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Der Hörsaal


[Foto: Pink Dispatcher, by-sa]

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ARCHIV 2010 | 2009 | 2008 | 2007


Du hast Lust auf Wissen und Unterhaltung, aber keine Lust dicke Wälzer zu lesen? Dann haben wir genau das Richtige für Dich:

Hertz 87.9 sendet regelmäßig Vorträge und Diskussionsrunden, die zuvor in und um die Universität Bielefeld herum aufgezeichnet wurden. Der Hörsaal bietet Dir zum Beispiel wissenschaftliche Vorträge (unter anderem vom Forum Offene Wissenschaft), hochschulpolitische Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder gesellschaftspolitische Vorträge.


Zwei Hörsäle die Woche sendet Hertz 87.9 für Euch. Und für alle Freunde der Nacht: Auf vielfachen Wunsch ist der Hörsaal wieder auf seinen alten Sendeplatz um 24 Uhr zurück gekehrt, denn wir wiederholen die Vorträge vom Tag einfach für die Nachtschwärmer.

Der Hörsaal auf Hertz 87.9 – montags und dienstags um 16:00
& die Wiederholung jeweils um 24:00 Uhr


Der Hörsaal vom 21.05.12 bis 27.05.12

Umgang mit Fehlern im Gesundheitswesen. Auf dem Wege der Enttabuisierung

Dienstag, den 22. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Die Veranstaltungsreihe Forum Offene Wissenschaft beschäftigte sich im Wintersemester 10/11 mit dem Themenkomplex “Fehler”. Auch im Gesundheitswesen kann es zu Fehlern kommen, Ärzte sind schließlich auch nur Menschen. Wenn es um kleinere Probleme geht, sind die Irrtümer meist zu verschmerzen. Wenn es aber um größere, gravierendere Fehler geht, betrifft das letztlich die Gesundheit der Menschen – also das größte Gut überhaupt. Wie man mit solchen Fehlern im Gesundheitswesen umgeht, damit beschäftigte sich Prof. Dr. Matthias Schrappe vom Institut für Patientensicherheit der Uni Bonn in seinem Vortrag vom 06. Dezember 2010.


Stadtklima – auch Stadt ist Umwelt

Montag, den 21. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 14. Mai 2012 waren Dr. Thomas Claßen und Dr. Reinhard Fischer zu Gast im Forum offene Wissenschaft. Stadtklima beschreibt die Modifizierung der ursprünglichen klimatischen Verhältnisse durch die bestehenden Stadtstrukturen, die immer schon Auswirkungen auf den urbanen Raum in seiner Funktion als Lebens-, Arbeit- und Versorgungsraum gehabt hat. In neuerer Zeit als Wissenschaft anerkannt, liefert die Stadtklimatologie mit Hilfe naturwissenschaftlicher Untersuchungsmethoden standardisierbare Bewertungen positiver und negativer Einflussfaktoren, die bis zu VDI-Richtlinien geführt haben. Hieraus wird der starke Anwendungsbezug von Ergebnissen für die Erarbeitung und Umsetzung u. a. in stadtplanerischen Entwürfen unter Berücksichtigung klimatologischer Belange ersichtlich. Nach einer allgemeinen Beschreibung von Untersuchungsmethodik und -methoden werden in Fallstudien konkrete, insbesondere auf Bielefedl bezogene Ergebnisse präsentiert. Im Vordergrund stehen dabei die aktuellen Problemlagen aufgrund der zunehmenden Erwärmung durch den Klimawandel und ihrer Auswirkung auf den Stadtkernbereich sowie Fragen der Lufthygiene und möglicher gesundheitsbezogener Anpassungsmaßnahmen – da Stadtluft nicht immer ‘frei’ macht.


Der Hörsaal vom 14.05.12 bis 20.05.12

Cloud Computing for Libraries

Dienstag, den 15. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Im Rahmen der zehnten Bibliothekskonferenz, zu der sich mehr als 250 internationale Bibliothekare in der Bielefelder Stadthalle trafen, wurden auch zwei öffentliche Vorträge angeboten. Am 25. April war Marc van den Berg aus den Niederlanden zu Gast. Er hielt ein Vortrag zum Thema Cloud Computing. Cloud Computing ist eine Art von Computing, in denen massiv skalierbare und elastische IT-gestützten Funktionen als Dienstleistung für externe Kunden mittels Internet-Technologien geliefert werden.


Renaissance der Städte? Zum Wandel der Stadtregionen

Montag, den 14. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 07. Mai 2012 war Prof. Dr. Rainer Danielzyk zu Gast im Forum offene Wissenschaft. Noch vor ca. 10 Jahren galt in der Stadtforschung das Motto “Die Stadt ist die Region”. Durch die unaufhörliche Abwanderung von Haushalten und Betrieben ins Umland schienen sich die Städte “aufzulösen”. Nun ist seit einiger Zeit in Medien, Öffentlichkeit und Wissenschaft von neuen Tendenzen der “Reurbanisierung”, einer “Renaissance der Städte” die Rede, wofür vor allem der demografische Wandel, neue Lebensformen und die wachsende Bedeutung der Dienstleistungswirtschaft verantwortlich gemacht werden. Das normative Leitbild “Europäische Stadt” scheint damit empirisch bestätigt zu sein. Im Vortrag wurde die sehr differenzierte Entwicklung der Städte und Stadtregionen in Deutschland analysiert. Abschließend wurden einige planungspolitische Schlussfolgerungen gezogen.


Der Hörsaal vom 07.05.12 bis 13.05.12

Drowning in Data?

Dienstag, den 08. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Im Rahmen der zehnten Bibliothekskonferenz, zu der sich mehr als 250 internationale Bibliothekare in der Bielefelder Stadthalle trafen, wurden auch zwei öffentliche Vorträge angeboten. Am 25. April war Anne Trefethen aus Oxford zu Gast. Sie hielt ein Vortrag zum Thema Daten. In Zukunft werden Dateninhalte zunehmen, mit einem prognostizierten Wachstum von 40% in globalen Daten, die durch den Handel und Einzelpersonen pro Jahr erzeugt werden. Die Wissenschaft beschäftigt sich mit neuen Feldern wie zum Beispiel die Studie von Tweets oder die Vorhersage von Erdbeben basierend auf neuen Beobachtungen. Genomik, Radioastronomie und die Suche nach fundamentalen Teilchen am Large Hadron Collider produzieren viele Petabyte an Daten, die aus hoch entwickelten Instrumenten abgeleitet werden. Die Daten bringen neue Entdeckungen mit sich, indem sie das benutzen, was bei wissenschaftlichen Untersuchung als das vierte Paradigma bezeichnet wird. Diese Präsentation gibt einen Überblick über die vielfältige Natur und den Reichtum der Daten, der Vielfalt von Datenmerkmalen und auf die Auswirkung auf Wissenschaft und unser Leben.


Städte in der Stadt – Gefahren und Chancen

Montag, den 07. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 30. April 2012 war Prof. Dr. Klaus Peter Strohmeier zu Gast im Forum offene Wissenschaft. Soziologen bezeichnen als “Stadt” eine “dauerhafte menschliche Siedlung”, die durch Größe, Dichte und (vor allem) “Heterogenität” gekennzeichnet ist. Heterogenität meint Vielfalt von Raumnutzung und Vielfalt der Menschen, ihrer Lebenslagen, Lebensformen und Lebensstile. Heterogenität darf nicht mit Mischung verwechselt werden. “Durchschnitt” (zum Beispiel den durchschnittlichen Einwandereranteil) gibt es heute in keinem Stadtteil. Das räumliche Muster der Organisation von Heterogenität ist “Segregation”. Segregation ist städtisch und es gibt sie, seit es Städte gibt. Damit ist “funktionale Segregation” (die räumliche Trennung von Gewerbe und Wohnen) gemeint und “sozialräumliche Segregation”, die wachsende räumliche Trennung von armen und reichen, alten und jungen und von einheimischen und eingewanderten Menschen in der Stadt. Neu ist der zunehmende Zusammenhang dieser drei Dimensionen der sozialräumlichen Segregation. Die meisten Kinder wachsen dort auf, wo die meisten Armen und die meisten “Ausländer” leben. Die zunehmende soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft wird in den Städten als immer tieferer Graben zwischen “Oberstadt” und “Unterstadt” sichtbar. Der Vortrag untersuchte anhand von aktuellen Daten Strukturen und Entwicklungen der sozialräumlichen Segregation in deutschen Großstädten. Er fragte nach den Bedingungen, unter denen Segregation entsteht. Er problematisierte die Folgen für die Menschen (vor allem die Kinder) in der “Unterstadt” und (angesichts des demographischen Wandels der letzten Jahrzehnte) für die Zukunft unserer Gesellschaft, und er diskutierte Handlungsoptionen für Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik.


Der Hörsaal vom 30.04.12 bis 06.05.12

Katastrophen in Luft- und Raumfahrt. Mensch-Maschine-Interaktion in hochautomatisierten Systemen

Dienstag, den 01. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Die spektakuläre und beinahe missglückte Landung eines Airbus A 320 während des Sturmtiefs “Emma” in Hamburg am 1. März 2008 hat wieder einmal die Debatte darüber aufgeworfen, wie sicher hochautomatisierte Flugzeuge sind. Sind die PilotInnen in der Lage, ein computergesteuertes Flugzeug in kritischen Situationen zu beherrschen? Und hätte man die Situation mit einem Boeing-Flugzeug besser meistern können? Der Techniksoziologe Prof. Dr. Johannes Weyer stellte in seinem Vortrag vom 15. November 2010 die Frage nach der Kooperation menschlicher Akteure und nicht-menschlicher Agenten in hochautomatisierten Systemen. Er präsentierte die Ergebnisse einer Befragung von PilotInnen, die einen deutlichen Wandel ihres Selbstbildes belegen. Sie begreifen sich nicht mehr als Flieger, sondern zunehmend als Manager, die ein komplexes System gemeinsam mit elektronischen Assistenzsystemen steuern. Die Technik wird dabei in zunehmendem Maße als aktiver Mitspieler aufgefasst.


Glanz und Elend in den Megastädten der Schwellenländer – Beispiele aus Mumbai und Pune

Montag, den 30. April um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 23. April 2012 war Dr. Carsten Butsch zu Gast im Forum offene Wissenschaft. Megastädte sind ein Extremprodukt des derzeit stattfindenden Urbanisierungsprozesses. Die Gleichzeitigkeit und die Überlagerung von Prozessen führen zu einem hohen Grad an Komplexität. Insbesondere in den Megastädten der Schwellen- und Entwicklungsländer sind große soziale Disparitäten auf engem Raum ein Produkt dieser Komplexität und die daraus entstehende soziale Fragmentierung beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche. Am Beispiel eines Überschwemmungsereignisses in Mumbai (Indien) wird gezeigt, wie unterschiedlich sich die Vulnerabilität gegenüber Katastrophenereignissen darstellt. Des Weiteren werden Unterschiede im Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen anhand einer Untersuchung im indischen Pune diskutiert. Anhand der Fallbeispiele werden die Probleme bei der Planung und Steuerung komplexer megaurbaner Agglomerationen verdeutlicht, deren Lösung für die Zukunft der Megastädte von zentraler Bedeutung sind.


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