Der Morgen

InFakt am Donnerstag, 04.09.14

Redaktion: Till Sadlowski, Maren Berthold, Kosmas Hotomanidis

Video-Unterricht für wilde Affen
Wilde Affen aus Brasilien lernen auch durch indirekte Beobachtung von ihren Artgenossen. Laut den britischen „Biology Letters“ haben Forscher und Forscherinnen der Universität Wien wilden Affen per Videokurs beigebracht, an verstecktes Futter zu kommen. Die Tiere sahen auf dem Bildschirm, wie Artgenossen von ihnen eine Frucht knackten um an das versteckte Futter zu gelangen. Darauf schafften es einige Affen ebenfalls die bisher für sie unbekannte Requisite zu knacken. Das Ergebnis zeige laut den Forschern, dass Verhaltensforschung neue Möglichkeiten außerhalb eines Labors habe.

Keine Ehrendoktorwürde für Edward Snowden
Edward Snowden wird nun doch nicht die Ehrendoktorwürde der Universität Rostock erhalten. Bildungs- und Wissenschaftsminister Mathias Brodtkorb billigt die Entscheidung des Rektors der Universität Rostock, Snowden den Titel zu versagen. Laut Brodtkorb verlange das Handeln Snowdens ein hohes Maß an Courage und es habe die Wahrnehmung geheimdienstlicher Aktivitäten auch wissenschaftlich stark beeinflusst. Dennoch reiche dies nicht aus, um Snowden eine Ehrendoktorwürde zu verleihen. Laut des Hochschulgesetzes Mecklenburg- Vorpommerns müsse er dazu eine eigens erbrachte wissenschaftliche Leistung vorweisen können.

Die Erde hat eine neue Adresse
Die Erde hat eine neue Adresse. Der blaue Planet ist in Zukunft unter der Anschrift Erde,Milchstraße im Großhaufen Laniakea zu erreichen. Der Astrophysiker Brent Tully der University of Hawaii hat mittels eines neuen Verfahrens, die Region, in der die Milchstraße liegt, kartiert. Die Großhaufen, in denen sich Millionen von Galaxien tummeln, konnten bisher nicht voneinander getrennt werden. Tully untersuchte jedoch nicht nur die Anordnung der Galaxien, sondern auch ihre Bewegung, um sie voneinander abzugrenzen. Laniakea bedeutet auf hawaianisch so viel wie „immenser Himmel“.

Studierende ohne Abi besser an FHs als an Unis
Studierende ohne Abitur erbringen an Fachhochschulen bessere Leistungen als an Universitäten. Das zeigt eine Umfrage der Uni Mainz, wobei um die 330 Studierende aus Rheinland-Pfalz befragt wurden. Heraus kam, dass die Noten von Studierenden ohne Abi an FHs signifikant besser waren als von denen an Unis. Das könnte an der Praxisorientierung an FHs liegen, die Studierenden ohne Abi möglicherweise entgegen kommt. Außerdem wurde herausgefunden, dass Studierende mit wenig Berufserfahrung schlechtere Noten haben als Studierende, die bereits einen Job hatten.

InFakt am Mittwoch, 03.09.14

Redaktion: Matthias Arnold

Neue Gelder für OWL-Hochschulen
Die FH Bielefeld und die Hochschule OWL gehören zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs FH-Invest. Dabei finanziert der Bund Projekte, die für ihre Forschung Großgeräte einsetzen. Um die Förderung zu erhalten, müssen sich auch andere Partner an der Finanzierung der Projekte beteiligen. Im Falle der OWL-Hochschulen war das die Landesregierung. Insgesamt fließen rund 4,3 Millionen Euro Bundesmittel nach Ostwestfalen und drei weitere Gewinner-Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

Mehr BAföG-Empfänger im Jahr 2013
Die Zahl der BAföG-Empfänger in NRW ist 2013 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Laut dem Landesamt für Statistik erhielten im vergangenen Jahr rund 216.000 Studierende und Schüler die Bafög-Unterstützung. Das waren rund 1,4 Prozent mehr als noch 2012. Insgesamt beliefen sich die Bafög-Zuwendungen auf 709 Millionen Euro.

Japanische Forscher entwickeln Ebola-Schnelltest
Japanische Forscher haben nach eigenen Angaben einen neuen Ebola-Schnelltest entwickelt. Dieser soll es Ärzten ermöglichen, innerhalb von 30 Minuten ein Ergebnis zu erhalten. Das teilten Forscher der Universität Nagasaki der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mit. Zudem soll die neue Methode wesentlich günstiger sein als bisherige. Dadurch könne er auch in Ländern eingesetzt werden, die sich keine teuren Testgeräte leisten können, zitiert die Agentur einen der Forscher.

Paderborner Schüler bekommen “Gebetomat”
Schüler des Paderborner Ludwig-Erhard-Berufskollegs können ab jetzt in einem dafür aufgestellten Automaten beten. Der sogenannte Gebetomat ist ein Kunstprojekt des Berliner Künstlers Oliver Sturm, wie das Erzbistum Paderborn mitteilte. Über einen Touch-Screen können die Schüler aus rund 320 Gebeten in 65 Sprachen auswählen. Der Automat liest das Gebet dann vor. Der Besucher hat die Möglichkeit, Gebete aus den großen Weltreligionen und zahlreichen anderen Glaubensrichtungen und religiösen Gemeinschaften auszuwählen und anzuhören.

Hochschule Osnabrück bekämpft Musiker-Krankheien
Die Gesundheit von professionellen Musikern soll Forschungsschwerpunkt an der Hochschule Osnabrück werden. Die Forscher wollen physiotherapeutische Konzepte entwickeln, mit denen typische Musiker-Probleme behandelt werden können. Das teilte die Hochschule am Dienstag mit. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen etwa Erkrankungen, die durch das professionelle Spielen von Instrumenten auftreten können. Dafür nimmt die Hochschule rund 600.000 Euro in die Hand.

InFakt am Dienstag, 02.09.14

Redaktion: Raphael Teichmann

MINT-Schnupperstudienwoche an der Universität Bielefeld
Die Universität Bielefeld lädt in der zweiten Herbstferienwoche Schülerinnen zu einer Schnupperstudienwoche ein. Daran beteiligen sich die Fakultäten für Mathematik, Physik und die technische Fakultät. Laut der Universität richtet sich die „pea*nuts-Herbsthochschule“ an Schülerinnen der Klassen 10 bis 13. Diese sollen dadurch die Möglichkeit haben, naturwissenschaftliche und technische Studiengänge näher kennen zu lernen. Die Fakultäten bieten Vorlesungen, Workshops und Laborbesuche zu Themen wie Solarzellen, Mathematik und Datenschutz sowie lernende Roboter an. Anmelden kann man sich noch bis zum 15. September beim SchülerInnenbüro der Universität Bielefeld.

Studienplatzbörse ist wieder online
Die bundesweite Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz ist seit gestern wieder online. Wie die Konferenz in einer Pressemeldung mitteilt, sind zum Start auf der Plattform über 1.860 freie grundständige und weiterführende Studiengänge mit freien Plätzen finden. Die Studienangebote können nach Fächern und Orten durchsucht werden. Zu jedem Suchergebnis werden die nötigen Informationen über Kontakt zur jeweiligen Hochschule sowie über Internetseiten mit den entsprechenden Bewerbungsvoraussetzungen und -fristen aufgelistet. Für welchen Studiengang man sich an welcher Hochschule noch bewerben oder einschreiben kann, geben die Hochschulen in der Börse tagesaktuell bekannt. Die Studienplatzbörse ist bis Ende Oktober geöffnet, der Zugang ist kostenfrei und erfordert keine Anmeldung.

Stärkere Förderung von Geistes- und Sozialwissenschaften
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung will die Geistes- und Sozialwissenschaften stärker als bisher unterstützen. Wie das Ministerium mitteilt, will es beide Bereiche mit einem eigenen Rahmen- und Förderprogrammen stärken. Die Programme sollen unter anderem dabei helfen, die Geistes- und Sozialwissenschaften zu internationalsieren und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihrem Karriereweg zu unterstützen. Das Bundesbildungsministerium stellt entsprechende Programme dieses Jahr über 72 Millionen Euro bereit. Zusätzlich werden unter anderem Programme zur zivilen Sicherheit, zum demographischen Wandel und zur Energiewende unterstützt.

Deutlicher Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern
Das Einkommen von Frauen ist nur halb so groß als das von Männern. Das ergibt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, die zum ersten Mal alle Einkommensarten, also zum Beispiel auch Kapitaleinkommen und Renten, untersucht hat. Beim gesamten Bruttoeinkommen erreichen die Frauen nur knapp 47 Prozent des Einkommens der Männer, beim durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen sind es 49 Prozent. Auch haben Ehefrauen bei gleichem Einkommen höhere Steuersätze als Ehemänner. Der Grund dafür sei das Ehegattensplitting, das Frauen stärker belaste.

Spannendes Fernsehprogramm macht dick
Spannende Filme animieren stark zum Essen von Chips und anderen Snacks. Das fand eine Forschergruppe von der Cornell University in Ithaca heraus, die das Essverhalten von Studierenden beim Schauen eines Actionfilms und einer Talkshow untersuchten. Die Zuschauer des Actionfilms nahmen 98 Prozent mehr Snacks zu sich als die der Talkshow. Der Grund dafür sei, dass spannendes Fernsehprogramm die Zuschauer davon ablenke, was und wie viel sie essen.

InFakt am Montag, 01.09.14

Redaktion: Rabea Brechmann

Svenja Schulze informiert sich über Studienstart-Programme
Am Wochenende besuchte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die Universität Bielefeld und informierte sich über die Einsteigerprogramme. Im Mittelpunkt standen die Projekte „Richtig einsteigen“ und „Gemeinsam anfangen – durch Austausch lernen“. Letzteres Projekt wurde dieses Jahr beim Förderwettwebewerb “Guter Studienstart” ausgezeichnet und wird für 4 Jahre mit 1,25 Millionen Euro gefördert. Beide Programme sollen Studiederende bei ihrem Studienbeginn unterstützen.

Vereinbarkeit von Familie und Studium soll verbessert werden
Letzte Woche Freitag besuchten Familienministerin Ute Schäfer und Wissenschaftsministerin Svenja Schulze die Technische Universität Dortmund. Anlass war die Aktionsplattform „Familie@Beruf NRW“. Die Uni Dortmund gilt in Sachen Familienfreundlichkeit als Vorbild. Mit dem neuen Hochschulzukunftsgesetz sollen anderem unter anderem bessere Rahmenbedingungen für eine flexible und individuelle Gestaltung des Studiums geschaffen werden. Die Studierenden sollen beispielsweise Prüfungsfristen verlängern können.

Apple untersagt Verkauf von Gesundheitsdaten
Die neue App „Health“ erfasst Gesundheits- und Fitnessdaten. Auf Wunsch können diese Daten auch an den eigenen Hausarzt weitergeleitet werden. Nach Angaben der „ZEIT“ legt Apple den Programmieren jetzt strengere Regeln auf: die gespeicherten Daten dürfen nicht für Werbung genutzt oder an Datenhändler verkauft werden. Allerdings dürfen die Daten zu Forschungszwecken verwendet werden, wenn der Nutzer dem zustimmt.

Armina Bielefeld schlägt Stuttgarter Kickers mit 4:2
Gestern hat Arminia Bielefeld im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kicker mit 4:2 gewonnen. Nach einer 1:0 Führung der Gäste, konnte die Arminia das Spiel aber noch drehen. Ab der 38. Minute spielte Arminia Bielefeld in Überzahl, da Gerrit Müller nach einer Tätlichkeit die rote Karte sah. Mann des Spiels war Christian Müller, der drei der vier Tore für die Ostwestfalen schoss. Christian Müller stand für den verletzten Jonas Strifler in der Startelf.

ViSiB feiert 25-jähriges Bestehen
Der Verein zur Förderung internationaler Studierender in Bielefeld, kurz ViSiB, kümmert sich seit 25 Jahren um eine gute Integration von internationalen Studierenden der Universität und der FH Bielfeld. Vergangenen Mittwoch wurden sowohl Patenfamilien als auch drei Studierende der Uni Bielefeld geehrt, die sich ehrenamtlich für die Vereinsarbeit engagieren. ViSiB unterstützt Studierende bei Problemen im Studium und Alltag. Eine Besondheit ist das Patenschaftsprojekt, dabei treffen sich Bielefelder Familien mit den Studierenden zum interkulturellen Austausch.

Königlicher Verdienstorden für Bielefelder Mathematiker
Der Bielefelder Professor Dr. Friedrich Götze wurde vergange Woche im niederländischen Eindhoven mit dem Oranien-Nassau-Orden ausgezeichnet. Der Orden wird im Namen des niederländische König verliehen. Professor Dr. Friedrich Götze wird für sein Engagement beim Aufbau des europäischen Forschungsinstituts „Eurandom“ der Technischen Universität Eindhoven ausgezeichnet. Der Orden wird an Menschen mit besonderen Verdiensten um Gesellschaft und Gemeinwesen verliehen.

InFakt am Donnerstag, 28.08.14

Redaktion: Jan Bioly

Weltweit erste zwei- staatliche Universität
Am 1. September öffnet die Weltweit erste zwei- staatliche Universität. Im russischen Kasan, wird die deutsch-russische Universität entstehen, teilt die Universität Ilmenau mit.Das Projekt ist eine Zusammenarbeitet der TU Ilmenau und der russischen Technischen Forschungs-Universität Kasan. Schon zum kommenden Studienjahr starten am German Russian Institute of Advanced Technologies die ersten Studiengänge. Schwerpunkte sind die Fahrzeug- und Flugzeugindustrie sowie die Brennstoff- und petrochemische Industrie.

Deutschlands Bildung verbessert
Deutschland liegt über dem Durchschnitt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, kurz OECD. Aus Ergebnisse der PISA Studie errechnet der OECD den Durchschnitt. Die Resultate bestätigen Verbesserungen. Grund für die positiven Entwicklungen, seien außerschulische Maßnahmen wie bundesweite Schülerleistungswettbewerbe, teilt die Bundesregierung mit. Dazu zählen zum Beispiel Jugend forscht. Kinder mit Migrationshintergrund, die zuhause eine andere Sprache sprechen als deutsch, schnitten in allen PISA- Kompetenzren mehrheitlich schlechter ab.

Arminia Duisburg 1:1
Arminia hat gegen Duisburg unentschieden gespielt. Bei der gestrigen Begegnung trennten sich Duisburg und Bielefeld 1:1. Duisburg ging bereits in der 24ten Minute in Führung, bis Julian Börner in der 38 zu Ausgleich einköpfte. Mit dem Unentschieden konnte Arminia ihren aufwärts Trend nicht bestätigen. Derzeit steht die Arminia auf dem 12ten Tabellen Platz der dritten Liga.

Nordrhein-Westfalen ist Energieforschungsland
NRW ist ein starker Forschungsstandort. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilt, wird in NRW jährlich ein viertel der Gesamtsumme für Energieforschung an Hochschulen ausgegeben. Damit ist NRW Spitzenreiter, Bayern folgt mit 7% weniger. Gleichzeitig investieren große Unternehmen in NRW jährlich dreistellige Millionenbeträge in die Energieforschung. Die Hochschulen in NRW forschen an modernen Lösungen für bezahlbare Energie, höhere Energieeffizienz und mehr Klimaverträglichkeit.

AKTUELLER SONG

Wytches, The -
Fragile Male

Mehr Musik

Livestream

Das Team

Uns folgen

Facebook F Twitter Bird RSS

SUCHE


Kommerz