PROGRAMM

REDAKTION

INFO

Hochschulnachrichten am 08.02.2012

Redaktion: Kirsten Kästel

Universität Bielefeld informiert zum Doppel-Abi
Die Universität hat ein neues Internetportal zum Thema „Doppelter Abiturjahrgang“ eingerichtet. Das online Portal beantwortet häufig gestellte Fragen zum Studienbeginn im Jahr 2013. Die Internetseite ist für Studieninteressierte, Eltern und Lehrer, die sich über die anstehenden Veränderungen im kommenden Jahr informieren wollen. Aufgrund des Beschlusses der neuen Schulreform die Schulzeit zu verkürzen, werden im kommenden Jahr doppelt so viele Abiturienten in Nordrhein-Westfalen ihren Abschluss machen als in den vorigen Jahren. 1.900 zusätzliche Studienplätze sollen im Wintersemester 2013/2014 an der Uni Bielefeld zur Verfügung gestellt werden. Das Internetportal ist über ein Emblem auf der Homepage der Universität Bielefeld zu erreichen.

Die Zeit kritisiert Stipendienverteilung
Die online Ausgabe der Tageszeitung „Die Zeit“ kritisiert die Vergabe von Stipendien in Deutschland. In einem Zeit-Artikel vom vergangenen Montag wird die schwere Gewichtung der Noten in der Bewerbung für das Deutschlandstipendium kritisiert. Laut Artikel spiele soziales Engagement so gut wie keine Rolle mehr in einer Stipendiumsbewerbung. Als Beispiel hierfür nimmt Die ZEIT das Auswahlsystem der Universität Heidelberg; hier flössen laut ZEIT soziales Engagement und Migrationshintergrund lediglich zu 20% in die Wahl der Stipendiaten ein. Der mögliche Grund für dieses Problem sei laut Artikel die Tatsache, dass die Universitäten keine Unterstützung von der Regierung bei der Auswahl der Studierenden bekomme. Mit der Verwaltung von z.T. über 1000 Bewerbern und der Suche nach Sponsoren seien viele Universitäten bereits überfordert.

Neue Methoden im Englischunterricht
Die Universität Würzburg verlieh diesen Monat den ersten Bildungsforschungspreis. Der im vergangenen Jahr in Würzburg etablierte Bildungsforschungspreis ging an die promovierte Lehramtsstudentin Theresa Summer. In ihrer Doktorarbeit verglich sie neun aktuelle Englisch-Schulbücher für die sechste Klasse auf ihre Methoden zur Grammatikvermittlung des Englischen. Daraufhin lieferte Summer einige Verbesserungsvorschläge und gab an, wie die diesbezüglichen Lehrpläne und Materialien dafür verändert werden müssten. Laut Professor Rüdiger Ahrens, Anglistik Professor der Universität Würzburg, habe die angehende Realschullehrerin die methodischen Regeln entscheidend revidiert und revolutioniert. Der Preis wurde am 3. Februar in einer Akademischen Abschlussfeier verliehen und ist mit 1000 Euro dotiert.

Viel Trinken reduziert Risiko für Schlaganfall-Rückfall
Eine hohe Flüssigkeitsaufnahme vermindert das Risiko für den Rückfall eines Schlaganfalls. Sabine Mücke von der medizinischen Fakultät der Universität Münster belegte in ihrer Doktorarbeit den Nutzen einer hohen Flüssigkeitsaufnahme für Schlaganfallpatienten. Mückes Arbeit stützte sich vor allem auf eine Studie münsterscher Wissenschaftler von 1990. In dieser Studie wurden 563 Teilnehmer untersucht, die in der Woche zuvor einen Schlaganfall erlitten hatten. Die Patienten wurden unter anderem dazu angehalten, möglichst viel zu trinken. Sabine Mücke wertete in ihrer Studie die Dokumente über die Flüssigkeitsaufnahme jener Versuchpersonen aus. Dabei fand sie heraus, dass die Patienten, die mehr als zwei Liter täglich tranken, merklich seltener an einem Schlaganfall-Rückfall litten, als andere. Aus diesem Grund sei es laut Mücke ratsam, sich bereits in jungen Jahren daran zu gewöhnen, mehr als zwei Liter täglich zu trinken.

Hochschule OWL experimentiert mit „Prinzessin Süßigkeit“
Die Lebensmitteltechnologen der Hochschule OWL erhalten eine neue Maschine für die Süßwarenherstellung. Die Maschine mit dem Namen „Princess Candy“ dient den Studierenden zum Kochen, Druckauflösen und Vakuumisieren der Masse. Diese Vorgänge sind unter anderem für die Herstellung von Kaubonbons vonnöten. „Princess Candy“ ist mit einem Prozessor ausgestatten und ermöglicht einen kontrollierten Versuchsbetrieb. Mit ihrer Hilfe können Studierende der Hochschule OWL in Zukunft noch anwendungsorientierter arbeiten. Die Hochschule OWL ist die einzige Einrichtung deutschlandweit, in der Lebensmitteltechnologiestudenten den Schwerpunkt „Back- und Süßwaren“ wählen können.

Hochschulnachrichten am 06.02.2012

Redaktion: Anke Pfaffendorf

Forscherteam aus Bielefeld lässt neue Zellen wachsen
Biologinnen und Biologen der Universität Bielefeld ist es gelungen, in adulten Gehirnen neue Zellen wachsen zu lassen. Das Forscherteam unter Leitung der Professoren Barbara und Christian Kaltschmidt hat einen Mechanismus entdeckt, der die Bildung neuer Nervenzellen reguliert. Seit erst zehn Jahren ist bekannt, dass sich im erwachsenen Gehirn überhaupt neue Zellen bilden können. Unklar war bisher, wie das Wachstum der Zellen biochemisch beeinflusst werden kann. Laut den Bielefelder Forschern eröffnet die Entdeckung neue Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten, durch die das Nervensystem zerfällt. Zum Beispiel bei Alzheimer, Parkinson und Depressionen.

Neue Straßennamen für den neuen Campus
Der neue Campus Bielefeld soll besondere Straßen- und Wegenamen bekommen. Das zugehörige Konzept präsentierte der Steuerungskreis Campus Marketing am vergangenen Mittwoch. Die neuen Straßen- und Wegenamen sollen aus der Welt der Wissenschaft stammen und dem neuen Campus einen bundesweit einmaligen Charakter geben
Prof. Dr. Martin Carrier von der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld und Mitarbeiter des „Kreativ-Teams“ seiner Fakultät haben diese Idee zu einem Konzept weiterentwickelt. Demnach lauten die neuen Straßen- und Wegenamen „Erfahrung“, „Bildungsgang“, „Einfall“ oder „Lauf der Dinge“

Dr. Dr. h.c. Paul Wolters wurde ausgezeichnet
Dr. Paul Wolters hat für sein Lebenswerk das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten. Vergangenen Freitag überreichte Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen ihm die Auszeichnung. Wolters ist einer der Gründungsväter und einziger Ehrendoktor der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Uni Bielefeld. Er erhielt den Preis für sein Engagement in der Gesundheitswirtschaft sowie die Gründung des Europäischen Zentrums für Universitäre Studien der Senioren in Ostwestfalen-Lippe. Gleichzeitig verlieh die Fakultät für Gesundheitswissenschaften Wolters die Ehrenmitgliedschaft.

Neue Ziel- und Leistungsvereinbarung für 2012/2013
Das Wissenschaftsministerium und die Universität Bielefeld haben die Ziel- und Leistungsvereinbarung für 2012/2013 unterzeichnet. Rektor Gerhard Sagerer betonte dabei, das Qualität an der Universität Bielefeld großgeschrieben werde. Weiter führte Sagerer an, dass die Universität auf ausgezeichnete Lehre und internationale Forschung setzt. Die aktuelle Ziel- und Leistungsvereinbarung gilt für den Zeitraum von 2012 bis Ende 2013.

Bundesregierung zieht Bilanz zur Bologna-Reform
Die Bundesregierung zieht eine positive Bilanz zur soganannten Bologna-Reform. Dabei handelt es sich um die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse. – Betont wurde die Angleichung der Studienbedingungen in Europa. Im jetzigen Wintersemester seien bereits 85 Prozent der mehr als 15.000 Studiengänge auf die neuen Abschlüsse umgestellt worden. Laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan hätten durch die Bologna-Reformen die Mobilität der Studenten und die Durchlässigkeit des Bildungssystems zugenommen. Kritik kommt aus der Opposition: Die hochschulpolitische Sprecherin der Linken, Nicole Gohlke erklärte, die Bundesregierung brüste sich “mal wieder mit guten Zahlen”, blende aber den Alltag der Studierenden mit “Verschulung, Anwesenheitspflicht und ständigen Leistungsnachweisen” völlig aus.

Ignorierte Mehrsprachigkeit
Am Zentrum für interdisziplinäre Forschung befasst sich ab heute eine Konferenz mit den Kompetenzen von Studierenden mit Migrationshintergrund. Dabei geht es um Migranten und ihre Kinder, die durch ihre Lebensgeschichte oft mehrsprachig aufgewachsen sind. Trotzdem sind sie an Hochschulen und Berufsakademien in Deutschland nur unterdurchschnittlich vertreten. Das zeigte die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks aus dem Jahr 2010. Die Konferenz findet heute und morgen statt. Die Tagung ist nicht öffentlich. Medienvertreter sind jedoch herzlich eingeladen.

Jugendliche werden von Casting-Shows beeinflusst
Casting-Shows beeinflussen den Berufswunsch von Jugendlichen. Das ist das Ergebnis einer Studie unter der Leitung von Mathias Albert, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Bielefeld. Laut Albert sehen Jugendliche Casting-Shows im Fernsehen zunehmend als Ausweg aus der Chancenlosigkeit. Das äußerte er gegenüber dem Nachrichtenmagazin “Focus”. Seit einigen Jahren gäbe es den Trend, dass „Casting-Shows immer mehr zu einem Unterschichtenphänomen werden“, erklärte Albert. Das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen berichtet, das der Berufswunsch von Jugendlichen längst durch die Shows beeinflusst werden. Von den Neun- bis Elfjährigen, die regelmäßig „Germany’s Next Topmodel“ sehen, können sich 63 Prozent vorstellen, im Showbusiness zu arbeiten.

Hochschulnachrichten am 01.02.2012

Redaktion: Gerrit Rother

Förderprogramm für Unis und Fachhochschulen gestartet
Das Förderprogramm „NRW Forschungskooperation“ ist gestern angelaufen. Mit dem Programm sollen gemeinsame Forschungsverbünde von Fachhochschulen und Universitäten gefördert werden, die besonders guten Absolventen eine Perspektive für eine Promotionen ermöglichen. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sagte zu dem Programm, dass es die Kooperation zwischen Universitäten und Fachhochschulen stärken solle. Ein Master-Abschluss an der Fachhochschule müsse genauso zur Promotion berechtigen wie ein Master einer Universität, so Schulze weiter. Bis zum Jahr 2015 stellt das Wissenschaftsministerium rund 12 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung. Bewerben können sich dabei alle Fachhochschulen und Universitäten in Nordrhein-Westfalen. Die Bewerbungsfrist für das Förderprogramm endet im Mai dieses Jahres.

Mutterliebe führt zu größeren Hirnen
Kinder mit liebevollen Müttern entwickeln größere Gehirne. Das hat jetzt eine amerikanische Studie ergeben. Forscher der Universität St. Louis haben dazu 92 Kleinkinder getestet. Bei einigen Tests wurden neben den Reaktionen der Kinder auch die Zuwendung und die Hilfe der Mütter bei den Aufgaben überprüft, und ein sog. „Zuwendungsindex“ erstellt. Nach drei Jahren wurden dann Teile des Hirns der Probanden vermessen. Dabei stellten die Forscher einen starken statistischen Zusammenhang zwischen der Größe und dem Zuwendungsindex fest. Dies zeige laut Forschern, dass die Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter wichtige Gehirnregionen anrege und ihre Entwicklung fördert.

Baden-württembergische Professoren am besten bezahlt
Professoren in Baden-Württemberg erhalten bundesweit das höchste Grundgehalt. Dies geht aus einer aktuellen Übersicht des Deutschen Hochschulverbandes hervor. Rund 5.500 Euro pro Jahr erhalten Professoren auf einer W-3 Professur dort, rund 640 Euro mehr als ihre Kollegen in Berlin. In den Blick war die unterschiedliche Besoldung durch die Klage eines Marburger Professors gekommen. Dieser hatte seine Besoldung als verfassungswidrig empfunden, und beim Verwaltungsgericht Gießen geklagt. Der Fall soll vom Bundesverfassungsgericht im Februar entschieden werden. Die Bezahlung für Professoren in NRW liegt bundesweit im Mittelfeld. Hier liegt das Jahresgehaalt auf einer W-3 Stelle bei rund 5.300 Euro.

Arbeitslosenzahlen in Bielefeld gestiegen
Die Arbeitslosenzahlen in Bielefeld sind im Januar gestiegen. Rund 16.000 Personen sind demnach erwerbslos, das sind etwa 8 Prozent mehr als noch im Dezember. Auch im Raum OWL ist die Arbeitslosenquote gestiegen. Laut der Agentur für Arbeit sei ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Winter üblich. Einen Trend für das Jahr könne man jedoch noch nicht angeben. Dazu müsse man die Arbeitslosenzahlen im März abwarten, so die Agentur weiter.

Einigung zum deutschen Qualifikationsrahmen erzielt
Vertreter von Bund, Ländern und Sozialpartner haben sich gestern über die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmen, kurz DQR, geeinigt. Der DQR soll u.a. berufliche und akademische Kompetenzen erfassen. Als nationale Umsetzung des Europäischen Rahmens soll er zur angemessenen Bewertung und Vergleichbarkeit deutscher Qualifikationen in Europa beitragen. Das geschieht durch die Einordnung von beruflicher und akademischer Ausbildung in verschiedene Niveaustufen. Im Zuge der Einigung haben sich die Vertreter entschieden, allgemeinbildenende Schulabschlüsse zunächst nicht in den DQR aufzunehmen. Eine zweijährige berufliche Erstausbildung wird auf Niveau zwei angesiedelt, der Bachelor liegt genau wie der Abschluss als Meister auf Niveau sechs. Bundesbildungsminsterin Annette Schavan sagte zu der Einigung, mit dieser Entscheidung habe man einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bildungsraum Europa gemacht.

Forscher machen Hirnströme hörbar
Wissenschaftlern ist es jetzt gelungen, an den Hirnströmen abzulesen, was jemand gehört hat. Dazu haben Forscher der amerikanischen Berkley-Universität Patienten untersucht, die unter Epilepsie oder einem Hirntumor leiden. Diesen wurden Wörter und ganze Sätze vorgespielt. Über implantierte Elektroden wurden die Hirnströme über einer Region der Großhirnrinde gemessen, die beim Hören eine wichtige Rolle spielt. Mit hoher Treffsicherheit konnte das Forscherteam im Anschluss Klangbilder rekonstruieren, die den Worten stark ähnelten. Laut Forschern könne man vielleicht in Zukunft sogar Worte rekonstruieren, die eine Person nur gedacht hat.

Hochschulnachrichten am 31.01.2012

Redaktion: Anke Pfaffendorf

Zu hohe Arbeitsbelastung für Studierende
Studierende in NRW klagen über zu hohe Arbeitsbelastung.Das ist das Ergebnis der Online-Befragung „Besser studieren“. Über 40 % der Studierenden gab an, aufgrund von Nebenjobs die Leistungen im Studium nicht einhalten zu können. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze von der SPD stellte die Ergebnisse am Montag in Düsseldorf vor. Laut Schulze war die Beteiligung an der Online-Umfrage sehr erfolgreich. Aus der Opposition kam Kritik an der Darstellung der Ergebnisse. Diese sein nicht repräsentativ, da von den 500.000 Studierenden in NRW sich lediglich 20.000 an der Umfrage beteiligt haben.

Bielefelder Professorin im Wissenschaftsrat
Professorin Katharina Kohse-Höinghaus ist vom Bundespräsidenten für drei Jahre in den Wissenschaftsrat berufen worden. Der Wissenschaftsrat ist ein Beratungsgremium in Deutschland und berät unter anderem die Bundesregierung. Beratungsaufgaben des Rates sind die Entwicklungen innerhalb von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung. Katharina Kohse-Höinghaus ist seit über 15 Jahren Professorin für physikalische Chemie an der Universität Bielefeld.
Sie nimmt ihre Arbeit im Beratungsgremium morgen auf.

Neues EU-Forschungsprojekt
Biologinnen und Biologen wollen in dem neuen Projekt „PROMYSE“ Bakterien untersuchen, die Methanol verwerten können. In der Industrie produzieren Bakterien aus Glukose Verbindungen, die zur Herstellung von Kosmetik, Medikamenten und Kunststoffen gebraucht werden. In dem Projekt soll Glukose durch Methanol ersetzt werden. Kritiker bemängeln, dass der Traubenzucker anstatt als Lebensmittel als Industierohstoff verwendet wird. Glukose ist zwar ein nachwachsender Rohstoff, aber auch essbar. Die Universität Bielefeld arbeitet mit europäischen Partnern in diesem Projekt an der Ersetzung von Glukose durch Methanol. Methanol ist massenhaft verfügbar.

Studierende nehmen Aufputschmittel
Jeder zehnte Studierende nimmt leistungssteigernde Mittel ein. Das ist das Ergebnis einer Studie des Hochschul Informations Systems. Danach nehmen rund fünf Prozent der Studierenden Schmerz-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel ein. Weitere fünf Prozent der Befragten greifen zu weicheren Mitteln wie Vitaminpräparaten, Koffein oder homöopathischen Substanzen. Am häufigsten zu solchen Mitteln greifen Studierende der Veterinärmedizin und Sportwissenschaft. Rund jeder Zweite nimmt die verschreibungspflichtigen Medikamente zur Vorbereitung auf eine Prüfung. Studierende, die solche Mittel nehmen, weisen Eigenschaften wie Nervosität, Anspannung, Unsicherheit sowie eine stärkere Reaktion auf Stress auf. Für die Studie wurden die Angaben von 8000 Studierende aus dem letzten Wintersemester ausgewertet.

Der Mietpreis in Bielefeld liegt im Mittelfeld
Bielefeld liegt im Mittelfeld beim Mietpreisvergleich. Das ergab ein Mietpreis Ranking des Internetanbeiters immobilienscout24. Im Ranking wurden die 50 größten Städte in Deutschland verglichen. Spitzenreiter ist München mit einem Preis von knapp 13 Euro pro Quadratmeter. Schlusslicht und somit am günstigsten ist Chemnitz mit einem Preis von knapp 5 Euro pro Quadratmeter. In Bielefeld muss ein Mieter im Schnitt ca 6 Euro pro Quadratmeter zahlen.

In Aachen keine Operationen mehr an lebenden Schweinen
Studierende der RWTH Aachen operieren nicht mehr an lebenden Schweinen. Die Tierrechtsorganisation PETA forderte die Hochschule auf, ihre Praktik zu ändern. PETA kritisiert, dass Medizinstudierende an der Uniklinik lebenden Schweinen Organe herausoperierten. Mit sofortiger Wirkung wurde die Praktik jetzt eingestellt. Die Tierrechtsorganisation begrüßt die Entscheidung: Simulationen oder Modelle würden heute eine viel genauere Lehre garantieren als Operationen an lebenden Tieren. Das Medizinstudium an der RWTH Aachen würde durch diese Entscheidung an Qualität gewinnen, so PETA weiter.

Hochschulnachrichten am 30.01.2012

Redaktion: Kirsten Kästel

Maschinenbaustudent der FH Bielefeld erhält Auszeichnung für internationales Engagement

Hermann Monkam erhält eine Auszeichnung für internationales Engagement. Der Verein zur Förderung internationaler Studierender in Bielefeld (ViSiB) ehrte den Kameruner Maschinenbau Studenten für seinen Einsatz in der Evangelischen Studierenden Gemeinde (ESG). Hermann Monkam leitet unter anderem einen wöchentlichen Länderabend, an dem Studierende über verschiedene Länder und dessen Kulturen aufgeklärt werden. Dabei ist auch jeder nicht evangelische Student willkommen. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Amerikaner Daniel Brooks, der als Promotionsstudent an der Universität Bielefeld in der Abteilung Philosophie tätig ist. Er wurde unter anderem für seinen Einsatz bei der Integration von Gaststudierenden ausgezeichnet.

Studentisches Mitglied tritt nach Eklat zurück

StuPa-Mitglied Sören Witt ist von seinem Platz im Kuratorium der „Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft“ zurückgetreten. Grund für seinen Rücktritt sind die Äußerungen von Prof. Helmut Steiner während der Nominierung möglicher Preisträgerinnen und Preisträger für den „Preis für besonderes studentisches Engagement“. Der Präsident der „Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft“ (WLUG) bewertete die Nominierung des Frauencafés Anaconda als unangebracht. Laut Prof. Steiner seien lesbische Frauen und Transpersonen eine Randgruppe. Aus diesem Grund sei es fraglich, welchen Eindruck die Preisvergabe an das Frauencafé auf die Presse machen würde. Für Sören Witt sei eine Zusammenarbeit mit der WLUG ausgeschlossen, so lange sich diese nicht von homophoben und sexistischen Äußerungen distanziere.

Start des NRW-Rückkehrerprogramms

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze eröffnet die neue Bewerbungsrunde des NRW-Rückkehrerprogramms. Seit vergangenem Donnerstag haben Nachwuchsforscherinnen und –forscher die Möglichkeit, sich für das bereits zum vierten Mal ausgeschriebene Programm zu bewerben. Das “Programm zur Förderung der Rückkehr des wissenschaftlichen Spitzennachwuchses aus dem Ausland” bietet dem Wissenschaftsnachwuchs die Chance, eine eigene Arbeitsgruppe an einer nordrhein-westfälischen Universität ihrer Wahl aufzubauen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine mindestens zweijährige Forschungstätigkeit im Ausland und ein herausragendes wissenschaftliches Profil. Die Nachwuchstalente können sich bis zum 26. März 2012 bewerben. [mehr]

Austauschprogramm ERASMUS wird 25 Jahre alt

Das Austauschprogramm ERASMUS wird heute 25 Jahre alt. Insgesamt 3 Millionen Studenten und Mitarbeiter haben seit 1987 am europaweiten Austauschprogramm teilgenommen. 33 Staaten sind an dem Programm beteiligt, darunter die 27 EU-Mitgliedstaaten, sowie Kroatien, Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei. Die Feierlichkeiten zum 25. Geburtstag des Austauschprogramms werden heute um 12.30 Uhr in Brüssel eröffnet. ERASMUS Botschafter aus allen beteiligten Ländern werden an der Pressekonferenz teilnehmen. Diese kann auch online verfolgt werden. [mehr]

Frühzeitige Eliminierung von Vorurteilen

Psychologen der Universität Jena analysieren die Entwicklung von Vorurteilen bei Kindern. Prof. Andreas Beelmann von der Friedrich-Schiller-Universität Jena untersuchte mit seinem Team die Entwicklung des natürlichen Hangs zur Diskriminierung.Laut Beelmann werde es dann problematisch, wenn die positivere Bewertung der eigenen sozialen Gruppe irgendwann in Vorurteile, Benachteiligung und Diskriminierung anderer umschlägt. Die Lösung für das Problem liegt laut Studie in Kontakten zu möglichst vielen Personen, die zu unterschiedlichen sozialen Gruppen gehören. Die Studien zu diesem Themenbereich wurden am vergangenen Freitag in der Fachzeitschrift „Child Development“ veröffentlicht.

Zwölf europäische “Advanced Grants” für Spitzenforscher an bayerischen Universitäten vergeben

Zwölf Forscher an bayerischen Universitäten erhalten den “Advanced Grant”. Er ist die höchstrangigste Forschungsförderung der Europäischen Union. Sie wird für innovative Projekte von anerkannten, europäischen Forscher vergeben. Jeder ausgezeichnete Wissenschaftler erhält über fünf Jahre hinweg bis zu 3,5 Millionen Euro für das vorgeschlagene Forschungsprojekt. Zwölf der insgesamt 35 geförderten Forschungsprojekte an deutschen Hochschulen werden an bayerischen Universitäten durchgeführt. Bayern ist damit das erfolgreichste Land in Deutschland, gefolgt von Baden-Württemberg mit neun geförderten Projekten.

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