Wohnheime Moorgenbreede werden saniert
Das Studentenwerk Bielefeld bekommt knapp 14 Millionen Euro für die Sanierung ihrer Wohnheime. Knapp 10 Millionen sind für die Renovierung dreier maroder Gebäude an der Morgenbreede vorgesehen. Dabei werden vor allem die Außenfassaden, die Wärmedämmung, Badezimmer, Treppenhäuser und Wasserleitungen erneuert. Das Geld stammt aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. Dazu der Geschäftsführer des Bielefelder Studentenwerks, Günter Remmel:
Dass die Sanierung von Studentenwerken daraus gefördert werden, ist dem Land Nordrhein-Westfalen zu verdanken. Vor allem Minister Pinkwart ganz persönlich, der sich dafür stark gemacht hat und der letztlich auch für die Höhe verantwortlich ist. In NRW fließen insgesamt 120 Millionen in die Sanierung von Studentenwohnheimen der Studentenwerke und das ist einmalig in ganz Deutschland.
Die Renovierungsarbeiten der drei Gebäude werden nacheinander vorgenommen und sollen im Februar kommenden Jahres beginnen. Bis dahin sollen die Bewohner in anderen Gebäuden untergebracht werden.
Start für Online-Ringvorlesung
Heute startet eine gemeinsame Vorlesungsreihe verschiedener deutscher Hochschulen im Internet. Das Thema der Ringvorlesung ist „Europa und Nachhaltigkeit“. Die erste Vorlesung hält Professor Bernd Hamm von der Uni Trier. Die Uni Bielefeld ist auch an dieser Kooperation beteiligt. Am 21. Januar wird Professor Axel Braun von der Fakultät für Soziologie in diesem Zusammenhang über Umwelterziehung sprechen. Weltweit kann die Vorlesung während des Wintersemesters kostenlos, donnerstags ab 16 Uhr im Internet verfolgt werden. Und hier in Bielefeld auch per Videoübertragung an der Uni in Hörsaal 11. Der Ling zur Vorlesung: online-ringvorlesung.de
Studentische Streiks weiten sich aus
Die Studierendenproteste in Österreich weiten sich aus. Nachdem vergangene Woche der größte Hörsaal an der Akademie der bildenden Künste in Wien besetzt wurde, organisieren sich nun auch Studierende an anderen Hochschulen. Miriam Belke:
Verschiedenen Medienberichten zufolge streiken Studierende und teils auch Lehrende jetzt in Wien, Klagenfurt, Linz, Graz und Salzburg. Zu großen Demonstrationen von mehr als 10.000 Studierenden und teils auch Lehrenden kam es gestern Nachmittag in Wien. Dabei wurde die Innenstadt bis in den späten Abend hinein lahm gelegt. Die Proteste richten sich gegen das Bachelor-Master-System und der möglichen Wiedereinführung von Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen durch die Regierung. Und persönlich gegen den konservativen Wissenschaftsminister Johannes Hahn. Der hatte eigentlich bis Ende der Woche Gesprächsbereitschaft mit Studierendenvertretern angekündigt. Nach den Parolen gegen ihn gestern Abend in Wien wird ein konstruktives Gespräch aber immer unwahrscheinlicher.
Studienfonds OWL vergibt Stipendien
Knapp 150 Studierende aus Ostwestfalen-Lippe haben jetzt ein Stipendium des Studienfonds OWL erhalten. Damit fördert die Stiftung seit diesem Semester so viele Studierende wie nie zuvor. Die zusätzlichen Gelder kommen von einem Zuschuss des Landes NRW. Die Stipendiaten erhalten 300 Euro pro Monat für hervorragende Studienleistungen und soziales Engagement. Außerdem erhalten die Stipendiaten eine ideelle Förderung. Der finanzielle Grundstock der Stiftung stammt aus Spenden von Kommunen, Unternehmen und anderen Organisationen aus der Region.
Exzellente Universität Bielefeld
Im Bereich der Volkswirtschaftslehre gehört die Uni Bielefeld jetzt zur so genannten „Excellence Group“. Die „Excellence Group“ ist eine Kreation des Zentrums für Hochschulentwicklung (CHE) der Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh. Hier wurden europäische Hochschulen anhand der internationalen Ausrichtung und der Forschungsstärke verglichen. Das Ergebnis soll Studien-Interessierten bei der Orientierung helfen. Alle Ergebnisse werden heute in der Wochenzeitung Die Zeit veröffentlicht. Erläuterungen gibt es auch im Internet bei der CHE.
Studieren im Ausland immer beliebter
Immer mehr Studierende gehen ins Ausland. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Im Verhältnis kamen 1997 auf 1.000 deutsche Studierende im Inland noch 27, die im Ausland eingeschrieben waren. 10 Jahre später hat sich diese Zahl fast verdoppelt. Die beliebtesten Länder für deutsche Studierende sind die Niederlande, Österreich und England. Aber auch die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland ist rasant angestiegen: Innerhalb von zehn Jahren von etwa 100.000 auf 180.000. Alle Ergebnisse der Untersuchung sind auch im Internet auf der Seite des Statistischen Bundesamtes zu finden.
Kritik an Koalitionsvertrag
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die Bildungspläne der neuen Regierung. Der Koalitionsvertrag von CDU, CSU und FDP verhindere die Chancengleichheit. Auch wenn die Mittel für den Bildungsbereich aufgestockt wurden, reichen diese längst nicht aus. Das sagte der Vorsitzende der GEW Ulrich Thöne. Notwendig für den Ausbau von Kindertagesstätten, Ganztagsschulen und die Verbesserung der Qualität von Bildung seien rund 40 Milliarden jährlich. Davon sei schwarz-gelb noch weit entfernt.