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Der Hörsaal


[Foto: Pink Dispatcher, by-sa]

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Du hast Lust auf Wissen und Unterhaltung, aber keine Lust dicke Wälzer zu lesen? Dann haben wir genau das Richtige für Dich:

Hertz 87.9 sendet regelmäßig Vorträge und Diskussionsrunden, die zuvor in und um die Universität Bielefeld herum aufgezeichnet wurden. Der Hörsaal bietet Dir zum Beispiel wissenschaftliche Vorträge (unter anderem vom Forum Offene Wissenschaft), hochschulpolitische Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder gesellschaftspolitische Vorträge.


Zwei Hörsäle die Woche sendet Hertz 87.9 für Euch. Und für alle Freunde der Nacht: Auf vielfachen Wunsch ist der Hörsaal wieder auf seinen alten Sendeplatz um 24 Uhr zurück gekehrt, denn wir wiederholen die Vorträge vom Tag einfach für die Nachtschwärmer.

Der Hörsaal auf Hertz 87.9 – montags und dienstags um 16:00
& die Wiederholung jeweils um 24:00 Uhr


Der Hörsaal vom 06.02.12 bis 12.02.12

Wie will die Pädagogik mit der Homosexualität von Jugendlichen umgehen?

Dienstag, den 07. Februar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Das Schwulenreferat des AStA der FH Bielefeld und der Fachbereich Sozialwesen veranstalteten am 30. Januar 2012 eine Tagung an der FH Bielefeld. Detlef Mücke von der AG schwule Lehrer in der GEW Berlin hielt den Einführungsvortrag. Erörtert wurde, welche Auswirkung der “gesellschaftliche Zwang” zur Heteronormativität für Jugendliche in der täglichen Arbeit von Sozialarbeiter bzw. Pädagogen mit Kindern und Jugendlichen hat und wie die Pädagogik dem begegnen will.


Bürgerbeteiligung – Verwendung neuer Medien im politischen Raum

Montag, den 06. Februar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 30. Januar 2012 war Dr. Volker Vorwerk zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Das Internet bietet ein großes Potential, um bestehende Formen der Bürgerbeteiligung zu optimieren und gänzlich neue Formen zu entwickeln. Am Beispiel der direkten Demokratie wird zunächst gezeigt, wie langwierig es sein kann, um neue politische Institutionen zu etablieren. Dabei werden auch Aspekte dargelegt, die die global zu beobachtenden Prozesse der Demokratisierung beeinflussen. Das Internet bietet neue Formen der Kommunikation, die einige Engführungen bisheriger Verfahren der Bürgerbeteiligung vermeiden. Mit Online-Dialogen gelingt es, das Wissen Vieler effizient zusammenzuführen und Gruppendenken zu vermeiden. Dazu sind einige Standards zu beachten und neue soziale Regeln zu entwickeln. Am Beispiel von Wikipedia und Online-Dialogen zu sogenannten Bürgerhaushalten werden die Potentiale der Partizipation via Internet veranschaulicht.


Der Hörsaal vom 30.01.12 bis 05.02.12

Die jülicher Castoren – Atommüll aus Kugelhaufenreaktoren. Technik, Störfälle, Hinterlassenschaften

Dienstag, den 31. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Auf Einladung des Aktionsbündnis “Bielefeld steigt aus!” erläuterte Dr. Rainer Moormann aus Aachen am 13. Januar in der Bürgerwache die technischen Hintergründe und die Gefahren der nordrhein-westfälischen Kugelhaufenreaktoren. Aktueller Bezug sind die angekündigten und von vielen Seiten kritisierten Transporte von Castorbehältern mit hochradioaktiven Jülicher Kugelbrennelementen zum Zwischenlager Ahaus. Der langjährige Mitarbeiter der ehemaligen “Kernforschungsanlage”, die in “Forschungszentrum Jülich” umbenannt wurde, kritisiert die immernoch vorhandene Lobby des Kugelhaufenreaktors, die unter anderem mit dem Apartheidsstaat Südafrika kooperierte. Moormann wurde für die Veröffentlichung seiner Sicherheitsstudien zum Jülicher AVR-Reaktor mit dem Whistleblowerpreis 2011 ausgezeichnet.


Die Leichtigkeit im Netz und was daraus folgt

Montag, den 30. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 23. Januar 2012 war Prof. Dr. Uwe Sander zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Leitfragen des Vortrags waren folgende: Warum faszinieren Sensationen und skurrile Darstellungen in den Medien? Gibt es überhaupt noch Tabus in den Medien? Woher kommt die Lust an den Frustrationen anderer? Hemmschwellen sinken, Skandale werden skurriler, der Anspruch ans Sensationelle steigt.


Der Hörssal vom 23.01.12 bis 29.01.12

Fehl-Leistungen in psychoanalytischer Sicht. Fehler, die die Wahrheit uns begehen lässt: Versprechen, Vergessen, Verlieren, Verlegen, Vergreifen, Vertun

Dienstag, den 24. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Fehlleistung oder Fehlhandlung im psychoanalytischen Sinn kann man definieren als eine Aktion, durch die ein Subjekt gegen seinen Willen einen Zweck, den es mit bewusster Überlegung verfolgt und den es gewöhnlich erfolgreich verwirklichen kann, durch eine Handlung oder ein Verhalten ersetzt, die, für es selbst überraschend und zumeist als eigene Absicht abgeleugnet, ein anderes Ziel erreichen. Der Ton liegt dabei auf dem Ergebnis, dem anderen Ziel der Leistung. Neben den Träumen, den Auffälligkeiten der Sexualität und den Symptomen der Neurotiker sind die Fehlleistungen, die beim Menschen vorkommen, also ganz “normal” sind, allgemeine und sehr häufige Störungen der psychischen Funktion, die den Einfluss des Unbewussten auf unser Leben anzeigen. Statt als Zufälligkeit oder unbedeutende Funktionsstörung abgetan zu werden, sollten sie ernst genommen werden als Hinweis auf ein unbewusstes Motiv, das sich zur Geltung bringt. Einen Ansatz zur Deutung solcher Fehlleistungen erklärte der Psychoanalytiker Dr. Claus von Bormann in seinem Vortrag vom 29. November.


Wisdom of the Crowd

Montag, den 23. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 16. Januar 2012 war Prof. Dr. Wolfgang Krohn zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Das Internet verbindet immer mehr Menschen miteinander, die nicht nur konsumieren, sondern Informationen suchen, sich an Diskussionsforen beteiligen und Probleme lösen wollen. Über die neuen interaktiven und kollaborativen Vernetzungsmöglichkeiten des Web 2.0 sind zahlreiche Foren entstanden, in denen Menschen ihr Wissen sowohl einspeisen wie beziehen um in Fragen der Politik, Wirtschaft, Gesundheit, Erziehung, Sport, Ernährung und Unterhaltung auf dem Laufenden zu bleiben. In dem Vortrag soll die Qualität dieses durch die Vielen erzeugte Wissen untersucht werden. Wie kann es sein, dass hier nicht (nur) massenhaft Halbwissen, Unsinn und Vorurteile produziert werden, sondern Informationen, Problemlösungen. Prognosen und Gestaltungsvorschläge, die es durchaus mit der offiziellen Politik, den Managementstrategien der Konzerne und den anerkannten Bildungsquellen aufnehmen können? Ist möglicherweise die Weisheit der Vielen sogar der Experten überlegen? Und wenn ja, ergeben sich daraus auch neue Chancen für politische Willensbildungsprozesse, die unsere Demokratie bereichern? Der Vortrag wird die Bedingungen umreißen, unter denen eien solche Erweiterung unseres öffentlichen und politischen Raums möglich erscheint.


Der Hörsaal vom 16.01.12 bis 22.01.12

Von den Grenzen des Wachstums zur Green Economy

Dienstag, den 17. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 15. Juni 2011 war Prof. Martin Jänicke, sachverständiges Mitglied der Enquette-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des deutschen Bundestages, zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. In seinem Vortrag beschäftigte er sich mit den Illusionen, die in der Wirtschaftsfrage zu überwinden seien. Die Vorstellung, dass Wachstum mit den Mitteln des Staates signifikant erhöht werden könne, gehört dazu ebnso wie die Annahme zur Lösung der Finanz- und Sozialprobleme bedürfe es höherer Wachstumsraten. Eine Illusion ist aber auch die Vorstellung, ein Wachstumsverzicht sei die Alternative. Tatsächlich geht es um radikales Wachstum bei den Umwelt und Ressourcen schonenden Technologien. Und um radikales „De-Growth“ bei Produkten zbd Verfahren, die die langfristigen Lebens- und Produktionsbedingungen untergraben. Prof. Jänicke stellte die Frage, ob auch das „green growth“ der OECD und anderer etablierter Institutionen in Europa und Asien zu den Wachstumsillusionen gehört. In dem Vortrag versuchte Jänicke eine differenzierte Antwort zu geben.


Der Google-Komplex

Montag, den 16. Januar um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 09. Januar 2012 war Dr. Theo Röhle zu Gast beim Forum Offene Wissenschaft. Suchmaschinen haben sich innerhalb weniger Jahre als integraler Bestandteil der Internetnutzung etabliert. Ohne ihre effiziente Form der Indizierung von Inhalten ist kaum vorstellbar, wie sich der Zugang zu den stetig wachsenden Datenmengen des World Wide Web organisieren ließe. Neben dem Zugriff auf Informationen erfüllen die Suchmaschinen aber noch eine zweite Funktion, die aus ökonomischer Sicht weitaus zentraler ist: Sie stellen ein äußerst attraktives Werbeumfeld dar. Seit Suchanfragen mit Werbebotschaften verknüpft werden, können Werbetreibende genau dann mit NutzerInnen kommunizieren, wenn ein Informationsbedürfnis formuliert wird. Inzwischen rücken die NutzerInnen immer stärker in den Blickpunkt der Werbetreibenden: Neue Formen der personalisierten und Community-basierten Suche binden das Nutzerverhalten in den Suchprozess ein, gleichzeitig schaffen diese Daten die Grundlage für eine noch engere Verzahnung ökonomischer Interessen mit Nutzungskontexten. Der Vortrag zeichnete die technischen Entwicklungen in diesem Bereich nach und stellte zur Diskussion, inwiefern die sich hier herausbildenden Machtverhältnisse mit Vorstellungen demokratischer Teilhabe in Einklang zu bringen sind.


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