Der Morgen

InFakt am Freitag, 28.08.2015

Redaktion: Nils Floß

Einsatz von Spitzel war rechtswidrig
Der Einsatz eines V-Mannes in der linkspolitischen Szene in Heidelberg war vermutlich rechtswidrig. Diese Meinung äußerte die Richterin des Karlsruher Verwaltungsgericht noch vor Abschluss des Prozesses. Im Prozess geht es um den Polizei-V-Mann „Simon Brenner“, welcher in Heidelberg linkspolitisch orientierte Studierendenverbindungen überwacht hat. Der eigentliche Vorfall liegt bereits 5 Jahre zurück. Die Verhandlung konnte aber erst dieses Jahr eröffnet werden, da die Akten zum Fall erst Anfang 2015 freigegeben wurden.

Geflüchtete können an der HU Berlin Gasthörer werden
Die Humboldt Universität Berlin bietet Geflüchteten Gasthörerschaften an. Das gab die Universität gestern auf ihrer Homepage bekannt. Ab dem Wintersemester 2015/2016 soll es für Flüchtlinge möglich sein, als Gasthörer die Universität in Berlin zu besuchen. Die Gasthörerschaft solle als erster Schritt betrachtet werden. Die Humboldt-Universität will sich dafür einsetzen, dass Flüchtlinge auch deutschlandweit studieren können.

NRW gibt Gesundheitskarten für Geflüchtete aus
Geflüchtete erhalten in NRW in Zukunft die Gesundheitskarte. Laut Gesundheitsministerin Barbara Steffens soll die Karte den Gang zum Arzt vereinfachen und Verwaltungsaufkommen verringern. Flüchtlinge müssen ihre Behandlungen nicht mehr einzeln beantragen, sondern können einfach zu den Ärzten gehen. Nach Hamburg und Bremen führt NRW die Praktik nun auch ein.

Der Handel ist für Studierende uninteressant
Studierende halten die Handelsbranche für uninteressant. Die Studie „Fachkraft 2020“ kommt zu dem Ergebnis, dass nur knapp 3% der Studierenden mit Abschluss einen Job in der Handelsbranche wählen. 20.000 Probanden haben den Handel aus 24 Wirtschaftskategorien auf Platz 17 gewählt. Die Branche will dieser Tendenz langfristig mit dualen Studienangeboten entgegenarbeiten.

Neuer Ansatz bei der Debatte um schwarze Löcher
Der Physiker Stephen Hawking hat eine neue Theorie in Bezug auf schwarze Löcher aufgestellt. Hawking erklärte bei einem Vortrag in Stockholm, dass Informationen nicht für immer in einem schwarzen Loch verschwinden, sondern teilweise am Ereignishorizont erhalten bleiben. Als Ereignishorizont wird der Grenzbereich eines schwarzen Lochs bezeichnet. An diesem Grenzbereich bilden sich der Theorie nach Hologramme der einströmenden Informationen. Diese Theorie verbinde nach Stephen Hawkings Auffassung die einsteinsche Physik und die Quantenmechanik.

Zebrastreifen vor den Parkhäusern ist fertig
Der Zebrastreifen auf der Straße vor den Parkhäusern ist fertiggestellt. Die Universität Bielefeld gibt auf ihrer Homepage bekannt, dass man wieder sicher zwischen Uni und Parkhaus über die Straße laufen könne.

InFakt am Donnerstag, 27.08.2015

Redaktion: Lasse Lassen & Julian Alexander Fischer

500 Arminia-Karten für Geflüchtete
Arminia Bielefeld verschenkt bis zu 500 Karten für das nächste Heimspiel. Wie der Club bekannt gab, sollen die Karten an Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer verteilt werden. Dies geschieht in Kooperation mit der AWO Freiwilligenakademie OWL. Dazu Arminia-Pressesprecher Tim Santen gegenüber Hertz 87.9:

Für das Spiel gegen den 1.FC Heidenheim am Samstag, den 12. September, werden momentan noch Begleitpersonen gesucht. Diese sollen den Geflüchteten bei der An- und Abreise helfen und erhalten ebenfalls Freikarten für das Spiel.

Erbrachte Studienleistungen sollen nach Studienabbruch stärker anerkannt werden
Erbrachte Studienleistungen sollen nach Studienabbruch künftig in der Berufsausbildung stärker anerkannt werden. Das erklärte gestern die Arbeitsgruppe der Bielefelder Hochschulen, der Industrie- und Handelskammer sowie der Arbeitsagenturen Ostwestfalen-Lippe. Das Programm „Neustart“ soll dafür sorgen, das sich die Berufsausbildung für ehemalige Studierende deutlich verkürzt. So kann sich eine duale Ausbildung nach Erbringung von 30 Leistungspunkten im Studium um ein halbes Jahr verringern.

Deutsch-amerikanischer Wissensgipfel in San Francisco
An diesem Freitag beginnt in San Francisco der fünfzehnte Deutsch-Amerikanische Wissensgipfel.
Welche Perspektiven haben deutsche Forschende im eigenen Land nach Forschungsaufenthalten in den USA? Wie können transatlantische Kooperationen gepflegt und verbessert werden? Über diese und andere Fragen diskutieren in San Francisco zahlreiche deutsche Nachwuchswissenschaftler mit Vertretern der deutschen Wissenschaft, Forschung und Industrie. Deutschen Wissenschaftlern geht es vor allem darum, sich über mögliche Karrierewege bei einer Rückkehr nach Deutschland zu informieren. Dabei spielen Berufe in Management, Verwaltung und Industrie eine immer größere Rolle. Laut einer Studie kehren zwei Drittel aller deutschen Tagungsteilnehmer aus den USA später wieder in die Heimat zurück.

Erstgeborene Kinder neigen zu Übergewicht
Erstgeborene neigen eher zu Übergewicht als ihre jüngeren Geschwister. Forschende der University of Auckland haben das bei der weltweit größten Studie zur Geschwisterfolge herausgefunden. Demnach wäre Übergewicht bei Erstgeboren um ein Viertel wahrscheinlicher. Der Grund dafür ist bisher nicht bekannt. Außerdem seien ältere Geschwister dominanter und zielgerichteter als ihre jüngeren Brüder und Schwestern. Diese würden ihre Ziele eher durch Charme und soziale Talente erreichen.

Weltweite Lebenserwartung steigt
Die Menschen werden immer älter. Laut einer Studie der University of Washington ist die weltweite Lebenserwartung seit 1990 um durchschnittlich sechs Jahre gestiegen. Die gesteigerte Lebenserwartung sei auf die erfolgreiche Bekämpfung von HIV, Malaria sowie Unterernährung zurückzuführen. Dafür leben Menschen länger mit schweren Krankheiten und Behinderungen. Japan hat mit durchschnittlich 83 Jahren die höchste Lebenserwartung. Auch die Lebenserwartung der Deutschen, die bei 81 Jahren liegt, ist deutlich gestiegen.

InFakt am Mittwoch, 26.08.2015

Redaktion: Sören Sölter

Chile-Bild wird unter Denkmalschutz gestellt
Das Chile-Bild in der Unihalle wird unter Denkmalschutz gestellt. Nach Angaben der Bezirksregierung Detmold müsse das Bild als Symbol für Solidarität und Menschlichkeit erhalten bleiben. Es sei aus historischen, politischen und künstlerischen Gründen besonders schützenswert, heißt es in einem Begründungsschreiben der Detmolder Bezirksregierung. Das Bild hängt seit 1976 vor dem Audimax und symbolisiert die Solidarität mit den Einwohnern von Chile, das 1973 eine Militärdiktatur wurde. Aktuell wird das Chile-Bild wegen der Umbauarbeiten in der Unihalle von einer weißen Schutzwand bedeckt.

Mehr Studierende mit Abschluss in NRW
Die Zahl Studierenden mit Abschluss in NRW ist gestiegen. Wie das statistische Landesamt mitteilt, haben im Prüfungsjahr 2014 knapp 96000 Studierende einen Abschluss erworben. Das sind etwa 6000 mehr als noch 2013. An der Uni Bielefeld stieg die Zahl der Abschlüsse um 4 % auf gut Dreieinhalb Tausend. Der Anstieg liege nach wie vor auch an der Umstellung von Diplom- auf Bachelor- und Masterstudiengänge, so das statistische Landesamt. Durch die zwei möglichen Abschlüsse tauchen einige Studierende in zwei Jahren in der Statistik auf.

Erbrechen kann ansteckend sein
Erbrechen kann ansteckend sein. Wie Forschende der staatlichen Universität von North Carolina herausgefunden haben, enthält die Luft in der Nähe von Erbrochenem sogenannte Noroviren. Diese Viren können schon in geringer Konzentration einen Brechreiz auslösen. Um dies zu beweisen, haben die Forschenden einen Roboter gebaut, der das Erbrechen mit einem Gemisch aus Pudding und Speichel simuliert, das mit einem Virus infiziert war. Der Roboter übergab sich in einen geschlossenen Behälter, aus dem die Forschenden die nötigen Luftproben entnahmen. Die Noroviren müssen allerdings bereits im Organismus vorhanden sein, daher ist Erbrechen nach übermäßigem Alkoholgenuss nicht ansteckend.

Lehramtsstudierende absolvieren seltener Auslandssemester
Lehramtsstudierende absolvieren seltener Auslandssemester. Wie aus dem aktuellen Hochschul-Bildungsreport hervorgeht, verbringt nur knapp ein Viertel aller Lehramtsstudierenden ein Semester an einer ausländischen Hochschule. Nur bei angehenden Natur- und Ingenieurswissenschaftler ist der Anteil noch geringer. Als Grund gaben viele Studierende den fehlenden Nutzen eines Auslandssemesters sowie einen zu hohen organisatorischen Aufwand an. Experten fordern nun, Auslandsaufenthalten bei der Berufseinstellung einen höheren Stellenwert zu geben.

Neue Software für Autodesigns entwickelt
Forschende der Uni Bielefeld haben eine Software zur Optimierung von Autodesigns entwickelt. Die Ergebnisse der Forschung des CITEC wurden nun im Magazin „Computer Aided Design“ veröffentlicht. Mit der Software kann die Aerodynamik eines Autos verbessert werden. Dabei achtet die Software aber darauf, dass ein Auto noch praktikabel ist, das heißt, das zb die Fahrerkabine groß genug ist und ein Motor in den Wagen passt. Ein Algorithmus sorgt dafür, dass nur geeignete Modelle in einem virtuellen Windkanal getestet werden. Bisher wurden erst nach dem Test im Windkanal ungeeignete Modelle aussortiert.

InFakt am Dienstag, 25.08.2015

Redaktion: Lennart Oberbäumer

Gute Platzierungen beim CEWS Hochschulranking
Die Universität und die Fachhochschule Bielefeld erreichen hohe Platzierungen beim CEWS Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten. Nach Angaben des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS wurde die Methodik des Rankings dieses Jahr überarbeitet, um strukturelle Veränderungen an Hochschulen besser abzeichnen zu können. Das Ranking untersucht wie stark die Gleichstellung von Männern und Frauen an Hochschulen ausgeprägt ist. Die Uni Bielefeld landete in den Berreichen zur Steigerung des Frauenanteils in der Spitzengruppe, die FH Bielefeld sogar in drei von vier Kategorien.

Britisches Unternehmen entwickelt Brennstoffzelle für Handys
Das britische Unternehmen Upp hat eine Brennstoffzelle entwickelt, mit der Handy Akkus bis zu fünf mal länger laufen können. Wie das Internetportal Heise.de berichtet, soll mit der Brennstoffzelle der Akku von Handys ohne Stromzufuhr aufgeladen werden können. Die Brennstoffzelle soll wie ein mobiles Ladegerät funktionieren. Zur 25 Watt starken Brennstoffzelle gehört außerdem ein Vorratstank. Der Tank kann dabei immer wieder nachgefüllt werden.

Staatsschutz ermittelt: Brandstiftung an Flüchtlingsunterkunft
Der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Bielefeld ermittelt nach Brandstiftung an einer Wohnanlage für Flüchtlinge in Espelkamp. Wie die Neue Westfälische mitteilte, sei das Feuer an den Jalusien einer Container-Wohnanlage für Asylbewerber am Espelkamper Hindenburgring gelegt worden. Es entstand dabei nur ein geringer Sachschaden. Der Staatsschutz prüft derzeit einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Die Container-Wohnanlage soll in zwei Wochen bezugsfertig sein.

Bielefelder Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge überlastet
Die Bielefelder Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge ist überlastet. Nach Angaben der NW wurden deshalb gestern 200 Flüchtlinge nach Herford in die Harewood Kaserne verlegt. Die Notunterkunft ist aktuell für 200 Menschen ausgelegt, soll in Zukunft aber auf 400 Plätze aufgestockt werden. Derzeit wird in Herford eine zentrale Unterbringungseinrichtung aufgebaut. Dadurch sollen auf dem Kasernengelände in Zukunft insgesamt bis zu 800 Flüchtlinge untergebracht werden können.

FH Gebäude soll Mittwoch offiziell übergeben werden
Ein neues FH-Gebäude auf dem Hochschulcampus Bielefeld ist fast fertiggestellt. Die FH Bielefeld und der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW gaben gegenüber Hertz 87.9 an, dass sobald alle dafür notwendigen Gutachten geprüft worden sind, das Gebäude morgen planmäßig an die FH übergeben werden kann. Einer der vier Trakte wurde bereits Ende Juli an die FH übergeben. Die restlichen drei Trakte sollen morgen folgen. In dem neuen Gebäude werden die Fachbereiche für Sozialwesen, Wirtschaft und Gesundheit und Ingenieurwissenschaften und Mathematik untergebracht.

InFakt am Montag, 24.08.2015

Redaktion: Joey Meinhold

Hauptschulen sterben aus
Die Hauptschule stirbt aus. Vorläufige Zahlen des Schulministeriums sagen voraus, dass im nächsten Schuljahr 60% aller Hauptschulen keine 5te Klasse bilden können. Damit ist die Zahl der Hauptschulanfänger weiterhin rückläufig. Für einige der knapp 480 Hauptschulen in NRW bedeutet das die Schließung, sobald die letzten Jahrgänge abgegangen sind. Beliebt sind dagegen Schulformen, die sich den weiteren Bildungsweg länger offen halten. Diese verdoppelten ihre Zahlen innerhalb der letzten 4 Jahre.

MoBiel Ticket per App
Mobiel vergrößert sein digitales Serviceangebot. Wie das Unternehmen bekannt gab, steht von MoBiel eine eigene App zur Verfügung. Die App soll es ermöglichen, Haltestellen und Fahrpläne in der Umgebung zu suchen und online auf das Ticketangebot zugreifen zu können. Weiterhin soll das Programm den Nutzer über Baustellen und aktuelle Linienänderungen informieren. Das Angebot wird für iOS und Android Geräte verfügbar sein.

Gedächtnis mitverantwortlich für das Lösen von Konflikten
Das Gedächtnis ist mitverantwortlich für das Lösen unserer Konflikte. Forscherteams der Ruhr Universität Bochum zeigten, dass der Hippocampus in Entscheidungskonflikten aktiv ist. Besonders dann, wenn Konflikte schnell und erfolgreich gelöst werden. Bisher ist bekannt, dass der Hippocampus unser Langzeitgedächtnis steuert. Laut den Forschenden ist der Hippocampus damit auch für das Verarbeiten von Handlungskonflikten zuständig. Diese Theorie muss jedoch noch durch weitere Studien bestätigt werden.

Trauma wird per Gen weitergegeben
Laut New Yorker Forschenden kann ein erlebtes Trauma über die Gene auf die Nachfahren übertragen werden. Untersucht wurde die Genetik von Holocaustüberlebenden und deren Nachkommen. Dabei zeigte sich, dass die Nachkommen der Holocaustüberlebenden deutlich stressanfälliger sind, als die Nachkommen jüdischer Familien, die während des 2ten Weltkriegs nicht in Europa gelebt haben.
Das Forscherteam hält das für einen Beweis, dass die Lebenserfahrungen einer Person auch epigenetische Folgen haben könnten. Die Allgemeingültigkeit dieser Theorie muss jedoch erst durch andere Studien überprüft werden.

Zukünftig mehr Polizei im Zug
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hält den Einsatz von Sicherheitskräften in Zügen für sinnvoll. Das erklärte Jörg Radeck, stellvertretender Vorsitz der Gdp gegenüber der Neuen Westfälischen. Die Zugpolizei solle nach dem Vorbild der Skymarshalls im Flugzeug arbeiten. Im Vergleich zum intensiv kontrollierten Flugverkehr, sei der Zugverkehr deutlich anfälliger für Sicherheitsrisiken. Grund der Forderung waren die jüngsten Angriffe in den Thalys Hochgeschwindigkeitszügen.

200.000 Flüchtlinge bis 2016 in NRW erwartet
Bis zum Jahr 2016 werden bis zu 200.000 Flüchtlinge in NRW erwartet. Wie das Innenministerium von NRW mitteilt, liege die Zuteilung vom Bund zwar nur bei 170.000 Flüchtlingen. Da man aber in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht habe, dass NRW immer mehr aufnehmen müsste, als vorgesehen, gehe man von 200.000 aus. Damit nehme NRW mehr Flüchtlinge auf als ganz Frankreich, so die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft im Deutschlandfunk. In der Konsequenz fordert sie, die Aufnahmevereinbarungen innerhalb der EU zu überdenken.

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