Der Morgen

InFakt am 17.05.13

Redaktion: Jan-Michael Stiegelmeier

Der Hochschulrat der Universität Bielefeld wurde neu gewählt
Der Senat der Uni Bielefeld hat die Kandidatinnen und Kandidaten für den Hochschulrat bestätigt. Die Amtszeit des bisherigen Hochschulrats endet nach fünf Jahren am 27. Mai. Neben sechs wiedergewählten werden in der für Juni vorgesehenen nächsten Sitzung des Hochschulrats vier neue Mitglieder ihre Arbeit aufnehmen. Die neugewählten Mitglieder sind Professor Dr. Friedrich Götze, Professorin Dr. Claudia Hornberg, Dr. Andreas Hettich und Professorin Dr. Thisbe K. Lindhorst. Die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen, Svenja Schulze, hat bereits signalisiert, der Wahl ebenfalls zuzustimmen.

Der Bunker Ulmenwall erhält 25000 Euro weniger
Laut einem Bericht des Westfalen-Blattes hat sich die Koalition aus Sozialdemokraten, Grünen und FDP im Rathaus auf eine Neuregelung der Leistungsverträge mit den Sozialverbänden verständigt. Am Dienstag wurde das Papier im Sozialausschuss behandelt. Nach Informationen des Westfalen-Blattes soll der Bunker Ulmenwall künftig statt 96000 Euro Zuschuss nur noch 71000 Euro erhalten. In dem Papier werden auch konkrete Einsparungsmöglichkeiten für weitere Leistungsverträge vorgeschlagen. Verabschiedet werden soll es aber erst im Juni. Zwischenzeitlich stand auch eine vollständige Beendigung des Leistungsvertrags der Stadt Bielefeld mit dem Bunker Ulmenwall im Raum. Dies führte in der Stadt zu weitreichenden Protestkundgebungen.

Durchschlagender Erfolg beim therapeutischen Klonen
Wissenschaftlern aus den USA ist es gelungen, embryonale Stammzellen aus geklonten menschlichen Embryonen zu erzeugen. Es gelang nicht nur, das Erbgut einer spezialisierten Körperzelle in eine leere Eizelle einzuschleusen und diese dann zum Wachsen anzuregen. Aus dem entstehenden Embryo gewannen sie dann auch noch die begehrten vielseitigen embryonalen Stammzellen. Dies ist zum ersten Mal überhaupt geglückt.

Ein Bielefelder Forscherteam erhält den Posterpreis
Eine Kooperation der Fachhochschule Bielefeld mit dem Center for Biotechnology überzeugte mit der Verkapselung von antimikrobiellen Pflanzenextrakten. Dies kann als Alternative zu Antibiotika in der Medizin Anwendung finden. Auch in der Landwirtschaft können diese antimikrobiellen Pflanzenextrakte als biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Der Posterpreis wurde anlässlich der Jahrestagung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie in Bremen verliehen.

Die Stadt Bielefeld darf einen Mehrfachstraftäter abschieben
Metin K. war wiederholt wegen des Besitzes von Drogen, des Handels damit und wegen Diebstählen und Einbrüchen verurteilt worden. Die Stadt Bielefeld hatte ihn im September 2008 unbefristet aus dem Bundesgebiet ausweisen wollen und ihm die Abschiebung in die Türkei angedroht. Dagegen klagte der Betroffene. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigte nun fünf Jahre später in letzter Instanz, dass die Stadt den 38-Jährigen ausweisen darf und es ihm für sieben Jahre nicht mehr erlaubt ist, in die Bundesrepublik einzureisen. Die vorsitzende Richterin Eckertz-Höfer sah wegen der Drogensucht eine hohe Rückfallgefahr. Gegen den Betroffenen spreche auch, dass er über einen derart langen Zeitraum immer wieder straffällig geworden war.

InFakt am 15.05.13

Redaktion: Denis Sasse

Wahl zum Studierendenparlament
Anfang Juli wird das 40. Studierendenparlament, kurz StuPa, der Universität Bielefeld gewählt. Das StuPa ist das oberste beschlussfassende Organ der Studierendenschaft. Als solches bestimmt es die Richtlinien der Arbeit des AStA der Uni Bielefeld. Darüber hinaus wählt es die Referentinnen und Referenten des AStA, beschließt den Haushalt und kontrolliert seine Ausführung. Alle Studierenden die bis zum 13. Mai dieses Jahres an der Uni Bielefeld eingeschrieben sind, sind wahlberechtigt. Eine Briefwahl ist nach formloser Anfrage beim Wahlleiter über das AStA-Sekretariat möglich. Die Wahl zum 40. StuPa wird in der Woche vom 1. bis zum 5. Juli in der zentralen Uni-Halle stattfinden.

Umzug der Studentenwerks-Verwaltung
Seit Montag befindet sich die Hauptverwaltung des Bielefelder Studentenwerks im Umzug. Im Zusammenhang mit dem auf 15 Jahre angelegten Umbau des Universitätsgebäudes, wird eine Auslagerung notwendig. Neben der Mensa und diversen Universitätseinrichtungen muss auch die Verwaltung des Studentenwerks ausgelagert werden. Die Büros der Wohnheim-, Gastronomie-, Personal- und Kita-Verwaltung, als auch die Geschäftsführung ziehen in das neue Verwaltungsgebäude an der Morgenbreede. Nur die Abteilung für Ausbildungsförderung bleibt weiterhin im Universitätsgebäude auf Ebene C2 erhalten. Sämtliche Service-Angebote der einzelnen Verwaltungsbereiche sollen durchgehend sichergestellt werden. Der Umzug wird laut Planungen bis zum 24. Mai dieses Jahres andauern.

Gute Gleichstellungspolitik an FH Bielefeld
Die Fachhochschule Bielefeld gehört zu den Besten Hochschulen im Bereich der Gleichstellungspolitik. Das geht aus dem Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2013 hervor. Durchgeführt wurde es vom Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung. Das letzte Ranking dieser Art ist vor sieben Jahren erhoben worden. Die aktuellen Daten geben die Gleichstellungssituation für das Jahr 2011 wieder. Bewertungskriterien des Rankings sind dabei die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Studium, in der Promotion und der Habilitation, beim hauptberuflichen wissenschaftlichen Personal und bei Professuren sowie die Veränderung des Frauenanteils im Personal seit dem vergangenen Ranking. In vier von diesen fünf Bewertungskriterien findet sich die FH Bielefeld in der Spitzengruppe wieder. Nur bei der Anzahl der Studentinnen liegt die FH Bielefeld in der Mittelgruppe. Es wurden Daten von bundesweit 316 Hochschulen ausgewertet, darunter 138 Fachhochschulen.

Online-Diskussion zur Bielefelder Stadtbahn gestartet
Am Montag ist die Online-Diskussion um das Thema Stadtbahn in Bielefeld gestartet. Der Verkehrsbetrieb MoBiel möchte damit die Bürgerinnen und Bürger noch mehr in die Debatte um die geplante Stadtbahnlinie 5 nach Heepen mit einbeziehen. Auch die Verlängerung der Stadtbahn bis nach Sennestadt und nach Hillegossen wird in dem Online-Angebot berücksichtigt. Um aktiv an der Diskussion teilnehmen zu können, muss man sich zuerst auf der entsprechenden Diskussions-Homepage registrieren. Eine Beobachtung der Debatte ist auch ohne Anmeldung möglich. Nach dem Ende des Angebots soll ein Abschlussbericht erstellt werden. Die Ergebnisse, sowie die Anregungen und Fragen die Online geäußert werden, sollen in den weiteren Planungsprozess mit einfließen. Noch bis zum 27. Mai dieses Jahres kann man an dem Online-Dialog teilnehmen. [mehr]

Austausch Niederlande-Deutschland soll besser werden
Der Austausch von Studierenden in Deutschland und den Niederlanden soll verbessert werden. Während im Studienjahr 2011/2012 etwa 25.000 deutsche Studierende an niederländischen Hochschulen studierten, waren im gleichen Jahr nur 1.500 Niederländer an deutschen Universitäten eingeschrieben. Dieser Austausch soll laut der niederländischen Bildungsministerin Jet Bussemaker in ein besseres Gleichgewicht gebracht werden. Noch in diesem Sommer möchte sie einen sogenannten Deutschlanddesk gründen. Dieser soll als zentrale Anlaufstelle für Studierende dienen, die sich über Deutschland als Studienort informieren möchten. Des Weiteren soll ein neues Stipendien-Programm den Studienstandort Deutschland für niederländische Studierende attraktiver machen. Das Stipendium soll insgesamt 700.000 Euro kosten und zunächst über drei Jahre laufen. Es wird vom niederländischen Bildungsministerium und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst finanziert.

Klingonisch in Bing-Übersetzung integriert
Seit gestern hat das von Microsoft angebotene Suchportal Bing die fiktive Sprache Klingonisch in ihren Online-Übersetzungsservice mit aufgenommen. Die Sprache entstammt der Science-Fiction Welt von „Star Trek“, die 1966 von Gene Roddenberry erfunden wurde. Der Übersetzer wandelt jeden geschriebenen Text der 41 angebotenen Sprachen ins Klingonische um. Darunter sowohl Deutsch, Englisch, Französisch oder Spanisch, als auch Haitianisch, Hebräisch oder Katalanisch. Bing hat den klingonischen Zusatz in ihrem Übersetzungsangebot mit der Hilfe des Microsoft-Technikers Eric Andeen entwickelt. Er ist einer von wenigen Menschen auf der ganzen Welt, die fließend klingonisch sprechen.

InFakt am 14.05.13

Redaktion: Lennart Oberbäumer

Hochschulrektorenkonferenz in Nürnberg
Auf Einladung der Universität Erlangen-Nürnberg hat die Hochschulrektorenkonferenz gestern in Nürnberg begonnen. Bei der Hochschulrektorenkonferenz – kurz HRK, treffen sich Vertreter von über 160 Hochschulen. Auf der Konferenz wird über aktuelle hochschulpolitische Themen beraten, wie Finanzierung, wissenschaftliche Praxis und die Zukunft der Lehrerbildung. Geladen waren außerdem Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Die heute stattfindende Jahresversammlung steht im Zeichen der Energiewende. HRK- Präsident Prof. Dr. Horst Hippler forderte nicht nur einen Beitrag der Ingenieurs- und Naturwissenschaften zur Energiewende. Er forderte außerdem eine Beteiligung von Wirtschafts-, Rechts-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Viele Themen, so Hippler weiter, müssten interdisziplinär angegangen werden.

Kindertagsstätten-Bau soll erleichtert werden
In Hinblick auf den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren soll der Bau neuer Kitas in Städten erleichtert werden. Das sieht die Baurechtsreform des Bundestages vom 25. April vor. Der Bundesrat muss der Reform allerdings noch zustimmen. Kernpunkt der Baurechtsreform ist die erleichterte Möglichkeit auch in Wohngebieten zu bauen. Die größe der Kitas soll dabei an die Größe der Wohnsiedlungen gekoppelt sein. Mehrere Gerichte hatten bereits im Vorfeld festgestellt, dass Kinderlärm nicht als Störfaktor für Anwohner zu sehen sei.

Weniger Sudienanfänger, dafür mehr Studierende
Im letzten Wintersemester waren an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen knapp 637.000 Studierende eingeschrieben. Das statistische Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen teilte mit, dies bedeute einen Anstieg um 7,9 Prozent im Vergleich zu dem vorangegangen Wintersemester. Der Frauenanteil bei Studierenden hat sich dabei mit 46,5 Prozent kaum verändert. Die Fernuniversität Hagen war mit knapp 73.000 Studierenden die zahlenmäig größte in NRW. Auf Platz zwei und drei landeten die Universitäten Köln und Münster mit knapp 50. beziehungsweise 40.000 Studierenden.

Neudefintion der Stromstärke geplant
Amerikanische Forsche planen eine neue Defintion der Stromstärke. Die Definition der Stromstärke ist bereits 65 Jahre alt. Fließt bei einem Abstand von einem Meter zwischen zwei Drähten Strom und die Kraft beträgt genau 2*10^-7 Newton, beträgt die Stromstärke exakt ein Ampere. Amerikanische Forscher wollen diese umständliche Definition jetzt neu überdenken. Durch Experimente mit Elektronenpumpen wollen sie die Stromstärke neu definieren. Dabei soll die Stromstärke über die Ladung von Elektronen erfolgen. Die Forscher betonen aber, dass weitere Versuche und Optimierungen erfolgen müssten, bevor eine Neudefinition der Stromstärke erfolgen könne. Bei ihren Versuchen nutzten die Forscher das neuartige Material Graphen. Das auf Kohlenstoffgittern basierende Material, gilt als mögliche Alternative zu Silikonchips in Computern. Für die Entdeckung von Graphen wurde 2010 der Physik-Nobelpreis verliehen.

Verhältnis befristeter zu unbefristeten Arbeitsplätzen
Der Bundesregierung liegt keine Statistik vor, die Aussagen über das Verhältnis von befristeten zu unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen seit 2005 macht. Dies ging aus dem Antwortschreiben der Bundesregierung auf Anfrage der Linken zu außeruniversitären Beschäftigungsverhältnissen hervor. Stichtagserhebungen zeigen allerdings, das beispielsweise bei der Frauenhofer-Gesellschaft, dem Max-planck-institut und bei der Leibniz-Gemeinschaft der Anteil der befristeten Arbeitsverhältnisse um die 70% liegt. Die Linke hatte kritisiert, dass trotz steigender Studierendezahlen die Zahl beamteter Professoren in den letzten Jahre stagniere. Angestelltes Hochschulpersonal sei zu fast 90% befristet angestellt, so die Linke weiter.

InFakt am 13.05.13

Redaktion: Linda Thomßen

Bielefelder Soziologie weltweit unter den besten 50
Der Fachbereich Soziologie der Universität Bielefeld zählt zu den besten 50 Fakultäten der Welt. Das ist das Ergebnis des internationalen QS-Hochschulrankings. Fast 3000 Universitäten wurden dabei bewertet. Geprüft wurde vor allem, wie internationale Wissenschaftler die Forschungsstandorte bewerten. Bielefeld liegt dabei im Bereich Soziologie auf Platz 46 der Welt-Rangliste. Für das Ranking flossen außerdem die Beurteilungen durch außeruniversitäre Akteure und Daten zu Veröffentlichungen und Zitationen ein. Ebenfalls stark im Ranking sind auch die Fächer Geschichtswissenschaft, Linguistik und Psychologie. Sie zählen alle drei zu den Top 200.

Nikotinaufnahme über Gemüse könnte Parkinsonrisiko senken
Raucher erkranken mit geringerer Wahrscheinlichkeit an der Parkinson-Krankheit als Nichtraucher. Das beruht vermutlich auf einem schützenden Effekt des Nikotins auf die Hirnzellen. Den Wirkstoff Nikotin enthalten aber auch Nahrungspflanzen, die wie der Tabak zur Familie der Nachtschattengewächse zählen. Eine Nikotinaufnahme in Form von Tomaten, Kartoffeln oder Paprikaschoten könnten ebenfalls das Krankheitsrisiko senken. Das schließen amerikanische Forscher aus den Ergebnissen einer Studie, die im Fachblatt „Annals of Neurology“ erscheint. Für den Konsum von Paprika war der Zusammenhang besonders stark ausgeprägt. Während beim Rauchen die gesundheitsschädlichen Wirkungen überwiegen, könnte über die Ernährung eine unbedenkliche Form der Vorbeugung erzielt werden. Dazu müssten aber zunächst weitere Studien einen kausalen Zusammenhang zwischen Nikotinzufuhr und Krankheitsrisiko bestätigen.

Fast jeder dritte Konsument wird beim Einkaufen diskriminiert
Fast jeder dritte Konsument in Deutschland wird beim Kauf von Produkten und Dienstleistungen diskriminiert. Unter den türkischen Konsumenten machen sogar acht von zehn negative Erfahrungen. Aber nicht nur die Herkunft spielt eine Rolle. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die am häufigsten auftretenden Diskriminierungsmerkmale das Geschlecht, das Alter und der sozioökonomische Status. „Diskriminierung von Konsumenten ist in Deutschland ein weit verbreitetes Phänomen“ – So lautet das Ergebnis von Wissenschaftlern der Universität Augsburg, die eine deutschlandweit repräsentative Online-Befragung durchgeführt haben. Die Befragung zeigt außerdem, dass Diskriminierung überwiegend von Mitarbeitern und weniger von Unternehmen oder anderen Kunden ausgeht.

Stiftung Männergesundheit fordert Präventionsprogramme
Die Stiftung Männergesundheit fordert differenzierte Präventionsprogramme, die sich speziell an die Bedürfnisse depressiver und suizidaler Männer verschiedener Altersklassen richten. Die Stiftung hat Ende April den „Männergesundheitsbericht 2013“ vorgestellt. Der Bericht weist auf Defizite in der Diagnostik und Versorgung psychischer Erkrankungen bei Männern hin. Außerdem liefert er Erkenntnisse zu Hintergründen und Risikofaktoren. Daraus leitet die Stiftung nun berufs- und gesundheitspolitische Forderungen zu deren Prävention ab. Ein Beispiel ist Depression und Suizid: Männer nehmen sich dreimal häufiger das Leben als Frauen und das hohe Suizid-Risiko bei Männern ist nicht auf eine bestimmte Altersgruppe begrenzt. Motive, Ursachen und Auslöser sind demnach altersspezifisch unterschiedlich. Das sollten der Stiftung zufolge moderne Präventionsprogramme berücksichtigen.

Bücher-Aktion per Happy Meal bei McDonald’s
Bei McDonald’s gibt es seit Freitag erneut zum Happy Meal Kinderbücher. Eltern und Kinder können zwischen acht verschiedenen Titeln wählen. Bei der ersten Bücheraktion im vergangenen Jahr wurden laut McDonald’s rund vier Millionen Bücher verteilt. Die zweite Bücheraktion wird von deutschlandweiten Lesungen begleitet. Zum Auftakt hat etwa Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in Heidelberg aus den Büchern vorgelesen. Weitere Veranstaltungen mit Politikern und Prominenten sollen in den nächsten Wochen folgen. Auch diese zweite Bücheraktion von McDonald’s wird von der Stiftung Lesen unterstützt. Eine dritte Bücheraktion ist für den Herbst geplant. Kritiker sehen darin einen geschickten Werbeschachzug, um den Nachwuchs zum Burger-Konsum zu erziehen. So hat im letzten Jahr beispielsweise die Verbraucherorganisation Foodwatch der Stiftung Lesen vorgeworfen, sich für das Marketing von McDonald’s einspannen zu lassen.

Einkommen der Eltern entscheidet über Auslandsaufenthalte
Kinder aus höheren Schichten haben deutlich bessere Chancen, einen Teil ihrer Schulzeit im Ausland zu verbringen als Kinder aus niedrigeren Schichten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. In die Analyse flossen die Angaben von knapp 3000 Schülern ein, die innerhalb von zehn Jahren erhoben wurden. Nach Ansicht der Wissenschaftler verschärft sich die ungleiche Verteilung von Bildungschancen in einer globalisierten Arbeitswelt immer mehr. Sie sehen im Ergebnis ihrer Studie einen weiteren Beleg für den generellen Trend in der Gesellschaft, Bildung zu privatisieren. Damit werde Bildung zu einem Privileg für Menschen aus wohlhabenderen Familien. Die Ergebnisse der Studie wurden in der neuesten Ausgabe der „Zeitschrift für Soziologie“ veröffentlicht.

Ausschreibung des Karl Peter Grotemeyer-Preises
Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft hat den Karl Peter Grotemeyer-Preis ausgeschrieben. Der Preis würdigt hervorragende Leistungen und persönliches Engagement in der Lehre. Studierende können ab sofort alle promovierten Lehrenden der Universität Bielefeld vorschlagen, die nicht älter als 40 Jahre sind. Der Vorschlag sollte mit einer möglichst konkreten und anschaulichen Beschreibung der Leistungen und des Engagements der Kandidaten verbunden werden und von mindestens drei Studierenden getragen sein. Noch bis Mitte Juni können die Vorschläge eingereicht werden. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, der fünf Studierende, drei Lehrende, ein Vertreter der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft sowie die Prorektorin für Studium und Lehre angehören. Der Preis ist mit 3000 Euro dotiert und wird im Oktober verliehen.

InFakt am 10.05.13

Redaktion: David Wegmann

Alexander-von-Humbolt-Professur für Physiker
Der Physiker, Professor Doktor Michael Köhl, wurde gestern mit der Alenxander von Humbolt Professur ausgezeichnet. Der 36 jährige Professor ist einer der renommiertesten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Atomphyik und Quantenoptik. Er gewann bereits als Schüler das Jugendforscht Bundesfinale. Zurzeit arbeitet Professor Köhl an der University of Cambridge. Die Alexander von Humboldt Professur soll ihm ermöglichen seine Forschungen langfristig an der Universität Bonn fortsetzen zu können. Die Auszeichnung ist mit 5 Millionen Euro der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands.

Dr. Dominic Stoiber darf seinen Doktortitel behalten
Dr Dominic Stoiber, der Sohn des ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, darf seinen Doktortitel behalten. Die Doktorarbeit, die sich unter anderem mit dem Werk seines Vaters beschäftigt, wurde 2010 an der Uni Innsbruck eingereicht. 2 Jahre später kam ein Plagiantsverdacht auf und die Arbeite wurde erneut untersucht. Die erste Prüfung ergab, dass die Arbeit gravierende Mängel hatte. Ein zweites Verfahren an der Uni Innsbruck kam jetzt zu dem Ergebnis, dass die fehlenden Quellen-angaben nicht wesentlich sind.

Impfstoff gegen Heroinsucht im Tierversuch erfolgreich
Amerikanischen Forschern ist es im Tierversuch gelungen einen Impfstoff gegen Heroin zu entwickeln. Im Experiment mit Ratten haben die Forscher einen Stoff entwickelt, der an die Heroinmoleküle und seine Stoffwechselprodukte bindet. Dadurch wird verhindert, das die Droge ins Gehirn und dort an die Opiorezeptoren gelangt. So wird die Wirkung aber auch die Sucht unterbunden. Die Forscher erhoffen sich, dass ein solcher Impfstoff auch Menschen mit Heroinsucht helfen kann. Dadurch, dass der Impfstoff bereits im Blut und nicht erst im Gehirn wirkt, ist er gut mit bisher gängigen Behandlungsmethoden kombinierbar.

Bielefelder Mathematiker ausgezeichnet
Der Bielefelder Mathematik-Doktor Holger Kösters erhält den Habilitationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft für das Jahr 2012. Der Preis ist mit 3000 Euro Dotiert und wird am 15. Mai im Zentrum für interdisziplinäre Forschung verliehen. Im verlauf der öffentlichen Verleihung stellt Kösters seine Arbeit vor. In ihr beschäftigt er sich mit Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik.

University of London schafft Studentenvertretung ab
Die University of London schafft ihre einrichtungsübergreifende Studentenvertretung ab. Jeder Student der Londoner Hochschule ist automatisch Mitglied der standortübergreifenden Studentenvertretung. Dadurch ist mit 120.000 Mitgliedern formal die größte Studentenvertretung Europas. Hauptgrund für die Schließung sind hohe Kosten und schlechte Organisation. Angesichts vieler unabhängiger Vertretungen der 19 Institutionen, die der University of London angehörem, sei die übergrteifende Vertretung nicht notwendig. Die University of London Union existiert seit 1921. Kritiker befürchten die Schließung von weiteren Studentenvertretungen nach dem Londoner Vorbild.

Haustiere vermindern Herz- Kreislauferkrankungen
Haustiere verminder das Risiko ihrer Halter von Herz- Kreislauferkrankungen betroffen zu sein. Das fanden amerikanische Forscher heraus. Vor allem bei Hundebesitzern seien verringerte Risikofaktoren und bessere Überlebensaussichten für Herzpatienten zu beobachten. Den Effekt führen die Forscher auf die täglichen Spazirgänge aber auch auf die emotionale Bindung zurück. Warnen jedoch davor sich allein aus gesundheitlichen Gründen ein Haustier anzuschaffen.

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