Der Morgen

InFakt am Dienstag, 25.11.14

Redaktion: Simon Siemianowski

Immer mehr Frauen studieren MINT-Fächer
Die technischen und naturwissenschaftlichen Studiengänge, kurz MINT, werden bei Studienanfängerinnen immer beliebter. Das teilte die Geschäftsstelle „Nationaler Pakt für Frauen in Mint-Berufen“ gestern mit. Sie beruft sich dabei auf Daten des Statistischen Bundesamtes. So sei die Zahl der Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen in den vergangenen 5 Jahren um etwa 70% gestiegen. Geisteswissenschaftliche Studiengänge verzeichneten im gleichen Zeitraum hingegen keine weiteren Zuwächse. Trotz der steigenden Beliebtheit der MINT-Fächer, sind Frauen besonders in technischen Studiengängen noch immer unterrepräsentiert. So lag der Frauenanteil im Fach Elektrotechnik im vergangenen Jahr beispielsweise gerade einmal bei rund 14 Prozent.

Absolvententag in Minden
Die Fachhochschule Bielefeld hat die diesjährigen Absolventen und Absolventinnen im Fachbereich Architektur und Bauwesen geehrt. Auf dem Campus Minden wurden dabei die besten Arbeiten mit einem Buchpreis ausgezeichnet. Der Dekan des Fachbereiches Prof. Uwe Weitkemper nutzte die Gelegenheit, um auf die gestiegene Bedeutung des Campus Minden hinzuweisen. So habe sich die Zahl der Studierenden in den letzten fünf Jahren verdreifacht. Außerdem gebe es neue Kooperationen und Studiengänge. Unter den diesjährigen rund 100 Absolventen und Absolventinnen des Fachbereiches Architektur und Bauwesen befinden sich zum ersten Mal auch Studierende des neuen Studienganges „Projektmanagement Infrastruktur/Logistik“.

QS-Ranking bewertet Hochschulstandtorte
Laut dem neuen QS-Ranking ist Paris die weltweit beste Stadt für Studierende. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Melbourne und London. Die QS-Universtity Rankings bewerten jährlich Hochschulen und Hochschulstadtorte. Dabei bewerten sie laut eigener Ausssage auch Kriterien wie Lebensqualität, Internationalität und Bezahlbarkeit. Das Ranking steht jedoch in der Kritik. So werden nur Großstädte in das Ranking aufgenommen, deren Universitäten auch beim Hoschulranking gut abgeschnitten haben. Dieses Ranking richtet sich jedoch vor allem kommerziellen Kriterien wie der Drittmittelförderung und wird von us-amerikanischen Elite-Universitäten dominiert. Trotz der teuren Mieten wurde München in diesem Jahr erneut zur besten deutschen Studierendenstadt gekürt. Die bayrische Hauptstadt liegt im QS-Ranking auf Rang 14, gefolgt von Berlin auf Rang 16.

Einzige Professur für Mongolistik gesichert
Die Universität Bonn schließt einen Kooperationsvertrag mit der Mongolei. Das erklärte die Universität Bonn gestern in einer Pressemitteleiung. Durch den Kooperationsvertrag werde das Überleben der einzigen deutschen Professur für Mongolistik gesichert. Der mongolische Staat trage zukünftig die Hälfte der anfallenden Kosten. Mongolistik kann an der Universität Bonn als Teil des Bachelor- und Masterstudienganges Asienwissenschaften studiert werden.

Lehrende wagen immer häufiger öffentliche Kritik
Donzenten und Dozentinnen an Hochschulen wenden sich bei Kritik immer häufiger direkt an die Medien. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Komunikationswissenschaftlern der Universität Münster. Rund ein Drittel der Professoren und Professorinnen stehen demnach öffentlicher Kritik an der Hochschulleitung positiv gegenüber. Ein Tabu bleibe hingegen, den eigenen Fachbereich öffentlich zu kritisieren. Kritische Stellungsnahmen von Hochschulangehörigen befinden sich in einer rechtlichen Grauzone. Offiziell sind Beschäftige der Hochschulen wie alle Verbeamteten zur Loyalität verpflichtet. Dazu gehört auch die Verschwiegenheitspflicht bei laufenden Projekten und Verfahren. Trotzdem tolerieren die Hochschulen in der Regel hochschulpolitische Stellungnahmen ihrer Beschäftigten.

InFakt am Montag, 24.11.14

Redakteur: Jan-Michael Stiegelmeier

Asbest-Fund gesichert
Der Asbest-Verdacht in der Uni Bielefeld hat sich bestätigt. Wie die Uni mitteilt, hat eine Untersuchung des sichergestellten Materials das ergeben. Im Rahmen von Brandschutzarbeiten wurden verdächtige Schadstoffe in drei Türzargen gefunden. Die mit Asbest belasteten Türen befinden sich in den Laborbereichen der Fakultät für Chemie. Im erweiterten Umfeld der Türen werden aktuell weitere Proben genommen. Bis es davon Ergebnisse gibt, bleiben die Bauteile E3, F2 und F3 gesperrt.

Wunschstern-Aktion ab Mittwoch
Auch in diesem Jahr wird es in der Uni die Wunschstern-Aktion der Bodelschwinghschen Stiftung Bethel geben. Hierbei handelt es sich um einen großen Weihnachtsbaum, an dem Wünsche auf goldenen Sternen geschrieben stehen. Angehörige und Besucher der Uni können Wünsche auswählen, die sie erfüllen möchten. In diesem Jahr wird die Rekordzahl von 580 Wunschsternen an dem Baum hängen. Am Mittwoch wird der Wunschbaum in der Universitätshalle im Westend eröffnet.

Es gibt immer mehr Studierende in NRW
Wie das statistische Landesamt NRW meldet, sind im aktuellen Wintersemester über 700.000 Menschen eingeschrieben. Das sind fast 4 Prozent mehr als im letzten Jahr. Neu aufgenommen haben das Studium etwa 100.000 Menschen in NRW. Die Statistiker weisen darauf hin, dass die hier veröffentlichten Daten vorläufige Ergebnisse sind, in denen die Nebenhörer noch nicht berücksichtigt werden.

Stress ist gut fürs Gedächtnis
Stress hilft beim Speichern neuer Informationen. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin RUBIN der Ruhr-Uni Bochum über die Erkenntnisse der Kognitions-Psychologen um Prof. Oliver Wolf. Die Forscher der Uni Bochum haben das Erinnerungsvermögen in einem gestellten Bewerbungsgespräch untersucht. Es wurde getestet, wie gut sich Bewerber an Gegenstände aus dem Gespräch erinnern können. Dabei sind vor allem Informationen in Erinnerung geblieben, die in stressigen Situationen von Bedeutung waren.

Arbeitszeugnisse müssen nicht ‘gut’ sein
Arbeitnehmern steht kein grundsätzlich gutes Arbeitszeugnis zu. Damit hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt gegen die Linie der Vorinstanzen entschieden, die Bewertung ‘gut’ zum Richtwert zu machen. Die Richter lassen Arbeitgebern die freie Wahl zwischen den Kategorien ‘sehr gut’, ‘gut’ und ‘befriedigend’. In dem aktuellen Fall hatte eine Frau ihren Arbeitgeber verklagt, der in ihrem Arbeitszeugnis die Formulierung “zur vollen Zufriedenheit” benutzt hatte. Die Formulierung entspricht der Note ‘befriedigend’.

InFakt am Freitag, 21.11.14

Redaktion: Andreas Hermwille

Menschenfeindlichkeit in Deutschland geht zurück
Die Menschenfeindlichkeit in Deutschland geht zurück. Laut der aktuellen Studie des Instituts für Konflikt- und Gewaltforschung, kurz IKG, haben sind im Vergleich zu 2012 weniger Menschen in Deutschland rechtsextrem oder menschenfeindlich eingestellt. Allerdings findet es laut der Studie immer noch die Hälfte der Deutschen begrüßenswert, dass Langzeitarbeitslose und Asylsuchende in der Gesellschaft abgewertet werden. Befragt wurden gut 1.000 Frauen und Männer. Die Studie des IKG findet in einem 2 Jahres-Rhythmus statt, um Veränderung im Gesellschaftsbild nachzuvollziehen.

Evangelische Kirchen in Westfalen segnen homosexuelle Paare
Evangelische Kirchen in Westfalen dürfen homosexuelle Paare segnen. Einen entsprechenden Entschluss für die Kirchen wurde auf der evangelischen Landessynode von Westfalen getroffen. Laut Beschluss dürfen die Kirchen ein homosexuelles Paar in einer Messe segnen, wenn es in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt und einer der Partner evangelisch ist. Dies soll laut der Präses Annette Kurschus aber keine Gleichstellung zur Ehe bedeuten. Die Synode der evangelischen Landeskirche endete gestern in Bielefeld.

Protest in Großbritannien gegen Studienbedingungen
In Großbritannien wird gegen die hohen Kosten eines Studiums protestiert. Wie die britische Zeitung The Guardian berichtet, waren am Mittwoch mehrere tausend Studierende bei einer Demonstration in London, um gegen die Studienbedingungen zu protestieren. Der Protest richtet sich konkret gegen die Kürzungen im Bildungsetat und die Erhöhung der Studiengebühren.
Ein Studium in England kostet aktuell bis zu 9000 Pfund. Der Protest war der größte seit 2010, als rund 50.000 Studierende gegen den Sparkurs der Regierung auf die Straße gingen.

Zahl der Studierenden im Wintersemester gestiegen
Die Zahl der Studierenden ist in Deutschland zum Wintersemester wieder gestiegen. Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, sind aktuell in Nordrhein-Westfalen gut 720.000 Studierende eingeschrieben. Das sind knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings ist die Zahl der Ersteinschreibungen rückläufig. Dieses Jahr haben 105.000 Menschen in NRW ein Studium begonnen,rund 5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Arminia Bielefeld sammelt Spenden für Überfallopfer
Arminia Bielefeld sammelt Spenden die Opfer eines Überfalls. Laut Aussage des Vereins sollen mit der Spendenaktion die zwei Fußballfans unterstützt werden, die im Jahr 2012 nach dem Spiel Arminia Bielefeld gegen Werder Bremen II durch Hooligans schwer verletzt worden waren. Obwohl sie die Opfer des Angriffs waren, müssen sie für den Prozess gegen die Täter rund 4.000 Euro bezahlen. Sollten durch die Spendenaktion Überschüsse erzielt werden, will Arminia Bielefeld diese dem Opferschutzverein Weißer Ring geben.

InFakt am Donnerstag, 20.11.2014

Redaktion: Jacqueline Beckschulte

Asbestverdacht in der Uni Bielefeld
Bei Bauarbeiten in der Universität Bielefeld wurden in Türzargen Bauteile freigelegt, bei denen Asbestverdacht besteht. Während der Bauarbeiten im Laborbereich der Chemie-Fakultät könnte bereits Asbest freigesetzt worden sein. Die Universität hat die betroffenen Etagen E3, F2 und F3 vorsorglich gesperrt. Ein Sachverständiger für Schadstoffe hat Proben entnommen, die aktuell geprüft werden. Mit Ergebnissen ist im Laufe des Tages zu rechnen. Die Reinigung der betroffenen Bereiche wurde veranlasst.

Professor Helmut Satz ausgezeichnet
Der emeritierte Bielefelder Professor für Theoretische Physik Helmut Satz wurde vergangene Woche von der Universität Breslau in Polen zum Ehrendoktor ernannt. Helmut Satz, der an der Universität Bielefeld lehrte, pflegte über Jahrzehnte die Beziehung zwischen den beiden Universitäten. Seit 1980 arbeitete er eng mit den Physikern in Breslau zusammen. Dort hielt er Vorlesungen und lud junge polnische Physiker an die Uni Bielefeld ein. Satz war unter anderem Mitglied der europäischen Rechnerausschüsse für Kernphysik und für Elementarteilchenphysik.

Lesenacht in der Uni Bielefeld
Heute Abend ab 19 Uhr findet in der Bibliothek der Uni Bielefeld eine Lesenacht statt. Lehrende und Studierende stellen Passagen aus persönlich ausgewählten Leseempfehlungen vor. Als Höhepunkt gilt hierbei der Auftritt von Andreas Steinhöfel, der ab 21 Uhr aus seinem neuen Jugendroman „Anders“ vorliest. In den Bereichen D1, C1 und E1 der Universitätsbibliothek können Besucher an unterschiedlichen Stationen unter anderem Kriminalistisches und Amüsantes hören. Der Eintritt für die Lesenacht ist frei.

Verlängerung der Anmeldefrist für den Absolvententag
Die Anmeldefrist für den Absolvententag an der Universität Bielefeld wird bis zum 24. November verlängert. Die Feiern der einzelnen Fakultäten und der Bielefeld School of Education finden wie gewohnt in Hörsälen und der Sporthalle statt. Anschließend trifft sich der diesjährige Absolventenjahrgang erstmalig in der neuen Mensa im Gebäude X zur Verabschiedung durch den Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer. Die Verabschiedung und die Feierlichkeiten finden dieses Jahr jeweils in zwei Durchgängen statt.
Am Absolvententag, der am 5. Dezember stattfindet, bleibt die Mensa im Gebäude X geschlossen.

Die Jagd in NRW wird eingeschränkt
Das Landeskabinett verabschiedete am Dienstag in Düsseldorf einen Gesetzentwurf, demnach das Jagen in NRW eingeschränkt wird. Wie die Neue Westfälische berichtet, soll dieser voraussichtlich im Frühjahr vom Landtag verabschiedet werden. Obwohl auf einer Regionalkonferenz des Landesjagdverbandes in Bielefeld knapp 3 Tausend Teilnehmer diese Entscheidung kritisierten, wird die Liste der jagdbaren Arten kleiner. Unter anderem dürfen Hauskatzen unter keinen Umständen und Hunde nur noch in Ausnahmefällen geschossen werden. Totschlagfallen sind zukünftig komplett verboten. Tierschützer loben die Pläne, CDU und FDP kritisieren Regelungswut.

InFakt am Mittwoch, 19.11.2014

Redaktion: Ramona Westhof

Studienfond OWL vergibt Stipendien
118 Studierende der Uni Bielefeld bekommen ein Stipendium des Studienfonds OWL. Die Studierenden bekommen die Stipendien laut der Uni für herausragende Leistungen, soziales Engagement oder finanzielle Bedürftigkeit. Insgesamt erhalten 350 Studierende aus ganz OWL für das Studienjahr 2014/2015 ein Stipendium. Die Stipendien richten sich an Studierende der Unis Bielefeld und Paderborn, der FH Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule für Musik Detmold. Der Studienfond OWL vergiebt seit 2006 Stipendien an Studierende aus der Region.

Opfer von Hooligan-Angriff müssen Prozesskosten tragen
Die beiden jungen Männer, die vor zwei Jahren bei einem Angriff gewalttätiger Fußballfans in Bielefeld schwer verletzt wurden, müssen nun insgesamt fast 4000 Euro Prozesskosten zahlen. Hierbei handelt es sich laut Landgerichtssprecher Eisenberg um die Kosten für die zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen der beiden Opfer. Vor Gericht wurde ihnen zwar Schadensersatz zugesprochen, der Hauptschuldige könne aber weder diese noch noch die anfallenden Prozesskosten tragen. Diese müssten demnach von den Klägern selbst getragen werden.

Avicenna vergibt erstmals Stipendien
Das Begabtenförderungswerg Avicenna vergibt in diesem Semester erstmals 65 Stipendien an muslimische Studierende. Zwei Drittel der Geförderten sind Frauen. Thomas Rachel, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, nennt dies „einen historischen Schritt und Zeichen der Anerkennung für Muslime in Deutschland“. Avicenna ist das jüngste der 13 staatlich geförderten Begabtenförderungswerke und zugleich das erste mit muslimischer Ausrichtung.

Menschen schaden für Profit lieber sich selbst als anderen
In einer Studie des Universitity Colleges London waren Versuchspersonen für Geld eher bereit, sich selbst als andere Teilnehmende geringen Stromstößen auszusetzen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten, wie häufig und für welche Summen Stromstöße verteilt wurden. Sie maßen ebenfalls die Zeit, die für eine Entsprechende Entscheidung benötigt wurde. Entgegen bisheriger Untersuchungen zeigten sich die Probandinnen und Probanden selbstloser als erwartet.

Neue Erkenntnisse über Beschaffenheit von Kometen
Es gibt neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit von Kometen. Eine Sonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA war vergangene Woche auf einem Kometen in 500 Millionen Kilometer Entfernung gelandet. Unter dessen staubiger Oberfläche befindet sich eine härtere Eisschicht als bisher angenommen. Da die Batterien der Sonde sich nur langsam aufladen, befindet sie sich zurzeit im Ruhezustand, man erwartet aber, im Frühjahr 2015 wieder Kontakt mit der Sonde aufbauen zu können.

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