Darwin-Tagung an der Universität Bielefeld
Zum 200. Geburtstag von Charles Darwin findet an der Universität Bielefeld eine wissenschaftliche Tagung statt. Am 5. und 6. November geht es in Vorträgen und Diskussionen um die Evolution von Emotionen und die unterschiedlichen Weisen, diese auszudrücken. Charles Darwins Buch „Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren“ dient dabei als Diskussionsgrundlage. Darin hat Charles Darwin das Ausdrucksverhalten von Tieren und Menschen beobachtet. Die Tagung findet am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) statt und wird in Englisch gehalten.
Rekordandrang an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen
Die Hochschulen in NRW haben einen Rekordandrang zu vermelden. Insgesamt zählen die 67 Hochschulen des Landes knapp unter 500 000 Studierende. NRW ist damit Studienort für jeden vierten Studierenden in Deutschland. Besonders im mathematischen und naturwissenschaftlichen Bereich gebe es es einen Aufschwung. Mehr als jeder Dritte habe sich für ein Fach in jenen Bereichen entschieden. Vor allem auf die nicht zulassungsbeschränkten Fächer gab es ein großes Interesse. Laut dem Landeswissenschaftsministerium ist der Anteil zulassungsbeschränkter Fächer seit 2006 von fast der Hälfte auf knapp ein Drittel zurückgegangen. Die Opposition im Landtag sieht diese Entwicklung dennoch kritisch. Laut Ruth Seidl, Hochschulexpertin der Grünen, sei der Anteil der Studienberechtigten, die tatsächlich ein Studium aufnehmen, immer noch nicht auf dem Stand von 2005. Zugangshürden wie Studiengebühren gehören daher abgeschafft, hieß es weiter.
Wiener Studierende besetzen Audimax
Studierende der Universität Wien halten seit vergangenen Donnerstag das Audimax besetzt. Nachdem sich zuvor Studierende und Lehrende der Akademie der Bildenden Künste gegen die Bologna-Reform gestellt hatten, hat sich der Streik auf die Universität ausgeweitet. Die Proteste richten sich vor allen Dingen gegen den österreichischen Wissenschaftsminister Hahn, dem eine neoliberale Bildungspolitik zugeschrieben wird. Der Streik ist mittlerweile auch auf andere österreichische Uni-Städte übergegangen. In Graz und Linz haben sich ebenfalls Studierende formiert, die Protestaktionen planen.
Neue Gentherapie lässt Blinde wieder sehen
Eine neue medizinische Gentherapie lässt fast blinde Menschen wieder sehen. Das geht aus einem Forschungsbericht des Fachjournals „Lancet“ hervor. Mediziner von der Universität Pennsylvania haben mehreren Personen mit angeborener Sehschwäche bestimmte Gene in die Netzhaut des Auges injiziert. Diese Gene sorgen dafür, dass lichtempfindliche Moleküle produziert werden. Bei der Hälfte der Behandelten besserte sich die Sehfähigkeit so sehr, dass sie zwar nicht so gut sehen können wie gesunde Menschen, aber nicht mehr als blind gelten. Vor allem bei Kindern scheint diese Gentherapie zu wirken. Insgesamt nahmen fünf Kinder und sieben Erwachsene an der Untersuchung teil. Die Forscher hoffen, dass ähnliche Gentherapien auch bei altersbedingter Sehschwäche Einsatzmöglichkeiten finden können.