Redaktion: Swenja Wütscher
Uni Bielefeld kooperiert mit französischem Unternehmen
Die Universität Bielefeld startet eine Ausbildungspartnerschaft mit dem französischen Unternehmen Aldebaran Robotics. Diese Kooperation ist deutschlandweit einzigartig. Aldebaran Robotics ist das weltweit führende europäische Unternehmen im Bereich der humanoiden Robotik. Projektziel ist es, humanoiden Robotern audiovisuelle Fähigkeiten zu verleihen und ihnen somit angemessenes Verhalten im Umgang mit Menschen-Gruppen zu ermöglichen. Das Forschungsinstitut für Kognition und Robotik – kurz: CoR-Lab – der Uni Bielefeld ist eine der führenden Forschungseinrichtungen für kognitive Robotik und bietet zur Projektrealisierung die notwendige Expertise.
Paderborn begrüßt Studienanfänger
Die Universität Paderborn hat rund 640 Studienanfänger für das Sommersemester begrüßt. Davon sind knapp 250 zum ersten Mal an einer Universität eingeschrieben. Die Studienanfänger werden in den nächsten Tagen spezielle Einführungsveranstaltungen besuchen, um sich auf den Vorlesungsbeginn am kommenden Montag vorzubereiten. An der Universität Bielefeld gibt es nur wenige Studienanfänger. Die meisten nehmen ihr Studium zum Wintersemester auf.
Uni Konstanz: Plagiatsvorwürfe gegen Stoiber-Tochter
Die Tochter des früheren bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber steht unter Plagiatsvorwürfen. Die Universität Konstanz wird möglicherweise noch in diesem Frühjahr eine Entscheidung über die Aberkennung ihres Doktortitels fällen. Das kündigte eine Sprecherin der Universität an. Stoibers Tochter Veronica Saß hat 2008 eine Dissertation zum Thema „Regulierung im Mobilfunk“ verfasst – laut Vorwürfen wurden unter den gut 380 Seiten auf fast 50 Seiten Plagiatsstellen gefunden. Man habe die Beteiligten, darunter zwei Gutachter, jetzt um Stellungnahmen gebeten, so eine Sprecherin der Uni Konstanz. Sobald diese vorlägen, werde der Promotionsausschuss zusammen treten.
Duales Studium boomt
Immer mehr Studierende setzen auf ein sogenanntes duales Studium, bei dem sich Theorie-Einheiten an der Hochschule mit Praxisphasen im Unternehmen abwechseln. Derzeit verzeichnet das Projekt AusbildungPlus in seiner Datenbank mehr als 900 duale Studiengänge. In den vergangenen Jahren habe es einen richtigen Run auf das duale Studium gegeben, sagt die Geschäftsführerin der Initiative Hochschule Dual, Miriam Weich. Den Boom führe sie darauf zurück, dass die Studierenden bereits während ihrer Hochschulzeit wichtige Berufserfahrung im Betrieb sammeln und Kontakte knüpfen können. Das erleichtere ihnen den Berufseinstieg. Außerdem habe das Kombimodell für Studierende auch finanzielle Gründe, denn in der Regel zahlen die Unternehmen ein festes Gehalt, so Weich weiter. Am Ende haben Absolventen den Bachelor und je nach Studienmodell auch einen Berufsabschluss. Auch die Unternehmen profitieren von dieser Doppelausbildung – sie erhoffen sich so dringend benötigte Fachkräfte.
Dauerstress setzt Seele unter Druck
Dauerstress setzt die Seele unter Druck – das geht aus dem Ergebnis einer DAK-Umfrage hervor. Nach einer Langzeit-Analyse haben sich bei jungen Erwachsenen die Krankheitsfälle aufgrund psychischer Probleme in den vergangenen zwölf Jahren mehr als verdoppelt. Mindestens jeder Sechste leidet immer wieder unter Stimmungsschwankungen mit Angst und Lustlosigkeit und fühlt sich oft hilflos. Offenbar können viele junge Menschen den steigenden Druck und Stress im Beruf und Privatleben nicht gut kompensieren, sagt Diplom-Psychologe Frank Meiners von der DAK. Heute finde man in vielen Branchen großen Zeitdruck und zunehmende Arbeitsverdichtung. Wenn es dann noch an Anerkennung sowie Entscheidungsspielraum fehlt und ein schlechtes Betriebsklima herrscht, verursache die Arbeit Stress. Dieser sei umso größer, je weniger man selbst seine Arbeitssituation beeinflussen könne, erläutert Meiners weiter. Dauerhaft kann das zu psychischen Problemen, wie Depressionen, führen.
Wie man Kartons flachlegt
Mit einer einfachen Origamitechnik lassen sich auch hohe sperrige Schachteln aus dickem Papier oder Karton fein säuberlich flach zusammenlegen. Das haben britische Forscher jetzt herausgefunden. Allerdings müssen die Tüten dazu auf eine ganz spezielle Weise vorgefaltet oder -gestanzt sein. Der untere Teil bekommt an den Stirnseiten jeweils eine dreieckige und eine um alle Seiten herumlaufende Falz. Der darüber liegende wird so vorgefaltet, dass er sich beim Klappen des unteren Teils automatisch zusammenlegt. Damit haben zwei Mathematiker der University of Oxford ihren eigenen Angaben zufolge zum ersten Mal gezeigt, dass sich große Verpackungen mit festem Boden überhaupt effizient zusammenfalten lassen. In der Verpackungsindustrie könnte das Verfahren automatisiert werden, schreiben die Forscher.