PROGRAMM

REDAKTION

INFO

InFakt am Donnerstag, 04.02.2010

Redaktion: Sebastian Beeg

18.000 Studienplätze unbesetzt
Laut einer bisher unter Verschluss gehaltenen Erhebung der deutschen Kultusministerkonferenz, waren vier Wochen nach Beginn des Vorlesungsbetriebes Anfang November mindestens 18.000 Studienplätze in begehrten Numerus-Clausus Fächern unbesetzt. Dem Papier zufolge, welches der Deutschen Presseagentur dpa nach eigenen Angaben vorliegt, wurden an einzelnen Universitäten bis zu acht Nachrückverfahren durchgeführt. Dadurch würde ein erfolgreicher Einstieg in ein Studium für die meisten Studienanfänger beeinträchtigt, gar unmöglich gemacht. Dazu Hertz 87.9 Redakteurin Miriam Belke:

Sowohl Vertreter der Opposition als auch die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft kritisierten die massiven Probleme die bei der Vergabe von Studienplätzen an deutschen Hochschulen auftreten. Ziel müsse es sein, Studienplätze bereits vier Wochen vor Semesterbeginn zu vergeben, sagte die Vorsitzende des Bundestagsbildungsauschusses Ulla Burchardt und forderte eine sofortige Lösung des Problems mithilfe eines Bundesgesetztes zur Hochschulzulassung. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft nannte es verantwortungslos wie Hochschulen “mit der Bildungs- und Lebenszeit von Studienanfängern umgehen”.

Seit fünf Jahren ist es den Hochschulen durch verschiedene Gesetzesänderungen möglich, weitgehend selbstständig über die Auswahl und Einschreibung ihrer Studenten zu entscheiden. Allerdings mangelt es an effektiver Abstimmung und Koordinierung zwischen den Hochschulen über Mehrfachbewerbungen und Doppeleinschreibungen. Abhilfe soll ein computergesteuertes Serviceverfahren schaffen, welches jedoch frühestens im Herbst 2011 seine Arbeit aufnehmen kann.

Uni Paderborn startet großangelegte Lebensstilanalyse
An der Universität Paderborn startete am Dienstag eine groß angelegte Fallstudie die sich mit den Auswirkungen des Studiums auf das Leben der Studierenden befasst. Die Analyse wird von einer Arbeitsgruppe der Fakultät für Naturwissenschaften durchgeführt und steht unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck. Untersucht wird, ob die heutige Form des Studiums eher gesundheitsfördernd oder –schädigend ist. Dazu kooperiert die Arbeitsgruppe mit dem Hochschulsport der Universität Paderborn, dem Arbeitskreis Gesunde Hochschule und der Techniker Krankenkasse. Im Sommersemester 2010 soll eine Befragung der etwa 14.800 Paderborner Studierenden durchgeführt werden. Damit sollen Informationen über Ernährungsverhalten, sportliche Betätigung und Medienkonsum der Studierenden eingeholt werden. Nach Abschluss der Studie im Wintersemester 2011/12 soll gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse ein Gesundheitspass eingeführt werden, der einem Prämiensystem gleich, gesunden Lebensstil fördern soll.

Firmenförderung durch Land NRW
Das Förderprogramm für mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen wurde nun ausgeweitet. Mit dem Programm „Mittelstand innovativ“ werden vor allem mittelständische Unternehmen unterstützt, die Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit der Entwicklung neuer Technologien und Produkte beauftragen. Hierzu wurden die Höchst-Förderbeträge von 3.000 auf 5.000 bzw. von 6.000 auf 10.000 Euro erhöht. Diese so genannten Innovationsgutscheine sind Bestandteil der Förderinitiative „Mittelstand innovativ“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Ziel dieser Initiative ist es vor allem kleinere, mittelständische Unternehmen in Industrie, Handel und Handwerk in ihrer Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Österreichische Studierende fordern bessere Absicherung
In Österreich ist eine Debatte um die finanzielle Absicherung von Studierenden entbrannt. Laut eines Berichtes der österreichischen Tageszeitung “Die Presse” müssten knapp 75 % der Studierenden neben der Ausbildung arbeiten. Allerdings gehe die steigende Arbeitszeit eher mit einer Verschlechterung der finanziellen Situation einher. Lösungsansätze von Seiten der Studierendenverbände und Hochschulrektoren sehen unterschiedlich aus. Während Studierendenverbände eine Pauschale von 770 Euro pro Studierenden fordern, verlangen die Hochschulrektoren eine Verlängerung der Mindeststudienzeit von 6 auf 8 Semester. Von Seiten der Regierung reagiert man verhalten auf die neuerliche Debatte und verweist darauf, dass man bereits Maßnahmen zur Verbesserung der Studienbedingungen gesetzlich verankert habe.

Neue Studiengänge in Minden und Bielefeld
Die Fachhochschule Bielefeld erweitert ihr Studienangebot. Am Campus Minden werden ab dem nächsten Wintersemester im Fachbereich Technik die Bachelorstudiengänge Elektrotechnik und Informatik angeboten. Damit soll nach Aussage von Prof. Friedrich Biegler-König, dem Gründungsdekan des Fachbereichs, dem Fachkräftemangel in den Bereichen Mathematik, Informatik und Ingenieurswesen entgegengewirkt werden.

AKTUELLER SONG

Mein Schuppen - Mein Schuppen - Pt. XX

HERTZ 87.9

SUCHE


RSS & CO

SHOP

SONSTIGES