Der Morgen

InFakt am 17.04.2014

Redaktion: Sabrina Velibeyoglu

Grundschüler haben kein Recht auf Ethik-Unterricht
Eltern haben keinen Anspruch auf Ethikunterricht für ihre konfessionslosen Kinder in der Grundschule. Das hat das Bundesverwaltungsgericht Leipzig gestern entschieden. Wie die Süddeutsche berichtet, hatte eine dreifache Mutter in Baden-Württemberg verlangt, den Ethik-Unterricht als Alternative zum Religionsunterricht anzubieten. Ihre konfessionslosen Kinder würden ansonsten benachteiligt, so die Mutter. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig lehnte jedoch die Klage mit der Begründung ab, dass das Grundgesetz den Religionsunterricht garantieren würde und das Fach Ethik nicht vorgeschrieben werden müsste.
In Deutschland können die Bundesländer frei entscheiden, ob und wann sie Ethikunterricht in den Schulen anbieten.

Uni Bielefeld startet Forschungsprojekt zu Versprechern
Die Universität Bielefeld startet ein Forschungsprojekt zum Thema „Sprachsystemverbesserungen“. In Zusammenarbeit mit der französischen Université Paris Diderot soll die Bedeutung von Lachern, Versprechern und Ausrufen erforscht werden. Die Ergebnisse sollen anschließend dazu genutzt werden, um Sprachdialoge in Computersysteme einzubauen, wie sie zum Beispiel schon in Telefonhotlines eingesetzt werden. Mit diesem Projekt erhoffen sich die Forscher- und Forscherinnen Missverständnisse in Sprachsystemen zu verringern. Das Projekt soll drei Jahre dauern.

Onsabrücker Studenten gewinnen Programmierwettbewerb
Vier Informatik-Studenten der Hochschule Osnabrück haben bei einem Wettbewerb des internationalen Chipherstellers „Intel“ gewonnen. Das berichtet die Hochschule Osnabrück. Die Master-Studenten haben es innerhalb des Wettbewerbs geschafft, einen parallelen Algorithmus und einen Code zu entwickeln, der bestimmte Muster in großen Bildern erkennen soll. Damit ist es zum Beispiel möglich, Personen auf Bildern von Menschenansammlungen zu erkennen. Das Sieger-Programm schaffte die Erkennung von verzerrten Logos auf einem 35-Mega-Pixel-Foto in unter zwei Sekunden.

Dju ruft zum Warnstreik auf
Die deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union, kurz dju und die Gewerkschaft Verdi haben für heute zu einem ganztägigen Streik aufgerufen. Mit dem Warnstreik sollen die Tarifforderungen der dju durchgesetzt werden. Unter anderem soll der Gehaltstarifvertrag für Redakteure und Redakteurinnen in Tageszeitungen neu abgeschlossen werden. Gefordert wird eine Gehaltserhöhung um 5,5 Prozent. Am Streik beteiligen sich vor allem Journalistinnen und Journalisten von regionalen Tageszeitungen und Onlineredaktionen aus der Bielefelder Umgebung. Ab 11 Uhr wird es eine Kundgebung im „Buntes Haus“ in Sennestadt geben.

Forscherteam gelingt Stimulation einzelner Sinneszelle
Deutschen und amerikanischen Forschern ist es nun erstmals gelungen, bei lebenden Personen einzelne Sinneszellen der Augen zu stimulieren.
Mit einer bestimmten Apparatur konnten die Wissenschaftler bei Testpersonen einzelne Farbsinneszellen, so genannte Zapfen, im Auge anregen und damit die Verschaltung der Netzhaut und Nervenzellen erklären. Mit dieser Methode hoffen die Forscher herauszufinden, wie das Auge Lichtreize zu Bildern verarbeitet. Die Forschern der Universität Bonn, der University of California und der University of Alabama erwarten ebenfalls mögliche Erkenntnisse auf die Frage, was bei Krankenheiten mit den Lichtsinneszellen passiert.

InFakt am 16.04.2014

Redaktion: Andreas Hermwille

AStA kritisiert Informationspolitik der Uni
Der AStA der Uni Bielefeld kritisiert die Uni-Leitung für ihre Informationspolitik. Es geht dabei um die Emails, mit denen Uni-Leitung und Fakultäten auf das Ende des Studienmodells 2002 hinweisen. Im Wortlaut nennt es der AStA „mehr als bescheiden“, das Ende des Studienmodells ausschließlich per Email zu kommunizieren. Man hätte sich eine aktivere Informationspolitik gewünscht. Vom Ende des Studienmodells 2002 sind alle Studierenden betroffen, die sich vor 2011 eingeschrieben haben. Diese müssen in diesem Semester ihren Bachelor abschließen, oder sich ins neue Studienmodell umschreiben. Ab dem Wintersemester 2014 kann das alte Studienmodell nicht mehr weiterstudiert werden.

TU Dresden exmatrikuliert 3000 Studierende
Rund 23000 schwerbehinderte Menschen in OWL haben keinen Job. Laut dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe konnte die Zahl zwischen Februar und März konnte die Zahl nicht verringert werden. 21 Menschen mit Behinderung konnten in Bielefeld einen neuen Job antreten. Das LWL-Integrationsamt bemüht sich um mehr behindertengerechte Arbeitsplätze. Es berät dazu Arbeitgeber und Arbeitnehmer und fordert eine behindertengerechten Ausstattung von Arbeitsplätzen.

Uni Duisburg Essen verliert Prüfungsaufgaben
An der Uni Duisburg Essen sind Prüfungsaufgaben verschwunden. Über 40 Lehramtsstudierende konnten darauf nicht ihr Erstes Staatsexamen ablegen, so berichtet der AStA der Uni. Nach mehrstündiger Suche im Landesprüfungsamt waren einige der Examensaufgaben zwar wieder aufgetaucht. Nach Meinung des AStAs ist es damit aber nicht getan. In einem offenen Brief fordert der AStA das Landesministerium von NRW nun auf, im Landesprüfungsamt die personellen Konsequenzen aus dem Vorfall zu ziehen.

Gesichter mit Bärten attraktiver als rasierte
Gesichter mit Bärten wirken attraktiver als Glattrasuren. Das ist zumindest das Ergebnis eines Forscherteams der University of New South Wales, Australien. Die These der Forscher war ursprünglich, dass unter vielen gleichen Gesichtern immer das Seltene attraktiver wird. Der Effekt war teilweise belegbar, aber zeigte sich besonders auffällig, wenn unter vielen rasierten Gesichtern ein paar wenige einen Bart hatten. Zur Studie wurden 1500 Frauen und 200 Männern verschiedene Gesichter vorgelegt.

InFakt am 15.04.2014

Redaktion: Gero Brinkmann

Wolfgang Schäuble diskutiert im ZIF
Wolfgang Schäuble kommt nach Bielefeld. Die Uni Bielefeld gab bekannt, dass der Bundesfinanzminister an der Jahrestagung im Zentrum für Interdisziplinäre Forschung teilnimmt. Die Tagung trägt den Titel „Warum Europa“. Dabei geht es um die Zukunft Europas in Zeiten der Krise. Auf der Tagung am 30. April diskutiert Schäuble zusammen mit anderen Experten aus Wissenschaft und Politik.

Rund 23000 schwerbehinderte Menschen in OWL ohne Job
Rund 23000 schwerbehinderte Menschen in OWL haben keinen Job. Laut dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe konnte die Zahl zwischen Februar und März konnte die Zahl nicht verringert werden. 21 Menschen mit Behinderung konnten in Bielefeld einen neuen Job antreten. Das LWL-Integrationsamt bemüht sich um mehr behindertengerechte Arbeitsplätze. Es berät dazu Arbeitgeber und Arbeitnehmer und fordert eine behindertengerechten Ausstattung von Arbeitsplätzen.

Bielefelder Forscher entdecken Sonnenschutz für Algen
Biologen von der Universität Bielefeld haben einen Sonnenschutz für Algen entdeckt. Nach Informationen der Forscher soll ein Protein mit Farbpigmenten den Algen Schutz vor Sonnenstrahlen bieten. Es bildet sich nur unter stressigen Umweltbedingungen. Die Bielefelder Forscher haben mit Kollegen aus Italien und Australien zusammengearbeitet. Sie haben ihre Ergebnisse jetzt als Vorabstudie in der renommierten Fachzeitschrift „Plant Cell“ veröffentlicht.

Ringvorlesung „Uni ohne Vorurteile geht heute weiter“
Die Ringvorlesung „Uni ohne Vorurteile“ geht heute weiter. Laut der Uni Bielefeld steht das Thema „Vorurteile, Stereotype, Diskriminierung“ auf dem Programm. Dabei stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Konflikt und Gewaltforschung ihr Forschungsergebnisse vor. Anschließend diskutieren sie mit Gästen, ob Bildung vor Toleranz schützt. Die Vorlesung startet um 18:15 Uhr im Hörsaal 6

78-jährige Bielefelderin um 10000 Euro betrogen
Ein 18-jähriger Mann hat eine ältere Bielefelder Dame um 10000 Euro betrogen. Wie die Polizei Bielefeld mitteilt, hat der Täter der Dame von der angeblichen Notlage eines nahen Verwandten erzählt. Die Frau hat ihm dann in ihrer Wohnung das Geld übergeben. Der Täter konnte inzwischen festgenommen werden. Die Polizei in Bielefeld warnt vor Personen, die sich am Telefon als Unglücksboten ausgeben.

InFakt am 14.04.2014

Redaktion: Kosmas Hotomanidis

Neue Mensa bald fertiggestellt
Die neue Mensa im Gebäude X der Universität Bielefeld soll Mitte Juli fertiggestellt sein. Laut der Universität wird die Mensa am 21. Juli in Betrieb gehen. Sie soll sowohl für Uni- als auch für FH-Studierende zentraler Anlaufpunkt sein. Die neue Mensa hat eine Kapazität von rund 1900 Sitzplätzen. Zusätzlich wird es auch eine neue Cafeteria und eine Cafebar im Neubau geben.

Anzahl ausländischer Studierender steigt
Mit Beginn des Sommersemesters kann die FH Bielefeld 33 Austauschstudierende begrüßen. Laut Grit Dörfel, Leiterin des Akademischen Auslandsamtes, steige die Zahl der Studierenden aus dem Ausland mit jedem Semester. Damit erhöht sich die Zahl der ausländischen Studierenden im aktuellen Studienjahr auf 85. Insgesamt gebe es an der FH Bielefeld 205 internationale Studierende. Auch die Zahl deutscher Studierender im Ausland sei gestiegen, so Dörfel weiter.

Big Brother Awards zum 14. Mal verliehen
Am Freitag hat der Bielefelder Datenschutzverein digitalcourage zum 14. Mal die Big Brother Awards verliehen. Zum ersten Mal wurde dieses Jahr aber auch ein Positivpreis verliehen. Er geht an Edward Snowden für seine Verdienste in der Aufklärung der Datenspionage der NSA. Der Negativpreis ging neben RWE unter anderem auch an das Bundeskanzleramt für dessen Verstrickung in den NSA-Überwachungsskandal. Die Politik habe nichts gegen die Verstöße der Bürgerrechte durch die NSA getan, so die Veranstalter. Mit dem Big Brother Award will digitalcourage auf Missstände im Datenschutz aufmerksam machen.

Deutsche Hochschulmedizin liegt zurück
Deutschlands hochschulmedizinische Forschung liegt im internationalen Vergleich zurück. Laut des aktuellen Gutachtens der Expertenkommission “Forschung und Innovation”, verfüge Deutschland zwar über leistungsstarke hochschulmedizinische Standorte, jedoch nehme keiner dieser Standorte eine internationale Spitzenposition ein. Als mögliche Lösung sieht das Gutachten vor, die Forschung stärker räumlich zu konzentrieren. Außerdem fordert die Kommission, dass die Arbeitsbedingungen an den Hochschulkliniken gefördert und attraktiver gestaltet werden sollen.

NRW-Wissenschaftsministerium startet Rückkehrprogramm
Das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium startet zum siebten Mal das Rückkehrprogramm für im Ausland forschende Wissenschaftler. Laut Wissenschaftsministerium werden fast vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Geld können ausgewählte Forscher über fünf Jahre eine eigene Forschungsgruppe an einer Uni in NRW aufbauen. Auch die Universität Bielefeld bietet die erforderlichen Voraussetzungen. Das Programm richtet sich dieses Jahr an Wissenschaftler, die bereits in Deutschland studiert haben und aktuell im Ausland in den Bereichen Energie oder Gesundheit forschen. Bis zum 15. Juni können sich Interessierte bewerben.

Koffein hilft gegen Alzheimer
Koffein soll gegen Alzheimer helfen. Das berichten Wissenschaftler der Universität Bonn, die sich im Rahmen eines deutsch-französischen Forschungsprojekts mit dem Thema beschäftigt haben. Ein typisches Merkmal der Alzheimer-Krankheit sind die Tau-Ablagerungen im Gehirn, die die Kommunikation der Nervenzellen blockieren. Koffein, so die Bonner Wissenschaftler, würde sich positiv auf diese Ablagerungen auswirken. In einem Test mit Mäusen konnten die Forscher bei den Tieren eine erhöhte Gedächtnisleistung nachweisen. Zunächst sollen weitere Tests an Tieren durchgeführt werden, bevor das Präparat Menschen zugänglich gemacht werden soll.

InFakt am 11.04.2014

Redaktion: Linda Thomßen

Freigeist-Stipendium für Bielefelder Biologin
Die Bielefelder Verhaltensbiologin Dr. Barbara Caspers bekommt ein mit bis zu einer Million Euro dotiertes Freigeist-Stipendium der Volkswagen-Stiftung. Das gab die Universität Bielefeld gestern bekannt. Das Stipendium ist auf fünf Jahre ausgelegt, erstmals bewilligt worden und richtet sich an „exzellente Postdocs, die risikobehaftete, unkonventionelle Forschung“ in Deutschland betreiben möchten, so die Stiftung. Caspers forscht zu den Fragen, wie der Geruch der Verwandtschaft entsteht und wie er wirkt. Neben Caspers erhalten noch zehn andere Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen das Stipendium. Es wird Ende April in Hannover verliehen.

Förderung wird zu wenig für Auslandsaufenthalte genutzt
Nur wenige Studierende in Europa nutzen ihren Anspruch auf ein staatliches Stipendium und Darlehen auch für ein Auslandsstudium. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der Academic Cooperation Association und des Deutschen Studentenwerks hervor. Viele der staatlichen Stipendien und Darlehen für Studierende in Europa könnten für das Auslandsstudium genutzt werden, aber nur ein Bruchteil der Studierenden macht Gebrauch davon. Von den grundsätzlich förderfähigen gut eineinhalb Millionen Studierenden in Europa nutzt nur jeder 25. diese Förderung auch tatsächlich für einen Auslandsaufenthalt. Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks sieht die Ursache darin, dass politisch zu wenig dafür geworben werde. Zudem könnte er sich vorstellen, dass administrative oder bürokratische Hürden abgebaut werden müssten.

Viele Internetseiten nicht mehr sicher
Auf vielen Internetseiten kann es derzeit zu Sicherheitslücken kommen. Wie die Zeit Online berichtet gefährdet ein Fehler in der weit verbreiteten Software „OpenSSL“ viele bisher als sicher angesehene Verbindungen im Internet. OpenSSL soll eigentlich helfen, Datenverkehr im Internet zu verschlüsseln. Doch eine gerade entdeckte Schwachstelle namens Heartbleed erlaubt es Angreifern, sensible Daten aus verschlüsselten Verbindungen zu stehlen. Wie das BIS Bielefelder Informationssystem gestern bekannt gab, seien Anwendungen wie das eKVV oder die Prüfungsverwaltung von diesem Problem nicht betroffen. Auch das Hochschulrechenzentrum stellte bei ihren Diensten keine Schwachstellen fest.

Kaum Geld für Radwege
In Bielefeld wird wenig Geld für Radwege ausgegeben. Das berichtet die Neue Westfälische. Aktuell dürfe sich Bielefeld zwar noch als fahrradfreundliche Stadt bezeichnen, allerdings seien die Radwege gerade in letzter Zeit nicht genug gefördert worden. Bielefeld investiert zurzeit 50 Cent pro Einwohner in Radwege, der Bund fordert das 26-fache. Nach Informationen der Neuen Westfälischen soll nun ein externer Moderator und Experte mit Vertretern der Verwaltung, der Politik und den Verbänden ab Jahresende bis zum Sommer an einem neuen Radfahrkonzept arbeiten. Für das Konzept sei ein Budget von bis zu 25.000 Euro geplant.

Älter dank Nahrungsergänzungsmittel
Der bewusste Griff zu Nahrungsergänzungsmitteln kann für mehr Vitalität im Alter sorgen. Darauf weist eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Jena hin, deren Ergebnisse nun in dem internationalen Magazin „Nature Communications“ veröffentlicht werden. Die Wissenschaftler haben in Tierversuchen herausgefunden, dass das Nahrungsergänzungsmittel Glukosamin das Leben von Mäusen verlängert. Die Ergebnisse würden darauf hin deuten, dass Glukosamin auch beim Menschen eine Verbesserung des Blutzucker-Stoffwechsels herbeiführen könnte. Das Nahrungsergänzungsmittel Glukosamin ist seit Jahrzehnten frei verkäuflich.

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