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InFakt am Dienstag, 05.05.09

Universität Bielefeld modernisiert ihr Finanzwesen mit SAP
Die Universität Bielefeld werde in Zukunft mit der Unterstützung von SAP- Standardsoftware ihr Finanzwesen auf die kaufmännische Buchführung umstellen. Dank dem neuen Hochschulfreiheitsgesetzt in NRW habe die Universität neue Spielräume zur Gestaltung ihrer Finanz-Verwaltung. Mit dem neuen Gesetz stärkt das Land Nordrhein-Westfalen das eigenverantwortliche Handeln der Hochschulen und räumt diesen weitreichende Kompetenzen für Finanz- Personal- und Organisationsentscheidungen ein. Das bisherige staatswissenschaftliche Rechnungswesen soll durch eine sogenannte Drei-Komponenten-Rechnung abgelöst werden. Diese besteht aus Finanz- Planungs- und Bilanz- bzw. Vermögensrechnung. Ziel sei unter anderem eine angemessene Aufgabenverteilung zwischen zentraler und dezentraler Verwaltung, um die Service-Orientierung für die einzelnen Fakultäten und Einrichtungen der Uni Bielefeld aufzubauen.

Forscher der Universität Göttingen im Visier der Staatsanwaltschaft

An der Universität Göttingen stehen 16 Forscher im Verdacht anhand gefälschter Veröffentlichungslisten Fördergelder der Deutschen Forschungsgemeinschaft, kurz DFG, beantragt zu haben. Wie durch einen Sprecher der Göttinger Anklagebehörde gestern bestätigt, prüft die Staatsanwaltschaft, ob ein Anfangsverdacht wegen Untreue bestehe. Die Uni Göttingen gestand nun ein, dass ihre Wissenschaftler tatsächlich einen Antrag auf die Fortsetzung eines mit mehreren Millionen Euro dotierten Sonderforschungsbereichs manipuliert haben. Laut Kurt von Figura, Präsident der Uni Göttingen, bedaure die Uni, dass durch einzelne Mitglieder die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis durch Falschangaben verletzt wurden. Die Hochschule habe Vorkehrungen getroffen, die Wiederholungsfälle ausschlössen. Die DFG leitet ebenfalls ein Untersuchungsverfahren ein. „Je nach Ergebnis fordert die DFU bewilligte Mittel zurück“, erklärte Generalsekretärin Dorothee Dzwonnek.

Universität Greifswald präsentiert Erfolgsbilanz durch Drittmittel

Die Universität Greifswald finanziert immer mehr Forschungsprojekte im naturwissenschaftlichen und medizinischen Bereich durch Drittmittel. So konnte im vergangenen Jahr eine Rekordsumme von über 30 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben werden, erklärte Rainer Westermann, der Rektor der Greifswalder Uni. Fast ein Viertel der Stellen der kleinsten Volluniversität Deutschlands wird bereits durch Zusatz-Geld finanziert. Mit hochkarätiger Forschung können gute und motivierte Studenten an die Universität gelockt werden. „Wer im experimentellen Bereich keine Drittmittel hat, kann nicht forschen. Wer nicht forscht, kann auch nicht lehren“, so Michael Hecker, Vorsitzender der Wissenschaftskommission des Senats der Uni Greifswald.

Verbesserung des Qualitätsmanagements durch bessere Kooperation von Leitung, Wissenschaft und Verwaltung an deutschen Universitäten
Für ein besseres Qualitätsmanagement in Hochschulen müssen Hochschulleitungen, Wissenschaft und Verwaltung besser zusammenarbeiten. Das ist das Resümee einer Tagung des CHE, dem Centrum für Hochschulentwicklung. Oft werde Qualitätsmanagement in Hochschulen als eine zusätzliche bürokratische Last empfunden. Dabei ist Qualität eine „Gemeinschaftsleistung. Diese Aufgabe an einzelne Personen in Stabsstellen oder Verwaltungseinheiten zu delegieren reicht nicht“, sagte CHE-Expertin Signun Nickel. In der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Verwaltung fehle vor allem eine klare Arbeitsteilung zwischen Managementaufgaben und Lehr- und Forschungstätigkeiten. Forscher brauchen guten Service, um sich auf die Forschung zu konzentrieren, doch müssen diese auch die Kompetenzen der Verwaltung respektieren und ihnen bestimmte Aufgaben überlassen, so Eva Barlösius, Professorin für Soziologie der Uni Hannover. Weitere Infos zu den Tagungsbeiträgen findet Ihr hier.

Internationaler Kongress „Ideas of/for Europe“ an der TU Chemnitz
Morgen beginnt an der Technischen Universität Chemnitz der internationale Kongress “Ideas of and for Europe“. Mehr als 100 Wissenschaftler aus 25 Ländern kommen an vier Tagen zum wissenschaftlichen Austausch zusammen. Im Blick dieses Kongresses steht die Debatte um die Notwendigkeit einer europäischen Identität und die Zukunft des geeinten Europas. Auch namenhafte Wissenschaftler deutscher Universitäten werden den Kongress mit ihren Arbeiten bereichern. Schirmherr ist der Präsident der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, der vor Ort die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste um die Osterweiterung der EU verliehen bekommt. Informationen zum Programm sowie die Zusammenfassungen der Vorträge sind hier zu finden.

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