Der Morgen

Announcement: Der Hörsaal


[Foto: Pink Dispatcher, by-sa]

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Du hast Lust auf Wissen und Unterhaltung, aber keine Lust dicke Wälzer zu lesen? Dann haben wir genau das Richtige für Dich:

Hertz 87.9 sendet regelmäßig Vorträge und Diskussionsrunden, die zuvor in und um die Universität Bielefeld herum aufgezeichnet wurden. Der Hörsaal bietet Dir zum Beispiel wissenschaftliche Vorträge (unter anderem vom Forum Offene Wissenschaft), hochschulpolitische Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder gesellschaftspolitische Vorträge.


Jede Woche sendet Hertz 87.9 für Euch den aktuellen Vortrag aus dem Forum offene Wissenschaft. Und für alle Freunde der Nacht: Auf vielfachen Wunsch ist der Hörsaal wieder auf seinen alten Sendeplatz um 24 Uhr zurück gekehrt, denn wir wiederholen den Vortag einfach für die Nachtschwärmer.

Der Hörsaal auf Hertz 87.9 – immer sonntags um 14 Uhr
& die Wiederholung jeweils am Montag um 24:00 Uhr


Der Hörsaal am 08. & 10.03

Den Hörsaal könnt ihr am Sonntag, den 08.03. ab 14 Uhr hören. Die Wiederholung gibt es dann jeweils von Montag auf Dienstag, um Mitternacht.

Diesmal gibt es den Vortrag von Prof. Dr. Heiner Roetz zum Thema:

‘Konfuzius und Konfuzianismus’. Ihre Bedeutung für die Geschichte Chinas in Geschichte und Gegenwart’.

Der Vortrag wurde im Rahmen des ‘Forum Offene Wissenschaft’ am 13.10. 2014 gehalten.

Der Konfuzianismus entsteht um die Mitte des letzten Jtsd. v. Chr. zusammen mit den anderen klassischen Philosophien China als Antwort auf den Zusammenbruch der traditionellen chinesischen Gesellschaft. Ursprünglich ein Krisenphänomen, ist er von der Erfahrung des Problematischwerdens der Welt zutiefst gekennzeichnet. Er entwickelt eine nachkonventionelle Ethik, die die Bereitschaft zur Integration in die Gesellschaft mit dem unmissverständlichen Anspruch auf die Wahrung der persönlichen moralischen Integrität verbindet. Allerdings hat die Wirkungsgeschichte des Konfuzianismus nach einer historischen Liaison mit dem Staat eher einseitig im Zeichen der Stabilisierung autoritärer Herrschaft gestanden. Diese Symbiose zerbricht mit dem Ende des Kaiserreichs. Danach wird der Konfuzianismus weithin als überholt abgeschrieben; es kommt aber auch zum Versuch,ihn auf Basis der Anerkennung der Moderne und damit der Demokratie und einer offenen Gesellschaft zu rekonstruieren. Gegenläufig hierzu hat in den letzten Jahrzehnten das System der VR China damit begonnen, auf der Suche nach einem eigenen Geltungsgrund jenseits der ‘westlichen Moderne’ seine Legitimation durch den historischen Materialismus auf die Legitimation durch die chinesische Tradition und namentlich den Konfuzianismus umzustellen. Im Einsatz für einen antiwestlichen Kulturkampf geht allerdings die kritische Dimension des Konfuzianismus unter. Gegen seine neue Verbindung mit den Institutionen soll an sie erinnert werden.

Der Hörsaal am 01. & 03.03

Den Hörsaal könnt ihr am Sonntag, den 01.03. ab 14 Uhr hören. Die Wiederholung gibt es dann jeweils von Montag auf Dienstag, um Mitternacht.

In der vorlesungsfreien Zeit wiederholen wir für Euch noch einmal die besten Vorträge aus dem Forum Offene Wissenschaft zum Thema ‘Chinas Aufstieg zur Weltmacht’.

Christina Naber referierte im Januar 2015 zu

‘Chinas Umweltproblemen und den Schwierigkeiten, darüber einen Film zu drehen’

Der Hörsaal am 15. & 17.02

Den Hörsaal könnt ihr am Sonntag, den 15.02. ab 14 Uhr hören. Die Wiederholung gibt es dann jeweils von Montag auf Dienstag, um Mitternacht.

Leider konnte der Vortrag von Prof. Dr. Thomas Heberer auf Grund von technischen Problemen NICHT aufgezeichnet werden!
Das tut uns sehr leid!

Wir senden stattdessen den Vortrag von Rainer Kuth zu ‘Leistungen und Mängeln des chinesischen Gesundheitssystems’ vom 18. Januar 2015

Der Hörsaal am 08. & 10.02

Den Hörsaal könnt ihr am Sonntag, den 08.02. ab 14 Uhr hören. Die Wiederholung gibt es dann jeweils von Montag auf Dienstag, um Mitternacht.

Frau Prof. Dr. Lena Henningsen berichtet über die Gegenwärtige Literatur in China. Kommunismus, Kommerz und Schattierungen des Illegalen.

Im Zuge der rasanten wirtschaftlichen Öffnung Chinas in den vergangenen Dekaden ist ein lebendiger Bestsellermarkt entstanden. Neben chinesischen Verlagen zählen westliche Autoren zu wichtigen Faktoren auf diesem MArkt. Staat und Partei haben sich aus Finanzierung, Produktion und Distrubution von Büchern weit zurückgezogen, beanspruchen aber noch immer Kontrollhoheit innerhalb eines überaus effizienten Zensursystems. Im Schatten dieser beiden, mitunter widersprüchlichen Systeme existiert ein Schwarzmarkt, der feilbietet, was auf dem offiziellen Markt verboten ist, was dort vergriffen ist, oder – wie im Falle der Harry Potter Fakes – was dort noch nicht erschienen ist. In diesem Vortrag werden die Funktionsweisen des chinesischen Buchsystems erläutert, um danach auf die Inhalte ausgewählter populärer Bücher und die in ihnen beschriebenen Lebensgefühle einzugehen.

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