Infakt am Donnerstag, 03.04.2008
Bibliotheken in S0 und S1 bleiben weiter geschloßen
Die Bibliotheken S 1 und S O an der Uni Bielefeld werden noch für drei Wochen geschlossen bleiben, gab Kanzler Simm gestern auf der Pressekonferenz zu den Schadstoffuntersuchungen auf Asbest bekannt.
Zwar wurde in der Untersuchung kein Asbeststaub in der Raumluft gefunden, an der Oberseite von drei Deckenlampen und an einer Computerlüftung konnte der Schadstoff aber nachgewiesen werden. Obwohl keine akute Gesundheitsgefährdung besteht, soll vorsorglich die Decke abgedichtet, sowie Regale und Bücher gereinigt werden. Außerdem werden weiterhin Proben in verschiedenen Gebäudeteilen genommen.
Für die Geschichtswissenschaftler, Theologen und Philosophen, die von der Bibliotheksschließung betroffen sind, sollen Teile der Semesterapparate und die wichtigsten Werke nachbestellt werden. Zur Abgabe von Arbeiten äußerte sich Simm…
O-TON SIMM, Länge ca 17 sec
Die asbestbelasteten Teile der Uni müssen innerhalb der nächsten drei Jahre vom Land saniert werden.
Uni Paderborn baut neues Laborgebäude
Die Uni-Paderborn baut ein 13 Millionen Euro teures Laborgebäude für die Naturwissenschaftler. Ihre bisherige Unterkunft wird für rund 7 Millionen Euro saniert und soll dann zusätzliche Seminarräume für die Geisteswissenschaftler bieten.
Finanziert wird das 20-Millionen-Euro-Projekt zum Großteil vom Land NRW. Die Universität Paderborn beteiligt sich mit drei Millionen, wovon ein Teil aus den Studiengebühren fließt. Neubau und Sanierung sollen voraussichtlich bis 2010 abgeschlossen sein.
Professor wegen Doktortitelbetruges verurteilt
Das Hildesheimer Landgericht hat einen Jura-Professor aus Hannover zu drei Jahren Haft verurteilt. Der 53-jährige verhalf gegen Geld Juristen zum Doktortitel. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Verteidigung. – die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre und sechs Monate gefordert. Der Jurist kassierte für die Annahme der Kandidaten zur Promotion rund 150.000 Euro von einer Wissenschafts-beratungsgesellschaft.
Die Staatsanwaltschaft hatte ihm Bestechlichkeit in insgesamt 68 Fällen vorgeworfen.
Deustche Karrieremöglichkeiten hinken hinterher
Der Deutsche Hochschulverband (DHV) hält die Karrieremöglichkeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland für international zweitklassig. „Einzelne Gegenbeispiele, gezielte Fördermaßnahmen, hätten an der grundsätzlichen Problematik ebenso wenig geändert wie Exzellenzinitiative und Hochschulpakt“, erklärte DHV-Präsident Professor Bernhard Kempen.
Entscheidend sei, dass seit 1995 bundesweit mehr als 1 500 Universitätsprofessuren eingespart worden seien. Dieser Trend müsse umgekehrt werden“, so Kempen. Der DHV fordert, die Zahl der Universitätsprofessoren um 40 Prozent zu steigern.
Preis für Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur ausgeschrieben
Ab sofort gibt es einen Preis zur Förderung von Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur. Bewerben können sich Verlage mit akademischen Publikationen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung und das Auswärtige Amt zeichnen ab sofort innovative geistes- und
kulturwissenschaftliche Werke in deutscher Sprache aus. Ziel ist es, zu einer stärkeren internationalen Verbreitung der geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse aus Deutschland beizutragen. Gleichzeitig soll Deutsch als Wissenschaftssprache und Standort etabliert werden.



