Infakt am Freitag, 27.02.2009
Kein Spritzasbest in FH
Nach Schadstoffuntersuchungen an der Bielefelder Fachhochschule steht nun fest: Es gibt keine unzulässige Belastung und damit keine akute Gefahr in den Gebäuden der Kurt-Schumacher-Straße. Das teilte gestern die Fachhochschule Bielefeld mit. Zwar seien schadstoffhaltige Materialien wie künstliche Mineralfasern und Asbestfasern gemessen worden, darunter stellten sie aber kein gefährliches Spritzasbest wie vergangenes Jahr im Universitätsgebäude fest. Die Schadstoffbelastungen seien somit keine Gefahr für die sich im Gebäude aufhaltenden Personen. Dennoch plant der Eigentümer, der Bau- und Liegenschaftbetrieb NRW, eine Sanierung.
Schulbücher extra finanziert
Hartz IV-Empfänger haben einen Anspruch auf die Übernahme der Kosten für Schulbücher. So urteilte gestern das Landessozialgericht Rheinland-Pfalz. Das Gericht hatte über den Fall eines Neuntklässlers zu entscheiden, der gemeinsam mit seiner allein erziehenden Mutter Arbeitslosengeld I bezieht. Das Sozialgericht Koblenz hatte die Klage zunächst ablehnt, da Schulbücher in den Regelleistungen von ALG I beinhaltet seien. Das Landessozialgericht entschied dann aber zugunsten von Schüler und Mutter. Die Begründung: Der Bedarf der Regelleistung orientiert sich an Erwachsenen, denen in der Regel keine Kosten für Schulbücher entstünden. Der Schüler allerdings hatte monatliche Mehrkosten von über 140 Euro.
Lesen bildet
Wer regelmäßig liest, erhöht deutlich seine Chancen auf eine gute Bildung. Das ist das Ergebnis der Studie „Leseverhalten in Deutschland 2008“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Ergebnisse der Studie wurden gestern in Darmstadt vorgestellt. Ein weiteres Fazit: Migranten mit guten Deutschkenntnissen greifen häufiger zu Büchern, als Deutsche selbst. Besorgniserregend sei, dass jeder vierte Deutsche, nie ein Buch lese. Eine weitere Herausforderung sei auch das Vorlesen. 42 Prozent der Eltern würden demnach ihren Kindern gar nicht oder nur selten vorlesen.
FDP fordert besser Umsetzung im Bologna-Prozess
Die Umsetzung der so genannten Bologna-Beschlüsse soll angemessen finanziert werden. Das fordert die FDP-Fraktion in einem Antrag an die Bundesregierung. Bund und Länder sollten sich demnach auf die Finanzierung des verstärkten Betreuungs- und Verwaltungsaufwands durch den Bologna-Prozess verständigen. Außerdem sollen sich Bund und Länder gemeinsam mit den Hochschulen um einen besseres Beratungsangebot für Studierende kümmern. Des Weiteren kritisiert die FDP in dem Antrag, dass im Ausland erbrachte Studienleistungen noch nicht ausreichend zügig, transparent und konstruktiv an den Heimatunis anerkannt würden.
Unzureichende Integration
Menschen mit Migrationshintergrund sind in Deutschland nicht ausreichenden integriert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Das Integrationsdefizit gelte für die Bereiche Bildung, Arbeitsmarkt, wie auch für das gesellschaftliche Leben. Die Schere zwischen Zuwanderern und Einheimischen öffne sich demnach schon im Kindesalter. Beispielsweise brechen ausländische Jugendliche mehr als doppelt so häufig die Schule ab, machen seltener Abitur und seien in den Universitäten unterrepräsentiert. In Berlin allerdings liegen Migranten im Bereich Firmengründung weit vor den Deutschen.



