Der Morgen

Der Hörsaal


[Foto: Pink Dispatcher, by-sa]

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Du hast Lust auf Wissen und Unterhaltung, aber keine Lust dicke Wälzer zu lesen? Dann haben wir genau das Richtige für Dich:

Hertz 87.9 sendet regelmäßig Vorträge und Diskussionsrunden, die zuvor in und um die Universität Bielefeld herum aufgezeichnet wurden. Der Hörsaal bietet Dir zum Beispiel wissenschaftliche Vorträge (unter anderem vom Forum Offene Wissenschaft), hochschulpolitische Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen oder gesellschaftspolitische Vorträge.


Zwei Hörsäle die Woche sendet Hertz 87.9 für Euch. Und für alle Freunde der Nacht: Auf vielfachen Wunsch ist der Hörsaal wieder auf seinen alten Sendeplatz um 24 Uhr zurück gekehrt, denn wir wiederholen die Vorträge vom Tag einfach für die Nachtschwärmer.

Der Hörsaal auf Hertz 87.9 – montags und dienstags um 16:00
& die Wiederholung jeweils um 24:00 Uhr


Der Hörsaal am 27. & 28.05.13

Zugangsbarrieren und Exklusionsmechanismen an Hochschulen und aktuelle Diversity-Programmatiken

Montag, den 27. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Diversity wird derzeit vielfach an deutschen Hochschulen implementiert. Erklärtes Ziel ist die Nutzung des Potentials der Verschiedenheit. Dabei stehen sich grundsätzlich zwei Verständnisweisen gegenüber. Diversity kann einerseits helfen, bestehende Ungleichheiten und Diskriminierungen abzubauen, andererseits aber auch Betriebsabläufe mithilfe eines Diversity-Managements durchleuchten. Bei letzerem geht es weniger darum, dass sich die Mitarbeitenden wohl fühlen, sondern mehr darum, dass die internen Strukturen besser funktionieren. Die Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld haben zu diesem Thema eine Ringvorlesung auf den Weg gebracht, wo die verschiedenen Dimensionen von Diversity facettenreich beleuchtet werden. Der Titel lautet „Hochschule im Kontext von Differenz, Ungleichheit & Diskriminierung: “Diversity” als Weg zu einer gerechteren Hochschule?“ Den Auftaktvortrag machte Prof’in Dr. Uta Klein. Sie sprach zu „Zugangsbarrieren und Exklusionsmechanismen an Hochschulen und aktuelle Diversity-Programmatiken.“ Sie arbeitet an der Universität Kiel und ist dort im Arbeitsbereich Gender Research Group tätig.


Zukunft der Kulturarbeit in der Stadt

Dienstag, den 28. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 09. Juli 2012 war Prof. h. c. Georg Quander zu Gast beim Forum offene Wissenschaft. In seinem Vortrag ging es um die Bedeutung von Kultur für das Leben in unseren Städten. Außerdem wurde über die Diskussion der Subventionierung für Kultur gesprochen.


Der Hörsaal am 21.05.13

Religionsfreiheit vs. Kommunikations- und Kulturfreiheiten

Dienstag, den 21. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Wenn unsere Demokratie auf christlich-abendländischen Werten fußt, wie viel Raum muss der religionsneutrale Staat dann anderen Religionen zur Entfaltung verschaffen? Heute geht es beim Hörsaal um einen Vortrag von Prof. Dr. Kathrin Groh, die im Rahmen des Forum offene Wissenschaft über Freiheiten von und zu Religion dozierte. Prof. Dr. Kathrin Groh promovierte 2003 an der Universität Bielefeld und wurde dort 2008 ebenfalls habilitiert. In ihrem Vortrag geht Groh unter anderem der Frage nach, in wie weit andere Religionen als das Christentum gegen den Freiheitsgebrauch der Mehrheitsgesellschaft geschützt werden müssen. Der Vortrag, der am 13. Mai 2013 stattfand, beschäftigt sich thematisch auch mit kontrovers diskutierten Fallbeispielen wie beispielsweise Schülergebeten, Kruzifix- und Kopftuchentscheidungen, Religionsbeschimpfungen und Unterrichtsbefreiung.


Der Hörsaal am 13. & 14.05.13

Behandlung von und Einstellung zu Gewalt im Koran.

Montag, den 13. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

„Zuwanderung bereichert Deutschland” steht in großen Lettern auf der Zeitung. Das Wort „bereichert“ ist rot geschrieben und ersetzt das durchgestrichene Wort „spaltet“. Ernst blickt der Herr, der die Zeitung präsentiert: Professor Mouhanad Khorchide, ein renommierter österreichischer Islamwissenschaftler, Sohn libanesischer Einwanderer. Auch an Bielefelder Bus- und Bahnhaltestellen blickt Professor Khorchide von den Plakatwänden. Die Werbeaktion ist Teil einer Initiative des Bundesbildungsministeriums zum Wissenschaftsjahr 2013. Dass für die Plakate Professor Khorchide gewählt wurde, überrascht kaum. Oft genug hat sich der führende Wissenschaftler am „Centrum für Religiöse Studien“ an der Universität Münster öffentlich zu Wort gemeldet und für religiöse Toleranz geworben. Besonders der Islam wird spätestens seit dem 11. September in westlichen Gesellschaften mit Gewalt assoziiert. Immer wieder werden dabei einige wenige Ausschnitte zitiert, welche insbesondere die Frauenfeindlichkeit des Korans belegen sollen. Diesen Ausschnitten widmete sich Professor Khorchide am 6. Mai 2013 in seinem Vortrag: „Behandlung von und Einstellung zu Gewalt im Koran.“ Dabei versuchte er, die tatsächliche Bedeutung der Textstellen durch eine Einordnung in ihren Entstehungskontext deutlich zu machen. Der Vortrag war Teil des Forums Offene Wissenschaft im Sommersemester 2013 unter dem Oberthema: „Religionen in der Demokratie.“


Europa für oder durch das Volk?

Dienstag, den 14. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr.

An diesem Dienstag übertragen wir die Abschlussvorlesung des Forums Offene Wissenschaft im Wintersemester 2012/13 unter der Leitfrage „Quo Vadis Europa?“ vom 28. Januar 2013. Der letzte Vortrag in der Reihe bot dabei passenderweise einen Ausblick, eine politische Vision für die Europäische Union in der Zukunft, souverän vorgetragen von jemandem mit reichlich politischer Erfahrung: Dr. Herta Däubler-Gmelin. Die ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD und Bundesministerin für Justiz im Kabinett von Gerhard Schröder sowie Honorarprofessorin der Freien Universität Berlin präsentierte im Rahmen ihres Vortrags „Wege zu einem neu verfassten Europa”.


Der Hörsaal am 06.05.13

Gewaltbegriffe im Alten und Neuen Testament

Montag, den 06. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr

Am 29. April sprach Prof. Dr. Frank Crüsemann im Forum Offene Wissenschaft zum Thema: Gewaltbegriffe im Alten und Neuen Testament. Dabei beleuchtet er die Bedeutung von Gewalt in biblischen Texten und untersucht gängige Vorurteile. Ist das Alte Testament beispielsweise tatsächlich gewalttätig und das neue nur ein Manifest der Gewaltlosigkeit? Ausgehend von dieser Bibelexegese geht er aber auch auf die Kirchenpolitik ein und untersucht, inwiefern eine gewaltfördernde Theologie überhaupt erst zu einer dementsprechenden Bibelinterpretation geführt hat. In diesem Zusammenhang stellt er auch die Glaubwürdigkeit der Kirchen in ihrer neuzeitlichen Gewaltabkehr in Frage. Frank Crüsemann ist Professor für das Alte Testament an der Kirchlichen Hochschule Bethel. Neben biblischer Hermeneutik befasste er sich auch ausführlich mit dem jüdisch-christlichen Dialog.


Plundering Planet Earth – Mineral Resources and the Human Future

Dienstag, den 07. Mai um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr.

Ein Vortrag des Professors für Physikalische Chemie Ugo Bardi. Der Italiener lehrt an der Universität Florenz und beschäftigt sich intensiv mit Umwelt und Nachhaltigkeitsfragen. Er war unter anderem Vorsitzender der “Association for the Study of Peak Oil and Gas” und ist Mitglied des Club of Rome.
Unter Anderem ist er auch Author der Bücher “La Terra Svuotata” (“Die Geplünderte Erde”) und “Limits to Growth Revisited” in dem er sich an der Studie “The Limits to Growth” ,die 1972 eine der ersten Forschungen zu den Folgen erschöpfter Ölreserven war, orientiert.
In seinem Vortrag spricht er unteranderem über die Probleme, die auf unsere Gesellschaft durch die Folgen von Peak Oil zu kommen.
Der Vortrag ist auf Englisch.


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