Infakt am 19.06.13
Redaktion: Thomas Schweitzer & Niko Johann
MINT Studium an der Uni Bielefeld
Die Uni Bielefeld möchte MINT Fächer attraktiver machen. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Dazu startet nächste Woche eine Projektwoche, die über MINT Fächer informieren soll. Das Angebot richtet sich bevorzugt an Abiturientinnen, die sich mit Mathematik und Naturwissenschaft auseinandersetzen wollen. Gemeinsam sollen die eigenen Potentiale entdeckt werden um herauszufinden, ob ein MINT Studium geeignet ist. Dazu werden Team- und Einzelarbeiten angeboten, bei denen erste Experimente durchgeführt werden können. Darüber hinaus, will sich die Uni Bielefeld auch abseits der Wissenschaft präsentieren. Es besteht die Möglichkeit die Uni mit ihren Einrichtungen wie Cafes und Mensa kennenzulernen. Die Projektwochen finden regelmäßig an der Uni Bielefeld statt und werden von Bi:tasteMINT veranstaltet.
Schwimmbad der Uni Bielefeld vorerst geschlossen
Viel früher als erwartet hat das Schwimmbad der Universität Bielefeld geschlossen. Die Renovierungsarbeiten, welche normalerweise während der Sommersemesterferien gemacht werden, wurden vier Wochen früher als in den vergangenen Jahren begonnen. Die Renovierung der Duschanlagen, sowie des Sprungturmes benötigen mehr Zeit als in den Ferien zur Verfügung steht, heißt es in einer offiziellen Mitteilung der Uni Bielefeld. Wegen diesem Umstand wurden alle Schwimmkurse vorzeitig mit Kompaktkursen beendet. Zu Beginn des Wintersemesters wird das Schwimmbad dann wieder regulär zur Verfügung stehen.
Stipendiaten-Infotag an der Uni Bielefeld
Am heutigen Mittwoch findet in der Uni Bielefeld ein Stipendiaten-Infotag statt. In der Uni Halle informieren dazu Stiftungen und Begabtenförderungswerke über die Möglichkeit ein Stipendium für das Studium zu erhalten. Mit dabei sind Förderer aus der Wirtschaft, von Kirchen und vom Studienfonds Ostwestfalen-Lippe. Die Beratungsarbeit wird hierbei von Studierenden geleistet, die bereits selbst ein Stipendium erhalten. Dadurch soll auf der gleichen Ebene kommuniziert werden um möglichst viele Studierende über Stipendien informieren zu können. Neben den unterschiedlichen Förderern für die Stipendien wird auch über Voraussetzungen informiert, die erfüllt sein müssen, um ein Stipendium zu erhalten. Der Stipendiaten-Infotag findet regelmäßig an der Uni Bielefeld statt. Dieses Jahr bereits zum 17. Mal.
Blutiger Protest in der Bielefelder Fußgängerzone
Am gestrigen Tag hat die Tierschutzorganisation Peta durch einen Protest in der Bielefelder Fußgängerzone auf sich aufmerksam gemacht. Mit einer eher ungewöhnlichen Aktion wollten sie auf den unbedachten Umgang und die Herstellungsmethoden von Fleisch in der Grillsaison hinweisen. Bei Temperaturen um die 30°C und starker Sonneneinstrahlung lagen zwei leichtbekleidete Frauen auf menschengroßen Fleischschalen. Sie waren mit Kunstblut eingeschmiert und mit Cellophanfolie umwickelt. Sogar ein Etikett haben beide Frauen gehabt. Immer wieder macht die Organisation mit radikalen Protesten dieser Art auf sich aufmerksam.
Bielefelder drehen Film in der Region und in Frankreich
Ein Bielefelder Filmteam möchte einen Liebesfilm in Bielefeld und Frankreich drehen. Der Film mit dem Namen „zwischen Sommer und Herbst“ soll von einer Liebesbeziehung zwischen der Hauptperson Lena und der neuen Freundin ihres Bruders handeln. Der Fokus soll dabei weniger auf der gleichgeschlechtlichen Beziehung liegen, vielmehr stehe die menschliche Ebene im Mittelpunkt. Mit dieser Geschichte soll sich jeder identifizieren können, so Drehbuchautor Daniel Manns. Um aber wirklich etwas aus dem Projekt zu machen, müssen über das Internet und sogenanntes Crowdfunding bis Ende Juni 25.000 Euro eingenommen werden. Der derzeitige Stand liegt bei etwas über 5.000 Euro.
Mehr Lehramtsplätze für Sonderpädagogen bis 2018
Bis 2018 sollen in NRW 2300 neue Lehramtsstudienplätze für Sonderpädagogen und -pädagoginnen geschaffen werden, berichtet die Neue Westfälische. Bisher sind drei Universitäten mit diesem Studiengang verfügbar, darunter auch die Uni Bielefeld. Nun wollen noch die drei Universitäten in Paderborn, Siegen und Wuppertal dazu kommen. Bielefeld und Köln wollen darüber hinaus versuchen ihr Angebot an Studienplätzen für Sonderpädagogen und -pädagoginnen auszubauen. Die Landesregierung sieht in der Inklusion behinderter Schüler in Regelschulen jedoch keine neue Aufgabe und hält entsprechende Ausgleichszahlungen für nicht nötig. Stattdessen hat das Land den Ausbau der sonderpädagogischen Lehrstellen gefördert.
Mittelalterliches Lepra-Genom entschlüsselt
Ein internationales Forschungsteam der Uni Tübingen hat die DNA von mittelalterlichen Skeletten untersucht. Die Skelette stammen aus Dänemark, Schweden und Großbritannien. Bei der Untersuchung wurden Genome entdeckt, die zu Krankheitserregern von Lepra zählen. Das Forschungsteam verglich die mittelalterlichen Lepra-Genome mit modernen Lepra-Genomen. Das Ergebnis war, dass die Krankheitserreger den gleichen Vorfahren haben. Beide Lepra-Genome beruhen also auf dem gleichen Ursprungsgenom. Dieses ist rund 4000 Jahre alt. Die Untersuchungen waren möglich geworden, weil besonders gut erhaltene Skelette gefunden wurden. Diese wiesen besonders gut erhaltene Lepra-Genome auf. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich Bakterien kaum verändern. Wie das Forschungsteam zeigen konnte, blieben die Lepra-Genome in den letzten Jahrhunderten nahezu gleich.
Asiatischer Marienkäfer weniger gefährlich als gedacht
Lange Zeit galt der asiatische Marienkäfer als Bedrohung. Seit gut zehn Jahren breitet sich der Käfer in Deutschland aus. Bislang wurde befürchtet, er könne heimische Marienkäfer verdrängen oder landwirtschaftlichen Schaden anrichten. Diese Befürchtungen werden von aktuellen Studien widerlegt. Das zum Julius Kühn-Institut gehörende Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau hat gezeigt, dass die Käfer keine Bedrohung darstellen. Befürchtet worden war, dass deutscher Wein durch die Käfer geschmacklich verunreinigt werden könnte. Die Tiere fühlen sich in Weinbaugebieten wohl und werden häufig mit den Trauben verarbeitet. Für eine geschmackliche Veränderung wären allerdings vier bis fünf Käfer pro Kilogramm Trauben nötig. Eine derart große Population konnte in Weinbaugebieten allerdings nicht festgestellt werden. Auch der heimische Marienkäfer ist weniger bedroht als gefürchtet. In seiner natürlichen Umgebung ist er äußerst konkurrenzstark. Außerdem wurde er in der Untersuchung deutlich häufiger angetroffen, als sein asiatischer Verwandter.
China plant schnellsten Computer der Welt
In China soll Ende diesen Jahres der schnellste Computer der Welt seinen Betrieb aufnehmen. Forscher der Universität für Verteidigungstechnologie konstruieren die Anlage, die dann im Supercomputerzentrum in Guangzho laufen soll. Die Anlage trägt den Namen „Tianhe-2“ und soll rund die doppelte Rechenleistung des bisher schnellsten Computers erreichen. Bereits 2010 entwickelte China den bis dahin schnellsten Rechner. Nun soll an diesen Erfolg angeknüpft werden. Die bisherige Nummer Eins der schnellsten Computer, ist die amerikanische Anlage „Titan“. Der schnellste deutsche Superrechner befindet sich in Jüllich und rangiert international auf Platz 7. Die Liste der 500. Schnellsten Rechner wird regelmäßig aktualisiert und im Rahmen der International Supercomputing Conference vorgestellt. Diese findet aktuell in Leipzig statt.



