PROGRAMM

REDAKTION

INFO

Der Hörsaal vom 09.01.12 bis 15.01.12

Veränderung der Medienlandschaft – Aufbruch und Niedergang des Journalismus

Dienstag, den 10. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 7. November 2011 war Prof. Dr. Bernd Blöbaum zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Der Vortrag beschreibt, welche Auswirkungen Veränderungen der Medienlandschaft auf den Journalismus haben. Erörtert wird, wie sich die Inhalte der aktuellen Berichterstattung in den vergangenen 20 Jahren verändert haben, wie sich die redaktionellen Organisationsformen in den Medien gewandelt haben und wie Journalistinnen und Journalisten diesen Wandel beurteilen. Diskutiert wird, ob die zunehmende Orientierung der Medien am Publikum eher einen Autonomiegewinn oder eher einen Autonomieverlust für den Journalismus bedeutet. Damit stellt sich auch die Frage nach der gewandelten Rolle von Medien in einer demokratischen Gesellschaft.


Was wird aus dem Funktionsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Internetzeitalter?

Montag, den 09. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 31. Oktober 2011 war Prof. Dr. Bernd Holznagel zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Das Internet und seine Dienste werden für die politische Willensbildung immer wichtiger. Zwar ist das Fernsehen weiterhin das Leitmedium. Insbesondere junge Menschen beziehen aber ihre Informationen immer mehr aus dem Netz. Die Internetkommunikation unterscheidet sich von der herkömmlichen one-to-many-Kommunikation des Rundfunks grundsätzlich. Die Übertragungswege sind nicht mehr knapp und jeder kann für nur geringe Kosten seine Meinung verbreiten. Damit entfallen die traditionellen Rechtfertigungsgründe für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Vor dem Hintergrund dieses Wandels stellt sich die Frage, ob es heute überhaupt noch eines öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedarf und welchen Funktionsauftrag er (noch) hat.


Der Hörsaal vom 02.01.12 bis 08.01.12

Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit durch neue Medien? Habermas revisited

Dienstag, den 03. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 24. Oktober 2011 war Prof. Dr. Tilmann Sutter zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. In seinem “Strukturwandel der Öffentlichkeit” zeichnet Jürgen Habermas nach, wie das kulturräsonierende Publikum durch die Massenmedien zu einem passiven, kulturkonsumierenden Publikum wird: Diese Einsicht wendet er gegen die massenmediale Herstellung von Öffentlichkeit, die systematisch die Fundamente einer kritischen bürgerlichen Öffentlichkeit zerstört. Das zentrale Versprechen der neuen Medien ist es, die kritisierte passive Rolle des Publikums durch vielfältige Eingriffsmöglichkeiten zu durchbrechen. Es stellt sich die Frage, ob im Internet Mitwirkungsmöglichkeiten für ein aktives Publikum realisiert werden und ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit durch neue Medien zu beobachten ist.


Blogs, Facebook, Twitter – Eine neue Form der Sozialität (?)

Montag, den 02. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 17. Oktober 2011 war Dr. Petra Pansegrau zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. In ihrem Vortrag ging es darum, die neuen Formen der sogenannten Social Software in ihren Möglichkeiten und Grenzen kennen zu lernen und die Frage zu diskutieren, inwieweit diese neuen Medien auch neuartige Kommunikationsmuster und Öffentlichkeiten generieren. Mittlerweile kann jeder seine Meinung öffentlich kundtun. Fotos werden in Fotoalben bei Flickr und Videos über Youtube veröffentlicht und können weltweit betrachtet werden. Unter Web 2.0 wird eine Reihe von Entwicklungen im Netz zusammengefasst, die sozialen Netzwerke oder nutzergenerierten Inhalte darstellen. Das neue Internet ist aber nicht nur eine technische, sondern vor allem eine soziale Innovation.


Der Hörsaal vom 26.12.11 bis 01.01.12

Aus (Fehlern in) der Geschichte lernen

Dienstag, den 27. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 07. Februar 2011 war der Geschichtswissenschaftler Prof. Dr. Peter Schuster zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Er zeigte in seinem Vortrag, warum der berühmte Satz “Historia magistra vitae” zu Beginn der Neuzeit an Bedeutung verloren hat und die danach aufblühende Geschichtswissenschaft im 19. Jahrhundert dennoch einen erheblichen Zuwachs an Bedeutung verzeichnen konnte. Zudem legte er dar, wie die Krisen des 20. Jahrhunderts den Blick auf die Geschichte skeptischer werden ließen. Anhand der aktuellen Reflektionen über den Nutzen der Geschichte zeigte Schuster auf, inwiefern die Geschichte helfen kann, die Gegenwart zu verstehen.


Moderne Staatlichkeit in Zeiten des Internets oder das Ende der Staatenlenker

Montag, den 26. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 19. Dezember 2011 war Dr. Frauke Gerlach zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Die Medienpolitik in Deutschland steht vor der großen Herausforderung, die eingespielten Verfahren, Strukturen und Regeln der Rundfunkpolitik an die Bedingung des digitalen Zeitalters anzupassen. Dabei steht das derzeitige Verfahren zur Änderungen von Rundfunkstaatsverträgen im Fokus, deren Verwerfung durch Länderparlamente von den politischen Akteuren bislang nicht einkalkuliert wurde. Die Koordinierungsstrukturen versagen, wenn es um die Frage der Regulierung des Internets geht.


Der Hörsaal vom 19.12.11 bis 25.12.11

Gesundheit in der Krise: Megacities als Kristallisationspunkte

Dienstag, den 20. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Gesundheit war schon immer in der Krise, wenn man an die kürzere Lebenserwartung und die höheren Krankheitslasten der Bevölkerung in Entwicklungsländern verglichen mit Industrieländern denkt. Ausgehend von eigenen Forschungsergebnissen im Rahmen des Schwerpunktprogramms “Megacities” der Deutschen Forschungsgemeinschaft stellten die Referenten Dr. Paulo Pinheiro und Heiko Jahn am 14. Juni 2010 gesundheitswissenschaftliche Konzepte und Befunde von Feldstudien aus Dhaka, Bangladesch und dem Perlflussdelta in China, der so genannten “Werkbank der Welt”, dar. Dabei zeigten sich besondere gesundheitliche Belastungen bei vulnerablen Gruppen, also Slumbewohner oder Migranten, die durch die Finanz- und Wirtschaftskrise noch verstärkt wurden.


Vermündlichung der Schriftsprache – Schriftkultur durch neue Medien

Montag, den 19. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 12. Dezember 2011 war Dr. Wenke Mückel zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. In einem thesengeleiteten Vorgehen wird in dem Vortrag diskutiert, inwiefern die Schriftkultur sich durch den Einfluss Neuer Medien ändert und ob dabei ein Verfall der Schriftsprache und möglicherweise auch kommunikativer Normen zu beklagen ist. Auf der Basis einer Ausdifferenzierung von Mündlichkeit und Schriftlichkeit wird der Blick auf heutige kommunikative und soziale Praktiken gelenkt, um Funktionen verschiedenartiger Formen von Schriftlichkeit zu beleuchten. So erfolgt in dem Vortrag aus unterschiedlichen Perspektiven eine Annäherung an die in die Öffentlichkeit getragene Frage “Stimmt es, dass unsere Schriftsprache unaufhaltsam vor die Hunde geht?” (B. Sieck: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod, Folge 3, Köln 2006, S. 109) und sind daran die Neuen Medien Schuld?


Der Hörsaal vom 12.12.11 bis 18.12.11

Armutsbekämpfung unter den Bedingungen der Weltwirt- schaftskrise und globaler Umweltveränderungen

Dienstag, den 13. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Was haben Armutsbekämpfung, Weltwirtschaftskrise und die globale Klimakrise miteinander zu tun? Handelt es sich auf den ersten Blick um gänzlich unterschiedliche Krisenphänomene, wird beim näheren Hinsehen deutlich, dass zwischen Weltwirtschaft, Klimawandel und Armut zentrale Schnittstellen bestehen. Im Rahmen des Vortrags vom 07. Juni 2010 stellte die Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Claudia Hornberg die wechselseitigen Abhängigkeiten und Problem- zusammenhänge in ihren erheblichen mittelbaren und unmittelbaren Wirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung dar. Dabei betrachtete sie nicht nur die potenziellen Risiken, sondern auch die sich eröffnenden Chancen und Potenziale für Neuorientierungen und Handlungsansätze (zB in der Klimaanpassung).


Die Datenfresser – Wie können wir die Kontrolle unserer Daten zurückerlangen?

Montag, den 12. Dezember um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 05. Dezember 2011 war Konstanze Kurz zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Der Vortrag befasste sich damit, wie Internetfirmen und Staat sich unsere Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen. Woher weiß beispielsweise Amazon, dass ich Gitarre spiele, obwohl ich dort nur Bücher kaufe? Warum findet Facebook jeden meiner Bekannten? Auf welchen Datenspuren hat der Staat Zugriff, und was kann er aus ihnen herauslesen? Aus dem Strom scheinbar harmloser Daten, die wir täglich im Netz hinterlassen, werden geldwerte Informationen geschöpft, deren Ausmaß und Gehalt wir uns gar nicht vorstellen können. Ob der Staat oder Google, alle bedienen sich am Datensatz Mensch. Es ist an der Zeit, das eigene digitale Schicksal wieder selbst in die Hand zu nehmen.


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