InFakt am Freitag, 30.10.2009
Ausbau internationaler Kontakte
Die Universität Bielefeld hat gestern einen Kooperationsvertrag mit der brasilianischen Universität Federal do Paraná geschlossen. Der Vertrag ermöglicht eine engere Zusammenarbeit des Bielefelder Centrums für Biotechnologie und der Fakultät für Biochemie und Molekularbiologie der Bundesuniversität von Paraná. Geplant sind gemeinsame Forschungsprojekte und der Austausch von Wissenschaftlern und Studierenden. Dr. Zaki Akel Sobrinho – Rektor der brasilianischen Universität – äußerte bei seinem Besuch gestern den Wunsch, diese Zusammenarbeit auch auf andere Disziplinen auszuweiten.
Förderung von Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft
In Greifswald wurde gestern die neue landesweite, hochschulübergreifende Initiative „Karrierewege für Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommern“ gestartet. Mit dem Projekt sollen Habilitandinnen, Promovendinnen, Absolventinnen und Studentinnen bei der Karriereplanung aktiv beraten und konkret unterstützt werden. Ziel dieser Initiative ist es unter anderem, hoch qualifizierten Frauen in Mecklenburg-Vorpommern Kontakte, Praktika und Promotionsprojekte zu vermitteln und sie dadurch besser zu fördern. Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds mit einer Fördersumme von ca. 1 Million Euro für zweieinhalb Jahre unterstützt. Nach erfolgreicher Evaluierung soll die Förderung um weitere zwei Jahre verlängert werden.
FIZ Chemie Preise 2009 vergeben
Das deutsche Fachinformationszentrum für die Chemie, kurz FIZ, hat gestern in Berlin die FIZ Chemie Preise 2009 vergeben. Gewinner des FIZ Chemie Dissertationspreises ist Dr. José Batista. Den FIZ Chemie Diplomarbeitspreis 2009 hat Frank Tristram gewonnen. Beide Wissenschaftler legten laut FIZ herausragende Forschungsarbeiten zu computergestützten Verfahren für die Entwicklung neuer Medikamente vor. Die Medikamentenentwicklung werde durch die Erkenntnisse der beiden Gewinner kostengünstiger und schneller. Der FIZ Chemie Preis wurde vom Fachinformationszentrum für die Chemie gestiftet, das damit den wissenschaftlichen Nachwuchs unterstützen will.
Miteinander sprechen als Schlüssel kindlicher Bildung
Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben neue Forschungsergebnisse zur frühkindlichen Bildungsforschung und zu mehrfachbehinderten Menschen mit dem so genannten CHARGE-Syndrom vorgestellt. Die Forscher untersuchten, welche Bedeutung frühe Dialoge für den Bildungsgrad von Kindern mit CHARGE-Syndrom haben. Um ihre Ergebnisse zu vergleichen, untersuchten sie außerdem, wie sich eine frühe sprachliche Beschäftigung auf Kinder ohne Behinderung auswirkt. Die Forscher um Dr. Ursula Horsch kamen zu dem Ergebnis, dass die Eltern-Kind-Interaktionen als Bildungsmotor für die kindliche Entwicklung fungieren. Das CHARGE-Syndrom wurde erst Ende der 70er Jahre entdeckt, die Forschung ist daher noch sehr jung.
Überfüllte Hörsäle in Paderborn
Aufgrund von überfüllten Hörsäälen sind die Studienbedingungen an der Universität Paderborn für die Studierenden untragbar. Die Veranstaltungen seien teilweise so überfüllt, dass Studierende von ihrem Dozenten bereits aus der Veranstaltung rausgeworfen wurden. Bei der gestrigen Pressekonferenz wurde dann mit rund 1000 Studierenden nach einer Lösung gesucht. Dazu Universitäts-Pressesprecher Werner Szolnoki:
Es ist teilweise schlichtweg ein logistisches Problem, dass hier mehr Studenten da sind als Platz im Raum ist. Es gibt woanders Situationen, wo weniger Studierende dann auflaufen, das heißt, es haben eine Reihe von Raumtauschen stattgefunden, es werden Veranstaltungen teilweise doppelt angeboten, schlichtweg eben auch – wie gesagt – in größere Seminar- und Hörsääle verlegt, es werden auch zusätlich Räume angemietet, beispielsweise im Technologiepark.
Zu Semesterbeginn wurden an der Universität Paderborn um die 2000 Veranstaltungen angeboten, wobei es bei 56 Veranstaltungen zu Raumüberbelegungen kam. Ein Drittel dieser Raumüberbelegungen sei jedoch bereits geklärt und die übrigen werde man in den nächsten Tagen klären, so Pressesprecher Werner Szolnoki weiter.



