Redaktion: Hendrik Mutzenbach Anna Koschinski
FDP-Mann Chatzimarkakis soll Doktortitel verlieren
Der FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis bekommt aller Voraussicht nach seinen Doktortitel von der Universität Bonn aberkannt. Diesen Vorschlag unterbreitete der Promotionsausschuss der Philosophischen Fakultät einstimmig dem Fakultätsrat. In drei viertel der Doktorarbeit seien Plagiate entdeckt worden. Chatzimarkakis sagte zu den Vorwürfen, er habe in seiner Arbeit mehrere Zitierweisen verwendet, was Raum zu Spekulationen ließe. Über die endgültige Aberkennung der Doktorwürde wird am 13. Juli entschieden.
Studenten arbeiten zu wenig fürs Studium
Laut einer empirischen Studie des Zentrums für Hochschul- und Weiterbildung der Uni Hamburg wenden Studierende nur ca. drei Stunden täglich für ihr Studium auf. In diese Arbeitszeit fallen aber auch die Wege zwischen den einzelnen Veranstaltungen sowie studentische Parlamentsarbeit oder Ähnliches. Damit liege man weit unter dem angestrebten Pensum von 40 Wochenstunden, so Prof. Rolf Schulmeister, der Leiter des Studienprojekts. Trotzdem sei das Studium für viele Studierenden belastend, was vor allem an der zeitlich kollidierenden Vielfalt der Module liegt.
Zahl der Habilitationen 2010 gesunken
Die Zahl der Habilitationen ist im Jahr 2010 gesunken. Dies meldet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden. Insgesamt haben knapp 1.800 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen an deutschen Hochschulen erfolgreich ihre Habilitation abgeschlossen. Dies ist ein Rückgang um 4% im vergleich zum Vorjahr. Verglichen mit dem Höchststand im Jahr 2002 ging die Zahl sogar um 24% zurück. Der Frauenanteil lag 2010 erstmals bei rund 25%. Damit stieg er um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr.
Zwei US-amerikanische Kernkraftwerke unter Wasser
In den USA sind zwei Kernkraftwerke vom Jahrhundert-Hochwasser des Missouri betroffen. Dies berichtete WDR 5 gestern ausführlich im Wissenschaftsmagazin Leonardo. Im Bundesstaat Nebraska stehen die Kraftwerke bis zu 75 Zentimeter tief unter Wasser. Eines der Kraftwerke war bei Ankommen der Flut noch in Betrieb, das andere wegen eines Brennelementewechsels heruntergefahren. Doch auch ein heruntergefahrenes Kernkraftwerk muss weiterhin aktiv gekühlt werden, denn die Brennstäbe im Reaktor liefern Nachzerfallswärme. Die Stromversorgung war kurzzeitig unterbrochen; die Kraftwerke mussten durch Notstromgeneratoren gekühlt werden. Es wird vermutet, dass das Hochwasser noch wochenlang anhält.