Behandlung von und Einstellung zu Gewalt im Koran.
Montag, den 13. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr
„Zuwanderung bereichert Deutschland” steht in großen Lettern auf der Zeitung. Das Wort „bereichert“ ist rot geschrieben und ersetzt das durchgestrichene Wort „spaltet“. Ernst blickt der Herr, der die Zeitung präsentiert: Professor Mouhanad Khorchide, ein renommierter österreichischer Islamwissenschaftler, Sohn libanesischer Einwanderer. Auch an Bielefelder Bus- und Bahnhaltestellen blickt Professor Khorchide von den Plakatwänden. Die Werbeaktion ist Teil einer Initiative des Bundesbildungsministeriums zum Wissenschaftsjahr 2013. Dass für die Plakate Professor Khorchide gewählt wurde, überrascht kaum. Oft genug hat sich der führende Wissenschaftler am „Centrum für Religiöse Studien“ an der Universität Münster öffentlich zu Wort gemeldet und für religiöse Toleranz geworben. Besonders der Islam wird spätestens seit dem 11. September in westlichen Gesellschaften mit Gewalt assoziiert. Immer wieder werden dabei einige wenige Ausschnitte zitiert, welche insbesondere die Frauenfeindlichkeit des Korans belegen sollen. Diesen Ausschnitten widmete sich Professor Khorchide am 6. Mai 2013 in seinem Vortrag: „Behandlung von und Einstellung zu Gewalt im Koran.“ Dabei versuchte er, die tatsächliche Bedeutung der Textstellen durch eine Einordnung in ihren Entstehungskontext deutlich zu machen. Der Vortrag war Teil des Forums Offene Wissenschaft im Sommersemester 2013 unter dem Oberthema: „Religionen in der Demokratie.“
Europa für oder durch das Volk?
Dienstag, den 14. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr.
An diesem Dienstag übertragen wir die Abschlussvorlesung des Forums Offene Wissenschaft im Wintersemester 2012/13 unter der Leitfrage „Quo Vadis Europa?“ vom 28. Januar 2013. Der letzte Vortrag in der Reihe bot dabei passenderweise einen Ausblick, eine politische Vision für die Europäische Union in der Zukunft, souverän vorgetragen von jemandem mit reichlich politischer Erfahrung: Dr. Herta Däubler-Gmelin. Die ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD und Bundesministerin für Justiz im Kabinett von Gerhard Schröder sowie Honorarprofessorin der Freien Universität Berlin präsentierte im Rahmen ihres Vortrags „Wege zu einem neu verfassten Europa”.