Universität Bielefeld verleiht DAAD-Preis 2009
Am Freitag, dem 18. Dezember, hat der Prorektor der Universität Bielefeld, Professor Dr. Johannes Hellermann den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienst, kurz DAAD, verliehen. Dieses Jahr wird der Preis an die Absolventin des Studiengangs Molekulare Biotechnologie, Guiru Wu, aus China verliehen. Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wird in jedem Jahr an ausländische Studierende der Universität Bielefeld vergeben, die sich durch besondere akademische Leistungen und bemerkenswertes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet haben. Die chinesische Studentin arbeitete freiwillig im Begegnungszentrum des Evangelischen Johanneswerks, bei der Gesellschaft für Sozialarbeit und bei der Bielefelder Jugendwerkstatt. Die Mittel hierfür werden über den DAAD vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellt.
Musterverfahren der Universität Bielefeld zu Studienbeiträgen
Wie gestern bekannt wurde hat das Oberverwaltungsgericht Münster am 3. November der Berufung der Universität Bielefeld gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Minden stattgegeben und dieses Urteil aufgehoben. Die Staffelung von Studienbeiträgen war somit rechtmäßig. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. In dem Musterverfahren einer Studentin der Universität Bielefeld gegen die Erhebung von Studienbeiträgen im Sommersemester 2007 hatte das Verwaltungsgericht Minden am 1.Juni 2007 entschieden, dass eine solche Staffelung mit dem Gleichheitsgrundsatz nicht vereinbar ist und die Beitragssatzung deshalb nichtig sei. Mit Blick auf den offenen Ausgang des Verfahrens hatte die Universität Bielefeld zunächst die im Wintersemester 2006/07 und Sommersemester 2007 vereinnahmten Studienbeiträge in Höhe von 4,1 Millionen Euro nicht verausgabt, sondern zurückgelegt. Über die Verwendung der Beiträge wird die Universität entscheiden, sobald das Urteil rechtsgültig wird.
Universität Mannheim erhält Zusage für die DFG-Forschergruppe
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Einrichtung einer Forschergruppe zum Thema “Entscheidungen” an der Universität Mannheim bewilligt. Die Forschergruppe wird untersuchen, wie Menschen Entscheidungen treffen und warum die Entscheidungen oft von nur kleinen, anscheinend unbedeutenden Aspekten der Entscheidungssituation abhängen. Beginn der zunächst dreijährigen Laufzeit ist April 2010. Insgesamt ist die Forschergruppe auf die Dauer von sechs Jahren ausgerichtet. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher erhoffen sich von der Forschergruppe neue grundlagentheoretische Erkenntnisse über das menschliche Entscheidungsverhalten.
L.I.S.A – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung ab 23. Februar 2010 im Internet
Die Gerda Henkel Stiftung baut eine neue Internetplattform auf. Vom 23. Februar nächsten Jahres an wird “L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung” Informationen zu Themen der Historischen Geisteswissenschaften zur Verfügung stellen. Das Akronym L.I.S.A. nimmt die zentralen Möglichkeiten der Plattform auf: Lesen, Informieren, Schreiben und Austauschen.Das Angebot umfasst drei Bereiche: einen redaktionellen Teil, von dem mit regelmäßig wechselnden Beiträgen Impulse für Diskussionen ausgehen, einen Weblog für die von der Stiftung geförderten Doktorandinnen und Doktoranden und L.I.S.A.video, einen Raum für professionell produzierte Kurzfilme aus dem Forschungsalltag. Redaktioneller Sitz des Portals ist die Geschäftsstelle der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf. Dort wird L.I.S.A. am 23. Februar 2010 im Rahmen einer Presseveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt.
Brief an die Universität Wien bezüglich der Räumung des Audimax
Gestern wurde das AUDIMAX der Universität Wien durch die Polizei geräumt. Nun fordern der Vorstand der Interessengemeinschaft, kurz IG, und externe LektorInnen sowie freie WissenschaftlerInnen in einem offenen Brief an die Vorsitzende des Universitätsrates die Absetzung des Rektors Georg Winckler. Dieser hat die Besetzung trotz laufender Gespräche mit den BestzerInnen durch die Polizei räumen lassen und damit eine unnötige Eskalation des Konfliktes riskiert. Die IG fordert einen Rektor, der bereit ist mit allen Beteiligten in einen Dialog zu treten und so eine Redemokratisierung der Universität Wien zu ermöglichen. Währenddessen beginnt die Universität mit der Renovierung der Räumlichkeiten. Bisher belaufen sich allein die Kosten durch die Besetzung auf ungefähr 1,4 Millionen Euro.