Hochschulnachrichten am 24.02.2011
Redaktion: Julian Buchholz
Keine Studiengebühren in NRW
Die Studiengebühren an den Hochschulen in NRW werden abgeschafft. Das beschloss vergangene Woche der Landtag NRW. Zum kommenden Wintersemester 2011/2012 tritt die Regelung in Kraft. Die Landesregierung will die ausfallenden Einnahmen der Universitäten mit Fördergeldern kompensieren. Die neue Finanzierung richtet sich nach der Anzahl der Studierenden.
Bisher konnten die Hochschulen in NRW bis zu 500 € Studiengebühren pro Semester erheben.
200 Stipendien für Studierende
An fünf Hochschulen in Ostwestfalen Lippe sollen im Wintersemester 2011/2012 bis zu 200 Studierende mit dem Deutschlandstipendium gefördert werden. Die Höhe der Stipendien beträgt 300 €. Finanziert werden die Stipendien je zur Hälfte durch den Bund und durch private Förderer. Auch die Bielefelder Universität und Fachhochschule gehören mit zum Förderprogramm.
Studierende können sich noch bis zum 30.04. bewerben. [mehr]
„Handlungsorientierte Medienpädagogik“ in Köln
Die Fachhochschule Köln bietet zusammen mit der Donau-Universität Krems einen neuen berufsbegleitenden Masterstudiengang an. Der Studiengang „Handlungorientierte Medienpädagogik“ richtet sich an Pädagogen, die bei ihrer Arbeit Computer- und Videospiele einsetzen und thematisieren wollen. Die Präsenzphasen des Studiums finden sowohl an der FH Köln als auch an der Universität in Krems statt.
Neben dem zweijährigen Masterstudiengang kann auch ein einjähriger Zertifikatslehrgang absolviert werden.
Offener Brief kritisiert Umgang mit Plagiatsvorwürfen
Doktoranden und Doktorandinnen aus ganz Deutschland haben sich mit einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt.
In dem Brief kritisieren sie die Kanzlerin für ihren Umgang mit den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsminister Karl Theodor zu Guttenberg. Sie fordern ein konsequenteres Vorgehen gegen die ihrer Ansicht nach eindeutigen Plagiate.
Guttenberg steht momentan unter Verdacht, große Teile seiner Doktorarbeit bei anderen wissenschaftlichen Arbeiten abgeschrieben zu haben.
Studierende der Universität Münster gegen Bundeswehr
Die Bundeswehr soll keine Veranstaltungen mehr auf dem Gelände der Universität Münster abhalten. Dafür setzt sich das Studierendenparlament der Universität in einer Resolution ein. Das Parlament fordert, dass die Universität als Ort der Bildung und Forschung Neutralität bewahren soll. Die Resolution richtet sich an das Rektorat, den Senat und den Hochschulrat der Universität Münster.
Anlass ist eine Veranstaltung der Bundeswehr, die vergangenes Jahr auf dem Schlossplatz der Uni stattfand.





