannter anderer Raben mit erhöhter Rufqualität. Darüber hinaus bestimmt die Beziehung zu dem ehemaligen Artgenossen auch die Art der Antwort. “Freundliche” oder “feindselige” Beziehungen ändern die Tonlage der Antworten. Für die Studie sind die Raben vor einigen Jahren von Hand aufgezogen und anschließend an unterschiedliche Zoos verteilt worden. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift “Currend Biology” veröffentlicht worden.

Bund und Länder stocken Hochschulpakt auf
Wegen des Anstiegs von Studienanfängern sind Bund und Länder bereit, mehr Geld in die Hochschulen zu investieren. Das vereinbarten Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) und die Wissenschaftsminister der Länder am Freitag in Berlin. 2006 hatten sich Bund und Länder auf einen ersten Hochschulpakt über die gemeinsame Finanzierung von Studienplätzen geeinigt. Bis 2015 will der Bund rund 5 Milliarden Euro mehr zur Verfügung stellen. Etwa die gleiche Summe soll von den Ländern aufgebracht werden. Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Professorin Dr. Margret Wintermantel begrüßt diese Entscheidung. „Die HRK ist erleichtert, dass Bund und Länder die Bereitschaft signalisieren, Mittel bereit zu stellen“, so Wintermantel. Einzelheiten über die Aufstockung des gemeinsamen Hochschulpaktes soll eine Arbeitsgruppe festlegen. Dafür werden die Anmeldezahlen für das Wintersemester 2013/2014 abgewartet.

Studentenwohnheime für Touristen bei der EM
In der Ukraine sollen Studierende für die Touristen der EM im Juni die Studentenwohnheime räumen. In den Austragungsorten Kiew, Charkow, Donezk und Lemberg mangelt es an Unterkünften für Touristen. Darum hat der Reisekonzern TUI zusätzlich Zimmer in Studentenwohnheimen gebucht. Zwar endet das Semester in der Urkaine bereits im Mai, doch für einige Studierende geht es über die Räumung ihrer Zimmer hinaus. Studierende der Nationalen Medizinischen Universität in Kiew sollen ihre Zimmer vor der EM mit Eigenbeteiligung renovieren.

Hochschulnachrichten am 20.04.2012

Redaktion: Gerrit Rother

Rektorenkonferenz fordert Veränderung des Hochschulpaktes
Die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen hat Forderungen an Bund und Länder gestellt. Anlass ist das heutige Zusammentreffen von Wissenschafts- und Finanzministern der Länder und des Bundes in Berlin. In Anbetracht der Prognose von zusätzlich 100.000 neuen Studierenden bis 2015 sei der bisherige Hochschulpakt zu unflexibel. Außerdem sei er nicht hinreichend auf die anhaltend steigenden Zahlen von Studierenden eingestellt. Die Landesrektorenkonferenz fordert daher, dass ebenso wie das Land auch der Bund die Finanzmittel des Hochschulpaktes aufstocke, außerdem müssten die Vorauszahlungen an die Hochschulen ebenfalls angepasst werden. Die Landesrektorenkonferenz begründete diese Forderung mit der Bestrebung, allen Studierenden ein qualitativ-hochwertiges Studium zu bieten zu können. Weiterhin fordert sie eine Fortführung des Hochschulpaktes nach 2015, sowie die Einführung einer Masterkomponente, die die ansteigende Nachfrage nach Masterstudienplätzen regele.

DSW fordert höheres BAföG
Das Deutsche Studentenwerk, kurz DSW, fordert eine Erhöhung der BAföG-Sätze zum Wintersemester 2012/2013.
Ein Grund dafür sei, den BAföG-Satz an die gestiegenen Lebenshaltungskosten anzupassen. Laut DSW-Präsident Prof. Dieter Timmermann müssen die Bedarfssätze um mindestens 5 Prozent erhöht werden. Außerdem sollten die Elternfreibeträge um mindestens 6 Prozent angehoben werden, so Timmermann weiter. In ihrem jüngsten BAföG Bericht hatte die Bundesregierung angekündigt, zusammen mit den Ländern eine angemessene Anpassung der Zahlungen vorzunehmen. Das BAföG wird von Bund und Ländern gemeinsam finanziert; wobei der Bund rund 70 Prozent der Kosten trägt. Der derzeitige Höchstsatz für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, beträgt 670 Euro.

Start der 18. ALLBUS
Heute startet die 18. Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften, kurz ALLBUS. Zwischen April und September werden dabei rund 3.500 zufällig ausgewählte Personen kontaktiert, und mit ihrer Zustimmung, befragt. Durchgeführt wird die Umfrage vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften. In der Befragung werden in persönlichen Interviews Einstellungen, Verhaltensweisen und Sozialstruktur in Deutschland ermittelt. Dabei soll ein repräsentativer Querschnitt der deutschen Bevölkerung entstehen. Die gewonnenen Daten dienen vor allem der Forschung, finden aber auch Verwendung in Medien und Politik.

Forscher schaffen künstliche DNA-Alternative
Ein internationales Forscherteam hat eine künstliche Alternative zur DNA erschaffen. Dazu haben die Forscher sogenannte Xeno-Nukleinsäuren im Labor so verändert, dass sie Eigenschaften von DNA annimmt. Laut den Forschern schlage das Experiment eine Brücke zwischen Chemie und Biologie. Anwendung für die Ergebnisse seien u.a. die Herstellung von Medikamenten oder die Analyse von Wasserproben. Das Experiment untermauere außerdem die These, nach der es Vorläufermoleküle von DNA auf der Erde gegeben haben könne. Damit könne man, laut den Forschern, den Ursprung des Lebens besser verstehen.

Online Studie sucht Teilnehmer
Eine Online Studie der Bundeswehruniversität München sucht Teilnehmer. Hintergrund der Studie ist die persönliche Weiterbildung in unterschiedlichen Lebensphasen. Die Forscher möchten dabei herausfinden, wie sich Lernen und Weiterbildung sowie Einstellungen dazu im Laufe des Lebens verändern. Ebenso von Interesse ist, wie die Teilnehmer ihre persönliche Situation, ihre Arbeitssituation, sich selbst und ihre Weiterbildungsmöglichkeiten einschätzen. Um ein möglichst breites Bild der Bevölkerung zu erhalten, werden Teilnehmer aus allen gesellschaftlichen und Altersgruppen zu Teilnahme aufgerufen. Unter den Teilnehmern werden Preisgeldern von bis zu 200 Euro verlost.Den Link zur Studie findet ihr hier.

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