Der Morgen

InFakt am Freitag, 24.04.

Redaktion: Evgenia Muravyeva

Neue Wohnheime am Bielefelder Campus
Am Bielefelder Campus sollen neue Wohnheime gebaut werden. Laut einer Aussage der CDU gegenüber Hertz 87,9 plant man den Bereich nordöstlich des Campus “Lange Lage“ zu nutzen. Wohnungen in der Uni-Nähe sollen Studierende und junge Wissenschaftler dazu anregen, nach ihrem Studium in Bielefeld weiterhin zu bleiben und zu arbeiten. Der entsprechende Beschlussvorschlang ist gestern bei der Sitzung im Bielefelder Rat auf Unterstützung gestoßen. Über die endgültige Verabschiedung wird bei der nächsten Sitzung am 28. Mai diskutiert.

Lehramtsstudiengänge laufen aus
In NRW laufen die alten Lehramtsstudiengänge ab dem Jahr 2016 aus. Als Folge, müssen die Lehramt-Studierenden ihr Studium bis dahin abgeschlossen haben, oder in ein anderes Fach wechseln – berichtet Spiegel Online. Betroffen sind all diejenigen, die noch nach dem alten Modell studieren, das das Staatsexamen als Abschluss vorsieht. Nach der Schätzung vom fsz (dem Freien Zusammenschluss von StudentInnenschaften) betrifft dies rund 13 Tausend Studierende allein in NRW. Der fsz und die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft fordern nun die Verlängerung der Auslauffristen.

SPD will mehr Stellen für Wissenschaftsnachwuchs
Die SPD fordert mehr Stellen für Wissenschaftsnachwuchs. Die Anzahl der Juniorprofessuren soll laut diesem Vorschlag verdoppelt werden – berichtet die taz. Außerdem will man weitere Anstellungen schaffen, die im Unterschied zur Juniorprofessur unbefristet sein werden. Das soll die Chancen der jungen Wissenschaftler erhöhen, sich im System langfristig zu etablieren. Die Veränderung würde die Kosten von 710 Millionen Euro in den nächsten 10 Jahren mit sich bringen. Dabei wird finazielle Unterstützung von den Bundesländern erwartet.

Schüler und Studierende streiken für Flüchtlingsrechte
In Berlin wollen sich mehrere Schulen und Hochschulen an einem Streik für Flüchtlingsrechte beteiligen. Wie der Tagesspiegel berichtet, wollen rund 1500 Schüler, Schülerinnen und Studierende am Streik teilnehmen. Ziel der Aktion ist es, den im Mittelmeer verunglückten Flüchtlingen zu gedenken und gegen die Abschiebung zu protestieren. Um 15 Uhr soll eine Kundgebung am Pariser Platz in Berlin stattfinden. Die LINKE hat ihre Unterstützung der Proteste geäußert.

13ter Mädchen-Zukunftstag
Zum 13. Mal fand in Deutschland der bundesweite Girl’s Day, oder Mädchen-Zukunftstag statt. Der Tag wird vom Bundesbildungsministerium und vom Bundesfamilienministerium gefördert und hat das Ziel, Schülerinnen ab der 5ten Klasse für die MINT Berufe zu begeistern. Laut Bundesministerin Johanna Wanka, entscheiden sich immer noch weniger Frauen als Männer für eine Karriere im MINT Bereich. Am Girl’s Day, den 23. April, durften die teilnehmenden Schülerinnen Berufe in Bereichen wie Informationstechnik, im Handwerk und in den Naturwissenschaften direkt in der Praxis – im Labor und in der Werkstatt – kennenlernen. Seit dem Jahr 2002 haben sich 1,5 Millionen Mädchen an der Aktion beteiligt.

InFakt am Donnerstag, 23.04.

Redaktion: Andreas Hermwille

Geplantes Mittelverteilungsmodell sorgt weiter für Unmut
Das geplante neue Mittelverteilungsmodell sorgt weiter für Unmut. Nachdem am Montag bereits der wissenschaftliche Mittelbau am Modell Kritik geübt hat, wird auch unter den Studierenden der Unmut lauter.

Es sei unfair, studiumsunfreundlich, und vernichte Arbeitsplätze – oder die einzige Möglichkeit, die Uni zukunftsorientiert auszurichten: Die Meinungen gegenüber dem neuen Mittelverteilungsmodell sind sehr unterschiedlich. Innerhalb der Studierendenschaft überwiegt aber anscheinend die Kritik, wie es sich etwa bei den Fachschaften der LiLi-Fakultät zeigt. Diese rufen ihre Mitstudierenden zur Teilnahme an einer Unterschriftenaktion auf, um die Kritik an den Plänen des Rektorats sichtbar zu machen. Ob diese Kritik etwas nützt wird sich nächste Woche zeigen: Da wird das Mittelverteilungsmodell im Senat verhandelt.

Deutsche Unternehmen unzufrieden mit Bachelor-Absolventen
Deutsche Unternehmen sind unzufrieden mit Bachelor-Absolventen. In einer Umfrage der Deutschen Industrie und Handelskammer, kurz DIHK, gaben 53 Prozent der Unternehmen an, dass Berufseinsteiger, die einen Bachelor haben, die Erwartungen des Unternehmens nicht erfüllen würden. Die Quote ist damit rasant gesunken: 2007 waren noch 67 Prozent der Unternehmen mit den Bachelor-Berufseinsteigern zufrieden. An der Umfrage der DIHK haben 2000 Unternehmen teilgenommen.

Immer mehr Studierende ohne Abitur
Die Zahl der Studierende ohne Abitur in Deutschland steigt. Laut einer Studie des Centrum für Hochschulentwicklung studierten 2013 rund 46.000 Menschen ohne Abitur an deutschen Universitäten und Fachhochschulen. Damit habe sich die Zahl seit 2007 verdreifacht. Studieren ohne Hochschulreife ist zum Beispiel mit einem Meisterbrief im Handwerk oder einer kaufmännischen Ausbildung mit Spezialisierung möglich.

Europäische Forschungsförderung wird nicht gekürzt
Die EU-Forschungsförderung, bekannt unter dem Namen „Horizon 2020“, wird nicht gekürzt. Ein entsprechender Antrag ist auf der Sitzung des Europaparlaments abgelehnt worden. Eingebracht wurde der Antrag durch die EU-Kommission, die mit den frei werdenden Mitteln eine Kreditausfallversicherung finanzieren wollte. Ganz vom Tisch sind die Kürzungen damit aber noch nicht: Die Zukunft der Forschungsförderung wird nächste Woche Thema in den Verhandlungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament, und den Mitgliedsländern sein.

Waldbrandgefahr in Bielefeld steigt
Die Gefahr von Waldbränden in Bielefeld und Umgebung steigt. In diesem Frühling seien die Wälder besonders trocken, berichtet das Forstamt Bielefeld. Waldbrände können zum Beispiel durch weggeworfene Zigaretten oder Flaschen entstehen, die das Sonnenlicht bündeln und so Laub in Brand setzen können. Aktuell liegt die Waldbrandgefahr in Ostwestfalen-Lippe auf der mittleren Stufe.

Infakt am Mittwoch, 22.04.15

Redaktion:Lennart Oberbäumer

Studenten sammeln Kommentare von Pegida Anhängern
Zwei Studenten haben über 250 000 Facebook Posts von Pegida Anhängern gesammelt und veröffentlicht. In einem Interview auf Spiegel Online berichtet Gregor Weichbrodt, einer der beiden Studenten, sie wollen mit Originalzitaten von Pegida Anhängern deren Gedanken einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Kommentarsammlung wurde mit “Glaube, Liebe, Hoffnung” betitelt, da nur Posts veröffentlicht wurden, die mit “Ich glaube, ich meine, ich hoffe” anfangen. Posts von Pegida Gegnern wurden aus dem Text entfernt, so dass es sich um eine literarische und keine wissenschaftliche Textsammlung handelt.

Neue Froschart ähnelt Kermit aus der Muppet Show
In Costa Rica wurde eine neue Froschart entdeckt, die wie Kermit der Frosch aussieht. Wie Spiegel Online berichtet, hat die neu entdeckte Froschart den gleichen Grünton, die schwarzen Augen und auch einen ähnlichen Gesichtsausdruck wie Kermit aus der Muppetshow. In der US-amerikanischen Presse wird die neue Froschart auch “Kermit look alike” genannt. Die neu entdeckte Froschart mit dem Namen Hyalinobatrachium dianae ist allerdings mit 2,5 cm bedeutend kleiner als der Star der Muppetshow. Heimisch ist die neue Froschart im Nordosten Costa Ricas.

Weibliche Auszubildende fühlen sich in Männerberufen wohl
Weibliche Auszubildene fühlen sich wohl in männergeprägten Ausbildungsberufen. Das hat eine Sonderauswertung des DGB Ausbildungsreport 2014 durch das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit ergeben. Junge Frauen seien in männerdominierten Berufen genauso zufrieden wie ihre männlichen Kollegen, so Florian Haggenmiller Bundesjugendsekretär des DGB. Vier von Fünf Frauen äußerten sich positiv über ihre Ausbildungssituation. Fast 84% der jungen Frauen fühlen sich außerdem korrekt behandelt von ihren Ausbildern und Ausbilderinnen. Für den DGB Ausbildungsreport 2014 wurden insgesamt mehr als 18 000 Auszubildende schriftlich befragt.

Atomuhr stellt neuen Messrecord auf
Eine Atomuhr hat einen neuen Genauigkeitsrekord bei der Zeitmessung aufgestellt. Wissenschaftler vom US-Amerikanischen National Institute of Standards and Technology berichten, dass die von Ihnen konstruierte Atomuhr in 15 Milliarden Jahren um weniger als eine Sekunde falsch geht. Die auf Strontiumatomen basierende Uhr wurde bereits letztes Jahr von den Wissenschaftlern vorgestellt, aber jetzt verbessert, so dass sie 3 mal genauer geht als vorher. Anwendungsmöglichkeiten sind beispielsweise die Verbesserung von Ortungssystemen und quantenphysikalische Messungen.

Investitionen in außeruniversitäre Forschung angestiegen
Die Investitionen in außeruniversitäre Forschung sind um knapp 5% gestiegen. Wie das statistische Bundesamt mitteilte wurden 2013 knapp 12 Milliarden Euro in außeruniversitäre Forschung investiert. Die Förderungsgelder haben damit einen Anteil von knapp 15% der gesamten Forschungsausgaben. Hochschulen erhalten im Vergleich dazu ca 18%. Mit ca der Hälfte der 12 Milliarden wurden Naturwissenschaften am stärksten gefördert. Zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören öffentliche und private Einrichtungen ohne Erwerbszweck.

Infakt am Dienstag, 21.04.15

Redaktion: Gero Brinkmann

Kritik an Mittelverteilungsmodell nimmt zu
Die wissenschaftlichen Beschäftigten der Uni Bielefeld üben scharfe Kritik am neuen Mittelverteilungsmodell. Das neue Modell wirke sich negativ auf ihre Beschäftigungssituation aus, so die Mitarbeiter_innen gestern bei einem Treffen mit Rektor Sagerer. Dazu Wiebke Esdar, wissenschaftliche Angestellte an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft:

Die Finanz- und Personalsituation der Fakultäten und deren Drittmittel sollen im neuen Mittelverteilungsmodell eine größere Rolle spielen. Zuvor hatte sich bereits ein Aktionsbündnis gegen das neue Modell gegründet.

FH stellt Website zu Wohnen im Alter online
Die FH Bielefeld hat eine Website zum Wohnen im Alter online gestellt. Die Website soll älteren Menschen Konzepte zum selbstständigen Wohnen präsentieren, so Dr. Andreas Uffelmann vom Fachbereich Architektur und Bauingenieurwesen. Eine altersgerechte Ausstattung der Wohnung, ein großes soziales Umfeld oder eine ortsnahe Gesundheitsversorgung sind dabei besonders wichtige Kriterien. Studierende aus den Studiengängen Architektur und Pflege und Gesundheit hatten seit 2004 an der Website gearbeitet. Der Bund hatte das Projekt gefördert.

Kaffee hält DNA fit
Kaffee hält unsere DNA fit. Etwa drei Tassen Kaffee pro Tag schützen die DNA besser vor schädlichen Umwelteinflüssen, so ein Forscherteam der TU Kaiserslautern. Das Team hat einen Monat lang 84 gesunde Männer untersucht. Die Hälfte der Männer bekam Wasser zu trinken, die andere Hälfte Kaffee. Welcher Inhaltsstoff im Kaffee für den Schutz der DNA sorgt, konnte das Team dabei aber nicht herausfinden.

System soll Stress beim Fahren erkennen
Eine neue Software soll Stress beim Fahren erkennen können. Wie Klagenfurter Wissenschaftler_innen erklären, soll das System irgendwann in Autos installiert werden und Unfälle verhindern können. Es soll Unsicherheit, Wut oder Ablenkung messen und Prognosen entwickeln können, wie sich eine Fahrsituation entwickelt. Das Forscherteam arbeitet im Moment an einem Fahrsimulator zum Testen der Software. Im nächsten Schritt sollen mit Hilfe von Testpersonen Daten gesammelt werden.

Fünf Tage fettiges Essen werfen Körper aus der Bahn
Fettreiches Essen wirft den Körper schneller aus der Bahn als bisher gedacht. Nach fünf Tagen mit fettreichem Essen kann der Körper den aufgenommenen Zucker schon nicht mehr so gut verarbeiten, so Forscher_innen aus Virginia in den USA. Das Forscherteam setzte Proband_innen dazu fünf Tage lang fettiges Essen vor. Körpergewicht oder Fettanteil im Körper nahmen in dieser Zeit aber nicht zu. Das Forscherteam will demnächst noch näher zu den Langzeiteffekten forschen.

Infakt am Montag, 20.04.15

Redaktion: Julian Alexander Fischer

BAföG-Antrag online ausfüllbar
Alle wichtigen BAföG-Formulare können ab sofort online ausgefüllt und übermittelt werden. Dies gab das Landesministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung nun bekannt. Durch die Neuerung soll das Verfahren sowohl für Studierende als auch für die Bearbeitenden vereinfacht werden. Laut dem Ministerium werde so besonders der Zeitaufwand deutlich minimiert. In NRW werden jedes Jahr ca. 200 000 Anträge auf BAföG gestellt.

Unis dürfen Bücher digitalisieren
Der gesamte Bestand von Universitätsbibliotheken darf digitalisiert werden. Der Bundesgerichtshof – kurz BGH – wies damit die Klage eines Verlages ab, welcher es der Technischen Universität Darmstadt verbieten wollte Bücher zu digitalisieren. Werke des Verlages sollten lediglich als kostenpflichtige E-Bücher zur Verfügung stehen. Nachdem das Landgericht dem teilweise zugestimmt hatte, wies der BGH die Klage nun in vollem Umfang ab. Daher dürfen Bibliotheksnutzer und -nutzerinnen weiterhin alle digitalen Werke downloaden und ausdrucken.

Exzellenzinitiative verlängert
Die Exzellenzinitiative für deutsche Hochschulen wird bis 2028 verlängert. Auf der Klausurtagung haben die Regierungsparteien beschlossen, dass von 2018 bis 2028 insgesamt vier Milliarden Euro in deutsche Spitzenuniversitäten investiert werden sollen. Zudem vereinbarte man die Einrichtung eines Programms zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Das Projekt zur Eröffnung besserer Karrierechancen wird mit gut einer Milliarde Euro gefördert und tritt 2017 in Kraft.

Vergünstigte Festivalkarten ausverkauft
Die vergünstigten 16-Euro-Tickets für das Campus-Festival sind in Bielefeld ausverkauft. Nur am FH-Standort Minden wird aufgrund großer Nachfrage noch ein Kontingent der Karten angeboten. In Bielefeld werden weiterhin Karten für 19 und 25 Euro verkauft. Diese gibt es von Dienstag bis Donnerstag in der Kontaktstube in der Uni, rechts vor dem alten Haupteingang. Das Campus-Festival findet am Donnerstag, den 25. Juni statt und wird von Hertz 87.9 präsentiert.

Immer mehr Deutsche helfen Einwanderern
Immer mehr Deutsche unterstützen ehrenamtlich Einwanderer. Wie eine Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung feststellte, ist die Zahl der Helferinnen und Helfer in den letzten Jahren um 70 Prozent gestiegen. Meist seien die Helfenden weiblich, wohlhabend und gebildet. Außerdem beteiligen sich überdurchschnittlich viele Menschen mit Migrationshintergrund an der Hilfe. Vor allem der Beginn des syrischen Bürgerkriegs 2011 habe die Menschen dazu bewegt sich zu engagieren.

Weniger Bakterien im menschlichen Körper
Der menschliche Körper wird von weniger Bakterienarten bewohnt als frühere Generationen. Zu diesem Ergebnis kam ein amerikanisches Forscherteam im Fachmagazin „Science Advances“. Dazu verglichen sie Proben von isoliert lebenden Ureinwohnern mit denen zivilisierter Bürger. Ungefähr 40 Prozent mehr Bakterienarten leben in den Körpern der indigenen Bevölkerung. Dadurch seien sie deutlich krankheitsresistenter als westlich-entwickelte Kulturen. Als Ursache für den Bakterienschwund wird der Verzehr industrieller Nahrung und die Nutzung von Antibiotika vermutet.

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