InFakt am Freitag, 31.08.2007
Schülerstudium an der Universität Bielefeld
Im kommenden Wintersemester findet an der Universität Bielefeld das Schülerstudium „Studieren ab 16“ statt. In diesem Rahmen werden interessierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler der Oberstufe eingeladen, an regulären Einführungsvorlesungen der Universität teilzunehmen. Die Jugendlichen werden die Vorlesungen während des ganzen Semesters parallel zum Schulunterricht besuchen und ebenso Klausuren schreiben und Scheine erwerben wie die eingeschriebenen Studierenden. Zur Auswahl stehen Vorlesungen und Seminare an den Fakultäten für Chemie, Mathematik, Physik, Geschichte, Philosophie, Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften. Interessierte Schülerinnen und Schüler können am 10. September an einer Informationsveranstaltung teilnehmen. Bewerbungsschluss ist der 30. September.
Hochschulprofessoren verdienen mehr Geld aus Drittmitteln
Deutsche Hochschulprofessoren bekommen immer mehr Geld aus Drittmitteln. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern berichtete, erhielten die Dozenten im Jahr 2005 insgesamt 3,6 Milliarden Euro von privaten und öffentlichen Einrichtungen. Das waren fast 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit lagen die durchschnittlichen Drittmitteleinnahmen eines Professors knapp über 100.000 Euro. Den höchsten Verdienst hatten dabei die Professoren aus der Humanmedizin und den Gesundheitswissenschaften, den geringsten Verdienst Sprach- und Kulturwissenschaftler. Unterschiede gab es auch zwischen den Hochschularten. Professoren von Universitäten nahmen durchschnittlich 166.000 Euro ein, Lehrende an Fachhochschulen nur etwa 14.000 Euro.
FH Bonn-Rhein-Sieg erste Fachhochschule mit Hochschulrat
Die öffentlich-rechtlichen Hochschulen in Nordrhein-Westfalen setzen das Hochschulfreiheitsgesetz zügig um. 14 der 26 Universitäten und Fachhochschulen hben sich bereits eine neue Grundordnung gegeben. Die Hochschulen arbeiteten sehr zielstrebig und zeigten, dass sie ihren neuen Gestaltungsraum gut und engagiert nutzen, so NRW-Minister Prof. Andreas Pinkwart gestern in Bonn. Die Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg ist nun die erste Fachhochschule des Landes, an der ein neues Hochschulgremium seine Arbeit aufgenommen hat. Der Hochschulrat berät die Hochschulleitung und übt die Aufsicht über deren Geschäftsführung aus. Als erstes und bislang einziges Bundesland hatte Nordrhein-Westfalen seine Hochschulen zu Beginn des Jahres eigenständig gemacht.
Befreiung durch hohen Intelligentsquotienten
Die Universitäten Freiburg und Konstanz haben Studierende Intelligenzquotienten ab 130 von den Studiengebühren befreit. Dadurch wollen die Hochschulen für „Hochbegabte“ besonders attraktiv sein. Die Höhe des Intelligentsquotienten haben die Hochschulen vorher durch einen speziellen Test festgestellt. Bislang waren nur Abiturienten mit einem Notenschnitt von mindestens 1,2 in Baden-Württemberg von den Semestergebühren für das Studium befreit worden. Alle anderen Studenten müssen seit dem Sommersemester 500 Euro pro Semester zahlen.
Asta berichtet über überfüllte Seminare an der Uni Bielefeld
Der Asta der Universität Bielefeld berichtet über chaotische Zustände bei der Seminarplatzbelegung. Noch vor Beginn des Wintersemesters 2007/08 sind die meisten Seminare bereits überfüllt. Darunter auch die sogenannten Pflichtkurse. Die zunehmenden Verteilungsprobleme seien auf schlechte Verwaltung zurückzuführen. Denn nach eigener Erhebung der Universität seien genügend Räume vorhanden. So teilte es der Asta in einer Pressemitteilung mit. Außerdem seien seit der Einführung der Studiengebühren sinkende Zahlen der Studierenden zu verzeichnen. Der Asta fordert das Rektorat auf, endlich zu handeln. Denn die Verhältnisse seien unzumutbar, so Malin Houber, Asta- Referentin für Hochschulpolitik.



