Student klagt wegen nicht bestandener Prüfung
Ein Student des Fachbereichs Mathematik und Technik der FH Bielefeld klagte vor dem Verwaltungsgericht Minden. Er hatte zum wiederholten Mal die Modulprüfung in seinem Studiengang Produktionsentwicklung nicht bestanden. Das negative Ergebnis seiner Prüfung veranlasste ihn dazu, Widerspruch einzulegen. Die Begründung seiner Klage: er sei zum Prüfungstermin krank und deswegen prüfungsunfähig gewesen. Der Prüfungsausschuss lehnte seinen Antrag jedoch ab. Deswegen soll die Frage Anfang Oktober vor dem Mindener Verwaltungsgericht geklärt werden.
Studientin aus China gewinnt DAAD-Preis
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) verleiht erneut den mit 1000 Euro dotierten DAAD-Preis. Die diesjährige Gewinnerin ist die chinesische Studentin Qiaoling Qu. Der Preis wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst jährlich an allen deutschen Hochschulen ausgeschrieben. Damit werden ausländische Studierende für ihre hervorragenden Leistungen ausgezeichnet. Qiaoling Qu studiert seit vier Jahren das Fach Bildhauerei an der Alanus Hochschule. Sie hat im vergangenen Studienjahr einen Kaligraphiekurs angeboten, in dem sie den deutschen Studenten die Grundzüge der chinesischen Schreibkunst vermittelte.
Zu wenig Wohnheimplätze in Deutschland
In Deutschland gibt es zu wenig Studentenwohnheimplätze. Das geht aus einer neuen Statistik des Deutschen Studentenwerks hervor. Derzeit sind zwar rund 6.500 Wohnheimplätze im Bau, aufgrund der prognostizierten stark steigenden Studierenden– Zahlen sollen diese aber nicht ausreichend sein. Notwendig wären 20.000 zusätzliche Plätze, sagte DSW-Präsident Prof. Rolf Dobischat gestern in Berlin. Beim Hochschulpakt sollen ca. 90.000 zusätzliche Studienplätze entstehen, erklärte Dobischat. Dies sei aber nicht sinnvoll, wenn es an preisgünstigen Wohnräumen für Studierende fehle. Für Studierende, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, seien die Wohnheime die mit Abstand preisgünstigste Wohnform.
Kasseler Historiker erhält den hessischen Wissenschaftspreis
Der Kasseler Historiker Dr. Tobias Busch erhielt für seine Doktorarbeit am 22. September in Hanau den hessischen Wissenschaftspreis für geschichtliche Landeskunde 2007. In seiner Doktorarbeit erforschte der Historiker die Herrschafts- und Wirtschaftsstrukturen der Reichsgrafschaft Solms-Rödelheim im 17. und 18. Jahrhundert. Rödelheim war eine der kleinsten unter den über 300 selbstständigen Landesherrschaften und ist heute ein Stadtteil Frankfurts. Der Wissenschaftler setzte sich mit der These auseinander, wie so eine kleine Landesherrschaft erfolgreich über 400 Jahre lang ihre Verteidigung und Sozialfürsorge wahrnehmen konnte. Der hessische Wissenschaftspreis ist mit 3000 Euro dotiert.
Prof. Wolfram Henn in zentrale Ethikkommission berufen
Prof. Dr. Wolfram Henn, Leiter der Genetischen Beratungstelle der Universität des Saarlandes, wurde von der Bundesärtztekammer in die zentrale Ethikkommision berufen. In seiner neuen Position wird sich der Humangenetiker mit ethischen Grundsätzen der Medizin und ihren Grenzwerten beschäftigen. Dabei soll er Stellung zum aktuellen Fortschritt in der Medizin beziehen. Prof. Henn hat sich schon im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit mit den ethischen und sozialen Aspekten genetisch bedingter Behinderung auseinander gesetzt. Im März diesen Jahres erhielt Prof. Henn von einer Patientenorganisation den Down-Syndrom-Preis „Moritz“.