InFakt am Freitag, 30.07.2010
Redaktion: Anna Stelze
Entwarnung für die Unibibliothek
Die Teilbibliothek für Geschichtswissenschaft, Kunst, Philosophie, Musik und Geowissenschaften ist ab sofort wieder zur Nutzung freigegeben. Laut Untersuchungen besteht keine Gefahr durch Asbestfasern.
Gestern wurde aufgrund eines Wasserschadens durch eine undichte Stelle im Dach der Bauteil S der Unibibliothek geschlossen. Nach intensiven Reinigungsarbeiten und einem Urteil durch externe Gutachter kann nun eine Gesundheitsgefährdung für Nutzerinnen und Nutzer ausgeschlossen werden. Die betroffene Stelle mit 1,5 qm Größe wird jedoch weiterhin durch eine Art Container abgetrennt.
Hochschulprofessoren dürfen fachfremd unterrichten
Professoren an Hochschulen müssen auch Kurse halten, die thematisch nicht direkt in ihr Fachgebiet passen.
Das ergab jetzt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes. Die Lehre gehöre zu den dienstlichen Pflichten von Hochschulprofessoren, daher seien Entscheidungen der Hochschulorgane über die “inhaltliche, zeitliche und örtliche Koordination” der Lehre grundsätzlich zulässig, so die Karlsruher Richter.
Ein Professor für Vermessungskunde an der Hochschule Wismar hatte geklagt, weil er angewiesen wurde, Lehrveranstaltungen im Fach Darstellende Geometrie abzuhalten. Dies gehörte laut seiner Argumentation nicht zum Fachbereich Vermessungskunde.
Die Klage scheiterte jetzt an oberster Instanz. Jedoch betonten die Richter, dass Hochschullehrern nicht unbeschränkt fachfremder Unterricht abverlangt werden könne. Diese Entscheidungen müssten im jeweiligen Fall genau betrachtet werden.
HRK-Präsidentin für Nationales Stipendienprogramm
Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel, sprach sich gestern für die Einführung eines Nationalen Stipendienprogramms aus. Wenn sich der Staat zunehmend aus der Studienfinanzierung zurückziehe, brauche man Unterstützung aus privater Hand.
Wintermantel appellierte außerdem an private Geldgeber. Sie sollten ein deutliches Signal ihrer Bereitschaft geben, sich zu beteiligen und eine Mitverantwortung für die Ausbildung der jungen Leute zu übernehmen.
Allgemein gehe es aber um eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Wirtschaft, die Realisierung des Stipendienprogramms zu organisieren.
Am Mittwoch war bekannt geworden, dass das geplante Nationale Stipendienprogramm nicht wie geplant umgesetzt werden kann. Als Grund waren fehlende Geldzuwendungen aus der Wirtschaft sowie Fehlplanungen in den beteiligten Ministerien genannt worden.
Internationaler Germanisten Kongress eröffnet
Heute startet in Warschau der Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik. Dort treffen sich Germanisten aus aller Welt, um zum Thema „Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit“ zu diskutieren. Insgesamt haben sich rund 1.500 Teilnehmer angemeldet, darunter über 500 Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im Rahmen des Kongresses wird außerdem der jährlich vergebene Jacob- und Wilhelm-Grimm-Preis verliehen. Preisträger in diesem Jahr ist der Germanist David E. Wellbery von der Universität Chicago.
Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht jährlich 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Auch der DAAD fördert die wissenschaftlichen Beziehungen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Forschern, sowie durch internationale Programme und Projekte.
DHD vergibt Stipendium über 20.000 Euro
Die Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker) fördert junge Forscher mit einem Stipendium über 20.000 Euro. Das Stipendium richtet sich an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die sich mit den Themen Diabetes und Herzkrankheiten beschäftigen.
Wenn ein innovatives Konzept mit Ehrgeiz gepaart sei, dann müsse die Idee gefördert werden, so Professor Diethelm Tschöpe, Vorsitzender der Stiftung DHD und Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen.
Mit dem Stipendium sollen Akademiker unter 35 Jahren zur Forschung stimuliert und Projekte gefördert werden, die sich der Stoffwechsel- und Gefäßproblematik von herzkranken Patienten mit Diabetes widmen. Die Anträge können noch bis zum 1. September bei der Stiftung DHD eingereicht werden (Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm Tschöpe, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Georgstr. 11, 32545 Bad Oeynhausen).
BMBF fördert Berliner Forschungsprojekt
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert ein neues Projekt am Berliner Zentrum Moderner Orient. Das Projekt steht unter dem Titel „Europa Finden: Vermessung des Möglichen in Afrika und im Nahen Osten“ und ist am 1. Juli gestartet.
Die Förderung findet im Rahmen der Initiative „Freiraum für Geisteswissenschaften“ statt. Das Forschungsprojekt läuft über vier Jahre und beschäftigt sich mit Zukunftsperspektiven für verschiedene Personen und Gruppen im Nahen Osten und Afrika. Zu dem Forschungsprojekt gehören sechs Gruppen, welche unter anderem unter dem Titel „Fantasie, Frustration und der Suche nach der Welt zwischen Ägypten und Europa“ forschen.






