Der Morgen

InFakt am Dienstag, 30.09.14

Redaktion: Raphael Teichmann, Robert Rogalla

Neues WLAN-Netzwerk in der Universität
Mit Beginn des Wintersemesters wird es eine Änderung im WLAN – Netz der Universität geben. Wie das Hochschulrechenzentrum, mitteilte, soll das WLAN „eduroam“ das bisher bekannte Netzwerk „ubi“ ersetzen. Bis 2015 werden die beiden Netzwerke parallel betrieben – dann soll das alte Netzwerk „ubi“ abgeschaltet werden. Der Umstieg auf das neue Netzwerk war nötig, da durch die stetig wachsende Anzahl mobiler Geräte in der Uni immer mehr IP-Adressen bereitgestellt werden müssen. Künftig müssen sich Studierende mit ihrem Benutzernamen plus der Endung @uni-bielefeld.de (Bsp. mmustermann@uni-bielefeld.de) und dem HRZ-Passwort anmelden.

10 Jahre SchülerInnen-Büro der Universität Bielefeld
Das SchülerInnen-Büro der Universität feiert sein zehnjähriges Bestehen. Laut der Universität ist das Büro seit 2004 verantwortlich für die Organisation der Programme zur Studienorientierung. Dabei werden nicht nur Schulen, sondern auch einzelne Schülerinnen und Schüler betreut. Diese können zum Beispiel die Info-Wochen der Universität besuchen oder Studierende einen Tag lang begleiten. Neben der Netzwerkarbeit mit den Schulen organisiert das SchülerInnen-Büro Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer und eigene Messeauftritte. Gefeiert wird an diesem Donnerstag ab 15 Uhr im Gebäude X.

CERN feiert 60. Jubiläum
Die Europäische Organisation für Kernforschung CERN feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Die Organisation besteht seit 1954, wobei Deutschland eins der Gründungsmitglieder war. An der Forschungseinrichtung arbeiten circa 2500 Menschen aus ganz Europa und Gastwissenschaftler aus 113 Nationen. CERN koordiniert die europäische Teilchenphysik und betreibt einen großen Teilchenbeschleuniger, um Phänomene wie den Urknall oder Dunkle Materie zu erforschen. Daneben hat CERN in seiner Geschichte zum Beispiel auch die Grundlagen des Internets entwickelt.

Nervenzellen sorgen für schnelle Gesichtserkennung
Nervenzellen sorgen für ein schnelles Erkennen bekannter Menschen. Wie Forscher der University of Leicester in einem Experiment herausgefunden haben, sind dabei jeweils einzelne Nervenzellen für bestimmte Personen zuständig. Bei einem Prominenten sorgt also eine andere Zelle für die Wiedererkennung als bei einem Freund. Außerdem reagieren Menschen nicht auf einzelne Gesichtszüge oder Merkmale, sondern erkennen direkt das bekannte Gesicht.

Biowaffe als Krebs-Medikament
Das Gift des Milzbrand-Erregers Anthrax soll in Zukunft bei der Heilung von Krebs helfen. Wie das Massachusetts Institute of Technology berichtet, könnte das Bakterium vorherrschende Antikörper-Therapien bei Krebs entscheidend verbessern. Bisher hatten diese Therapien bei resistenten Krebszellen nur wenig Wirkung gezeigt. Ein modifiziertes Anthrax-Bakterium könnte die Antikörper-Enzyme direkt ins Zellinnere der Krebszellen transportieren. Dadurch könnten Krebszellen von innen heraus zerstört werden.

InFakt am Montag, 29.09.14

Redaktion: Kosmas Hotomanidis, Gero Brinkmann

Ehemaliger Pressesprecher der Uni Bielefeld gestorben
Der ehemalige Pressesprecher der Uni Bielefeld Dr. Gerhard Trott ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Wie die Universität berichtet, starb Trott bereits am vergangenen Montag hier in Bielefeld. Er war von 1971 bis 2005 Pressesprecher der Uni Bielefeld. In seine Zeit fielen einige hochschulpolitische Ereignisse, wie der sogenannte „Radikalenerlass“, die Bolognareform oder Proteste gegen Studiengebühren. Er war als Programmbeiratsvorsitzender außerdem maßgeblich an der Gründung von Hertz 87.9 mitbeteiligt.

Tagung am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung
Ab heute findet am Zentrum für interdisziplinäre Forschung eine Tagung zur Persönlichkeit von Menschen und Tieren statt. Laut der Uni Bielefeld beschäftigen sich die Forscher_innen mit der Frage, wie Verhaltensänderungen im Leben von Mensch und Tier ablaufen. Die Umwelt und genetische Eigenschaften verändern demnach ständig das Verhalten von Mensch und Tier. Dadurch ist Evolution überhaupt erst möglich. Die Tagung läuft noch bis Mittwochnachmittag.

Erstsemesterbegrüßung an der FH Bielefeld
Die Erstsemester des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Mathematik, kurz IuM, sind am Freitag in der FH Bielefeld begrüßt worden. Nach Informationen der FH sind rund 500 neue Studierende in das Audimax an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße gekommen. Sie bekamen in der Veranstaltung Informationen rund ums Studieren und wurden mit Ansprechpartnern vertraut gemacht. IuM-Dekan Dr. Lothar Budde begrüßte als Erster die Erstsemester. An der FH Bielefeld studieren insgesamt momentan rund 9.000 Studierende.

Antidepressive Wirkung von Sport entschlüsselt
Schwedische Forscher_innen haben die antidepressive Wirkung von Sport entschlüsselt. Laut Wissenschaftler_innen des Karolinska Instituts Stockholm machen spezielle Proteine in trainierten Muskeln Depressionssignale im Blut unschädlich. Die Proteine wandeln einen Signalstoff für Stress in Säure um. Die Säure kann nicht vom Blut ins Gehirn übergehen und dort ihre schädliche Wirkung entfalten. Die Forscher_innen erhoffen sich durch ihre Ergebnisse neue Behandlungsmöglichkeiten bei Depressionen.

Steinzeitliche Werkzeuge auch in Eurasien erfunden
Steinzeitmenschen in Eurasien und Afrika haben gleichzeitig Werkzeuge erfunden. Forscher_innen der Universität Connecticut fanden im heutigen Armenien 325.000 Jahre alte Werkzeuge. Die Werkzeuge entstanden nach zwei verschiedenen Techniken, deren Ursprung man bisher nur in Afrika vermutete. Zwischen den Steinzeitmenschen in Eurasien und Afrika bestand vor rund 300.000 Jahren aber noch kein Kontakt. Für die Forscher_innen ist das ein Beweis dafür, dass Menschen in Eurasien zu der Zeit einfallsreicher waren als bisher angenommen.

InFakt am Donnerstag, 25.09.14

Redaktion: Maren Berthold, Saskia Wöhler

Bielefelder Schüler gewinnt Bundesumweltpreis
Ein Bielefelder Schüler hat den Bundesumweltpreis gewonnen. Phil Bussemas vom Helmholtz-Gymnasium hat sich für sein Projekt mit Bienen beschäftigt. Mithilfe der botanischen Gärten in Bielefeld und Münster hat der 15 Jährige herausgefunden, welche Blumen, welche Bienenarten anziehen. Beim Bundesumeltwettbewerb können jedes Jahr 10 bis 20 jährige Projekte zum Umweltschutz einreichen.

Internationale Tagung an der Uni Bielefeld
An der Uni Bielefeld findet die German Conference on Bioinformatics statt. Wie die Uni berichtet, tagen ab dem 28. September vier Tage lang Wissenschaftler aus dem Bereich der Bioinformatik an der Universität. Es werden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt, außerdem können Nachwuchswissenschaftler ihre Fragestellungen und Lösungsansätze präsentieren. Organisiert wird die Tagung von Bioninformatikgruppen der Uni Bielefeld.

Studie belegt: Süßstoff ist ungesund
Süßstoff ist ungesund. Diese seit langem präsente These bestätigte eine Studie von israelischen Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature. Der Süßstoff führt bei gesunden Personen zu Heißhunger-Attaken und bei Diabetis-Patienten zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel.
Die Wissenschaftler fütterten Mäuse mit Süßstoff und maßen daraufhin ihren Blutzuckerspiegel. Der Wert war deutlich erhöht und sogar höher als bei Mäusen, die sogar Zucker-Wasser bekamen. Zudem beeinflusste der Süßstoff die Darmbakterien: Glucose konnte vom Darm nicht mehr richtig aufgenommen werden. Süßungsmittel kommen vor allem in Light-Getränken vor. Die Forscher empfehlen Light-Produkte nur in Maßen zu genießen.

DHV fordert Offenheit beim Umgang mit Bafög-Millionen
Der Deutsche Hochschulverband, kurz DHV, will Klarheit von den Ländern über die Verwendung der freiwerdenden Bafög-Mittel. Laut dem Präsidenten des DHVs Dr. Bernhard Kempen sei eine Offenlegung nötig, wenn der Bund ab 2015 die Kosten der Ausbildungsförderung komplett tragen soll. Jede weitere Verzögern sorge für Misstrauen. Mit dem neuen Bafög-Gesetz vom August wird die Bafög-Finanzierung mit dem kommenden Jahr komplett vom Bund getragen. Demnach werden Fördergelder für die Länder frei, die nun neu verteilt werden müssen. Die freiwerdenden Bafög-Mittel sind für die Bildungsausgaben bei Schulen und Hochschulen gleichermaßen bestimmt.

Gelähmte Ratten können wieder laufen
Schweizer Forscher haben ein Gerät entwickelt, das Querschnittsgelähmten das Laufen wieder ermöglichen soll. Wie das Fachjournal “Science Translation Medicine” berichtet, schafften es Forscher mit dem Gerät gelähmte Ratten wieder gehen zu lassen. Dazu stimulierten sie das geschädigte Rückenmark der Ratten elektrisch. Die Ratten konnten so nicht nur laufen, die Forscher konnten ihre Beinarbeit sogar so genau steuern, dass sie auch Treppen steigen konnten. Im nächsten Sommer wollen die Wissenschaftler mit den ersten Versuchen bei Menschen beginnen.

InFakt am Mittwoch, 24.09.14

Redaktion: Maureen Welter, Gero Brinkmann

Karl-Peter-Grotemeyer-Preis für Dr. Eva Baumann
Dr. Eva Baumann bekommt den Karl-Peter-Grotemeyer-Preis 2014. Das gab die Uni Bielefeld gestern bekannt. Die Kommunikationswissenschaftlerin Baumann fördere wie keine andere die Auseinandersetzung mit Themen abseits der Studienordnungen und Modulhandbücher, so heißt es in der Begründung. Sie verstehe, ihre Begeisterung für komplexe Sachverhalte auf die Studierenden zu übertragen. Studierende des Studienganges Health Communication schlugen Baumann für den Preis vor. Er wird im Rahmen des Jahresempfangs der Uni am 2. Oktober verliehen. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft verleiht den Preis seit 1997 jährlich für hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre.

Deutsch-australische Hochschulkooperation ausgeweitet
Deutsche Hochschulen sollen in Zukunft mit allen Hochschulen in Australien zusammenarbeiten können. Der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, und der australische Hochschulverband „Universities Australia“ unterzeichnen dazu eine Absichtserklärung. Man will mit dieser Absichtserklärung die Mobilität von Forschergruppen aus beiden Ländern fördern. So sollen Forschungskooperationen deutscher Hochschulen mit ganz Australien besser möglich werden. Seit 2005 gab es Forschungskooperationen mit nur 13 australischen Hochschulen.

Immer mehr Menschen in NRW beziehen Geld vom Staat
Immer mehr Menschen in NRW bekommen Geld vom Staat. Laut statistischem Landesamt war im letzten Jahr rund jeder Zehnte in NRW auf Leistungen vom Staat angewiesen. Die Zahl der Empfänger_innen stieg damit erneut. Spitzenreiter ist Gelsenkirchen. Dort bekommt jeder Fünfte staatliche Sozialleistungen. In Bielefeld kann rund jeder Achte nicht ohne Geld vom Staat leben.

Jugend-Forscht-Sieger mit zwei Preisen bei EU-Wettbewerb
Deutsche Nachwuchsforscherinnen und -forscher haben zwei Preise beim European Contest for Young Scientists bekommen. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden von der EU gestern in Warschau ausgezeichnet. Einen Preis gab es unter anderem für einen sechsbeinigen Aufklärungsroboter. Der Roboter kann in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen und zum Beispiel eingestürtze Gebäude erkunden. Beim Bundeswettbewerb “Jugend Forscht” gewann das Projekt im Fachgebiet Technik. Beim European Contest for Young Scientists gingen dieses Mal 119 Jugendforscher und – forscherinnen an der Start.

Lagerfeuer hat kulturelle Entwicklung gefördert
Lagerfeuer könnte die kulturelle Entwicklung unserer Vorfahren gefördert haben. Wie eine Forscherin der University of Utah herausgefunden hat, fördert die Geselligkeit am Lagerfeuer das Gemeinschaftswesen besonders. Das Beisammnensein am Feuer besänftigt und stimuliert Menschen. Für einige Buschleute in Namibia und Botswana ist das Versammeln ums Lagerfeuer auch heute noch typisch. Für ihre Forschung hat die US-Forscherin Polly Wiessner die Buschleute besucht.

InFakt am Dienstag, 23.09.14

Redaktion: Timo Oberhauser, Saskia Wöhler

Bielefelder Studie zu virtuellen Freundschaften veröffentlicht
Kindern und Jugendlichen sind reale Freundschaften wichtiger als virtuelle. Dies geht aus der neusten Studie des Bielefelder Entwicklungspsychologen Michael Glüer hervor. Glüer und sein Team befragten rund 1900 Schulkinder der Klassen 5 bis 10 zu ihrem Umgang mit sozialen Netzwerken. Für die Kinder sind Freunde, die sie hauptsächlich offline treffen, bedeutsamer, als reine online-Freundschaften. Auch persönliche Geheimnisse, würden sie eher ihren Offline-Freunden anvertrauen. Die Forscher begründen die Ergebnisse mit fehlender physischer Nähe in sozialen Netzwerken. Laut Glüer, würden Mimik und Gestik helfen, um soziale Situationen besser verstehen zu können. Dies schaffe Sicherheit.

Studierende mit Auslandserfahrung seltener arbeitslos
Studierende, die zwischenzeitlich im Ausland studiert haben,sind später seltener arbeitslos. Dies zeigt eine aktuelle Studie der EU-Kommission zur Wirkung des Austausch-Programms Erasmus. Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Auslands-Aufenthalt langfristig arbeitslos zu sein, sinkt demnach um die Hälfte. Die Forscher begründen dies mit einer höheren Bereitschaft der Austausch-Studierenden, für den Arbeitsplatz den Wohnort zu wechseln. So haben schon etwa 40% von Ihnen nach ihrem Studium mindestens einmal den Wohnort gewechselt. Bei Studierenden ohne Auslands-Erfahrung sind es hingegen nur 20%. Für die Studie wurden mehr als 75.000 Absolventen aus 34 europäischen Ländern befragt.

Zukuft der Exzellenzinitiative wird überprüft
Die Zukunft der Exzellenz-Initiative in Deutschland wird überprüft. Bund und Länder haben dazu eine internationale Experten-Kommission einberufen. Geprüft wird unter anderem, ob die Initiative die Wissenschaft in unserem Land nachhaltig gestärkt hat. Die Ergebnisse gelten als richtungsweisend, denn noch ist unklar, ob es auch in Zukunft eine Exzellenz-Initiative geben wird.
Seit 2005 fördern Bund und Länder mit insgesamt 4,6 Milliarden Euro Hochschulen in Deutschland. Von den Fördermitteln profitieren jedoch nur die sogenannten Elite-Universitäten, weshalb die Exzellenz-Initiative immer wieder in die Kritik gerät.

Moderner Mensch besiedelte Europa bereits früher als angenommen
Moderne Menschen besiedelten Europa schon viel früher als bisher angenommen. Das fanden Wissenschaftler der Stanford Universität heraus. Sie identifizierten dazu Steinwerkzeuge aus dem österreichischen Willendorf, die älter als 43.000 Jahre sein sollen. Bisher gingen Forscher davon aus, dass der moderne Mensch vor etwa 40.000 Jahren nach Europa kam. Nach dem Befund der Forscher teilte er sich seinen Lebensraum aber sogar noch mit seinem Vorgänger, dem Neandertaler.

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