Der Morgen

InFakt am Mittwoch, 20.08.2014

Redaktion: Jan-Michael Stiegelmeier & Gero Brinkmann

Das Bafög steigt
Das Bafög steigt um 7 Prozent. Wie die Budesregierung meldet, werden die Fördersätze für bedürftige Studierende und Schüler ab Herbst 2016 angehoben. Für Studierende mit eigener Wohnung soll der BAföG-Höchstsatz auf bis zu 735 Euro im Monat steigen. Laut der Budesregierung sollen über 100.000 zusätzliche Studierende und Schüler BAföG erhalten, da auch höhere Elternfreibeträge geplant sind.

Kein Warmwasser an der Universitätsstraße
In den Wohnheimen an der Universitätsstraße gibt es seit Freitag kein Warmwasser. Die Reparaturen sollen frühestens morgen abgeschlossen werden. Mietminderungen aufgrund der Umstände sind derzeit kein Thema. Im Gespräch mit Hertz 87.9 schilderte Helga Fels, Abteilungsleiterin Studentisches Wohnen vom Studentenwerk die Situation:

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NRW schneidet schwach ab
Nordrhein-Westfalen belegt den vorletzten Platz bei der Länder-Vergleichsstudie „Bildungsmonitor 2014“. Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft – kurz ISNM – bewertete anhand bestimmter Bildungsindikatoren alle 16 Bundesländer Deutschlands. Den ersten Platz im Bildungsmomnitor belegt Sachsen. Bei dem Kriterium Betreuungsbedingungen belegten Schulen und Hochschulen aus NRW sogar den letzten Platz. Das Institut der deutschen Wirtschaft hat die Studien in Auftrag gegeben. Die INSM tritt für die liberalen Prinzipien der unternehmerischen Freiheit, Eigeninitiative und Chancengerechtigkeit ein.

Neues Bildgebungsverfahren entdeckt
Wissenschaftler haben ein neues Verfahren entwickelt, um Zellen mit hochauflösender Bildgebung zu untersuchen. Wie die Universität Göttingen berichtet, ließen sich molekulare Prozesse in lebenden Zellen damit besser beobachten. Das neue Bildgebungsverfahren „COIN“ ermögliche es genau zu erforschen, wie sich Proteine in zellulären Strukturen erneuern und wie ihr Stoffwechsel funktioniert. Diese Erkenntnisse sollen dabei helfen, Therapieverfahren für Krankheiten wie Parkinson oder Schizophrenie zu entwickeln.

5000 Wohnungen für Studierende fehlen
Es fehlen rund 5.000 Wohnmöglichkeiten für Studierende in NRW. Nach Angaben der Studentenwerke NRW sei die Situation unter anderem in Paderborn, Münster und Köln besonders kritisch. Das sei auch der Grund, warum dort knapp ein Drittel aller Studierenden noch bei ihren Eltern wohne. Die Studentenwerke in NRW bieten insgesamt bereits rund 50.000 geförderte Unterkünfte in Wohnheimen an. Die Mietpreise für Studentenwohnungen sind, im Gegensatz zu anderen Mietpreisen, in den letzten Jahren kaum gestiegen.

20000 Bafög-Empfänger weniger
Die Zahl der Bafög-Empfänger ist im letzten Jahr um 20.000 gesunken. Laut dem statistischen Bundesamt bedeutet das einen Rückgang um mehr als 2 Prozent. Zwischen Schülern und Studierenden gibt es dabei allerdings ein großes Ungleichgewicht. Während die Zahl der geförderten Studierenden nur wenig zurückging, gab es bei den Schülern ein Minus von 5 Prozent. Bund und Länder haben dadurch im vergangenen Jahr 37 Millionen Euro eingespart. Als möglicher Hauptgrund für den Rückgang gelten veraltete Regelungen zu den Elternfreibeträgen.

InFakt am Dienstag, 19.08.2014

Redaktion: Ramona Westhof & Robert Rogalla

Zu wenig Kommunikationstechnologie im Medizinstudium
Medizinstudentinnen und -studenten fühlen sich nicht ausreichend über die Kommunikationstechnologischen Neuerungen in der Gesundheitsversorgung informiert. Laut einer Studie der Universität Bielefeld sieht die Mehrheit der Befragten die sogenannte Telemedizin als wichtigen Teil der Gesundheitsversorgung an, hält die Thematik allerdings für in ihrem Studium unterrepräsentiert. Damit die neuen Technologien in Zukunft sinnvoll genutzt werden können, sei laut Studie eine bessere Aufklärung für sowohl Medizinerinnen und Mediziner als auch für Patientinnen und Patienten notwendig.

Mehr Inklusion an Schulen in NRW
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres tritt in Nordrhein-Westfalen morgen auch das neue Schulgesetz in Kraft. Diesem Gesetz nach haben auch Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf ein Recht auf den Besuch einer Regelschule. Die Regelung folgt der UN-Behindertenrechtskonvention und soll eine bessere Inklusion von Menschen mit Behinderung gewährleisten.

Kavka erster „Pop-Dozent“ in Paderborn
Markus Kavka lehrt an der Uni Paderborn. Wie die Hochschule mitteilte, wird der Musikjournalist und ehemalige MTV-Moderator im kommenden Wintersemester im Studiengang „Populäre Musik und Medien“ unterrichten. Er übernimmt dort eine Lehrveranstaltung zum Thema Konzeption und Produktion einer Musik-Fernsehsendung. Damit ist Kavka erster Inhaber der sogenannten „Pop-Dozentur“ an der Universität. Für diese will die Hochschule auch in Zukunft prominente Persönlichkeiten aus der Popkultur als Dozentinnen und Dozenten gewinnen.

Gehirn speichert Stimmen ähnlich wie Worte oder Gesichter
Das menschliche Gehirn speichert Stimmen ähnlich wie Gesichter oder Wörter in gesonderten „Gedächtnisspuren“, das ergab eine Studie der Universität Jena. Hierfür wurden Versuchspersonen Stimmproben vorgespielt, die sie im Folgenden von neuen, unbekannten Proben unterscheiden sollten. Gleichzeitig wurde die Hirnaktivität der Probandinnen und Probanden gemessen – dabei zeigten sich jeweils ähnliche Muster beim Einspeichern und Wiedererkennen einer Stimmprobe. Nach welchen Kriterien Stimmen gut oder schlecht im Gedächtnis bleiben, soll in Zukunft ebenfalls untersucht werden.

Strom aus Schweiß mit neuer Biobatterie
Forscherinnen und Forscher der University of California entwickeln derzeit eine Batterie, die Schweiß als Energiequelle nutzen soll. Ein mit einem Enzymen beschichtetes Klebetattoo entzieht dem im Schweiß enthaltenen Laktat Elektronen. Die Batterie erreicht so bereits eine Leistung von etwa vier Mikrowatt, was allerdings noch nicht ausreicht, um tatsächlich elektronische Geräte anzutreiben. Ausgang der Batterie, war der Versuch, den Laktatgehalt bei Sportlerinnen und Sportlern zu messen ohne Blut abnehmen zu müssen. Der Gehalt ist bei untrainierten Menschen höher, somit ist auch die Biobatterie bei ihnen am leistungsstärksten.

InFakt am Montag, 18.08.2014

Redaktion: Rabea Brechmann & David Wegmann

Umfrage zur Studienfach-Entscheidung
Das Wissenschaftsministerium NRW veranstaltet eine Online-Umfrage unter Studierenden. Das Ziel der Umfrage ist mehr darüber zu erfahren, wie und warum welches Fach studiert wird. Dank der Ergebnisse sollen die Hochschulen ein besseres Studienfachangebot bieten können.
[Umfrage].

Erste Frau gewinnt Fields-Medaille
Die iranische Mathematikprofessorin Maryam Mirzakhani, ist letzte Woche mit der Fields-Medaille ausgezeichnet worden. Laut dem „Guardian“ ist der Preis vergleichbar mit einem Nobelpreis für Mathematiker. Mirzakhani ist die erste Frau, die diesen Preis gewonnen hat. Ausgezeichnet wurde ihr herausragender Beitrag zur Dynamik und Geometrie der Riemannschen Flächen.

Kieler Studierende planen psychologische Beratung
Kieler Studierende planen eine psychologische Beratung für ihre Kommilitonen. Laut dem „abendblatt“ steht die Beratung im Zusammenhang mit einer Kampagne zu Drogen- und Medikamentmissbrauch im Studium. Die Hoffnung ist, dass andere Hochschulen dieses Konzept in ihr Beratungsangebot aufnehmen und Studenten bei Drogenproblemen oder Suizidgedanken zu helfen.Dem Studentenwerk zufolge leidet ein Viertel der Studierenden unter ernsten psychischen Belastungen.

Maßnahmen nach dem Unwetter
Nach den starken Regenfällen der letzten Tage prüfen viele Städte, wie sie ihren Hochwasserschutz verbessern können .Laut dem „WDR“ plant die Stadt Bielefeld in der Innenstadt ein neues Regenrückhaltebecken. Das Ziel ist es das Kanalnetz der Stadt bei starkem Regen nicht zu überlasten. In Gütersloh wurden bereits neue Überschwemmungsgebiete ausgewiesen.

Gesicht als Passwortalternative
Britische Forscher haben eine Computer-Passwort-Alternative entwickelt. „Bild der Wissenschaft“ zufolge bekommt der Benutzer an Stelle einer Passwort-Maske 8 Gesichter zu sehen. Eines dieser Gesichter hat er vorher in die Software eingespeist. Wenn er das richtige Gesicht erkennt erhält der Benutzer Zugang. Den Entwicklern zu Folge sei das System so sicher, dass nur 6% der Versuche es zu knacken erfolgreich waren.

Elstern sind nicht Diebisch
Im Gegensatz zu ihrem Ruf sind Elstern nicht Diebisch. Wie britische Forscher testeten, stehlen Elstern, im Gegensatz zum verbreiteten Glaube, keine glänzende Gegenstände. Im Gegenteil mieden die Vögel die ihnen neuen und Gegenstände lieber. Im Experiment haben nur 2 von 64 Elstern einen glänzenden Gegenstand aufgehoben. In beiden Fällen haben die Vögel den Gegenstand auch sofort wieder fallen gelassen.

InFakt am Donnerstag, 14.08.2014

Redakteurin: Juliane Jesse

Universität Bielefeld für Chancengleichheit ausgezeichnet
Zum dritten Mal wird die Universität Bielefeld für Chancengleichheit von Frauen ausgezeichnet. Im Oktober wird ihr in offiziellen Rahmen das „Total E-Quality“ Prädikat verliehen. Gleichstellungspolitik und familienfreundliche Strukturen seien seit 25 Jahren strategische Kernanliegen der Universität, begründete die Jury ihre Entscheidung.
Die Bielefelder Universität hat bei den Professuren einen Frauenanteil von 23 Prozent, was knapp über dem Bundesdurchschnitt liegt. Auch bei den Promotionen und Habilitationen liegt die Frauenquote mit rund 40 Prozent über dem Bundesschnitt.
Die Auszeichnung wird seit 1997 für jeweils drei Jahre vom „Total E-Quality“-Verein vergeben. Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die auf eine gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen hinwirken, werden jährlich ausgezeichnet.

Studentenwerke stellen Leistungsbilanz vor
Am gestrigen Mittwoch stellten die Studentenwerke aus Nordrhein-Westfalen ihre Leistungsbilanz für 2013 vor. Der Bericht legt Zahlen für die Bereiche Gastronomie, Wohnraum, Kinderbetreuung und Finanzielle Unterstützung vor. Sowohl gastronomische Einrichtungen als auch Wohnheimplätze sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Die Studentenwerke besetzten zusätzliche Stellen für die Bearbeitung von BaföG-Anträgen. Außerdem wurden rund 800 bedürftige Studierende mit insgesamt 4,5 Millionen Euro durch zinslose Darlehen unterstützt.

Franchising von Studiengängen
Schätzungsweise ein Viertel aller staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen vermietet Studiengänge. Da Akademien und Firmen selbst keine Abschlüsse vergeben dürfen, bilden sie im Namen der Hochschulen in Wirtschaft, Technik-, Medien- oder Gesundheitsberufen aus. Das Unternehmen zahlt in der Regel eine Lizenzpauschale an die Hochschule, verlangt von seinen “Kunden” wiederum Studiengebühren. Am Ende vergibt die Hochschule dann den Abschluss. Dieses Modell wird beispielsweise von der Fachhochschule Köln für Versicherungsmanager und Filmschaffende genutzt. Laut Hochschulrektorenkonferenz trage die Hochschule auch die Verantwortung für die Einhaltung der akademischen Standards. Alle Franchise-Angebote müssen öffentlich und transparent dargelegt werden. Auch das Lehrpersonal müsse dieselben wissenschaftlichen Anforderungen erfüllen wie im normalen Hochschul-Betrieb, heißt es in einer Erklärung.

AStA-Finanzreferenten sollen künftig beaufsichtigt werden
AStA-Finanzreferenten sollen künftig beaufsichtigt werden. Das fordert Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Eine Aufsichtsperson soll sicherstellen, dass der AStA-Finanzverantwortliche eine “Befähigung für den gehobenen Verwaltungsdienst oder über nachgewiesene Fachkenntnisse im Haushaltsrecht verfügt“. So steht es im Gesetzentwurf, der im September im Landtag verabschiedet werden soll. Die entstehenden Kosten soll die Studierendenschaft übernehmen. Laut Berechnungen der Asten wären das 27.000 Euro pro Fachkraft jährlich. Hintergrund des Gesetzesentwurfs ist unter anderem die Veruntreuung von Geldern durch AStA-Vertreter der Universität Duisburg-Essen.

Der Computer als Märchenerzähler
Eine neue Software macht den Computer zum Märchenerzähler. Eine Gruppe von Studierenden der Universität Saarbrücken hat das Programm entwickelt. Die Software erkennt, ob in einer Textpassage ein Mensch, Tier oder Fabelwesen spricht. Weiterhin erkennt es die Gefühlslage und den jeweiligen Charakter. Entsprechend passt es Betonung, Tempo und Sprechweise an. Grundlage für die Software war das Märchen “Der Froschkönig”. Die Sprachverarbeitung ist jedoch automatisierbar: Mit Hilfe bestimmter zusätzlicher Informationen kann der Computer auch andere Märchen erzählen. Mit derartigen Technologien sollen Mensch und Computer in Zukunft besser miteinander kommunizieren können.

Forscherteam erstellt Datenbank zur Verbreitung von Quallen
Ein internationales Forscherteam hat die erste Datenbank zur weltweiten Verbreitung von Quallen erstellt. Mehr als 476.000 Daten seien zu den Nesseltieren bereits erfasst wurden. Laut dem spanischen Forschungsinstitut CSIC könne so die Verbreitung der Biomasse bis zu einer Tiefe von 200 Metern bestimmt werden. Die Datenbank namens Jellyfish Database Initiative (kurz JeDI) ist im Internet einsehbar.

Innovationspreis Bildung ausgeschrieben
Der Bundesverband für Bildung, Wissenschaft und Forschung schreibt den Innovationspreis Bildung 2014 aus. Gesucht werden Ideen, Konzepte oder Innovationen zum Thema Bildung. Kindergärten, Schulen, Universitäten, aber auch Unternehmen und Medien sind eingeladen am Wettbewerb teilzunehmen. Der Innovationspreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 30. September.

InFakt am Mittwoch, 13.08.2014

Redakteurin: David Wegmann

Zahl der BaföG-EmpfängerInnen zurückgegangen
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Bafög-Empfängerinnen und Empfängern zurück gegangen. Das veröffentlichte das statistische Bundesamt. Insgesamt wurden 20’000 (Tausend) Menschen weniger als noch im Jahr 2012 durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz finanziell unterstützt. Dadurch mussten Bund und Länder 2013 etwa 37 Millionen Euro weniger für das Bafög ausgeben als im Vorjahr.

Vorgeszogenen Bafög-Erhöhung gefordert
Gewerkschaften, Opposition und Studentenwerk fordern die Bafög-Reform zu beschleunigen. Das statistische Bundesamt hatte gestern veröffentlicht, dass die Bafög-Ausgaben von Bund und Ländern im letzten Jahr zurückgegangen sind. Den Grünen zu Folge soll das dadurch verfügbare Geld unverzüglich in die Erhöhung der Bafögsätze investiert werden. Bisher plant die Regierung das Bafög erst im Herbst 2016 zu erhöhen.

Bienenseuche in Bielefelder Umland ausgebrochen
In einem Honigbienenstock in der Nähe von Bielefeld ist die amerikanische Bienen Faulbrut nachgewiesen worden. Die Abteilung Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung des Kreises Gütersloh hat einen Sperrbezirk um den betroffenen Bienenstock eingerichtet. In diesem Bereich müssen jetzt alle Bienenvölker untersucht werden. Die amerikanische Bienen Faulbrut ist eine bakterielle Bienenkrankheit bei der sich infizierte Larven in den Waben zu braunen schleim auflösen. Menschen kann die Krankheit nicht befallen.

Abnehmen verstärkt depressive Störungen
Gewichtsabnahme bei übergewichtigen Menschen senkt das psychische Wohlbefinden. Wie eine Forschergruppe aus England im Fachblatt „Plos One“ veröffentlichte, haben Personen die Gewicht abnehmen häufiger depressive Störungen als Menschen mit gleich bleibendem Gewicht. Die Forschergruppe vermutet, dass der Verzicht auf angenehme Aktivitäten, wie das Essen von Süßigkeiten, der Grund für die emotionalen Veränderungen ist.

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