Hochschulnachrichten am 08.02.2012
Redaktion: Kirsten Kästel
Universität Bielefeld informiert zum Doppel-Abi
Die Universität hat ein neues Internetportal zum Thema „Doppelter Abiturjahrgang“ eingerichtet. Das online Portal beantwortet häufig gestellte Fragen zum Studienbeginn im Jahr 2013. Die Internetseite ist für Studieninteressierte, Eltern und Lehrer, die sich über die anstehenden Veränderungen im kommenden Jahr informieren wollen. Aufgrund des Beschlusses der neuen Schulreform die Schulzeit zu verkürzen, werden im kommenden Jahr doppelt so viele Abiturienten in Nordrhein-Westfalen ihren Abschluss machen als in den vorigen Jahren. 1.900 zusätzliche Studienplätze sollen im Wintersemester 2013/2014 an der Uni Bielefeld zur Verfügung gestellt werden. Das Internetportal ist über ein Emblem auf der Homepage der Universität Bielefeld zu erreichen.
Die Zeit kritisiert Stipendienverteilung
Die online Ausgabe der Tageszeitung „Die Zeit“ kritisiert die Vergabe von Stipendien in Deutschland. In einem Zeit-Artikel vom vergangenen Montag wird die schwere Gewichtung der Noten in der Bewerbung für das Deutschlandstipendium kritisiert. Laut Artikel spiele soziales Engagement so gut wie keine Rolle mehr in einer Stipendiumsbewerbung. Als Beispiel hierfür nimmt Die ZEIT das Auswahlsystem der Universität Heidelberg; hier flössen laut ZEIT soziales Engagement und Migrationshintergrund lediglich zu 20% in die Wahl der Stipendiaten ein. Der mögliche Grund für dieses Problem sei laut Artikel die Tatsache, dass die Universitäten keine Unterstützung von der Regierung bei der Auswahl der Studierenden bekomme. Mit der Verwaltung von z.T. über 1000 Bewerbern und der Suche nach Sponsoren seien viele Universitäten bereits überfordert.
Neue Methoden im Englischunterricht
Die Universität Würzburg verlieh diesen Monat den ersten Bildungsforschungspreis. Der im vergangenen Jahr in Würzburg etablierte Bildungsforschungspreis ging an die promovierte Lehramtsstudentin Theresa Summer. In ihrer Doktorarbeit verglich sie neun aktuelle Englisch-Schulbücher für die sechste Klasse auf ihre Methoden zur Grammatikvermittlung des Englischen. Daraufhin lieferte Summer einige Verbesserungsvorschläge und gab an, wie die diesbezüglichen Lehrpläne und Materialien dafür verändert werden müssten. Laut Professor Rüdiger Ahrens, Anglistik Professor der Universität Würzburg, habe die angehende Realschullehrerin die methodischen Regeln entscheidend revidiert und revolutioniert. Der Preis wurde am 3. Februar in einer Akademischen Abschlussfeier verliehen und ist mit 1000 Euro dotiert.
Viel Trinken reduziert Risiko für Schlaganfall-Rückfall
Eine hohe Flüssigkeitsaufnahme vermindert das Risiko für den Rückfall eines Schlaganfalls. Sabine Mücke von der medizinischen Fakultät der Universität Münster belegte in ihrer Doktorarbeit den Nutzen einer hohen Flüssigkeitsaufnahme für Schlaganfallpatienten. Mückes Arbeit stützte sich vor allem auf eine Studie münsterscher Wissenschaftler von 1990. In dieser Studie wurden 563 Teilnehmer untersucht, die in der Woche zuvor einen Schlaganfall erlitten hatten. Die Patienten wurden unter anderem dazu angehalten, möglichst viel zu trinken. Sabine Mücke wertete in ihrer Studie die Dokumente über die Flüssigkeitsaufnahme jener Versuchpersonen aus. Dabei fand sie heraus, dass die Patienten, die mehr als zwei Liter täglich tranken, merklich seltener an einem Schlaganfall-Rückfall litten, als andere. Aus diesem Grund sei es laut Mücke ratsam, sich bereits in jungen Jahren daran zu gewöhnen, mehr als zwei Liter täglich zu trinken.
Hochschule OWL experimentiert mit „Prinzessin Süßigkeit“
Die Lebensmitteltechnologen der Hochschule OWL erhalten eine neue Maschine für die Süßwarenherstellung. Die Maschine mit dem Namen „Princess Candy“ dient den Studierenden zum Kochen, Druckauflösen und Vakuumisieren der Masse. Diese Vorgänge sind unter anderem für die Herstellung von Kaubonbons vonnöten. „Princess Candy“ ist mit einem Prozessor ausgestatten und ermöglicht einen kontrollierten Versuchsbetrieb. Mit ihrer Hilfe können Studierende der Hochschule OWL in Zukunft noch anwendungsorientierter arbeiten. Die Hochschule OWL ist die einzige Einrichtung deutschlandweit, in der Lebensmitteltechnologiestudenten den Schwerpunkt „Back- und Süßwaren“ wählen können.



