InFakt am Freitag, 27.07.2007
Sieben Forscherteams erhalten „Go Bio“-Preis
Sieben deutsche Forscherteams aus der Biotechnologie haben die zweite Runde des Forschungswettbewerbes „Go Bio“ gewonnen. Die Teams erhalten somit in den nächsten Jahren Fördergelder in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro. Mit dem Geld sollen die Forscher ermuntert werden, ihre Ideen in Produkte umzusetzen und Firmen zu gründen. Deutschland brauche Wissenschaftler, die unternehmerisch denken, so Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Dafür sei der Wettbewerb ein wichtiger Impuls. Der Wettbewerb ist vom Bundesforschungsministerium ausgeschrieben worden und umfasst insgesamt fünf Runden.
Heidelberger Forscher erhalten Forschungspreis
Zwei Heidelberger Mediziner erhalten den Lautenschläger-Forschungspreis. Der mit 250 000 Euro dotierte Preis geht an Matthias Hentze, Professor am Universitätsklinikum Heidelberg und Andreas Kulozik, Professor am Europäischen Labor für Molekularbiologie. Sie erhalten die Auszeichnung für ihre Erforschung von Blutkrankheiten. Die Wissenschaftler hatten Störungen bei der Übermittlung genetischer Information innerhalb der Zelle untersucht. Der Lautenschläger-Forschungspreis wird alle zwei Jahre an international anerkannte Wissenschaftler der Universität Heidelberg sowie an ausländische Forscher mit Verbindung zur Hochschule verliehen.
Neues Forschungsprogramm „ForMat“ vom BMBF
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat ein neues Forschungsprogramm ins Leben gerufen. Das Programm „ForMat- Forschung für den Markt im Team“ wurde speziell für ostdeutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen entwickelt. Ziel ist es, viel versprechenden Forschungsansätzen ein marktfähiges Format zu geben. So sollen innovative Ideen schneller auf den Markt gebracht werden. Es käme darauf an, dass man Erfindergeist mit Unternehmertum verknüpft, so Bundesforschungsministerin Annette Schavan. Das Programm ist Teil der Innovationsinitiative Unternehmen Region, mit der das BMBF regionale Bündnisse in Ostdeutschland unterstützt. Insgesamt stellt das BMBF dafür jährlich rund 90 Millionen Euro zur Verfügung.
Universität Colorado feuert Professor wegen „Nazi-Vergleich“
Die Universität Colorado in Boulder entlässt einen Professor wegen eines Nazi-Vergleiches der Terroropfer vom 11. September 2001. Der Ethnologie-Professor Ward Churchill hatte die Terroropfer in einem Essay als „kleine Eichmanns“ benannt. Damit spielte er auf den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann an. Darüber hinaus äußerte er sich kritisch zu der Nahost-Politik der Vereinigten Staaten und bezeichnete sie als aggressiv. Nach langen Verhandlungen muss der Professor nun seinen Lehrstuhl räumen. Als offiziellen Grund gibt die Hochschule an, dass Churchill in einigen Passagen seiner Publikationen abgeschrieben, teils falsch zitiert und obendrein historische Fakten zugunsten seiner eigenen Argumentationslinie gebeugt habe. Um die Integrität der Universität zu wahren, sei dem Verwaltungsrat keine Wahl geblieben als Churchill zu feuern, so Universitätspräsident Hank Brown.
Juckreiz ist genetisch gesteuert
Die Empfindlichkeit der Haut ist genetisch gesteuert. Das haben jetzt zwei Forscher der Washington University in St. Lewis herausgefunden. So wird das Empfinden von Juckreiz von einem bestimmten Gen gesteuert. Bei einer Testreihe an Labormäusen fanden die Wissenschaftler heraus, dass die Tiere denen das so genannte GRPR- Gen (für Gastrin-Releasing-Peptide-Rezeptor) fehlt, unempfindlicher gegen Reizungen der Haut sind. Falls sich diese Ergebnisse bestätigen, könnte es weit reichende Folgen für die Humanmedizin haben. So könnten die Symptome von Hautkrankheiten (wie Neurodermitis) und anderen Erkrankungen mit Juckreizfolge durch die Beeinflussung des Gens gelindert werden. Bisher war man davon ausgegangen, dass der Juckreiz eine weniger intensive Form des Schmerzes ist.



