PROGRAMM

REDAKTION

INFO

Hochschulnachrichten am 01.02.2012

Redaktion: Gerrit Rother

Förderprogramm für Unis und Fachhochschulen gestartet
Das Förderprogramm „NRW Forschungskooperation“ ist gestern angelaufen. Mit dem Programm sollen gemeinsame Forschungsverbünde von Fachhochschulen und Universitäten gefördert werden, die besonders guten Absolventen eine Perspektive für eine Promotionen ermöglichen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sagte zu dem Programm, dass es die Kooperation zwischen Universitäten und Fachhochschulen stärken solle. Ein Master-Abschluss an der Fachhochschule müsse genauso zur Promotion berechtigen wie ein Master einer Universität, so Schulze weiter. Bis zum Jahr 2015 stellt das Wissenschaftsministerium rund 12 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Bewerben können sich dabei alle Fachhochschulen und Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Die Bewerbungsfrist für das Förderprogramm endet im Mai dieses Jahres.

Mutterliebe führt zu größeren Hirnen
Kinder mit liebevollen Müttern entwickeln größere Gehirne. Das hat jetzt eine amerikanische Studie ergeben. Forscher der Universität St. Louis haben dazu 92 Kleinkinder getestet. Bei einigen Tests wurden neben den Reaktionen der Kinder auch die Zuwendung und die Hilfe der Mütter bei den Aufgaben überprüft, und ein sog. „Zuwendungsindex“ erstellt. Nach drei Jahren wurden dann Teile des Hirns der Probanden vermessen. Dabei stellten die Forscher einen starken statistischen Zusammenhang zwischen der Größe und dem Zuwendungsindex fest. Dies zeige laut Forschern, dass die Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter wichtige Gehirnregionen anrege und ihre Entwicklung fördert.

Baden-württembergische Professoren am besten bezahlt
Professoren in Baden-Württemberg erhalten bundesweit das höchste Grundgehalt. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor. Rund 5.500 Euro pro Jahr erhalten Professoren auf einer W-3 Professur dort, rund 640 Euro mehr als ihre Kollegen in Berlin. In den Blick war die unterschiedliche Besoldung durch die Klage eines Marburger Professors gekommen. Dieser hatte seine Besoldung als verfassungswidrig empfunden, und beim Verwaltungsgericht Gießen geklagt. Der Fall soll vom Bundesverfassungsgericht im Februar entschieden werden. Die Bezahlung für Professoren in NRW liegt bundesweit im Mittelfeld. Hier liegt das Jahresgehaalt auf einer W-3 Stelle bei rund 5.300 Euro.

Arbeitslosenzahlen in Bielefeld gestiegen
Die Arbeitslosenzahlen in Bielefeld sind im Januar gestiegen. Rund 16.000 Personen sind demnach erwerbslos, das sind etwa 8 Prozent mehr als noch im Dezember. Auch im Raum OWL ist die Arbeitslosenquote gestiegen. Laut der Agentur für Arbeit sei ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter üblich. Einen Trend für das Jahr könne man jedoch noch nicht angeben. Dazu müsse man die Arbeitslosenzahlen im März abwarten, so die Agentur weiter.

Einigung zum deutschen Qualifikationsrahmen erzielt
Vertreter von Bund, Ländern und Sozialpartner haben sich gestern über die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmen, kurz DQR, geeinigt. Der DQR soll u.a. berufliche und akademische Kompetenzen erfassen. Als nationale Umsetzung des Europäischen Rahmens soll er zur angemessenen Bewertung und Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Das geschieht durch die Einordnung von beruflicher und akademischer Ausbildung in verschiedene Niveaustufen. Im Zuge der Einigung haben sich die Vertreter entschieden, allgemeinbildenende Schulabschlüsse zunächst nicht in den DQR aufzunehmen. Eine zweijährige berufliche Erstausbildung wird auf Niveau zwei angesiedelt, der Bachelor liegt genau wie der Abschluss als Meister auf Niveau sechs. Bundesbildungsminsterin Annette Schavan sagte zu der Einigung, mit dieser Entscheidung habe man einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bildungsraum Europa gemacht.

Forscher machen Hirnströme hörbar
Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, an den Hirnströmen abzulesen, was jemand gehört hat. Dazu haben Forscher der amerikanischen Berkley-Universität Patienten untersucht, die unter Epilepsie oder einem Hirntumor leiden. Diesen wurden Wörter und ganze Sätze vorgespielt. Über implantierte Elektroden wurden die Hirnströme über einer Region der Großhirnrinde gemessen, die beim Hören eine wichtige Rolle spielt. Mit hoher Treffsicherheit konnte das Forscherteam im Anschluss Klangbilder rekonstruieren, die den Worten stark ähnelten. Laut Forschern könne man vielleicht in Zukunft sogar Worte rekonstruieren, die eine Person nur gedacht hat.

Hochschulnachrichten am 31.01.2012

Redaktion: Anke Pfaffendorf

Zu hohe Arbeitsbelastung für Studierende
Studierende in NRW klagen über zu hohe Arbeitsbelastung.Das ist das Ergebnis der Online-Befragung „Besser studieren“. Über 40 % der Studierenden gab an, aufgrund von Nebenjobs die Leistungen im Studium nicht einhalten zu können. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze von der SPD stellte die Ergebnisse am Montag in Düsseldorf vor. Laut Schulze war die Beteiligung an der Online-Umfrage sehr erfolgreich. Aus der Opposition kam Kritik an der Darstellung der Ergebnisse. Diese sein nicht repräsentativ, da von den 500.000 Studierenden in NRW sich lediglich 20.000 an der Umfrage beteiligt haben.

Bielefelder Professorin im Wissenschaftsrat
Professorin Katharina Kohse-Höinghaus ist vom Bundespräsidenten für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen worden. Der Wissenschaftsrat ist ein Beratungsgremium in Deutschland und berät unter anderem die Bundesregierung. Beratungsaufgaben des Rates sind die Entwicklungen innerhalb von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. Katharina Kohse-Höinghaus ist seit über 15 Jahren Professorin für physikalische Chemie an der Universität Bielefeld.
Sie nimmt ihre Arbeit im Beratungsgremium morgen auf.

Neues EU-Forschungsprojekt
Biologinnen und Biologen wollen in dem neuen Projekt „PROMYSE“ Bakterien untersuchen, die Methanol verwerten können. In der Industrie produzieren Bakterien aus Glukose Verbindungen, die zur Herstellung von Kosmetik, Medikamenten und Kunststoffen gebraucht werden. In dem Projekt soll Glukose durch Methanol ersetzt werden. Kritiker bemängeln, dass der Traubenzucker anstatt als Lebensmittel als Industierohstoff verwendet wird. Glukose ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, aber auch essbar. Die Universität Bielefeld arbeitet mit europäischen Partnern in diesem Projekt an der Ersetzung von Glukose durch Methanol. Methanol ist massenhaft verfügbar.

Studierende nehmen Aufputschmittel
Jeder zehnte Studierende nimmt leistungssteigernde Mittel ein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hochschul Informations Systems. Danach nehmen rund fünf Prozent der Studierenden Schmerz-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel ein. Weitere fünf Prozent der Befragten greifen zu weicheren Mitteln wie Vitaminpräparaten, Koffein oder homöopathischen Substanzen. Am häufigsten zu solchen Mitteln greifen Studierende der Veterinärmedizin und Sportwissenschaft. Rund jeder Zweite nimmt die verschreibungspflichtigen Medikamente zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Studierende, die solche Mittel nehmen, weisen Eigenschaften wie Nervosität, Anspannung, Unsicherheit sowie eine stärkere Reaktion auf Stress auf. Für die Studie wurden die Angaben von 8000 Studierende aus dem letzten Wintersemester ausgewertet.

Der Mietpreis in Bielefeld liegt im Mittelfeld
Bielefeld liegt im Mittelfeld beim Mietpreisvergleich. Das ergab ein Mietpreis Ranking des Internetanbeiters immobilienscout24. Im Ranking wurden die 50 größten Städte in Deutschland verglichen. Spitzenreiter ist München mit einem Preis von knapp 13 Euro pro Quadratmeter. Schlusslicht und somit am günstigsten ist Chemnitz mit einem Preis von knapp 5 Euro pro Quadratmeter. In Bielefeld muss ein Mieter im Schnitt ca 6 Euro pro Quadratmeter zahlen.

In Aachen keine Operationen mehr an lebenden Schweinen
Studierende der RWTH Aachen operieren nicht mehr an lebenden Schweinen. Die Tierrechtsorganisation PETA forderte die Hochschule auf, ihre Praktik zu ändern. PETA kritisiert, dass Medizinstudierende an der Uniklinik lebenden Schweinen Organe herausoperierten. Mit sofortiger Wirkung wurde die Praktik jetzt eingestellt. Die Tierrechtsorganisation begrüßt die Entscheidung: Simulationen oder Modelle würden heute eine viel genauere Lehre garantieren als Operationen an lebenden Tieren. Das Medizinstudium an der RWTH Aachen würde durch diese Entscheidung an Qualität gewinnen, so PETA weiter.

Hochschulnachrichten am 30.01.2012

Redaktion: Kirsten Kästel

Maschinenbaustudent der FH Bielefeld erhält Auszeichnung für internationales Engagement

Hermann Monkam erhält eine Auszeichnung für internationales Engagement. Der Verein zur Förderung internationaler Studierender in Bielefeld (ViSiB) ehrte den Kameruner Maschinenbau Studenten für seinen Einsatz in der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG). Hermann Monkam leitet unter anderem einen wöchentlichen Länderabend, an dem Studierende über verschiedene Länder und dessen Kulturen aufgeklärt werden. Dabei ist auch jeder nicht evangelische Student willkommen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Amerikaner Daniel Brooks, der als Promotionsstudent an der Universität Bielefeld in der Abteilung Philosophie tätig ist. Er wurde unter anderem für seinen Einsatz bei der Integration von Gaststudierenden ausgezeichnet.

Studentisches Mitglied tritt nach Eklat zurück

StuPa-Mitglied Sören Witt ist von seinem Platz im Kuratorium der „Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft“ zurückgetreten. Grund für seinen Rücktritt sind die Äußerungen von Prof. Helmut Steiner während der Nominierung möglicher Preisträgerinnen und Preisträger für den „Preis für besonderes studentisches Engagement“. Der Präsident der „Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft“ (WLUG) bewertete die Nominierung des Frauencafés Anaconda als unangebracht. Laut Prof. Steiner seien lesbische Frauen und Transpersonen eine Randgruppe. Aus diesem Grund sei es fraglich, welchen Eindruck die Preisvergabe an das Frauencafé auf die Presse machen würde. Für Sören Witt sei eine Zusammenarbeit mit der WLUG ausgeschlossen, so lange sich diese nicht von homophoben und sexistischen Äußerungen distanziere.

Start des NRW-Rückkehrerprogramms

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eröffnet die neue Bewerbungsrunde des NRW-Rückkehrerprogramms. Seit vergangenem Donnerstag haben Nachwuchsforscherinnen und –forscher die Möglichkeit, sich für das bereits zum vierten Mal ausgeschriebene Programm zu bewerben. Das “Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland” bietet dem Wissenschaftsnachwuchs die Chance, eine eigene Arbeitsgruppe an einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl aufzubauen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine mindestens zweijährige Forschungstätigkeit im Ausland und ein herausragendes wissenschaftliches Profil. Die Nachwuchstalente können sich bis zum 26. März 2012 bewerben. [mehr]

Austauschprogramm ERASMUS wird 25 Jahre alt

Das Austauschprogramm ERASMUS wird heute 25 Jahre alt. Insgesamt 3 Millionen Studenten und Mitarbeiter haben seit 1987 am europaweiten Austauschprogramm teilgenommen. 33 Staaten sind an dem Programm beteiligt, darunter die 27 EU-Mitgliedstaaten, sowie Kroatien, Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei. Die Feierlichkeiten zum 25. Geburtstag des Austauschprogramms werden heute um 12.30 Uhr in Brüssel eröffnet. ERASMUS Botschafter aus allen beteiligten Ländern werden an der Pressekonferenz teilnehmen. Diese kann auch online verfolgt werden. [mehr]

Frühzeitige Eliminierung von Vorurteilen

Psychologen der Universität Jena analysieren die Entwicklung von Vorurteilen bei Kindern. Prof. Andreas Beelmann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena untersuchte mit seinem Team die Entwicklung des natürlichen Hangs zur Diskriminierung.Laut Beelmann werde es dann problematisch, wenn die positivere Bewertung der eigenen sozialen Gruppe irgendwann in Vorurteile, Benachteiligung und Diskriminierung anderer umschlägt. Die Lösung für das Problem liegt laut Studie in Kontakten zu möglichst vielen Personen, die zu unterschiedlichen sozialen Gruppen gehören. Die Studien zu diesem Themenbereich wurden am vergangenen Freitag in der Fachzeitschrift „Child Development“ veröffentlicht.

Zwölf europäische “Advanced Grants” für Spitzenforscher an bayerischen Universitäten vergeben

Zwölf Forscher an bayerischen Universitäten erhalten den “Advanced Grant”. Er ist die höchstrangigste Forschungsförderung der Europäischen Union. Sie wird für innovative Projekte von anerkannten, europäischen Forscher vergeben. Jeder ausgezeichnete Wissenschaftler erhält über fünf Jahre hinweg bis zu 3,5 Millionen Euro für das vorgeschlagene Forschungsprojekt. Zwölf der insgesamt 35 geförderten Forschungsprojekte an deutschen Hochschulen werden an bayerischen Universitäten durchgeführt. Bayern ist damit das erfolgreichste Land in Deutschland, gefolgt von Baden-Württemberg mit neun geförderten Projekten.

Hochschulnachrichten am 25.01.2012

Redaktion: Gerrit Rother

Nähe zum Zuhause wichtigstes Kriterium bei Studienplatzwahl

Bei der Auswahl eines Studienplatzes spielt die Nähe zum Elternhaus die größte Rolle. Das hat jetzt eine Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung ergeben. Für die Studie wurden 5000 Bewerbungen für das Fach Humanmedizin ausgewertet. Die untersuchten Bewerbungen wurden in den Jahren von 2002 bis 2008 an die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen geschickt. Laut Studie sei die Nähe zu den Eltern wichtiger als die Exzellenz der Hochschule oder gute Noten im Hochschulranking. Diese spielten nur eine mäßig wichtige Rolle. Gefördert wurde die Studie vom Bundesbildungsministerium.

Tagung zur Katastrophenkommunikation an der Uni Bielefeld
Morgen beginnt an der Universität Bielefeld eine Tagung zur Kommunikation in Katastrophensituationen. Auf der Tagung sollen die Ergebnisse der Forschungsgruppe „Communicating Disaster“ vorgestellt werden. Dabei haben sich Forscher verschiedener Disziplinen mit Kommunikationsprozessen in Katastrophenfällen beschäftigt. Die Wissenschaftler erforschten u. a. die mediale Berichterstattung bei Erdbeben, Unwettern und beschädigten Atomkraftwerken. Ein Ziel der Forschung war es, Lösungen zu entwickeln um Katastrophen kommunikativ besser zu bewältigen. Dies könne bspw. durch Nutzung sozialer Medien geschehen. Die Ergebnisse sollen auf der Tagung vorgestellt und diskutiert werden. Erwartet werden rund 70 internationale Teilnehmer aus verschiedenen Fachgebieten, darunter Soziologen, Psychologen und Leute aus der Katastrophenhilfe. Die Tagung wird am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung stattfinden und bis Samstag andauern.[mehr]

Medizinstudium soll verkürzt werden
Die EU-Kommission will das Medizinstudium um ein Jahr verkürzen. Bisher müssen Mediziner mindestens 6 Jahre studieren, in einem Änderungsvorschlag der Richtlinien, die jetzt den Mitgliedstaaten vorgelegt wurde, soll das Studium auf 5 Jahre verkürzt werden. Gleich bleiben solle dabei allerdings die vorgeschriebene Unterrichtszeit, diese liegt momentan bei rund 6000 Stunden. Kritik am Vorschlag wurde von den medizinischen Fachbereichen deutscher Universitäten geäußert. Laut diesen würde ein solches Modell mehr Stress für die Studierenden bedeuten, außerdem würde die praktische Ausbildung von Medizinern darunter leiden. Eine Verkürzung der Gesamtstudienzeit würde zudem finanziell schlechter gestellte Studierende belasten, da diese weniger Zeit hätten, ihr Studium mit Nebenjobs zu finanzieren. Ob der Vorschlag umgesetzt wird, muss erst noch entschieden werden.

App zur Falschgelderkennung entwickelt
An der Hochschule OWL ist eine App zur Falschgelderkennung entwickelt worden. Dabei wird der Geldschein einfach abfotografiert.
Die App könne dann mit Hilfe von Bildverarbeitung und Mustererkennung entscheiden, ob eine Banknote echt der falsch sei, so der Entwickler der App Professor Volker Lohweg. Angeboten wird die Software für sämtliche Betriebssysteme von Smartphones. Die Kamera des Telefons muss allerdings eine Auflösung von 600 Pixel haben, damit die Analyse funktionieren kann. Auf den Markt soll die Application in den nächsten Monaten kommen, ein Preis ist noch nicht bekannt.

Claire Danes von Harvard ausgezeichnet
Die Schauspielerin Claire Danes wird von Studierenden der Harvard University ausgezeichnet. Mitglieder der Hasty Pudding Theatergesellschaft, die an der Eliteuni beheimatet ist, haben sie zur Frau des Jahres 2012 gekürt. Die Hasty Pudding Theatricals ist die älteste amerikanische Unitheatergruppe, sie besteht bereits seit 1795. Bekannt ist die Gruppe für die Inszenierung von selbstgeschriebenen Musicals. Bereits seit über 60 Jahren zeichnet die Gruppe jedes Jahr eine Schauspielerin als Frau des Jahres aus. Claire Danes ist bekannt geworden als Julia im Kinofilm „Romeo und Julia“ aus dem Jahr 1996.

Hochschulnachrichten am 24.01.2012

Redaktion: Christopher Kulling

Studentisches Mentorenprojekt ist Hochschulperle 2011
Das studentische Projekt „Rock Your Life!“ ist zur „Hochschulperle 2011“ gewählt worden (3.316 Stimmen). Das gab der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestern bekannt. „Rock Your Life!“ qualifiziert Studenten als Mentoren für Schüler. Neben schulischen und persönlichen Hilfestellungen, geben die Mentoren den Schülern auch Tipps zum Einstieg in die Berufswelt. Das Projekt gibt es schon in über 20 Städten; Bielefeld ist noch nicht dabei. Die „Hochschulperle des Jahres“ wurde online gewählt und ist mit 3.000 Euro dotiert. Auch die Bielefelder Suchmaschine BASE war nominiert. Sie landete hinter „Rock Your Life!“ auf dem zweiten Platz (2.420 Stimmen). [mehr]

Podiumsdiskussion mit Heiner Geißler
In der Universität Bielefeld findet heute Abend eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt. Die fünften Bielefelder Rechtsgespräche stehen unter dem Titel „Was tun gegen Neonazis – Demokratie verteidigen“. Diskutiert werden beispielsweise Fragen zum richtigen Umgang mit der rechten Szene. Auf dem Podium sitzen unter anderem Ex-Bundesminister Heiner Geißler und der ehemalige Chef der deutschen Geheimdienste, Hansjörg Geiger. Die Podiumsdiskussion ist öffentlich und beginnt um 18.30 Uhr in Hörsaal 4. [mehr]

Jeder fünfte Deutsche ist latent antisemitisch
Rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung ist latent antisemitisch. Zu diesem Ergebnis kamen Experten im Rahmen einer Untersuchung des Bundestags. Laut der Wissenschaftler zeigt sich der Antisemitismus bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Er zeige sich vor allem in weit verbreiteten Vorurteilen und Klischees über Jüdinnen und Juden. Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass der Antisemitismus hauptsächlich von Rechtsradikalen verbreitet wird. Diese seien auch für rund 90 Prozent der Straftaten mit antisemitischem Hintergrund verantwortlich. Aber auch im linken Spektrum und in der Mitte der Gesellschaft zeige sich der Antisemitismus, häufig in der Kritik am Staat Israel. Im europaweiten Vergleich liege Deutschland im Mittelfeld. Besonders weit verbreitet sei der Antisemitismus in Polen, Ungarn und Portugal. Als bislang wichtigste Langzeitstudie zu dem Thema gilt die an der Universität Bielefeld entstandene Studie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit.

Bielefelder Biologe ausgezeichnet
Der Bielefelder Biologe Prof. Karl-Josef Dietz wird mit dem Gay-Lussac-Humboldt-Preis ausgezeichnet. Geehrt wird er für seine Verdienste um die deutsch-französische Wissenschaftskooperation und seine international anerkannten Forschungsarbeiten. Das Forschungsgebiet von Prof. Karl-Josef Dietz ist die Biochemie und Physiologie von Pflanzen. Konkret untersucht er, wie Pflanzen Signale aus der Umwelt wahrnehmen und sich gegebenenfalls genetisch verändern. Der Gay-Lussac-Humboldt-Preis ist mit 60.000 Euro dotiert. Außerdem ist er mit einem Aufenthalt an einer französischen Forschungseinrichtung verbunden. Prof. Karl-Josef Dietz ist bereits der vierte Wissenschaftler der Uni Bielefeld, der mit diesem Preis ausgezeichnet wird. [mehr]

Youtube wächst und wächst
Auf Youtube werden jeden Tag 4 Milliarden Videos abgerufen. Wie der Mutterkonzern Google mitteilte, ist das ein Zuwachs von 25 Prozent in den letzten acht Monaten. Erklärbar sei der starke Zuwachs unter anderem durch die stärkere Einbindung der Smartphone-Version. Auch das neue Designkonzept der Seite scheine sich ausgezahlt zu haben. Die Youtube-Nutzer rufen aber nicht nur mehr Videos ab, sondern laden auch mehr hoch – laut Google 60 Stunden Material pro Minute.

Politisches Denken teilweise biologisch begründet
Politische Ansichten sind teilweise biologisch begründet. Zu diesem Schluss kommen Psychologen und Politikwissenschaftler der Universität von Nebraska. In Experimenten hatten sie Probanden jeweils zwei Bilder vorgesetzt; ein angenehmes und ein abschreckendes. Über Elektroden auf der Haut wurden emotionale Reaktionen erfasst, über sogenannte Eyetracker die Augenbewegungen. Konservative Wähler reagierten stärker auf unschöne Bilder und fokussierten sie länger. Liberale reagierten im Vergleich stärker auf die angenehmen Bilder und sahen sie länger an. Die Schlussfolgerung der Forscher: Konservative widmen sich eher negativen Aspekten, Liberale konzentrieren sich stärker auf Positives.

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