PROGRAMM

REDAKTION

INFO

Der Hörsaal vom 05.12.11 bis 11.12.11

+++Aufgrund der Geburtstagssendung “11 Stunden Hertz 87.9″ am 06. Dezember wird der Vortrag “Die Volksvollerfassung aka Zensus 2011″ nicht um 16 Uhr gesendet.+++

Die Volksvollerfassung aka Zensus 2011

Dienstag, den 06. Dezember um 24 Uhr

Am 04. Mai hielt der u-asta Freiburg einen Vortrag über den Zensus 2011. In der “Zensus” genannten Volkszählung werden zahlreiche bereits existierende Daten von Meldebehörden, der Bundesagentur für Arbeit und weiteren in einer einzelnen Mega-Datenbank zusammengeführt und über mehrere Jahre nicht anonymisisiert gespeichert. Dabei werden nicht nur “normale” Daten wie bspw. Name, Alter etc. gesammelt, sondern Fragen zur Religion, der Herkunft der Eltern und dem Bildungsstand gestellt. Daher wurde in dem Vortrag darauf eingegangen, welche Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen – und wie der Zensus, der jetzt alle zehn Jahre stattfinden soll, in Zukunft verhindert werden kann.


Verletzlichkeit der Informationssysteme

Montag, den 05. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 28. November 2011 war Dr. Carsten Gnörlich zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Mit der wachsenden Verbreitung von Informationssystemen steigt auch deren Mißbrauch zu kriminellen Zwecken. Der Vortrag gibt eine Bestandsaufnahme der aktuell vorliegenden Bedrohungsszenarien. Dabei geht es weniger um eine technische Analyse von erfolgreichen Cyberangriffen, als um deren menschliche und gesellschaftliche Aspekte: Was motiviert die Täter und wie lauten deren Ziele? Und welche mentalen Hindernisse führen dazu, in der Welt des Internets leichter Opfer von Kriminellen zu werden als in der realen Welt? Abschließend gibt der Vortrag einige Bewertungen von Methoden, um sich selbst besser vor Cyberattacken zu schützen.


Der Hörsaal vom 28.11.11 bis 04.12.11

Was können, was sollen die Bürgerinnen und Bürger tun?

Dienstag, den 29. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Die globalisierte Wirtschaft richtet Schaden an: Bei der Produktion der Waren, die wir kaufen, kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden. Was können die Konsumenten dagegen tun? Wir müssen eine andere Einstellung zu unserem Konsum gewinnen: Einkaufen ist kein Privatvergnügen, sondern eine politische Handlung, bei der man über Produktionsbedingungen und Qualität abstimmt. Politischer Konsum funktioniert wie Wahlen. Ein einzelner verweigerter Einkauf verändert nicht viel, ebensowenig wie eine einzelne Stimme eine Wahl entscheidet. Doch wenn alle, die wählen gehen, auch den Marktplatz als einen Ort verstünden, an dem politische Wahlen stattfinden, dann könnte isch eine Menge verändern. Diese These vertritt und erläuterte die Journalistin Tanja Busse in ihrem Vortrag vom 19. Juli 2010. Sie beendete damit die Reihe Forum Offene Wissenschaft im Sommersemester 2010.


Gegen die informationelle Fremdbestimmung

Montag, den 28. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 21. November 2011 war Dr. Imke Sommer zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Die datenschutzrechtliche Fragwürdigkeit von Internetanwendungen wie facebook und Google-Street-View hat in der letzten Zeit kontroverse öffetnliche Debatten erzeugt. Im Zentrum der Debatten stand immer eine Frage: Wie weit wollen, können und sollen Menschen steuern, wer wann was über sie weiß? Das ist die Frage nach dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung oder anders ausgedrückt die Frage danach, ob und wie informationelle Fremdbestimmung verhindert werden kann und soll.


Der Hörsaal vom 21.11.11 bis 27.11.11

Fehlervermeidung um jeden Preis! Das Beispiel Kernenergie

Dienstag, den 22. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Zu diesem wichtigen Thema hatten sich die Veranstalter des Forum Offene Wissenschaft am 22. November 2010 gleich zwei Dozenten eingeladen; der Vortrag wurde in zwei Teile geteilt. In der ersten Hälfte beschäftigte sich die Ingenieurwissenschaftlerin Prof. Eva Schwenzfeier-Hellkamp mit den Grundsätzen der Sicherheit kerntechnischer Anlagen. Insbesondere sprach sie über die vier kerntechnischen Schutzziele und das gestaffelte Sicherheitskonzept.
Im zweiten Teil erläuterte der Physiker Prof. Bernd-Josef Schumacher ausgehend vom Grundverständnis der kontrollierten Kernspaltung, wie instabile radioaktive Spaltprodukte entstehen und wie die technischen Prozesse im Reaktor ablaufen. Er lieferte grundlegende Fakten was die Bereiche Reaktoren und Endlager angeht.


Verschwinden der Wirklichkeit hinter einer virtuellen Welt

Montag, den 21. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 14. November 2011 war Prof. Dr. Norbert Meder zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Virtuelle Welten bleiben an die reale Welt gebunden. Gleichwohl verdecken sie Teile der Wirklichkeit. Deshalb soll der Vortrag eher der Frage nachgehen, was an der Wirklichkeit verschwindet und was in jedem Falle nicht verschwindet. Offensichtlich ist auf den virtuellen Geldmärkten etwas Reales ausgespart worden, was sich in der Bankenkrise zurückgemeldet hat. Andererseits aber werden globale basisdemokratische Bürgerbewegungen erst in virtueller Umgebung wirklich. Hier gilt es, für einige Klärung zu sorgen.


Der Hörsaal vom 14.11.11 bis 20.11.11

Umgang mit Fehlern im Gesundheitswesen. Auf dem Wege der Enttabuisierung

Dienstag, den 15. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Die Veranstaltungsreihe Forum Offene Wissenschaft beschäftigte sich im Wintersemester 10/11 mit dem Themenkomplex “Fehler”. Auch im Gesundheitswesen kann es zu Fehlern kommen, Ärzte sind schließlich auch nur Menschen. Wenn es um kleinere Probleme geht, sind die Irrtümer meist zu verschmerzen. Wenn es aber um größere, gravierendere Fehler geht, betrifft das letztlich die Gesundheit der Menschen – also das größte Gut überhaupt. Wie man mit solchen Fehlern im Gesundheitswesen umgeht, damit beschäftigte sich Prof. Dr. Matthias Schrappe vom Institut für Patientensicherheit der Uni Bonn in seinem Vortrag vom 06. Dezember 2010.


Veränderung der Medienlandschaft – Aufbruch und Niedergang des Journalismus

Montag, den 14. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 7. November 2011 war Prof. Dr. Bernd Blöbaum zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Der Vortrag beschreibt, welche Auswirkungen Veränderungen der Medienlandschaft auf den Journalismus haben. Erörtert wird, wie sich die Inhalte der aktuellen Berichterstattung in den vergangenen 20 Jahren verändert haben, wie sich die redaktionellen Organisationsformen in den Medien gewandelt haben und wie Journalistinnen und Journalisten diesen Wandel beurteilen. Diskutiert wird, ob die zunehmende Orientierung der Medien am Publikum eher einen Autonomiegewinn oder eher einen Autonomieverlust für den Journalismus bedeutet. Damit stellt sich auch die Frage nach der gewandelten Rolle von Medien in einer demokratischen Gesellschaft.


Der Hörsaal vom 07.11.11 bis 13.11.11

‘Lob des Fehlers’ oder ‘Wo Fehler produktiv sein können’ am Beispiel der Schulentwicklung

Dienstag, den 8. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

“Der Fehler ist das Salz des Lernens” – das ist eigentlich nur das alte Lied der Evolution. Man stelle sich vor, Einzeller hätten bei ihrer Vermehrung einen perfekten Schutz gegen Kopierfehler gehabt – es würde uns schlicht nicht geben. Mutationen ermöglichen die Evolution. Fehler sind also nicht nur das Salz des Lernens, sondern des Lebens. Wenn wir die Evolution als einen Lernprozess begreifen, den die menschliche Kultur noch weiter intensiviert hat, ein Lernprozess deren Teil wir sind, dann lösen wir uns von einem eingeschränkten Verständnis, das im Lernen nur die passive Seite von Belehrungen sehen konnte. An Kindern kann man beobachten, wie Lernen geht. Sprache lernen sie durch Fehler und Berichtigung, durch Ausprobieren und Reformulierungen. Den aufrechten Gang lernen sie von Fall zu Fall und über Fehlversuche – nicht durch Belehrung. Ließen sich Fehlerverbote bei Kindern tatsächlich durchsetzen, sie erwiesen sich als Entwicklungsverbote. Der Journalist Reinhard Kahl rief in seinem Vortrag vom 13. Dezember 2010 energisch dazu auf, mehr und vor allem früher Fehler zu machen. Denn: das Neue kommt als Fehler auf die Welt, zumindest aus der Sicht dessen, was bis dahin war.


Was wird aus dem Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internetzeitalter?

Montag, den 7. November um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 31. Oktober 2011 war Prof. Dr. Bernd Holznagel zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Das Internet und seine Dienste werden für die politische Willensbildung immer wichtiger. Zwar ist das Fernsehen weiterhin das Leitmedium. Insbesondere junge Menschen beziehen aber ihre Informationen immer mehr aus dem Netz. Die Internetkommunikation unterscheidet sich von der herkömmlichen one-to-many-Kommunikation des Rundfunks grundsätzlich. Die Übertragungswege sind nicht mehr knapp und jeder kann für nur geringe Kosten seine Meinung verbreiten. Damit entfallen die traditionellen Rechtfertigungsgründe für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vor dem Hintergrund dieses Wandels stellt sich die Frage, ob es heute überhaupt noch eines öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedarf und welchen Funktionsauftrag er (noch) hat.


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