Der Morgen

InFakt am Mittwoch, 01.07.2015

Redaktion: Sören Sölter

Bielefelder Professor kritisiert Bologna-Reform
Der Bielefelder Professor für Soziologie Stefan Kühl hat die Bologna-Reform stark kritisiert. In einem Artikel im DSWJournal des Deutschen Studierendenwerkes nannte er Bologna unflexibel und reformbedürftig. Kühl begründet seine Kritik damit, dass es seit der europaweiten Vereinheitlichung des Studienmodells kaum Möglichkeiten für einzelne Länder gebe, Mängel zu beheben. Bologna habe den Hochschulen erheblichen Handlungsspielraum genommen, bemängelt Kühl in dem Artikel. Er schlägt vor, lediglich das Modell mit zwei aufeinander aufbauenden Abschlüssen beizubehalten und den genauen Verlauf des Studiums den Hochschulen zu überlassen.

Zhal der zulassungsbeschränkten Studiengänge gesunken
Die Zahl der Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung in Deutschland ist leicht gesunken. Wie eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (kurz CHE) ergeben hat, sind zum kommenden Wintersemester etwa 42 Prozent der Studiengänge mit einem Numerus Clausus belegt. Das sind etwa 3 Prozent weniger als noch im vergangenen Wintersemester.
Laut des CHE gibt es nach wie vor große regionale Unterschiede darin, wie viele Studiengänge zulassungsbeschränkt sind. So liegt NRW mit 37% knapp unter dem Bundesdurchschnitt, die meisten Studiengänge mit Numerus Clausus gibt es in Hamburg, die wenigsten in Mecklenburg-Vorpommern.

Deutsche und japanische Unis wollen stärker zusammenarbeiten
Deutsche und japanische Universitäten wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Auf einem Treffen der Hochschulrektorenkonferenz (kurz HRK) mit Vertretern von japanischen Hochschulen wurde dazu ein Rahmenabkommen beschlossen. Dieses enthält Empfehlungen, die die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Bereich von Forschung und Lehre verstärken sollen. Das Abkommen ziele vor allem auf die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen ab, sagte HRK-Präsident Horst Hippler. Aktuell gibt es rund 600 Kooperationsvereinbarungen zwischen deutschen und japanischen Unis.

Vogelgezwitscher ähnelt der menschlichen Sprache
Das Zwitschern von Vögeln ähnelt der menschlichen Sprache. Wie Forschende der Universität Zürich herausgefunden haben, kombinieren Vögel verschiedene Laute, um einen bestimmten Ruf zu erzeugen. So setzte sich der Ruf des australischen Rotscheitelsäblers aus zwei Lauten A und B zusammen. Die Kombination „AB“ nutzen die Tiere, wenn sie ihr Nest verlassen, die Kombination „BA“ hängt dagegen mit der Brutpflege zusammen. Die Forschenden gehen davon aus, dass der Mensch bei der Sprachentwicklung ganz ähnlich neue Laute aus bereits bekannten kombiniert hat.

InFakt am Dienstag, 30.06.2015

Redaktion: Laura Spickenbom & Timo Oberhauser

Uni Bielefeld richtet neuen Gastlehrstuhl ein
Die Uni Bielefeld richtet einen neuen internationalen Gastlehrstuhl ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt erhalten somit die Möglichkeit, ein Semester lang an der Uni zu lehren. Die internationalen Dozierenden kommen vorwiegend aus den sprach- und literaturwissenschaftlichen Bereichen. Erste Gastdozentin wird die amerikanische Literatur-Professorin Dr. Claire Kramsch sein. Der Gastlehrstuhl wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst für vier Jahre gefördert.

Platz 3 für Handballer der Uni Bielefeld
Die Handballer der Uni Bielefeld belegen bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften den 3. Platz. Im sogenannten ‘kleinen Finale’ konnten sich die Bielefelder gegen das Hochschulteam aus Wiesbaden durchsetzen. Sieger der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Handball ist die Wettkampfgemeinschaft Köln. Sie besiegten im Finale die Stuttgarter mit 20 zu 15.

Universitäten in NRW erhalten Erfolgsprämien für Studierende
NRW führt ein neues Prämienmodell für erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen ein. Nach Angaben des WDR sollen Universitäten in NRW künftig 18.000 Euro für jeden zusätzlichen Studienanfänger erhalten. Hinzu kommt eine Prämie in Höhe von 4000 Euro bei erfolgreichem Abschluss des Studierenden. Bisher bekamen die Universitäten 20.000 Euro ohne Prämie. Mit der neuen Erfolgsprämie sollen Studienabbrüche verringert werden. Ab dem Sommersemester 2016 soll die Prämie in Kraft treten.

Bielefelder Datenschutzaktivistin erhält Auszeichnung
Die Bielefelder Datenschutzaktivistin Rena Tangens erhält den ‚Bundespreis Verbraucherschutz’. Wie die NW berichtet, wird sie für ihr besonderes Engagement gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgezeichnet. Vorratsdatenspeicherung habe nicht nur individuelle Folgen, sondern auch langfristige Folgen für die Gesellschaft, so Tangens wörtlich. Bereits in den 80ern gründete die Bielefelderin den Verein Digital Courage, der sich für den privaten Datenschutz einsetzt. Der Bundespreis Verbraucherschutz wird zum zweiten Mal verliehen und ist mit 15.000 Euro dotiert.

Ratten können von der Zukunft träumen
Ratten sind in der Lage, im Schlaf Handlungen zu planen. Britische Hirnforscher vom University College konnten zeigen, dass die Gehirne von Ratten im Schlaf Wege simulieren können. Während die Tiere ein Labyrinth durchliefen, wurde ihnen der Weg zum Futter versperrt. Nach einer kurzen Schlafpause wurden sie abermals in dasselbe Labyrinth gesetzt, diesmal mit Zugang zum Futter. Es traten identische Hirnaktivitäten während des Schlafs und während des zweiten Laufs durch das Labyrinth auf. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Fähigkeit, sich die Zukunft vorzustellen, nicht nur den Menschen vorbehalten ist.

InFakt am Montag, 29.06.2015

Redaktion: Julian Alexander Fischer

Rektorat der Uni Bielefeld nun vollständig
Die Universität Bielefeld hat je zwei neue Prorektoren und Prorektorinnen. Die Mitglieder der Hochschulwahlversammlung haben Claudia Riemer, Angelika Epple, Martin Egelhaaf und Reinhold Decker in das Amt gewählt. Gemeinsam mit Rektor Gerhard Sagerer treten sie am 1. Oktober diesen Jahres ihre vierjährige Amtszeit an. Angelika Epple ist die einzige Neubesetzung des Teams.

Fruchtzucker beeinflusst das Gehirn negativ
Industriell hergestellter Fruchtzucker beeinflusst die Gehirnleistung auf negative Weise. Laut einer Studie des Universitätsspitales Basel wird besonders das Belohnungssystem des Gehirnes vergleichsweise wenig aktiviert. Außerdem steige das Niveau der Sättigungshormone kaum an. Damit beweist die Studie, dass der Fruchtzucker Frukose nicht die positiven Eigenschaften des Traubenzuckers Glukose besitzt. Weitere Auswirkungen von Fruktose sollen nun anhand einer größeren Anzahl Probanden untersucht werden.

Studieninformationen für Flüchtlinge
Ab sofort gibt es eine neue Informationsseite für Flüchtlinge, die in NRW studieren möchten. Die Internetseite wird vom Landeswissenschaftsministerium betreut und soll als Orientierungshilfe für studieninteressierte Flüchtlinge dienen. Unter anderem werden Informationen zur Finanzierung, Anerkennung eines Auslandsstudiums und Ansprechpartnern gegeben. Die Webseite wird auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch betrieben.

Pegida-Gegendemos geplant
Das „Bündnis gegen Rechts“ plant vier Gegendemonstrationen zur Pegida-Kundgebung am Montag, den 20. Juli. Wie das Westfalen-Blatt berichtet, erwarten die Veranstalter mehrere Tausend Teilnehmer. Alle vier Demonstrationen sollen in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof stattfinden. Über eine Genehmigung wird noch mit der Polizei verhandelt. Bei der Pegida-Kundgebung wird mit gut hundert Demonstranten gerechnet.

Studierende müssen nicht gendern
Studierende dürfen nicht zum gendern gezwungen werden. Laut dem Internetportal Telepolis hat dies ein Student der TU Berlin durchgesetzt. Seine Dozentin wollte ihm für eine nicht gendersensible Sprache Punkte abziehen. Die Rechtsabteilung der TU Berlin gab dem Studenten nun recht. Entsprechende Vorgaben müssten zuvor mit den Modulverantwortlichen abgesprochen werden.

InFakt am Freitag, 26.06.2015

Redaktion: Evgenia Muravyeva

Pegida Demo in Bielefeld angemeldet
Im Juli wird voraussichtlich zum ersten Mal eine Pegida-Demonstration in Bielefeld stattfinden. Nach Informationen des Westfalenblatts soll die Demonstration am Montag, den 20. Juli um 19 Uhr vor dem Bielefelder Hauptbahnhof stattfinden. Insgesamt rechtnet man mit 100 Teilnehmern. Organisiert wird die Demonstration von Thomas Borgartz, dem früheren Vorsitzenden der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro NRW“ in Ostwestfalen-Lippe.

Campusfestival friedlich gelaufen
Das Campusfestival ist gestern ohne große Konflikte und Auseinandersetzungen gelaufen. Wie die Bielefelder Polizei gegenüber Hertz 87.9 sagte, ist sie mit dem Ablauf des Festivals zufrieden. Die Polizei am Ort hatte (zitat) „nicht viel zu tun“. Insgesamt waren 19 500 Besucher auf dem Campusfestival dabei. Die Universität plant die Aktion im kommenden Jahr zu wiederholen.

Atypische Beschäftigung wirkt sich auf das Privatleben aus
Eine atypische Beschäftigung wirkt sich negativ auf das Privat- und Familienleben aus. Laut dem Forschungszentrums Familienbewusste Personalpolitik in Münster belastet eine atypische Beschäftigung eine Beziehung verhältnismäßig mehr als ein Normalarbeitsverhältnis.
Auch würde eine atypische Beschäftigung das Risiko einer Altersarmut erhöhen. Als atypische Beschäftigung definieren die Forscher
Leiharbeit, Teilzeitarbeit, befristete oder Minijobs.

Steigende Löhne und steigende Ungleichheit
Trotz steigender Löhne steigt auch die Ungleichheit in Deutschland. Wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung besagt, steigen zwar die Löhne, aber die Steigerung fällt ungleich aus. Das staatliche Umverteilungssystem kann laut der Studie die Situation nicht verbessern. Das Ziel der Politik und Sozialpartner für die kommenden Jahre soll sein, die steigende Ungleichheit zu bremsen oder sogar zu verringern.

Pyramide auf einem Foto vom Mars
Auf einem neuen Foto vom Mars ist angeblich eine Pyramide zu sehen. Laut der Zeitung Rheinische Post, wurde das Foto vom Mars-Roboter Curiosity am 7. Mai aufgenommen.
Auf dem Foto ist ein pyramidenartiger Felsen in Größe eines Autos zu erkennen. Die fast perfekte geometrische Form des Felsen hat Diskussionen über mögliches Leben auf dem Mars ausgelöst. Experten meinen jedoch, dass es sich bei der Pyramide nur um einen Felsbrocken handelt, der, von Wind und Staub abgeschliffen, eine Pyramidenform angenommen hat.

InFakt am Donnerstag, 25.06.2015

Redaktion: Nicole Schweitzer

Verlängerung der Linie 1 nach Sennestadt
Sennestadt soll zukünftig an das Stadtbahnnetz von Bielefeld angeschlossen werden. Wie der Stadtentwicklungsausschuss gestern bekannt gab, einigte man sich auf einen gemeinsamen Antrag zur Weiterentwicklung des Bus-und Bahnnetzes. Demnach will man die Linie 1 verlängern, die dann in Senne enden soll. Der Ausbau des Stadtnetzes nach Senne beschäftigt die Politiker schon lange. Bei einer Bürgerabstimmung 2014 stimmte eine Mehrheit von rund 53 Prozent gegen eine eigene Stadtbahnlinie nach Sennestadt.

Vermehrte Baustellen im Sommer in Bielefeld
In den kommenden Wochen wird es in Bielefeld vermehrt Baustellen geben. Laut Hans Martin, dem stellvertretendem Leiter des Amtes für Verkehr, sind viele Straßen marode und viele Kanäle einsturzgefährdet. Die Reparaturarbeiten seien demnach unvermeidlich. Auch der Busverkehr sei davon betroffen und man müsse mit Umleitungen rechnen. Insgesamt kommt das Amt für Verkehr auf 23 Baustellen.

NRW beschließt Mietpreisbremse
Die Mietpreisbremse in NRW kommt. Wie das Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr am Dienstag bekannt gab, tritt die neue Regelung bereits am 1 Juli in Kraft. Dadurch darf die Miete nicht höher als 10 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete sein. 22 Städte werden von der künftigen Mietpreisbremse in NRW betroffen sein, darunter auch Bielefeld und Paderborn. Vor allem in großen Universitätsstädten wie Düsseldorf, Köln und Münster wird die Mietpreisbremse eingeführt. Bislang gab es die Mietpreisbremse nur in Berlin.

Frühes Aufstehen bremst Leistungsfähigkeit von Schülern
Schüler lernen schlechter, wenn sie zu früh aufstehen müssen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Uni Groningen aus den Niederlanden hervor. Dazu wurden 740 Schüler zwischen 11 und 18 Jahren zu ihrem Schlafrhythmus befragt. Dem Ergebnis nach schlafen die Kinder zu wenig, weil sie zu früh aufstehen müssen. Laut dem Neurobiologen Peter Spork wäre es wirkungslos früher schlafen zu gehen, da der Körper in der Pubertät hormonell auf einen Spätschlafrhythmus eingestellt ist. Spork setzt sich bereits seit langem für gesündere Schlafgewohnheiten von Schülern ein.

So viele Studierende wie noch nie in NRW
An Hochschulen in NRW sind so viele Studierende eingeschrieben wie noch nie. Wie de neue Westfälische berichtet waren im vergangenem Wintersemester rund 716.000 Studenten in NRW eingeschrieben. Das sind laut dem Statistischem Landesamt rund 30.000 mehr als noch im Jahr zu vor. Grund dafür sei die Verkürzung des Abiturs von 13 auf 12 Jahre. Auch der Anteil Minderjähriger Studierender sei dadurch gestiegen. Mit 66.000 Studenten ist die Fernuniversität Hagen die größte Hochschule in NRW. In Bielefeld sind derzeit rund 22.000 Studenten eingeschrieben.

Deutsche machen mehr Müll als der Europäische Durchschnitt
Deutschland produziert mehr Müll als der europäische Durchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte verursachte jeder deutsche Bürger 2013 rund 617 Kilo Abfall. Das sind rund 140 Kilo mehr als der Europäische Durchschnitt. Grund dafür seien unterschiedliche Einkaufgewohnheiten und kleinere Haushaltsgrößen in Deutschland. Kleinere Haushalte produzieren pro Einwohner mehr Müll als große. Noch mehr Abfall im Durchschnitt wird nur in Zypern entsorgt. Das niedrigste Ergebnis hatte Rumänien mit rund 270 Kilo Müll.

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