Der Morgen

InFakt am Donnerstag, 23.10.2014

Redaktion: Ramona Lummer

Europaparlament ist gegen Forschungskürzungen
Das Europaparlament hat sich gestern bei Verhandlungen um den EU-Haushaltsentwurf 2015 deutlich gegen geplante Forschungskürzungen ausgesprochen, das geht aus einer Pressemitteilung des Europaparlaments hervor. Damit stellt es sich gegen die Kürzungspläne des Europäischen Rates. Statt der Kürzungen fordert das Parlament knapp 200 Millionen Euro zu investieren – unter anderem für das Erasmus+ Programm. Bis November müssen sich Europäischer Rat und Parlament auf einen gemeinsamen EU-Haushaltsentwurf einigen.

Forscher stellen Temperaturexperiment vor
Bielefelder Forscher haben erstmals mit magnetischen Molekülen Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt erreicht. Gemeinsam mit einem internationalen Wissenschaftlerteam haben sie es geschafft, über ein alternatives Verfahren Temperaturen unterhalb von minus 272 Grad Celsius zu erreichen. Das neue Verfahren mit magnetischen Molekülen ist eine Alternative zum deutlich teureren Helium. Die Forscher haben ihr Verfahren gestern in dem Wissenschaftsjournal „Nature Communications“ vorgestellt.

Landesregierung will mehr Flüchtlinge aufnehmen
Die Erstanlaufstelle für Flüchtlinge in Bielefeld soll bis 2015 um 200 Plätze erweitert werden. Nach Angaben der Neuen Westfälischen möchte das Land NRW kurzfristig landesweit insgesamt 1.800 neue Plätze für Flüchtlinge schaffen. Damit reagiert das Land auf eine Steigerung der Asylerstanträge um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Regelunterkünfte sind aktuell mit etwas mehr als 6.000 Menschen überbelegt. Das Land NRW will das Budget für Flüchtlingsarbeit im kommenden Jahr vervierfachen.

Kooperation bei Kinderbetreuung in Minden
Durch eine Kooperationsvereinbarung der FH Bielefeld mit der Stadt Minden sollen vor Ort vier Kita-Plätze für Kinder von Studierenden entstehen. Die FH Bielefeld hat gestern bekannt gegeben, dass mit der Fertigstellung einer neuen Kindertagesstätte in Minden nächstes Jahr vier Kita-Plätze für Studierende und Unipersonal zur Verfügung stehen sollen. Die Plätze sind für Kinder unter drei Jahren vorgesehen. Die Stadt Minden hat darüber hinaus einen zentralen Ansprechpartner für den Campus Minden bekannt gegeben. Am Campus Minden hatte es bisher keine Möglichkeit der Kinderbetreuung für Studierende gegeben.

Kooperationsprojekt soll weiter ausgebaut werden
Die Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes Professorin Dr. Margret Wintermantel hat in St. Petersburg das Büro des Zentrums für Deutschland- und Europastudien (ZDES) besucht. Laut der Universität Bielefeld soll die Forschung des ZDES jetzt weiter ausgebaut werden. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Bielefeld und der Staatlichen Universität St. Petersburg. Das Projekt widmet sich den Deutschland- und Europastudien in den Sozial- und Kulturwissenschaften. Anfang des Jahres hatte der Deutsche Akademische Austauschdienst die Weiterförderung des Projekts bewilligt.

InFakt am Mittwoch, 22.10.2014

Redaktion: Maureen Welter

Universität Bielefeld baut riesiges Teleskop
Die Universität Bielefeld baut zusammen mit der Uni Hamburg und dem niederländischen Radioastronomie-Institut ASTRON ein großes Radioteleskop. Die Antennen-Installation, die so groß wie ein Fußballfeld wird, entsteht in Norderstedt bei Hamburg. Wie die Universität Bielefeld mitteilte, ist dieses Teleskop eines von weltweit 49. Die Ergebnisse der Riesenteleskope werden an einen Computer gesendet und ergeben zusammen so das internationale LOFAR-Teleskop. Durch den Zusammenschluss der Riesen-Teleskope werden Bilder von weit entfernten, jahrmillionen alten Galaxien ermöglicht.

Kooperation zwischen FH Bielefeld und Mindener Sportverein
Der Campus Minden kooperiert mit dem Turn- und Sportverein Eintracht Minden. Damit haben die Studierenden dort nun den Status eines Vereinsmitgliedes, wie die FH Bielefeld mitteilte. Initiiert wurde die Zusammenarbeit von einem Mindener Studenten. Jährlich kostet das Angebot die Hochschule 1.000 Euro. Man erhofft sich dadurch, das Studieren in Minden attraktiver zu gestalten und die Studierenden mehr an die Stadt zu binden.

Gelähmter kann wieder gehen
Verletztes Rückenmark konnte erstmals wiederhergestellt werden. Ein britisches Forschungsteam pflanzte die Nervenzellen eines Patienten aus seiner Nase in sein Rückrat, wie das Fachjournal „Cell Transplantaion“ berichtete. Der Mann war seit vier Jahren gelähmt. Dass er nun wieder gehen kann sei, so einer der beteiligten Wissenschaftler, „beeindruckender als ein Mond-Spaziergang.“
Es sind weitere Versuche in Großbritannien und Polen geplant.

Bachelor-Abschluss nicht immer wichtig für Firmen
Firmen verlangen nur teilweise einen Bachelor-Universitätsabschluss. Das Handelsblatt befragte 40 Großunternehmen nach Neuanstellungen und deren Bachelor-Abschlüssen. Demnach habe die staatliche Förderbank KfW 2013 keine Bachelor-Absolventinnen und- Absolventen eingestellt. Bei Technologie- und Chemieunternehmen hatten ca. 10 Prozent einen Bachelor-Abschluss. Die Commerzbank und die Deutsche Telekom haben mit fast 50 bis 70 Prozent den höchsten Anteil an Bachelor-Abschlüssen unter den Neuangestellten.

Mädchenschulen besser als ihr Ruf
Mädchenschulen können Rollenbilder überwinden. Der strikt Geschlechter getrennte Unterricht ermögliche es den Mädchen, aus klassischen Rollenbildern auszubrechen beziehungsweise nicht erst in sie hinein zu geraten, wie die Frankfurter Allgemeine berichtet. So seien Mädchen auf reinen Mädchenschulen wesentlich besser in technisch- und naturwissenschaftlichen Fächern. Momentan liegen die meisten dieser Schulen in Bayern, in Ost- und Norddeutschland ist der Anteil der Geschlechter getrennten Schulen am geringsten.

InFakt am Dienstag, 21.10.2014

Redaktion: Anna Schulze

Bielefelder Physiker erweitern Forschungsarbeiten
Physiker der Universität Bielefeld erweitern ihre Mitarbeit bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Wissenschaftler sind somit nun an vier Projekten des Schwerpunktprogramms „Spin Caloric Transport“ beteiligt. Dabei arbeiten die Wissenschaftler an den physikalischen Grundlagen, um magnetische Signale mit Wärme zu erzeugen. Auf dieser Basis könnten künftig energiesparende Computer hergestellt werden.

Bund fordert Maßnahmen gegen Studienabbrecher
Der Bund will die Zahl der Studienabbrecher verringern. Laut dem Entwurf der Bund-Länder-Vereinbarung zum Hochschulpaket 2020, sollen die Hochschulen „zielgerichtete Maßnahmen“ gegen den Studienabbruch entwickeln. Ab 2016 sollen die Länder zehn Prozent der vom Bund erhaltenen Mittel für jeden Studienplatz, in die Maßnahmen, investieren. Diese Gelder werden den Hochschulen künftig an anderen Stellen fehlen.

Geplante Verlängerung der Exzellenzinitiative
Die Exzellenzinitiative soll verlängert werden. Das geht aus einer Vorlage der gemeinsamen Wissenschaftskonferenz hervor. Die Exzellenzinitiative fördert herausragende Forschungen an deutschen Universitäten. Die Förderung läuft bislang bis 2017. Wegen dem erfolgreichen Verlauf des Projekts, ist eine Verlängerung der Exzellenzinitiative möglich. Über die geplante Verlängerung entscheiden Ende des Monats die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern.

Finanzielle Erhöhung der Flüchtlingshilfe
Das Land NRW erhöht die finanzielle Hilfe für die Flüchtlingsarbeit der Kommunen. Das geht aus dem gestrigen „Flüchtlingsgipfel“ in Essen hervor. Die finanzielle Hilfe durch das Land NRW wird um 25 Prozent erhöht. Somit stehen den Kommunen rund 46 Millionen Euro für Unterkunft, psychologische und soziale Betreuung, sowie einen Gesundheitsfond, der Flüchtlinge zur Verfügung. Außerdem soll das Personal vergrößert und das Ehrenamt unterstützt werden. Ausschlaggebend für den Flüchtlingsgipfel waren Misshandlungsfälle in Flüchtlingsunterkünften.

Folgen von Fastfood geschlechtsspezifisch
Forscher der University of Texas haben im Versuch mit Mäusen geschlechtsspezifische Gesundheitsfolgen beim Fastfood-Verzehr festgestellt. Laut der Studie haben männliche Mäuse nach einer langzeitigen Fastfood-Ernährung deutlich höhere gesundheitliche Probleme, als weibliche Mäuse. Während die männlichen Mäuse von Herzproblemen und Entzündungen im Gehirn betroffen waren, traten diese Probleme bei den weiblichen Mäusen nicht auf. Grund dafür ist vermutlich das weibliche Hormon Östrogen. Ein möglicher Zusammenhang zum Menschen muss noch untersucht werden.

InFakt am Montag, 20.10.2014

Redaktion: Anna Habenicht

Forderung nach Studiengebühren
Die Hochschulrektorenkonferenz, kurz HRK, fordert die Wiedereinführung von Studiengebühren. Wie der HRK Präsident Horst Hippler der Süddeutschen Zeitung erklärt, sei der Grund die mangelnde Finanzierung der Universitäten. Um auch sozial schlechter gestellten Menschen ein Studium zu ermöglichen, könnten „nachgelagerte Gebühren“ eingeführt werden. Das Studium wäre dann selbst kostenfrei, gut verdienende Absolventen müssten aber einen kleinen Anteil ihres Einkommens abgeben. Zuletzt hatte Bayern, als letztes Bundesland, die Studiengebühren 2013 wieder gestrichen.

Neue Richtlinien bei sexueller Belästigung
Die Uni Harvard hat neue Richtlinien für sexuelle und geschlechtsbezogene Belästigung eingeführt. Auslöser waren die öffentlichen Anschuldigungen von Studierenden, ihre Universitäten würden nicht gegen sexuelle Gewalttäter an Unis vorgehen. Als erste amerikanische Universität reagiert Harvard mit den neuen Richtlinien auf die Anschuldigungen. „Harvard hat Maßnahmen zur Beurteilung von Fällen sexuellen Fehlverhaltens eingeführt, denen die Grundbestandteile von Fairness fehlen und die sich übertrieben zum Nachteil des Beschuldigten auswirken.“ Das denken 28 Professoren und Mitarbeiter der Harvard Law School über die neuen Richtlinien ihrer Universität. Sexuelle Belästigung wird dort unter anderem als „sexuelle Annäherungsversuche, ob mit oder ohne physischen Kontakt“, sowie „schlüpfrige oder sexuelle Anspielungen, Witze oder Gesten“ definiert. Besonders an den Richtlinien: Es gilt der Grundsatz der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Eine Schuldzuweisung muss demnach nur überwiegend wahrscheinlich zutreffen. Die Richtlinien werden stark kritisiert. Viele Professoren und Mitarbeiter halten die Regelungen für unfair, einige Studierende wünschen sich jedoch noch härtere Richtlinien. Die Uni-Leitung in Harvard verteidigte ihr neues Vorgehen als “fachkundig, fair und objektiv”.

Unterbrechung bei Westfalenderby
Beim Derby Bielefeld gegen Münster kam es zu Ausschreitungen. Nach dem 3. Treffer der Münsteraner zündeten die Zuschauer des DSC Arminia im Fanblock Böller, Pyros und Raketen. Einige Böller flogen bis auf das Spielfeld. Die Partie musste für 10 Minuten unterbrochen werden. Während und nach dem Spiel kam es zu keinen Festnahmen, einige Täter sollen aber mithilfe von Videoaufzeichnungen ermittelt werden. Preußen Münster hat das Spiel mit 3:1 gewonnen. Damit hat Arminia die mögliche Tabellenführung verpasst und liegt jetzt auf dem 4.Platz.

Proteste gegen Islamischer Staat
Am Wochenende kam es in Bielefeld zu Protesten gegen die terroristische Vereinigung Islamischer Staat. Wie die Polizei mitteilt demonstrierten ca 1700 Menschen „gegen das Massaker in Kobane“. Die Versammlung verlief nach Aussage der Polizei weitgehenden friedlich. Es wurden 4 Fahnen mit verbotenen Zeichen sichergestellt. Eine Auseinandersetzung mit einem Autofahrer wurde durch den Einsatz von Pfefferspray beendet. Dabei wurden 2 Personen leicht verletzt und ein Demonstrant festgenommen. Organisiert wurde die Demo vom Bündnis der Demokratischen Kräfte.

InFakt am Freitag, 17.10.2014

Redaktion: Hannes Westermann

Ergänzung zur Meldung zum Hackerangriff an der TechFak
Am Mittwoch haben wir in unseren Nachrichten von einem Hackerangriff an der Technischen Fakultät berichtet.
Im Detail stellten sich einige Punkte vielleicht anders dar, als es in der ersten Berichterstattung den Anschein machte.
Der Angriff fand über den Account eines Mitarbeiters statt. Anscheinend hatte man sich sein Passwort erschlichen.
Über den Account wurde Schadsoftware auf Nutzerkonten geschickt. Der Angriff ist allerdings nach anderthalb Stunden unterbunden worden. Die Konten wurden auf den Stand von Sonntag zurückgesetzt, wodurch die eingespielte Schadsoftware keine Wirkung entfalten kann.
Weitere Informationen gibt es direkt bei der [Technischen Fakultät].

Vorträge an der Universität Bielefeld über Psychische Erkrankungen
An der Universität Bielefeld wird es Vorträge über Psychische Erkrankungen geben.
Mitarbeiter der Psychotherapeutischen Ambulanz kurz PAB werden dann über die häufigsten psychischen Erkrankungen sprechen. Die Universität gibt an, dass die Vorträge bereits kommende Woche beginnen sollen. Im Vordergrund der Vortragsreihe werden psychische Störungsbilder sowie Behandlungsmöglichkeiten stehen. Zudem soll dabei mit Vorurteilen aufgeräumt werden.

Bielefelder Evolutionsbiologe stellt Themenheft zusammen
Der Bielefelder Evolutionsbiologe Steven Ramm hat ein Themenheft über Samenzellen zusammengestellt. Wie die Universität berichtet, erschien das Heft gestern in der neuen Ausgabe des wissenschaftlichen Magazins „Molecular Human Reproduction“. Den Themenschwerpunkt stellen laut Ramm Fragen, wie genau der Konkurrenzkampf von Millionen Samenzellen um eine Eizelle funktioniert, dar. Für Evolutionsbiologen könnte dies relevant sein, da man durch die neuen Erkenntnisse, Spermien genetisch so verändern könnte, dass diese fruchtbarer werden.

Bioökonomin der FH Bielefeld wird ausgezeichnet
An der Fachhochschule Bielefeld wurde die Bioökonomin Rieke Lohse ausgezeichnet. Sie erhielt den Posterpreis der Bioökonomie. Ausgezeichnet wurde sie vom Fachbereich Ingenieurwissenschaft und Mathematik. Die FH berichtet, dass der Preis für die Projektleitung „Fermentation and Formulation of Biologicals and Chemicals“ vergeben wurde.
Forschungsschwerpunkt des Projekts war die Herstellung eines Bioinsektizids.

Studentische Krankenkassentarife bis 37 begrenzt
Studentische Krankenkassentarife gelten nur bis zum 37. Lebensjahr. Das Bundessozialgericht entschied gestern, dass die vergünstigten Tarife in Ausnahmefällen nicht weiter als bis zum 37. Lebensjahr verlängert werden können.
Generell gilt die Vergünstigung nur bis zum 14. Fachsemester oder bis zum dreißigsten Lebensjahres.
Hintergrund war die Klage eines Studenten dem seine Krankenkasse den Tarif nach seinem 37. Geburtstag gekündigt hatte. Seine Klage wurde mit der Entscheidung abgelehnt.

Hochschulrektorenkonferenz fürchtet um Forschungs Finanzierung

Der Senat der Hochschulrektorenkonferenz kurz HRK fürchtet um die Finanzierung von Forschungsprojekten.
Die HRK fordert ein Ende des Streits von Bund und Ländern. In dem Streit geht es um die Finanzierung der so genannten Programmpauschale. Die Programmpauschale ist die finanzielle Grundlage für die meisten Forschungsprojekte der Hochschulen. HRK Präsident Pr. Dr. Horst Hippler bezeichnete einen Wegfall der Programmpauschale als einen Todesstoß für wichtige Forschungsvorhaben.

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