Der Morgen

InFakt am Freitag, 03.07.2015

Redaktion: Ramona Westhof

Geflüchteten nicht mehr in Turnhallen untergebracht
In Bielefeld müssen zurzeit keine Geflüchteten mehr in Turnhallen untergebracht werden. Wie die Stadt Bielefeld mitteilte, konnten die fast 200 Menschen, für die die provisorischen Unterkünfte eingerichtet worden waren, diese inzwischen verlassen. Zwei Turnhallen waren in dieser Woche zu Notunterkünften für Geflüchtete umfunktioniert worden. Die üblichen Erstannahmestellen waren Aufgrund eines Windpockenausbruchs und der unerwartet hohen Zahl an Geflüchteten nicht in der Lage gewesen, genügend Menschen aufzunehmen. Noch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die provisorischen Unterkünfte in Zukunft wieder benötigt werden.

Fahrradwerkstadt der Uni umgezogen
Die Fahrradwerkstadt der Uni Bielefeld hat in dieser Woche ihre neuen Werkstadträume bezogen. Ab sofort befindet sich der Ra(d)tschlag im Universitätshauptgebäude neben der Brücke im Zahn C-02. Der Umzug war notwendig geworden, nachdem die bisherigen Räume der Laborschule nicht mehr genutzt werden konnten. Beim Ra(d)tschlag handelt es sich um eine Selbsthilfewerkstadt, bei der Studierende unter Anleitung ihre Räder selbst reparieren können. Nötige Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt.

Auch geringe Strahlung steigert Krebsrisiko
Schon geringe Dosen radioaktiver Strahlung steigern das Krebsrisiko. Das ergab eine Studie des französischen Instituts für Strahlenschutz und Reaktorsicherheit. Die Untersuchung erfasste die jeweilige Strahlenbelastung und Krankengeschichte von über 300.000 Menschen, die an Kernkraftwerken beschäftigt gewesen waren. Selbst Beschäftigte, die nur geringen Strahlendosen ausgesetzt waren, erkrankten im Schnitt deutlich häufiger an Leukämie als bisher angenommen.

Freies W-LAN auf dem Rathausplatz
Auf dem Bielefelder Rathausplatz gibt es ab sofort freies W-LAN. Wie die Neue Westfälische berichtet, wurden im Rathaus Router aufgestellt, die im Umkreis den Empfang des Bielefelder Freifunknetzes ermöglichen. Der Bielefelder Freifunk ist eine Initiative, die sich für freies W-LAN im gesamten Stadtgebiet einsetzt. Einrichtungen, aber auch Privatpersonen können hierfür Router mit der entsprechenden Software aufstellen, die sich mit den anderen Geräten vernetzen. Neben dem Rathausplatz ist das Freifunknetz beispielsweise auch auf dem Kesselbrink und dem Siegfriedplatz zu empfangen.

Leistung von Glasfaserkabeln soll verbessert werden
Glasfaserleitungen könnten künftig eine deutlich bessere Leistung aufweisen. Das erhoffen sich Forscherinnen und Forscher der University of California in San Diego. Möglich machen soll dies ein von dem Team entwickeltes Verfahren, das Verzerrungen aus den Signalen besser herausfiltern kann. Bei bisherigen Methoden der optischen Datenübertragung schränken diese Ungenauigkeiten die Bandbreite und Leistung der Übertragung ein. Mit der neuen Methode soll die Leistung von Glasfaserkabeln verdoppelt werden können.

InFakt am Donnerstag, 02.07.2015

Redaktion: Andreas Hermwille

Notunterkünfte für Flüchtlinge in Bielefeld
Bielefeld richtet Notunterkünfte für Flüchtlinge ein. Nach Informationen der Neuen Westfälischen sind die ursprünglich vorgesehenen Aufnahmezentren für Flüchtlingen mit der Situation überfordert. Gründe dafür sind einmal der Ausbruch von Windpocken in zwei Unterkünften, die deswegen unter Quarantäne stehen. Außerdem sind in kurzer Zeit viel mehr Flüchtlinge in Bielefeld angekommen als man sonst gewohnt ist. In den letzten zwei Tagen waren es über 600. Um alle Flüchtlinge aufnehmen zu können richtet die Stadt jetzt kurzfristig zwei Turnhallen als Unterkünfte ein.

Jeder fünfte Studierende ist psychisch krank
20 Prozent der Studierenden in Deutschland haben psychische Probleme. Wie aus dem „Gesundheitsreport“ der Technischen Krankenkasse hervorgeht, ist vor allem stressbedingte Erschöpfung der Auslöser für psychische Krankheiten. Auffällig ist laut den Herausgebern der Studie, wie psychische Erkrankungen mit dem Alter zunehmen. Bis zum 26. Lebensjahr gibt es etwa noch keinen Unterschied in der Zahl der Erkrankungen bei Studierenden und Nicht-Studierenden. Ab dem 32. Lebensjahr sind Studierende dagegen doppelt so oft krank wie ihre Altersgenossen die nicht studieren. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören Depressionen, und Belastungs-, sowie Angststörungen.

Lehrer nicht auf Inklusionsunterricht vorbereitet
Die Lehrer in Deutschland fühlen sich unzureichend auf Unterricht mit Kindern mit und ohne Behinderung vorbereitet. Nach einer repräsentativen Umfrage des Meinungsinstituts Forsa klagen die Lehrer über schlechte Vorbereitung, zu wenig Personal, und zu große Klassen. Drei Viertel der Befragten gab an, das Fortbildungsangebot zum Thema Inklusion sei „weniger gut“ oder „gar nicht gut“. Das Umfrageergebnis ist für NRW besonders interessant, denn hier findet inklusiver Unterricht bereits statt. Einen Unterschied zum Bundestrend ließ sich in der Umfrage aber nicht erkennen.

Linie 3 wird unterbrochen
Die Stadtbahnlinie 3 wird ab Montag von Bauarbeiten unterbrochen werden. Wie Mobiel mitteilt, finden die Bauarbeiten im Bereich der August-Bebel-Straße statt wodurch die Haltestellen Dürkopp-Straße, August-Bebel-Straße und Ravensberger Straße ausfallen. Mobiel will die entstandene Lücke durch Busse schließen, welche von der Haltestelle Teutoburger Straße der Linie 2 zur Haltestelle Krankenhaus Mitte der Linie 3 und zurück pendeln. Die Unterbrechung der Linie 3 soll wahrscheinlich bis Oktober andauern.
[Grafik zur geplanten Umleitung]

InFakt am Mittwoch, 01.07.2015

Redaktion: Sören Sölter

Bielefelder Professor kritisiert Bologna-Reform
Der Bielefelder Professor für Soziologie Stefan Kühl hat die Bologna-Reform stark kritisiert. In einem Artikel im DSWJournal des Deutschen Studierendenwerkes nannte er Bologna unflexibel und reformbedürftig. Kühl begründet seine Kritik damit, dass es seit der europaweiten Vereinheitlichung des Studienmodells kaum Möglichkeiten für einzelne Länder gebe, Mängel zu beheben. Bologna habe den Hochschulen erheblichen Handlungsspielraum genommen, bemängelt Kühl in dem Artikel. Er schlägt vor, lediglich das Modell mit zwei aufeinander aufbauenden Abschlüssen beizubehalten und den genauen Verlauf des Studiums den Hochschulen zu überlassen.

Zhal der zulassungsbeschränkten Studiengänge gesunken
Die Zahl der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung in Deutschland ist leicht gesunken. Wie eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (kurz CHE) ergeben hat, sind zum kommenden Wintersemester etwa 42 Prozent der Studiengänge mit einem Numerus Clausus belegt. Das sind etwa 3 Prozent weniger als noch im vergangenen Wintersemester.
Laut des CHE gibt es nach wie vor große regionale Unterschiede darin, wie viele Studiengänge zulassungsbeschränkt sind. So liegt NRW mit 37% knapp unter dem Bundesdurchschnitt, die meisten Studiengänge mit Numerus Clausus gibt es in Hamburg, die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern.

Deutsche und japanische Unis wollen stärker zusammenarbeiten
Deutsche und japanische Universitäten wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Auf einem Treffen der Hochschulrektorenkonferenz (kurz HRK) mit Vertretern von japanischen Hochschulen wurde dazu ein Rahmenabkommen beschlossen. Dieses enthält Empfehlungen, die die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Bereich von Forschung und Lehre verstärken sollen. Das Abkommen ziele vor allem auf die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen ab, sagte HRK-Präsident Horst Hippler. Aktuell gibt es rund 600 Kooperationsvereinbarungen zwischen deutschen und japanischen Unis.

Vogelgezwitscher ähnelt der menschlichen Sprache
Das Zwitschern von Vögeln ähnelt der menschlichen Sprache. Wie Forschende der Universität Zürich herausgefunden haben, kombinieren Vögel verschiedene Laute, um einen bestimmten Ruf zu erzeugen. So setzte sich der Ruf des australischen Rotscheitelsäblers aus zwei Lauten A und B zusammen. Die Kombination „AB“ nutzen die Tiere, wenn sie ihr Nest verlassen, die Kombination „BA“ hängt dagegen mit der Brutpflege zusammen. Die Forschenden gehen davon aus, dass der Mensch bei der Sprachentwicklung ganz ähnlich neue Laute aus bereits bekannten kombiniert hat.

InFakt am Dienstag, 30.06.2015

Redaktion: Laura Spickenbom & Timo Oberhauser

Uni Bielefeld richtet neuen Gastlehrstuhl ein
Die Uni Bielefeld richtet einen neuen internationalen Gastlehrstuhl ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt erhalten somit die Möglichkeit, ein Semester lang an der Uni zu lehren. Die internationalen Dozierenden kommen vorwiegend aus den sprach- und literaturwissenschaftlichen Bereichen. Erste Gastdozentin wird die amerikanische Literatur-Professorin Dr. Claire Kramsch sein. Der Gastlehrstuhl wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst für vier Jahre gefördert.

Platz 3 für Handballer der Uni Bielefeld
Die Handballer der Uni Bielefeld belegen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften den 3. Platz. Im sogenannten ‘kleinen Finale’ konnten sich die Bielefelder gegen das Hochschulteam aus Wiesbaden durchsetzen. Sieger der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Handball ist die Wettkampfgemeinschaft Köln. Sie besiegten im Finale die Stuttgarter mit 20 zu 15.

Universitäten in NRW erhalten Erfolgsprämien für Studierende
NRW führt ein neues Prämienmodell für erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen ein. Nach Angaben des WDR sollen Universitäten in NRW künftig 18.000 Euro für jeden zusätzlichen Studienanfänger erhalten. Hinzu kommt eine Prämie in Höhe von 4000 Euro bei erfolgreichem Abschluss des Studierenden. Bisher bekamen die Universitäten 20.000 Euro ohne Prämie. Mit der neuen Erfolgsprämie sollen Studienabbrüche verringert werden. Ab dem Sommersemester 2016 soll die Prämie in Kraft treten.

Bielefelder Datenschutzaktivistin erhält Auszeichnung
Die Bielefelder Datenschutzaktivistin Rena Tangens erhält den ‚Bundespreis Verbraucherschutz’. Wie die NW berichtet, wird sie für ihr besonderes Engagement gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgezeichnet. Vorratsdatenspeicherung habe nicht nur individuelle Folgen, sondern auch langfristige Folgen für die Gesellschaft, so Tangens wörtlich. Bereits in den 80ern gründete die Bielefelderin den Verein Digital Courage, der sich für den privaten Datenschutz einsetzt. Der Bundespreis Verbraucherschutz wird zum zweiten Mal verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Ratten können von der Zukunft träumen
Ratten sind in der Lage, im Schlaf Handlungen zu planen. Britische Hirnforscher vom University College konnten zeigen, dass die Gehirne von Ratten im Schlaf Wege simulieren können. Während die Tiere ein Labyrinth durchliefen, wurde ihnen der Weg zum Futter versperrt. Nach einer kurzen Schlafpause wurden sie abermals in dasselbe Labyrinth gesetzt, diesmal mit Zugang zum Futter. Es traten identische Hirnaktivitäten während des Schlafs und während des zweiten Laufs durch das Labyrinth auf. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen, nicht nur den Menschen vorbehalten ist.

InFakt am Montag, 29.06.2015

Redaktion: Julian Alexander Fischer

Rektorat der Uni Bielefeld nun vollständig
Die Universität Bielefeld hat je zwei neue Prorektoren und Prorektorinnen. Die Mitglieder der Hochschulwahlversammlung haben Claudia Riemer, Angelika Epple, Martin Egelhaaf und Reinhold Decker in das Amt gewählt. Gemeinsam mit Rektor Gerhard Sagerer treten sie am 1. Oktober diesen Jahres ihre vierjährige Amtszeit an. Angelika Epple ist die einzige Neubesetzung des Teams.

Fruchtzucker beeinflusst das Gehirn negativ
Industriell hergestellter Fruchtzucker beeinflusst die Gehirnleistung auf negative Weise. Laut einer Studie des Universitätsspitales Basel wird besonders das Belohnungssystem des Gehirnes vergleichsweise wenig aktiviert. Außerdem steige das Niveau der Sättigungshormone kaum an. Damit beweist die Studie, dass der Fruchtzucker Frukose nicht die positiven Eigenschaften des Traubenzuckers Glukose besitzt. Weitere Auswirkungen von Fruktose sollen nun anhand einer größeren Anzahl Probanden untersucht werden.

Studieninformationen für Flüchtlinge
Ab sofort gibt es eine neue Informationsseite für Flüchtlinge, die in NRW studieren möchten. Die Internetseite wird vom Landeswissenschaftsministerium betreut und soll als Orientierungshilfe für studieninteressierte Flüchtlinge dienen. Unter anderem werden Informationen zur Finanzierung, Anerkennung eines Auslandsstudiums und Ansprechpartnern gegeben. Die Webseite wird auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch betrieben.

Pegida-Gegendemos geplant
Das „Bündnis gegen Rechts“ plant vier Gegendemonstrationen zur Pegida-Kundgebung am Montag, den 20. Juli. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, erwarten die Veranstalter mehrere Tausend Teilnehmer. Alle vier Demonstrationen sollen in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof stattfinden. Über eine Genehmigung wird noch mit der Polizei verhandelt. Bei der Pegida-Kundgebung wird mit gut hundert Demonstranten gerechnet.

Studierende müssen nicht gendern
Studierende dürfen nicht zum gendern gezwungen werden. Laut dem Internetportal Telepolis hat dies ein Student der TU Berlin durchgesetzt. Seine Dozentin wollte ihm für eine nicht gendersensible Sprache Punkte abziehen. Die Rechtsabteilung der TU Berlin gab dem Studenten nun recht. Entsprechende Vorgaben müssten zuvor mit den Modulverantwortlichen abgesprochen werden.

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