PROGRAMM

REDAKTION

INFO

Hochschulnachrichten am 16.05.2012

Radaktion: Julia Saatkamp

Besuch Norbert Lammerts stoß auf reges Interesse
Der Besuch des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert hat gestern in der Universität Bielefeld für reges Interesse gesorgt. Der Vortrag zu den Herausforderungen der parlamenta-rischen Demokratie sollte eigentlich im Hörsaal 1 der Uni stattfinden, musste dann aber kurzfristig in das Audimax verlegt werden. Norbert Lammert stellte sich im Anschluss an seinen Vortrag noch den Fragen der Zuhörer und gab Raum für Diskussion. Organisiert wurde der gestrige Abend vom Zentrum für interdisziplinäre Forschung und der juristischen Ge-sellschaft Ostwestfalen-Lippe e.V..

Uni Bielefeld nimmt Raumluftmessungen im Hauptgebäude vor
Ab Ende Mai wird in ausgewählten Räumlichkeiten der Universität die Raumluft gemessen. Bei der Messung soll untersucht werden, wie hoch der Anteil der chemischen Verbindung PCB in der Raumluft ist. PCB ist eine giftige Chlorverbindung, die zu den 12 organischen Giftstoffen gehört, die als „dreckiges Dutzend“ bekannt sind. Es gilt daher als gesundheitsschädlich. Teile der Bausubstanz des Unigebäudes sind durch PCB-Spuren belastet. Laut der Pressestelle der Universität liegen die bis-her bekannten PCB-Werte allerdings deutlich unter ei-nem gesundheitsgefährdenden Wert. Die Räume, bei denen der Wert höher gewesen sei, sei-en bereits ausreichend saniert worden.

Deutsche Jugendliche fühlen sich oft zu dick
Das ist das Ergebnis einer internationalen Ver-gleichsstudie, an der auch ein Forscherteam der Uni-versität Bielefeld beteiligt war. Die Studie zeigt, dass in Deutschland jedes zweite Mädchen und jeder dritte Junge im Alter von 15 Jahren seinen Körper als zu dick empfindet. Deutsche Jugendliche sind damit in Bezug auf ihren Körper im internationalen Vergleich am unzufrie-dendsten. Die Studie wurde in 39 Ländern und Regionen Europas und Nordamerikas, unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO, durchgeführt. Die deutsche Teilstudie wurde vom „Kollaborations-zentrum der WHO zur Kinder- und Jugendgesundheitsför-derung“ unter der Leitung von Professorin Dr. Petra Kolip von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, koordiniert.

Unis geben mehr Geld aus
Die deutschen Universitäten haben im Jahr 2010 deutlich mehr Geld ausgegeben als im Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mit. Die Hochschulen investierten 2010 rund 40 Milliarden Euro in Lehre, Forschung und Krankenbehandlung. Das sind rund 6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Gründe für den Anstieg der Ausgaben seien unter anderem der Ausbau von Studienplätzen und die Neugründung von Hochschulen gewesen. Die Ausgaben wurden in erster Linie durch das gestiegene Einkommen der Unis finanziert. Dieses schöpften sie zu einem großen Teil aus den medizinischen Einrichtungen. Die Hochschulen konnten aber auch deutlich mehr Drittmittel und Investoren von außerhalb als im Vorjahr anwerben.

WWF veröffentlicht Top Ten von Umweltsündern
Der WWF hat in seinem Living-Planet-Report 2012 ges-tern weltweit eine Länderliste der Umweltsünder ver-öffentlicht. Die Umweltsünder sind die Länder, in denen die Men-schen, laut WWF, mehr Ressourcen verbrauchen, als ihr Land eigentlich zu bieten hat. Unter den Top Ten der Umweltsünder befinden sich die USA, Dänemark, Belgien, die Niederlande und Irland. Deutschland teilt sich den 31. Platz mit Italien. Als Messgröße verwendete der WWF den sogenannten öko-logischen Fußabdruck. Dieser beschreibt die Fläche, die ein Mensch ver-braucht, um sich zu ernähren, zu kleiden, sich mit Energie zu versorgen und seinen Müll zu entsorgen. Knapp 2 Globale Hektar Erdoberfläche seien zur Ver-sorgung eines Menschen ausreichend. In Deutschland werden, laut WWF, derzeit rund 4 Glo-bale Hektar Erdoberfläche pro Person verbraucht; Beim Spitzenreiter Katar seien es sogar knapp 12.

Hochschulnachrichten am 15.05.2012

Redaktion: Stefanie Kotowski

Vortrag mit Professor Norbert Lammert an der Uni
Professor Norbert Lammert, Präsident des deutschen Bundestages, hält heute an der Uni Bielefeld einen Vortrag zum Thema „Herausforderungen der parlamentarischen Demokratie“. Diskutiert wird diese Herausforderung vor dem Hintergrund der Debatte um Demokratie und politische Entscheidungsprozesse, die angesichts der aktuellen Schuldenkrise und wachsender globalen Verflechtungen neu entbrannt ist. Die zentrale Frage ist, ob die Macht noch vom Volk oder zunehmender von Ratingagenturen ausgeht. Bürger suchen daher immer mehr neue Möglichkeiten zur Partizipation. Zu dem Vortrag mit Norbert Lammert lädt das Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Uni gemeinsam mit der Juristischen Gesellschaft Ostwestfalen Lippe e.V. ein. Der Vortrag ist öffentlich und beginnt heute um 18 Uhr im Hörsaal 1 hier in der Uni.

Film von Studenten in Cannes
Bielefelder Studenten präsentieren ihren Kurzfilm bei dem Filmfestival in Cannes. Der angehende Medienwissenschaftler Emrah Turan und die Linguistik Studentin Kristin Nahrmann haben einen Kurzfilm des Regisseurs Mümin Baris produziert. Der türkische Titel lautet übersetzt Der blaue Pass. Der Film thematisiert die Flüchtlingsproblematik in Deutschland. Gezeigt wird das Alltagsleben zweier kurdischer Flüchtlinge in Berlin. Der Film wurde nun in Cannes für die Short Film Corner akzeptiert. Dort wird er am 16. Mai einem großen Fachpublikum gezeigt. Die beiden Studenten sind seit 2011 in der Filmbranche aktiv. Sie haben sich parallel zum Studium mit ihrer LAYLA Filmproduktion selbstständig gemacht. Ihr erster Film „Junge Erwachsene mit Epilepsie“ ist ein Dokumentarfilm über die Krankheit. Auch bei diesem Film haben sie mit Mümim Baris als Regieassistent zusammen gearbeitet.

Studentische Rechtsberatung an der Uni
An der Fakultät der Rechtswissenschaft hat zum Sommersemester erstmalig eine studentische Rechtberatung ihre Arbeit aufgenommen. Studierende der Rechtswissenschaft bieten unter anwaltlicher Anleitung eine kostenlose Rechtsberatung für Studierende der Universität Bielefeld. Eine rechtliche Beratung erfolgt in der Regel in zwei Terminen. Der Richtwert für die Übernahme einer Beratung liegt bei 750 Euro Gegenstandswert. Die Beratung ist nicht möglich in Strafsachen, Steuerrechtssachen sowie in Angelegenheiten gegen die Universität. Sämtliche Informationen werden – wie in Rechtsberatungsverhältnissen üblich und vorgeschrieben – vertraulich behandelt. Die Sprechstunde findet – nach Voranmeldung – jeden Montag von 15 bis 17 Uhr in Raum U8-133 statt. Für die studentischen Mitglieder gehört die Beratung zu ihren Lehrveranstaltungen. Als Bestandteil einer sogenannten „Clinical Legal Education“ stellt die studentische Rechtsberatung ein Element einer praxisorientierten Ausbildung in der Rechtswissenschaft dar. Unter dem Begriff „Clinical Legal Education“ werden Angebote in der Juristenausbildung wie die Simulationen der Berufspraxis und Praktika zusammengefasst.

FH Bielefeld kooperiert mit lateinamerikanischer Uni
Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld baut seine internationalen Kontakte aus. Dazu wurde ein Kooperationsvertrag mit der Universität Estelí aus Nicaragua geschlossen. Gemeinsames Thema beider Hochschulen sind die erneuerbaren Energien. Deshalb werden von der Fachhochschule Bielefeld Studierende und Lehrende des Studiengangs Regenerative Energien mit der Partneruniversität in Nicaragua zusammenarbeiten. Peter Clarke vom Koordinationsbüro sagt, dass die Zusammenarbeit spannend sei, weil Nicaragua sich das Ziel gesetzt habe, bis 2020 seinen Strom gänzlich aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Der Kontakt zwischen den beiden Hochschulen kam im Rahmen des von der EU geförderten Projekts “Die Welt braucht dich” zustande.

Templeton-Preis für Dalai Lama
Der Dalai Lama hat für seinen Beitrag zur Verbindung von Wissenschaft und Religion den hoch dotierten Templeton-Preis bekommen. Die Auszeichnung wurde dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter gestern in der Londoner St. Paul´s Kathedrale überreicht. Der Dalai Lama habe es mit seiner Lehre von Mitgefühl geschafft, dass das Thema Teil der Wissenschaft geworden sei. Mittlerweile werde zum Beispiel untersucht, wie die Kraft des Mitgefühls zur Lösung fundamentaler Probleme genutzt werden kann, hieß es zur Begründung. Das Preisgeld in Höhe von umgerechnet ca. 1,13 Millionen Euro, wolle er an mehrere Organisationen spenden. Darunter auch ein Hilfswerk für unterernährte Kinder in Indien. Der Templeton-Preis wurde von dem internationalen Investor John Templeton ins Leben gerufen. Er wird jährlich von einer unabhängigen Jury vergeben und würdigt Verdienste, die den Zusammenhang von Wissenschaft und Religion hervorheben. Er ist eine der weltweit höchsten Auszeichnungen für einzelne Personen. Eine frühere Preisträgerin war unter anderem auch Mutter Teresa.

Verloren gegangene Klausuren können nicht als bestanden gewertet werden
Wenn eine Hochschule eine Klausur eines Studenten verliert, darf die Klausur nicht als bestanden gewertet werden. So lautet das Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz. Die Richter wiesen vergangene Woche eine entsprechende Klage eines Energiemanagement Studenten der Universität Koblenz-Landau ab. Seine Prüfungsarbeit ging verloren und er verlang dafür die Note „gut“. Die Klage wurde abgewiesen. Das Urteil lautete, dass nur tatsächliche und eigenverantwortliche erbrachte Leistungen vom Prüfling bewertet werden können. Eine fiktive Bewertung ist laut Gericht auch dann nicht möglich, wenn eine schriftliche Arbeit ohne Verschulden des Prüflings abhandengekommen sei. Die Universität Koblenz bestand in diesem konkreten Fall auf eine neue Klausur. Während des Gerichtsverfahrens hat der Student die Klausur erneut geschrieben und auch bestanden.

Erste deutsche Internetuni geht ans Netz
Die ersten Online-Module für Deutschlands bislang einzige Internetuni Net.Uni werden produziert. Im Herbst geht dann die Hochschule Wismar mit dem bundesweit ersten reinen Online-Fernstudium ins Internet. Angeboten werden vorerst drei virtuelle Fernstudiengänge für Betriebswirtschaft sowie Management von Non-Profit Organisationen und Gesundheitseinrichtungen. Berufsbegleitend könne zu hundert Prozent im Internet studiert werden. Besuche von Präsenzveranstaltungen seien nicht nötig, so Net.Uni Direktor Thomas Wilke. Derzeit werden in einem neuen Produktionsstudio Online-Module mit interaktiven Vorlesungen und Präsentationen für Seminarveranstaltungen aufgenommen. Ein Modul reicht über 12 bis 14 Stunden Vorlesungszeit. Hinzu kommen Aufgaben, Fragen und Tests. Rund drei bis vier Wochen können sich die Studenten mit einem solchen Modul online beschäftigen. Prüfungen werden an einem von vier Prüfungsstandorten der Wismarer Fernuniversität Wings stattfinden. Die Hochschule möchte mit dem Onlineangebot die Zahl der Studierenden von 7000 auf künftig 10 000 Studierende steigern. Derzeit gibt es 300 Fernstudenten an der Uni Wismar. Die Anzahl der Fernstudenten soll sich bis 2020 verdoppeln. Für die online Bachelorstudiengänge von sechs bis acht Semestern gebe es bereits mehr als einhundert Interessenten. Für das Wintersemester sind bis jetzt ca. 12 eingereicht worden. Weitere Studiengänge sind bereits geplant. Zudem wird an der Übertragung von Lehrveranstaltungen für Smartphones gearbeitet.

Hochschulnachrichten am 14.05.12

Redaktion: Demokrat Ramadani & Lisa-Marie Janßen

Rot-Grüne Mehrheit im NRW-Landtag
Bei der gestrigen Landtagswahl in NRW hat sich die SPD mit einer deutlichen Mehrheit durchgesetzt. Zusammen mit den Grünen wird sie in Zukunft 127 der 235 Plätze im Düsseldorfer Landtag besetzen. Die CDU hat mit knapp 26 Prozent ihr schlechteste Ergebnis in NRW erzielt. Den Piraten hingegen ist nun schon zum vierten Mal der Einzug in einen Landtag gelungen, während die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Auch die FDP feiert das Ergebnis der Wahl. Mit knapp 9 Prozent wird sie viertstärkste Partei.Die Wahlbeteiligung bleibt auf einem Tiefstand von etwa 60 Prozent und ist damit im Vergleich zu 2010 nur unmerklich gestiegen.

Hooligan-Überfall sei geplant gewesen
Nach dem Überfall von Bielefeldern auf Bremer-Fans am vergangenen Samstag hat nun der erste Beschuldigte ausgesagt. Der 20-jährige Student aus Bad Oeynhausen habe Zeitungsberichten zufolge eine umfassende Aussage vor dem Haftrichter gemacht. Die Hintergründe: Laut Polizeiangaben sind am vergangenen Samstag mehrere Bielefelder auf eine Gruppe der gegnerischen Bremer Fans losgegangen. Bei dem Überfall ist ein 26-jähriger Bremer lebensbedrohlich verletzt worden. Die Polizei hatte daraufhin sechs Tatverdächtige festgenommen. Einer von ihnen hat jetzt gestanden, dass der Überfall auf die Bremer nicht spontan gewesen sei. Nach dem Spiel hätte die Bielefelder Gruppe gemeinsam entschieden, die acht gegnerischen Bremer-Fans abzufangen und anzugreifen. Ob die Intensität der Verletzungen auch beabsichtigt war, ist noch unklar. Laut Staatsanwalt Christoph Mackel verweigern die anderen fünf Beschuldigten bisher jede Aussage. Der verletzte Bremer ist am Donnerstag aus dem Koma erwacht, könne sich aber Berichten zufolge nicht an den Überfall erinnern.

Jeder vierte Studierende hat schon abgeschrieben
Jeder vierte Studierende hat schon einmal bei einer wissenschaftlichen Arbeit abgeschrieben. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Universität Leipzig. Dafür sind an den Universitäten Zürich und München mehr als 470 Studierende aus verschiedenen Fächern befragt worden. Mehr als die Hälfte der Befragten bleiben dabei Anonym. Die Bereitschaft, wahrheitsgemäß auf unangenehme Fragen zu antworten, sei unter anonymen Bedingungen deutlich größer, so Thomas Voss, der das DFG-Forschungsprojekt „Heikle Fragen und Umfragen“ leitet. Ergebnis der Studie ist auch, dass die Verwendung fremder Gedanken in der eigenen Arbeit durch die Fülle von Informationen im Internet noch nie so leicht war wie heute. Außerdem habe die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengängen den Leistungsdruck erhöht, von Beginn des Studiums an gute Prüfungsnoten zu sammeln, berichtet Julia Jerke, eine der Organisatorinnen der Studie. Aufgabe der Universitäten sei es nun, noch klarere Richtlinien für einen Zitierknigge zu formulieren und entdecktes Plagiieren mit aller Konsequenz zu bestrafen.

FH Bielefeld kooperiert mit lateinamerikanischer Uni
Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik der Fachhochschule Bielefeld baut seine internationalen Kontakte aus. Dazu wurde ein Kooperationsvertrag mit der Universität Estelí aus Nicaragua geschlossen. Gemeinsames Thema beider Hochschulen sind die erneuerbaren Energien. Deshalb werden von der Fachhochschule Bielefeld Studierende und Lehrende des Studiengangs Regenerative Energien mit der Partneruniversität in Nicaragua zusammenarbeiten. Peter Clarke vom Koordinationsbüro sagt, dass die Zusammenarbeit spannend sei, weil Nicaragua sich das Ziel gesetzt habe, bis 2020 seinen Strom gänzlich aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Der Kontakt zwischen den beiden Hochschulen kam im Rahmen des von der EU geförderten Projekts “Die Welt braucht dich” zustande.

AStA und Studierendenparlament gegen „Blockupy“-Verbot
Studierendenparlament und AStA der Universität Frankfurt sprechen sich gegen das Verbot der sogenannten „Blockupy“-Proteste aus. Das teilte Florian Muhs, Öffentlichkeitsreferent des AStA, mit. Vom 16. bis 19. Mai sollten unter dem Motto “Blockupy” verschiedene Demonstrationen, Kundgebungen und Platzbesetzungen in Frankfurt am Main gegen die europäische Krisenpolitik stattfinden. Diese sind nun von der Stadt Frankfurt und ihrem Ordnungsdezernenten Markus Frank untersagt worden. Der AStA der Uni Frankfurt kritisiert, dass die Stadtverwaltung ein grundsätzliches Verbot ausgesprochen hat, anstatt Auflagen an die Veranstalter zu erteilen. Laut Florian Muhs sind nun auch „einfache Mahnwachen und harmlose Raves von dem Verbot betroffen“. Deshalb bezeichnet Muhs den Verwaltungsakt als „Kriminalisierung sozialer und politischer Proteste“.

Intensivere Hirnaktivität bei großer Schrift
Das menschliche Gehirn reagiert intensiver auf große Schriftzüge. Wissenschaftler der Humboldt-Universität sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die typische Hirnaktivität bei der Betrachtung eines emotionalen Wortes viel stärker ausfällt, wenn es größer dargestellt wird. Die Studie ist an 25 Probanden durchgeführt worden, deren Hirnaktivität während der Tests mit einem EEG aufgezeichnet worden sind. Den Studienteilnehmern sind dabei auf einem Computerbildschirm 72 Wörter mit einer emotionalen Bedeutung präsentiert worden. Dabei variierte die Schriftgröße. Ein größenabhängiger Effekt auf die Hirnaktivität ist keine neue Erkenntnis. Er ist bereits im Zusammenhang mit emotionalen Bildern festgestellt worden.

Hochschulnachrichten am 11.05.2012

Redaktion: Keywan Tonekaboni

FH Bielefeld kooperiert mit Hochschule aus Nicaragua
Die Fachhochschule Bielefeld baut seine internationalen Kontakte aus. Der Fachbereich Ingenieurwissenschaften der FH Bielefeld unterzeichnete in dieser Woche einen Kooperationsvertrag mit der Farem Universität Estelí aus Nicaragua und dem Welthaus Bielefeld. Schwerpunkt der Zusammenarbeit ist das Thema erneuerbare Energien. Die Fachhochschule erwartet daher, dass insbesondere Studierende und Lehrende des Studiengangs Regenerative Energien von der Zusammenarbeit profitieren werden.
Das Welthaus Bielefeld möchte sich im Rahmen der Vereinbarung dafür einsetzen, dass auch Studierende aus Estelí mit geringen Einkommen ein Austauschsemester an der FH Bielefeld verbringen können.
Zwischen Estelí und Bielefeld besteht seit 1995 eine Städtepartnerschaft.

Mehr 10.000 abonnieren Bielefelder Mathe-Youtube-Kanal
Der Bielefelder Professor Jörn Loviscach hat mehr als 10 Tausend Abonnenten auf Youtube. Der Dozent für Mathematik und Informatik an der Fachhochschule Bielefeld begann vor drei Jahren Mitschnitte seiner Informatik- und Mathematik-Vorlesungen auf der populären Video-Plattform online zu stellen. Die knapp 1800 Videos wurden mittlerweile mehr als fünf Millionen mal angeklickt. Mit den Video-Vorlesungen setzt er das Konzept des „Inverted Classroom“ um. Studierende verschaffen sich mit den Videos und weiteren Materialien einen Überblick. In den Vorlesungen selber bearbeiten sie in Partnerarbeit Aufgaben und erhalten von Loviscach individuelle Hilfestellung. Der FH-Dozent steht reinen Video-Vorlesungen, die als kostensparend angepriesen werden, aber skeptisch gegenüber.

Bielefeld beteiligt sich an Erasmus Jubiläumsaktion
Die Fachhochschule und die Universität Bielefeld beteiligen sich an der Erasmus-Jubiläumsaktion. Alle internationalen Studierenden sind eingeladen eine Menschenkette um die Sparrenburg zu bilden, möglichst in Landestracht. Bundesweit wird in weiteren Städten das jeweilige Wahrzeichen ebenfalls umarmt. Die gesamte Aktion wird gefilmt und soll später als gemeinsames Video aller deutschen Städte veröffentlicht werden.
Das europäische Austauschprogramm Erasmus feiert in diesem Jahr sein 25 jähriges Bestehen.

Grüne Hochschulgruppen fordern Reform des Hochschulrechts
Grüne Hochschulgruppen fordern eine Reform des Hochschulrechts in Nordrhein-Westfalen. Zu den Unterzeichnern gehört auch die Grüne Hochschulgruppe Bielefeld. Zentrale Punkte sind der Ausbau des gebührenfreien Studiums und die Sicherstellung ausreichender Studienplätze. Zudem sollen die Hochschulräte abgeschafft und die akademische Selbstverwaltung demokratisiert werden. Nach Ansicht der grünen Hochschulgruppen sollen Professoren, wissenschaftliche wie nicht-wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende in allen Gremien gleichmäßig vertreten sein.
Anlass der Forderungen sind die vorgezogenen Neuwahlen des Nordrhein-Westfälischen Landtags am Sonntag.

fzs kritisiert geplante Gesetzänderung im Bildungsbereich
Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) kritisiert die für den Bildungsbereich vorgeschlagene Grundgesetzänderung. Der von Bundesbildungsministerin Schavan vorgelegte Entwurf soll das sogenannte Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich lockern. Demnach soll der Bund wissenschaftliche Einrichtungen an den Hochschulen auch dauerhaft unterstützen können. Derzeit ist nur eine Beteiligung des Bundes im Rahmen befristeter Vorhaben wie dem Hochschulpakt möglich. Der fzs befürchtet, die Elitenförderung werde dadurch weiter ausgebaut werden. Stattdessen fordert der Studierendenverband für Schulen und Hochschulen eine solide Grundfinanzierung.
Das Kooperationsverbot wurde mit der Förderalismusreform II eingeführt, um die Aufgaben von Bund und Ländern voneinander abzugrenzen.

RCDS fordert weniger Rundfunkgebühren für Studierenden
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) fordert geringere Rundfunkgebühren für Studierende. Mit der Reform der Rundfunkgebühren muss ab kommenden Jahr jeder Haushalt knapp 18 Euro bezahlen, unabhängig davon ob ein Radio, Fernseher oder Internet-Anschluss vorhanden ist. Bafög-Empfänger sind von der Zahlung befreit. Der RCDS-Bundesverband fordert die Gebühren für alle anderen Studierenden auf sechs Euro zu beschränken und hat eine Unterschriften-Kampagne unter dem Titel „Genug GEZahlt“ gestartet.
Da die neue Rundfunkgebühr eine Haushaltsabgabe ist, müssen Wohngemeinschaften den Betrag nur gemeinsam bezahlen, statt wie bisher jeder Bewohner für sich.

Hochschulnachrichten am 09.05.2012

Redaktion: Julia Saatkamp

ERASMUS hat einen neuen Teilnehmerrekord erzielt
Das Studentenaustauschprogramm ERASMUS hatte nie so viele Teilnehmer wie im letzten Studienjahr. Das teilte die EU-Kommission gestern in Brüssel mit. Im Studienjahr 2010/11 erhielten mehr als 231.000 Studierende ein Erasmus-Stipendium für ein Studium oder ein Praktikum im Ausland. Das sind 8,5% mehr als im Vorjahr. Seit dem Beginn von ERASMUS im Jahr 1987, hatte das Austauschprogramm insgesamt mehr als 2,5 Millionen Teilnehmer. Zum diesjährigen Jubiläum von ERASMUS sind bundesweit neun Informationsveranstaltungen zum „Studieren im Ausland“ geplant. Eine davon findet am 28. September in OWL statt.

„JURAcon on Campus“ erstmals an der Uni Bielefeld
Die Karrieremesse „JURAcon on Campus“ für angehende Juristinnen und Juristen wird heute zum ersten Mal an der Uni Bielefeld veranstaltet. Studierende und Absolventen der Rechtswissenschaft sollen hier die Möglichkeit bekommen mit renommierten Kanzleien und Unternehmen in Kontakt zu treten. Darüberhinaus können sie sich bei den Unternehmen über Ein- und Aufstiegschancen, Referendarstationen und Praktikumsplätze informieren. Beginn der Messe ist um 10 Uhr in der Unihalle. Ende ist gegen 16 Uhr.

Norbert Lammert ist zu Gast an der Uni Bielefeld
Der Bundestagspräsident Norbert Lammert besucht am 15. Mai für einen öffentlichen Vortrag die Uni Bielefeld, das hat die Pressestelle der Uni jetzt bekanntgegeben. Darin spricht er über die Herausforderungen der parlamentarischen Demokratie und lädt anschließend zur Diskussion ein. Hintergrund des Vortrags ist die Debatte um Demokratie und politische Entscheidungsprozesse; außerdem die Möglichkeit der politischen Partizipation durch die Bürger. Organisiert wird die Veranstaltung vom Zentrum für interdisziplinäre Forschungund der Juristischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe. Beginn ist am 15. Mai um 18 Uhr im Hörsaal 1 der Universität.

Asta ruft zur Wahl des 39. Studierendenparlaments auf
Der allgemeine Studierendenausschuss, kurz Asta, hat den Zeitraum zur Wahl des Studierendenparlaments bekannt gegeben. Das Studierendenparlament kann in der Woche vom 25. bis zum 29. Juni von den Studierenden gewählt werden. Für das Studierendenparlament sind 29 Plätze zu vergeben. Wahlberechtigt und wählbar sind alle Studierenden, die zum 7. Mai an der Uni Bielefeld eingeschrieben waren. Wahlvorschläge können noch bis zum 29.05.2012 um 15:00 Uhr beim Asta eingereicht werden.

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