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Grundlagen des Hörfunkjournalismus

Auch im WS 2010/2011 wird das Seminar “Theorie & Praxis des Hörfunkjournalismus – On Air bei Hertz 87.9″ wieder an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft angeboten – im interdisziplinären Bereich ist es aber auch für Studierende anderer Fakultäten offen! Die Leitung des Seminars unter der Schirmherrschaft von Frau Professorin Job hat dieses Mal unser kompetenter Redakteur Oliver Beck inne. Hier der Link zur Anmeldung im ekVV.


So sieht das SoSe 2010 aus. So hört es sich.

Seminar SoSe 2010

(V.l.n.r.: Stefanie Jacob, Ramona Obst, Hendrik Steffens, Yasmin Keller, Viktoriya Tsaneva, Florian Hampel, Tatiana Semenova, Martin Blümer, Hanna Irabi, Marsha Grant)


Studierende On Air bei Hertz 87.9

Wir haben unser eigenes Seminar im Uni-Lehrplan: Theorie & Praxis des Hörfunkjournalismus – On Air bei Hertz 87.9

Zehn Studierende lernen auch in diesem Semester wieder unter der Leitung der ehemaligen Hertz 87.9 – Chefredakteurin Kathrin Sielker in theoretischen Anteilen die verschiedenen Beitragformen kennen, sowie Schreiben fürs Hören, Nachrichten, die Grundlagen der Sprecherziehung und viel mehr.

Zum praktischen Teil gehören u.a. die selbstständige Recherche, das Führen von Interviews, das Einsprechen und Produzieren von Beiträgen und der Umgang mit der digitalen Schnitttechnik. In der Hertz 87.9 – Redaktion soll der journalistische Alltag mit Themenvergabe o.ä. erlernt werden.

Ziel der Veranstaltung ist die Erstellung einer Radiosendung, für die jeweils ein eigener Beitrag erstellt werden soll. Die Teilnahme an der wöchentlichen Redaktionssitzung (montags, 12h) ist verpflichtend und darüber hinaus ein hohes Maß an Eigeninitiative sowie hohe zeitliche Flexibilität notwendig.

Dafür wird eine fundierte journalistische Ausbildung geboten und die Möglichkeit über das Seminar hinaus freie/r Mitarbeiter/in bei Hertz 87.9 zu werden.


Feuertaufe – Internet

Live On Air am Dienstag, den 13. Juli ab 14h

Moderation: Yasmin Keller, Martin Blümer
Redaktion: Marsha Grant
Musik: Stefanie Jacob, Ramona Obst
Nachrichten: Ramona Obst
Presse: Tantiana Semenova
Autoren: Hendrik Steffens, Viktoriya Tsaneva, Martin Blümer, Yasmin Keller, Stefanie Jacob, Hanna Irabi, Marsha Grant
Technik: Kathrin Sielker

Alles self-made: Von der Sendekonzeption über Beiträge bishin zur Moderation – die Studierenden bearbeiten in ihrer Feuertaufe das Thema Internet.

In einem Interview wird uns Professor Ipke Wachsmuth von der Technischen Fakultät über die Geschichte und die Zukunft des Internets erzählen. Außerdem berichtet er über seine eigene Arbeit an der Uni Bielefeld – er ist der Leiter der Arbeitsgruppe “Wissensbasierte Systeme/Künstliche Intelligenz”. Da hat er unter anderem mit dem Roboter Max zutun. Dann schauen sie auf die Arbeit von Google – die Datenkrake ist sehr praktisch für unseren Alltag, aber auch bedenklich in Sachen Datenschutz. Bereitet Google zum Beispiel mit StreetView mehr Schaden als Nutzen? Schaden können unseren sozialen Kompetenzen auch die so genannten sozialen Netzwerke – aber StudiVZ und Facebook machen ja auch Spaß. Wie soll man adäquat mit ihnen umgehen? In einer Reportage werden wir erfahren, wie man einen gesamten Tag im Internet verbringen kann. Außerdem hat sich bereits unsere Sprache verändert. Ausdrücke wie “lol” (laughing out loud) verwenden viele nicht mehr nur im Internet, sondern auch im Alltag. Über diese Entwicklung erzählt ein gebauter Beitrag. Solche Beeinflussungen durchzieht die gesamte so genannte Popkultur. In einem Kollegengespräch schauen wir da besonders auf Blogs. Eine weitere Reportage nimmt uns mit in den Real Future Store in der Nähe von Krefeld – hier steht eine wahre Wundertheke von Fleisch und Wurst. Sie arbeitet mit einer speziellen Technik, die zum so genannten “Internet der Dinge” gehört. In einer Umfrage werden wir sehen, wie einfach das Online-Shopping funtkioniert – oder vielleicht doch nicht? In den thematischen Nachrichten erfahren wir Fakten zum Umgang mit dem Internet aus aller Welt. Und alles wird eingebettet in passende Musik zum Thema Internet.

Podcasts zur Sendung

Links zur Sendung:

GOOGLE
Homepage von Professor Ipke Wachsmuth
Homepage des Grimme Online Award
CIVIS – Europas Medienstiftung für Integration
Shopping-Portale im Test (Computer-Bild)
Supermarkt der Zukunft in Tönisvorst bei Krefeld
“Internet der Dinge” beim BMBF

Unsere Pressemitteilung zur Sendung


Meldungen rund ums World Wide Web

Dreiviertel der deutschen Haushalte online
In Deutschland sind mehr als 75% aller Haushalte an das Internet angeschlossen und etwa 72% der Bürger nutzen das Internet regelmäßig. Am häufigsten wird das Internet von 10 bis 13-Jährigen benutzt. Ältere Menschen, wie auch sozial Schwache und Arbeitslose nutzen das Internet weniger. In Nordrhein-Westfalen war die Nutzung des Internets 2008 15% höher als der Bundesdurchschnitt. Das hat eine Untersuchung des Landesbetriebs Information und Technik ergeben.

Immer mehr nutzen soziale Netzwerke
Soziale Netzwerke werden immer mehr genutzt. Laut ZiffNet, einem englischen Internetportal für PC-Nutzung, waren Ende vergangenen Jahres 26 Millionen Deutsche in sozialen Netzwerken aktiv. StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ seien mit insgesamt knapp 15 Millionen Mitgliedern am beliebtesten, so das ZiffNet. Auffällig war ebenfalls die Nutzerzahl von Twitter, welche innerhalb eines Jahres von gut 70.000 auf 1,8 Millionen Mitglieder stieg. Stiftung Warentest hat zehn soziale Netzwerke im Internet getestet. Die VZ-Netzwerke schnitten trotz Mängel bei der Datensicherheit und beim Jugendschutz am besten ab. Die schlechteste Gesamtbewertung bekamen neben anderen Facebook und MySpace.

Änderung des Widerrufsrechts beim Online-Shopping
Das Widerrufsrecht beim Online-Shopping ist verbraucherfreundlicher geworden. Im vergangenen Monat traten Gesetzesänderungen zum Widerrufsrecht in Kraft. Alle Online-Händler mussten daraufhin ihre Widerrufsbelehrung überarbeiten. Das Recht wurde vereinheitlicht, was zu mehr Rechtssicherheit führen soll. Die Neufassung hat unter anderem zur Folge, dass die Widerrufsfrist bei ordnungsgemäßer Belehrung einheitlich 14 Tage beträgt. Laut einem Umfrageergebnis des Landesamts für Datenverarbeitung und Statistik kauft jeder Dritte Bürger NRWs im Internet ein. Die Meisten Nutzer erwerben Bücher, Zeitschriften und Magazine im Internet. Derweil ist der ursprüngliche Buchversandhandel Amazon auch ins Lebensmittelgeschäft eingestiegen – seit diesem Monat werden online rund 30.000 verschiedene Produkte angeboten.

Diskussion über Folgen von Gewalt im Netz
Auch nach dem Amoklauf in Winnenden vergangenen Jahres sind sich Forscher immer noch nicht einig, ob es einen Zusammenhang zwischen Gewalt und Internet gibt. Die Studie „Gewalt im Web“ von Medienforscherin Petra Grimm hat ergeben, dass ein Viertel der befragten Jugendlichen schon einmal Gewaltdarstellungen im Internet gesehen haben. Dabei handelt es sich um sogenannte Prügelvideos, Ausschnitte aus Horrorfilmen oder Mitschnitte von Hinrichtungen. Befragt wurden rund 800 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 19 Jahre zu ihrem Konsumverhalten. Grimm geht davon aus, dass übermäßiger Konsum von gewalttätigen Stoffen zu psychischen Auffälligkeiten bei Jugendlichen führen kann. Andere Wissenschaftler halten solche Aussagen hingegen für vermessen. Sozialpädagoge Sebastian Vogt beispielsweise mahnt, dass Spieler von gewaltsamen Computerspielen nicht automatisch zu Amokläufern werden würden. Bei Eskalationen wie dem Winnenden-Amoklauf im vergangenen Jahr spielten auch Familienverhältnisse und das soziale Umfeld eine Rolle, so Vogt.

Internetzugang ist jetzt Bürgerrecht in Finnland
Finnland liegt im Bereich bürgerfreundliches Internet ganz vorne. Seit diesem Monat ist hier ein Internetzugang mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 1 MegaBite pro Sekunde ein einklagbares Bürgerrecht. In den nächsten Jahren soll in dem EU-Staat für alle Haushalte ein Breitband-Internetzugang mit bis zu 100 MegaBites ermöglicht werden. Jeder Bürger solle am Internet und seinen Diensten teilhaben, so die finnische Kommunikationsministerin Suvi Lindén. Auch die deutsche Bundesregierung will in den kommenden acht Jahren allen Haushalten einen Internetanschluss mit einer Übertragungsrate von mindestens 50 MegaBites zur Verfügung stellen.

Verschärfung der Gesetze gegen Internet-Abzocker
Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) will die Gesetze gegen Internet-Abzocker verschärfen. Demnach sollen bei Bezahlangeboten Online-Nutzer einen extra Hinweis auf die Kosten bekommen und dies per Klick auf eine Schaltfläche (Button) bestätigen. In der Europäischen Union wird seit längerem über eine solche Lösung gestritten. Solle sich die Button-Lösung auf EU-Ebene nicht durchsetzen, werde sich die Regierung um eine nationale Lösung bemühen, so Aigner. Verbraucherschützer befürworten diesen Vorschlag.


Seminarleitung WS 2009/2010 und SoSe 2010: Kathrin Sielker

AKTUELLER SONG

Michael & Diana - Lucy Pher Lang

HERTZ 87.9

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