Redaktion: Denis Sasse
Hochschule für Technik und Wirtschaft wird zehn Jahre
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft – kurz HTW – im schweizerischen Chur feiert Anfang Februar ihr zehnjähriges Bestehen. Die HTW entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Bildungszentren des Landes. Die HTW Chur begann im Jahr 2000 mit einem Angebot, das von Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Information und Dokumentation bis zur Betriebsökonomie reichte. Damals studierten dort rund 250 Personen Vollzeit und 70 Berufsbegleitend. Das Jubiläum feierten die Mitarbeiter der Hochschule bereits am 21.Januar gemeinsam mit Gästen aus Politik und Wirtschaft im Auditorium der Graubünder Kantonalbank.
TU Darmstadt arbeitet Geschichte während der NS Zeit auf
Die Technische Universität Darmstadt will in einem auf zunächst zwei Jahre angelegten Forschungsprojekt ihre eigene Geschichte während der Zeit des Nationalsozialismus aufarbeiten. Das Projekt soll den Zeitraum zwischen 1930 und 1960 umfassen. Leiter des Vorhabens ist der Darmstädter Hochschullehrer Christof Dipper vom Institut für Geschichte. Er sagte, dass mittlerweile zwar alle namenhaften Universitäten ihre Verstrickung in die NS-Zeit aufgearbeitet hätten, die Technischen Hochschulen aber keineswegs auf einem vergleichbaren Niveau seien.
Verwaltungskostenbeitrag an Thüringer Hochschulen
Der Thüringer Landtag hat am gestrigen Donnerstag den Verwaltungskostenbeitrag an Hochschulen abgeschafft. Somit müssen die Studierenden dort nicht mehr die Gebühr in Höhe von 50 Euro pro Semester zahlen. Bildungsminister Christoph Matschie von der SPD meinte, dass er hier eine weitere Chance sehe, junge Leute ins Land zu holen und der Abwanderung entgegenzuwirken. Gebühren für Langzeitstudenten und Senioren sollen weiter bestehen bleiben. Der Verwaltungskostenbeitrag war erst in der vorigen Legislaturperiode von der CDU-Alleinregierung eingeführt worden. CDU und SPD hatten sich in den Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, die Entscheidung wieder aufzuheben. Allgemeine Studiengebühren werden an Thüringer Hochschulen nicht erhoben.
Start der Restplatzbörse für Studienbewerber
Am ersten März startet wieder die offizielle Restplatzbörse für Studienbewerber. Auf der Internetpräsenz www.freie-studienplaetze.de findet man dann ein bundesweites Verzeichnis mit freigebliebenen Plätzen für das kommende Sommersemester. Das Angebot richtet sich an Bewerber, die im normalen Vergabeverfahren leer ausgegangen und kurz vor Semesterstart noch auf der Suche sind. Es werden zum einen örtlich zulassungsbeschränkte Angebote aufgelistet und zum anderen werden zulassungsfreie Studienangebote erfasst, die eine Ausweichmöglichkeit für abgelehnte Bewerber darstellen können. Nach Informationen der Hochschulrektorenkonferenz sollen die Angaben immer tagesaktuell sein. Allerdings liege es in der Hand der Hochschulen, freie Plätze zu melden.
Start des Cologne Game Lab der Fachhochschule Köln
Am heutigen Freitag präsentiert sich im Rahmen des dritten Global Game Jam, einem internationalen Game Workshop, bei dem innerhalb von 48 Stunden Computerspiele entwickelt werden, das neu gegründete „Cologne Game Lab“ der Fachhochschule Köln. Dieses entwickelt und erforscht interaktive Inhalte und bildet Fachkräfte mit Querschnittskompetenzen für die Game-Branche aus. Zu den Arbeitsgebieten des Instituts zählen neben digitalen Spielen auch interaktive Film- und TV Formate sowie verwandte Formen digitaler Kunst und Unterhaltung. Im Zentrum steht die kreative Auseinandersetzung mit den Bereichen Konzeption, Game Design, Autorenschaft und audiovisueller Gestaltung. Des Weiteren sollen innovative narrative Formate und Interaktionsschnittstellen entwickelt werden.
HRK-Präsidentin appeliert an Politik
Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz Prof. Dr. Margret Wintermantel appellierte im Rahmen der Vorstandssitzung der European University Association an die Politik und meine, den vielen guten Worten bezüglich der Weiterentwicklung des europäischen Hochschul- und Forschungsraumes müssen nun endlich auch Taten folgen. Man brauche auch die notwendige politische Unterstützung um hier voran zu kommen. Beunruhigt sei sie darüber, dass die Finanzminister den akuten Finanzbedarf der Hochschulen klein rechnen und dadurch die bisherigen Erfolge der Studienreform und weitere Maßnahmen in Gefahr gebracht werden würden. Die Umstellung auf das Bachelor/Master System ist in Deutschland weitgehend erfolgreich. Fast 80 Prozent der Studienangebote sind zum Wintersemester 2009/2010 auf die neuen Studiengänge umgestellt. Die verbleibenden Angebote sind zu etwa 70 Prozent Staatsexamenstudiengänge, auf deren Umstellung die Hochschulen keinen Einfluss haben.
Berliner Uni-Professoren verdienen am wenigsten
Professoren an Hochschulen in Berlin verdienen im bundesweiten Vergleich am wenigsten. Sie beziehen bis zu 600 Euro weniger als ihre Kollegen an Universiäten in anderen Bundesländern. Aber nicht nur die Professoren, sondern alle Universitätsmitarbeiter würden schlechter bezahlt werden als in anderen Bundesländern, so Kurt Kutzler, Präsident der Technischen Universität Berlin. Als Grund nennt er den Ausstieg Berlins aus der Tarifgemeinschaft und die Finanznot des Landes.