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InFakt am Dienstag, 07.09.2010

Redaktion: Swenja Wütscher

25 000 Jugendliche in NRW noch ohne Lehrstelle
Zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen noch rund 25.000 Jugendliche in Nordrhein- Westfalen eine Lehrstelle. Dem gegenüber standen im August nur knapp 11.500 freie Ausbildungsplätze, so NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider. Von einem ausgeglichenen Ausbildungsmarkt könne deshalb keine Rede sein, so Schneider weiter. Er widerspreche ausdrücklich den Vertretern der Unternehmen, die den Eindruck erwecken, es existiere ein Mangel an Auszubildenden. Ein großes Problem sei nach wie vor die fehlende Ausbildungsreife bei vielen Jugendlichen, da diese sich immer noch auf einige wenige Berufe konzentrieren würden. Im Raum Bielefeld ist die Lage besonders problematisch. Hier suchen noch über 1.000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, zu vergeben gibt es aber nur noch knapp 300 Lehrstellen.

Jusos wollen schnellere Abschaffung der Studiengebühren
Der neue Landesvorsitzende der Jungsozialisten – kurz: Juso – Veith Lemmen fordert von der SPD mehr Tempo bei der Abschaffung der Studiengebühren. Es müsse geprüft werden, ob die Gebühren nicht doch früher als erst zum Wintersemester 2011/2012 wegfallen können, so Veith Lemmen. Er wolle noch einmal mit den Abgeordneten von SPD und Grünen sprechen. Möglicherweise könne ein Modell gefunden werden, damit die Studierenden die Gebühren schon im Sommersemester 2011 nicht mehr zahlen müssten, so Lemmen weiter. Der 26-jährige Münsteraner wurde am Samstag auf der Juso-Landeskonferenz in Bielefeld zum Nachfolger von Christoph Dolle gewählt.

Ärzte nehmen häufig Lebensverkürzung in Kauf
Palliativmediziner nehmen bei mehr als drei Vierteln ihrer Patienten lebensverkürzende Maßnahmen vor. Das hat eine gestern veröffentlichte Studie von Medizinethikern der Ruhr-Universität Bochum ergeben. In der Palliativmedizin geht es um die Linderung von Symptomen bei Schwerkranken am Lebensende, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Neben Schmerzen werden etwa Übelkeit, Angstzustände, Appetitlosigkeit oder Atemnot behandelt. Die Umfrage bezog sich auf 780 Todesfälle. Bei über 500 dieser Fälle wurden therapeutische Maßnahmen begrenzt und für einen Teil der betroffenen Patienten ein früherer Todeseintritt erwartet. In 47 Fällen wurden die Patienten nicht über eine mögliche Lebensverkürzung informiert, obwohl sie zum Zeitpunkt der Entscheidung als selbstbestimmungsfähig eingeschätzt wurden.

Bei jedem elften Paar ist die Frau besser gebildet
Bei nur jedem elften Paar in Deutschland hat die Frau einen höheren Bildungsabschluss als der Mann. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Bei knapp jedem dritten Paar hat der Mann den höheren Bildungsabschluss. Bei den meisten Paaren verfügen beide Partner über einen gleichen oder ähnlichen Bildungsabschluss. Damit haben die Frauen im Vergleich zur letzten Erhebung aufgeholt. Analysiert wurden Ehepaare und nichteheliche Lebensgemeinschaften, bei denen beide Partner Angaben zu ihrer Bildung machten.

Haaranalyse kann chronischen Stress nachweisen
Eine Haaranalyse kann chronischen Stress nachweisen. Das hat ein Forscherteam in Kanada herausgefunden. Daueranspannung hinterlässt Spuren in der Haarsubstanz und liefert damit Informationen über das Risiko von Herzerkrankungen. Als Stressanzeiger dient dabei die Menge des Hormons Cortisol. Dieses Hormon wird bei Dauerstress ausgeschüttet und lagert sich im Haar ab. Das internationale Forscherteam entwickelte zugleich auch eine Möglichkeit das Risiko für einen Herzinfarkt anhand von Haarproben zu bestimmen. Mit dieser neuen Messmethode ist es nun möglich, nicht nur kurzzeitigen, sondern auch langanhaltenden Stress nachzuweisen.

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