Die 7 Todsünden bei der Bewerbung
Dienstag, den 31. August 2010 um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr
Am 20. Januar war der Wirtschaftsberater Michael Melchior in die Uni Bielefeld eingeladen, um uns Studierenden zu erklären, was man alles beim Berufseinstieg verkehrt machen kann und wie Personalchefs ticken. Durchschnittlich nimmt sich ein Chef zum Beispiel 2 Minuten zeit, um einen Lebenslauf zu sichten. Danach wird entschieden: Stapel A, B oder C. Soll heißen: sofort anrufen, später eventuell zu einem Gespräch einladen oder Absage. Und selbst wenn man dann auf Stapel B gelandet ist, kann man beim Bewerbungsgespräch noch eine Menge falsch machen. Melchior hatte auch seine Kollegen von der Firma A.S.I. mit dabei, bei denen man sich beraten lassen kann wenn man Fragen zu Bewerbung und Berufseinstieg hat oder Trainings zum Thema besuchen will.
Scheiterte die Wirtschaftswissenschaft an der Finanzkrise? Wusste sie nichts – oder wurde sie nicht gehört?
Montag, den 30. August 2010 um 16 und die Wiederholung um 24 Uhr
Heiner Flassbeck ist einer der radikalsten Kritiker des ökonomischen Mainstream. An vielen Beispielen zeigt er, wie sich die herrschende Lehre in der Wirtschaftswissenschaft von der Realität entfernt und Politikempfehlungen gegeben hat, die unmittelbar in die Krise führten. Flassbeck verteidigt aber auch die Marktwirtschaft gegen den Kapitalismus. Die Krise ist sicher eine fundamentale Krise des Kapitalismus, aber nicht notwendigerweise eine Krise der Marktwirtschaft. Die globalisierte Wirtschaft und Deutschland müssen sich rückbesinnen auf die soziale Marktwirtschaft, um eine Gesellschaft für die Menschen zu schaffen statt neue Menschen für eine längst überwundene primitive Form des Wirtschaftens, genannt Kapitalismus. Diese Thesen vertrat Heiner Flassbeck selbstverständlich auch vehement in seinem Vortrag vom 14. Dezember 2009. Mit seinem Thema fügte sich Flassbeck in die Reihe Forum Offene Wissenschaft ein, die dieses Semester der Frage “Wissenschaft für die Gesellschaft?” nachgeht.