InFakt am Freitag, 30.01.09
DFG-Projekt untersucht rechtsextreme Symbolik
Kommunikationswissenschaftler der Universität Münster untersuchen zur Zeit die mediale Darstellung rechtextremer Parteien. Im Rahmen des Projektes „Rechtsextreme Symbolik der NPD in der politischen Fernsehberichterstattung“ wollen die Wissenschaftler herausfinden wie die öffentlich rechtlichen Sender ARD und ZDF über die NPD berichten. Dazu werden alle Nachrichtenbeiträge der letzten 5 Jahre untersucht, in denen die NPD thematisiert wurde. Das Forschungsvorhaben der Universität Münster wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell unterstützt. Das Fördervolumen beträgt insgesamt 130000 Euro und der Förderungszeitraum läuft bis zum Jahr 2011.
Universität Ulm erhält Zertifikat „familiengerechte Hochschule“
Die Universität Ulm erhält in diesem Jahr das Zertifikat „familiengerechte Hochschule“. Das Zertifikat der „Hertie-Stiftung“ wird der Universitätsleitung im Juli dieses Jahres von Vertretern der Bundesregierung überreicht. Die familiengerechte Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen gilt als wichtiger Standortfaktor für deutsche Universitäten und soll herausragende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen nach Ulm locken. Im Fokus des Zertifizierungsprozesses steht der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote. Die Bielefelder Universität erhielt das Zertifikat „familiengerechte Hochschule“ bereits im Jahr 2006.
Mehr Frauen für MINT Fächer begeistern
Mit einer neuen Website www.komm-mach-mint.de sollen in Zukunft mehr Frauen für ein Studium im Bereich der MINT-Studiengänge begeistert werden. Zu den MINT-Studiengängen gehören die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Internet-Adresse wurde vom „nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen“ entwickelt und richtet sich vor allem an Schüler, Studierende, Eltern und Lehrkräfte. Auf der Website werden alle erhältlichen MINT-Angebote vorgestellt und weibliche Studierende berichten von ihren Studien-Erfahrungen. Hintergrund des neuen Angebots ist die geringe Frauenbeteiligung in den MINT-Berufen. Der Pakt ist Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung „Aufstieg durch Bildung“
Stipendien von Begabtenförderungswerken
Die Mittel für die Begabtenförderung in Deutschland werden in diesem Jahr erneut erhöht. Im Rahmen der Bildungsoffensive der Bundesregierung stehen dieses Jahr über 132 Millionen Euro für Stipendien zur Verfügung. Zur Zeit werden elf Begabtenförderungswerke vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt. Im vergangenen Jahr erhielten in Deutschland über 20000 Studierende ein Stipendium. Der Anteil der Geförderten an der Gesamtstudierendenzahl lag damit bei etwa 1,1 Prozent. In Zukunft können Studierende bereits im ersten Semester auf ein Stipendium hoffen. Bisher war dies erst ab dem dritten Semester möglich.
Bielefelder Professor ins Zentrenkomitee der Minerva Stiftung berufen
Der Bielefelder Professor Dr. Ulrich Heinzmann wurde ins Zentrenkomitee der Minerva Stiftung berufen. Der Professor lehrt an Fakultät für Physik der Universität Bielefeld. Die Minerva Stiftung ist eine Tochter der Max-Planck-Gesellschaft und dient der Förderung der Spitzenwissenschaft in Deutschland. Außerdem soll im Rahmen der Stiftung die deutsch-israelische Zusammenarbeit gestärkt werden. Die 35 Minervazentren sind als „Centers of Excellence“ angelegt. Das international zusammengesetzte Zentrenkomitee ist unabhängig und evaluiert die Minervazentren in regelmäßigen Abständen.



