Hochschulnachrichten am 16.05.2012
Radaktion: Julia Saatkamp
Besuch Norbert Lammerts stoß auf reges Interesse
Der Besuch des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert hat gestern in der Universität Bielefeld für reges Interesse gesorgt. Der Vortrag zu den Herausforderungen der parlamenta-rischen Demokratie sollte eigentlich im Hörsaal 1 der Uni stattfinden, musste dann aber kurzfristig in das Audimax verlegt werden. Norbert Lammert stellte sich im Anschluss an seinen Vortrag noch den Fragen der Zuhörer und gab Raum für Diskussion. Organisiert wurde der gestrige Abend vom Zentrum für interdisziplinäre Forschung und der juristischen Ge-sellschaft Ostwestfalen-Lippe e.V..
Uni Bielefeld nimmt Raumluftmessungen im Hauptgebäude vor
Ab Ende Mai wird in ausgewählten Räumlichkeiten der Universität die Raumluft gemessen. Bei der Messung soll untersucht werden, wie hoch der Anteil der chemischen Verbindung PCB in der Raumluft ist. PCB ist eine giftige Chlorverbindung, die zu den 12 organischen Giftstoffen gehört, die als „dreckiges Dutzend“ bekannt sind. Es gilt daher als gesundheitsschädlich. Teile der Bausubstanz des Unigebäudes sind durch PCB-Spuren belastet. Laut der Pressestelle der Universität liegen die bis-her bekannten PCB-Werte allerdings deutlich unter ei-nem gesundheitsgefährdenden Wert. Die Räume, bei denen der Wert höher gewesen sei, sei-en bereits ausreichend saniert worden.
Deutsche Jugendliche fühlen sich oft zu dick
Das ist das Ergebnis einer internationalen Ver-gleichsstudie, an der auch ein Forscherteam der Uni-versität Bielefeld beteiligt war. Die Studie zeigt, dass in Deutschland jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge im Alter von 15 Jahren seinen Körper als zu dick empfindet. Deutsche Jugendliche sind damit in Bezug auf ihren Körper im internationalen Vergleich am unzufrie-dendsten. Die Studie wurde in 39 Ländern und Regionen Europas und Nordamerikas, unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, durchgeführt. Die deutsche Teilstudie wurde vom „Kollaborations-zentrum der WHO zur Kinder- und Jugendgesundheitsför-derung“ unter der Leitung von Professorin Dr. Petra Kolip von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, koordiniert.
Unis geben mehr Geld aus
Die deutschen Universitäten haben im Jahr 2010 deutlich mehr Geld ausgegeben als im Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Die Hochschulen investierten 2010 rund 40 Milliarden Euro in Lehre, Forschung und Krankenbehandlung. Das sind rund 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gründe für den Anstieg der Ausgaben seien unter anderem der Ausbau von Studienplätzen und die Neugründung von Hochschulen gewesen. Die Ausgaben wurden in erster Linie durch das gestiegene Einkommen der Unis finanziert. Dieses schöpften sie zu einem großen Teil aus den medizinischen Einrichtungen. Die Hochschulen konnten aber auch deutlich mehr Drittmittel und Investoren von außerhalb als im Vorjahr anwerben.
WWF veröffentlicht Top Ten von Umweltsündern
Der WWF hat in seinem Living-Planet-Report 2012 ges-tern weltweit eine Länderliste der Umweltsünder ver-öffentlicht. Die Umweltsünder sind die Länder, in denen die Men-schen, laut WWF, mehr Ressourcen verbrauchen, als ihr Land eigentlich zu bieten hat. Unter den Top Ten der Umweltsünder befinden sich die USA, Dänemark, Belgien, die Niederlande und Irland. Deutschland teilt sich den 31. Platz mit Italien. Als Messgröße verwendete der WWF den sogenannten öko-logischen Fußabdruck. Dieser beschreibt die Fläche, die ein Mensch ver-braucht, um sich zu ernähren, zu kleiden, sich mit Energie zu versorgen und seinen Müll zu entsorgen. Knapp 2 Globale Hektar Erdoberfläche seien zur Ver-sorgung eines Menschen ausreichend. In Deutschland werden, laut WWF, derzeit rund 4 Glo-bale Hektar Erdoberfläche pro Person verbraucht; Beim Spitzenreiter Katar seien es sogar knapp 12.



