Islamwissenschaftliche Bibliothek an der Uni Bielefeld
Die Universität Bielefeld erhält heute eine Islam-Bibliothek in deutscher Sprache.
Hassan Özdogan, Vorsitzender des in Bonn ansässigen Muslimischen Sozialen Bundes, überreicht eine vollständige, 450 Titel umfassende islamwissenschaftliche Bibliothek. Sie zeichnet sich durch die Anzahl und Auswahl aktueller Titel aus, die für religionswissenschaftliche Fragestellungen zum Islam unverzichtbar sind. Von Al Ghazali bis Annemarie Schimmel sind alle wesentlichen Werke der Primär- und Sekundärliteratur in Bielefeld vorhanden.
Hochschulrat ernannt
Gestern wurden die Mitglieder des Hochschulrats der Universität Bielefeld ernannt.
Dabei wurde Dr. Annette Fugmann-Heesing zur Vorsitzenden gewählt. Die Urkunden überreichte Burkhard Reith, Referatsleiter im Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Minister Pinkwart hatte seinen Besuch auf Grund anderer Termine innerhalb der Landesregierung kurzfristig abgesagt. Anschließend trat der Hochschulrat zu seiner ersten Sitzung zusammen. Das neue Gremium ist zuständig für die Wahl des Rektorats, Fragen der Hochschulentwicklung, berät die Hochschulleitung und übt die Aufsicht über deren Geschäftsführung aus. Während der Eröffnung des Hochschulrats kam es gestern zu Protesten seitens der Studierenden. Der Asta der uni Bielefeld befürchtet eine zunehmende wirtschaftliche Orientierung durch den Hochschulrat.
Industrial IT vertieft Partnerschaft
Die Weidmüller-Akademie in Detmold und das Forschungsinstitut Industrial IT der Hochschule Ostwestfalen-Lippe vertiefen künftig ihre Partnerschaft. Weidmüller wird in den nächsten vier Jahren für 260.000 Euro die anteilige infrastrukturelle Grundfinanzierung des Institutes übernehmen. Dazu haben Dr. Joachim Belz, Vorstandssprecher Weidmüller, und Prof. Tilmann Fischer, der Präsident der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, gestern eine Fördervereinbarung unterzeichnet. Die Förderoption soll vier Jahre andauern.
Ziel beider Seiten ist es, das Forschungsinstitut zum führenden Institut auf dem Gebiet der industriellen Informationstechnologie auszubauen.
Nach Recherche für Abschlussarbeit im Gefängnis
In Nottingham sind ein Student und ein Uni-Mitarbeiter für sechs Tage im Gefängnis gelandet.
Der 22-jährige druckte 1500 Seiten eines Qaida-Handbuchs aus. Er recherchierte für seine Doktorarbeit über Terrorismus.
Beim US-Justizministerium hatte der Muslim für seine Abschlussarbeit ein Trainingshandbuch der Qaida heruntergeladen – das machte ihn für die britische Polizei zum Terrorverdächtigen. Die Polizei ordnete eine Hausdurchsuchung an, wobei sie auf zahlreiche Al-Qaida Informationen stießen. Bei Verdacht auf terroristische Straftaten haben die Ermittler große Spielräume, seit in Großbritannien 2001 das Anti-Terror-Gesetz verabschiedet wurde.
Persönliche Daten aus Versehen im Netz
Eine Datenschutzpanne an der Universität Magdeburg sorgt derzeit für hohes Aufsehen.
Ein Mitarbeiter führte eine Wartung der Uni-Datenbank durch und legte dabei versehentlich die sensiblen Informationen auf einem öffentlichen Server ab. Nach einer Mitteilung des Studentenrates der Universität Magdeburg waren detaillierte persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer oder Herkunft 10 Tage lang abrufbar. Nach bisherigem Stand zählen nach Hochschulangaben die Noten der Studenten jedoch nicht dazu. Laut Kanzler Wolfgang Lehnecke ist die Datenschutzpanne auf einen Fehler eines Verwaltungs-Mitarbeiters zurückzuführen. Er habe an einem Wochenende zu Hause arbeiten wollen, zu diesem Zweck Daten auf einen öffentlichen Server transferiert – und vergessen, die Daten wieder zu löschen.